[0001] Die Erfindung betrifft einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender Ausführung mit
einer aus Rahmenelementen gebildeten Rahmenstruktur und mindestens einer an ihren
Stirnseiten umlaufend von Rahmenelementen eingefassten plattenförmigen Füllung, wobei
die Rahmenelemente jeweils aus einem inneren Rahmenprofil und einem damit mittels
mindestens eines Befestigungselements verbundenen äußeren Rahmenprofil zusammengesetzt
sind, wobei jede Füllung von mindestens zwei an gegenüber liegenden Stirnseiten der
Füllung angeordneten äußeren Rahmenprofilen gehalten ist, die jeweils mit einem einbruchhemmenden
Schutzstreifen aus einem gegen Abrasion, Bruch und Verformung widerstandsfähigen Material
versehen sind oder die selbst aus einem gegen Abrasion, Bruch und Verformung widerstandsfähigen
Material bestehen und einen einbruchhemmenden Schutzstreifen bilden, wobei die Schutzstreifen
jeweils mittels mindestens zwei Befestigungselementen mit dem inneren Rahmenprofil
verbunden sind und die Befestigungselemente von einer mit den Schutzstreifen versehenen
Außenseite des Gebäudeabschlusses her den zugeordneten Schutzstreifen, eventuell das
äußere Rahmenprofil sowie einen Spaltbereich zwischen zwei benachbarten Füllungen
oder zwischen einer Füllung und einem angrenzenden Gebäudeteil durchdringen, wobei
die Befestigungselemente jeweils als bolzenförmiges Element ausgeführt sind und an
einem dem Schutzstreifen zugeordneten ersten Ende jeweils mit einem ersten Kopfelement
versehen sind, das in radiale Richtung über einen Durchmesser des bolzenförmigen Elements
vorsteht, so dass im Zusammenwirken mit einem Durchbruch in dem Schutzstreifen eine
formschlüssige Verbindung zwischen dem Befestigungselement und dem Schutzstreifen
im Hinblick auf eine Übertragung einer in Längsrichtung des bolzenförmigen Elements
gerichteten Zugkraft gebildet ist.
[0002] Unter einem Gebäudeabschluss im Sinne der vorliegenden Anmeldung sollen einerseits
Fassadenkonstruktionen, typischerweise solche in Pfosten-Riegel-Ausführung, aber auch
Gegenstände des so genannten "Elementebaus", d.h. Fenster- und Türkonstruktionen,
sowie im Inneren von Gebäuden angeordnete Trennwandkonstruktionen verstanden werden,
mit denen ein Teilbereich des Gebäudes gegenüber einem anderen Teilbereich des Gebäudes
abgeschlossen wird.
[0003] Aufgrund der Verwendung einbruchhemmender Schutzstreifen können derartige Gebäudeabschlüsse
auch Angriffen mit massiven Werkzeugen (Winkelschleifer, Bohrmaschine, "Kuhfuß", Vorschlaghammer
usw.) innerhalb einer bestimmten Zeit standhalten und können daher z.B. die Anforderungen
der Norm zur Einbruchhemmung in der Widerstandsklasse WK5 der DIN V ENV 1627 erfüllen.
Die jeweils verwendeten Füllungen müssen ebenfalls sehr widerstandsfähig ausgebildet
sein, was bei transparenten Füllungen meist auf die Verwendung mehrschichtiger miteinander
verklebter Einzelscheiben aus Glas oder Polycarbonat herausläuft, wohingegen alternativ
auch massive metallische Füllungen möglich sind, wenn eine Transparenz nicht gefordert
ist. Bei entsprechender Ausführung der Schutzstreifen ist es auch möglich, dass mit
derartigen Gebäudeabschlüssen die Anforderungen an eine Durchschusshemmung erfüllt
werden.
Stand der Technik
[0004] Ein Gebäudeabschluss der eingangs beschriebenen Art ist beispielsweise aus der
EP-A-1 970 523 bekannt. Die vorgenannte Druckschrift offenbart drei verschiedene Varianten, wie
eine Demontage der Schutzstreifen bei einem Angriffsversuch von der Außenseite des
Gebäudeabschlusses her verhindert werden kann. Eine Demontage der Schutzstreifen ist
deshalb für einen Angreifer meist der Schlüssel für einen erfolgreichen Einbruch,
weil anschließend ohne größere Schwierigkeiten die eventuell darunter befindlichen
äußeren Rahmenprofile, die als eine Art Klemmschiene die Füllungen gegen die inneren
Rahmenprofile pressen, zerstört werden können. Ist diese Zustand erreicht, lässt sich
nach der Demontage von mindestens drei äußeren Rahmenprofile ein und derselben rechteckförmigen
Füllung letztere entnehmen, so dass ein Zugang zum Inneren des Gebäudes geschaffen
wurde.
[0005] In einer ersten Ausführungsform des Gebäudeabschlusses gemäß der
EP-A-1 970 523 sind die Schutzstreifen von der Innenseite des Gebäudeabschlusses her mittels schraubenförmiger
Verbindungselemente mit dem jeweiligen inneren Rahmenprofil verbunden. Die Ankopplung
der Befestigungselemente an den Schutzstreifen erfolgt entweder über darin befindliche
Gewindebohrungen, in die ein endseitiger Gewindeabschnitt des Schraubenbolzens von
der Innenseite her eingeschraubt wird, oder aber über ein Kopplungselement, z.B. in
Form einer angelöteten Gewindehülse, in die wiederum der endseitige Gewindeabschnitt
der Befestigungsschraube eingedreht ist.
[0006] Eine zweite Ausführungsform der vorgenannten Druckschrift geht umgekehrt von einer
Montage der Befestigungsschrauben von außen aus. In den inneren Rahmenprofilen befinden
sich zugeordnete Gewindebohrungen, in die die Schrauben eingedreht werden. Um eine
unbefugte Manipulation von der Außenseite her zu unterbinden, sind im Bereich des
Schraubenkopfes Bohrungen im Grenzbereich zwischen dem Schraubenkopf und dem Schutzstreifen
eingebracht, die sich teilweise sowohl in dem Schraubenkopf als auch in dem Schutzstreifenmaterial
befinden. In die Bohrungen wird sodann ein Passstift eingeschlagen, der ein gewisses
radiales Übermaß gegenüber dem Bohrungsdurchmesser besitzt und nach dem Einschlagen
bündig mit der Oberseite des Schutzstreifens abschließt. Auf diese Weise wird ein
Herausdrehen der Schraube sicher verhindert und infolge dessen eine Demontage der
Schutzstreifen unmöglich gemacht.
[0007] Die dritte in der
EP-A-1 970 523 beschriebene Ausführungsform betrifft im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Varianten
keine Pfosten-Riegel-Fassaden, sondern klassische Fenster- bzw. Türkonstruktionen.
In diesem Fall ist an den Schutzstreifen auf der der Innenseite des Gebäudeabschlusses
zugewandten Seite ein Kopplungselement angebracht, das sich durch einen Schlitz in
dem äußeren Rahmenprofil hindurch in dessen Inneres erstreckt und durch eine quer
zu dem Kopplungselement, d.h. in eine Richtung parallel zu der Ebene der Füllung verlaufendes
Befestigungselement mit dem inneren oder äußeren Rahmenprofil verbunden wird. Diese
Konstruktion macht sich den bei Fenster- und Türkonstruktionen vorliegenden Umstand
zunutze, dass die Verglasung, d.h. das Einsetzen der Füllungen von der Innenseite
des Gebäudeabschlusses her, erfolgt, wohingegen Pfosten-Riegel-Fassaden von außen
verglast werden. Die Zugänglichkeit zu der Befestigungsschraube für den Schutzstreifen
besteht bei der dritten Ausführungsform nur so lange, wie die Füllung noch nicht eingesetzt
ist. Nach deren Einsetzen macht die Füllung die Zugänglichkeit zu dem Befestigungselement,
d.h. zu dem Kopf der dieses bildenden Schraube, unmöglich, so dass der Schutzstreifen
seine gewünschte Schutzfunktion entfalten kann.
[0008] Bei der ersten und der zweiten vorgenannten Ausführungsform besteht eine gewisse
Schwierigkeit darin, bei der Montage die Befestigungsschrauben von der Außenseite
bzw. der
[0009] Innenseite des Gebäudeabschlusses her durch die jeweiligen Rahmenprofile hindurchzuführen
und mit dem jeweils gegenüber liegenden Rahmenprofil zu verschrauben.
Aufgabe
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender
Ausführung bereitzustellen, bei dem sich die Befestigungselemente zur Sicherung der
Schutzstreifen auf einfache Weise montieren lassen und gleichfalls eine hohe Sicherheit
gegenüber Einbruchversuchen bieten.
Lösung
[0011] Ausgehend von einem Gebäudeabschluss der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Befestigungselemente auch an einem zweiten,
dem inneren Rahmenprofil zugeordneten Ende jeweils mit einem zweiten Kopfelement versehen
sind, das in radiale Richtung über einen Durchmesser des bolzenförmigen Elements vorsteht,
so dass im Zusammenwirken mit einem Durchbruch in dem inneren Rahmenprofil eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Befestigungselement und dem inneren Rahmenprofil im Hinblick
auf eine Übertragung einer in Längsrichtung des bolzenförmigen Elements gerichteten
Zugkraft gebildet ist, wobei das bolzenförmige Element und beide Kopfelemente zusammen
eine drehfeste Einheit bilden, sodass bei einer Manipulation des ersten Kopfelements
in der Art, dass das erste Kopfelement gedreht wird, die ganze Einheit gedreht wird
und ein Abstand zwischen den beiden Kopfelementen im Wesentlichen unverändert bleibt.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, dass es nicht erforderlich
ist, jegliche Bewegung, insbesondere Drehbewegung des bolzenförmigen Elements, zu
verhindern, sondern dass es zur Sicherstellung der geforderten Einbruchhemmung ausreichend
ist, eine Befestigungsfunktion des Befestigungselements dahingehend sicherzustellen,
dass eine Entfernung des Schutzstreifens von dem jeweils zugeordneten äußeren bzw.
inneren Rahmenprofil unterbunden wird. Im Gegensatz hierzu basierten die bekannten
Lösungen auf dem Prinzip, das Befestigungselement in seiner Montageposition vollständig
zu fixieren. Nach der Lehre der vorliegenden Erfindung ist eine Bewegung, insbesondere
eine Drehbewegung, des Befestigungselements bei einem Angriffsversuch solange unschädlich,
wie die Befestigungsfunktion durch eine Formschlussverbindung sowohl im Bereich des
Schutzstreifens als auch im Bereich des inneren Rahmenprofils nicht aufgehoben werden
kann. Unter einem Formschluss gegenüber einer Längskraftübertragung wird im Sinne
der vorliegenden Anmeldung insbesondere ein radialer Überstand der Kopfelemente über
das bolzenförmige Element verstanden, in Verbindung mit einem Bohrungsdurchmesser
sowohl in dem Schutzstreifen als auch in dem inneren Rahmenprofil der kleiner als
der größte Durchmesser des jeweiligen Kopfelements ist. Das Befestigungselement nach
der vorliegenden Erfindung erfüllt solange seine Befestigungsfunktion, wie trotz einer
unbefugten Drehbewegung des der Außenseite zugewandten Kopfelements die Fonnschlusseigenschaften
an beiden Kopfelementen aufrechterhalten werden. Unter einem "im Wesentlichen unveränderten
Abstand" zwischen den beiden Kopfelementen ist dabei zu verstehen, dass eine geringfügige
Längung des Kopfelements für die Funktionssicherheit unschädlich ist, solange keine
Möglichkeit besteht, in einen Spaltbereich zwischen dem Schutzstreifen und der Außenseite
der Füllung z.B. mit Hebelwerkzeugen einzudringen.
[0013] Eine besonders einfache Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass das bolzenförmige
Element einstückig ausgebildet ist.
[0014] Bei einer möglichen zweiteiligen Ausführung des bolzenförmigen Elements kann diese
eine Hülse aufweisen, die einen Innengewindeabschnitt besitzt, in den ein Außengewindeabschnitt
des bolzenförmigen Elements eingeschraubt ist, wobei vorzugsweise aus der Hülse das
erste Kopfelement einstückig ausgeformt ist. Die Verwendung derartiger Gewindehülsen
ist deshalb bei bestimmten Anwendungsfällen sinnvoll, weil bei Gebäudeabschlüssen
mit einer großen, senkrecht zu der Füllungsebene gemessenen Bautiefe Schrauben mit
hinreichend großer Baulänge oftmals nur schwer verfügbar sind, wohingegen Gewindebolzen
beliebiger Länge leicht erhältlich bzw. herstellbar sind. Um eine drehfeste Einheit
zwischen dem bolzenförmigen Element und beiden Kopfelementen herzustellen, müssen
bei einer mehrteiligen Ausführungsform des bolzenförmigen Elements auch dessen Einzelteile
drehfest miteinander gekoppelt werden. Im Falle einer Kombination aus Gewindehülse
und Gewindebolzen kann das bolzenförmige Element, insbesondere dessen Außengewindeabschnitt,
mit der Hülse verklebt oder verschweißt werden.
[0015] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das bolzenförmige Element
und das erste Kopfelement einstückig in Form einer Schraube mit einem Schraubenkopf,
insbesondere einem Senkkopf, insbesondere mit einem Innensechskant, ausgeführt sind.
Sofern die Bautiefe des jeweiligen Gebäudeabschlusses nicht allzu groß ist, besteht
hierin die einfachste Form, das erfindungsgemäße Befestigungselement umzusetzen.
[0016] Um die Angriffsmöglichkeiten auf das erste, der Außenseite des Gebäudeabschlusses
zugewandten, Kopfelement zu reduzieren, sollte der Senkkopf der Schraube in einer
entsprechend gesenkten Bohrung in dem Schutzstreifen angeordnet und der Innensechskant
vorzugsweise mit einer Stahlkugel verschlossen sein.
[0017] Eine besondere einfache Möglichkeit zur Herstellung einer drehfesten Verbindung zwischen
dem bolzenförmigen Element und dem zweiten Kopfelement besteht darin, dass letzteres
von zwei Muttern gebildet ist, die auf einen Außengewindeabschnitt des bolzenförmigen
Elements aufgeschraubt und gegeneinander gekontert sind. Auf diese Weise ist auch
eine sehr einfache Aufhebbarkeit der Verschraubung von der Innenseite des Gebäudeabschlusses
her möglich. Alternativ zur Verwendung zweier Kontermuttern kann das zweite Kopfelement
auch von einem quer zu dem bolzenförmigen Element in eine Bohrung in demselben eingesetzter
Splint oder Stift sein. Zwischen dem zweiten Kopfelement und der Bohrung ist es sinnvoll,
eine Unterlegscheibe anzuordnen.
[0018] Vorzugsweise verbinden nicht nur die mit den zwei Kopfelementen versehenen Befestigungselemente
über die Schutzstreifen die beiden zugehörigen inneren Rahmenprofile. Vielmehr können
die äußeren Rahmenprofile mittels weiterer Befestigungselemente, vorzugsweise mittels
Schrauben, weiter vorzugsweise mittels Schrauben mit selbstschneidendem Gewinde, mit
dem jeweils zugeordneten inneren Rahmenprofil, vorzugsweise mit einem mit dem inneren
Rahmenprofil an dessen der Außenseite des Gebäudeabschlusses zugewandten Seite verbundenen
Schraubkanal verbunden sein. Eine solche Befestigung entspricht der standardmäßigen
Befestigung der äußeren Rahmenprofile an den inneren Rahmenprofilen bei Fassaden,
die keinerlei sicherheitstechnischen Anforderungen unterliegen. Die zusätzlichen Befestigungselemente
erlauben es, dass bei den erfindungsgemäßen, mit zwei Kopfelementen versehenen Befestigungselementen
keinerlei Anforderungen an die Übertragung von Druckkräften bestehen. Es ist also
nicht erforderlich, über die erfindungsgemäßen, zwei Kopfelemente aufweisenden Befestigungselemente
einen größeren axialen Druck auf die Schutzstreifen sowie das innere und äußere Rahmenprofil
zu übertragen. Diese Funktion kann allein von den wie vorstehend erläuterten weiteren
Befestigungselementen übernommen werden.
[0019] In Verbindung mit der Montage des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses ergeben sich
hierdurch weitere Vorteile: So lässt sich der Gebäudeabschluss zunächst wie ein konventioneller
montieren, indem die Füllungselemente eingesetzt und mit Hilfe der inneren Rahmenprofile
in ihrer Lage fest fixiert werden. Anschließend werden an Stellen zwischen benachbarten
weiteren Befestigungselementen Bohrungen eingebracht, die sowohl das äußere als auch
das innere Rahmenprofil (zumindest dessen äußere Wandung) durchdringen. Diese Bohrungen
für die zwei Kopfelemente aufweisende Befestigungselement werden in einem solchen
Abstand eingebracht, der den vorgefertigten Senkbohrungen in dem Schutzstreifen entspricht.
Sodann kann der Schutzstreifen aufgelegt und durch Hindurchführen von Schrauben durch
die Bohrungen befestigt werden, indem von der Innenseite das zweite Kopfelement (z.B.
zwei Kontermuttern) angebracht wird, wohingegen das erste Kopfelement vorzugsweise
von einem Senkkopf der Schraube gebildet wird.
[0020] Um auch die Anforderungen an eine Beschusshemmung zu erfüllen, können sämtliche äußere
Rahmenprofile mit einem Schutzstreifen versehen sein, oder einen solchen bilden.
[0021] Eine weitere Erhöhung der Einbruchsicherheit lässt sich erreichen, wenn die bolzenförmigen
Elemente jeweils von einer Hülse umgeben sind, die sich in axialer Richtung vorzugsweise
von einer einer Innenseite des Gebäudeabschlusses zugewandten Rückseite des äußeren
Rahmenprofils bis zu einer der Außenseite des Gebäudeabschlusses zugewandten Vorderseite
des inneren Rahmenprofils erstreckt und entweder drehbar um das bolzenförmige Element
oder in eine angepasste Bohrung in dem inneren Rahmenprofil oder dem äußeren Rahmenprofil
eingepresst ist. Eine solche Hülse führt insbesondere zu einer Erhöhung des Schutzes
gegenüber Angriffen mit Hilfe eines Flachmeißels durch einen Spaltbereich zwischen
dem Schutzstreifen und der Oberfläche der Füllung hindurch. Insbesondere wenn die
Hülse drehbar ist, dreht sie sich unter der Angriffskraft einer Meißelspitze weg.
[0022] Um die Anforderungen an die Wärmeschutzverordnung zu erfüllen, sollte in dem Spaltbereich
zwischen zwei benachbarten Füllungen oder einer Füllung und einem benachbarten Gebäudeteil
eine Dämmzone aus einem Material mit thermischen Isolationseigenschaften ausgebildet
sein.
[0023] Schließlich ist noch vorgesehen, dass der Gebäudeabschluss in Form einer Pfosten-Riegel-Fassade
ausgerührt ist und aus vertikal verlaufenden Pfosten und horizontal verlaufenden Riegeln
gebildet ist, wobei mindestens die den Pfosten zugeordneten äußeren Rahmenprofile
die Schutzstreifen aufweisen oder diese bilden, oder mindestens die den Riegeln zugeordneten
äußeren Rahmenprofile die Schutzstreifen aufweisen oder diese bilden.
Ausführungsbeispiele
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung
dargestellt sind, näher erläutert.
[0025] Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine erste Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses mit einem zweiten Kopfelement
in Form zweier Kontermuttern,
- Fig. 2:
- eine zweite Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses mit einem zweiten Kopfelement
in Form eines Stiftes,
- Fig. 3:
- eine dritte Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses mit einem zweiten Kopfelement
in Form eines Splintes,
- Fig. 4:
- eine vierte Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses mit einem bolzenförmigen Element
bestehend aus einem Gewindebolzen und einer Gewindehülse,
- Fig. 4a:
- wie Figur 4, jedoch vor bzw. ohne Montage eines Schutzstreifens,
- Fig. 5:
- wie Figur 4, jedoch mit einer alternativen Gestaltung des äußeren Rahmenprofils,
- Fig. 6:
- wie Figur 4, jedoch mit einem bolzenförmigen Element, bestehend aus einer Schraube
und einer Gewindehülse sowie einer alternativen Senkbohrung in dem Schutzstreifen
und
- Fig. 7:
- wie Figur 4, jedoch mit einer alternativen Senkbohrung in dem Schutzstreifen.
[0026] Ein in Figur 1 abgebildeter Gebäudeabschluss 1 weist eine Mehrzahl von Pfosten 2
auf, die auf einer Innenseite I des Gebäudeabschlusses angeordnet sind und sich in
vertikale Richtung erstrecken. Der gezeigte vergleichsweise kleine Ausschnitt des
Gebäudeabschlusses 1 lässt erkennen, dass zwischen inneren Rahmenprofilen 3 und auf
einer Außenseite A des Gebäudeabschlusses 1 angeordneten äußeren Rahmenprofilen 4
zwei Füllungen 5, 6 angeordnet sind. Die Füllungen 5, 6 werden mit Hilfe von Befestigungselementen
7 zwischen einander zugewandten Flächen des jeweiligen inneren Rahmenprofils 3 und
des äußeren Rahmenprofils 4 eingeklemmt.
[0027] Zwischen dem als Aluminium-Strangpressprofil ausgeführten inneren Rahmenprofil 3
und Innenseiten 8, 9 der Füllungen 5, 6 sind jeweils Dichtungsstreifen 10 aus einem
gummielastischen Material angeordnet. Diese sorgen für eine gleichmäßige Verteilung
des Anpressdrucks und verhindern somit eine punktuelle Überlastung der Füllungen 5,
6 sowie sorgen aufgrund der hohen Haftreibung für eine verrutschsichere Fixierung
der Füllungen 5, 6. In gleicher Weise befinden sich zwischen einer Rückseite 11 des
äußeren Rahmenprofils 4 und Außenseiten 12, 13 der Füllungen 5, 6 Dichtungsstreifen
14.
[0028] Die Füllung 5 ist eine Isolierglas-Verbundscheibe ("Panzerglas"), die beidseitig
eines gasgefüllten Isolierzwischenraums 15 jeweils eine Mehrzahl von miteinander verklebten
Einzelscheibenanordnungen aufweist. Demgegenüber handelt es sich bei der Füllung 6
um ein nicht transparentes Paneel, dessen Außenseite 13 sowie Innenseite 9 jeweils
von einem Deckblech 16, 17 gebildet ist. Zur Erhöhung der einbruchhemmenden Wirkung
befindet sich auf der Außenseite des Paneels angrenzend an das Deckblech 16 eine tafelförmige
Stahleinlage 18.
[0029] Das innere Rahmenprofil 3 ist auf seiner der Außenseite A zugewandten Seite in bekannter
Weise mit einem zu der Außenseite A hin offenen Schraubkanal 19 versehen. Über den
Schraubkanal 19 ist ein Kopplungsprofil 20 aufgeclipst, das der Halterung eines Isolierprofils
dient, das sich in einem Spaltbereich 22 zwischen gegenüber liegenden Stirnseiten
23, 24 erstreckt und eine Dämmzone bildet.
[0030] Das äußere Rahmenprofil 4 besteht aus einem gegen Abrasion, Bruch und Verformung
widerstandsfähigen Material, z.B. aus Hartmetall, Stahl oder Aluminium mit hoher Zugfestigkeit
und bildet einen einbruchhemmenden Schutzstreifen S. Bei dem äußeren Rahmenprofil
4 handelt es sich insofern um ein Sonderprofil als darin zum einen hinterschnittene
Nuten für die Dichtungsstreifen 14 angeordnet sind, als auch eine seitliche Konturierung
vorhanden ist, die ein Aufclipsen einer äußeren Deckschale 25 erlaubt, wodurch die
Ästhetik des Gebäudeabschlusses 1 bei einer Ansicht von außen ansprechend gestaltet
wird.
[0031] In ähnlicher Weise weist auch das innere Rahmenprofil 3 Nuten für die Dichtungsstreifen
10 auf und weist an seiner Innenseite ein Halteprofil 26 auf, auf das eine innere
Deckschale 27 aufgeclipst ist. Auch diese Deckschale 27 dient dazu, die Innenansicht
des Pfostens 2 ansprechend zu gestalten.
[0032] Die Befestigung des integral mit dem äußeren Rahmenprofil 4 ausgeführten Schutzstreifens
S erfolgt mit einer Mehrzahl von Befestigungselementen 7, bei denen es sich um bolzenförmige
Elemente in Form von Senkkopfschrauben 28 handelt. Das Befestigungselement 7 weist
zwei Kopfelemente 29, 30 auf, die an gegenüber liegenden Enden des Befestigungselements
7 angeordnet sind. Bei dem Kopfelement 29 handelt es sich um einen Senkkopf der Senkkopfschraube
28, der in einer entsprechend gesenkten Bohrung in dem äußeren Rahmenprofil 4 eingelassen
ist. Eine äußere Oberfläche des Senkkopfs schließt bündig mit einer äußeren Oberfläche
des äußeren Rahmenprofils 4 ab. Das auf der Innenseite angeordnete Kopfelement 30
wird von zwei Muttern 31, 32 und einer Unterlegscheibe 33 gebildet. Die beiden Muttern
31, 32 sind auf einen Gewindeabschnitt 34 der Senkkopfschraube 28 aufgeschraubt und
gegeneinander gekontert. Auf diese Weise bilden beide Kopfelemente 29 und 30 sowie
das dazwischen befindliche bolzenförmige Element eine drehfeste Einheit.
[0033] Bei einem Einbruchversuch ist die Entfernung der äußeren Deckschale 25 für einen
Angreifer mit einfachen Mitteln möglich. Selbst wenn der Angreifer anschließend den
Senkkopf der Senkkopfschraube 28 z.B. mittels eines kleinen Meißels in Drehung versetzt,
führt dies nicht zu einem Verlust der Befestigungsfunktion des Befestigungselements
7, da das Kopfelement 30 in Form beider gekonterter Muttern 31,32 sich synchron mitdreht
und das Kopfelement 30 somit nicht von dem bolzenförmigen Element gelöst werden kann.
Falls die Befestigung der Füllungen 5 und 6 ausschließlich mit Hilfe der Befestigungselemente
7 erfolgt, also eine gewisse Vorspannung zur sicheren Fixierung der Füllungen 5, 6
erforderlich ist, ist es sinnvoll, die Gleitflächen zwischen dem Halteprofil 26 und
der Unterlegscheibe 33 sowie zwischen letzterer und der Mutter 31 mit einem Schmierstoff
zu versehen, um die Reibung gering zu halten und auf diese Weise zu verhindern, dass
die Konterung der beiden Muttern 31, 32 aufgehoben werden kann. Typischerweise erfolgt
die Befestigung der Füllungen 5, 6 in einem ersten Schritt jedoch mit Hilfe von kürzeren,
in Figur 1 nicht dargestellten Schrauben, die versetzt zu den Befestigungselementen
7 angeordnet sind. Die weiteren Befestigungselemente besitzen vorzugsweise einen selbstschneidenden
Gewindeabschnitt, der in den Schraubkanal 19 des inneren Rahmenprofils 3 eingeschraubt
wird. Dies entspricht der standardmäßigen Befestigung von Füllungen bei Pfosten-Riegel-Fassaden
ohne sicherheitstechnische Eigenschaften. Im vorliegenden Fall ist in einen Innensechskant
des Senkkopfs der Senkkopfschraube 28 eine Edelstahlkugel 35 eingeschlagen, um ein
Aufbohren des Kopfelements 29 zu verhindern und den dort bestehenden Formschluss sicher
beizubehalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man bei dieser Lösung die Befestigungselemente
7 auch wieder lösen und anschließend bei einem Einbau einer neuen Füllung 5,6 wieder
verwenden kann, sodass eine Demontage und Montage der Füllungen 5,6 ohne Zerstörung
des Befestigungselements möglich ist.
[0034] Ein in Figur 2 dargestellter Gebäudeabschluss 41 unterscheidet sich von dem in Figur
1 erläuterten Gebäudeabschluss 1 insofern, als das innere Kopfelement 30' als Stift
ausgeführt ist, der in eine Bohrung in einem Endabschnitt der Senkkopfschraube 28
eingepresst ist ohne sich nach seiner Montage in axiale Richtung verschieben zu können.
Das innere Rahmenprofil 3' ist in diesem Fall mit Haltestreifen 36 versehen, auf die
die innere Deckschale 27 aufgeclipst ist. Die Verwendung eines separaten inneren Halteprofils
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist somit entbehrlich. Die Wirkungsweise
wie eine unbefugte Demontage des Befestigungselements 7 bei dem Gebäudeabschluss 41
gemäß Figur 2 verhindert wird, unterscheidet sich grundsätzlich nicht von dem bereits
zuvor anhand der Figur 1 erläuterten Prinzip.
[0035] Grundsätzlich dasselbe gilt auch für die in Figur 3 gezeigte Ausführungsform des
Gebäudeabschlusses 51, bei dem das innere Kopfelement 30" als Splint ausgeführt ist.
Das
[0036] Kopfelement 30" weist eine ösenförmige Verdickung 37 an einem Ende und zwei Y-förmig
auseinander gespreizte Schenkelenden 38 an dem gegenüber liegenden Ende auf, so dass
ein Herausrutschen des Splints aus einer angepassten Bohrung in einem Endabschnitt
der Senkkopfschraube verhindert ist.
[0037] Bei einem Gebäudeabschluss 61 gemäß Figur 4 ist das innere Kopfelement 30 wie bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 in Form zweier Kontermuttern ausgeführt. Das
bolzenförmige Element besteht in diesem Fall jedoch nicht aus einer durchgängigen
Senkkopfschrauben, sondern ist zweigeteilt in der Form, dass ein Gewindebolzen, der
sich von dem Kopfelement 30 bis in das äußere Rahmenprofil 4 hinein erstreckt, mit
seinem der Außenseite A des Gebäudeabschlusses zugewandten Ende indem er einen Außengewindeabschnitt
besitzt, in eine Hülse 40 eingeschraubt ist, die einen entsprechenden Innengewindeabschnitt
aufweist und an der integral ein Senkkopf ausgebildet ist, der das außen liegende
Kopfelement 29 bildet. Wie auch bei den bereits zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
der Fall, ist die Hülse 40 mit dem Kopfelement 39 in eine angepasste, gesenkte Bohrung
in dem den Schutzstreifen S bildenden äußeren Rahmenprofil 4 bündig eingesetzt. In
einen stirnseitigen Innensechskant der Hülse 40 ist wiederum eine Edelstahlkugel 35
eingeschlagen, um einen Anbohrschutz zu bewirken.
[0038] Darüber hinaus ist der Gewindebolzen 39 in einem Bereich zwischen der Hülse 40 und
dem inneren Kopfelement 30 von einer langgestreckten Stahlhülse 42 umgeben. Ferner
ist in einem Bereich zwischen einem Kopplungsprofil 43, das in Nutbereiche des inneren
Rahmenprofils 3 formschlüssig eingeschoben ist, und der Innenseite 11 des äußeren
Rahmenprofils 4 ein Dämmstreifen 44 aus einem Kunststoffmaterial mit guten thermischen
Isolationseigenschaften angeordnet, in den Bohrungen eingebracht und in die die Stahlhülsen
42 eingesetzt werden.
[0039] Aus Figur 4a, die z.B. einen Vertikalschnitt durch einen horizontal verlaufenden
Riegel zeigt, verdeutlicht, dass die Befestigung der Füllungen 5, 6 zumindest im Bereich
der Riegel ausschließlich mit Hilfe der äußeren Rahmenprofile 4 erfolgt. Bei der Ausführungsform
des Gebäudeabschlusses 61 nach den Figuren 4 und 4a sind das äußere Rahmenprofil 4
und der zugeordnete Schutzstreifen 11 als voneinander getrennte Bauteile ausgeführt.
Sofern keine beschusshemmenden Eigenschaften des Gebäudeabschlusses 61 verlangt würden,
wäre die Verwendung der Schutzstreifen S allein an zwei gegenüber liegenden Randstreifen
der jeweiligen Füllung 5, 6 ausreichend, um eine unbefugte Entfernung der jeweiligen
Füllung 5, 6 zu verhindern. In diesem Fall könnten die Schutzstreifen S ― wie in Figur
4 gezeigt ― lediglich im Bereich der Pfosten vorhanden sein, nicht jedoch im Bereich
der Riegel (Figur 4a). Im Bereich der Riegel kann aus Gründen der optischen Einheitlichkeit
auch die äußere Deckschale 25 in gleicher Bautiefe wie im Bereich der Pfosten angeordnet
sein.
[0040] Im Bereich der Pfosten kann die Befestigung der Füllungen 5, 6 grundsätzlich auch
allein mit Hilfe der Befestigungselemente 7" erfolgen. Es ist jedoch von Vorteil,
auch hier zuvor eine Verschraubung der äußeren Rahmenprofile 4 mit Hilfe weiterer
Befestigungselemente, z.B. in Form der gezeigten Senkkopfschrauben 45 mit selbstschneidendem
Gewinde vorzunehmen. Ein Spitzenabschnitt der Senkkopfschrauben 45 ist mit einem Halteabschnitt
46 des Kopplungsprofils 43 und/oder mit dem an dem inneren Rahmenprofil 3 ausgebildeten
Schraubkanal 19 in kraftübertragender Weise verbunden. Auch im Bereich der Riegel
ist ― wie in Figur 4a gezeigt ― zwischen dem Kopplungsprofil 43 und der Innenseite
des äußeren Rahmenprofils 4 eine Hülse 44 zu Schutzzwecken eingesetzt.
[0041] Schließlich zeigt Figur 5 noch eine Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses 71,
bei dem wiederum das Befestigungselement 7" zweiteilig aufgebaut ist und aus einer
der Außenseite A zugewandten Hülse 40 und einem Gewindebolzen 39 zusammengesetzt ist.
Im Bereich der Verbindung zwischen dem Gewindebolzen 39 und der Hülse 40 sind die
beiden miteinander in Eingriff stehenden Gewindeabschnitte miteinander verklebt. Dies
trifft auch auf die Ausführungsform gemäß Figur 4 zu, um auch dort eine drehfeste
Einheit zwischen beiden Kopfelementen 29 und 30 zu erhalten.
[0042] Die Variante gemäß Figur 5 eignet sich insbesondere zur Nachrüstung einer Standardfassade,
bei der handelsübliche äußere Rahmenprofile 4" verwendet werden. Ein aufgesetztes
Kopplungsprofil 46 erstreckt sich zum einen bis an die Außenseiten 12, 13 der Füllungen
5, 6 und besitzt darüber hinaus den Füllungen 5, 6 abgewandte Haltestreifen 47, zwischen
denen zum einen der Schutzstreifen S eingesetzt wird und die zum anderen der Befestigung
der äußeren Deckschale 25' durch aufclipsen dienen. Auf der Innenseite des Gebäudeabschlusses
71 stimmen die Merkmale mit denen des Gebäudeabschlusses 61 überein, mit der Ausnahme,
dass bei der Ausführungsform nach Figur 5 keine langgestreckte Stahlhülse 42 vorhanden
ist.
[0043] Wesentlich für die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Gebäudeabschlüsse 1, 41,
51, 61, 71 ist neben der Gewährleistung einer freien Drehbarkeit der Befestigungselemente
7, 7', 7" der Umstand, dass eine hinreichende Masse an abrasivem Material in Form
des Schutzstreifens S bereitgehalten wird.
[0044] Ein in Figur 6 dargestellter nochmals leicht modifizierter Gebäudeabschluss 81 weist
gegenüber dem Gebäudeabschluss 61 gemäß Figur 4 einen dahingehend abgeänderten Schutzstreifen
S auf, dass die darin eingebrachten Bohrungen einen ersten zylindrischen Abschnitt
49 besitzen, an den sich sodann ein kegelförmiger Abschnitt entsprechend dem Gebäudeabschluss
61 gemäß Figur 4 anschließt. Aufgrund der somit vertieften Senkung ist eine Oberseite
50 der Hülse 40 zurück versetzt angeordnet gegenüber einer Oberfläche 52 des Schutzstreifens
S, wodurch der Schutz gegenüber Manipulationen nochmals verbessert ist.
[0045] Wiederum wird bei dem Gebäudeabschluss 81 das bolzenförmige Element des Befestigungselements
7''' zum einen von dem Gewindeabschnitt der Hülse 40 gebildet und zum anderen von
einem Bolzenabschnitt einer Schraube 53, die mit einem Gewindeabschnitt in den Gewindeabschnitt
der Hülse 40 eingeschraubt ist und deren Kopf das zweite Kopfelement 30''' bildet.
Die Länge der Schraube 53 ist so bemessen, dass wenn der Gewindeabschnitt mit seiner
Vorderseite bis an das Ende des Gewindeabschnitts der Hülse fest eingedreht ist, ein
gewisser Freiraum 54 zwischen dem Kopfelement 30''' und einer Unterlegscheibe bzw.
einer Oberfläche des Kopplungsprofils 53 verbleibt. Dieser Freiraum 54 dient wie in
den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen dazu, bei einer unbefugten Manipulation
ein sicheres Durchdrehen des Befestigungselements 7''' zu gewährleisten, ohne dass
die Einheit aus Hülse 40 und rückwärtiger Maschinenschraube aufgehoben wird. Alternativ
zu dem festen Eindrehen der Maschinenschraube in die Hülse 40 kann der Gewindeabschnitt
der Schraube auch in die Hülse 40 eingeklebt werden.
[0046] Die letzte in Figur 7 dargestellte Ausführungsform eines Gebäudeabschlusses 91 weist
denselben Schutzstreifen mit der vertieften Senkung wie der Gebäudeabschluss in Figur
6 auf, unterscheidet sich von letzterem jedoch in der Form des Befestigungselements
7", welches wiederum mit dem gemäß Figur 4 übereinstimmt, wo das Kopfelement 30 von
zwei Kontermuttern gebildet wird. Wiederum kann in den Innensechskant der Hülse 40
eine Edelstahlkugel eingeschlagen werden, um als Anbohrschutz zu dienen.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1, 41, 51, 61, 71, 81, 91
- Gebäudeabschluss
- 2
- Pfosten
- 3, 3', 3"
- inneres Rahmenprofil
- 4, 4', 4"
- äußeres Rahmenprofil
- 5
- Füllung
- 6
- Füllung
- 7, 7', 7", 7'''
- Befestigungselement
- 8
- Innenseite
- 9
- Innenseite
- 10
- Dichtungsstreifen
- 11
- Rückseite
- 12
- Außenseite
- 13
- Außenseite
- 14
- Dichtungsstreifen
- 15
- Isolierzwischenraum
- 16
- Deckblech
- 17
- Deckblech
- 18
- Stahleinlage
- 19
- Schraubkanal
- 20
- Kopplungsprofil
- 21
- Isolierprofil
- 22
- Spaltbereich
- 23
- Stirnseite
- 24
- Stirnseite
- 25, 25'
- äußere Deckschale
- 26
- Halteprofil
- 27
- innere Deckschale
- 28
- Senkkopfschraube
- 29
- Kopfelement
- 30, 30', 30", 30'''
- Kopfelement
- 31
- Mutter
- 32
- Mutter
- 33
- Unterlegscheibe
- 34
- Gewindeabschnitt
- 35
- Edelstahlkugel
- 36
- Haltestreifen
- 37
- Verdickung
- 38
- Schenkelende
- 39
- Gewindebolzen
- 40
- Hülse
- 42
- Stahlhülse
- 43
- Kopplungsprofil
- 44
- Dämmstreifen
- 45
- Senkkopfschraube
- 46
- Kopplungsprofil
- 47
- Haltestreifen
- 48
- Bohrung
- 49
- Abschnitt
- 50
- Oberseite
- 52
- Oberfläche
- 53
- Schraube
- 54
- Freiraum
- A
- Außenbereich
- I
- Innenbereich
- S
- Schutzstreifen
1. Gebäudeabschluss (1, 41, 51, 61, 71, 81, 91) in einbruchhemmender Ausführung, mit
einer aus Rahmenelementen gebildeten Rahmenstruktur und mindestens einer an ihren
Stirnseiten (23, 24) umlaufend von Rahmenelementen eingefassten plattenförmigen Füllung
(5, 6), wobei die Rahmenelemente jeweils aus einem inneren Rahmenprofil (3) und einem
damit mittels mindestens eines Befestigungselements (7, 7', 7", 7''') verbundenen
äußeren Rahmenprofil (4, 4', 4") zusammengesetzt sind, wobei jede Füllung (5, 6) von
mindestens zwei an gegenüber liegenden Stirnseiten (23, 24) der Füllung (5, 6) angeordneten
äußeren Rahmenprofilen (4, 4', 4", ) gehalten ist, die jeweils mit einem einbruchhemmenden
Schutzstreifen (S) aus einem gegen Abrasion, Bruch und Verformung widerstandsfähigen
Material versehen sind oder die selbst aus einem gegen Abrasion, Bruch und Verformung
widerstandsfähigen Material bestehen und einen einbruchhemmenden Schutzstreifen (S)
bilden, wobei die Schutzstreifen (S) jeweils mittels mindestens zwei Befestigungselementen
(7, 7', 7", 7''') mit dem inneren Rahmenprofil (3) verbunden sind und die Befestigungselemente
(7, 7', 7", 7''') von einer mit den Schutzstreifen (S) versehenen Außenseite (A) des
Gebäudeabschlusses (1, 41, 51, 61, 71, 81, 91) her den zugeordneten Schutzstreifen
(S), eventuell das äußere Rahmenprofil (4, 4', 4") sowie einen Spaltbereich (22) zwischen
zwei benachbarten Füllungen (5, 6) oder zwischen einer Füllung (5, 6) und einem angrenzenden
Gebäudeteil durchdringen, wobei die Befestigungselemente (7, 7', 7", 7''') jeweils
als bolzenförmiges Element ausgeführt sind und an einem dem Schutzstreifen (S) zugeordneten
ersten Ende jeweils mit einem ersten Kopfelement (29) versehen sind, das in radiale
Richtung über einen Durchmesser des bolzenförmigen Elements vorsteht, so dass im Zusammenwirken
mit einem Durchbruch in dem Schutzstreifen (S) eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem Befestigungselement (7, 7', 7") und dem Schutzstreifen (S) im Hinblick auf eine
Übertragung einer in Längsrichtung des bolzenförmigen Elements gerichteten Zugkraft
gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (7, 7', 7", 7''') auch an einem zweiten, dem inneren Rahmenprofil
(3) zugeordneten Ende jeweils mit einem zweiten Kopfelement (30, 30', 30", 30''')
versehen sind, das in radiale Richtung über einen Durchmesser des bolzenförmigen Elements
vorsteht, so dass im Zusammenwirken mit einem Durchbruch in dem inneren Rahmenprofil
(3, 3', 3") eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Befestigungselement (7, 7',
7", 7''') und dem inneren Rahmenprofil (3, 3', 3") im Hinblick auf eine Übertragung
einer in Längsrichtung des bolzenförmigen Elements gerichteten Zugkraft gebildet ist,
wobei das bolzenförmige Element und beide Kopfelemente (29, 30, 30', 30", 30''') zusammen
eine drehfeste Einheit bilden, sodass bei einer Manipulation des ersten Kopfelements
(29) in der Art, dass das erste Kopfelement (29) gedreht wird, die ganze Einheit gedreht
wird und ein Abstand zwischen den beiden Kopfelementen (29, 30, 30', 30", 30''') im
Wesentlichen unverändert bleibt.
2. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bolzenförmige Element einstückig ausgebildet ist.
3. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das bolzenförmige Element eine Hülse (40) aufweist, die einen Innengewindeabschnitt
besitzt, in den ein Außengewindeabschnitt des bolzenförmigen Elements eingeschraubt
ist, wobei vorzugsweise aus der Hülse (40) das erste Kopfelement (29) einstückig ausgeformt
ist.
4. Gebäudeabschluss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das bolzenförmige Element, insbesondere dessen Außengewindeabschnitt, mit der Hülse
(40) verklebt oder verschweißt ist.
5. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das bolzenförmige Element und das erste Kopfelement (29) einstückig in Form einer
Schraube mit einem Schraubenkopf , insbesondere einem Senkkopf , insbesondere mit
einem Innensechskant, ausgeführt sind.
6. Gebäudeabschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Senkkopf in einer entsprechend gesenkten Bohrung in dem Schutzstreifen (S) angeordnet
und der Innensechskant mit einer Stahlkugel (35) verschlossen ist.
7. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kopfelement (30) von zwei Muttern (31, 32) gebildet ist, die auf einen
Außengewindeabschnitt des bolzenförmigen Elements aufgeschraubt und gegeneinander
gekontert sind.
8. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kopfelement (30', 30") ein quer zu dem bolzenförmigen Element in eine
Bohrung in dem bolzenförmigen Element eingesetzter Splint oder Stift ist.
9. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Rahmenprofile (4, 4', 4") mittels weiterer Befestigungselemente, vorzugsweise
mittels Schrauben, weiter vorzugsweise mittels Schrauben (45) mit selbstschneidendem
Gewinde, mit dem jeweils zugeordneten inneren Rahmenprofil, vorzugsweise mit einem
mit dem inneren Rahmenprofil (3) an dessen der Außenseite (A) des Gebäudeabschlusses
zugewandten Seite verbundenen Schraubkanal (19) verbunden sind.
10. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche äußere Rahmenprofile (4, 4', 4") mit einem Schutzstreifen (S) versehen
sind oder einen solchen bilden.
11. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bolzenförmigen Elemente jeweils von einer Hülse (42) umgeben sind, die sich in
axialer Richtung vorzugsweise von einer einer Innenseite (I) des Gebäudeabschlusses
zugewandten Rückseite des äußeren Rahmenprofils (4, 4', 4") bis zu einer der Außenseite
(A) des Gebäudeabschlusses zugewandten Vorderseite des inneren Rahmenprofils erstreckt
und entweder drehbar um das bolzenförmige Element ist oder in eine angepasste Bohrung
in dem inneren Rahmenprofil (3) oder dem äußeren Rahmenprofil (4, 4', 4") eingepresst
ist.
12. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Spaltbereich (22) eine Dämmzone aus einem Material mit thermischen Isolationseigenschaften,
insbesondere aus einem Isolierprofil (21), ausgebildet ist.
13. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er in Form einer Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt ist und mindestens einen vertikal
ausgerichteten Pfosten (2) und mindestens einen horizontal ausgerichteten Riegel aufweist,
wobei mindestens die dem mindestens einen Pfosten (2) zugeordneten äußeren Rahmenprofile
(4, 4', 4") die Schutzstreifen (S) aufweisen oder diese bilden oder mindestens die
dem mindestens einen Riegel zugeordneten äußeren Rahmenprofile (4, 4', 4") die Schutzstreifen
(S) aufweisen oder diese bilden.