[0001] Die Erfindung betrifft ein Pflastersteinsystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 199 60 320 A1 ist ein Pflasterstein mit an den Seitenwänden angeordneten Nocken bekannt, welcher
zur Erstellung von Pflasterflächen Verwendung findet, bei welchen die zueinander benachbarten
Pflastersteine miteinander verzahnt sind.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Pflastersteinsystem vorzuschlagen, welches eine
wirksame Verzahnung aufweist, wobei insbesondere auch Pflastersteine unterschiedlicher
Pflastersteintypen mit unterschiedlichen Nocken ohne Minderung der Verzahnungswirkung
gegenüber der Verzahnungswirkung, welche Pflastersteine des selben Pflastersteintyps
aufweisen, miteinander verlegbar sind und wobei die Pflastersteine insbesondere ohne
Beeinträchtigung der Verzahnungswirkung eine erhöhte Entwässerungsleistung aufweisen.
[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte
und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0005] Erfindungsgemäß wird durch eine Ausrichtung der Nocken an den Sektor-Halbierenden
eine Nockenausrichtung geschaffen, welche es erlaubt, dass nicht nur Pflastersteine
mit Nocken gleicher Breite im verlegten Zustand wirksam miteinander verzahnt sind,
sondern auch Pflastersteine mit Nocken unterschiedlicher Breite, bei welchen Nockenpaare
aus schmalen und breiten Nocken zusammenwirken, im verlegten Zustand in gleicher Qualität
wirksam miteinander verzahnt sind. Kern der Erfindung ist somit, abweichend von einer
zentrischen Nockenanordnung, eine laterale Nockenausrichtung an Sektor-Halbierenden
des Rasters.
[0006] Weiterhin sieht die Erfindung zwischen den Nocken Entwässerungsschlitze vor, wobei
die Entwässerungsschlitze im Bereich der die Sektoren begrenzenden Sektorlinien ausgebildet
sind. Somit bleibt die Leistungsfähigkeit der Nockenverzahnung benachbarter Steine
bei durch die Entwässerungsschlitze erhöhter Entwässerungsleistung erhalten und die
Entwässerungsschlitze benachbarter Pflastersteine liegen sich unabhängig davon gegenüber,
ob diese jeweils breite oder schmale Nocken aufweisen, so dass auch bei einem Wechsel
des Pflastersteintyps ein einheitliches Fugenbild erhalten bleibt.
[0007] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0008] Hierbei zeigt:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf einen Pflasterbelag, welcher aus Pflastersteinen eines ersten
Pflastersteintyps gebildet ist;
- Figur 2:
- eine Draufsicht auf einen Pflasterbelag, welcher aus Pflastersteinen eines zweiten
Pflastersteintyps gebildet ist;
- Figur 3:
- eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine eines ersten
Pflastersteintyps;
- Figur 4:
- eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine des ersten
Pflastersteintyps, wobei diese Pflastersteine Entwässerungsschlitze aufweisen;
- Figur 5:
- eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine eines zweiten
Pflastersteintyps;
- Figur 6:
- eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine des zweiten
Pflastersteintyps, wobei diese Pflastersteine Entwässerungsschlitze aufweisen;
- Figur 7:
- eine Detailansicht zweier zueinander beabstandeter großer Pflastersteine unterschiedlichen
Pflastersteintyps;
- Figur 8:
- eine Detailansicht der in der Figur 7 gezeigten großen Pflastersteine in miteinander
verzahnter Position;
- Figur 9:
- eine Detailansicht zweier zueinander beabstandeter großer Pflastersteine unterschiedlichen
Pflastersteintyps, wobei diese Pflastersteine Entwässerungsschlitze aufweisen;
- Figur 10:
- eine Detailansicht der in der Figur 9 gezeigten großen Pflastersteine in miteinander
verzahnter Position, wobei diese Pflastersteine Entwässerungsschlitze aufweisen und
- Figur 11:
- eine Detailansicht zweier mit einander verzahnter großer Pflastersteine unterschiedlichen
Pflastersteintyps, wobei einer der beiden Pflastersteine Entwässerungsschlitze aufweist.
[0009] Zur Erhaltung der Übersichtlichkeit der Figuren sind in den Figuren 4 bis 11 bei
jedem dargestellten Pflasterstein jeweils nur an einer Seitenfläche Nocken dargestellt.
[0010] In der Figur 1 ist eine Draufsicht auf einen Pflasterbelag 1 gezeigt, welcher Pflastersteinen
2, 3, 4 eines ersten Pflastersteintyps P1 eines Pflastersteinsystems PSS umfasst.
Die Pflastersteine 2 und 3 sind als kleine Pflastersteine 5 und der Pflasterstein
4 als großer Pflasterstein 6 ausgeführt. Alle drei Pflastersteine 2, 3, 4 weisen bezüglich
einer Breite bzw. Nockenbreite b schmale Nocken 7 auf. Zur Erhaltung der Übersichtlichkeit
sind die Nocken nur teilweise mit dem Bezugszeichen 7 bezeichnet. Die Pflastersteine
2, 4 des erste Pflastersteintyps P1 weisen an ihren Seitenfläche 16, 15, zu welchen
sich Entwässerungsschlitze ES öffnen, in beide Richtungen y bzw. y' eines Verlaufs
der Seitenfläche 16 bzw. 15 jeweils nockenfreie Bereich NFB1 bis NFB4 auf, wobei hierdurch
die miteinander verzahnten, benachbarten Pflastersteine 2, 4 in Draufsicht Kreuzfugen
KF ausbilden, wobei die Kreuzfugen KF jeweils durch die beiden gegenüberliegenden
Entwässerungsschlitze ES und die nockenfreien Bereiche NFB1 bis NFB4 gebildet sind.
[0011] In der Figur 2 ist eine Draufsicht auf einen Pflasterbelag 8 gezeigt, welcher Pflastersteinen
9, 10, 11 eines zweiten Pflastersteintyps P2 des Pflastersteinsystems PSS umfasst.
Die Pflastersteine 9 und 10 sind als kleine Pflastersteine 12 und der Pflasterstein
11 ist als großer Pflasterstein 13 ausgeführt. Alle drei Pflastersteine 9, 10, 11
weisen bezüglich einer Breite bzw. Nockenbreite B breite Nocken 14 auf. Zur Erhaltung
der Übersichtlichkeit sind die Nocken nur teilweise mit dem Bezugszeichen 14 bezeichnet.
[0012] In der Figur 3 ist eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine
2, 3 bzw. 5 eines ersten Pflastersteintyps P1 gezeigt. Die Pflastersteine 2, 3 sind
durch ein Raster R aus Sektor-Halbierenden SH unterteilt. Bezüglich der Anordnung
von Nocken 7 wird auf die Beschreibung zu den Figuren 7 und 8 verwiesen.
[0013] In der Figur 4 ist eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter kleiner Pflastersteine
2, 3 bzw. 5 des ersten Pflastersteintyps P1 gezeigt, wobei diese Pflastersteine 2,
3 Entwässerungsschlitze ES aufweisen. Die beiden Pflastersteine 2. 3 entsprechen grundsätzlich
den in der Figur 3 gezeigten Pflastersteinen, wobei zur Vereinfachung der Darstellung
Nocken 7 nur an gegenüberliegenden Seitenflächen 15, 16 dargestellt sind. In Bezug
auf die Positionierung der Entwässerungsschlitze ES wird grundsätzlich auch auf die
Beschreibung zu den Figuren 9 und 10 verwiesen. Die Pflastersteine 2, 4 des erste
Pflastersteintyps P1 weisen an ihren Seitenfläche 15, 16, zu welchen sich Entwässerungsschlitze
ES öffnen, in beide Richtungen y bzw. y' eines Verlaufs der Seitenfläche 15 bzw. 16
jeweils nockenfreie Bereich NFB1 bis NFB4 auf, wobei hierdurch die miteinander verzahnten,
benachbarten Pflastersteine 2, 4 in Draufsicht Kreuzfugen KF ausbilden, wobei die
Kreuzfugen KF jeweils durch die beiden gegenüberliegenden Entwässerungsschlitze ES
und die nockenfreien Bereiche NFB1 bis NFB4 gebildet sind.
[0014] In der Figur 5 ist eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter großer Pflastersteine
9, 10 bzw. 12 eines zweiten Pflastersteintyps P2 gezeigt. Die Pflastersteine 9, 10
sind durch ein Raster R aus Sektorlinien SL und Sektor-Halbierenden SH unterteilt.
Bezüglich der Anordnung von Nocken 14 wird auf die Beschreibung zu den Figuren 7 und
8 verwiesen, wobei zur Vereinfachung der Darstellung Nocken 14 nur an gegenüberliegenden
Seitenflächen 17, 18 dargestellt sind.
[0015] In der Figur 6 ist eine Detailansicht zweier miteinander verzahnter großer Pflastersteine
9, 10 bzw. 12 des zweiten Pflastersteintyps P2 gezeigt, wobei diese Pflastersteine
9, 10 Entwässerungsschlitze ES aufweisen. Die beiden Pflastersteine 9, 10 entsprechen
grundsätzlich den in der Figur 5 gezeigten Pflastersteinen, wobei zur Vereinfachung
der Darstellung Nocken 14 nur an gegenüberliegenden Seitenflächen 17, 18 dargestellt
sind. In Bezug auf die Positionierung der Entwässerungsschlitze ES wird grundsätzlich
auch auf die Beschreibung zu den Figuren 9 und 10 verwiesen.
[0016] In der Figur 7 ist eine Draufsicht auf einen Pflasterbelag 100 gezeigt, welcher zwei
Pflastersteinen 101 und 102 eines ersten Pflastersteintyps P1 und eines zweiten Pflastersteintyps
P2 des Pflastersteinsystems PSS umfasst. Die beiden
[0017] Pflastersteine 101 und 102 liegen sich in der Darstellung der Figur 7 noch unverzahnt
gegenüber. Die Draufsicht ist auf Deckflächen 103, 104 der Pflastersteine 101 und
102 gerichtet, wobei den Deckflächen jeweils eine nicht sichtbare Bodenfläche gegenüber
liegt, mit welcher der jeweilige Pflasterstein auf einem Untergrund aufliegt. Umlaufend
um die Deckflächen 103, 104 verlaufen jeweils vier Seitenflächen, von denen in der
Darstellung der Figur 7 jeweils drei Seitenflächen 105 bis 107 und 108 bis 110 sichtbar
sind, wobei zur Erhaltung der Übersichtlichkeit der Darstellung nur an den gegenüberliegenden
Seitenflächen 106 und 109 Nocken 111 bis 116 und 117 bis 122 gezeigt sind. Zur Positionierung
der Nocken 111 bis 122 sind die Pflastersteine 101, 102 des ersten und des zweiten
Pflastersteintyps P1, P2 bezüglich ihrer Seitenflächen 106 und 109 jeweils in sechs
Sektoren S1 bis S6 und S7 bis S12 unterteilt, welche alle die gleiche Sektorbreite
SB aufweisen. Jeder Sektor S1 bis S12 ist durch eine Sektorhalbierende SH in einen
ersten Halbsektor HS1 und einen zweiten Halbsektor HS2 unterteilt.
[0018] Für die Anordnung der Nocken 111 bis 122 gilt grundsätzlich, dass an der Seitenfläche
106 bzw. 109 wenigstens ein Nocken 111, 113, 114 bzw. 118, 121 aber nicht alle Nocken
111 bis 122 in ersten Halbsektoren HS1 angeordnet ist und dass an jeder Seitenfläche
106 bzw. 109 wenigstens ein Nocken 112, 115 bzw. 117, 119, 120, 122 ,aber nicht alle
Nocken 111 bis 122 in zweiten Halbsektoren HS2 angeordnet ist, wobei grundsätzlich
weiterhin gilt, dass jeder Nocken 111 bis 122 in seinem Halbsektor HS1 bzw. HS2 derart
ausgerichtet ist, dass dieser jeweils an die Sektorhalbierende SH angrenzt, derart,
dass in jedem Sektor S1 bis S12 einer Seitenfläche 106 bzw. 109, welche an einem Nachbarstein
anliegt (siehe Figur 8), eine Schubübertragung einer Schubkraft erfolgen kann, welche
eine parallel zu der Seitenfläche 106 bzw. 109 verlaufende Schubkomponente SK1 oder
SK2 aufweist. Hierdurch entsteht an jeder Seitenfläche 106 bzw. 109 ein Nockenbild
NB106 bzw. NB109, welches im Zusammenwirken der Seitenflächen 106 und 109 dadurch
charakterisiert ist, dass durch die Nocken 111 und 112 bzw. 112 und 113 bzw. 113 und
114 bzw. 114 und 115 bzw. 115 und 116 bzw. 117 und 118 bzw. 118 und 119 bzw. 119 und
120 bzw. 120 und 121 bzw. 121 und 122 gebildete Nockenpaare NP1 bis NP10 kleine Abstände
S, mittlere Abstände M oder große Abstände L aufweisen. Hierbei wirken immer Nockenpaare
mit den Abständen S und L oder M und M zusammen.
[0019] In der Figur 8 sind die in der Figur 7 beabstandet dargstellten Pflastersteine 101
und 102 in verzahnter Stellung gezeigt, in welcher zwischen den Pflastersteine 101
und 102 Schubkräfte in y- und y'-Richtung übertragbar sind, welche oben als Schubkomponenten
SK1 und SK2 bezeichnet wurden.
[0020] Sofern die Sektoren und Halbsektoren für alle Seitenflächen der Pflastersteine des
ersten oder des zweiten Pflastersteintyps eingezeichnet werden, entstehen Raster R,
wie diese beispielhaft in den Figuren 1, 2, 3 und 10 gezeigt sind.
[0021] In der Figur 9 ist eine Detailansicht zweier zueinander beabstandeter großer Pflastersteine
101, 102 unterschiedlichen Pflastersteintyps P1 bzw. P2 gezeigt, wobei diese Pflastersteine
Entwässerungsschlitze aufweisen. Ein Raster R ist aus Sektorlinien SL und Sektor-Halbierenden
SH gebildet, wobei die Sektorhalbierenden SH jeden Sektor S1 bis S12 in einen ersten
Halbsektor HS1 und einen zweiten Halbsektor HS2 aufteilen. Entwässerungsschlitze ES
sind zwischen Nocken 7 bzw. 14 im Bereich der Sektorlinien SL angeordnet und weisen
eine Schlitzbreite ESB und eine Schlitztiefe EST. Die Entwässerungsschlitze ES sind
in Draufsicht auf die Pflastersteine 101 bzw. 102 spiegelsymmetrisch zu einer Halbierenden
H der Seitenfläche 105 bzw. 109 angeordnet und sind weiterhin an den Sektorlinien
SL ausgerichtet, welche Sektorgrenzen SG zwischen benachbarten Sektoren S1, S2; S2,
S3; S3, S4; S4, S5; S5, S6; S7, S8; S8, S9; S9, S10; S10, S11; S11, 12 bilden.
[0022] Insbesondere aus den Figuren 10 und 11 geht hervor wie Pflastersteine unterschiedlicher
Pflastersteintypen, welche dem erfindungsgemäßen Pflastersteinsystem entsprechen,
miteinander kombinierbar sind, wobei hierbei bei Bedarf jeder Pflasterstein sowohl
des ersten Pflastersteintyps als auch des zweiten Pflastersteintyps ohne Beeinträchtigung
der Verzahnung mit Entwässerungsschlitzen versehen werden kann. Hierbei zeigt die
Figur 10, die in der Figur 9 beschriebenen und gezeigten Pflastersteine 101 und 102
in einer miteinander verzahnten Stellung, in welcher sich die Entwässerungsschlitze
ES gegenüberliegen. Weiterhin ist in der Figur 10 das Raster R vollständig gezeigt,
wobei auf die Beschreibung zu Figur 9 verwiesen wird. In der Figur 11 ist die Kombination
einer Pflastersteines 101 mit Entwässerungsschlitzen ES eines ersten Pflastersteintyps
P1 mit einem Pflasterstein 102 ohne Entwässerungsschlitze eines Pflastersteintyps
P2 gezeigt.
[0023] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0024]
- 1
- Pflasterbelag
- 2, 3, 4
- Pflasterstein von P1 von PSS
- 5
- kleiner Pflasterstein (2, 3)
- 6
- großer Pflasterstein (4)
- 7
- schmaler Nocken
- 8
- Pflasterbelag
- 9, 10, 11
- Pflasterstein von P2 von PSS
- 12
- kleiner Pflasterstein (9, 10)
- 13
- großer Pflasterstein (11)
- 14
- breiter Nocken
- 15, 16
- Seitenfläche von 5
- 18, 19
- Seitenfläche von 6
- B
- Breite von 14
- b
- Breite von 17
- P1
- erster Pflastersteintyp
- P2
- zweiter Pflastersteintyp
- PSS
- Pflastersteinsystem
- 100
- Pflasterbelag
- 101
- Pflasterstein vom Typ P1
- 102
- Pflasterstein vom Typ P2
- 103, 104
- Deckfläche von 101 bzw. 102
- 105 - 107
- Seitenfläche von 101
- 108 - 110
- Seitenfläche von 102
- 111 - 116
- Nocken von 101
- 117 - 122
- Nocken von 102
- ES
- Entwässerungsschlitz
- ESB
- Breite von ES
- EST
- Tiefe von ES
- H
- Halbierende von 105 - 110
- HS1
- erster Halbsektor
- HS2
- zweiter Halbsektor
- KF
- Kreuzfuge
- L
- großer Abstand
- M
- mittlerer Abstand
- NB106
- Nockenbild
- NB109
- Nockenbild
- NFB1 - NFB4
- nockenfreier Bereich an 15 bzw. 16
- NP1 - NP10
- Nockenpaar
- R
- Raster
- S
- kleiner Abstand
- S1 - S6
- Sektor von 101
- S7 - S12
- Sektor von 102
- SB
- Sektorbreite
- SG
- Sektorgrenze
- SH
- Sektorhalbierende
- SK1, SK2
- Schubkomponente
- y, y'
- Richtung
1. Pflastersteinsystem (PSS) umfassend
- mehrere Pflastersteine (2 - 4; 101) eines ersten Pflastersteintyps (P1) mit umlaufend
angeordneten Nocken (7; 111 - 116),
- wobei die Nocken (7; 111 - 116) umlaufend an den Seitenflächen (105 - 107) in einem
sich wiederholenden Rhythmus angeordnet sind,
- wobei die Pflastersteine (2 - 4; 101) zu allen zwischen einer Deckfläche (103) und
einer Bodenfläche liegenden Seitenflächen (105 - 107) hin jeweils wenigstens zwei
Nocken (7; 111 - 116) aufweisen,
- wobei jede Seitenfläche (105 - 107) mehrere Sektoren (S1 - S6) gleicher Sektorbreite
(SB) unterteilt ist,
- wobei jeder Sektor (S1 - S6) durch eine SektorHalbierende (SH) in einen ersten Halbsektor
(HS1) und in einen zweiten Halbsektor (HS2) unterteilt ist,
- wobei in einem der Halbsektoren (HS1, HS2) jedes Sektors (S1 - S6) ein Nocken (7;
111 - 116) angeordnet ist,
- wobei an jeder Seitenfläche (105 - 107) wenigstens ein Nocken (7; 111 - 116) aber
nicht alle Nocken (7; 111 - 116) in ersten Halbsektoren (HS1) angeordnet ist und wobei
an jeder Seitenfläche (105 - 107) wenigstens ein Nocken (7; 111 - 116) aber nicht
alle Nocken (7; 111 - 116) in zweiten Halbsektoren (HS2) angeordnet ist,
- wobei jeder Nocken (7; 111 - 116) in seinem Halbsektor (HS1; HS2) derart ausgerichtet
ist, dass dieser an die Sektorhalbierende (SH) angrenzt,
- derart, dass in jedem Sektor (S1 - S6) einer Seitenfläche (105 - 107), welche an
einem Nachbarstein anliegt, eine Schubübertragung einer Schubkraft erfolgen kann,
welche eine parallel zu der Seitenfläche (105 - 107) verlaufende Schubkomponente (SK1,
SK2) aufweist.
2. Pflastersteinsystem (PSS) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (7; 111 - 116) jeder Seitenfläche (105 - 107) eines Pflastersteins (2
- 4; 101) des ersten Pflastersteintyps (P1) eine einheitliche Nockenbreite (b) aufweisen,
wobei insbesondere die Nocken (7; 111 - 116) aller Seitenflächen (105 - 107) eine
einheitliche Breite (b) aufweisen.
3. Pflastersteinsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Pflastersteine (2 - 4; 101) des ersten Pflastersteintyps (P1) zu allen zwischen
einer Deckfläche (103) und einer Bodenfläche liegenden Seitenflächen (105 - 107) hin
jeweils wenigstens einen Entwässerungsschlitz (ES) aufweisen,
- wobei jeder dieser Entwässerungsschlitze (ES) in Draufsicht auf die Deckfläche (103)
betrachtet eine Schlitztiefe (EST) aufweist, welche wenigstens das 1,5-fache einer
Schlitzbreite (ESB) beträgt,
- wobei die Entwässerungsschlitze (ES) einer Seitenfläche (105 - 107) in Draufsicht
auf die Deckfläche (103) betrachtet jeweils spiegelsymmetrisch in Bezug auf eine Halbierende
(H) der jeweiligen Seitenfläche (105 - 107) und insbesondere an jeder Sektorgrenze
(SG), an welcher zwei Sektoren (S1, S2; S2, S3; S3, S4; S4, S5; S5, S6; S7, S8; S8,
S9; S9, S10; S10, S11; S11, 12) aneinander liegen, angeordnet sind.
4. Pflastersteinsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Pflastersteinsystem .(PSS) mehrere Pflastersteine (9 - 11; 102) eines zweiten
Pflastersteintyps (P2) mit umlaufend angeordneten Nocken (14; 117 - 122) umfasst,
- wobei die Nocken (14; 117 - 122) umlaufend an den Seitenflächen (108 - 110) in einem
sich wiederholenden Rhythmus angeordnet sind,
- wobei die Pflastersteine (9 - 11; 102) des zweiten Pflastersteintyps (P2) zu allen
zwischen einer Deckfläche (104) und einer Bodenfläche liegenden Seitenflächen (108
- 110) hin jeweils wenigstens zwei Nocken (14; 117 - 122) aufweisen,
- wobei jede Seitenfläche (108 - 110) mehrere Sektoren (S7 - S12) gleicher Sektorbreite
(SB) unterteilt ist,
- wobei jeder Sektor (S7 - S12) durch eine SektorHalbierende (SH) in einen ersten
Halbsektor (HS1)und in einen zweiten Halbsektor (HS2) unterteilt ist,
- wobei in einem der Halbsektoren (HS1, HS2) jedes Sektors (S1 - S7) ein Nocken (14;
117 - 122) angeordnet ist,
- wobei an jeder Seitenfläche (108 - 110) wenigstens ein Nocken (14; 117 - 122) aber
nicht alle Nocken (14; 117
- 122) in ersten Halbsektoren (HS1) angeordnet ist und wobei an jeder Seitenfläche
(108 - 110) wenigstens ein Nocken (14; 117 - 122) aber nicht alle Nocken (14; 117
- 122) in zweiten Halbsektoren (HS2) angeordnet ist,
- wobei jeder Nocken (14; 117 - 122) in seinem Halbsektor (HS1; HS2) derart ausgerichtet
ist, dass dieser an die Sektorhalbierende (SH) angrenzt,
- derart, dass in jedem Sektor (S7 - S12) einer Seitenfläche (108 - 110), welche an
einem Nachbarstein des ersten Pflastersteintyps (P1) oder an einem Nachbarstein des
zweiten Pflastersteintyps (P2) anliegt, eine Schubübertragung einer Schubkraft erfolgen
kann, welche eine parallel zu der Seitenfläche (108 - 110) verlaufende Schubkomponente
(SK1, SK2) aufweist.
5. Pflastersteinsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken (14; 117 - 122) jeder Seitenfläche (108 - 110) eines Pflastersteins (9
- 11; 102) des zweiten Pflastersteintyps (P2) eine einheitliche Nockenbreite (b; B)
aufweisen, wobei insbesondere die Nocken (14; 117 - 122) aller Seitenflächen (108
-110) eine einheitliche Breite (b; B) aufweisen.
6. Pflastersteinsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Pflastersteine (9 - 11; 102) des zweiten Pflastersteintyps (P2) zu allen zwischen
einer Deckfläche (104) und einer Bodenfläche liegenden Seitenflächen (108 - 110) hin
jeweils wenigstens einen Entwässerungsschlitz (ES) aufweisen,
- wobei jeder dieser Entwässerungsschlitze (ES) in Draufsicht auf die Deckfläche (104)
betrachtet eine Schlitztiefe (EST) aufweist, welche wenigstens das 1,5-fache einer
Schlitzbreite (ESB) beträgt,
- wobei die Entwässerungsschlitze (ES) einer Seitenfläche (108 - 110) in Draufsicht
auf die Deckfläche (104) betrachtet jeweils spiegelsymmetrisch in Bezug auf eine Halbierende
(H) der jeweiligen Seitenfläche (108 - 110) und insbesondere an jeder Sektorgrenze
(SG), an welcher zwei Sektoren (S7 - S12) aneinander liegen, angeordnet sind.
7. Pflastersteinsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Nocken (7; 111 - 116) der Pflastersteine (2 - 4; 101) des ersten Pflastersteintyps
(P1) eine erste Breite (b) aufweisen,
- wobei die Nocken (14; 117 - 122) der Pflastersteine (9-11; 102) des zweiten Pflastersteintyps
(P2) eine zweite Breite (B) aufweisen,
- und wobei die zweite Breite (B) wenigstens das 1,5-fache der ersten Breite (b) und
insbesondere wenigstens das Doppelte der ersten Breite (b) beträgt.
8. Pflastersteinsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflastersteine (2, 4) des erste Pflastersteintyps (P1) derart ausgebildet sind,
dass sich an der jeweiligen Seitenfläche (15, 16), zu welcher sich der jeweilige Entwässerungsschlitz
(ES) öffnet, in beide Richtungen (y, y') eines Verlaufs der Seitenfläche (15, 16)
ein nockenfreier Bereich (NFB1 - NFB4) anschließt, wobei hierdurch miteinander verzahnte,
benachbarte Pflastersteine (2, 4) in Draufsicht Kreuzfugen (KF) ausbilden, wobei die
Kreuzfugen (KF) jeweils durch die beiden gegenüberliegenden Entwässerungsschlitze
(ES) und die nockenfreien Bereiche (NFB1 - NFB4) gebildet sind.