[0001] Der Gegenstand der Erfindung ist ein Kaminofen mit verbessertem Wirkungsgrad, wobei
der Betrieb des Kaminofens mit verbessertem Wirkungsgrad durch die innere Gestaltung
des Feuerraums, und die Gestaltung der äusseren Luftkanäle des Ofenkörpers ermöglicht
wird.
[0002] Eines der Grundprobleme in Verbindung mit dem Wirkungsgrad der Kaminöfen ist, dass
das Brennen im Brennraum nicht perfekt ist, daraus ergibt sich, dass der Brennstoff
nicht in dem genügenden Masse verwertet wird, ein Teil in Form von noch brennbaren
Gasen zusammen mit dem Rauchgas eintweicht. Das andere Problem ist, dass die in dem
Feuerraum entstehende Wärme nicht mit der notwendigen Wirksamkeit verwertet wird,
da das Rauchgas samt dem in diesem vorhandenen Wärmegehalt in den Schornstein abgeht,
und der Heizungswirkungsgrad gering ist. Der Wirkungsgrad des Brennens wird in der
Regel durch die Geometrie des Feuerraums, beziehungsweise durch die Lufteinführungsweise
verbessert. Die Wirksamkeit der Wärmeverwertung wird in der Regel durch die möglichst
effektivste Entziehung der Wärme des Rauchgases, durch die Verwendung von diesbezüglichen
Konstruktionseinheiten, Wärmetauschern verbessert. Eine von den Grenzen der Erhöhung
der Wirksamkeit in beliebiger Weise ist die Geometrie des Ofens, seine Abmessungen,
beziehungsweise seine Gestalt. Dadurch werden die Möglichkeiten der sich damit beschäftigten
Entwickler wesentlich eingeschränkt.
[0003] Nach dem derzeitigen Stand der Technik wird in der ungarischen Patentbeschreibung
mit der Patentregisternummer
HU 222 130, sowie in der daraus abgeleiteten, unter der Nummer
WO 2000/050817 veröffentlichten internationalen PTC Patentanmeldung ein Kaminofeneinsatz dargelegt,
welcher in Kaminöfen, beziehungsweise in Kachelöfen, oder in wandinstallierten Kaminöfen
für die Gestaltung von Feuerräumen für Heizungszwecke eingesetzt werden kann. Der
Kaminofeneinsatz nach der Erfindung besteht aus einem trapezförmigen, durch schräge
Seitenwänden abgegrenzten Feuerraum, und einem über dem Feuerraum gestaltenen Rauchgaskanal.
Der Kaminofeneinsatz verfügt über einen Rost für die Einführung der Primärluft in
dem unteren Bereich des Feuerraums, über eine den Feuerraum von aussen abgrenzende
Feuerraumverkleidung, und einen diesen von innen abgrenzenden feuerfesten Feuerraumeinsatz.
In dem vorderen Bereich des Feuerraums ist eine aus feuerfestem Material hergestellte,
durchsichtige Feuerraumtür, in dem Entaschungsraum unter dem Rost eine regelbare Primärlufteinführung,
über der Feuerraumtür eine zu dem oberen Bereich der Feuerraumtür geführte, regelbare
Sekundärlufteinführung ausgestaltet.
[0004] Für den in diesem dargelegten Kaminofeneinsatz ist es kennzeichnend, dass etwa in
der halben Feuerraumhöhe, in den Seitenwänden und / oder in dem Rückwand des Feuerraums,
in vorzugsweise gleichmässiger Verteilung Tertiärlufteinführungen, ferner in den Seitenwänden
und / oder in dem Rückwand des Feuerraums in dem oberen Höhendrittel, in vorzugsweise
gleichmässiger Verteilung Lufteinführungen für die Nachbrennung ausgestaltet sind.
Über dem Feuerraum, annähernd parallel zueinander, in einer Überlappung miteinander,
ist ein aus einem unten angeordneten Flammlenker, und einer darüber angeordneten Rauchumlenkung
ausgestalteter Rauchgaskanal ausgebildet, in solcher Weise, dass die Öffnung zwischen
dem Flammlenker und dem Rückwand des Feuerraums die Rauchgasentführung des Feuerraums
bildet.
[0005] In der Patentbeschreibung mit der Patentregisternummer
EP 496 043 wird ein Lösung für einen mit festem Brennstoff betriebenen Heizofen mit Trapezquerschnitt
dargelegt. Die Einführung der Sekundärluft erfolgt dabei auch nach der vorangehenden
Lösung, und die Einführung der Tertiärluft über die in der halben Höhe der Rückwand
des Feuerraums ausgestalteten Öffnungen. Der Heizofen verfügt über einen versenkbaren
Untersatz, in welchem ein Rost vorhanden ist. Durch Aufgabe des Brennstoffs auf den
Untersatz wird der Untersatz nach unten bewegt, und dabei ein Verschlussdeckel betätigt,
welcher eine unter dem Rost befindliche Speiseluftöffnung in Richtung der Bewegung
des Untersatzes nach unten aufmacht.
[0006] In der europäischen Patentbeschreibung mit der Nummer
EP 530 126 wird die Ausführung eines Kaminofens mit geschlossenem Feuerraum, und einem Teil
mit Glaseinlage dargelegt. Der Teil mit der Glaseinlage wird in dem vorderen Bereich
des Kaminofens, zweckmässig in der Tür angeordnet. Der Kaminofen verfügt über einen
eingebauten Wärmetauscher, welcher aus einer geschlossenen Kammer besteht, wozu die
Luft über eine Öffnung zugeführt wird. Die Luftzufuhröffnung befindet sich in dem
oberen Teil des mit dem Glas ausgerüstenen Bereichs. Durch die hier einströmende Sekundärluft
wird ein Luftmantel hergestellt, der sich an der Rückwand des mit der Glasscheibe
ausgerüsteten Teils entlangzieht. Der Feuerraum ist so ausgebildet, dass er einen
geschlossenen Kasten enthält, welcher auf der Innenseite des vorderen Bereich des
Ofens, über dem mit Glas ausgerüsteten Teil angeordnet ist, und in welchem die Lufteinführung
in den Sekundärluftkanal über die Öffnungen in dem vorderen Bereich des Ofens geregelt
wird.
[0007] In der ungarischen Patentanmeldung Nummer
HU P0600800 wird ein Kaminofen mit verbesserter Luftversorgung dargelegt, wobei durch die Lufteinführung
aus dem äusseren Luftraum, und die Luftverteilung in dem geschlossenen, inneren System
einen effektiveren Brennungsprozess gewährleistet, sowie die Art der Sekundärlufteinführung
eine gleichmässige Durchspülung der Feuerraumtür verwirklicht wird. Der Kaminofen
mit verbesserter Luftversorgung hat einen, mit Einführungen für die Primär-, Sekundär-,
Tertiär-und Nachbrennluft ausgerüsteten, trapezförmigen Feuerraum, ferner hat der
Kaminofen eine Aussenlufteinführung, und ein geschlossenes Brennluftverteilersystem,
sowie ist die Primärlufteinführung des Kaminofens in dem unteren Bereich des Feuerraums
befindlichen Rost, die Sekundärlufteinführung über der Tür des Feuerraums, sowie die
Einführungen für die Tertiärluft und die Nachbrennluft in der Rückwand des Feuerraums
ausgebildet sind.
[0008] Es ist für die Lösung kennzeichnend, dass das an der Rückseite des Kaminofens ausgebildete
Einführungsrohr für die Aussenluft zu der unter dem Rost ausgebildeten gemeinsamen
Luftkammer angeschlossen ist, woher die Primärluft unter den Rost über den Entaschungsraum
erfolgt, und ferner zu der Luftkammer über einen Sekundärluftregler ein Sekundärluftführungskanal,
und ein hinter dem oberen Bereich der Feuerraumtür mit in horizontaler Reihe angeordneten
Öffnungen versehener Sekundärluftverteilerkanal angeschlossen ist, sowie an dem hinteren
Teil des Kaminofens ein, hinter dem Feuerraum angeordneter Luftverteilerkanal für
die Tertiär- und Nachbrennluft ausgestaltet ist, welcher zu den in der Rückwand des
Feuerraums in verschiedenen Höhen ausgebildeten Tertiärlufteinführungen und Nachbrennlufteinführungen
angeschlossen wird.
[0009] In der Patentbeschreibung mit der Veröffentlichungsnummer
EP 0231424 wird ein Warmluftofen mit festem Brennstoff dargelegt, welche einen grundsätzlich
zylinderförmigen Brennraum liegender Lage hat, dessen Schutzverkleidung aus in Umfangsrichtung
teilweise hinausreichenden, nacheinander in gleicher Weise angeordneten Rohrkrümmern
ausgestaltet ist. Die Rohrkrümmer stehen oben und unten nach aussen, und ihre oberen
und unteren Enden sind offen. Es ist bei der Vorderwand des Brennraums eine Feuertür,
an dem oberen Teil seiner Rückwand ein Schornsteinroh für die Absaugung vorhanden.
Der Brennraum hat noch eine Abbiegeeinrichtung, welche aus der Rückwand des Brennraums
in den Vorderbereich des Brennraums hineinreicht. Es ist dafür kennzeichend, dass
die Sekundärluft gegen die, oder über der Abbiegeeinrichung eingeleitet wird, die
Düsen in Rohrstrecken angeordnet sind, und mit ihren Eingangsenden in zwei an beiden
Seiten des Brennraums angeordneten Rohrkrümmer eingeleitet sind.
[0010] In den unter den Nummern
WO 9964789 und
GB 721369 veröffentlichten Unterlagen werden nach dem Stand der Technik verschiedene Ausführungen
von Kaminöfen, beziehungsweise Feuerräumen dargelegt.
[0011] Eine Unvollständigkeit der bereits bekannten Lösungen ist, dass diese die effektive
Brennung im Feuerraum des Kaminofens, sowie die entsprechende Wärmeabgabe an der Aussenoberfläche
des Kaminofens, und dadurch der geeignete Wirkungsgrad des Kaminofens nicht gewährleisten.
[0012] In dem Laufe der Schaffung der Lösung nach der Erfindung ist das zu lösende technische
Problem gewesen, das ein Kaminofeninnenteil mit gutem Wirkungsgrad in dem zylindrischen
Feuerraum festgegebener Gestalt eingebaut, und in diesem ausgebildet werden sollte,
wodurch gleichzeitig die Wärmeabgabe mit gutem Wirkungsgrad und mit einer entsprechenden
Wirksamkeit gewährleistet wird. Daraus hat sich ergeben, dass es unsere Zielsetzung
bei der Bearbeitung der Lösung nach der Erfindung gewesen ist, einen in einen zylindrischen
Feuerraum eingebauten Kaminofen festgegebener gestalt mit gutem Wirkungsgrad.
[0013] Wir haben bei der Schaffung der Lösung nach der Erfindung erkannt, dass falls
- in den Feuerraum unten Primärluft, von vorne Sekundärluft, sowie an verschiedenen
Stellen in den hinteren Bereich des Feuerraums Tertiärluft zugeführt wird, dann kann
die Brennung im Feuerraum mit gutem Wirkungsgrad gewährleistet werden,
- mit der speziellen Methode der Rauchgasentführung, dass über dem Feuerraum ein Rauchgaskanal
ausgebildet wird,
- in dem hinteren Bereich des Kaminofens eine die weitere Wärmeabgabe gewährleistende,
ferner auch zur Entsorgung der Flugasche und des Russes dienende Rauchgaskammer ausgebildet
wird,
und in dem Aussenmantel des Ofenkörpers die die Wärmeabgabe auch unterstützenden Luftkanäle
ausgestaltet werden,
dann werden die Wirksamkeit der Wärmeabgabe und der Wirkungsgrad des Kaminofens im
wesentlichen erhöht, und die gesetzen Ziele können erreicht werden.
[0014] Die am gewöhnlichsten verwirklichte Ausführung, die Erfindung ist ein Kaminofen mit
verbessertem Wirkungsgrad, welcher Kaminofen einen Ofenkörper, und einen mit Öffnungen
für Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Nachbrennluft versehenen Feuerraum hat, ferner
der Kaminofen über eine äussere Lufteinführung und ein geschlossenes Verteilersystem
für Brennluft verfügt, die Einführung für Primärluft des Kaminofens in dem Rost im
unteren Bereich des Feuerraums, die Einführung für Sekundärluft über der Feuerraumtür,
die Einführungen für Tertiär- und Nachbrennluft in der Rückwand des Feuerraums ausgebildet
sind,
[0015] es gibt ein Einführungsrohr für Aussenluft in der Rückwand des Kaminofens, welches
zu der unter dem Rost ausgebildeten gemeinsamen Luftkammer angeschlossen ist, woher
die Einführung der Primärluft über den unter dem Rost befindlichen Entaschungsraum
erfolgt, zu der Luftkammer, ferner für die Entführung der Sekundär-, Tertiär- und
Nachbrennluft ein vertikaler und horizontaler Luftführungskanal angeschlossen ist,
sowie ein Verteilerkanal für Tertiär- und Nachbrennluft hinter dem Feuerraum, in dem
hinteren Bereich des Kaminofens ausgebildet ist, welche zu den in der Rückwand des
Feuerraums in verschiedenen Höhen ausgestalteten Einführungen für Tertiärluft, und
Einführungen für Nachbrennluft angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kaminofen einen liegenden zylindrischen Ofenkörper hat, in welchem ein liegender
Feuerraum ausgebildet ist, und die Seitenwände des den Feuerraum abgrenzenden Feuerraumeinsatzes
gewölbt sind, die Rückwand vertikal ist, und in der Rückwand des Feuerraums in der
Mittelhöhe des Feuerraumeinsatzes die Einführung für Tertiärluft, sowie in dem oberen
Bereich des Feuerraums die Einführung für Nachbrennluft ausgebildet sind,
in dem oberen Bereich des Feuerraums sich einen schrägen, in Richtung des Vorderteils
des Feuerraums ansteigender Flammlenker befindet, über diesem Flammlenker ein Rauchgasraum
ausgebildet ist, welche über die in dem hinteren Bereich des Ofenkörpers befindlichen
Rauchgaskammer zu der an dem hinteren Teil des Ofenkörpers ausgestalteten Rauchgasentführung
des Kaminofens angeschlossen ist,
es ist ein schräg verlegte Luftumlenkungsplatte hinter dem oberen Teil der Feuerraumtür
angeordnet, wobei die Luftumlenkungsplatte der Hinführung der Sekundärluft auf die
Glasscheibe der Feuerraumtür dient, und die Entführung des Rauchgases aus dem Feuerraum
in den Rauchgasraum zwischen der Luftumlenkungsplatte und dem Flammlenker erfolgt,
ferner sind in dem Aussenteil des zylindrischen Ofenkörpers, in der Aussenverkleidung
der Ofenkörpers gewölbte Luftkanäle ausgebildet, deren Ausführungsöffnungen für die
Wärmeabgabe in dem oberen Bereich des Ofenkörpers, die Einführungsöffnungen in dem
unteren Bereich des Ofenkörpers sind.
[0016] In einer vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, der Ofenkörper
auf einem Untersatz angeordnet ist, und in dem unteren Bereich des Ofenkörpers über
dem Untersatz Seitendurchführungen für die Einführung der Konvektionsluft ausgebildet
sind, zu welchen Seitendurchgängen die Einführungsöffnungen der gewölbten Luftkanäle
angeschlossen sind.
[0017] In einer anderen vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, der
zur Umlenkung der Sekundärluft in dem oberen Bereich des Feuerraums angeordnete Luftumlenkungsplatte
vorzugsweise mit Öffnungen versehen ist.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, in
dem unteren Bereich des Feuerraums, hinter dem unteren Teil der Feuerraumtür eine,
oder mehrere unteren Luftlenkplatte schräger Lage angeordnet sind, welche gleichzeitig
der Funktion des Glutfängers dienen.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, die
Aschenplatte unter dem Rost in dem unteren Bereich des Feuerraums angeordnet ist,
und die Primärluft in dem Entaschungsraum aus dem gemeinsamen Luftkammer unter den
Feuerraum (1) geführt wird.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, es
sich ein Reglermechanismus für Primärluft und ein Reglermechanismus für Sekundärluft
unter dem Entaschungsraum, in dem oberen Bereich der gemeinsamen Luftkammer befindet,
zu welchem der sich unten an der Seite des Ofenkörpers befindliche Primärluftregler,
beziehungsweise Sekundärluftregler angeschlossen sind.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, der
Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft aus dem oberen Bereich der gemeinsamen Luftkammer
über die mit dem Sekundärluftregler regelbaren Öffnung an der hinteren Seite des Ofenkörpers
abzweigt, wodurch die Luft zur Einführung der Tertiärluft und zur Einführung der Sekundärluft
geführt wird.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, der
vertikale Führungskanal für Sekundärluft, und der horizontale Kanal für Sekundärluft
aus dem Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft über der Einführung für Nachbrennluft
weiterführt, wodurch die Sekundärluft in den vorderen Bereich des Feuerraums geführt
wird.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, die
Nachbrennluft über einen horizontalen Verteilerkanal für Nachbrennluft zu den Einführungen
der Nachbrennluft aus dem vertikalen Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft geführt
wird.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Durchbildung des Kaminofens nach der Erfindung, die
Ausführungsöffnungen der Wärmeabgabekanäle in dem oberen Bereich des Ofenkörpers,
gegeneinander, in verschiedenen Höhen ausgebildet sind.
[0025] Die Lösung nach der Erfindung wird im Weiteren auf Grund der beigelegten Figuren
dargelegt:
In der Figur 1. wird der Kaminofen nach der Erfindung in Hauptansicht dargelegt.
In der Figur 2. ist der Kaminofen in der Hauptansicht gemäss Figur 1. ohne Tür zu
sehen.
In der Figur 3. wird der Kaminofen nach der Erfindung in Rückansicht, mit der Lufteinführung
und der Rauchgasentführung dargelegt.
In der Figur 4. wird der Kaminofen nach der Erfindung seitlich, im Längsrichtungsschnitt
dargelegt.
In der Figur 5. wird der Kaminofen nach der Erfindung im Schnitt der Figur 4., in
axonometrischer Darstellung gezeigt.
In der Figur 6. sind die Lufteinführungen, sowie die Rauchgasentführung des Kaminofens
nach der Erfindung in axonometrischer Darstellung gezeigt.
In der Figur 7. ist die Rauchgasentfürhung des Kaminofens nach der Erfindung in Rückansicht
dargelegt.
In der Figur 8. wird der Horizontalschnitt des Kaminofens nach der Erfindung annähernd
in der halben Höhe des Feuerraums dargestellt.
In der Figur 9. ist der Vertikalschnitt des Kaminofens nach der Erfindung annähernd
in der halben Länge des Feuerraums dargelegt.
In der Figur 10. wird die Untersicht des Kaminofens nach der Erfindung mit den Primär-
und Sekundärreglern dargelegt.
[0026] In der Figur 1. wird der Kaminofen nach der Erfindung in Hauptansicht dargelegt.
[0027] In der Figur sind der auf dem Untersatz 30 angeordnete zylindrische Ofenkörper 27
liegender Lage, der Feuerraum 1, der Rost 8, der in diesem angeordnete Feuerraumeinsatz
12, und die Tertiärlufteinführung 10, sowie die Feuerraumtür 22 mit der Glasscheibe
23 zu sehen. Es ist die Flammlenkplatte 25 zu sehen, welche gleichzeitig auch die
Funkion des Glutfängers erfüllt. Die Flammraumtür 22 wird von dem Scharnier 26 gehalten,
und sie ist über den Verschluss 28 und der Klinke 29 mit dem Ofenkörper 27 verbunden.
Es ist ferner der in dem unteren Bereich des Ofenkörpers 27 ausgestaltete Sekundärluftregler
6 zu sehen. In der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 sind die Luftkanäle 34
ausgestaltet, deren Einführungen durch die Seitendurchgängen 35 über dem Untersatz
30, während ihre Ausführungen durch die Ausführungsöffnungen 24 gebildet werden, durch
welche, als Wärmeabgabeöffnungen die sich in dem Seitenbereich des Ofens 27 erwärmende
Konvektionsluft in den Luftraum hinausströmt.
[0028] In der Figur 2. ist der Kaminofen in der Hauptansicht gemäss Figur 1. ohne Tür zu
sehen. In der Figur sind der Feuerraum 1, der seine Seitenwand bildende Feuerraumeinsatz
12 mit der Tertiärlufteinführung 10, der Rost 8, sowie der Entaschungsraum 7 und die
in diesem befindliche Aschenplatte 31 zu sehen.
[0029] Es sind ferner die in dem Bereich des Feuerraums 1 befindliche Luftlenkplatte 25,
welche gleichzeitig auch die Funktion des Glutfängers erfüllt, sowie der in dem oberen
Bereich des Feuerraums 1 angeordnete horizontale Führungskanal 19 für die Sekundärluft,
die Luftumlenkungsplatte 21 mit den Öffnungen 20 zu sehen. In der Figur sind der auf
dem Untersatz 30 angeordnete Ofenkörper 27, in diesem Fall ohne Feuerraumtür 22, sowie
der die Feuerraumtür 22 haltende Scharnier 26, und der in dem unteren Bereich des
Ofenkörpers 27 befindliche Regler 6 für die Sekundärluft zu sehen. Es sind die in
der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 ausgestalteten Luftkanäle 34 zu sehen,
deren Einführungsöffnungen zu den über dem Untersatz 30 ausgebildeten Seitendurchgängen
35 angeschlossen sind. Die Wärmeabgabeöffnungen der Luftkanäle 34 sind dann die Ausführungsöffnungen
für die Konvektionsluft 24.
[0030] In der Figur 3. wird der Kaminofen nach der Erfindung in Rückansicht, mit der Lufteinführung
und der Rauchgasentführung dargelegt. In der Figur ist der auf dem Untersatz 30 angeordnete
Ofenkörper 27 zu sehen, in dessem hinteren Berreich das Einführungsrohr 2 für die
Aussenluft angebracht ist, welches zu der gemeinsamen Luftkammer 4 im unteren Bereich
des Ofens 27 angeschlossen ist. Es sind ferner die Rauchgasausführung 16, sowie der
Regler 6 für Sekundärluft, sowie der Verschluss 28 und die Klinke 29 der Feuerraumtür
22 zu sehen. Es sind ferner die Ausführungsöffnungen für die Konvektionsluft 24 zu
sehen, welche zu den in der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 ausgebildeten
Luftkanälen angeschlossen sind. Es sind die über dem Untersatz 30 ausgebildeten Seitendurchgänge
35 zu sehen, welche zur Einführung der Konvektionsluft dienen.
[0031] In der Figur 4. wird der Kaminofen nach der Erfindung von der Seite, in Längsrichtungsschnitt
A-A der Figur 1. dargelegt. In der Figur 5. ist der Kaminofen nach der Erfindung in
dem gleichen Schnitt dargelegt, jedoch im Vergleich zu der Figur 4. etwas verdreht,
in axononmetrischen Darstellung.
[0032] In der Figur ist der in dem Inneren des Ofenkörpers 27 ausgestaltete Feuerraum 1
zu sehen, welche seitlich durch den Feuerraumeinsatz 12 und den Feuerraummantel 13
abgegrenzt werden. In dem unteren Bereich des Feuerraums 1 ist der Rost 8, unter welchem,
in der Entaschungsraum 7 die Aschenplatte 31 angeordnet ist. Der Feuerraum 1 wird
von vorne durch die mit einer Glasscheibe 23 ausgerüstete Feuerraumtür 22 verschlossen,
dahinter ist die Luftlenkplatte 25 angeordnet, welche gleichzeitig auch die Funktion
des Glutfängers erfüllt. In dem hinteren Bereich des Feuerraums 1, in dem Feuerraumeinsatz
12 sind in Mittelhöhe die Einführung für die Tertiärluft 10, sowie in dem oberen Berech
die Einführung für die Nachbrennluft ausgestaltet.
[0033] In dem hinteren Bereich des Ofenkörpers 27 ist das Einführungsrohr 2 für die Aussenluft
angeordnet, welche zu der gemeinsamen Luftkammer 4 angeschlossen ist. Daraus zweigt
sich über die regelbare Öffnung 3 der Kanal 9 für die Tertiär- und Nachbrennluft ab,
welcher die Sekundärluft zu der Einführung für die Tertiärluft 10, und zu der Einführung
für die Nachbrennluft 11, sowie über den vertikalen Führungskanal für die Sekundärluft
18, und den horizontalen Führungskanal für die Sekundärluft 19 in den Vorderbereich
des Feuerraums 1 nach oben hineinführt. Zur Umlenkung der Sekundärluft ist in dem
oberen Bereich des Feuerraums 1 vorne die mit Öffnungen 20 versehene Luftumlenkungsplatte
21 angeordnet. Über den in dem horizontalen Verteilerkanal für die Nachbrennluft 32
ausgestalteten Kanal wird die Nachbrennluft aus dem vertikalen Kanal für Tertiär-
und Nachbrennluft 9 zu den Einführungen für die Nachbrennluft 11 geführt.
[0034] In dem oberen Bereich des Feuerraums 1 befindet sich der in Richtung des Vorderteils
des Feuerraums 1 schräg ansteigende Flammlenker 14. Über dem Flammlenker 14 ist der
Rauchgasraum 15 angeordnet, welcher über die in hinteren Bereich des Ofenkörpers 27
befindlichen Rauchgaskammer 17 zu der Rauchgasentführung 16 angeschlossen ist. In
der Figur ist ferner der Untersatz 30 unter dem Ofenkörper 27 zu sehen. Über dem Untersatz
30 sind die zur Einführung der Konvektionsluft dienenden Seitendurchgänge 35. In der
Figur sind die in der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 ausgebildeten Luftkanäle
34, sowie deren Ausführungsöffnungen 24 im Schnitt zu sehen.
[0035] Im Falle der Anwendung der Lösung nach der Erfindung brennt das Feuer auf dem Rost
8 in dem Feuerraum 1, die Luft wird solcherweise eingeführt, dass die Luft an drei
Stellen zugeführt wird, die getrennt regelbare Primärluft von unten, die getrennt
regelbare Sekundärluft zur Spülung der Scheibe von vorne, die Tertiärluft und die
Nachbrennluft von hinten. Die Sekundär-, die Tertiär- und die nachbrennluft können
zusammen geregelt werden. Die Tertiärluft tritt in dem hinteren Bereich des Feuerraums
1 ein. Ein Teil der Tertiärluft ist abgetrennt, und als Nachbrennluft dem oberen Bereich
des Feuerraums 1 zugeführt.
[0036] Das Rauchgas wird solcherweise entführt, dass das Rauchgas in dem oberen Bereich
des Feuerraums 1 bei dem Flammlenker 14 über dem Flammlenker 14 in den Rauchgasraum
15, dann von dort nach hinten, in die Rauchgaskammer 17 hinter den Feuerraum 1 geführt
wird. Hier erfolgt eine weitere Wärmeabgabe, Wärmeverwertung. An der Rauchgaskammer
17 befindet sich vorzugsweise eine Reinigungsöffnung, beziehungsweise kann die Rückwand
des Ofenkörpers 27 demontiert, die Rauchgaskammer 17 gereinigt, und die Ablagerungen
von dort zeitweise entfernt werden werden.
[0037] Die Luft des Zimmers, beziehungsweise des Innenluftraums strömt in den im Aussenverkleidung
des Ofenkörpers 27 ausgestalteten Luftkanälen 34. Die Luft tritt aus dem oberen Luftraum
über die in dem unteren Bereich des Ofenkörpers 27 befindlichen Seitendurchgänge 35
in die Luftkanäle 34 ein, und von dort oben, über die Ausführungsöffnungen 24 aus.
Dabei wird diese von der Aussenoberfläche des Ofenkörpers 27 aufgewärmt, und gleichzeitig
kommt sie mit dem oben ausströmenden Rauchgas über die Wand des Ofenkörpers 27 in
Kontakt. Dadurch wird die Wärmeverwertung wesentlich erhöht.
[0038] In der Figur 6. sind die Lufteinführungen des Kaminofens nach der Erfindung, sowie
die Rauchgasentführung schematisch, auf der vereinfachten Zeichnung der axonometrischen
Darstellung gemäss Figur 5. zu sehen.
[0039] Die Luft L strömt aus dem Aussenraum über das Einführungsrohr des Kaminofens 2 für
die Aussenluft in den Inneren des Kaminofens 2, in die gemeinsame Luftkammer ein.
Von hier aus gelangt ein Teil der Luft über den Primärregler und den Entaschungsraum
und die Roste 8 in den Feuerraum hinein, wo sie den sich in dem Feuerraum vollziehenden
Brennungsvorgang unmittelbar speist.
[0040] Der restliche Teil der Luft L gelangt aus der gemeinsamen Luftkammer 4 durch die
Öffnung 3 über den Sekundärluftregler 6 in den vertikalen Führungskanal für die Sekundärluft
hinein. Während der Strömung entlang der Seitenwand des Feuerraums 1 nach oben erwärmt
sie sich in bedeutendem Masse, wodurch der Wirkungsgrad des Brennungsprozesses wesentlich
verbessert wird. Die Sekundärluft gelangt über den in dem oberen Bereich des Feuerraums
1 angeordneten Verteilerkanal für Sekundärluft 19 auf die Luftlenkplatte 21. Dann
kommt sie mit Hilfe der Luftlenkplatte 21 vor die Feuerraumtür 22, wo sie nach Anstoss
an deren Glasscheibe 23 entlang deren nach unten strömt, wodurch ein besserer Wirkungsgrad
der Brennung, und die Russentfernung von der Glasscheibe 23 der Feuerraumtür 22 gewährleistet
werden.
[0041] Ein Teil der Aussenluft L strömt von der gemeinsamen Luftkammer 4 über den Kanal
für Tertiärluft und Nachbrennluft 9 zu den Einführungen der Tertiärluft 10, sowie
zu den Einführungen der Nachbrennluft 11. Die Tertiär- und Nachbrennluft strömt in
dem Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft 9 hinter dem Feuerraumeinsatz 12 und dem
Feuerraummantel 13 von unten nach oben, wobei sie sich in geringerem Masse erwärmt,
und durch diesen Prozess der Wirkungsgrad der Brennung weiter verbessert wird. Die
Tertiärluft tritt über die annähernd in der halben Höhe des Feuerraums 1 angeordneten
Einführungen für Tertiärluft 10 in den Feuerraum hinein.
[0042] Das Rauchgas R strömt vor dem über dem Feuerraum 1 angeordneten Flammlenker 14 in
den im oberen Bereich des Kaminofens ausgebildeten Rauchgasraum 15, dann von dort
in die im hinteren Teil des Kaminofens ausgebildete Rauchgaskammer 17 zu, und sie
wird von dort über die Rauchgasentführung 16 ausgeführt.
[0043] In der Figur 7. ist die Rauchgasentführung des Kaminofens nach der Erfindung in Rückansicht.
[0044] Es ist der Figur 7. zu entnehmen, dass das Rauchgas R über dem Flammlenker 14 und
zwischen der Luftumlenkungsplatte 21 aus dem Feuerraum 1 hinaufströmt. Hier strömt
sie in dem Rauchgasraum 15 unter dem Führungskanal für Sekundärluft 19 in Richtung
des hinteren Bereichs des Kaminofens vorbei. Dort tritt das Rauchgas auf zwei Teile
getrennt in dei Rauchgaskammer 17 hinein, woher es mit einer 180° Drehung über die
Rauchgasentführung 16 aus dem Kaminofen heraustritt. Dadurch wird die Wärmeabgabe
verbessert, da das Rauchgas R mit der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 auf
einer grösseren Fläche in Berührung kommt. Das Durchdrehen des Rauchgases R in dieser
Weise ist von dem Vorteil, dass die sich in dem Rauchgas eventuell vorhandenen Staub-
und Russkörnchen hier abgesetzt werden.
[0045] In der Figur 8. wurde der horizontaler Schnitt des Kaminofens nach der Erfindung
annähernd in der halben Feuerraumhöhe, im Schnitt B-B der Figur 1. dargelegt.
[0046] In der Figur ist der Feuerraum 1 zu sehen, dessen Unterteil durch den Rost 8 gebildet
wird. Es sind die in dem Feurraumeinsatz ausgestaltete Einführung für Tertiärluft
10, und die Einführung für die Nachbrennluft 11 zu sehen.
[0047] Die Feuerraumtür 22 ist im Schnitt zu sehen, hinter welcher die Luftlenkplatte 25
im den Inneren des Feuerraums 1 angeordnet ist, welche gleichzeitig ein Glutfänger
ist. Der die Feuerraumtür 22 haltende Scharnier 26, sowie der die Öffnung und Verschliessung
gewährleistende Verschluss 28 und Klinke 29 sind im Schnitt zu sehen. Es ist ferner
die in dem hinteren Bereich des Ofenkörpers 27 befindliche Rauchgaskammer 17, der
vertikale Führungskanal für Sekundärluft 18, sowie der horizontale Verteilerkanal
für Nachbrennluft 32 zu sehen.
[0048] Der Ofenkörper 27 ist auf dem Untersatz 30 angeordnet, und die Aussenverkleidung
33 des Ofenkörpers 27, die in der Aussenverkleidung 33 des Ofenkörpers 27 ausgebildeten
Luftkanäle 34 sind im Schnitt zu sehen. Über dem Untersatz 30 sind die Seitendurchgänge
35 ausgebildet, sowie ist er Sekundärluftregler 6 zu sehen.
[0049] In der Figur 9. ist der Vertikalschnitt des Kaminofens nach der Erfindung annähernd
in der halben Länge des Feuerraums zu sehen.
[0050] In der Figur sind der Feuerraum 1, der Rost 8 in dessem unteren Bereich, sowie der
Entaschungsraum 7. Unter diesen ist die mit dem Einführungsrohr für die Aussenluft
2 verbundene gemeinsame Luftkammer 4. Es sind die in der hinteren Wand des Feuerraums
1 in dem Feuerraumeinsatz 12 ausgestaltete Einführung für die Tertiärluft, und die
Einführungen für die Nachbrennluft 11 zu sehen. Es sind ferner der über dem Feuerraum
1 angeordnete Flammlenker 14, der sich darüber befindende Rauchgasraum 15 zu sehen,
über welchem der horizontale Führungskanal für die Sekundärluft 19 angeordnet ist.
Es sind ferner die Luftkanäle 34, die zu diesen über dem Untersatz 30 angeschlossenen
Seitendurchgänge 35, mit den Einführungsöffnungen für den Luftkanal 38, sowie die
Ausführungsöffnungen für die Konvenktionsluft 24.
[0051] In der Figur 10. ist die Untersicht des Kaminofens nach der Erfindung mit den Primär-
und Sekundärregelungen zu sehen.
[0052] In der Figur sind der obere Teil der sich in dem unteren Bereich des Ofenkörpers
27 befindende gemeinsamer Luftkammer 4 mit dem Primärluftregler 5 und dem Sekundärluftregler
6, sowie das zu diesen angeschlossene Mechanismus für die Primärluftregelung 36 und
das Mechanismus für die Sekundärluftregelung 37 zu sehen, durch welche die Öffnung
3 in dem unteren Bereich des Ofenkörpers 27 auf-, beziehungsweise zumacht. In der
Figur ist die mit der Glasscheibe 23 ausgerüstete Feuerraumtür 22, sowie dahinter
der Flammlenker 14, ein Teil des Rauchgasraums 15, sowie die in dem oberen Bereich
des Feuerraums 1 befindende mit Öffnungen 20 versehene Luftumlenkungsplatte 21, sowie
die in dem unteren Bereich des Feuerraums 1 angeordnete Luftlenkplatte 25, welche
gleichzeitig ein Aschenfänger ist. Es sind der Scharnier 26 der Feuerraumtür 22, sowie
der Verschluss 28 und die Klinke 29 zu sehen. Es sind ferner die in der Aussenverkleidung
33 des Ofenkörpers 27 ausgebildeten Luftkanäle 34, sowie die über dem Untersatz 303
ausgestalteten Seitendurchgänge 38 mit den Einführungsöffnungen für den Luftkanal
38.
[0053] Im Falle einer vorteilhaften konkreten Verwirklichung der Lösung nach der Erfindung
hat der Ofenkörper 27 eine liegende zylindrische Form, der Feuerraum 1 in diesem hat
eine zylindrische Form, seine Seitenwände sind in geringem Masse gewölbt. Das Material
der Auskleidung des Feuerraums 1 ist hitzebeständiger Beton Thermotte. Das Material
des Kaminofens ist Stahlplatte, der Rost ist aus Gusseisen.
[0054] Die Luftversorgung des Kaminofens gemäss nach der Erfindung kommt aus dem Aussenraum,
in solcher Weise, dass die Luft über die Wand des Gebäudes durchgeführt in die in
dem Inneren des Kaminofens befindliche gemeinsame Luftkammer 4 durch das in der Rückwand
des Kaminofens ausgebildete Einführungsrohr für Aussenluft 2 gelangt. Die die gemeinsame
Luftkammer 4 betretende Luft wird im Weiteren auf Primär-, Sekundär-, Tertiär-und
Nachbrennluft verteilt. Die Primärluft strömt durch den Primärluftregler 5, über dem
Entaschungsraum 7, durch den Rost 8 von unten nach oben in den Feuerraum 1 hinein.
Die Sekunderluft strömt vor dem Eintritt in den Feuerraum 1 durch den Sekunderluftregler
6 von unten nach oben über den sich an den beiden Seiten des Feuerraumes befindlichen
Führungskanal für Sekundärluft 18 durch. In der Zwischenzeit wird sie in bedeutendem
Masse vorerwärmt, wodurch der Wirkungsgrad der Brennung verbessert wird.
[0055] Die Zuführung der Sekundärluft in den Feuerraum 1, beziehungsweise die Verteilung
erfolgt über die Öffnungen mit sich nach aussen verringernden Querschnitt 20. Der
weitere Weg der Sekundärluft führt aus dem Verteilerkanal für Sekundärluft 19 durch
die Öffnungen 20 hinter der hitzebeständigen Glasscheibe 23 der Feuerraumtür 22, von
oben nach unten. Durch diese Strömung wird die Glasscheibe von der Sekundärluft gleichzeitig
"durchgespült", wodurch deren Verrussung, beziehungsweise die Verschlechterung des
von dem Kaminofen gebotenen ästetischen Erlebnisses verhindert wird.
[0056] Im Falle einer weiteren vorteilhaften konkreten Verwirklichung der Lösung nach der
Erfindung strömt die Tertiär- und Nachbrennluft, zusammen mit der Sekundärluft, dank
der Saugwirkung des Schornsteins in geregelten Weise hinter der Rückwand des Feuerraums
1, in dem Tertiär- und Nachbrennkanal 9, von unten nach oben. Inzwischen wird die
Tertiär- und Nachbrennluft - in einem geringeren Masse, als die Sekundärluft - auch
vorerwärmt. Die vorerwärmte Tertiärluft, und die Nachbrennluft treten über die in
der Rückwand des Feuerraums 1 ausgestalteten Öffnungen in den Feuerraum hinein. Im
Falle einer weiteren vorteilhaften konkreten Verwirklichung der Lösung nach der Erfindung
strömt die Tertiärluft über eine in der Rückwand des Feuerraums 1 in dem Feuerraummantel
13 ausgestalteten Einführung für Tertiärluft 10 in den Feuerraum 1 hinein, während
die Nachbrennluft über die fünf oberen Einführungen für Nachbrennluft 11 aus dem Verteilerkanal
für Nachbrennluft 32 in den Feuerraum hineinströmt.
[0057] Das Innere des Feueraums 1 unterscheidet sich von dem die frühere Entwicklung bedeutenden
Kaminofen mit verbesserter Luftversorung in den folgenden:
- Der Ofenkörper 27 hat eine liegende zylindrische Form, in welchem auch der Feuerraum
1 liegend ausgestaltet ist, die Erreichung des entsprechenden Wirkungsgrades erfordert
die Lösung von speziellen technischen Aufgaben.
- Es gibt hinten, hinter der Rückwand des Feuerraums 1 einen Verteilerkanal für Nachbrennluft
32, daraus öffnen sich die Einführungen für die Nachbrennluft 11.
- Eine Rauchgasentführung vor dem Flammlenker 14, und darüber ein Rauchgasraum 15, welcher
zu der in dem hinteren Bereich des Ofenkörpers 27 ausgebildeten Rauchgaskammer 17
angeschlossen ist, und die Gasentführung 17 im hinteren Bereich des Kaminofens ist
mit der Rauchgaskammer verbunden.
- Die Öffnungen 20 auf der Flammlenkplatte 21 leisten ein wenig Luftrückführung in den
Rauchgasraum 15. Dadurch wird eine mehr vollkommene Verbrennung der in dem aus dem
Feuerraum 1 auströmenden Gasen vorhandenen brennbaren Gasen unterstützt, und dadurch
die Staub- und Russemission effektiv verringert. Der Staub- und Russwert werden verbessert.
- Die sich über dem Untersatz 30 in den Raumluft anschliessenden Öffnungen 35 öffnen
sich aus dem unteren Bereich des Ofenkörpers 27, sie sind mit den Luftkanälen 34 verbunden.
- Die Luft des Raumes strömt unten, über die Seitendurchgänge 35 hinein, sie wird in
dem Luftkanal 34 erwärmt, und strömt oben durch die Ausführungsöffnungen für Konvektionsluft
24 aus dem Raum aus. Dadurch wird eine verbesserte Wärmeabgabe, und ein erhöhter Wirkungsgrad
gewährleistet.
[0058] Ein sich aus der Lösung nach der Erfindung ergebender technischer Vorteil ist es,
dass im Vergleich zu dem zylindrischen Feuerraum gegebener Form eine, mit den Luftzugaben
eine Brennung erhöhter Wirksamkeit, und Wärmeabgabe gewährleistet ist, und die Sicherheit
der Brennung in dem Feuerraum erhöht wird.
[0059] Weitere Vorteile sind, wie folgt:
Umweltfreundlich
Eine geringe CO-, CnHm- und Staubemission, ein guter Wirkungsgrad
Die in Deutschland in 2015 in Kraft tretenden Vorschriften für Bundesemissionsschutzverordnung
BlmSchV 2. Stufe erfüllen. Das auf Grund der Lösung nach der Erfindung hergestellte
Produkt entspricht auch den österreichischen und schweizerischen sicherheitstechnischen
und Umweltschutznormen.
Die verwendbaren Brennmethoden sind: Holz, Braunkohlenbrikett.
[0060] Der Vorteil der Lösung nach der Erfindung ist, dass die die Brennung speisende Luft
aus dem Aussenraum in den Feuerraum hingeführt, dadurch aus dem fast perfekt isolierten
Innenraum keine Luft entzogen wird. Damit soll der von dem Kaminofen benutzte Sauerstoff
nicht aus der Luft der geheizten Innenraum sichergestellt werden. Die Luftverteilung,
samt der Luftregelung unterstützen die effektiveren Brennungsprozesse und eine wirksamere
Abgabe der erzeugten Wärmemenge. Durch die Verteilung und Abführung der Primär-, Sekundär-,
Tertiär- und Nachbrennluft gelangt die Luft vorerwärmt in den Feuerraum, dadurch wird
der Wirkungsgrad der Brennung wesentlich verbessert.
[0061] Durch die Gestaltung des Feuerraumes und der Wärmeabgabeoberflächen kann eine Wärmeabgabe
höheren Wirkungsgrades gewährleistet werden, wodurch die Wärmeempfindung der sich
in der Nähe des Kaminofens aufhaltenden Personen wesentlich erhöht wird. Durch die
Lösung nach der Erfindung werden die wirksame und gleichmässige Verteilung der die
Sauerstoffversorgung des Kaminofens gewährleistenden Luft, sowie eine entsprechende
Spülung der Glasscheibe der Feuerraumtür gesichert.
[0062] Dank dem schräg angeordneten Flammlenker ist kein Rauchtrommel erforderlich, da die
Hitze des erzeugten Rauchs mehrfach verteilt wird, der Rauch wird nämlich durch den
Flammlenker nach oben, zu der oberen Wand des Feuerraums geleitet, woher der Rauch
weiter nach hinten gelangt. Die Wärme wird in dieser Weise besser verteilt, deshalb
erwärmt sich die Wand hinter der Rückwand des Kaminofens nicht übermässig, was aus
sicherheitstechnischem Gesichtspunkt wichtig ist, da hinter dem Kaminofen, welcher
eine wärmere Wand hat, kann die Wand, die Tapete, die Lambrie braun werden, in einem
extremen Fall auch entbrennen.
Verzeichnis der Bezugssymbole:
[0063]
- 1 ― Feuerraum
- 2 ― Einführungsrohr für Aussenluft
- 3 ― Öffnung
- 4 ― Gemeinsame Luftkammer
- 5 ― Regler für Primärluft
- 6 ― Regler für Sekundärluft
- 7 ― Entaschungsraum
- 8 ― Rost
- 9 ― Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft
- 10 ― Einführung für Tertiärluft
- 11 ― Einführung für Nachbrennluft
- 12 ― Feuerraumeinsatz
- 13 ― Feuerraummantel
- 14 ― Flammlenker
- 15 ― Rauchgasraum
- 16 ― Entführung für Rauchgas
- 17 ― Rauchgaskammer
- 18 ― Führungskanal für Sekundärluft (vertikal)
- 19 ― Führungskanal für Sekundärluft (horizontal)
- 20 ― Öffnung
- 21 ― Luftumlenkungsplatte
- 22 ― Feuerraumtür
- 23 ― Glasscheibe
- 24 ― Ausführungsöffnung (Konvektionsluft)
- 25 ― Luftlenkplatte (gleichzeitig auch Glutfänger)
- 26 ― Scharnier
- 27 ― Ofenkörper
- 28― Verschluss
- 29 ― Klinke
- 30 ― Untersatz
- 31 ― Aschenplatte
- 32 ― Verteilerkanal für Nachbrennluft (horizontal)
- 33― Aussenverkleidung (Ofenkörper)
- 34 ― Luftkanal (in der Aussenverkleidung des Ofenkörpers)
- 35 ― Seitendurchgang (über dem Untersatz ausgebildet)
- 36 ― Reglermechanismus für Primärluft
- 37 ― Reglermechanismus für Sekundärluft
- 38 ― Einführungsöffnung für den Luftkanal
L ― LUFT
R - RAUCHGAS
1. Ein Kaminofen mit verbessertem Wirkungsgrad, welcher Kaminofen einen Ofenkörper, und
einen mit Öffnungen für Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Nachbrennluft versehenen
Feuerraum hat, ferner der Kaminofen über eine äussere Lufteinführung und ein geschlossenes
Verteilersystem für Brennluft verfügt, die Einführung für Primärluft des Kaminofens
in dem Rost im unteren Bereich des Feuerraums, die Einführung für Sekundärluft über
der Feuerraumtür, die Einführungen für Tertiär- und Nachbrennluft in der Rückwand
des Feuerraums ausgebildet sind,
es gibt ein Einführungsrohr für Aussenluft in der Rückwand des Kaminofens, welches
zu der unter dem Rost ausgebildeten gemeinsamen Luftkammer angeschlossen ist, woher
die Einführung der Primärluft über den unter dem Rost befindlichen Entaschungsraum
erfolgt, zu der Luftkammer, ferner für die Entführung der Sekundär-, Tertiär- und
Nachbrennluft ein vertikaler und horizontaler Luftführungskanal angeschlossen ist,
sowie ein Verteilerkanal für Tertiär- und Nachbrennluft hinter dem Feuerraum, in dem
hinteren Bereich des Kaminofens ausgebildet ist, welche zu den in der Rückwand des
Feuerraums in verschiedenen Höhen ausgestalteten Einführungen für Tertiärluft, und
Einführungen für Nachbrennluft angeschlossen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kaminofen einen liegenden zylindrischen Ofenkörper (27) hat, in welchem ein liegender
Feuerraum (1) ausgebildet ist, und die Seitenwände des den Feuerraum (1) abgrenzenden
Feuerraumeinsatzes (12) gewölbt sind, die Rückwand vertikal ist, und in der Rückwand
des Feuerraums (1) in der Mittelhöhe des Feuerraumeinsatzes (12) die Einführung für
Tertiärluft (10), sowie in dem oberen Bereich des Feuerraums (1) die Einführung für
Nachbrennluft (11) ausgebildet sind,
in dem oberen Bereich des Feuerraums (1) sich einen schrägen, in Richtung des Vorderteils
des Feuerraums (1) ansteigender Flammlenker (14) befindet, über diesem Flammlenker
(14) ein Rauchgasraum (15) ausgebildet ist, welche über die in dem hinteren Bereich
des Ofenkörpers (27) befindlichen Rauchgaskammer (17) zu der an dem hinteren Teil
des Ofenkörpers (27) ausgestalteten Rauchgasentführung (16) des Kaminofens angeschlossen
ist,
es ist ein schräg verlegte Luftumlenkungsplatte (21) hinter dem oberen Teil der Feuerraumtür
(22) angeordnet, wobei die Luftumlenkungsplatte (21) der Hinführung der Sekundärluft
auf die Glasscheibe (23) der Feuerraumtür (22) dient, und die Entführung des Rauchgases
aus dem Feuerraum (1) in den Rauchgasraum (15) zwischen der Luftumlenkungsplatte (21)
und dem Flammlenker (14) erfolgt.
ferner sind in dem Aussenteil des zylindrischen Ofenkörpers (27), in der Aussenverkleidung
(33) der Ofenkörpers (27) gewölbte Luftkanäle (34) ausgebildet, deren Ausführungsöffnungen
für die Wärmeabgabe (24) in dem oberen Bereich des Ofenkörpers (27), die Einführungsöffnungen
(38) in dem unteren Bereich des Ofenkörpers (27) sind.
2. Der Kaminofen nach dem Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass der Ofenkörper (27) auf einem Untersatz (30) angeordnet ist, und in dem unteren Bereich
des Ofenkörpers (27) über dem Untersatz (30) Seitendurchführungen (35) für die Einführung
der Konvektionsluft ausgebildet sind, zu welchen Seitendurchgängen (35) die Einführungsöffnungen
(38) der gewölbten Luftkanäle (34) angeschlossen sind.
3. Der Kaminofen nach dem Anspruch 1., oder 2., dadurch gekennzeichnet, dass der zur Umlenkung der Sekundärluft in dem oberen Bereich des Feuerraums (1) angeordnete
Luftumlenkungsplatte (21) vorzugsweise mit Öffnungen (20) versehen ist.
4. Der Kaminofen nach dem Anspruch 1. bis 3., dadurch gekennzeichnet, dass in dem unteren Bereich des Feuerraums (1), hinter dem unteren Teil der Feuerraumtür
(22) eine, oder mehrere unteren Luftlenkplatte (25) schräger Lage angeordnet sind,
welche gleichzeitig der Funktion des Glutfängers dienen.
5. Der Kaminofen nach dem Anspruch 1. bis 4., dadurch gekennzeichnet, dass die Aschenplatte (31) unter dem Rost (8) in dem unteren Bereich des Feuerraums (1)
angeordnet ist, und die Primärluft in dem Entaschungsraum (8) aus dem gemeinsamen
Luftkammer unter den Feuerraum (1) geführt wird.
6. Der Kaminofen nach dem Anspruch 1. bis 5., dadurch gekennzeichnet, dass es sich ein Reglermechanismus für Primärluft (36) und ein Reglermechanismus für Sekundärluft
(37) unter dem Entaschungsraum (8), in dem oberen Bereich der gemeinsamen Luftkammer
(4) befindet, zu welchem der sich unten an der Seite des Ofenkörpers (27) befindliche
Primärluftregler (5), beziehungsweise Sekundärluftregler (6) angeschlossen sind.
7. Der Kaminofen nach Anschpruch 1. bis 6., dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft (9) aus dem oberen Bereich der gemeinsamen
Luftkammer (4) über die mit dem Sekundärluftregler (6) regelbaren Öffnung (3) an der
hinteren Seite des Ofenkörpers (27) abzweigt, wodurch die Luft zur Einführung der
Tertiärluft (10) und zur Einführung der Sekundärluft (6) geführt wird.
8. Der Kaminofen nach Anspruch 1. bis 7., dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Führungskanal für Sekundärluft (18), und der horizontale Kanal für
Sekundärluft (19) aus dem Kanal für Tertiär- und Nachbrennluft (9) über der Einführung
für Nachbrennluft (11) weiterführt, wodurch die Sekundärluft in den vorderen Bereich
des Feuerraums (1) geführt wird.
9. Der Kaminofen nach Anspruch 1. bis 8., dadurch gekennzeichnet, dass die Nachbrennluft über einen horizontalen Verteilerkanal für Nachbrennluft (32) zu
den Einführungen der Nachbrennluft (11) aus dem vertikalen Kanal für Tertiär- und
Nachbrennluft (9) geführt wird.
10. Der Kaminofen nach Anspruch 1. bis 9., dadurch gekennzeichnet, dass die Ausführungsöffnungen (24) der Wärmeabgabekanäle (34) in dem oberen Bereich des
Ofenkörpers (27), gegeneinander, in verschiedenen Höhen ausgebildet sind.