[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine LED-Sicherheitsleuchte, insbesondere zur Tunnelbeleuchtung.
[0002] Aus Sicherheitsgründen sollen Tunnelleuchten im Brandfall für eine gewisse Zeit noch
funktionieren. Beispielsweise sollte eine Tunnelleuchte im Brandfall bei einer Umgebungstemperatur
von 250 °C noch etwa eine Stunde betriebsfähig sein. Eine längere Betriebsfähigkeit
bei dieser Temperatur oder noch höherer Temperatur ist natürlich von Vorteil.
[0003] Bei mit Leuchtstoffröhren ausgestatteten Tunnelleuchten wurde schon vorgeschlagen,
in die Leuchte einen Phasenübergangsmaterial enthaltenden Latentwärmespeicher zum
Schutz des für den Betrieb der Leuchtstoffröhre notwendigen Vorschaltgerätes vor Hitze
einzubauen. Eine derartige Anordnung ist verhältnismäßig kompliziert und auch teuer.
[0004] Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine mit LED's bestückte Tunnelleuchte
zu schaffen, bei der auf verhältnismäßig einfache Weise eine Kühlung der gesamten
Leuchte im Falle eines Brandes für mindestens eine Stunde erreicht werden kann.
[0005] Erreicht wird dies dadurch, dass die LED's mit ihren zugehörigen Netzgeräten in einem
geschlossenen Gehäuse angeordnet sind, das auch einen mit einem Ventil versehenen
Druckgasbehälter für verflüssigtes, nicht brennbares Gas, insbesondere Kohlenstoffdioxyd
(CO
2), aufnimmt.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird im Brandfall eine sofortige Beaufschlagung
der gesamten Leuchte und somit eine sofortige Kühlung erreicht. Die Leuchte bleibt,
wie Versuche gezeigt haben, bei einer Umgebungstemperatur von 250 °C mindestens eine
Stunde in Betrieb.
[0007] Gekühlte LED's leuchten erheblich heller; bei Verwendung von zur Feuerbekämpfung
geeigneten Stoffen im Druckgasbehälter (z.B. CO
2) wird in ummittelbarer Umgebung des Leuchtengehäuses das Feuer bekämpft. Gleichzeitig
werden die zu- und abführenden Kabel im Nahbereich der Leuchte gekühlt.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist es zweckmäßig, wenn das Ventil des Druckgasbehälters
durch ein Temperaturmessgerät gesteuert wird. Dadurch wird im Brandfall eine automatische
Auslösung der Kühlung der Leuchte erreicht.
[0009] Dieses Temperaturmessgerät kann außerhalb der Leuchte angeordnet sein, bei einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Temperaturmessgerät jedoch in dem Gehäuse
angeordnet.
[0010] Um einen eventuell entstehenden Überdruck im Gehäuse abzubauen, ist dieses vorteilhaft
mit nach außen führenden Überdruckventilen ausgestattet.
[0011] Es wird weiters vorgeschlagen, dass das Gehäuse in Fahrtrichtung geneigt ist. Dadurch
ergibt sich ein blendungsfreies sogenanntes "Mitfahrlicht".
[0012] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein, Dabei zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Tunnelleuchte mit geöffnetem
Gehäuse;
- Fig. 2
- die Tunnelleuchte mit geschlossenem Gehäuse;
- Fig. 3
- die schematische Anordnung der in Fahrtrichtung geneigten Tunnelleuchte.
[0013] Gemäß Fig. 1 sind in einem schematisch angedeuteten Gehäuse 1 LED's (Light emitting
diodes) 2 angeordnet. Den LED's 2 sind Netzgeräte 3 zugeordnet. Diese Anordnung entspricht
grundsätzlich der Anordnung einer für den Betrieb in Tunnels geeigneten Leuchte.
[0014] Im Gehäuse 1 ist auch ein Druckgasbehälter 4 angeordnet, der zur Kühlung geeignete
Stoffe, insbesondere verflüssigtes CO
2, enthält. Der Druckgasbehälter 4 besitzt ein Ventil 5, dessen Öffnungsbewegung durch
ein im Beispiel ebenfalls im Gehäuse 1 angeordnetes Temperaturmessgerät 6 gesteuert
wird.
[0015] Im Brandfall, bei dem die Temperatur ansteigt, öffnet das Ventil 5, wodurch das im
Gasbehälter 4 verflüssigt enthaltene Gas ausströmt und das gesamte Gehäuse, insbesondere
dessen Inneres, kühlt.
[0016] Um einem möglicherweise entstehenden höheren Innendruck im Gehäuse 1 auszugleichen,
sind an jeder Gehäuseseite Überdruckventile 7 angeordnet.
[0017] In Fig. 2 ist das Gehäuse 1 durch eine Abdeckung geschlossen, welche Abdeckung einen
Rahmen 8, eine Glasscheibe 9 und einen undurchsichtigen Einsatz 10 aufweist.
[0018] In Fig. 3 ist dargestellt, dass das an der Tunneldecke befestigte Gehäuse 1 bzw.
die LED's 2 in Fahrtrichtung schräg angeordnet ist bzw. sind, sodass sich ein blendungsfreies
Mitfahrlicht und auch eine Überstrahlung der nebeneinander liegenden Leuchten (ca.
70m bei 6m Leuchtenhöhe) ergibt.
[0019] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So kann die Form des
Gehäuses 1 statt eckig z.B. auch rund sein, das Temperaturmessgerät 6 könnte außerhalb
des Gehäuses angeordnet sein. Als verflüssigtes Gas könnte, wenn auch nur bedingt,
z.B. Flüssigstickstoff eingesetzt werden.
1. LED-Sicherheitsleuchte, insbesondere zur Tunnelbeleuchtung, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (2) mit ihren zugehörigen Netzgeräten (3) in einem geschlossenen Gehäuse
(1) angeordnet sind, das auch einen mit einem Ventil (5) versehenen Druckgasbehälter
(4) für verflüssigtes, nicht brennbares Gas, insbesondere Kohlenstoffdioxyd (CO2), aufnimmt.
2. LED-Sicherheitsleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (5) durch ein Temperaturmessgerät (6) gesteuert ist.
3. LED-Sicherheitsleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperaturmessgerät (6) in dem Gehäuse (1) angeordnet ist.
4. LED-Sicherheitsleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) mit nach außen führenden Überdruckventilen (7) ausgestattet ist.
5. LED-Sicherheitsleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) bzw. die LED's (2) in Fahrtrichtung geneigt ist bzw. sind.