[0001] Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung zum Rekonstruieren oder zum Mischen
einer aus zumindest zwei Komponenten zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Rekonstruieren oder zum Mischen
einer aus zumindest zwei Komponenten zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit.
[0002] Eine derartige Mischvorrichtung weist einen ersten Anschluss zum Anschließen eines
eine erste Komponente enthaltenen, ersten Containers und einen zweiten Anschluss zum
Anschließen eines eine zweite Komponente enthaltenen, zweiten Containers auf. Über
die Anschlüsse können die in dem ersten und zweiten Container enthaltenen Komponenten
zum Mischen oder Rekonstruieren einander zugeführt werden, wobei Verschlussmittel
zum wahlweisen Verschließen oder Öffnen zumindest eines der Anschlüsse vorgesehen
sind, über die diese Zuführung der Komponenten gesteuert werden kann.
[0003] Bei der über die Mischvorrichtung zu mischenden oder zu rekonstruierenden medizinischen
Flüssigkeit kann es sich um ein in flüssiger Form vorliegendes Medikament oder eine
andere Flüssigkeit, beispielsweise ein Nahrungsergänzungsmittel, handeln. Die medizinische
Flüssigkeit kann beispielsweise aus zumindest zwei vorab separat in flüssiger Form
vorliegenden Komponenten zusammengesetzt, also gemischt werden, oder die medizinische
Flüssigkeit wird beispielsweise aus eher Komponente, die in lyophilisierter (gefriergetrockneter)
Form als Pulver vorliegt, durch Zufügen einer weiteren Komponente, die als Lösungsmittel
in flüssiger Form vorliegt und zum Lösen dieser lyophilisierten Komponente dient,
hergestellt. Letzteres wird als Rekonstruieren bezeichnet.
[0004] Medikamente werden heutzutage insbesondere in einer Krankenhausumgebung typischerweise
in sogenannten Violen (engl. Vial) bereitgestellt, in denen die Medikamente in einer
sterilen Weise gelagert sind. Eine Viole ist hierbei über einen sterilen Verschlussdeckel
verschlossen, der zur Verabreichung typischerweise von einer Kanüle durchstochen wird,
um das in der Viole, befindliche Medikament zu entnehmen und einem Patienten zu verabreichen.
Aufgrund der erforderlichen Schritte von der Entnahme des Medikaments aus der Viole
bis hin zur Verabreichung des Medikaments an einen Patienten besteht grundlegend das
Risiko einer Verunreinigung des Medikaments, die gefährlich für einen Patienten sein
und im schlimmsten Fall sogar zum Tode des Patienten führen kann.
[0005] Liegt das Medikament vor Verabreichung in lyophilisierter oder konzentrierter Form
vor, so ist zudem erforderlich, dem Medikament eine Lösung zum Rekonstruieren oder
Verdünnen hinzuzufügen, um eine Medikamentenlösung zu erhalten, die dem Patienten
verabreicht werden kann. Die hierfür erforderlichen Schritte zum Mischen oder zur
Rekonstruktion erhöhen das Risiko für Verunreinigungen weiter.
[0006] Aus der
WO 2009/038887 A1 ist eine Mischvorrichtung zum Rekonstruieren oder zum Mischen einer medizinischen
Flüssigkeit bekannt, bei der ein Container in Form einer Viole über eine Anschlussanordnung
mit einem weiteren Container in Form eines flexiblen Beutels verbunden wird. In der
Viole kann eine Medikamentenkomponente als Flüssigkeit, Gel oder Pulver (in beispielsweise
lyophilisierter Form) bereitgestellt werden, die über die Anschlussariordnurig mit
einer Lösung in dem weiteren Container zum Mischen oder Rekonstruieren einer medizinischen
Flüssigkeit in Form eines Medikaments zusammengeführt werden kann. Über eine Entnahmevorrichtung
kann die hergestellte medizinische Flüssigkeit aus dem weiteren Container in Form
des flexiblen Beutels entnommen werden, um einem Patienten verabreicht zu werden.
[0007] Die Mischvorrichtung der
WO 2009/038887 A1 1 ist in ihrem Aufbau vergleichsweise kompliziert und zudem auf das Zusammenführen
zweier Komponenten beschränkt. Soll eine aus zwei Komponenten hergestellte medizinische
Lösung beispielsweise einer Kochsalzlösung zur Verabreichung an einen Patienten zugegeben
werden, so ist dies mit der Vorrichtung der
WO 2009/038887 A1 nicht ohne weiteres möglich und erfordert weitere Mischvorgänge.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Mischvorrichtung und ein Verfahren
zum Rekonstruieren oder zum Mischen einer aus zumindest zwei Komponenten zusammengesetzten
medizinischen Flüssigkeit bereitzustellen, mit denen der Rekonstruktions- oder Mischvorgang
der zwei Komponenten zum Herstellen der medizinischen Flüssigkeit innerhalb eines
geschlossenen, sterilen Systems unter Verwendung einer einfach aufgebauten, einfach
zu handhabenden und kostengünstig herzustellenden Mischvorrichtung durchgeführt werden
kann.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 8
gelöst.
[0011] Demnach ist bei einer Mischvorrichtung ein dritter Anschluss zum Anschließen eines
Fördermittels zum Fördern zumindest einer von erster und zweiter Komponente und ein
vierter Anschluss zum Anschließen eines dritten Containers zum Aufnehmen einer aus
der ersten Komponente und der zweiten Komponente rekonstruierten oder gemischten medizinischen
Flüssigkeit vorgesehen.
[0012] Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedanken aus, eine Mischvorrichtung bereitzustellen,
bei der an mehrere unterschiedliche Anschlüssen mehrere unterschiedliche Container
mit unterschiedlichen Komponenten einer herzustellenden medizinischen Flüssigkeit
angeschlossen werden können. An einem ersten Anschluss der Mischvorrichtung ist hierbei
ein erster Container mit einer ersten Komponente der herzustellenden medizinischen
Flüssigkeit, an einen zweiten Anschluss ein zweiter Container mit einer zweiten Komponente
der herzustellenden medizinischen Flüssigkeit und an einen dritten Anschluss ein dritter
Container zur Aufnahme der fertig rekonstruierten oder gemischten medizinischen Flüssigkeit
angeschlossen. Zum Steuern des Rekonstruktions- oder Mischvorgangs sind Verschlussmittel
vorgesehen, über die einer oder mehrere der Anschlüsse wahlweise geöffnet oder verschlossen
werden können, um die in dem ersten Container und dem zweiten Container enthaltenen
Komponenten zum Rekonstruieren oder zum Mischen der medizinischen Flüssigkeit einander
zuzuführen. Um den Rekonstruktions- oder Mischvorgang dabei in Gang zu setzen und
anzutreiben, ist zudem ein Fördermittel vorgesehen, das dazu dient, die erste und/oder
die zweite Komponente aus dem ersten und/oder dem zweiten Container zu fördern, die
Komponenten einander zuzuführen und die so hergestellte medizinische Flüssigkeit an
den dritten Container abzugeben.
[0013] In dem dritten Container kann beispielsweise vorab auch eine weitere Lösung, beispielsweise
eine Kochsalzlösung, angeordnet sein, der die aus den Komponenten hergestellte medizinische
Flüssigkeit zugegeben wird, um zusammen mit der Lösung einem Patienten verabreicht
zu werden.
[0014] Der erste Anschluss und der zweite Anschluss der Mischvorrichtung können jeweils
mit einer Leitung der Mischvorrichtung verbunden sein, die den dritten Anschluss und
den vierten Anschluss nach Art eines (starren) Rohres oder (flexiblen) Schlauchs miteinander
verbindet. Die Verbindung des ersten Anschlusses und des zweiten Anschlusses mit der
Leitung kann dabei jeweils an einer Verbindungsstelle hergestellt werden, die nach
Art eines T-Stücks ausgestaltet ist.
[0015] Die Verschlussmlttel sind in diesem Fall vorteilhafterweise als Mehrwege-Hähne ausgebildet
sein, wobei ein erster Mehrwege-Hahn an der Verbindungsstelle zwischen dem ersten
Anschluss und der Leitung und ein zweiter Mehrwege-Hahn an der Verbindungsstelle zwischen
dem zweiten Anschluss und der Leitung angeordnet ist.
[0016] Die Mehrwege-Hähne dienen zum wahlweisen Verschließen oder Öffnen des ersten und/oder
des zweiten Anschlusses, um die erste Komponente über den ersten Anschluss aus dem
ersten Container und/oder die zweite Komponente über den zweiten Anschluss aus dem
zweiten Container zu fördern und die Komponenten zum Mischen oder Rekonstruieren einander
zuzuführen. Jeder Mehrwege-Hahn kann hierbei mehrere Stellungen einnehmen, wobei
- in einer ersten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle verschlossen ist,
- in einer zweiten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle für einen Durchfluss von
dem jeweils zugeordneten ersten oder zweiten Anschluss über die Leitung hin zu dem
dritten Anschluss geöffnet ist und
- in einer dritten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle für einen Durchfluss durch
die Leitung zwischen dem dritten und dem vierten Anschluss geöffnet ist.
[0017] Mittels der die Verschlussmittel ausbildenden Mehrwege-Hähne wird somit der Rekonstruktions-
oder Mischvorgang gesteuert, wobei unter Verwendung des Fördermittels, das beispielsweise
als medizinische Spritze ausgestaltet sein kann und mit dem dritten Anschluss der
Mischvorrichtung verbunden ist, bei geeigneter Stellung eines jeden Mehrwege-Hahns
die erste Komponente über den ersten Anschluss aus dem ersten Container und/oder die
zweite Komponente über den zweiten Anschluss aus dem zweiten Container gesogen oder
zurück in einen Container gedrückt werden kann, um die beiden Komponenten zum Zwecke
der Rekonstruktion oder Mischung einander zuzuführen und die medizinische Flüssigkeit
zu erhalten.
[0018] Die Mehrwege-Hähne können insbesondere als Dreiwege-Hähne mit drei unterschiedlichen
Stellungen ausgebildet sein.
[0019] Ein konkreter Ablauf eines Verfahrens zum Rekonstruieren oder Mischen einer medizinischen
Flüssigkeit unter Verwendung einer solchen, hier beschriebenen Mischvorrichtung soll
an späterer Stelle noch erläutert werden.
[0020] Der erste Container und der zweite Container sind vorteilhafterweise jeweils als
Viole ausgestaltet und über eine einen Dorn aufweisende Anschlusskappe mit dem ersten
Anschluss oder dem zweiten Anschluss der Mischvorrichtung verbunden, um die darin
enthaltenen Komponenten der medizinischen Flüssigkeit miteinander zu mischen oder
die eine, beispielsweise in lyophilisierter Form vorliegende Komponente unter Verwendung
der anderen, beispielsweise ein geeignetes Lösungsmittel darstellenden Komponente
zu rekonstruieren.
[0021] Um die Verbindung des ersten Containers mit dem ersten Anschluss und/oder des zweiten
Containers mit dem zweiten Anschluss jeweils über eine Anschlusskappe zu sichern,
ist zusätzlich ein Sicherungsring vorgesehen, der bei angeschlossenem Container an
die Anschlusskappe zum Sichern der Verbindung zwischen dem Container und der Anschlusskappe
angesetzt wird. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Anschlusskappe
einen zugeordneten, daran angeordneten Container mit geeigneten Rastelementen umgreift
und dadurch formschlüssig hält und der Sicherungsring über diese Rastelemente der
Anschlusskappe geschoben wird, um auf diese Weise zu verhindern, dass die Rastelemente
außer Eingriff mit dem zugeordneten Container gelangen können.
[0022] Der Sicherungsring kann hierbei Bestandteil der Anschlusskappe sein. Der Sicherungsring
liegt in diesem Fall nicht lose und getrennt von der Anschlusskappe vor, sondern ist
in einer Parkposition, in der er noch nicht sichernd an die Rastelemente der Anschlusskappe
angesetzt ist, bereits an der Anschlusskappe angebracht, um aus dieser Parkposition
dann in seine Sicherungsposition geschoben zu werden, in der er die Rastelemente der
Anschlusskappe sichernd umgreift.
[0023] Die Anschlusskappe kann fest und unlösbar mit dem ersten Anschluss oder dem zweiten
Anschluss verbunden sein, und auch das Fördermittel kann fest und unlösbar mit dem
zugeordneten dritten Anschluss verbunden sein. Auf diese Weise sind die Anschlusskappe
und das Fördermittel bereits vormontiert und Bestandteil der Mischvorrichtung, die
mit angeschlossener Anschlusskappe und angeschlossenem Fördermittel (z.B. in Form
einer medizinischen Spitze) ausgeliefert werden kann.
[0024] Der dritte Container, der zur Aufnahme der aus der ersten Komponente und der zweiten
Komponente gemischten oder rekonstruierten medizinischen Flüssigkeit ausgebildet ist,
kann vorteilhaftemieise als flexibler Beutel ausgestaltet sein, wobei in diesem flexiblen
Beutel auch bereits eine Flüssigkeit, beispielsweise eine Kochsalzlösung oder dergleichen,
enthalten sein kann, der die aus den beiden Komponenten des ersten und zweiten Containers
hergestellte medizinische Flüssigkeit zugeführt wird.
[0025] Vorteilhafterweise ist die Mischvorrichtung ausgestaltet, bei angeschlossenen Containern
und bei angeschlossenem Fördermittel (beispielsweise in Form einer medizinischen Spritze)
ein geschlossenes, gegen Verunreinigungen von außen, steriles System auszubilden.
Diesem liegt der Gedanke zugrunde, mittels der Mischvorrichtung das Rekonstruieren
oder Mischen der herzustellenden medizinischen Flüssigkeit in einem System durchzuführen,
auf das nach dem Anschließen der einzelnen Container und nach dem Anschließen des
Fördermittels nicht mehr in einer die Gefahr von Verunreinigung bedingenden Weise
zugegriffen werden muss. Das Rekonstruieren oder das Mischen durch Zusammenführen
der in den einzelnen Containern enthaltenen Komponenten der medizinischen Flüssigkeit
wird so zwar von außen gesteuert; die in der Mischvorrichtung geförderten Komponenten
gelangen dabei aber nicht in Kontakt mit der äußeren Umgebung und strömen vollständig
innerhalb des geschlossenen Systems der Mischvorrichtung. Am Ende des Rekonstruktions-
oder Mischvorgangs ist die hergestellte medizinische Flüssigkeit in dem dritten Container
enthalten und kann über eine geeignete Entnahmevorrichtung von diesem dritten Container
zum Zwecke der Verabreichung an einen Patienten entnommen werden.
[0026] Das Rekonstruieren oder das Mischen der medizinischen Flüssigkeit kann unter Verwendung
der Mischvorrichtung beispielsweise, z.B. im Rahmen eines Krankenhauses oder einer
anderen medizinischen Versorgungseinrichtung, in einer Apotheke durchgeführt werden,
in der die Container und das Fördermittel an die Mischvorrichtung angeschlossen werden
und die Mischvorrichtung zum Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen Flüssigkeit
betätigt wird. Mit der rekonstruierten oder gemischten medizinischen Flüssigkeit wird
das System, also die Mischvorrichtung mit daran angeschlossenen Containern und angeschlossenem
Fördermittel, dann ausgeliefert und an den Ort gebracht, an dem die medizinische Flüssigkeit
einem Patienten verabreicht werden soll.
[0027] Alternativ ist auch möglich, zwar in einer Apotheke bereits die Container und das
Fördermittel an die Mischvorrichtung anzuschließen und so das geschlossene System
zu schaffen, den eigentlichen Rekonstruktions- oder Mischvorgang jedoch erst am Orte
der Verabreichung an einen Patienten durchzuführen, das System also mit zunächst noch
nicht rekonstruierten bzw. gemischten Komponenten auszuliefern.
[0028] Um das Ausliefern des aus der Mischvorrichtung und den angeschlossenen Containern
und dem angeschlossenen Fördermittel gebildeten, geschlossenen Systems zu erleichtern
und eine Fehlbedienung infolge unsachgemäßer Handhabung beim Transport zu verhindern,
sind an einem oder an mehreren der Verschlussmittel in Form der Mehrwege-Hähne Sicherungselemente
vorgesehen, die an das jeweilige Verschlussmittel angesetzt werden und eine Betätigung
des Verschlussmittels sperren. Ist die medizinische Flüssigkeit bereits vor Auslieferung
hergestellt und bereits in den dritten Container gefördert worden, so kann durch ein
solches Sicherungselement verhindert werden, dass während eines Transports ein Verschlussmittel
beispielsweise in Form eines Mehrwege-Hahns so bedient wird, dass die hergestellte
medizinische Flüssigkeit aus diesem dritten Container wieder herausfließen kann. Soll
die medizinische Flüssigkeit durch Rekonstruktion oder Mischung erst nach Auslieferung
am Orte der Verabreichung des Medikaments hergestellt werden, so können ein oder mehrere
Sicherungselemente an den Verschlussmitteln beispielsweise in Form der Mehrwege-Hähne
verhindern, dass es infolge unsachgemäßer Handhabung während des Transports bereits
zu einem Kontakt zwischen den in den Containern enthaltenen Komponenten kommen kann.
[0029] Das Sicherungselement kann beispielsweise einen zugeordneten Mehrwege-Hahn in formschlüssiger
Weise umgreifen, um so zu verhindern, dass der Mehrwege-Hahn aus seiner gerade eingestellten
Stellung (beispielsweise der geschlossenen Stellung) verdreht werden kann. Um dann,
beispielsweise zum Zwecke des Rekonstruierens oder Mischens, den jeweiligen Mehrwege-Hahn
zu betätigen, kann das Sicherungselement entfernt, beispielsweise in zerstörender
Weise abgebrochen werden, so dass der Mehrwege-Hahn betätigt werden kann.
[0030] Die Mischvorrichtung ist vorangehend mit Bezug auf eine herzustellende medizinische
Flüssigkeit beschrieben worden, die aus zwei Komponenten zusammengesetzt und aus diesen
rekonstruiert oder gemischt wird. Denkbar ist auch, zum Herstellen einer medizinischen
Flüssigkeit zwei oder noch mehr Komponenten vorzusehen, die zum Zwecke einer Rekonstruktion
oder Mischung einander zugeführt werden sollen. Hierzu können an der Mischvorrichtung
weitere Anschlüsse zum Anschließen eines oder mehrerer weiterer Container mit zu mischenden
oder zu rekonstruierenden Komponenten einer medizinischen Flüssigkeit angeschlossen
werden, die wiederum jeweils mit der Leitung der Mischvorrichtung über eine T-förmige
Verbindungsstelle verbunden sind und denen jeweils ein Mehrwege-Hahn zugeordnet ist,
um das Fördern der Komponente aus dem jeweiligen Container oder in den jeweiligen
Container zu steuern und anzutreiben.
[0031] Eine besonders einfach aufgebaute Mischvorrichtung zum Rekonstruieren oder zum Mischen
einer aus zumindest zwei Komponenten zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit weist
- einen ersten Anschluss zum Anschließen eines eine erste Komponente enthaltenden, ersten
Containers,
- einen zweiten Anschluss zum Anschließen eines Fördermittels zum Fördern der ersten
Komponente,
- einen dritten Anschluss zum Anschließen eines zweiten Containers zum Aufnehmen der
ersten Komponente und
- Verschlussmittel zum wahlweisen Verschieden oder Öffnen zumindest eines der Anschlüsse,
wobei mit dem ersten Anschluss eine einen Dorn aufweisende Anschlusskappe zum Anschließen
einer den ersten Container ausbildenden Viole und mit dem zweiten Anschluss ein Fördermittel
unlösbar verbunden sind.
[0032] Es wird somit eine Mischvorrichtung mit drei Anschlüssen bereitgestellt, bei der
an zwei Anschlüsse jeweils ein Container und an einen weiteren Anschluss ein Fördermittel
z.B. in Form einer medizinischen Spritze angeschlossen sind. Das Fördermittel ist
fest und unlösbar mit dem zugeordneten Anschluss verbunden. Zudem ist mit dem ersten
Anschluss fest und unlösbar ein Adapter in Form einer Anschlusskappe mit einem Dorn
zum Anschließen eines Containers in Form einer Viole verbunden.
[0033] Diese Mischvorrichtung ist besonders einfach aufgebaut, ermöglicht jedoch auch nur
ein Mischen von maximal zwei Komponenten zum Herstellen einer medizinischen Flüssigkeit,
wobei die zweite Komponente in dem zweiten Container enthalten ist und dieser die
erste Komponente aus dem ersten Container über das Fördermittel zugegeben wird. Dadurch,
dass die Anschlusskappe und das Fördermittel fest an die jeweils zugeordneten Anschlüsse
angeschlossen sind, kann ein geschlossenes System zur Verfügung gestellt werden, das
insbesondere nicht durch Demontage des Fördermittel oder einer Anschlusskappe geöffnet
und dadurch gegebenenfalls für Verunreinigungen zugänglich gemacht werden kann.
[0034] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Rekonstruieren oder zum Mischen
einer aus zumindest zwei Komponenten zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit gelöst.
Bei diesem Verfahren
- wird an einen ersten Anschluss einer Mischvorrichtung ein eine erste Komponente enthaltender,
erster Container angeschlossen,
- wird an einen zweiten Anschluss der Mischvorrichtung ein eine zweite Komponente enthaltender,
zweiter Container angeschlossen und
- werden Verschlussrriittel der Mischvorrichtung zum wahlweisen Verschließen oder Öffnen
zumindest eines der Anschlüsse betätigt.
[0035] Dabei ist vorgesehen, dass
- an einen dritten Anschluss der Mischvorrichtung ein Fördermittel zum Fördern einer
von erster und zweiter Komponente angeschlossen wird und
- an einen vierten Anschluss der Mischvorrichtung ein dritter Container zum Aufnehmen
einer aus der ersten Komponente und der zweiten Komponente rekonstruierten oder gemischten
medizinischen Flüssigkeit angeschlossen wird.
[0036] Dieses Verfahren, das vorteilhafterweise unter Anwendung der vorangehend beschriebenen
Mischvorrichtung durchgeführt wird, dient dem Mischen oder Rekonstruieren einer medizinischen
Flüssigkeit aus mindestens zwei Komponenten im Rahmen eines geschlossenen, steril
gehaltenen Systems, mittels dessen beim Rekonstruieren oder Mischen Verunreinigungen
nach Möglichkeit vermieden werden können.
[0037] Beispielsweise kann die in dem ersten Container enthaltene, erste Komponente durch
eine Lösung und die in dem zweiten Container enthaltene, zweite Komponente durch eine
Medikamentenkomponente in lyophylisierter, also gefriergetrockneter Form ausgebildet
sein. Diese Komponenten werden im Rahmen des Verfahrens zum Zwecke der Rekonstruktion
der medizinischen Flüssigkeit einander zugeführt, wobei die zweite, in lyophylisierter
Form vorliegende Medikamentenkomponente durch Zuführung der ersten, eine flüssige
Lösung darstellende Komponente in eine flüssige Form überführt wird.
[0038] Die Komponenten können selbstverständlich grundsätzlich auch in anderen Formen, beispielsweise
in Form einer Flüssigkeit, eines Gels oder eines Pulvers vorliegen.
[0039] In einem konkreten Verfahren zum Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen Flüssigkeit
wird in einem ersten Schritt durch Betätigen der Verschlussmittel (beispielsweise
in Form von Mehrwege-Hähnen) und des Fördermittel (beispielsweise in Form einer medizinischen
Spritze) der Mischvorrichtung die erste Komponente aus dem ersten Container in das
Fördermittel gesogen. Hierzu wird beispielsweise der dem ersten Anschluss zugeordnete
Mehrwege-Hahn in eine solche Stellung (zweite Stellung, siehe oben) gebracht, dass
die in dem ersten Container befindliche, in flüssiger Form vorliegende Komponente
vom Container in das Fördermittel fließen kann. Ist das Fördermittel als medizinische
Spritze ausgebildet, wird hierzu die Spritze (durch Betätigung eines geeigneten Kolbens)
aufgezogen, um so die Komponente aus dem ersten Container in die Spritze zu saugen.
[0040] In einem zweiten Schritt wird durch Betätigen der Verschlussmittel und des Fördermittels
der Mischvorrichtung die erste Komponente aus dem Fördermittel in den zweiten Container
gefördert, um die in dem zweiten Container enthaltene zweite Komponente mit der ersten
Komponente zu mischen oder zu rekonstruieren und die medizinische Flüssigkeit zu erhalten.
Auf diese Weise wird die aus dem ersten Container in das Fördermittel gesogene erste
Komponente der zweiten Komponente in dem zweiten Container zugeführt, wobei beispielsweise
durch Schütteln des zweiten Containers eine geeignete Mischung der Komponenten oder
eine Rekonstruktion der in dem zweiten Container enthaltenen zweiten Komponente anhand
der ersten Komponente erfolgen kann.
[0041] In einem dritten Schritt wird die gemischte oder rekonstruierte medizinische Flüssigkeit
aus dem zweiten Container wiederum in das Fördermittel gesogen, indem beispielsweise
die medizinische Spritze aufgezogen wird, um dann in einem vierten Schritt, nach Betätigung
der Verschlussmittel für einen Durchfluss vom Fördermittel hin zum dritten Container
(dritte Stellung der Verschlussmittel, siehe oben), die gemischte oder rekonstruierte
medizinische Flüssigkeit aus dem Fördermittel in den dritten Container zu überführen.
Die Verschlussmittel werden daraufhin zum Verschließen der Leitung und der Anschlüsse
verschlossen (erste Stellung der Verschltissmittel, siehe oben), so dass die gemischte
oder rekonstruierte medizinische Flüssigkeit in dem dritten Container enthalten ist
und nicht über die Leitung wieder aus dem dritten Container herausfließen kann.
[0042] Wie vorangehend mit Blick auf die Mischvorrichtung bereits erwähnt, sind ein oder
mehrere Sicherungselemente zum Sperren der Verschlussmittel vorgesehen. Das eine oder
die mehreren Sicherungselemente können hierbei entweder vor dem Mischen oder Rekonstruieren
der medizinischen Flüssigkeit oder nach dem Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen
Flüssigkeit an die jeweils zugeordneten Verschlussmittel angesetzt werden, um eine
Betätigung der Verschlussmittel zu sperren.
[0043] In erstem Fall kann die aus Mischvorrichtung und angeschlossenen Containern und angeschlossenem
Fördermittel gebildete, ein geschlossenes System darstellende Anordnung mit ungemischten
Komponenten ausgeliefert werden, um erst am Orte der Verabreichung der medizinischen
Flüssigkeit das eine oder die mehreren Sicherungselemente zu entfernen und die Komponenten
zum Zwecke des Mischens oder Rekonstruierens einander zuzuführen.
[0044] Im zweiten Fall erfolgt die Auslieferung des Systems mit bereits gemischter bzw.
rekonstruierter medizinischer Flüssigkeit, wobei in diesem Fall das eine oder die
mehreren Sicherungselemente dazu dienen, ein Heraufließen der bereits gemischten bzw.
rekonstruierten medizinischen Flüssigkeit aus dem dritten Container infolge unsachgemäßer
Handhabung der Mischvorrichtung während des Transports zu verhindern.
[0045] Die vorangehend beschriebene Mischvorrichtung und das vorangehend beschriebene Verfahren
sind in vielfältiger Weise im medizinischen Bereich einsetzbar. Beispielsweise können
unter Verwendung der Mischvorrichtung so genannte Zytostatika-Medikamente angemischt
oder rekonstruiert und für eine Verabreichung bereitgestellt werden. Denkbar ist aber
auch ein Einsatz der Mischvorrichtung zum Mischen oder Rekonstruieren vollständig
anderer Medikamente oder Flüssigkeiten, beispielsweise auch von Nahrungsergänzungsmitteln
wie Vitaminlösungen oder dergleichen, die vorliegend auch unter den Begriff der medizinischen
Flüssigkeit subsumiert werden sollen.
[0046] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Übersichtsdarstellung einer Mischvorrichtung mit daran anzuschließenden Bauteilen;
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Mischvorrichtung;
- Fig. 3
- eine Ansicht der Mischvorrichtung mit daran angeschlossenen Containern und daran angeschlossenem
Fördermittel;
- Fig. 4
- eine Ansicht der Mischvorrichtung zu Beginn eines Mischvorgangs;
- Fig. 5
- eine Ansicht der Mischvorrichtung beim Einsaugen einer in einem ersten Container enthaltenen
ersten Komponente einer medizinischen Flüssigkeit in ein Fördermittel in Form einer
Spritze;
- Fig. 6
- eine Ansicht der Mischvorrichtung mit in das Fördermittel eingesogener erster Komponente;
- Fig. 7
- eine Ansicht der Mischvorrichtung beim Fördern der ersten Komponente aus dem Fördermittel
in einen zweiten Container zum Zusammenführen der ersten Komponente mit einer in dem
zweiten Container enthaltenen zweiten Komponente;
- Fig. 8
- eine Ansicht der Mischvorrichtung mit in dem zweiten Container zusammengeführter erster
und zweiter Komponente;
- Fig. 9
- eine Ansicht der Mischvorrichtung beim Einsaugen der durch Zusammenführen der Komponenten
hergestellten medizinischen Flüssigkeit aus dem zweiten Container in das Fördermittel;
- Fig. 10
- eine Ansicht der Mischvorrichtung mit teilsweise in das Fördermittel eingesogener
medizinischer Flüssigkeit;
- Fig. 11
- eine Ansicht der Mischvorrichtung beim Zuführen der hergestellten medizinischen Flüssigkeit
in einen an die Mischvorrichtung angeschlossenen dritten Container in Form eines flexiblen
Beutels;
- Fig. 12
- eine Ansicht der Mischvorrichtung mit in den dritten Container geförderter medizinischer
Flüssigkeit;
- Fig. 13
- eine Detailansicht der Mischvorrichtung mit einem daran angesetzten Sicherungselement
zum Sperren eines Verschlussmittels und
- Fig. 14
- eine Ansicht der Mischvorrichtung gemäß Fig. 13 aus anderer Perspektive.
[0047] Fig. 1 zeigt in einer Übersichtsansicht eine Mischvorrichtung 1, die zum Rekonstruieren
oder Mischen einer medizinischen Flüssigkeit aus unterschiedlichen, gegebenenfalls
in unterschiedlicher Form vorliegenden Komponenten dient.
[0048] Die Komponenten der medizinischen Flüssigkeit liegen in einem Ausgangszustand in
zwei Containern 4, 5 in Form von Violen vor, sollen einander zugeführt und dadurch
gemischt oder rekonstruiert werden und in gemischtem oder rekonstruierten Zustand
einem dritten Container 3 in Form eines flexiblen Beutels zugeführt werden, der seinerseits
beispielsweise eine Kochsalzlösung enthalten kann. Die medizinische Flüssigkeit soll
dann gegebenenfalls zusammen mit der Kochsalzlösung aus dem dritten Container 3 entnommen
und einem Patienten verabreicht werden.
[0049] Die Mischvorrichtung 1 ist als Kunststoffteil ausgebildet, ist manuell in leichter,
intuitiver Weise zu handhaben und weist ein Griffstück 10 auf, über das ein Nutzer
die Mischvorrichtung 1 greifen kann.
[0050] Die Mischvorrichtung 1 weist eine Leitung 16 nach Art eines Rohres und insgesamt
fünf mit der Leitung 16 verbundene Anschlüsse 11, 12, 13, 14, 15 auf, an die ein erster
Container 5, ein zweiter Container 4, ein Fördermittel 2 in Form einer medizinischen
Spritze und der dritte Container 3 angeschlossen werden können. Fig. 3 zeigt die Mischvorrichtung
1 mit angeschlossenen Containern 3, 4, 5 und angeschlossenem Fördermittel 2.
[0051] Die Container 4, 5, die die zu mischenden oder zu rekonstruierenden Komponenten der
medizinischen Flüssigkeit enthalten und jeweils durch eine Verschlusskappe 41, 51
verschlossen sind, werden an die Anschlüsse 12, 13 der Mischvorrichtung 1 angeschlossen.
Dabei werden der erste Container 5, der beispielsweise eine in flüssiger Form vorliegende
Lösung enthält, an einen ersten Anschluss 12 und der zweite Container 4, der beispielsweise
eine in Pulverform vorliegende, lyophilisierte Medikamentenkomponente enthält, an
einen zweiten Anschluss 13 der Mischvorrichtung 1 angeschlossen.
[0052] Zur Verbindung mit dem jeweiligen Anschluss 12, 13 ist jeweils eine Anschlusskappe
6 mit einem innen liegenden Dorn vorgesehen, die mit Rastelementen 61 die Verschlusskappe
41, 51 des zugeordneten Containers 4, 5 formschlüssig umgreift und über die Rastelemente
61 den Container 4, 5 hält. Die Anschlusskappe 6 wird an einen der Anschlüsse 12,
13 angesetzt und stellt somit die Verbindung des Containers 4, 5 mit dem jeweiligen
Anschluss 12, 13 her, wobei die Verbindung zwischen der Anschlusskappe 6 und dem Anschluss
12, 13 vorteilhafterweise als Luer-Verschluss ausgebildet ist.
[0053] Um die Verbindung zwischen der Anschlusskappe 6 und dem jeweils zugeordneten Container
4, 5 zu sichern, ist, wie in Fig. 2 dargestellt, ein Sicherungsring 7 vorgesehen,
der bei auf den Container 4, 5 aufgesteckter Anschlusskappe 6 über die Anschlusskappe
6 geschoben wird, so dass die Rastelemente 61 in radialer Richtung nicht nach außen
ausweichen und somit außer Farmschluss mit dem Container 4, 5 gelangen können. Mittels
des Sicherungsrings 7 ist die Verbindung der Anschlusskappe 6 mit dem zugeordneten
Container 4, 5 gesichert, so dass der Container 4, 5 formschlüssig an der Anschlusskappe
6 gehalten wird und nicht ohne weiteres, zumindest nicht ohne Entfernen des Sicherungsrings
7, von der Anschlusskappe 6 entfernt werden kann.
[0054] Das Fördermittel 2 in Form der Spritze wird an einen dritten Anschluss 11 der Mischvorrichtung
1 angeschlossen, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt. Das Fördermittel 2 in Form der Spritze
weist einen hohlen Zylinderkörper 20 und einen in dem Zylinderkörper 20 beweglichen
Kolben 22 auf und ist über einen Anschluss 21 mit dem Anschluss 11 der Mischvorrichtung
1 verbindbar. Die Anschlüsse 11, 21 der Mischvorrichtung 1 bzw. des Fördermittels
2 können hierbei ebenfalls einen Luer-Verschluss zum sicheren Verbinden des Fördermittels
2 mit der Mischvorrichtung 1 ausbilden.
[0055] Die das Fördermittel 2 verwirklichende Spritze ist vorteilhafterweise so ausgestaltet,
dass der Kolben 22 nicht vollständig in eine Zugrichtung Z (siehe Fig. 5) aus dem
Zylinderkörper 20 ausgezogen und aus dem Zylinderkörper 20 entfernt werden kann. Hierzu
kann beispielsweise ein auf das dem Anschluss 21 abgewandete Ende des Zylinderkörpers
20 aufgesteckter Clip verwendet werden, der so mit dem Kolben 22 zusammenwirkt, dass
der Verschiebeweg des Kolbens 22 im Zylinderkörper 20 begrenzt ist und der Kolben
22 insbesondere nicht vollständig aus dem Zylinderkörper 20 ausgezogen werden kann.
Auf diese Weise wird verhindert, dass das Fördermittel 2 durch Ausziehen des Kolbens
22 geöffnet werden kann und so gegebenenfalls Verunreinigungen in die Mischvorrichtung
1 gelangen können.
[0056] Der dritte Container 3 wird über einen Anschluss 31 mit einem vierten Anschluss 15
der Mischvorrichtung 1 verbunden. Der als flexibler Beutel ausgestaltete Container
3 wird dafür mit seinem Anschluss 31 mit dem vierten Anschluss 15 der Mischvorrichtung
1 in Eingriff gebracht, wobei der Anschluss 31 als Anschluss (Port) ohne Dorn ausgestaltet
ist.
[0057] Der dritte Container 3 in Form des flexiblen Beutels weist einen weiteren Anschluss
32 auf, über den mittels einer geeigneten Entnahmevorrichtung, beispielsweise ein
Infusionsbesteck, eine Flüssigkeit aus dem Container 3 entnommen werden kann.
[0058] In dem in Fig. 3 dargestellten Zustand, in dem die Container 3, 4, 5 und das Fördermittel
2 in Form der medizinischen Spritze an die Mischvorrichtung 1 angeschlossen sind,
stellt die Anordnung bestehend aus der Mischvorrichtung 1, den Containern 3, 4, 5
und dem Fördermittel 2 ein geschlossenes System dar, bei dem die Container 3, 4, 5
und das Fördermittel 2 über die Leitung 16 mit Leitungsabschnitten 161, 162, 163,
164 und die Anschlüsse 11, 12, 13, 14, 15 in Strömungsverbindung miteinander stehen.
Die Anschlüsse 12, 13, 14 münden an Verbindungsstellen 120, 130, 140 nach Art von
T-Stücken in die Leitung 16, wobei an jeder Verbindungsstelle 120, 130, 140 ein Verschlussmittel
in Form eines Mehrwege-Hahns 121, 131, 141 vorgesehen ist, um einen Fluidaustausch
über die Anschlüsse 11, 12, 13, 14, 15 zwischen den Containern 3, 4, 5 und dem Fördermittel
2 zu steuern.
[0059] Dadurch, dass die Mischvorrichtung 1 bei angeschlossenen Containern 3, 4, 5 und angeschlossenem
Fördermittel 2 ein geschlossenes System bereitstellt, das ohne direkte Strömungsverbindung
nach außen ist, so dass ein Fluid oder etwaig Verunreinigungen von außen nicht in
das System gelangen können, wird die Möglichkeit geschaffen, die in den Containern
3, 4, 5 befindlichen Komponenten einander zuzuführen, miteinander zu mischen oder
anhand voneinander zu rekonstruieren, ohne dass beim Misch- oder Rekonstruktionsvorgang
die Gefahr einer Verunreinigung der hergestellten medizinischen Flüssigkeit besteht.
[0060] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist ein Anschluss 14 vorgesehen, der bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel frei ist, also an den kein Container angeschlossen ist. An diesen
weiteren Anschluss 14 kann ein weiterer Container mit einer weiteren Komponente einer
medizinischen Flüssigkeit angeschlossen werden, um beispielsweise, wenn dies gewünscht
ist, eine medizinische Flüssigkeit aus drei Komponenten, die ursprünglich in drei
unterschiedlichen Containern vorliegen, zu mischen oder zu rekonstruieren. (Liegt
in dem dritten Container 3 auch eine Komponente - beispielsweise eine Kochsalzlösung-vor,
würde sich in diesem Fall sogar eine aus vier Komponenten gemischte bzw. rekonstruierte
medizinische Flüssigkeit ergeben, die nach Mischung bzw. Rekonstruktion im dritten
Container 3 vorliegt und aus diesem entnommen werden kann.)
[0061] Die Verschlussmittel in Form der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 der Mischvorrichtung
1 können jeweils mehrere unterschiedliche Stellungen einnehmen, anhand derer ein Fluidaustausch
zwischen den Containern gesteuert werden kann und die Strömung durch die Leitung eingestellt
wird.
[0062] In einer ersten Stellung verschließt der jeweilige Mehrwege-Hahn 121, 131, 141 hierbei
die zugeordnete Verbindungsstelle 120, 130, 140 zwischen dem jeweils zugeordneten
Anschluss 12, 13, 14 und der Leitung 16 derart, dass weder ein Durchfluss durch den
Anschluss 12, 13, 14 noch ein Durchfluss durch die Leitung 16 an dieser Verbindungsstelle
120, 130, 140 möglich ist. Ein Fluidaustausch über die jeweilige Verbindungsstelle
120, 130, 140 ist somit nicht möglich.
[0063] In dem in Fig. 2 dargestellten Zustand befinden sich die Mehrwege-Hähne 121. 131,
141 jeweils in dieser ersten Stellung.
[0064] In einer zweiten Stellung ist der Mehrwege-Hahn 121, 131, 141 derart geöffnet, dass
ein Durchfluss vom jeweils zugeordneten Anschluss 12, 13, 14 über die Leitung 16 hin
zum Fördermittel 2 möglich ist. Der jeweils zugeordnete Anschluss 12, 13, 14 wird
somit einseitig geöffnet derart, dass über den Anschluss 12, 13, 14 ein Fluidaustausch
mit dem an die Verbindungsstelle 120, 130, 140 in Richtung des Fördermittels 2 anschließenden
Leitungsabschnitt 161, 162, 163 möglich ist.
[0065] Fig. 4 zeigt beispielsweise den Mehrwege-Hahn 121 in dieser zweiten Stellung, in
der über den Anschluss 12 ein Fluidaustausch mit dem Leitungsabschnitt 161 (siehe
Fig. 2) möglich, so dass die im ersten Container 5 befindliche erste Komponente hin
zum Fördermittel 2 fließen kann.
[0066] In einer dritten Stellung wiederum ist die jeweils zugeordnete Verbindungsstelle
120, 130, 140 für einen Durchtluss durch die Leitung 16 geöffnet, nicht jedoch hin
zum jeweils zugeordneten Anschluss 12, 13, 14. Es kann somit ein Fluidaustausch zwischen
den an die Verbindungsstelle 120, 130, 140 anschließenden Leitungsabschnitten 161,
162, 163, 164 stattfinden, nicht aber ein Fluidaustausch mit dem jeweils zugeordneten
Anschluss 12, 13, 14.
[0067] Fig. 7 zeigt beispielsweise den Mehrwege-Hahn 121 in dieser dritten Stellung.
[0068] Einen Vorgang zum Mischen oder Rekonstruieren einer medizinischen Flüssigkeit unter
Verwendung der Mischvorrichtung 1 zeigen Fig. 4 bis 12. Ausgegangen wird hierbei von
dem in Fig. 3 dargestellten Zustand, in dem die Container 3, 4, 5 und das Fördermittel
2 in Form der medizinischen Spritze an die Mischvorrichtung 1 angeschlossen sind und
somit ein geschlossenes System gebildet worden ist. Das Zusammenführen der in den
Containem 4. 5 befindlichen Komponenten zum Zwecke des Mischens oder Rekonstruierens
einer medizinischen Flüssigkeit erfolgt nunmehr durch Betätigung der Verschlussmittel
in Form der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 und des Fördermittels 2, wobei durch Betätigen
der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 der Misch- bzw. Rekonstruktionsvorgang gesteuert
und durch Betätigen des Fördermittels 2 angetrieben wird.
[0069] In einem ersten Schritt, dargestellt in Fig. 4 und 5, wird der dem ersten Anschluss
12 zugeordnete Mehrwege-Hahn 121 in seine zweite Stellung gebracht, so dass ein Fluidaustausch
zwischen dem ersten Container 5 und dem Fördermittel 2 über den ersten Anschluss 12
und den Leitungsabschnitt 161 der Mischvorrichtung 1 möglich ist. Wie in Fig. 5 dargestellt,
wird bei in dieser zweiten Stellung befindlichem Mehrwege-Hahn 121 der Kolben 22 des
Fördermittels 2 in eine Zugrichtung Z ausgezogen, so dass eine in dem ersten Container
5 beispielsweise in Form einer Lösung vorliegende Flüssigkeit in das Fördermittel
2 eingesogen wird.
[0070] Nunmehr wird zunächst der Mehrwege-Hahn 121 des ersten Anschlusses 12 geschlossen
(Fig. 6) und dann in seine dritte Stellung gebracht, so dass zwar der erste Anschluss
12 geschlossen, aber ein Durchfluss durch die Leitung 16 im Bereich der ersten Verbindungsstelle
120 möglich ist (Fig. 7). Gleichzeitig wird, wie in Fig. 7 dargestellt, der Mehrwege-Hahn
131, der dem zweiten Anschluss 13 zugeordnet ist, in seine zweite Stellung gebracht,
so dass durch Betätigen des Kolbens 22 des Fördermittels 2 in eine Druckrichtung P
die in dem Fördermittel 2 befindliche, aus dem ersten Container 5 entnommene erste
Komponente in die Flussrichtung F gemäß Fig. 7 über die Leitungsabschnitte 161, 162
und den zweiten Anschluss 13 in den zweiten Container 4 gefördert werden kann.
[0071] Fig. 8 zeigt die Anordnung bei eingeschobenem Kolben 22 und in den zweiten Container
4 geförderter erster Komponente. Nach Beendigen der Betätigung des Fördermittels 2,
also bei eingeschobenem Kolben 22, wird der dem zweiten Anschluss 13 zugeordnete Mehrwege-Hahn
131 geschlossen und der zweite Container 4 geschüttelt, um die beispielsweise ursprünglich
in Pulverform vorliegende, lyophilisierte zweite Komponente des zweiten Containers
4 mittels der eine geeignete Lösung bereitstellenden ersten Komponente des ersten
Containers 5 zu rekonstruieren. (Selbstverständlich können die Komponenten der Container
4, 5 auch in anderer Form, beispielsweise jeweils als Flüssigkeit, vorliegen und durch
Zusammenführen in dem zweiten Container 4 miteinander gemischt werden.)
[0072] Nach dem Schütteln wird der dem zweiten Anschluss 13 zugeordnete Mehrwege-Hahn 131
wiederum in seine zweite Stellung gebracht und damit für einen Durchfluss in die in
Fig. 9 dargestellte Flussrichtung F hin zum Fördermittel 2 geöffnet. Durch erneutes
Ausziehen des Kolbens 22 wird die in dem zweiten Container 4 befindliche, aus den
Komponenten des ersten Containers 5 und des zweiten Containers 4 zusammengesetzte
medizinische Flüssigkeit in das Fördermittel 2 gesogen.
[0073] Nachdem die gewünschte Menge der medizinischen Flüssigkeit aus dem zweiten Container
4 entnommen worden ist, wird der dem zweiten Anschluss 13 zugeordnete Mehrwege-Hahn
131 geschlossen, dargestellt in Fig. 10, um anschließend sämtliche Mehrwege-Hähne
121, 131, 141 jeweils in ihre dritte Stellung zu bringen und somit einen Durchfluss
in Flussrichtung F gemäß Fig. 11 durch die Leitung 16 vom Fördermittel 2 hin zum dritten
Container 3 zu ermöglichen.
[0074] Durch Einschieben des Kolbens 22 in die Druckrichtung P gemäß Fig. 11 wird dann das
in dem Fördermittel 2 befindliche Fluid in Form der gemischten bzw. rekonstruierten
medizinischen Flüssigkeit durch die Leitung 16 hindurch in den dritten Container 3
gefördert, woraufhin die Mehrwege-Hähne 121, 131, 141, wie in Fig. 12 dargestellt,
wiederum in ihre erste, geschlossene Stellung gebracht werden, um einen weiteren Fluidaustausch
zu verhindern.
[0075] In dem in Fig. 12 dargestellten Zustand befindet sich die gemischte bzw. rekonstruierte
medizinische Flüssigkeit somit in dem dritten Container 3, wobei in dem dritten Container
3 vorher bereits eine weitere Flüssigkeit, beispielsweise eine Kochsalzlösung enthalten
gewesen sein kann, der die aus den Komponenten des ersten Containers 5 und des zweiten
Containers 4 gemischte bzw. rekonstruierte medizinische Flüssigkeit zugesetzt worden
ist, um die erhaltene Lösung einem Patienten zu verabreichen. Diese Lösung kann über
den weiteren Anschluss 32 und eine geeignete Entnahmevorrichtung, beispielsweise ein
Infusionsbesteck, dann einem Patienten zugeführt werden.
[0076] Ein Vorteil der bereitgestellten Mischvorrichtung 1 und des damit durchgeführten
Verfahrens zum Mischen oder Rekonstruieren einer medizinischen Flüssigkeit besteht
darin, dass der Misch- bzw. Rekonstruktionsvorgang vollständig innerhalb eines geschlossenen
Systems durchgeführt werden kann, ohne dass die zusammenzuführenden Komponenten dabei
mit der äußeren Umgebung in Kontakt treten. Die Steuerung und Durchführung des Misch-
bzw. des Rekonstruktionsvorgangs erfolgt von außen durch Betätigung der Mehrwege-Hähne
121, 131, 141 und durch Betätigen des Fördermittels 2, ohne dass hierdurch jedoch
auf das zu fördernde Fluid selbst zugegriffen wird. Das Risiko für Verunreinigungen
der gemischten bzw. rekonstruierten Flüssigkeit ist somit erheblich vermindert.
[0077] Die Mischvorrichtung und deren Bauteile können beispielsweise als Kunststoffformteile
ausgebildet sein. Es ergibt sich eine einfache Mechanik und eine einfache, manuelle
Handhabung durch einen Nutzer bei einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit der Mischvorrichtung.
[0078] Die Mischvorrichtung 1 kann als Einwegteil ausgebildet sein und zusammen mit daran
angesetzten Containern 3, 4, 5 und Fördermittel 2 ausgeliefert und nach Gebrauch entsorgt
werden.
[0079] Der Misch- oder Rekonstruktionsvorgang kann beispielsweise in einer Apotheke eines
Krankenhauses oder einer anderen medizinischen Versorgungseinrichtung durchgeführt
werden. Hierzu werden in der Apotheke die Container 3, 4, 5 und das Fördermittel 2
an die Mischvorrichtung 1 angesetzt, um durch Durchführung der vorangehend beschriebenen
Schritte aus den Komponenten der Container 4, 5 die gewünschte medizinische Flüssigkeit
herzustellen und in den Container 3 zu fördem. Die medizinische Flüssigkeit kann dann
in dem Container 3 mit daran angesetzter Mischvorrichtung 1 und angeschlossenen Containern
4, 5 und angeschlossenem Fördermittel 2 ausgeliefert werden, um beispielsweise an
dem Ort der Verabreichung an einen Patienten transportiert zu werden. Das geschlossene
System wird somit für den Transport nicht geöffnet. Erst am Orte der Verabreichung
wird die medizinische Flüssigkeit beispielsweise über ein geeignetes Infusionsbesteck
entnommen.
[0080] Um bei der Auslieferung und dem Transport zu verhindern, dass durch unsachgemäße
Handhabung und durch ungewolltes Betätigen der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 Flüssigkeit
aus dem Container 3 gelangen kann, kann ein Sicherungselement 8 nach der in Fig. 13,
und 14 dargestellten Art vorgesehen sein, das an zumindest einen der Mehrwege-Hähne
121, 131, 141 angesetzt wird, um eine ungewollte Betätigung zumindest eines der Mehrwege-Hähne
121, 131, 141 zu verhindern.
[0081] Bei dem in Fig. 13 und 14 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Sicherungselement
8 in formschlüssiger Weise mit einem Formschlussabschnitt 81 an den Mehrwege-Hahn
131 angesetzt, um so dessen Betätigung zu sperren. Das Sicherungselement 8 umgreift
hierbei mit seinem Formschlussabschnitt 81 den Mehrwege-Hahn 131 und einen relativ
zum Mehrwege-Hahn 131 feststehenden Abschnitt der Mischvorrichtung 1, so dass der
Mehrwege-Hahn 131 nicht aus seiner gerade eingestellten (geschlossenen) Stellung bewegt
werden kann.
[0082] Anstatt die Komponenten aus den Containern 4, 5 bereits am Orte einer Apotheke vor
Auslieferung zu mischen oder zu rekonstruieren, ist auch denkbar, zwar am Orte der
Apotheke die Container 3, 4, 5 und das Fördermittel 2 bereits an die Mischvorrichtung
anzusetzen, jedoch den Misch- oder Rekonstruktionsvorgang noch nicht durchzuführen,
sondern das geschaffene geschlossene System mit ungemischten bzw. nicht rekonstruierten
Komponenten auszuliefern, um erst am Orte der Verabreichung an den Patienten die Komponenten
4, 5 zu mischen oder zu rekonstruieren.
[0083] Um in diesem Fall zu verhindern, dass durch unsachgemäße Handhabung durch Betätigung
der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 der Misch- oder Rekonstruktionsvorgang bereits eingeleitet
oder ein ungewollter Fluidaustausch zwischen den Containern 3, 4, 5 stattfindet, können
ebenfalls Sicherungselemente 8 der in Fig. 13 und 14 dargestellten Art eingesetzt
werden, die ein Betätigen zumindest eines der Mehrwege-Hähne 121, 131, 141 sperren.
Zum Einleiten des Misch- oder Rekonstruktionsvorgangs werden dann das eine oder die
mehreren Sicherungselemente 8 entfernt, indem die Sicherungselemente 8 beispielsweise
unter Zerstörung des jeweiligen Formschlussabschnitts 81 von dem jeweils zugeordneten
Mehrwege-Hahn 121, 131, 141 abgenommen werden.
[0084] Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich auch bei gänzlich anders gearteten
Ausführungsformen verwirklichen. So kann die Mischvorrichtung beispielsweise auch
eine andere Anzahl von Anschlüssen zum Mischen einer größere Zahl von Komponenten
aufweisen. Ebenso ist denkbar, die Verschlussmittel nicht als Mehrwege-Hähne, sondern
durch anders geartete Hähne oder Verschlüsse auszugestalten.
[0085] Der Einsatz einer Mischvorrichtung der hierin beschriebenen Art ist für die Mischung
oder Rekonstruktion unterschiedlicher medizinischer Flüssigkeiten, beispielsweise
von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln oder dergleichen unter Verwendung von
Komponenten möglich, die in einem Ausgangszustand getrennt und in unterschiedlicher
Form, beispielsweise in Form einer Flüssigkeit, eines Gels oder eines Pulvers vorliegen.
Die Mischvorrichtung ist nicht auf bestimmte Medikamententypen beschränkt, sondern
vielfältig zur Herstellung von Medikamenten und anderen Flüssigkeiten für beliebige
therapeutische und nicht therapeutische Zwecke ersetzbar.
Bezugszeichenliste
[0086]
- 1
- Mischvorrichtung
- 10
- Griffstück
- 11,12,13,14,15
- Anschluss
- 120,130,140
- Verbindungsstelle
- 1 2i , 1 31 , 1 41
- Verschlussmittel (Mehrwege-Hahn)
- 16
- Leitung
- 161, 162, 163, 164
- Leitungsabschnitt
- 2
- Fördermittel (Spritze)
- 20
- Zylinderkörper
- 21
- Anschluss
- 22
- Kolben
- 3
- Flexibler Beutel
- 31,32
- Anschluss
- 4,5
- Viole
- 41,51
- Verschlusskappe
- 6
- Anschlusskappe
- 61
- Rastelemente
- 7
- Sicherungsring
- 8
- Sicherungselement
- 81
- Formschlussabschnitt
- F
- Durchfluß
- P
- Druckrichtung
- Z
- Zugrichtung
1. Mischvorrichtung (1) zum Rekonstruieren oder zum Mischen einer aus zumindest zwei
Komponenten zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit, mit
- einem ersten Anschluss (12) zum Anschließen eines eine erste Komponente enthaltenden,
ersten Containers (5),
- einem zweiten Anschluss (13) zum Anschließen eines eine zweite Komponente enthaltenden,
zweiten Containers (4)
- Verschlussmitteln (121, 131, 141) zum wahlweisen Verschließen oder Öffnen zumindest
eines der Anschlüsse (12, 13),
- einem dritten Anschluss (11) zum Anschließen eines Fördermittels (2) zum Fördern
zumindest einer von erster und zweiter Komponente und
- einem vierten Anschluss (15) zum Anschließen eines dritten Containers (3) zum Aufnehmen
einer aus der ersten Komponente und der zweiten Komponente rekonstruierten oder gemischten
medizinischen Flüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischvorrichtung (1) ein zumindest an eines der Verschlussmittel (121, 131, 141)
ansetzbares Sicherungselement (8) zum Sperren einer Betätigung des Verschlussmittels
(121, 131, 141) umfasst.
2. Mischvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschluss (12) und der zweite Anschluss (13) jeweils mit einer Leitung
(16) der
Mischvorrichtung (1) verbunden sind, die den dritten Anschluss (11) und den vierten
Anschluss (15) miteinander verbindet, wobei die Verbindung des ersten Anschlusses
(12) und des zweiten Anschlusses (13) mit der Leitung (16) jeweils durch eine Verbindungsstelle
(120, 130, 140) nach Art eines T-Stücks ausgestaltet ist.
3. Mischvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmittel als Mehrwege-Hähne (121, 131, 141) ausgebildet sind, wobei ein
erster Mehrwege-Hahn (121) an der Verbindungsstelle (120) zwischen dem ersten Anschluss
(12) und der Leitung (16) und ein zweiter Mehrwege-Hahn (121) an der Verbindungsstelle
(130) zwischen dem zweiten Anschluss (13) und der Leitung (16) angeordnet ist.
4. Mischvorrichtung (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Mehrwege-Hahn (121, 131, 141) mehrere Stellungen aufweist, wobei
- in einer ersten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle (120, 130, 140) verschlossen
ist,
- in einer zweiten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle (120, 130, 140) für
einen Durchfluss (F) von dem jeweils zugeordneten ersten oder zweiten Anschluss (12,
13, 14) über die Leitung (16) hin zu dem dritten Anschluss (11) geöffnet ist und
- in einer dritten Stellung die zugeordnete Verbindungsstelle (120, 130, 140) für
einen Durchfluss (F) durch die Leitung (16) zwischen dem dritten und dem vierten Anschluss
(11, 15) geöffnet ist.
5. Mischvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Container (5) und der zweite Container (4) jeweils als Viole ausgestaltet
und über eine einen Dorn aufweisende Anschlusskappe (6) mit dem ersten Anschluss (12)
oder dem zweiten Anschluss (13) verbindbar sind.
6. Mischvorrichtung (1) nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Sicherungsring (7), der bei angeschlossenem Container (4, 5) an die Anschlusskappe
(6) zum Sichern der Verbindung zwischen dem Container (4, 5) und der Anschlusskappe
(6) ansetzbar ist, um die Verbindung der Anschlußkappe (6) mit dem Container (4, 5)
zu sichern.
7. Mischvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) durch eine medizinische Spritze ausgebildet ist.
8. Mischvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischvorrichtung (1) bei angeschlossenen Containern (3, 4, 5) und angeschlossenem
Fördermittel (2) ein geschlossenes System bildet.
9. Mischvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen weiteren Anschluss (14) zum Anschließen eines weiteren, eine weitere Komponente
der zu mischenden oder zu rekonstruierenden medizinischen Flüssigkeit enthaltenden
Containers (4, 5).
10. Verfahren zum Rekonstruieren oder zum Mischen einer aus zumindest zwei Komponenten
zusammengesetzten medizinischen Flüssigkeit, bei dem
- an einen ersten Anschluss (12) einer Mischvorrichtung (1) ein eine erste Komponente
enthaltender, erster Container (5) angeschlossen wird,
- an einen zweiten Anschluss (13) der Mischvorrichtung (1) ein eine zweite Komponente
enthaltender, zweiter Container (4) angeschlossen wird und
- Verschlussmittel (121, 131, 141) der Mischvorrichtung (1) zum wahlweisen Verschließen
oder Öffnen zumindest eines der Anschlüsse (12, 13) betätigt werden,
- an einen dritten Anschluss (11) der Mischvorrichtung (1) ein Fördermittel (2) zum
Fördern einer von erster und zweiter Komponente angeschlossen wird und
- an einen vierten Anschluss (15) der Mischvorrichtung (1) ein dritter Container (3)
zum Aufnehmen einer aus der ersten Komponente und der zweiten Komponente rekonstruierten
oder gemischten medizinischen Flüssigkeit angeschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Verschlussmittel (121, 131, 141) durch Ansetzen eines Sicherungselements
entweder vor dem Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen Flüssigkeit oder nach
dem Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen Flüssigkeit gegen eine Betätigung
gesperrt wird, um die Mischvorrichtung (1) mit daran angeordneten Containern (3, 4,
5) und daran angeordnetem Fördermittel (2) an einen Anwender der medizinischen Flüssigkeit
auszuliefern.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem ersten Container (5) enthaltene, erste Komponente durch eine Lösung und
die in dem zweiten Container (4) enthaltene, zweite Komponente durch eine Medikamentenkomponente
in lyophilisierter Form ausgebildet ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Mischen oder Rekonstruieren der medizinischen Flüssigkeit
- in einem ersten Schritt durch Betätigen der Verschlussmittel (121, 131,141) und
des Fördermittels (2) der Mischvorrichtung (1) die erste Komponente aus dem ersten
Container (5) in das Fördermittel (2) gesogen wird,
- in einem zweiten Schritt durch Betätigen der Verschlussmittel (121, 131, 141) und
des Fördermittels (2) der Mischvorrichtung (1) die erste Komponente aus dem Fördermittel
(2) in den zweiten Container (4) gefördert wird, um die in dem zweiten Container (4)
enthaltene zweite Komponente mit der ersten Komponente zu mischen oder zu rekonstruieren
und die medizinische Flüssigkeit zu erhalten,
- in einem dritten Schritt die gemischte oder rekonstruierte medizinische Flüssigkeit
aus dem zweiten Container (4) in das Fördermittel (2) gesogen wird und
- in einem vierten Schritt die gemischte oder rekonstruierte medizinische Flüssigkeit
aus dem Fördermittel (2) in den dritten Container gefördert wird.
1. Mixing device (1) for reconstructing or mixing a medical liquid composed of at least
two components, with
- a first connector (12) for connection of a first container (5) containing a first
component,
- a second connector (13) for connection of a second container (4) containing a second
component,
- closure means (121, 131, 141) for selectively closing or opening at least one of
the connectors (12, 13),
- a third connector (11) for connection of a delivery means (2) for delivering at
least one of first and second components, and
- a fourth connector (15) for connection of a third container (3) for receiving a
medical liquid that is reconstructed or mixed from the first component and the second
component, characterized in that the mixing device (1) comprises a securing element (8), which can be fitted on at
least one of the closure means (121, 131, 141), for blocking an actuation of the closure
means (121, 131, 141).
2. Mixing device (1) according to Claim 1, characterized in that the first connector (12) and the second connector (13) are each connected to a line
(16) of the mixing device (1), which line (16) connects the third connector (11) and
the fourth connector (15) to each other, wherein the connection of the first connector
(12) and of the second connector (13) to the line (16) is formed in each case by a
connecting site (120, 130, 140) in the shape of a T-piece.
3. Mixing device (1) according to Claim 2, characterized in that the closure means are designed as multi-way cocks (121, 131, 141), wherein a first
multi-way cock (121) is arranged at the connecting site (120) between the first connector
(12) and the line (16), and a second multi-way cock (121) is arranged at the connecting
site (130) between the second connector (13) and the line (16).
4. Mixing device (1) according to Claim 3,
characterized in that each multi-way cock (121, 131, 141) has several positions, wherein
- in a first position, the associated connecting site (120, 130, 140) is closed,
- in a second position, the associated connecting site (120, 130, 140) is opened to
allow a flow (F) through the line (16) from the respectively associated first or second
connector (12, 13, 14) to the third connector (11), and
- in a third position, the associated connecting site (120, 130, 140) is opened to
allow a flow (F) through the line (16) between the third and fourth connectors (11,
15).
5. Mixing device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the first container (5) and the second container (4) are each designed as vials and
can be connected to the first connector (12) or the second connector (13) via a connector
cap (6) with a spike.
6. Mixing device (1) according to Claim 5, characterized by a securing ring (7) which, when the container (4, 5) is connected, can be fitted
onto the connector cap (6) for securing the connection between the container (4, 5)
and the connector cap (6), in order to secure the connection of the connector cap
(6) to the container (4, 5).
7. Mixing device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the delivery means (2) is formed by a medical syringe.
8. Mixing device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the mixing device (1) forms a closed system when the containers (3, 4, 5) are connected
and the delivery means (2) is connected.
9. Mixing device (1) according to one of the preceding claims, characterized by a further connector (14) for connection of a further container (4, 5) containing
a further component of the medical liquid to be mixed or reconstructed.
10. Method for reconstructing or mixing a medical liquid composed of at least two components,
in which method
- a first container (5), containing a first component, is connected to a first connector
(12) of a mixing device (1),
- a second container (4), containing a second component, is connected to a second
connector (13) of the mixing device (1), and
- closure means (121, 131, 141) of the mixing device (1) for selectively closing or
opening at least one of the connectors (12, 13) are actuated,
- a delivery means (2) for delivering one of first and second components is connected
to a third connector (11) of the mixing device (1), and
- a third container (3) for receiving a medical liquid that is reconstructed or mixed
from the first component and the second component is connected to a fourth connector
(15) of the mixing device (1),
characterized in that at least one of the closure means (121, 131, 141) is blocked against actuation by
means of a securing element being fitted either before the mixing or reconstruction
of the medical liquid or after the mixing or reconstruction of the medical liquid,
so as to supply the mixing device (1), with containers (3, 4, 5) arranged thereon
and with delivery means (2) arranged thereon, to a user of the medical liquid.
11. Method according to Claim 10, characterized in that the first component, contained in the first container (5), is a solution, and the
second component, contained in the second container (4), is a medicament component
in lyophilized form.
12. Method according to Claim 10 or 11,
characterized in that the medical liquid is mixed or reconstructed as follows:
- in a first step, by actuation of the closure means (121, 131, 141) and of the delivery
means (2) of the mixing device (1), the first component is sucked out of the first
container (5) into the delivery means (2),
- in a second step, by actuation of the closure means (121, 131, 141) and of the delivery
means (2) of the mixing device (1), the first component is delivered from the delivery
means (2) into the second container (4), such that the second component, contained
in the second container (4), is mixed or reconstructed with the first component, and
the medical liquid is obtained,
- in a third step, the mixed or reconstructed medical liquid is sucked out of the
second container (4) into the delivery means (2), and
- in a fourth step, the mixed or reconstructed medical liquid is delivered from the
delivery means (2) into the third container.
1. Dispositif de mélange (1) pour reconstruire ou mélanger un liquide médical constitué
d'au moins deux composants, comprenant
- un premier raccord (12) pour raccorder un premier récipient (5) contenant un premier
composant,
- un deuxième raccord (13) pour raccorder un deuxième récipient (4) contenant un deuxième
composant,
- des moyens de fermeture (121, 131, 141) pour la fermeture ou l'ouverture sélectives
d'au moins l'un des raccords (12, 13),
- un troisième raccord (11) pour raccorder un moyen de refoulement (2) pour refouler
au moins l'un des premier et deuxième composants et
- un quatrième raccord (15) pour raccorder un troisième récipient (3) pour recevoir
un liquide médical reconstruit ou mélangé à partir du premier composant et du deuxième
composant, caractérisé en ce que
le dispositif de mélange (1) comprend un élément de fixation (8) pouvant être placé
sur au moins l'un des moyens de fermeture (121, 131, 141) pour bloquer un actionnement
du moyen de fermeture (121, 131, 141).
2. Dispositif de mélange (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier raccord (12) et le deuxième raccord (13) sont chacun connectés à une conduite
(16) du dispositif de mélange (1), qui relie le troisième raccord (11) et le quatrième
raccord (15) l'un à l'autre, la liaison du premier raccord (12) et du deuxième raccord
(13) à la conduite (16) étant réalisée à chaque fois par un point de liaison (120,
130, 140) de type élément en T.
3. Dispositif de mélange (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que les moyens de fermeture sont réalisés sous forme de robinets à plusieurs voies (121,
131, 141), un premier robinet à plusieurs voies (121) étant disposé au niveau du point
de liaison (120) entre le premier raccord (12) et la conduite (16) et un deuxième
robinet à plusieurs voies (121) étant disposé au niveau du point de liaison (130)
entre le deuxième raccord (13) et la conduite (16).
4. Dispositif de mélange (1) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que chaque robinet à plusieurs voies (121, 131, 141) présente plusieurs positions,
- le point de liaison associé (120, 130, 140) étant fermé dans une première position,
- le point de liaison associé (120, 130, 140) étant ouvert dans une deuxième position
pour un passage (F) depuis le premier ou le deuxième raccord (12, 13, 14) associé
respectif par le biais de la conduite (16) jusqu'au troisième raccord (11) et
- le point de liaison associé (120, 130, 140) étant ouvert dans une troisième position
pour un passage (F) à travers la conduite (16) entre le troisième et le quatrième
raccord (11, 15).
5. Dispositif de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier récipient (5) et le deuxième récipient (4) sont configurés chacun sous
forme de fiole et peuvent être connectés par le biais d'un capuchon de raccordement
(6) présentant un goujon au premier raccord (12) ou au deuxième raccord (13).
6. Dispositif de mélange (1) selon la revendication 5, caractérisé par une bague de fixation (7), qui, lorsque le récipient (4, 5) est raccordé, peut être
appliquée sur le capuchon de raccordement (6) pour fixer la liaison entre le récipient
(4, 5) et le capuchon de raccordement (6), afin de fixer la liaison du capuchon de
raccordement (6) au récipient (4, 5).
7. Dispositif de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de refoulement (2) est réalisé par une seringue médicale.
8. Dispositif de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de mélange (1), lorsque les récipients (3, 4, 5) sont raccordés et
que le moyen de refoulement (2) est raccordé, forme un système fermé.
9. Dispositif de mélange (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un autre raccord (14) pour raccorder un récipient supplémentaire (4, 5) contenant
un composant supplémentaire du liquide médical à mélanger ou à reconstruire.
10. Procédé pour reconstruire ou mélanger un liquide médical constitué d'au moins deux
composants, dans lequel
- un premier récipient (5) contenant un premier composant est raccordé à un premier
raccord (12) d'un dispositif de mélange (1),
- un deuxième récipient (4) contenant un deuxième composant est raccordé à un deuxième
raccord (13) du dispositif de mélange (1) et
- des moyens de fermeture (121, 131, 141) du dispositif de mélange (1) sont actionnés
pour la fermeture ou l'ouverture sélectives d'au moins l'un des raccords (12, 13),
- un moyen de refoulement (2) pour refouler l'un des premier et deuxième composants
est raccordé à un troisième raccord (11) du dispositif de mélange (1) et
- un troisième récipient (3) pour recevoir un liquide médical reconstruit ou mélangé
à partir du premier composant et du deuxième composant est raccordé à un quatrième
raccord (15) du dispositif de mélange (1),
caractérisé en ce qu'au moins l'un des moyens de fermeture (121, 131, 141) est bloqué contre un actionnement
par l'application d'un élément de fixation soit avant le mélange ou la reconstruction
du liquide médical soit après le mélange ou la reconstruction du liquide médical,
afin de fournir le dispositif de mélange (1) avec les récipients (3, 4, 5) disposés
sur celui-ci et le moyen de refoulement (2) disposé sur celui-ci à un utilisateur
du liquide médical.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier composant contenu dans le premier récipient (5) est réalisé par une solution
et le deuxième composant contenu dans le deuxième récipient (4) est réalisé par un
composant médicamenteux, sous forme lyophilisée.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que pour le mélange ou la reconstruction du liquide médical
- dans une première étape, par actionnement des moyens de fermeture (121, 131, 141)
et du moyen de refoulement (2) du dispositif de mélange (1), le premier composant
est aspiré hors du premier récipient (5) dans le moyen de refoulement (2),
- dans une deuxième étape, par actionnement des moyens de fermeture (121, 131, 141)
et du moyen de refoulement (2) du dispositif de mélange (1), le premier composant
est refoulé hors du moyen de refoulement (2) dans le deuxième récipient (4), afin
de mélanger ou de reconstruire le deuxième composant contenu dans le deuxième récipient
(4) avec le premier composant et d'obtenir le liquide médical,
- dans une troisième étape, le liquide médical mélangé ou reconstruit est aspiré hors
du deuxième récipient (4) dans le moyen de refoulement (2) et
- dans une quatrième étape, le liquide médical mélangé ou reconstruit est refoulé
hors du moyen de refoulement (2) dans le troisième récipient.