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(11) |
EP 2 446 095 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.11.2014 Patentblatt 2014/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/058735 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/149623 (29.12.2010 Gazette 2010/52) |
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| (54) |
HALTEVORRICHTUNG FÜR EIN FASSADENSYSTEM
SUPPORT DEVICE FOR A FACADE SYSTEM
DISPOSITIF DE SUPPORT D'UN SYSTÈME DE FAÇADE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.06.2009 DE 102009030636
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2012 Patentblatt 2012/18 |
| (73) |
Patentinhaber: STO SE & Co. KGaA |
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79780 Stühlingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FRANZ, Dirk
66130 Saarbrücken (DE)
- WIEDEMANN, Robert
86735 Amerdingen (DE)
- PECH, Andreas
06847 Dessau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gottschalk, Matthias |
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Maiwald Patentanwaltsgesellschaft (Schweiz) mbH
Splügenstrasse 8 8002 Zürich 8002 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 380 953 DE-A1-102007 052 407
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DE-A1- 19 852 298
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für ein Fassadensystem zur unmittelbaren
oder mittelbaren Befestigung wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Wand-
oder Deckenbekleidungselementes an einem bauseitigen Untergrund mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Fassadensystem
mit einer solchen Haltevorrichtung.
[0002] Wände und/oder Decken moderner Gebäude sind in der Regel systemartig aufgebaut, um
den jeweils an sie, beispielsweise als Außenwand oder Wohnungstrennwand, gestellten
Anforderungen zu entsprechen. Das heißt, dass sie mehrere Schichten bzw. Ebenen umfassen,
die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Ein Wand- oder Deckenaufbau setzt sich somit
in der Regel aus der tragenden Konstruktion, die in Massiv- oder in Skelettbauweise
erstellt werden kann, sowie wenigstens einer weiteren Schicht oder Ebene zusammen,
um beispielsweise bauphysikalischen Anforderungen Rechnung zu tragen und/oder der
Wand bzw. Decke eine besondere Gestaltung zu verleihen. Als außenliegende Schicht
oder Schale finden häufig plattenförmige Werkstoffe oder Bauelemente Einsatz, die
eine flächendeckende Verkleidung einer dahinterliegenden Wärmedämmschicht oder Installationsebene
ermöglichen. Diese plattenförmigen Wand- oder Elemente gilt es dauerhaft sicher mit
der tragenden Konstruktion der jeweiligen Wand oder Decke zu verbinden.
[0003] Da die Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden stetig steigen, müssen zum
Teil starke Wärmedämmschichten überbrückt werden. Zudem hat aus statischen Gründen
die Befestigung grundsätzlich immer an der tragenden Konstruktion zu erfolgen. Daher
werden gattungsgemäße Haltevorrichtungen häufig zusammen mit zusätzlichen Halteelementen
einer Befestigungsvorrichtung verwendet, die beispielsweise wenigstens ein quer zu
der Haltevorrichtung verlaufendes Halteprofil sowie wenigstens einen Haltewinkel zur
Befestigung des Halteprofils am bauseitigen Untergrund umfassen können. Dabei kann
die Auskragung des freien Schenkels des Haltewinkels zur Befestigung des Halteprofils
in der Regel derart vorgegeben werden, das nicht nur die Wärmedämmschicht überbrückt
wird, sondern zudem noch ein ausreichender Abstand zur Ausbildung einer der Hinterlüftung
der Fassade dienenden Luftschicht möglich ist. Eine solche Hinterlüftung ist zumeist
aus bauphysikalischen Gründen bei vorgehängten Fassadensystemen erforderlich. Mit
zunehmendem Abstand der plattenförmigen Wand- oder Deckenbekleidungselemente zur tragenden
Konstruktion steigen allerdings auch die statischen Anforderungen an die jeweils vorgesehene
Halte- bzw. Befestigungsvorrichtung. Dies gilt auch, wenn besonders schwere Fassadenelemente,
wie beispielsweise Naturstein- oder Glasplatten, als plattenförmige Wand- oder Deckenbekleidungselemente
Einsatz finden. Diese können zum Beispiel ein Gewicht von 80 bis 100 kg/m
2 aufweisen. Unter anderem ist es die Aufgabe einer Halte- bzw. Befestigungsvorrichtung
eines Fassadensystems, diese Last in die tragende Konstruktion der Wand oder Decke
abzuleiten.
[0004] Bei der Auslegung eines Wand- oder Deckensystems, insbesondere eines Fassadensystems,
gilt es jedoch nicht nur bauphysikalische und/oder statische Anforderungen zu erfüllen;
auch gestalterische Gesichtspunkte sind zu berücksichtigen. Neben der Wahl eines geeigneten,
optisch ansprechenden Materials muss die Fugeneinteilung festgelegt und dabei die
Größe der plattenförmigen Wand- oder Deckenbekleidungselemente bestimmt werden. Weiterhin
wirkt sich die Art der Befestigung des plattenförmigen Materials - sichtbare Befestigung
oder nicht sichtbare Befestigung - auf die Gestaltung der Fassade aus. Zur Ausbildung
einer nicht sichtbaren Befestigung werden die Wand- oder Deckenbekleidungselemente
in der Regel rückseitig mit einem ersten Halteelement einer Haltevorrichtung verbunden,
das mit einem weiteren, wand- oder deckenseitig angebrachten Halteelement durch Einhängen
oder Einstecken derart verbindbar ist, dass ein Formschluss bewirkt wird. Als Haltelemente
werden häufig Profile oder Profilstücke mit ineinander greifenden Profilteilen verwendet.
Dabei werden die Wand- oder Deckenbekleidungselemente in der Regel bereits werkseitig
mit einem derartigen Profil verbunden, so dass sie vor Ort in das am Gebäude angebrachte
Profil einfach eingehängt werden können.
[0005] Eine mit einer Wand- oder Deckenverkleidungsplatte und einer Unterkonstruktion verbindbare
Vorrichtung zur unsichtbaren Plattenbefestigung wird beispielsweise in der
EP 0 380 953 A1 beschrieben. Sie umfasst einen Plattenhalter als erstes Profil und einen Profilträger
als zweites Profil, die durch ineinander Stecken derart miteinander verbindbar sind,
dass die Außenkontur von Profilträger und Plattenhalter zusammen vorzugsweise etwa
eine Rechteckform ergibt. Dabei übergreifen oder überlappen sich Profilteile des Plattenhalters
und des Profilträgers, wodurch eine solide Befestigung eines jeden Plattenhalters
am Profilträger gewährleistet werden soll. Plattenhalter und Profilträger sind zudem
aus dem gleichen Profil hergestellt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist
das Profil eine Verstärkungsleiste auf, welche die Festigkeit des Profils unter Beibehaltung
einer unkomplizierten Profilform weiter erhöhen soll. Weiterhin wird vorgeschlagen,
dass jeder Plattenhalter quer, insbesondere senkrecht zu seiner Aufsteckrichtung,
weitestgehend spielfrei am Profilträger befestigt ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Haltevorrichtung der vorstehend genannten
Art derart weiter zu entwickeln, dass sie geeignet ist, besonders schwere Lasten zu
halten bzw. zu tragen. Insbesondere soll die Haltevorrichtung zur Ausbildung vorgehängter
Glas- oder Natursteinfassaden mit verdeckt liegenden Befestigungsmittel geeignet sein.
Des Weiteren soll die Vorrichtung eine einfache Montage sowie eine dauerhaft sichere
Halterung plattenförmiger Wand- oder Deckenbekleidungselemente ermöglichen.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe wird eine Haltevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie ein Fassadensystem mit einer solchen Haltevorrichtung vorgeschlagen. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Erfindungsgemäß weisen das erste und/oder das zweite Profil der vorgeschlagenen Haltevorrichtung
wenigstens einen quer oder schräg zu einem ersten und/oder zweiten Schenkel des jeweiligen
Profils verlaufenden Steg zur Ausbildung einer das Profil aussteifenden Kammer auf.
Durch die Ausbildung wenigstens einer Kammer können die Formsteifigkeit und damit
die Tragfähigkeit des jeweiligen Profils bei gleichbleibender Profilstärke, das heißt
bei gleicher Stärke von Steg und Schenkel, deutlich erhöht werden. Wollte man den
gleichen Effekt im Wege einer Materialverstärkung entsprechend dem Stand der Technik
erreichen, würde durch das zusätzliche Material auch das Eigengewicht des Profils
deutlich steigen. Dies wiederum würde zu Lasten der Tragfähigkeit der Haltevorrichtung
bzw. der die Haltevorrichtung tragenden Unterkonstruktion gehen, so dass auch diese
ggf. zu verstärken wäre. Ferner lassen sich Profile mit weniger Eigengewicht leichter
montieren. Ein geringerer Materialverbrauch wirkt sich in der Regel zudem günstig
auf die Herstellungskosten aus.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein quer oder schräg zu wenigstens
einem Schenkel eines Profils verlaufender Steg im Bereich einer Innenecke zur Ausbildung
einer das Profil aussteifenden Kammer angeordnet. Ein entsprechend ausgesteiftes Profil
weist beispielsweise eine hohe Winkelsteifigkeit auf. Dies erweist sich insbesondere
als vorteilhaft, wenn ein Schenkel wenigstens eines Profils der Haltevorrichtung über
die zu tragende Last auf Biegung beansprucht wird, wie dies bei einem im Wesentlichen
L-förmigen, zwei Schenkel umfassenden Profil der Fall ist, wenn der eine Schenkel
flach an der zu haltenden Platte anliegt und der andere Schenkel als Kragarm dient.
[0010] Alternativ oder ergänzend kann weiterhin vorgesehen sein, dass wenigstens ein quer
oder schräg zu wenigstens einem Schenkel eines Profils verlaufender Steg im Bereich
eines freien Endes des jeweiligen Schenkels zur Ausbildung einer das Profil aussteifenden
Kammer angeordnet ist. Ein derart ausgesteiftes Profil weist vor allem eine hohe Torsionssteifigkeit
auf, so dass es in der Lage ist, besonders schwere Lasten zu tragen. Das Gewicht einer
Wand- oder Deckenbekleidung beispielsweise aus Glas beträgt 35-40 kg/m
2, während das Gewicht einer Natursteinbekleidung sogar 80-100 kg/m
2 betragen kann. Demgegenüber beträgt das Gewicht herkömmlicher vorgehängter Fassadenplatten,
beispielsweise aus Keramik, etwa 20 kg/m
2.
[0011] Des Weiteren bevorzugt besitzt wenigstens ein Schenkel des ersten und/oder des zweiten
Profils der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung eine Aufkantung, die zumindest teilweise
parallel zum jeweils anderen Schenkel desselben Profils geführt ist. Durch die Aufkantung
erhält das Profil einen U-förmigen Querschnitt, wobei die Aufkantung jedoch eine deutlich
geringere Länge als der parallele Schenkel besitzt. Der jeweils zwischen einer solchen
Aufkantung und einem parallel hierzu liegenden Schenkel angeordnete weitere Schenkel
erfährt durch die Aufkantung eine zusätzliche Aussteifung. Zudem kann die Aufkantung
als Einstecklasche dienen, die beispielsweise nach dem Nut und Feder-Prinzip in eine
entsprechende Aufnahme am jeweils anderen Profil einsteckbar bzw. einsetzbar ist.
Auf diese Weise kann durch die Aufkantung eine formschlüssige Verbindung beider Profile
bewirkt werden.
[0012] Zur Aussteifung der Aufkantung wird weiterhin vorgeschlagen, die Aufkantung an ihrem
freien Ende mit einer aussteifenden Verdickung zu versehen. Darüber hinaus ermöglicht
eine solche Verdickung eine klemmende Verbindung beider Profile, wenn zugleich die
am jeweils andern Profil vorgesehen Aufnahme ein Untermaß gegenüber der Verdickung
besitzt.
[0013] Vorzugsweise ist ergänzend zur Ausbildung einer Aufkantung weiterhin vorgesehen,
dass wenigstens ein Schenkel des ersten und/oder des zweiten Profils ein freies Ende
besitzt, das zur Aufnahme einer solchen Aufkantung des jeweils anderen Profils einen
stufenartigen Rücksprung besitzt. Dadurch bleibt ein im Wesentlichen kastenförmiger
Querschnitt der Haltevorrichtung auch bei Ausbildung einer zusätzlichen Aufkantung
am Schenkel eines Profils erhalten, so dass eine flächige Anlage der Haltevorrichtung
an dem plattenförmigen Wand- oder Deckenbekleidungselement und/oder einem Untergrund
gewährleistet werden kann.
[0014] Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist alternativ oder ergänzend das erste
und/oder das zweite Profil eine Kammer auf, die zumindest in einem Teilbereich beabstandet
zu einem Schenkel des jeweiligen Profils angeordnet ist, so dass zwischen der Kammer
und dem Schenkel eine Nut zur Aufnahme eines Schenkels des jeweils anderen Profils
oder einer hieran angeordneten Aufkantung ausgebildet wird. Ist an dem freien Ende
des aufzunehmenden Schenkels ebenfalls eine aussteifende Kammer angeordnet, ist die
Nutbreite hierauf abzustimmen. Durch die Ausbildung einer Nut und eines in die Nut
einsetzbaren Profilendes am jeweils anderen Profil kann ebenfalls eine formschlüssige
Verbindung beider Profile bewirkt werden.
[0015] Alternativ oder ergänzend kann das erste und/oder das zweite Profil eine Kammer aufweisen,
die zumindest in einem Teilbereich beabstandet zu einer Aufkantung eines Schenkels
des jeweiligen Profils angeordnet ist, so dass zwischen der Kammer und der Aufkantung
eine Nut zur Aufnahme eines Schenkels des jeweils anderen Profils oder einer hieran
angeordneten Aufkantung ausgebildet wird.
[0016] Um die Montage der ineinander steckbaren Profile der Haltevorrichtung zu erleichtern,
besitzen vorteilhafterweise wenigstens zwei winkelig zueinander angeordnete Stege
zur Ausbildung einer Kammer eine gefaste oder gerundete Außenecke. Weiterhin kann
auch das freie Ende eines Schenkels und/oder einer Aufkantungen bzw. einer hieran
angeordneten Verdickung zur Aussteifung der Aufkantung gefast oder gerundet ausgebildet
sein. Auf diese Weise wird eine Spielpassung bewirkt, die das ineinander Stecken der
Profile beispielsweise durch eine Schwenkbewegung des einen Profils gegenüber dem
anderen Profil, ermöglicht. Gefaste Bereiche dienen zudem als Einführhilfen, die ebenfalls
die Montage erleichtern.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist darüber hinaus vorgesehen,
dass der erste Schenkel des ersten Profils zur Verbindung der Haltevorrichtung mit
einem Wand- oder Deckenbekleidungselement mit dem zweiten Schenkel zur Anlage am Wand-
oder Deckenbekleidungselement zumindest über einen Teilbereich einen Winkel α < 90°einschließt.
Der nicht zur Anlage am Wand- oder Deckenbekleidungselement vorgesehen Schenkel weist
bei Befestigung an einem Wand- oder Deckenbekleidungselement somit eine Neigung gegenüber
diesem Wand- oder Deckenbekleidungselement auf, die geeignet ist, Oberflächenwasser
von dem Wand- oder Deckenbekleidungselement wegzuführen. Dadurch wird sicher gestellt,
dass Oberflächenwasser, beispielsweise in Form von Regen, nicht auf dem Profil stehen
bleibt und ggf. in das Wand- oder Deckenbekleidungselement eindringt. In ein Wand-
oder Deckenbekleidungselement eingedrungene Feuchtigkeit kann nicht nur unschöne Verfärbungen
oder Abzeichnungen an der Fassadenoberfläche bewirken, sondern kann ferner eine zerstörerische
Wirkung entfalten. Sie kann beispielsweise bei Frost zu Materialabsprengungen oder
sogar zur vollständigen Zerstörung der jeweiligen Platte führen. Eine dauerhaft sichere
Befestigung eines auf diese Weise beschädigten Wand- oder Deckenbekleidungselementes
ist dann nicht mehr gewährleistet. Bevorzugt bestehen das erste und/oder das zweite
Profil der Haltevorrichtung aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium. Profile aus Aluminium
sind besonders leicht, so dass das Eigengewicht der Fassade gering gehalten werden
kann. Zudem sind leichte Profile leichter zu montieren. Aluminiumprofile erweisen
sich ferner als unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, da sie eine Oxidschicht ausbilden,
die das Material vor Korrosion schützt. Weiterhin bevorzugt sind das erste und/oder
das zweite Profil der Haltevorrichtung Strangpress-Produkte, das heißt, dass sie in
einem Strangpressverfahren hergestellt worden sind.
[0018] Das ebenfalls zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagene Fassadensystem umfasst zur Verbindung
plattenförmiger Wand- oder Deckenbekleidungselemente mit einem bauseitigen Untergrund
wenigstens eine Haltevorrichtung der vorstehend beschriebenen Art. Kann das zweite
Profil der Haltevorrichtung nicht direkt an der tragenden Konstruktion einer Wand
oder Decke befestigt werden, da beispielsweise eine Wärmedämmschicht vor der tragenden
Konstruktion der jeweiligen Wand oder Decke angeordnet ist, umfasst das erfindungsgemäße
Fassadensystem vorteilhafterweise weiterhin eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung
der Haltevorrichtung. Vorzugsweise weist die Befestigungsvorrichtung wenigstens einen
Haltewinkel und/oder wenigstens ein Halteprofil auf. Während die Haltevorrichtung
bestehend aus einem ersten und einem zweiten Profil zur Befestigung von Wandbekleidungselementen
im Wesentlichen horizontal verlegt wird (das erste Profil kann dabei auch aus mit
dem zweiten Profil verbindbaren kurzen Profilstücken bestehen), wird das Halteprofil
der Befestigungsvorrichtung im Wesentlichen senkrecht verlegt. Die Befestigung des
Halteprofils wiederum erfolgt über den wenigstens einen Haltewinkel der Befestigungsvorrichtung.
Dabei kann über die Auskragung des Haltewinkels der Abstand eines plattenförmigen
Wand- oder Deckenbekleidungselementes zum bauseitigen Untergrund vorgegeben werden.
[0019] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung vor dem ineinander
Stecken der beiden Profile und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Haltevorrichtung der Fig. 1 mit ineinander gesteckten
Profilen.
[0020] Der Darstellung der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung zu entnehmen,
die ein erstes, mit einem plattenförmigen Wand- oder Deckenelement 3 verbindbares
- vorliegend über eine Schraube 15 bereits verbundenes - Profil 1 sowie ein mit einem
bauseitigen Untergrund verbindbares zweites Profil 2 umfasst. Beide Profile 1, 2 weisen
hierzu einen mit dem plattenförmigen Element oder dem Untergrund verbindbaren ersten
Schenkel 1.1, 2.1 sowie einen im Wesentlichen senkrecht hierzu angeordneten zweiten
Schenkel 1.2, 2.2 auf. Der erste Schenkel 1.1 des ersten Profils 1 ist dabei abgewinkelt
ausgeführt, so dass ein an den zweiten Schenkel 1.2 anschließender erster Teilabschnitt
des ersten Schenkels 1.1 mit dem zweiten Schenkel 1.2 einen Winkel α < 90° umschließt
und lediglich ein hieran anschließender zweiter Teilabschnitt des ersten Schenkels
1.1 senkrecht zum zweiten Schenkel 1.2 angeordnet ist. Die abgewinkelte Ausführung
des ersten Schenkels 1.1 des ersten Profils 1 bewirkt, dass Oberflächenwasser von
dem mit diesem Profil verbundenen plattenförmigen Wand- oder Deckenbekleidungselement
3 weg geführt wird.
[0021] Beide Profile 1, 2 weisen ferner quer oder schräg zu den Schenkeln 1.1, 1.2, 2.1,
2.2 verlaufende Stege 5 zur Ausbildung von profilaussteifenden Kammern 4 auf. Bei
dem vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel weisen beide Profile 1, 2 jeweils
eine Kammer 4 im Bereich einer Innenecke 6 sowie eine Kammer 4 im Bereich des freien
Endes 7 des jeweils zweiten Schenkels 1.2, 2.2 auf. Die Kammern 4 im Bereich der Innenecken
6 werden jeweils von den beiden Schenkeln 1.1, 1.2, 2.1, 2.2 eines jeden Profils 1,2
und mehreren Stegen 5 begrenzt. Die an den freien Enden 7 eines Schenkels 1.2, 2.2
angeordneten Kammern 4 werden ebenfalls aus mehreren Stegen 5 gebildet, wobei die
jeweils durch zwei senkrecht aufeinandertreffende Stege 5 ausgebildeten Außenecken
14 einer Kammer 4 gefast oder abgerundet ausgebildet sind. Dadurch wird das ineinander
Stecken der Profile 1, 2 erleichtert.
[0022] Um eine formschlüssige Verbindung der Profile 1, 2 zu bewirken, weisen des Weiteren
beide Profile 1, 2 jeweils an ihrem ersten Schenkel 1.1, 2.1 eine Aufkantung 8 auf,
die beim ineinander Stecken entweder einen stufenartig ausgebildeten Rücksprung 11
oder eine Nut 12 des jeweils anderen Profils 1, 2 hintergreifen. Die Aufkantung 8
am ersten Schenkel 2.1 des zweiten Profils 2 bildet zudem mit einer zu ihr beabstandeten
Kammer 4 eine weitere Nut 13 aus, in welche das freie Ende 7 des zweiten Schenkels
1.2 des ersten Profils 1 einsetzbar ist. Da das freie Ende 7 des zweiten Schenkels
1.2 des ersten Profils 1 ebenfalls durch eine korrespondierend zur Nut 13 ausgebildeten
Kammer 4 ausgesteift ist, kann durch Einsetzen des freien Endes 7 des ersten Profils
1 in die Nut 13 des zweiten Profils 2 ein Formschluss bewirkt werden. Zur Aussteifung
der Aufkantung 8 des ersten Profils 1 ist diese an ihrem freien Ende 9 mit einer Verdickung
10 versehen, über die vorliegend zudem eine klemmende Verbindung mit dem Profil 2
bewirkbar ist.
[0023] Auch die Aufkantung 8 am ersten Schenkel 1.1 des ersten Profils 1 weist an ihrem
freien Ende 9 eine Verdickung 10 auf. Diese ist jedoch mit schräg verlaufenden Fasen
als Einführhilfen versehen, da zur Verbindung der beiden Profile 1, 2 die Aufkantung
8 des ersten Profils 1 in die Nut 12 des zweiten Profils 2 eingeführt wird. Die Nut
12 wird vorliegend durch eine zum Schenkel 2.2 teilweise beabstandet angeordnete Kammer
4 ausgebildet, deren Außenecken 14 ebenfalls gefast bzw. abgerundet sind, um das Zusammensetzen
der Profile 1, 2 zu erleichtern. Die Befestigung des zweiten Profils 2 an dem bauseitigen
Untergrund oder einer hieran befestigten Unterkonstruktion kann wiederum durch wenigstens
eine Schraube 15 erfolgen. Zur Justierung der Höhenlage eines plattenförmigen Wandbekleidungselementes
ist zudem ein Justiermittel 16 in Form einer Stellschraube vorgesehen.
[0024] Die Fig. 2 zeigt die beiden Profile 1, 2 der Haltevorrichtung der Fig. 1 in zusammengesetztem
Zustand. Dabei wird der im Wesentlichen kastenförmige Querschnitt der Haltevorrichtung
bei ineinander gesteckten Profilen deutlich. Lediglich die abgewinkelte Ausführung
des ersten Schenkels 1.1 des ersten Profils 1, um Oberflächenwasser von dem plattenförmigen
Wandbekleidungselement weg zu führen, verhindert, dass der Querschnitt bzw. die den
Querschnitt umgebenden Hüllkurve der Haltevorrichtung bei ineinander gesteckten Pofilen
1, 2 keine präzise Rechteckform aufweist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Erstes Profil
1.1 erster Schenkel
1.2 zweiter Schenkel
- 2
- Zweites Profil
2.1 erster Schenkel
2.2 zweiter Schenkel
- 3
- Wand- oder Deckenbekleidungselement
- 4
- Kammer
- 5
- Steg
- 6
- Innenecke
- 7
- Freies Ende
- 8
- Aufkantung
- 9
- Freies Ende
- 10
- Verdickung
- 11
- Rücksprung
- 12
- Nut
- 13
- Nut
- 14
- Außenecke
- 15
- Schraube
- 16
- Justiermittel
1. Haltevorrichtung für ein Fassadensystem zur unmittelbaren oder mittelbaren Befestigung
wenigstens eines im Wesentlichen plattenförmigen Wand- oder Deckenbekleidungselementes
(3) an einem bauseitigen Untergrund, mit einem ersten Profil (1) zur Verbindung der
Haltevorrichtung mit dem Wand- oder Deckenbekleidungselement und wenigstens einem
zweiten Profil (2) zur Verbindung der Haltevorrichtung mit dem Untergrund oder einer
am Untergrund befestigten Unterkonstruktion, wobei das erste Profil mit dem zweiten
Profil durch Einstecken formschlüssig verbindbar ist, so dass die Haltevorrichtung
im Bereich der beiden ineinander gesteckten Profile im Querschnitt eine im Wesentlichen
kastenförmige Außenkontur besitzt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste und/oder das zweite Profil (1, 2) wenigstens einen quer oder schräg zu einem
ersten und/oder zweiten Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) des jeweiligen Profils (1,2)
verlaufenden Steg (5) zur Ausbildung einer das Profil aussteifenden Kammer (4) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein quer oder schräg zu wenigstens einem Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2)
eines Profils (1, 2) verlaufender Steg (5) im Bereich einer Innenecke (6) zur Ausbildung
einer das Profil aussteifenden Kammer (4) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein quer oder schräg zu wenigstens einem Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2)
eines Profils (1, 2) verlaufender Steg (5) im Bereich eines freien Endes (7) eines
Schenkels zur Ausbildung einer das Profil aussteifenden Kammer (4) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) des ersten und/oder des zweiten Profils
(1,2) eine Aufkantung (8) besitzt, die zumindest teilweise parallel zum jeweils anderen
Schenkel desselben Profils geführt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufkantung (8) an ihrem freien Ende (9) mit einer aussteifenden Verdickung (10)
versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) des ersten und/oder des zweiten Profils
(1, 2) ein freies Ende (7) besitzt, das zur Aufnahme einer Aufkantung (8) des jeweils
anderen Profils einen stufenartigen Rücksprung (11) besitzt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Profil (1, 2) eine Kammer (4) aufweist, die zumindest
in einem Teilbereich beabstandet zu einem Schenkel (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) des jeweiligen
Profils angeordnet ist, so dass zwischen der Kammer und dem Schenkel eine Nut (12)
ausgebildet wird.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Profil (1, 2) eine Kammer (4) aufweist, die zumindest
in einem Teilbereich beabstandet zu einer Aufkantung (8) eines Schenkels (1.1, 1.2,
2.1, 2.2) des jeweiligen Profils angeordnet ist, so dass zwischen der Kammer und der
Aufkantung eine Nut (13) ausgebildet wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei winkelig zueinander angeordnete Stege (5) zur Ausbildung einer Kammer
(4) eine gefaste oder gerundete Außenecke (14) besitzen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (1.1) des ersten Profils (1) zur Verbindung der Haltevorrichtung
mit dem Wand- oder Deckenbekleidungselement (3) mit dem zweiten Schenkel (1.2) zur
Anlage am Wand- oder Deckenbekleidungselement zumindest über einen Teilbereich einen
Winkel α < 90°einschließt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Profil (1,2) der Haltevorrichtung aus Metall, vorzugsweise
aus Aluminium, bestehen und/oder Strangpress-Produkte sind.
12. Fassadensystem mit einer Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
das zur Befestigung der Haltevorrichtung an einem bauseitigen Untergrund ferner eine
Befestigungsvorrichtung bestehend aus wenigstens einem Haltewinkel und/oder wenigstens
einem Halteprofil umfasst.
1. A retaining device for a façade system for directly or indirectly fastening at least
one substantially board-shaped wall or ceiling lining element (3) to an on-site substrate,
having a first profile (1) for connecting the retaining device to the wall or ceiling
lining element and at least one second profile (2) for connecting the retaining device
to the substrate or a substructure fastened to the substrate, the first profile being
connectible to the second profile in a form-fitting, plug-in manner, so that the retaining
device has a substantially box-shaped outer contour in cross section in the region
of the two profiles plugged into each other,
characterised in that
the first and/or the second profile (1, 2) have at least one web (5) that runs transversely
or obliquely to a first and/or second arm (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) of the respective profile
(1, 2) to form a chamber (4) that reinforces the profile.
2. The device according to Claim 1,
characterised in that
at least one web (5) that runs transversely or obliquely to at least one arm (1.1,
1.2, 2.1, 2.2) of a profile (1, 2) is arranged in the region of an inner corner (6)
to form a chamber (4) that reinforces the profile.
3. The device according to Claim 1 or 2,
characterised in that
at least one web (5) that runs transversely or obliquely to at least one arm (1.1,
1.2, 2.1, 2.2) of a profile (1, 2) is arranged in the region of a free end (7) of
an arm to form a chamber (4) that reinforces the profile.
4. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
at least one arm (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) of the first and/or second profile (1, 2) has
an upstand (8), which is at least partially parallel to the respectively other arm
of the same profile.
5. The device according to Claim 4,
characterised in that
the upstand (8) is provided at its free end (9) with a reinforcing thickened portion
(10).
6. The device according to Claim 4 or 5,
characterised in that
at least one arm (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) of the first and/or second profile (1, 2) has
a free end (7) that has a step-like recess (11) for receiving an upstand (8) of the
respectively other profile.
7. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first and/or the second profile (1, 2) has a chamber (4) that is arranged spaced
apart from an arm (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) of the respective profile, at least in a part-region,
so that a groove (12) is formed between the chamber and the arm.
8. The device according to any one of Claims 4 to 7,
characterised in that
the first and/or the second profile (1, 2) has a chamber (4) that is arranged spaced
apart from an upstand (8) of an arm (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) of the respective profile,
at least in a part-region, so that a groove (13) is formed between the chamber and
the upstand.
9. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
at least two webs (5) that are arranged at an angle to each other have a chamfered
or rounded outer corner (14) to form a chamber (4).
10. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first arm (1.1) of the first profile (1) for connecting the retaining device to
the wall or ceiling lining element (3) encloses an angle α < 90° with the second arm
(1.2) for bearing against the wall or ceiling lining element, at least over a part-region.
11. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the first and/or the second profile (1, 2) of the retaining device consist of metal,
preferably of aluminium, and/or are extrusion press products.
12. A facade system having a retaining device according to any one of the preceding claims,
which further comprises a fastening device consisting of at least one retaining bracket
and/or at least one retaining profile for fastening the retaining device to an on-site
substrate.
1. Dispositif de maintien pour un système de façade, pour la fixation directe ou indirecte
d'au moins un élément d'habillage de plancher ou de plafond (3) à une base côté construction,
avec un premier profilé (1) pour relier le dispositif de maintien à l'élément d'habillage
de plancher ou de plafond et au moins un deuxième profilé (2) pour relier le dispositif
de maintien à la base ou à une construction sous-jacente fixée à la base, dans lequel
le premier profilé peut être relié au deuxième profilé par complémentarité de forme
par insertion, de telle façon que le dispositif de maintien présente un contour extérieur
essentiellement en forme d'armoire quant à sa section transversale, dans la région
des deux profilés insérés l'un dans l'autre,
caractérisé en ce que
le premier et/ou le deuxième profilé (1, 2) comporte au moins une âme (5) s'étendant
transversalement ou obliquement à une première et/ou à une deuxième jambe (1.1, 1.2,
2.1, 2.2) du profilé (1, 2) respectif, pour former une chambre (4) permettant de renforcer
le profilé.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'au moins une âme (5) s'étendant transversalement ou obliquement à au moins une jambe
(1.1, 1.2, 2.1, 2.2) d'un profilé (1, 2) est agencée dans la région d'un coin intérieur
(6) pour former une chambre (4) permettant de renforcer le profilé.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'au moins une âme (5) s'étendant transversalement ou obliquement à au moins une jambe
(1.1, 1.2, 2.1, 2.2) d'un profilé (1, 2) est agencée dans la région d'une extrémité
libre (7) d'une jambe, pour former une chambre (4) permettant de renforcer le profilé.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une jambe (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) du premier et/ou du deuxième profilé (1, 2)
possède un bord élevé (8) s'étendant au moins en partie parallèlement à l'autre jambe
du même profilé.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'à son extrémité libre (9), le bord élevé (8) est pourvu d'un épaississement (10) de
renfort.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce qu'au moins une jambe (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) du premier et/ou du deuxième profilé (1, 2)
comporte une extrémité libre (7) possédant un renfoncement du genre gradin (11) destiné
à recevoir un bord élevé (8) de l'autre profilé.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième profilé (1, 2) comporte une chambre (4) agencée, au
moins dans une région partielle, à distance d'une jambe (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) du profilé
correspondant, de manière former une rainure (12) entre la chambre et la jambe.
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième profilé (1, 2) comporte une chambre (4) agencée à distance
d'un bord élevé (8) d'une jambe (1.1, 1.2, 2.1, 2.2) du profilé correspondant, au
moins dans une région partielle, de manière à former une rainure (13) entre la chambre
et le bord élevé.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins deux âmes (5) agencées en formant un angle entre elles possèdent un coin
extérieur (14) biseauté ou arrondi pour former une chambre (4).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la première jambe (1.1) du premier profilé (1) inclut un angle α < 90° au moins sur
une région partielle, pour relier le dispositif de maintien avec l'élément d'habillage
de plancher ou de plafond (3) à la deuxième jambe (1.2), pour une application sur
l'élément d'habillage de plancher ou de plafond.
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier et/ou le deuxième profilé (1, 2) du dispositif de maintien sont constitués
de métal, de préférence d'aluminium, et/ou sont des produits extrudés.
12. Système de façade avec un dispositif de maintien selon l'une des revendications précédentes,
comprenant en outre un dispositif de fixation constitué d'au moins une équerre de
maintien et/ou d'au moins un profilé de maintien, pour fixer le dispositif de maintien
à une base côté construction.

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