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EP 2 453 083 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2017 Patentblatt 2017/37 |
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Anmeldetag: 02.11.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Elektronischer Sperrmechanismus
Electronic blocking mechanism
Mécanisme de blocage électronique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
16.11.2010 DE 102010043965
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2012 Patentblatt 2012/20 |
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Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Pape, Peter
59192 Bergkamen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 148 189 WO-A2-2005/033446
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EP-A2- 2 017 410 US-A1- 2007 241 859
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektronischen Sperrmechanismus für einen in einem Gehäuse
beweglichen Kern, insbesondere eines Schließzylinders eines Einsteckschlosses, mit
einer einen elektrisch ansteuerbaren Aktor aufweisenden Sperreinrichtung, mit einer
Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Aktors und mit einer die Bewegung des Kerns
erfassenden Erfassungseinrichtung, wobei die Erfassungseinrichtung zur Erzeugung von
unterschiedlichen Signalen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des Kerns ausgebildet
ist.
[0002] Aus der
WO 2005/033446 A2 ist ein Schließzylinder bekannt geworden, bei dem ein Gyroskop eingesetzt ist, um
Bewegungen des Kerns zu erkennen. Das verwendete Gyroskop erfasst Rotationen und Beschleunigungen
des Kerns.
[0003] Ein solcher elektronischer Sperrmechanismus ist beispielsweise aus der
EP 2 017 410 A2 bekannt. Die Erfassungseinrichtung erfasst eine Öffnungsbetätigung des Sperrmechanismus
und liefert ein Signal, welches zur Aktivierung der Steuereinrichtung verwendet wird.
Die Öffnungsbetätigung kann beispielsweise das Einführen eines Schlüssels in einen
Schließkanal des Schließzylinders oder die anfängliche Drehung des Kerns sein. Wird
die Öffnungsbetätigung erkannt, erfolgt die Aktivierung der Steuereinrichtung und
das Auslesen eines Codes eines auf dem Schlüssel oder einer Karte angeordneten Transponders.
Hierdurch wird der Energieverbrauch der Steuereinrichtung besonders gering gehalten.
Ein Nachweis, ob nach der Öffnungsbetätigung der Schließzylinder auch tatsächlich
betätigt wird oder ob es sich um einen Manipulationsversuch handelt, ist nicht vorgesehen.
[0004] Zur Erhöhung der Sicherheit des Schließzylinders gegen eine Manipulation ist es jedoch
von Vorteil zu erfassen, wann und wie der Schließzylinder angesteuert wird. Nach dieser
Erfassung der Ansteuerung des Schließzylinders können gegebenenfalls Abwehrmechanismen
gestartet werden.
[0005] Man könnte daran denken, die bekannte Erfassung der Öffnungsbetätigung abzuspeichern.
Dies würde jedoch nur unwesentlich zur Erhöhung der Manipulationssicherheit des Sperrmechanismus
beitragen.
[0006] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Möglichkeiten zur Erfassung eines Manipulationsversuches
am Sperrmechanismus der eingangs genannten Art zu erhöhen.
[0007] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Erfassungseinrichtung
ein bei der Drehung des Kerns betätigbares Potentiometer hat, dass das Potentiometer
der Erfassungseinrichtung eine bei einer Drehung des Kerns verformende Piezofolie
oder Folienpotentiometer hat, dass der Kern oder das Gehäuse eine von der Piezofolie
abgedeckte Nut aufweist und dass in dem gegenüberstehenden Bauteil des Gehäuses oder
des Kerns ein Vorspannelement zur Verformung der Piezofolie angeordnet ist, so dass
durch die um den Kern umlaufende Anordnung der Nut und der Abmessung der Piezofolie
der Erfassungseinrichtung die Erzeugung unterschiedlicher Signale in Abhängigkeit
von der Drehrichtung des Kerns ermöglicht.
[0008] Durch diese Gestaltung kann erfasst werden, ob der erfindungsgemäße Sperrmechanismus
in Schließrichtung oder in Öffnungsrichtung angesteuert werden soll. Damit können
neben der vorgesehenen Öffnungsbetätigung auch die Schließvorgänge selbst erfasst
werden. Mögliche Abwehrmaßnahmen gegen eine unberechtigte Manipulation lassen sich
dank der Erfindung auf Entriegelungsversuche beschränken. Die Erfassungseinrichtung
gestaltet sich konstruktiv besonders einfach, weil die Erfassungseinrichtung ein bei
der Drehung des Kerns betätigbares Potentiometer hat. Als Potentiometer kann nahezu
jedes Bauteil dienen, welches elektrische Signale in Abhängigkeit von seiner Stellung
liefert, wie mehrere in einer Reihe angeordnete Schalter, ein Drehkondensator, eine
verstellbare Induktivität, eine Widerstandsschleifbahn oder dergleichen. Die Signale
zur Erfassung der Bewegungsrichtung des Kerns lassen sich ausschließlich durch die
Bewegung des Kerns erzeugen, weil das Potentiometer der Erfassungseinrichtung eine
bei einer Drehung des Kerns verformende Piezofolie hat. Eine ständige Versorgung des
Potentiometers mit elektrischem Strom lässt sich hierdurch vermeiden, weil Piezofolien
bei ihrer Verformung selbständig Signale liefern. Durch diese Gestaltung weist der
erfindungsgemäße Sperrmechanismus einen besonders geringen Stromverbrauch aus. Der
bauliche Aufwand zur Verformung der Piezofolie in Abhängigkeit von der Drehstellung
des Kerns lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besonders gering halten, weil der Kern oder das Gehäuse eine von der Piezofolie abgedeckte
Nut aufweist und wenn in dem gegenüberstehenden Bauteil des Gehäuses oder des Kerns
ein Vorspannelement zur Verformung der Piezofolie angeordnet ist.
[0009] Öffnungs- und Schließvorgänge des erfindungsgemäßen Sperrmechanismus lassen sich
einfach protokollieren, wenn die Steuereinrichtung mit einem Speicher zur Abspeicherung
der Drehrichtung des Kerns in Verbindung mit einem die Steuereinrichtung ansteuernden
Signal oder Code ausgebildet ist. Ein unberechtigter Entriegelungsversuch des Sperrmechanismus
lässt sich hierdurch erkennen und protokollieren. Weiterhin lassen sich bei einem
unberechtigten Entriegelungsversuch Gegenreaktionen wie beispielsweise die Auslösung
eines Alarms einleiten. Damit trägt die erfindungsgemäße Gestaltung des erfindungsgemäßen
Sperrmechanismus zur Abwehr von Manipulationsversuchen bei.
[0010] Eine ständige Verformung der Piezofolie lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn das Vorspannelement beweglich
gegen die Piezofolie geführt ist.
[0011] Die Erzeugung der für die Verformung erforderlichen Kraft lässt sich gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach einstellen, wenn das Vorspannelement
ein Federelement zu seiner Vorspannung gegen die Piezofolie hat.
[0012] Der Verbrauch des erfindungsgemäßen elektronischen Sperrmechanismus an elektrischer
Energie lässt sich besonders gering halten, wenn die Erfassungseinrichtung zur Aktivierung
der Steuereinrichtung bei einer Einführung eines Schlüssels oder einer anfänglichen
Bewegung des Kerns ausgebildet ist. Hierdurch hat die Steuereinrichtung eine so genannte
Weckschaltung, welche bewirkt, dass die Steuereinrichtung im Grundzustand in einem
energiesparenden Modus gehalten wird. Erst wenn der elektronische Sperrmechanismus
durch das Einführen eines Schlüssels oder das anfängliche Bewegen des Kerns angesteuert
werden soll, wird die Steuereinrichtung aktiviert und erfasst beispielsweise Signale
eines Transponderschlüssels. Eine solche Aktivierung ist beispielsweise in der
EP 2 017 410 A2 ausführlich beschrieben, so dass zur Offenbarung der Aktivierung des Sperrmechanismus
ausdrücklich auf diese Schrift verwiesen wird.
[0013] Die Aktivierung der Steuereinrichtung bei einem Einführen des Schlüssels gestaltet
sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders
einfach, wenn das Vorspannelement mit einem der Piezofolie abgewandten Ende in einen
Schließkanal des Kerns hineinragt. Durch diese Gestaltung wird zudem sichergestellt,
dass die Steuereinrichtung und damit das Auslesen des Codes erst aktiviert werden,
wenn ein Schlüssel eingesetzt wird. Dies trägt zur Erhöhung der Sicherheit des erfindungsgemäßen
Sperrmechanismus gegen ein unberechtigtes Entriegeln ohne berechtigten Schlüssel bei.
[0014] Eine direkte Bewegung des Vorspannelementes durch einen Schlüssel lässt sich gemäß
einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn das
Vorspannelement einer Rampe eines im Kern verschieblich angeordneten Schiebers gegenübersteht.
Durch diese Gestaltung kann der erfindungsgemäße Sperrmechanismus auch bei Schließzylindern
mit einem im Schließkanal angeordneten Schieber oder bei Schließeinrichtungen ohne
Schließkanal eingesetzt werden.
[0015] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Schließzylinder mit einem erfindungsgemäßen
Sperrmechanismus,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch den Schließzylinder aus Figur 1 entlang der Linie
II - II,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Teilbereich eines Schließzylinders mit einer
weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrmechanismus,
Fig. 4 stark vergrößert eine Erfassungseinrichtung des Sperrmechanismus aus Figur
3.
[0016] Figur 1 zeigt einen Schließzylinder mit einem in einem Gehäuse 1 drehbaren Kern 2.
Der Kern 2 ist mit einem Schließbart 3 verbunden. Der Schließzylinder weist einen
elektronischen Sperrmechanismus 4 mit einer Sperreinrichtung 5 auf. Die Sperreinrichtung
5 hat einen elektrisch ansteuerbaren Aktor 6 zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe
der Bewegung des Kerns 2. Weiterhin hat der elektronische Sperrmechanismus 4 eine
Steuereinrichtung 7, welche Signale eines nicht dargestellten Transponders empfängt
und in Abhängigkeit der Signale die Sperreinrichtung 5 ansteuert. Der Sperrmechanismus
4 hat zudem eine Erfassungseinrichtung 8 zur Erzeugung von unterschiedlichen Signalen
in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Kerns 2. Der Kern 2 hat beispielhaft einen
Schließkanal 9 zur Aufnahme eines den Transponder aufweisenden Schlüssels. Die Erfassungseinrichtung
8 hat ein in den Schließkanal 9 hineinragendes Vorspannelement 10 und ein von dem
Vorspannelement 10 betätigbares Potentiometer 11. Das Potentiometer 11 weist eine
Piezofolie 12 auf, welche eine Nut 13 eines mit dem Gehäuse 1 verbundenen Halteelements
14 abdeckt. Bei dem Halteelement 14 kann es sich beispielsweise um eine Antenne zum
Auslesen des Codes des Transponders handeln.
[0017] Figur 2 zeigt in einer Schnittdarstellung durch den Schließzylinder aus Figur 1 entlang
der Linie II - II, dass die Nut 13 um den Kern 2 umläuft. Die Piezofolie 12 deckt
ausgehend von dem Vorspannelement 10 jeweils einen in die Drehrichtungen angeordneten
Teilkreis ab. Das Vorspannelement 10 und die Piezofolie 12 bilden zusammen ein Potentiometer
15, welches Signale in Abhängigkeit von der Bewegung und der Stellung des Vorspannelementes
10 erzeugt.
[0018] Beim Einführen des Schlüssels in den Schließkanal 9 drückt das Vorspannelement 10
auf die Piezofolie 12 und erzeugt ein elektrisches Signal, welches von der Steuereinrichtung
7 erfasst wird. Bei einer anschließenden Drehung des Kerns 2 verformt das Vorspannelement
10 die Piezofolie 12 in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Kerns 2. Durch die um
den Kern 2 umlaufende Anordnung der Nut 13 und der Abmessung der Piezofolie 12 ermöglicht
die Erfassungseinrichtung 8 die Erzeugung der unterschiedlichen Signale in Abhängigkeit
von der Drehrichtung des Kerns 2. Diese Signale werden zusammen mit dem Code des Transponders
in einem nicht dargestellten Speicher der Steuereinrichtung 7 abgespeichert. Die Bewegung
des Vorspannelementes 10 auf die Piezofolie 12 bewirkt zudem, dass die Steuereinrichtung
7 aus einem Stand-by-Modus in einen Betriebsmodus aktiviert wird. In dem Betriebsmodus
wird der Code des Transponders ausgelesen.
[0019] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des Schließzylinders mit einer Sperreinrichtung
16, welche sich von der aus den Figuren 1 und 2 vor allem dadurch unterscheidet, dass
in einem Schließkanal 17 ein von einem Schlüssel bewegbarer Schieber 18 angeordnet
ist. Der Schieber 18 drückt mit einer Verbreiterung 19 einen Sperrriegel 20 eines
Sperrmechanismus 21 nieder und steht mit einer Rampe 22 einer Erfassungseinrichtung
23 gegenüber.
[0020] Die Erfassungseinrichtung 23 hat ein Potentiometer 24 mit einem Vorspannelement 25
und einer Piezofolie 26 und ist stark vergrößert in Figur 4 näher dargestellt. Die
Piezofolie 26 überspannt eine im Gehäuse 1 angeordnete umlaufende Nut 27 und weist
die in Figur 2 beschriebenen Abmessungen auf. Das Vorspannelement 25 hat einen der
Rampe 22 gegenüberstehenden Kopf 28 und einen sich auf der Piezofolie 26 abstützenden
Fuß 29. Ein Federelement 30 spannt den Kopf 28 und den Fuß 29 voneinander weg. Beim
Einführen eines Schlüssels in den Schließkanal 17 wird der Schieber 18 bewegt, so
dass die Rampe 22 das Vorspannelement 25 niederdrückt. Dabei wird die Piezofolie 26
verformt und erzeugt ein Signal, welches eine in Figur 3 dargestellte Steuereinrichtung
31 aktiviert. Anschließend wird der Code des Schlüssels ausgelesen. In Abhängigkeit
von dem Code wird ein Aktor 32 des Sperrmechanismus 21 angesteuert oder die Ansteuerung
unterbleibt. Beim Einführen des Schlüssels wird zudem die Verbreiterung 19 von der
Sperreinrichtung 16 weg bewegt und damit die Bewegung des Sperrriegels 20 freigegeben.
Ansonsten ist diese Ausführungsform wie die aus den Figuren 1 und 2 aufgebaut.
1. Elektronischer Sperrmechanismus (4, 21) für einen in einem Gehäuse (1) beweglichen
Kern (2), insbesondere eines Schließzylinders eines Einsteckschlosses, mit einer einen
elektrisch ansteuerbaren Aktor (6, 32) aufweisenden Sperreinrichtung (5, 16), mit
einer Steuereinrichtung (7, 31) zur Ansteuerung des Aktors (6, 32) und mit einer die
Bewegung des Kerns (2) erfassenden Erfassungseinrichtung (8, 23), wobei die Erfassungseinrichtung
(8, 23) zur Erzeugung von unterschiedlichen Signalen in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung
des Kerns (2) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (8, 23) ein bei der Drehung des Kerns (2) betätigbares
Potentiometer (11, 24) hat, dass das Potentiometer (11, 24) der Erfassungseinrichtung
(8, 23) eine bei einer Drehung des Kerns verformende Piezofolie (12, 26) oder Folienpotentiometer
hat, dass der Kern (2) oder das Gehäuse (1) eine von der Piezofolie (12, 26) abgedeckte
Nut (13, 27) aufweist und dass in dem gegenüberstehenden Bauteil des Gehäuses (1)
oder des Kerns (2) ein Vorspannelement (10, 25) zur Verformung der Piezofolie (12,
26) angeordnet ist, so dass durch die um den Kern (2) umlaufende Anordnung der Nut
(13, 27) und der Abmessung der Piezofolie (12, 26) der Erfassungseinrichtung (8, 23)
die Erzeugung unterschiedlicher Signale in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Kerns
(2) ermöglicht.
2. Elektronischer Sperrmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (7, 31) mit einem Speicher zur Abspeicherung der Drehrichtung
des Kerns (2) in Verbindung mit einem die Steuereinrichtung (7, 31) ansteuernden Code
ausgebildet ist.
3. Elektronischer Sperrmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (10, 25) beweglich gegen die Piezofolie (12, 26) oder das Folienpotentiometer
geführt ist.
4. Elektronischer Sperrmechanismus nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (25) ein Federelement (30) zu seiner Vorspannung gegen die Piezofolie
(26) oder das Folienpotentiometer hat.
5. Elektronischer Sperrmechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (8, 23) zur Aktivierung der Steuereinrichtung (5, 31) bei
einer Einführung eines Schlüssels oder einer anfänglichen Bewegung des Kerns (2) ausgebildet
ist.
6. Elektronischer Sperrmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (10) mit einem der Piezofolie (12) abgewandten Ende in einen
Schließkanal (9) des Kerns (2) hineinragt.
7. Elektronischer Sperrmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorspannelement (25) einer Rampe (22) eines im Kern (2) verschieblich angeordneten
Schiebers (18) gegenübersteht.
1. An electronic locking mechanism (4, 21) for a core (2) moving in a housing (1), in
particular of a locking cylinder of a mortise lock, with a locking device (5, 16)
having an electrically controllable actuator (6, 32), with a control device (7, 31)
for controlling the actuator (6, 32) and with a detection device (8, 23) detecting
the movement of the core (2), wherein the detection device (8, 23) is designed for
generating different signals in dependency on the direction of movement of the core
(2), characterized in that the detection device (8, 23) has a potentiometer (11, 24), which is operable during
the rotation of the core (2), that the potentiometer (11, 24) of the detection device
(8, 23) has a piezo film (12, 26) or film potentiometer, which deforms during a rotation
of the core, that the core (2) or the housing (1) has a groove (13, 27) covered by
the piezo film (12, 26) and that a biasing element (10, 25) for deforming the piezo
film (12, 26) is arranged in the opposite component of the housing (1) or of the core
(2), so that through the arrangement of the groove (13, 27) circumferentially around
the core (2) and the dimension of the piezo film (12, 26) of the detection device
(8, 23) the generation of different signals is made possible in dependence on the
direction of rotation of the core (2).
2. An electronic locking mechanism according to Claim 1, characterized in that the control device (7, 31) is designed with a memory for storing the direction of
rotation of the core (2) in connection with a code controlling the control device
(7, 31).
3. An electronic locking mechanism according to Claim 1, characterized in that the biasing element (10, 25) is guided movably against the piezo film (12, 26) or
the film potentiometer.
4. An electronic locking mechanism according to Clam 1 or 3, characterized in that the biasing element (25) has a spring element (30) for its biasing against the piezo
film (26) or the film potentiometer.
5. An electronic locking mechanism according to any one of the preceding claims, characterized in that the detection device (8, 23) is designed for activating the control device (5, 31)
upon an insertion of a key or an initial movement of the core (2).
6. An electronic locking mechanism according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the biasing element (10) protrudes with an end facing away from the piezo film (12)
into a locking channel (9) of the core (2).
7. An electronic locking mechanism according to any one of Claim 1 to 5, characterized in that the biasing element (25) is opposite a ramp (22) of a slide (18) displaceably arranged
in the core (2).
1. Mécanisme de verrouillage électronique (4, 21) pour un noyau (2) mobile dans un boîtier
(1), en particulier d'un cylindre de serrure d'une serrure à mortaiser, avec un dispositif
de verrouillage (5, 16) présentant un actionneur (6, 32) à commande électrique, avec
un dispositif de commande (7, 31) destiné à piloter l'actionneur (6, 32), et avec
un dispositif de détection (8, 23) détectant le déplacement du noyau (2), le dispositif
de détection (8, 23) étant constitué pour la production de différents signaux en fonction
du sens de déplacement du noyau (2), caractérisé en ce que le dispositif de détection (8, 23) a un potentiomètre (11, 24) pouvant être actionné
lors de la rotation du noyau (2), en ce que le potentiomètre (11, 24) du dispositif de détection (8, 23) a une feuille piézoélectrique
(12, 26) ou un potentiomètre à feuilles se déformant lors d'une rotation du noyau,
en ce que le noyau (2) ou le boîtier (1) présente une rainure (13, 27) couverte par la feuille
piézoélectrique (12, 26), et en ce que, dans le composant opposé du boîtier (1) ou du noyau (2), il est disposé un élément
de pré-tension (10, 25) destiné à déformer la feuille piézoélectrique (12, 26) de
telle sorte que, du fait de la disposition périphérique de rainure (13, 27) autour
du noyau (2) et de la dimension de la feuille piézoélectrique (12, 26), le dispositif
de détection (8, 23) permet la production de différents signaux en fonction du sens
de rotation du noyau (2).
2. Mécanisme de verrouillage électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande (7, 31) est constitué avec une mémoire destinée à stocker
le sens de rotation du noyau (2) en liaison avec un code pilotant le dispositif de
commande (7, 31).
3. Mécanisme de verrouillage électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de pré-tension (10, 25) est guidé de façon mobile contre la feuille piézoélectrique
(12, 26) ou le potentiomètre à feuilles.
4. Mécanisme de verrouillage électronique selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que l'élément de pré-tension (25) a un élément à ressort (30) pour sa pré-tension contre
la feuille piézoélectrique (26) ou le potentiomètre à feuilles.
5. Mécanisme de verrouillage électronique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de détection (8, 23) est constitué pour l'activation du dispositif
de commande (5, 31) lors d'une introduction d'une clé ou lors du début d'un mouvement
du noyau (2).
6. Mécanisme de verrouillage électronique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de pré-tension (10) dépasse dans un canal de fermeture (9) du noyau (2)
par une extrémité éloignée de la feuille piézoélectrique (12).
7. Mécanisme de verrouillage électronique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de pré-tension (25) est en face d'une rampe (22) d'un curseur (18) disposé
de façon coulissante dans le noyau (2).


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