[0001] Die Erfindung betrifft einen erstfehlersicheren elektromotorischen Möbelantrieb gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige elektromotorische Möbelantriebe sind in unterschiedlichen Ausführungen
zur Verstellung von diversen Möbeln bekannt. Zu diesen Möbeln gehören unter anderem
Liege- und Sitzmöbel, wie zum Beispiel Betten, Lattenroste, Fernsehsessel. Insbesondere
werden im Bereich häuslicher und klinischer Pflege wie auch in der Medizin elektromotorische
Möbelantriebe in zugehörigen Möbeln, zum Beispiel bei Pflegebetten und Klinikbetten,
eingesetzt. In diesen Einsatzbereichen gelten einschlägige Vorschriften, Normen und
Gesetze hinsichtlich Sicherheit, wobei der so genannten Erstfehlersicherheit eine
große Bedeutung zukommt.
[0003] Erstfehlersicherheit bedeutet, dass bei Auftreten eines ersten Fehlers, zum Beispiel
eines Bauteils, keine Gefahr für den Anwender besteht und dass keine ungewünschten
und/oder unbeabsichtigten Funktionen und/oder unbeabsichtigte Bewegungen beweglicher
Möbelelemente ausgelöst werden, die Gefahren erzeugen.
[0004] Die Druckschrift
EP 1 341 201 A2 beschreibt eine elektromotorische Verstellanordnung für Möbel mit einem Freigaberelais,
über dessen Kontakte ein Gesamtmotorstrom fließt, der dann einer weiteren Relaisanordnung
zum Beaufschlagen eines Antriebsmotors zur Bewirkung einer Verstellfunktion zugeführt
wird. Diesem Freigaberelais ist ein Funktionsüberwachungsbaustein zugeordnet, welcher
die Funktionsfähigkeit des Freigaberelais kontrolliert.
[0005] Die Druckschrift
DE 103 41 705 A1 beschreibt eine Anordnung zum Betrieb eines elektrisch verstellbaren Sitz- und/oder
Liegemöbels mit einer Vorrichtung zur Versorgungsstromfreischaltung mit einem Relais.
Die Anordnung weist ein Schaltmittel zum Schalten eines Motors und ein weiteres Schaltmittel
zum Schalten des Relais zur Versorgungsstromfreischaltung auf, wobei die Schaltmittel
von einander unabhängige Schaltkontakte aufweisen, die gleichzeitig betätigbar sind.
[0006] In der Druckschrift
DE 200 19 583 U1 ist ein elektromotorischer Möbelantrieb gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart,
der über eine Handbedienvorrichtung gesteuert wird. Die Handbedienvorrichtung weist
für jede einzustellende Bewegungsrichtung des Antriebs ein Auslöseelement auf, das
jeweils zwei mechanisch miteinander gekoppelte Kontaktpaare umfasst. Die beiden Kontaktpaare
sind jeweils reihenverschaltet und mit insgesamt zwei Relais gekoppelt, die als Schaltelemente
für den Motorstrom dienen. Durch die Reihenverschaltung ist gesichert, dass ein einzelner
fehlerhaft geschlossener Kontakt der Auslöseelemente nicht zum Anlauf des Motors führt.
Bei unbeabsichtigter Betätigung eines der Auslöseelements erfolgt jedoch eine Bewegung
des Antriebs.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen verbesserten erstfehlersicheren
elektromotorischen Möbelantrieb bereitzustellen, bei dem zudem eine unbeabsichtigte
Betätigung des Antriebs verhindert oder erschwert wird.
[0008] Die Aufgabe wird durch einen Möbelantrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Demgemäß weist der erstfehlersichere elektromotorischer Möbelantrieb Folgendes auf:
zumindest eine Antriebseinheit mit zumindest einem Motor; zumindest eine Betätigungseinrichtung
mit zumindest zwei Betätigungseinheiten, welche jeweils ein Motorkontaktelement aufweisen;
zumindest eine Versorgungseinheit; und zumindest eine Sicherheitseinrichtung, wobei
der Möbelantrieb zumindest eine Sicherheitsbetätigungseinrichtung aufweist, die wenigstens
ein erstes Hauptsicherheitskontaktelement und ein zweites Hauptsicherheitskontaktelement
aufweist, mit denen sie mechanisch gekoppelt ist, und wobei die Schaltkontakte des
ersten Hauptsicherheitskontaktelementes und die Schaltkontakte des zweiten Hauptsicherheitskontaktelementes
als elektromechanische Kontakte zur Beeinflussung des Zustands der Sicherheitseinrichtung
ausgebildet sind. Der elektromotorischer Möbelantrieb zeichnet sich dadurch aus, dass
das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement und das wenigstens eine zweite
Hauptsicherheitskontaktelement zusammen mit der Sicherheitseinrichtung eine Selbsthalteschaltung
bilden.
[0010] Durch die Sicherheitsbetätigungseinrichtung ist eine sichere Ein- und Ausschaltung
durch bewusstes Betätigen von mehr als einem Taster/Schalter gewährleistet. Das wenigstens
eine erste Hauptsicherheitskontaktelement und das wenigstens eine zweite Hauptsicherheitskontaktelement
bilden zusammen mit der Sicherheitseinrichtung eine Selbsthalteschaltung, welche somit
einfach aufgebaut ist und eine geringe Teilezahl ermöglicht.
[0011] In einer bevorzugten Ausführung weist die Betätigungseinrichtung die Sicherheitsbetätigungseinrichtung
auf.
[0012] Der Möbelantrieb kann zudem mit einer Meldeeinrichtung zur Funktionsanzeige und zur
Fehleranzeige der zumindest zwei Betätigungseinheiten und der Sicherheitseinrichtung
ausgebildet sein.
[0013] In einer Ausführung ist das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement
über einen Steuerblock mit der Sicherheitseinrichtung gekoppelt. Dadurch sind eindeutige
Steuerzustände möglich, nämlich indem der Steuerblock einen EIN-Betriebszustand und
einen AUS-Betriebszustand aufweist.
[0014] Der Steuerblock kann durch das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement
in den EIN-Betriebszustand und den AUS-Betriebszustand umschaltbar sein.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann der Steuerblock durch einen Zeitverzögerungsblock
mittels einer vorbestimmbaren Zeitverzögerung aus dem EIN-Betriebszustand in den AUS-Betriebszustand
umschaltbar sein.
[0016] Auch ein Selbsthaltezustand der Sicherheitseinrichtung kann durch einen Zeitverzögerungsblock
mit einer vorbestimmbaren Zeitverzögerung gebildet sein. Damit wird ein automatisches
Ausschalten der Sicherheitseinrichtung ermöglicht.
[0017] Diese Selbsthalteschaltung kann auch durch einen Zeitverzögerungsblock mit einer
vorbestimmbaren Zeitverzögerung gebildet sein. Somit kann der Zeitverzögerungsblock
mehrere Aufgaben ausführen und die Teilezahl verringern.
[0018] In einer noch weiteren alternativen Ausführung kann die wenigstens eine Sicherheitsbetätigungseinrichtung
wenigstens ein drittes Hauptsicherheitskontaktelement aufweisen, mit dem sie mechanisch
gekoppelt ist, und die Schaltkontakte des dritten Hauptsicherheitskontaktelementes
können dabei als elektromechanische Kontakte zur Beeinflussung des Zustands der Sicherheitseinrichtung
ausgebildet sein, wobei das dritte Hauptsicherheitskontaktelement als Rastschalter,
Drehschalter oder Schiebeschalter ausgebildet ist. So ist ein eindeutig erkennbarer
Einschalt- bzw. Ausschaltzustand der Sicherheitseinrichtung erkennbar. Außerdem können
Funktionen gesperrt werden, wenn dieses dritte Hauptsicherheitskontaktelement z.B.
ein Schlüsselschalter ist.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand von beispielhaften Ausführungen mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockschaltbild eines ersten Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 2
- ein Schaltbild des ersten Beispiels nach Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Schaltbild eines zweiten Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 4
- ein Schaltbild eines dritten Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 5
- ein Schaltbild eines vierten Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 6
- ein Schaltbild eines fünften Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 7
- ein Schaltbild eines sechsten Beispiels eines Möbelantriebs;
- Fig. 8
- ein Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Möbelantriebs;
und
- Fig. 9
- ein Schaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Möbelantriebs.
[0020] Bauteile und Funktionselemente bzw. -gruppen, welche gleiche oder ähnliche Funktionen
aufweisen, sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0021] Die in den Figuren 1 bis 7 beispielhaft gezeigten elektromotorischen Möbelantriebe
sind keine Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung.
[0022] Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines elektromotorischen Möbelantriebs
1.
[0023] Der elektromotorische Möbelantrieb 1 umfasst in diesem Beispiel eine Betätigungseinrichtung
2, eine Versorgungseinheit 3 und eine Antriebseinheit 4 zur Verstellung eines verstellbaren
Teils oder mehrerer eines nicht gezeigten Möbels.
[0024] Die Versorgungseinheit 3 weist hier eine Spannungsquelle 8 auf, die zum Beispiel
ein Transformator und/oder auch ein Akkumulator ist. Die Spannungsquelle 8 ist mit
einem Netzanschluss 5 an ein elektrisches Versorgungsnetz anschließbar. Weiterhin
ist die Versorgungseinheit 3 hier mit einer Sicherheitseinrichtung 9 zur Erstfehlersicherheit
des elektromotorischen Möbelantriebs 1 ausgerüstet, welche weiter unten noch ausführlicher
erläutert wird. Der Netzanschluss 5 kann auch als ein angeformter, angesetzter und/oder
steckbarer Steckerabschnitt an dem Gehäuse der Versorgungseinheit 3 angebracht sein
(z.B. Ausführung als Steckernetzteil).
[0025] Die Betätigungseinrichtung 2 ist über eine Verbindungsleitung 6 mit der Versorgungseinheit
3 über einen Verteiler 18, zum Beispiel ein T-Verteiler, verbunden. An diesen Verteiler
18 ist auch die Antriebseinheit 4 über eine Motorleitung 7 angeschlossen, wobei diese
hier in die Betätigungseinrichtung 2 weitergeführt ist. Es ist auch in anderen Ausbildungen
möglich, dass sich der Verteiler 18 an oder in der Versorgungseinheit 3 befindet.
In einem solchen Fall beinhaltet die Verbindungsleitung 6 auch die Motorleitung 7.
Der Verteiler 18 kann zum Beispiel auch an bzw. in die Antriebseinheit an- bzw. eingesetzt
sein.
[0026] Die Betätigungseinrichtung 2 weist hier zwei erste Betätigungseinheiten 12 und zwei
zweite Betätigungseinheiten 13 zur Betätigung von jeweils einer Antriebseinheit 4
auf. In diesem Beispiel wird nur eine Gruppe 12, 13 verwendet, da nur eine Antriebseinheit
4 vorhanden ist. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Antriebseinheiten 4
zur Anwendung kommen, wobei dann eine entsprechend angepasste Betätigungseinrichtung
2 eingesetzt ist und weitere Betätigungseinheiten 12, 13 aufweist.
[0027] Der Möbelantrieb 1 ist so ausgebildet, dass der durch die Motorleitung 7 fließende
Motorstrom der Antriebseinheit 4 von der Versorgungseinheit 3 zur Betätigungseinrichtung
2 geleitet wird, wo er durch deren betätigbaren Betätigungseinheiten 12, 13 in entsprechender
Polung zur Versorgung der Antriebseinheit 8 in die Motorleitung 7 einspeisbar ist.
Es handelt sich hier um einen so genannten direktgeschalteten Möbelantrieb 1.
[0028] Außerdem ist die Betätigungseinrichtung 2 mit einer Meldeeinrichtung 10 versehen,
welche sowohl zur Funktionsanzeige als auch zur Anzeige eines ersten Fehlers und somit
zur Erstfehlersicherheit dient. Die Meldeeinrichtung 10 kann optische und/oder akustisch
ausgeführt sein. Hier weist sie drei optische Meldeelemente 11 auf, die weiter unten
noch näher beschrieben werden.
[0029] Ein Schaltbild dieses ersten Beispiels nach Fig. 1 wird in Fig. 2 dargestellt. Der
Einfachheit halber ist der Verteiler 18 nicht gezeigt, aber leicht vorstellbar.
[0030] Die Versorgungseinheit 3 weist hier einen Transformator 8.1 als Spannungsquelle 8
auf, wobei eine Primärwicklung des Transformators 8 über eine Primärsicherung 22,
zum Beispiel eine Thermosicherung in der Primärwicklung, mit dem Netzanschluss 5 verbunden
ist, und wobei eine Sekundärwicklung des Transformators 8 über ein rückstellbares
Sicherungselement 21 an einer Gleichrichterbrücke 19 zur Bereitstellung von Gleichspannung
angeschlossen ist. Der Primärsicherung 22 und/oder dem Sicherungselement 21 kann auch
jeweils zusätzlich eine Schmelzsicherung zugeordnet sein. Primärsicherung 22 und/oder
Sicherungselement 21 können auch selbst nur Schmelzsicherungen sein. Der Gleichrichterbrücke
19 ist ein Glättungskondensator 20 nachgeschaltet. Der negative Pol dieser Gleichspannung
ist mit einer Hauptminusleitung 6.1 der Verbindungsleitung 6 verbunden. An den positiven
Pol der Gleichrichterbrücke 19 ist eine Hauptplusleitung 6.2 der Verbindungsleitung
6 angeschlossen. Weiterhin ist der positive Pol mit einem ersten Sicherheitsschaltkontakt
15.1 eines Sicherheitsschaltelementes 15, zum Beispiel ein Relais, verbunden. Dieser
erste Sicherheitsschaltkontakt 15.1 ist bei Nichterregung des Sicherheitsschaltelementes
15 geöffnet. Ein Schließkontaktanschluss des ersten Sicherheitsschaltkontakts 15.1
führt auf eine Motorplusleitung 6.3, und ein Steuereingang des Sicherheitsschaltelementes
15, hier der Wicklung des Relais, ist mit einer Steuerleitung 6.4 der Verbindungsleitung
6 verbunden. Weiterhin ist das Sicherheitsschaltelement 15 mit dem negativen Pol (Hauptminusleitung
6.1) der sekundären Gleichspannung verbunden. Das Sicherheitsschaltelement 15 bildet
hier die Sicherheitseinrichtung 9.
[0031] Diese Leitungen 6.1 bis 6.4 führen als Verbindungsleitung 6 zur Betätigungseinrichtung
2, mit deren Betätigungseinheiten 12, 13 sie verbunden sind, wie weiter unten noch
erläutert wird.
[0032] Die Betätigungseinrichtung 2 - auch als so genannter Handschalter bezeichnet - umfasst
hier die erste Betätigungseinheit 12 und die zweite Betätigungseinheit 13 auf. Die
Betätigungseinheit 12 ist in diesem Beispiel ein Taster mit einem Betätigungsknopf,
welcher auf zwei Kontaktelemente wirkt, nämlich auf ein erstes Motorkontaktelement
12.1 und ein erstes Sicherheitskontaktelement 12.2. Das erste Motorkontaktelement
12.1 ist als Wechsler und das erste Sicherheitskontaktelement 12.2 ist als Schließer
ausgebildet. In gleicher Weise ist die zweite Betätigungseinheit 13 mit einem zweiten
Motorkontaktelement 13.1 (Wechsler) und einem zweiten Sicherheitskontaktelement 13.2
(Schließer) aufgebaut. Durch einen jeweiligen Betätigungsknopf (nicht gezeigt) sind
die Motorkontaktelemente 12.1 und 13.1 sowie die Sicherheitskontaktelemente 12.2 und
13.2 zusammen betätigbar. Diese Betätigbarkeit kann derart ausgebildet sein, dass
entweder beide Kontaktelemente 12.1/12.2 und 13.1/13.2 gleichzeitig oder zeitlich
hintereinander betätigbar sind. Im letzteren Fall wird zuerst das Sicherheitskontaktelement
12.2/13.2 betätigt ("voreilendes Kontaktelement") und danach das Motorkontaktelement
12.1/13.1. Beim Loslassen ist es umgekehrt. Beide Kontaktelemente 12.1/12.2 und 13.1/13.2
können jeweils zum Beispiel ein gemeinsames Betätigungselement, beispielsweise einen
Stößel, aufweisen. Sie können aber auch durch eine Art Wippe gleichzeitig bzw. nacheinander
betätigt werden, wobei nur ein Tastendruck erforderlich ist. Selbstverständlich sind
beide Kontaktelemente 12.1/12.2 und 13.1/13.2 auch einzeln betätigbar, wobei jedoch
beide betätigt werden müssen, um eine Bewegung der Antriebseinheit 4 zu bewirken.
[0033] Die Kontaktelemente 12.2., 13.2 können auch so ausgebildet sein, dass sie einen Schaltausgang
aufweisen, der zum Beispiel aus einem Halbleiterschalter oder auch Relaisschaltkontakt
besteht, der durch eine bestimmte Größe angesteuert wird, wie beispielsweise als Berührungsschalter,
Näherungsschalter, Touchscreen u. dgl.
[0034] Der jeweilige Wechselkontakt der Motorkontaktelemente 12.1/13.1 ist jeweils mit seinem
Anschluss a über die Motorleitung 7 mit einem Motor 4.1 der Antriebseinheit 4 verbunden.
Im Ruhezustand verbindet jeder Wechselkontakt den Anschluss a mit einem Öffneranschluss
b. Bei Betätigung verbindet jeder Wechselkontakt den Anschluss a mit einem Schließeranschluss
c. Die Öffneranschlüsse b sind jeweils mit der Hauptminusleitung 6.1 verbunden und
die Schließeranschlüsse c sind jeweils an die Motorplusleitung 6.3 angeschlossen.
Die Sicherheitskontaktelemente 12.2 und 13.2 sind jeweils mit einem Anschluss d mit
der Steuerleitung 6.4 verbunden und sind jeweils mit einem Anschluss e an der Hauptplusleitung
6.2 angeschlossen.
[0035] Außerdem ist die Betätigungseinrichtung 2 mit der Meldeeinrichtung 10 ausgestattet,
welche hier drei Anzeigeleuchten 11.1, 11.2 und 11.3 in Form von Leuchtdioden (LED)
mit jeweiligen Vorwiderständen R1, R2 und R3 umfasst. Die erste Anzeigeleuchte 11.1
ist hier über Vorwiderstand R1 an der Steuerleitung 6.4 und der Hauptminusleitung
6.1 angeschlossen, wobei die Kathode der LED auf der Hauptminusleitung 6.1 liegt.
Die zweite Anzeigeleuchte 11.2 ist mit der Kathode über den Vorwiderstand R2 an der
Hauptminusleitung 6.1 und mit ihrer Anode an der Motorplusleitung 6.3 angeschlossen.
Die dritte Anzeigeleuchte 11.3 ist mit ihrer Anode über den Vorwiderstand R3 mit der
Hauptplusleitung 6.2 und mit ihrer Kathode mit der Motorplusleitung 6.3 verbunden.
[0036] Wird nun dies erste oder die zweite Betätigungseinheit 12, 13 betätigt, um den Motor
4.1 in eine korrespondierende Bewegungsrichtung einzuschalten, so schaltet das jeweilige
Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 das Sicherheitsschaltelement 15 ein, dessen Sicherheitsschaltkontakt
15.1 die Hauptplusleitung 6.2 mit der Motorplusleitung 6.3 verbindet. Damit liegen
die Schließeranschlüsse b der Motorkontaktelemente 12.1, 13.1 auf dem Potenzial der
Hauptplusleitung 6.2, der Motor 4.1 wird entsprechend eingeschaltet und die erste
Anzeigeleuchte 11.1 leuchtet, solange das jeweilige Sicherheitskontaktelement 12.2,
13.2 betätigt ist. Sie signalisiert damit dessen Funktion. Bei Loslassen der gedrückten
Betätigungseinheit 12, 13 muss die erste Anzeigeleuchte 11.1 erlöschen. Ist das nicht
der Fall, signalisiert sie einen ersten Fehler, nämlich dass das betätigte Sicherheitskontaktelement
12.2, 13.2 nicht ausgeschaltet hat. Leuchtet sie überhaupt nicht, signalisiert sie
damit, dass das betätigte Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 ohne Funktion ist.
Anzeigeleuchte 11.1 dient also zur Funktionsanzeige und Fehleranzeige der Sicherheitskontaktelemente
12.2, 13.2 und trägt somit zur Erstfehlersicherheit bei.
[0037] Sobald die Motorplusleitung 6.3 auf dem Potenzial der Hauptplusleitung 6.2 liegt,
leuchtet die zweite Anzeigeleuchte 11.2. Sie dient somit zur Funktionsanzeige des
Sicherheitsschaltelementes 15. Leuchtet sie trotz betätigtem Sicherheitskontaktelement
12.2, 13.2 und dessen jeweiliger korrekter Funktionsanzeige nicht, so signalisiert
die zweite Anzeigeleuchte 11.2 einen ersten Fehler des Sicherheitsschaltelementes
15 und trägt ebenfalls zur Erstfehlersicherheit mit bei.
[0038] Der Vorwiderstand R3 der dritten Anzeigeleuchte 11.3 ist besonders hochohmig. Die
dritte Anzeigeleuchte 11.3 signalisiert bei Leuchten ein defektes Motorkontaktelement
12.1, 13.1 zum Beispiel für den Fall, dass der Schließkontakt a/c eines jeweiligen
Wechslers eines Motorkontaktelementes 12.1, 13.1 festgebrannt bzw. verschweißt ist
und sich nicht mehr öffnet. Dann liegt im unbetätigten Zustand der Betätigungseinrichtung
2 die Motorplusleitung 6.3 über das so fehlerhaft geschlossene Motorkontaktelement
12.1, 13.1, den damit über die Motorleitung 7 verbundenen Motor 4.1 und das andere
Motorkontaktelement 12.1, 13.1 auf der Hauptminusleitung 6.1 (über den Innenwiderstand
des Motors 4.1). Auf diese Weise ist dann die dritte Anzeigeleuchte 11.3 eingeschaltet
und zeigt somit diesen ersten Fehler an. Dabei ist der durch den Motor fließende Strom
so gering, dass der Motor nicht anläuft.
[0039] Fig. 3 illustriert ein Schaltbild eines zweiten Möbelantriebs 1, wobei im Unterschied
zum ersten Beispiel nach Fig. 2 hier das Sicherheitsschaltelement 15 in einer der
Spannungsquelle 8 zum Netzanschluss 5 hin vorgeschalteten Netzschalteinheit 16 angeordnet
ist und mit einem zweiten Sicherheitsschaltkontakt 15.2 die Spannungsquelle 8 mit
dem Netzanschluss bei Erregung des Sicherheitsschaltelementes 15 verbindet. Der Sicherheitsschaltkontakt
15.2 ist hier zweipolig ausgeführt. Das Sicherheitsschaltelement 15 bildet auch hier
die Sicherheitseinrichtung 9. Die Netzschalteinheit 16 wird auch als Netzfreischaltung
bezeichnet. Da bei Trennung des Netzanschlusses 5 von der Spannungsquelle 8 keine
Energie zum Erregen des Sicherheitsschaltelementes 15 vorhanden ist, ist eine Hilfsspannungsquelle
17 mit einem Hilfsspannungstransformator 17.1 angeordnet, welcher mit dem Netzanschluss
5 ständig verbunden ist. Die Hilfsspannungsquelle 17 kann aber auch eine Batterie
und/oder ein Akkumulator sein. Die Hilfsspannungsquelle 17 liefert eine Gleichspannung
(hier durch Brückengleichrichter und Glättungskondensator), deren negativer Pol mit
dem Sicherheitsschaltelement 15, der Kathode der LED der zweiten Anzeigeleuchte 11.2,
welche hier in der Netzschalteinheit 16 angeordnet ist (aber auch in der Betätigungseinrichtung
2 angeordnet sein kann), und einer Hilfsminusleitung 6.5 der Verbindungsleitung 6
verbunden ist. Der Pluspol der Hilfsspannungsquelle 17 ist über eine Hilfsplusleitung
6.6 an die Hauptplusleitung 6.2 der Verbindungsleitung 6 angeschlossen. Somit führt
die Hauptplusleitung 6.2 immer das Potenzial der Hilfsplusleitung 6.6. Das Sicherheitsschaltelement
15 ist mit einem Erregeranschluss bzw. Steueranschluss mit der Steuerleitung 6.4 verbunden.
Eine Motorplusleitung 6.3 ist nicht vorhanden, da die Hauptplusleitung 6.2 und die
Hauptminusleitung 6.1 durch das Sicherheitsschaltelement 15 schaltbar sind.
[0040] Die Betätigungseinheiten 12, 13 der Betätigungseinrichtung 2 sind wie im ersten Beispiel
aufgebaut. Ihre Anschlüsse an dem Verbindungskabel 6 sind wie folgt. Die Anschlüsse
a der Motorkontaktelemente 12.1, 13.1 sind mit der Motorleitung 7 verbunden (wie Fig.
2). Die Anschlüsse b liegen ebenfalls wie im ersten Beispiel auf der Hauptminusleitung
6.1. Aber die Anschlüsse c sind an der Hauptplusleitung 6.2 angeschlossen. Die Anschlüsse
d der Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2 liegen zusammen auf der Steuerleitung
6.4, und die Anschlüsse e sind mit der Hauptplusleitung 6.2 und mit der Hilfsplusleitung
6.6 verbunden.
[0041] Bei Betätigung einer Betätigungseinheit 12, 13 schaltet ein jeweiliges Sicherheitskontaktelement
12.2, 13.2 durch das Potenzial der Hilfsplusleitung 6.6 auf der Hauptplusleitung 6.2
das Sicherheitsschaltelement 15 ein, welches die Spannungsquelle 8 mit dem Netzanschluss
5 verbindet. Sodann führt die Hauptplusleitung 6.2 das Potenzial der Spannungsquelle
8, welches durch das jeweilige betätigte Motorkontaktelement 12.1, 12.2 auf den Motor
4.1 für dessen Bewegung geschaltet wird.
[0042] Die erste Anzeigeleuchte 11.1 (Anzeigeleuchte als LED ausgebildet) ist in diesem
zweiten Beispiel mit der Kathode an der Hauptminusleitung 6.1 und mit der Anode über
den Vorwiderstand R1 an der Hauptplusleitung 6.2 angeschlossen. Sie leuchtet, wenn
das Sicherheitsschaltelement 15 bei Betätigung eingeschaltet ist. Leuchtet sie bei
Betätigung nicht, so ist das eine Signalisierung eines ersten Fehlers des Sicherheitsschaltelementes
15.
[0043] Die zweite Anzeigeleuchte 11.2 leuchtet auch bei Betätigung und zeigt bei Betätigung
durch Nichtleuchten ein defektes Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 an.
[0044] Die dritte Anzeigeleuchte 11.3 ist über eine Diodeneinheit 14, die zwischen den Motorleitungen
7 angeschlossen ist, mit der Anode über einen Vorwiderstand R4 verbunden, wobei ihre
Kathode mit der Hilfsminusleitung 6.5 verbunden ist. Die Diodeneinheit 14 weist eine
erste Diode 14.1 und eine zweite Diode 14.2 auf, deren Kathoden zusammengeschaltet
sind, und deren Anoden jeweils an einer Motorleitung 7 angeschlossen sind. Die Kathoden
sind mit der dritten Anzeigeleuchte 11.3 verbunden. Bei eingeschaltetem Motor 4.1,
das heißt bei Betätigung, leuchtet die dritte Anzeigeleuchte 11.3. Leuchtet sie trotz
Betätigung nicht, signalisiert sie damit einen ersten Fehler eines Motorkontaktelementes.
Leuchtet sie nach Loslassen einer Betätigungseinheit 12, 13 weiter, so signalisiert
sie damit zum Beispiel einen verklebten Schließkontakt a/c eines zuvor betätigten
Motorkontaktelementes 12.1, 13.1.
[0045] Fig. 4 zeigt einen dritten Möbelantriebs 1, wobei ein vorteilhaft einfacher Aufbau
eines erstfehlersicheren Möbelantriebs 1 mit Direktschaltung geschaffen ist.
[0046] Im Unterschied zum ersten und zweiten Beispiel weist die Verbindungsleitung 6 nur
die Hauptminusleitung 6.1 und die Hauptplusleitung 6.2 auf, welche von der Spannungsquelle
8 (in Fig. 2 beschrieben) versorgt werden.
[0047] Ein weiterer Unterschied zum ersten und zweiten Beispiel besteht darin, dass die
Sicherheitseinrichtung 9 jeweils durch ein Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 der
Betätigungseinheiten 12, 13 gebildet ist.
[0048] Während im ersten und zweiten Beispiel der Motorstrom des Motors 4.1 über die Motorkontaktelemente
12.1, 13.1 fließt und die Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2 nur mit einem Steuerstrom
für das Sicherheitsschaltelement 15 beaufschlagt sind, sind im dritten Beispiel auch
die Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2 mit dem Motorstrom beaufschlagt, da sie
mit dem Schließkontakt a/c des jeweils zugehörigen Motorkontaktelementes 12.1, 13.1
in Reihe geschaltet sind. Hierbei sind die Anschlüsse a wie im ersten und zweiten
Beispiel mit der Motorleitung 7 und die Öffneranschlüsse b mit der Hauptminusleitung
6.1 verbunden. Die Schließeranschlüsse c der Motorkontaktelemente 12.1, 13.1 sind
jeweils an den Anschlüssen d der zugehörigen Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2
angeschlossen, deren Schließeranschlüsse e wiederum mit der Hauptplusleitung 6.2 verbunden
sind.
[0049] Die erste Anzeigeleuchte 11.1 (LED) liegt mit ihrer Kathode an der Anode einer mit
ihr in Reihe geschalteten dritten Diode 14.3 einer Diodeneinheit 14, deren Kathode
sowohl an dem Anschluss d des ersten Sicherheitskontaktelementes 12.2 als auch an
dem Anschluss d des zweiten Sicherheitskontaktelementes 13.2 angeschlossen ist. Die
Anode der ersten Anzeigeleuchte 11.1 liegt an halber Versorgungsspannung über einen
hochohmigen Spannungsteiler (R5, R6), der zwischen der Hauptminusleitung 6.1 und der
Hauptplusleitung 6.2 angeschlossen ist.
[0050] Die zweite Anzeigeleuchte 11.2 (LED) liegt mit ihrer Anode an der Kathode einer mit
ihr in Reihe geschalteten vierten Diode 14.3 der Diodeneinheit 14, deren Anode sowohl
an dem Anschluss d des ersten Sicherheitskontaktelementes 12.2 als auch an dem Anschluss
d des zweiten Sicherheitskontaktelementes 13.2 angeschlossen ist. Die Kathode der
ersten Anzeigeleuchte 11.1 liegt ebenfalls an halber Versorgungsspannung an dem hochohmigen
Spannungsteiler (R5, R6).
[0051] Bei Betätigung einer Betätigungseinheit 12, 13 leuchtet die zweite Anzeigeleuchte
11.2 zur Funktionskontrolle, solange die Betätigung währt. Ist ein Motorkontaktelement
12.1, 13.1 defekt (Schließer a/c verklebt, verschweißt oder dergleichen), so liegt
nach Loslassen der Betätigung über den Innenwiderstand des Motors 4.1 negatives Potenzial
an der Kathode der dritten Diode 14.3, wodurch die erste Anzeigeleuchte 11.1 auf diese
Weise diesen ersten Fehler eines Motorkontaktelementes 12.1, 13.1 signalisiert. Ist
ein Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 (Schließer d/e verklebt, verschweißt oder
dergleichen), so liegt nach Loslassen der Betätigung positives Potenzial der Hauptplusleitung
6.2 über den geschlossenen Kontakt an der Anode der vierten Diode 14.4. Dann leuchtet
die zweite Anzeigeleuchte 11.2 und signalisiert diesen ersten Fehler eines Sicherheitskontaktelementes
12.2, 13.2 auf diese Weise. Der hierbei durch den Motor fließende Strom ist so gering,
das ein Losbrechmoment zum Anlaufen des Motors nicht erzeugt wird, und der Motor sich
somit nicht bewegt.
[0052] Ein erster Fehler der Motorkontaktelemente 12.1, 13.1, Sicherheitskontaktelemente
12.2, 13.2, Sicherheitsschaltelemente 15 und/oder Sicherheitsschaltkontakte 15.1 führt
zu keinem unkontrollierten Verhalten des Möbelantriebs und wird sofort signalisiert.
Damit ist ein erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb 1 in Direktschaltung
geschaffen.
[0053] In Fig. 5 ist ein Schaltbild eines vierten Beispiels des erfindungsgemäßen Möbelantriebs
1 gezeigt.
[0054] In diesem Beispiel ist das Sicherheitsschaltelement 15 ähnlich wie in dem zweiten
Beispiel nach Fig. 3 in einer der Spannungsquelle 8 zum Netzanschluss 5 hin vorgeschalteten
Netzschalteinheit 16 angeordnet. Im Unterschied zu dem zweiten Beispiel ist hier die
Hilfsspannungsquelle 17 z.B. als Batterie, wieder aufladbare Batterie (Akkumulator)
und/oder Kondensator mit hoher Kapazität ausgebildet. Ein Pluspol der Hilfsspannungsquelle
17 ist über eine erste Schutzdiode 23 mit der Hilfsplusleitung 6.6 verbunden, wobei
der negative Pol an die Hauptminusleitung 6.1 angeschlossen ist. Die Schutzdiode 23
dient zum Einen als Verpolungsschutz und zum Anderen zum Schutz vor der Spannung,
welche die Hauptplusleitung 6.2 führt, die im Allgemeinen höher ist als die Hilfsspannung.
Denn in einem weiteren Unterschied zu dem zweiten Beispiel ist eine Verbindung der
Hauptplusleitung 6.2 über eine zweite Schutzdiode 24 mit der Hilfsplusleitung 6.6
ausgeführt, wobei die zweite Schutzdiode 24 mit ihrer Anode an der Hauptplusleitung
6.2 liegt. Somit führt die Hilfsplusleitung 6.6 immer das Potenzial der Hilfsspannung.
Ist die Spannungsquelle 8 eingeschaltet, führt die Hilfsplusleitung 6.6 bis zur Kathode
der ersten Schutzdiode 23 das Potenzial der Hilfsspannung und hinter der Kathode das
Potenzial der Hauptplusleitung 6.2 vermindert um die Durchlassspannung der zweiten
Schutzdiode 24.
[0055] Auch in dem vierten Beispiel ist die Kathode der LED der zweiten Anzeigeleuchte 11.2
in der Netzschalteinheit 16 angeordnet und mit der Hilfsminusleitung 6.5 und der Hauptminusleitung
verbunden. Das Sicherheitsschaltelement 15 ist wie im zweiten Beispiel mit dem Erregeranschluss
bzw. Steueranschluss mit der Steuerleitung 6.4 verbunden. Auch hier ist eine Motorplusleitung
6.3 nicht vorhanden, da die Hauptplusleitung 6.2 und die Hauptminusleitung 6.1 durch
das Sicherheitsschaltelement 15 schaltbar sind.
[0056] Die Betätigungseinheiten 12, 13 der Betätigungseinrichtung 2 sind wie im zweiten
Beispiel aufgebaut. Ihre Anschlüsse an dem Verbindungskabel 6 sind wie folgt. Die
Anschlüsse a der Motorkontaktelemente 12.1, 13.1 sind mit der Motorleitung 7 verbunden
(wie Fig. 2 und 3). Die Anschlüsse b liegen ebenfalls wie im ersten und zweiten Beispiel
auf der Hauptminusleitung 6.1 und die Anschlüsse c sind an der Hauptplusleitung 6.2
angeschlossen. Die Anschlüsse d der Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2 liegen zusammen
auf der Steuerleitung 6.4, wobei die Anschlüsse e im Unterschied zum zweiten Beispiel
mit der Hilfsplusleitung 6.6 verbunden sind.
[0057] Bei Betätigung einer Betätigungseinheit 12, 13 schaltet ein jeweiliges Sicherheitskontaktelement
12.2, 13.2 durch das Potenzial der Hilfsplusleitung 6.6 das Sicherheitsschaltelement
15 ein, welches die Spannungsquelle 8 mit dem Netzanschluss 5 verbindet. Sodann führt
die Hauptplusleitung 6.2 das Potenzial der Spannungsquelle 8, welches durch das jeweilige
betätigte Motorkontaktelement 12.1, 13.1 auf den Motor 4.1 für dessen Bewegung geschaltet
wird. Gleichzeitig wird dann das Potenzial der Hauptplusleitung 6.2 über die zweite
Schutzdiode 24 auf die Hilfsplusleitung 6.6 gelegt und über das jeweilige geschlossene
Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 auf das Sicherheitsschaltelement 15 geleitet.
Dies ist dann vorteilhaft, wenn die Hilfsspannungsquelle 17 nur eine geringe Kapazität
hat, die zum Einschalten aber nicht zum Beibehalten eines eingeschalteten Zustands
des Sicherheitsschaltelementes 15 ausreicht. Somit können Hilfsspannungsquellen 17
mit geringem Bauraum verwendet werden.
[0058] Die erste Anzeigeleuchte 11.1 (Anzeigeleuchte als LED ausgebildet) ist in diesem
vierten Beispiel mit der Kathode an der Hauptminusleitung 6.1 und mit der Anode über
den Vorwiderstand R1 an der Hauptplusleitung 6.2 angeschlossen. Sie leuchtet, wenn
das Sicherheitsschaltelement 15 bei Betätigung eingeschaltet ist. Leuchtet sie bei
Betätigung nicht, so ist das eine Signalisierung eines ersten Fehlers des Sicherheitsschaltelementes
15.
[0059] Die zweite Anzeigeleuchte 11.2 leuchtet auch bei Betätigung und zeigt bei Betätigung
durch Nichtleuchten ein defektes Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 an.
[0060] Fig. 6 zeigt ein Schaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Möbelantriebs 1. Hierbei weist die Betätigungseinrichtung 2 wenigstens eine Sicherheitsbetätigungseinrichtung
25 auf, welche mit wenigstens einem ersten Hauptsicherheitskontaktelement 25.1 mechanisch
gekoppelt ist. Die Schaltkontakte des ersten Hauptsicherheitskontaktelementes 25.1
sind als elektromechanische Kontakte ausgebildet und beeinflussen den Zustand bzw.
die Aktivität der Sicherheitseinrichtung 9, indem das Sicherheitsschaltelement 15.1
geschaltet wird und / oder die Schalterstellung des wenigstens einen Hauptsicherheitskontaktelements
25.1 geändert wird.
[0061] In diesem fünften Beispiel ist das wenigstens eine Hauptsicherungskontaktelement
25.1 als Schließkontakt ausgebildet und mit der Hauptplusleitung 6.2 verbunden. Über
eine Steuerleitung 6.4 ist es an einen Steuerblock 26 angeschlossen, welcher seinerseits
mit dem Sicherheitsschaltelement 15 verbunden ist. Der Steuerblock 26 ist hier mit
einem Zeitverzögerungsblock 27 verbunden, der über eine Signalleitung 6.8 mit der
Diodeneinheit 14 so verbunden ist, dass sein Anschluss an der Kathode der ersten Diode
14.1 und der zweiten Diode 14.2 liegt. Der Steuerblock 26 hat außerdem einen Zusatzeingang
29 zum Anschluss weiterer Signalgeber, zum Beispiel einer Überstromabschaltung des
Motors 4.1, die nicht gezeigt ist.
[0062] Das Hauptsicherheitsschaltelement 25.1 ist hier als so genannter Starttaster geschaltet.
Dieser Starttaster wird vor einer Betätigung des Motors 4.1 betätigt. Beim Drücken
des Starttasters bzw. Hauptsicherungskontaktelementes 25.1 wird der Steuerblock 26
in einen EIN-Betriebszustand geschaltet und schaltet seinerseits das Sicherheitsschaltelement
15, z.B. ein Relais wie im ersten Beispiel, ein. Das Sicherheitsschaltelement 15 verbindet
dann hier die Hauptminusleitung 6.1 mit einer Motorminusleitung 6.7. Dann kann über
die Betätigungseinheiten 12 und 13 der Motor 4.1 in die gewünschte Verstellrichtung
eingeschaltet werden. Beim Ausschalten des Motors 4.1 erfolgt eine Signalübertragung
über die Signalleitung 6.8 an den Zeitverzögerungsblock 27, welcher nach einem vorbestimmbaren
Zeitabschnitt den Steuerblock 26 aus dem EIN-Betriebszustand in einen AUS-Betriebszustand
zurückschaltet, wobei das Sicherheitsschaltelement 15 die Hauptminusleitung 6.1 von
der Motorminusleitung 6.7 trennt. Über den Zusatzsteuereingang 29 ist ein Rücksetzen
des Steuerblocks 26 ebenfalls möglich. Eine andere Ausführungsform sieht einen Zeitverzögerungsblock
27 vor, welcher unmittelbar bei Betätigen der Betätigungseinheiten 12, 13 nach einem
vorbestimmten Zeitabschnitt den Steuerblock 26 aus dem EIN-Betriebszustand in einen
AUS-Betriebszustand zurück schaltet.
[0063] Der Steuerblock 26 kann in einer nicht gezeigten Ausführungsvariante mit einem so
genannten T-Flip-Flop versehen sein, welches durch das Hauptsicherheitsschaltelement
25.1 durch ein ersten Betätigen eingeschaltet und durch ein zweites Betätigen ausgeschaltet
wird.
[0064] Die zweite Anzeigeleuchte 11.2 signalisiert, dass die Motorminusleitung 6.7 unter
Spannung steht. Das bedeutet bei ausgeschaltetem Hauptsicherheitsschaltelement 25.1,
dass das Sicherheitsschaltelement 15 oder der Steuerblock 26 einen Fehler aufweisen.
[0065] Die dritte Anzeigeleuchte 11.3 leuchtet, wenn der Motor 4.1 läuft bzw. die Motorleitung
Spannung führt. Bei nicht betätigten Betätigungseinheiten 12, 13 und noch eingeschaltetem
Sicherheitsschaltelement 15 wird durch Leuchten so ein Fehler der Betätigungseinheiten
12, 13 signalisiert.
[0066] Es ist außerdem möglich, dass nur der Zeitverzögerungsblock 27 ein Rücksetzen des
Steuerblocks 26 durchführt. Dies zeigt Fig. 7 in einem sechsten Beispiel. Hier weist
der Zeitverzögerungsblock 27 eine Signalaufbereitung 28 auf, welche das Signal der
Signalleitung 6.8 bereits beim Einschalten des Motors 4.1 so verarbeitet, dass beim
Einschalten (oder auch Ausschalten) des Motors 4.1 die Zeitverzögerung anläuft. Natürlich
sind viele andere Variationen der Zeitverzögerung denkbar. Die vierte Anzeigeleuchte
11.4 signalisiert hier den eingeschalteten Zustand des Zeitverzögerungsblocks 27 und
kann somit einen Fehler desselben durch Dauerleuchten nach Ende einer Betätigung oder
Nichtleuchten bei Betätigung des Motors 4.1 anzeigen.
[0067] Fig. 8 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbelantriebs
1. Es sind zwei Hauptsicherheitskontaktelemente 25.1 und 25.2 vorgesehen und schaltungstechnisch
derart mit wenigstens einem Sicherheitsschaltkontakt K2 des Sicherheitsschaltelementes
15 (hier ein Relais 15.1) verbunden, dergestalt, dass das erste Hauptsicherheitskontaktelement
25.1 den Kontakt des wenigstens einen Sicherheitsschaltkontakts K2 schließt, während
bei Betätigen des zweiten Hauptsicherheitskontaktelementes 25.2 der wenigstens eine
Sicherheitsschaltkontakt 15.2 wieder geöffnet wird. Beide Hauptsicherheitskontaktelemente
25.1 und 25.2 sind dabei als Tastschalter ausgebildet und stehen zusammen mit dem
wenigstens einen Sicherheitsschaltkontakt 15.2 in einer Selbsthalteschaltung in Verbindung,
wobei das erste Hauptsicherheitskontaktelement 25.1 als Schließer und Starttaster
die Selbsthaltung aktiviert und den wenigstens einen Sicherheitsschaltkontakt K2 aus
seiner Ruheposition kommend in einen eingeschalteten Zustand bleibend schaltet. Dies
erfolgt dadurch, dass das erste Hauptsicherheitskontaktelement 25.1 die Hauptminusleitung
6.1 mit dem Relais 15.1 verbindet, welches über eine weitere Steuerleitung 6.4' und
den geschlossenen Öffnerkontakt des zweiten Hauptsicherheitskontaktelementes 25.2
auf der Hauptplusleitung 6.2 liegt und anzieht. Gemäß dieser Ausführungsform hebt
das zweite Hauptsicherheitskontaktelement 25.2 durch Drücken die Selbsthaltung des
Relais 15.1 wieder auf und der wenigstens eine Sicherheitsschaltkontakt K2 begibt
sich wieder in seinen Ruhezustand.
[0068] Optional kann der Zeitverzögerungsblock 27 zusätzlich oder allein eine Selbsthaltung
über eine Verbindungsleitung 31 mit der Motorminusleitung 6.7 und über eine Verbindungsdiode
30 bilden, die mit der Steuerleitung 6.4 verbunden ist. Bei Drücken der Starttaste
25.1 schließt der Sicherheitskontakt K2, wobei die Zeitverzögerung 27 über die Verbindungsleitung
31 das Potenzial der Motorminusleitung 6.7 auf die Steuerleitung 6.4 legt, wodurch
das Relais 15.1 angezogen bleibt. Gleichzeitig wird eine Zeitverzögerung eingeleitet,
welche nach einer vorbestimmbaren Zeit diese Selbsthalte-Verbindung unterbricht, wodurch
das Relais 15.1 wieder abfällt. Die Anzeigeleuchten 11.2 und 11.3 sind bereits oben
beschrieben.
[0069] Eine zweite Ausführungsform gemäß Fig. 9 sieht einen Rastschalter als ein drittes
Hauptsicherheitskontaktelement 25.3 vor, welches beispielsweise als Drehschalter oder
als Schiebeschalter ausgebildet ist und rastende Schaltstellungen aufweist. Die Kontakte
des Rastschalters sind mit dem Sicherheitsschaltelement 15 bzw. hier mit dem gezeigten
Relais 15.1 verbunden oder bilden den wenigstens einen Sicherheitsschaltkontakt. Der
Rastschalter kann in unterschiedlichen Ausführungen direkt manuell oder nur mit Hinzutun
eines Hilfswerkzeuges beispielsweise in Form eines Codiersteckers oder eines Schlüssels
betätigt werden.
[0070] Die Anzeigeleuchte 11.2 leuchtet, wenn der Sicherheitskontakt K2 geschlossen ist,
wobei die Motorplusleitung 6.3 unter Spannung steht. Bei Einschalten des Motors 4.1
kann die Anzeigeleuchte 11.2 schwächer leuchten. Bei Öffnen des Sicherheitskontakts
K2 erlischt die Anzeigeleuchte 11.2.
[0071] Die Anzeigeleuchte 11.3 signalisiert durch Leuchten einen Fehler einer Betätigungseinheit
12, 13. Wenn der Sicherheitskontakt K2 geöffnet ist, kann z.B. ein klebender Kontakt
einer Betätigungseinheit 12, 13 negatives Potenzial der Hauptminusleitung 6.1 über
die Motorwicklung des Motors 4.1 an die Kathode der Anzeigeleuchte 11.3 legen und
diese einschalten, da ihre Kathode über den Widerstand R3 auf positivem Potenzial
der Hauptplusleitung 6.2 liegt.
[0072] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie ist im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.
[0073] So kann zum Beispiel eine vierte Anzeigeleuchte als Versorgungsspannungsanzeige in
der Betätigungseinrichtung 2 angeordnet sein, welche bei Netzanschluss durch Nichtleuchten
ein defektes Sicherungselement 21, 22 anzeigt.
[0074] Die Anzeigeleuchten 11.1 bis 11.3 der Meldeeinrichtung 10 können auch als Mehrfarben-LED
ausgestaltet sein. Es ist zum Beispiel auch möglich, dass LED mit integrierter Blinkschaltung
verwendet werden, wobei die Blinkfunktion zur Fehlerdarstellung benutzt wird.
[0075] Es ist denkbar, dass das Sicherungsschaltelement 15 des ersten Beispiels in der Betätigungseinrichtung
2 angeordnet sein kann, wobei die Spannungsversorgung zum Beispiel ein Steckernetzteil
ist. So kann auf ein separates Gehäuse der Versorgungseinheit 3 verzichtet werden.
[0076] In der Betätigungseinrichtung 2 kann auch eine so genannte Überstromabschaltung zum
Abschalten eines Motors bei Überlast angeordnet sein. Eine solche Überstromabschaltung
kann natürlich auch zum Beispiel in der Versorgungseinheit 3 und/oder an anderer geeigneter
Stelle im Verlauf der Stromleitungen angeordnet sein, welche bei Betrieb des Motors
den Motorstrom führen.
[0077] Das Sicherheitskontaktelement 12.2, 13.2 kann auch als Wechsler ausgebildet sein,
wodurch es möglich ist, einzelne Antriebe 4 gegeneinander zu verriegeln, wenn deren
Verstellfunktionen bei gleichzeitiger Betätigung zu einer Gefahr werden.
[0078] Es ist auch denkbar, dass die Betätigungseinrichtung 2 mit Sperrschlössern bzw. mit
geeigneten Sperrfunktionen versehen wird, wodurch die Spannungsversorgung der Sicherheitskontaktelemente
12.2, 13.2 unterbunden werden kann. Selbstverständlich ist eine Beleuchtung der Betätigungseinrichtung
2, zum Beispiel mit Leuchtdioden, möglich.
[0079] Das Sicherheitsschaltelement 15 kann anstelle eines Relais auch ein Halbleiterschalter
sein. So ist es denkbar, dass auch das Sicherheitskontaktelement 12.2/13.2 als Sicherheitseinrichtung
9 im dritten Beispiel (siehe Fig. 4) eine Kombination aus einem mechanischen Schließerkontakt
zur Steuerung und einem Leistungshalbleiterschalter für den Motorstrom sein kann.
[0080] Natürlich kann die Betätigungseinrichtung 2 auch mit einer weiteren Spannungsquelle
in Gestalt einer Batterie oder eines Akkumulators versehen sein, wodurch eine so genannte
Notabsenkungsfunktion gegeben ist.
[0081] Weitere Anschlüsse für Zusatzleuchten, wie zum Beispiel eine Unterbettbeleuchtung,
können zum Beispiel mittels X-Verbinder in der Verbindungsleitung 6 vorgesehen sein.
[0082] Eine so genannte Care-LED kann auch in der Versorgungseinheit 3 eingebaut sein, wodurch
eine Leitung zur Betätigungseinrichtung 2 eingespart werden kann. Diese Care-LED zeigt
einen Fehler an, wenn sie zum Beispiel beim Betätigen der Betätigungseinrichtung aufleuchtet,
nicht aufleuchtet, blinkt, ihre Farbe wechselt u. dgl.
[0083] Es ist weiterhin möglich, dass die Meldeelemente 11 der Meldeeinrichtung 10 durch
eine Auswerteeinheit angesteuert werden. Diese Auswerteeinheit kann zum Beispiel als
Diodengatter (siehe Diodeneinheit 14), Logikgatter, Controller u. dgl. ausgebildet
sein, welche Spannungs- und/oder Stromzustände der unterschiedlichen Leitungen auswertet
(auch mit vorher festlegbaren Sollwerten, Sollkonstellationen usw.) vergleicht und
als Ergebnis die Meldeelemente 11 entsprechend ein/ausschaltet, blinken und/oder Farbe
wechseln lässt.
[0084] In einer Ausführungsform der Sicherheitskontaktelemente 12.2, 13.2 weisen diese einen
beweglichen Carbonkontakt, beweglichen Metallkontakt oder einen beweglichen Folienkontakt
auf, welcher mit einer Betätigungseinheit mechanisch gekoppelt ist und manuell betätigbar
ausgebildet ist. Der jeweils bewegliche Kontakt steht mit einem festen Kontakt in
Wirkverbindung, welcher als Carbonkontakt oder als vergoldeter Kontakt einer festen
oder flexiblen Leiterplatte oder Folie unlösbar oder stoffschlüssig in Verbindung
steht.
[0085] Die eingangs beschriebene Sicherheitseinrichtung 9 bzw. die Meldeeinrichtung 10 ist
allgemein betrachtet Bestandteil des Möbelantriebs 1, wobei die Sicherheitseinrichtung
9 und / oder die Meldeeinrichtung 10 in einer bevorzugten Ausführungsform in nur einer
Komponente oder getrennt voneinander in unterschiedlichen Komponenten des Möbelantriebs
1 angeordnet sein können. Einige Anordnungen sind bereits eingangs näher beschrieben,
zusammenfassend kann die Sicherheitseinrichtung 9 und / oder die Meldeeinrichtung
10 in einer Komponente des Möbelantriebs 1 integriert sein, zumindest jedoch mit wenigstens
einer der Komponente elektrisch leitend verbunden sein, wobei die Komponenten des
Möbelantriebs 1 im wesentlichen aus der Versorgungseinheit 3, der Verteilereinheit
18, der Betätigungseinrichtung 2 und / oder der Antriebseinheit 4 gebildet ist bzw.
gebildet sind.
[0086] Die eingangs beschriebene Überstromabschaltung weist gemäß einer weiteren Ausführungsform
einen elektrischen Ausgang auf, welcher mit der Sicherheitseinrichtung 9 gekoppelt
ist. Dabei kann jede Antriebseinheit 4 mit einer Überstromabschaltung gekoppelt sein,
es kann jedoch auch eine Überstromabschaltung mit einer Anzahl Antriebseinheiten 4
oder bevorzugt mit nur einer Antriebseinheit 4 gekoppelt sein. Bei einer übermäßigen
Stromaufnahme der Antriebseinheit 4 oder bei einer übermäßigen Stromabgabe der Versorgungseinheit
3 kann ein mechanischer Fehler des Möbels oder ein elektrischer und / oder ein mechanischer
Fehler des Möbelantriebs 1 vorliegen. Die Überstromabschaltung weist eine Strommessstelle,
z.B. in Form eines Messwiderstandes, mit angeschlossenem Schwellwertschalter und Verstärker
auf und erkennt diesen übermäßigen Stromfluss und sendet ein elektrisches Signal zu
der Sicherheitseinrichtung 9 und / oder zu der Meldeeinrichtung 10. Dabei ist in einer
Ausführung die Meldeeinrichtung 10 mit der eingangs beschriebenen Care-LED elektrisch
gekoppelt oder durch die Care-LED gebildet.
[0087] In einer weiteren Ausführungsform der Sicherheitseinrichtung 9 steuert diese einen
Unterbrecherkontakt. Dieser gesteuerte Unterbrecherkontakt kann als elektromechanischer
Relaiskontakt oder als elektronischer Halbleiterkontakt ausgebildet sein, wobei über
die Kontakte oder über die Halbleiterschichten des gesteuerten Unterbrecherkontakts
die Energieversorgung des Eingangs oder des Ausgangs der Versorgungseinheit 3 oder
des Eingangs einer Anzahl, aller oder einer jeden Antriebseinheit übertragen wird.
Detektiert die Sicherheitseinrichtung 9 einen Fehler, so steuert diese den gesteuerten
Unterbrecherkontakt, woraufhin sich dessen Kontakte öffnen oder nichtleitend schalten
und den Stromfluss zu der wenigstens einen Antriebseinheit 4 unterbrechen oder minimieren.
In einer weiteren Ausführungsform ist der gesteuerte Unterbrecherkontakt als manuell
steuerbarer Unterbrecherkontakt ausgebildet und ist gemäß weiteren Ausführungsformen
im Gehäuse der Betätigungseinrichtung 2 oder in einem separatem Gehäuse integriert,
welches mit einem Kabel der Betätigungseinrichtung verbunden ist. Dabei ist der manuell
steuerbare Unterbrecherkontakt als Öffner als eine Art Not-Aus-Schalter/Taster ausgebildet.
Der gesteuerte Unterbrecherkontakt kann als manuell reversibler, als elektrisch reversibler
oder als irreversibler Unterbrecherkontakt ausgebildet sein. Somit wird bei dem Auftreten
und Detektieren eines Fehlers ein Nichtanlauf der wenigstens einen Antriebseinheit
4 gewährleistet. Ergänzend zu den eingangs beschriebenen Anzeigearten zum Auftreten
eines Fehlers kann auch das Nichtanlaufen eines Motors 4.2 oder einer Verstelleinheit
bzw. einer Antriebseinheit 4 als Anzeige oder als Bekanntgabe eines Fehlers verstanden
werden.
[0088] Die eingangs beschriebene Verteilereinheit 18 ist in einer eingangs beschriebenen
Ausführung als T-Verteiler beschrieben. Dieser T-Verteiler weist in der einfachsten
Form drei elektrische Anschlüsse auf, welche fest in Form von Kabelanschlüssen und
/ oder steckbar in Form von Steckanschlüssen ausgebildet sein können. Dabei ist ein
Anschluss mit der Versorgungseinheit 3, ein Anschluss mit der Betätigungseinrichtung
2 und ein Anschluss mit der Antriebseinheit 4 elektrisch verbunden. Gemäß unterschiedlich
weiterführenden Ausführungsformen kann der Möbelantrieb 1 mehrere Antriebseinheiten
4 und / oder mehrere Versorgungseinheiten 3 und / oder mehrere Betätigungseinrichtungen
2 aufweisen. Alle Antriebseinheiten 4, Versorgungseinheiten 3 und Betätigungseinrichtungen
2 können durch nur eine Verteilereinheit 18 elektrisch miteinander verbunden sein.
Gemäß einer anderen Ausführungsform sind mehrere Verteilereinheiten 18 vorgesehen,
welche mit einer Anzahl Antriebseinheiten 4, Versorgungseinheiten 3 und Betätigungseinrichtungen
2 elektrisch verbunden sind. Die einfachste Ausführungsform sieht wenigstens eine
Verteilereinheit 18 vor, welche separat oder am Möbel oder an einer Komponente des
Möbelantriebs 1 angesetzt oder darin integriert ist. Gemäß einer anderen Ausführungsform
kann die wenigstens eine Verteilereinheit 18 in der Versorgungseinheit 3, in der Spannungsquelle
8, in der Betätigungseinrichtung 2 oder in Antriebseinheit 4 angeordnet sein. Im Umkehrschluss
bedeutet dies, dass in einer anderen Ausführungsform die Sicherheitseinrichtung 9
und / oder die Meldeeinrichtung 10 in der Versorgungseinheit 3, in der Spannungsquelle
8, in der Betätigungseinrichtung 2 und / oder in der Antriebseinheit 1 angeordnet
ist oder elektrisch damit verbunden ist.
[0089] Wie eingangs zumindest angedeutet, kann in unterschiedlichen Ausführungsformen der
Möbelantrieb 1 mit mehreren Betätigungseinrichtungen 2 versehen sein. Die Betätigungseinrichtungen
2 können als Handschalter oder als fest am Möbel angebrachte Schalttafel oder nur
für das Pflegepersonal zugängliches Schaltgerät ausgebildet sein. Dabei steht wenigstens
eine Betätigungseinrichtung 2 einer zu pflegenden bzw. kranken Person zur Verfügung,
während weitere Betätigungseinrichtungen 2 nur dem Pflegepersonal zur Verfügung stehen
können, da sie beispielsweise räumlich getrennt von anderen Betätigungseinrichtungen
2 am Möbel angeordnet sind. In einer weiteren Ausführungsform können eine Anzahl oder
alle Betätigungseinrichtungen 2 ein mechanisches und / oder ein elektrisches Sperrschloss
aufweisen. Mechanische Sperrschlösser sind bekannt, welche beispielsweise durch Einbringen
eines mechanischen Schlüssels elektrisch geschaltet werden können. Elektrische Sperrschlösser
sind ebenfalls bekannt, welche über eine Tastenkombination oder durch Anwenden beispielsweise
eines magnetischen Schlüssels Sperrfunktionen auslösen können.
[0090] Die eingangs beschriebene Versorgungseinheit 3 bzw. die Spannungsquelle 8 kann gemäß
unterschiedlichen Ausführungsformen als netzabhängige oder als netzunabhängige Versorgungseinheit
3 ausgebildet sein. Netzunabhängige Versorgungseinheiten 3 weisen Batterien oder Akkumulatoren
auf, welche mit vorgeschalteten Ladeschaltungen verbunden sein können. Netzabhängige
Versorgungseinheiten 3 weisen Transformatoren, z.B. mit so genannten EI-Kerntransformatoren,
Ringkerntransformatoren oder elektronischen Transformatoren in Form von Schaltnetzteilen
mit einem Hochfrequenztransformator, auf. Die Versorgungseinheiten 3 können gemäß
unterschiedlichen Ausführungsformen direkt in eine Steckdose eingebracht werden, können
in einer anderen Ausführung ein abgedichtetes Gehäuse aufweisen und als Bodengerät
zum Aufstellen auf dem Fußboden und / oder als Einbaugerät zum Einbau in dem Möbel
ausgebildet sein.
[0091] Das Hauptsicherheitsschaltelement 25.1 kann auch als ein erstfehlersicherer Hauptschalter
ausgebildet sein, wobei die Kontakte direkt die Hauptminusleitung 6.1 und/oder die
Hauptplusleitung 6.2 schalten bzw. unterbrechen.
1. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) mit:
zumindest einer Antriebseinheit (4) mit zumindest einem Motor (4.1);
zumindest einer Betätigungseinrichtung (2) mit zumindest zwei Betätigungseinheiten
(12, 13), welche jeweils ein Motorkontaktelement (12.1; 13.1) aufweisen;
zumindest einer Versorgungseinheit (3); und
zumindest einer Sicherheitseinrichtung (9),
wobei der Möbelantrieb (1) zumindest eine Sicherheitsbetätigungseinrichtung (25) aufweist,
die wenigstens ein erstes Hauptsicherheitskontaktelement (25.1) und ein zweites Hauptsicherheitskontaktelement
(25.2) aufweist, mit denen sie mechanisch gekoppelt ist, und wobei die Schaltkontakte
des ersten Hauptsicherheitskontaktelementes (25.1) und die Schaltkontakte des zweiten
Hauptsicherheitskontaktelementes (25.2) als elektromechanische Kontakte zur Beeinflussung
des Zustands der Sicherheitseinrichtung (9) ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement (25.1) und das wenigstens
eine zweite Hauptsicherheitskontaktelement (25.2) zusammen mit der Sicherheitseinrichtung
(9) eine Selbsthalteschaltung bilden.
2. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Betätigungseinrichtung (2) die Sicherheitsbetätigungseinrichtung
(25) aufweist.
3. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement (25.1) über einen Steuerblock
(26) mit der Sicherheitseinrichtung (9) gekoppelt ist.
4. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock (26) einen EIN-Betriebszustand und einen AUS-Betriebszustand aufweist.
5. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock (26) durch das wenigstens eine erste Hauptsicherheitskontaktelement
(25.1) in den EIN-Betriebszustand und den AUS-Betriebszustand umschaltbar ist.
6. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerblock (26) durch einen Zeitverzögerungsblock (27) mittels einer vorbestimmbaren
Zeitverzögerung aus dem EIN-Betriebszustand in den AUS-Betriebszustand umschaltbar
ist.
7. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbsthalteschaltung durch einen Zeitverzögerungsblock (27) mit einer vorbestimmbaren
Zeitverzögerung gebildet ist.
8. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Sicherheitsbetätigungseinrichtung (25) wenigstens ein drittes
Hauptsicherheitskontaktelement (25.3) aufweist, mit dem sie mechanisch gekoppelt ist,
und die Schaltkontakte des dritten Hauptsicherheitskontaktelementes (25.3) als elektromechanische
Kontakte zur Beeinflussung des Zustands der Sicherheitseinrichtung (9) ausgebildet
sind, wobei das dritte Hauptsicherheitskontaktelement (25.3) als Rastschalter, Drehschalter
oder Schiebeschalter ausgebildet ist.
9. Erstfehlersicherer elektromotorischer Möbelantrieb (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Möbelantrieb (1) mit einer Meldeeinrichtung (10) zur Funktionsanzeige und zur
Fehleranzeige der zumindest zwei Betätigungseinheiten (12, 13) und der Sicherheitseinrichtung
(9) ausgebildet ist.