[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung für Produkte, insbesondere für Produkte aus
dem Sanitärbereich, die unterschiedliche, zu verpackende Produkteinzelteile umfassen,
sowie ein Verfahren zum Verpacken eines Produktes unter Verwendung einer vorgenannten
Verpackung.
[0002] Mehrteilige Produkte wie Sanitärarmaturen, Duschsysteme, Brausestangen, die beispielsweise
eine Brausestange mit Wandhalter, Dichtungs- und Befestigungselementen, Rosetten,
Schlauch und Brausen umfassen, werden herkömmlich gemeinsam in einer Gesamtverpackung
gemeinsam verpackt und geliefert. Dabei sind die Produkteinzelteile jeweils innerhalb
der Gesamtverpackung noch einmal zusätzlich in kleineren Einzelverpackungen separat
verpackt, oder in speziell an das jeweilige Produkt mit seinen Produkteinzelteilen
angepassten Unterteilungen bzw. speziellen "Anordnungsfächern" angeordnet. Solche
Verpackungen erfordern häufig noch zusätzliche, ebenfalls angepasste Styroporeinsätze
oder Kartoneinsätze zur Fixierung der Produkteinzelteile innerhalb der Einzelverpackungen
bzw. der "Anordnungsfächer", um ein Verrutschen innerhalb der Verpackung zu vermeiden.
[0003] Diese Verpackungen können, wenn überhaupt, nur mit viel Aufwand an ein anderes Produkt
bzw. andere Produkteinzelteile angepasst werden. Häufig ist für ein neues Produkt
sogar eine komplette Neuentwicklung der Verpackung erforderlich. Des weiteren ist
es selbst bei geöffneter Verpackung nach dem Verpacken nicht möglich, auf den ersten
Blick zu erkennen, ob sämtliche Einzelteile des Produkts in der Verpackung enthalten
sind.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Verpackung für ein Produkt mit unterschiedlichen
Produkteinzelteilen zu schaffen, mit der Probleme des Standes der Technik vermieden
werden können, die insbesondere einfach und ohne viel Aufwand flexibel an unterschiedliche
Produkte angepasst werden kann und die auf einen ersten Blick eine Vollständigkeitskontrolle
sowie ein einfaches und gezieltes Auspacken der Produkteinzelteile ermöglicht.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Verpackung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und durch ein Verfahren zum Verpacken mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
[0006] Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht. Manche der nachfolgend
aufgezählten Merkmale und Eigenschaften treffen sowohl auf die Verpackung als auch
auf das Verfahren zu. Sie werden teilweise nur einmal beschrieben, gelten jedoch unabhängig
für die Verpackung als auch für das Verfahren. Weiterhin ist die Reihenfolge der aufgelisteten
Merkmale nicht bindend, sondern kann vielmehr entsprechend einer optimierten Verpackung
bzw. eines optimierten Verfahrens geändert werden.
[0007] Eine erfindungsgemäße Verpackung für ein Produkt, das unterschiedliche, zu verpackende
Produkteinzelteile umfasst, weist einen Produkteinzelteileträger mit einer Anordnungsseite
und einer der Anordnungsseite gegenüberliegenden Entnahmeseite auf. Dabei sind auf
der Anordnungsseite eine Anzahl von Anordnungsbereichen vorgegeben, wobei in einem
jeweiligen Anordnungsbereich mindestens ein zugehöriges Produkteinzelteil anzuordnen
ist. Des weiteren umfasst die erfindungsgemäße Verpackung eine, insbesondere flexible,
Fixierfolie, welche die Anordnungsseite zumindest teilweise und die auf der Anordnungsseite
angeordneten Produkteinzelteile vollständig überdeckt, und die mit der Anordnungsseite
derart verbunden ist, das die Produkteinzelteile auf dem Produkteinzelteileträger
in ihrer Anordnungsposition fixiert sind. Ferner weist der Produkteinzelteileträger
in den Anordnungsbereichen bzw. um diese herum Perforationen auf, die derart ausgebildet
sind, dass eine Entnahme eines jeweiligen Produkteinzelteils auf der Entnahmeseite
durch Aufreißen des Produkteinzelteileträgers entlang der Perforation möglich ist.
[0008] Die Fixierfolie ist dabei in dem Bereich, in dem die Produkteinzelteile angeordnet
sind, nicht mit dem Produkteinzelteileträger verbunden, sondern bildet eine Art Hohlraum,
in dem die jeweiligen Produkteinzelteile angeordnet sind.
[0009] Bevorzugt ist der Produkteinzelteileträger flächig ausgebildet und aus Karton oder
Pappe oder einem Material, welches perforierbar ist. Dabei ist bevorzugt eine Steifigkeit
des Produkteinzelteilträgers auf die jeweiligen zu verpackenden Produkteinzelteile
bzw. das Produkt abgestimmt. Mit der erfindungsgemäßen Verpackung können die Produkteinzelteile
in ihrem jeweiligen zugehörigen Anordnungsbereich an einem für sie vorgesehenen Platz
so fixiert werden, dass sie für einen Transport geeignet fixiert bzw. gesichert sind.
Auf diese Weise können Transportschäden durch ein Verrutschen innerhalb der Verpackung
vermieden werden.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung sind Formen der Perforationen bzw. ist ein Verlauf
von perforierten Linien derart gestaltet, dass sie Umrissen bzw. korrespondierenden
Konturen zugehöriger Produkteinzelteile entsprechen. Durch Aufreißen der zugehörigen
Perforationen können die Produkteinzelteile von der Entnahmeseite aus der Verpackung
entnommen werden. Somit ermöglicht die erfindungsgemäße Verpackung eine gezielte Einzelentnahme
benötigter Produkteinzelteile, während nicht benötigte Produkteinzelteile geschützt
in der Verpackung verbleiben können, bis sie benötigt werden.
[0011] In einer Weiterbildung der Erfindung sind auf der Entnahmeseite gegenüberliegend
zu den Anordnungsbereichen jeweils Symbole vorgesehen, die den zugehörigen Produkteinzelteilen
entsprechen. Anstelle von Symbolen oder zusätzlich können auch Bilder, die jeweils
das entsprechende Produkteinzelteil zeigen, und/oder Beschriftungen vorgesehen sein,
so dass auch von der Entnahmeseite aus auf den ersten Blick ersichtlich ist, in welchem
Anordnungsbereich welches Produkteinzelteil angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung
bilden die Symbole bzw. die Bilder bzw. die Beschriftungen eine Montageanleitung oder
zumindest einen Teil der Montageanleitung.
[0012] Durch eine Kennzeichnung der Entnahmeseite mit Symbolen odgl., welche Produkteinzelteile
in den jeweiligen Anordnungsbereichen angeordnet sind, ist der Verpackungsinhalt auch
von der Entnahmeseite aus unmittelbar ersichtlich. Es ist nicht erforderlich zunächst
alle Produkteinzelteile aus der Verpackung zu entnehmen bzw. den Produkteinzelteileträger
zu wenden, um sich einen Überblick über den Verpackungsinhalt zu schaffen. Durch Beschriftungen
kann auch eine Montagereihenfolge angegeben werden. Die erfindungsgemäße Verpackung
eignet sich daher insbesondere für Produkte, die für ihre Verwendung aus den Produkteinzelteilen
in einer vorbestimmten Reihenfolge zusammengesetzt werden müssen, da die Produkteinzelteile
gezielt in der benötigten Reihenfolge aus der Verpackung entnommen werden können.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung sind auf der Anordnungsseite in den jeweiligen
Anordnungsbereichen für die Produkteinzelteile ebenfalls entsprechende Symbole, Bilder
und/oder Beschriftungen vorgesehen. Dies hat zum einen den Vorteil, dass beim Verpacken
des Produkts unmittelbar ersichtlich ist, welches Produkteinzelteil in welchem Anordnungsbereich
anzuordnen ist, und zum anderen ist nach dem Verpacken des gesamten Produkts auf einfache
Art und Weise eine Vollständigkeitskontrolle der Verpackung möglich. Somit kann die
Gefahr von Fehlverpackungen bzw. unvollständig verpackten Produkten deutlich reduziert
und eine Qualitätskontrolle vereinfacht werden.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Produkteinzelteileträger für eine
einfachere Entnahme der Produkteinzelteile in den Anordnungsbereichen Entnahmehilfen
auf, insbesondere Löcher und/oder Klappen, um das Aufreißen entlang der Perforation
zu erleichtern. Dabei sind die Entnahmehilfen bevorzugt jeweils direkt angrenzend
an der Perforation angeordnet. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Entnahmehilfen so
dimensioniert sind, dass ein Eingriff mit den Fingern problemlos möglich ist und ein
aufzureißender Ausschnitt des Produkteinzelteileträgers gut greifbar ist. Vorzugsweise
sind die Entnahmehilfen dabei verstärkt ausgebildete Perforationen, also stärker perforiert.
[0015] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Produkteinzelteileträger einen flächigen
Abschnitt auf, in dem die Anordnungsbereiche vorgesehen sind, und einen durch Umkanten
um 90° erzeugten, umlaufenden, wannenbildenden Randabschnitt. Dabei wird zur Erzeugung
des Randabschnitts ein Randbereich des Produkteinzelteileträgers um 90° in Richtung
der Anordnungsseite umgekantet. Bevorzugt ist der Randabschnitt breiter als eine maximale
Höhe des Produkts bzw. eines jeweiligen Produkteinzelteils, so dass der Randabschnitt
sämtliche Produkteinzelteile überragt und mit dem Produkteinzelteileträger eine schützende
Wanne bildet, in der das Produkt angeordnet ist.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Fixierfolie eine Skin-Folie und/oder
eine Selbstklebefolie. Dabei zeichnet sich eine Skin-Folie dadurch aus, dass sie das
zu verpackende Produkt hauteng umschließt, ohne jedoch mit dem Produkt verklebt zu
sein. Wird eine Selbstklebefolie verwendet, kann es vorteilhaft sein, wenn die Produkteinzelteile
zusätzlich noch separat verpackt sind, beispielsweise in Folienbeuteln. Auf diese
Weise kann ein Ankleben der Selbstklebefolie direkt an den Produkteinzelteilen verhindert
werden.
[0017] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Verpackung zum Schutz des Produkts
außerdem noch einen Verpackungsaußenkörper auf, in den der Produkteinzelteileträger
einsetzbar ist. Dies kann ein Karton, eine Kiste oder dergleichen sein. In einer bevorzugten
Ausgestaltung ist der Verpackungsaußenkörper eine Kartonverpackung.
[0018] In einer alternativen Ausgestaltung ist der Produkteinzelteileträger einteilig mit
dem Verpackungsaußenkörper verbunden, wobei dabei die Verpackung aus einem Faltbogen
durch Falten zusammengesetzt werden kann, wobei der Produkteinzelteileträger durch
mindestens eine Teilfläche dieses Faltbogens gebildet wird und die übrigen Teilflächen
den Verpackungsaußenkörper bilden.
[0019] In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Produkteinzelteileträger derart in den
Verpackungsaußenkörper eingesetzt, dass bei einem Öffnen des Verpackungsaußenkörpers
unmittelbar die Entnahmeseite sichtbar ist. Auf diese Weise ist auch bei einer Verpackung
mit einem Verpackungsaußenkörper ein einfaches und gezieltes Auspacken der einzelnen
Produkteinzelteile möglich. Somit ist es zum Entnehmen der Produkteinzelteile aus
der Verpackung nicht erforderlich, den Produkteinzelteileträger aus dem Verpackungsaußenkörper
herauszunehmen bzw. herauszunehmen und zu wenden.
[0020] In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Verpackungsaußenkörper ein durchsichtiges
Fenster auf, dass vorzugsweise derart angeordnet ist, dass durch das Fenster die Anordnungsseite
des in den Verpackungsaußenkörper eingesetzten Produkteinzelteileträgers sichtbar
ist.
[0021] Zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Verpacken eines Produkts,
das unterschiedliche, zu verpackende Produkteinzelteile umfasst, unter Verwendung
einer vorgenannten Verpackung, werden zunächst die Produkteinzelteile in den jeweils
zugehörigen Anordnungsbereichen auf der Anordnungsseite des Produkteinzelteileträgers
angeordnet und anschließend mittels der Fixierfolie auf dem Produkteinzelteileträger
fixiert. Dazu wird der Produkteinzelteileträger zumindest teilweise und die auf dem
Produkteinzelteileträger angeordneten Produkteinzelteile vollständig mit der Fixierfolie
überdeckt und die Fixierfolie anschließend mit dem Produkteinzelteileträger verbunden.
[0022] Bevorzugt wird die Fixierfolie dabei mit dem Produkteinzelteileträger verklebt. Dabei
kann es vorteilhaft sein, die in den Anordnungsbereichen entstehenden Hohlräume zu
evakuieren, um eine verbesserte Fixierung der einzelnen Produkteinzelteile zu erreichen.
Alternativ kann auch eine Schrumpffolie als Fixierfolie verwendet werden, die aufgeschrumpft
wird. In einer Weiterbildung der Erfindung werden vor der Anordnung der Produkteinzelteile
auf der Anordnungsseite in den Anordnungsbereichen jeweils zugehörige Symbole, Bilder,
Beschriftungen und/oder die Umrisse bzw. korrespondierende Konturen oder sonstige
entsprechende Kennzeichnungen der jeweils zugehörigen Produkteinzelteile auf der Anordnungsseite
angezeigt bzw. auf die Anordnungsseite projiziert. Dies erleichtert einem Mitarbeiter
beim Verpacken die Anordnung der jeweiligen Produkteinzelteile auf der Anordnungsseite.
Zum einen kann dadurch vorgegeben werden, in welchem Anordnungsbereich welches Produkteinzelteil
anzuordnen ist entsprechend der platzsparendsten Anordnung. Zum anderen ist unmittelbar
ersichtlich, welches Produkteinzelteil noch fehlt bzw. noch anzuordnen ist. Es ist
auch denkbar, alternativ oder zusätzlich, einen Produkteinzelteileträger zu verwenden,
der auf seiner Anordnungsseite bereits dauerhaft aufgebrachte Symbole, Bilder und/oder
dergleichen aufweist.
[0023] In einer Weiterbildung der Erfindung wird, vorzugsweise nach dem Fixieren der Produkteinzelteile,
ein Randbereich außerhalb der Anordnungsbereiche und außerhalb des flächigen Abschnitts
um 90° in Richtung der Anordnungsseite umgekantet. Dadurch wird auf einer der Anordnungsseite
zugewandten Seite des Produkteinzelteileträgers der umlaufende, wannenbildende Randabschnitt
erzeugt. Der Randabschnitt muss dabei nicht vollständig geschlossen umlaufend sein,
er kann auch entsprechende Einschnitte aufweisen.
[0024] In einer Weiterbildung der Erfindung wird der Produkteinzelteileträger, nachdem die
Produkteinzelteile mittels der Fixierfolie auf dem Produkteinzelteileträger fixiert
sind, derart in den Verpackungsaußenkörper eingesetzt, dass beim Öffnen des Verpackungsaußenkörpers
unmittelbar die Entnahmeseite des Produkteinzelteileträgers sichtbar ist.
[0025] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0026] Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. Die in den einzelnen Figuren gezeigten Ausführungsformen
weisen teilweise Merkmale auf, die die anderen dargestellten Ausführungsformen der
Erfindung nicht aufweisen. Die Merkmale können jedoch, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen, beliebig miteinander kombiniert werden. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1a
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verpackung mit einem in einen Verpackungsaußenkörper
eingesetzten Produkteinzelteileträger in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 1b
- einen Schnitt durch den Produkteinzelteileträger aus Fig. 1a,
- Fig. 1c
- den Produkteinzelteileträger aus den Fig. 1a und 1b in Draufsicht auf dessen Entnahmeseite
vor einem Umkanten der Randbereiche, und
- Fig. 2
- ein alternatives Ausführungsbeispiel mit einem in den Verpackungsaußenkörper integrierten
Produkteinzelteileträger.
[0027] Fig. 1a zeigt in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verpackung 100 mit einem bereits verpackten, mehrteiligen Produkt 12 (siehe Fig. 1b),
beispielhaft einem Brauseset, wobei die Verpackung 100 einen Verpackungsaußenkörper
44 und einen in den Verpackungsaußenkörper 44 eingesetzten Produkteinzelteileträger
16 umfasst.
[0028] Fig. 1b zeigt einen Schnitt in Längsrichtung nur durch den Produkteinzelteileträger
16 aus Fig. 1a mit dem verpackten Produkt 12 und seinen Produkteinzelteilen 14a bis
14d, beispielhaft einem Schlauch 14a, einer Armatur 14b, einer Handbrause 14c und
einer Brausestange 14d, wobei in dieser Ansicht nur die Produkteinzelteile 14a bis
14c erkennbar sind.
[0029] Der Produkteinzelteileträger 16 umfasst eine Entnahmeseite 20 und eine der Entnahmeseite
20 gegenüberliegende Anordnungsseite 18, auf der das Produkt 12 angeordnet ist. Als
Entnahmeseite 20 wird dabei die Seite des Produkteinzelteileträgers 16 bezeichnet,
von der aus das Produkt 12 bzw. die Produkteinzelteile 14a bis 14d später beim Auspacken
entnommen werden können.
[0030] Das Produkt 12 bzw. die Produkteinzelteile 14a bis 14d sind dabei mit einer Fixierfolie
in Form einer Skin-Folie 24 auf der Anordnungsseite 18 des Produkteinzelteileträgers
16 fixiert, so dass sie auch während eines Transports sicher an einem jeweils für
sie vorgesehenen Platz gehalten werden. Dabei ist die Skin-Folie 24 mittels eines
Klebemittels 26 in den Bereichen außerhalb der Produkteinzelteile 14a bis 14d mit
dem Produkteinzelteileträger 16 verklebt. In den Bereichen, in denen die Produkteinzelteile
14a bis 14d angeordnet sind, bildet die Skin-Folie 24 einen die Produkteinzelteile
14a bis 14d umschließenden Hohlraum. Das Klebemittel 26 kann dazu auf dem Produkteinzelteileträger
16 und/oder auf der Fixierfolie aufgebracht werden. Die Fixierfolie kann auch selbstklebend
sein. Als Klebemittel 26 sind sowohl Selbstklebemittel als auch aktivierbare Klebemittel
geeignet, beispielsweise thermisch und/oder durch UV-Licht aktivierbare Klebemittel.
Zwei-Komponenten-Klebemittel sind ebenfalls denkbar.
[0031] Der Produkteinzelträger 16 weist einen flächigen Abschnitt 40 auf sowie umlaufende,
wannenbildende Randabschnitte 42b, die durch Umkanten von Randbereichen 42a um 90°
in Richtung der Anordnungsseite erzeugt worden sind und eine das Produkt 12 bzw. die
Produkteinzelteile 14a bis 14d schützende Wanne bilden. Die Wannenhöhe bzw. die Breite
des Randabschnitts 42b ist dabei zum Schutz des Produkts 12 bzw. der Produkteinzelteile
14a bis 14d größer als eine maximale Produkteinzelteilhöhe. Der Produkteinzelteileträger
16 ist außerdem so steif bzw. fest, dass die verpackten Produkteinzelteile 14a bis
14d trotz ihres Eigengewichts sicher fixiert sind und nicht gegen einander bzw. gegen
einen Boden des Verpackungsaußenkörpers 44 stoßen können.
[0032] Zusätzlich ist ein Stützkörper 30 zur Abstützung bzw. zum Schutz des Produkts 12
vorgesehen. Der Stützkörper 30 ist ebenfalls so hoch wie die Randabschnitte 42b. In
diesem Fall handelt es sich um einen separaten Stützkörper 30, der zusammen mit den
Produkteinzelteilen 14a bis 14d auf dem Produkteinzelteileträger 16 angeordnet worden
ist und der ebenfalls mittels der Fixierfolie 24 auf dem Produkteinzelteileträger
16 fixiert wurde. Der Stützkörper kann auch ähnlich wie die Randabschnitte 42b durch
Umkanten einer Lasche bzw. einer Klappe als Teil des Produkteinzelteileträgers 16
erzeugt werden.
[0033] Fig. 1c zeigt den Produkteinzelteileträger 16 in einer Draufsicht auf die Anordnungsseite
18 vor dem Umkanten der Randbereiche 42a mit dem bereits auf dem Produkteinzelteileträger
16 angeordneten Produkt 12. Die Produkteinzelteile 14a bis 14d sind dabei innerhalb
des flächigen Abschnitts 40 in jeweils vordefinierten, zugehörigen Anordnungsbereichen
22 auf der Anordnungsseite 18 angeordnet.
[0034] Bei der in Fig. 1a dargestellten Verpackung 100 ist der Verpackungsaußenkörper 44
eine Kartonverpackung mit einem Klappdeckel, in den der Produkteinzelteileträger 16,
der ebenfalls aus Karton besteht, mit dem verpackten Produkt 12 eingesetzt ist. Der
Produkteinzelteileträger 16 ist dabei derart in den Verpackungsaußenkörper 44 eingesetzt,
dass bei geöffnetem Klappdeckel, wie in Fig. 1a dargestellt, die Entnahmeseite 20
des Produkteinzelteileträgers 16 unmittelbar sichtbar ist. Die umgekanteten Randabschnitte
42b und der Stützkörper 30 liegen dabei auf dem hier nicht erkennbar dargestellten
Boden des Verpackungsaußenkörpers 44 auf bzw. stützen sich auf diesem ab, so dass
ein Aufliegen der Produkteinzelteile 14a bis 14d auf dem Boden des Verpackungsaußenkörpers
44 verhindert wird und das Produkt zusätzlich vor Beschädigungen geschützt ist.
[0035] Um das Produkt 12 bzw. die Produkteinzelteile 14a bis 14d aus der erfindungsgemäßen
Verpackung 100 entnehmen zu können, weist der Produkteinzelteileträger Perforationen
28 auf, die teilweise den Umrissen bzw. den korrespondierenden Konturen der Produkteinzelteile
14a bis 14d entsprechen (siehe auch Fig. 1c).
[0036] Für eine vereinfachte Entnahme bzw. für ein vereinfachtes Aufreißen der Perforationen
28 weist der Produkteinzelteileträger 16 zusätzlich Entnahmehilfen 34a bzw. 34b in
Form von Löchern 34a bzw. Klappen 34b auf. Insbesondere die Löcher 34a sind so ausgebildet,
dass von der Entnahmeseite 20 aus mit den Fingern in die Löcher 34a hinein- bzw. hindurchgegriffen
werden kann, so dass der Produkteinzelteileträger 16 innerhalb des perforierten Bereiches
greifbar ist und ein einfaches Aufreißen entlang der Perforation 28 möglich ist.
[0037] Auf der Entnahmeseite 20 sind ferner Symbole 32 aufgedruckt, die den jeweils in den
zugehörigen Anordnungsbereichen 22 auf der Anordnungsseite angeordneten Produkteinzelteilen
14a bis 14d entsprechen. Somit ist es auch möglich von der Entnahmeseite 20 aus auf
den ersten Blick zu erkennen, in welchem Anordnungsbereich 22 welches Produkteinzelteil
14a bis 14d angeordnet ist. Es können auch Beschriftungen, Bilder oder ähnliches zur
Kennzeichnung der Anordnung der Produkteinzelteile 14a bis 14d vorgesehen sein. Es
ist auch denkbar, dass die Kennzeichnung eine Montageanleitung bildet, bzw. ein Bestandteil
der Montageanleitung ist.
[0038] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verpackung 100 werden die Produkteinzelteile
14a bis 14d in ihren zugehörigen Anordnungsbereichen 22 auf dem Produkteinzelteileträger
16 wie in Fig. 1c dargestellt angeordnet. Dazu können während des Verpackens auch
jeweils zugehörige Symbole 32 auf die Anordnungsseite projiziert werden, beispielsweise
mittels eines Lasers. Alternativ können die Symbole 32 bzw. Beschriftungen auch dauerhaft
aufgebracht sein, beispielsweise durch Drucken.
[0039] Anschließend werden die Produkteinzelteile 14a bis 14d mittels der Skin-Folie 24
auf dem Produkteinzelteileträger 16 fixiert. Für eine verbesserte Fixierung können
die durch die Skin-Folie 24 erzeugten Hohlräume im Bereich der Produkteinzelteile
14a bis 14d mit Unterdruck beaufschlagt bzw. zusätzlich evakuiert werden. Mittels
eines Unterdrucktisches, auf dem der ganze Produkteinzelteileträger 16 angeordnet
werden kann, können die einzelnen Hohlräume gleichzeitig evakuiert bzw. mit Unterdruck
beaufschlagt werden. Dabei können die Entnahmehilfen 34a bzw. 34b bei entsprechender
Ausgestaltung als Ansaugöffnungen genutzt werden.
[0040] Nach dem die Produkteinzelteile 14a bis 14d mittels der Skin-Folie 24 auf dem Produkteinzelteileträger
16 fixiert sind, werden die außerhalb des flächigen Abschnitts 40 angeordneten Randbereiche
42a um 90° in Richtung der Anordnungsseite 18 umgekantet bzw. umgeknickt, so dass
die umlaufenden, wannenbildenden Randabschnitte 42b erzeugt werden.
[0041] Dann kann der Produkteinzelteileträger 16 mit dem verpackten Produkt 12 mit der Entnahmeseite
20 nach oben in den Verpackungsaußenkörper 44 eingesetzt werden.
[0042] Fig. 2 zeigt eine alternative, noch nicht fertig zusammengesetzte Verpackung 200,
bei welcher der Produkteinzelteileträger 16 und der Verpackungsaußenkörper 44 einteilig
sind. Die Verpackung 200 mit dem Verpackungsaußenkörper 44 wird dabei später, nachdem
die Produkteinzelteile 14a bis 14d auf dem Produkteinzelteileträger 16 mittels der
Skin-Folie 24 fixiert sind, aus einem einteiligen Faltbogen, wie er hier schematisch
dargestellt ist, zusammengesetzt.
[0043] Eine alternative, hier nicht dargestellten Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Verpackung weist keinen Verpackungsaußenkörper auf, sondern lediglich einen Produkteinzelteileträger
ohne Randbereiche sowie eine Fixierfolie, weiche die Anordnungsseite zumindest teilweise
und die auf der Anordnungsseite angeordneten Produkteinzelteile vollständig überdeckt
und die mit der Anordnungsseite derart verbunden ist, dass die Produkteinzelteile
auf dem Produkteinzelteileträger fixiert sind.
[0044] Mit der erfindungsgemäßen Verpackung bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren kann mit
wenigen Grundvarianten eine große Menge von Produkten verpackt werden. Zur Anpassung
an ein anderes Produkt bzw. geänderte Produkteinzelteile sind keine aufwendigen Änderungen
bzw. komplette Neuentwicklungen erforderlich. Die Anpassung der Verpackung in ihren
Dimensionen sowie eine Änderung der Perforationen bzw. der Symbole wird in den meisten
Fällen ausreichend sein, so dass die erfindungsgemäße Verpackung eine große Flexibilität
bietet.
[0045] Des Weiteren kann die Lagerhaltung der vorzuhaltenden Verpackungen vereinfacht werden,
da deutlich weniger Verpackungsvarianten vorzuhalten sind. Ferner ist die erfindungsgemäße
Verpackung platzsparender in der Lagerhaltung. Somit können auch die direkten Verpackungskosten
pro Einheit gesenkt werden. Des weiteren kann die Fehlerrate falsch verpackter Produkte
verringert werden, insbesondere kann die Anzahl an unvollständig verpackten Produkten
reduziert werden, da mit der erfindungsgemäßen Verpackung eine Vollständigkeitskontrolle
auf den ersten Blick möglich ist. Des Weiteren werden keine zusätzlichen, an die jeweiligen
Produkteinzelteile angepassten Hilfsmittel, wie beispielsweise Styroporeinsätze oder
Kartoneinsätze, zur Fixierung des Produkts in der Verpackung benötigt.
[0046] Die erfindungsgemäße Verpackung eignet sich insbesondere zum Verpacken mehrteiliger
Produkte. Im Sanitärbereich sind das zum Beispiel Sanitärarmaturen, Brausesets, Multifunktionsbrausen
oder dergleichen.
[0047] Mit anderen Worten ausgedrückt kann die in Fig. 1a dargestellte, erfindungsgemäße
Verpackung 100 als eine Verpackung 100 beschrieben werden, die einen Umkarton 44 und
eine Einlage aufweist, die einen zunächst ebenen Trägerkarton 16 aufweist, der Markierungen
32 auf der Vorderseite 18 für alle Teile 14a bis 14d aufweist, die verpackt werden
sollen bzw. die verpackt sind. Für eine vereinfachte Entnahme weist der Trägerkarton
16 entsprechend der Umrisse der Teile 14a bis 14d Perforationen auf. Zum Verpacken
der einzelnen Teile 14a bis 14d in eine solche Verpackung 100 legt ein Verpacker die
Teile 14a bis 14d entsprechend einer ihm vorgegebenen Anweisung, die beispielsweise
in Form von Symbolen 32, Bildern, Beschriftungen oder dergleichen dauerhaft auf dem
Trägerkarton 16 aufgebracht sein kann bzw. während des Verpackens auf diesen projiziert
wird, entsprechend auf dem Trägerkarton 16 ab.
[0048] Anschließend wird in einer Maschine eine Folie 24 aufgebracht, wobei die Teile 14a
bis 14d mit dieser Folie 24 überzogen und so an ihrem Platz 22 fixiert werden, dass
sie während eines Transports sicher gehalten werden. Die Folie 24 ist zumindest in
den Bereichen, in denen keine Teile 14a bis 14d angeordnet sind, mit dem Trägerkarton
16 verklebt. Alternativ oder zusätzlich kann die Folie 24 auch über die Teile 14a
bis 14d geschrumpft sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Folie 24 auch mechanisch
mit dem Träger verbunden sein mittels Laschen, Aufkantungen und/oder ähnlichem und/oder
mittels Durchbrüchen im Träger, durch welche die Folie hindurchgezogen werden kann
und bei Bedarf zusätzlich über Hilfsmitteln gehalten werden kann. Anschließend wird
der Trägerkarton 16 an seinen Längskanten hochgekantet, so dass eine Wanne entsteht,
in der die Teile 14a bis 14d angeordnet sind. Anschließend kann der Trägerkarton 16
mit den darauf fixierten Teilen 14a bis 14d in den Umkarton 44 gelegt werden. Dabei
wird er so in den Umkarton 44 eingesetzt, dass die perforierte Rückseite 20 in Richtung
des Deckels des Umkartons 44 zeigt. Auf der Rückseite 20 sind ebenfalls dem Inhalt
der Verpackung entsprechende Markierungen 32 aufgebracht und der Trägerkarton 16 ist
so perforiert, dass die gewünschten Teile 14a bis 14d gezielt in der benötigten Reihenfolge,
beispielsweise in der Reihenfolge der Montageschritte, entnommen werden können. So
kann der Trägerkarton 16 auch gleichzeitig als Montageanleitung dienen. Zusätzlich
zur Perforation 28 weist die Rückseite 20 Löcher 34a auf, die beispielsweise durch
Stanzen hergestellt werden können und in die ein Monteur eingreifen kann, um die Perforation
28 leichter aufreißen zu können.
1. Verpackung (100, 200) für ein Produkt (12), das unterschiedliche, zu verpackende Produkteinzelteile
(14a bis 14d) umfasst, insbesondere für Produkte aus dem Sanitärbereich, mit:
- einem Produkteinzelteileträger (16) mit einer Anordnungsseite (18), einer der Anordnungsseite
(18) gegenüberliegenden Entnahmeseite (20) und einer Anzahl von vorgegebenen Anordnungsbereichen
(22) auf der Anordnungsseite (18), wobei in einem jeweiligen Anordnungsbereich (22)
mindestens ein zugehöriges Produkteinzelteil (14a bis 14d) anordenbar ist, und
- einer Fixierfolie (24), die die Anordnungsseite (18) zumindest teilweise und die
auf der Anordnungsseite (18) angeordneten Produkteinzelteile (14a bis 14d) vollständig
überdeckt und die mit der Anordnungsseite (18) derart verbunden ist, dass die Produkteinzelteile
(14a bis 14d) auf dem Produkteinzelteileträger (16) fixiert sind, wobei
- der Produkteinzelteileträger (16) in den Anordnungsbereichen (22) Perforationen
(28) aufweist, die derart ausgebildet sind, dass eine Entnahme eines jeweiligen Produkteinzelteils
(14a bis 14d) auf der Entnahmeseite (20) durch Aufreißen der Perforation (28) möglich
ist.
2. Verpackung (100, 200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Formen der Perforationen (28) derart gestaltet sind, dass sie Umrissen zugehöriger
Produkteinzelteile (14a bis 14d) entsprechen.
3. Verpackung (100, 200) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Entnahmeseite (20) gegenüberliegend zu den Anordnungsbereichen (22) Symbole
(32) vorgesehen sind, die den zugehörigen Produkteinzelteilen (14a bis 14d) entsprechen.
4. Verpackung (100, 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Anordnungsseite (18) in den Anordnungsbereichen (22) Symbole (32) vorgesehen
sind, die zugehörigen Produkteinzelteilen (14a bis 14d) entsprechen.
5. Verpackung (100, 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anordnungsbereichen (22) Entnahmehilfen (34a, 34b), insbesondere Löcher (34a)
und/oder Klappen (34b), vorgesehen sind, um das Aufreißen der Perforation (28) zu
erleichtern, wobei vorzugsweise die Entnahmehilfen verstärkt ausgebildete Perforationen
sind.
6. Verpackung (100, 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Produkteinzelteileträger (16) einen flächigen Abschnitt (40), in dem die Anordnungsbereiche
(22) vorgesehen sind, und einen durch Umkanten um 90° erzeugten, umlaufenden, wannenbildenden
Randabschnitt (42b) aufweist.
7. Verpackung (100, 200) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierfolie (24) eine Skin-Folie und/oder eine Selbstklebefolie ist.
8. Verpackung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Verpackungsaußenkörper (44), in den der Produkteinzelteileträger (16) einsetzbar
ist.
9. Verpackung (100) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Produkteinzelteileträger (16) derart in den Verpackungsaußenkörper (44) eingesetzt
ist, dass bei einem Öffnen des Verpackungsaußenkörpers (44) die Entnahmeseite (20)
sichtbar ist.
10. Verpackung (100) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verpackungsaußenkörper (44) ein durchsichtiges Fenster aufweist, wobei vorzugsweise
das Fenster des Verpackungsaußenkörper (44) derart angeordnet ist, dass durch das
Fenster die Anordnungsseite (18) eines in den Verpackungsaußenkörper (44) eingesetzten
Produkteinzelteileträgers (16) sichtbar ist.
11. Verfahren zum Verpacken eines Produkts (12), das unterschiedliche, zu verpackende
Produkteinzelteile (14a bis 14d) umfasst, unter Verwendung einer Verpackung (100,
200) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit den Schritten:
- Anordnen der Produkteinzelteile (14a bis 14d) in den jeweils zugehörigen Anordnungsbereichen
(22) auf der Anordnungsseite (18) des Produkteinzelteileträgers (16) und
- Fixieren der Produkteinzelteile (14a bis 14d) auf dem Produkteinzelteileträger (16)
mittels einer Fixierfolie (24), indem der Produkteinzelteileträger (16) zumindest
teilweise und die auf dem Produkteinzelteileträger (16) angeordneten Produkteinzelteile
(14a bis 14d) vollständig mit der Fixierfolie (24) überdeckt werden und die Fixierfolie
(24) mit dem Produkteinzelteileträger (16) verbunden wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anordnungsbereichen (22) des Produkteinzelteileträgers (16) Symbole (32) und/oder
die Umrisse der jeweils zugehörigen Produkteinzelteile (14a bis 14d) auf der Anordnungsseite
(18) angezeigt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Produkteinzelteileträger (16) in einem Randbereich außerhalb der Anordnungsbereiche
(22) um 90° umgekantet wird derart, dass auf einer der Anordnungsseite (18) zugewandten
Seite des Produkteinzelteileträgers (16) der umlaufende, wannenbildende Randabschnitt
(42b) erzeugt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem die Produkteinzelteile (14a bis 14d) mittels der Fixierfolie (24) auf dem
Produkteinzelteileträger (16) fixiert sind, der Produkteinzelteileträger (16) derart
in den Verpackungsaußenkörper (44) eingesetzt wird, dass beim Öffnen des Verpackungsaußenkörpers
(44) die Entnahmeseite (20) des Produkteinzelteileträgers (16) sichtbar ist.