Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Nockenwellenversteller für Brennkraftmaschine.
Hintergrund der Erfindung
[0002] In Brennkraftmaschinen, insbesondere in benzinbetriebenen Kraftfahrzeugmotoren, werden
zur Betätigung der so genannten Gaswechselventile Nockenwellen eingesetzt. Die Nocken
der Nockenwellen liegen für gewöhnlich an Nockenfolgern an, beispielsweise Tassenstößeln,
Schlepphebeln oder Schwinghebeln. Wird eine Nockenwelle in Drehung überführt, so wälzen
die Nocken auf den Nockenfolgen ab, die wiederum die Gaswechselventile betätigen.
Durch die Lage und die Form der Nocken sind somit sowohl die Öffnungsdauer als auch
die Öffnungsamplitude, aber auch die Öffnungs- und Schließzeitpunkte der Gaswechselventile
festgelegt.
[0003] Die Winkelverschiebung der Nockenwelle in Bezug auf eine Kurbelwelle zur Erzielung
optimierter Steuerzeiten für verschiedene Drehzahl- und Lastzustände wird als Nockenwellenverstellung
bezeichnet. Eine konstruktive Variante eines Nockenwellenverstellers arbeitet beispielsweise
nach dem so genannten Schwenkmotorprinzip. Hierbei sind ein Stator und ein Rotor vorgesehen,
die koaxial zueinander liegen und relativ zueinander beweglich sind. Der Stator und
der Rotor bilden zusammen Hydraulikkammern, weiterhin einfach als Kammern bezeichnet.
Ein Kammerpaar ist hierbei jeweils von Stegen des Stators begrenzt und durch einen
jeweiligen Flügel des Rotors in zwei zueinander gegenläufige Kammern unterteilt, deren
Volumina durch eine Relativ-Drehbewegung des Rotors zum Stator gegenläufig verändert
werden. In der maximalen Verstellposition liegt der jeweilige Flügel an einem der
randseitigen Stege des Stators an.
[0004] Die Relativ-Drehbewegung des Rotors erfolgt durch eine Verstellung des Flügels, indem
ein Hydraulikmedium, wie z.B. Öl, über Radialkanäle in die Kammern eingeleitet wird
und den Flügel wegdrückt. Mit der Verstellung des Rotors wird die an dem Rotor befestigte
Nockenwelle beispielsweise Richtung Früh, d.h. einem früheren Öffnungszeitpunkt der
Gaswechselventile, verstellt. Mit Verstellung des Rotors in entgegengesetzter Richtung
wird die Nockenwelle gegenüber der Kurbelwelle Richtung Spät, d.h. einem späteren
Öffnungszeitpunkt der Gaswechselventile, verstellt.
[0005] Eine Steuerung des Nockenwellenverstellers erfolgt durch eine elektronische Steuereinrichtung,
welche auf Basis von elektronisch erfassten Kenndaten der Brennkraftmaschine, wie
beispielsweise Drehzahl und Last, den Zu- und Abfluss von Druckmittel zu bzw. von
den einzelnen Kammern über ein zum Beispiel als Proportionalventil ausgebildetes Steuerventil
regelt.
[0006] Bei ungenügender Druckmittelversorgung, wie dies etwa während der Startphase der
Brennkraftmaschine oder im Leerlauf der Fall ist, führen Wechselmomente, die von der
Nockenwelle auf den Rotor übertragen werden, dazu, dass der Rotor in unkontrollierter
Weise bewegt wird, was zur Folge hat, dass die Flügel innerhalb der Arbeitsräume hin
und her schlagen, was den Verschleiß fördert und eine unerwünschte Geräuschentwicklung
verursacht. Zudem schwankt die Phasenlage zwischen Kurbel- und Nockenwelle stark,
so dass die Brennkraftmaschine nicht startet oder unruhig läuft. Um dieses Problem
zu vermeiden, werden hydraulische Nockenwellenversteller mit einem Verriegelungsmechanismus
zur drehfesten Verriegelung von Stator und Rotor ausgerüstet. Ein solcher Verriegelungsmechanismus
umfasst beispielsweise einen im Rotor aufgenommenen axialen Stift, der durch eine
Feder in axialer Richtung aus seiner Aufnahme gedrängt wird und formschlüssig in eine
Verriegelungskulisse greifen kann, die insbesondere in einem Dichtdeckel für den Stator
und den Rotor geformt ist. Für eine Entriegelung wird der Stift stirnseitig mit Druckmittel
beaufschlagt und in seine Aufnahme im Rotor zurückgedrängt.
[0007] Eine Verriegelung von Stator und Rotor erfolgt in einer als Basisstellung bezeichneten,
für einen Start der Brennkraftmaschine thermodynamisch günstigen Phasenlage der Nockenwelle.
Abhängig von der konkreten Auslegung der Brennkraftmaschine wird als Basisstellung
eine Früh-, Spät- oder Zwischenstellung gewählt. Bezogen auf die Antriebsrichtung
von Stator bzw. Nockenwelle entspricht die Spätstellung einer Enddrehlage des Rotors
in Nachlaufrichtung (in der die Volumina der vorlaufenden Druckkammern maximal), die
Frühstellung einer Enddrehlage des Rotors in Vorlaufrichtung (in der die Volumina
der nachlaufenden Kammern maximal) und die Zwischenstellung einer Phasenlage, die
sich zwischen der Früh- und der Spätstellung befindet. Als Mittenstellung oder Mittenposition
wird eine Zwischenstellung bezeichnet, die sich zumindest annähernd in der Mitte zwischen
der Früh- und der Spätstellung befindet. Eine Verstellung der Phasenlage des Rotors
in einer zur Antriebsrichtung des Stators bzw. Nockenwelle gleichen Drehrichtung wird
als Frühverstellung bezeichnet. Eine Verstellung der Phasenlage des Rotors in einer
hierzu entgegengesetzten Drehrichtung wird als Spätverstellung bezeichnet.
[0008] Wird beim Abstellen der Brennkraftmaschine die Basisstellung nicht erreicht (zum
Beispiel beim Abwürgen des Motors), verstellt sich der Rotor aufgrund von Reibmomenten
selbsttätig in die Spätstellung. Soll der Rotor in Früh- oder einer Zwischenstellung
verriegelt werden, sind deshalb spezielle Vorkehrungen zu treffen, durch die der Rotor
relativ zum Stator verstellt wird. In herkömmlichen Nockenwellenverstellern sind zu
diesem Zweck beispielsweise Drehfedern vorgesehen, welche den Rotor in Richtung der
gewünschten Basisstellung vorspannen. Bei einem Konzept zur Verriegelung von Stator
und Rotor werden diese bereits während des Motorabstellens verriegelt. Dadurch wird
der Vorteil erzielt, dass der Motor beim darauf folgenden Motorstart direkt in der
Mittenposition gestartet wird. Dies ist jedoch mit einer großen Regel- und Überwachungsaufwand
verbunden, da entsprechend der aktuellen Winkelposition beim Abstellen des Motors
das Steuerventil strategisch bestromt werden und die Winkelposition immer wieder überwacht
werden soll.
[0009] In der
DE 10 2008 011 916 ist z.B. ein Nockenwellenversteller mit einer axialen Mehrfachrasterverriegelung
beschrieben. Ein Nachteil dieses Nockenwellenverstellers ist jedoch, dass dieser nur
funktioniert, wenn in der Früh-Kammer kein Öldruck vorhanden ist.
Aufgabe der Erfindung
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand beim Verriegeln eines Nockenwellenverstellers
in der Mittenposition unabhängig von der Winkelposition des Rotors zum Stator beim
Abschalten der Brennkraftmaschine zu reduzieren.
Lösung der Aufgabe
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Nockenwellenversteller für eine
Brennkraftmaschine, insbesondere für einen Motor, welcher umfasst:
- einen von einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine antreibbaren, radial außen liegenden
Stator,
- einen drehfest mit einer Nockenwelle verbindbaren, radial innen liegenden Rotor,
- zwischen dem Rotor und dem Stator angeordnete Kammerpaare umfassend je zwei gegenläufige
Kammern, nämlich eine Früh-Kammer und eine Spät-Kammer, welche derart mit einem Druckmittel
beaufschlagbar sind, dass die relative Drehlage des Rotors zu dem Stator veränderbar
ist,
- ein Steuerventil, das Teil des Druckmittelkreislaufes ist und zum Regeln des Zu- und
Abflusses vom Druckmittel zu den Kammern vorgesehen ist, wobei das Steuerventil einen
Druckmittel-Port zum Zuführen des Druckmittels und einen Tank-Port zum Abführen des
Druckmittels aufweist, und
- mindestens ein druckgesteuertes Positionierungsventil, welches mit einem Steuerkammerpaar
umfassend zwei Steuerkammern verbunden ist und welches derart ausgebildet ist, dass
bei einer unbestromten Basisstellung des Steuerventils zum Einstellen einer Mittenposition
die kleinere Steuerkammer mit einer Zufuhrleitung und die größere Steuerkammer mit
einer Abfuhrleitung verbunden ist.
[0012] Mit Steuerkammern bzw. Steuerkammerpaar werden hierbei die beiden gegenläufigen Kammern
bezeichnet, deren Druckmittelkreislauf in der Basisstellung des Steuerventils, d.h.
bei abgeschaltetem Motor, vom Positionierungsventil angesteuert wird. Alle anderen
Kammerpaare werden nachfolgend "weiter Kammerpaare" genannt.
[0013] Das Positionierungsventil ist mit dem Steuerventil verbunden und stellt somit eine
Verzweigung des Druckmittelkreislaufes des Nockenwellenverstellers dar. Dabei wird
das Positionierungsventil insbesondere erst dann eingeschaltet, wenn das Steuerventil
seine Basisstellung eingenommen hat.
[0014] Mit Tank-Port wird derjenige Port des Steuerventils bezeichnet, über den der Rücklauf
des Druckmittels aus dem Nockenwellenversteller zu einem Tank des Schmierölkreislaufs
des Motors erfolgt. Die Bezeichnung "Tank" steht somit für ein Abführen des Druckmittels
außerhalb des Nockenwellenverstellers.
[0015] Die Erfindung basiert auf der Idee in der Basisstellung des Motors bzw. des Steuerventils,
in der das Steuerventil nicht bestromt ist, den Nockenwellenversteller über eine geeignete
Druckmittelverteilung in nur mit dem Steuerkammerpaar in die Mittenposition zu überführen,
die für einen erneuten Start der Brennkraftmaschine besonders vorteilhaft ist. Hierzu
werden die Steuerkammern des Steuerkammerpaars über das im Nockenwellenversteller
angeordnete, druckgesteuerte Positionierungsventil getrennt von den weiteren Kammerpaaren
mit dem Druckmittelkreislauf im Nockenwellenversteller verbunden. Wenn die Flügel
des Rotors beim Abstellen des Motors sich nicht in der Mittenposition befinden, sind
die Kammern jedes Kammerpaars unterschiedlich groß. Wenn beispielsweise die Flügel
zwischen einem Früh-Endanschlag und der Mittenposition stehenbleiben, sind die Früh-Kammern
kleiner als die Spät-Kammern. Umgekehrt, wenn die Flügel näher an dem jeweiligen Spät-Endanschlag
sind, sind die Spät-Kammern kleiner. Das Positionierungsventil ist daher derart eingestellt,
dass in der Basisstellung des Steuerventils die Steuerkammer, die beim Abschalten
des Motors kleiner ist als die gegenläufige Steuerkammer, mit einer Zufuhrleitung
des Druckmittelkreislaufs verbunden wird und somit mit Druckmittel befüllt wird. Die
andere Steuerkammer, die beim Abschalten des Motors das größere Volumen aufweist,
wird mit der Abfuhrleitung verbunden, so dass ein Entleervorgang dieser Steuerkammer
beginnt. Beim Befüllen der kleineren Steuerkammer und Entleeren der größeren Steuerkammer
wird der Flügel zwischen den beiden Steuerkammern weggedrückt und erreicht nach kurzer
Zeit die Mittenposition, in der der Verriegelungsmechanismus aktiviert wird, insbesondere
indem ein Stift des Verriegelungsmechanismus axial in eine Kulisse eingreift und den
Rotor gegenüber dem Stator formschlüssig fixiert.
[0016] Durch die oben beschriebenen Vorgänge wird ein Verriegeln des Nockenwellenverstellers
ermöglicht, ohne dass die aktuelle Winkelposition des Rotors gegenüber dem Stator
ermittelt werden muss. Stattdessen ist eine so genannte "Zwangssteuerung" vorgesehen,
die im Nockenwellenversteller integriert ist und nach dem Abschalten der Brennkraftmaschine
automatisch aktiviert wird. Der zwischen den beiden Steuerkammern angeordnete Flügel
des Rotors wird aufgrund der Druckkraft des Druckmittels in der sich vergrößernden
Steuerkammer in Richtung der Mittenposition verschoben, wodurch eine Rotation des
Rotors gegenüber dem drehfesten Stator ausgelöst wird. Diese Rotation wird in der
Mittenposition unterbrochen, da dort die Verriegelung automatisch erfolgt.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst der Nockenwellenversteller wenigstens
einen die Kammern seitlich begrenzenden, an dem Stator und dem Rotor anliegenden Dichtdeckel,
wobei das Positionierungsventil mit im Dichtdeckel ausgebildeten Nuten strömungstechnisch
kommuniziert, die über Bohrungen im Rotor mit dem Druckmittelkreislauf verbindbar
sind. Sowohl die Zufuhrleitung als auch die Abfuhrleitung münden in die Nuten im Dichtdeckel.
In den Nuten münden zudem auch die Bohrungen im Rotor. Über diese Bohrungen, die an
den Druckmittelkreislauf angeschlossen sind, wird das Druckmittel den Nuten zu- bzw.
abgeführt. Bei der Rotation des Rotors überlappen die Bohrungen auf ihrer Laufbahn
verschiedene, in Umlaufsrichtung hintereinander ausgebildete Nuten. Welchen Nuten
und entsprechend welcher der Steuerkammern Druckmittel zu- bzw. abgeführt wird, hängt
somit von der Position des Rotors ab. Dank der Nuten wird der Vorgang zur Verriegelung
des Nockenwellenverstellers Verschleiß reduzierend dadurch unterstützt, dass in der
Mittenposition durch Überlappung der Nuten, was zu einer Senkung des Kammerdrucks
führt, der Rotor zusätzlich abgebremst wird, so dass der Stift ausreichend Zeit zum
Eintauchen in die Kulisse hat. Insbesondere ist hierbei lediglich ein einziger Stift
vorgesehen, da die Gefahr, dass der Stift die Verriegelungsposition überfährt und
in die Kulisse nicht rechtzeitig eingreifen kann, minimiert ist. Dadurch entsteht
zudem weniger Verschleiß am Stift sowie an der Kulisse.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist in der Basisstellung des Steuerventils
die kleinere der beiden Steuerkammern über das Positionierungsventil und über eine
erste Nut im Dichtdeckel verbunden, die mit dem Druckmittel-Port des Steuerventils
verbunden ist, und die größere Steuerkammer ist über das Positionierungsventil mit
einer zweiten Nut im Dichtdeckel verbunden, die für einen Rücklauf des Druckmittels
in einen Tank des Druckmittelkreislaufs ausgebildet ist. Über den Druckmittel-Port
des Steuerventils wird Druckmittel in die erste Nut und anschließend in die kleinere
Steuerkammer eingeleitet. Gleichzeitig strömt das in der größeren Steuerkammer befindliche
Druckmittel über die Abfuhrleitung zur zweiten Nut. Da die zweite Nut mit dem Tank
verbunden ist, strömt das Öl dabei aus dem Nockenwellenversteller hinaus.
[0019] Der Nockenwellenversteller umfasst den Verriegelungsmechanismus, durch welchen in
der Mittenposition der Rotor und der Stator drehfest miteinander verbunden sind, wobei
das Steuerventil bevorzugt über eine Druckleitung mit dem Verriegelungsmechanismus
verbunden ist. Die Druckbeaufschlagung des Stifts ist somit mit der Stellung des Steuerventils
gekoppelt. Damit der Stift beim Überfahren der Mittenposition ungehindert in die Kulisse
im Dichtdeckel eingreifen kann, ist vorzugsweise die Druckleitung in der Basisstellung
des Steuerventils mit dem Tank-Port des Steuerventils verbunden, so dass der Stift
nicht mehr mit dem Druckmittel beaufschlagt wird. In allen weiteren Stellungen des
Steuerventils ist die Druckleitung zum Verriegelungsmechanismus stets mit dem Druckmittel-Port
am Steuerventil verbunden, wodurch der Stift axial zurückgedrückt wird und keine formschlüssige
Verbindung zur Kulisse herstellen kann.
[0020] Nach einer bevorzugten Variante ist das Positionierungsventil an die Druckleitung
angeschlossen und weist zwei Stellungen auf, die in Abhängigkeit davon, ob die Druckleitung
mit dem Druckmittel-Port oder mit dem Tank-Port verbunden ist, einstellbar sind. Wenn
die Druckleitung mit dem Tank-Port verbunden ist, wirkt sowohl auf den Stift als auch
auf das Positionierungsventil keine Druckkraft des Druckmittels. In dieser ersten
Stellung des Positionierungsventils, die als ON-Stellung bezeichnet ist, wird, wie
bereits beschrieben, die kleinere der Steuerkammern über die Zufuhrleitung mit dem
Druckmittel-Port des Steuerventils verbunden und die größere Steuerkammer wird gleichzeitig
über die Abfuhrleitung entleert. Wenn das Steuerventil sich jedoch nicht in seiner
Basisstellung befindet, wird in die Druckleitung Druckmittel eingespeist, welches
den Stift zurückdrängt und gleichzeitig das Positionierungsventil in eine zweite Stellung,
die OFF-Stellung, überführt. In der OFF-Stellung des Positionierungsventils ist die
Früh-Steuerkammer mit den weiteren Frühkammern im Nockenwellenversteller kurzgeschlossen
und die Spät-Steuerkammer ist ebenfalls mit den weiteren Spät-Kammern kurzgeschlossen.
[0021] Weiterhin von Vorteil ist, dass in der Basisstellung die gegenläufigen Kammern der
weiteren Kammerpaare kurzgeschlossen sind. Durch das Kurzschließen der Kammerpaare
wird der Druck in je zwei gegenläufigen Kammern ausgeglichen, was ein Verschieben
des Rotors durch den auf den Flügel im Bereich des Steuerkammerpaars wirkenden Druck
begünstigt.
[0022] Vorzugsweise ist das Steuerventil ein 5/4-Wegeventil ist und ist über einen ersten
Port mit den Spät-Kammern der weiteren Kammerpaare, über einen zweiten Port mit den
Früh-Kammern der weiteren Kammerpaare und über einen dritten Port über die Druckleitung
mit dem Verriegelungsmechanismus verbunden ist, wobei die Zufuhrleitung eine Abzweigung
der Leitung zu den Früh-Kammern ist.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist das Positionierungsventil ein 6/2-Wege-Ventil
und kommuniziert über zwei Ports mit den beiden Steuerkammern. Jedes Positionierungsventil
weist dabei zwei Eingänge und zwei Ausgänge auf. Wenn der Motor abgeschaltet ist und
das Positionierungsventil sich in der ON-Stellung befindet, münden die Zufuhrleitung
und die Abfuhrleitung in zwei der Ports, die als Eingänge bezeichnet werden. Durch
zwei andere Eingänge des Positionierungsventils wird dabei der Kurzschluss zwischen
den gegenläufigen Kammern der weiteren Kammerpaare hergestellt. In der zweiten Stellung
des Positionierungsventils ist die Früh-Kammer der Steuerkammer-Paarung mit den anderen
Früh-Steuerkammern bzw. die Spät-Steuerkammer mit den anderen Spät-Kammern verbunden.
Die anderen beiden Eingänge des Positionierungsventils werden in diesem Fall nicht
genutzt.
[0024] Gemäß einer alternativen, bevorzugten Ausführungsvariante ist das Positionierungsventil
zweiteilig ausgebildet ist und zwei 4/2-Wege-Positionierungsventile umfasst, wobei
in der Basisstellung des Steuerventils die Steuerkammern über jeweils ein Positionierungsventil
mit der Zufuhrleitung bzw. mit der Abfuhrleitung verbunden sind. Jedes dieser beiden
Positionierungsventile ist ebenfalls ein ON/OFF-Ventil, welches durch das Druckmittel
in der Druckleitung betätigt wird. In der OFF-Stellung sind beide Positionierungsventile
dafür eingerichtet, die Früh- und die Spät-Kammer der Steuerkammer-Paarung mit den
Früh- bzw. Spät-Kammern der weiteren Kammerpaare kurzzuschließen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Hierin zeigen schematisch und stark vereinfacht:
- Fig. 1
- eine Verstellung eines Nockenwellenverstellers gemäß einer ersten Ausführungsvariante
von "Spät" in Richtung "Früh" bis zu einer Mittenposition,
- Fig. 2
- die Verstellung des Nockenwellenverstellers gemäß Fig. 1 von "Früh" in Richtung "Spät"
bis zur Mittenposition, und
- Fig. 3
- die Verstellung eines Nockenwellenverstellers gemäß einer zweiten Ausführungsvariante
von "Spät" in Richtung "Früh" bis zur Mittenposition.
[0026] Gleiche Bezugszeichen haben in den verschiedenen Figuren die gleiche Bedeutung.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
[0027] In Fig. 1 und Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante eines Nockenwellenverstellers
2 für eine hier nicht näher gezeigte Brennkraftmaschine, die insbesondere ein Motor
ist, dargestellt. Der Nockenwellenversteller 2 umfasst ebenfalls nicht näher gezeigte
Stator und Rotor, zwischen denen mehrere Kammern 6 ausgebildet sind, die in Kammerpaare
4,4' gruppiert sind. Jedes der Kammerpaare umfasst eine in den Figuren rechts angeordnete
Früh-Kammer B, B' sowie eine links angeordnete Spät-Kammer A, A'. Die Kammern 6 jedes
Kammerpaars 4,4' sind durch einen verstellbaren Flügel 8 des Rotors voneinander getrennt.
In Umfangsrichtung sind die Kammerpaare 4, 4' durch Stege 10 des Stators begrenzt.
An der Seite der Früh-Kammer B, B' bilden die Stege 10 einen Früh-Endanschlag F und
an der Seite der Spät-Kammern A, A' einen Spät-Endanschlag S.
[0028] Der Nockenwellenversteller 2 ist ein hydraulischer Nockenwellenversteller, bei dem
das Verstellen des Rotors gegenüber dem Stator mit Hilfe eines Druckmittels, insbesondere
eines Öls, erfolgt. Als Druckmittel wird das Öl eines Schmiermittelkreislaufs 12 des
Motors verwendet. Über eine Schmierölleitung 14, in der ein Rückschlagventil 16 integriert
ist, wird das Öl zu einem Steuerventil 18 des Nockenwellenverstellers 2 geleitet.
Das Steuerventil 18 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein 5/4-Wege-Ventil, d.h.
das Ventil weist fünf Ports auf und kann vier Stellungen 19a, 19b, 19c, 19d annehmen.
Durch eine Rückstellfeder 20 wird das Steuerventil 18 im unbestromten Zustand in einer
Basisstellung 19a gehalten, wenn der Motor abgeschaltet ist. Das Steuerventil 18 ist
zudem mit einem Elektromagneten 22 gekoppelt, der dafür eingerichtet ist, gegen die
Kraft der Rückstellfeder 20 des Steuerventils 18 in die drei weiteren Stellungen 19b,
19c und 19d zu überführen.
[0029] Das Steuerventil 18 weist zwei Eingangs-Ports auf, nämlich ein Druckmittel-Port P
zum Zuführen des Druckmittels und einen Tank-Port T zum Abführen des Druckmittels
aus einem für die Verstellung des Nockenwellenverstellers 2 vorgesehenen Druckmittelkreislauf.
Das Steuerventil 18 weist außerdem drei Ausgangs-Ports auf, nämlich einen ersten Ausgang
24, von dem aus eine Leitung 26 zu den Spät-Kammern A' der Kammerpaare 4' führt, einen
zweiten Ausgang 28, der über eine Leitung 29 mit den Früh-Kammern B' der Kammerpaare
4' verbunden ist, sowie einen dritten Ausgang 30, von dem aus über eine Druckleitung
32 das Öl zu einem schematisch durch den Block 34 dargestellten Verriegelungsmechanismus
des Nockenwellenverstellers 2 geleitet wird.
[0030] Der Verriegelungsmechanismus 34 umfasst einen hier nicht näher gezeigten Stift, der
zum Verriegeln des Rotors gegenüber dem Stator axial in eine Kulisse, die in einem
an dem Stator und dem Rotor anliegenden Dichtdeckel ausgebildet ist, greift. Wenn
die Druckleitung 32 mit dem Druckmittel-Port P verbunden ist, wird der Stift mit Druck
beaufschlagt und zurückgedrückt, so dass er die Kulisse nicht erreichen kann. Wenn
der Stift jedoch keinem Druck mehr ausgesetzt ist, stellt er die formschlüssige Verbindung
zur Kulisse her sobald sie dem Stift gegenüber positioniert ist.
[0031] Beim Abschalten des Motors befinden sich die Flügel 8 des Rotors in der Regel in
einer Mittenposition, die durch die gestrichelte Linie 36 angedeutet ist. In der Mittenposition
36 wird der Nockenwellenversteller 2 verriegelt. Ist die Winkelposition bei Motorstillstand,
z.B. durch Abwürgen des Motors, zwischen der Mittenposition 36 und dem Spät-Endanschlag
S, kann der Nockenwellenversteller 2 aufgrund der Wirkung des Nockenwellenreibmoments
in Richtung Spät bei Motorstart nicht in der Mittenposition 36 verriegeln, sondern
verstellt in den Spät-Endanschlag S.
[0032] Zum Verriegeln des Nockenwellenverstellers 2 unabhängig von der Winkelposition des
Rotors beim Abschalten des Motors ist eine Zwangssteuerung vorgesehen, die ein Positionierungsventil
38 umfasst, welches lediglich mit einem Kammerpaar, das als Steuerkammerpaar 4 bezeichnet
wird, verbunden ist. Alle anderen Kammerpaare 4' werden weiter im Text "weitere Kammerpaare"
genannt. Beim Abschalten des Motors, d.h. wenn das Steuerventil 18 in der Basisstellung
19a ist, erfolgt über das Positionierungsventil 38 der Ölaustausch des Steuerkammerpaars
4 mit dem Druckmittelkreislauf. Zudem sind im Dichtdeckel Nuten 40a, 40b, 40c, 40d
ausgebildet, in welche Bohrungen 42, 44 im Rotor münden. Über die Bohrungen 42, 44,
die Nuten 40a, 40b, 40c, 40d und das Positionierungsventil 38 erreicht das Öl beim
abgestellten Motor die Steuerkammern A, B oder strömt aus diesen hinaus.
[0033] Das Positionierungsventil 38 ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2 ein
6/2-Wege-Ventil und weist einen ON- und einen OFF-Zustand auf. Durch eine Feder 46
wird das Positionierungsventil 38 im ON-Zustand gehalten, wenn keine äußeren Kräfte
auf das Positionierungsventil 38 wirken. Über eine Leitung 48 ist das Positionierungsventil
38 an die Druckleitung 32 angeschlossen, so dass wenn Öl in die Druckleitung 32 Öl
eingespeist wird dieses Öl das Positionierungsventil 38 gegen die Federkraft der Feder
46 in den OFF-Zustand drückt.
[0034] In Fig. 1 ist der Fall gezeigt, in dem die Flügel 8 beim Abschalten des Motors sich
zwischen dem Spät-Endanschlag S und der Mittenposition 36 befinden, so dass sie zum
Verriegeln des Nockenwellenverstellers 2 nach rechts zur Mittenposition 36 verschoben
werden müssen, was durch die Pfeile 50 angedeutet ist. Die Kammern 6 der weiteren
Kammerpaare 4' sind in diesem Fall über zwei Eingänge 52, 54 des Positionierungsmittels
38 kurzgeschaltet, so dass sich der Druck in allen diesen Kammern 6 ausgleicht. Von
der Leitung 29, die die Früh-Kammern B' mit Öl versorgt, wird Öl angezapft und über
die Bohrung 42 in die Nut 40a eingespeist. Die Nut 40a ist über eine Zufuhrleitung
56 mit dem Positionierungsventil 38 verbunden. In der ON-Stellung des Positionierungsventils
38 strömt das Öl schließlich in die Spät-Steuerkammer A, wodurch sich ihr Volumen
vergrößert und der Flügel 8 weiter nach rechts in Richtung des Pfeiles 50 überführt
wird. Gleichzeitig ist über das Positionierungsventil 38 die Früh-Steuerkammer B über
eine Abführleitung 58 mit der Nut 40c verbunden, von der aus über die Bohrung 44 das
Öl zu einem Tank des Schmiermittelkreislaufs abgeführt wird, was durch das Symbol
T angedeutet ist. Mit dem Verschieben der Flügel 8 nach rechts in Fig. 1 verschieben
sich auch die Bohrungen 42 und 44 im Rotor weiter nach rechts. Wenn die Flügel 8 die
Mittenposition 36 erreicht haben, überlappen die Bohrungen 42, 44 je zwei Nuten 40a,
40b bzw. 40c, 40d, wodurch der Nockenwellenversteller ausgebremst wird und der Stift
des Verriegelungsmechanismus 34 mehr Zeit zum axialen Verriegeln hat.
[0035] In der Basisstellung des Steuerventils 18 ist weder der Verriegelungsmechanismus
34 noch das Positionierungsventil 38 mit Druck beaufschlagt. Das Positionierungsventil
38 befindet sich somit in der ON-Stellung.
[0036] Wenn sich der Nockenwellenversteller 2 beim Abschalten der Brennkraftmaschine in
der Mittenposition 36 befindet, rastet der Stift automatisch in die Kulisse ein, so
dass eine Verstellung des Rotors gegenüber dem Stator gar nicht stattfindet.
[0037] Das Prinzip der Verstellung des Rotors in Richtung Spät bis zur Mittenposition 36
ist in Fig. 2 veranschaulicht. Der wesentliche Unterschied im Vergleich zur Fig. 1
ist, dass durch die Position der Flügel 8 näher an dem Früh-Endanschlag F die zwei
Bohrungen 42, 44 die Nuten 40b bzw. 40d überlappen. Die Nut 40b ist dabei zum Abführen
des Öls mit dem Tank des Schmierkreislaufs verbunden, während in die Nut 40d über
eine Leitung 60 mit Öl eingespeist wird. Somit ist die beim Abstellen des Motors kleinere
Steuerkammer B über eine Zufuhrleitung 62 mit der Nut 40d verbunden und in die Steuerkammer
B wird Öl eingeleitet. Gleichzeitig wird Öl von der gegenläufigen Steuerkammer A über
das Positionierungsventil 38 und eine Abfuhrleitung 64 zur Nut 40d abgeführt. Von
der Nut 40d aus strömt das Öl aus dem Nockenwellenversteller 2 hinaus.
[0038] In Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsvariante eines Nockenwellenverstellers 2 gezeigt,
die sich im Wesentlichen von der ersten Variante gemäß Fig. 1 und Fig. 2 dadurch unterscheidet,
dass das Positionierungsventil 38 zweiteilig ist. Zur Steuerung des Ölflusses zu den
Steuerkammern A und B sind dabei zwei 4/2-Wege-Positionierungsventile 38a, 38b vorgesehen.
Diese Positionierungsventile 38a, 38b weisen je vier Ports auf und sind in 2 Stellungen,
ein ON- und eine OFF-Stellung, überführbar. Die Positionierungsventile 38a, 38b weisen
jeweils zwei Eingänge 66a, 68a bzw. 68b, 68b sowie zwei Ausgänge 70a, 72a und 70b,
72b auf. Die Positionierungsventile 38a, 38b sind ebenfalls druckgesteuerte Ventile,
die über jeweils eine Leitung 48a, 48b an die Druckleitung 32 angeschlossen sind.
[0039] Durch die in Fig. 3 gezeigte ON-Stellung der Positionierungsventile 38a, 38b wird
der Flügel 8, der die beiden Steuerkammern 6a und 6b voneinander trennt, in Richtung
Früh zur Mittenposition 36 gedrückt. Hierfür ist die Spät-Steuerkammer A über die
Zufuhrleitung 56 mit der Nut 40a verbunden. Durch die Bohrung 42 wird Öl in die Nut
40a eingespeist, welches anschließend über die Zufuhrleitung 56 der Spät-Steuerkammer
6a zugeführt wird. Parallel dazu strömt das in der Früh-Steuerkammer B enthaltene
Öl über die Abfuhrleitung 58, über die Nut 40c und über die Bohrung 44 aus dem Nockenwellenversteller
2 hinaus.
[0040] Um den Druck in den weiteren Kammern A' und B' auszugleichen, sind diese Kammern
A', B' über die Ports 66a, 70a und 66b, 70b der beiden Positionierungsventile 38a,
38b miteinander kurzgeschlossen.
[0041] Wenn die Positionierungsventile 38a, 38b mit Druck vom Öl in der Druckleitung 32
beaufschlagt werden, verschieben sie sich nach links in Fig. 3 in ihre OFF-Stellung,
in der die Steuerkammer A über das Positionierungsventil 38a mit den weiteren Spät-Kammern
A' und die Früh-Steuerkammer B über das Positionierungsventil 38b mit den weiteren
Früh-Kammern B' strömungstechnisch kommuniziert.
Liste der Bezugszahlen
[0042]
- 2
- Nockenwellenversteller
- 4
- Steuerkammer-Paarung
- 4'
- Kammerpaare
- 6
- Kammer
- 8
- Flügel
- 10
- Steg
- 12
- Schmierölkreislauf
- 14
- Schmierölleitung
- 16
- Rückschlagventil
- 18
- Steuerventil
- 19a
- Basisstellung d. Steuerventils
- 19b
- Stellung des Steuerventils
- 19c
- Stellung des Steuerventils
- 19d
- Stellung des Steuerventils
- 20
- Rückstellfeder
- 22
- Elektromagnet
- 24
- erster Ausgang des Steuerventils
- 26
- Leitung
- 28
- zweiter Ausgang des Steuerventils
- 29
- Leitung
- 30
- dritter Ausgang des Steuerventils
- 32
- Druckleitung
- 34
- Verriegelungsmechanismus
- 36
- Mittenposition
- 38
- Positionierungsventil
- 38a
- erstes Positionierungsventil
- 38b
- zweites Positionierungsventil
- 40a,b,c,d
- Nuten
- 42
- Bohrung im Rotor
- 44
- Bohrung im Rotor
- 46
- Feder
- 48,48a,b
- Leitung
- 50
- Pfeil
- 52
- erster Eingang des Positionierungsventils
- 54
- zweiter Eingang des Positionierungsventils
- 56
- Zufuhrleitung
- 58
- Abfuhrleitung
- 60
- Leitung
- 62
- Zufuhrleitung
- 64
- Abfuhrleitung
- 66a,68a,
- Port des ersten Positionierungsventils
- 70a,72a
- Port des ersten Positionierungsventils
- 66b,68b,
- Port des zweiten Positionierungsventils
- 70b,72b
- Port des zweiten Positionierungsventils
- A
- Spät-Steuerkammer
- A'
- Spät-Kammer
- B
- Früh-Steuerkammer
- B'
- Früh-Kammer
- F
- Früh-Endanschlag
- P
- Drucköl-Port
- S
- Spät-Endanschlag
- T
- Tank-Port
1. Nockenwellenversteller (2) für eine Brennkraftmaschine, welcher umfasst:
- einen von einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine antreibbaren, radial außen
liegenden Stator,
- einen drehfest mit einer Nockenwelle verbindbaren, radial innen liegenden Rotor,
- zwischen dem Rotor und dem Stator angeordnete Kammerpaare (4, 4') umfassend je zwei
gegenläufige Kammern (6), nämlich eine Früh-Kammer (B, B') und eine Spät-Kammer (A,
A'), welche derart mit einem Druckmittel beaufschlagbar sind, dass die relative Drehlage
des Rotors zu dem Stator veränderbar ist,
- ein Steuerventil (18), das Teil des Druckmittelkreislaufes ist und zum Regeln des
Zu- und Abflusses vom Druckmittel zu den Kammern (6) vorgesehen ist, wobei das Steuerventil
(18) einen Druckmittel-Port (P) zum Zuführen des Druckmittels und einen Tank-Port
(T) zum Abführen des Druckmittels aufweist, und
- mindestens ein druckgesteuertes Positionierungsventil (38), welches mit einem Steuerkammerpaar
(4) umfassend zwei Steuerkammern (A, B) verbunden ist und welches derart ausgebildet
ist, dass bei einer unbestromten Basisstellung (19a) des Steuerventils (18) zum Einstellen
einer Mittenposition (36) die kleinere Steuerkammer (A, B) mit einer Zufuhrleitung
(56, 62) und die größere Steuerkammer (A, B) mit einer Abfuhrleitung (58, 64) verbunden
ist.
2. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 1,
umfassend wenigstens einen die Kammern (6) seitlich begrenzenden, an dem Stator und
dem Rotor anliegenden Dichtdeckel, wobei das Positionierungsventil (38) mit im Dichtdeckel
ausgebildeten Nuten (40a, 40b, 40c, 40d) strömungstechnisch kommuniziert, die über
Bohrungen (42, 44) im Rotor mit dem Druckmittelkreislauf verbindbar sind.
3. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 2,
wobei in der Basisstellung (19a) des Steuerventils (18) die kleinere Steuerkammer
(A, B) über das Positionierungsventil (38) mit einer ersten Nut (40a, 40b) im Dichtdeckel
verbunden ist, die mit dem Druckmittel-Port (P) des Steuerventils (18) verbunden ist
und die größere Steuerkammer (A, B) über das Positionierungsventil (38) mit einer
zweiten Nut (40c, 40d) im Dichtdeckel verbunden ist, die für einen Rücklauf des Druckmittels
in einen Tank des Druckmittelkreislaufes ausgebildet ist.
4. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend einen Verriegelungsmechanismus (34), durch welchen in der Mittenposition
(36) der Rotor und der Stator drehfest miteinander verbunden sind, wobei das Steuerventil
(18) über eine Druckleitung (32) mit dem Verriegelungsmechanismus (34) verbunden ist.
5. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 4,
wobei die Druckleitung (32) in der Basisstellung (19a) des Steuerventils (18) mit
dem Tank-Port (8) des Steuerventils (18) verbunden ist.
6. Nockenwellenversteller (2) nach Anspruch 4 oder 5,
wobei das Positionierungsventil (38) an die Druckleitung (32) angeschlossen ist und
zwei Stellungen aufweist, die in Abhängigkeit davon, ob die Druckleitung (32) mit
dem Druckmittel-Port (P) oder dem Tank-Port (T) verbunden ist, einstellbar sind.
7. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in der Basisstellung (19a) des Steuerventils (18) die gegenläufigen Kammern
(A', B') der weiteren Kammerpaare (4') kurzgeschlossen sind.
8. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Steuerventil (38) ein 5/4-Wegeventil ist über einen ersten Port (24) mit
den Spät-Kammern (A') der weiteren Kammerpaare (4'), über einen zweiten Port (28)
mit den Früh-Kammern (B') der weiteren Kammerpaare (4') und über einen dritten Port
(30) über die Druckleitung (32) mit dem Verriegelungsmechanismus (34) verbunden ist,
wobei die Zufuhrleitung (56, 62) eine Abzweigung der Leitung (29) zu den Früh-Kammern
(B') ist.
9. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Positionierungsventil (38) ein 6/2-Wegeventil ist und über zwei Ports mit
den beiden Steuerkammern (A, B) kommuniziert.
10. Nockenwellenversteller (2) nach einem der vorhergehenden 1 bis 8,
wobei das Positionierungsventil zweiteilig ausgebildet ist und zwei 4/2-Wege-Positionierungsventile
(38a, 38b) umfasst, wobei in der Basisstellung (19a) des Steuerventils (18) die Steuerkammern
(A, B) über jeweils ein Positionierungsventil (38a, 38b) mit der Zufuhrleitung (54,
62) bzw. mit der Abfuhrleitung (56, 64) verbunden sind.