[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, insbesondere Empfangs-Einrichtung
eines Systems zur magnetischen Zugbeeinflussung, zum Detektieren eines mittels eines
magnetischen Gleichfeldes übertragenen Informations-Signals.
[0002] Eine solche Einrichtung ist in Form einer Empfangs-Einrichtung eines Systems zur
magnetischen Zugbeeinflussung aus der Firmenveröffentlichung der Siemens AG "Magnetische
Zugbeeinflussung", Bestell-Nr. A25090-A542-A101-3 bekannt.
[0003] Des Weiteren beschreibt die veröffentlichte deutsche Patentanmeldung
DE 33 14 034 A1 eine magnetische Zugbeeinflussungseinrichtung mit einem Fahrzeugmagnet, der ein polarisiertes
Relais aufweist, dessen Umschaltkontakt bei magnetischer Beeinflussung aus einer ersten
Schaltlage in die zweite stabile Schaltlage wechselt. Mittels einer Hilfswicklung
ist es hierbei möglich, manuell auf dem Fahrzeug einen Zwangsbremsvorgang zu simulieren.
[0004] Generell dient die magnetische Zugbeeinflussung üblicherweise zur Übertragung eines
binären Informations-Signals von einer Strecke des schienen- beziehungsweise spurgebundenen
Verkehrs an ein Fahrzeug. Hierbei wird zur Übertragung ein gerichtetes magnetisches
Gleichfeld eingesetzt. Die magnetische Zugbeeinflussung kann beispielsweise zur automatischen
Abgabe von Kommandos an das Fahrzeug dienen, z.B. zum Umschalten der Fahrspannung
oder im Rahmen einer Brems- und Wachsamkeitskontrolle. Verwendungsschwerpunkt der
magnetischen Zugbeeinflussung ist jedoch der Einsatz als Fahrsperre zur Zwangsbremsung
von Schienenfahrzeugen an Halt zeigenden Signalen. Hierzu erzeugt ein schaltbarer
Gleismagnet an Halt zeigenden Signalen ein Gleichmagnetfeld. Das Schienenfahrzeug
trägt unter dem Fahrzeugboden eine Empfangs-Einrichtung, die das anliegende, das Informations-Signal
tragende beziehungsweise darstellende Magnetfeld des Gleismagneten erkennt und daraufhin
eine Meldung erzeugt beziehungsweise eine Aktion veranlasst.
[0005] Entsprechend den vorstehenden Ausführungen trägt die Empfangs-Einrichtung eines Systems
zur magnetischen Zugbeeinflussung bei der gebräuchlichen Anwendung zur Zwangsbremsung
von Schienenfahrzeugen an Halt zeigenden Signalen Sicherheitsanforderungen, so dass
ein, insbesondere unerkannter, Ausfall der Empfangs-Einrichtung unbedingt zu vermeiden
ist. Um dies zu gewährleisten werden bei den bislang eingesetzten Empfangs-Einrichtungen
üblicherweise langjährig bewährte elektromechanische Relais verwendet, deren überschaubare
Fehlerbilder komplexe Ausfallbilder ausschließen und deren Zuverlässigkeit bei täglicher
Prüfung für die Anwendung als Fahrsperre als ausreichend eingestuft wird. Die derart
aufgebauten bekannten Empfangs-Einrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass
ihr Sicherheitsniveau nicht in theoretischer Form nachweisbar ist, so dass sie lediglich
als "betriebsbewährt" eingestuft werden können. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass
die mechanischen Bauelemente in den bekannten elektromechanischen Empfangs-Einrichtungen
erfahrungsgemäß einem Verschleiß unterliegen. Dies hat zur Folge, dass heutige Kundenanforderungen
an die Sicherheit von Empfangs-Einrichtungen der magnetischen Zugbeeinflussung häufig
nicht mehr ausreichend erfüllt werden können.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mechanisch besonders
robuste sowie auch höchsten Sicherheitsanforderungen genügende Einrichtung zum Detektieren
eines mittels eines magnetischen Gleichfeldes übertragenen Informations-Signals anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einrichtung, insbesondere Empfangs-Einrichtung
eines Systems zur magnetischen Zugbeeinflussung, zum Detektieren eines mittels eines
magnetischen Gleichfeldes übertragenen Informations-Signals, wobei die Einrichtung
zumindest einen Magnetfeld-Sensor zum Detektieren des Informations-Signals aufweist
und zur Erzeugung eines magnetischen Prüffeldes sowie zur eigenständigen Überprüfung
der Funktionsfähigkeit des zumindest einen Magnetfeld-Sensors anhand des erzeugten
magnetischen Prüffeldes ausgebildet ist, die Einrichtung zum Erfassen des durch das
magnetische Gleichfeld bewirkten magnetischen Flusses einen Magnetkreis aufweist und
der Magnetkreis derart ausgebildet ist, dass der erfasste magnetische Fluss in zumindest
zwei magnetische Teilflüsse aufgeteilt wird, so dass ein erster Teil des Magnetkreises
von einem ersten magnetischen Teilfluss und ein zweiter Teil des Magnetkreises von
einem zweiten magnetischen Teilfluss durchsetzt wird.
[0008] Die erfindungsgemäße Einrichtung ist vorteilhaft, da sie die Verwendung eines Magnetfeld-Sensors
zum Detektieren des Informations-Signals ermöglicht. Dabei werden im Rahmen der vorliegenden
Erfindung solche Sensoren als Magnetfeld-Sensoren bezeichnet, deren Funktionsweise
auf einer Wirkung des zu detektierenden magnetischen Feldes auf hart- oder weichmagnetische
Werkstoffe oder andere Festkörper, wie Widerstandsschichten oder insbesondere auch
Halbleiter, beruht. Beispiele hierfür sind Hall-Sensoren oder auch so genannte GMR
(Giant Magneto-Resistive)-, AMR (Anisotropic MagnetoResistive)-, MDR (Magnetic Dependent
Resistor)- oder Wiegand-Sensoren. Hinsichtlich eines Einsatzes bei sicherheitskritischen
Komponenten weisen entsprechende Magnetfeld-Sensoren jedoch in der Regel den Nachteil
auf, dass sie sowohl in Abwesenheit eines magnetischen Gleichfeldes als auch im Falle
von Defekten keine Signalspannungen abgeben. Dies hat zur Folge, dass das in der Sicherheitstechnik
üblicherweise angewendete Ruhestromprinzip bei entsprechenden Magnetfeld-Sensoren
in der Regel nicht unmittelbar zur Anwendung gelangen kann. Dabei ist auch zu berücksichtigen,
dass etwa im Falle einer Einrichtung in Form einer Empfangs-Einrichtung eines Systems
zur magnetischen Zugbeeinflussung die Funktion der Fahrsperre üblicherweise nur sehr
selten zum Tragen kommen sollte, so dass ein das Informations-Signal übertragenes
magnetisches Gleichfeld ebenfalls nur sehr selten an der Empfangs-Einrichtung anliegt.
Dies bedeutet, dass eine Ausfalloffenbarung des zumindest einen Magnetfeld-Sensors
im Rahmen des üblichen Betriebs der Einrichtung insbesondere bei sicherheitskritischen
Anwendungen nicht möglich beziehungsweise nicht gewährleistet ist.
[0009] Um nun auch im Falle der Verwendung zumindest eines Magnetfeld-Sensors zum Detektieren
des Informations-Signals dennoch hohen beziehungsweise höchsten Sicherheitsanforderungen
genügen zu können, ist die erfindungsgemäße Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen
Prüffeldes sowie zur eigenständigen Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest
einen Magnetfeld-Sensors anhand des erzeugten magnetischen Prüffeldes ausgebildet.
Dies bietet den Vorteil, dass die Einrichtung eigenständig, d.h. ohne dass hierfür
eine Interaktion mit einer externen Komponente, wie beispielsweise einem Gleismagnet,
erforderlich wäre, überprüfen kann, ob der zumindest eine Magnetfeld-Sensor, sowie
gegebenenfalls darüber hinaus auch zur Signalverarbeitung verwendete, dem zumindest
einem Magnetfeld-Sensor nachgeordnete Elektronikkomponenten, funktionsfähig sind.
Hierdurch wird es der Einrichtung im Falle des Ausfalls des Magnetfeld-Sensors beziehungsweise
eines der Magnetfeld-Sensoren ermöglicht, erforderliche Maßnahmen zu veranlassen.
Eine solche Maßnahme kann einerseits in der Ausgabe einer Fehlermeldung oder eines
Alarmsignals bestehen oder auch darin, dass etwa im Falle einer Einrichtung in Form
einer Empfangs-Einrichtung eines Systems zur magnetischen Zugbeeinflussung vorsorglich
eine Zwangsbremsung beziehungsweise eine Fahrsperre ausgelöst wird.
[0010] Es sei darauf hingewiesen, dass grundsätzlich bereits das Anliegen des magnetischen
Gleichfeldes als solches das Informations-Signal darstellen kann. In solchen Fällen,
in denen beispielsweise im Falle einer Einrichtung der magnetischen Zugbeeinflussung
bei in beiden Richtungen befahrenen Gleisen eine Beeinflussung jeweils lediglich im
Hinblick auf eine der beiden Richtungen gewünscht ist, kann darüber hinaus jedoch
auch zusätzlich die Polarität beziehungsweise Richtung des magnetischen Gleichfeldes
zusätzlich zum Anliegen des Gleichfeldes als solchen das mittels des magnetischen
Gleichfeldes übertragene Informations-Signal bilden.
[0011] Die erfindungsgemäße Einrichtung weist zum Erfassen des durch das magnetische Gleichfeld
bewirkten magnetischen Flusses einen Magnetkreis auf. Dies bietet den Vorteil, dass
mittels des Magnetkreises, der vorzugsweise aus weichmagnetischem Material besteht,
eine Konzentration beziehungsweise Bündelung der magnetischen Feldlinien erreicht
wird. Hierdurch wird somit die Detektion des Informations-Signals durch den zumindest
einen Magnetfeld-Sensor verbessert. Sofern der Magnetkreis aus weichmagnetischem Material
besteht, wird darüber hinaus eine Beeinflussung des zumindest einen Magnetfeld-Sensors
durch den Magnetkreis im Falle der Abwesenheit eines Informations-Signals vermieden.
[0012] Erfindungsgemäß ist der Magnetkreis derart ausgebildet, dass der erfasste magnetische
Fluss in zumindest zwei magnetische Teilflüsse aufgeteilt wird, so dass ein erster
Teil des Magnetkreises von einem ersten magnetischen Teilfluss und ein zweiter Teil
des Magnetkreises von einem zweiten magnetischen Teilfluss durchsetzt wird. Dies bietet
den Vorteil, dass die Voraussetzungen für eine besonders zuverlässige und sichere
Erzeugung des magnetischen Prüffeldes geschaffen werden.
[0013] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Einrichtung derart weitergebildet, dass die
Einrichtung zur Erzeugung des magnetischen Prüffeldes zumindest eine erste Prüfspule
zum Einspeisen eines ersten magnetischen Prüfflusses in den ersten Teil des Magnetkreises,
zumindest eine zweite Prüfspule zum Einspeisen eines zweiten magnetischen Prüfflusses
in den zweiten Teil des Magnetkreises sowie einem Signalgenerator zum Beaufschlagen
der Prüfspulen mit einem elektrischen Strom aufweist. Dies ist vorteilhaft, da mittels
der Prüfspulen lokale Prüfflüsse in den Magnetkreis eingespeist werden können. Dabei
werden ein gegebenenfalls anliegendes Informations-Signal, das einen entsprechenden
Informationsfluss in den Magnetkreis bewirkt, sowie die jeweiligen Prüfflüsse vorteilhafterweise
bereits im Magnetkreis selbst untrennbar miteinander verkoppelt. So erlaubt die Geometrie
des Magnetkreises die Aufteilung des magnetischen Informationsflusses in zwei parallele
Teilflüsse, wodurch eine ringförmige Überlagerung mit den magnetischen Prüfflüssen
ermöglicht wird. Vorteilhafterweise erfolgt dabei die Einspeisung der Prüfflüsse in
den Magnetkreis derart, dass eine Behinderung der Nutzsignalverarbeitung vermieden
wird. Darüber hinaus wird das magnetische Prüffeld mittels der magnetischen Prüfflüsse
vorteilhafterweise bereits ganz am Anfang der Verarbeitungskette erzeugt, so dass
Ausfälle nachfolgender Komponenten, insbesondere des zumindest einen Magnetfeld-Sensors,
zuverlässig erkannt werden können.
[0014] Vorzugsweise werden die Prüfspulen durch den Signalgenerator mit einem zeitlich veränderlichen
elektrischen Strom beaufschlagt. Dies bietet den Vorteil, dass bei der Überprüfung
der Funktionsfähigkeit des zumindest einen Magnetfeld-Sensors nicht nur die Amplitude,
sondern darüber hinaus auch die Frequenz berücksichtigt werden kann. Darüber hinaus
können in diesem Fall zumindest zum Nachweis des magnetischen Prüffeldes auch solche
Magnetfeld-Sensoren verwendet werden, die lediglich zum Detektieren sich ändernder
Magnetfelder in der Lage sind. Sofern der zumindest eine Magnetfeld-Sensor zum Detektieren
eines magnetischen Gleichfeldes, d.h. eines konstanten Magnetfelds, ausgebildet ist,
können die Prüfspulen durch den Signalgenerator grundsätzlich jedoch auch mit einem
konstanten elektrischen Strom beaufschlagt werden.
[0015] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch derart weitergebildet sein,
dass der Signalgenerator zum zyklischen oder kontinuierlichen Beaufschlagen der Prüfspulen
mit einem elektrischen Strom ausgebildet ist. Dies ist vorteilhaft, da somit durch
eine zyklische oder kontinuierliche Messung des durch die Prüfflüsse hervorgerufenen
magnetischen Prüffeldes die Funktionsfähigkeit des zumindest einen Magnetfeld-Sensors
und der üblicherweise vorhandenen Auswerteelektronik während des Betriebs der Einrichtung
permanent überwacht werden kann. Vorteilhafterweise ist hierbei ausgeschlossen, dass
die Erkennung eines spontan auftretenden Informations-Signals, das einen entsprechenden
Informationsfluss in dem Magnetkreis bewirkt, behindert wird.
[0016] Grundsätzlich sind Anordnungen denkbar, bei denen lediglich ein Magnetfeld-Sensor
vorgesehen ist. Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung ist im Bereich des ersten Teils des Magnetkreises zumindest ein erster
Magnetfeld-Sensor zum Erzeugen eines ersten Sensor-Signals und im Bereich des zweiten
Teils des Magnetkreises zumindest ein zweiter Magnetfeld-Sensor zum Erzeugen eines
zweiten Sensor-Signals vorgesehen. Dies ist vorteilhaft, da hierdurch eine besonders
einfache Verarbeitung der Sensor-Signale ermöglicht wird. Darüber hinaus wird die
Sicherheit der Einrichtung durch die Verwendung zumindest eines ersten Magnetfeld-Sensors
sowie zumindest eines zweiten Magnetfeld-Sensors im Vergleich zu Einrichtungen mit
lediglich einem Magnetfeld-Sensor in der Regel erhöht.
[0017] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung
sind die Magnetfeld-Sensoren in Luftspalten des Magnetkreises angeordnet. Dies bietet
den Vorteil, dass die jeweiligen magnetischen Flüsse den jeweiligen Magnetfeld-Sensor
gezielt zugeführt werden, so dass die in den Luftspalten des Magnetkreises angeordneten
Magnetfeld-Sensoren eine hohe Sensitivität aufweisen.
[0018] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße
Einrichtung derart ausgeprägt, dass der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor in
einem ersten Luftspalt des ersten Teils des Magnetkreises und der zumindest eine zweite
Magnetfeld-Sensor in einem zweiten Luftspalt des zweiten Teils des Magnetkreises angeordnet
ist. Dies bedeutet, dass der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor vorzugsweise in
genau einem ersten Luftspalt des ersten Teils des Magnetkreises angeordnet ist, während
der zumindest eine zweite Magnetfeld-Sensor vorzugsweise in genau einem Luftspalt
des zweiten Teils des Magnetkreises angeordnet ist. Darüber hinaus sind alternativ
jedoch auch Anordnungen denkbar, bei denen sowohl der erste Teil des Magnetkreises
als auch der zweite Teil des Magnetkreises mehrere Luftspalte aufweisen und in jedem
dieser Luftspalte zumindest ein jeweiliger Magnetfeld-Sensor angeordnet ist.
[0019] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einrichtung
sind in dem ersten Luftspalt des ersten Teils des Magnetkreises zwei erste Magnetfeld-Sensoren
und in dem zweiten Luftspalt des zweiten Teils des Magnetkreises zwei zweite Magnetfeld-Sensoren
angeordnet. Dies bietet den Vorteil, dass beginnend mit der Signalentstehung eine
zweikanalige Ausführung der Einrichtung gewährleistet wird. Bei entsprechender zweikanaliger
Weiterverarbeitung der durch die jeweiligen Magnetfeld-Sensoren erzeugten Sensor-Signale
wird eine besonders hohe Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit gewährleistet.
[0020] Entsprechend den diesbezüglichen vorstehenden Ausführungen können die Magnetfeld-Sensoren
grundsätzlich nach unterschiedlichen Wirkprinzipien arbeiten sowie auf verschiedene
Arten und Weisen realisiert sein. Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Einrichtung sind der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor
sowie der zumindest eine zweite Magnetfeld-Sensor jeweils als Halbleitersensor ausgebildet.
Dabei werden als Halbleitersensoren solche Sensoren bezeichnet, die im Wesentlichen
aus Halbleitern aufgebaut sind. Beispiels hierfür sind Hall-Sensoren oder auch MDR-Sensoren,
die auch als Feldplatten bezeichnet werden. Entsprechende Halbleitersensoren bieten
den Vorteil, dass sie eine geringe Baugröße aufweisen, häufig bereits in Form integrierter
Schaltungen verfügbar sind sowie vergleichsweise zuverlässig und kostengünstig sind.
[0021] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung sind der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor sowie der zumindest eine
zweite Magnetfeld-Sensor jeweils als Hall-Sensor ausgebildet. Dies ist vorteilhaft,
da Hall-Sensoren die zuvor genannten Vorteile von Halbleitersensoren in besonders
hohem Maße aufweisen.
[0022] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch derart weitergebildet sein,
dass die Einrichtung derart ausgebildet ist, dass das Informations-Signal anhand eines
aus dem ersten Sensor-Signal und dem zweiten Sensor-Signal gebildeten Summensignals
detektiert wird. Dies ist vorteilhaft, da somit zum Detektieren des Informations-Signals
der gesamte erfasste magnetische Fluss berücksichtigt wird.
[0023] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung ist diese derart ausgebildet, dass bei nicht vorhandenem Informations-Signal
das durch das magnetische Prüffeld bewirkte Summensignal null beziehungsweise im Wesentlichen
null beträgt. Eine solche Kompensation bietet den Vorteil, dass eine Fehlerkennung
des magnetischen Prüffeldes als zu detektierendes magnetisches Gleichfeld besonders
zuverlässig vermieden wird. Vorzugsweise ist die Einrichtung dabei derart ausgeführt,
dass der erste magnetische Teilfluss sowie der zweite magnetische Teilfluss in dem
jeweiligen ersten beziehungsweise zweiten Magnetfeld-Sensor Signale unterschiedlicher
Polarität bewirken. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die jeweiligen
magnetischen Flüsse in entsprechenden Luftspalten Magnetfelder mit unterschiedlichen
Vorzeichen erzeugen, die in den dort angeordneten Magnetfeld-Sensoren Signalspannungen
mit unterschiedlichen Vorzeichen hervorrufen. Dadurch, dass die Summe der durch den
Prüffluss hervorgerufenen Signalspannungen der Magnetfeld-Sensoren ohne zusätzlichen
Informationsfluss, d.h. in Abwesenheit des Informations-Signals, zu jedem Zeitpunkt
null oder zumindest im Wesentlichen null beträgt, haben Kurvenform und Amplitudenverlauf
des Prüffeldes vorteilhafterweise keinen Einfluss auf das Summensignal.
[0024] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch derart ausgeprägt sein, dass
die Einrichtung zur eigenständigen Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest
einen ersten Magnetfeld-Sensors anhand des ersten Sensor-Signals und zur eigenständigen
Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest einen zweiten Magnetfeld-Sensors
anhand des zweiten Sensor-Signals ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass die Funktionsfähigkeit
der Halbleiter-Sensoren vorteilhafterweise für jeden der Halbleiter-Sensoren separat
überwacht wird. Weicht ein - in der Regel durch das magnetische Prüffeld bewirktes
- Sensor-Signal in seiner Frequenz und/oder Amplitude vom erwarteten Wert ab, so wird
der zugehörige Magnetfeld-Sensor hierdurch als ausgefallen erkannt und es kann eine
sicherheitsgerichtete Reaktion eingeleitet werden.
[0025] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch derart ausgeführt sein, dass
im Bereich des ersten Teils des Magnetkreises beidseits des ersten Luftspalts jeweils
eine erste Prüfspule und im Bereich des zweiten Teils des Magnetkreises beidseits
des zweiten Luftspalts jeweils eine zweite Prüfspule angeordnet ist. Diese Ausführungsform
bietet den Vorteil, dass hierdurch in besonders hohem Maße gewährleistet wird, dass
der magnetische Prüffluss mit kleinstmöglicher Streuung ringförmig im Magnetkreis
auftritt. Hierdurch wird insbesondere vermieden, dass das magnetische Prüffeld an
gegebenenfalls zum Erfassen des Informations-Signals vorhandenen Polplatten auftritt
beziehungsweise verstärkt auftritt, wodurch eine Verdeckung oder ungewollte Erzeugung
eines Informationsflusses bewirkt werden könnte.
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Hierzu zeigt
- Figur 1
- in einer Draufsicht ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung
und
- Figur 2
- in einer Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung.
[0027] Figur 1 zeigt in einer Draufsicht ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Einrichtung. Dargestellt ist eine Einrichtung 10 zum Detektieren eines mittels eines
magnetischen Gleichfeldes übertragenen Informations-Signals. Zwar ist die Erfindung
grundsätzlich auf beliebige Arten von Einrichtungen zum Detektieren eines mittels
eines magnetischen Gleichfeldes übertragenen Informations-Signals anwendbar. Im Rahmen
des beschriebenen Ausführungsbeispiels sei jedoch angenommen, dass es sich bei der
Einrichtung 10 um eine Empfangs-Einrichtung eines Systems zur magnetischen Zugbeeinflussung
handelt. Eine solche Erzeugungs-Einrichtung 10 kann auch als Magnetfeldantenne bezeichnet
werden.
[0028] Zum Erfassen des durch das zu detektierende magnetische Gleichfeld beziehungsweise
das mittels dieses Gleichfeldes übertragene Informations-Signals bewirkten magnetischen
Flusses weist die Einrichtung 10 einen Magnetkreis 20 aus weichmagnetischem Material
auf. Bei dem weichmagnetischen Material des Magnetkreises 20 kann es sich beispielsweise
um (Weich-)Eisen oder Stahl handeln.
[0029] Entsprechend der Darstellung in Figur 1 bewirkt ein zu detektierendes magnetisches
Gleichfeld einen in den Magnetkreis 20 eintretenden magnetischen Fluss Φ
info. Dabei wird der magnetische Fluss Φ
info von einem unterhalb der Einrichtung 10 angeordneten Gleismagneten des Systems zur
magnetischen Zugbeeinflussung entsprechend der Darstellung in der Figur 1 im Wesentlichen
senkrecht nach oben gerichtet an die Einrichtung 10 übertragen.
[0030] Der Magnetkreis 20 ist nun derart ausgebildet, dass der erfasste magnetische Fluss
Φ
info in zumindest zwei magnetische Teilflüsse aufgeteilt wird, so dass ein erster Teil
des Magnetkreises 21 von einem ersten magnetischen Teilfluss Φ
info1 und ein zweiter Teil 22 des Magnetkreises 20 von einem zweiten magnetischen Teilfluss
Φ
info2 durchsetzt wird.
[0031] Entsprechend der Darstellung in Figur 1 weist die Einrichtung 10 des Weiteren erste
Prüfspulen 30, 40 zum Einspeisen eines ersten magnetischen Prüfflusses in den ersten
Teil 21 des Magnetkreises 20, zweite Prüfspulen 50, 60 zum Einspeisen eines zweiten
magnetischen Prüfflusses in den zweiten Teil 22 des Magnetkreises 20 sowie einen Signalgenerator
70 zum Beaufschlagen der Prüfspulen 30, 40, 50, 60 mit einem elektrischen Strom auf.
Dabei ist der Signalgenerator 70 zum zyklischen oder kontinuierlichen Beaufschlagen
der Prüfspulen 30, 40, 50, 60 mit einem elektrischen Strom ausgebildet. Im Rahmen
des beschriebenen Ausführungsbeispiels sei angenommen, dass es sich bei dem elektrischen
Strom um einen zeitlich veränderlichen Strom, d.h. einen Wechselstrom, handelt. Dabei
ist ein Umschalten der Polarität des elektrischen Stromes in Figur 1 einerseits hinsichtlich
der Richtung des fließenden elektrischen Stromes und andererseits hinsichtlich der
Richtung des durch den ersten magnetischen Prüffluss sowie den zweiten magnetischen
Prüffluss insgesamt gebildeten gesamten Prüfflusses Φ
p angedeutet.
[0032] Zum Detektieren der in dem Magnetkreis 20 fließenden magnetischen Flüsse Φ
info1 beziehungsweise Φ
info2 sowie des magnetischen Prüfflusses Φ
p ist entsprechend Figur 1 im Bereich des ersten Teils 21 des Magnetkreises 20 zumindest
ein erster Magnetfeld-Sensor 80 zum Erzeugen eines ersten Sensor-Signals U
1 und im Bereich des zweiten Teils 22 des Magnetkreises 20 zumindest ein zweiter Magnetfeld-Sensor
90 zum Erzeugen eines zweiten Sensor-Signals U
2 vorgesehen. Dabei ist der erste Magnetfeld-Sensor 80 in einem ersten Luftspalt 100
des ersten Teils 21 des Magnetkreises 20 und der zweite Magnetfeld-Sensor 90 in einem
zweiten Luftspalt 110 des zweiten Teils 22 des Magnetkreises 20 angeordnet. Im Folgenden
sei angenommen, dass es sich bei den Magnetfeld-Sensoren 80, 90 um Halbleiter-Sensoren
in Form von Hall-Sensoren handelt.
[0033] Die Einrichtung 10 weist weiterhin einen Summierer 120 auf, der aus dem ersten Sensor-Signal
U
1 sowie dem zweiten Sensor-Signal U
2 ein Summensignal bildet. Die Sensor-Signale U
1, U
2 werden darüber hinaus jeweils für sich zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit des
ersten Magnetfeld-Sensors 80 sowie des zweiten Magnetfeld-Sensors 90 verwendet. Hierzu
weist die Einrichtung 10 Überwachungseinrichtungen 130, 140 auf, die insbesondere
im Falle des Beaufschlagens der Prüfspulen 30, 40, 50, 60 mit einem elektrischen Strom
überprüfen, dass die Sensor-Signale U
1 beziehungsweise U
2 hinsichtlich ihrer Frequenz und/oder Amplitude mit erwarteten Werten übereinstimmen.
Werden hierbei unerwartete Abweichungen festgestellt, so wird der zugehörige Magnetfeld-Sensor
80 beziehungsweise 90 als ausgefallen erkannt und ein Ruhestromkontakt 150 beziehungsweise
160 geöffnet. Hierdurch wird eine sicherheitstechnische Reaktion der Einrichtung 10
ausgelöst, bei der es sich insbesondere um eine Fahrsperre beziehungsweise Zwangsbremse
des betreffenden Schienenfahrzeugs handeln kann. In entsprechender Weise wird ein
Ruhestromkontakt 170 durch den Summierer 120 geöffnet, sofern die Summe der Sensor-Signale
U
1, U
2 über einem das Anliegen eines Informations-Signals kennzeichnenden Schwellenwert
liegt.
[0034] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 werden die Sensor-Signale U
1, U
2 der jeweiligen Überwachungseinrichtung 130 beziehungsweise 140 über Kondensatoren
180 beziehungsweise 190 zugeführt. Aufgrund der Verwendung eines zeitlich veränderlichen
Stromes, der durch den Signalgenerator 70 eingespeist wird, wird hierdurch eine besonders
zuverlässige Störunterdrückung erreicht.
[0035] Es sei darauf hingewiesen, dass die Überwachungseinrichtungen 130 und 140 sowie der
Summierer 120 vorzugsweise als eine integrierte elektronische Komponente ausgeführt
werden können.
[0036] Hierbei kann beispielsweise ein Mikroprozessor oder ein digitaler Signalprozessor
eingesetzt werden.
[0037] Die in Figur 1 gezeigte Einrichtung weist insbesondere auch den Vorteil auf, dass
die Summe der durch den Prüffluss Φ
p hervorgerufenen Sensor-Signale U
1 und U
2 der beiden Magnetfeld-Sensoren 80 und 90 ohne zusätzlichen Informationsfluss Φ
info zu jedem Zeitpunkt null beziehungsweise zumindest im Wesentlichen null beträgt. Tritt
jedoch zusätzlich zum Prüffluss ein Informationsfluss Φ
info im Magnetkreis 20 auf, so addieren beziehungsweise subtrahieren sich die jeweiligen
Informationsflüsse Φ
info1, Φ
info2 und der jeweilige Prüffluss Φ
p in Abhängigkeit von der jeweiligen Polarität des Prüfflusses Φ
p in den jeweiligen Luftspalten 100 beziehungsweise 110. Hierdurch wird gerade erreicht,
dass die Summe der Sensor-Signale U
1, U
2 ein Maß für die magnetischen Teilflüsse Φ
info1 und Φ
info2 ist. Dies bedeutet, dass die Summe der Sensor-Signale beziehungsweise Signalspannungen
U
1, U
2 der Magnetfeldsensoren 80, 90 in den beiden Luftspalten 100, 110 in diesem Fall nicht
mehr null ist, sondern ein Maß für den von außen zugeführten Informationsfluss Φ
info darstellt.
[0038] Somit ermöglicht es die beschriebene Einrichtung vorteilhafterweise, dass die Magnetfeld-Sensoren
80, 90 sowie die nachfolgende Auswerteelektronik permanent überwacht werden. Dies
erlaubt es, die resultierende Sicherheitsqualität beispielsweise nach den bekannten
Verfahren des europäischen Komitees für elektrotechnische Normung CENELEC nachzuweisen,
wobei insbesondere der Vorteil besteht, dass elektromechanische Bauelemente in der
Einrichtung 10 nicht erforderlich sind.
[0039] Entsprechend den vorstehenden Ausführungen weist die Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung 10 gemäß Figur 1 den Vorteil auf, dass die Aufteilung des magnetischen
Informationsflusses Φ
info in zwei parallele Teilflüsse Φ
info1, Φ
info2 eine ringförmige Überlagerung mit einem magnetischen Prüffluss Φ
p erlaubt. Dabei erlaubt die Geometrie des Magnetkreises 20 eine verbindungsfreie Konstruktion
der den Informationsfluss Φ
info zuführenden Polplatten und der als Magnetfeldkonzentratoren wirkenden Schenkel des
Magnetkreises 20. Die Verkettung von Prüf- und Informationsfluss kann somit als unverlierbar
angesehen werden. Dabei kann der Magnetkreis 20 vorteilhafterweise in besonderes einfacher
Form, beispielsweise in Form zweier Stanzbleche, ausgeführt werden.
[0040] Vorteilhafterweise erlaubt der Magnetkreis 20 weiterhin die Einspeisung des Prüfsignals
beziehungsweise des Prüffeldes ohne Behinderung der Nutzsignalverarbeitung. Dadurch,
dass die Einspeisung des Prüf-Signals am Anfang der Verarbeitungskette erfolgt, ist
die Möglichkeit zur Datenfluss unabhängigen Prüfung der Funktionsfähigkeit insbesondere
der Magnetfeld-Sensoren 80, 90 im Betrieb der Einrichtung 10 gegeben.
[0041] Darüber hinaus erlaubt insbesondere die in Figur 1 gezeigte gegenüberliegende Anordnung
der Magnetfeld-Sensoren 80 und 90 eine besonders einfache Messung des erzeugten magnetischen
Prüfflusses Φ
p sowie eine besonders einfache Rekonstruktion des Informationsflusses Φ
info durch Bildung der Summe der Sensor-Signale U
1 und U
2. Dabei ist gewährleistet, dass der Prüffluss Φ
p zu keinem Zeitpunkt einen anliegenden Informationsfluss Φ
info verdecken oder ungewollt hervorrufen kann.
[0042] Gemäß der Darstellung der Figur 1 sind die Prüfspulen 30, 40, 50, 60 vorteilhafterweise
so angeordnet, dass der magnetische Prüffluss Φ
P mit kleinstmöglicher Streuung ringförmig im Magnetkreis 20 auftritt. Vorteilhafterweise
tritt hierbei kein Prüffeld an den seitlichen Polplatten auf, so dass eine Verdeckung
oder ungewollte Erzeugung eines Informationsflusses Φ
info ausgeschlossen ist.
[0043] Figur 2 zeigt in einer Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Einrichtung. Dabei ist eine besonders flache Ausführungsform in der erfindungsgemäßen
Einrichtung 10 gezeigt, bei der Elektronik und Magnetkreis zu einer konstruktiven
Einheit verbunden sind. Hierzu weist die Einrichtung 10 eine Leiterplatte 200, einen
Abstandsrahmen 210, einen Magnetkreis beziehungsweise Polplatten 220, einen Magnetfeld-Sensor
230, Spulenträger 240 und 250, elektronische Bauelemente 260 sowie ein Gehäuse 270
auf.
[0044] Entsprechend der Darstellung in Figur 2 sind die verschiedenen Komponenten miteinander
verschraubt, wodurch eine zuverlässige Verbindung gewährleistet wird.
[0045] Bei den elektronischen Bauelementen 260 kann es sich beispielsweise um Überwachungseinrichtungen
sowie Summierer entsprechend der Darstellung der Figur 1 handeln. Darüber hinaus kann
auch der grundsätzliche funktionale Aufbau der Einrichtung 10 demjenigen der Figur
1 entsprechen, in welchem Fall in der Darstellung der Figur 2 verdeckte weitere Komponenten,
wie weitere Prüfspulen sowie ein weiterer Magnetfeld-Sensor, vorhanden sind.
[0046] Durch die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung 10 gemäß Figur 2 wird
vorteilhafterweise eine besonders kompakte, Platz sparende und gegenüber Störungen
besonders unempfindliche Anordnung erzielt.
1. Einrichtung (10), insbesondere Empfangs-Einrichtung eines Systems zur magnetischen
Zugbeeinflussung, zum Detektieren eines mittels eines magnetischen Gleichfeldes übertragenen
Informations-Signals, wobei
- die Einrichtung (10) zumindest einen Magnetfeld-Sensor (80, 90) zum Detektieren
des Informations-Signals aufweist und zur Erzeugung eines magnetischen Prüffeldes
sowie zur eigenständigen Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest einen Magnetfeld-Sensors
(80, 90) anhand des erzeugten magnetischen Prüffeldes ausgebildet ist,
- die Einrichtung (10) zum Erfassen des durch das magnetische Gleichfeld bewirkten
magnetischen Flusses (Φinfo) einen Magnetkreis (20) aufweist und
- der Magnetkreis (20) derart ausgebildet ist, dass der erfasste magnetische Fluss
(Φinfo) in zumindest zwei magnetische Teilflüsse (Φinfo1, Φinfo2) aufgeteilt wird, so dass ein erster Teil (21) des Magnetkreises (20) von einem ersten
magnetischen Teilfluss (Φinfo1) und ein zweiter Teil (22) des Magnetkreises (20) von einem zweiten magnetischen
Teilfluss (Φinfo2) durchsetzt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung (10) zur Erzeugung des magnetischen Prüffeldes zumindest eine erste
Prüfspule (30, 40) zum Einspeisen eines ersten magnetischen Prüfflusses in den ersten
Teil (21) des Magnetkreises (20), zumindest eine zweite Prüfspule (50, 60) zum Einspeisen
eines zweiten magnetischen Prüfflusses in den zweiten Teil (22) des Magnetkreises
(20) sowie einem Signalgenerator (70) zum Beaufschlagen der Prüfspulen (30, 40, 50,
60) mit einem elektrischen Strom aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Signalgenerator (70) zum zyklischen oder kontinuierlichen Beaufschlagen der Prüfspulen
(30, 40, 50, 60) mit einem elektrischen Strom ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des ersten Teils (21) des Magnetkreises (20) zumindest ein erster Magnetfeld-Sensor
(80) zum Erzeugen eines ersten Sensor-Signals (U1) und im Bereich des zweiten Teils (22) des Magnetkreises (20) zumindest ein zweiter
Magnetfeld-Sensor (90) zum Erzeugen eines zweiten Sensor-Signals (U2) vorgesehen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Magnetfeld-Sensoren (80, 90) in Luftspalten (100, 110) des Magnetkreises (20)
angeordnet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor (80) in einem ersten Luftspalt (100) des
ersten Teils (21) des Magnetkreises (20) und der zumindest eine zweite Magnetfeld-Sensor
(90) in einem zweiten Luftspalt (110) des zweiten Teils (22) des Magnetkreises (20)
angeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem ersten Luftspalt (100) des ersten Teils (21) des Magnetkreises (20) zwei erste
Magnetfeld-Sensoren (80) und in dem zweiten Luftspalt (110) des zweiten Teils (22)
des Magnetkreises (20) zwei zweite Magnetfeld-Sensoren (90) angeordnet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor (80) sowie der zumindest eine zweite Magnetfeld-Sensor
(90) jeweils als Halbleitersensor ausgebildet sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine erste Magnetfeld-Sensor (80) sowie der zumindest eine zweite Magnetfeld-Sensor
(90) jeweils als Hall-Sensor ausgebildet sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass das Informations-Signal anhand eines
aus dem ersten Sensor-Signal (U1) und dem zweiten Sensor-Signal (U2) gebildeten Summensignals detektiert wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung (10) derart ausgebildet ist, dass bei nicht vorhandenem Informations-Signal
das durch das magnetische Prüffeld bewirkte Summensignal null beträgt.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung (10) zur eigenständigen Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest
einen ersten Magnetfeld-Sensors (80) anhand des ersten Sensor-Signals (U1) und zur eigenständigen Überprüfung der Funktionsfähigkeit des zumindest einen zweiten
Magnetfeld-Sensors (90) anhand des zweiten Sensor-Signals (U2) ausgebildet ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des ersten Teils (20) des Magnetkreises (20) beidseits des ersten Luftspalts
(100) jeweils eine erste Prüfspule (30, 40) und im Bereich des zweiten Teils (22)
des Magnetkreises (20) beidseits des zweiten Luftspalts (110) jeweils eine zweite
Prüfspule (50, 60) angeordnet ist.
1. Device (10), in particular receiving device of a system for magnetic train control,
for detecting an information signal transmitted by means of a magnetic DC field, wherein
- the device (10) has at least one magnetic field sensor (80, 90) for detecting the
information signal, and is embodied for generation of a magnetic test field and for
independent verification of the functional capability of the at least one magnetic
field sensor (80, 90) on the basis of the generated magnetic test field,
- the device (10) has a magnetic circuit (20) for detecting the magnetic flux (Φinfo) caused by the magnetic DC field,
- the magnetic circuit (20) is embodied such that the detected magnetic flux (Φinfo) is divided into at least two magnetic partial fluxes (Φinfo1, Φinfo2), such that a first part (21) of the magnetic circuit (20) is permeated by a first
magnetic partial flux (Φinfo1) and a second part (22) of the magnetic circuit (20) is permeated by a second magnetic
partial flux (Φinfo2).
2. Device according to claim 1,
characterised in that
the device (10) for generating the magnetic test field has at least one first test
coil (30, 40) for feeding a first magnetic test flux into the first part (21) of the
magnetic circuit (20), at least one second test coil (50, 60) for feeding a second
magnetic test flux into the second part (22) of the magnetic circuit (20) and a signal
generator (70) for applying an electric current to the test coils (30, 40, 50, 60).
3. Device according to claim 2,
characterised in that
the signal generator (70) is embodied to apply an electric current cyclically or continuously
to the test coils (30, 40, 50, 60).
4. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
in the region of the first part (21) of the magnetic circuit (20) at least one first
magnetic field sensor (80) is provided for generating a first sensor signal (U1) and in the region of the second part (22) of the magnetic circuit (20) at least
one second magnetic field sensor (90) is provided for generating a second sensor signal
(U2).
5. Device according to claim 4,
characterised in that
the magnetic field sensors (80, 90) are arranged in air gaps (100, 110) of the magnetic
circuit (20).
6. Device according to claim 5,
characterised in that
the at least one first magnetic field sensor (80) is arranged in a first air gap (100)
of the first part (21) of the magnetic circuit (20) and the at least one second magnetic
field sensor (90) is arranged in a second air gap (110) of the second part (22) of
the magnetic circuit (20).
7. Device according to claim 6,
characterised in that
two first magnetic field sensors (80) are arranged in the first air gap (100) of the
first part (21) of the magnetic circuit (20) and two second magnetic field sensors
(90) are arranged in the second air gap (110) of the second part (22) of the magnetic
circuit (20).
8. Device according to one of claims 4 to 7,
characterised in that
the at least one first magnetic field sensor (80) and the at least one second magnetic
field sensor (90) are each embodied as a semiconductor sensor.
9. Device according to claim 8,
characterised in that
the at least one first magnetic field sensor (80) and the at least one second magnetic
field sensor (90) are each embodied as a Hall sensor.
10. Device according to one of claims 4 to 9,
characterised in that
the device (10) is embodied such that the information signal is detected on the basis
of a sum signal formed from the first sensor signal (U1) and the second sensor signal (U2).
11. Device according to claim 10,
characterised in that
the device (10) is embodied such that in the absence of the information signal the
sum signal caused by the magnetic test field is zero.
12. Device according to one of claims 4 to 11,
characterised in that
the device (10) is embodied for independent verification of the functional capability
of the at least one first magnetic field sensor (80) on the basis of the first sensor
signal (U1) and is embodied for independent verification of the functional capability of the
at least one second magnetic field sensor (90) on the basis of the second sensor signal
(U2).
13. Device according to one of claims 6 to 12,
characterised in that
a first test coil (30, 40) is arranged in the region of the first part (20) of the
magnetic circuit (20) respectively on each side of the first air gap (100) and a second
test coil (50, 60) is arranged in the region of the second part (22) of the magnetic
circuit (20) respectively on each side of the second air gap (110).
1. Dispositif (10), notamment dispositif de réception d'un système de commande automatique
magnétique de trains, pour détecter un signal d'informations transmises au moyen d'un
champ magnétique continu, dans lequel
- le dispositif (10) a au moins une sonde (80, 90) de champ magnétique pour la détection
du signal d'information et est constitué pour la production d'un champ magnétique
de contrôle, ainsi que pour le contrôle indépendant de l'aptitude à fonctionner de
la au moins une sonde (80, 90) de champ magnétique à l'aide du champ magnétique de
contrôle produit,
- le dispositif (10) a un circuit (20) magnétique de détection du flux (φinfo) magnétique provoqué par le champ magnétique continu et
- le circuit (20) magnétique est constitué de manière à subdiviser le flux (φinfo) magnétique détecté en au moins deux sous-flux (φinfo1, φinfo2) magnétiques de manière en ce qu'une première partie (21) du circuit (20) magnétique
soit traversée par un premier sous-flux (φinfo1) magnétique et qu'une deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique soit traversée
par un deuxième sous-flux (φinfo2) magnétique.
2. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif (10) a, pour la production du champ magnétique de contrôle au moins
une première bobine (30, 40) de contrôle pour l'injection d'un premier flux magnétique
de contrôle dans la première partie (21) du circuit (20) magnétique, au moins une
deuxième bobine (50, 60) de contrôle pour l'injection d'un deuxième flux magnétique
de contrôle dans la deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique, ainsi qu'un générateur
(70) de signal pour alimenter les bobines (30, 40, 50, 60) de contrôle en un courant
électrique.
3. Dispositif suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que
le générateur (70) de signal est constitué pour l'alimentation cyclique ou en continu
des bobines (30, 40, 50, 60) de contrôle en un courant électrique.
4. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est prévu, dans la région de la première partie (21) du circuit (20) magnétique,
au moins une première sonde (80) de champ magnétique pour la production d'un premier
signal (U1) de sonde et, dans la région de la deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique,
au moins une deuxième sonde (89) de champ magnétique pour la production d'un deuxième
signal (U2) de sonde.
5. Dispositif suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que
les sondes (80, 90) de champ magnétique sont disposées dans des entrefers (100, 110)
du circuit (20) magnétique.
6. Dispositif suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que
la au moins une première sonde (80) de champ magnétique est disposée dans un premier
entrefer (100) de la première partie (21) du circuit (20) magnétique, et la au moins
une deuxième sonde (90) de champ magnétique dans un deuxième entrefer (110) de la
deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique
7. Dispositif suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
dans le premier entrefer (100) de la première partie (21) du circuit (20) magnétique
sont disposées deux premières sondes (80) de champ magnétique, et dans le deuxième
entrefer (110) de la deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique sont disposées
deux deuxièmes sondes (90) de champ magnétique.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que
la au moins une première sonde (80) de champ magnétique ainsi que la au moins une
deuxième sonde (90) de champ magnétique sont constituées, chacune, sous la forme d'une
sonde à semiconducteur.
9. Dispositif suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
la au moins une première sonde (80) de champ magnétique ainsi que la au moins une
deuxième sonde (90) de champ magnétique sont constituées, chacune, sous la forme d'une
sonde de Hall.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 9,
caractérisé en ce que
le dispositif (10) est constitué de manière à détecter le signal d'information à l'aide
d'un signal somme formé du premier signal (U1) de sonde et du deuxième signal (U2) de sonde.
11. Dispositif suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que
le dispositif (10) est constitué de manière à ce que, s'il n'y a pas de signal d'information,
le signal somme provoqué par le champ magnétique de contrôle soit égal à zéro.
12. Dispositif suivant l'une des revendications 4 à 11,
caractérisé en ce que
le dispositif (10) est constitué, pour le contrôle indépendant de l'aptitude à fonctionner
de la au moins une première sonde (80) de champ magnétique à l'aide du premier signal
(U1) de sonde, et pour le contrôle indépendant de l'aptitude à fonctionner de la au moins
une deuxième sonde (90) de champ magnétique à l'aide du deuxième signal (U2) de sonde.
13. Dispositif suivant l'une des revendications 6 à 12,
caractérisé en ce que
dans la région de la première partie (21) du circuit (20) magnétique est disposée,
des deux côtés du premier entrefer (100), respectivement une première bobine (30,
40) de contrôle, et, dans la région de la deuxième partie (22) du circuit (20) magnétique,
des deux côtés du deuxième entrefer (110), respectivement une deuxième bobine (50,
60) de contrôle.