[0001] Die vorliegende Anmeldung beschreibt maschinelle Reinigungsverfahren unter Einsatz
Gerüststoffhaltiger maschineller Reinigungsmittel, insbesondere Geschirrspülmittel
und Textilwaschmittel, sowie die Verwendung dieser Reinigungsmittel in maschinellen
Reinigungsverfahren, bei denen Teilmengen eines maschinellen Reinigungsmittels aus
einem im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine befindlichen
Vorratsbehälter im Verlauf mehrerer aufeinander folgender Reinigungsgänge in den Innenraum
der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert werden.
[0002] Die Konfektions- und Angebotsformen von Wasch- und Reinigungsmitteln unterliegen
immer neuen Änderungen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit geraumer Zeit auf der
bequemen Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln und der Vereinfachung der zur
Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsverfahrens notwendigen Arbeitsschritte.
[0003] In diesem Zusammenhang sind in jüngster Zeit insbesondere Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung
von Wasch- und Reinigungsmitteln in das Blickfeld der Produktentwickler geraten. Bei
diesen Vorrichtungen kann zwischen in die Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine
integrierten Dosierbehältern einerseits und eigenständigen, von der Geschirrspülmaschine
oder Textilwaschmaschine unabhängigen Vorrichtungen andererseits unterschieden werden.
Mittels dieser Vorrichtungen, welche die mehrfache der für die Durchführung eines
Reinigungsverfahrens notwendigen Reinigungsmittelmenge enthalten, werden Wasch- oder
Reinigungsmittelportionen in automatischer oder halbautomatischer Weise im Verlauf
mehrerer aufeinander folgender Reinigungsverfahren in den Innenraum der Reinigungsmaschine
dosiert. Für den Verbraucher entfällt die Notwendigkeit der wiederholten manuellen
Dosierung der Wasch- und Reinigungsmittel. Beispiele für derartige Vorrichtungen werden
in der europäischen Patentanmeldung
EP 1 759 624 A2 (Reckitt Benckiser) oder in der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2005 062 479 A1 (BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) beschrieben.
[0004] Unabhängig von der exakten Bauart der im Innenraum von Geschirrspülmaschinen oder
Textilwaschmaschinen eingesetzten Dosiervorrichtungen sind die in diesen Vorrichtungen
zur Mehrfachdosierung enthaltenen Wasch- oder Reinigungsmittel über eine längere Zeitdauer
insbesondere wechselnden Temperaturen ausgesetzt, wobei diese Temperaturen in erster
Näherung den zur Durchführung der Wasch- oder Reinigungsverfahren eingesetzten Wassertemperaturen
gleichen. Diese Temperaturen können bis zu 95°C betragen, wobei im Bereich der maschinellen
Geschirrreinigung üblicherweise nur Temperaturen zwischen 50 und 75°C erreicht werden.
Ein in einer zur Mehrfachdosierung vorgesehenen Vorrichtung enthaltenes Wasch- oder
Reinigungsmittel wird demnach im Verlaufe mehrerer Wasch- oder
[0005] Reinigungsverfahren wiederholt auf Temperaturen deutlich oberhalb der zum Transport
und zur Lagerung üblichen Temperaturen erwärmt, wobei temperaturempfindliche Aktivsubstanzen
in Mitleidenschaft gezogen werden und Sedimentationsvorgänge in Reinigungsmitteldispersionen
beschleunigt werden können.
[0006] Die bisher aufgefundenen und im Stand der Technik beschriebenen Methoden zur Stabilisierung
von Reinigungsmittelzubereitungen haben der Problematik der wiederholten Temperaturbelastung,
wie sie beispielsweise in den zuvor beschriebenen Vorrichtungen zur Mehrfachdosierung
von Wasch- oder Reinigungsmitteln auftreten können, nur bedingt Rechnung getragen.
Die bisher bekannten Methoden sind zur Vermeidung eines Aktivitätsverlustes ebenso
wie zur Vermeidung einer Segregation in flüssigen Reinigungsmitteln nur bedingt geeignet.
Dies gilt insbesondere für hochkonzentrierte flüssige Reinigungsmittelzusammensetzungen
mit geringem Lösungsmittelanteil.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Anmeldung bestand demnach in der Stabilisierung einer
hochkonzentrierten, flüssigen wasch- oder reinigungsaktiven Zubereitung gegen Phasentrennung/Aktivitätsverlust
bei mehrfachen Temperaturschwankungen (10 bis 75°C). Entsprechende Zubereitungen sollten
in einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine befindlichen
Vorratsvorrichtung ohne signifikanten Aktivitätsverlust lagerfähig sein.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine flüssige alkalische Reinigungsmittelzubereitung
A für die automatische Dosierung beim maschinellen Geschirrspülen oder maschinellen
Textilwaschen, umfassend
- a) 15 bis 60 Gew.-% Gerüststoff,
- b) 30 bis 80 Gew.-% Wasser und
- c) weniger als 1 Gew.-% Tensid,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht,
1,0 bis 30 Gew.-% Gerüststoff(e) aus der Gruppe der reinigungsaktiven anionischen
Polymere enthält, geeignet.
[0009] Die vorliegende Anmeldung beschreibt eine Reinigungsmittelzubereitung für die automatische
Dosierung. Wie eingangs ausgeführt, sind Reinigungsmittelzubereitungen für die automatische
Dosierung für die Bevorratung beispielsweise in einer Dosiervorrichtung im Innenraum
der Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine vorgesehen und umfassen notwendigerweise
mehr als die zur Durchführung eines Reinigungsgangs notwendige Menge des Reinigungsmittels.
[0010] Ein Erfindungsgegenstand ist daher die Verwendung einer
phosphat-freien flüssigen Reinigungsmittelzubereitung A, umfassend
- a) 15 bis 60 Gew.-% Gerüststoff,
- b) 30 bis 80 Gew.-% Wasser und
- c) weniger als 1 Gew.-% Tensid,
oder einer Wasch - oder Reinigungsmittelkombination, umfassend
- a) eine Reinigungsmittelzubereitung A wie oben und
- b) eine Reinigungsmittelzubereitung B, enthaltend
b1) wenigstens ein wasch- oder reinigungsaktives Enzym,
oder einer Reinigungsmittelkombination, umfassend
a) eine Reinigungsmittelzubereitung A wie oben und
c) eine Wasch - oder Reinigungsmittelzubereitung C, enthaltend
c1) wenigstens ein nichtionisches Tensid,
c2) Wasser,
zur Befüllung
- i) einer unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine
integrierten Kartusche eines Dosiersystems oder
- ii) einer für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine oder Textilwaschmaschine
vorgesehenen beweglichen Kartusche eines Dosiersystems
mit einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge dieser flüssigen Reinigungsmittelzubereitung
bzw. dieser Reinigungsmittelkombination, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung
A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,0 bis 30 Gew.-% Gerüststoff(e) aus der Gruppe
der reinigungsaktiven anionischen Polymere enthält.
[0011] Der Gegenstand dieser Anmeldung sind flüssige (20°C) Reinigungsmittelzubereitungen.
Die flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen A sind wasserhaltig. Besonders bevorzugte
Reinigungsmittelzubereitungen A sind dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung
A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht zwischen 35 und 75 Gew.% und insbesondere zwischen
40 und 70 Gew.-% Wasser enthält. Bevorzugt werden Wassergehalte oberhalb 45 Gew.-%,
besonders bevorzugt oberhalb 50 Gew.-% und insbesondere oberhalb 55 Gew.-% realisiert.
Die Obergrenze des Wassergehalts beträgt vorzugsweise 68 Gew.-% und insbesondere 65
Gew.-%.
[0012] Die Bezeichnung "Wassergehalt" umfasst die gesamte in den erfindungsgemäßen Mitteln
enthaltene Wassermenge, die sich aus dem in den Mitteln enthaltenen freien Wasser
sowie dem über die wasch-und reinigungsaktiven in gebundener Form in die Reinigungsmittelzubereitungen
eingetragenen Wasser zusammensetzt. Der Wassergehalt ist beispielsweise als Trocknungsverlust
oder nach Karl Fischer zu bestimmen.
[0013] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen sind alkalisch. Als "alkalische"
Reinigungsmittelzubereitungen werden solche Zubereitungen bezeichnet, die einen pH
(10%-ige Lösung in Wasser, 20°C) oberhalb 8, vorzugsweise zwischen 8,5 und 12,5 und
insbesondere zwischen 9,0 und 12,0 aufweisen.
[0014] Die Stabilisierung erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen erfolgt erfindungsgemäß
durch die Absenkung des Tensidgehalts der hoch Gerüststoff-haltigen flüssigen Zubereitungen.
Erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen sind dadurch gekennzeichnet, dass die
Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, weniger als 1,0 Gew.-%
Tensid enthält. Besonders bevorzugte Zubereitungen weisen eine Tensidobergrenze von
0,5 Gew.-%, insbesondere 0,2 Gew.-% auf. Ganz besonders bevorzugte erfindungsgemäße
Reinigungsmittelzubereitungen A sind frei von Tensiden.
[0015] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen A enthalten neben dem Wasser
als einen weiteren wesentlichen Bestandteil 15 bis 60 Gew.-% Gerüststoff.
[0016] Zur Gruppe der Gerüststoffe zählen nach Maßgabe der vorliegenden Anmeldung die organischen
Komplexbildner ebenso wie die Alkaliträger und die reinigungsaktiven anionischen Polymere.
Der hohe Gerüststoffgehalt erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen von 15
bis 60 Gew.-% verteilt sich auf diese drei Gruppen von Gerüstsstoffen.
[0017] Die Gruppe der organischen Komplexbildner schließt insbesondere Polycarboxylate /
Polycarbonsäuren, polymere Carboxylate, Asparaginsäure, Polyacetale, Dextrine und
weitere organische Cobuilder wie die Phosphonate ein. Diese Stoffklassen werden nachfolgend
beschrieben.
[0018] Brauchbare organische Komplexbildner sind beispielsweise die in Form der freien Säure
und/oder. ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren
solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise
sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Ethylendiamindibernsteinsäure,
Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren,
Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen
nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Die freien Säuren besitzen
neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente
und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von
Wasch- oder Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.
Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze.
[0019] Weitere geeignete organische Komplexbildner sind Polyacetale, welche durch Umsetzung
von Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie
Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0020] Weitere geeignete organische Komplexbildner sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid
mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis
30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids
im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl
Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE
zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen
im Bereich von 2000 bis 30000 g/mol.
[0021] Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte
mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des
Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren.
[0022] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat,
sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS)
bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt
sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate. Geeignete
Einsatzmengen liegen bei 3 bis 15 Gew.-%.
[0023] Mit besonderem Vorzug enthalten die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel
und Textilwaschmittel Methylglycindiessigsäure oder ein Salz der Methylglycindiessigsäure.
[0024] Weitere brauchbare organische Komplexbildner sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten.
[0025] Bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen A sind dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihre Gesamtgewicht, 17 bis 50
Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 45 Gew.-% und insbesondere 23 bis 40 Gew.-% Gerüststoff(e)
aus der Gruppe der organischen Komplexbilder enthält. Bevorzugt werden Gehalte an
organischen Komplexbildnern oberhalb 25 Gew.-%, besonders bevorzugt oberhalb 30 Gew.-%
realisiert. Die Obergrenze des Gehalts an organischen Komplexbildnern beträgt vorzugsweise
55 Gew.-% und insbesondere 35 Gew.-%.
[0026] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel und maschinelle
Textilwaschmittel enthalten als einen ihrer wesentlichen organischen Komplexbildner
Citrat. Die Bezeichnung "Citrat" umfasst dabei ebenso die Citronensäure wie auch deren
Salze, insbesondere deren Alkalimetallsalze. Bezüglich des in den erfindungsgemäßen
Mitteln eingesetzten Gewichtsanteils an Citrat ist bei Einsatz der freien Säure auf
den Gewichtsanteil des Natriumsalzes abzustellen, das heißt, vom Gewichtsanteil der
freien Säure auf den Gewichtsanteil des Natriumsalzes umzurechnen. Erfindungsgemäße
Reinigungsmittelzubereitungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie 2,0 bis 50 Gew.-%,
vorzugsweise 4,0 bis 40 Gew.-% und insbesondere 5,0 bis 30 Gew.-% Citrat enthalten,
werden erfindungsgemäß bevorzugt.
[0027] Ein zweiter wichtiger organischer Komplexbildner ist die Ethylendiamindibernsteinsäure
(EDDS), wobei bevorzugte Reinigungsmittelzubereitungen A dadurch gekennzeichnet sind,
dass diese, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 3,0 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5,0 bis
30 Gew.-% und insbesondere 10 bis 20 Gew.-% Ethylendiamindibernsteinsäure enthalten.
Bevorzugt werden Gehalte an Ethylendiamindibernsteinsäure oberhalb 12 Gew.-%, besonders
bevorzugt oberhalb 15 Gew.-% und insbesondere oberhalb 20 Gew.-% realisiert. Die Obergrenze
des Gehalts an Ethylendiamindibernsteinsäure beträgt vorzugsweise 55 Gew.-% und insbesondere
45 Gew.-%.
[0028] Ethylendiamindibernsteinsäure hat sich insbesondere in Phosphat-freien Reinigungsmittelzubereitungen
im Hinblick auf die Teereinigung beim maschinellen Geschirrspülen als besonders wirkungsvoll
erwiesen.
[0029] Die Bezeichnung "Ethylendiamindibernsteinsäure" (EDDS) umfasst neben den freien Säuren
auch deren Salze, beispielsweise deren Natrium- oder Kaliumsalze. Bezüglich des in
den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzten Gewichtsanteils der Ethylendiamindibernsteinsäure
ist bei Einsatz des Säuresalzes auf den Gewichtsanteil der freien Säure abzustellen,
das heißt, vom Gewichtsanteil des Salzes auf den Gewichtsanteil der Säure umzurechnen.
[0030] Alternativ oder in Ergänzung zu Citrat und/oder EDDS können die erfindungsgemäßen
maschinellen Geschirrspülmittel schließlich Metyhglycindiessigsäure (MGDA) enthalten.
Die Methylglycindiessigsäure kann in den erfindungsgemäßen Mitteln in Form der freien
Säure, als Teilneutralisat oder vollständig neutralisiert vorliegen. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform liegt die Methylglycindiessigsäure in Form eines Alkalimetallsalzes
vor.
[0031] Die Methylglycindiessigsäure kann in den erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmitteln
durch andere Alkylglycindiessigsäuren der allgemeinen Formel MOOC-CHR-N(CH
2COOM)
2 (R = H oder C
2-12 Alkyl; M unabhängig voneinander H oder Alkalimetall) ersetzt werden; Methylglycindiessigsäure
ist jedoch auch aus Kostengründen bevorzugt.
[0032] Die komplexbildenden Phosphonate bilden eine Gruppe weiterer mit Vorzug in den erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen A eingesetzten organischen Komplexbildner, wobei diese
Gruppe neben der 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure eine Reihe unterschiedlicher Verbindungen
wie beispielsweise Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) umfasst. In
dieser Anmeldung bevorzugt sind insbesondere Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate.
Unter den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP)
von besonderer Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt,
wobei das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert.
Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat
(EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe
in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral reagierenden Natriumsalze, z.
B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt.
Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die
Aminoalkanphosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend
kann es, insbesondere wenn die Mittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate,
insbesondere DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu
verwenden.
[0033] Ein im Rahmen dieser Anmeldung bevorzugtes maschinelles Geschirrspülmittel enthält
ein oder mehrere Phosphonat(e) aus der Gruppe
- a) Aminotrimethylenphosphonsäure (ATMP) und/oder deren Salze;
- b) Ethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (EDTMP) und/oder deren Salze;
- c) Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) und/oder deren Salze;
- d) 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) und/oder deren Salze;
- e) 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBTC) und/oder deren Salze;
- f) Hexamethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (HDTMP) und/oder deren Salze;
- g) Nitrilotri(methylenphosphonsäure) (NTMP) und/oder deren Salze.
[0034] Besonders bevorzugt werden maschinelle Geschirrspülmittel, welche als Phosphonate
1-Hydroxyethan-1, 1-diphosphonsäure (HEDP) oder Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP) enthalten.
[0035] Selbstverständlich können die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen zwei
oder mehr unterschiedliche Phosphonate enthalten.
[0036] Der Gewichtsanteil der Phosphonate am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
A beträgt vorzugsweise 0,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 1,0 bis 10 Gew.-% und insbesondere
1,5 bis 6,0 Gew.-%.
[0037] Die Zusammensetzungen einiger beispielhafter erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
A können den folgenden Tabellen entnommen werden:
| |
Rezeptur 4 |
Rezeptur 5 |
|
Rezeptur 9 |
Rezeptur 10 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Tensid |
< 1,0 |
--* |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| * "-"bedeutet in dieser, wie in allen nachfolgenden Tabellen: die Rezeptur ist frei
von diesem Bestandteil |
| |
Rezeptur 14 |
Rezeptur 15 |
|
Rezeptur 19 |
Rezeptur 20 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
[0038] Eine zweite Gruppe der Gerüststoffe bilden die Alkaliträger. Zur Gruppe der Alkaliträger
zählen dabei die Carbonate und/oder Hydrogencarbonate ebenso wie die Alkalimetallhydroxide.
Die Gruppe der Carbonate und Hydrogencarbonate wird im Rahmen dieser Anmeldung durch
die Bezeichnung (Hydrogen)carbonat zusammengefasst.
Bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen sind dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsmittelzubereitung A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,0 bis 30
Gew.-%, vorzugsweise 2,0 bis 25 Gew.-% und insbesondere 5,0 bis 20 Gew.-% Gerüststoff(e)
aus der Gruppe der Alkaliträger enthält.
[0039] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von (Hydrogen)carbonat(en), vorzugsweise Alkali(hydrogen)carbonat(en),
besonders bevorzugt Natrium(hydrogen)carbonat oder Kalium(hydrogen)carbonat in Mengen
1,0 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 bis 30 Gew.-% und insbesondere 4,0 bis 15 Gew.-%
bezogen auf das Gesamtgewicht der Reinigungsmittelzubereitung A.
[0040] Die Zusammensetzungen einiger beispielhafter erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
A können den folgenden Tabellen entnommen werden:
| |
Rezeptur 24 |
Rezeptur 25 |
|
Rezeptur 29 |
Rezeptur 30 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
4,0 bis 15 |
4,0 bis 15 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 34 |
Rezeptur 35 |
|
Rezeptur 39 |
Rezeptur 40 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Phosphat |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 39a |
Rezeptur 40a |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Phosphat |
-- |
-- |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
[0041] Zur Erhöhung bzw. Einstellung der Alkalität enthalten bevorzugte erfindungsgemäße
Reinigungsmittelzubereitungen Alkalimetallhydroxid(e). Die Alkalimetallhydroxide werden
in den Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen zwischen 2,0 und 20 Gew.-%, vorzugsweise
zwischen 3,0 und 15 Gew.-% und insbesondere zwischen 4,0 und 12 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, eingesetzt. Mit besonderem Vorzug enthalten
die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen A Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid.
[0042] Die Zusammensetzungen einiger beispielhafter erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
A können den folgenden Tabellen entnommen werden:
| |
Rezeptur 44 |
Rezeptur 45 |
|
Rezeptur 49 |
Rezeptur 50 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 54 |
Rezeptur 55 |
|
Rezeptur 59 |
Rezeptur 60 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Phosphat |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 59a |
Rezeptur 60a |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Phosphat |
-- |
-- |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
[0043] Phosphat-freie Reinigungsmittelzubereitungen A sind erfindungsgemäß geeignet. Bevorzugt
werden weiterhin solche erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen, die weniger
als 2 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 1 Gew.-% und insbesondere weniger als 0,5 Gew.-%
Silikat enthalten. Sowohl die Absenkung des Phosphatgehalts als auch die Absenkung
des Silikatgehalts haben sich als für die Stabilität der erfindungsgemäßen maschinellen
Geschirrspülmittel und Textilwaschmittel als vorteilhaft erwiesen.
[0044] Die reinigungsaktiven anionischen Polymere bilden eine dritte Gruppe der in den erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen enthaltenen Gerüststoffe.
[0045] Die reinigungsaktiven anionischen Polymere können zwei, drei, vier oder mehr unterschiedliche
Monomereinheiten aufweisen. Die Gruppe dieser Polymere umfasst neben den homo- und
copolymeren Polycarboxylaten u.a. auch die copolymeren Polysulfonate, die neben einem
Monomer aus der Gruppe der ungesättigten Carbonsäuren mindestens ein weiteres Monomer
aus der Gruppe der ungesättigten Sulfonsäuren aufweisen.
[0046] Der Gewichtsanteil reinigungsaktiver anionischer Polymere am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer
Reinigungsmittelzubereitung beträgt 1,0 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 2,0 bis 25 Gew.-%
und insbesondere 5,0 bis 15 Gew.-%.
[0047] Die polymeren Polycarboxylate bilden eine erste Gruppe reinigungsaktiver anionischer
Polymere. Beispiele für derartige Polymere sind die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure
oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise solche mit einer relativen Molekülmasse
von 500 bis 70000 g/mol.
[0048] Geeignete anionische Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine
Molekülmasse von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit
können aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von
2000 bis 10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen,
bevorzugt sein.
[0049] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise
20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.
[0050] Der Gehalt bevorzugter maschineller Geschirrspülmittel an (co-)polymeren Polycarboxylaten
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-% und insbesondere 3 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht der maschinellen Geschirrspülmittel.
[0051] Bevorzugte copolymere Polysulfonate enthalten neben Sulfonsäuregruppen-haltigem(n)
Monomer(en) wenigstens ein Monomer aus der Gruppe der ungesättigten Carbonsäuren.
[0052] Als ungesättigte Carbonsäure(n) wird/werden mit besonderem Vorzug ungesättigte Carbonsäuren
der Formel R
1(R
2)C=C(R
3)COOH eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit -NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste wie vorstehend definiert oder
für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
[0053] Besonders bevorzugte ungesättigte Carbonsäuren sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure,
α-Chloroacrylsäure, α-Cyanoacrylsäure, Crotonsäure, α-Phenyl-Acrylsäure, Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Methylenmalonsäure, Sorbinsäure,
Zimtsäure oder deren Mischungen. Einsetzbar sind selbstverständlich auch die ungesättigten
Dicarbonsäuren.
[0054] Bei den Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomeren sind solche der Formel
R
5(R
6)C=C(R
7)-X-SO
3H
bevorzugt, in der R
5 bis R
7 unabhängig voneinander für -H, -CH
3, einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
einen geradkettigen oder verzweigten, ein- oder mehrfach ungesättigten Alkenylrest
mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, mit - NH
2, -OH oder -COOH substituierte Alkyl- oder Alkenylreste oder für -COOH oder -COOR
4 steht, wobei R
4 ein gesättigter oder ungesättigter, geradkettigter oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen ist, und X für eine optional vorhandene Spacergruppe
steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2- und - C(O)-NH-CH(CH
2CH
3)-.
[0055] Unter diesen Monomeren bevorzugt sind solche der Formeln
H
2C=CH-X-SO
3H
H
2C=C(CH
3)-X-SO
3H
HO
3S-X-(R
6)C=C(R
3)-X-SO
3H,
in denen R
6 und R
7 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -H, -CH
3, - CH
2CH
3, -CH
2CH
2CH
3, -CH(CH
3)
2 und X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus -(CH
2)
n- mit n = 0 bis 4, -COO-(CH
2)
k- mit k = 1 bis 6, -C(O)-NH-C(CH
3)
2-,-C(O)-NH-C(CH
3)
2-CH
2- und -C(O)-NH-CH(CH
2CH
3)-.
[0056] Besonders bevorzugte Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere sind dabei 1-Acrylamido-1-propansulfonsäure,
2-Acrylamido-2-propansulfonsäure, 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure, 2-Methacrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure,
3-Methacrylamido-2-hydroxy-propansulfonsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure,
Allyloxybenzolsulfonsäure, Methallyloxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-(2-propenyloxy)propansulfonsäure,
2-Methyl-2-propen1-sulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Vinylsulfonsäure, 3-Sulfopropylacrylat,
3-Sulfopropylmethacrylat, Sulfomethacrylamid, Sulfomethylmethacrylamid sowie Mischungen
der genannten Säuren oder deren wasserlösliche Salze.
[0057] In den Polymeren können die Sulfonsäuregruppen ganz oder teilweise in neutralisierter
Form vorliegen, d.h. dass das acide Wasserstoffatom der Sulfonsäuregruppe in einigen
oder allen Sulfonsäuregruppen gegen Metallionen, vorzugsweise Alkalimetallionen und
insbesondere gegen Natriumionen, ausgetauscht sein kann. Der Einsatz von teil- oder
vollneutralisierten sulfonsäuregruppenhaltigen Copolymeren ist erfindungsgemäß bevorzugt.
[0058] Die Monomerenverteilung der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Copolymeren beträgt
bei Copolymeren, die nur Monomere aus den Gruppen i) (Carbonsäuregurppen-haltige Monomere)
und ii) (Sulfonsäuregruppen-haltige Monomere) enthalten, vorzugsweise jeweils 5 bis
95 Gew.-% i) bzw. ii), besonders bevorzugt 50 bis 90 Gew.-% Monomer aus der Gruppe
ii) und 10 bis 50 Gew.-% Monomer aus der Gruppe i), jeweils bezogen auf das Polymer.
[0059] Die Molmasse der erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzten Sulfo-Copolymere kann variiert
werden, um die Eigenschaften der Polymere dem gewünschten Verwendungszweck anzupassen.
Bevorzugte maschinelle Geschirrspülmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass die Copolymere
Molmassen von 2000 bis 200.000 gmol
-1, vorzugsweise von 4000 bis 25.000 gmol
-1 und insbesondere von 5000 bis 15.000 gmol
-1 aufweisen.
[0060] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die Copolymere neben Carboxylgruppen-haltigem
Monomer und Sulfonsäuregruppen-haltigen Monomer weiterhin wenigstens ein nichtionisches,
vorzugsweise hydrophobes Monomer. Durch den Einsatz dieser hydrophob modifizierten
Polymere konnte insbesondere die Klarspülleistung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel
verbessert werden.
[0061] Maschinelle Geschirrspülmittel und maschinelle Textilwaschmittel, dadurch gekennzeichnet,
dass das maschinelle Geschirrspülmittel bzw. maschinelle Textilwaschmittel als anionisches
Copolymer ein Copolymer, umfassend
- i) Carbonsäuregruppen-haltige Monomer(e)
- ii) Sulfonsäuregruppen-haltige Monomer(e)
- iii) nichtionische Monomer(e).
enthält, werden erfindungsgemäß bevorzugt.
[0062] Als nichtionische Monomere werden vorzugsweise Monomere der allgemeinen Formel R
1(R
2)C=C(R
3)-X-R
4 eingesetzt, in der R
1 bis R
3 unabhängig voneinander für -H, -CH
3 oder -C
2H
5 steht, X für eine optional vorhandene Spacergruppe steht, die ausgewählt ist aus
-CH
3-, -C(O)O- und -C(O)-NH-, und R
4 für einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten Alkylrest mit 2 bis 22 Kohlenstoffatomen
oder für einen ungesättigten, vorzugsweise aromatischen Rest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
steht.
[0063] Besonders bevorzugte nichtionische Monomere sind Buten, Isobuten, Penten, 3-Methylbuten,
2-Methylbuten, Cyclopenten, Hexen, Hexen-1, 2-Methlypenten-1, 3-Methlypenten-1, Cyclohexen,
Methylcyclopenten, Cyclohepten, Methylcyclohexen, 2,4,4-Trimethylpenten-1, 2,4,4-Trimethylpenten-2,
2,3-Dimethylhexen-1, 2,4-Diemthylhexen-1, 2,5-Dimethlyhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1,
4,4-Dimehtylhexan-1, Ethylcyclohexyn, 1-Octen, α-Olefine mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen
wie beispielsweise 1-Decen, 1-Dodecen, 1-Hexadecen, 1-Oktadecen und C22-α-Olefin,
2-Styrol, α-Methylstyrol, 3-Methylstyrol, 4-Propylstryol, 4-Cyclohexylstyrol, 4-Dodecylstyrol,
2-Ethyl-4-Benzylstyrol, 1-Vinylnaphthalin, 2,Vinylnaphthalin, Acrylsäuremethylester,
Acrylsäureethylester, Acrylsäurepropylester, Acrylsäurebutylester, Acrylsäurepentylester,
Acrylsäurehexylester, Methacrylsäuremethylester, N-(Methyl)acrylamid, Acrylsäure-2-Ethylhexylester,
Methacrylsäure-2-Ethylhexylester,
N-(2-Ethylhexyl)acrylamid, Acrylsäureoctylester, Methacrylsäureoctylester,
N-(Octyl)acrylamid, Acrylsäurelaurylester, Methacrylsäurelaurylester,
N-(Lauryl)acrylamid, Acrylsäurestearylester, Methacrylsäurestearylester,
N-(Stearyl)acrylamid, Acrylsäurebehenylester, Methacrylsäurebehenylester und
N-(Behenyl)acrylamid oder deren Mischungen.
[0064] Die Zusammensetzungen einiger beispielhafter erfindungsgemäßer Reinigungsmittelzubereitungen
A können den folgenden Tabellen entnommen werden:
| |
Rezeptur 64 |
Rezeptur 65 |
|
Rezeptur 69 |
Rezeptur 70 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 74 |
Rezeptur 75 |
|
Rezeptur 79 |
Rezeptur 80 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 79a |
Rezeptur 80a |
|
Rezeptur 84 |
Rezeptur 85 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Phosphat |
-- |
-- |
| |
|
|
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 84a |
Rezeptur 85a |
|
Rezeptur 89 |
Rezeptur 90 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Phosphat |
-- |
-- |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Phosphat |
-- |
-- |
| |
|
|
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 89a |
Rezeptur 90a |
|
Rezeptur 94 |
Rezeptur 95 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Phosphat |
-- |
-- |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Phosphat |
-- |
-- |
| |
|
|
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 94a |
Rezeptur 95a |
|
Rezeptur 99 |
Rezeptur 100 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Phosphat |
|
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Silikat |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 99a |
Rezeptur 100a |
|
Rezeptur 104 |
Rezeptur 105 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Silikat |
-- |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Bleichmittel |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 104a |
Rezeptur 105a |
|
Rezeptur 109 |
Rezeptur 110 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Bleichmittel |
-- |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Enzym |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 109a |
Rezeptur 110a |
|
Rezeptur 114 |
Rezeptur 115 |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
Citrat |
5,0 bis 30 |
5,0 bis 30 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
(Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Enzym |
-- |
-- |
Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
Phosphat |
-- |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
Silikat |
-- |
-- |
| |
|
|
Bleichmittel |
-- |
-- |
| |
|
|
Enzym |
-- |
-- |
| |
|
|
Tensid |
< 1,0 |
-- |
| |
|
|
Misc |
Add 100 |
Add 100 |
| |
Rezeptur 114a |
Rezeptur 115a |
| Wasser |
35 bis 75 |
40 bis 70 |
| EDDS |
10 bis 20 |
10 bis 20 |
| Phosphonat |
1,0 bis 10 |
1,5 bis 6,0 |
| (Hydrogen)carbonat |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Alkalihydroxid |
3,0 bis 15 |
4,0 bis 12 |
| Anionisches Polymer |
2,0 bis 25 |
5,0 bis 15 |
| Phosphat |
-- |
-- |
| Silikat |
-- |
-- |
| Bleichmittel |
-- |
-- |
| Enzym |
-- |
-- |
| Tensid |
< 1,0 |
-- |
| Misc |
Add 100 |
Add 100 |
[0065] Neben den weiter oben beschriebenen Gerüststoffen und Wasser können die erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitungen A weitere Inhaltsstoffe, beispielsweise Wirkstoffe aus
der Gruppe der Korrosionsinhibitoren, sowie die nicht wasch- oder reinigungsaktiven
Duft- oder Farbstoffe enthalten. Im Gegensatz zu üblichen Wasch- oder Reinigungsmitteln
enthalten bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen A diese weiteren
Inhaltsstoffe jedoch nur in untergeordnetem Maße.
[0066] Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können im Rahmen der vorliegenden Erfindung einzelne
Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether,
Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden
jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende
Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten,
wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pinien-, Citrus-, Jasmin-,
Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl.
[0067] Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet,
besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen
der Mittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber den mit
den farbstoffhaltigen Mitteln zu behandelnden Substraten wie beispielsweise Textilien,
Glas, Keramik oder Kunststoffgeschirr, um diese nicht anzufärben.
[0068] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen A zeichnen sich trotz ihrer hohen
physikalischen wie chemischen Stabilität durch eine geringe rezepturelle Komplexität
aus. Dieser geringe Grad an Komplexität vereinfacht die Herstellung der Reinigungsmittel
und verringert damit die bei der Bereitstellung dieser Reinigungsmittel auftretenden
Kosten. Bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel sind aus diesem Grund dadurch
gekennzeichnet, dass sie neben den wesentlichen Bestandteilen a) und b) höchstens
drei, vorzugsweise höchsten zwei, besonders bevorzugt höchstens einen und insbesondere
keine weiteren wasch- oder reinigungsaktiven Bestandteile ausweisen. Der Gewichtsanteil
weiterer wasch- oder reinigungsaktiver Inhaltsstoffe beträgt vorzugsweise weniger
als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als
2 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt weniger als 1,0 Gew.-%.
[0069] Bevorzugt werden insbesondere solche Reinigungsmittelzubereitungen A, die weniger
als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-% und insbesondere weniger als 2 Gew.-%
Bleichmittel enthalten. Besonders bevorzugt werden insbesondere solche Reinigungsmittelzubereitungen
A, die frei von Bleichmitteln sind.
[0070] Bevorzugt werden weiterhin solche Reinigungsmittelzubereitungen A, die weniger als
8 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 3 Gew.-% und insbesondere weniger als 1 Gew.-%
Enzymzubereitung enthalten. Besonders bevorzugt werden insbesondere solche Reinigungsmittelzubereitungen
A, die frei von Enzymzubereitungen sind.
[0071] Auch wenn die vorgenannten weiteren wasch- oder reinigungsaktiven Inhaltsstoffe vorzugsweise
nur in untergeordnetem Maße in den erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
A enthalten sind, also unmittelbar mit diesen vermischt sind, so ist es dennoch wünschenswert,
diese weiteren Inhaltsstoffe gemeinsam mit den erfindungsgemäßen Zubereitungen zu
einem Wasch- oder Reinigungsmittel zu konfektionieren. Hierzu bieten sich dem Fachmann
alle ihm bekannten Konfektionsformen für Kombinationsprodukte mit Flüssiganteil an,
wobei sich insbesondere solche Kombinationsprodukte als geeignet erwiesen haben, welche
die gemeinsame Konfektionierung von zwei, drei, vier oder mehr voneinander getrennten
flüssigen Zubereitungen ermöglichen.
[0072] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel werden in einer weiteren Ausführungsform mit
einer oder mehreren weiteren Reinigungsmitteln kombiniert.
Eine Reinigungsmittelkombination, umfassend
- a) eine erfindungsgemäße flüssige Reinigungsmittelzubereitung A;
- b) mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei weitere von A verschiedene
Reinigungsmittelzubereitungen
ist ebenfalls erfindungsgemäß verwendbar. Bevorzugte erfindungsgemäße flüssige Zubereitungen
sind dadurch gekennzeichnet, dass sie gemeinsam mit einer, vorzugsweise zwei oder
drei weiteren flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen zu einem Kombinationsprodukt
konfektioniert vorliegen. Die weiteren ein, zwei oder drei flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen
weisen dabei eine von der erfindungsgemäßen Gerüststoff-haltigen Reinigungsmittelzubereitung
abweichende Zusammensetzung auf. Die weiteren ein, zwei oder drei flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen
sind vorzugsweise Phosphat-frei.
Die weiteren flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen können weitere wasch- oder reinigungsaktive
Substanzen enthalten, wobei Substanzen aus der Gruppe der Tenside, der Enzyme, der
Glaskorrosionsinhibitoren, der Korrosionsinhibitoren, der Duft- und Farbstoffe bevorzugt
werden. In speziellen Ausführungsformen sind auch Bleichmittel und Bleichaktivatoren
einsetzbar.
[0073] Bei den mit der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung A kombinierten weiteren
Reinigungsmittelzubereitungen handelt es sich vorzugsweise um Tensid- und/oder Enzym-
und/oder Bleichmittel-haltige Reinigungsmittel.
[0074] Eine erfindungsgemäß bevorzugt verwendbare Wasch- oder Reinigungsmittelkombination
umfasst
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A;
- b) eine Reinigungsmittelzubereitung B, enthaltend
b1) wenigstens ein wasch- oder reinigungsaktives Enzym.
[0075] Zu den in der Reinigungsmittelzubereitung B mit besonderem Vorzug eingesetzten Enzymen
zählen dabei insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen, Cellulasen,
Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise deren Gemische. Diese Enzyme
sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen
für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung,
die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten
Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 x 10
-6bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe
bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt
werden.
[0076] Die erfindungsgemäße stabilisierende Wirkung wurde in besonderem Maße bei den Amylasen
und den Proteasen beobachtet, weshalb erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen
A, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein wasch- oder reinigungsaktives Enzym aus
der Gruppe der Amylasen und/oder Proteasen enthalten, bevorzugt werden.
[0077] Eine alternativ verwendete erfindungsgemäß bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittelkombination
umfasst
a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A;
c) eine Reinigungsmittelzubereitung C, enthaltend
c1) wenigstens ein nichtionisches Tensid,
c2) Wasser.
[0078] Die Konfektionierung der zuvor beschriebenen Kombination von Reinigungsmitteln erfolgt
in Form voneinander getrennter Aufnahmekammern, wobei jede dieser Aufnahmekammern
eines der miteinander kombinierten Reinigungsmittel enthält. Beispiele für derartige
Konfektionsformen sind Kartuschen mit zwei, drei, vier oder mehr voneinander getrennten
Aufnahmekammern, beispielsweise Zwei-, Drei-, Vier- oder Mehrkammerflaschen. Durch
die Trennung der Reinigungsmittel unterschiedlicher Zusammensetzung können unerwünschte
Reaktionen aufgrund chemischer Unverträglichkeit ausgeschlossen werden.
[0079] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitung A;
- c) ein mit der Kartusche verbundenes oder verbindbares Dosiergerät.
[0080] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die zuvor beschriebenen Kartuschen der
Reinigungsmittelangebotsformen mit einer von der Kartusche lösbaren Dosiergerät versehen.
Eine solches Dosiergerät kann mit der Kartusche beispielsweise mittels einer Haft-,
Rast-, Schnapp- oder Steckverbindung verbunden sein. Durch die Trennung von Kartusche
und Dosiergerät wird beispielsweise die Befüllung der Kartusche vereinfacht. Alternativ
ermöglich die lösbare Verbindung von Kartusche und Dosiergerät den Austausch der Kartuschen
an dem Dosiergerät. Ein solcher Austausch kann beispielsweise bei einer Änderung des
Reinigungsprogramms oder nach der vollständigen Leerung der Kartusche angezeigt sein.
[0081] Ein Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist weiterhin ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitung A;
- c) ein mit der Kartusche lösbar verbundenes Dosiergerät.
[0082] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen
A und B in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen;
- d) ein mit der Kartusche lösbar verbundenes Dosiergerät.
[0083] Ein besonders bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) mindestens eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung C
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- d) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C, in welcher die
Reinigungsmittelzubereitungen A, B und C in voneinander getrennten Aufnahmekammern
vorliegen;
- e) ein mit der Kartusche lösbar verbundenes Dosiergerät.
[0084] Selbstverständlich sind auch Reinigungsmittelangebotsformen denkbar, bei denen die
Kartusche und das Dosiergerät unlösbar miteinander verbunden sind.
[0085] Ein Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist weiterhin ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitung A;
- c) ein mit der Kartusche unlösbar verbundenes Dosiergerät.
[0086] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen
A und B in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen;
- d) ein mit der Kartusche unlösbar verbundenes Dosiergerät.
[0087] Ein besonders bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist ein Reinigungsmitteldosiersystem,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitungen A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitungen B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) mindestens eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung C
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- d) eine Kartusche für die Reinigungsmittel A, B und C, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen
A, B und C in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen;
- e) ein mit der Kartusche unlösbar verbundenes Dosiergerät.
[0088] Die vorgenanten Reinigungsmitteldosiersysteme, umfassend eine erfindungsgemäßes Reinigungsmittel
(sowie optional ein oder zwei weitere, von dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel
verschiedene Reinigungsmitte), eine Kartusche und ein lösbar mit der Kartusche verbundenes
Dosiergerät liegen in einer bevorzugten Ausführungsform in einer gemeinsamen Umverpackung
vor, wobei die befüllte Kartusche und das Dosiergerät besonders bevorzugt getrennt
voneinander in der Umverpackung enthalten sind. Die Umverpackung dient der Lagerung,
dem Transport und der Präsentation der erfindungsgemäßen Reinigungsmitteangebotsform
und schütz diese vor Verschmutzung, Schlag und Stoß. Insbesondere zum Zweck der Präsentation
sollte die Umverpackung wenigstens anteilsweise transparent ausgestaltet sein.
[0089] Alternativ oder in Ergänzung zu einer Umverpackung besteht selbstverständlich die
Möglichkeit, die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, Reinigungsmittelkombinationen
oder Reinigungsmittelangebotsformen in Verbindung mit einer Geschirrspülmaschine oder
Textilwaschmaschine zu vermarkten. Eine solche Kombination ist insbesondere in den
Fällen vorteilhaft, in denen der Verlauf des maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
Textilwaschverfahrens (z.B. Dauer, Temperaturverlauf, Wasserzufuhr) und die Reinigungsmittelrezeptur
bzw. die Steuerelektronik des Dosiergeräts aufeinander abgestimmt sind.
[0090] Das erfindungsgemäße Dosiersystem besteht aus den Grundbauelementen einer mit dem
erfindungsgemäßen Reinigungsmittel befüllten Kartusche und einem mit der Kartusche
kuppelbarem Dosiergerät, welches wiederum aus weiteren Baugruppen, wie beispielsweise
Bauelementträger, Aktuator, Verschlusselement, Sensor, Energiequelle und/oder Steuereinheit,
gebildet ist.
[0091] Es ist bevorzugt, dass das erfindungsgemäße Dosiersystem beweglich ist. Beweglich
im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Dosiersystem nicht unlösbar mit einer
wasserführenden Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine,
Wäschetrockner oder dergleichen verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine
durch den Benutzer entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar, also
eigenständig handhabbar, ist
[0092] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist es auch denkbar, dass das
Dosiergerät für den Benutzer nicht lösbar mit einer wasserführenden Vorrichtung wie
beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine, Wäschetrockner oder dergleichen
verbunden ist und lediglich die Kartusche beweglich ist.
[0093] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 12 aufweisen können, sollten alle Komponenten des Dosiersystems,
die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende Säure- und/oder Alkaliresistenz
aufweisen. Ferner sollten die diese Komponenten durch eine geeignete Materialauswahl
weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen nichtionische Tenside, Enzyme und/oder
Duftstoffe sein.
Kartusche
[0094] Unter einer Kartusche im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist, fließfähige oder streufähige Zubereitungen zu umhüllen oder zusammenzuhalten
und das zur Abgabe der Zubereitung an ein Dosiergerät koppelbar ist.
[0095] Insbesondere kann eine Kartusche auch mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander
verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar sind. Auch ist es denkbar, dass eine Behältermehrzahl
zu einer Kartuscheneinheit angeordnet wird.
[0096] Es ist vorteilhaft, dass die Kartusche wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die
derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Zubereitungsfreisetzung aus dem
Behälter in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt werden kann. Hierdurch
werden keine weiteren Fördermittel zur Freisetzung von Zubereitung aus dem Behälter
benötigt, wodurch der Aufbau des Dosiergeräts einfach und die Herstellungskosten niedrig
gehalten werden können.
[0097] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung ist wenigstens eine zweite
Kammer zur Aufnahme wenigstens einer zweiten fließ- oder streufähigen Zubereitung
vorgesehen, wobei die zweite Kammer wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die derart
angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung aus der zweiten Kammer
in der Gebrauchsstellung des Dosiergeräts bewirkt ist. Die Anordnung einer zweiten
Kammer ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn in den voneinander getrennten Behältern
Zubereitungen bevorratet sind, die üblicherweise nicht miteinander lagerstabil sind,
wie beispielsweise Bleichmittel und Enzyme.
[0098] Des Weiteren ist es vorstellbar, dass mehr als zwei, insbesondere drei bis vier Kammern
in bzw. an einer Kartusche vorgesehen sind. Insbesondere kann einer der Kammern zur
Abgabe von flüchtigen Zubereitungen wie etwa eines Duftstoffs an die Umgebung ausgestaltet
sein.
[0099] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Kartusche einstückig ausgebildet.
Hierdurch lassen sich die Kartuschen, insbesondere durch geeignete Blasformverfahren,
kostengünstig in einem Herstellungsschritt ausbilden. Die Kammern einer Kartusche
können hierbei beispielsweise durch Stege oder Materialbrücken voneinander separiert
sein.
[0100] Die Kartusche kann auch mehrstückig durch im Spritzguss hergestellte und anschließend
zusammengefügte Bauteile gebildet sein.
[0101] Ferner ist es denkbar, dass die Kartusche in derart mehrstückig ausgeformt ist, dass
wenigstens eine Kammer, vorzugsweise alle Kammern, einzeln aus dem Dosiergerät entnehmbar
oder in das Dosiergerät einsetzbar sind. Hierdurch ist es möglich, bei einem unterschiedlich
starken Verbrauch einer Zubereitung aus einer Kammer, eine bereits entleerte Kammer
auszutauschen, während die übrigen, die noch mit Zubereitung befüllt sein können,
in dem Dosiergerät verbleiben. Somit kann ein gezieltes und bedarfsgerechtes Nachfüllen
der einzelnen Kammern bzw. deren Zubereitungen erreicht werden.
[0102] Die Kammern einer Kartusche können durch geeignete Verbindungsmethoden aneinander
fixiert sein, so dass eine Behältereinheit gebildet ist. Die Kammern können durch
eine geeignete formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung lösbar
oder unlösbar gegeneinander fixiert sein. Insbesondere kann die Fixierung durch eine
oder mehrere der Verbindungsarten aus der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Klettverbindungen,
Pressverbindungen, Schmelzverbindungen, Klebverbindungen, Schweißverbindungen, Lötverbindungen,
Schraubverbindungen, Keilverbindungen, Klemmverbindungen oder Prellverbindungen erfolgen.
Insbesondere kann die Fixierung auch durch einen Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet
sein, der in einem erwärmten Zustand über die gesamte oder Abschnitte der Kartusche
gezogen wird und die Kammern bzw. die Kartusche im abgekühlten Zustand fest umschließt.
[0103] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften der Kammern bereitzustellen, kann der
Boden der Kammern trichterförmig zur Abgabeöffnung hin geneigt sein. Des Weiteren
kann die Innenwand einer Kammer durch geeignete Materialwahl und/oder Oberflächenausgestaltung
in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung der Zubereitung an
der inneren Kammerwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme lässt sich die Restentleerbarkeit
einer Kammer weiter optimieren.
[0104] Die Kammern einer Kartusche können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina
aufweisen. Bei einer Konfiguration mit zwei Kammern beträgt das Verhältnis der Behältervolumina
bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Kammern bevorzugt 4:1:1, wobei diese
Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet sind.
[0105] Wie oben erwähnt, besitzt die Kartusche vorzugsweise 3 Kammern. Für den Einsatz einer
derartigen Kartusche in einer Geschirrspülmaschine ist es insbesondere bevorzugt,
dass die erste Kammer eine alkalische Reinigungszubereitung, die zweite Kammer eine
enzymatische Zubereitung und die dritte Kammer einen Klarspüler beinhaltet, wobei
das Volumenverhältnis der Kammern in etwa 4:1:1 beträgt.
[0106] In oder an einer Kammer kann eine Dosierkammer, in Fließrichtung der Zubereitung
vor der Auslassöffnung ausgebildet sein. Durch die Dosierkammer wird die Zubereitungsmenge,
die bei der Freisetzung von Zubereitung aus der Kammer an die Umgebung abgegeben werden
soll, festgelegt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Verschlusselement
des Dosiergeräts, das die Zubereitungsabgabe aus einer Kammer an die Umgebung bewirkt,
nur in einen Abgabe- und einen Verschlusszustand ohne Kontrolle der Abgabemenge versetzt
werden kann. Durch die Dosierkammer wird dann gewährleistet, dass ohne eine unmittelbare
Rückkopplung der abgegebenen Zubereitungsmenge eine vordefinierte Menge an Zubereitung
freigesetzt wird. Die Dosierkammern können einstückig oder mehrstückig ausgeformt
sein.
[0107] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung weist eine oder
weisen mehrere Kammern neben einer Auslassöffnung jeweils eine flüssigkeitsdicht verschließbare
Kammeröffnung auf. Durch diese Kammeröffnung ist es beispielsweise ermöglicht, in
dieser Kammer aufbewahrte Zubereitung nachzufüllen.
[0108] Zur Belüftung der Kartuschenkammern können insbesondere im Kopfbereich der Kartusche
Belüftungsmöglichkeiten vorgesehen sein, um einen Druckausgleich bei fallendem Befüllstand
der Kammern zwischen dem Inneren der Kartuschenkammern und der Umgebung zu gewährleisten.
Diese Belüftungsmöglichkeiten können beispielsweise als Ventil, insbesondere Silikonventil,
Micro- Öffnungen in der Kartuschenwand oder dergleichen ausgebildet sein.
[0109] Sollte gemäß einer weiteren Ausgestaltung nicht die Kartuschenkammern direkt belüftet
werden, sondern über das Dosiergerät oder keine Belüftung, z.B. bei der Verwendung
flexibler Behältnisse, wie beispielsweise Beutel, vorgesehen sein, so hat dies den
Vorteil, dass bei erhöhten Temperaturen im Laufe eines Spülzyklus eines Geschirrspülers
durch die Erwärmung des Kammerinhalts ein Druck aufgebaut wird, der die zu dosierenden
Zubereitungen in Richtung der Auslassöffnungen drückt, so dass hierdurch eine gute
Restentleerbarkeit der Kartusche erreichbar ist. Ferner besteht bei einer derartigen,
luftfreien Verpackung nicht die Gefahr einer Oxidation von Substanzen der Zubereitung,
was eine Beutelverpackung oder auch Bag-In-Bottle-Verpackung insbesondere für oxidationsempfindliche
Zubereitungen zweckmäßig erscheinen lässt.
[0110] Die Kartusche weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0111] Die Kartusche kann jede beliebige Raumform annehmen. Sie kann beispielsweise würfelartig,
kugelförmig oder plattenartig ausgebildet sein.
[0112] Die Kartusche und das Dosiergerät können insbesondere derart bezüglich ihrer Raumform
ausgestaltet sein, dass sie einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust insbesondere
in einer Geschirrspülmaschine gewährleisten.
[0113] Zur Verwendung des Dosiergeräts in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft,
das Gerät in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr auszuformen.
So kann dieses beispielsweise plattenförmig, in etwa in den Abmessungen eines Tellers,
ausgebildet sein. Hierdurch kann das Dosiergerät platzsparend z.B. im Unterkorb des
Geschirrspülers positioniert werden. Ferner erschließt sich die richtige Positionierung
der Dosiereinheit dem Benutzer unmittelbar intuitiv durch die tellerartige Formgebung.
Bevorzugt weist die Kartusche ein Verhältnis von Höhe:Breite:Tiefe zwischen 5:5:1
und 50:50:1, insbesondere bevorzugt von etwa 10:10:1 auf. Durch die "schlanke" Ausbildung
des Dosiergeräts und der Kartusche ist es insbesondere möglich, das Gerät in dem unteren
Besteckkorb einer Geschirrspülmaschine in den für Teller vorgesehenen Aufnahmen zu
positionieren. Dies hat den Vorteil, dass die aus dem Dosiergerät abgegeben Zubereitungen
direkt in die Waschflotte gelangen und nicht an anderem Spülgut anhaften können.
[0114] Üblicherweise sind handelsübliche Haushaltsgeschirrspülmaschinen in derart konzipiert,
dass die Anordnung von größerem Spülgut, wie etwa Pfannen oder große Teller, im unteren
Korb der Geschirrspülmaschine vorgesehen ist. Um eine nicht optimale Positionierung
des Dosiersystems durch den Benutzer im oberen Korb zu vermeiden, ist in einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung das Dosiersystem derart dimensioniert, dass eine Positionierung
des Dosiersystems lediglich in den dafür vorgesehenen Aufnahmen des unteren Korbes
ermöglicht ist. Hierzu können die Breite und die Höhe des Dosiersystems insbesondere
zwischen 150mm und 300mm, besonders bevorzugt zwischen 175mm und 250mm gewählt sein.
[0115] Es ist jedoch auch denkbar, die Dosiereinheit in Becherform mit einer im Wesentlichen
kreisrunden oder quadratischen Grundfläche auszubilden.
[0116] Um hitzeempfindliche Bestandteile einer in einer Kartusche befindlichen Zubereitung
vor Wärmeeinwirkung zu schützen, ist es von Vorteil, die Kartusche aus einem Material
mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit herzustellen.
[0117] Eine weitere Möglichkeit zur Verminderung des Hitzeeinflusses auf eine Zubereitung
in einer Kammer der Kartusche ist es, die Kammer durch geeignete Maßnahmen zu isolieren
z.B. durch die Verwendung von Wärmedämmmaterialien wie etwa Styropor, die die Kammer
oder die Kartusche in geeigneter Weise ganz oder teilweise umschließen.
[0118] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, weist die Kartusche ein RFID-Etikett
auf, dass zumindest Informationen über den Inhalt der Kartusche beinhaltet und das
durch die Sensoreinheit auslesbar ist.
[0119] Diese Informationen können verwendet werden, um ein in der Steuereinheit gespeichertes
Dosierprogramm auszuwählen. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass stets ein für
eine bestimmte Zubereitung optimales Dosierprogramm verwendet wird. Es kann auch vorgesehen
sein, dass bei nicht Vorhandensein eines RFID-Labels oder bei einem RFID-Label mit
einer falschen oder fehlerhaften Kennung, keine Dosierung durch das Dosiergerät erfolgt
und statt dessen ein optisches oder akustisches Signal erzeugt wird, dass den Benutzer
auf den vorliegenden Fehler hinweist.
[0120] Um einen Fehlgebrauch der Kartusche auszuschließen, können die Kartuschen auch strukturelle
Elemente aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen des Dosiergeräts nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken, so dass beispielsweise nur Kartuschen eines
bestimmten Typs an das Dosiergerät koppelbar sind. Ferner ist es durch diese Ausgestaltung
möglich, dass Informationen über die an das Dosiergerät gekoppelten Kartusche an die
Steuereinheit übertragen werden, wodurch eine auf den Inhalt des dementsprechenden
Behälters abgestimmte Steuerung des Dosiergeräts erfolgen kann.
[0121] Die Kartusche ist insbesondere zur Aufnahme von fließfähigen Wasch- oder Reinigungsmittel
ausgebildet. Besonders bevorzugt weist eine derartige Kartusche eine Mehrzahl von
Kammern zur räumlich separierten Aufnahme jeweils voneinander verschiedener Zubereitungen
eines Wasch- oder Reinigungsmittels auf.
Die Kartusche kann so ausgebildet sein, dass sie lösbar oder fest in oder an der Geschirrspülmaschine
angeordnet werden kann.
Dosiergerät
[0122] In dem Dosiergerät sind die zum Betrieb notwendige Steuereinheit, Sensoreinheit sowie
wenigstens ein Aktuator integriert. Bevorzugt ist ebenfalls eine Energiequelle in
dem Dosiergerät angeordnet.
[0123] Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es beispielsweise bei der Verwendung in einer
Geschirrspülmaschine auftreten kann, in das Innere des Dosiergeräts verhindert.
[0124] Es ist besonders bevorzugt, dass das Dosiergerät wenigstens eine erste Schnittstelle
umfasst, welche in oder an einem wasserführendem Gerät wie insbesondere ein wasserführendes
Haushaltsgerät, bevorzugt eine Geschirrspül- oder Waschmaschine ausgebildeten korrespondierenden
Schnittstelle in derart zusammenwirkt, dass eine Übertragung von elektrischer Energie
von dem wasserführenden Gerät zum Dosiergerät verwirklicht ist.
[0125] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Schnittstellen durch Steckverbinder
ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung können die Schnittellen in derart ausgebildet
sein, dass eine drahtlose Übertragung von elektrischer Energie bewirkt ist.
[0126] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist jeweils eine zweite Schnittstelle
am Dosiergerät und dem wasserführenden Gerät, wie etwa einer Geschirrspülmaschine,
zur Übertragung von elektromagnetischen Signalen, welche insbesondere Betriebszustands-,
Mess- und/oder Steuerinformationen des Dosiergeräts und/oder des wasserführenden Geräts
wie einer Geschirrspülmaschine repräsentieren, ausgebildet.
Adapter
[0127] Durch einen Adapter kann eine einfache Kopplung des Dosiersystems mit einem wasserführendem
Haushaltsgerät realisiert. Der Adapter dient der mechanischen und/oder elektrischen
Verbindung des Dosiersystems mit dem wasserführenden Haushaltsgerät.
[0128] Der Adapter ist, bevorzugt fest, mit einer wasserführenden Leitung des Haushaltsgeräts
verbunden. Es ist jedoch auch denkbar, den Adapter für eine Positionierung im oder
am Haushaltsgerät vorzusehen, in der der Adapter vom Wasserfluss und/oder Sprühstrahl
des Haushaltsgeräts erfasst ist.
[0129] Durch den Adapter wird es möglich ein Dosiersystem sowohl für eine autarke als auch
"buildin" Version auszuführen. Auch ist es möglich, den Adapter als eine Art Aufladestation
für das Dosiersystem auszubilden, in der beispielsweise die Energiequelle des Dosiergeräts
aufgeladen wird oder Daten zwischen dem Dosiergerät und dem Adapter ausgetauscht werden.
[0130] Der Adapter kann in einer Geschirrspülmaschine an einer der inneren Wände der Spülkammer,
insbesondere an der inneren Seite der Geschirrspülmaschinentür, angeordnet sein. Es
ist jedoch auch denkbar, dass der Adapter als solches nicht zugänglich für den Benutzer
im wasserführenden Haushaltsgerät positioniert ist, so dass das Dosiergerät beispielsweise
während der Montage mit des Haushaltsgeräts in den Adapter eingesetzt wird, wobei
der Adapter, das Dosiergerät und das Haushaltsgerät in derart ausgebildet sind, dass
eine Kartusche vom Benutzer mit dem Dosiergerät gekoppelt werden kann.
[0131] Die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel, Reinigungsmittelkombinationen oder
Reinigungsmittelangebotsformen eignen sich für den Einsatz in der Geschirrreinigung
ebenso wie für die Textilreinigung, gleichwohl ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitung A, einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination
oder einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform zur Geschirreinigung in
einem maschinellen Geschirrspülverfahren bevorzugt.
[0132] Für die vorgenannten Verwendungen eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten
Rezepturen 4 bis 115a.
[0133] Wie eingangs ausgeführt, zeichnen sich die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel durch
eine besondere physikalische und chemische Stabilität, insbesondere gegenüber Temperaturschwankungen,
aus. Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel eignen sich damit ausnehmend für die Dosierung
mittels eines im Innenraum einer Wasch- oder Geschirrspülmaschine befindlichen Dosiersystems.
Ein derartiges Dosiersystem, das unbeweglich in den Innenraum der Wasch- oder Geschirrspülmaschine
integriert sein kann (Maschinen-integriertes Dosiergerät) aber selbstverständlich
auch als bewegliche Vorrichtung in den Innenraum eingebracht werden kann (autarkes
Dosiergerät), enthält die mehrfache zur Durchführung eines maschinellen Reinigungsverfahrens
benötigte Menge des Reinigungsmittels.
[0134] Beweglich im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Abgabe- und Dosiersystem nicht
unlösbar mit einer Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine,
Wäschetrockner oder dergleichen verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine
entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar ist.
[0135] Die Verwendung einer erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittelzubereitung A oder
einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination zur Befüllung
- i) einer unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
integrierten Kartusche eines Dosiersystems oder
- ii) einer für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
vorgesehenen beweglichen Kartusche eines Dosiersystems
mit einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge dieser flüssigen Reinigungsmittelzubereitung
bzw. dieser Reinigungsmittelkombination sind ebenfalls Gegenstände dieser Anmeldung.
[0136] Für die vorgenannten Verwendungen eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten
Rezepturen 4 bis 115a.
[0137] Ein Beispiel für eine unbeweglich Kartusche ist ein unbeweglich in den Innenraum,
beispielsweise in die Seitenwand oder die Innenverkleidung der Tür einer Geschirrspülmaschine
integrierter Behälter.
[0138] Ein Beispiel für eine bewegliche Kartusche ist ein Behälter, der vom Verbraucher
in den Innenraum der Geschirrspülmaschine eingebracht wird und dort während des gesamten
Verlaufs eines Reinigungsgangs verbleibt. Eine solche Kartusche ist, beispielsweise
durch einfaches Einstellen in den Besteck- oder Geschirrkorb, in den Innenraum integrierbar
kann jedoch vom Verbraucher auch wieder aus dem Innenraum der Geschirrspülmaschine
entnommen werden.
[0139] Die Dosierung des Reinigungsmittels bzw. der Reinigungsmittelkombination aus der
Kartusche in den Innenraum der Geschirrspülmaschine erfolgt wie weiter oben beschrieben
vorzugsweise mittels eines von der Kartusche lösbaren Dosiergeräts. Ein solches Dosiergerät
kann mit der Kartusche mittels einer Haft-, Rast-, Schnapp- oder Steckverbindung verbunden
sein. Kartuschen mit unlösbar verbundenem Dosiergerät sind jedoch selbstverständlich
auch einsetzbar.
[0140] Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform, umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitung A
als Reinigungsmittelreservoir für
- i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
integriertes Dosiergerät oder
- ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
vorgesehenes bewegliches Dosiergerät
sind ebenfalls Gegenstände dieser Anmeldung.
[0141] Für die vorgenannten Verwendungen eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten
Rezepturen 4 bis 115a.
[0142] Die Verwendung eines erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems als Reinigungsmittelreservoir
für eine Geschirrspülmaschine ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung.
Für diese Verwendung eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
[0143] Zwei weitere Gegenstände dieser Anmeldung sind die Verwendung einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelangebotsform, umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitungen A und B, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen
A und B in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen als Reinigungsmittelreservoir
für
- i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
integriertes Dosiergerät oder
- ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
vorgesehenes bewegliches Dosiergerät.
Für die vorgenannten Verwendungen eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten
Rezepturen 4 bis 115a.
[0144] Beansprucht wird weiterhin die Verwendung einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelangebotsform,
umfassend
- a) eine erfindungsgemäße Reinigungsmittelzubereitung A in einer für die mindestens
zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere mindestens achtmalige
Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen Textilwaschverfahrens
ausreichenden Menge;
- b) mindestens eine weitere von A verschiedene Reinigungsmittelzubereitung B in einer
für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- c) mindestens eine weitere von A und B verschiedene Reinigungsmittelzubereitung C
in einer für die mindestens zweimalige, vorzugsweise mindestens viermalige und insbesondere
mindestens achtmalige Durchführung eines maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw.
maschinellen Textilwaschverfahrens ausreichenden Menge;
- d) eine Kartusche für die Reinigungsmittelzubereitung A, B und C, in welcher die Reinigungsmittelzubereitungen
A, B und C in voneinander getrennten Aufnahmekammern vorliegen als Reinigungsmittelreservoir
für
- i) ein unbeweglich in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
integriertes Dosiergerät oder
- ii) ein für die Positionierung im Innenraum einer Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
vorgesehenes bewegliches Dosiergerät
[0145] Für die vorgenannten Verwendungen eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten
Rezepturen 4 bis 115a.
[0146] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel und Reinigungsmittelkombinationen werden,
wie zuvor ausgeführt, vorzugsweise als maschinelle Geschirrspülmittel oder als maschinelle
Textilwaschmittel eingesetzt.
Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist ein Verfahren zur Reinigung von Geschirr
in einer Geschirrspülmaschine unter Einsatz einer flüssigen alkalischen Reinigungsmittelzubereitung,
umfassend
- a) 15 bis 60 Gew.-% Gerüststoff,
- b) 30 bis 80 Gew.-% Wasser und
- c) weniger als 1 Gew.-% Tensid.
in dessen Verlauf aus einem im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Vorratsbehälter eine Teilmenge a des in dem Vorratsbehälter befindlichen
Reinigungsmittels in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge des in dem Vorratsbehälter befindlichen Reinigungsmittels
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in dem Vorratsbehälter
verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten,
vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen
Menge der Teilmenge a entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung
A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,0 bis 30 Gew.-% Gerüststoff(e) aus der Gruppe
der reinigungsaktiven anionischen Polymere enthält.
[0147] Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist ebenfalls ein Verfahren zur Reinigung
von Textilien in einer Textilwaschmaschine unter Einsatz einer flüssigen alkalischen
Reinigungsmittelzubereitung, umfassend
- a) 15 bis 60 Gew.-% Gerüststoff,
- b) 30 bis 80 Gew.-% Wasser und
- c) weniger als 1 Gew.-% Tensid
in dessen Verlauf aus einem im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Vorratsbehälter eine Teilmenge a des in dem Vorratsbehälter befindlichen
Reinigungsmittels in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge des in dem Vorratsbehälter befindlichen Reinigungsmittels
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in dem Vorratsbehälter
verbleibt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten,
vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen
Menge der Teilmenge a entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsmittelzubereitung
A, bezogen auf ihr Gesamtgewicht, 1,0 bis 30 Gew.-% Gerüststoff(e) aus der Gruppe
der reinigungsaktiven anionischen Polymere enthält.
[0148] Die in diesen Verfahren mit besonderem Vorzug eingesetzten erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
entsprechen den weiter oben im Detail beschriebenen Mitteln, vorzugsweise den in den
Tabellen offenbarten Rezepturen 4 bis 115a. Auf die dortigen Ausführungen wird an
dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen.
Bevorzugte Verfahren zur Geschirrreinigung bzw. Textilreinigung sind dadurch gekennzeichnet,
dass die flüssige Reinigungsmittelzubereitung aus einem in der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Vorratsbehälter, der die mehrfache, zur Durchführung
eines Reinigungsverfahren notwendigen Menge der Reinigungsmittelzubereitung enthält,
in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert wird. Für
diese Verfahren eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
[0149] Die Dosierung der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung erfolgt vorzugsweise
im Verlauf des Hauptreinigungsgangs des maschinellen Geschirrspülverfahrens bzw. maschinellen
Textilwaschverfahrens.
[0150] Wie eingangs ausgeführt, kann es sich bei dem zur Dosierung eingesetzten Vorratsbehälter
um einen in die Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine integrierten Vorratsbehälter,
also einen fest mit der Geschirrspülmaschinen bzw. Textilwaschmaschine verbundenen
(eingebauten) Vorratsbehälter, aber auch um einen autarken, also selbstständigen in
den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine einbringbaren Vorratsbehälter
handeln.
[0151] Ein Beispiel für einen integrierten Vorratsbehälter ist ein in die Tür der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine integrierter Aufnahmebehälter, der über eine Zuleitung mit
dem Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine verbunden ist.
Ein Beispiel für einen autarken Vorratsbehälter ist eine so genannten Kopfstehflasche
mit einem bodenseitigen Auslassventil, die beispielsweise in den Besteckkorb der Geschirrspülmaschine
eingestellt werden kann.
[0152] Der Vorratsbehälter weist mindestens eine Kammer zur Aufnahme der erfindungsgemäßen
flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen auf. In einer bevorzugten Ausführungsform
verfügt der Vorratsbehälter über mehr als eine, vorzugsweise über zwei, drei, vier
oder mehr separate, voneinander getrennte Aufnahmekammern, von denen wenigstens eine
Kammer die erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen enthält, während
mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei weitere Kammern, vorzugsweise flüssige
Zubereitungen mit einer von den erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen
abweichender Zusammensetzung enthält/enthalten.
[0153] Besonders bevorzugt werden insbesondere solche erfindungsgemäßen Verfahren unter
Einsatz eines Vorratsbehälters mit zwei von einander getrennten, separaten Aufnahmekammern,
von denen eine Kammer eine erfindungsgemäße flüssige Reinigungsmittelzubereitung enthält,
während die zweite Aufnahmekammer eine gleichfalls flüssige, Bleichmittel-freie Zubereitung
abweichender Zusammensetzung enthält.
[0154] In bevorzugten Reinigungsverfahren wird pro Reinigungsgang eine Menge zwischen 1,0
und 45 ml, vorzugsweise zwischen 5,0 und 40 ml und insbesondere zwischen 7,0 und 35
ml der erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittelzubereitung A in den Innenraum
der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert.
[0155] Das Volumen bevorzugter Vorratsbehälter mit einer oder mehreren Aufnahmekammern beträgt
zwischen 10 und 1000 ml, vorzugsweise zwischen 20 und 800 ml und insbesondere zwischen
50 und 500 ml.
[0156] Wie zuvor ausgeführt, zeichnen sich die erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitungen
durch eine besondere Temperaturstabilität aus und werden die erfindungsgemäßen Verfahren
insbesondere zur wiederholten Dosierung dieser Zubereitungen aus in dem Innenraum
der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Vorratsbehältern eingesetzt.
Bevorzugte erfindungsgemäße Verfahren sind dabei dadurch gekennzeichnet, dass die
flüssige Reinigungsmittelzubereitung A vor ihrer Dosierung in den Innenraum der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine für die Dauer von mindestens zwei, vorzugsweise mindestens
vier, besonders bevorzugt mindestens acht und insbesondere mindestens zwölf separater
Reinigungsverfahren in dem in der in der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Vorratsbehälter verbleibt. Für diese Verfahren eignen sich insbesondere
die in den Tabellen offenbarten Rezepturen 4 bis 115a.
[0157] Als "separate Reinigungsverfahren" werden im Rahmen der vorliegenden Anmeldung abgeschlossene
Reinigungsverfahren bezeichnet, die vorzugsweise neben dem Hauptreinigungsgang weiterhin
auch einen Vorspülgang und/oder einen Klarspülgang bzw. Nachspülgang umfassen und
die beispielsweise mittels des Programmschalters der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
ausgewählt und ausgelöst werden können. Die Dauer dieser separaten Reinigungsverfahren
beträgt vorzugsweise mindestens 15 Minuten, vorzugsweise zwischen 20 und 360 Minuten,
bevorzugt zwischen 30 und 240 Minuten.
[0158] Die Zeitdauer zwischen zwei separaten Reinigungsverfahren, innerhalb derer die flüssige
Reinigungsmittelzubereitung in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert wird,
beträgt vorzugsweise mindestens 20 Minuten, insbesondere mindestens 60 Minuten, besonders
bevorzugt mindestens 120 Minuten.
[0159] Die Temperaturbelastung der erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen
kann im Verlauf der erfindungsgemäßen Verfahren in weiten Grenzen schwanken, wobei
sich die flüssigen Reinigungsmittelzubereitungen insbesondere für solche Verfahren
eignen, bei denen die flüssige Reinigungsmittelzubereitung A in dem Vorratsbehälter
mindestens zweimal, vorzugsweise mindestens viermal, besonders bevorzugt mindestens
achtmal und insbesondere mindestens zwölfmal auf Temperaturen oberhalb 30°C vorzugsweise,
oberhalb 40°C und besonders bevorzugt oberhalb 50°C erwärmt wird. Auch eine Erwärmung
auf Temperaturen oberhalb 60°C bzw. oberhalb 70°C bzw. eine zwanzig- oder dreißigfache
Erwärmung der flüssigen Reinigungsmittelzubereitung A ist erfindungsgemäß selbstverständlich
realisierbar.
[0160] Für diese Verfahren eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
[0161] Mit anderen Worten wird die flüssige Reinigungsmittelzubereitung A in dem Vorratsbehälter
durch die diesen Vorratsbehälter umgebende Spülflotte in jedem der nacheinander ablaufenden
separaten Reinigungsverfahren erwärmt. In bevorzugten Verfahren kühlt die flüssige
Reinigungsmittelzubereitung A in dem Vorratsbehälter zwischen den separaten Reinigungsverfahren
auf Temperaturen unterhalb 30°C, vorzugsweise unterhalb 26°C und insbesondere unterhalb
22°C ab.
[0162] Erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülverfahren unter Einsatz einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitung A sind dadurch gekennzeichnet, dass im Verlauf dieser
Verfahren aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Kartusche eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
A in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert wird,
wobei eine Restmenge des in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels bis zum Ende
des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche verbleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass diese Restmenge mindestens der doppelten, vorzugsweise
mindestens der vierfachen und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge
a entspricht.
[0163] Für diese Verfahren eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
[0164] In den erfindungsgemäßen Geschirrspülverfahren bzw. Textilwaschverfahren können selbstverständlich
nicht nur die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel sondern auch die weiter oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombinationen oder Reinigungsmittelangebotsform
oder Reinigungsmitteldosiersysteme eingesetzt werden.
[0165] Ein Gegenstand dieser Anmeldung ist daher weiterhin ein maschinelles Geschirrspülverfahren
bzw. maschinelles Textilwaschverfahren unter Einsatz einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination,
umfassend ein erfindungsgemäßen Reinigungsmittel A sowie ein weiteres von A verschiedenes
Reinigungsmittel B, in dessen Verlauf aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Kartusche eine Teilmenge a des in der Kartusche
befindlichen Reinigungsmittels A sowie weiterhin eine Teilmenge b des in der Kartusche
befindlichen Reinigungsmittels B in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei Restmengen der Reinigungsmittel A und B bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche verbleiben und die Restmenge des Reinigungsmittels
A mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere
mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht und die Restmenge des Reinigungsmittels
B mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere
mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht.
[0166] Ein Gegenstand dieser Anmeldung ist weiterhin ein maschinelles Geschirrspülverfahren
bzw. maschinelles Textilwaschverfahren unter Einsatz einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination,
umfassend ein erfindungsgemäßen Reinigungsmittel A sowie ein weiteres von A verschiedenes
Reinigungsmittel B und ein drittes von A und B verschiedenes Reinigungsmittel C, in
dessen Verlauf aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Kartusche eine Teilmenge a des in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
A sowie weiterhin eine Teilmenge b des in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
B und zusätzlich eine Teilmenge c des in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
C in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert wird,
wobei Restmengen der Reinigungsmittel A, B und C bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens
bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche verbleiben und die Restmenge des Reinigungsmittels
A mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere
mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht, die Restmenge des Reinigungsmittels
B mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere
mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht und die Restmenge des Reinigungsmittels
C mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen und insbesondere
mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge c entspricht.
[0167] Werden in dem erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülverfahren bzw. Textilwaschverfahren
Reinigungsmittelkombinationen mit zwei, drei oder mehr unterschiedlichen Reinigungsmitteln
eingesetzt, so erfolgt die Dosierung der unterschiedlichen Reinigungsmittel bevorzugt
zu unterschiedlichen Zeiten der Reinigungsgangs.
[0168] Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist daher ein maschinelles Geschirrspülverfahren
bzw. maschinelles Textilwaschverfahren unter Einsatz eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
oder einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination oder einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelangebotsform oder eines erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems,
in dessen Verlauf
- a) zu einem Zeitpunkt t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Kartusche eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitung A in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge des in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche
verbleibt, welche der mindestens doppelten, vorzugsweise der mindestens vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht;
- b) zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt t2 ≠ t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Kartusche eine Teilmenge b des in der zweiten
Kartusche befindlichen von der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung A unterschiedliche
Reinigungsmittelzubereitung B in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge des in dieser Kartusche befindlichen Reinigungsmittels
bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche
verbleibt, welche mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht.
[0169] Für diese Verfahren eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
[0170] Diese Anmeldung beansprucht weiterhin ein maschinelles Geschirrspülverfahren bzw.
maschinelles Textilwaschverfahren unter Einsatz eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
oder einer erfindungsgemäßen Reinigungsmittelkombination oder einer erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelangebotsform oder eines erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems,
in dessen Verlauf
- a) zu einem Zeitpunkt t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
befindlichen Kartusche eine Teilmenge a der in der Kartusche befindlichen erfindungsgemäßen
Reinigungsmittelzubereitung A in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
A bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche
verbleibt, welche der mindestens doppelten, vorzugsweise der mindestens vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge a entspricht;
- b) zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt t2 ≠ t1 aus einer im Innenraum der Geschirrspülmaschine
bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Kartusche eine Teilmenge b der in der zweiten
Kartusche befindlichen von der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung A unterschiedlichen
Reinigungsmittelzubereitung B in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine
dosiert wird, wobei eine Restmenge der in dieser Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
B bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche
verbleibt, welche mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge b entspricht;
- c) zu mindestens einem weiteren Zeitpunkt t3 ≠ t2 ≠ t1 aus einer im Innenraum der
Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine befindlichen Kartusche eine Teilmenge
c der in der dritten Kartusche befindlichen von der erfindungsgemäßen Reinigungsmittelzubereitung
A und der Reinigungsmittelzubereitung B unterschiedlichen Reinigungsmittelzubereitung
C in den Innenraum der Geschirrspülmaschine bzw. Textilwaschmaschine dosiert wird,
wobei eine Restmenge der in dieser Kartusche befindlichen Reinigungsmittelzubereitung
C bis zum Ende des Geschirrspülverfahrens bzw. Textilwaschverfahrens in der Kartusche
verbleibt, welche mindestens der doppelten, vorzugsweise mindestens der vierfachen
und insbesondere mindestens der achtfachen Menge der Teilmenge c entspricht.
[0171] In bevorzugten Ausführungsformen der zuvor beschriebenen maschinellen Geschirrspülverfahren
und maschinellen Textilwaschverfahren mit zeitversetzter Dosierung der Reinigungsmittelzubereitungen
A und B bzw. A, B und C liegt der Zeitpunkt t2 zeitlich mindestens 1 Minute, vorzugsweise
mindestens 2 Minuten und insbesondere zwischen 3 und 20 Minuten vor oder nach dem
Zeitpunkt t1.
[0172] Für diese Verfahren eignen sich insbesondere die in den Tabellen offenbarten Rezepturen
4 bis 115a.
Beispiele
[0173] Zum Nachweis der verbesserten physikalischen und chemischen Stabilität erfindungsgemäßer
Reinigungsmittel wurden die folgenden zwei Reinigungsmittelrezepturen bereitgestellt:
| Inhaltsstoffe |
E1 [Gew.-%] |
V1 [Gew.-%] |
| Wasser |
42,7 |
40,1 |
| Polycarboxylat |
7,2 |
6,8 |
| Phosphonat |
3,0 |
2,9 |
| Niotensid |
-- |
5,7 |
| Natriumcitrat |
13,0 |
12,3 |
| EDDS |
13,0 |
12,3 |
| KOH (47%ig) |
12,3 |
11,6 |
| Soda |
8,7 |
8,2 |
| Farbstoff |
0,1 |
0,1 |
| Σ |
100 |
100 |
[0174] Die Herstellung der Reinigungsmittelrezepturen erfolgt durch Vermischen und Verrühren
der Inhaltsstoffe bei 20°C. Nach ihrer Herstellung wurden die Rezepturen auf 75°C
erwärmt. Bereits nach einmaliger Erwärmung war in der Zusammensetzung V1 eine Eintrübung
und Sedimentation zu beobachten. Die Zusammensetzung E1 blieb auch nach wiederholter
Erwärmung auf 75°C und nachfolgender Abkühlung auf 20°C sedimentationsstabil.