[0001] Die Erfindung betrifft ein Kammsegment für einen Kreiskamm einer Kämmmaschine zum
Kämmen von Baumwolle.
[0002] Kämme zum Einsatz in Kämmmaschinen sind durch offenkundige Vorbenutzung bekannt,
wobei auf einem Grundkörper mindestens ein Kammelement angeordnet ist, das mit den
zu kämmenden Baumwollfasern in Eingriff steht. Der aktive Kämmbereich eines Kreiskamms
kann dabei beispielsweise 78°, 90°, 111° oder 180° des Umfangs der Mantellinie des
Kreiskamms oder auch des gesamten Umfangs betragen. Ein Kreiskamm mit einem aktiven
Kämmbereich entlang des gesamten Umfangs wird als 360°-Kreiskamm bezeichnet. Als Kammelemente
werden Nadeln, Nadelstreifen, Sägezahndrahtabschnitte, Kammzinken oder Sägezahnstanzteile
verwendet, wobei eine Anordnung mehrerer Kammelemente auch als Kammsegment oder Riegel
bezeichnet wird.
[0003] Die
DE 30 07 245 A1 offenbart ein auf eine Kämmwalze aufschiebbares, formschlüssig daran gehaltenes Kammsegment.
Aus der
DE 39 04 178 C2 ist ein Kammsegment mit nebeneinander angeordneten Kammelementen bekannt, die jeweils
verschieden viele Zähne aufweisen. Aus der
EP 1 533 404 A1 ist ein auf einer Kämmwalze befestigbares Kammsegment mit einstückig hergestellten
Kammelementen bekannt.
[0004] Ein Kammsegment weist z. B. mehrere, in Richtung einer Drehachse der Kämmwalze nebeneinander
angeordnete Kammelemente mit Zähnen, z. B. in Form von Sägezahnstanzteilen oder auch
Zahnscheiben auf. In Abhängigkeit der Gestaltung der Zähne sowie deren Anordnung auf
dem Kammsegment in Richtung der Drehachse sowie in einer Drehrichtung um die Drehachse
kann eine Kämmwirkung des Kammsegments beeinflusst werden.
[0005] Die Kämmwirkung auf die Fasern wird durch das Eingreifen der Zähne in die zu kämmenden
Fasern gewährleistet, wobei die Kämmwirkung beispielsweise mit zunehmender Zahnanzahl
je Kammsegment und damit einer Eingriffszahl der Zähne in die Faser steigt. Die Erhöhung
der Zahnanzahl auf einem Kammsegment führt im Allgemeinen zu einer dichteren Anordnung
auf einer Mantelfläche des Kammsegments. Dies bewirkt eine schlechtere Zugänglichkeit
von Zwischenräumen zwischen benachbarten Zähnen und/oder zwischen benachbarten Zahnreihen
eines Kammsegments, so dass die Reinigung eines Kammsegments mit hoher Zahndichte
nur unzureichend oder gar nicht möglich ist. Bei entsprechend großzügiger Gestaltung
der Zwischenräume wird aber die Kämmwirkung reduziert. Insofern stellen eine gewünschte
hohe Kämmwirkung einerseits und eine gute Zugänglichkeit der Zwischenräume zur Reinigung,
d.h. zum Entfernen ausgekämmter Partikel und/oder Faserbestandteile, andererseits
gegensätzliche Gestaltungsanforderungen für ein Kammsegment dar.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kammsegment für einen Kreiskamm
einer Kämmwalze zum Kämmen von Baumwolle mit hoher Kämmwirkung und derart weiterzubilden,
dass zudem ein Reinigen von Zwischenräumen auf dem Kammsegment problemlos möglich
ist.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein Kammsegment mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Kammsegment ist auf einer Kämmwalze montierbar, um deren Drehachse
in einer Drehrichtung drehbar und weist mehrere in Richtung der Drehachse nebeneinander
angeordnete Zahnreihen auf. Die Zahnreihen umfassen mehrere in einer Reihenumfangsrichtung
nebeneinander angeordnete Zähne, wobei die Zahnreihen bezogen auf die Drehachse schräg
angeordnet sind, so dass die Reihenumfangsrichtung, die einer Umlaufrichtung der Zähne
entspricht, einen Anstellwinkel α einschließen. Zwischen zwei benachbarten Zahnreihen
ist mindestens ein Abstandshalter vorgesehen, so dass ein zwischen zwei benachbarten
Zahnreihen senkrecht zur Reihenumfangsrichtung gemessener Zahnreihenabstand variiert,
der z.B. aus den jeweiligen Dicken der Abstandshalter resultiert. Durch die Kombination
von Schrägstellung der Zahnreihen bezogen auf die Drehachse und dem variierenden Zahnreihenabstand
zwischen zwei benachbarten Zahnreihen durchläuft eine zu kämmende Faser während eines
Kammzyklus auf einem erfindungsgemäßen Kammsegment wiederholt Kammsegmentbereiche
mit Kämmwirkung, nämlich die Zahnreihen, und Kammsegmentbereiche ohne Kämmwirkung,
nämlich die Abstandshalter. Durch wiederholten Eingriff von Zähnen verschiedener Zahnreihen
des Kammsegments in die Baumwollfasern werden diese neu aufgeteilt und damit das Kämmergebnis
insgesamt verbessert. Zudem ist eine Reinigung des erfindungsgemäßen Kammsegments
beispielsweise durch Bürsten möglich, deren Borsten in Bereichen insbesondere größerer
Zahnreihenabstände zwischen den Zahnreihen ein Ausbürsten ausgekämmter Fasern ermöglichen.
Das Kammsegment ermöglicht die mehrfache Verwendung gleichartiger Zwischenscheiben
zur Realisierung zyklisch variierender Zahnreihenabstände. Dadurch kann das Kammsegment
schnell und kostengünstig hergestellt werden. Darüber hinaus bewirkt das zyklische
Wechselspiel zwischen Kämmwirkung und keiner Kämmwirkung auf die zu kämmenden Baumwollfasern
ein verbessertes Kämmergebnis.
[0009] Ein Kammsegment mit zahnlosen Zwischenscheiben als Abstandshalter gemäß Anspruch
2 ermöglicht eine flexible und schnelle Veränderung der Zahnreihenabstände durch Wechsel
der verwendeten Zwischenscheiben.
[0010] Ein bestimmter Zahnreihenabstand kann beispielsweise durch eine Zwischenscheibe mit
der entsprechenden Scheibendicke oder mittels mehrerer Zwischenscheiben mit jeweils
geringerer Scheibendicke eingestellt werden.
[0011] Ein Kammsegment gemäß Anspruch 3 weist eine reduzierte Bauteilanzahl auf und ist
deshalb besonders schnell und kostengünstig montierbar. Weiterhin ist ein derartiges
Kammsegment mit einstückig angeformten Abstandshaltern besonders robust gegenüber
mechanischen Belastungen.
[0012] Ein Kammsegment gemäß Anspruch 4 ermöglicht z. B. die mehrfache Verwendung gleichartiger
Zwischenscheiben zur Realisierung variierender Zahnreihenabstände. Dadurch kann ein
derartiges Kammsegment schnell und kostengünstig hergestellt und montiert werden.
Darüber hinaus bewirkt das Wechselspiel zwischen Kämmwirkung und keiner Kämmwirkung
auf die zu kämmenden Baumwollfasern ein verbessertes Kämmergebnis.
[0013] Die Gestaltung eines Kammsegments mit einem Verhältnis von Zahnreihenabständen gemäß
Anspruch 5 hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt. Dann lässt sich der
größere Zahnreihenabstand besonders gut von den ausgekämmten Partikeln und/oder Faserbestandteilen
reinigen.
[0014] Eine Anordnung von Zahnreihen auf einer Kämmwalze mit einem Anstellwinkel α entsprechend
dem Anspruch 6 ist besonders vorteilhaft zur Ermöglichung eines wiederholten Eingriffs
von Zähnen ein und desselben Kammsegments in eine Baumwollfaser sowie einer dann erzielten
besonders guten Kämmwirkung. Die vergleichsweise große Schrägstellung erhöht die Häufigkeit
des Wechsels zwischen Bereichen mit hoher Kämmwirkung und Bereichen mit geringer oder
keiner Kämmwirkung.
[0015] Auch durch Anordnung von benachbarten Zähnen einer Zahnreihe mit in Reihenumfangsrichtung
gemessenen Umfangsabständen gemäß den Ansprüchen 7 bis 9 kann ein Verhältnis von Kammsegmentbereichen
mit und ohne Kämmwirkung eines Kammsegments und damit das Kämmergebnis beeinflusst
werden. So wird bei einer gleichmäßigen Verteilung der Zähne auf dem Kammsegment im
Allgemeinen eine höhere spezifische Zahndichte erreicht. Durch eine gruppierte Anordnung
der Zähne können die Bereiche des Kammsegments mit hoher und mit niedriger Kämmwirkung
besser voneinander abgegrenzt werden.
[0016] Ein Kammsegment mit einer Zahneingriffszahl gemäß Anspruch 10 bewirkt ein verbessertes
Kämmergebnis.
[0017] Die Gestaltung eines Kammsegments durch Zähne mit einer mittleren spezifischen Zahndichte
gemäß Anspruch 11 führt zu einer verbesserten Kämmwirkung.
[0018] Die Gestaltung von Kammsegmentbereichen, die gemäß den Ansprüchen 12 und 13 eine
erhöhte spezifische Zahndichte aufweisen, hat sich hinsichtlich des Kämmergebnisses
als besonders vorteilhaft erwiesen, da in diesen Kammsegmentbereichen eine besonders
hohe Kämmwirkung erzielt werden kann. Die Partikelgröße der im Kammgut verbleibenden
Verunreinigungen wird dadurch erheblich reduziert.
[0019] Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der zum Teil nur schematisch ausgeführten
Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine zu einer Drehachse einer Kämmwalze senkrechte Seitenansicht eines Kreiskamms
mit mehreren Kammsegmenten,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Abwicklung eines erfindungsgemäßen Kammsegments
in einer ersten Ausführungsform und
- Fig. 3
- eine zu Fig. 2 ähnliche Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Kammsegments.
[0020] Ein in Fig. 1 dargestellter Kreiskamm 1 weist eine hohlzylindrische Kämmwalze 2 mit
einer Drehachse 3 auf. An der Kämmwalze 2 sind in Drehrichtung 4 insgesamt zehn Kammsegmente
5 angebracht. Die Kammsegmente 5 legen mit ihrer axialen Ausdehnung parallel zur Drehachse
3 einen Kämmbereich des Kreiskamms 1 fest. Jedes Kammsegment 5 umfasst eine Mehrzahl
identischer gestanzter Kammelemente 6, die im Wesentlichen in Richtung der Drehachse
3 hintereinander aufgereiht sind, wobei jedes Kammelement 6 mehrere Zähne 7 aufweist.
Die Kammelemente 6 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zu einem so genannten
Riegel vormontiert und an der Kämmwalze 2 durch Klemmen befestigt. Alternativ können
die Riegel auch durch Schrauben mit der Kämmwalze 2 verbunden sein. Es ist auch möglich
die Kammelemente 6 nicht vorzumontieren, sondern in einer gruppierten Anordnung direkt
auf die Kämmwalze 2 aufzusetzen und mit dieser zu verkleben.
[0021] Ein Kammsegment 5 ist gemäß Fig. 2 abgewickelt entlang der Drehrichtung 4 um die
Drehachse 3 der Kämmwalze 2 schematisch dargestellt. Das Kammsegment 5 umfasst mehrere
in Richtung der Drehachse 3 nebeneinander angeordnete Zahnreihen 6, wobei zwischen
zwei benachbarten Zahnreihen 6 jeweils ein Abstandshalter mit einer Scheibendicke
angeordnet ist, wobei die Scheibendicken der Abstandshalter variieren. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Zahnreihen als separate Zahnscheiben 6 und die Abstandshalter
als gesonderte Bauteile in Form von zahnlosen Zwischenscheiben 8, 9 ausgebildet. Es
ist möglich, zwei Zahnscheiben 6 direkt nebeneinander, d.h. ohne eine Zwischenscheibe
8, 9 auf dem Riegel 5 anzuordnen. Anstelle der dickeren Zwischenscheibe 9 können auch
zwei oder mehrere dünne Zwischenscheiben 8 zwischen den Zahnscheiben 6 angeordnet
sein.
[0022] Die Zahnscheiben 6 weisen in einer Reihenumfangsrichtung 10 einundzwanzig nebeneinander
angeordnete Zähne 7 auf. Die Anzahl der Zähne 7 ist dabei aber nur beispielhaft zu
verstehen. Durch eine Drehung des Kammsegments 5 mit den Zahnscheiben 6 um die Drehachse
3 wird eine Umlaufrichtung der Zähne 7 festgelegt, die mit der Drehrichtung 4 der
Kämmwalze 2 identisch ist. Die Zahnscheiben 6 sind bezogen auf die Drehachse 3 schräg
angeordnet, so dass die Reihenumfangsrichtung 10 und die Drehrichtung 4 einen Anstellwinkel
α einschließen. Der Anstellwinkel α ist größer als 4° und liegt insbesondere zwischen
6° und 10°. Bei der gezeigten Ausführungsform beträgt α = 8°.
[0023] Zahnreihenabstände D1, D2 zwischen zwei benachbarten Zahnscheiben 6 werden durch
die zwischen den Zahnscheiben 6 angeordneten Zwischenscheiben 8, 9 festgelegt. Die
Zahnreihenabstände D1, D2 variieren bei dem in Fig. 2 dargestellten Kammsegment 5
zyklisch infolge der unterschiedlichen Dicken der Zwischenscheiben 8, 9. Bei der in
der Fig. 2 gezeigten Ausführungsform des Kammsegments 5 betragen die Zahnreihenabstände
D1 = 0,1 mm und D2 = 0,3 mm, so dass ein Verhältnis der beiden Zahnreihenabstände
D2/D1 = 3 vorliegt. Die Zahnreihenabstände D1 und D2 entsprechen dabei den Dicken
der Zwischenscheiben 8 bzw. 9. Die Dicken der Zahnscheiben 6 betragen bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel jeweils 0,3 mm. Bei nicht dargestellten alternativen Ausgestaltungen
können auch mehr als zwei verschiedene Zahnreihenabstände vorgesehen sein und/oder
mehrere aufeinanderfolgende Zahnscheiben 6 in dem engen Zahnreihenabstand D1 angeordnet
sein, ehe ein großer Zahnreihenabstand D2 folgt. Auch bei diesen alternativen Ausgestaltungen
wiederholt sich die Abfolge der variierenden Zahnreihenabstände insbesondere zyklisch.
Die in Fig. 2 gezeigte zyklische Abfolge eines engen Zahnreihenabstandes D1 und eines
weiten Zahnreihenabstandes D2 lässt sich besonders gut reinigen, da der weite Zahnreihenabstand
D2, der einen Eingriff von Borsten einer Reinigungsbürste in die zwischen den Zähnen
7 benachbarter Zahnscheiben 6 gebildeten Zwischenräume ermöglicht oder begünstigt,
relativ häufig vorkommt.
[0024] In der Reihenumfangsrichtung 10 sind die Zähne 7 einer Zahnscheibe 6 gleichmäßig
beabstandet angeordnet, d. h. in Reihenumfangsrichtung 10 gemessene Umfangsabstände
d1, d2 zwischen zwei benachbarten Zähnen 7 einer Zahnscheibe 6 sind überall gleich
groß. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Kammsegment 5 sind beispielhaft längs einer der
Zahnscheiben 6 jeweils einundzwanzig Zähne 7 angeordnet.
[0025] In Folge der zyklisch variierenden Anordnung der Zahnscheiben 6 und der Zwischenscheiben
8, 9 wird ein Scheibensatz 11 gebildet, der sich bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 2 aus der Hintereinanderanordnung einer ersten Zahnscheibe 6, einer dünnen Zwischenscheibe
8, einer zweiten Zahnscheibe 6 und einer dicken Zwischenscheibe 9 zusammensetzt. Das
Kammsegment 5 umfasst mehrere solcher in Richtung der Drehachse 3 hintereinander angeordneter
Scheibensätze 11. Jeder Scheibensatz 11 weist in Richtung der Drehachse 3 eine Satzstärke
S auf. Es ist auch möglich, dass der Scheibensatz 11 zwei Zahnscheiben 6 und nur eine
Zwischenscheibe 8 aufweist. Weiterhin wird durch den Scheibensatz 11 und eine zu kämmende
Faser 12 eine in Drehrichtung 4 gemessene Satzübergangslänge b bestimmt, indem die
Satzübergangslänge b als die Länge entlang der Drehrichtung 4 festgelegt ist, innerhalb
derer die zu kämmende Faser 12, die ebenfalls parallel zur Drehrichtung 4 verläuft,
während eines Kämmvorganges in Folge des Anstellwinkels α die Satzstärke S durchläuft.
Die Zahnscheibenlänge B ist die in die Drehrichtung 4 projizierte Länge der schräg
gestellten Zahnscheiben 6. Eine durchschnittliche Zahneingriffszahl A, die die Anzahl
von Zahneingriffen des Kammsegments 5 in die zu kämmende Faser 12 während eines Kämmvorganges
beschreibt, ist als das Verhältnis der Zahnscheibenlänge B zu der Satzübergangslänge
b definiert. Mit dem geometrischen Zusammenhang der Satzübergangslänge b und der Satzstärke
S eines Scheibensatzes 11 mittels des Anstellwinkels α gemäß b = S / (tanα) ergibt
sich für die theoretische durchschnittliche Zahneingriffszahl A = (B · tanα) / S.
Die durchschnittliche Zahneingriffszahl A beträgt für das erfindungsgemäße Kammsegment
5 mehr als 1,3 und liegt insbesondere in einem Bereich zwischen 2 und 5. Bei der in
Fig. 2 gezeigten Ausführungsform des Kammsegments 5 beträgt die Zahneingriffszahl
A = 1,5.
[0026] Eine spezifische Zahndichte ist durch eine Anzahl von Zähnen 7 bezogen auf eine Mantelfläche
13 festgelegt. Allgemein gilt, dass die Kämmwirkung des Kammsegments 5 umso höher
ist, desto größer die spezifische Zahndichte ist. Da während eines Kämmvorgangs die
Spitzen der Zähne 7 mit den Fasern 12 in Eingriff gebracht werden, wird die spezifische
Zahndichte auch als Spitzendichte bezeichnet. Das in Fig. 2 dargestellte Kammsegment
5 weist eine mittlere spezifische Zahndichte, d. h. eine Anzahl von Zähnen 7 aller
Zahnscheiben 6 bezogen auf die Mantelfläche 13 des gesamten Kammsegments 5, von 1,72
Zähne/mm
2 auf. Bei einer alternativen Ausführungsform des Kammsegments mit D1 = 0,1 mm und
D2 = 0,4 mm beträgt die durchschnittliche spezifische Zahndichte 1,52 Zähne/mm
2. In dem Bereich der Zahnscheiben 6, die von der Zwischenscheibe 8 mit der geringeren
Dicke getrennt zueinander und benachbart angeordnet sind, ist die spezifische Zahndichte
bereichsweise auf der Mantelfläche 13 des Kammsegments 5 höher. Die in diesen Bereichen
gegebene maximale spezifische Zahndichte beträgt mindestens 1,7 Zähne/mm
2 und insbesondere 1,8 bis 2,5 Zähne/mm
2. Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform beträgt die maximale spezifische Zahndichte
2,1 Zähne/mm
2.
[0027] Während eines Kämmvorganges werden mehrere parallel zueinander in Drehrichtung 4
laufende Fasern 12 von den Zähnen 7 des Kammsegments 5 eingezogen. Dabei kann eine
Faser 12 in Abhängigkeit ihrer Position entlang der Drehachse 3 dem Zahn 7 ausweichen,
so dass eine lokale Umlenkung der Faser 12 um den Zahn 7 erfolgt. Darüber hinaus kann
die Faser 7, ohne von der Faserrichtung abzuweichen, zwischen zwei Zähnen 7 hindurchgezogen
werden. Dabei passiert die Faser 12 nach dem Zahneingriff und in Folge der Schrägstellung
der Zahnscheiben 6 die dickere Zwischenscheibe 9. Während sich die Faser 12 über der
zahnlosen Zwischenscheibe 9 befindet, liegen kein Zahneingriff und damit keine Kämmwirkung
vor. Aufgrund der Schrägstellung der Zahnscheiben 6 kommt es zu einem erneuten Eingriff
einer benachbarten Zahnscheibe 6 mit der Faser 12 auf dem Kammsegment 5. In Fig. 2
sind die verschiedenen Bereiche mit niedriger und hoher Kämmwirkung anhand von gestrichelt
dargestellten Rechtecken B1 bzw. B2 dargestellt. In dem Bereich B1 liegt keine oder
nur eine geringe Kämmwirkung vor, da kein oder nur vereinzelt ein Eingriff der Zähne
7 in die Fasern 12 stattfindet, wohingegen der Bereich B2 eine hohe Kämmwirkung aufweist,
die durch die hier vergleichsweise hohe Eingriffszahl der Zähne 7 in die Fasern 12
verursacht ist. Während des Kämmvorgangs durchläuft eine zu kämmende Faser 12 ggf.
mehrere solcher Bereiche B1 und B2 mit geringer bzw. hoher Kämmwirkung in abwechselnder
Reihenfolge. Es resultiert also eine vorteilhafte intermittierende Kämmwirkung.
[0028] Fig. 3 zeigt in einer zu Fig. 2 ähnlichen Darstellung eine weitere Ausführungsform
eines Kammsegments 5. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter
Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern
und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0029] Das Kammsegment 5 nach Fig. 3 entspricht demjenigen nach Fig. 2, wobei als Abstandshalter
ebenfalls eine Zwischenscheibe 9a verwendet wird, die gegenüber der Zwischenscheibe
9 nach Fig. 2 eine größere Dicke aufweist und damit der Zahnreihenabstand D2 zwischen
zwei benachbarten Zahnscheiben 6a vergrößert ist. Der Zahnreihenabstand D2 beträgt
0,6 mm. Das Verhältnis der zwei verschiedenen Zahnscheibenabstände D1, D2 zueinander
ist größer als bei dem Kammsegment 5 gemäß Fig. 1 und beträgt 6. Es sind auch noch
größere Werte für das Verhältnis der Zahnscheibenabstände D1, D2 zueinander möglich.
Ebenso ist aber ein Ausführungsbeispiel möglich, bei dem die gleiche Zwischenscheibe
9 mit einer Dicke von 0,3 mm wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 vorgesehen
wird. Bei dem in Fig. 3 gezeigten Kammsegment 5 beträgt der Anstellwinkel α = 10°.
Entlang der Zahnscheiben 6a sind jeweils zehn Zähne 7 angeordnet.
[0030] Weiterhin sind bei dem in Fig. 3 dargestellten Kammsegment 5 die Zähne 7 auf den
Zahnscheiben 6a jeweils paarweise angeordnet, so dass die in Reihenumfangsrichtung
10 gemessenen Umfangsabstände d1, d3 zwischen zwei benachbarten Zähnen 7 verschieden
sind. Es ist auch möglich, die Zähne 7 auf einer nicht dargestellten Zahnscheibe in
der Reihenumfangsrichtung 10 in Gruppen von drei oder mehreren Zähnen 7 anzuordnen.
Dementsprechend ist der Umfangsabstand d1 zwischen zwei Zähnen 7 eines Zahnpaares
bzw. einer Zahngruppe jeweils kleiner als der Umfangsabstand d3 zwischen zwei Zähnen
7 unterschiedlicher Zahnpaare bzw. Zahngruppen. Aufgrund dieser gruppierten Anordnung
der Zähne 7 können die anhand des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 erläuterten Bereiche
B1 und B2 mit geringer bzw. hoher Kämmwirkung noch ausgeprägter eingestellt und vorgegeben
werden.
[0031] Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kammsegments
ist ein Abstandshalter einstückig mit den Zähnen einer Zahnreihe verbunden. Dabei
ist der Abstandshalter als seitlicher Ansatz an einem die Zähne einer Zahnreihe tragenden
Fußbereich eines Kammelementes ausgebildet. Der seitliche Ansatz kann beispielsweise
durch Prägen, Schleifen oder anderen Formgebungsverfahren aus einem Stück hergestellt
werden. Dadurch ist es möglich, Zwischenscheiben zu vermeiden und die Bauteileanzahl
für ein Kammsegment zu reduzieren.
1. Kammsegment für einen Kreiskamm einer Kämmwalze zum Kämmen von Baumwolle, umfassend
a) mehrere in Richtung einer axialen Ausdehnung nebeneinander angeordnete Zahnreihen
(6; 6a) mit einer Reihenumfangsrichtung (10) und mit jeweils mehreren in Reihenumfangsrichtung
(10) nebeneinander angeordneten Zähnen (7),
wobei
b) das Kammsegment (5) auf die Kämmwalze (2) montierbar und um eine zur axialen Ausdehnung
parallelen Drehachse (3) der Kämmwalze (2) in einer Drehrichtung (4) drehbar ist,
c) die Zahnreihen (6; 6a) bezogen auf die axiale Ausdehnung schräg angeordnet sind,
sodass die Reihenumfangsrichtung (10) und eine zu der Drehrichtung (4) identische
Umlaufrichtung der Zähne (7) einen Anstellwinkel α, einschließen,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) zwischen zwei benachbarten Zahnreihen (6; 6a) mindestens ein Abstandshalter (8,
9; 8, 9a) vorgesehen ist und
e) ein senkrecht zur Reihenumfangsrichtung (10) gemessener Zahnreihenabstand (D1;
D2) zwischen zwei benachbarten Zahnreihen (6; 6a) zyklisch variiert.
2. Kammsegment nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (8, 9; 8, 9a) als gesondertes Bauteil, insbesondere als zahnlose
Zwischenscheibe ausgebildet ist.
3. Kammsegment nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter einstückig mit den Zähnen (7) einer Zahnreihe (6; 6a) verbunden
ist, insbesondere als seitlicher Ansatz an einem die Zähne (7) einer Zahnreihe (6;
6a) tragenden Fußbereich einer Zahnscheibe ausgebildet ist.
4. Kammsegment nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei verschiedene Zahnreihenabstände (D1; D2).
5. Kammsegment nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein Verhältnis der zwei verschiedenen Zahnreihenabstände (D1; D2) zueinander von
mindestens 3 und insbesondere von mindestens 6.
6. Kammsegment nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel α, größer als 4° ist und insbesondere zwischen 6° und 10° liegt.
7. Kammsegment nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihenumfangsrichtung (10) gemessene Umfangsabstände (dl, d2) zwischen zwei benachbarten
Zähnen (7) einer Zahnreihe (6; 6a) gleich groß sind.
8. Kammsegment nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihenumfangsrichtung (10) gemessene Umfangsabstände (dl, d3) zwischen zwei benachbarten
Zähnen (7) einer Zahnreihe (6; 6a) verschieden sind.
9. Kammsegment nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (7) einer Zahnreihe (6; 6a) in der Reihenumfangsrichtung (10) paarweise
oder in Gruppen von mindestens drei Zähnen (7) angeordnet sind.
1. Comb segment for a circular comb of a combing roller for combing cotton, comprising
a) a plurality of tooth rows (6; 6a), which are arranged next to one another in the
direction of an axial extension, with a peripheral direction (10) of the row and with
a plurality of teeth (7), in each case, arranged next to one another in the peripheral
direction (10) of the row,
wherein
b) the comb segment (5) is mountable to the combing roller (2) and rotatable about
a rotational axis (3) of the combing roller (2) in a rotational direction (4), wherein
said rotational axis (3) is parallel to the axial extension,
c) the tooth rows (6; 6a) are arranged obliquely with respect to the axial extension,
so the peripheral direction (10) of the row and a direction of circulation of the
teeth (7), which is identical to the rotational direction (4), enclose a setting angle
α,
characterised in that
d) at least one spacer (8, 9; 8, 9a) is provided between two adjacent tooth rows (6;
6a) and
e) a tooth row spacing (D 1; D2) measured perpendicular to the peripheral direction
(10) of the row varies cyclically between two adjacent tooth rows (6; 6a).
2. Comb segment according to claim 1, characterised in that the spacer (8, 9; 8, 9a) is configured as a separate component, in particular as
a toothless intermediate disc.
3. Comb segment according to claim 1, characterised in that the spacer is connected in one piece to the teeth (7) of a tooth row (6; 6a), in
particular as a lateral attachment piece on a foot region, which carries the teeth
(7) of a tooth row (6; 6a), of a tooth disc.
4. Comb segment according to any one of the preceding claims, characterised by two different tooth row spacings (D1; D2).
5. Comb segment according to claim 4, characterised by a ratio of the two different tooth row spacings (D1; D2) with respect to one another
of at least 3 and in particular of at least 6.
6. Comb segment according to any one of the preceding claims, characterised in that the setting angle α is greater than 4° and, in particular, is between 6° and 10°.
7. Comb segment according to any one of the preceding claims, characterised in that peripheral spacings (d1, d2) measured in the peripheral direction (10) of the row
between two adjacent teeth (7) of a tooth row (6; 6a) are the same size
8. Comb segment according to any one of claims 1 to 6, characterised in that peripheral spacings (d1, d3) measured in the peripheral direction (10) of the row
between two adjacent teeth (7) of a tooth row (6; 6a) are different.
9. Comb segment according to claim 8, characterised in that the teeth (7) of a tooth row (6; 6a) in the peripheral direction (10) of the row
are arranged pairwise or in groups of at least three teeth (7).
1. Segment de peigne pour un peigne circulaire d'un cylindre de peignage destiné au peignage
du coton, comprenant
a) plusieurs rangées de dents (6 ; 6a), disposées les unes à côté des autres en direction
d'un étirement axial avec une orientation circonférentielle des rangées (10) et avec
respectivement plusieurs dents (7) disposées les unes à côté des autres dans l'orientation
circonférentielles des rangées (10),
où
b) le segment de peigne (5) peut être monté sur le cylindre de peignage (2) et peut
être mis en rotation dans un sens de rotation (4) autour d'un axe de rotation (3)
du cylindre de peignage (2) parallèle à l'étirement axial,
c) les rangées de dents (6 ; 6a) sont disposées obliques par rapport à l'étirement
axial de sorte que l'orientation circonférentielle des rangées (10) et une orientation
circonférentielle des dents (7) identique au sens de rotation (4) forment un angle
d'incidence α,
caractérisé en ce
d) qu'entre deux rangées de dents (6 ; 6a) voisines, il est prévu au moins un écarteur (8,
9 ; 8, 9a) et
e) qu'un espace entre les rangées de dents (D1 ; D2), mesuré perpendiculairement par rapport
à l'orientation circonférentielle des rangées (10), varie de manière cyclique entre
deux rangées de dents (6 ; 6a) voisines.
2. Segment de peigne selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écarteur (8, 9 ; 8, 9a) est conçu sous la forme d'un composant séparé, notamment
sous la forme d'un disque intercalaire sans dents.
3. Segment de peigne selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écarteur est relié avec les dents (7) d'une rangée de dents (6 ; 6a) en faisant
une seule pièce, est notamment conçu comme un appendice latéral sur lequel est formée
une partie de base d'un disque de dents portant les dents (7) d'une rangée de dents
(6 ; 6a) .
4. Segment de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par deux espaces (D1 ; D2) différents entre les rangées de dents.
5. Segment de peigne selon la revendication 4, caractérisé par un rapport entre les deux espaces entre les rangées de dents (D1, D2) égal à au moins
3 et notamment à au moins 6.
6. Segment de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'angle d'incidence α est supérieur à 4 ° et se situe notamment entre 6 ° et 10 °.
7. Segment de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des écarts circonférentiels (d1, d2), mesurés dans l'orientation circonférentielle
des rangées (10) entre deux dents (7) voisines d'une rangée de dents (6 ; 6a), sont
de taille égale.
8. Segment de peigne selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des écarts circonférentiels (d1, d3), mesurés dans l'orientation circonférentielle
des rangées (10) entre deux dents (7) voisines d'une rangée de dents (6 ; 6a) sont
de taille différente.
9. Segment de peigne selon la revendication 8, caractérisé en ce que les dents (7) d'une rangée de dents (6 ; 6a) sont disposées par paires ou en groupes
d'au moins trois dents (7) dans l'orientation circonférentielle des rangées (10).