[0001] Die Erfindung betrifft einen fluidbetätigten Linearantrieb, mit einem Gehäuse und
einer diesbezüglich durch Fluidbeaufschlagung linear verschiebbaren Antriebseinheit
wobei die Antriebseinheit einen im Innern des Gehäuses angeordneten und dort zwei
Arbeitskammern voneinander abteilenden Antriebskolben und gegebenenfalls eine Kolbenstange
aufweist, wobei der Antriebskolben während einer Dämpfungsphase bei Annäherung an
eine ihm gegenüberliegende erste Abschlusswand des Gehäuses durch eine Endlagendämpfungseinrichtung
des Linearantriebes abgebremst wird, wobei die Endlagendämpfungseinrichtung ein auf
der der ersten Abschlusswand zugewandten Seite des Antriebskolbens an der Antriebseinheit
angeordnetes Verschlussglied mit einer ringförmigen Dichtlippe aufweist, dem eine
an der ersten Abschlusswand angeordnete Steuerkanalmündung eines zur gesteuerten Fluidbeaufschlagung
der zwischen dem Antriebskolben und der ersten Abschlusswand angeordneten ersten Arbeitskammer
dienenden Steuerkanals gegenüberliegt, in den das Verschlussglied während der Dämpfungsphase
derart eintauchen kann, dass die Dichtlippe mittels einer Dichtfläche mit der Wandung
des Steuerkanals dichtend zusammenwirkt, und wobei die Endlagendämpfungseinrichtung
ferner mindestens einen in dem Verschlussglied ausgebildeten Drosselkanal aufweist,
der während der Dämpfungsphase eine gedrosselte Fluidverbindung zwischen der ersten
Arbeitskammer und dem Steuerkanal zur Verfügung stellt und der das Verschlussglied
derart durchsetzt, dass er - in der Dämpfungsphase betrachtet - unter Umgehung der
mit der Wandung des Steuerkanals zusammenwirkenden Dichtfläche der Dichtlippe einerseits
mit einer ersten Drosselkanalmündung in die erste Arbeitskammer und andererseits mit
einer zweiten Drosselkanalmündung in den Steuerkanal ausmündet.
[0002] Ein in der
EP 2 047 116 B1 im Zusammenhang mit der dortigen Figur 9 beschriebener Linearantrieb enthält eine
einen Antriebskolben und eine Kolbenstange aufweisende Antriebseinheit, wobei der
Antriebskolben in einem Gehäuse zwei Arbeitsklammern voneinander abteilt, die jeweils
mit einem stirnseitig einmündenden Steuerkanal kommunizieren. Der Linearantrieb ist
mit zwei jeweils für eine der beiden möglichen Hubrichtungen der Antriebseinheit zuständigen
Endlagendämpfungseinrichtungen ausgestattet, die jeweils einen dem Antriebskolben
vorgelagerten Dichtungsring mit radial abstehender Dichtlippe aufweisen. Nähert sich
die Antriebseinheit an eine seiner beiden Hubendlagen an, taucht das Verschlussglied
in den ihm gegenüberliegenden Steuerkanal ein und verschließt diesen. Damit beginnt
eine Dämpfungsphase, während der das bisher vom Antriebskolben durch den Steuerkanal
hindurch verdrängte Druckmedium nur noch durch einen Drosselkanal geringeren Querschnittes
hindurch abströmen kann, der im Falle des bekannten Linearantriebes von mehreren in
der Wandung des Strömungskanals ausgebildeten Längsnuten gebildet ist. Bedingt durch
die daraus resultierende Verringerung des dem Druckmedium zur Verfügung stehenden
Abströmquerschnittes, baut sich in der abströmseitigen Arbeitskammer ein Gegendruck
auf, was zu einer Verlangsamung der Antriebseinheit und mithin zu einem gedämpften
Aufprall derselben bei Erreichen der Hubendlage führt. Obgleich der bekannte Linearantrieb
eine wirksame Endlagendämpfung bietet, erscheint er in Bezug auf die Herstellungskosten
verbesserungswürdig. Die Realisierung der den Drosselkanal definierenden Längsnuten
benötigen zu ihrer Herstellung einen relativ großen technologischen Aufwand.
[0003] Ein in Bezug auf die Endlagendämpfung nach einem vergleichbaren Prinzip arbeitender
Linearantrieb ist auch aus der
DE 10 2009 014 817 A1 bekannt. Dort ist erwähnt, dass der Drosselkanal alternativ auch in die Wandung des
Gehäuses des Linearantriebes integriert sein kann.
[0004] Die
DE 102 61 412 A1 beschreibt einen Pneumatikzylinder mit Dämpfungsmitteln, bei dem der Antriebskolben
selbst als Mittel fungiert, um den Abströmquerschnitt für das verdrängte Druckmedium
zu begrenzen. Der Drosselkanal ist in diesem Fall in den Kolbenkörper des Antriebskolbens
integriert.
[0005] Bei einem aus der
US 2,642,845 bekannten Linearantrieb enthält die Endlagendämpfungseinrichtung ein balgähnlich
gestaltetes, axial komprimierbares Dämpfungselement, das sich unter fluiddichtem Absperren
eines Steuerkanals an die Stirnseite eines Abschlussdeckels des Gehäuses anlegt, wenn
sich die Antriebseinheit an die Hubendlage annähert. Der Drosselkanal ist bei dieser
Bauform wiederum im Gehäuse des Linearantriebes ausgebildet.
[0006] Nach einem vergleichbaren Prinzip arbeitet die Endlagendämpfungseinrichtung des aus
der
EP 1 041 293 A2 bekannten Pneumatikzylinders. Als Element zum Verschließen des abströmseitigen Steuerkanals
ist hier ein relativ zum Antriebskolben verschiebbarer Dichtungsring vorgesehen, der
federnd nachgiebig vorgespannt ist.
[0007] Die
DE 12 64 260 B offenbart einen Linearantrieb der eingangs genannten Art, der über Kolbenfortsätze
verfügt, die jeweils eine Lippendichtung tragen. Die Lippendichtung ist von Löchern
durchsetzt, die eine Drosselung bewirken, wenn der zugeordnete Kolbenfortsatz in eine
Dämpferbohrung eines zylinderbodens eintaucht.
[0008] Die
JP 55 036744 U zeigt einen Linearantrieb mit einem Kolbenfortsatz, der von einem Drosselkanal durchsetzt
ist.
[0009] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen fluidbetätigten Linearantrieb
mit einer einfach und kostengünstig zu realisierenden Endlagendämpfungseinrichtung
zu schaffen.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass es sich bei dem Verschlussglied
um ein bezüglich der Antriebseinheit separates Bauteil handelt und dass das Verschlussglied
topfförmig gestaltet ist und über eine Bodenwand sowie eine hülsenartig gestaltete
Seitenwand verfügt, wobei die Seitenwand zur Bildung des mindestens einen Drosselkanals
lokal durchbrochen ist und einen die Dichtlippe tragenden Tragabschnitt bildet, der
einen Innenraum umschließt, der auf der vom Antriebskolben axial abgewandten Stirnseite
offen ist und in den die zweite Drosselkanalmündung einmündet.
[0011] Auf diese Weise ist der Drosselkanal ein unmittelbarer Bestandteil des auch die Dichtlippe
aufweisenden Verschlussgliedes. Die Fertigungsmaßnahmen zur Realsierung der Dichtlippe
und des Drosselkanals sind somit auf ein einziges Bauteil, nämlich den Verschlusskörper,
konzentriert, was eine rationelle Herstellung ermöglicht. Da zur Gewährleistung der
Dämpfungsfunktion gehäuseseitig auf einen Drosselkanal verzichtet werden kann, begünstigt
die Erfindung die Nachrüstung bereits bestehender Linearantriebe und macht es möglich,
zur Herstellung von mit oder ohne Endlagendämpfungseinrichtung ausgestatteten Linearantrieben
auf ein kostengünstig herstellbares, drosselkanalloses Gehäuse zurückzugreifen. Da
sich das erfindungsgemäß vorhandene Verschlussglied trotz der in ihm vereinigten Mehrfachfunktion
- unter anderem Dichtfunktion und Drosselfunktion - mit sehr geringen Längenabmessungen
verwirklichen lässt, können damit ausgestattete Linearantriebe über bei Bedarf sehr
kompakte Abmessungen verfügen.
[0012] Bei dem erfindungsgemäßen Linearantrieb beginnt die eine Verlangsamung der Hubbewegung
der Antriebseinheit hervorrufende Dämpfungsphase mit dem Eintritt der Dichtlippe des
zweckmäßigerweise axial unbeweglich an der Antriebseinheit fixierten Verschlussgliedes
in die gegenüberliegende Steuerkanalmündung. Der Steuerkanal wird auf diese Weise
abgesperrt und von der ihm vorgelagerten Arbeitskammer abgetrennt. Diese Abtrennung
ist jedoch nicht hermetisch dicht, sondern lässt eine gedrosselte Fluidströmung durch
den das Verschlussglied durchsetzenden mindestens einen Drosselkanal hindurch zu.
Somit kann sich eine gedrosselte Bypassströmung ausbilden, die die wirksame Dichtfläche
der Dichtlippe und zweckmäßigerweise die Dichtlippe in ihrer Gesamtheit umgeht. Je
nach Größe des gewählten Querschnittes des Drosselkanals lässt sich die Drosselungsintensität
und mithin die Dämpfungsintensität bedarfsgemäß vorgeben. Wenngleich es in der Regel
ausreichen dürfte, nur einen einzigen, entsprechend dimensionierten Drosselkanal vorzusehen,
könnte das Verschlussglied auch mit mehreren funktionell parallel geschalteten Drosselkanälen
ausgestattet sein.
[0013] Es ist von Vorteil, dass das Verschlussglied insgesamt topfförmig gestaltet ist und
über eine zweckmäßigerweise gelochte Bodenwand sowie über eine hülsenartig gestaltete,
die Dichtlippe tragende Seitenwand verfügt. Die Seitenwand bildet hierbei einen die
Dichtlippe tragenden Tragabschnitt und ist zur Bildung des mindestens einen Drosselkanals
lokal durchbrochen. Mit seinem hülsenförmigen Tragabschnitt umschließt das Verschlussglied
einen auf der dem Antriebskolben axial entgegengesetzten Seite offenen Innenraum,
in den der Drosselkanal mit seiner zweiten Drosselkanalmündung einmündet.
[0014] Das Verschlussglied ist separat bezüglich der Antriebseinheit ausgebildet, wobei
es lösbar oder unlösbar an der Antriebseinheit fixiert sein kann.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0016] Der Drosselkanal ist zweckmäßigerweise derart in dem Verschlussglied ausgebildet,
dass er neben der Dichtlippe vorbeiführt, diese also nicht durchsetzt. Dies begünstigt
die Lebensdauer der Dichtlippe, die beim abwechselnden Ein- und Ausfahren in den bzw.
aus dem Steuerkanal normalerweise eine radiale Verformung, insbesondere durch elastisch
reversibles Verbiegen, erfährt.
[0017] Zwischen dem Verschlusskörper und der Dichtlippe liegt zweckmäßigerweise eine stoffschlüssige
Verbindung vor, die sich rationell fertigen lässt und die eine sichere Verbindung
verspricht.
[0018] Der Drosselkanal verläuft zweckmäßigerweise ausschließlich in dem Tragabschnitt.
Der Drosselkanal kann einen linearen Verlauf oder auch einen winkeligen Verlauf haben.
Die geradlinige Gestaltung lässt sich besonders einfach realisieren.
[0019] Die Dichtlippe ist vorzugsweise im Bereich der dem Antriebskolben entgegengesetzten
axialen Stirnseite des hülsenförmigen Tragabschnittes angeordnet. Der hülsenförmige
Tragabschnitt ist insbesondere koaxial bezüglich dem Antriebskolben platziert.
[0020] Zum Antriebskolben hin ist der vom Tragabschnitt umschlossene Innenraum zweckmäßigerweise
verschlossen, entweder durch eine entsprechende Gestaltung des Verschlusskörpers selbst
oder durch die Antriebseinheit. Beide Verschlussmaßnahmen können auch kombiniert sein.
[0021] Es ist vorteilhaft, wenn der Drosselkanal den Verschlusskörper derart durchsetzt,
dass seine erste Drosselkanalmündung auf der dem Antriebskolben zugewanden Seite der
Dichtlippe an der Außenumfangsfläche des Tragabschnittes angeordnet ist und sich die
zweite Drosselkanalmündung an der Innenumfangsfläche des Tragabschnittes befindet.
Auf diese Weise kann die gedrosselte Fluidströmung während der Dämpfungsphase durch
die Wandung des Tragabschnittes hindurch und über den von dem Tragabschnitt umschlossenen
Innenraum hinweg aus der ersten Arbeitskammer in den Steuerkanal überströmen.
[0022] Besonders einfach lässt sich ein Drosselkanal realisieren, der die Wandung bzw. den
Ringkörper des ringförmigen Tragabschnittes radial durchsetzt.
[0023] Unabhängig vom Verlauf des Drosselkanals ist es jedenfalls von Vorteil, wenn beide
Drosselkanalmündungen auf der dem Antriebskolben zugewandten Seite eines Wurzelabschnittes
der Dichtlippe angeordnet sind, mit dem die Dichtlippe am Tragabschnitt fixiert ist.
[0024] Bei dem von dem ringförmigen Tragabschnitt umschlossenen Innenraum handelt es sich
vorzugsweise um einen Ringraum. Dieser Ringraum resultiert daraus, dass in den Tragabschnitt,
bevorzugt koaxial, ein vom Antriebskolben axial wegragender Fortsatz der Antriebseinheit
hineinragt, der durchaus das gesamte Verschlussglied axial durchsetzen und auf der
dem Antriebskolben entgegengesetzten axialen Seite auch aus dem Verschlussglied herausragen
kann.
[0025] Ist die Antriebseinheit mit einer aus dem Gehäuse herausragenden Kolbenstange versehen,
kann diese Kolbenstange unmittelbar selbst den vorgenannten Fortsatz bilden. In diesem
Falle ist das Verschlussglied auf derjenigen Seite des Antriebskolbens installiert,
auf der sich auch die Kolbenstange befindet.
[0026] Die Antriebseinheit kann einen rückseitig auf die Kolbenstange aufgesetzten Antriebskolben
aufweisen, wobei auf der der Kolbenstange entgegengesetzten Axialseite des Antriebskolbens
eine Befestigungseinrichtung angeordnet ist, die zur Fixierung des Antriebskolbens
an der Kolbenstange dient. Diese Befestigungseinrichtung kann beispielsweise einen
den Antriebskolben durchsetzenden Gewindefortsatz der Kolbenstange und eine auf diesen
Gewindefortsatz aufgeschraubte Befestigungsmutter enthalten. Ist das Verschlussglied
auf der gleichen Seite wie die Befestigungseinrichtung am Antriebskolben angeordnet,
kann die Befestigungseinrichtung unter Bildung des genannten Fortsatzes in den ringförmigen
Tragabschnitt hineinragen.
[0027] Durch die sich somit ergebende axiale Überlappung bzw. Verschachtelung des ringförmigen
Tragabschnittes und des vom Antriebskolben wegragenden Fortsatzes, lässt sich das
Verschlussglied in einer Weise in die Antriebseinheit integrieren, dass selbige trotz
Ausstattung mit einer Endlagendämpfungseinrichtung nicht mehr axialen Einbauraum innerhalb
des Linearantriebes beansprucht als ohne Endlagendämpfungseinrichtung.
[0028] Bei dem die Dichtlippe tragenden Tragabschnitt handelt es sich vorzugsweise um einen
Bestandteil eines Befestigungskörpers des Verschlussgliedes, mit dessen Hilfe das
Verschlussglied an der Antriebseinheit, vorzugsweise lösbar, fixiert oder fixierbar
ist.
[0029] Der Befestigungskörper ist zweckmäßigerweise von ringförmiger Gestalt. Er kann insbesondere
einen scheibenförmigen, zentral gelochten Befestigungsabschnitt aufweisen, an den
sich der Tragabschnitt auf einer Seite koaxial anschließt, so dass sich eine topfähnliche
Struktur ergibt. Mit Hilfe des Befestigungsabschnittes kann das Verschlussglied an
der Antriebseinheit fixiert werden, beispielsweise dadurch, dass sie mittels ihres
zentralen Loches auf die Kolbenstange aufgesteckt wird und zwischen dem Antriebskolben
und entweder der Kolbenstange oder einem Befestigungsmittel eingespannt wird.
[0030] Ein vorteilhafter Aufbau des Verschlussgliedes sieht vor, dass es über einen aus
einem starren Material bestehenden Stützkörper verfügt, an dem die Dichtlippe stoffschlüssig
angeformt ist, insbesondere im Rahmen eines Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahrens.
Der Stützkörper besteht beispielsweise aus einem tiefgezogenen Metallteil, das mit
die Dichtlippe bildendem elastomeren Kunststoffmaterial umspritzt sein kann. Um trotz
der im Betrieb auftretenden Belastung einen sicheren Halt für die Dichtlippe zu gewährleisten,
kann der Stützkörper einen radial abstehenden Stützvorsprung aufweisen, der die Dichtlippe
in einem Wurzelbereich derselben abstützend hintergreift.
[0031] Der erfindungsgemäße Linearantrieb kann mit nur einer oder auch mit zwei Endlagendämpfungseinrichtungen
ausgestattet sein. Soll eine Endlagendämpfung nur bei einer Bewegungsrichtung der
Antriebseinheit realisiert werden, genügt eine einzige Endlagendämpfungseinrichtung.
Zur Dämpfung bei beiden Bewegungsrichtungen ist der Linearantrieb mit zwei Endlagendämpfungseinrichtungen
ausgestattet, die zweckmäßigerweise über identisch ausgebildete Verschlussglieder
verfügen.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine vorteilhafte Bauform des erfindungsgemäßen Linearantriebes im Längsschnitt bei
Einnahme einer eingefahrenen Hubendlage der Antriebseinheit,
- Figur 2
- den Linearantrieb aus Figur 1 im Längsschnitt, wobei die Antriebseinheit eine ausgefahrene
zweite Hubendlage einnimmt,
- Figur 3
- die bei dem Linearantrieb der Figuren 1 und 2 eingesetzte Antriebseinheit in einer
isometrischen Einzeldarstellung,
- Figur 4
- das bei der Anordnung gemäß Figuren 1 bis 3 verwendete Verschlussglied in einer isometrischen
Einzeldarstellung von der Vorderseite her gesehen,
- Figur 5
- das Verschlussglied aus Figur 4 in einer isometrischen Rückansicht, und
- Figur 6
- einen Längsschnitt durch das Verschlussglied gemäß Schnittlinie VI-VI aus Figur 5.
[0033] Der in seiner Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 bezeichnete fluidbetätigte Linearantrieb
ist insbesondere zur Betätigung mittels Druckluft oder einem anderen Druckgas ausgelegt,
kann aber auch mit einem flüssigen Druckmedium betrieben werden.
[0034] Der Linearantrieb 1 verfügt über ein längliches Gehäuse 2 mit bevorzugt querschnittsmittiger
Längsachse 3. Im Innern des Gehäuses 2 befindet sich ein Innenraum 4, der stirnseitig
von einer ersten Abschlusswand 5 und einer hierzu in Achsrichtung der Längsachse 3
beabstandeten zweiten Abschlusswand 6 des Gehäuses 2 verschlossen ist. Zwischen den
beiden Abschlusswänden 5, 6 erstreckt sich ein Rohrkörper 7 des Gehäuses 2, dessen
Innenfläche eine Kolbenlauffläche 8 für einen in dem Innenraum 4 angeordneten Antriebskolben
12 bildet.
[0035] Die Abschlusswände 5,6 sind zweckmäßigerweise als Deckel ausgebildet, die unter Abdichtung
an die beiden Stirnseiten des Rohrkörpers 7 angesetzt sind.
[0036] Jede Abschlusswand 5, 6 weist eine dem Antriebskolben 2 zugewandte innere Wandfläche
13 auf, die exemplarisch als Anschlagfläche für den Antriebskolben 12 fungiert, um
zwei mögliche Hubendlagen des Antriebskolbens 12 vorzugeben. Alternativ könnte den
inneren Wandflächen 13 zur Bildung der Anschlagfläche auch noch ein Pufferelement
vorgelagert sein.
[0037] Der Antriebskolben 12 ist Bestandteil einer in Achsrichtung der Längsachse 3 relativ
zum Gehäuse 2 veschiebbaren Antriebseinheit 14. Diese umfasst exemplarisch auch noch
eine Kolbenstange 15, die mit dem Antriebskolben 12 zu einer Baugruppe zusammengefasst
ist. Die Kolbenstange 15 ragt an der der zweiten Abschlusswand 6 zugewandten Stirnseite
von dem Antriebskolben 12 weg und durchsetzt unter Abdichtung eine in der zweiten
Abschlusswand 6 ausgebildete Wanddurchbrechung 16. Bei 17 ist ein innerhalb der Wanddurchbrechung
16 an der zweiten Abschlusswand 6 fixierter, die Kolbenstange 15 unter Abdichtung
umschließender Dichtungsring 17 abgebildet. Außerhalb des Gehäuses 2 weist die Kolbenstange
15 einen Kraftabgriffsabschnitt 18 auf, an dem sich eine zu bewegende Komponente in
insbesondere lösbarer Weise befestigen lässt.
[0038] Durch lineares Verschieben kann die Antriebseinheit 14 zwischen einer aus Figur 1
ersichtlichen ersten Hubendlage und einer aus Figur 2 ersichtlichen zweiten Hubendlage
bewegt werden. Die erste Hubendlage kann auch als eingefahrene Hubendlage bezeichnet
werden, weil hier die Antriebseinheit 14 weitestmöglich in das Gehäuse 2 eingefahren
ist. Diese eingefahrene, erste Hubendlage 1 ist dadurch definiert, dass der Antriebskolben
12 an der inneren Wandfläche 13 der ersten Abschlusswand 5 anliegt.
[0039] Die zweite Hubendlage gemäß Figur 2 kann auch als ausgefahrene Hubendlage bezeichnet
werden, weil hier die Antriebseinheit 14 weitestmöglich aus dem Gehäuse 2 ausgefahren
ist. Diese ausgefahrene, zweite Hubendlage ist dadurch definiert, dass die Antriebseinheit
14 mit ihrem Antriebskolben 12 an der inneren Wandfläche 13 der zweiten Abschlusswand
6 zur Anlage gelangt.
[0040] Der Antriebskolben 12 unterteilt den Innenraum 4 in eine auf der Seite der ersten
Abschlusswand 5 liegende erste Arbeitskammer 22 und eine auf der Seite der zweiten
Abschlusswand 6 liegende zweite Arbeitskammer 23. Die Unterteilung erfolgt zweckmäßigerweise
fluiddicht, zu welchem Zweck der Antriebskolben 12 im Bereich seines Außenumfanges
eine ringförmige Dichtungsanordnung 24 trägt, die dynamisch dichtend an der Kolbenlauffläche
8 anliegt. Zum Erhalt einer qualitativ hochwertigen Linearführung kann der Antriebskolben
12 an seinem Außenumfang auch noch mindestens einen gleitverschieblich an der Kolbenlauffläche
8 anliegenden Führungsring 25 tragen.
[0041] Die Dichtungsanordnung 24 fungiert zweckmäßigerweise auch als Puffereinrichtung,
die den Aufprall des Antriebskolbens 12 in den Hubendlagen mildert. Sie weist zu diesem
Zweck einen oder mehrere axial vorstehende gummielastische Puffervorsprünge 26 auf,
mit denen der Antriebskolben 12 in den Hubendlagen an den inneren Wandflächen 13 zur
Anlage gelangt. Diese Puffervorsprünge 26 können auch unabhängig von der Dichtungsanordnung
24 ausgebildet sein. Außerdem könnten sich diese Puffervorsprünge 26 auch an Abschlusswänden
5, 6 befinden.
[0042] Zum Hervorrufen einer linearen Hubbewegung 27 der Antriebseinheit 14 können die beiden
Arbeitskammern 22, 23 in aufeinander abgestimmter Weise gesteuert mit einem fluidischen
Druckmedium beaufschlagt werden. Diese gesteuerte Druckbeaufschlagung findet mittels
eines mit der ersten Arbeitskammer 22 kommunizieren ersten Steuerkanals 28 und eines
mit der zweiten Arbeitskammer 23 kommunizierenden zweiten Steuerkanals 29 statt. Beide
Steuerkanäle 28, 29 münden andererseits mit je einer Anschlussöffnung 32 zu einer
Außenfläche des Gehäuses 2 aus. An jeder Anschlussöffnung 32 kann über eine Fluidleitung
eine nicht dargestellte Ventileinrichtung angeschlossen werden, die in die Verbindung
zu einer Druckquelle eingeschaltet ist und die in der Lage ist, durch den jeweils
zugeordneten Steuerkanal 28, 29 hindurch wahlweise ein Druckmedium in die jeweils
angeschlossene Arbeitskammer 22, 23 einzuspeisen oder aus dieser abzuführen.
[0043] Die Steuerkanäle 28, 29 durchsetzen die Wandung des Gehäuses 2. Zweckmäßigerweise
erstreckt sich der erste Steuerkanal 28 ausschließlich in der ersten Abschlusswand
5 und der zweite Steuerkanal 29 verläuft ausschließlich in der zweiten Abschlusswand
6.
[0044] Jeder Steuerkanal 28, 29 mündet über eine innere Steuerkanalmündung 33 in die zugeordnete
Arbeitskammer 22, 23 ein. Die innere Steuerkanalmündung 33 befindet sich für die erste
Arbeitskammer 22 an der ersten Abschlusswand 5 und für die zweite Arbeitskammer 23
an der zweiten Abschlusswand 6. Jede innere Steuerkanalmündung 33 liegt dem Antriebskolben
12 koaxial gegenüber. Zu diesem Zweck ist sie exemplarisch flächenmittig an der zugeordneten
inneren Wandfläche 13 angeordnet.
[0045] In den Verlauf eines oder beiden Steuerkanäle 28, 29 kann ein Durchflussbegrenzungsquerschnitt
34 eingeschaltet sein, der die maximal mögliche Strömungsrate an Druckmedium vorgibt.
Dies erlaubt eine Begrenzung der Hubgeschwindigkeit des Antriebskolbens 12 auf ein
gewünschtes Maß.
[0046] Um die Antriebseinheit 14 bei Bedarf auch mit sehr hohen Hubgeschwindigkeiten betreiben
zu können, ist der Linearantrieb 1 mit mindestens einer Endlagendämpfungseinrichtung
ausgestattet. Exemplarisch liegt eine Doppelausstattung vor, und zwar mit einer ersten
Endlagendämpfungseinrichtung 35 für die Dämpfung zum Erreichen der ersten Hubendlage
und eine zweite Endlagendämpfungseinrichtung 36 für die Dämpfung bei Erreichen der
zweiten Hubendlage. Die beiden Endlagendämpfungseinrichtungen 35, 36 sind bevorzugt
spiegelbildlich ausgestaltet, so dass sich die weitere Beschreibung hauptsächlich
an der ersten Endlagendämpfungseinrichtung 35 orientiert. Die diesbezüglichen Ausführungen
gelten entsprechend auch für die zweite Endlagendämpfungseinrichtung 36, sofern im
Einzelfall keine anderen Angaben gemacht werden.
[0047] Soll eine Endlagendämpfung nur bei einer einzigen Hubrichtung bewirkt werden, kann
eine der Endlagendämpfungseinrichtungen auch entfallen.
[0048] Jede Endlagendämpfungseinrichtung 35, 36 bewirkt, dass sich die Hubgeschwindigkeit
der Antriebseinheit 14 während des Verfahrens zwischen den beiden Hubendlagen verringert,
wenn sich die Antriebseinheit 14 an eine Hubendlage annähert. Die dabei wirksame Phase
der Endlagendämpfungseinrichtung sei als Dämpfungsphase bezeichnet. Diese Dämpfungsphase
beschränkt sich auf einen der jeweiligen Hubendlage unmittelbar vorhergehenden Teilbereich
des maximalen Hubes der Antriebseinheit 14.
[0049] Die ersten Endlagendämpfungseinrichtung 35 ist wirksam, wenn sich die Antriebseinheit
14 ausgehend von der ausgefahrenen zweiten Hubendlage unter Ausführung einer beim
Ausführungsbeispiel einfahrenden ersten Hubbewegung 27a an die erste Abschlusswand
5 annähert und mithin in die eingefahrene erste Hubendlage gelangt. Die zweite Endlagendämpfungseinrichtung
36 ist bei umgekehrter Hubrichtung der Antriebseinheit 14 wirksam, also wenn selbige
sich unter Ausführung einer zweiten Hubbewegung 27b an die zweite Abschusswand 6 annähert,
um letztlich in die ausgefahrene zweite Hubendlage zu gelangen.
[0050] Jede Endlagendämpfungseinrichtung 35, 36 verfügt als wesentlicher Bestandteil über
ein Verschlussglied 37, das ein an der Antriebseinheit 14 befestigtes und diesbezüglich
separates Bauteil ist. Die Figuren 4 bis 6 zeigen dieses Verschlussglied 37 in einer
Einzeldarstellung.
[0051] Das Verschlussglied 37 der ersten Endlagendämpfungseinrichtung 35 befindet sich auf
der ersten Abschlusswand 5 zugewandten Seite des Antriebskolbens 12. Das Verschlussglied
37 der zweiten Endlagendämpfungseinrichtung 36 liegt auf der entgegengesetzten, der
zweiten Abschlusswand 6 zugewandten Seite des Antriebskolbens 12. Beim Ausführungsbeispiel
ist somit der Antriebskolben 12 axial beidseits von je einem Verschlussglied 37 flankiert.
Jedes Verschlussglied ist ein bezüglich dem Antriebskolben 12 und der gegebenenfalls
vorhandenen Kolbenstange 15 eigenständiges Bauteil.
[0052] An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Antriebseinheit 14 auch über eine sogenannte
durchgehende Kolbenstange verfügen kann, die das Gehäuse 2 in axialer Richtung vollständig
durchsetzt und anders als beim Ausführungsbeispiel nicht nur durch die zweite Abschlusswand
6, sondern auch durch die erste Abschlusswand 5 hindurchtritt. Ebenso kann der Linearantrieb
1 auch vom kolbenstangenlosen Typ sein und über ein außen am Gehäuse 2 angeordnetes
Kraftabgriffsteil verfügen, das ohne Kolbenstange und beispielsweise rein magnetisch
oder mittels eines einen Längsschlitz des Rohrkörpers 7 durchsetzenden Mitnehmers
mit dem Antriebskolben 12 bewegungsgekoppelt ist.
[0053] In der besonders vorteilhaften Bauform des Ausführungsbeispiels ist das Verschlussglied
37 zumindest im Wesentlichen topfförmig gestaltet. Es verfügt hierbei über eine im
zentralen Bereich mit einer Durchgangsöffnung 38 versehene und mithin gelochte Bodenwand
42, die vorzugsweise die Form einer Ringscheibe hat. Außerdem weist es eine hülsenartig
gestaltete Seitenwand 43 auf, die koaxial zu der Bodenwand 42 angeordnet ist und sich
an den äußeren Rand der Bodenwand 42 anschließt, von wo aus sie in Achsrichtung der
Längsachse 44 in einer Richtung von der Bodenwand 42 wegragt.
[0054] Das Verschlussglied 37 verfügt darüber hinaus über eine zu der Längsachse 44 konzentrische
ringförmige Dichtlippe 45, die an der Seitenwand 43 angeordnet ist, und zwar zweckmäßigerweise
an dem der Bodenwand 42 axial entgegengesetzten Endbereich der Seitenwand 43. Die
Dichtlippe 45 ist so angeordnet und ausgebildet, dass sie ausgehend von der Seitenwand
43 nach radial außen ragt, zweckmäßigerweise aber mit einer überlagerten axialen Komponente.
Dementsprechend verfügt die Dichtlippe 45 ausgehend von einem radial weiter innen
liegenden Wurzelbereich 46, mit dem sie an der Seitenwand 43 angeordnet ist, über
einen nach radial außen und zugleich axial nach rückwärts in Richtung zu der Bodenwand
42 orientierten Schrägverlauf, um schließlich mit einem dem Wurzelbereich 46 entgegengesetzten
freien, äußeren Endbereich 47 zu enden, der eine nach radial außen weisende, zu der
Längsachse 44 konzentrisch ringförmige Dichtfläche 48 aufweist.
[0055] Mithin vergrößert sich der radiale Abstand zwischen der Dichtlippe 45 und der Seitenwand
43 ausgehend vom Wurzelbereich 46 hin zu dem äußeren Endbereich 47.
[0056] Die Dichtlippe 45 ist in radialer Richtung elastisch reversibel verformbar. Sie kann
also radial nach innen in Richtung zur Seitenwand 43 umgebogen werden und kehrt nach
Wegnahme einer entsprechenden Kraft selbsttätig wieder in die von der Seitenwand 43
maximal weggespreizte Grundstellung zurück.
[0057] Als weitere Besonderheit wartet das Verschlussglied 37 mit einem als Drosselkanal
52 fungierenden Fluidkanal auf. Prinzipiell kann das Verschlussglied 37 mit mehreren
solcher Drosselkanäle 52 ausgestattet sein, jedoch verfügt es beim Ausführungsbeispiel
über nur einen einzigen solchen Drosselkanal 52. Dieser Drosselkanal 52 befindet sich
zweckmäßigerweise in der Seitenwand 43, die zur Realisierung des Drosselkanals 52
lokal in radialer Richtung durchbrochen ist. Unabhängig davon jedoch, in welchem Bereich
des Verschlussgliedes 37 der Drosselkanal 52 platziert ist, ist der Drosselkanal 52
jedenfalls ein Bestandteil des Verschlussgliedes 37 und in dem Verschlussglied 37
ausgebildet, wobei er das Verschlussglied 37 durchsetzt.
[0058] Die sich aus der Bodenwand 42 und der Seitenwand 43 zusammensetzende Struktur dient
einerseits zur Befestigung des Verschlussgliedes 37 an der Antriebseinheit 14 und
übernimmt andererseits eine noch zu erläuternde Absperrfunktion während der Dämpfungsphase.
Im Folgenden sei diese Struktur daher auch als Absperr- und Befestigungskörper 54
bezeichnet.
[0059] Innerhalb des Absperr- und Befestigungskörpers 54 bildet die Seitenwand 43 einen
die Dichtlippe 45 tragenden Tragabschnitt 55 und die Bodenwand 42 einen hauptsächlich
zur Befestigung des Verschlussgliedes 37 an der Antriebseinheit dienenden Befestigungsabschnitt
56. Da der Tragabschnitt 55 während der Dämpfungsphase beim Ausführungsbeispiel auch
eine Absperrfunktion übernimmt, kann er auch als Absperrabschnitt bezeichnet werden.
Mit anderen Worten fungiert die Seitenwand 43 beim Ausführungsbeispiel in vorteilhafter
Weise als kombinierter Absperr- und Tragabschnitt.
[0060] Dementsprechend ergibt sich bei der abgebildeten bevorzugten Gestaltung des Verschlussgliedes
37 eine Konstellation, bei der ein ringförmiger und vorzugsweise hülsenartiger Tragabschnitt
55 vorhanden ist, an dessen dem Befestigungsabschnitt 56 axial entgegengesetzten Endbereich
oder Stirnseite die Dichtlippe 45 mit ihrem Wurzelbereich 46 fixiert ist.
[0061] Jedes Verschlussglied 37 ist mit koaxialer Ausrichtung an der Antriebseinheit 14
montiert. Die Längsachsen 44 der Verschlussglieder 37 fallen mithin mit der Längsachse
3 zusammen. Die Verschlussglieder 37 sind dabei so ausgerichtet, dass ihre Bodenwand
42, also mithin die Rückseite des Verschlussgliedes 37, dem Antriebskolben 12 zugewandt
ist. Der der Bodenwand 42 axial entgegengesetzte vordere Endbereich 57 des Verschlussgliedes
37 weist axial vom Antriebskolben 12 weg. Auf diese Weise ist der vordere Endbereich
57 des Verschlussgliedes 37 der ersten Endlagendämpfungseinrichtung 35 der ersten
Abschlusswand 5 zugewandt und der vordere Endbereich 57 des Verschlussgliedes 37 der
zweiten Endlagendämpfungseinrichtung 36 ragt in Richtung zur zweiten Abschlusswand
6.
[0062] Bedingt durch diese Anordnung ergibt es sich, dass jede Dichtlippe 45 dem Antriebskolben
12 mit axialem Abstand vorgelagert ist. Die "Topföffnungen" der topfförmigen Verschlussglieder
37 weisen jeweils vom Antriebskolben 12 weg. Vorzugsweise sind die Verschlussglieder
37 so montiert, dass sie mit der der Dichtlippe 45 axial abgewandten Rückfläche 58
ihrer Bodenwand 42 bzw. ihres Befestigungsabschnittes 56 an der jeweils zugewandten
Stirnfläche 62 des Antriebskolbens 12 anliegen.
[0063] Bedingt durch die vorhandene Durchgangsöffnung 38 lassen sich die Verschlussglieder
37 bei der Montage auf die Kolbenstange 15 aufstecken und axial unbeweglich zwischen
der Kolbenstange 15 und dem Antriebskolben 12 einspannen.
[0064] Die Kolbenstange 15 ist in ihrer Längsrichtung zweckmäßigerweise abgestuft und verfügt
über einen in dem Innenraum 4 angeordneten Stangenendabschnitt 63, an den sich in
Richtung zu dem Kraftabgriffsabschnitt 18 über eine Ringstufe 65 ein Stangenhauptabschnitt
64 größeren Durchmessers anschließt. Die Ringstufe 65 bildet eine dem Stangenendabschnitt
63 zugewandte ringförmige Anlagefläche 65a.
[0065] Die beiden Verschlussglieder 37 und der Antriebskolben 12 sind auf den Stangenendabschnitt
63 aufgesteckt, wobei dieser Stangenendabschnitt 63 die Durchgangsöffnungen 38 der
Verschlussglieder 37 und auch eine zentrale Durchbrechung 66 des Antriebskolbens 12
durchsetzt. Dabei liegt das Verschlussglied 37 der zweiten Endlagendämpfungseinrichtung
36 mit der der Rückfläche 58 axial entgegengesetzten Vorderfläche des Befestigungsabschnittes
56 an der Anlagefläche 65a der Ringstufe 65 an und es stützen sich außerdem beide
Verschlussglieder 37 mit ihren Rückflächen 58 an den einander entgegengesetzten Stirnflächen
62 des Antriebskolbens 12 ab. Mit der Kolbenstange 15 verspannt sind diese vorgenannten
Komponenten durch eine Befestigungseinrichtung 67, die nach Art eines Fortsatzes ausgehend
vom Antriebskolben 12 her koaxial in dem vom Verschlussglied 37 der ersten Endlagendämpfungseinrichtung
35 umschlossenen Innenraum 68 hineinragt. Die Befestigungseinrichtung 67 beinhaltet
beim Ausführungsbeispiel einen von einem Längenabschnitt des Stangenendabschnittes
63 gebildeten und mit einem Außengewinde versehenen Gewindeabschnitt 72 sowie eine
auf den Gewindeabschnitt 72 aufgeschraubte Befestigungsmutter 73. Optional kann zwischen
der Befestigungsmutter 73 und dem Befestigungsabschnitt 56 des Verschlussgliedes 37
auch noch mindestens eine Unterlegscheibe 74 angeordnet sein.
[0066] Die Befestigungsmutter 73 ist ausreichend stark festgezogen, um zu bewirken, dass
die beiden Befestigungsabschnitte 56 zusammen mit dem Antriebskolben 12 zwischen der
Anlagefläche 65a der Ringstufe 65 und der Befestigungsmutter 73 in bezüglich der Kolbenstange
15 axial unbeweglicher Weise festgespannt sind.
[0067] Dadurch, dass die Befestigungseinrichtung 67 in den Innenraum des Verschlussgliedes
37 hineinragt, dessen Tragabschnitt 55 über einen größeren Innendurchmesser verfügt
als der Außendurchmesser der Befestigungseinrichtung 67, ergibt sich ein radial konzentrisch
zwischen dem Tragabschnitt 55 und der Befestigungseinrichtung 67 liegender Ringraum
75, der zu der dem Antriebskolben 12 axial entgegengesetzten Seite hin offen ist.
[0068] Ein entsprechender Ringraum 75 befindet sich konzentrisch zwischen dem Tragabschnitt
55 des Verschlussgliedes 37 der zweiten Endlagendämpfungseinrichtung 36 und dem dieses
Verschlussglied 37 koaxial durchsetzenden Stangenhauptabschnitt 64 der Kolbenstange
15.
[0069] Man kann zusammengefasst sagen, dass sowohl die Befestigungseinrichtung 67 als auch
der Stangenhauptabschnitt 64 jeweils einen Fortsatz bilden, der in den Innenraum 68
des zugeordneten Verschlussgliedes 37 hineinragt, so dass sich der erwähnte Ringraum
75 ergibt.
[0070] Durch den Drosselkanal 52 hindurch liegt eine ständige Fluidverbindung zwischen dem
Ringraum 75 und dem radial außerhalb des Verschlussgliedes 37 liegenden Abschnitt
derjenigen Arbeitskammer 22, 23 vor, in der das Verschlussglied 37 angeordnet ist.
Der Drosselkanal 52 besitzt eine erste Drosselkanalmündung 76, die exemplarisch am
Außenumfang der Seitenwand 43 bzw. des Tragabschnittes 55 liegt, sowie eine zweite
Drosselkanalmündung 77, die an der Innenfläche des Absperr- und Befestigungskörpers
54 angeordnet ist und sich vorzugsweise am Innenumfang der Seitenwand 43 bzw. des
Tragabschnittes 55 befindet. Vorzugsweise erstreckt sich der Drosselkanal ausschließlich
in dem Tragabschnitt 55, wobei er den Ringkörper dieses Tragabschnittes 55 zweckmäßigerweise
in bezüglich der Längsachse 44 radialer Richtung durchsetzt.
[0071] Die erste Drosselkanalmündung 76 liegt am Außenumfang des Tragabschnittes 55 axial
zwischen dem Antriebskolben 12 und dem Wurzelbereich 46 der Dichtlippe 45. Zweckmäßigerweise
liegen beide Drosselkanalmündungen 76, 77 auf der dem Antriebskolben 12 zugewandten
Seite dieses Wurzelbereiches 46. Unabhängig von der Ausgestaltung des Verschlussgliedes
37 ist es von Vorteil, wenn der Drosselkanal 52 nicht durch die Dichtlippe 45 hindurchgeht,
sondern die Dichtlippe 45 von dem Drosselkanal 52 in ihrer Gesamtheit umgangen wird.
Man kann auch sagen, dass der Drosselkanal 52 neben oder außerhalb der Dichtlippe
45 im Verschlussglied 37 angeordnet ist.
[0072] Die schon angesprochene Dämpfungsphase beginnt, wenn während einer Hubbewegung 27
die dem Antriebskolben 12 axial voreilende Dichtlippe 45 durch die ihr koaxial gegenüberliegende
innere Steuerkanalmündung 33 hindurch in den zugeordneten Steuerkanal 28, 29 eintaucht.
Dieses Eintauchen ist damit verbunden, dass die Dichtlippe 45 mit ihrer ringförmigen
Dichtfläche 48 unter Abdichtung mit der peripheren Wandung 78 des betreffenden Steuerkanals
28, 29 in Kontakt gelangt und unter Beibehaltung dieses Dichtkontaktes an dieser peripheren
Wandung 78 in Achsrichtung der Längsachse 3 entlanggleitet.
[0073] Die Dichtlippe 45 ist insbesondere so ausgelegt, dass ihr Durchmesser im Bereich
der Dichtfläche 48 so lange, wie die Dichtlippe 45 ihre Grundstellung außerhalb des
Steuerkanals 28, 29 einnimmt, größer ist als der Innendurchmesser des Steuerkanals
28, 29 im Bereich der bevorzugt nutenlos ausgebildeten peripheren Wandung 78. Dies
hat zur Folge, dass die Dichtlippe 45 beim Einfahren in einen Steuerkanal 28, 29 radial
außen von der peripheren Wandung 78 beaufschlagt und konzentrisch nach radial innen
verformt wird. Diese hierbei aufbauende Gegenkraft führt dazu, dass die Dichtfläche
48 mit einer ausreichenden Dichtkraft an die periphere Wandung 78 angedrückt wird.
[0074] Ein typischer Endlagen-Dämpfungsvorgang läuft beim Linearantrieb des Ausführungsbeispiels
in der nachfolgend erläuterten Weise ab, wobei davon ausgegangen wird, dass sich die
Antriebseinheit 14 zunächst in der aus Figur 2 ersichtlichen zweite Hubendlage befindet.
[0075] Um die Antriebseinheit 14 ausgehend von der zweiten Hubendlage zu ihrer ersten Hubbewegung
27a zu veranlassen, wird durch entsprechende Betätigung der an die Steuerkanäle 28,
29 angeschlossenen Ventileinrichtung(en) dafür gesorgt, dass durch den zweiten Steuerkanal
29 hindurch unter atmosphärischem Überdruck stehendes Druckmedium in die zweite Arbeitskammer
23 eingespeist wird, während gleichzeitig die erste Arbeitskammer 22 über den mit
ihr kommunizierenden ersten Steuerkanal 28 hinweg druckmäßig entlastet bzw. entlüftet
ist. Aufgrund der sich hierbei ausbildenden Druckdifferenz zwischen den beiden Arbeitskammern
22, 23 bewegt sich die Antriebseinheit 14 unter Ausführung der ersten Hubbewegung
27a in Richtung zur ersten Abschlusswand 5, sie fährt dabei in das Gehäuse 2 ein.
Bei dieser ersten Hubbewegung 27a schiebt der Antriebskolben 12 bisher noch in der
ersten Arbeitskammer 22 befindliches Druckmedium durch den unversperrten Steuerkanal
28 hindurch aus.
[0076] Die Folge hiervon ist, dass sich die Antriebseinheit 14 mit einer relativ hohen Nenn-Hubgeschwindigkeit
an die erste Abschlusswand 5 annähert.
[0077] Bevor der Antriebskolben 12 jedoch an der inneren Wandfläche 13 der ersten Abschlusswand
5 anschlägt, erreicht die Dichtlippe 45 des dem Antriebskolben 12 vorauseilenden Verschlussgliedes
37 der ersten Endlagendämpfungseinrichtung 35 die innere Steuerkanalmündung 33 des
ersten Steuerkanals 28 und beginnt in letzteren einzutauchen. Dies ist der Beginn
der schon angesprochenen Dämpfungsphase.
[0078] Sobald die Dichtlippe 45 mit der peripheren Wandung 78 des sich in koaxialer Verlängerung
an den Innenraum 4 anschließenden Längenabschnittes des ersten Steuerkanals 28 in
Dichtkontakt steht, ist der erste Steuerkanal 28 von der ersten Arbeitskammer 22 abgesperrt.
Als alleinige Verbindung zwischen dem ersten Steuerkanal 28 und der ersten Arbeitskammer
22 verbleibt der Drosselkanal 52. Dies hat zur Folge, dass dem von der Antriebseinheit
14 aus der ersten Arbeitskammer 22 verdrängten Druckmedium ein nurmehr stark reduzierter
Ausströmquerschnitt zur Verfügung steht, nämlich der durch den Drosselkanal 52 bereitgestellte
Querschnitt. Die Folge hiervon ist der Aufbau eines Gegendruckes in der ersten Arbeitskammer
22, der eine der ersten Hubbewegung 27a entgegengesetzte Bremskraft auf die Antriebseinheit
ausübt, so dass selbige nunmehr stark verlangsamt ihre Bewegung bis zum Erreichen
der ersten Hubendlage fortsetzt.
[0079] Ausgehend von der nun vorliegenden zweiten Hubendlage kann die Antriebseinheit 14
in die zweite Hubendlage ausgefahren werden, indem durch entsprechende Ansteuerung
der Steuerkanäle 28, 29 in den ersten Steuerkanal 28 unter Überdruck stehendes Druckmedium
eingespeist wird und die zweite Arbeitskammer 23 über den mit ihr verbundenen zweiten
Steuerkanal 29 druckentlastet wird. Hierbei fährt das zunächst noch in den ersten
Steuerkanal 28 eintauchende Verschlussglied 37 wieder aus dem ersten Steuerkanal 28
heraus. Allerdings ist von Anfang an schon eine großflächige Fluidbeaufschlagung der
der ersten Abschlusswand 5 zugewandten Seite der Antriebseinheit 14 gewährleistet,
weil das Druckmedium in der Lage ist, die Dichtlippe 45 nach radial innen umzubiegen
und von der peripheren Wandung 78 abzuheben, so dass sich ein Ringspalt einstellt,
durch den hindurch das Druckmedium an der Dichtlippe 45 vorbei in die erste Arbeitskammer
22 zuströmen kann. Die Dichtlippe 45 hat also vorzugsweise auch eine Rückschlagfunktion.
[0080] Die oben schon angesprochene Absperrfunktion des Absperr- und Befestigungskörpers
54 rührt daher, dass er mit seinem Tragabschnitt 55 ab Eintauchen der Dichtlippe 45
in den Steuerkanal 28 eine Trennwand bildet, die die erste Arbeitskammer 22 vom ersten
Steuerkanal 28 abtrennt.
[0081] Die gedrosselt durch den Drosselkanal 52 hindurchtretende Fluidströmung gelangt aus
der ersten Arbeitskammer 22 zunächst in den vom Verschlussglied 37 umschlossenen Innenraum
68 bzw. Ringraum 75 und von dort aus axial in den sich anschließenden ersten Steuerkanal
28.
[0082] Während der Dämpfungsphase ist also der Ringraum 75 des momentan an der Endlagendämpfung
beteiligten Verschlussgliedes 37 stets über seine offene Stirnseite hinweg mit dem
sich anschließenden ersten bzw. zweiten Steuerkanal 28, 29 fluidisch verbunden.
[0083] Aus der geschilderten Funktionsweise wird deutlich, dass der Drosselkanal 52 derart
in dem Verschlussglied 37 ausgebildet sein sollte, dass er in der Dämpfungsphase unter
Umgehung der mit der peripheren Wandung 78 eines Steuerkanals 28, 29 zusammenwirkenden
Dichtfläche 48 einerseits mit seiner ersten Drosselkanalmündung 76 in die um das Verschlussglied
37 herum angeordnete Arbeitskammer 22 bzw. 23 einmündet und andererseits mit der zweiten
Drosselkanalmündung 77 direkt oder indirekt zu dem zugeordneten Steuerkanal 28, 29
hin ausmündet. Unter indirektem Ausmünden ist hierbei insbesondere die exemplarisch
realisierte Bauform gemeint, bei der die zweite Drosselkanalmündung 77 direkt mit
dem Ringraum 75 kommuniziert und erst durch diesen Ringraum 75 hindurch mit dem sich
anschließenden Steuerkanal 28, 29.
[0084] Prinzipiell wäre jedoch auch ein abweichender Verlauf des Drosselkanals 52 möglich.
Er könnte insbesondere innerhalb des Ringkörpers des Tragabschnittes 55 derart abgewinkelt
verlaufen, dass seine zweite Drosselkanalmündung 77 an der vom Antriebskolben 12 abgewandten
Stirnfläche des Tragabschnittes 55 liegt. Die beim Ausführungsbeispiel realisierte
Bauform eines den Tragabschnitt 55 radial durchsetzenden Drosselkanals 52 ist jedoch
herstellungstechnisch wesentlich einfacher zu realisieren.
[0085] Wenn die Antriebseinheit 14 die ausfahrende zweite Hubbewegung 27b ausführt, findet
in gleicher Weise wie eben geschildert eine Endlagendämpfung statt, sobald die hierbei
vorauseilende Dichtlippe 45 des Verschlussgliedes 37 der zweiten Endlagendämpfungseinrichtung
36 in die innere Steuerkanalmündung 33 des zweiten Steuerkanals 29 eintaucht. Diese
innere Steuerkanalmündung 33 ist anders als diejenige des ersten Steuerkanals 28 nicht
kreisförmig, sondern ringförmig gestaltet, weil sie konzentrisch um die die zweite
Abschlusswand 6 durchsetzende Kolbenstange 15 herum angeordnet ist.
[0086] Damit zwischen einem Verschlussglied 37 und dem Antriebskolben 12 keine unerwünschten
Leckströme auftreten können, ist das Verschlussglied 37 im Bereich seiner Rückseite
zweckmäßigerweise mit einem axial vorstehenden, bezüglich der Längsachse 44 konzentrischen
Dichtungswulst 79 versehen. Selbiger befindet sich insbesondere im Übergangsbereich
zwischen der Bodenwand 42 und der Seitenwand 43. Im mit dem Antriebskolben 12 verspannten
Zustand des Verschlussgliedes 37 ist der Dichtungswulst 79 unter Abdichtung an die
zugewandte Stirnfläche 62 des Antriebskolbens 12 angedrückt. Alternativ wäre auch
eine andere Art der Abdichtung möglich.
[0087] Vorteilhafterweise besteht das Verschlussglied 37 aus zwei stoffschlüssig miteinander
verbundenen Komponenten. Eine Komponente ist ein aus einem starren Material bestehender
Stützkörper 82, die andere Komponente ist ein stoffschlüssig an dem Stützkörper 82
befestigter Elastomerkörper 83, der auch die Dichtlippe 45 beinhaltet.
[0088] Der Stützkörper 82 besteht beispielsweise aus einem harten Kunststoffmaterial oder
aus Metall. Vorzugsweise kann er aus Stahl durch Tiefziehen hergestellt sein. Er hat
exemplarisch eine im Wesentlichen topfförmige Gestalt mit einem zu der Bodenwand 42
gehörenden Scheibenabschnitt 84 und einem zu dem Tragabschnitt 55 gehörenden Hülsenabschnitt
85. Die Bodenwand 42 des Verschlussgliedes 37 ist zweckmäßigerweise allein von dem
mittig zweckmäßigerweise gelochten Scheibenabschnitt 84 gebildet. Die Seitenwand 43
bzw. der Tragabschnitt 55 besteht aus dem Hülsenabschnitt 85 des Stützkörpers 82 und
einem Hüllabschnitt 86 des Elastomerkörpers 83, der den Hülsenabschnitt 85 an seinem
radial nach außen orientierten Außenumfang zweckmäßigerweise vollständig umschließt
bzw. umhüllt. Der Dichtungswulst 79 ist bevorzugt auch ein einstückiger Bestandteil
des Elastomerkörpers 83.
[0089] Der Drosselkanal 52 durchsetzt zweckmäßigerweise sowohl den Elastomerkörper 83 als
auch den Stützkörper 82.
[0090] An dem vorderen Endbereich 57 des Verschlussgliedes 37 weist der Elastomerkörper
83 die in ihn integrierte, schräg nach radial außen und rückwärts ragende Dichtlippe
45 auf. Auch der Wurzelbereich 46 ist zweckmäßigerweise ein einstückiger Bestandteil
des Elastomerkörpers 83.
[0091] Der Elastomerkörper 83 ist zweckmäßigerweise durch Spritzgießen stoffschlüssig an
den Stützkörper 82 angeformt. Dies geschieht zweckmäßigerweise in einem Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren,
bei dem vor dem Gießvorgang der vorgefertigte Stützkörper 82 in die Spritzgießform
eingelegt wurde.
[0092] Vorzugsweise verfügt der Stützkörper 82 im Bereich der Dichtlippe 45 über einen ausgehend
von dem Hülsenabschnitt 85 nach radial außen abstehenden ringförmigen Stützvorsprung
87. Dieser Stützvorsprung 87 hintergreift die Dichtlippe 45 an der dem Antriebskolben
12 axial entgegengesetzten Seite und wirkt somit in insbesondere axialer Richtung
abstützend auf die Dichtlippe 45 ein. Auf diese Weise wird eine erhöhte Sicherheit
dahingehend geschaffen, dass sich der Elastomerkörper 83 aufgrund des häufigen reibschlüssigen
Kontaktes zwischen der Dichtlippe 45 und der Wandung 78 des Steuerkanals 28, 29 bzw.
aufgrund des wirkenden Pufferdruckes nicht von dem Stützkörper 82 ablöst.
[0093] Verschleißmindernd in Bezug auf die Dichtlippe 45 wirkt sich auch aus, wenn die Abschlusswand
5, 6 im Bereich der Steuerkanalmündung 33 abgerundet ist.
[0094] Durch den oben geschilderten Dichtungswulst 79 wird unter anderem auch verhindert,
dass der sich während der Dämpfungsphase in der zugeordneten Arbeitskammer 22, 23
aufbauende Gegendruck bzw. Pufferdruck nicht zwischen das Verschlussglied 37 und den
Antriebskolben 12 gelangt. Dies sorgt für eine sehr hohe Dauerfestigkeit des Verschlussgliedes
37.
[0095] Zweckmäßigerweise wird der während der Dämpfungsphase dem ausströmenden Druckmedium
zur Verfügung stehende Strömungsquerschnitt ausschließlich durch den mindestens einen
Drosselkanal 52 zur Verfügung gestellt. Es ist zweckmäßigerweise kein weiterer, außerhalb
des Verschlussgliedes 37 platzierter und beispielsweise in der Wandung des Gehäuses
2 ausgebildeter Drosselkanal vorhanden. Auch die Antriebseinheit 14 ist zweckmäßigerweise
von keinem für die Endlagendämpfung relevanten Drosselkanal durchsetzt. Somit ist
die Möglichkeit geschaffen, Linearantriebe 1 mit oder ohne Endlagendämpfungseinrichtung
35, 36 zur Verfügung zu stellen, die im Aufbau identisch sind und sich lediglich dadurch
unterscheiden, dass mindestens ein Verschlussglied 37 installiert ist oder nicht.
[0096] Die Figuren 1 und 2 machen deutlich, dass sich durch die Ausstattung der Antriebseinheit
14 mit einem oder zwei Verschlussgliedern 37 weder der maximale Hub noch die Längenabmessungen
des Gehäuses 2 verändern. Somit eignen sich die geschilderten Dämpfungsmaßnahmen auch
hervorragend zur Nachrüstung vorhandener Linearantriebe. Insbesondere können auch
sogenannte Kurzhubzylinder, die über eine relativ geringe Hublänge verfügen, vorteilhaft
mit einer oder zwei Endlagendämpfungseinrichtungen 35, 36 ausgestattet werden.
[0097] In dem Verschlussglied 37 sind zweckmäßigerweise wenigstens drei Funktionen integriert,
nämlich eine in der Dämpfungsphase den zugeordneten Steuerkanal absperrende Absperrfunktion,
eine mittels der Dichtlippe 45 realisierte Abdichtfunktion und schließlich die durch
den mindestens einen Drosselkanal 52 realisierte Drosselfunktion, wobei das abströmende
Druckmedium durch das Verschlussglied 37 hindurchgeführt wird. Derart ausgebildet
ergibt sich ein nur geringer Herstellungs-und Montageaufwand.
1. Fluidbetätigter Linearantrieb, mit einem Gehäuse (2) und einer diesbezüglich durch
Fluidbeaufschlagung linear verschiebbaren Antriebseinheit (14), wobei die Antriebseinheit
(14) einen im Innern des Gehäuses (2) angeordneten und dort zwei Arbeitskammern (22,
23) voneinander abteilenden Antriebskolben (12) und gegebenenfalls eine Kolbenstange
(15) aufweist, wobei der Antriebskolben (12) während einer Dämpfungsphase bei Annäherung
an eine ihm gegenüberliegende erste Abschlusswand (5) des Gehäuses (2) durch eine
Endlagendämpfungseinrichtung (35) des Linearantriebes (1) abgebremst wird, wobei die
Endlagendämpfungseinrichtung (35) ein auf der der ersten Abschlusswand (5) zugewandten
Seite des Antriebskolbens (12) an der Antriebseinheit (14) angeordnetes Verschlussglied
(37) mit einer ringförmigen Dichtlippe (45) aufweist, dem eine an der ersten Abschlusswand
(5) angeordnete Steuerkanalmündung (33) eines zur gesteuerten Fluidbeaufschlagung
der zwischen dem Antriebskolben (12) und der ersten Abschlusswand (5) angeordneten
ersten Arbeitskammer (22) dienenden Steuerkanals (28) gegenüberliegt, in den das Verschlussglied
(37) während der Dämpfungsphase derart eintauchen kann, dass die Dichtlippe (45) mittels
einer Dichtfläche (48) mit der Wandung (78) des Steuerkanals (28) dichtend zusammenwirkt,
und wobei die Endlagendämpfungseinrichtung (35) ferner mindestens einen in dem Verschlussglied
(37) ausgebildeten Drosselkanal (52) aufweist, der während der Dämpfungsphase eine
gedrosselte Fluidverbindung zwischen der ersten Arbeitskammer (22) und dem Steuerkanal
(28) zur Verfügung stellt und der das Verschlussglied (37) derart durchsetzt, dass
er - in der Dämpfungsphase betrachtet - unter Umgehung der mit der Wandung (78) des
Steuerkanals (28) zusammenwirkenden Dichtfläche (48) der Dichtlippe (45) einerseits
mit einer ersten Drosselkanalmündung (76) in die erste Arbeitskammer (22) und andererseits
mit einer zweiten Drosselkanalmündung (77) in den Steuerkanal (28) ausmündet, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Verschlussglied (37) um ein bezüglich der Antriebseinheit (14) separates
Bauteil handelt und dass das Verschlussglied (37) topfförmig gestaltet ist und über
eine Bodenwand (42) sowie eine hülsenartig gestaltete Seitenwand (43) verfügt, wobei
die Seitenwand (43) zur Bildung des mindestens einen Drosselkanals (52) lokal durchbrochen
ist und einen die Dichtlippe (45) tragenden Tragabschnitt (55) bildet, der einen Innenraum
(68) umschließt, der auf der vom Antriebskolben (12) axial abgewandten Stirnseite
offen ist und in den die zweite Drosselkanalmündung (77) einmündet.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (55) stoffschlüssig mit der Dichtlippe (45) verbunden ist.
3. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drosselkanal (52) ausschließlich in dem Tragabschnitt (55) verläuft.
4. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (45) im Bereich einer axialen Stirnseite des hülsenförmigen Tragabschnittes
(55) angeordnet ist.
5. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (45) mit einem Wurzelbereich (46) an dem Tragabschnitt (55) fixiert
ist, wobei beide Drosselkanal-mündungen (76, 77) auf der dem Antriebskolben (12) zugewandten
Seite des Wurzelbereiches (46) angeordnet sind.
6. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drosselkanalmündung (76) auf der dem Antriebskolben (12) zugewandten Seite
der Dichtlippe (45) an der Außenumfangsfläche und die zweite Drosselkanalmündung (77)
an der Innenumfangsfläche des ringförmigen Tragabschnittes (55) angeordnet ist.
7. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der hülsenförmige Tragabschnitt (55) einen vom Antriebskolben (12) axial wegragenden
Fortsatz der Antriebseinheit (14) mit radialem Abstand koaxial umschließt, derart,
dass sich zwischen dem ringförmigen Tragabschnitt (55) und dem Fortsatz ein ständig
mit dem Drosselkanal (52) kommunizierender und während der Drosselphase mit dem zugeordneten
Steuerkanal (28) fluidisch verbundener Ringraum (75) befindet.
8. Linearantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein in das Verschlussglied (37) eintauchender Fortsatz der Antriebseinheit (14) von
einer Kolbenstange (15) oder von einer zur Fixierung des Antriebskolbens (12) an einer
Kolbenstange (15) dienenden Befestigungseinrichtung (67) gebildet ist.
9. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (55) des Verschlussgliedes (37) Bestandteil eines zur Fixierung
des Verschlussgliedes (37) an der Antriebseinheit (14) und zum Absperren des Steuerkanals
(28) während der Dämpfungsphase dienenden Absperr- und Befestigungskörpers (54) ist.
10. Linearantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Absperr- und Befestigungskörper (54) ringförmig ausgebildet ist und zweckmäßigerweise
einen scheibenförmigen, mittig gelochten und zur Fixierung an der Antriebseinheit
(4) dienenden Befestigungsabschnitt (56) sowie den sich einseitig koaxial daran anschließenden
Tragabschnitt (55) aufweist.
11. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (42) gelocht ist.
12. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussglied (37) einen aus einem starren Material bestehenden Stützkörper
(82) aufweist, an den die Dichtlippe (45) und zweckmäßigerweise ein die Dichtlippe
(45) aufweisender Elastomerkörper (83) stoffschlüssig angeformt ist, wobei der Stützkörper
(82) zweckmäßigerweise einen einen Wurzelbereich (46) der Dichtlippe (45) abstützend
axial hintergreifenden Stützvorsprung (87) aufweist.
13. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei auf einander entgegensetzten Seiten des Antriebskolbens (12) angeordnete
Endlagendämpfungseinrichtungen (35, 36) aufweist, die jeweils ein mit einem von zwei
Steuerkanälen (28, 29) zusammenwirkendes Verschlussglied (37) aufweisen und die bei
jeweils einer der beiden möglichen axialen Bewegungsrichtungen der Antriebseinheit
(14) wirksam sind.
1. Fluid-actuated linear drive, comprising a housing (2) and a drive unit (14) capable
of linear displacement relative thereto by the application of fluid pressure, wherein
the drive unit (14) comprises a drive piston (12) located in the interior of the housing
(2) and there separating two operating chambers (22, 23) from one another, as well
as possibly a piston rod (15), wherein the drive piston (12) in a cushioning phase,
when approaching an opposite first end wall (5) of the housing (2), is braked by an
end-of-stroke cushioning device (35) of the linear drive (1), wherein the end-of-stroke
cushioning device (35) comprises a closing element (37), which is located on the drive
unit (14) on the side of the drive piston (12) which faces the first end wall (5)
and which has an annular sealing lip (45), opposite which closing element (37) there
is provided, located on the first end wall (5), a control passage orifice (33) of
a control passage (28) for the controlled application of fluid pressure to the first
operating chamber (22) located between the drive piston (12) and the first end wall
(5), into which control passage (28) the closing element (37) can in the cushioning
phase dip in such a way that the sealing lip (45) by means of a sealing face (48)
acts together with the wall (78) of the control passage (28) in a sealing manner,
and wherein the end-of-stroke cushioning device (35) further comprises at least one
restrictor passage (52) formed in the closing element (37), which in the cushioning
phase makes available a restricted fluid connection between the first operating chamber
(22) and the control passage (28) and which passes through the closing element (37)
in such a way that it - in the cushioning phase - while bypassing the sealing surface
(48) of the sealing lip (45) which acts together with the wall (78) of the control
passage (28), terminates with a first restrictor passage orifice (76) into the first
operating chamber (22) on the one hand and with a second restrictor passage orifice
(77) into the control passage (28) on the other hand, characterised in that the closing element (37) is a component separate from the drive unit (14), and in that the closing element (37) is pot-shaped and has a base wall (42) and a side wall (43)
of a sleeve-like design, wherein the side wall (43) is locally broken through to form
the at least one restrictor passage (52) and forms a support section (55) which carries
the sealing lip (45) and which encloses an interior (68) which is open at the end
face axially remote from the drive piston (12) and into which the second restrictor
passage orifice (77) terminates.
2. Linear drive according to claim 1, characterised in that the support section (55) is joined to the sealing lip (55) by adhesive force.
3. Linear drive according to claim 1 or 2, characterised in that the restrictor passage (52) extends exclusively in the support section (55).
4. Linear drive according to any of claims 1 to 3, characterised in that the sealing lip (45) is located in the region of an axial end face of the sleeve-like
support section (55).
5. Linear drive according to any of claims 1 to 4, characterised in that the sealing lip (45) is secured to the support section (55) with a root region (46),
both restrictor passage orifices (76, 77) being located on the side of the root region
(46) which faces the drive piston (12).
6. Linear drive according to any of claims 1 to 5, characterised in that the first restrictor passage orifice (76) is located on the side of the sealing lip
(45) which faces the drive piston (12) on the outer circumferential surface of the
annular support section (55) and the second restrictor passage orifice (77) is located
on its inner circumferential surface.
7. Linear drive according to any of claims 1 to 6, characterised in that the sleeve-shaped support section (55) coaxially encloses an extension of the drive
unit (14), which axially projects from the drive piston (12), at a radial distance
in such a way that there is an annular space which always communicates with the restrictor
passage (52) and is in fluid connection with the associated control passage (28) during
the restriction phase between the annular support section (55) and the extension.
8. Linear drive according to claim 7, characterised in that an extension of the drive unit (14) which dips into the closing element (37) is represented
by a piston rod (15) or by a fastening device (67) provided for securing the drive
piston (12) to a piston rod (15).
9. Linear drive according to any of claims 1 to 8, characterised in that the support section (55) of the closing element (37) is a part of a shutoff and fastening
body (54) provided for securing the closing element (37) to the drive unit (14) and
for shutting off the control passage (28) during the cushioning phase.
10. Linear drive according to claim 9, characterised in that the shutoff and fastening body (54) is annular in design and expediently comprises
a fastening section (56), which is disc-shaped, perforated in the centre and used
for securing to the drive unit (4), as well as the support section (55), which coaxially
adjoins it on one side.
11. Linear drive according to any of claims 1 to 10, characterised in that the base wall (42) is perforated.
12. Linear drive according to any of claims 1 to 11, characterised in that the closing element (37) comprises a support body (82) made of a rigid material,
to which the sealing lip (45) and expediently an elastomer body (83) having the sealing
lip (45) are joined by adhesive force, the support body (82) expediently having a
support projection (87) which supports and axially engages from behind a root region
(46) of the sealing lip (45).
13. Linear drive according to any of claims 1 to 12, characterised in that it comprises end-of-stroke cushioning devices (35, 36) on two opposite sides of the
drive piston (12), each of which end-of-stroke cushioning devices (35, 36) has a closing
element (37) acting together with one of two control passages (28, 29) and each of
which end-of-stroke cushioning devices (35, 36) is active in one of the two possible
axial movement directions of the drive unit (14).
1. Entraînement linéaire actionné par fluide, comprenant un boîtier (2) et une unité
d'entraînement (14) pouvant être déplacée par coulissement par rapport à ce dernier
sous l'action d'un fluide, sachant que l'unité d'entraînement (14) présente un piston
d'entraînement (12) disposé à l'intérieur du boîtier (2) et séparant à cet endroit
deux compartiments de travail (22, 23) l'un de l'autre et éventuellement une tige
de piston (15), sachant que le piston d'entraînement (12) est freiné au cours d'une
phase d'amortissement à l'approche d'une première paroi de d'extrémité (5), faisant
face audit piston d'entraînement, du boîtier (2) par un dispositif d'amortissement
de fin de course (35) de l'entraînement linéaire (1), sachant que le dispositif d'amortissement
de fin de course (35) présente un organe d'obturation (37) doté d'une lèvre d'étanchéité
(45) de forme annulaire, disposé sur le côté, tourné vers la première paroi d'extrémité
(5), du piston d'entraînement (12) au niveau de l'unité d'entraînement (14), et auquel
fait face une embouchure de canal de commande (33), disposée au niveau de la première
paroi d'extrémité (5), d'un canal de commande (28) servant à soumettre, de manière
commandée, le premier compartiment de travail (22) disposé entre le piston d'entraînement
(12) et la première paroi d'extrémité (5) à l'action d'un fluide, dans lequel canal
de commande l'organe d'obturation (37) peut s'enfoncer au cours de la phase d'amortissement
de telle manière que la lèvre d'étanchéité (45) coopère de manière étanche, au moyen
d'une face étanche (48), avec la paroi (78) du canal de commande (28), et sachant
que le dispositif d'amortissement de fin de course (35) présente en outre au moins
un canal d'étranglement (52) réalisé dans l'organe d'obturation (37), lequel met à
disposition, entre le premier compartiment de travail (22) et le canal de commande
(28), une liaison fluidique étranglée au cours de la phase d'amortissement et qui
traverse l'organe d'obturation (37) de telle manière qu'il débouche - si on l'observe
lors de la phase d'amortissement - en contournant la face d'étanchéité (48), coopérant
avec la paroi (78) du canal de commande (28), de la lèvre d'étanchéité (45), d'une
part dans le premier compartiment de travail (22) par une première embouchure de canal
d'étranglement (76), et d'autre part dans le canal de commande (28) par une deuxième
d'embouchure de canal d'étranglement (77), caractérisé en ce que l'organe d'obturation (37) est un élément séparé par rapport à l'unité d'entraînement
(14), en ce que l'organe d'obturation (37) est configuré de manière à présenter la forme d'un pot
et dispose d'une paroi de fond (42) ainsi que d'une paroi latérale (43) configurée
de manière à présenter une forme de manchon, sachant que la paroi latérale (43) est
localement percée pour former le canal d'étranglement (52) au moins au nombre de un
et forme une section de support (55) supportant la lèvre d'étanchéité (45), laquelle
section de support renferme un espace intérieur (68), qui est ouvert sur le côté frontal
opposé axialement au piston d'entraînement (12) et dans lequel débouche la deuxième
embouchure de canal d'étranglement (77).
2. Entraînement linéaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section de support (55) est reliée par liaison de matière à la lèvre d'étanchéité
(45).
3. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le canal d'étranglement (52) s'étend uniquement dans la section de support (55).
4. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lèvre d'étanchéité (45) est disposée dans la zone d'un côté frontal axial de la
section de support (55) présentant une forme de manchon.
5. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la lèvre d'étanchéité (45) est fixée au niveau de la section de support (55) par
une zone formant une base (46), sachant que les deux embouchures de canal d'étranglement
(76, 77) sont disposées sur le côté, tourné vers le piston d'entraînement (12), de
la zone formant une base (46).
6. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première embouchure de canal d'étranglement (76) est disposée sur le côté, tourné
vers le piston d'entraînement (12), de la lèvre d'étanchéité (45) au niveau de la
surface périphérique extérieure, et en ce que la deuxième embouchure de canal d'étranglement (77) est disposée au niveau de la
surface périphérique intérieure de la section de support (55) présentant une forme
annulaire.
7. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la section de support (55) présentant une forme de manchon renferme, de manière coaxiale,
à une certaine distance radiale, un prolongement, faisant saillie axialement de manière
à s'éloigner du piston d'entraînement (12), de l'unité d'entraînement (14) de telle
manière qu'un espace annulaire (75) communiquant en permanence avec le canal d'étranglement
(52) et en liaison fluidique avec le canal de commande (28) associée au cours de la
phase d'amortissement se trouve entre la section de support (55) présentant une forme
annulaire et le prolongement.
8. Entraînement linéaire selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un prolongement, plongeant dans l'organe d'obturation (37), de l'unité d'entraînement
(14) est formé par une tige de piston (15) ou par un dispositif de fixation (67) servant
à la fixation du piston d'entraînement (12) au niveau d'une tige de piston (15).
9. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la section de support (55) de l'organe d'obturation (37) fait partie intégrante d'un
corps d'arrêt et de fixation (54) servant à fixer l'organe d'obturation (37) au niveau
de l'unité d'entraînement (14) et servant à arrêter le canal de commande (28) au cours
de la phase d'amortissement.
10. Entraînement linéaire selon la revendication 9, caractérisé en ce que le corps d'arrêt et de fixation (54) est réalisé de manière à présenter une forme
annulaire et présente, de manière appropriée, une section de fixation (56) présentant
une forme de disque, perforée en son centre et destinée à être fixée au niveau de
l'unité d'entraînement (4) ainsi que la section de support (55) se raccordant, de
manière coaxiale, sur un côté, à ladite section de fixation.
11. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la paroi de fond (42) est perforée.
12. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'organe d'obturation (37) présente un corps de soutien (82) constitué d'un matériau
rigide, au niveau duquel sont formés, par liaison de matière, la lèvre d'étanchéité
(45) et, de manière appropriée, un corps élastomère (83) présentant la lèvre d'étanchéité
(45), sachant que le corps de support (82) présente de manière appropriée une partie
de soutien faisant saillie (87) venant en prise par l'arrière axialement en appui
avec une zone formant une base (46) de la lèvre d'étanchéité (45).
13. Entraînement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il présente deux dispositifs d'amortissement de fin de course (35, 36) disposés sur
des côtés opposés les uns aux autres du piston d'entraînement (12), lesquels présentent
respectivement un organe d'obturation (37) coopérant avec un des deux canaux de commande
(28, 29) et qui sont actifs dans le cas respectivement d'une des deux directions possibles
de déplacement axial de l'unité d'entraînement (14).