[0001] Die Erfindung betrifft eine Kammgarnitur für eine um eine Drehachse drehbare Kämmwalze
einer Textilmaschine, insbesondere einer Kämmmaschine und insbesondere für einen Kreiskamm.
[0002] Kämmmaschinen sind bekannt aus der
CH 673 290 A5 EP1, 533, 404A, und der
DE 10 2007 010 405 A1. Derartige Kämmmaschinen weisen einen zyklischen Ablauf ihres Arbeitstaktes auf.
Mit einem Zangenapparat wird ein Faserbart einer Kämmwatte durch ein mit Kämmleisten
bestücktes Kämmfeld eines umlaufenden Rundkammes ausgekämmt. Anschließend wird ungekämmte
Kämmwatte nachgespeist und der Zangenapparat bewegt sich auf Abzugszylinder zu. Dadurch
wird der gekämmte Faserbart auf die zuvor gekämmte Kämmwatte aufgelegt, mit dieser
verbunden und abgezogen. Ein Fixkamm gewährleistet, dass nicht gekämmte Fasern und
Verunreinigungen, die nicht auf der gekämmten Kämmwatte aufgelegt sind, ausgekämmt
bzw. zurück gehalten werden. Danach wird die nachgespeiste Kämmwatte ausgekämmt, womit
ein neuer Kämmzyklus, der auch als Kammspiel bezeichnet wird, beginnt.
[0003] Von entscheidender Bedeutung für die Qualität von in einem Kämmprozess hergestellten
Textilfasern ist deshalb die Einwirkung des Rundkammes, auch Kreiskamm genannt, auf
die Kämmwatte. Dabei ist es das Ziel, parallelisierte Fasern in einem bestimmten Abstand
von Lagen zueinander für die Verbindung, die auch als Lötung bezeichnet wird, mit
der bereits gekämmten Kämmwatte bereitzustellen. Dabei können verschiedene Einflussfaktoren
die Qualität der Lötung beeinträchtigen, wobei insbesondere bei Hochgeschwindigkeits-Kämmmaschinen
mit über 500 Kämmzyklen pro Minute der relative Störeinfluss zunimmt. Ein Kreiskamm
umfasst eine Kammgarnitur, die senkrecht zu einer Rotationsachse des Kreiskamms auf
einer Kämmwalze angeordnet ist. Die Kammgarnitur hat eine Mehrzahl von in Drehrichtung
der Kämmwalze hintereinander angeordneten Kammsegmenten. Dabei weist jedes Kammsegment
mehrere axial nebeneinander aufgereihte Sägezahnstanzteile mit einem Fußteil und sich
vom Fußteil erstreckenden Zähnen auf, wobei sich die Konfiguration der Zähne der Kammgarnitur
in Drehrichtung ändert, um eine damit erzielte Kämmwirkung zu beeinflussen. Derartige
Kämme sind aus der
DE 43 26 205 C1 und aus der
EP 1 083 250 B1 bekannt, wobei eine Kammgarnitur neben einem Eingriffskammsegment mehrere Folgekammsegmente
aufweist, von denen jedes eine höhere Kämmwirkung hervorbringt als das vorhergehende
Folgekammsegment bzw. das Eingriffskammsegment. Die
EP 1 341 952 B1 zeigt weiterhin eine Kammgarnitur für eine Kämmwalze, wobei sich die Konfiguration
von Zähnen der Kammgarnitur entgegen der Drehrichtung derart ändert, dass die Kämmwirkung
zunimmt. Damit wird zwar einerseits das Kämmergebnis verbessert, andererseits lassen
sich jedoch Garnfehler des auf diese Weise weiterverarbeiteten Fasergutes nicht ausschließen.
Aus der
DE 198 29 159 A1 ist eine Kammgarnitur bekannt, die zumindest teilweise Nadelstreifen aufweist, die
an einem Tragelement befestigt sind. Weitere Garniturelemente für einen Rundkamm sind
in der
EP 1 533 404 A1, der
EP 0 382 899 A1, der
GB 2 299 593 A, der
GB 2 132 650 A1 und der
WO 02/097 176 A1 beschrieben.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kammgarnitur derart weiterzubilden,
dass ein Kämmprozess mit verbessertem Kämmergebnis auch bei großen Kämmzykluszahlen
und unter Vermeidung von Garnfehlern gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Kammgarnitur mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine Kammgarnitur mindestens einen ersten und
einen zweiten Kammsegmentbereich umfasst, wobei sich eine Konfiguration von Zähnen
innerhalb des ersten Kammsegmentbereichs so ändert, dass eine Kämmwirkung der Zähne
entgegen einer Drehrichtung zunimmt und die Zähne innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs
so konfiguriert sind, dass die Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs
geringer ist als am entgegen der Drehrichtung gesehenen Ende des ersten Kammsegmentbereichs.
Dadurch ist es möglich, eine auf eine Faser wirkende Zugkraft am Ende des Kämmprozesses,
das heißt bei einem Austritt der Faser aus dem Kreiskamm, zu reduzieren, da die auf
die Faser wirkende Zugkraft derart von der Kämmwirkung der Kammgarnitur abhängig ist,
dass mit sinkender Kämmwirkung die Zugkraft abnimmt. Also kann ein Rückschlagverhalten
der Faser, d.h. eine Bildung von Häkchen am Faserende infolge von Eigenelastizität
und Kräuselungsgrad der Faser, bei dem Austritt aus dem Kreiskamm am Ende des Kämmprozesses
reduziert werden, wobei die gekämmten Fasern parallel zueinander abgelegt werden und
so einen schichtweise gestapelten, lamellenartigen Kammzug bilden. Mit einer derartigen
Kammgarnitur wird also einerseits ein sehr hohes Kämmergebnis aufgrund der hohen Kämmwirkung
innerhalb des ersten Kammsegmentbereichs und andererseits eine hohe Prozesssicherheit
des Kämmverfahrens aufgrund der reduzierten Zugkraft auf die Faser am Ende des Kämmprozesses
durch die reduzierte Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs erzielt.
Weiterhin wird die Anzahl an Lötungsfehlern minimiert, so dass dadurch die Maschinenlaufeigenschaften
der Kämmmaschine zusätzlich verbessert sind. Daraus resultiert eine erhöhte Garngleichmäßigkeit.
Durch eine Gestaltung der Zähne innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs derart,
dass die Kämmwirkung der Zähne entgegen der Drehrichtung abnimmt, wird eine kontinuierliche
Abnahme der auf die Faser wirkenden Zugkraft am Ende des Kämmprozesses und damit eine
sanfte Übergabe der Faser für einen nachfolgenden Lötprozess erreicht. Dazu ist zumindest
eine der Konfigurationsmaßnahmen von Erhöhung der Zahnhöhe, Erhöhung eines freien
Durchgangs zwischen zwei in Richtung der Drehachse benachbarten Zähnen, Erhöhung eines
Zahnabstandes zwischen zwei in Drehrichtung benachbarten Zähnen, Verringerung eines
Zahneingriffswinkels und Verringerung einer Spitzendichte vorgesehen, um die verglichen
mit dem Ende des ersten Kammsegmentbereichs verringerte Kämmwirkung innerhalb des
zweiten Kammsegmentbereichs zu erreichen. Damit ist die Kämmwirkung der Zähne innerhalb
des zweiten Kammsegmentbereichs gezielt einstellbar.
[0007] Mit einer Kammgarnitur gemäß Anspruch 2 erfolgt eine Änderung einer Konfiguration
der Zähne an einer festgelegten Stelle.
[0008] Mehrere Kammsegmente innerhalb des ersten Kammsegmentbereiches einer Kammgarnitur
gemäß Anspruch 3 ermöglichen eine Variation der zunehmenden Kämmwirkung durch Anpassung
entsprechender Kammsegmente.
[0009] Die Verwendung eines einzigen Kammsegments im zweiten Kammsegmentbereich für eine
Kammgarnitur gemäß Anspruch 4 erlaubt eine direkte und schnelle Reduzierung der Kämmwirkung.
Grundsätzlich kann der zweite Kammsegmentbereich aber auch mehrere Kammsegmente umfassen.
[0010] Durch die Verwendung von Kammsegmenten gemäß Anspruch 5 wird die Fertigung der Kammsegmente
und der Kammgarnitur vereinfacht.
[0011] Ein Kammsegment gemäß Anspruch 6 kann in verschiedenen Kammsegmentbereichen sich
unterscheidende Kämmwirkungen der Zähne haben.
[0012] Durch die Gestaltung einer Kammgarnitur gemäß Anspruch 7 erfolgt die Reduzierung
der Kämmwirkung und damit die Reduzierung einer auf die Faser wirkenden Zugkraft beim
Austritt der Faser aus dem Kreiskamm, so dass eine Entlastung der Faser vor einem
nachfolgenden Lötprozess gewährleistet ist. Damit können mögliche Fehler bei der Lötung
vermieden werden.
[0013] Mit einer Erstreckung beider Kammsegmentbereiche über einen GarniturUmfangswinkel
aus dem Bereich gemäß einem der Ansprüche 8 oder 9 lassen sich sehr gute Kämmresultate
für verschiedenste Anwendungen wie Baumwolle, Schurwolle oder Mischungen mit synthetischen
Faserstoffen auch bei sehr hoher Kämmdrehzahl erzielen.
[0014] Mit Konfigurationsmaßnahmen gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12 ist die Kämmwirkung
der Zähne innerhalb der beiden Kammsegmentbereiche gezielt einstellbar.
[0015] Die Verwendung zahnloser Zwischenscheiben gemäß Anspruch 13 ermöglicht eine gezielte
Einstellung des freien Durchgangs zwischen axial benachbarten Zähnen und auch der
in axialer Richtung vorgesehenen Zahnanzahl.
[0016] Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. In dieser
zeigen:
- Fig. 1
- Eine Seitenansicht einer Kammgarnitur mit einem ersten und einem zweiten Kammsegmentbereich;
- Fig. 2
- eine zu der Fig. 1 ähnliche, vergrößerte Darstellung von Zähnen eines Kammsegments
zur Veranschaulichung von Parametern für Konfigurationsmaßnahmen;
- Fig. 3 bis 6
- Seitenansichten verschiedener Ausführungen eines Kammsegments für den zweiten Kammsegmentbereich;
und
- Fig. 7 bis 10
- Diagramme mit Darstellungen von Parametern für Konfigurationsmaßnahmen zur Veränderung
der Kämmwirkung der erfindungsgemäßen Kammgarnitur gegenüber dem Stand der Technik.
[0017] Eine in der Fig. 1 dargestellte Kammgarnitur 1 eines Kreiskamms einer textilen Kämmmaschine
umfasst einen ersten Kammsegmentbereich 2 und einen zweiten Kammsegmentbereich 3.
Die beiden Kammsegmentbereiche 2, 3 sind in einer Drehrichtung 4 einer nicht dargestellten
Kämmwalze hintereinander angeordnet und durch in Richtung einer Drehachse 4a der
[0018] Kämmwalze nebeneinander angeordnete Sägezahnstanzteile 5 mit sich von einem Fußteil
6 wegerstreckenden Zähnen 7 gebildet. Die Sägezahnstanzteile 5, werden auch als Zahnscheiben
oder Zahnblättchen bezeichnet. Es ist auch möglich, die Zahnscheiben aus Sägezahndraht
herzustellen.
[0019] Im Folgenden wird der Aufbau der Kammgarnitur in axialer Richtung, also in Richtung
der Drehachse 4a erläutert. Durch die Verwendung von Zwischenscheiben, die keine Zähne
und/oder verschiedene Dicken, d.h. Ausdehnungen entlang der Drehachse 4a, aufweisen
können, sind die aufgereihten Sägezahnstanzteile 5 axial, beabstandet zueinander positionierbar.
Diese Zwischenscheiben sind aber optional. Die Sägezahnstanzteile 5 können auch axial
unmittelbar aneinander angrenzend angeordnet sein. Insbesondere können die Sägezahnstanzteile
auch Absatzprägungen in axialer Richtung aufweisen, so dass die Sägezahnstanzteile
trotz einer aneinander angrenzenden Anordnung Zwischenabstände in axialer Richtung
aufweisen.
[0020] Der erste Kammsegmentbereich 2 umfasst vier Kammsegmente 8; es ist aber auch denkbar,
dass der erste Kammsegmentbereich 2 mehr oder weniger als vier Kammsegmente 8, mindestens
jedoch ein Kammsegment 8 aufweist. Der zweite Kammsegmentbereich 3 weist gemäß der
Darstellung in Fig. 1 genau ein Kammsegment 8 auf; es ist aber auch denkbar, dass
der zweite Kammsegmentbereich 3 mehrere Kammsegmente 8 umfasst.
[0021] Das Kammsegment 8 wird auch als Riegel bezeichnet, wobei der Riegel des zweiten Kammsegmentbereichs
3 als Endriegel bezeichnet ist, da er in Drehrichtung 4 gesehen an dem Ende 9 der
Kammgarnitur 1 angeordnet ist. Der zweite Kammsegmentbereich 3 bildet den in Drehrichtung
4 gesehenen Abschluss der Kammgarnitur 1. Es ist jedoch auch denkbar, dass in Drehrichtung
4 hinter dem zweiten Kammsegmentbereich 3 mindestens ein weiterer Kammsegmentbereich
angeordnet ist. An einem dem Ende 9 gegenüberliegenden Anfang 10 der Kammgarnitur
1 erfolgt der Eingriff des Kreiskamms in das zu kämmende Gut. Das am Anfang 10 angeordnete
Kammsegment 8 wird deshalb auch als Eingriffs-Kammsegment bezeichnet. Der Eingriff
des Kreiskamms in eine Kämmwatte und die anschließende Rotation des Kreiskamms in
Drehrichtung 4 stellen das Kämmen dar. Die Drehrichtung 4 wird deshalb auch als Kämmrichtung
und die dadurch hervorgerufene Wirkung auf die Kämmwatte als Kämmwirkung bezeichnet.
[0022] Bei der in Fig. 1 dargestellten Kammgarnitur 1 weist der erste Kammsegmentbereich
2 eine Konfiguration der Zähne 7 derart auf, dass die Kämmwirkung der Zähne 7 entgegen
der Drehrichtung 4 zunimmt. Die Zunahme der Kämmwirkung der Zähne 7 erfolgt durch
Konfigurationsmaßnahmen, die im Weiteren noch erläutert werden. Die Zähne 7 sind innerhalb
des zweiten Kammsegmentbereichs 3 derart konfiguriert, dass die Kämmwirkung innerhalb
des zweiten Kammsegmentbereichs 3 im Mittel geringer ist als an einem in Drehrichtung
4 gesehenen Ende 11 des ersten Kammsegmentbereichs 2. Die beiden Kammsegmentbereiche
2, 3 stoßen an einer gemeinsamen Grenze 12 aneinander. Es ist denkbar, dass sich die
Konfiguration der Zähne 7 an der Grenze 12 ändert. Es ist weiterhin möglich, dass
eine Änderung der Konfiguration der Zähne an einer anderen Stelle innerhalb zumindest
eines der beiden Kammsegmentbereiche 2, 3 erfolgt.
[0023] Die Kammgarnitur 1 wird mit den Fußteilen 6 der Kammsegmente 8 an der Kämmwalze befestigt.
Dazu weist jedes Fußteil 6 ein Verbindungselement 13 auf, das jeweils mit einem komplementär
dazu ausgebildeten Verbindungselement der Kämmwalze verbindend zusammenwirkt. Die
Verbindungselemente 13 können als Bohrungen, insbesondere als Durchgangsbohrungen,
aber auch als Nuten, insbesondere als schwalbenschwanzförmige Nuten, ausgebildet sein.
Alternativ kann die Kammgarnitur 1 mit den Fußteilen 6 der Kammsegmente 8 auf die
Kämmwalze geklebt sein.
[0024] Die in Fig. 1 dargestellte Kammgarnitur mit den fünf Kammsegmenten 8 erstreckt sich
über einen Garnitur-Umfangswinkel von 111 °, da sich dieser, insbesondere für das
Kämmen von Baumwolle, als vorteilhaft erwiesen hat. Darüber hinaus ermöglicht dieser
Garnitur-Umfangswinkel die Verbesserung der Fertigungsgenauigkeit der Kammsegmente
8, die jeweils einen identischen Segment-Umfangswinkel W aufweisen, so dass die Fußteile
6 der Kammsegmente 8 identisch sind. Die Kammsegmente können aber auch unterschiedlich
große Fußteile mit unterschiedlichen Segment-Umfangswinkeln W aufweisen. Es sind weiterhin
Kammgarnituren mit Garnitur-Umfangswinkeln von 78°, 87°, 90°, 98° und 112° denkbar.
Für das Kämmen von Schurwolle oder Mischungen mit synthetischen Fasern werden diese
oder abhängig von einem Maschinentyp auch andere Garnitur-Umfangswinkel verwendet.
Dabei hat sich ein Garnitur-Umfangswinkel in einem Bereich von 145°-220° als besonders
vorteilhaft herausgestellt.
[0025] Darüber hinaus ist es möglich, dass sich Fußteile von Kammsegmenten innerhalb eines
Kammsegmentbereiches unterscheiden.
[0026] Anhand des in Fig. 2 dargestellten vergrößerten Ausschnitts des Kammsegments 8 werden
folgende Parameter erläutert, durch deren Manipulation die Kämmwirkung der Zähne 7
beeinflusst werden kann.
[0027] Eine Zahnhöhe H ist festgelegt zwischen einer fiktiven Oberkante 14 eines Fußbereichs
6 und einer äußeren Hüllkurve 15 der Zahnspitzen 16 der Zähne 7. Ein Zahnabstand T
ist der Abstand zweier in der Drehrichtung 4 benachbarter Zähne 7. Der Zahnabstand
T wird auch als Zahnteilung bezeichnet. Ein Eingriffswinkel E wird von einer vorderen
Zahnflanke 17 und einer radialen Richtung R eingeschlossen. Ein freier Durchgang D
ist die freie Fläche zwischen zwei Zähnen 7 bzw. zwei Sägezahnstanzteilen 5, die innerhalb
eines Kammsegments 8 in Richtung der Drehachse 4a der Kämmwalze axial benachbart angeordnet
sind. Der freie Durchgang D ist in Fig. 2 nicht dargestellt, da er sich senkrecht
zu Zeichenebene erstreckt. Eine spezifische Spitzenzahl Z, auch Spitzendichte Z, kennzeichnet
einen Anteil einer Zylindermantelfläche des Kreiskamms, die in die Kämmwatte eingreift,
an der gesamten Zylindermantelfläche, die durch die Hüllkurve 15 vorgegeben ist. Die
Spitzendichte Z resultiert damit sowohl aus dem in Umfangsrichtung gemessenen Zahnabstand
T und einem entlang der Drehachse 4a gemessenen, axialen Zahnabstand, der aus einer
Ausdehnung des Sägezahnstanzteils 5 in axialer Richtung resultiert, als auch aus einer
Dicke einer Zwischenscheibe, die zwischen zwei Sägestanzteilen 5 angeordnet sein kann.
Die Spitzendichte Z ist also eine flächenbezogene Größe.
[0028] Für die Zunahme der Kämmwirkung der Zähne 7 des Kammsegments 8 ist mindestens eine
der Konfigurationsmaßnahmen wie eine Verringerung der Zahnhöhe H, Verringerung des
freien Durchgangs D zwischen zwei in Richtung der Drehachse 4a benachbarten Zähnen
7, Verringerung des Zahnabstandes T zwischen zwei in der Drehrichtung 4 benachbarten
Zähnen 7, Erhöhung des Zahneingriffswinkels E sowie Erhöhung der Spitzendichte Z umzusetzen.
[0029] In analoger Weise wird durch mindestens eine der Konfigurationsmaßnahmen wie Erhöhung
der Zahnhöhe H, Erhöhung des freien Durchgangs D, Erhöhung des Zahnabstandes T, Verringerung
des Zahneingriffswinkels E und Verringerung der Spitzendichte Z eine verringerte Kämmwirkung
der Zähne 7 des Kammsegments 8 erzielt.
[0030] Es ist auch möglich, den freien Durchgang D konstant zu halten und durch mindestens
eine der oben genannten Konfigurationsmaßnahmen eine verringerte Kämmwirkung der Zähne
7 des Kammsegments zu bewirken.
[0031] Als besonders vorteilhaft hat sich weiterhin herausgestellt, dass eine Veränderung
von mindestens zwei der oben aufgeführten Parameter eine verringerte Kämmwirkung bewirkt,
wobei mit einer derartigen Kammgarnitur besonders gute Kämmergebnisse erzielt werden.
[0032] Durch entsprechende Konfigurationsmaßnahmen für die erfindungsgemäße Kammgarnitur
1 wird erreicht, dass die Kämmwirkung der Zähne 7 entgegen der Drehrichtung 4 innerhalb
des ersten Kammsegmentbereichs 2 zunimmt und innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs
3 zumindest geringer ist als an dem in der Drehrichtung gesehen Ende 11 des ersten
Kammsegmentbereichs 2 (vgl. Fig. 1). Es ist weiterhin möglich, die Zähne 7 innerhalb
des zweiten Kammsegmentbereichs 3 derart zu konfigurieren, dass die Kämmwirkung der
Zähne 7 entgegen der Drehrichtung 4 abnimmt. Dies ist auch dann möglich, wenn der
zweite Kammsegmentbereich 3 nur ein einziges Kammsegment 8 umfasst, also die Kämmwirkung
innerhalb des Kammsegments 8 durch eine sich in der Drehrichtung 4 ändernde Konfiguration
der Zähne 7 erreicht wird. Innerhalb eines Kammsegmentbereichs 2, 3 kann also entweder
eine stufenweise Änderung der Kämmwirkung durch Verwendung von Kammsegmenten 8 mit
sich unterscheidenden Kämmwirkungen oder eine stufenlose, kontinuierliche Änderung
der Kämmwirkung durch Verwendung von Kammsegmenten 8 mit einer sich ändernden Kämmwirkung
innerhalb des Kammsegments 8 erzielt werden. Bei geeigneter Kombination der Kammsegmentbereiche
2, 3 ist eine kontinuierliche Änderung der Kämmwirkung innerhalb der Kammgarnitur
1 denkbar.
[0033] Die Fig. 3 bis 6 zeigen Ausführungsbeispiele eines Kammsegments 8 für den zweiten
Kammsegmentbereich 3, also eines Endriegels, da durch die gezeigten Konfigurationsmaßnahmen
eine verringerte Kämmwirkung innerhalb des Kammsegments 8 erreicht wird.
[0034] In Fig. 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Kammsegments 8 dargestellt. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 erläutert
wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0035] Das Kammsegment 8 weist einen ersten Kammsegmentteil 18 und einen zweiten Kammsegmentteil
19 auf, die in der Drehrichtung 4 hintereinander angeordnet und einstückig miteinander
verbunden sind. Die Zähne 7 innerhalb des ersten Kammsegmentteils 18 weisen einen
ersten Zahneingriffswinkel E1 und die Zähne 7 innerhalb des zweiten Kammsegmentteils
19 einen zweiten Zahneingriffswinkel E2 auf, wobei E1 > E2 gilt. Also ist die Kämmwirkung
innerhalb des ersten Kammsegmentteils 18 gegenüber der des zweiten Kammsegmentteils
19 erhöht. Es ist denkbar, dass die Verringerung des Zahneingriffswinkels E von E1
entgegen der Drehrichtung 4 zu E2 nicht durch einen einzigen Stufenübergang innerhalb
des Kammsegments von dem ersten Kammsegmentteil 18 auf den zweiten Kammsegmentteil
19, sondern in mehreren Stufen oder kontinuierlich erfolgt. In diesem Fall weist das
Kammsegment 8 zusätzliche Kammsegmentteile auf. In Umfangsrichtung der Kämmwalze hat
der erste Kammsegmentteil 18 eine Länge L1 und der zweite Kammsegmentteil 19 eine
Länge L2 auf, wobei L1 > L2 gilt, insbesondere L1 = 2 x L2. Es ist auch möglich, andere
Unterteilungen des Kammsegments 8 derart zu gestalten, dass gilt L1 = L2 oder L1 <
L2.
[0036] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kammsegments 8. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 erläutert
wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0037] Bei diesem Ausführungsbeispiel des Kammsegments 8 sind innerhalb des ersten Kammsegmentteils
18 sowohl der Zahnabstand T1 als auch die Zahnhöhe H1 gegenüber den korrespondierenden
Werten des zweiten Kammsegmentteils 19 T2, H2 reduziert. Die Übergänge der Zahnhöhe
H und des Zahnabstands T erfolgen jeweils an der Grenze zwischen dem ersten Kammsegmentteil
18 und dem zweiten Kammsegmentteil 19. Es ist auch denkbar, dass die Änderung der
Zahnhöhe H und die Änderung des Zahnabstands T nicht an ein und derselben Stelle erfolgen,
so dass das Kammsegment 8 weitere Kammsegmentteile aufweist, wobei der Übergang von
T1 auf T2 und/oder von H1 auf H2 entgegen der Drehrichtung 4 innerhalb des Kammsegments
8 in mehreren Stufen und/oder kontinuierlich erfolgt.
[0038] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kammsegments 8. Komponenten,
die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 erläutert
wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0039] Das Kammsegment 8 zeigt eine Kombination der in den Figuren 3 und 4 gezeigten Konfigurationsmaßnahmen.
Gegenüber dem ersten Kammsegmentteil 18 mit der Zahnhöhe H1, dem Zahnabstand T1 und
dem Zahneingriffswinkel E1 weist der zweite Kammsegmentteil 19 eine erhöhte Zahnhöhe
H2, einen erhöhten Zahnabstand T2 sowie einen verringerten Zahneingriffswinkel E2
auf, so dass in dem zweiten Kammsegmentteil 19 die Kämmwirkung der Zähne 7 gegenüber
dem ersten Kammsegmentteil 18 reduziert ist. Es ist denkbar, dass die Änderungen der
Zahnhöhe H, des Zahnabstands T und des Zahneingriffswinkels E nicht an ein und derselben
Stelle im Kammsegment 8 erfolgt, so dass weitere Kammsegmentteile resultieren. Es
ist auch möglich, dass eine Änderung jeweils eines der genannten Parameter innerhalb
des Kammsegments 8 in mehreren Stufen oder kontinuierlich erfolgt.
[0040] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführung eines Kammsegments 8. Komponenten, die denjenigen
entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 5 erläutert wurden,
tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0041] Innerhalb des ersten Kammsegmentteils 18 des Kammsegments 8 sind die Zähne 7 derart
konfiguriert, dass die Zahnhöhe H1, der Zahnabstand T1, der Zahneingriffswinkel E1
und die nicht dargestellte Spitzendichte Z1 konstant sind. Innerhalb des zweiten Kammsegmentteils
19 erfolgt eine kontinuierliche Erhöhung der Zahnhöhe H und des Zahnabstands T sowie
eine Verringerung des Zahneingriffswinkels E und der Spitzendichte Z hin zu den Werten
H2, T2, E2 und Z2 an einem in der Drehrichtung 4 angeordneten Ende 20 des zweiten
Kammsegmentteils 19. Der kontinuierliche Übergang von den Parametern H1, T1, E1 und
Z1 an einem in der Drehrichtung 4 gesehenen Ende des ersten Kammsegmentteils 18 auf
die Endgrößen der Parameter H2, T2, E2 und Z2 an dem Ende 20 erfolgt über mehrere
Zwischenstufen Hi, Ti, Ei und Zi, von denen eine Zwischenstufe in Fig. 6 exemplarisch
dargestellt ist. Der Zusatz ist "i" als Zählparameter zu verstehen. Der Übergang der
Parameter von beispielsweise H1 über Hi auf H2 erfolgt vorzugsweise streng monoton.
Dies gilt gleichermaßen für die Parameter T, E und Z. Jedoch kann der Übergang auch
nicht monoton erfolgen.
[0042] In den Fig. 7 bis 10 sind die Parameter Zahneingriffswinkel E, Zahnhöhe H, Zahnabstand
T und Spitzendichte Z in Diagrammen in Abhängigkeit eines Umfangswinkels für ein weiteres
Ausführungsbeispiel einer Kammgarnitur, die sich über eine Garnitur-Umfangswinkel
von 90° erstreckt, dargestellt. Dabei werden die genannten Parameter für eine Kammgarnitur
gemäß der
EP 1 083 250 B1 durch die Kurve 21, eine Kammgarnitur gemäß der
EP 1 341 952 B1 durch die Kurve 22 und die erfindungsgemäße Kammgarnitur durch die Kurve 23 vergleichend
dargestellt.
[0043] Den Diagrammen der Fig. 7 und 10 ist gleichermaßen zu entnehmen, dass im Anschluss
an eine stetige Zunahme des Zahneingriffswinkels E und der Spitzendichte Z innerhalb
des ersten Kammsegmentbereichs eine Reduzierung der Werte für E und Z im Endriegel
bei einem Umfangswinkel von mindestens 63° erfolgt. Der Zahneingriffswinkel E hat
im Endriegel in etwa den gleichen Wert an wie am Anfang der Kammgarnitur in Drehrichtung.
Der Zahneingriffswinkel E kann im Endriegel aber auch größer sein, insbesondere 50
% größer als der Wert am Anfang der Kammgarnitur in Drehrichtung. Die Spitzendichte
Z ist gemäß Fig. 10 im Endriegel auf etwa 50 % der Spitzendichte am Ende des ersten
Kammsegmentbereichs in der Drehrichtung reduziert. Entsprechend kann den Diagrammen
in den Fig. 8 und 9 entnommen werden, dass die Zahnhöhe H und der Zahnabstand T nach
einer Verringerung gegenüber deren Werten im Endriegel innerhalb des ersten Kammsegmentbereichs
eine Erhöhung der Werte im Endriegel bei einem Umfangswinkel mindestens 76,5° erfolgt.
Die Zahnhöhe H nimmt im Endriegel den Ausgangswert der Zahnhöhe H am Anfang der Kammgarnitur
an, nachdem der Wert am Anfang des Endriegels um etwa 30% gegenüber dem Ausgangswert
reduziert worden ist. Der Wert der Zahnhöhe H im Endriegel kann aber auch ober- oder
unterhalb des Ausgangswerts liegen. Der Zahnabstand T wird im Endriegel gegenüber
einem Wert am Ende des ersten Kammsegmentbereichs entgegen der Drehrichtung, wo ein
kleinster Wert des Zahnabstands innerhalb der Kammgarnitur vorliegt, etwa verdoppelt.
[0044] Bei der Kammgarnitur, deren Parameter in den Fig. 7 bis 10 dargestellt sind, wird
der freie Durchgang D zur Verringerung der Kämmwirkung der Zähne innerhalb des Endriegels
nicht erhöht. D bleibt für die gezeigten Diagramme entlang der Kammgarnitur konstant.
Es ist aber auch möglich den freien Durchgang D entlang der Kammgarnitur variabel
zu gestalten, indem beispielsweise am ersten Riegel am Anfang der Kammgarnitur ein
großer Wert für den freien Durchgang D gewählt wird. Entgegen der Drehrichtung 4 wird
der freie Durchgang D dann kontinuierlich reduziert, wobei der freie Durchgang im
Bereich des Endriegels auch wieder ansteigen kann.
[0045] Die Kurven 23 der Parameter E, Z, H und T in den Fig. 7 bis 10 zeigen weiterhin,
dass bei der erfindungsgemäßen Kammgarnitur die Parameter innerhalb des ersten Kammsegments
kontinuierlich entlang des Garnitur-Umfangswinkels geändert werden, so dass ein kontinuierlicher,
harmonischer Übergang der Kämmwirkung zwischen den Kammsegmenten gewährleistet ist.
Im Gegensatz dazu zeigt die Kurve 21 der aus dem Stand der Technik bekannten Kammgarnitur
einen stufenweisen oder treppenförmigen Verlauf der Parameter durch deren sprunghafte
Übergänge zwischen den Kammsegmenten.
[0046] Weiterhin zeigt die erfindungsgemäße Kammgarnitur im ersten Kammsegmentbereich eine
erhöhte Kämmwirkung gegenüber bekannten Kammgarnituren. Die erhöhte Kämmwirkung basiert
insbesondere auf einer Erhöhung des Zahneingriffswinkels E um etwa 20 % bis 50 % sowie
auf einer Erhöhung der Spitzendichte Z um etwa 10 % bis 30 % im Vergleich zu den Kammgarnituren
gemäß der
EP 1 083 250 B1 und der
EP 1 341 952 B1. Jedoch wird diese erhöhte Kämmwirkung erst durch die anschließende, oben beschriebene
Reduzierung der Kämmwirkung im Endriegel ermöglicht, die einen sanften Übergang des
zu kämmenden Guts von dem Kämm- zu dem nachfolgenden Lötprozess gewährleistet. Eine
unverändert hohe Kämmwirkung am Endriegel würde zu Fehlern bei dem Lötprozess und
damit zu fehlerhaftem Garn führen.
[0047] Also erlaubt die Verringerung der Kämmwirkung am Endriegel der erfindungsgemäßen
Kammgarnitur höhere Maximalwerte der Kämmwirkung innerhalb des ersten Kammsegmentbereichs
gegenüber dem Stand der Technik, so dass die integrale Kämmwirkung der erfindungsgemäßen
Kammgarnitur trotz der reduzierten Kämmwirkung am Endriegel mit den integralen Kämmwirkungen
der aus dem Stand der Technik bekannten Kammgarnituren vergleichbar ist, wobei aber
erheblich höhere Drehzahlen des Kreiskamms von beispielsweise mehr als 500 Kämmzyklen
pro Minute möglich sind. Bei entsprechender Gestaltung der erfindungsgemäßen Kammgarnitur
kann eine integrale Kämmwirkung erzielt werden, die größer ist als die der aus dem
Stand der Technik bekannten Kammgarnituren.
1. Kammgarnitur (1) für eine um eine Drehachse (4a) drehbare Kämmwalze einer Textilmaschine,
insbesondere einer Kämmmaschine und insbesondere für einen Kreiskamm,
a) umfassend mindestens einen ersten und einen zweiten Kammsegmentbereich (2, 3),
die in einer Drehrichtung (4) der Kämmwalze gesehen hintereinander angeordnet und
durch in Richtung der Drehachse (4a) nebeneinander angeordnete Sägezahnstanzteile
(5) mit sich von einem Fußteil (6) wegerstreckenden Zähnen (7) gebildet sind,
b) wobei sich eine Konfiguration der Zähne (7) innerhalb des ersten Kammsegmentbereichs
(2) so ändert, dass die Kämmwirkung der Zähne (7) entgegen der Drehrichtung (4) zunimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) die Zähne (7) innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs (3) so konfiguriert sind,
dass die Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs (3) geringer ist als
am entgegen der Drehrichtung (4) gesehenen Ende (11) des ersten Kammsegmentbereichs
(2) und
d) sich eine Konfiguration der Zähne (7) innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs
(3) so ändert, dass die Kämmwirkung der Zähne (7) entgegen der Drehrichtung (4) abnimmt,
e) wobei zumindest eine der Konfigurationsmaßnahmen von
- Erhöhung einer Zahnhöhe (H),
- Erhöhung eines freien Durchgangs (D) zwischen zwei in Richtung der Drehachse (4a)
benachbarten Zähnen (7),
- Erhöhung eines Zahnabstands (T) zwischen zwei in Drehrichtung (4) benachbarten Zähnen
(7),
- Verringerung eines Zahneingriffswinkels (E) und
- Verringerung einer Spitzendichte (Z)
vorgesehen ist, um die verglichen mit dem Ende des ersten Kammsegmentbereichs (2)
verringerte Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs (3) zu erreichen.
2. Kammgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Konfiguration der Zähne (7) an einer Grenze (12) zwischen dem ersten und
dem zweiten Kammsegmentbereich (2, 3) ändert.
3. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kammsegmentbereich (2) mehrere Kammsegmente (8) umfasst.
4. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kammsegmentbereich (3) nur ein einziges Kammsegment (8) umfasst.
5. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Kammsegmentbereich (2, 3) insgesamt mehrere Kammsegmente
umfassen und sich alle Kammsegmente (8) jeweils über einen gleich großen Segment-Umfangswinkel
(W) erstrecken.
6. Kammgarnitur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kammsegment (8) einen ersten Kammsegmentteil (18) und einen in Drehrichtung (4)
hinter dem ersten Kammsegmentteil (18) angeordneten zweiten Kammsegmentteil (19) aufweist,
wobei die Kämmwirkung innerhalb des ersten Kammsegmentteils (18) gegenüber der des
zweiten Kammsegmentteils (19) erhöht ist.
7. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kammsegmentbereich (3) einen entgegen der Drehrichtung (4) gesehenen Abschluss
der Kammgarnitur bildet.
8. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste und der zweite Kammsegmentbereich (2, 3) gemeinsam über einen Garnitur-Umfangswinkel
aus dem Bereich zwischen 75° und 115° erstrecken.
9. Kammgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste und der zweite Kammsegmentbereich (2, 3) gemeinsam über einen Garnitur-Umfangswinkel
aus dem Bereich zwischen 145° und 220° erstrecken.
10. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Konfigurationsmaßnahmen von
- Verringerung einer Zahnhöhe (H),
- Verringerung eines freien Durchgangs (D) zwischen zwei in Richtung der Drehachse
(4a) benachbarten Zähnen (7),
- Verringerung eines Zahnabstands (T) zwischen zwei in Drehrichtung (4) benachbarten
Zähnen (7),
- Erhöhung eines Zahneingriffswinkels (E) und
- Erhöhung einer Spitzendichte (Z)
vorgesehen ist, um die Zunahme der Kämmwirkung der Zähne (7) innerhalb des ersten
Kammsegmentbereichs (2) entgegen der Drehrichtung (4) zu erreichen.
11. Kammgarnitur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei der Konfigurationsmaßnahmen von
- Erhöhung einer Zahnhöhe (H),
- Erhöhung eines freien Durchgangs (D) zwischen zwei in Richtung der Drehachse (4a)
benachbarten Zähnen (7),
- Erhöhung eines Zahnabstands (T) zwischen zwei in Drehrichtung (4) benachbarten Zähnen
(7),
- Verringerung eines Zahneingriffswinkels (E) und
- Verringerung einer Spitzendichte (Z)
vorgesehen sind, um die verglichen mit dem Ende des ersten Kammsegmentbereichs (2)
verringerte Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs (3) zu erreichen.
12. Kammgarnitur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Konfigurationsmaßnahmen von
- Erhöhung einer Zahnhöhe (H),
- Erhöhung eines Zahnabstands (T) zwischen zwei in Drehrichtung (4) benachbarten Zähnen
(7),
- Verringerung eines Zahneingriffswinkels (E) und
- Verringerung einer Spitzendichte (Z)
vorgesehen ist, um die verglichen mit dem Ende des ersten Kammsegmentbereichs (2)
verringerte Kämmwirkung innerhalb des zweiten Kammsegmentbereichs (3) zu erreichen.
13. Kammgarnitur nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei axial benachbart angeordneten Sägezahnstanzteilen (5) eine Zwischenscheibe
ohne Zahn vorgesehen ist.
1. Comb clothing (1) for a combing roller, which can be rotated about a rotational axis
(4a), of a textile machine, in particular a combing machine, and in particular for
a circular comb,
a) comprising at least a first and a second comb segment region (2, 3), which are
arranged one behind the other, viewed in a rotational direction (4) of the combing
roller, and are formed by sawtooth stamped parts (5), which are arranged next to one
another in the direction of the rotational axis (4a), with teeth (7) extending away
from a foot part (6),
b) wherein a configuration of the teeth (7) within the first comb segment region (2)
changes in such a way that the combing effect of the teeth (7) increases counter to
the rotational direction (4) characterised in that
c) the teeth (7) within the second comb segment region (3) are configured in such
a way that the combing effect within the second comb segment region (3) is less than
at the end (11), viewed counter to the rotational direction (4), of the first comb
segment region (2) and
d) a configuration of the teeth (7) within the second comb segment region (3) changes
in such a way that the combing effect of the teeth (7) decreases counter to the rotational
direction (4),
e) wherein at least one of the configuration measures of
- increasing a tooth height (H),
- increasing a free passage (D) between two teeth (7) that are adjacent in the direction
of the rotational axis (4a),
- increasing a tooth spacing (T) between two teeth (7) that are adjacent in the rotational
direction (4),
- reducing a tooth engagement angle (E) and
- reducing a tip density (Z)
is provided in order to achieve the combing effect, which is reduced compared with
the end of the first comb segment region (2), within the second comb segment region
(3).
2. Comb clothing according to claim 1, characterised in that a configuration of the teeth (7) changes at a border (12) between the first and the
second comb segment region (2, 3).
3. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that the first comb segment region (2) comprises a plurality of comb segments (8).
4. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that the second comb segment region (3) comprises only a single comb segment (8).
5. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that the first and the second comb segment region (2, 3) comprise in total a plurality
of comb segments and all the comb segments (8) in each case extend over a segment
peripheral angle (W) of equal size.
6. Comb clothing according to claim 4, characterised in that the comb segment (8) has a first comb segment part (18) and a second comb segment
part (19) arranged behind the first comb segment part (18) in the rotational direction
(4), the combing effect being increased within the first comb segment part (18) compared
to that of the second comb segment part (19).
7. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that the second comb segment region (3) forms a termination of the comb clothing, viewed
counter to the rotational direction (4).
8. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that the first and the second comb segment region (2, 3) together extend over a clothing
peripheral angle from the range between 75° and 115°.
9. Comb clothing according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the first and the second comb segment region (2, 3) together extend over a clothing
peripheral angle from the range between 145° and 220°.
10. Comb clothing according to any one of the preceding claims,
characterised in that at least one of the configuration measures of
- reducing a tooth height (H),
- reducing a free passage (D) between two teeth (7) that are adjacent in the direction
of the rotational axis (4a),
- reducing a tooth spacing (T) between two teeth (7) that are adjacent in the rotational
direction (4),
- increasing a tooth engagement angle (E) and
- increasing a tip density (Z)
is provided in order to achieve the increase in the combing effect of the teeth (7)
within the first comb segment region (2) counter to the rotational direction (4).
11. Comb clothing according to claim 1,
characterised in that at least two of the configuration measures of
- increasing a tooth height (H),
- increasing a free passage (D) between two teeth (7) that are adjacent in the direction
of the rotational axis (4a),
- increasing a tooth spacing (T) between two teeth (7) that are adjacent in the rotational
direction (4),
- reducing a tooth engagement angle (E) and
- reducing a tip density (Z)
are provided in order to achieve the reduced combing effect compared with the end
of the first comb segment region (2), within the second comb segment region (3).
12. Comb clothing according to claim 1,
characterised in that at least one of the configuration measures of
- increasing a tooth height (H),
- increasing a tooth spacing (T) between two teeth (7) that are adjacent in the rotational
direction (4),
- reducing a tooth engagement angle (E) and
- reducing a tip density (Z)
is provided in order to achieve the combing effect, which is reduced compared to the
end of the first comb segment region (2), within the second comb segment region (3).
13. Comb clothing according to any one of the preceding claims, characterised in that an intermediate disc without a tooth is provided between two axially adjacently arranged
sawtooth stamped parts (5).
1. Garniture de peigne (1), en particulier d'un peigne circulaire pour un cylindre de
peignage d'une machine textile, notamment d'une peigneuse, et pouvant tourner autour
d'un axe de rotation (4a),
a) ladite garniture de peigne comprend au moins une première et une deuxième zones
de segments de peigne (2, 3) agencés les uns derrière les autres du point de vue du
sens de rotation (4) du cylindre peigneur. Ces segments sont formés de pièces estampées
en dents de scie (5) qui sont disposées de manière adjacente les uns aux autres dans
la direction de l'axe de rotation (4a) et qui sont munies de dents (7) s'étendant
à partir d'une partie de base (6).
b) une configuration des dents (7) situées à l'intérieur de la première zone de segments
de peigne (2) qui varie de sorte que l'action de peignage opposée au sens de rotation
(4) des dents (7) augmente,
Caractérisé en ce que :
c) les dents (7) situées dans la deuxième zone de segments de peigne (3) sont configurées
de sorte que l'action de peignage dans la deuxième zone de segments de peigne (3)
soit moins forte que celle exercée à l'extrémité (11) opposée au sens de rotation
(4) de la première zone de segments de peigne (2) et
d) une configuration des dents (7) situées dans la deuxième zone de segments de peigne
(3) varie de sorte que l'action de peignage opposée au sens de rotation (4) des dents
(7) diminue,
e) au moins l'une des mesures de configurations suivantes est à prévoir :
- augmentation d'une hauteur de dent (H),
- augmentation d'un passage libre (D) séparant deux dents adjacentes (7) en direction
de l'axe de rotation (4a),
- augmentation d'un espace (T) séparant deux dents adjacentes (7) par rapport au sens
de rotation (4),
- réduction d'un angle d'engrènement (E) de dent
et
- réduction d'une densité des pointes (Z) afin d'obtenir la diminution de l'action
de peigne dans la deuxième zone de segments de peigne (3) par rapport à celle de l'extrémité
de la première zone de segments de peigne (2).
2. Garniture de peigne selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'une configuration des dents (7) change à une extrémité (12) entre la première et la
deuxième zones de segments de peigne (2, 3).
3. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la première zone de segments de peigne (2) comprend plusieurs segments de peigne
(8).
4. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la deuxième zone de segments de peigne (3) ne comprend qu'un seul segment de peigne
(8).
5. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la première et deuxième zones de segments de peigne (2, 3) comprennent ensemble plusieurs
segments de peigne, s'étendant chacun (8) sur un angle circonférentiel (W) se segment
de même valeur.
6. Garniture de peigne selon la revendication 4, caractérisée par le fait que le segment de peigne (8) est composé d'une première partie (18) et d'une deuxième
partie (19) agencée par rapport au sens de rotation (4) derrière la première partie
(18) du segment, l'action du peignage dans la première partie (18) étant plus forte
que celle dans la deuxième partie su segment(19).
7. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la deuxième zone de segments de peigne (3) forme une extrémité de la garniture de
peigne dans la direction opposée au sens de rotation (4).
8. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la première et deuxième zones de segments de peigne (2, 3) s'étendent ensemble sur
un angle circonférentiel de garniture se situant entre 75° et 115°.
9. Garniture de peigne selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que la première et deuxième zones de segments de peigne (2, 3) s'étendent ensemble sur
un angle circonférentiel de garniture se situant entre 145° et 220°.
10. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait qu'au moins l'une des mesures de configuration suivantes est à assurer :
- réduction d'une hauteur de dent (H),
- réduction d'un passage libre (D) séparant deux dents adjacentes (7) en direction
de l'axe de rotation (4a),
- réduction d'un espace (T) séparant deux dents adjacentes (7) par rapport au sens
de rotation (4),
- augmentation d'un angle d'engrènement (E) de dent
et
- augmentation d'une densité des pointes (Z) afin d'obtenir l'augmentation de l'action
de peignage des dents (7), opposée au sens de rotation (4), dans la première zone
de segments de peigne (2).
11. Garniture de peigne selon la revendication 1,
caractérisée par le fait qu'au moins deux des mesures de configuration suivantes sont prévues:
- augmentation d'une hauteur de dent (H),
- augmentation d'un passage libre (D) séparant deux dents adjacentes (7) en direction
de l'axe de rotation (4a),
- augmentation d'un espace (T) séparant deux dents adjacentes (7) par rapport au sens
de rotation (4),
- réduction d'un angle d'engrènement (E) de dent
et
- réduction d'une densité des pointes (Z) afin d'obtenir la diminution de l'action
de peigage dans la deuxième zone de segments de peigne (3) par rapport à celle de
l'extrémité de la première zone de segments de peigne (2).
12. Garniture de peigne selon la revendication 1,
caractérisée par le fait qu'au moins l'une des mesures de configuration suivantes est à assurer :
- augmentation d'une hauteur de dent (H),
- augmentation d'un espace (T) séparant deux dents adjacentes (7) par rapport au sens
de rotation (4),
- réduction d'un angle d'engrènement (E) de dent
et
- réduction d'une densité des pointes (Z) afin d'obtenir la diminution de l'action
de peignage dans la deuxième zone de segments de peigne (3) par rapport à celle de
l'extrémité de la première zone de segments de peigne (2).
13. Garniture de peigne selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait qu'une rondelle sans dent est placée entre les pièces, estampées en dent de scie (5)
qui sont axialement adjacentes.