[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine,
mit wenigstens einem Wandungsteil zum Begrenzen einer Spülkammer, welches mit wenigstens
einer, insbesondere vorkonfektionierten, Bitumenmatte zur Entdröhnung und/oder Schalldämmung
des Wandungsteils versehen ist.
[0002] Haushaltsübliche Geschirrspülmaschinen weisen eine Spülkammer auf, welche zur Aufnahme
von Spülgut, insbesondere von Geschirr, während eines Spülgangs, auch Spülprozess
genannt, vorgesehen ist. Die Spülkammer ist dabei in der Regel durch mehrere Wandungsteile
begrenzt. Die Verwendung von vorkonfektionierten Bitumenmatten zur Entdröhnung von
derartigen Wandungsteilen ist dabei bekannt. Allerdings weisen Bitumenmatten eine
hohe Wärmespeicherkapazität auf, so dass der Temperaturhaushalt der Geschirrspülmaschine
während der Durchführung eines Spülgangs negativ beeinflusst werden kann.
[0003] Die Druckschrift
DE 198 58 002 A1 offenbart eine Geräusch- und Wärmeisolierung aus Bitumenmaterial, insbesondere für
Spülbehälter aus Metall von Geschirrspülmaschinen, die dessen Blechmaterial zur Geräusch-
und Wärmeisolation zumindest teilweise mit Bitumenmatten oder dergleichen belegt.
Das Bitumenmaterial ist in der Grenzschicht zu dem Blechmaterial mit einer thermischen
Isolierschicht versehen. Zur Erzielung einer verbesserten Wärmeisolation bei. der
Verwendung von Bitumenmaterial kann das Material in der Grenzschicht zu dem Blechmaterial
des Spülbehälters mit einer mechanisch stabilen, thermischen Isolierschicht versehen
sein, die aus Blähglasgranulat oder aus Blähton besteht. Die Grenzschicht kann behälterseitig
zusätzlich noch mit einem Kontaktkleber versehen sein, welcher die wiederlösbare Verbindung
zwischen der Isolierung und dem Blechmaterial des Spülbehälters herstellt. Als Klebeverbindung
kann ein Schmelzkleber oder ein abziehbarer Haftkleber dienen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Geschirrspülmaschine, insbesondere
eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, bereitzustellen, bei welcher der Temperaturhaushalt
verbessert ist.
[0005] Die Aufgabe wird bei einer Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass die Bitumenmatte mittels mindestens einer, insbesondere lediglich genau
einer, thermisch isolierenden Klebeschicht auf das Wandungsteil aufgeklebt ist, welche
eine geringere Wärmeleitfähigkeit als die Bitumenmatte aufweist. Die Klebeschicht
weist Mikroporen auf und der Anteil der Mikroporen am Volumen der Klebeschicht beträgt
wenigstens 80 %, bevorzugt wenigstens 90 %, besonders bevorzugt wenigstens 95 %.
[0006] Mikroporen sind insbesondere geschlossene Hohlräume, deren Abmessungen typischerweise
in einem Mikrometerbereich liegen. Durch Mikroporen kann die Wärmeleitfähigkeit des
Materials der Klebeschicht gegenüber einer vollvolumigen Klebeschicht desselben Materials
stark reduziert werden, was zu einer besonders starken Energieeinsparung führen kann.
Insbesondere kann so die Wärmeleitfähigkeit einer aus einem Schmelzkleber oder einer
aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch in erfindungsgemäßer Weise eingestellt
werden.
[0007] Eine starke Reduktion der Wärmeleitfähigkeit und folglich des Energiebedarfs ergibt
sich aufgrund der angegebenen Anteile der Mikroporen am Volumen der Klebeschicht.
[0008] Die Spülkammer der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine kann in einem kastenförmigen
Spülbehälter angeordnet sein, der aus mehreren Wandungsteilen zusammengesetzt ist.
Beispielsweise kann der Spülbehälter ein erstes Wandungsteil umfassen, welches als
Spülbehälterhaube ausgebildet ist und eine erste Seitenwand, eine zweite Seitenwand
und eine Decke des Spülbehälters bildet, so dass die Spülkammer nach zwei gegenüberliegenden
Seiten und nach oben begrenzt ist. Ein zweites Wandungsteil des Spülbehälters kann
als Rückwand ausgebildet sein und die Spülkammer nach einer dritten Seite begrenzen.
Weiterhin kann der Spülbehälter ein drittes Wandungsteil umfassen, welches als Bodenwanne,
auch Spülwanne genannt, ausgebildet ist und welches die Spülkammer nach unten begrenzt.
Die verbleibende Seite des Spülbehälters kann durch eine bewegliche Tür verschließbar
sein, welche ein als Innentür ausgebildetes viertes Wandungsteil aufweist, welches
bei geschlossener Tür die Spülkammer zur vierten Seite begrenzt. Es sind aber auch
andere Anordnungen von Wandungsteilen denkbar. Beispielsweise könnte die Tür an der
Oberseite der Spülkammer vorgesehen sein, so dass die Spülkammer von oben her beladbar
ist.
[0009] Die die Spülkammer begrenzenden Wandungsteile des Spülbehälters und/oder der Tür
sind üblicherweise dünnwandig ausgeführt. So sind, je nach Material, Wandstärken beispielsweise
im Bereich von 0,3 bis 2 mm üblich. Dabei werden die Wandungsteile während der Durchführung
eines Spülgangs an ihrer Innenseite mit umgewälztem Spülwasser, insbesondere Sprühstrahlen
beaufschlagt, so dass sie besonders stark zu Schwingungen angeregt werden, welche
unerwünschte Geräusche verursachen können. Indem nun auf eines oder mehrere der Wandungsteile
wenigstens eine Bitumenmatte aufgebracht ist, kann die Geräuschabgabe der Geschirrspülmaschine
wesentlich verringert werden.
[0010] Unter einer Bitumenmatte wird insbesondere eine solche Matte verstanden, welche unter
Verwendung eines Bindemittels aus Bitumen, auch Erdpech genannt, beispielsweise Erdöldestillationsbitumen,
und/oder aus bitumenartigen Bindemitteln, wie beispielsweise Naturasphalte, Polymerbitumen,
Teere, Peche, Paraffine, natürliche oder synthetische Harze und/oder Destillationsrückstände
von Fetten und Ölen, hergestellt ist.
[0011] Der Begriff "vorkonfektioniert" bedeutet insbesondere, dass die Bitumenmatte zunächst
unabhängig von dem Wandungsteil, für welches sie vorgesehen ist, als Halbzeug beziehungsweise
Vorprodukt mit definierten Abmessungen, Dicke und/oder Geometrieform gefertigt wird,
um sie dann an dem Wandungsteil befestigen zu können. Eine vorkonfektionierte Bitumenmatte
kann beispielsweise hergestellt werden, indem ein Stück der gewünschten Größe aus
einer Basismatte ausgeschnitten oder ausgestanzt wird.
[0012] Der Begriff "Entdröhnen" bezieht sich auf die Verringerung oder Vermeidung von Geräuschen,
welche durch eine Anregung des Bauteils oder von Teilen davon zu Schwingungen entstehen.
Störende Geräusche können insbesondere an dünnwandigen Bauteilen wie zum Beispiel
den Spülbehälterwandungen und/oder der Tür einer Geschirrspülmaschine entstehen, welche
mit Spülwasser beaufschlagt und dadurch zu Schwingungen angeregt werden. Es ist aber
auch möglich, dass derartige Schwingungen durch Aktoren, wie beispielsweise Pumpen,
Gebläse oder Ähnliches, erzeugt werden. Die Entdröhnung wird nun insbesondere dadurch
erreicht, dass mittels der Bitumenmatte eine zusätzliche Masse auf das typischerweise
dünnwandige Bauteil aufgebracht wird, so dass die Frequenzen der auftretenden Schwingungen
kleiner werden, so dass die entstehenden Geräusche weniger störend sind. Zudem kann
gegebenenfalls durch innere Reibung in der Bitumenmatte zumindest ein Teil der Schwingungsenergie
in Wärme umgewandelt werden, so dass die Intensität der erzeugten Geräusche abnimmt.
Damit kann in vorteilhafter Weise eine Schallabsorption einhergehen.
[0013] Weiterhin kann die jeweilige Bitumenmatte zusätzlich oder unabhängig von einer Entdröhnung
insbesondere auch für eine "Schalldämmung", das heißt Schallreflexion sorgen. Insbesondere
kann zum Beispiel Schall aus dem Inneren der Spülkammer des Spülbehälters der Geschirrspülmaschine
von dem mit mittels der thermisch isolierenden Klebeschicht ein oder mehreren Bitumenmatten
beklebten Bauteil, vorzugsweise Wandungsteil des Spülbehälters in das Spülkammerinnere
zurückgeworfen werden. In analoger Weise funktioniert natürlich auch die Schallreflexion
für die übrigen Bauteile wie zum Beispiel für die Aufnahmekammer beziehungsweise den
Hohlraum in dem Basisträger unterhalb des Spülbehälters, wo die Umwälzpumpe angeordnet
ist.
[0014] Ein typischer Spülgang einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine umfasst in dieser
zeitlichen Reihenfolge einen Vorspülgang, einen Reinigungsgang, einen Zwischenspülgang,
einen Klarspülgang und einen Trocknungsgang.
[0015] Nachdem der Bediener ein entsprechendes Spülprogramm gestartet hat, wird der Vorspülgang
begonnen, wobei durch eine entsprechende Ansteuerung der Frischwasseraufnahmeeinrichtung
zunächst Frischwasser in die Geschirrspülmaschine eingebracht wird. Durch eine entsprechende
Ansteuerung der Umwälzpumpe wird dann das Frischwasser als Spülwasser umgewälzt, um
so das Spülgut von groben Verschmutzungen zu befreien. Nach einer vorgegebenen Zeit
wird dann zumindest ein Teil des nunmehr verschmutzten Spülwassers unter entsprechender
Ansteuerung der Laugenpumpe abgepumpt und der Vorspülgang beendet.
[0016] Zu Beginn des nun folgenden Reinigungsgangs wird unter erneuter Ansteuerung der Frischwasseraufnahmeeinrichtung
weiteres Frischwasser in den Spülbehälter eingebracht. Dieses wird üblicherweise durch
Ansteuern der Heizeinrichtung in einer Heizphase des Reinigungsgangs erwärmt. Während
der Heizphase des Reinigungsgangs wird dem nunmehr in dem Spülbehälter befindlichen
Spülwasser in aller Regel Reinigungsmittel über eine durch die Ablaufsteuereinrichtung
gesteuerte Reinigungsmitteldosiereinrichtung hinzugefügt. Weiterhin wird während der
Heizphase des Reinigungsgangs die Umwälzpumpe so gesteuert, dass das Spülwasser umgewälzt
wird, um so auch festsitzende Verschmutzungen von dem Spülgut entfernen zu können.
Wenn die Temperatur des Spülgangs einen durch das Spülprogramm vorgegebenen Wert erreicht,
beispielsweise 50 °C, wird dies mittels eines Sensors für die Temperatur des Spülgangs
detektiert, worauf die Ablaufsteuereinrichtung die Heizeinrichtung abschaltet. Im
Anschluss an die nunmehr beendete Heizphase des Reinigungsgangs wird eine Nachreinigungsphase
des Reinigungsgangs mit einer vorgegebenen Zeitdauer durchgeführt, bei der das Spülwasser
weiter umgewälzt wird. Zu Ende dieser Nachwaschphase wird die Laugenpumpe erneut angesteuert,
so dass wenigstens ein Teil des Spülwassers des Reinigungsgangs abgepumpt wird.
[0017] Zu Beginn des nun folgenden Zwischenspülgangs wird das Spülwasser in dem Spülbehälter
über die Frischwasseraufnahmeeinrichtung erneut aufgefüllt. Üblicherweise wird das
Spülwasser des Zwischenspülgangs nicht beheizt, jedoch mittels der Umwälzpumpe umgewälzt.
Durch den Zwischenspülgang können insbesondere Reinigungsmittelreste von dem Spülgut
entfernt werden. Nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer wird das nunmehr Reinigungsmittelreste
umfassende Spülwasser des Zwischenspülgangs zumindest teilweise abgepumpt.
[0018] Am Anfang des nachfolgenden Klarspülgangs wird die Frischwasseraufnahmeeinrichtung
erneut angesteuert, um Frischwasser in den Spülbehälter einzubringen. Dieses wird
durch eine Klarspülmittelzugabeeinrichtung mit Klarspülmittel versetzt, durch Ansteuern
der Heizeinrichtung erwärmt und durch entsprechendes Ansteuern der Umwälzpumpe umgewälzt.
Bei Erreichen einer vorgesehenen Temperatur werden die Umwälzpumpe und die Heizeinrichtung
abgeschaltet. Weiterhin wird das Spülwasser über die Laugenpumpe abgepumpt und der
Klarspülgang beendet. Der Klarspülgang dient insbesondere dazu, eine Fleckenbildung
auf dem gereinigten Spülgut zu vermeiden, was im Wesentlichen durch die chemischen
Eigenschaften des Klarspülmittels erreicht wird. Weiterhin dient der Klarspülgang
im Allgemeinen dazu, das Spülgut für den nunmehr folgenden Trocknungsgang vorzubereiten,
indem dieses auf eine relativ hohe Temperatur von beispielsweise 70 °C gebracht wird.
[0019] Während des nun folgenden Trocknungsgangs, bei dem kein neues Spülwasser in den Spülbehälter
eingebracht wird, verdampft aufgrund der hohen Temperatur des Spülguts das noch daran
anhaftende Spülwasser. Dieses kondensiert dann vor allem an den Wänden des Spülbehälters
und sammelt sich in einem unteren Bereich des Spülbehälters. Von dort wird das Spülwasser
nach einer vorbestimmten Zeit mittels der Laugenpumpe abgepumpt und der Trocknungsgang
beendet.
[0020] Der dargestellte Grundablauf eines typischen Spülgangs kann auf vielfältige Weise
abgewandelt werden. So können beispielsweise unterschiedliche Zeitkonstanten oder
unterschiedliche Temperaturen vorgegeben werden. Auch ist es möglich, einzelne Teilspülgänge,
wie beispielsweise den Vorspülgang oder den Zwischenspülgang, wegzulassen oder einzelne
Teilspülgänge, wie beispielsweise den Reinigungsgang, mehrfach hintereinander durchzuführen.
Auf diese Weise ist es möglich, den vorgesehenen Ablauf des Spülgangs an verschiedene
Anwendungsfälle anzupassen. Auch ist es möglich, den Vorspülgang und/oder den Zwischenspülgang
unter Beheizung des Spülwassers durchzuführen.
[0021] Indem nun die jeweilige Bitumenmatte mittels mindestens einer, insbesondere genau
einer einzigen, thermisch isolierenden Klebeschicht auf das Wandungsteil aufgeklebt
ist, welche eine geringere Wärmeleitfähigkeit als die Bitumenmatte aufweist, kann
der Energiebedarf zum Beheizen des Spülwassers signifikant gesenkt werden. Dies gilt
insbesondere für die Beheizung des im Reinigungsgang oder im Klarspülgang verwendeten
Spülwassers. Die energiesparende Wirkung wird letztendlich dadurch erzielt, dass durch
die thermisch isolierende Klebeschicht während der Durchführung eines Spülgangs ein
Wärmetransport aus dem Spülbehälter zur Bitumenmatte verringert werden kann, so dass
sich das Spülwasser schneller erhitzt und somit die jeweils vorgesehene Temperatur
schneller erreicht. Sie übt vorzugsweise zumindest eine die Wärmeübertragung reduzierende
oder bremsende Sperrwirkung oder eine thermisch entkoppelnde Funktion zwischen dem
jeweiligen Wandungsteil und der auf diesen jeweilig aufzulegenden und aufzuklebenden
Bitumenmatte aus.
[0022] Die Wärmeleitfähigkeit kennzeichnet dabei die Fähigkeit eines Materials, Wärme innerhalb
desselben weiterzuleiten. Sie wird üblicherweise mit dem Formelzeichen λ bezeichnet
und wird in Watt pro Meter mal Kelvin (W/mK) angegeben.
[0023] Die thermisch isolierende Klebeschicht dient gleichzeitig zur Befestigung der Bitumenmatte
an dem Wandungsteil und weist damit eine Doppelfunktion auf. Im Vergleich zu Lösungen,
bei denen eine Isolierschicht aus einem vorkonfektionierten Schaumstoff mittels einer
ersten herkömmlichen Klebeschicht auf das Wandungsteil aufgeklebt und eine vorkonfektionierte
Bitumenmatte mit einer zweiten herkömmlichen Klebeschicht auf den Schaumstoff aufgeklebt
wird, können zwei Schichten eingespart werden, was die Herstellung der Geschirrspülmaschine
vereinfacht, ohne dass Nachteile im Hinblick auf die Energieeinsparung zu besorgen
wären.
[0024] Zudem führt die Verringerung der Anzahl von Schichten zu einer engeren Schwingungskopplung
zwischen dem Wandungsteil und der Bitumenmatte. Mit anderen Worten wird auf diese
Weise verhindert, dass das Wandungsteil stärker schwingt als die Bitumenmatte. Auf
diese Weise kann das Geräuschverhalten der Geschirrspülmaschine verbessert werden.
[0025] Es versteht sich von selbst, dass an einem Bauteil auch mehrere Bitumenmatten jeweils
mittels mindestens einer, insbesondere lediglich genau einer, thermisch isolierenden
Klebeschicht auf das Wandungsteil, insbesondere nebeneinander und/oder übereinander,
aufgeklebt sein können.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung beträgt die Wärmeleitfähigkeit
der Klebeschicht höchstens 60 %, bevorzugt höchstens 40 %, besonders bevorzugt höchstens
20 %, der Wärmeleitfähigkeit des Wandungsteils. Auf diese Weise kann die Wärmeleitung
von dem Wandungsteil zur Bitumenmatte auch bei einer relativ dünn ausgeführten Klebeschicht
signifikant verringert und so eine wesentliche Energieeinsparung erzielt werden.
[0027] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung beträgt die Wärmeleitfähigkeit
der Klebeschicht höchstens 0,12 W/mK, bevorzugt höchstens 0,08 W/mK, besonders bevorzugt
höchstens 0,04 W/mK. Diese Werte, welche auf eine Temperatur von 20 °C bezogen sind,
liegen deutlich unter der Wärmeleitfähigkeit gängiger Bitumenmatten, welche beispielsweise
eine Wärmeleitfähigkeit von 20 W/mK aufweisen, so dass eine signifikante Energieeinsparung
erzielt werden kann.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Klebeschicht ein
Elastizitätsmodul von wenigstens 20 N/mm
2, bevorzugt von wenigstens 100 N/mm
2, besonders bevorzugt von wenigstens 500 N/mm
2, auf. Das Elastizitätsmodul ist das Verhältnis einer flächenbezogenen Kraft zur dadurch
bewirkten Längenänderung eines Materials. Das Elastizitätsmodul wird üblicherweise
mit dem Formelzeichen E bezeichnet und wird in Newton pro Quadratmillimeter (N/mm
2) angegeben. Die angegebenen Werte können sich auf bei senkrechtem Druck und bei 20
°C ermittelte Werte beziehen. Durch die vorgesehenen hohen Werte des Elastizitätsmoduls
der Klebeschicht wird verhindert, dass das Wandungsteil schwingungsmäßig von der Bitumenmatte
entkoppelt wird. Auf diese Weise kann eine besonders gute Entdröhnung und/oder Schalldämmung
des Wandungsteils erreicht werden.
[0029] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung besteht die Klebeschicht aus
einem Schmelzklebstoff. Schmelzklebstoffe, auch Heißklebstoffe sind solche Klebstoffe,
welche durch Erhitzen verflüssigt und in flüssigem Zustand appliziert werden, um beim
Abkühlen und beim Erstarren eine Verbindung herzustellen. Schmelzklebstoffe ergeben
eine dauerhaft stabile Verbindung zwischen dem Wandungsteil und der Bitumenmatte,
wobei auch eine starke schwingungsmäßige Kopplung erzielt werden kann. Schmelzklebstoffe
können insbesondere auf der Basis von Polymeren wie beispielsweise Polyamide (PA),
Polyethylene (PE), amorphe Polyalphaolefine (APAO), Ethylenvinylacetat-Copolymere
(EVAC), Polyester-Elastomere (TPE-E), Polyurethan-Elastomere (TPE-U), Copolyamid-Elastomere
(TPE-A) und so weiter hergestellt sein. Insbesondere kann als thermisch isolierende
Klebemittelschicht eine PU-(Polyurethan) Schaumschicht gewählt sein.
[0030] Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besteht die Klebeschicht
aus einem aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch. Reaktiv aushärtbare
bituminöse Gemische umfassen dabei zweckmäßigerweise wenigstens ein Basisbindemittel
aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln, welches bei
einer vorgesehenen Verarbeitungstemperatur eine derart hohe Viskosität aufweist, dass
es sich nahezu wie ein Festkörper verhält.
[0031] Bei dem Basisbindemittel kann es sich beispielsweise um Erdöldestillationsbitumen,
Naturasphalte, Polymerbitumen, Teere, Peche, Paraffine, natürliche oder synthetische
Harze und/oder Destillationsrückstände von Fetten und Ölen handeln.
[0032] Um nun das bituminöse Gemisch zu einer Klebeschicht formen zu können, enthält es
zweckmäßigerweise wenigstens ein Fluxmittel, welches die Viskosität des Gemischs soweit
senkt, dass es bei der vorgesehenen Verarbeitungstemperatur fließfähig ist, sich also
wie eine Flüssigkeit verhält. Fluxmittel sind dabei vorzugsweise schwerflüchtige Lösemittel,
insbesondere schwerflüchtige Öle auf Mineralölbasis, Teeröle, pflanzliche und tierische
Fette und Öle, Karbonsäuren, und schwerflüchtige technische Weichmacher aus synthetischen
Polymeren, welche auch nach dem Aushärten des bituminösen Gemischs im bituminösen
Gemisch verbleiben, also nicht ausdunsten. Auch Fluxmittel auf der Basis von pflanzlichen
oder mineralischen Ölen und/oder Harzen können zweckmäßig sein.
[0033] Um nun zu bewirken, dass das bituminöse Gemisch nach der Formung der Klebeschicht
aushärtet, wird dem Gemisch vor der Formung der Klebeschicht zweckmäßigerweise wenigstens
ein Reaktivzusatz zur Erzeugung einer die Viskosität des Gemischs erhöhenden physikalischen
und/oder chemischen Wirkung zugegeben. Dabei kann die Wirkung des Reaktivzusatzes
selbsttätig von den dem Reaktivzusatz oder durch die zusätzliche Zugabe wenigstens
eines Aktivators in Gang gesetzt werden.
[0034] Der Reaktivzusatz kann, gegebenenfalls in Zusammenwirkung mit dem Aktivator, insbesondere
die Wirkung des Fluxmittels vorzugsweise irreversibel aufheben, beispielsweise durch
Vernetzung, Fällung oder durch Bindung an das Basisbindemittel.
[0035] Der Reaktivzusatz kann beispielsweise Chelatkomplexbildner, Säureanhydride, Alkohole,
Karbonsäuren, Fettamine, anorganische Salze, Zemente, Kalk, Gips, Dolomit, Aschen,
Schlacken, Gläser, Kieselgele und/oder Alaune umfassen.
[0036] Der Aktivator kann dabei Wasser, Glykole, Fettalkohole, Tenside, Säuren und Laugen,
Metallsalze, Schwefel, Peroxide, Latex und/oder Kunstharze umfassen.
[0037] Das Bituminöse Gemisch kann darüber hinaus auch weitere Zusätze, Füllstoffe und so
weiter enthalten.
[0038] Auch Fluxmittel auf der Basis von pflanzlichen und/oder mineralischen Ölen und/oder
Harzen können zweckmäßig sein. Verallgemeinert betrachtet können die Fluxmittel aber
auch aus nachwachsenden, das heißt regenerativen Rohstoffen gewonnen werden. Zusätzlich
oder unabhängig hiervon können auch das Basisbindemittel, der Reaktivzusatz und/oder
der Aktivator aus mindestens einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt sein.
[0039] Die Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch weist im Vergleich
zu bekannten Klebern zum Befestigen von Bitumenmatten an Wandungsteilen an Geschirrspülmaschinen
überlegene Hafteigenschaften sowohl an der Bitumenmatte als auch an den üblichen Oberflächenmaterialien
der Wandungsteile von Geschirrspülmaschinen auf. Insbesondere haftet die Klebeschicht
auf Kunststoffteilen, insbesondere auf Teilen, die aus Polypropylen hergestellt sind,
besonders gut. Aber auch auf Teilen aus blankem Metall, insbesondere aus blankem rostfreiem
Edelstahl, ist eine ausreichende und zuverlässige Anhaftung beziehungsweise stoffschlüssig,
das heißt materialinnige Verbindung sichergestellt. Die Haftung an metallischen Wandungsteilen
des Spülbehälters und/oder der Innentür lässt sich gegebenenfalls durch eine Grundierung,
Lackierung oder einen Kunststoffüberzug weiter steigern.
[0040] Aufgrund der guten Hafteigenschaften der Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten
bituminösen Gemisch kann in den allermeisten Fällen auf eine Vorbehandlung der Oberfläche
des Wandungsteils, beispielsweise Aufrauen, Anschleifen, Plasmatieren, Beflammen und
dergleichen, verzichtet werden, was die Herstellung der Geschirrspülmaschine vereinfacht.
Eine Grundierung oder sonstige Vorbehandlung des mit der Bitumenmatte zu belegenden
Bauteils ist oftmals nicht erforderlich, um eine ausreichend zuverlässige Anhaftung
der Klebeschicht an dem Bauteil zu erreichen.
[0041] Im Vergleich zu bekannten Heißklebern, welche typischerweise eine Verarbeitungstemperatur
von beispielsweise 130 °C bis 200 °C erfordern, kann die Klebeschicht aus dem reaktiv
ausgehärteten bituminösen Gemisch bei geeigneter Auswahl der Komponenten ohne Zuführung
von Wärme bei Raumtemperatur hergestellt werden. Hierdurch kann bei der Herstellung
der Geschirrspülmaschine eine signifikante Energieeinsparung erzielt werden. Gleichwohl
kann es sinnvoll sein, bei der Herstellung der Klebeschicht eine Zuführung von Wärme
vorzusehen, um das Aushärten zu Beschleunigen. Dafür sind jedoch im Allgemeinen deutlich
geringere Temperaturen, beispielsweise 60 bis 70 °C, als zum Beispiel bei einer Heißklebeverbindung
ausreichend.
[0042] Darüber hinaus kommt es bei der Aushärtung des Reaktivbitumens selbst nicht zu einer
unzulässig starken exothermen Wärmeentwicklung. Auch ist für den Aushärtevorgang das
Einbringen einer unzulässig hohen Wärmeenergie durch eine externe Wärmequelle vermieden.
[0043] Somit kann durch die Verwendung der Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch beim Befestigen der Bitumenmatte an dem Wandungsteil die thermische Belastung
des zu entdröhnenden und/oder schallzudämmenden Wandungsteils, der vorkonfektionierten
Bitumenmatte und/oder weiterer Bestandteile der Geschirrspülmaschine gering gehalten
oder ganz vermieden werden. Hierdurch können in vielen Fällen weniger temperaturstabile
Bestandteile als bisher genutzt werden, was die Herstellkosten der Geschirrspülmaschine
verringern kann.
[0044] Insbesondere ist es nun möglich, auf ein wärmeempfindliches Kunststoffbauteil, wie
zum Beispiel eine Spülbehälterwandung - wie zum Beispiel die Bodenwanne - aus Kunststoff,
vorzugsweise aus Polypropylen (PP), eine Bitumenmatte einwandfrei aufzubringen, ohne
dass das Kunststoffbauteil in unzulässiger Weise thermisch beansprucht, verformt oder
gar beschädigt wird.
[0045] Gegenüber der Verwendung von bekannten Kaltklebern, welche typischerweise ein flüchtiges
und beim Aushärten ausdunstendes Lösungsmittel enthalten, kann die Verwendung der
Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch umweltfreundlicher
sein.
[0046] Die Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch ist zudem äußerst
langlebig und kann so die Gebrauchsdauer einer Geschirrspülmaschine in den allermeisten
Fällen überdauern.
[0047] Zumindest ein Teil der Mikroporen kann durch Aufschäumen eines Basismaterials der
Klebeschicht, beispielsweise mittels eines schäumenden Additivs, hergestellt sein.
Ebenso kann zumindest ein Teil der Mikroporen durch Einbringen von porösen Festkörpern
in die Klebeschicht hergestellt sein. Geeignet hierzu sind insbesondere Aerogele,
welche hochporös sind.
[0048] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Klebeschicht durch wenigstens
ein an dem Wandungsteil abstehendes Begrenzungselement seitlich begrenzt. Auf diese
Weise kann verhindert werden, dass der jeweils thermisch isolierende Kleber vor dem
vollständigen Aushärten parallel zur Oberfläche des Wandungsteils wegfließt oder gar
von diesem abtropft. Zudem kann so die Kontaktfläche von dem Wandungsteil mit der
Klebeschicht vergrößert werden, so dass die Verbindung von Wandungsteil und Klebeschicht
belastbarer wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Klebeschicht durch das wenigstens
eine abstehende Begrenzungselement teilweise berandet oder vollständig umrandet ist.
Das Begrenzungselement kann insbesondere als Steg ausgebildet sein, dessen Höhe die
Höhe der Klebeschicht überragen kann, wodurch die Bitumenmatte an ihrem Rand gegen
äußere Einwirkungen, beispielsweise bei der Herstellung der Geschirrspülmaschine,
geschützt sein kann.
[0049] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist die jeweilige Bitumenmatte
auf eine dreidimensional strukturierte Fläche des Wandungsteils aufgeklebt. Hierdurch
kann die Kontaktfläche von dem Wandungsteil mit der Klebeschicht weiter vergrößert
werden, so dass die Verbindung von Wandungsteil und Klebeschicht noch belastbarer
wird. Die strukturierte Fläche kann eine Prägung, beispielsweise in Form von Waben,
aufweisen, welche insbesondere dann einfach herstellbar ist, wenn das Wandungsteil
vorzugsweise ein Kunststoffbauteil oder gegebenenfalls auch Blechbauteil ist.
[0050] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die strukturierte Fläche
wenigstens einen Steg und/oder wenigstens eine Rille, oder eine sonstige Erhöhung
und/oder Vertiefung auf. Diese bewirken eine dreidimensional strukturierte Oberfläche
und können insbesondere an Gussteilen, insbesondere Kunststoff-Spritzguss teilen,
in einfacher Weise ausgebildet werden. Es sind also zweckmäßigerweise mechanische
Hilfsmittel, wie zum Beispiel Vertiefungen und/oder Erhöhungen auf der mit dem Klebemittel
zu versehenden Oberfläche des mit der Bitumenmatte zu belegenden Bauteils vorgesehen.
Dies können insbesondere Rippen, Vorsprünge, Stege, Sicken, Rillen, Nuten, Hinterschnitte,
und so weiter sein. Die mit Klebemittel zu beschichtende Oberfläche des mit der Bitumenmatte
zu belegenden Bauteils weist also verallgemeinert ausgedrückt zweckmäßigerweise eine
dreidimensional strukturierte Oberfläche auf.
[0051] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist das Wandungsteil durch eine
Schichtanordnung entdröhnt und/oder schallgedämmt, welche ausschließlich durch die
Bitumenmatte und die jeweilige Klebeschicht gebildet ist. Hierdurch kann eine wirksame
und dauerhafte Entdröhnung und/oder Schalldämmung des Wandungsteils auf einfache Weise
bewirkt werden. Grundsätzlich wäre es aber möglich, mehrere Klebeschichten und Bitumenmatten
stapelartig beziehungsweise übereinander anzuordnen. Auch können auf das jeweilig
zu entdröhnende und/oder schallzudämmenden Bauteil mehrere Bitumenmatten nebeneinander
mit und ohne Abstand zueinander mittels des bituminösen Gemisches aufgeklebt sein.
[0052] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Bitumenmatte eine
maximale Dicke in einem Bereich von 0,8 bis 8 mm, bevorzugt in einem Bereich von 1,2
bis 6 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 1,6 bis 4 mm, auf. In den genannten
Bereichen kann bei geringem Materialeinsatz eine ausreichende Entdröhnung und/oder
Schalldämmung von Wandungsteilen der Geschirrspülmaschine erzielt werden. Dabei kann
die Bitumenmatte eine gleichbleibende Dicke oder eine variable Dicke aufweisen.
[0053] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Klebeschicht eine
maximale Dicke in einem Bereich von 0,1 bis 6 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,2
bis 3 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,4 bis 1,5 mm, auf. In den genannten
Bereichen ist die Klebeschicht hinreichend dick, um auch bei ungewollten Unebenheiten
und/oder bei einer gewollten dreidimensionalen Strukturierung der Oberfläche des Wandungsteils
und/oder der Oberfläche der Bitumenmatte einen vollflächigen Kontakt der Klebeschicht
mit dem Wandungsteil und/oder mit der Bitumenmatte zu erzielen. Hierdurch wird der
Wärmefluss von dem Wandungsteil zur Bitumenmatte signifikant verringert. Zudem wird
eine besonders stabile Anordnung mit besonders guter Entdröhnwirkung erreicht. Dabei
wird gleichzeitig ein überhöhter Materialeinsatz vermieden.
[0054] Die in den abhängigen Ansprüchen wiedergegebenen und/oder vorstehend erläuterten
vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung können einzeln oder in beliebiger Kombination
vorgesehen sein.
[0055] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen sowie deren Vorteile sind nachfolgend anhand
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel eines Spülbehälters mit einer ihm zugeordneten
Tür für eine erfindungsgemäße Haushaltsgeschirrspülmaschine in einer schematischen
räumlichen Ansicht und
- Fig. 2
- eine detailliertere Teildarstellung der Geschirrspülmaschine der Fig. 1, wobei ein
Teil einer Bodenwanne des Spülbehälters und ein Teil einer mittels einer Klebeschicht
aufgeklebten Bitumenmatte dargestellt ist.
[0056] In den folgenden Figuren sind einander entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen
versehen. Dabei sind nur diejenigen Bestandteile einer Geschirrspülmaschine mit Bezugszeichen
versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine weitere
Teile und Baugruppen umfassen kann.
[0057] Die Fig. 1 zeigt einen kastenförmigen Spülbehälter 1 eines Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine. Der Spülbehälter 1 umfasst ein erstes, U-förmiges
Wandungsteil 2, welches eine erste Seitenwand 3, eine zweite Seitenwand 4 und eine
Decke 5 des kastenförmigen Spülbehälters 1 bildet. Ein derartiges erstes Wandungsteil
2 wird auch als Spülbehälterhaube bezeichnet. Ein zweites Wandungsteil 6 des Spülbehälters
1 ist als Rückwand ausgebildet. Ebenso weist der Spülbehälter 1 als drittes Wandungsteil
7 eine Bodenwanne auf. Die Spülbehälterhaube 2 und die Rückwand 6 sind jeweils als
Stanzbiegeteil aus Edelstahlblech ausgebildet. Demgegenüber handelt es sich bei der
Bodenwanne 7 um ein Spritzgussteil aus Kunststoff, insbesondere Polypropylen.
[0058] Um eine offene Seite des Spülbehälters 1 verschließen zu können, ist dem Spülbehälter
1 eine bewegbare Tür 8 zugeordnet, welche als viertes Wandungsteil 9 eine Innentür
aufweist, die ebenfalls ein Stanzbiegeteil aus Edelstahlblech sein kann. Die Tür 8
ist in der Fig. 1 in einer Offen-Stellung gezeigt und kann durch Verschwenken in eine
Geschlossen-Stellung überführt werden, so dass eine geschlossene Spülkammer 10 entsteht,
in der Spülgut, beispielsweise Geschirr, durch Beaufschlagung mit einem Spülwasser
gereinigt werden kann. Die Spülkammer 10 ist dabei durch die Innenseiten der Wandungsteile
2, 6, 7, 9 begrenzt, so dass ein unkontrollierter Austritt von Spülwasser vermieden
ist. Die Anordnung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 ist dabei beispielhaft, wobei auch
andere Anordnungen von Wandungsteilen denkbar sind. Beispielsweise könnte eine Tür
an der Oberseite der Spülkammer 10 vorgesehen sein, so dass die Spülkammer 10 von
oben her beladbar ist. Ebenso könnte die Spülkammer 10 in einem Spülbehälter angeordnet
sein, der als ausziehbare Schublade ausgeführt ist.
[0059] Die den Spülbehälter begrenzenden Wandungsteile 2, 6, 7, 9 sind während der Durchführung
eines Spülgangs an ihrer Innenseite mit umgewälztem Spülwasser, insbesondere mit Sprühstrahlen
aus den Sprühdüsen von in dem Inneren des Spülbehälters angeordneten Sprüheinrichtungen
wie zum Beispiel rotierenden Sprüharmen beaufschlagt, so dass sie jeweils zu Schwingungen
angeregt werden können, welche unerwünschte Geräusche verursachen können. Es ist aber
auch möglich, dass derartige Schwingungen durch nicht gezeigte Aktoren der Geschirrspülmaschine,
wie beispielsweise Pumpen, Gebläse oder Ähnliches, erzeugt werden. Da die Wandungsteile
2, 6, 7, 9 dünnwandig ausgeführt sind, kann sich eine besonders starke Geräuschentwicklung
ergeben.
[0060] Um nun eine störende Geräuschentwicklung zu verhindern oder wenigstens zu verringern,
ist eine Entdröhnung und/oder Schalldämmung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 mittels vorzugsweise
vorkonfektionierter Bitumenmatten 11a bis 11f vorgesehen.
[0061] Die Bitumenmatten 11a bis 11f sind Matten, welche unter Verwendung eines Bindemittels
aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln, wie beispielsweise
Polymerbitumen, Teere, Peche und/oder Destillationsrückstände von Fetten und Ölen,
hergestellt sind. Der Begriff "vorkonfektioniert" bedeutet dabei insbesondere, dass
die jeweilige Bitumenmatte 11a bis 11f zunächst unabhängig von dem Wandungsteil, für
welches sie vorgesehen ist, hier also unabhängig von den Wandungsteilen 2, 6, 7, 9,
als Halbzeug mit definierten Abmessungen gefertigt wird, um sie dann an dem jeweiligen
Wandungsteil 2, 6, 7, 9 befestigen zu können. Eine vorkonfektionierte Bitumenmatte
11a bis 11f kann beispielsweise hergestellt werden, indem ein Stück der gewünschten
Größe aus einer, vorzugsweise planflächigen Basismatte ausgeschnitten oder ausgestanzt
wird.
[0062] Die Entdröhnung und/oder Schalldämmung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 wird nun insbesondere
dadurch erreicht, dass mittels der Bitumenmatten 11a bis 11f jeweils eine zusätzliche
Masse auf das typischerweise dünnwandige Wandungsteil 2, 6, 7, 9, aufgebracht wird,
so dass die Frequenzen der auftretenden Schwingungen kleiner werden, so dass die entstehenden
Geräusche weniger störend sind. Zudem kann durch innere Reibung in den Bitumenmatten
zumindest ein Teil der Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt werden, so dass die
Intensität der erzeugten Geräusche abnimmt. Die Bitumenmatten 11a bis 11f sind zweckmäßigerweise
an von der Spülkammer wegweisenden Oberflächen der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 angebracht,
so dass die Bitumenmatten 11a bis 11f nicht mit Spülwasser beaufschlagt werden.
[0063] Im Ausführungsbeispiel ist eine erste Bitumenmatte 11a zur Entdröhnung und/oder Schalldämmung
der Bodenwanne 7 vorgesehen. Die erste Bitumenmatte 11a weist beispielhaft einen rechteckigen
Umriss und eine kreisförmige Öffnung für einen nur angedeuteten Pumpentopf 12 der
Geschirrspülmaschine auf. Eine zweite rechteckige Bitumenmatte 11 b ist zur Entdröhnung
und/oder Schalldämmung der Innentür 9 und eine dritte rechteckige Bitumenmatte 11c
zur Entdröhnung und/oder Schalldämmung der Rückwand 6 vorgesehen. Die Spülbehälterhaube
2 ist mittels einer vierten Bitumenmatte 11 d, welche in dem Bereich der ersten Seitenwand
3 angeordnet ist, mittels einer fünften Bitumenmatte 11e, welche in dem Bereich der
zweiten Seitenwand 4 angeordnet ist, und mittels einer sechsten Bitumenmatte 11f,
welche in dem Bereich der Decke 5 angeordnet ist, entdröhnt und/oder schallgedämmt.
Die jeweilige Bitumenmatte ist dabei jeweils auf der dem Spülkammerinneren 10 des
Spülbehälters 1 abgewandten Außenoberfläche der jeweiligen Spülbehälterwandung und/oder
der Innentür 9 vollflächig aufsitzend verklebt.
[0064] Die Fig. 2 zeigt beispielhaft eine detailliertere Teildarstellung der Geschirrspülmaschine
der Fig. 1, wobei ein Teil einer Bodenwanne 7 des Spülbehälters 1 und ein Teil einer
mittels einer thermisch isolierenden Klebeschicht 13 aufgeklebten Bitumenmatte 11
a dargestellt ist. Die folgenden Erläuterungen zur Befestigung der Bitumenmatte 11a
mittels der Klebeschicht 13 an der Bodenwanne 7 gelten sinngemäß auch für die Befestigung
der Bitumenmatten 11 b bis 11f an den anderen zu entdröhnenden und/oder zu entdröhnenden
Wandungsteilen 2, 6, 9.
[0065] Erfindungsgemäß ist die Bitumenmatte 11a mittels einer thermisch isolierenden Klebeschicht
13 auf die Unterseite der Bodenwanne 7 aufgeklebt, welche eine geringere Wärmeleitfähigkeit
als die Bitumenmatte 11a aufweist. Hierdurch kann der Energiebedarf zum Beheizen des
Spülwassers während der Durchführung eines Spülgangs signifikant gesenkt werden. Die
energiesparende Wirkung wird dabei dadurch erzielt, dass durch die thermisch isolierende
Klebeschicht 13 während der Durchführung eines Spülgangs ein Wärmetransport aus der
Spülkammer 10 zur Bitumenmatte 11 a verringert werden kann, so dass sich das Spülwasser
schneller erhitzt und somit die jeweils vorgesehene Temperatur schneller erreicht.
[0066] Die thermisch isolierende Klebeschicht 13 dient gleichzeitig zur Befestigung der
Bitumenmatte 11a an der Bodenwanne 7 und weist damit eine Doppelfunktion auf. Im Vergleich
zu Lösungen, bei denen eine Isolierschicht aus einem vorkonfektionierten Schaumstoff
mittels einer ersten herkömmlichen Klebeschicht auf das Wandungsteil aufgeklebt und
eine vorkonfektionierte Bitumenmatte mit einer zweiten herkömmlichen Klebeschicht
auf den Schaumstoff aufgeklebt wird, können zwei Schichten eingespart werden, was
die Herstellung der Geschirrspülmaschine vereinfacht, ohne dass Nachteile im Hinblick
auf die Energieeinsparung zu besorgen wären.
[0067] Weiterhin weist die Klebeschicht 13 Mikroporen 16 auf. Mikroporen 16 sind insbesondere
geschlossene Hohlräume, deren Abmessungen typischerweise im Mikrometerbereich liegen.
Durch Mikroporen 16 kann die Wärmeleitfähigkeit des Materials der Klebeschicht 13
gegenüber einer vollvolumigen Klebeschicht desselben Materials stak reduziert werden,
was zu einer besonders starken Energieeinsparung führen kann.
[0068] Der Anteil der Mikroporen 16 am Volumen der Klebeschicht 13 beträgt wenigstens 80
%, bevorzugt wenigstens 90 %, besonders bevorzugt wenigstens 95 %. Auf diese Weise
ergibt sich eine starke Reduktion der Wärmeleitfähigkeit und folglich des Energiebedarfs.
[0069] Zudem führt die Verringerung der Anzahl von Schichten zu einer engeren Schwingungskopplung
zwischen der Bodenwanne 7 und der Bitumenmatte 11a. Mit anderen Worten wird auf diese
Weise verhindert, dass die Bodenwanne 7 stärker schwingt als die Bitumenmatte 11a.
Auf diese Weise kann das Geräuschverhalten der Geschirrspülmaschine verbessert werden.
[0070] Vorzugsweise beträgt die Wärmeleitfähigkeit der Klebeschicht 13 höchstens 60 %, bevorzugt
höchstens 40 %, besonders bevorzugt höchstens 20 %, der Wärmeleitfähigkeit der Bodenwanne
7. Auf diese Weise kann die Wärmeleitung von der Bodenwanne 7 zur Bitumenmatte 11a
auch bei einer relativ dünn ausgeführten Klebeschicht 13 signifikant verringert und
so eine wesentliche Energieeinsparung erzielt werden.
[0071] Dabei kann die Wärmeleitfähigkeit der Klebeschicht 13 höchstens 0,12 W/mK, bevorzugt
höchstens 0,08 W/mK, besonders bevorzugt höchstens 0,04 W/mK, betragen. Diese Werte,
welche auf eine Temperatur von 20 °C bezogen sind, liegen deutlich unter der Wärmeleitfähigkeit
gängiger Bitumenmatten 11a, welche beispielsweise eine Wärmeleitfähigkeit von 20 W/mK
aufweisen, so dass eine signifikante Energieeinsparung erzielt werden kann.
[0072] Zweckmäßigerweise weist die Klebeschicht 13 ein Elastizitätsmodul von wenigstens
20 N/mm
2, bevorzugt von wenigstens 100 N/mm
2, besonders bevorzugt von wenigstens 500 N/mm
2, auf. Das Elastizitätsmodul ist das Verhältnis einer flächenbezogenen Kraft zur dadurch
bewirkten Längenänderung eines Materials. Das Elastizitätsmodul wird üblicherweise
mit dem Formelzeichen E bezeichnet und wird in Newton pro Quadratmillimeter (N/mm
2) angegeben. Die angegebenen Werte können sich auf bei senkrechtem Druck und bei 20
°C ermittelte Werte beziehen. Durch die vorgesehenen hohen Werte des Elastizitätsmoduls
der Klebeschicht 13 wird verhindert, dass die Bodenwanne 7 schwingungsmäßig von der
Bitumenmatte 11 a entkoppelt wird. Auf diese Weise kann eine besonders gute Entdröhnung
und/oder Schalldämmung der Bodenwanne 7 erreicht werden.
[0073] Vorteilhafterweise besteht die Klebeschicht 13 aus einem Schmelzklebstoff. Schmelzklebstoffe,
auch Heißklebstoffe genannt, sind solche Klebstoffe, welche durch Erhitzen verflüssigt
und in flüssigem Zustand appliziert werden, um beim Abkühlen und beim Erstarren eine
Verbindung herzustellen. Schmelzklebstoffe ergeben eine dauerhaft stabile Verbindung
zwischen der Bodenwanne 7 und der Bitumenmatte 11a, wobei auch eine starke schwingungsmäßige
Kopplung erzielt werden kann. Schmelzklebstoffe können insbesondere auf der Basis
von Polymeren wie beispielsweise Polyamide (PA), Polyethylene (PE), amorphe Polyalphaolefine
(APAO), Ethylenvinylacetat-Copolymere (EVAC), Polyester-Elastomere (TPE-E), Polyurethan-Elastomere
(TPE-U), Copolyamid-Elastomere (TPE-A) und so weiter hergestellt sein. Im Ausführungsbeispiel
ist das Material des Schmelzklebers so ausgewählt, dass dessen Verarbeitungstemperatur
unter der Schmelztemperatur des Kunststoffs der Bodenwanne 7 liegt.
Die Klebeschicht 13 könnte alternativ aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch bestehen.
[0074] Die Klebeschicht 13 ist zweckmäßigerweise durch wenigstens ein an der unteren Oberfläche
der Bodenwanne 7, das heißt auf der dem Spülkammerinneren abgewandten Seite der Bodenwanne,
abstehendes Begrenzungselement 14 seitlich begrenzt. Auf diese Weise kann verhindert
werden, dass der Klebstoff vor dem vollständigen Aushärten parallel zur Außenoberfläche
der Bodenwanne 7 wegfließt oder gar von dieser abtropft. Zudem kann so die gemeinsame
Kontaktfläche der Bodenwanne 7 und der Klebeschicht 13 vergrößert werden, so dass
die Verbindung von Bodenwanne 7 und Klebeschicht 13 belastbarer wird. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die Klebeschicht 13 durch das wenigstens eine abstehende Begrenzungselement
14 teilweise berandet oder vollständig umrandet ist. Das Begrenzungselement 14 kann
insbesondere als Steg 14 ausgebildet sein, dessen Höhe die Höhe der Klebeschicht 13
überragen kann, wodurch die Bitumenmatte 11a an ihrem Rand gegen äußere Einwirkungen,
beispielsweise bei der Herstellung der Geschirrspülmaschine, geschützt sein kann.
[0075] Zweckmäßigerweise ist die Bitumenmatte 11a auf eine dreidimensional strukturierte
Fläche der Bodenwanne 7 aufgeklebt. Hierdurch kann die Kontaktfläche der Bodenwanne
7 mit der Klebeschicht 13 weiter vergrößert werden, so dass die Verbindung von Bodenwanne
7 und Klebeschicht 13 noch belastbarer wird.
[0076] Dabei weist die strukturierte Fläche im Ausführungsbeispiel Stege 15 auf. Die Stege
15 bewirken eine dreidimensionale Strukturierung der Oberfläche und können insbesondere
an Spritzgussteilen, wie beispielsweise der Bodenwanne 7, einfach ausgebildet werden.
Alternativ könnten zur Strukturierung der Oberfläche auch eine oder mehrere Rillen
vorgesehen sein. Verallgemeinernd ausgedrückt können also zweckmäßigerweise ein oder
mehrere Vertiefungen und/oder Erhöhungen beziehungsweise Erhebungen auf der mit der
Bitumenmatte zu belegenden Außenoberfläche des jeweiligen Bauteils, wie zum Beispiel
hier der Unterseite der Bodenwanne, vorgesehen sein.
[0077] Zumindest ein Teil der Mikroporen 16 kann durch Aufschäumen eines Basismaterials
der Klebeschicht 13, beispielsweise mittels eines schäumenden Additivs, hergestellt
sein. Ebenso kann zumindest ein Teil der Mikroporen 16 durch Einbringen von porösen
Festkörpern in die Klebeschicht hergestellt sein. Geeignet hierzu sind insbesondere
Aerogele, welche hochporös sind.
[0078] Vorteilhafterweise ist die Bodenwanne 7 durch eine Schichtanordnung entdröhnt und/oder
schallgedämmt, welche ausschließlich durch die Bitumenmatte 11a und die Klebeschicht
13 gebildet ist. Hierdurch kann eine wirksame und dauerhafte Entdröhnung und/oder
Schalldämmung der Bodenwanne 7 auf einfache Weise bewirkt werden. Grundsätzlich wäre
es aber möglich, mehrere Klebeschichten 13 und Bitumenmatten 11a stapelartig beziehungsweise
übereinander geschichtet außen auf der unterseitigen Oberfläche der Bodenwanne anzuordnen.
[0079] Bevorzugt weist die Bitumenmatte 11a eine maximale Dicke DBM in einem Bereich von
0,8 bis 8 mm, bevorzugt in einem Bereich von 1,2 bis 6 mm, besonders bevorzugt in
einem Bereich von 1,6 bis 4 mm, auf. In den genannten Bereichen kann bei geringem
Materialeinsatz eine ausreichende Entdröhnung und/oder Schalldämmung der Bodenwanne
7 der Geschirrspülmaschine erzielt werden. Dabei kann die Bitumenmatte 11a wie gezeigt
eine gleichbleibende Dicke oder aber eine variable Dicke aufweisen.
[0080] Vorteilhafterweise weist die Klebeschicht 13 eine maximale Dicke DKS in einem Bereich
von 0,1 bis 6 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,2 bis 3 mm, besonders bevorzugt
in einem Bereich von 0,4 bis 1,5 mm, auf. In den genannten Bereichen ist die Klebeschicht
13 hinreichend dick, um auch bei ungewollten Unebenheiten und/oder bei einer gewollten
dreidimensionalen Strukturierung der Oberfläche der Bodenwanne 7 und/oder der Oberfläche
der Bitumenmatte 11a einen vollflächigen Kontakt der Klebeschicht 13 mit der Bodenwanne
7 und/oder mit der Bitumenmatte 11a zu erzielen. Hierdurch wird eine besonders stabile
Anordnung mit besonders guter Entdröhnwirkung erreicht. Zudem wird eine wesentliche
Verringerung des Wärmestroms von der Spülkammer 10 zur Bitumenmatte 11a erreicht.
Dabei wird gleichzeitig ein überhöhter Materialeinsatz vermieden.
[0081] Die Klebeschicht 13 könnte alternativ nach einer bevorzugten Ausführungsvariante
aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch bestehen, dessen Wärmeleitfähigkeit
durch die Mikroporen 16 in erfindungsgemäßer Weise eingestellt ist. Die Mikroporen
16 können dabei durch aufschäumende Zusätze in dem bituminösen Gemisch gebildet werden.
[0082] Reaktiv aushärtbare bituminöse Gemische umfassen dabei zweckmäßigerweise wenigstens
ein Basisbindemittel aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln,
welches bei einer vorgesehenen Verarbeitungstemperatur eine derart hohe Viskosität
aufweist, dass es sich nahezu wie ein Festkörper verhält.
[0083] Bei dem Basisbindemittel kann es sich beispielsweise um Erdöldestillationsbitumen,
Naturasphalte, Polymerbitumen, Teere, Peche, Paraffine, natürliche oder synthetische
Harze und/oder Destillationsrückstände von Fetten und Ölen handeln.
[0084] Um nun das bituminöse Gemisch zu einer Klebeschicht 13 formen zu können, enthält
es zweckmäßigerweise wenigstens ein Fluxmittel, welches die Viskosität des Gemischs
soweit senkt, dass es bei der vorgesehenen Verarbeitungstemperatur fließfähig ist,
sich also wie eine Flüssigkeit verhält. Fluxmittel sind dabei vorzugsweise schwerflüchtige
Lösemittel, insbesondere schwerflüchtige Öle auf Mineralölbasis, Teeröle, pflanzliche
und tierische Fette und Öle, Karbonsäuren, und schwerflüchtige technische Weichmacher
aus synthetischen Polymeren, welche auch nach dem Aushärten des bituminösen Gemischs
in dem bituminösen Gemisch verbleiben, also nicht ausdunsten.
[0085] Um nun zu bewirken, dass das bituminöse Gemisch nach der Formung der Klebeschicht
13 aushärtet, wird dem Gemisch vor der Formung der Klebeschicht zweckmäßigerweise
wenigstens ein Reaktivzusatz zur Erzeugung einer die Viskosität des Gemischs erhöhenden
physikalischen und/oder chemischen Wirkung zugegeben. Dabei kann die Wirkung des Reaktivzusatzes
selbsttätig von dem Reaktivzusatz oder durch die zusätzliche Zugabe wenigstens eines
Aktivators in Gang gesetzt werden.
[0086] Der Reaktivzusatz kann, gegebenenfalls in Zusammenwirkung mit dem Aktivator, insbesondere
die Wirkung des Fluxmittels vorzugsweise irreversibel aufheben, beispielsweise durch
Vernetzung, Fällung oder durch Bindung an das Basisbindemittel.
[0087] Der Reaktivzusatz kann beispielsweise Chelatkomplexbildner, Säureanhydride, Alkohole,
Karbonsäuren, Fettamine, anorganische Salze, Zemente, Kalk, Gips, Dolomit, Aschen,
Schlacken, Gläser, Kieselgele und/oder Alaune umfassen.
[0088] Der Aktivator kann dabei insbesondere Wasser, Glykole, Fettalkohole, Tenside, Säuren
und Laugen, Metallsalze, Schwefel, Peroxide, Latex und/oder Kunstharze umfassen.
[0089] Weiterhin kann es gegebenenfalls zweckmäßig sein, wenn für das Basisbindemittel,
das Fluxmittel, den Reaktivzusatz und/oder den Aktivator regenerative, das heißt nachwachsende
Rohstoffe, insbesondere pflanzliche oder mineralische Rohstoffe, gewählt sind.
[0090] Die Klebeschicht 13 aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch weist im Vergleich
zu bekannten Klebern zum Befestigen von Bitumenmatten 11a-11f an Wandungsteilen 2,
6, 7, 9 an Geschirrspülmaschinen überlegene Hafteigenschaften sowohl an der Bitumenmatte
11a-11f als auch an den üblichen Oberflächenmaterialien der Wandungsteile 2, 6, 7,
9 von Geschirrspülmaschinen auf. Insbesondere haftet die Klebeschicht auf dem Wandungsteil
7 aus Kunststoff, insbesondere der Kunststoff-Bodenwanne des Spülbehälters, besonders
gut. Als Kunststoff kann insbesondere Polypropylen gewählt sein. Aber auch auf Wandungsteilen
2, 6, 9 aus blankem Metall, insbesondere aus blankem rostfreien Edelstahl, kann eine
ausreichend feste Adhäsionshaftung der Bitumenmatte an dem jeweilig zu belegenden
Wandungsteil sichergestellt werden.
[0091] Aufgrund der guten Hafteigenschaften der Klebeschicht 13 aus dem reaktiv ausgehärteten
bituminösen Gemisch kann in den allermeisten Fällen auf eine Vorbehandlung der Oberfläche
des Wandungsteils, beispielsweise Aufrauen, Plasmatieren, Beflammen und dergleichen,
verzichtet werden, was die Herstellung der Geschirrspülmaschine vereinfacht.
[0092] Im Vergleich zu bekannten Heißklebern, welche typischerweise eine Verarbeitungstemperatur
von beispielsweise 130 °C bis 200 °C erfordern, kann die Klebeschicht 13 aus dem reaktiv
ausgehärteten bituminösen Gemisch bei geeigneter Auswahl der Komponenten ohne Zuführung
von Wärme bei Raumtemperatur, das heißt im Wesentlichen "kalt", hergestellt werden.
Hierdurch kann bei der Herstellung der Geschirrspülmaschine eine signifikante Energieeinsparung
erzielt werden. Dies ist insbesondere bei hitzeempfindlichen Kunststoffbauteilen vorteilhaft,
die jeweils mit ein oder mehreren Bitumenmatten belegt werden, weil eine unzulässige
thermische Beanspruchung, thermische Verformung oder gar Aufschmelzen des Kunststoffmaterials
des jeweiligen Bauteils in unzulässiger Weise vermieden ist. Gleichwohl kann es sinnvoll
sein, bei der Herstellung der Klebeschicht eine Zuführung von Wärme vorzusehen, um
das Aushärten zu Beschleunigen. Dafür sind jedoch im Allgemeinen deutlich geringere
Temperaturen, beispielsweise 60 bis 70 °C, ausreichend.
[0093] Zudem kann durch die Verwendung der Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch beim Befestigen der Bitumenmatte 11a-11f an dem Wandungsteil 2, 6, 7, 9 die
thermische Belastung des zu entdröhnenden und/oder schallzudämmenden Wandungsteils
2, 6, 7, 9, der vorkonfektionierten Bitumenmatte 11 a-11f und/oder weiterer Bestandteile
der Geschirrspülmaschine gering gehalten werden. Hierdurch können in vielen Fällen
weniger temperaturstabile Bestandteile als bisher genutzt werden, was die Herstellkosten
der Geschirrspülmaschine verringern kann.
[0094] Gegenüber der Verwendung von bekannten Kaltklebern, welche typischerweise ein flüchtiges
und beim Aushärten ausdunstendes Lösungsmittel enthalten, kann die Verwendung der
Klebeschicht 13 aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch umweltfreundlicher
sein.
[0095] Die Klebeschicht 13 aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch ist zudem äußerst
langlebig und kann so die Gebrauchsdauer einer Geschirrspülmaschine in den allermeisten
Fällen überdauern.
[0096] In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine
werden die Entdröhnfolien beziehungsweise Bitumenmatten über einen Hotmeltkleber auf
die Edelstahlstruktur des Spülbehälters aufgeklebt. Dabei ist die Klebeschicht zweckmäßigerweise
wärmeisolierend ausgerüstet. Durch Additive in dem Kleber, wie Aerogele oder aufschäumende
Materialien, kann der Wärmefluss in die Bitumenfolie unterbrochen werden.
[0097] Hierdurch kann eine Energieeinsparung und dadurch ein CO
2-Reduzierung erreicht werden.
[0098] Durch die thermisch isolierend oder sperrend ausgebildete Klebeschicht kann eine
verbesserte thermische Entkopplung der jeweiligen Bitumenmatte von dem jeweilig zugeordneten
Wandungsteil und/oder der Türinnenwandung sichergestellt werden. Dadurch kann weniger
Wärmeenergie aus dem Inneren des Spülbehälters beim jeweiligen Aufheizgang eines Teilprogrammschritts
eines gewählten Geschirrspülprogramms, wie zum Beispiel beim Reinigungsgang oder beim
Klarspülgang, in die jeweilige Bitumenmatte transportiert und dort in deren Speichermasse
gespeichert werden, das heißt es wird dem Spülbehälter weniger Wärmeenergie als zuvor
bei der herkömmlichen Aufklebung der Bitumenmatte mittels Heißklebers entzogen. Durch
die thermisch isolierende Klebeschicht kann die Energieeffizienz einer erfindungsgemäß
konstruierten Geschirrspülmaschine verbessert werden. Gleichzeitig ist es durch die
thermisch isolierend ausgebildete Klebeschicht gegebenenfalls sogar ermöglicht, die
Flächengewichte und die Volumina der Bitumenmatten pro Geschirrspülmaschine zur Verbesserung
der Entdröhnung des Spülbehälters beziehungsweise allgemein ausgedrückt der Schalldämmung
der Geschirrspülmaschine ausreichend groß zu wählen, obwohl die Bitumenmatten, das
heißt Schwerschichten, selbst als Wärmespeichermedium wirken.
Bezugszeichenliste
[0099]
- 1
- Spülbehälter
- 2
- Erstes Wandungsteil; Spülbehälterhaube
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Decke
- 6
- Zweites Wandungsteil; Rückwand
- 7
- Drittes Wandungsteil; Bodenwanne
- 8
- Tür
- 9
- Viertes Wandungsteil; Innentür
- 10
- Spülkammer
- 11
- Bitumenmatte
- 12
- Pumpentopf
- 13
- Klebeschicht
- 14
- Begrenzungselement
- 15
- Steg
- 16
- Mikroporen
- DBM
- Maximale Dicke der Bitumenmatte
- DKS
- Maximale Dicke der Klebeschicht
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit wenigstens einem
Wandungsteil (2, 6, 7, 9) zum Begrenzen einer Spülkammer (10), welches mit wenigstens
einer Bitumenmatte (11a bis 11f) zur Entdröhnung und/oder Schalldämmung des Wandungsteils
(2, 6, 7, 9) versehen ist, wobei die Bitumenmatte (11a bis 11f) mittels mindestens
einer, insbesondere lediglich genau einer, thermisch isolierenden Klebeschicht (13)
auf das Wandungsteil (2, 6, 7, 9) aufgeklebt ist, welche eine geringere Wärmeleitfähigkeit
als die Bitumenmatte (11a bis 11f) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) Mikroporen (16) aufweist und dass der Anteil der Mikroporen
(16) am Volumen der Klebeschicht (13) wenigstens 80 %, bevorzugt wenigstens 90 %,
besonders bevorzugt wenigstens 95 %, beträgt.
2. Geschirrspülmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleitfähigkeit der Klebeschicht (13) höchstens 60 %, bevorzugt höchstens
40 %, besonders bevorzugt höchstens 20 %, der Wärmeleitfähigkeit des Wandungsteils
(2, 6, 7, 9) beträgt.
3. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleitfähigkeit der Klebeschicht (13) höchstens 0,12 W/mK, bevorzugt höchstens
0,08 W/mK, besonders bevorzugt höchstens 0,04 W/mK, beträgt.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) ein Elastizitätsmodul von wenigstens 20 N/mm2, bevorzugt von wenigstens 100 N/mm2, besonders bevorzugt von wenigstens 500 N/mm2, aufweist.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) aus einem Schmelzklebstoff besteht.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch besteht.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) durch wenigstens ein an dem Wandungsteil (2, 6, 7, 9) abstehendes
Begrenzungselement (14) seitlich begrenzt ist.
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bitumenmatte (11a bis 11f) auf eine dreidimensional strukturierte Fläche des
Wandungsteils (2, 6, 7, 9) aufgeklebt ist.
9. Geschirrspülmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Fläche wenigstens einen Steg (15) und/oder wenigstens eine Rille
aufweist.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandungsteil (2, 6, 7, 9) durch eine Schichtanordnung (11a bis 11f, 13) entdröhnt
und/oder schallgedämmt ist, welche ausschließlich durch die Bitumenmatte (11a bis
11f) und die Klebeschicht (13) gebildet ist.
11. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bitumenmatte (11a bis 11f) eine maximale Dicke (DBM) in einem Bereich von 0,8
bis 8 mm, bevorzugt in einem Bereich von 1,2 bis 6 mm, besonders bevorzugt in einem
Bereich von 1,6 bis 4 mm, aufweist.
12. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) eine maximale Dicke (DKS) in einem Bereich von 0,1 bis 6 mm,
bevorzugt in einem Bereich von 0,2 bis 3 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich
von 0,4 bis 1,5 mm, aufweist.
1. Dishwasher, in particular domestic dishwasher, having at least one wall section (2,
6, 7, 9) for delimiting a washing chamber (10), which is provided with at least one
bitumen pad (11a to 11f) for muffling and/or sound-proofing the wall section (2, 6,
7, 9), wherein the bitumen pad (11a to 11f) is glued to the wall section (2, 6, 7,
9) by means of at least one, in particular purely precisely one, thermally insulating
adhesive layer (13), which wall section has a lower heat conductivity than the bitumen
pad (11a to 11f), characterised in that the adhesive layer (13) has micropores (16) and that the portion of the micropores
(16) in the volume of the adhesive layer (13) amounts to at least 80%, preferably
at least 90%, particularly preferably at least 95%.
2. Dishwasher according to the preceding claim, characterised in that the heat conductivity of the adhesive layer (13) amounts at most to 60%, preferably
at most to 40%, particularly preferably at most to 20% of the heat conductivity of
the wall section (2, 6, 7, 9).
3. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the heat conductivity of the adhesive layer (13) amounts at most to 0.12 W/mK, preferably
at most to 0.08 W/mK, particularly preferably at most to 0.04 W/mK.
4. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) has an elasticity module of at least 20 N/mm2, preferably of at least 100 N/mm2, particularly preferably of at least 500 N/mm2.
5. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) consists of a hot melt adhesive.
6. Dishwasher according to one of claims 1 to 4, characterised in that the adhesive layer (13) consists of a reactively cured bituminous compound.
7. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) is laterally delimited by at least one delimiting element
(14) projecting onto the wall section (2, 6, 7, 9).
8. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the bitumen pad (11a to 11f) is glued to a three-dimensionally structured surface
of the wall section (2, 6, 7,9).
9. Dishwasher according to the preceding claim, characterised in that the structured surface has at least one web (15) and/or at least one groove.
10. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the wall section (2, 6, 7, 9) is muffled and/or soundproofed by a slice arrangement
(11a to 11f, 13), which is formed exclusively by the bitumen pad (11a to 11f) and
the adhesive layer (13).
11. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the bitumen pad (*11a to 11f) has a maximum thickness (DBM) in a range of 0.8 to
8 mm, preferably in a range of 1.2 to 6 mm, particularly preferably in a range of
1.6 to 4 mm.
12. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) has a maximum thickness (DKS) in a range of 0.1 to 6 mm,
preferably in a range of 0.2 to 3 mm, particularly preferably in a range of 0.4 to
1.5 mm.
1. Lave-vaisselle, notamment lave-vaisselle à usage domestique, comprenant au moins une
partie en parois (2, 6, 7, 9) destinée à délimiter une chambre de lavage (10), laquelle
partie en parois est munie d'au moins une nappe en bitume (11a à 11f) pour l'insonorisation
et/ou l'isolation acoustique de la partie en parois (2, 6, 7, 9), la nappe en bitume
(11a à 11f) étant collée sur la partie en parois (2, 6, 7, 9) au moyen d'au moins
une, notamment uniquement au moyen exactement d'une couche de colle (13) thermiquement
isolante, laquelle présente une conductibilité thermique plus basse que la natte en
bitume (11 a à 11f), caractérisé en ce que la couche de colle (13) présente des micropores (16) et en ce que la proportion des micropores (16) par rapport au volume de la couche de colle (13)
est d'au moins 80%, de préférence d'au moins 90%, de manière particulièrement préférée
d'au moins 95%.
2. Lave-vaisselle selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la conductibilité thermique de la couche de colle (13) est de maximum 60%, de préférence
de maximum 40%, de manière particulièrement préférée de maximum 20% de la conductibilité
thermique de la partie en parois (2, 6, 7, 9).
3. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la conductibilité thermique de la couche de colle (13) est de maximum 0,12 W/mK,
de préférence de maximum 0,08 W/mK, de manière particulièrement préférée de maximum
0,04 W/mK.
4. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de colle (13) présente un module d'élasticité d'au moins 20 N/mm2, de préférence d'au moins 100 N/mm2, de manière particulièrement préférée d'au moins 500 N/mm2.
5. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de colle (13) est constituée d'une colle fusible.
6. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche de colle (13) est constituée d'un mélange bitumineux durci de manière réactive.
7. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de colle (13) est latéralement délimitée par au moins un élément de délimitation
(14) faisant saillie sur la partie en parois (2, 6, 7, 9).
8. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la natte en bitume (11a à 11f) est collée sur une surface, structurée en trois dimensions,
de la partie en parois (2, 6, 7, 9).
9. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface structurée présente au moins une nervure (15) et/ou au moins une rainure.
10. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie en parois (2, 6, 7, 9) est insonorisée et/ou acoustiquement isolée par
un agencement de couches (11 a à 11f, 13), lequel est exclusivement formé par la nappe
en bitume (11a à 11f) et la couche de colle (13).
11. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la nappe en bitume (11a à 11f) présente une épaisseur maximale (DBM) située dans
une plage de 0,8 à 8 mm, de préférence dans une plage de 1,2 à 6 mm, de manière particulièrement
préférée dans une plage de 1,6 à 4 mm.
12. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de colle (13) présente une épaisseur maximale (DKS) située dans une plage
de 0,1 à 6 mm, de préférence dans une plage de 0,2 à 3 mm, de manière particulièrement
préférée dans une plage de 0,4 à 1,5 mm.