[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen medizinischen oder dentalmedizinischen Behandlungsstuhl
mit einer Kopfstütze nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein Behandlungsstuhl dieser Art ist z. B. in der
DE 296 20 801 U1 beschrieben. Bei den bekannten Behandlungsstühlen ist die Kopfstütze in Positionen
verstellbar, in denen sie geeignet ist, den Kopf des zu behandelnden Patienten sicher
zu unterstützen, so daß eine störungsfreie Behandlung gewährleistet ist. In diesen
Positionen gleicht die Kopfstütze unter Berücksichtigung der anatomischen Form des
zu behandelnden Körpers den Positionsunterschied zwischen der Rückenfläche und der
Kopffläche des Patienten aus. Hierbei sollen Kopfstützenstellungen erreichbar sein,
die sowohl die anatomische Form des zu behandelnden Körpers als auch die Behandlungsart
berücksichtigen. Je nach Behandlungsart ist nämlich eine spezifische Kopfstellung
des Patienten und somit auch eine angepaßte Position der Kopfstütze erwünscht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behandlungsstuhl der eingangs angegebenen
Art bezüglich der Verstellbarkeit der Kopfstütze zu verbessern. Insbesondere soll
die Kopfstütze wenigstens eine zusätzliche Stützfunktion erfüllen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Behandlungsstuhl nach Anspruch 1 ist die Kopfstütze alternativ
in Positionen verstellbar, in der sie zum einen mit dem Rückenlehnenpolster fluchtet
und zum anderen einen stumpfen Winkel einschließt. Dies ermöglicht wenigstens eine
zusätzliche Stützfunktion, nämlich eine Verlängerung des Rückenlehnenpolsters. Hierdurch
wird der Verstellbereich der Kopfstütze nicht nur erweitert, sondern die Kopfstütze
ermöglicht in ihrer fluchtenden Position die Behandlung in Sonderstellungen, die sich
insbesondere bei einem dentalmedizinischen Behandlungsstuhl aufgrund der beengten
und vielfältigen Behandlung im Mundraum des Patienten ergeben, um eine günstige Position
des Mundraumes zu erhalten. Dies gilt sowohl für die Behandlung von Erwachsenen als
auch für Kinder. Darüber hinaus ermöglicht die Kopfstütze in ihrer fluchtenden Stellung
eine vorteilhafte Kinderstellung, die sich für Kinder besonders gut eignet, und zwar
insbesondere dann, wenn die Kopfstütze in ihrer fluchtenden Stellung an das Rückenteil
herangeschoben ist, vorzugsweise in eine Ausnehmung am der Kopfstütze zugewandten
Ende des Rückenteils eingeschoben ist.
[0006] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auch durch die Ausgestaltung nach
Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den zugehörigen
Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Diese Ausgestaltung ermöglicht es, die Kopfstütze in Positionen zu verstellen, in
der ihre Kopfstützfläche nicht nur unterschiedliche Höhen aufweist und sich somit
für besondere Kopfstellungen eignet, sondern die Kopfstütze eignet sich auch in der
Position, in der ein Querwulst der Kopfstütze an dem dem Rückenteil zugewandten Ende
der Kopfstütze angeordnet ist, als Nackenstütze, wodurch der Patientenkopf eine zusätzliche
und verbesserte Abstützung erhält. In der bezüglich dieser Position um 180 ° verdrehten
Stellung der Kopfstütze oder wenigstens ihres Polsters eignet sich diese vorteilhaft
für Kinder, und zwar insbesondere in der vorbeschriebenen Kinderstellung.
[0008] Eine Verstellung der Kopfstütze läßt sich in einfacher und handhabungsfreundlicher
Weise dadurch verwirklichen, daß die Kopfstütze oder wenigstens ihre Polster durch
eine Schnellschlußverbindung, insbesondere in Form einer Klemmvorrichtung oder Verrastungsvorrichtung,
lösbar verbunden ist. Hierdurch ist es möglich, die Kopfstütze oder wenigstens ihr
Polster zu ihrer Verstellung zu lösen und in einer anderen Stellung zu montieren.
Als Schnellschlußverbindung eignet sich eine manuell überdrückbare Klemm- oder Verrastungsvorrichtung
besonders gut, weil sich eine solche Ausgestaltung kostengünstig und preiswert herstellen
läßt und bei schneller und dabei handhabungsfreundlicher Verstellung eine sichere
Halterung gewährleistet.
[0009] Um die Kopfstütze eines vorliegenden Behandlungsstuhls in für den Patienten und für
den Behandler günstige Stellungen verstellen zu können, sind bereits manuell oder
motorisch betätigbare Einstellvorrichtungen vorgeschlagen worden. An eine solche Einstellvorrichtung
bestehen eine Mehrzahl Forderungen. Zum einen soll die Einstellvorrichtung eine einfache,
handhabungsfreundlich bedienbare und gezielte Einstellung unter Berücksichtigung der
Anatomie des Patienten ermöglichen, wobei außerdem zu berücksichtigen ist, daß wesentliche
Körpermerkmale, z. B. die Körpergröße, die Halslänge und die Kopfform, unterschiedlich
sein können. Außerdem soll die Einstellvorrichtung von kleiner und einfache Bauweise
sein, um sie in möglichst einfacher Weise im Rückenlehnen/Kopfstützen-Bereich des
Behandlungsstuhls integrieren zu können. Des weiteren sollen auch die Herstellungskosten
gering sein, um die Marktchancen zu verbessern.
[0010] Um die recht komplizierten Bewegungen der Kopfstütze zu ermöglichen, ist bereits
vorgeschlagen worden, eine den Abstand zwischen der Kopfstütze und der Rückenlehne
verändernde Bewegung der Kopfstütze dazu auszunutzen, durch ein Getriebe, z. B. einen
Kurventrieb, bestimmte Neigungsstellungen der Kopfstütze herbeizuführen. Eine solche
Ausgestaltung ist von komplizierter Bauweise und bedarf auch eines aufwendigen Antriebs-
oder Steuerungsaufwandes, wobei auch die Stabilität beeinträchtigt wird. Dies soll
jedoch vermieden werden.
[0011] Der Erfindung liegt im weiteren die Aufgabe zugrunde, einen vorliegenden Behandlungsstuhl
so auszugestalten, daß bei Gewährleistung eines einfachen oder gezielten Bewegungsablaufs
eine gezielte Einstellung der Kopfstütze möglich ist, insbesondere ihres Abstands
und/oder ihre Neigung bezüglich der Rückenlehne.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 12 gelöst vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in zugehörigen Unteransprüchen beschrieben.
[0013] Die Ausgestaltung nach Anspruch 12 ermöglicht eine einfache und kleine Bauweise,
die sich u. a. in den recht flachen Hohlraum einer Rückenlehne vorteilhaft integrieren
läßt und außerdem eine gezielte Verstellung der Kopfstütze, insbesondere deren Neigung,
ermöglicht. Letzteres ist bereits dadurch gewährleistet, daß zur Verstellung der Kopfstützenneigung
ein Antriebsmotor vorgesehen ist, der nur diese Funktion erfüllt. Hierbei ist es in
einfacher Weise möglich, den Behandlungsstuhl und eine zugehörige elektronische Steuereinrichtung
so auszubilden, daß der Antriebsmotor zur Verstellung der Kopfstützenneigung gleichzeitig
mit einem Antriebsmotor zum Verstellen der Höhe der Kopfstütze bzw. deren Abstand
zur Rückenlehne oder jeweils einzeln betrieben werden kann. Bei einer gleichzeitigen
Verstellung ist es vorteilhaft, die Bewegungen so zu wählen, daß die resultierende
Bewegung der Kopfstütze an die anatomischen Kopfbewegungen des menschlichen Körpers
angepaßt sind bzw. ihnen nahekommt. Hierdurch werden bei Anlage des Patientenkopfes
an der Kopfstütze dessen Wohlbefinden verbessert und Verkrampfungen im Nackenbereich
vermieden, was möglichst bei allen Kopfstützenbewegungen angestrebt wird.
[0014] Eine hinreichend einfache Bewegungssteuerung der Kopfstütze läßt sich erreichen,
wenn diese durch ein Gelenkviereck bzw. Viergelenkgetriebe mit dem Kopfstützen-Träger
verbunden ist. Ein solches Getriebe läßt sich in einfacher Weise auch gezielt durch
einen in die Rückenlehne integrierten und somit durch die Rückenlehne verkleideten
Antrieb verstellen und in den gewünschten Verstellpositionen positionieren.
[0015] Es ist eine wichtige Aufgabe der Bedienungsperson für einen Behandlungsstuhl, die
Aufmerksamkeit auf die Behandlung des Patienten zu richten. Dies gilt sowohl für die
behandelnde Bedienungsperson als auch für eine Bedienungsperson als Hilfsperson. Die
Bedienungsmaßnahmen für den Behandlungsstuhl sollen deshalb die Aufmerksamkeit der
Bedienungsperson möglichst wenig beeinträchtigen.
[0016] Der Erfindung liegt im weiteren die Aufgabe zugrunde, eine Schaltvorrichtung zur
Durchführung von Schaltvorgängen an medizinischen oder dentalmedizinischen Geräten,
insbesondere für den Behandlungsstuhl, zu finden, die eine einfache und handhabungsfreundliche
Durchführung der Schaltvorgänge ermöglicht.
[0017] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 21 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in zugehörigen Unteransprüchen beschrieben.
[0018] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nach Anspruch 21 ist der Schaltvorrichtung
bezüglich einer oder mehrerer Betätigungsflächen eines zugehörigen Schaltgliedes jeweils
eine Führungstopographie zugeordnet. Hierdurch steht dem Finger der Bedienungshand
eine Führung zur Verfügung, die der Finger ertastet, und die ihn zur Führungsfläche
führt. Hierdurch braucht die Bedienungsperson eine wesentlich geringere Aufmerksamkeit
zur Durchführung eines Schaltvorgangs aufzubringen, und sie kann ihre Aufmerksamkeit
deshalb vermehrt auf die Behandlung des Patienten richten. Aufgrund der Führung kann
die Bedienungsperson den gewünschten Schaltvorgang durchführen, ohne einen Blick auf
die Schaltvorrichtung zu werfen.
[0019] Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung zeichnet sich auch durch eine besonders einfache
Ausgestaltung aus, die mit einfachen Maßnahmen zu bedeutenden Vorteilen führt. Wenn
die Führungstopographie durch eine Führungsrinne in der Grundfläche gebildet ist,
von der das Schaltglied absteht, ergibt sich in vorteilhafter Weise nicht nur eine
gute Führung, sondern auch eine wenigstens teilweise versenkte Anordnung des Schaltgliedes,
so daß es einer Fehlbetätigung bei anderen Bewegungen der Bedienungshand weitgehend
entzogen ist. Deshalb führt die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch zu einer Verbesserung
der Betriebssicherheit des Behandlungsstuhls.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von vorteilhaften Ausgestaltungen von Ausführungsbeispielen
und Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Behandlungsstuhl in perspektivischer Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine Lagerung und Führung für einen Kopfstützen-Träger bei offener Rückenlehne in
perspektivischer Darstellung;
- Fig. 3
- die Kopfstütze mit ihrem Träger im vertikalen Längsschnitt und in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 4
- die Kopfstütze mit dem Träger in einer obersten Stellung;
- Fig. 5
- die Kopfstütze mit dem Träger in einer mittleren Stellung;
- Fig. 6
- die Kopfstütze mit dem Träger in einer untersten Stellung;
- Fig. 7
- die Kopfstütze mit dem Träger in einer Kinderausgangsstellung;
- Fig. 8
- die Kopfstütze mit dem Träger in einer Kinderstellung;
- Fig. 9
- eine Einzelheit der Kopfstützenhalterung nach Fig. 8 in perspektivischer und vergrößerter
Darstellung;
- Fig. 10
- eine in Fig. 9 mit X gekennzeichnete Einzelheit im Teilschnitt;
- Fig. 11
- ein Schaltelement zum Einstellen des Behandlungsstuhls in der Unteransicht gemäß Pfeil
Y in Fig. 8;
- Fig. 12
- den Schnitt XII-XII in Fig. 11.
[0021] Die Hauptteile des in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten Behandlungsstuhls sind
ein Sitzteil 2 mit einer verlängerten Beinstütze 3, ein Rückenteil 4 bzw. eine Rückenlehne
4, die durch ein Rückenlehnengelenk 5 mit einer horizontalen, sich quer zum Behandlungsstuhl
1 erstreckenden Gelenkachse 5a mit dem Sitzteil 2 verbunden ist und durch eine Einstellvorrichtung
7 mit einem nicht dargestellten Verstellmotor um die Gelenkachse 5a zwischen einer
aufrechten Sitzposition und einer Liegeposition verstellbar und in der jeweiligen
Verstellposition feststellbar ist, und eine Kopfstütze 8, deren Basiskörper 9 durch
eine Verstellvorrichtung 16 in Form einer Schwenkvorrichtung mit einem länglichen
Kopfstützen-Träger 12 verbunden ist, der an der Rückenlehne 4 gehalten ist. Dem Behandlungsstuhl
1 sind außerdem ein oder mehrere Behandlungsinstrumente 13 zugeordnet, die durch flexible
Versorgungsleitungen 14 mit wenigstens einem Versorgungsgerät 10 verbunden sind und
zwischen einer Ablageposition an einer Ablage und einer Behandlungsposition am auf
dem Behandlungsstuhl befindlichen Patienten bewegbar sind.
[0022] Insbesondere bei einem dentalen Behandlungsstuhl 1 ist außerdem eine Mundspüleinrichtung
15 mit einem Wasserhahn für einen Spülbecher und einem Speibecken vorgesehen.
[0023] Die Rückenlehne 4 besteht aus einem Rückenbasisteil 4a, das durch Gelenkteile 5b
mit dem Rückenlehnengelenk 5 verbunden ist, und einem Rückenlehnenteil 4b, das mit
einem vorzugsweise schalenförmigen Rückenlehnenpolster 4c besetzt ist. Zwischen dem
Rückenbasisteil 4a und dem Rückenlehnenteil 4b ist eine andeutungsweise dargestellte
Führung 6 ausgebildet, in der das Rückenlehnenteil 4b in der Längsrichtung der Rückenlehne
4 hin und her verschiebbar am Rückenbasisteil 4a gelagert ist. Die Führung kann durch
zwei zu beiden Seiten der Längsmittelebene des Behandlungsstuhls 1 längs angeordnete
Führungsstangen 6a und darauf verschiebbar gelagerte Führungshülsen 6b gebildet sein,
die zwischen dem Rückenbasisteil 4a und dem Rückenlehnenteil 4b angeordnet sind. Es
können die Führungshülsen 6b am Rückenbasisteil 4a und die Führungsstangen 6a am Rückenlehnenteil
4b befestigt sein. Zum Verstellen ist ein andeutungsweise als Strichpunktlinie dargestellter
erster Verstellmotor M1 vorzugsweise in stabförmiger Bauweise vorgesehen, der mit
seinem einen Ende am Rückenbasisteil 4a abgestützt ist und mit seinem anderen Ende
am Rückenlehnenteil 4b angreift. Zur Verbindung des Verstellmotors M1, mit dem Rückenbasisteil
4a und dem Rückenlehnenteil 4b sind an diesen Teilen befestigte Lagerteile L1, L2
vorgesehen. Der Verstellmotor M1 kann z.B. ein Elektromotor E1 aufweisen, dem ein
seine Drehbewegung in eine Längsbewegung umwandelndes Getriebe zugeordnet ist. Hierbei
handelt es sich vorzugsweise um einen Spindeltrieb.
[0024] Der Träger 12 ist in einer im Rückenlehnenteil 4b angeordneten zweiten, in der Längsrichtung
der Rückenlehne 4 gerichteten Längsführung 11 durch einen zweiten Verstellmotor M2
hin und her schiebbar gelagert. Der Träger 12 ist vorzugsweise durch einen quer zur
vertikalen Längsmittelebene des Behandlungsstuhls 1 angeordneten flachen Schieber
gebildet, um eine flache Bauweise der Rückenlehne 4 zu gewährleisten. Der erste Verstellmotor
M1 befindet sich auf der einen Seite neben dem Träger 12, während der zweite Verstellmotor
M2 auf der anderen Seite neben dem Träger 12 angeordnet ist. Auch der zweite Verstellmotor
M2 ist von stabförmiger bzw. länglicher Bauweise, und er weist vorzugsweise einen
Elektromotor E2 auf, der durch ein seine Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung
umwandelndes Getriebe G2 mit dem Träger 12 verbunden ist. Das Umwandlungsgetriebe
G2 ist beim Ausführungsbeispiel ebenfalls durch einen Spindeltrieb gebildet, dessen
Spindel mit S2 bezeichnet ist.
[0025] Die Längsführung 11 für den Träger 12 ist eine Flachführung und z. B. durch zwei
seitlich neben dem Träger 12 längs angeordnete Führungsstangen 11a, 11b gebildet,
auf denen der Träger 12 mit an ihm seitlich befestigten Laufbuchsen 11c, 11d gehalten
und geführt ist. Beim Ausführungsbeispiel ist die den zweiten Verstellmotor M2 nahe
angeordnete Führungsstange 11b als Spindel S2 ausgebildet, die in Schraubverbindung
mit der als Spindelmotor ausgebildeten Laufbuchse 11d steht. Die Verstellmotoren M1,
M2 sind außen von den Laufbuchsen 11c, 11d angeordnet. Der zweite Verstellmotor M2
ist durch einen Riementrieb TR, insbesondere Zahnriementrieb mit der Spindel S2 verbunden.
[0026] Die Kopfstütze 8 ist durch eine Verstell- bzw. Einstellvorrichtung 16 in der vertikalen
Längsmittelebene 18 des Behandlungsstuhls 1 auf und ab bewegbar. Hierzu dient eine
erste Schwenkvorrichtung 19, die beim Ausführungsbeispiel durch ein Gelenkviereck
bzw. Viergelenkgetriebe mit zwei Gelenkstangen 19a, 19b gebildet ist, die durch vier
Gelenke 21, 22, 23, 24 zum einen mit dem Träger 12 und zum anderen mit dem Basiskörper
9 bzw. mit von dessen Rückseite abstehenden Gelenkstegen 9a verbunden ist. Die Gelenkstangen
19a, 19b sind Breitstangen, d.h., die sich quer zur vertikalen Längsmittelebene erstreckende
Abmessung der Gelenkstangen 19a, 19b ist größer als deren sich in der Längsmittelebene
erstreckende Dicke. Hierdurch erhält das Gelenkviereck große Stabilität. Diese kann
jedoch auch durch ein zu beiden Seiten der Längsmittelebene angeordnetes Gelenkviereckpaar
erreicht werden. Die Gelenkstangen 19a, 19b können zwischen vertikalen Gelenkstegen
9b gelagert sein, die am rückseitigen Ende des Trägers 12 gabelförmig abstehen. Die
am Träger 12 angeordneten Basisgelenke 21, 22 liegen auf einer Geraden g (Fig. 7,
8), die mit dem Träger 12 einen spitzen Winkel W1 einschließt, der in Richtung auf
das Rückenteil 4 offen ist. Dieser Winkel W1 beträgt etwa 30-60°, insbesondere etwa
40°.
[0027] Ein Gelenkviereck ermöglicht die vorbeschriebenen Stellungen der Kopfstütze 8 in
besonders einfacher Weise, nämlich durch eine selbsttätige Bewegungssteuerung. Dies
wird dadurch erreicht, daß die Länge L3 der der Rückenlehne 4 zugewandten bzw. oberen
Gelenkstange 19b größer ist als die Länge L4 der anderen bzw. unteren Gelenkstange
19a. Die Abstände L5, L6 zwischen den Gelenken 21, 22 einerseits und 23, 24 andererseits
können etwa gleich groß sein. Vorzugsweise ist der Abstand L6 zwischen den Gelenken
23, 24 größer als der Abstand L5, insbesondere etwa 1/3 größer, und zwar wenigstens
in der Kinderausgangsstellung gemäß Fig. 7, in der beim Ausführungsbeispiel das Gelenk
23 sich in der Stellung 41b befindet.
[0028] Die Einstellvorrichtung 16 weist außerdem einen motorischen Antrieb mit einem dritten
Verstellmotor M3 zum Schwenken der Kopfstütze 8 im durch das Gelenkviereck 19 vorgegebenen
Schwenkbereich. Hierzu ist eine sich längs des Trägers 12 erstreckende Triebstange
26 vorgesehen, die vorzugsweise in den Träger 12 integriert ist und insbesondere durch
einen flachen Schieber gebildet ist, um eine kleine bzw. niedrige Bauweise für den
Träger 12 zu gewährleisten. Der Verstellmotor M3 kann im hinteren Bereich des Trägers
12 angeordnet und an diesen angebaut sein, vorzugsweise in einer Ausnehmung 12a, in
der der Träger 12 wenigstens teilweise versenkt angeordnet ist. Auch der dritte Verstellmotor
M3 ist von stabförmiger bzw. längsförmiger Bauweise, und er weist vorzugsweise einen
Elektromotor E3 auf, dessen Drehbewegung durch ein Getriebe G3 in eine geradlinige
Bewegung umgewandelt wird. Bei dem Getriebe G3 kann es sich um einen Spindeltrieb
handeln, dessen Spindel S3 eine Verlängerung der Motorwelle ist, und auf der eine
Spindelmutter Sm in ein Eingriff steht. Zwischen der Spindel S3 und dem Elektromotor
E3 ist eine Kupplung K angeordnet. Die Spindelmutter Sm ist mit dem vorderen Ende
der Triebstange 26 verbunden, die an ihrem rückseitigen Ende durch ein Gelenk 27 mit
einer Gelenk- bzw. Schwenkstange 28 verbunden ist, die durch ein weiteres Gelenk 29
mit einer der beiden Gelenkstangen 19a, 19b, vorzugsweise mit der rückseitigen Gelenkstange
19a verbunden ist. Zur Verbindung in dem Gelenk 29 ist an der rückseitigen Gelenkstange
19a ein Querarm 19c angeordnet, der vorzugsweise zur anderen Gelenkstange 19b hin
absteht. Die Schwenkstange 28, deren Länge geringer ist, insbesondere geringer als
halb so lang ist wie die Länge der Gelenkstangen 19a, 19b, erstreckt sich zwischen
den Gelenken 27, 29, wobei sie sich beim Ausführungsbeispiel zwischen den Basisgelenken
21, 22 befindet.
[0029] Die vorbeschriebene, in ihrer Gesamtheit mit 32 bezeichnete Antriebsvorrichtung ermöglicht
durch eine entsprechende Verschiebung der Triebstange 26, die Kopfstütze 8 zwischen
einer oberen Stellung gemäß Fig. 4, einer mittleren Stellung gemäß Fig. 5, die bezüglich
der oberen Stellung tiefer angeordnet ist, und einer unteren Stellung gemäß Fig. 6.
Die mittlere Stellung ist eine Normalstellung, in der die Kopfanlagefläche 33a eines
Kopfstützenpolsters 33 sich etwa parallel zum Rückenteil 4 erstreckt oder geringfügig,
z.B. bis 10°, nach hinten geneigt sein kann.
[0030] In der oberen Stellung gemäß Fig. 4 erstreckt sich die Kopfanlagefläche 33a im wesentlichen
gleich wie in der mittleren Stellung, jedoch ist sie bezüglich der Rückenstützfläche
4d des Rückenteilpolsters 4c um ein größeres Maß nach oben versetzt als in der mittleren
Stellung. In der unteren Stellung gemäß Fig. 6 ist die Kopfstützfläche 33a verhältnismäßig
stark nach hinten geneigt. Diese Stellung eignet sich insbesondere für eine Oberkieferbehandlung,
bei der der Patientenkopf entsprechend stark nach hinten geneigt sein soll. Die vorbeschriebenen
Stellungen stellen sich aufgrund der besonderen Ausgestaltung der Schwenkvorrichtung
19 selbsttätig bzw. zwangsläufig ein. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß
nur ein geringer Hub der Triebstange 26, beim Ausführungsbeispiel etwa 20-25 mm, ausreicht,
um die Kopfstütze 8 zwischen der oberen und der unteren Stellung zu verstellen.
[0031] Die Kopfstütze 8 ist außerdem in eine Stellung verstellbar und positionierbar, in
der die Kopfstützfläche 33a bzw. ihr Schalengrund mit der Rückenstützfläche 4d bzw.
dem Schalengrund des Rückenteilpolsters 4c fluchtet. Diese Stellung ist insbesondere
dann, wenn die Kopfstütze 8 sich in einer Ausnehmung 34 am freien Ende des Rückenlehnenteils
4b befindet., eine vorteilhafte Kinderstellung, die eine für Kinder sowohl bezüglich
des Abstands vom Sitzteil 2 als auch bezüglich ihrer Höhenlage vorteilhafte Stellung
ist. In dieser Stellung bildet die Kopfstützfläche 33a bzw. ihr Schalengrund eine
Fortsetzung der Rückenstützfläche 4d bzw. des Schalengrundes der Rückenlehne 4, wodurch
der Kopf eines auf dem Behandlungsstuhl 1 befindlichen Kindes vorteilhaft gestützt
wird. Im Grund der Schalenform erstrecken sich die Rückenstützfläche 4d und die Kopfstützfläche
33a insbesondere in ihren einander zugewandten Endbereichen im wesentlichen gerade.
[0032] Die sich gerade erstreckende Kopfstützfläche 33a braucht sich nur über einen Abschnitt
der Länge der Kopfstütze 8 erstrecken, wobei dieser sich gerade erstreckende Abschnitt
an dem der Rückenlehne 4 zugewandten Ende der Kopfstütze 8 gerade ausläuft. In dem
der Rückenlehne 4 abgewandten Bereich kann die Kopfstützfläche 33a an einem Querwulst
35 auslaufen, der Teil des Kopfstützenpolsters 33 ist.
[0033] Zwecks Verbesserung der Kopfabstützung ist es im weiteren vorteilhaft, das Kopfstützenpolster
so am Kopfstützenkörper zu befestigen, daß es wahlweise in um 180° verdrehten Stellungen
benutzbar ist. Hierdurch ist es möglich, das Kopfstützenpolster 33 wahlweise in Stellungen
zu nutzen, in denen sich der Querwulst 35 im dem Sitzteil 2 zugewandten oder abgewandten
Endbereich befindet. Die erste Stellung eignet sich für Erwachsene, wobei der Querwulst
35 eine vorteilhafte Nackenstütze bildet. Die zweite Stellung, in der der Querwulst
35 an dem dem Sitzteil 2 abgewandten Ende angeordnet ist, eignet sich aus den vorgenannten
Gründen sehr vorteilhaft für Kinder. Es ist deshalb vorteilhaft, die Befestigung zwischen
dem Kopfstützenpolster 33 und dem Kopfstützenkörper so auszubilden, daß das Kopfstützenpolster
33 in um 180° verdrehten Stellungen montierbar bzw. demontierbar ist, vorzugsweise
durch eine Schnellschlußverbindung, z.B. eine Klemm- oder Verrastungsvorrichtung.
Es ist vorteilhaft, diese Vorrichtungen so auszubilden, daß das Kopfstützenpolster
33 in der befestigen Position hinreichend festgehalten ist, jedoch durch einen manuell
leicht aufbringbaren Kraftaufwand, z.B. durch Abziehen, aus der Befestigungsvorrichtung
lösbar ist. Hierbei wird eine Klemmung oder Verrastung manuell überdrückt. In Fig.
8 ist eine solche Befestigungsvorrichtung andeutungsweise dargestellt. Sie ist durch
einen oder mehreren Paaren Verbindungszapfen 36 gebildet, die an dem einen Verbindungsteil
angeordnet sind und klemmend oder verrastend jeweils in ein im anderen Verbindungsteil
ausgebildeten Zapfenloch 37 einfassen. Die Verbindung läßt sich durch eine manuelle
Kraftausübung lösen und somit überdrücken. Der wenigstens eine Verbindungszapfen 36
und das Zapfenloch 37 sind so ausgebildet, daß sie in um 180° verdrehten Stellungen
des Kopfstützenpolsters 33 passen.
[0034] Es ist zwecks Verbesserung der Kopfabstützung von Vorteil, auch im Querwulst 35 in
mittlerer Position eine mulden- bzw. schalenförmige Stützfläche 33b auszubilden, die
insbesondere die seitliche Stützung eines Nackens verbessert.
[0035] Beim Ausführungsbeispiel ist am Behandlungsstuhl 1 eine besondere bzw. zusätzliche
Einstellvorrichtung 41, insbesondere eine,zweite Schwenkvorrichtung 41a, vorgesehen,
bei deren Betätigung durch die Bedienungsperson die Kopfstütze 8 sich in ihre Kinderstellung,
positionieren und in dieser Stellung feststellen läßt. Beim Ausführungsbeispiel handelt
es sich um eine Ausgestaltung, die unabhängig von der Antriebsvorrichtung 32 zum Schwenken
der Kopfstütze 8 ist und vorzugsweise manuell verstellbar ist. Die zweite Schwenkvorrichtung
41a weist ein Schwenkgelenk auf, in dem die Kopfstütze 8 in die Kinderstellung schwenkbar
und positionierbar ist. Als Schwenkgelenk kann eines der beiden Gelenke 23, 24 dienen,
die die Gelenkstangen 19a, 19b mit der Kopfstütze 8 verbinden. Beim Ausführungsbeispiel
ist hierfür das obere Schwenkgelenk 24 der Gelenkstange 19b vorgesehen. Der zweiten
Schwenkvorrichtung 41a ist eine Arretiervorrichtung 42 zum Arretieren der jeweiligen
Schwenkstellung zugeordnet. Die Arretiervorrichtung 42 weist einen Freigang im jeweils
anderen der beiden Gelenke 23, 24, hier im Gelenk 23 auf, der durch die Arretiervorrichtung
42 blockierbar ist. Hierdurch läßt sich die zweite Schwenkvorrichtung 41a wahlweise
freigeben oder blockieren. Der Freigang ist durch ein um das eine Gelenk 24 gekrümmtes
Langloch 43 in einem der Gelenkteile, hier in der Gelenkstange 19a, gebildet. Zur
Arretierung kann der zugehörige Gelenkbolzen 23a dienen, der die beiden zueinander
gehörigen Gelenkteile aneinander arretiert. Zur Vereinfachung der Konstruktion ist
die zweite Schwenkvorrichtung 41a nur in ihren Schwenkendstellungen arretierbar. Hierzu
sind an den Enden des Langlochs 43 Langlocherweiterungen 43a, 43b vorgesehen, in die
der axial verschiebbare Gelenkbolzen 23a einführbar und durch wenigstens einen sich
zwischen den Langlocherweiterungen 43a, 43b erstreckenden Verjüngungssteg 43c formschlüssig
gesichert ist. Beim Ausführungsbeispiel durchfaßt der Gelenkbolzen 23a das Langloch
43 mit einem Betätigungskopf, wobei die Verschiebbarkeit im Langloch 43 durch eine
entsprechende Einschnürung 23b im Betätigungskopf gewährleistet ist, wenn der . Gelenkbolzen
23a mit seiner durch die Einschnürung 23b gebildete Bolzenverdickung 23c aus der jeweils
zugehörigen Langlocherweiterung 43a, 43b manuell axial in eine Stellung herausbewegt
worden ist, in der die Bolzeneinschnürung 23b mit den Verjüngungsstegen 43c fluchtet.
Die Bolzenverdickung 23c rastet unter der Wirkung einer Feder 44 in den Schwenkendstellungen
selbsttätig in die Langlocherweiterungen 43a, 43b ein. Durch einen Anschlag dieser
axialen Bewegung zwischen dem Gelenkbolzen 23a und einem der Gelenkteile ist diese
Verrastungsstellung gewährleistet. Die Feder 44 ist vorzugsweise eine Druckfeder,
die bei der vorliegenden Ausgestaltung der Gelenkstange 19a, 19b als Breitstangen
zwischen den endseitig vorragenden Gelenkstegen 19c auf dem beide Gelenkstege 19c
durchfassenden Gelenkbolzen 23a angeordnet sein kann und gegen eine Schulterfläche
des Gelenkbolzens 23a wirkt.
[0036] Um die in Fig. 4 bis 6 oder 7 dargestellten Stellungen der Kopfstütze 8 zu erreichen,
ist die Länge L3 der der Rückenlehne 4 zugewandten bzw. oberen Gelenkstange 19b größer
als die Länge L4 der anderen Gelenkstange 19a, und zwar wenigstens in der Kinderausgangsstellung
gemäß Fig. 7, in der der Gelenkbolzen 23a sich in der Stellung 41b befindet.
[0037] Um mehr Bauraum zur Verfügung zu haben und/oder um die Zugänglichkeit zu verbessern,
kann die Arretiervorrichtung 42 an der Gelenkstange 19a nach außen versetzt und zwischen
dieser und einem Außenschenkel 19d angeordnet sein, in dem sich das Langloch 43 ebenfalls
befindet. Der Gelenkbolzen 23a ist entsprechend verlängert, wobei die Feder 44 zwischen
dem Außenschenkel 19d und dem benachbarten Gelenksteg 19c angeordnet ist.
[0038] Wenn die zusätzliche Verstellvorrichtung 41 nur in ihren Schwenkendstellungen arretierbar
ist, ist wesentlich, daß die Kopfstütze 8 bzw. die Schwenkvorrichtung 19 sich vor
der Verstellung in die Kinderstellung in einer bestimmten Kinderausgangsstellung gemäß
Fig. 7 befindet, in der sich beim Ausführungsbeispiel der Gelenkbolzen 23a im unteren
Schwenkendpunkt 41b befindet. Diese Kinderausgangsstellung ist so positioniert, daß
durch die Schwenkung der Kopfstütze 8 aus der Kinderausgangsstellung in die Kinderstellung,
hier in den oberen Schwenkendpunkt 43b, die Kopfstütze 8 sich ohne Nachjustierung
in der richtigen Position befindet und durch ein Zurückfedern des Gelenkbolzens 23
selbsttätig verrastet wird. In der Kinderausgangsstellung befindet sich das Gelenk
23 im Schwenkendpunkt 41b, in der die Kopfstützfläche 33a mit der Rückenstützfläche
4d einen nach oben offenen Winkel einschließt, der mehr als 180° beträgt.
[0039] Die Kopfstütze 8 weist folgende vier Freiheitsgrade auf, die durch Doppelpfeile F1
bis F4 verdeutlicht sind.
[0040] Im ersten Freiheitsgrad F1 (Fig. 2) ist die Kopfstütze 8 mit der Rückenlehne 4 in
ihrer Längsrichtung hin und her verstellbar, um eine Anpassung an unterschiedlich
große Patienten zu erreichen (Stammlängeneinstellung). Hierzu dient die erste Antriebsvorrichtung
45 mit dem Verstellmotor M1.
[0041] Im zweiten Freiheitsgrad F2 ist die Kopfstütze 8 relativ zur Rückenlehne 4 in deren
Längsrichtung wahlweise hin und her verstellbar, z. B. um eine Hublänge von etwa 150
bis 250 mm, insbesondere etwa 200 mm, um eine Anpassung an den Patientenkopf relativ
zum Rücken zu erreichen. Hierzu dient die zweite Antriebsvorrichtung 46 mit dem Verstellmotor
M2.
[0042] Im dritten Freiheitsgrad F3 ist die Kopfstütze 8 durch die Einstellvorrichtung 16
zwischen der obersten Position gemäß Fig. 4 und der untersten Position gemäß Fig.
6 verstellbar. Hierzu dient die dritte Antriebsvorrichtung 32 mit dem Verstellmotor
M3.
[0043] Im vierten Freiheitsgrad F4 ist die Kopfstütze 8 zwischen der Kinderausgangsstellung
und der Kinderstellung verstellbar, und insbesondere schwenkbar. Hierzu dient die
zusätzliche Verstellvorrichtung 41, mit der die Kopfstütze 8 beim Ausführungsbeispiel
manuell verstellbar ist.
[0044] In der obersten Position gemäß Fig. 4 ist die Triebstange 26 in ihrer ganz eingefahrenen
Stellung. Die Hublänge der Triebstange zwischen ihrer eingefahrenen Stellung gemäß
Fig. 4 und ihrer ausgefahrenen Stellung gemäß Fig. 6 beträgt nur etwa 15 bis 25 mm,
insbesondere etwa 21 mm. In der untersten Position gemäß Fig. 6 ist die Triebstange
26 ganz ausgefahren. In der mittleren Stellung gemäß Fig. 5 befindet sich die Triebstange
26 in einer mittleren Stellung, in der sie z. B. etwa 11 mm ausgefahren ist. In der
Kinderausgangsstellung befindet sich die Triebstange in einer zweiten Zwischenstellung,
die sich zwischen der ersten Zwischenstellung gemäß Fig. 5 und der ganz ausgefahrenen
Stellung gemäß Fig. 6 befindet und z. B. um etwa 17 mm ausgefahren sein kann. Im Rahmen
der Erfindung kann die Kopfstützenverstellung jedoch auch so ausgebildet sein, daß
die Kinderausgangsstellung der Stellung gemäß Fig. 5 oder 6 oder Fig. 4 entspricht.
Bei der Kinderausgangsstellung kann es sich somit um eine Kopfstützenstellung für
Erwachsene handeln.
[0045] Die vorhandene und nicht dargestellte Steuereinrichtung ist durch die Bedienungsperson
so einstellbar, daß die Kopfstütze 8 mit den Einstellvorrichtungen 45, 46 jeweils
einzeln oder wahlweise wenigstens mit den Einstellvorrichtungen 46 gemeinsam verstellbar
ist. Hierzu kann eine Programmsteuerung dienen, die vorzugsweise durch die Bedienungsperson
programmierbar ist, so daß die Kopfstützenpositionen gemäß Fig. 4 bis 6 automatisch
eingestellt und vorzugsweise auch abgespeichert werden können. Die Kinderausgangsstellung
für die dritte Einstellvorrichtung 32 und vorzugsweise auch für die zweite Einstellvorrichtung
46 (Verstellmotor M2) ist vorzugsweise fest eingespeichert.
[0046] Es ist die wesentliche Aufgabe der Bedienungsperson für den Behandlungsstuhl 1, den
menschlichen bzw. tierischen Körper zu behandeln. Um die Bedienungsperson von der
dazu erforderlichen Aufmerksamkeit möglichst wenig abzulenken, ist eine einfache und
handhabungsfreundliche Bedienung erwünscht.
[0047] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 und 12 ist eine Schaltvorrichtung 51 mit nur
einem Schaltglied 52 vorgesehen, das mit den Fingern einer Bedienungshand betätigbar
ist, insbesondere durch die Ausübung eines Druckes mit einem zugehörigen Finger. Die
Schaltvorrichtung 51 ist in einer von der Bedienungsperson handhabungsfreundlich erreichbaren
Position vorgesehen, vorzugsweise an der Kopfstütze 8. Eine vorteilhafte Anordnungsstelle
bietet die Unterseite der Kopfstütze 8, vorzugsweise in ihrem hinteren Bereich. Bei
der Ausgestaltung nach Fig. 8 ist die Schaltvorrichtung 51 von hinten bzw. von unten
zugänglich an der Außenseite einer Kopfstützen-Verkleidung 53 angeordnet, die sich
z. B. schräg erstreckt. Hierdurch ist eine ergonomisch günstige Position für die Schaltvorrichtung
51 bzw. dem Schaltglied 52 gegeben.
[0048] Das Schaltglied 52 steht zapfenförmig von einer Fassung 54 ab, die durch ein z. B.
rundes Loch 55 in einem Basisteil 56 gebildet ist, bei dem es sich hier um die Verkleidung
53 handeln kann. Das Schaltglied 52 steht somit zapfenförmig von der Basisfläche 56a
des Basisteils 56 ab.
[0049] Das Schaltglied 52 ist im Sinne eines Joysticks von mehr als einer, hier von vier
einander gegenüberliegenden Seiten her betätigbar. In diesem Betätigungsbereich weist
das Schaltglied 52 die Form eines Schaltzapfens, z. B. viereckiger Querschnittsform
auf, wodurch sich vier einander gegenüberliegend angeordnete Betätigungsflächen B1,
B2, B3, B4 ergeben, die z. B. im Sinne eines Pyramidenstumpfes zum freien Ende des
Schaltgliedes 52 hin konvergent sein können. An der Fassung 54 können die Betätigungsflächen
B1 bis B4 in eine quer abstehende und mit der Basisfläche 56a abschließende Schulterfläche
57 eines z. B. verdickten Schaltgliedfußes 58 übergehen, der in der Fassung 54 sitzt.
[0050] Jeder Betätigungsfläche B1 bis B4 ist von ihr seitlich abstehend eine Führungstopographie
61 zugeordnet, die eine Führungsfläche 61a für den zugehörigen Finger der Bedienungshand
bildet. Die Führungstopographie 61 bzw. die Führungsfläche 61a leiten den Finger bei
seiner Bewegung gegen die zugehörige Betätigungsfläche zu dieser hin, so daß die Bedienungsperson
aufgrund dieser ertastbaren Bewegungshilfe zur zugehörigen Betätigungsfläche geführt
wird. Beim Ausführungsbeispiel ist die Führungstopographie 61 jeweils durch eine Führungsrinne
62 gebildet, die durch - in der Blickrichtung auf die zugehörige Betätigungsfläche
gesehen - konkav ausgebildet ist, insbesondere gerundet ist. Die Führungsrinne kann
sich in Richtung auf das Schaltglied 52 gerade oder ebenfalls konkav gekrümmt erstrecken
und somit muldenförmig ausgebildet sein. Die Führungstopographie 61 ist an der Außenfläche
des Basisteils 56 angeordnet, von der das Schaltglied 52 absteht. Die Führungstopographie
61 bzw. die Führungsfläche 61a schließt mit der Mittelachse des Schaltglieds 52 einen
spitzen Winkel W2 ein, wobei sie sich zum Fußende der zugehörigen Betätigungsfläche
B1, B2, B3, B4 erstreckt. Hierdurch ergibt sich eine bezüglich der übrigen Außenfläche
56b des Basisteils 56 eine tiefer gelegene bzw. wenigstens teilweise versenkte Anordnung
des Schaltgliedes 52, wodurch nicht nur eine kleine Bauweise erreicht wird, sondern
wodurch auch das Schaltglied 52 einer ungewollten Betätigung weitgehend entzogen ist.
Beim Ausführungsbeispiel sind alle vier Führungstopographien 61 gleich bzw. spiegelbildlich
zueinander ausgebildet. Sie können seitlich an den mit der Bezugszahl 63 bezeichneten
Stellen ineinander übergehen und eine gemeinsame, sich um das Schaltglied 52 herum
erstreckende Vertiefung im Basisteil 56 bilden.
[0051] Für eine Betätigung des Schaltglieds 52 braucht die Bedienungsperson den Betätigungsfinger
lediglich in den bezüglich des Schaltglieds 52 vergrößerten Bereich der zugehörigen
Führungstopographie 61 zu bewegen. Aufgrund der Rinnenform und der nach innen geneigten
Anordnung der Führungstopographie 61 wird der Betätigungsfinger selbsttätig zur Betätigungsfläche
geführt. Dies gilt für alle Betätigungsflächen B1 bis B4. Hierdurch ist eine einfache,
handhabungsfreundliche und sichere Betätigung des Schaltglieds 52 gewährleistet.
[0052] Das Schaltglied 52 ist vorzugsweise durch die Ausübung eines Druckes mit dem Finger
auf seine freie Stirnfläche zusätzlich betätigbar, um eine Schaltfunktion für die
vorhandene Steuereinrichtung auszuüben. Deshalb weist das Schaltglied 52 eine fünfte
Betätigungsfläche B5 an seiner Stirnfläche auf, zu deren manueller Findung die Führungstopographie
61 ebenfalls beiträgt. Zusätzlich kann das Schaltglied 52 und die zugehörige Schaltanordnung
so ausgebildet sein, daß durch zweimaliges Betätigen der Betätigungsfläche B5 im Sinne
eines Doppelklick an einer PC-mouse ein weiterer Schaltvorgang eingeleitet wird.
[0053] Die Ausgestaltung der Schaltvorrichtung 51 ist von eigenständiger erfinderischer
Bedeutung. Sie eignet sich insbesondere für zahnärztliche Geräte, insbesondere einen
Behandlungsstuhl 1.
[0054] Nachfolgend wird eine beispielhafte, jedoch vorteilhafte Schaltungsanordnung beschrieben.
[0055] Im Rahmen der Erfindung kann der Behandlungsstuhl 1 bzw. die zugehörige Steuereinrichtung
so ausgebildet sein, daß die einzelnen Einstellpositionen des Sitzteils 2, der Rückenlehne
4 oder Kopfstütze 5 durch Betätigen von Schaltgliedern manuell oder automatisch angesteuert
werden, z. B. vorprogrammiert oder programmierbar.
[0056] Beim Ausführungsbeispiel läßt sich automatisch oder durch eine horizontale Betätigung
der Betätigungsflächen B1, B3 in die eine oder andere Richtung die Neigung der Kopfstütze
8 entsprechend den seitlich angebrachten Pfeilen N1, N2 einstellen, wobei der Verstellmotor
M3 in die entsprechende Wirkrichtung eingeschaltet wird.
[0057] Die Höhe bzw. der Abstand der Kopfstütze. 8 bezüglich der Rückenlehne 4 läßt sich
automatisch oder durch eine vertikale Betätigung der Betätigungsflächen B2, B4 einstellen,
z. B. lassen sich die Verstellmotoren M1 und/oder M2 in die entsprechende Wirkrichtung
einschalten, nämlich die Kopfstütze 8 erhöhen oder senken, wie es die über und unter
dem Schaltglied 52 dargestellten Pfeile H1, H2 zeigen. Hierbei ist die gemeinsame
(kompensierte) Einschaltung der Verstellmotoren M2, M3 eine Sonderfunktion, die sich
durch eine einmalige Betätigung der Betätigungsfläche B5 ein- bzw. ausschalten läßt.
Bei Einschaltung dieser Sonderfunktion werden beide Verstellmotoren M2, M3 ein- bzw.
ausgeschaltet, wobei vorzugsweise die Höhenverstellung kompensiert ist in Abhängigkeit
von der Neigungungsverstellung, so daß ein anatomischer Bewegungsablauf gewährleistet
ist. In der Funktionsstellung Kompensation aus können die Verstellmotoren M2, M3 unabhängig
voneinander ein- bzw. ausgeschaltet werden.
[0058] In der Funktionsstellung Kompensation aus fährt der Kopfstützenträger 12 (M2) in
seine unterste Stellung und die Kopfstütze 8 (M3) in ihre Mittelstellung gemäß Fig.
5, die dem mittleren Verstellweg des Verstellmotors M3 entsprechen kann. Bei jedem
erneuten Einschalten der Kompensation bzw. beim manuellen Zurückstellen der Kopfstütze
8 von der Kinderstellung in die Kinderausgangsstellung werden der Kopfstützenträger
12 (M2) sowie auch die Kopfstütze 8 (M3) immer in die Mittelstellung gemäß Fig. 5
gefahren. Dies ist vorteilhaft, um beim erneuten Einstellen der Kopfstütze 8 an einem
nachfolgenden Patienten wieder die möglichen Freiheitsgrade der Verstellung zur Verfügung
zu haben.
[0059] Beim Einschalten bzw. bei der Inbetriebnahme des Behandlungsstuhls 1 ist die Kompensation
der Motoren M2, M3 grundsätzlich aktiviert.
[0060] Eine zweite Sonderfunktion läßt sich durch zweimalige Betätigung (Doppelklick) der
Betätigungsfläche B5 erreichen. Beim Ausführungsbeispiel dient diese Betätigung dazu,
die Verstellmotoren M1 und/oder M2 und/oder M3 einzuschalten, um damit die Kopfstütze
8 in ihre Kinderausgangsstellung gemäß Fig. 7 zu bewegen, in der die Rückenlehne 4
und der Kopfstützenträger 12 eingeschoben sind. Aus dieser Kinderausgangsstellung
läßt sich die Kopfstütze 8 manuell in die Kinderstellung gemäß Fig. 8 oder 9 verstellen.
[0061] An der Kopfstütze 8 ist im Bereich der Einstellvorrichtung 41 ein Sensor 59 angeordnet,
der beim Bewegen in die Kinderstellung diese ermittelt und ein Signal mit dem Zweck
an die Steuereinrichtung leitet, die Funktion des Verstellmotors M3 in der Kinderstellung
zu verhindern. Der Sensor 59 kann durch eine entsprechende Signalabgabe auch dazu
dienen, beim manuellen Zurückstellen der Kopfstütze 8 aus der Kinderstellung gemäß
Fig. 8 in die Kinderausgangsstellung gemäß Fig. 7 die Kopfstütze 8 automatisch in
die Standardausgangsstellung gemäß Fig. 5 zu bewegen. Der Sensor 59 kann durch einen
im Bereich des Gelenkbolzens 23a, z. B. an der Gelenkstange 19a oder an einem der
Gelenkstege 19c, 19d, angeordneten Schalter 59a gebildet sein, der von einem Schaltelement
59b betätigbar ist, das mittelbar oder unmittelbar am Gelenkbolzen 23a angeordnet
ist, z. B. an einem Schaltring, wie es Fig. 10 andeutungsweise zeigt. Hierdurch läßt
sich in der Kinderstellung durch ein diese ermittelndes Signal des Sensors 59 die
Funktion des Verstellmotors M3 verhindern bzw. blockieren. Beim manuellen Zurückstellen
der Kopfstütze 8 aus der Kinderstellung in die Kinderausgangsstellung wird die Kopfstütze
8 automatisch in ihre Mittelstellung gemäß Fig. 5 bewegt. Dies kann bei einander folgender
Einschaltung der Verstellmotoren M1 bzw. M2 und M3 oder bei gemeinsamer (kompensierter)
Einschaltung der Motoren M2 und/oder M3 erfolgen.
[0062] Nachfolgend werden die Maßnahmen zur Einstellung der Kopfstütze 8 für eine Erwachsenenbehandlung
und Kinderbehandlung beschrieben, und zwar aus einer Aus-und Einsteigeposition des
Behandlungsstuhls 1.
Erwachsenenbehandlung
[0063] Der Behandlungsstuhl 1 befindet sich in einer Aus-und Einsteigeposition mit den Parametern
des vorigen Patienten.
[0064] Nach der Positionierung des Patienten auf dem Behandlungsstuhl 1 stellt der Behandler
- falls im Hinblick auf die unterschiedliche Anatomie des vorherigen Patienten erforderlich
- zunächst die Höhe der Rückenlehne 4 und dann die Höhe der Kopfstütze 8 durch Einschaltung
der Verstellmotoren M1 und M2 ein. Dabei kann die Steuerung manuell oder automatisch
nach gespeicherten Soll-Merkmalen des Patienten erfolgen. Im Fall des Vorhandenseins
eines Querwulstes 35, wird die Kopfstütze 8 so eingestellt, daß der Querwulst 35 im
Nacken des Patienten anliegt. Diese Positionsdaten können für den jeweiligen Patienten
gespeichert werden. Die Einstellungen können manuell am Betätigungsglied 52 und/oder
an einem Steuerteil mit entsprechenden Betätigungselementen durchgeführt oder eingeleitet
werden.
[0065] Danach wird die endgültige Behandlungsposition des Behandlungsstuhls 1 durch Einstellung
der Neigung der Rückenlehne 4 und/oder der Höhe des Sitzteils 2 eingestellt, z. B.
für eine Unterkiefer- oder Oberkieferbehandlung.
[0066] Nach der Behandlung wird der Behandlungsstuhl 1 durch Einschaltung der zugehörigen
Motoren in seine Aus- und Einsteigeposition gefahren, durch Betätigung der betreffenden
Steuerglieder oder eines besonderen Steuergliedes, z. B. am Steuerteil.
Kinderbehandlung
[0067] Vor oder nach der Positionierung des Patienten auf dem Behandlungsstuhl 1 wird die
Kopfstütze 8 durch manuelle Betätigung des Schaltgliedes 52 und Einschaltung der Verstellmotoren
M2 und M3 direkt in ihre Kinderstellung gemäß Fig. 8 oder in ihre Kinderausgangsstellung
gemäß Fig. 7 (Ausführungsbeispiel) bewegt, in der die Kopfstütze 8 eine bestimmte
Schwenkstellung einnimmt und an die Rückenlehne 4 heranbewegt ist. Dabei kann zunächst
der Verstellmotor M3 und dann der Verstellmotor M2 einschaltet werden oder umgekehrt.
Vorzugsweise vorher kann das Kopfstützenpolster 33 wie vorbeschrieben gedreht werden.
Dann wird die Kopfstütze 8 manuell in ihre Kinderstellung gemäß Fig. 8 geschwenkt
und positioniert. Nach der Positionierung des Patienten (Kind) kann - falls erforderlich
- die Rückenlehne 4 gegen das Sitzteil 2 eingeschoben werden. Davor oder danach kann
gegebenenfalls noch die Einstellung der Behandlungsposition des Behandlungsstuhls
1 (Unterkiefer- oder Oberkieferbehandlung wie vorbeschrieben) und danach die Behandlung
erfolgen kann. Nach der Behandlung kann der Behandlungsstuhl für den Ausstieg des
Kindes in die Ein- und Aussteigeposition bewegt werden.
[0068] In der Kinderstellung ist eine Neigungsverstellung mit dem Verstellmotor M3 steuerungsmäßig
blockiert. Eine Höhenverstellung mit dem Verstellmotor M2 ist möglich.
[0069] Nach der Kinderbehandlung oder vor einer Erwachsenenbehandlung wird die Kopfstütze
8 - zumindest bei einer automatischen oder teilautomatischen Steuerung, aber auch
beim Ausführungsbeispiel - in die Standardausgangsstellung gemäß Fig. 5 zurückgeschwenkt.
Dies gilt für alle Schwenk-Verstellungen der Kopfstütze 8. Standardausgangsstellung
ist nämlich eine sogenannte 0-Stellung, aus der sich die Steuereinrichtung bezüglich
der Bewegungssteuerung orientiert.
[0070] Beim Ausführungsbeispiel wird die Kopfstütze 8 aus der Kinderstellung in die Kinderausgangsstellung
manuell zurückgeschwenkt. Die Verschwenkung in die Standardausgangsstellung kann dann
durch eine automatische Steuerung erfolgen, z. B. nach Signalabgabe durch den Sensor
59.