[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Blocken einer optischen Linse
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Blocken einer optischen
Linse gemäß dem Oberbegriff das Anspruchs 10.
[0002] Eine optische Linse, beispielsweise für eine Brille, soll bestimmte optische Eigenschaften
aufweisen. Die damit einhergehenden gewünschten optischen Daten der Linse werden beispielsweise
von einem Augenoptiker bestimmt. Diese Daten umfassen zum Beispiel die Angabe der
Dioptrien, Daten zu Sphäre und Zylinder, zum pantoskopischen Winkel etc. Weiter können
diese gewünschten optischen Daten auch den Abstand und/oder die Lage zu einem zugeordneten
Auge, insbesondere bei Einbau in ein bestimmtes Brillengestell, also z. B. den pantoskopischen
Winkel, Gesichtsformwinkel bzw. Fassungsscheibenwinkel, Pupillenabstand, etc. enthalten.
[0003] Früher wurden Linsen mit vorbestimmten optischen Daten, beispielsweise mit in verschiedenen
Stufen erhältlichen Dioptrien, eingesetzt. Zunehmend werden jedoch Linsen eingesetzt,
die die jeweils gewünschten, individualisierten optischen Daten bzw. die damit einhergehenden
optischen Eigenschaften aufweisen. Derartige Linsen werden dann in Abhängigkeit von
den jeweils gewünschten optischen Daten bearbeitet bzw. gefertigt, wobei die Linsen
insbesondere spanend, vorzugsweise durch Drehen und/oder Fräsen, bearbeitet werden.
Hierzu werden die Linsen eingespannt, wobei diese zunächst geblockt werden, wie nachfolgend
erläutert.
[0004] Die
DE 10 2008 022 660 A1 offenbart ein Verfahren zum Bearbeiten einer Linse, wobei die zu bearbeitende Linse
auf einem so genannten Blockstück als Halter temporär befestigt (geblockt) wird. Beim
Blocken wird die Linse insbesondere mittels eines Blockmaterials mit dem Blockstück
verbunden. Anschließend wird das Blockstück mittels eines zentral angreifenden Ausstoßers
ausgestoßen. Das Blockstück kann dann eingespannt werden, um die Linse zu bearbeiten.
[0005] Die vorliegende Erfindung betrifft das Blocken einer Linse. Unter dem "Blocken" ist
das temporäre Verbinden der Linse mit einem zugeordneten Blockstück, insbesondere
mittels eines Blockmaterials, zu verstehen. Das Blockstück bildet also insbesondere
einen Halter, besonders bevorzugt für eine spätere Bearbeitung der Linse.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Blocken einer optischen Linse anzugeben, wobei das Ausgeben der geblockten Linse
und insbesondere das Lösen von einem Blockmittel, wie einem Blockring, vereinfacht
bzw. erleichtert werden.
[0007] Die obige Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder durch ein Verfahren
gemäß Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass eine Ausstoßeinrichtung außermittig
an einer geblockten Linse mittelbar oder unmittelbar angreift bzw. mindestens ein
Ausstoßimpuls außermittig auf die geblockte Linse mittelbar oder unmittelbar ausgeübt
wird. Hierdurch kann ein Lösen der geblockten Linse zusammen mit dem zugeordneten
Blockstück bzw. aus einer vorschlagsgemäβen Vorrichtung erreicht, erleichtert oder
unterstützt werden.
[0009] Besonders bevorzugt wirkt die Ausstoßeinrichtung bzw. der Ausstoßimpuls nur mittelbar
auf die Linse, besonders bevorzugt auf ein Begrenzungsmittel für die Linse mit dem
Blockstück verbindendes Bloclanaterial. Bei dem Begrenzungsmittel handelt es sich
insbesondere um einen Blockring oder dergleichen. Hierdurch kann ein Lösen des Begrenzungsmittels
bzw. Blockrings von der geblockten Linse bzw. dem Blockmaterial erreicht, erleichtert
oder unterstützt werden.
[0010] Gemäß einem zweiten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird vorzugsweise eine Folge von Ausstoßimpulsen erzeugt, die mittelbar oder unmittelbar
auf die geblockte Linse wirken. Hierdurch wird insbesondere ein Vibrieren oder Schwingen
erzeugt. So kann wiederum das Lösen der geblockten Linse von oder aus der Vorrichtung
zum Blocken erreicht, erleichtert oder unterstützt werden. Insbesondere kann so das
Lockern oder Lösen des Begrenzungsmittels bzw. Blockrings von der geblockten Linse
bzw. dem Blockmaterial erreicht oder unterstützt werden.
[0011] Gemäß einem dritten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird vorzugsweise zusätzlich zu dem Ausstoßimpuls auch eine Auswerferkraft auf das
Blockstück, insbesondere zentral, ausgeübt. Die Auswerferkraft wird vorzugsweise durch
eine separat von der Ausstoßeinrichtung betätigbare Auswerfereinrichtung erzeugt.
So wird ein Lösen und Entnehmen der geblockten Linse zusammen mit dem zugeordneten
Blockstück wesentlich erleichtert oder unterstützt.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt erfolgt das Lösen und/oder Auswerfen durch Angriff mindestens
eines Ausstoßimpulses und/oder einer Auswerferkraft in verschiedenen Bereichen oder
an verschiedenen Stellen. Besonders bevorzugt sind sowohl eine Ausstoßeinrichtung
als auch eine Auswerfereinrichtung vorgesehen. So wird ein Lösen und Entnehmen der
geblockten Linse zusammen mit dem zugeordneten Blockstück wesentlich erleichtert oder
unterstützt.
[0013] Die vorschlagsgemäße Lösung sowie die genannten und nachfolgenden Aspekte der vorliegenden
Erfindung gestatten jeweils ein verbessertes Lösen und/oder Entnehmen der geblockten
Linse, insbesondere auch wenn zum Blocken ein Blockmaterial eingesetzt wird, das besonders
gut klebt oder haftet, insbesondere stärker als bisher üblicherweise verwendete Legierungen.
[0014] Einzelne der vorgenannten und nachfolgenden Aspekte und Merkmale der vorliegenden
Erfindung können beliebig miteinander kombiniert, aber auch unabhängig voneinander
realisiert werden.
[0015] Weitere Aspekte, Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der vorliegenden Erfmdung ergeben
sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung. Die einzige Figur zeigt:
eine schematische Ansicht einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung mit einer geblockten
Linse.
[0016] Die Figur zeigt in einem sehr schematischen Schnitt eine vorschlagsgemäße Vorrichtung
1 zum Blocken einer optischen Linse 2. Das Blocken (temporäres Verbinden oder Befestigen)
der Linse 2 erfolgt insbesondere, um eine (spätere) Bearbeitung der Line 2 zu ermöglichen.
[0017] Ausgangspunkt für die Entstehung bzw. Bearbeitung einer optischen Linse 2 ist ein
Linsenrohling. Dieser wird spanend oder in einer sonstigen formgebenden Bearbeitung
und in weiteren Bearbeitungsschritten so bearbeitet, dass am Ende eine fertige optische
Linse 2 mit den gewünschten optischen Eigenschaften steht. Der Begriff "Linse" bezeichnet
im Rahmen der vorliegenden Beschreibung vorzugsweise sowohl den Linsenrohling vor
Durchführung der notwendigen Bearbeitungsschritte, als auch am Ende die fertige Linse
2.
[0018] Die Linse 2 bzw. der Linsenrohling besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Jedoch kann
grundsätzlich auch ein sonstiger in geeigneter Weise zu bearbeitender Werkstoff, ggf.
auch Glas bzw. Mineralglas, verwendet werden. Wenn die fertige Linse 2 für eine Brille
(nicht dargestellt) eingesetzt bzw. verwendet werden soll, was vorzugsweise der Fall
ist, wird die Linse 2 bei der vorliegenden Erfindung auch als Brillenglas bezeichnet,
selbst wenn die Linse 2 gegebenenfalls nicht aus Glas besteht.
[0019] Die Vorrichtung 1 ist zum Blocken bzw. zum Verbinden der Linse 2 mit einem zugeordneten
Blockstücks 3 augebildet,
[0020] In dem schematischen Schnitt ist die Linse 2 bereits mit dem Blockstück 3 verbunden.
Dieser mit dem Blockstück 3 verbundene Zustand wird auch als "geblockt" bezeichnet.
Das Blocken, also temporäre Befestigen, der Linse 2 am Blockstück 3 erfolgt vorzugsweise
durch ein Blockmaterial 4, insbesondere eine vorzugsweise bei niedriger Temperatur
schmelzende Legierung, wie sogenanntes Alloy-Blockmaterial, ein Harz, einen Klebstoff,
einen Kunststoff, einen Klebestreifen oder dergleichen.
[0021] Die Vorrichtung 1 zum Blocken der Linse 2 weist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise
ein Lagerteil 5 zur Aufnahme bzw. Lagerung des Blockstücks 3 auf. Das Lagerteil 5
ist vorzugsweise kalottenartig schwenkbar gelagert, beim Darstellungsbeispiel insbesondere
in oder an einer vorzugsweise kalottenartigen Lagerung 6 der Vorrichtung 1. Jedoch
sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0022] Die mit dem Blockstück 3 zu verblockende Linse 2 wird zumindest bereichsweise beabstandet
zu dem Blockstück 3 von der Vorrichtung 1 gehalten, so dass das Blockmaterial 4 eine
Zwischenraum zwischen der Linse 2 und dem Blockstück 3 ausfüllen und dadurch diese
beiden miteinander verbinden kann. Vorzugsweise ist dieser Zwischenraum für das Blockmaterial
4 von einem Begrenzungsmittel der Vorrichtung 1 umgeben, insbesondere um ein unerwünschtes
Abfließen des zunächst flüssigen Blockmaterials 4 aus dem Zwischenraum zu verhindern.
Das genannte Begrenzungsmittel ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen ringartig
ausgebildet und insbesondere durch einen Blockring 7 gebildet. Der Blockring 7 ist
vorzugsweise zumindest im Wesentlichen ringscheibenartig oder flanschartig ausgebildet.
[0023] Das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 bildet vorzugsweise ein Auflager für die
Linse 2. Insbesondere liegt das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 umlaufend an
der Linse 2 an und/oder auf der Vorrichtung 1 bzw. Lagerung 6 bzw, einem sich anschließenden
Plattenbereich auf.
[0024] Das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 dichtet vorzugsweise zwischen der Linse
2 einerseits und der Vorrichtung 1 andererseits ab, so dass das zumindest beim Einfüllen
vorzugsweise zunächst flüssige Blockmaterial 4 nicht entweichen kann.
[0025] Zum Einfüllen weist beim Darstellungsbeispiel die Vorrichtung 1 bzw. das Begrenzungsmittel
bzw, der Blockring 7 vorzugsweise eine entsprechende Einfüllöffnung 7A für das Blockmaterial
4 auf. Diese Einfüllöffnung 7A kann jedoch beispielsweise auch im Blockstück 3 oder
durch das Blockstück 3 hindurch gebildet sein.
[0026] Beim Darstellungsbeispiel liegt die Einfüllöffnung 7A vorzugsweise oben oder in einem
oberen Bereich, so dass beim Einfüllen des Blockmaterials 4 die Luft entweichen kann.
[0027] Die Vorrichtung 1 bzw. das Lagerteil 5, die Lagerung 6 und/oder das Blockstück 3
kann bzw. können bedarfsweise gekühlt werden, um ein vorzugsweise schnelles oder schnelleres
Abkühlen und damit Verfestigen des Blockmaterials 4 zu erreichen.
[0028] Das Blockstück 3 dient insbesondere als Halter der Linse 2 für eine spätere Bearbeitung
der Linse 2. Für die spätere Bearbeitung der Linse 2 wird das Blockstück 3 in eine
nicht dargestellte Aufnahme, wie ein Futter oder dergleichen, eingespannt, beispielsweise
in eine Werkstückspindel. Anschließend kann die spanende bzw. sonstige formgebende
Bearbeitung der Linse 2, insbesondere durch Drehen und/oder Fräsen, erfolgen.
[0029] Die geblockte Linse 2, also mit dem Blockstück 3 verbundene Linse 2 bildet eine Einheit,
die nachfolgend auch kurz als "Block" bezeichnet wird.
[0030] Nach dem Blocken muss der Block bzw. die geblockte Linse 2 entnommen werden. Hierzu
muss das Blockstück 3 von der Vorrichtung 1 bzw. deren Lagerteil 5 gelöst und auch
die geblockte Linse 2 bzw. das Blockmaterial 4 bzw. der Block von dem Begrenzungsmittel
bzw. Blockring 7 gelöst werden. Das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 kann lose
auf der Vorrichtung 1 bzw. um die Lagerung 6 herum aufgelegt sein, wobei die Vorrichtung
1 bzw. Lagerung 6 einerseits und das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 andererseits
vorzugsweise derart ausgebildet sind, das eine entsprechende koaxiale Positionierung
insbesondere durch entsprechenden axialen Eingriff und/oder radialen Hintergriff oder
auf sonstige Art und Weise erreicht oder sichergestellt wird. In dem Fall des vorzugsweise
nur lose aufliegenden Begrenzungsmittels bzw. Blockrings 7 muss auch ein Trennen des
Blockrings 7 insbesondere von dem Blockmaterial 4 nach dem Verfestigen des Blockmaterials
4 sichergestellt werden. Dies ist grundsätzlich möglich, da das Begrenzungsmittel
bzw. der Blockring 7 eine vorzugsweise entsprechend geneigte, beispielsweise im Wesentlichen
konische oder konkave Innenfläche aufweist, die ein Trennen von dem anliegenden Blockmaterial
4 ermöglicht bzw. erleichtert. Nichtsdestotrotz kann dieses Trennen bzw. Lösen jedoch
relativ schwierig sein.
[0031] Die Vorrichtung 1 weist vorschlagsgemäß eine Ausstoßeinrichtung 8 zum Lösen oder
Unterstützen des Lösens der mit dem Blockstück 3 geblockten Linse 2 von der Vorrichtung
1 und/oder des Begrenzungsmittels bzw. Blockrings 7 auf. Die Ausstoßeinrichtung 8
greift vorzugsweise außermittig an der Linse 2 mittelbar oder unmittelbar an. Insbesondere
wird mindestens ein Ausstoßimpuls, wie durch Pfeil A angedeutet, erzeugt, der außermittig
an der geblockten Linse 2 mittelbar oder unmittelbar angreift.
[0032] Zur Erzeugung des Ausstoßimpulses A weist die Ausstoßeinrichtung 8 vorzugsweise einen
Stößel 9 auf, der entsprechend bewegbar ist, vorzugsweise pneumatisch bzw. durch Druckluft,
insbesondere gegen die Kraft einer Rückstellfeder, durch eine doppeltwirkende Zylinderanordnung
oder dergleichen. Die Ausstoßeinrichtung 8 ist also vorzugsweise pneumatisch antreibbar
oder betätigbar.
[0033] Vorzugsweise greift die Ausstoßeinrichtung 8 bzw. der Ausstoßimpuls A, wie bereits
erwähnt, außermittig an der Linse 2 mittelbar oder unmittelbar an. Besonders bevorzugt
erfolgt ein mittelbares Angreifen über das Begrenzungsmittel bzw. den Blockring 7.
Besonders bevorzugt greift die Ausstoßeinrichtung 8 bzw. deren Stößel 9 bzw. der Ausstoßimpuls
A unmittelbar an dem Begrenzungsmittel bzw. dem Blockring 7 an, und zwar besonders
bevorzugt auf der der Linse 2 abgewandten Seite bzw. in die Ausstoß- und/oder Entnahmerichtung.
[0034] Die Ausstoß-, Impuls- und/oder Entnahmerichtung verläuft vorzugsweise quer, insbesondere
senkrecht, zu der der Linse 2 zugewandten Stirnfläche des Blockstücks 3 und/oder zu
der dem Blockstück 3 zugewandten Seite der Linse 2 oder einer Hauptebene der Linse
2. Alternativ oder zusätzlich verläuft die genannte Richtung vorzugsweise zumindest
im Wesentlichen parallel zu einer Einspann- oder Rotationsachse des Blockstücks 3
bei einer späteren Bearbeitung der Linse 2. Diese Achse entspricht der in der Figur
angedeuteten Bearbeitungsachse B.
[0035] Die Ausstoßeinrichtung 8 greift also vorzugsweise an dem Begrenzungsmittel für die
Linse 2 bzw. dem Blockring 7 unmittelbar an, insbesondere um das Begrenzungsmittel
bzw. den Blockring 7 von der mit dem Blockstück 3 geblockten Linse 2 bzw. von dem
Blockmaterial 4 zu lockern oder zu lösen.
[0036] Beim Darstellungsbeispiel greift die Ausstoßeinrichtung 8 bzw. der Ausstoßimpuls
A vorzugsweise radial außerhalb der Linse 2 an dem sich radial entsprechend weit nach
außen erstreckenden Begrenzungsmittel bzw. Blockring 7 an. Insbesondere können so
in sehr vorteilhafter Weise Vibrationen oder Schwingungen erzeugt werden, die das
gewünschte Lösen der Linse 2 bzw. des Blocks von der Vorrichtung 1 und/oder des Begrenzungsmittels
bzw. Blockrings 7 von dem Block bzw. Blockmaterial 4 bewirken oder zumindest unterstützen.
[0037] Das Begrenzungsmittel bzw. der Blockring 7 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen
formstabil oder steif ausgebildet und/oder besonders bevorzugt aus Metall hergestellt.
[0038] Die Ausstoßeinrichtung 8 bzw, deren Stößel 9 bzw. der Ausstoßimpuls A übt vorzugsweise
ein Kippmoment auf die Linse 2, den Block, das Blockstück 3 und/oder das Begrenzungsmittel
bzw. den Blockring 7 aus.
[0039] Die Ausstoßeinrichtung 8 bzw. der Ausstoßimpuls A bewirkt vorzugsweise ein Anheben
der geblockten Linse 2 bzw, des Blocks.
[0040] Gemäß einem auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung können
vorzugsweise mehrere Ausstoßimpulse A bzw. eine Folge von Ausstoßimpulsen A und/oder
ein Vibrieren oder Schwingen, insbesondere des Begrenzungsmittels bzw. Blockrings
7, erzeugt werden. Vorzugsweise ist die Ausstoßeinrichtung 8 zur Erzeugung mehrerer
Ausstoßimpulse A bzw, einer Folge von Ausstoßimpulsen A ausgebildet und/oder betätigbar.
So kann das Lösen des Blocks bzw. der geblockten Linse 2 von der Vorrichtung 1 bzw.
deren Lagerteil 5 und/oder das Lösen des Begrenzungsmittels bzw. Blockrings 7 von
der geblockten Linse 2 bzw. dem Block bzw. dem Blockmaterial 4 erreicht oder zumindest
unterstützt werden.
[0041] Die mehreren Ausstoßimpulse A oder Folge von Ausstoßimpulsen A kann grundsätzlich
im Sinne der Erfindung beliebig auf die geblockte Linse 2 bzw. den Block mittelbar
oder unmittelbar einwirken oder ausgeübt werden, besonders bevorzugt erfolgt dies
jedoch wieder außermittig und/oder mittelbar über das Begrenzungsmittel bzw. den Blockring
7.
[0042] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise zusätzlich zu der Ausstoßeinrichtung 8 eine
Auswerfereinrichtung 10 auf, um zusätzlich eine Auswerferkraft, wie durch Pfeil K
in der Figur angedeutet, auf das Blockstück 3 und/oder zentral auf die geblockte Linse
2 bzw, den Block auszuüben. Die Auswerfereinrichtung 10 weist zur Erzeugung der Auswerferkraft
K vorzugsweise einen Stößel 11 auf, der entsprechend, insbesondere linear bzw. hin-
und herbewegbar ist. Besonders bevorzugt ist die Auswerfereinrichtung 10 bzw. deren
Stößel 11 pneumatisch bewegbar bzw. betätigbar, beispielsweise gegen die Kraft einer
Rückstellfeder und/oder durch einen doppeltwirkenden Zylinder oder dergleichen.
[0043] Es ist anzumerken, dass die Ausstoßeinrichtung 8 und/oder die Auswerfereinrichtung
10 bedarfsweise auch elektrisch oder elektromagnetisch angetrieben oder betätigt werden
kann bzw. können.
[0044] Die Richtung der Auswerferkraft K bzw. Bewegungsrichtung des Stößels 11 verläuft
vorzugsweise zumindest im Wesentlichen parallel zu dem Ausstoßimpuls A und/oder zumindest
im Wesentlichen parallel zu oder entlang der Bearbeitungsachse B.
[0045] Die Auswerfereinrichtung 10 bzw. Auswerferkraft K wird vorzugsweise von der der Linse
2 abgewandten Seite auf die geblockte Linse 2 bzw. den Block bzw. das Blockstück 3,
insbesondere durch eine zentrale Ausnehmung in der Vorrichtung 1 bzw. in deren Lagerteil
5 hindurch ausgeübt. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0046] Besonders bevorzugt wird zunächst mindestens ein Ausstoßimpuls A und dann nachfolgend
die Auswerferkraft K ausgeübt. Die Ausstoßeinrichtung 8 wird vorzugsweise also zuerst
oder vor der Auswerfereinrichtung 10 betätigt.
[0047] Jedoch können die beiden Einrichtungen 8 und 10 bedarfsweise auch gleichzeitig betätigt
oder betrieben werden.
[0048] Beispielsweise ist es aber auch möglich, dass zunächst eine Folge von Ausstoßimpulsen
A außermittig auf die geblockte Linse 2 bzw. das Begrenzungsmittel bzw. den Blockring
7 ausgeübt wird und dann während dessen zusätzlich die Auswerferkraft K, insbesondere
zentral, ausgeübt wird, um damit dann den Block bzw. die geblockte Linse endgültig
von der Vorrichtung 1 abzuheben.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Linse
- 3
- Blockstück
- 4
- Blockmaterial
- 5
- Lagerteil
- 6
- Lagerung
- 7
- Blockring
- 7A
- Einfüllöffnung
- 8
- Ausstoßeinrichtung
- 9
- Stößel
- 10
- Auswerfereinrichtung
- 11
- Stößel
- A
- Ausstoßimpuls
- B
- Bearbeitungsachse
- K
- Auswerferkraft
1. Vorrichtung (1) zum Blocken einer optischen Linse (2) mit einem Blockstück (3),
mit einer Ausstoßeinrichtung (8) zum Lösen oder Unterstützen des Lösens der mit dem
Blockstück (3) geblockten Linse (2) von der Vorrichtung (1),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausstoßeinrichtung (8) außermittig an der Linse (2) mittelbar oder unmittelbar
angreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtung (8) an einem Begrenzungsmittel für die Linse (2) mit dem Blockstück
(3) verbindendes Blockmaterial (4) angreift, insbesondere um das Begrenzungsmittel
von der mit dem Blockstück (3) geblockten Linse (2) bzw. von dem Blockmaterial (4)
zu lockern oder zu lösen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Begrenzungsmittel zumindest im wesentlichen formstabil oder steif ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Begrenzungsmittel ein Auflager der Linse (2) beim Blocken bildet und/oder zumindest
im wesentlichen ringartig ausgebildet ist, insbesondere einen Blockring (7) bildet.
5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtung (8) ein Kippmoment auf die Linse (2) und/oder das Blockstück
(3) ausübt.
6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtung (8) zur Erzeugung eines Ausstoßimpulses (A) oder mehrer Ausstoßimpulse
(A) ausgebildet und/oder betätigbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtung (8) pneumatisch betätigbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Auswerfereinrichtung (10) zum Ausüben einer Auswerferkraft
(K) auf das Blockstück (3) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßeinrichtung (8) vor oder gleichzeitig mit der Auswerfereinrichtung (10)
betätigbar ist.
10. Verfahren zum Blocken einer optischen Linse (2), wobei ein Blockstück (3) mit der
Linse (2) mittels eines Blockmaterials (4) in einer Vorrichtung (1) verbunden wird,
wodurch die Linse (2) geblockt wird, und anschließend mittels eines Ausstoßimpulses
(A) von oder aus der Vorrichtung (1) gelöst wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ausstoßimpuls (A) außermittig an der geblockten Linse (2) mittelbar oder unmittelbar
angreift und/oder dass eine Folge von Ausstoßimpulsen (A) erzeugt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Austoßimpuls (A) an einem Begrenzungsmittel für das Blockmaterial (4) angreift
und über das Begrenzungsmittel auf die geblockte Linse (2) übertragen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Ausstoßimpulses (A) das Begrenzungsmittel gelockert oder gelöst wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Begrenzungsmittel die Linse (2) während des Blockens abstützt und/oder eine seitliche
Begrenzung für das Blockmaterial (4) bis zu dessen Verfestigung bildet.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die geblockte Linse (2) mittels des Ausstoßimpulses (A) gekippt und/oder angehoben
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem Ausstoßimpuls (A) eine Auswerferkraft (K) auf das Blockstück (3)
insbesondere zentral ausgeübt wird.