[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5 zum Planrichten eines
rechteckigen Blechs mit einem in Längsrichtung des Blechs verlaufenden linken und
rechten Längsrand sowie einem in Querrichtung des Blechs verlaufenden oberen und unteren
stirnseitigen Rand. Solch ein Verfahren und solch eine Vorrichtung sind z.B. in der
DE-C-440837 offenbart.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Planrichten
von Lochblechen und Streckgitter. Als Lochformen unterscheidet man die Rundlochung,
Quadratlochung, Sechsecklochung, Langlochung, Zierlochung und die Sonderlochung. Streckgitter
stellen eine besondere Form der Lochung dar und entstehen durch versetzte Schnitte
und Streckung ohne Materialverlust. Das Streckmetall kann beispielsweise Rautenmaschen,
Rundlochmaschen, oder Quadratmaschen zur Ausbildung der Löcher aufweisen.
[0003] Lochbleche werden in zahlreichen Bereichen genutzt, beispielsweise in der Raumgestaltung
für Wandverkleidungen, Trennwände sowie als Design-Elemente, in der Klimatechnik als
Sonnenschutzpaneele sowie als Heiz-/Kühlsegel, in der Aufbereitungstechnik für Siebbeläge
sowie im Bereich der Akustik unter anderem für Lärmschutzwände.
[0004] Ein Lochblech weist üblicherweise an der linken und rechten Längsseite sowie der
unteren und oberen Stirnseite einen ungelochten Rand auf. Dieser ist von der Art der
Lochung, der Blechdicke, den Toleranzen, den Außenmaßen des Blechs und den Fertigungstoleranzen
beim Lochen abhängig. Zwischen dem linken und rechten Längsrand sowie dem oberen und
unteren Stirnrand des Lochblechs befindet sich das Lochfeld, in dem die Löcher in
mehreren Reihen, ggf. mit einem Lochversatz zueinander angeordnet sind.
[0005] Obwohl sich das erfindungsgemäße Verfahren in erster Linie auf derartige Lochbleche
bezieht, kann es auch bei herkömmlichen, als Tafel ausgelieferten Blechen zum Einsatz
gelangen. Dies gilt ebenso bei Streckgittern, welche üblicherweise keine lochfreien
Längsränder aufweisen.
[0006] Einzelne Lochbleche werden heute zumeist in Rollenrichtmaschinen plangerichtet. Beim
Richten in Rollenrichtmaschinen werden die nach der DIN EN geforderten Planheitstoleranzen
erreicht. Das zu richtende Lochblech durchläuft eine keilförmig vom Ein- zum Auslauf
angestellte Richtrollenanordnung, wobei das Lochblech mehrfach in beide Richtungen
durchgebogen wird. Die Durchbiegung wird so eingestellt, dass nicht plane Abschnitte
des Lochblechs die Streckgrenze des verwendeten Metalls überschreiten, wodurch die
nicht ebenen Abschnitte plastisch und dauerhaft begradigt werden. Die bereits planen
Bereiche des Blechs werden lediglich unterhalb der Streckgrenze verformt, so dass
in diesen Bereichen keine plastische Verformung eintritt.
[0007] Durch quer zur Längsrichtung des Blechs wirkende Anstellsysteme können die Richtrollen
der Richtrollenmaschine derart gebogen werden, dass gezielt die Ränder und/oder einzelne
Bereiche im Lochfeld eine zusätzliche Dehnung erfahren. Die Bedienperson für die Richtrollenmaschine
wählt die Parameter für die keilförmige Anstellung der Richtrollen vom Einlauf zum
Auslauf und der Anstellsysteme quer zum Lochblech aufgrund ihrer Erfahrung. Die Ergebnisse
des Planrichtens sind daher nicht ohne weiteres reproduzierbar. In Folge dessen muss
der Vorgang des Planrichtens häufig mehrfach wiederholt werden.
[0008] Durch die mehrfache wechselsinnige Biegung der Lochbleche kommt es insbesondere im
Bereich der Längsränder und der stirnseitigen Ränder des Lochblechs zu Materialanrissen,
die sich von den angrenzenden Löchern ausbreiten. Des Weiteren kommt es aufgrund der
Wechselbiegungen des Lochblechs in der Rollenrichtmaschine zu einer nicht berechenbaren
Längenänderung des Lochblechs.
[0009] Aufgrund der vorgenannten Umstände sind für jedes Lochblech mit abweichender Lochformen,
unterschiedlichem Lochmuster, Werkstoff und unterschiedlichen Abmessungen mehrere
Versuche erforderlich, um die Parameter zur Einstellung der Rollenrichtmaschine für
das nachfolgende Richten der Lochbleche eines Typs zu ermitteln.
[0010] Aus der
US 3082809 A ist eine Vorrichtung zum Planrichten eines rechteckigen Blechs bekannt, wobei die
Vorrichtung Klemmvorrichtungen zum Einspannen des oberen und unteren stirnseitigen
Randes des Blechs aufweist, wobei jeder Klemmvorrichtung ein Antrieb zur Streckung
des Blechs in Längsrichtung zugeordnet ist und die Vorrichtung Mittel zum Erfassen
der Istwerte der Streckung des Blechs in Längsrichtung aufweist. Die Erfassung erfolgt
jeweils nach dem Strecken, um die Zugspannungsverteilung in dem Blech zu ermitteln.
Das Strecken und Messen wird so cft wiederholt, bis in dem Blech eine im wesentlichen
gleichmäßige Zugspannungsverteilung vorliegt.
[0011] Aus der
DE 440 837 C ist darüber hinaus eine Vorrichtung zum Strecken vcn Blechen in Längs- und Querrichtung
bekannt, um die Bleche zu ebnen und zu glätten.
[0012] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Planrichten eines rechteckigen Blechs, insbesondere
eines Lochblechs vorzuschlagen, bei dem lediglich ein Richtvorgang erforderlich ist,
Materialanrisse aufgrund von Wechselbiegungen vermieden und nicht berechenbare Längenänderungen
vermieden werden.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten durch die folgenden
Schritte gelöst:
- Erfassung der Welligkeit des Blechs,
- Ermittlung von Sollwerten für die Streckung zum Planrichten des Blechs in Längs- und
/ oder Querrichtung mit einem Algorithmus, der die zuvor erfasste Welligkeit und die
Streckgrenze des Blechs berücksichtigt,
- Einspannen der Längsränder und / oder der stirnseitigen Ränder mittels jeweils mindestens
einer Klemmvorrichtung,
- Streckung des Blechs in Längs- und / oder Querrichtung des Blechs mit Hilfe der Klemmvorrichtungen,
- Erfassen der Istwerte der Streckung des Blechs sowie
- Beenden der Streckung des Blechs bei Erreichen der zuvor ermittelten Sollwerte für
die Streckung.
[0014] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung Mittel zum Erfassen der Istwerte der Streckung des Blechs in Quer-und/oder
Längsrichtung aufweist, die Verrichtung mindestens eine Messvorrichtung zur Erfassung
der Welligkeit des Blechs aufweist, die Abstandsänderungen zwischen einer Oberfläche
des Blechs und der Messvorrichtung erfasst, während die Messvorrichtung und das Blech
relativ zueinander in einer zu einer virtuellen ebenen Auflagefläche des Blechs planparallelen
Ebene bewegt werden und die Vorrichtung eine Steuer-/Rechnereinheit aufweist, die
zur Ermittlung von Sollwerten für die Streckung zum Planrichten des Blechs in Längs-
und/oder Querrichtung unter Berücksichtigung der zuvor erfassten Welligkeit und der
Streckgrenze des Blechs und zum Beenden der Streckung des Blechs bei Erreichen der
zuvor ermittelten Sollwerte für die Streckung eingerichtet ist.
[0015] Die Klemmvorrichtungen umfassen vorzugsweise Klemmbacken, die speziell auf das zu
streckende Blech, insbesondere in dessen Randbereichen abgestimmt sind.
[0016] Durch das Erfassen der Welligkeit des Blechs, insbesondere der Wellen in Längs- und
Querrichtung des Lochblechs lassen sich mit Hilfe eines Algorithmus und unter Berücksichtigung
der bekannten Streckgrenze des verwendeten Metalls Soll-Werte für die Streckung zum
Planrichten des Blechs in Längs-und/oder Querrichtung errechnen. Hieraus resultiert
der gegenüber den herkömmlichen Verfahren entscheidende Vorteil, dass mit einem einmaligen
Streckvorgang das Lochblech vollständig plangerichtet wird und unmittelbar ein reproduzierbares
Richtergebnis für die folgenden Richtvorgänge vorliegt. Mehrere Versuche zur Ermittlung
der Parameter zum Planrichten des Lochblechs sind nicht mehr erforderlich.
[0017] Das Blech wird ausschließlich in der Ebene des Blechs in Längs- und/oder Querrichtung
mit Hilfe der Klemmvorrichtungen gestreckt. Hierdurch entfallen die bisher erforderlichen
Wechselbiegungen des Blechs. In Folge dessen werden Materialanrisse und nicht berechenbare
Längenänderungen der Lochbleche vermieden. Während der Streckung des Blechs werden
die Istwerte der Streckung, insbesondere mit Hilfe von Wegmesssystemen erfasst. Sobald
die Ist-Werte, die zuvor mit Hilfe des Algorithmus berechneten Soll-Werte für die
Streckung erreicht haben, wird die Streckung mit Hilfe der Klemmvorrichtungen in Längs-
und/oder Querrichtung des Blechs beendet.
[0018] Vor dem Richten weist das Lochblech üblicherweise Längs- und Querwellen auf. Zur
Erfassung dieser Welligkeit ist dem eigentlichen Strecken des Blechs eine Messvorrichtung
zur Erfassung der Welligkeit des Blechs vorgeordnet. Zur Erfassung der Welligkeit
des Blechs erfasst die mindestens eine Messvorrichtung Abstandsänderungen zwischen
einer der Oberflächen des Blechs und der Messvorrichtung, während die Messvorrichtung
und das Blech relativ zueinander bewegt in einer zu einer virtuellen ebenen Auflagefläche
des Blechs planparallelen Ebene bewegt werden. Vorzugsweise wird die mindestens eine
Messvorrichtung relativ zum Blech in dessen Längsrichtung entlang mehrerer paralleler
Messspuren bewegt. Durch eine ausreichende Anzahl von Messungen entlang der Messspuren
ergibt sich interpoliert ein Längsprofil des Blechs. Durch Erfassen mehrerer parallel
verlaufender Längsprofile ergibt sich ein dreidimensicnales Abbild des Blechs. Selbstverständlich
kann die Messvorrichtung die Abstandsänderungen auch entlang einer zu der Querrichtung
des Blechs parallelen Linie erfassen.
[0019] Insbesondere an den schmaleren stirnseitigen Rändern des Lochblechs kann jede Klemmvorrichtung
an einen der Ränder ortsfest ausgeführt sein, während die Klemmvorrichtung(en) an
dem gegenüberliegenden Rand bewegt wird bzw. zumindest teilweise bewegt werden. Hierdurch
lässt sich der apparative Aufwand reduzieren. An dem linken und rechten längeren Längsrand
greifen vorzugsweise mehrere Klemmvorrichtungen zur Eliminierung von Querwellen an.
Je nach Oberflächenprofil des Lochblechs ist es nicht erforderlich, über die gesamte
Länge quer zum Blech mit sämtlichen Klemmvorrichtungen zu ziehen, um die Querwellen
zu eliminieren.
[0020] Vorzugsweise sind sämtliche an den Längsrändern angeordneten Klemmvorrichtungen mit
einem Antrieb zur Streckung des Blechs in Querrichtung versehen. An den Stirnseiten
genügt es, wenn die Klemmvorrichtung an einer der beiden stirnseitigen Ränder einen
Antriebe zur Streckung des Blechs in Längsrichtung aufweist. Als Antriebe für die
Klemmbalken bzw. die an den Klemmbalken angeordneten Klemmbacken der Klemmvorrichtungen
kommen insbesondere Linearantriebe in Betracht, die eine translatorische Bewegung
des Klemmbalkens in der Blechebene hervorrufen. In Betracht kommen Hydraulik- oder
Pneumatikzylinder, elektromechanische Linearantriebe oder auch Gewindestangenantriebe.
[0021] Die Verschiebung eines Klemmbalkens kann jedoch auch mit Hilfe einer auf den Klemmbalken
wirkenden Exzenter-Welle bewirkt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, mittels
eines Keilspanners die gegenüberliegenden, auf beiden Seiten des Blechs angreifenden
Klemmbalken zu schließen und durch Abgleiten der Keilflächen aufeinander die Streckbewegung
in die Ränder des Blechs einzuleiten.
[0022] Je nach Ausführungsform kann die Klemmvorrichtung einen separaten Antrieb zum Schließen
der Klemmbacken sowie einen separaten Antrieb zur Streckung des Blechs in Längs- oder
Querrichtung aufweisen. Der Antrieb zum Schließen und Öffnen der Klemmbacken kann
jedoch zugleich der Streckung des Blechs in Längs- oder Querrichtung dienen.
[0023] Für die Doppelfunktion des Antriebs ist dessen Abtriebsglied gelenkig mit einem Ende
eines Hebels verbunden, an dem eine Klemmbacke der Klemmvorrichtung angeordnet ist,
die auf einer Oberfläche des Blechs zur Anlage bringbar ist. Am gegenüberliegenden
Ende des Hebels ist eine ausschließlich in Quer- oder Längsrichtung verschiebbare
Halterung für eine Klemmbacke der Klemmvorrichtung angelenkt, die auf der gegenüberliegenden
Oberfläche des Blechs zur Anlage bringbar ist. Während der Schließbewegung der beiden
Klemmbacken kommt es zu einer überlagerten Verschiebebewegung der Halterungen in Längs-
oder Querrichtung, so dass es nach Aufbau einer hinreichenden Klemmkraft zwischen
den Klemmbacken zu der gewünschten Streckung des Blechs kommt.
[0024] Eine bevorzugte Ausführungsform einer Klemmvorrichtung, deren Antrieb zum Strecken
des Blechs zugleich die Schließfunktion übernimmt, ergibt sich aus den Merkmalen des
Unteranspruchs 7.
[0025] Die Klemmvorrichtungen, die Antriebe und die Führungen für die Klemmvorrichtungen
sind an einem Rahmen der Vorrichtung zum Planrichten angeordnet. Dieser Rahmen nimmt
die beim Recken des Blechs erforderlichen Kräfte auf, die den Rahmen proportional
zu der Kraft verformen. Diese Verformung des Rahmens wird in dem Algorithmus zur Berechnung
der Soll-Streckung des Blechs vorzugsweise berücksichtigt.
[0026] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung eine zwischen
den Klemmvorrichtungen angeordnete Transporteinrichtung für das Blech auf. Diese Transporteinrichtung
ist beispielsweise als Rollgang ausgestaltet. Die Transportvorrichtung dient dem Zweck,
das Blech von einem Eingang zu einem Ausgang der Vorrichtung zu bewegen. Während des
Reckens dient die Transporteinrichtung als Auflage für das Blech. Um das Blech der
Transporteinrichtung und den um die Transporteinrichtung herum angeordneten Klemmvorrichtungen
lagerichtig zuzuführen, ist dem Eingang der Vorrichtung eine Zentrier- und Zuführeinrichtung
für das Blech vorgeordnet. Die Zentrierund Zuführeinrichtung weist vorzugsweise mehrere
Führungsrollen auf, die jeweils um eine im Bezug zur Oberfläche des Blechs vertikale
Achse drehbar sind, wobei der Abstand zwischen den vertikalen Achsen einstellbar ist.
Hierdurch können die Führungsrollen zentrisch zum Blech auf dessen Außenbreite eingestellt
werden.
[0027] Die Messvorrichtung zur Erfassung der Welligkeit des Blechs arbeitet mit elektrooptischen
Sensoren. In Betracht kommen jedoch auch andere Abstandssensoren, wie beispielsweise
Ultraschallsensoren, um den Abstand zwischen der Messvorrichtung und der Oberfläche
des Blechs zu erfassen.
[0028] Zur Erfassung der Ist-Werte der Streckung des Blechs weist vorzugsweise jeder Antrieb
einen Wegsensor auf, der den translatorischen Weg des Antriebs zur Streckung des Blechs
erfasst. Als Wegsensoren kommen Absolut-Wertgeber, Inkrementalgeber, Ultraschallsensoren
oder elektrooptische Sensoren in Betracht. Die Ist-Werte der Streckung werden für
einen Soll-Wertvergleich zum Beenden der Streckung in der Recheneinheit benötigt.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1 - 6
- eine Vorrichtung zum Planrichten eines rechteckigen Blechs während der unterschiedlichen
Schritte des Richtvorgangs sowie
- Figur 7
- eine schematische Darstellung eines Lochblechs vor dem Planrichten.
[0030] Die Vorrichtung zum Planrichten (10) besteht im Wesentlichen aus einem Maschinenrahmen
(20), den Klemmvorrichtungen (30) zum Einspannen der Ränder eines Lochblechs (40),
Antrieben (50, 60, 70) für die Klemmvorrichtungen (30) sowie einer Transporteinrichtung
(80). Ferner ist an dem Maschinenrahmen (20) eingangsseitig eine Zentrier- und Zuführeinrichtung
(90) für die planzurichtenden Lochbleche (40) angeordnet.
[0031] Figur 7 zeigt eine Aufsicht auf ein Längs- und Querwellen aufweisendes Lochblech
(40) mit einem in Längsrichtung (45) des Blechs (40) verlaufenden linken und rechten
Längsrand (41, 42) sowie einem in Querrichtung (46) des Blechs verlaufenden oberen
und unteren stirnseitigen Rand (43, 44). Die Ränder (41 - 44) umgeben ein Lochfeld
(47), dessen Löcher der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt sind.
[0032] Vor dem Planrichten des Lochblechs (40) ist es erforderlich, die durch die Längs-
und Querwellen bedingte Welligkeit des Lochblechs (40) zu erfassen. Zur Erfassung
der Welligkeit des Lochblechs (40) wird eine in Figur 7 nicht dargestellte Messvorrichtung
mit einem elektrooptischen Abstandssensor verwendet. Die Messvorrichtung wird entlang
der parallel zur Längsrichtung (45) verlaufenden Messspuren (n1 - n7) relativ zu dem
ortsfest gehaltenen Lochblech (40) bewegt. Die Bewegung der Messvorrichtung erfolgt
in einer zu einer virtuellen ebenen Auflagefläche (48) für das Lochblech (40) planparallelen
Ebene (49). Entlang der Messspurer (n1 - n7) aufgenommene Messwerte ergeben ein Höhenprofil
des Lochblechs (40), das zusammen mit den anderen entlang der übrigen Messspuren aufgenommenen
Höhenprofilen ein dreidimensionales Bild der gewellten Oberfläche des Lochblechs (40)
ergibt.
[0033] Der von der Messvorrichtung zur Erfassung der Welligkeit erfasste Datensatz wird
in einer nicht dargestellten Steuer-/Rechnereinheit unter Berücksichtigung der bekannten
Streckgrenze des Lochblechs zur Ermittlung von Soll-Werten für die Streckung zum Planrichten
des Blechs in Längsund/oder Querrichtung (45, 46) verwendet. Die Streckgrenze ist
ein Werkstoffkennwert des Metalls, der diejenige Spannung bezeichnet, bis zu der das
Metall bei einachsiger und momentfreier Zugbeanspruchung keine sichtbare plastische
Verformung zeigt.
[0034] Zum Planrichten des gewellten Lochblechs (40) wird dies der Vorrichtung (10) über
die Zentrier- und Zuführeinrichtung (90), wie in Figur 1 erkennbar, zugeführt.
[0035] Die Vorrichtung (10) weist zehn Klemmvorrichtungen (30) zum Einspannen des linken
Längsrandes (41) und zehn Klemmvorrichtungen (30) zum Einspannen des rechten Längsrandes
(42) des Lochblechs (40) auf (vgl. Figur 2). Jeder Klemmvorrichtung (30) ist ein Antrieb
(60) in Form eines Druckmittelzylinders zur Streckung des Blechs in Querrichtung (46)
zugeordnet, der als Abtriebsglied (61) eine Kolbenstange aufweist. Auf der gegenüberliegenden
Seite weist der Druckmittelzylinder eine Achsaufnahme (62) auf, die um eine an dem
Maschinenrahmen (20) festgelegte Achse (63) schwenkbar ist. Die Kolbenstange ist wiederum
über ein Scharniergelenk (64) gelenkig mit dem Ende eines Hebels (31) der Klemmvorrichtung
(30) verbunden. An der in Richtung des Lochblechs (40) weisenden Unterseite des Hebels
(31) ist eine Klemmbacke (32) befestigt, die auf der nach oben weisenden Oberfläche
des Lochblechs (40) zur Anlage bringbar ist. Der Hebel (31) ist an dem dem Scharniergelenk
(64) gegenüberliegenden Ende an einer Halterung (33) für eine weitere Klemmbacke (34)
angelenkt, die an der gegenüberliegenden Oberfläche des Lochblechs (40) anliegt. Die
Halterungen (33) sind auf Führungsteilen (21) des Maschinenrahmens (20) ausschließlich
in Querrichtung (46) verschiebbar geführt. Die Klemmbacken (32,34) müssen nicht notwendigerweise
als separates Bauteil ausgeführt sein, sondern können integraler Bestandteil der Halterung
(33) bzw. des Hebels (31) sein.
[0036] Durch Betätigen des Druckmittelzylinders des Antriebs (60) wird die Kolbenstange
ausgefahren, so dass sich die Klemmbacke (32) auf den Längsrand (41, 42) des Lochblechs
(40) absenkt und dabei den Längsrand (41, 42) zwischen der oberen Klemmbacke (32)
und der unteren Klemmbacke (34) einklemmt. Gleichzeitig wandert der durch das Scharniergelenk
(64) geführte Hebel (31) in Richtung der Oberfläche und schiebt dabei die Halterung
(33) entlang des Führungsteils (21) in Querrichtung (46) des Lcchblechs (40). Das
Lochblechs(40) wird dabei in Querrichtung (46) gestreckt, wodurch etwaige Querwellen
begradigt werden.
[0037] Die Begradigung von Längswellen erfolgt indes mit nur einer Klemmvorrichtung (30),
die den oberen stirnseitigen Rand (43) und einer Klemmvorrichtung (30), die den unteren
stirnseitigen Rand (44) einspannt (vgl. Figur 3). Aufgrund der relativ geringen Blechbreite
ist es nicht erforderlich, mehrere Klemmvorrichtungen an den stirnseitigen Rändern
(43, 44) anzuordnen. Weist jedoch das Blech (40) eine größere Breite auf, kann es
auch an den Stirnseiten angezeigt sein, mehrere Klemmvorrichtungen (30) vorzusehen.
Die stirnseitigen Klemmvorrichtungen (30) weisen eine erste sich über die gesamte
Breite des Lochblechs (40) erstreckende obere Klemmbacke (35) in Form eines Klemmbalkens
auf, die auf der Oberfläche des Lochblechs (40) zur Anlage gelangt. Des Weiteren weist
die Klemmvorrichtung (30) eine untere Klemmbacke (36) in Form eines Klemmbalkens auf,
die an der nach unten weisenden Oberfläche des Lochblechs (40) anliegt. Auf der Oberseite
des oberen Klemmbalkens (35) befinden sich zwei Lagerböcke (37), um deren Achsen jeweils
ein Lagerauge (52) schwenkbar ist. Das Lagerauge (52) ist endseitig an einem Abtriebsglied
(51) in Form einer Kolbenstange eines als Druckmittelzylinder ausgeführten Antriebs
(50) angeordnet. Am gegenüberliegenden Ende des Antriebs (50) ist dieser um eine in
Querrichtung (46) verlaufende Schwenkachse in einem C-förmigen Rahmenteil (22, 23)
des Maschinenrahmens (20) gelagert.
[0038] Der untere Klemmbalken (36) ist auf einer horizontalen Gleitfläche (24) des C-förmigen
Rahmenteils (22) in Längsrichtung (45) verschiebbar geführt.
[0039] Abweichend zu dem Antrieb (60) hat der Antrieb (50) keine Doppelfunktion, sondern
dient ausschließlich dem Einspannen der stirnseitigen oberen und unteren Ränder (43,
44) zwischen den Klemmbacken (35, 36). Die eigentliche Streckung des Lochblechs (40)
in Längsrichtung (45) erfolgt indes nach dem Einspannen der Ränder (43, 44) durch
den Antrieb (70), der sich unterhalb der Transporteinrichtung (80) für das Lochblech
(40) befindet. Der Antrieb (70) ist ebenfalls als Druckmittelzylinder ausgeführt,
der gehäuseseitig gelenkig mit dem Maschinenrahmen (20) verbunden ist. Das in den
Figuren nicht dargestellte Abtriebsglied in Form einer Kolbenstange ist wiederum gelenkig
mit dem unteren Klemmbalken (36) verbunden. Durch Beaufschlagen des Druckmittelzylinders
(70) fährt die Kolbenstange aus und verschiebt die Klemmbalken (36) in Längsrichtung
entlang der Gleitfläche (24, 25) der C-förmigen Rahmenteile (22, 23) in entgegengesetzter
Richtung, wodurch es zu einer Streckung des Lochblechs (40) in Längsrichtung und damit
einer Eliminierung der Längswellen kommt.
[0040] Die Transporteinrichtung (80) ist lediglich aus den Figuren 1 und 6, die die Vorrichtung
zum Planrichten (10) unmittelbar vor dem Einführen des Lochblechs (40) bzw. während
des Abtransports des gerichteten Lochblechs (40) zeigen, erkennbar. Die Transporteinrichtung
(80) umfasst mehrere zylindrische Rollen (81), die zusammen eine Auflagefläche für
das Lochblech (40) zwischen den Klemmvorrichtungen (30) bilden.
[0041] Das Einführen des ungerichteten Lochblechs (40) erfolgt mit der Zentrier- und Zuführeinrichtung
(90) (vgl. Figur 1). Die Zentrier- und Zuführeinrichtung (90) umfasst zwei Rollenhalterungen
(91), die jeweils zwei Führungsrollen (92) aufweisen. Die Rollenhalterungen (91) weisen
einen Sockel (93) mit zwei parallel zueinander angeordneten, in Querrichtung (46)
verlaufenden Durchgängen (94) auf, die den Sockel (93) mit Hilfe von Gleitbuchsen
längs zweier Führungsstäbe (95) gleitend führen. Die Führungsstäbe (95) erstrecken
sich zwischen zwei im Abstand zueinander angeordneten Rahmenteilen (26) des Maschinenrahmens
(20). Mittig zwischen den Anschlagspunkten der Führungsstäbe (95) an dem im Bild linken
Rahmenteil (26) ist eine Motor-Getriebeeinheit (96) angeordnet, die über eine Spindel
(97) die Sockel (93) aufeinander zur bzw. voneinander weg bewegt. Hierdurch lässt
sich der Abstand der Führungsrollen (92) gleichmäßig in Bezug auf die Länge-Mittenachse
des Lochblechs (40) vergrößern bzw. verkleinern, so dass unterschiedlich breite Lochbleche
(40) über einen Eingang (12) der Transporteinrichtung (80) lagerichtig zugeführt werden
können. Mittels eines nicht dargestellten Antriebs für die Rollen (81) wird das Lochblech
(40) nach dem Richten, wie aus Figur 6 erkennbar aus der Vorrichtung zum Planrichten
(10) herausgeschoben und der Weiterverarbeitung zugeführt.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Planrichten des Lochblechs (40) wird nachfolgend
anhand der Figuren 1 - 7 näher erläutert:
Zunächst wird entsprechend dem anhand von Figur 7 weiter oben erläuterten Verfahren
die Welligkeit des Blechs erfasst. Die Erfassung kann in einer vorgeordneten Messstation
erfolgen oder nachdem das Lochblech auf der Transporteinrichtung (80) lagegerecht
ausgerichtet wurde. Die nicht dargestellte Steuer-/Rechnereinheit ermittelt sodann
die Soll-Werte für die Streckung zum Planrichten des Lochblechs (40) in Längsund Querrichtung
(45, 46) unter Berücksichtigung der zuvor erfassten Welligkeit und der bekannten Streckgrenze
des Blechs. Da die Querwellen bei größerer Blechlänge vielfach unterschiedlich stark
ausgeprägt sind, werden für die einzelnen Antriebe (60) von der Steuer-/Rechnereinheit
unterschiedliche Soll-Werte für die Streckung zum Planrichten in Querrichtung ermittelt
[0043] Figur 1 veranschaulicht, wie das nicht gerichtete Lochblech (40) in die Zentrier-
und Zuführeinrichtung (90) zwischen die Führungsrollen (92) gelangt. Das zentrierte
Lochblech (40) wird weiter bis zur Transporteinrichtung (80) gefördert, wie dies aus
Figur 2 erkennbar ist.
[0044] Sodann werden mittels der Antriebe (50, 60) die Längsränder (41, 42) und die stirnseitigen
Ränder (43, 44) des Lochblechs (40) mit den Klemmvorrichtungen (30) eingespannt (vgl.
Figur 3).
[0045] Durch fortgesetzte Betätigung der Antriebe (60) bzw. Betätigen der Antriebe (70)
wird das Lochblech in Längs- und Querrichtung (45, 46) mit Hilfe der Klemmvorrichtungen
(30) gestreckt. Gleichzeitig erfassen nicht dargestellte Messwertaufnehmer die Ist-Werte
der Streckung des Lochblechs(40). Die erfassten Ist-Werte werden in der nicht dargestellten
Steuer-/Rechnereinheit mit den zuvor ermittelten Soll-Werten für die Streckung verglichen.
Bei Erreichen der Soll-Werte für die Streckung wird die Ansteuerung der Antriebe (60,
70) beendet (vgl. Figur 4).
[0046] Figur 5 zeigt, wie nach dem Strecken die Antriebe (50, 60) geöffnet werden und das
gerichtete Lochblech (40) freigegeben wird. Figur 6 zeigt schließlich den Abtransport
des gerichteten Lochblechs (40) durch den Ausgang (11) aus der Vorrichtung (10).
Bezugszeichenliste
| Nr. |
Bezeichnung |
Nr. |
Bezeichnung |
| 10 |
Vorrichtung zum Planrichten |
47 |
Lochfeld |
| 11 |
Ausgang |
48 |
Auflagefläche |
| 12 |
Eingang |
49 |
planparallele Ebene |
| 20 |
Maschinenrahmen |
50 |
Antrieb |
| 21 |
Führungsteil |
51 |
Abtriebsglied |
| 22 |
C-förmiges Rahmenteil |
52 |
Lagerauge |
| 23 |
C-förmiges Rahmenteil |
53 |
Achse |
| 24 |
Gleitfläche |
60 |
Antrieb (Druckmittelzylinder) |
| 25 |
Gleitfläche |
61 |
Abtriebglied (Kolbenstange) |
| 26 |
L-förmiges Rahmenteil |
62 |
Achsaufnahme |
| 30 |
Klemmvorrichtung |
63 |
Achse |
| 31 |
Hebel |
64 |
Scharniergelenk |
| 32 |
Klemmbacke |
70 |
Antrieb |
| 33 |
Halterung |
80 |
Transporteinrichtung |
| 34 |
Klemmbacke |
81 |
Rollen |
| 35 |
Obere Klemmbacke (Klemmbalken) |
90 |
Zentrier- und Zuführeinrichtung |
| 36 |
Untere Klemmbacke (Klemmbalken) |
91 |
Rollenhalterung |
| 37 |
Lagerbock |
92 |
Führungsrolle |
| 40 |
Lochblech |
93 |
Sockel |
| 41 |
Linker Längsrand |
94 |
Durchgang |
| 42 |
Rechter Längsrand |
95 |
Führungsstab |
| 43 |
Oberer stirnseitiger Rand |
96 |
Motorgetriebeeinheit |
| 44 |
Unterer stirnseitiger Rand |
97 |
Spindel |
| 45 |
Längsrichtung |
|
|
| 46 |
Querrichtung |
|
|
1. Verfahren zum Planrichten eines rechteckigen Blechs (40) nit einem in Längsrichtung
(45) des Blechs (40) verlaufenden linken und rechten Längsrand (41, 42) sowie einem
in Querrichtung (46) des Blechs (40) verlaufenden oberen und unteren stirnseitigen
Rand (43, 44),
gekennzeichnet durch die Schritte
- Erfassung der Welligkeit des Blechs (40),
- Ermittlung von Sollwerten für die Streckung zum Planrichten des Blechs (40) in Längs-
und / oder Querrichtung (45, 46) mit einem Algorithmus, der die zuvor erfasste Welligkeit
und die Streckgrenze des Blechs (40) berücksichtigt,
- Einspannen der Längsränder (41, 42) und / oder der stirnseitigen Ränder (43, 44)
mittels jeweils mindestens einer Klemmvorrichtung (30),
- Streckung des Blechs (40) in Längs- und / oder Querrichtung (45, 46) des Blechs
(40) mit Hilfe der Klemmvorrichtungen (30),
- Erfassen der Istwerte der Streckung des Blechs (40) sowie
- Beenden der Streckung des Blechs (40) bei Erreichen der zuvor ermittelten Sollwerte
für die Streckung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der Welligkeit des Blechs (40) mindestens eine Messvorrichtung Abstandsänderungen
zwischen einer Oberfläche des Blechs (40) und der Messvorrichtung erfasst, während
die Messvorrichtung und das Blech (40) relativ zueinander in einer zu einer virtuellen
ebenen Auflagefläche (48) des Blechs (40) planparallelen Ebene (49) bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung oder das Blech (40) entlang einer zu der Längs- und/oder Querrichtung
(45, 46) des Blechs (40) parallelen Linie in der planparallelen Ebene (49) bewegt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Streckung des Blechs (40) jede Klemmvorrichtung (30) an einem der Ränder ortsfest
gehalten wird und die Klemmvorrichtung(en) (30) an dem gegenüberliegenden Rand zumindest
teilweise bewegt wird bzw. werden.
5. Vorrichtung zum Planrichten (10) eines rechteckigen Blechs (40) mit einem in Längsrichtung
(45) des Blechs (40) verlaufenden linken und rechten Längsrand (41, 42) sowie einem
in Querrichtung (46) des Blechs (40) verlaufenden oberen und unteren stirnseitigen
Rand (43, 44), wobei
- die Vorrichtung (10) jeweils mindestens eine Klemmvorrichtung (30) zum Einspannen
des linken und rechten Längsrandes (41, 42) des Blechs (40) und/oder jeweils mindestens
eine Klemmvorrichtung (30) zum Einspannen des oberen und unteren stirnseitigen Randes
(43, 44) des Blechs (40) aufweist,
- zumindest jeder Klemmvorrichtung (30) an einem der beiden Längsränder (41, 42) ein
Antrieb (60) zur Streckung des Blechs (40) in Querrichtung (46) zugeordnet ist und/oder
zumindest jeder Klemmvorrichtung (30) an einem der beiden stirnseitigen Ränder (43,
44) ein Antrieb (50) zur Streckung des Blechs (40) in Längsrichtung (45) zugeordnete
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Vorrichtung (10) Mittel zum Erfassen der Istwerte der Streckung des Blechs (40)
in Quer- und/oder Längsrichtung (45, 46) aufweist,
- die Vorrichtung mindestens eine Messvorrichtung zur Erfassung der Welligkeit des
Blechs aufweist, die Abstandsänderungen zwischen einer Oberfläche des Blechs (40)
und der Messvorrichtung erfasst, während die Messvorrichtung und das Blech (40) relativ
zueinander in einer zu einer virtuellen ebenen Auflagefläche (48) des Blechs (40)
planparallelen Ebene (49) bewegt werden und
- die Vorrichtung eine Steuer-/Rechnereinheit aufweist, die zur Ermittlung von Sollwerten
für die Streckung zum Planrichten des Blechs (40) in Längs- und/oder Querrichtung
(45, 46) unter Berücksichtigung der zuvor erfassten Welligkeit und der Streckgrenze
des Blechs (40) und zum Beenden der Streckung des Blechs (40) bei Erreichen der zuvor
ermittelten Sollwerte für die Streckung eingerichtet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine zwischen den Klemmvorrichtungen (30) angeordnete Transporteinrichtung
(80) für das Blech (40) aufweist, mit der das Blech (40) von einem Eingang (12) zu
einem Ausgang (11) der Vorrichtung (10) bewegbar ist und die zugleich als Auflage
(48) für das Blech (40) während des Richtens dient und dass vor dem Eingang (12) eine
Zentrier- und zuführeinrichtung (90) zum lagerichtigen Zuführen des Blechs (40) zu
der Transporteinrichtung (80) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der der Klemmvorrichtung (30) zugeordnete Antrieb (60) zum Strecken des Blechs (40)
in Querrichtung (46) einen Linearantrieb mit einem sich translatorisch bewegenden
Abtriebsglied (61) aufweist,
- wobei sich das Abtriebsglied (61) translatorisch in einer Vertikalebene bewegt,
die in Querrichtung (46) des Blechs (40) sowie senkrecht zu dessen Oberfläche verläuft,
- der Linearantrieb (60) um eine senkrecht zu der Vertikalebene verlaufende Achse
(63) schwenkbar gelagert ist,
- das Abtriebsglied (61) gelenkig mit einem Ende eines Hebel (31) verbunden ist, an
dem eine Klemmbacke (32) der Klemmvorrichtung (30) angeordnet ist, die auf einer Oberfläche
des Blechs (40) zur Anlage bringbar ist und
- der Hebel (31) am gegenüberliegenden Ende an einer ausschließlich in Querrichtung
(46) verschiebbaren Halterung (33) für eine Klemmbacke (34) der Klemmvorrichtung (30)
angelenkt ist, die auf der gegenüberliegenden Oberfläche des Blechs (40) zur Anlage
bringbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der der Klemmvorrichtung (30) zugeordnete Antrieb (50) zum Strecken des Blechs (40)
insbesondere in Längsrichtung (45) an einer ersten Klemmbacke (35) der Klemmvorrichtung
(30) angreift, die auf einer Oberfläche des Blechs (40) zur Anlage bringbar ist,
die Klemmvorrichtung (30) eine zweite Klemmbacke (36) aufweist, die auf der gegenüberliegenden
Oberfläche des Blechs (40) zur Anlage bringbar ist,
und die Vorrichtung Spannmittel aufweist, um die gegenüberliegenden Klemmbacken (35,
36) gegeneinander zu verspannen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Antrieb (50, 60) als Mittel zum Erfassen der Istwerte der Streckung des Blechs
(40) einen Wegsensor umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrier- und Zuführeinrichtung (90) mehrere Führungsrollen (92) aufweist, die
jeweils um eine in Bezug zur Oberfläche des Blechs (40) vertikale Achse drehbar sind
und der Abstand zwischen den vertikalen Achsen (53) einstellbar ist.
1. A method for straightening a rectangular metal sheet (40) having a left and right
longitudinal edge (41, 42) running in the longitudinal direction (45) of the metal
sheet (40) as well as an upper and lower front-side edge (43, 44) running in the transverse
direction (46) of the metal sheet (40),
characterized by the steps:
- determining the ripple of the metal sheet (40),
- determining desired values for the stretching for straightening the metal sheet
(40) in the longitudinal and/or transverse direction (45, 46) using an algorithm which
takes into account the previously determined ripple and the yield strength of the
metal sheet (40),
- clamping the longitudinal edges (41, 42) and/or the front-side edges (43, 44) by
means of at least one clamping device (30) in each case,
- stretching the metal sheet (40) in the longitudinal and/or transverse direction
(45, 46) of the metal sheet (40) with the aid of the clamping devices (30),
- determining the actual values of the stretching of the metal sheet (40) and
- ending the stretching of the metal sheet (40) on reaching the previously determined
desired values for the stretching.
2. The method according to claim 1, characterized in that for determining the ripple of the metal sheet (40) at least one measuring device
determines distance variations between a surface of the metal sheet (40) and the measuring
device whilst the measuring device and the metal sheet (40) are moved relative to
one another in a plane-parallel plane (49) to a virtual plane contact surface (48)
of the metal sheet (40).
3. The method according to claim 2, characterized in that the measuring device or the metal sheet (40) is moved along a parallel line to the
longitudinal and/or transverse direction (45, 46) of the metal sheet (40) in the plane-parallel
plane (49).
4. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that for stretching the sheet metal (40) each clamping device (30) is held in a fixed
position on one of the edges and the clamping device(s) (30) is or are moved at least
partially on the opposite edge.
5. A device for straightening (10) a rectangular metal sheet (40) having a left and right
longitudinal edge (41, 42) running in the longitudinal direction (45) of the metal
sheet (40) as well as an upper and lower front-side edge (43, 44) running in the transverse
direction (46) of the metal sheet (40), wherein
- the device (10) comprises in each case at least one clamping device (30) for clamping
the left and right longitudinal edge (41, 42) of the metal sheet (40) and/or in each
case at least one clamping device (30) for clamping the upper and lower front-side
edge (43, 44) of the metal sheet (40),
- at least each clamping device (30) is assigned a drive (60) on one of the two longitudinal
edges (41, 42) for stretching the metal sheet (40) in the transverse direction (46)
and/or at least each clamping device (30) is assigned a drive (50) on one of the two
front-side edges (43, 44) for stretching the metal sheet (40) in the longitudinal
direction (45), characterized in that
- the device (10) comprises means for determining the actual values of the stretching
of the metal sheet (40) in the transverse and/or longitudinal direction (45, 46),
- the device comprises at least one measuring device for determining the ripple of
the metal sheet (40) which determines distance variations between a surface of the
metal sheet (40) and the measuring device whilst the measuring device and the metal
sheet (40) are moved relative to one another in a plane-parallel plane (49) to a virtual
plane contact surface (48) of the metal sheet (40) and
- the device comprises a control/computer unit which is adapted for determining desired
values for the stretching for straightening the metal sheet (40) in the longitudinal
and/or transverse direction (45, 46) taking into account the previously determined
ripple and the yield strength of the metal sheet (40) and for ending the stretching
of the metal sheet (40) on reaching the previously determined desired values for the
stretching.
6. The device according to claim 5, characterized in that the device (10) comprises a transport device (80) for the metal sheet (40) disposed
between the clamping devices (30) by which means the metal sheet (40) can be moved
from an inlet (12) to an outlet (11) of the device (10) and which at the same time
serves as a support (48) for the metal sheet (40) during the alignment and that a
centring and feeding device (90) for supplying the metal sheet (40) in the correct
position to the transport device (80) is disposed upstream of the inlet (12).
7. The device according to claim 5 or 6,
characterized in that
- the drive (60) assigned to the clamping device (30) for stretching the metal sheet
(40) in the transverse direction (46) comprises a linear drive with a translationally
moving output member (61),
- wherein the output member (61) moves translationally in a vertical plane which runs
in the transverse direction (46) of the metal sheet (40) and perpendicular to the
surface thereof,
- the linear drive (60) is mounted pivotably about an axis (63) running perpendicular
to the vertical plane,
- the output member (61) is connected in an articulated manner to one end of a lever
(31) on which a clamping jaw (32) of the clamping device (30) is disposed, which can
be brought to abut against a surface of the metal sheet (40) and
- the lever (31) is articulated at the opposite end to a holder (33) for a clamping
jaw (34) of the clamping device (30) which is displaceable exclusively in the transverse
direction (46), which can be brought to abut against the opposite surface of the metal
sheet (40).
8. The device according to any one of claims 5 or 6, characterized in that
the drive (50) assigned to the clamping device (30) for stretching the metal sheet
(40) in particular in the longitudinal direction (45) acts on a first clamping jaw
(35) of the clamping device (30) which can be brought to abut against a surface of
the metal sheet (40),
the clamping device (30) comprises a second clamping jaw (36) which can be brought
to abut against the opposite surface of the metal sheet (40),
and the device comprises clamping means to brace the opposite clamping jaws (35, 36)
with respect to one another.
9. The device according to any one of claims 5 to 8, characterized in that each drive (50, 60) comprises a position sensor as means for determining the actual
values of the stretching of the metal sheet (40).
10. The device according to any one of claims 5 to 9, characterized in that the centring and feeding device (90) comprises a plurality of guide rollers (92)
which can each be turned about a vertical axis in relation to the surface of the metal
sheet (40) and the distance between the vertical axes (53) is adjustable.
1. Procédé destiné à planéifier une tôle (40) rectangulaire, avec un bord longitudinal
(41, 42) gauche et droit s'étendant en direction longitudinale (45) de la tôle (40),
ainsi qu'un bord (43, 44) frontal supérieur et inférieur s'étendant en direction transversale
(46) de la tôle,
caractérisé par les étapes
- détection de l'ondulation de la tôle (40),
- recherche de valeurs de consigne pour l'étirage destiné à planéifier la tôle (40)
en direction longitudinale et/ou transversale (45, 46) avec un algorithme qui tient
compte de l'ondulation précédemment détectée et de la limite d'étirage de la tôle
(40),
- enserrage des bords longitudinaux (41, 42) et/ou des bords frontaux (43, 44) au
moyen de chaque fois au moins un dispositif de serrage (30),
- étirage de la tôle (40) en direction longitudinale et/ou transversale (45, 46) de
la tôle, à l'aide du dispositif de serrage (30),
- détection des valeurs réelles de l'étirage de la tôle (40), ainsi que
- achèvement de l'étirage de la tôle (40) à l'atteinte des valeurs de consigne précédemment
recherchées pour l'étirage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour la détection de l'ondulation de la tôle (40), au moins un dispositif de mesure
détecte des variations d'écart entre une surface de la tôle (40) et le dispositif
de mesure, pendant qu'on déplace l'un par rapport à l'autre le dispositif de mesure
et la tôle (40) dans un plan (49) plat et parallèle par rapport à une surface d'appui
(48) plane virtuelle de la tôle (40).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on déplace le dispositif de mesure ou la tôle (40) le long d'une ligne parallèle à
la direction longitudinale et/ou transversale (45, 46) de la tôle, dans le plan (49)
plat et parallèle.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que pour l'étirage de la tôle (40), chaque dispositif de serrage (30) est maintenu de
façon stationnaire sur l'un des bords et on déplace le(s) dispositif(s) de serrage
au moins en partie sur le bord opposé.
5. Dispositif destiné à planéifier (10) une tôle (40) rectangulaire, avec un bord longitudinal
(41, 42) gauche et droit s'étendant en direction longitudinale (45) de la tôle (40),
ainsi qu'un bord (43, 44) frontal supérieur et inférieur s'étendant en direction transversale
(46) de la tôle,
- le dispositif (10) comportant chaque fois au moins un dispositif de serrage (30)
pour enserrer le bord longitudinal (41, 42) gauche et droit de la tôle (40) et/ou
chaque fois au moins un dispositif de serrage (30) pour enserrer le bord frontal (43,
44) supérieur et inférieur de la tôle,
- au moins à chaque dispositif de serrage (30) étant associé sur l'un des deux bords
longitudinaux (41, 42) un entraînement (60) pour l'étirage de la tôle (40) en direction
transversale (46) et/ou au moins à chaque dispositif de serrage (30) étant associé
sur l'un des bords frontaux (43, 44) un entraînement (50) pour l'étirage de la tôle
en direction longitudinale (45), caractérisé en ce que
- le dispositif (10) comporte des moyens pour détecter les valeurs réelles de l'étirage
de la tôle (40) en direction transversale et/ou longitudinale (45, 46),
- le dispositif comporte au moins un dispositif de mesure pour détecter l'ondulation
de la tôle qui détecte des variations d'écart entre une surface de la tôle (40) et
le dispositif de mesure, pendant qu'on déplace l'un par rapport à l'autre le dispositif
de mesure et la tôle (40) dans un plan (49) plat et parallèle par rapport à une surface
d'appui (48) plane virtuelle de la tôle (40) et
- le dispositif comporte une unité de commande/de calcul qui est installée pour rechercher
des valeurs de consigne pour l'étirage destiné à planéifier la tôle (40) en direction
longitudinale et/ou transversale (45, 46), sous considération de l'ondulation précédemment
détectée et de la limite d'étirage de la tôle (40) et pour achever l'étirage de la
tôle, à l'atteinte des valeurs de consigne précédemment recherchées pour l'étirage.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif (10) comporte un système de transport (80) pour la tôle (40) placé
entre les dispositifs de serrage (30), à l'aide duquel la tôle (40) est déplaçable
d'une entrée (12) vers une sortie (11) du dispositif (10) et qui sert simultanément
d'appui (48) pour la tôle (40) pendant l'ajustage et en ce qu'en amont de l'entrée (12) est placé un système de centrage et d'amenage (90) pour
amener la tôle (40) en bonne position vers le système de transport (80).
7. Dispositif selon la revendication 5 ou la revendication 6,
caractérisé en ce que
- l'entraînement (60) associé au dispositif de serrage (30) pour l'étirage de la tôle
(40) en direction transversale (46) comporte un entraînement linéaire avec un organe
de sortie (61) se déplaçant en translation,
- l'organe de sortie (61) se déplaçant en translation dans un plan vertical qui s'étend
en direction transversale (46) de la tôle (40), ainsi qu'à la perpendiculaire de la
surface de cette dernière,
- l'entraînement linéaire (60) est logé en étant pivotant autour d'un axe (63) s'étendant
à la perpendiculaire du plan vertical,
- l'organe de sortie (61) est relié de manière articulée avec une extrémité d'un levier
(31), sur lequel est placée une mâchoire de serrage (32) du dispositif de serrage
(30) qui est applicable sur une surface de la tôle (40) et
- sur l'extrémité opposée, le levier (31) est articulé sur une attache (33) exclusivement
déplaçable en direction transversale (46) pour une mâchoire de serrage (34) du dispositif
de serrage (30) qui est applicable sur la surface opposée de la tôle (40).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que
l'entraînement (50) associé au dispositif de serrage (30) pour l'étirage de la tôle
(40), notamment en direction longitudinale (45) s'engage sur une première mâchoire
de serrage (35) du dispositif de serrage (30) qui est applicable sur une surface de
la tôle (40),
le dispositif de serrage (30) comporte une deuxième mâchoire de serrage (36) qui est
applicable sur la surface opposée de la tôle (40)
et le dispositif comporte des moyens de contrainte, pour contraindre l'une contre
l'autre les mâchoires de serrage (35, 36) opposées.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que chaque entraînement (50, 60) comporte un capteur de course en tant que moyen destiné
à détecter les valeurs réelles de l'étirage de la tôle (40).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le système de centrage et d'amenage (90) comporte plusieurs galets de guidage (92)
qui sont rotatifs chacun autour d'un axe vertical par rapport à la surface de la tôle
(40) et en ce que l'écart entre les axes verticaux (53) est réglable.