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(11) |
EP 2 451 586 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.05.2014 Patentblatt 2014/22 |
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Anmeldetag: 07.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/003399 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/003493 (13.01.2011 Gazette 2011/02) |
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| (54) |
FARBSPRITZPISTOLE
PAINT SPRAY GUN
PISTOLET PULVÉRISATEUR À PEINTURE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.07.2009 DE 102009032399
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2012 Patentblatt 2012/20 |
| (73) |
Patentinhaber: SATA GmbH & Co. KG |
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70806 Kornwestheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GEHRUNG, Ralf
70191 Stuttgart (DE)
- DI NICOLA, Rocco
71229 Leonberg (DE)
- DETTLAFF, Peter
71686 Remseck (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 706 832 US-B1- 7 097 118
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US-A- 6 089 471
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Farbspritzpistole nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und einen zugehörigen Druckluftverteilereinsatz nach dem Oberbegriff des Anspruchs
18.
[0002] Eine gattungsgemäße Farbspritzpistole ist aus der
EP 0 706 832 B1 bekannt. Diese weist einen Druckluftverteiler auf, der an eine Druckluftzuleitung
angeschlossen ist und die Druckluft der Druckluftzuleitung auf eine Hornluftversorgungsleitung
und eine Rundstrahlversorgungsleitung verteilt. Die der Hornluftversorgungsleitung
zugeführte Druckluftmenge kann durch Schraubverstellung eines Kükens eingestellt werden,
welches ein endständiges Dichtzäpfchen zur kontinuierlichen Öffnung bzw. Schließung
der Hornluftversorgungsleitung aufweist. Zur Begrenzung des im Rundstrahlbereichs
auftretenden Drucks auf einen Maximalwert, wenn beim Verschließen der Hornluft der
Druck im Rundstrahlbereich über den für Farbspritzpistolen zulässigen Höchstwert ansteigt,
weist das Küken von seinem Ende her gesehen nach dem Dichtzäpfchen einen Bereich größeren
Durchmessers auf, welcher beim Verschließen der Hornluftversorgungsleitung auch den
Luftweg zwischen Druckluftzuleitung und Rundstrahlversorgungsleitung kontinuierlich
verengt. Das Küken wird dort über einen drehbaren Rändelknopf in axialer Richtung
verschoben. Die dort beschriebene Lösung weist den Nachteil auf, dass aufgrund der
axialen Verstellkinematik des Kükens zum Öffnen bzw. Verschließen der Leitungen im
Druckluftverteiler der Rändelknopf über eine Umdrehung hinaus gedreht werden muss.
Auch lässt sich durch die Ausbildung des Kükens mit dem Dichtzäpfchen und dem scheibenartigen
Teller die Luftverteilung im Druckluftverteiler nur ungenau vorherbestimmen bzw. berechnen.
Zudem ist der mehrteilige Aufbau dort fertigungstechnisch ungünstig. Außerdem ändert
sich beim Verstellen der Abstand zwischen dem Rändelknopf und dem Pistolenkörper,
was oftmals als nachteilig empfunden wird.
[0003] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Farbspritzpistole und einen
Druckluftverteiler bereitzustellen, welche die oben genannten Nachteile überwinden
und eine einfach zu bedienende Einstellung des Drucks sowie eine leicht berechenbare
Druckluftverteilung in der Farbspritzpistole ermöglichen.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Farbspritzpistole mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie einen Druckluftverteilereinsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 18. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung können den abhängigen
Ansprüchen entnommen werden.
[0005] Eine eingangs genannte Farbspritzpistole ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
dass das Stellelement als ein in axialer Richtung der Drehachse unbeweglich im Druckluftverteilerraum
gehaltener und um die Drehachse drehbarer Drehverteiler zum Öffnen bzw. Verschließen
der Mündungen der Rundstrahlleitung und der Breitstrahlleitung ausgebildet ist. Durch
diese ausschließlich radiale Verstellkinematik des Drehverteilers kann vorliegend
ein deutlich kleinerer Verstellwinkel von vollständig geschlossener zu vollständig
offener Breitstrahlöffnung ermöglicht werden. Bei der Lösung nach der
EP 0 706 832 B1 beträgt der Verstellwinkel hingegen rund 410°, der dortige Rändelknopf muss also
von der geöffneten zur geschlossenen Hornluftöffnung um mehr als eine volle Umdrehung
gedreht werden. Dies verhindert u.a. eine einfache Stellungsanzeige der aktuellen
Öffnung der Hornluftöffnung. Weiter kann die Auslegung des Drehverteilers und damit
die Einstellung des richtigen Verhältnisses der unterschiedlichen Mündungen im Druckluftverteilerraum
zueinander relativ einfach simuliert, berechnet oder empirisch bestimmt werden. Ein
weiterer vorteil ist, dass die Handhabe für den Drehverteiler immer den gleichen Abstand
zum Pistolenkörper einnimmt.
[0006] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Druckluftverteilerraum als
Druckluftverteilerzylinder mit einer Öffnung und durch einen Boden und eine Mantelfläche
gebildeten Wandungen ausgebildet, wobei der Drehverteiler an seinem dem Drehgriff
abgewandten und/oder zugewandten Ende eine an der Mantelfläche anliegende Führung
aufweist. Hierdurch kann ein einfacher Aufbau bei gleichzeitig guter Führung des Drehverteilers
im Druckluftverteilerzylinder sichergestellt werden. Fertigungstechnisch günstig kann
hierbei die die Führung eine Kreisscheibe und/oder ein Kreisring mit an den Innendurchmesser
des Druckluftverteilerzylinders angepasstem Außendurchmesser sein.
[0007] Bevorzugt kann der Drehverteiler durch einen Mantelflächenabschnitt eines Zylinders
um die Drehachse gebildet sein, welcher an den Mantelflächen des Druckluftverteilerzylinders
drehend und schlüssig entlang gleitet.
[0008] Bevorzugt können die Rundstrahlmündung, die Breitstrahlmündung und/oder die Druckluftzuleitungsmündung
in der Mantelfläche des Druckluftverteilerzylinders münden und der Rundstrahleinstellbereich,
der Breitstrahleinstellbereich bzw. der Druckluftzuleitungseinstellbereich an der
Mantelfläche des Druckluftverteilerzylinders entlang drehbar sein. Alternativ oder
zusätzlich können die Rundstrahlmündung, die Breitstrahlmündung und/oder die Druckluftzuleitungsmündung
auch im Boden des Druckluftverteilerzylinders münden, wobei dann dort der jeweilige
Einstellbereich vorgesehen werden kann.
[0009] Um eine einfache Anzeige der Stellung des Drehverteilers im Druckluftverteilerraum
zu ermöglichen, kann am Drehgriff eine Stellungsanzeige zur Anzeige der Stellung des
Drehverteilers im Druckluftverteilerraum vorgesehen sein.
[0010] Ein eingangs genannter Druckluftverteilereinsatz ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
dass an einem in den Druckluftverteilerraum einsetzbaren Ende der Verteilerspindel
ein nicht gegenüber dem Drehgriff in axialer Richtung der Drehachse bewegbarer und
um die Drehachse drehbarer Drehverteiler vorgesehen ist.
[0011] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der begleitenden Zeichnungen. Diese
zeigen:
- Fig. 1
- zwei Schnittansichten durch eine erfindungsgemäßen Farbspritzpistole mit vollständig
geöffneten Rund- und Breitstrahlleitungen entlang einer
- a) Rundstrahlleitung mit Einzelheit Z;
- b) Breitstrahlleitung mit Einzelheit Y;
- Fig. 2
- mehrere Ansichten eines Druckluftverteilers mit vollständig geöffneten Rund- und Breitstrahlleitungen,
nämlich
- a) eine frontale Draufsicht auf einen Rändelknopf des Druckluftverteilers;
- b) eine seitliche Draufsicht auf den Druckluftverteiler aus Fig. 2 a) von links;
- c) einen Schnitt durch den Druckluftverteiler aus Fig. 2 a) längs der Linie A-A;
- d) einen Schnitt durch den Druckluftverteiler aus Fig. 2 b) längs der Linie B-B;
- e) einen Schnitt durch den Druckluftverteiler aus Fig. 2 b) längs der Linie C-C;
- Fig. 3
- zwei Schnittansichten ähnlich Fig. 1 mit teilweise geöffneten Rund- und Breitstrahlleitungen;
- Fig. 4
- die Ansichten aus Fig. 2 mit teilweise geöffneten Rund- und Breitstrahlleitungen;
- Fig. 5
- zwei Schnittansichten ähnlich Fig. 1 mit vollständig geschlossenen Rund- und Breitstrahlleitungen;
- Fig. 6
- die Ansichten aus Fig. 2 mit vollständig geschlossenen Rund- und Brei tstrahlleitungen;
- Fig.7
- eine schematische dreidimensionale Ansicht einer Druckluft-Verteilerspindel
und
- Fig. 8
- eine frontale Draufsicht auf einen anderen Rändelknopf des Druckluftverteilers.
[0012] Fig. 1 a) zeigt einen Schnitt durch eine Farbspritzpistole 1 mit einem Handgriff
2 und einem Farbdüsenkopf 3. Der Farbdüsenkopf 3 weist eine zentrale Rundstrahldüse
4 sowie zwei an Hörnern angeordnete Breitstrahldüsen 5 auf. Die Rundstrahldüse 4 wird
über eine in Fig. 1 a) gezeigte Rundstrahlleitung 6 mit Druckluft versorgt, während
die Breitstrahldüsen 5 über eine in Fig. 1 b) gezeigte Breitstrahlleitung 7 mit Druckluft
versorgt werden. Diese Ausbildung der Farbspritzpistole 1 ist an sich bekannt. Die
Rundstrahlleitung 6 wie auch die Breitstrahlleitung 7 münden an ihren dem Farbdüsenkopf
3 abgewandten Enden mit einer Rundstrahlleitungsmündung 6' bzw. Breitstrahlleitungsmündung
7' in einen als Druckluftverteilerzylinder 8 ausgebildeten Druckluftverteilerraum
eines Druckluftverteilers 9.
[0013] Der Druckluftverteilerzylinder 8 wird über eine Druckluftzuleitungsmündung 10' einer
Druckluftzuleitung 10 und eine an sich bekannte Ventileinrichtung 11 aus der Druckluftzuführung
12 mit Druckluft beaufschlagt. Die Ventileinrichtung 11 wird in bekannter Weise mittels
eines Abzugs 11a bedient, so dass über die Druckluftzuführung 12 von einer nicht dargestellten
Druckluftquelle, beispielsweise einem Kompressor, Druckluft in den Druckluftverteilerzylinder
8 eingeleitet werden kann.
[0014] In Fig. 1 a) verläuft der Schnitt durch die Farbspritzpistole durch die Rundstrahlleitung
6, während er bei Fig. 1 b) durch die Breitstrahlleitung 7 verläuft. Wie insbesondere
die Einzelheiten Z bzw. Y zeigen, liegt die Rundstrahlleitung 6 vom Betrachter von
Fig. 1 aus gesehen vor und in der Farbspritzpistole 1 oberhalb der Breitstrahlleitung
7.
[0015] Die erfindungsgemäße Farbspritzpistole 1 unterscheidet sich von herkömmlichen Farbspritzpistolen
maßgeblich durch den erfindungsgemäßen Druckluftverteiler 9, welcher anhand von Fig.
2 und Fig. 7 detailliert beschrieben wird. Fig. 2 a) zeigt eine Draufsicht auf den
Druckverteiler 9 aus Fig. 1. Fig. 2 b) zeigt eine seitliche Ansicht auf einen Ausschnitt
der Farbspritzpistole von in Fig. 2 a) links mit gut erkennbarer Rundstrahlleitung
6 und Breitstrahlleitung 7. Fig. 2 c) zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A in
Fig. 2 a), Fig. 2 d) einen Schnitt entlang der Linie B-B in Fig. 2 b) und Fig. 2 e)
einen Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 2 b).
[0016] Um die Druckluftverteilung im Druckluftverteilerzylinder 8 sowie den Druck in der
Rundstrahlleitung 6 und Breitstrahlleitung 7 einstellen zu könnten, ist in den Druckluftverteilerzylinder
8 eine in Fig. 7 gezeigte radial verstellbare Verteilerspindel 13 mit einem Drehverteiler
14 eingesetzt.
[0017] Die Verteilerspindel 13 und somit der Drehverteiler 14 kann mittels eines als Rändelknopf
15 ausgebildeten Drehgriffs , der als Handhabe dient, im Druckluftverteilerzylinder
8 radial um eine Drehachse D gedreht werden. Der Rändelknopf 15 kann von der in Fig.
2 a) gezeigten Stellung mit offener Breitstrahlleitungsmündung 7' im Uhrzeigersinn
über die in Fig. 4 a) gezeigte Stellung mit teilweise geöffneter Breitstrahlleitungsmündung
7' in die in Fig. 6 a) gezeigte Stellung mit geschlossener Breitstrahlleitungsmündung
7' gedreht werden. Hierdurch wird die Druckluftversorgung der Breitstrahldüsen 5 an
den Hörnern des Farbdüsenkopfes 3 sukzessive bis zum drucklosen Zustand verringert.
Ein Drehen des Rändelknopfs 15 im Uhrzeigersinn über die in Fig. 6 a) gezeigte Stellung
hinaus oder im Gegenuhrzeigersinn über die in Fig. 2 a) gezeigte Stellung hinaus wird
durch Anschläge 21 verhindert, welche im vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig
mit dem Spritzpistolenkörper 1 ausgebildet sind (siehe Fig. 2d, 4d, 6d sowie 2e, 4e
und 6e) Hierdurch wird sichergestellt, dass insbesondere bei der in Fig. 6 a) gezeigten
vollständig geschlossenen Breitstrahlleitungsmündung 7' nicht durch versehentliches
Weiterdrehen im Uhrzeigersinn wieder Druckluft in die Breitstrahlleitung 7 geleitet
wird und die Minimalmenge bzw. reduzierte Luftmenge in der Rundstrahlleitung 6 nicht
erhöht oder noch weiter vermindert wird..
[0018] Der Rändelknopf 15 nimmt dabei stets den gleichen Abstand 22 zum Pistolenkörper 1
ein. Der Abstand ist dabei so gewählt, dass ein Eindringen von Overspray oder dergleichen
zur Verteilerspindel 13 nicht stattfinden kann. Im Ausführungsbeispiel beträgt er
ca. 1,2 mm. Die erfindungsgemäße Ausbildung besitzt somit eine hohe Funktionssicherheit.
Außerdem werden mögliche Irritationen wegen einer hochstehenden Handhabe vermieden.
[0019] In Fig. 2 c) ist der Bereich der Farbspritzpistole 1 zu erkennen, in dem der Druckluftverteilerzylinder
8 in Form einer zylindrischen Bohrung eingebracht ist. Der Boden 8a der Bohrung ist
plan und steht im Wesentlichen im Winkel von 90° zu einer Mantelfläche 8b des Druckluftverteilerzylinders
8. Boden 8a und Mantelfläche 8b bilden die Wandungen des Druckluftverteilerzylinders
8. Von in Fig. 2 c) unten ist die Bohrung der Druckluftzuleitung 10 erkennbar, während
die Rundstrahlleitung 6 und die Breitstrahlleitung 7 um im Wesentlichen 90° in Umfangsrichtung
des Druckluftverteilerzylinders 8 zur Druckluftzuleitung 10 versetzt in den Druckluftverteilerzylinder
8 münden. Der Drehverteiler 14 ist von einer Öffnung 8c des Druckluftverteilerzylinders
8 in diesen einsetzbar.
[0020] Der Drehverteiler 14 weist an seinem in Fig. 7 unteren und in Fig. 2 c) rechten Ende
eine kreisförmige Bodenscheibe 16 auf. Am gegenüberliegenden Ende des Drehverteilers
14 weist die Verteilerspindel 13 eine kreisförmige Deckelscheibe 17 auf, die den Innenraum
des Druckluftverteilerzylinders 8 nach außen hin weitgehend abdichtet. Sowohl die
Bodenscheibe 16 als auch die Deckelscheibe 17 dienen als Drehführung des Drehverteilers
14 im Druckluftverteilerzylinder 8 und sorgen für eine Anpressung des Drehverteilers
14 an die Mantelinnenflächen des Druckluftverteilerzylinders 8. Hierzu sind die Bodenscheibe
16 wie auch die Deckelscheibe 17 so an den Innendurchmesser des Druckluftverteilerzylinders
8 angepasst, dass eine exakte zentrische Drehung ohne großes Spiel ermöglicht und
gleichzeitig eine gute Anpressung des Drehverteilers 14 an die die Mantelinnenflächen
sichergestellt ist, um eine definierte Abdeckung der Rundstrahlleitungsmündung 6',
der Breitstrahlleitungsmündung 7' und der Druckluftzuleitungsmündung 10' zu erlauben.
[0021] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Drehverteiler 14 zweiteilig ausgebildet.
In seinem in Fig. 7 oben dargestellten Bereich 25, der vom Gewinde 27 bis einschließlich
zur Deckelscheibe 17 reicht, besteht der Drehverteiler 14 aus Metall, nämlich aus
Messing. Dadurch wird eine besonders hohe Materialfestigkeit als auch eine präzise
Führung gewährleistet. Der untere Bereich 26 hingegen, der bis einschließlich zur
Bodenscheibe 16 reicht, besteht aus Kunststoff, nämlich aus Polyamid. Er wird im Breitenmaß
ganz geringfügig größer gefertigt, sodass er nach dem Einsetzen in die Spritzpistole
1 ein wenig gequetscht wird. Dadurch wird eine hervorragende abgedichtete Führung
gewährleistet. Außerdem lässte er sich trotz der relativ komplizierten Bauform aufgrund
der angegebenen Materialwahl problemlos durch Spritzgießen fertigen. Wegen der gewählten
Materialkombination lassen sich demgemäß auch die Herstellkosten des Drehverteilers
14 in den gewünschten Grenzen halten.
[0022] Selbstverständlich ist aber auch ein ein- oder mehrteilige Fertigung des Drehverteilers
14 aus irgendeinem anderen Metall oder aus irgendeinem anderen Kunststoff oder aus
beliebigen anderen Werkstoffkombinationen möglich.
[0023] An ihrem oberen Ende wird die Verteilerspindel 13 mittels einer Gewindehülse 18 drehbar
im Druckluftverteilerzylinder 8 gehalten, so dass der Drehverteiler 14 zwar im Druckluftverteilerzylinder
8 um die Drehachse D drehbar, nicht aber in axialer Richtung der Drehachse D im Druckluftverteilerzylinder
8 verschiebbar ist. Die Gewindehülse 18 wird hierzu mittels eines Außengewindes in
ein entsprechendes Innengewinde am äußeren Ende des Druckluftverteilerzylinders 8
eingeschraubt. Der dem Drehverteiler 14 abgewandte kreisringförmige Bereich der Deckelscheibe
17 dient als Anschlag für eine dem Druckluftverteilerzylinder 8 zugewandte Stirnseite
der Gewindehülse 18. Die Gewindehülse 18 sorgt somit für einen sicheren Sitz der Verteilerspindel
13 und somit des Drehverteilers im Druckluftverteilerzylinder 8 und dichtet im Zusammenwirken
mit einer hier ringförmig ausgebildeten Dichtung 23 zusätzlich zu der Deckelscheibe
17 den Innenraum des Druckluftverteilerzylinders 8 gegen Luftaustritt nach außen ab.
[0024] Zusätzlich ist die Gewindehülse 18 gegenüber dem Pistolenkörper 1 abgedichtet.
[0025] Der Rändelknopf 15 wird drehfest über eine in Fig. 2 c) gezeigte Gewindeschraube
19 mit der Verteilerspindel 13 verbunden. Die Gewindeschraube 19 greift dazu in das
Kopfende des Drehverteilers 14 ein, das mit einem Gewinde 27 versehen ist. Durch den
inneren Bund 24 am Rändelknopf 15 wird die Dichtung 23 beim Anziehen der Gewindeschraube
19 zum Bewerkstelligen einer sicheren Abdichtung vorgespannt.
[0026] Der innere Bund 24 am Rändelknopf 15 wirkt mit den Anschlägen 21 am Pistolenkörper
1 zusammen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist jeweils ein Anschlag 21 an der
Öffnungsposition sowie an der Schließposition vorgesehen. Die beiden Positionen schließen
im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Winkel von 95 Grad ein. Dadurch ist das
Verstellen sehr gut visuell wahrnehmbar.
[0027] Bei anderen denkbaren Ausführungsformen könnten größere Winkel, beispielsweise zwischen
90 und 180 Grad, vorzugsweise aber immer kleiner als 360 Grad, vorgesehen werden.
[0028] Wie in Fig. 2 a) erkennbar, weist der Rändelknopf 15 eine Stellungsanzeige 20 in
Form einer Einkerbung auf, die bei der in Fig. 2 gezeigten vollständig offenen Breitstrahlleitungsmündung
7' senkrecht nach oben weist, während bei vollständig geschlossener Breitstrahlleitungsmündung
7' die Stellungsanzeige 20 in der in Fig. 6 a) gezeigten Stellung um rund 95° im Uhrzeigersinn
verdreht ist.
[0029] Alternativ könnte anstelle der Einkerbung eine beispielsweise aufgedruckte einzelne
Markierung oder eine Skala als Stellungsanzeige 20 vorgesehen werden. Selbstverständlich
könnte die Stellungsanzeige 20 anstatt am Rändelknopf 15 am Pistolenkörper 1 vorgesehen
werden.
[0030] Bei der in Fig. 8 dargestellten Variante des Rändelknopfes 15 ist die Stellungsanzeige
20 als eine an dem Rändelknopf 15 angeformte, erhabene Positionsmarkierung 28 ausgebildet.
Die Positionsmarkierung 28 ist in diesem Ausführungsbeispiel besonders lang ausgebildet
und erstreckt sich seitlich der gedachten Durchmesserlinie über die gesamte Oberfläche
des Rändelknopfes 15; mit Ausnahme von dessen mittlerem Bereich 29. Am Pistolenkörper
1 ist eine auf die Positionsmarkierung 28 abgestimmte, erhabene Positionsmarkierung
30 vorgesehen. Bei dieser Variante ist das Verstellen besonders gut visuell wahrnehmbar.
[0031] Der Aufbau der Verteilerspindel 13 und des Drehverteilers 14 wird nun anhand von
Fig. 7 erläutert. Aufgrund der Mündung der Breitstrahlleitung 7 im unteren Bodenbereich
des Druckluftverteilerzylinders 8 ist ein Breitstrahleinstellbereich 146 des Drehverteilers
14 benachbart der Bodenscheibe 16 angeordnet. Der Breitstrahleinstellbereich 146 weist
einen Breitstrahlverschlussbereich 146a zum vollständigen Verschließen der Rundstrahlleitungsmündung
7' sowie einen Breitstrahlöffnungsbereich 146b zum sukzessiven Freigeben bzw. Verschließen
der Breitstrahlleitungsmündung 7' auf.
[0032] Im Gegensatz dazu befindet sich ein Rundstrahleinstellbereich 147 oberhalb des Breitstrahleinstellbereichs
146 und in Nähe der Deckelscheibe 17, da die Rundstrahlleitung 6 im oberen Bereich
des Druckluftverteilerzylinders 8 mündet. Da die Rundstrahlleitungsöffnung 6' auch
in Umfangsrichtung des Druckluftverteilerzylinders 8 geringfügig zur Breitstrahlleitungsöffnung
7' versetzt ist, ist der Rundstrahleinstellbereich 147 zudem entsprechend in Umfangsrichtung
gegenüber dem Breitstrahleinstellbereich 146 versetzt. Der Rundstrahleinstellbereich
147 weist eine im vorliegenden Ausführungsbeispiel annähernd rechteckförmige Rundstrahleinstellöffnung
147a auf, die so gegenüber dem Breitstrahlverschlussbereich 146a versetzt ist, dass
bei komplett geschlossener Breitstrahlleitung 7 und gleichzeitig vollständig geöffneter
Druckluftzuleitung 10 der zulässige Maximaldruck in der Rundstrahlleitung 6 und somit
an der Rundstrahldüse 4 nicht überschritten wird.
[0033] Es versteht sich von selbst, dass der Rundstrahleinstellbereich 147 auch als Langloch
oder ähnlich ausgebildet sein kann.
[0034] Der in Fig. 7 linke Rand des Drehverteilers 14, die Rundstrahleinstellöffnung 147a
und auch der Breitstrahlverschlussbereich 146a bilden einen Druckluftzuleitungseinstellbereich
und sind so ausgebildet, dass bei der in Fig. 6 gezeigten Stellung des Drehverteilers
14 die Druckluftzuleitungsmündung 10' vollständig zum Druckluftverteilerzylinder 8
hin geöffnet ist und von keinem der eben genannten Bestandteile des Drehverteilers
14 bedeckt wird.
[0035] In dem in Fig. 2 gezeigten Zustand hingegen reichen sowohl der Breitstrahlverschlussbereich
146a als auch der in Fig. 7 linke Rand des Rundstrahleinstellbereichs 147 sowie der
kurze, zwischen ihnen liegende Bereich 148 soweit in die Druckluftzuleitungsmündung
10', dass bei vollständig geöffneter Rundstrahlleitungsmündung 6' und Breitstrahlleitungsmündung
7' der maximal in der Rundstrahlleitung 6 bzw. der Breitstrahlleitung 7 herrschende
Druck den zulässigen Maximaldruck nicht überschreiten.
[0036] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen die Stellung des Drehverteiler 14 bei vollständig geöffneter
Rundstrahlleitungsmündung 6' und Breitstrahlleitungsmündung 7', d. h. maximalem Druck
an der Rundstrahldüse 4 und den Breitstrahldüsen 5. Der Drehverteiler 14 gibt hierbei
die . Rundstrahlleitungsmündung 6' und Breitstrahlleitungsmündung 7' im Druckluftverteilerzylinder
8 vollständig frei. Die Druckluftzuleitungsmündung 10' hingegen wird maximal durch
den Druckluftzuleitungseinstellbereich des Drehverteilers 14 bedeckt, um den Druck
im Druckluftverteilerzylinder 8 auf den zulässigen Maximaldruck zu begrenzen.
[0037] Um die Zuführung von Druckluft zur Breitstrahldüse 5 zu verringern und demzufolge
den an der Breitstrahlleitungsmündung 7' im Druckluftverteilerzylinder 8 anstehenden
Druck zu verringern, wird der Rändelknopf 15 von der in Fig. 2 a) gezeigten Stellung
im Uhrzeigersinn um cirka 45° in Richtung der in Fig. 4 a) gezeigten Stellung gedreht.
Dies ist für den Benutzer unmittelbar an der Stellungsanzeige 20 erkennbar. Hierdurch
wird der in Fig. 7 gezeigte Breitstrahlöffnungsbereich 146b des Breitstrahleinstellbereichs
146 mit seinen sich verengend zulaufenden Seitenflanken über die Breitstrahlleitungsmündung
7' gedreht. Gleichzeitig wird der Rundstrahleinstellbereich 147 über die Rundstrahlleitungsmündung
6' gedreht, die hierdurch teilweise durch die in Fig. 7 rechte Vorderkante des Rundstrahleinstellbereichs
147 verdeckt und teilweise durch die Rundstrahleinstellöffnung 147a freigegeben wird.
Gleichzeitig wird durch die Drehung des Drehverteilers 14 die Druckluftzuleitungsmündung
10' sukzessive freigegeben, bleibt aber bei der in Fig. 4 gezeigten Stellung nach
wie vor noch teilweise durch den Drehverteiler 14 bedeckt. Da gleichzeitig die Rundstrahlleitungsmündung
6' und Breitstrahlleitungsmündung 7' verkleinert werden, der Zutritt von Druckluft
durch die Druckluftzuleitungsmündung 10' jedoch vergrößert wird, stellen sich Druckverhältnisse
im Druckluftverteiler 9 so ein, dass der zulässige Maximaldruck an und in der Rundstrahlleitung
6 und auch der Breitstrahlleitung 7 nicht überschritten wird.
[0038] Wird der Rändelknopf 15 und damit der Drehverteiler 14 dann um weitere cirka 45°
im Uhrzeigersinn von der in Fig. 4 a) gezeigten Stellung in die in Fig. 6 a) gezeigte
Stellung gedreht, wird die Stellung mit vollständig geschlossener Breitstrahlleitungsmündung
7' erreicht. Wie aus Fig. 6 c) und Fig. 6 b) erkennbar, ist die Breitstrahlleitungsmündung
7' dann vollständig geschlossen, während die Rundstrahlleitungsmündung 6' noch durch
einen Teil der Rundstrahleinstellöffnung 147a mit Druckluft aus der nun vollständig
geöffneten Druckluftzuleitungsmündung 10' (Fig. 6 c) bis e) beaufschlagt wird. Durch
den Drehverteiler 14 und seine spezielle Ausformung, also den konisch sich verengenden
Verlauf des Breitstrahlöffnungsbereichs 146b, des Rundstrahlöffnungsbereichs 147a,
des daran angrenzenden Rundstrahleinstellbereichs 147 und des Druckluftzuleitungseinstellbereichs
wird sichergestellt, dass während des gesamten Schließvorgangs der Breitstrahlleitungsmündung
7' weder an und in der Rundstrahlleitung 6 noch an und in der Breitstrahlleitung 7
und somit an den zugehörigen Düsen (Rundstrahldüse 4 und Breitstrahldüsen 5) ein den
vorgegebenen Maximaldruck übersteigender Druck erreicht wird.
[0039] Alternativ könnte die Rundstrahlleitungsmündung 6' vollständig verschlossen werden,
wenn die geometrische Form der Rundstrahleinstellöffnung 147a entsprechend gewählt
werden würde.
[0040] Außerdem kann je nach Form des Breitstrahlöffnungsbereichs 146b entweder eine exponentielle
oder eine lineare oder eine degressive Verschlußcharakteristik erreicht werden.
[0041] Dass bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform der Drehverteiler 14 auch die Mündung
10' der Druckluftzuleitung 10 verschließen kann, liegt an der zuvor beschriebenen
konstruktiven, kongruent an die Flächen der Druckluftzuleitung 10 angepassten Ausgestaltung
des Drehverteilers 14, Bei alternativen Ausführungsformen ohne eine solche Anpassung
wird die Druckluftzuleitung 10 demgemäß nicht oder nicht vollständig verschlossen.
Große negative Auswirkungen auf die gewünschte Funktion der Farbspritzpistole sind
dabei aber nicht zu befürchten. Es besteht erfindungsgemäß jedenfalls die Möglichkeit,
wahlweise die Gesamtluftmenge oder eine reduzierte Luftmenge dem Drehverteiler 14
zuzuführen
[0042] Ein wesentlicher Vorteil gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen
ist, dass bei der vorliegenden Erfindung durch die radiale Verstellkinematik des Drehverteilers
14 ein deutlich kleinerer Verstellwinkel ermöglicht wird. Bei der Lösung nach der
EP 0 706 832 B1 beträgt der Verstellwinkel beispielsweise rund 410°, der dortige Rändelknopf muss
also von der geöffneten zur geschlossenen Homluftöffnung um mehr als eine wolle Umdrehung
gedreht werden. Dies verhindert u.a. eine einfache Stellungsanzeige der aktuellen
Öffnung der Hornluftöffnung. Zudem ist mit dem Küken mit Dichtzapfen der
EP 0 706 832 B1 das Einstellen des richtigen Verhältnisses der unterschiedlichen Öffnungen im Druckluftverteiler
zueinander äußerst schwierig, eine entsprechende Simulation oder Berechnung nur mit
sehr großem Aufwand möglich. Auch ist eine lineare Verstellkinematik hier nicht möglich
und der Rändelknopf ändert seinen Abstand zum Körper. Wenn er unerwünscht weit hochsteht,
kann unter Umständen Overspray in die Pistole einbringen, was bei der erfindungsgemäßen
Lösung nicht der Fall ist.
[0043] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass problemlos eine Einhandbedienung des
Drehverteilers 14 möglich ist.
[0044] In einer alternativen Ausbildung der Verteilerspindel 13 kann der Drehverteiler auch
anders ausgebildet sein. Beispielsweise kann als Drehverteiler ein Hohlzylinder verwendet
werden, werden, dessen in axialer Richtung geteilten Mantelflächenhälften symmetrisch,
ineinander übergehende Rundstrahl-, Breitstrahl- und Druckluftzuleitungseinstellbereiche
aufweisen. Hierdurch könnte der Hohlzylinder mit einer Drehung um 180° von der vollständig
geöffneten in die vollständig verschlossene Stellung der Breitstrahlleitungsmündung
7' gedreht werden, wobei durch anschließenden Weiterdrehen in gleicher Richtung die
Breitstrahlleitungsmündung 7' dann auf entsprechende Weise wieder geöffnet werden
könnte. Anstelle einer hälftigen Aufteilung kann der Hohlzylinder auch in Viertel
aufgeteilt werden, die wieder entsprechend symmetrisch und ineinander übergehende
Rundstrahl-, Breitstrahl- und Druckluftzuleitungseinstellbereiche aufweisen. Es kann
dann mit einer Umdrehung von 90° zwischen der offenen und geschlossenen Stellung der
Breitstrahlleitungsmündung 7' gewechselt werden, und zwar innerhalb einer vollen Umdrehung
des Hohlzylinders insgesamt viermal. Diese Alternativen weisen den Vorteil auf, dass
keine Anschläge notwendig sind, um ein Überdrehen der Verteilerspindel in welche Richtung
auch immer zu verhindern. Werden die Rundstrahl-, Breitstrahl- und Druckluftzuleitungseinstellbereiche
in den Alternativen zwar ineinander übergehend, aber nicht symmetrisch zueinander
ausgebildet, so könnten vorteilhaft unterschiedliche Charakteristiken der Druckluftverteilung
zwischen der vollständig geöffneten und geschlossenen Stellung der Breitstrahlleitungsmündung
ermöglicht werden.
[0045] In einer weiteren Alternative kann anstelle des Drehverteilers 14 auch ein Vollzylinder
verwendet werden, der eine Eingangsöffnung aufweist, welche zum teilweisen Öffnen
oder Verschließen der Druckluftzuleitung 10 dient, wobei von dieser Eingangsöffnung
dann im Vollzylinder dann zwei Kanäle zu der Breitstrahlleitungsmündung 7' bzw. der
Rundstrahlleitungsmündung 6' abzweigen. Die Kanäle weisen dann an ihrem anderen Ende
Öffnungen im Vollzylinder auf, die so in Bezug auf die Breitstrahlleitungsmündung
7' bzw. Rundstrahlleitungsmündung 6' ausgebildet sind, dass bei vollständig geschlossener
Breitstrahlleitungsmündung 7' an der Rundstrahlleitungsmündung 6' noch der erlaubte
Maximaldruck ansteht. Gleichermaßen sind alle Öffnungen im Vollzylinder so ausgebildet,
dass während des Schließvorgangs der erlaubte Maximaldruck an bzw. in der Rundstrahlleitung
6 bzw. der Breitstrahlleitung 7 zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.
[0046] In einer weiteren Ausgestaltung kann die Rundstrahlleitungsmündung 6', die Breitstrahlleitungsmündung
7' oder die Druckluftzuleitungsmündung 10' oder auch mehrere dieser Mündungen am Boden
des Druckluftverteilerzylinders 8 münden. Um diese im Boden angeordneten Mündungen
Öffnen bzw. Verschließen zu können, muss dann der entsprechende Einstellbereich mit
Öffnungs- und Schließbereichen in der Bodenscheibe 16 der Verteilerspindel 13 versehen
sein. Liegt beispielsweise die Breitstrahlleitungsmündung exzentrisch im Boden des
Druckluftverteilerzylinders 8, also außerhalb seiner zentralen Längsachse, so könnte
sich vorteilhaft in der Bodenscheibe 16 eine an die Größe der Breitstrahlleitungsmündung
angepasste Breitstrahlleitungsöffnung spiralförmig bis zu einem Breitstrahlverschlussbereich
ohne Öffnung verjüngen.
[0047] In einer weiteren Ausgestaltung kann der Druckluftverteilerraum anstelle eines durchgehenden
Druckluftverteilerzylinders 8 mit einem Durchmesser vorzugsweise auch aus axial aufeinander
angeordneten Zylinderbohrungen unterschiedlichen Durchmesser gebildet sein, wobei
der Durchmesser bevorzugt stufenweise von der Öffnung des Druckluftverteilerraums
zum Boden hin abnimmt. Die Verteilervorrichtung ist dann vorteilhaft an die Durchmesseränderung
angepasst. Anstelle einer stufenförmigen Durchmesseränderung des Druckluftverteilerraums
kann der Druckluftverteilerraum vorteilhaft auch kegelförmig ausgebildet sein oder
kegelförmige Bereich aufweisen, wobei auch dann die Verteilervorrichtung vorteilhaft
an diese Form des Druckluftverteilerraums angepasst ist.
[0048] Um einer bereits existierenden Farbspritzpistole die Vorteile der Erfindung zugänglich
zu machen, kann aus der Verteilerspindel 13 mit Drehverteiler 14, der Gewindehülse
18, dem Rändelknopf 15 und der Gewindeschraube 19 ein Druckluftverteilereinsatz gebildet
werden. Dieser Druckluftverteilereinsatz kann dann in den Druckluftverteilerraum der
bestehenden Farbspritzpistole eingesetzt werden. Hierbei kann bei der Ausbildung und
Gestaltung des Drehverteilers vorteilhaft die Form des Druckluftverteilerraums berücksichtigt
werden. Ebenso werden die anderen Bestandteile des Druckluftverteilereinsatz an die
Gegebenheiten der vorhandenen Farbspritzpistole angepasst. Aufgrund der einfachen
Gestaltung des Drehverteilers kann die Bestimmung ihrer Form und der dadurch bewirkten
Druckluftverteilung im Druckluftverteilerraum einfach anhand der Form des vorhandenen
Druckluftverteilerraums ermittelt werden. Die oben ausführlich bei Beschreibung der
erfindungsgemäßen Farbspritzpistole aufgezeigten weiteren Vorzüge und Ausgestaltungen
der einzelnen Bestandteile des Druckluftverteilereinsatzes gelten selbstredend auch
für den Druckluftverteilereinsatz selbst. Anstelle eines Rändelknopfs kann auch jeder
andere geeignete Drehgriff an der Verteilerspindel befestigt werden.
[0049] Auch andere alternative Ausgestaltungen, bei denen die Öffnungen der Rundstrahlleitung
6, der Breitstrahlleitung 7 sowie der Druckluftzuleitung 10 in den Druckluftverteilerzylinder
8 durch ausschließlich Verdrehen um die Drehachse D ohne Axialverschiebung von Drehverteilern,
Lochblenden etc. eingestellt werden können, entsprechen der vorliegenden Erfindung.
Bezugszeichenliste
[0050]
| 1 |
Farbspritzpistole |
146 |
Breitstrahleinstellbereich |
| 2 |
Handgriff |
146a |
Breitstrahlverschlussbereich |
| 3 |
Farbdüsenkopf |
146b |
Breitstrahlöffnunqsbereich |
| 4 |
Rundstrahldüse |
147 |
Rundstrahleinstellbereich |
| 5 |
Breitstrahldüse |
147a |
Rundstrahleinstellöffnung |
| 6 |
Rundstrahlleitung |
148 |
Kurzer Bereich |
| 6' |
Rundstrahlleitungsmündung |
|
|
| 7 |
Breitstrahlleitung |
|
|
| 7' |
Breitstrahlleitungsmündung |
|
|
| 8 |
Druckluftverteilerzylinder |
|
|
| 8a |
Boden |
|
|
| 8b |
Mantelfläche |
|
|
| 8c |
Öffnung |
|
|
| 9 |
Druckluftverteiler |
|
|
| 10 |
Druckluftzuleitung |
|
|
| 10' |
Druckluftzuleitungsmündung |
|
|
| 11 |
Ventileinrichtung |
|
|
| 11a |
Abzug |
|
|
| 12 |
Druckluftzuführung |
|
|
| 13 |
Verteilerspindel |
|
|
| 14 |
Drehverteiler |
|
|
| 15 |
Rändelknopf |
|
|
| 16 |
Bodenscheibe |
|
|
| 17 |
Deckelscheibe |
|
|
| 18 |
Gewindehülse |
|
|
| 19 |
Gewindeschraube |
|
|
| 20 |
Stellungsanzeige |
|
|
| 21 |
Ahschlag |
|
|
| 22 |
Abstand |
|
|
| 23 |
Dichtung |
|
|
| 24 |
Bund |
|
|
| 25 |
Oberer Bereich von 14 |
|
|
| 26 |
Unterer Bereich von 14 |
|
|
| 27 |
Gewinde |
|
|
| 28 |
Positionsmarkierung |
|
|
| 29 |
Mittlerer Bereich |
|
|
| 30 |
Markierung |
|
|
1. Farbspritzpistole (1) mit einem Druckluftverteilerraum (8), in den eine Druckluftzuleitung
(10), eine Rundstrahlleitung (6) und einer Breitstrahlleitung (7) münden, wobei die
dem Druckluftverteilerraum (8), der Rundstrahlleitung (6) und der Breitstrahlleitung
(7) zugeführte Druckluftmenge über ein im Druckluftverteilerraum (8) angeordnetes,
von außen über ein Betätigungselement (15) um eine durch den Druckluftverteilerraum
(8) verlaufende Drehachse (D) drehbares Stellelement einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement als ein in axialer Richtung der Drehachse (D) unbeweglich im Druckluftverteilerraum
(8) gehaltener und um die Drehachse (D) drehbarer Drehverteiler (14) zum Öffnen bzw.
Verschließen von Mündungen (6', 7', 10') der Rundstrahlleitung (6) und/oder der Breitstrahlleitung
(7) und/oder der Druckluftzuleitung (10) ausgebildet ist.
2. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftverteilerraum als Druckluftverteilerzylinder (8) mit einer Öffnung (8c)
und durch einen Boden (8a) und eine Mantelfläche (8b) gebildeten Wandungen ausgebildet
ist.
3. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) an seinem dem Drehgriff (15) abgewandten und/oder zugewandten
Ende eine an der Mantelfläche (8b) anliegende Führung (16; 17) aufweist.
4. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung eine Kreisscheibe (16; 17) und/oder Kreisring mit an den Innendurchmesser
des Druckluftverteilerzylinders (8) angepassten Außendurchmesser ist.
5. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) durch einen Mantelflächenabschnitt eines Zylinders um die
Drehachse (D) gebildet ist.
6. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) einen anliegend an den Wandungen (8a, 8b) des Druckluftverteilerraums
(8) um die Drehachse (D) drehbaren Breitstrahleinstellbereich (146) mit einem Breitstrahlverschlussbereich
(146a) zum vollständigen Verschließen der Breitstrahlleitungsmündung (7') sowie einen
sich daran anschließenden Breitstrahlöffnungsbereich (146b) zum sukzessiven Öffnen
der Breitstrahlleitungsmündung (7') aufweist.
7. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Breitstrahlöffnungsbereich (146b) ein exponentielles oder ein lineares oder ein
degressives Öffnen und/oder Verschließen ermöglicht.
8. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) einen anliegend an den Wandungen (8a, 8b) des Druckluftverteilerraums
(8) um die Drehachse (D) drehbaren Rundstrahleinstellbereich (147) zum vollständigen
oder teilweisen Verschließen und sukzessiven Öffnen der Rundstrahlleitungsmündung
(6') aufweist.
9. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) auch die Mündung (10') der Druckluftzuleitung (10) verschließen
kann.
10. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehverteiler (14) einen anliegend an den Wandungen (8b) des Druckluftverteilerraums
(8) um die Drehachse (D) drehbaren Druckluftzuleitungseinstellbereich zum teilweisen
Verschließen und sukzessiven Öffnen der Druckluftzuleitungsmündung (10') aufweist.
11. Farbspritzpistole (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundstrahlmündung (6), die Breitstrahlmündung (7) und/oder die Druckluftzuleitungsmündung
in der Mantelfläche (8b) münden und der Rundstrahleinstellbereich (147), der Breitstrahleinstellbereich
(146) bzw. der Druckluftzuleitungseinstellbereich an der Mantelfläche (8b) entlang
drehbar sind.
12. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Stellungsanzeige (20, 28, 30) zur Anzeige der Stellung des Drehverteilers
(14) im Druckluftverteilerraum (8) vorgesehen ist.
13. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungselement (15) für den Drehverteiler (14) ein Drehgriff (15) vorgesehen
ist, der mit wenigstens einer Stellungsanzeige (20, 28) zur Anzeige der Stellung des
Drehverteilers (14) im Druckluftverteilerraum (8) versehen ist.
14. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Farbspritzpistole (1) wenigstens eine Stellungsanzeige (30) in Form einer
erhabenen Positionsmarkierung vorgesehen ist.
15. Farbspritzpistole (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungselement (15) für den Drehverteiler (14) vorgesehen ist, welches wenigstens
einen Anschlag aufweist oder mit wenigstens einem Anschlag (21) am Körper der Farbspritzpistole
(1) zusammenwirkt.
16. Farbspritzpistole nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (21) wenigstens die Öffnungs- und Schließpositition vorgeben kann.
17. Farbspritzpistole (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Öffnungs- und Schließposition ein Winkel von ungefähr 90 Grad, vorzugsweise
von 95 Grad, liegt.
18. Druckluftverteilereinsatz für eine Farbspritzpistole (1) mit einer in einen Druckluftverteilerraum
(8) der Farbspritzpistole (1) einsetzbaren und darin mittels einer an der Farbspritzpistole
(1) verschraubbaren Gewindehülse (18) drehbar gehaltenen Verteilerspindel (13), wobei
ein Betätigungselement (15) zum Betätigen der Verteilerspindel (13) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem in den Druckluftverteilerraum (8) einsetzbaren Ende der Verteilerspindel
(13) ein nicht gegenüber dem Betätigungselement (15) in axialer Richtung der Drehachse
(D) bewegbarer und um die Drehachse (D) drehbarer Drehverteiler (14) vorgesehen ist.
19. Druckluftverteilereinsatz nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, der Druckluftverteiler (14) zweiteilig ausgebildet ist und einem ersten Bereich
(25) aus einem anderen Material besteht als in seinem zweiten Bereich (26).
20. Druckluftverteilereinsatz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich (25) aus Metall, vorzugsweise aus Messing, besteht.
21. Druckluftverteilereinsatz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich (26) aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyamid, besteht.
1. A paint spray gun (1) with a compressed-air distribution chamber (8), into which a
compressed-air feed line (10), a round-jet line (6) and a wide-jet line (7) open,
wherein the amount of compressed air that is fed to the compressed-air distribution
chamber (8), the round-jet line (6) and the wide-jet line (7) can be set by means
of a setting element which is arranged in the compressed-air distribution chamber
(8) and can be turned from the outside about an axis of rotation (D) extending through
the compressed-air distribution chamber (8) by way of an actuating element (15), characterized in that the setting element is formed as a rotary distributor (14) which is held immovably
in the axial direction of the axis of rotation (D) in the compressed-air distribution
chamber (8) and can be turned about the axis of rotation (D) for opening and closing
entry openings (6', 7', 10') of the round-jet line (6) and/or the wide-jet line (7)
and/or the compressed-air feed line (10).
2. The paint spray gun (1) as claimed in claim 1, characterized in that the compressed-air distribution chamber is formed as a compressed-air distributor
cylinder (8) with an opening (8c) and walls formed by a base (8a) and a lateral surface
(8b).
3. The paint spray gun (1) as claimed in claim 2, characterized in that the rotary distributor (14) has at its end remote from and/or proximate to the rotary
grip (15) a guide (16; 17) lying against the lateral surface (8b).
4. The paint spray gun (1) as claimed in claim 3, characterized in that the guide is a circular disk (16; 17) and/or a circular ring with an outside diameter
adapted to the inside diameter of the compressed-air distributor cylinder (8).
5. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the rotary distributor (14) is formed by a lateral surface portion of a cylinder
around the axis of rotation (D).
6. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the rotary distributor (14) has a wide-jet setting region (146), which can be turned
about the axis of rotation (D) which lying against the walls (8a, 8b) of the compressed-air
distribution chamber (8) and has a wide-jet closing region (146a), for completely
closing the wide-jet line entry opening (7'), and a wide-jet opening region (146b)
adjoining thereto, for successively opening the wide-jet line entry opening (7').
7. The paint spray gun (1) as claimed in claim 6, characterized in that the wide-jet opening region (146b) permits exponential or linear or degressive opening
and/or closing.
8. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the rotary distributor (14) has a round-jet setting region (147), which can be turned
about the axis of rotation (D) while lying against the walls (8a, 8b) of the compressed-air
distribution chamber (8), for completely or partially closing and successively opening
the round-jet line entry opening (6').
9. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the rotary distributor (14) can also close the entry opening (10') of the compressed-air
feed line (10).
10. The paint spray gun (1) as claimed in claim 9, characterized in that the rotary distributor (14) has a compressed-air feed-line setting region, which
can be turned about the axis of rotation (D) while lying against the walls (8b) of
the compressed-air distribution chamber (8), for partially closing and successively
opening the compressed-air feed-line entry opening (10').
11. The paint spray gun (1) as claimed in one of claims 6 to 10, characterized in that the round-jet entry opening (6), the wide-jet entry opening (7) and/or the compressed-air
feed-line entry opening open into the lateral surface (8b) and the round-jet setting
region (147), the wide-jet setting region (146) and the compressed-air feed-line setting
region can be turned along on the lateral surface (8b).
12. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that at least one position indicator (20, 28, 30) for indicating the position of the rotary
distributor (14) in the compressed-air distribution chamber (8) is provided.
13. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that a rotary grip (15), which is provided with at least one position indicator (20, 28)
for indicating the position of the rotary distributor (14) in the compressed-air distribution
chamber (8), is provided as the actuating element (15) for the rotary distributor
(14).
14. The paint spray gun (1) as claimed in claim 12 or 13, characterized in that at least one position indicator (30) in the form of a raised position marking is
provided on the paint spray gun (1).
15. The paint spray gun (1) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that an actuating element (15), which has at least one stop or interacts with at least
one stop (21) on the body of the paint spray gun (1), is provided for the rotary distributor
(14).
16. The paint spray gun as claimed in claim 15, characterized in that a stop (21) may dictate at least the opening position and the closing position.
17. The paint spray gun (1) as claimed in claim 16, characterized in that an angle of approximately 90 degrees, preferably of 95 degrees, lies between the
opening position and the closing position.
18. A compressed-air distributor insert for a paint spray gun (1) with a distributor spindle
(13), which can be inserted into a compressed-air distribution chamber (8) of the
paint spray gun (1) and is held rotatably therein by means of a threaded sleeve (18)
that can be screwed on the paint spray gun (1), wherein an actuating element (15)
is provided for actuating the distributor spindle (13), characterized in that a rotary distributor (14), which is not movable with respect to the actuating element
(15) in the axial direction of the axis of rotation (D) and can be turned about the
axis of rotation (D), is provided at an end of the distributor spindle (13) that can
be inserted into the compressed-air distribution chamber (8).
19. The compressed-air distributor insert as claimed in claim 18, characterized in that the compressed-air distributor (14) is of a two-part form and consists of a different
material in a first region (25) than in its second region (26).
20. The compressed-air distributor insert as claimed in claim 19, characterized in that one region (25) consists of metal, preferably of brass.
21. The compressed-air distributor insert as claimed in claim 19, characterized in that one region (26) consists of plastic, preferably of polyamide.
1. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) avec une chambre de répartition d'air comprimé
(8), dans laquelle débouchent une conduite d'arrivée d'air comprimé (10), une conduite
de jet rond (6) et une conduite de jet large (7), dans lequel le débit d'air comprimé
fourni à la chambre de répartition d'air comprimé (8), à la conduite de jet rond (6)
et à la conduite de jet large (7) peut être réglé au moyen d'un élément de réglage
disposé dans la chambre de répartition d'air comprimé (8) et pouvant tourner de l'extérieur
au moyen d'un élément d'actionnement (15) autour d'un axe de rotation (D) s'étendant
à travers la chambre de répartition d'air comprimé (8), caractérisé en ce que l'élément de réglage est réalisé sous la forme d'un répartiteur rotatif (14) maintenu
dans la chambre de répartition d'air comprimé (8) de façon stationnaire dans la direction
axiale de l'axe de rotation (D) et pouvant tourner autour de l'axe de rotation (D)
pour ouvrir ou fermer des embouchures (6', 7', 10') de la conduite de jet rond (6)
et/ou de la conduite de jet large (7) et/ou de la conduite d'arrivée d'air comprimé
(10).
2. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de répartition d'air comprimé est réalisée sous la forme d'un cylindre
de répartition d'air comprimé (8) avec une ouverture (8c) et des parois formées par
un fond (8a) et une surface latérale (8b).
3. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) présente, à son extrémité éloignée et/ou proche de la
poignée rotative (15), un guidage (16, 17) appliqué sur la surface latérale (8b).
4. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guidage est un disque circulaire (16; 17) et/ou un anneau circulaire avec un diamètre
extérieur adapté au diamètre intérieur du cylindre de répartition d'air comprimé (8).
5. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) est formé par une partie de surface latérale d'un cylindre
autour de l'axe de rotation (D).
6. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) présente une plage de réglage de jet large (146) pouvant
tourner autour de l'axe de rotation (D) en contact avec les parois (8a, 8b) de la
chambre de répartition d'air comprimé (8), avec une plage de fermeture de jet large
(146a) pour la fermeture totale de l'embouchure de la conduite de jet large (7') ainsi
qu'une plage d'ouverture de jet large (146b) qui s'y raccorde pour l'ouverture consécutive
de l'embouchure de la conduite de jet large (7').
7. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la plage d'ouverture de jet large (146b) permet une ouverture et/ou fermeture exponentielle
ou linéaire ou dégressive.
8. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) présente une plage de réglage de jet rond (147) pouvant
tourner autour de l'axe de rotation (D) en contact avec les parois (8a, 8b) de la
chambre de répartition d'air comprimé (8) pour la fermeture et l'ouverture consécutive
totale ou partielle de l'embouchure de la conduite de jet rond (6').
9. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) peut également fermer l'embouchure (10') de la conduite
d'arrivée d'air comprimé (10).
10. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le répartiteur rotatif (14) présente une plage de réglage de la conduite d'arrivée
d'air comprimé pouvant tourner autour de l'axe de rotation (D) en contact avec les
parois (8b) de la chambre de répartition d'air comprimé (8) pour la fermeture et l'ouverture
consécutive partielle de l'embouchure de la conduite d'arrivée d'air comprimé (10').
11. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications 6
à 10, caractérisé en ce que l'embouchure de jet rond (6), l'embouchure de jet large (7) et/ou l'embouchure de
la conduite d'arrivée d'air comprimé débouchent dans la surface latérale (8b) et la
plage de réglage de jet rond (147), la plage de réglage de jet large (146) ou la plage
de réglage de la conduite d'arrivée d'air comprimé peuvent tourner le long de la surface
latérale (8b).
12. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un affichage de position (20, 28, 30) pour l'affichage de la
position du répartiteur rotatif (14) dans la chambre de répartition d'air comprimé
(8).
13. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu comme élément d'actionnement (15) pour le répartiteur rotatif (14) une
poignée rotative (15), qui est dotée d'au moins un affichage de position (20, 28)
pour l'affichage de la position du répartiteur rotatif (14) dans la chambre de répartition
d'air comprimé (8).
14. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le pistolet pulvérisateur à peinture (1) au moins un affichage de
position (30) sous la forme d'un marquage de position en relief.
15. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu un élément d'actionnement (15) pour le répartiteur rotatif (14), qui
présente au moins une butée ou qui coopère avec au moins une butée (21) sur le corps
du pistolet pulvérisateur à peinture (1).
16. Pistolet pulvérisateur à peinture selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'une butée (21) peut prédéterminer au moins la position d'ouverture et de fermeture.
17. Pistolet pulvérisateur à peinture (1) selon la revendication 16, caractérisé en ce qu'il existe entre la position d'ouverture et la position de fermeture un angle d'environ
90 degrés, de préférence de 95 degrés.
18. Unité de répartition d'air comprimé pour un pistolet pulvérisateur à peinture (1)
avec une broche de répartiteur (13) insérable dans une chambre de répartition d'air
comprimé (8) du pistolet pulvérisateur à peinture (1) et maintenue dans celle-ci en
pouvant tourner au moyen d'une douille filetée (18) à visser sur le pistolet pulvérisateur
à peinture (1), dans laquelle il est prévu un élément d'actionnement (15) pour actionner
la broche de répartiteur (13), caractérisée en ce qu'il est prévu, à une extrémité de la broche de répartiteur (13) insérable dans la chambre
de répartition d'air comprimé (8), un répartiteur rotatif (14) non mobile en direction
axiale de l'axe de rotation (D) par rapport à l'élément d'actionnement (15) et pouvant
tourner autour de l'axe de rotation (D) .
19. Unité de répartition d'air comprimé selon la revendication 18, caractérisée en ce que le répartiteur d'air comprimé (14) est réalisé en deux parties et se compose dans
une première zone (25) d'un autre matériau que dans sa deuxième zone (26).
20. Unité de répartition d'air comprimé selon la revendication 19, caractérisée en ce qu'une zone (25) est composée de métal, de préférence de laiton.
21. Unité de répartition d'air comprimé selon la revendication 19, caractérisée en ce qu'une zone (26) est composée de matière plastique, de préférence de polyamide.
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