[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Objektschutz gegen ungelenkte und/oder
im Unterschallbereich fliegende Mittelkalibergeschosse nach den Oberbegriffen der
Ansprüche 1 oder 2.
[0002] Im zweiten Weltkrieg wurden erstmals gegen gepanzerte Ziele Geschosse mit Hohlladungen
abgefeuert. Dies einerseits von den US-Streitkräften (Bazooka genannte Waffe) und
anderseits von Deutschland (Panzerfaust und Panzerschreck genannt). Zur Beschleunigung
der Geschosse dienten Treibmittel wie Ladungen und Treibpatronen. Danach entwickelte
Russland eine weitverbreitete Waffe, die als RPG (Rocket-Propelled Granade) bezeichnet
wird. Diese wird in einer seit 1961 hergestellten Version noch heute, vor allem im
Bereich der asymetrischen Kriegsführung als Typ RPG-7, mit verschiedensten Hohlladungen,
eingesetzt. Während die frühen Systeme mechanische Aufschlagzünder besassen, sind
die neueren mit frontseitigen piezoelektrischen Zündvorrichtungen ausgerüstet und
weisen zwischen dem Zündgenerator und der Zündkette flächige, galvanisch leitende
Verbindungsleitungen auf. Diese relativ einfachen, meist raketengetriebenen Mittelkalibergeschosse
sind weltweit verbreitet und stellen ein gewaltiges Gefahrenpotential dar; sie sind
billig zu erstehen, leicht handhabbar und werden in verschiedensten Ausführungsarten
gegen stationäre und mobile Objekte, insbesondere gegen leicht gepanzerte Fahrzeuge
eingesetzt.
[0003] Neben verschiedensten aktiven und passiven Panzerungen wurden bereits 1940 (
DE -A- 688 526) auf das zu schützende Objekt massive Stahlstäbe und prismatische Körper aufgesetzt,
welche insbesondere Geschosse von Panzerabwehrkanonen ablenken sollten. Eine Weiterentwicklung
davon (DT -A1- 26 01 562) verwendete spezielle warmfeste Materialien und auch Panzerplatten
mit matrixförmig angeordneten und aus einer Fläche herausragenden massiven Körpern
(Fig. 1 und Fig. 2), um die exotherme Wirkung von Sprengladungen vom zu schützenden
Objekt fernzuhalten.
[0004] Aus der
DE 198 25 260 A1 ist ein Schutz bekannt geworden, bei dem u.a. stabförmige Störkörper auf einer Platte
montiert sind und die Platte ausfahrbar ist. Das Ausfahren der Platte kann durch einen
unterhalb der Platte angeordneten Druckraum erfolgen, in den ein Arbeitsgas eingeleitet
wird. Hierdurch werden die Störkörper gerade und damit völlig unabhängig von der Flugrichtung
der Geschosse ausgefahren.
[0005] Die vorerwähnten Schutzanordnungen weisen den Nachteil auf, dass diese wohl bis zu
einem gewissen Grad die zerstörerische Wirkung durch eine Störung des Hohlladungsstrahls,
bei dessen Bildung, d.h. vor seiner Streckung, reduzieren. Die ausgefahrenen Stäbe
vermögen jedoch nicht die Initiierung der Sprengladung zu verhindern.
[0006] In der nachveröffentlichten
US 2009/0266 226 A1 wurde ein Schutz eines Fahrzeugs, vor RPGs mit piezo-elektrischen Zündvorrichtungen,
vorgeschlagen. Auf dem Fahrzeug sind Ständer befestigt, welche Ständer tragen an deren
freien Enden sich, als Gegenmassnahme zu den RPGs, Sprengladungen befinden.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Objektschutz zu schaffen, der die Initiierung
der Sprengladung möglichst verhindert oder zumindest beeinträchtigt und sollte die
Ladung dennoch gezündet werden, deren Wirkung so massiv reduziert, dass das Objekt
in seiner Funktion nicht wesentlich gestört ist.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 2.
[0009] Die Bedrohungssituation und die wahrscheinliche Flugbahn eines Geschosses zur Ausrichtung
der Stäbe wird berücksichtigt, in dem die Stäbe in einem Winkel zur Fläche angeordnet
sind, welche der wahrscheinlichen präsumptiven Flugrichtung am zu schützenden Objekt
entspricht. Ein einfaches Ausrichten der Stäbe auf die aktuelle Bedrohungslage, insbesondere
bei Sehschlitzen von gepanzerten Fahrzeugen, erhöht die Sicherheit gegen einen direkten
Beschuss beträchtlich. Dies wird erreicht, indem die Stäbe in Reihen auf einem kippbaren
Träger angeordnet sind, der in einer Wirkverbindung mit kippbaren Trägern weiterer
Reihen ist. Ein Nachrichten der wenigen erforderlichen Reihen kann automatisch, beispielsweise
durch eine Niveauregelung erfolgen. Besonders gefährdet und damit speziell schützenswert
sind Ein- und Ausgänge an Fahrzeugen (Lufteinlässe, Auspuffe, Tankstutzen, Personen-
und Wartungsverschlüsse wie Türen, Deckel etc.) sowie Sichtfenster für optische und
elektronische Geräte.
[0010] Die Art des Antriebs der Reihen liegt im Belieben des Fachmanns und kann mit allgemein
bekannten elektromotorischen, pneumatischen oder hydraulischen Antrieben erfolgen.
[0011] Die im Patentanspruch erwähnte Fläche kann eben oder eine beliebige Raumfläche sein.
Die Halterung der Stäbe oder Stifte kann in der Fläche erfolgen und/oder die Stäbe
können dahinter in einer massiven Platte fixiert sein.
[0012] Die Merkmale zur Anordnung der Stäbe oder Stifte erlauben dem Geschoss ein partielles
Eindringen mit dessen Haube in die Matrix. Dabei wird überraschenderweise die Zündfunktion
ummittelbar derart massiv gestört, dass in den meisten Fällen gar keine Initiierung
der Ladung erfolgt. Findet in Einzelfällen dennoch eine Zündung statt, so wird bei
Präzisionsladungen die optimale Distanz (Stand off) der Hohlladung zum Ziel überschritten,
was bekanntlich zu einer beträchtlichen Reduktion von deren Strahlleistung und/oder
nur zu einem blossen Abbrand führt. In Verbindung mit konventionellen Schutzmassnahmen
(passive und/oder aktive Panzerungen) ist auch in solchen Fällen das Objekt ausreichend
geschützt.
[0013] Voraussetzung für das Verhindern einer Initierung der Zündung gemäss Anspruch 2 sind
Stäbe oder Stifte, die wenigstens in dem vom Geschoss direkt beaufschlagten Teil galvanisch
leitend sind.
[0014] Wesentliche Vorteile gegenüber nur konventionellen Schutzmassnahmen bestehen im relativ
geringen Gewicht des Erfindungsgegenstands, seiner einfachen Herstellung, seiner geringen
Kosten sowie der Nachrüstbarkeit an bereits vorhandenen Objekten.
[0015] In nachfolgenden abhängigen Anprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstands
charakterisiert. Dabei wird der umfassende Begriff Stab verwendet, da der Querschnitt
dieser Körper im Verhältnis zu deren Länge relativ klein ist. Ebenfalls trifft für
die meisten Ausführungsformen der Begriff Stift (kurzer Stab) zu, weil aus materialtechnischen
und Gewichtsgründen die Länge der Stäbe so kurz wie funktionstechnisch sinnvoll gewählt
ist.
[0016] Günstig sind, insbesondere an Fahrzeugen, möglichst zusammenhängende Deckflächen,
worunter die Stäbe "versteckt" sind. Wenn die Stäbe 3 an ihrer äusseren Stirnseite
durch wenigstens eine flächige und zusammenhängende äussere Schicht abgedeckt sind,
wird die Verletzungsgefahr eliminiert und zudem lassen sich dadurch Schmutzablagerungen
und Verbiegungen der Stäbe vermeiden.
[0017] Werden die Stirnseiten der Stäbe mit stumpfwinkligen Konen versehen, die in scharfen
Spitzen enden, oder werden diese Stirnseiten mit einem zentralen scharfkantigen Zapfen
versehen, führt dies in vielen Fällen auch bei einem direkten, senkrechten Auftreffen
der Geschossspitze auf einen Stab zu einer unmittelbaren Zerstörung des Piezokristalls
im Aufschlagzünder. Bei frontseitigen Piezo-Generatoren wird durch eine Zersplitterung
des Kristalls die notwendige Zündspannung unterschritten, so dass die Initiierung
der Ladung unterbleibt.
[0018] Besonders einfach lassen sich die Stäbe in einer massiven Platte befestigen, aus
der sie herausragen.
[0019] Eine massive Platte lässt sich sehr einfach mit Stäben ausrüsten und hat zudem noch
den Vorteil, dass sie ein wirksamer Schutz gegen Kleinkalibermunition ist.
[0020] Wirtschaftlich günstig und auch temporär einsetzbar ist ein Schutz mit Stäben, die
aus den Knoten eines Stahlnetzes herausragen.
[0021] Mittels Strahlbearbeitung (Laser, Wasserstrahl etc.) lassen sich sehr leichte und
kostengünstige Schutzschichten aus Flachmaterial (Blech) herstellen, die auch integrierbar
in verschiedenste System sind.
[0022] Nachfolgend werden an Hand von Zeichnungen Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben,
die mit Ausnahme von Figur 8 keinen Teil der Erfindung bilden. Es zeigen:
- Fig. 1
- das Prinzip zur Verhinderung der Initiierung einer Hohlladung mittels einer Schutzschicht,
wobei als Variante ein nur in einem Endbereich galvanisch leitender Stab vorhanden
ist,
- Fig. 2
- eine Haube eines Geschosses beim Auftreffen auf eine Schutzschicht,
- Fig. 3
- eine weitere Darstellung eines schräg fliegenden Geschosses beim Auftreffen auf eine
Schutzschicht,
- Fig. 4a
- ein Stab einer Schutzschicht mit konischer Spitze,
- Fig. 4b
- ein Stab einer Schutzschicht mit scharfkantigem Zapfen,
- Fig. 5
- eine modulare Grundplatte mit geneigt angeordneten Stäben,
- Fig. 6
- eine modulare Schutzschicht mit interner Knautschschicht und äusserer Verkleidung,
- Fig. 7
- eine Variante einer Schutzschicht mit äusserer Vekleidung,
- Fig. 8
- das Prinzip einer durchsehbaren und verstellbaren Schutzschicht gemäss der Erfindung
vor der Frontscheibe eines gepanzerten Fahrzeugs,
- Fig. 9
- einen Schützenpanzer mit modularen und speziellen Schutzschichten, auch für Sensoren
und Ein- und Auslässe,
- Fig. 10
- eine Schutzschicht bestehend aus einem Stahlnetz mit in den Knoten des Netzes eingesetzten
Stäben sowie
- Fig. 11
- eine Schutzschicht in Leichtbauweise hergestellt aus Blechstreifen, die mittels Strahlbearbeitung
ausgeschnitten sind.
[0023] In sämtlichen Figuren sind gleiche Funktionselemente mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0024] In Figur 1 ist mit 1 eine Schutzschicht bezeichnet. In einer Grundplatte 2 sind matrixartig
Stäbe 3 eingesetzt und rückseitig mit Flanschen 4 auf der Grundplatte 2 fixiert. Die
Stäbe 3 überragen eine innere Fläche 2' um eine Länge l
1. Ein auf ein zu schützendes Objekt O auftreffendes Geschoss 100 in Flugrichtung F
dringt mit seinem Aufschlagzünder 102 zwischen die Stäbe 3 ein. Eine dünnwandige Doppel-Haube
101 des Geschosses 100 wird dabei durchlöchert und durch die Endbereiche 3b der Stäbe
3 elektrisch kurz geschlossen, so dass der frontseitige Aufschlagszünder 102 mit seinem
Piezo-Sensor nicht mehr wirksam werden kann. Die Doppel-Haube 101 ist, physikalisch
betrachtet, eine flächenförmige Zweidraht-Leitung für die Zündenergie. Sie verbindet
den Aufschlagzünder 102 in notorisch bekannter Weise mit einer die Hohlladung beschleunigenden
Zündkette (nicht dargestellt). Der diagonale Abstand a zwischen den Stäben 3, 3a,
3b einer Matrix aus mehreren Stäben 3 ist im Maximum kleiner als das Kaliber K des
Wirk-Geschosses. In jedem Fall wird dadurch die Doppel-Haube 101 "aufgespiesst" und
kurzgeschlossen, zumindest aber zusammengedrückt; siehe Teilschnitt-Darstellung in
Fig. 1. Die gesamte Länge l
0 der Haube 101, gemessen von der Spitze des Aufschlagzünders 102 bis zum grössten
Durchmesser einer Auskleidung 104 einer Hohlladung 103 ist kürzer als die freie Länge
l
1 der Stäbe 3. Damit ist gewährleistet, dass eine in die Schutzschicht 1 eingedrungene
Haube 101 beschädigt ist, bevor der Aufschlagzünder 102 aktiviert sein kann. Die Spitzen
3' der Stäbe 3 sind scharfkantig ausgebildet und bestehen aus gehärtetem Stahl und/oder
weisen eine galvanisch leitende Beschichtung auf.
[0025] Versuche mit raketengetriebenen Hohlladungen mit einer Auftreffgeschwindigkeit von
300 m/s auf der Schutzschicht 1 haben ergeben, dass die Initiierung der Hohlladung
mit nahezu 100% -iger Wahrscheinlichkeit verhindert wird, dies wenn die Flugrichtung
F parallel zu den Stäben 3 ist. Die Versuche erfolgten mit Geschossen mit einem Kaliber
von 85 mm und mit einer Matrix mit Stäben 3 von 6,5 mm Durchmesser aus hochfestem
Stahl mit gehärteten Spitzen 3'. Die maximalen Abstände a zwischen den Stäben 3 (in
der Diagonale der Matrix gemessen) betrugen 50 mm, deren Länge l
1 war mit 140 mm festgelegt.
[0026] Fig. 2 zeigt den ungünstigen Fall eines schräg auf die Stäbe 3 auftreffenden Geschosses,
wobei nur dessen Haube 101 und der Aufschlagzünder 102 gezeichnet sind. In diesem
Fall kann der Piezo-Generator aktiviert sein, bevor die Haube 101 durchstossen ist,
so dass sich weitere Schutzmassnahmen in der Schutzschicht 1 aufdrängen.
[0027] Fig. 3 zeigt eine ähnliche Situation, wobei aber hier die Wahrscheinlichkeit einer
Zündung der Hohlladung bereits wesentlich kleiner ist, da ein Stab 3 die Haube 101
vor einer Berührung des Aufschlagszünders 102 mit einem weiteren Stab bereits durchstossen
und kurzgeschlossen hat.
[0028] Fig. 4a und 4b zeigen Massnahmen zur Verbesserung der Schutzwirkung. Es hat sich
nämlich gezeigt, dass direkt frontal auf die Spitzen 3' der Stäbe 3 auftreffende piezoelektrische
Aufschlagzünder oft völlig zerstört werden, bevor sie eine ausreichend hohe Zündspannung
generieren. Voraussetzung für eine solche Zerstörung sind extrem hohe Flächenpressungen,
d.h. Impulse wie sie durch einen stumpfen Konus 5 mit einer scharfkantigen Spitze
6 (Fig. 4a) oder durch einen scharfkantigen Zapfen 7 von 1 bis 2 mm Durchmesser (Fig.
4b) erzielt werden.
[0029] Ausgehend von der Erkenntnis aus den Fig. 2 und 3 sind gemäss Fig. 5 die Stäbe 3
unter einem Neigungswinkel α in die Grundplatte 2 eingesetzt, wobei hier eine fiktive
Flugrichtung F
f angenommen wurde, welche der Bedrohungslage entspricht. Die innere Fläche der Grundplatte
2 ist wiederum mit 2' bezeichnet. Dies erlaubt, wie Fig. 5 zeigt, auch Schrägflächen
optimal zu schützen.
[0030] Fig. 6 zeigt eine Schutzschicht 1 mit einer inneren Knautschschicht 8 aus einem gewellten
Lochblech aus Stahl, welches kinetische Energie aufnehmen kann, falls das Geschoss
schräg eindringt und/oder dessen Ladung gezündet wird. In diesem Fall ist auch dann
die Wirkung eines Hohlladungsstrahls reduziert, weil der optimale Abstand zum Ziel,
d.i. das zu schützende Objekt O, vom 2 bis 3 -fachen des Kalibers (Stand off) überschritten
wird. Damit die wirksame Länge l
1 (vgl. Fig. 1) der Stäbe 3 nicht unterschritten wird, ist die höchste Lage der Fläche
2', d.h. die "Wellenberge" der Schicht 8 als Messbasis gewählt. Zur Verhinderung von
unbeabsichtigten Verletzungen sowie von Verschmutzungen und vor dem Verfangen mit
irgend welchen Gegenständen (Ästen etc.) sind die Stäbe 3 durch einen Leichtschaumstoff
9 (handelsüblicher Polymer) abgedeckt. Seitlich befinden sich Abdeckungen 10 aus dünnwandigen
Aluminiumplatten.
[0031] Analog ist der Gegenstand nach Fig. 7 aufgebaut, wobei hier die Knautschschicht 8
aus einer Verbundplatte aus Metall und Kunststoffen besteht. Wiederum ist hier die
Messbasis, die Fläche 2', für die Länge l
1 der Stäbe 3 vorgemerkt. Im Gegensatz zu Fig. 6 erfolgt hier eine allseitige Abdeckung
der modularen Schutzschicht 1 mit UV-beständigen Kunststoffplatten.
[0032] Aus Fig. 8 sind an einem gepanzerten Fahrzeug 110 die Frontscheiben mit einer Schutzschicht
1 versehen, welche durchsehbar und verstellbar ist. Die in Reihen R1 bis Rn, in seitlichen
Lagern 13' kippbar angeordneten Stäbe 3 lassen sich durch einen Antrieb 13 mit Gelenkverbindungen
12 auf die aktuelle Bedrohungslage einstellen. Der Antrieb 13 ist in einen an sich
bekannten Dachschutz 16 eingebaut und daher gestrichelt eingezeichnet.
[0033] Selbstverständlich kann eine analoge Anordnung auch bei den auf der Zeichnung nicht
geschützten Seitenfenstern vorgesehen werden.
[0034] In der Darstellung Fig. 1 ist eine besonders, gewichtssparenden Weiterentwicklung
eingezeichnet. Ein Stabe 3a besteht aus einem starren Verbundstoff mit Kohlefasern
hergestellt. Zur Verbesserung der Leitfähigkeit ist dieser an seiner der Bedrohung
zugewandten Oberfläche 3a zu einem Drittel der gesamten l
1 Länge metallisiert und tragen metallische Spitzen 3'. Als galvanisch leitende Schicht
bietet sich eine möglichst harte Beschichtung m an, die im vorliegenden Fall wahlweise
aus Titancarbonitrid (TiCN) oder Titannitrid (TiN) besteht. Die Farbe der Beschichtung
ist nach der Tarnfarbe des Objekts gewählt. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform
besteht im geringen "Radarquerschnitt", d.h. sie trägt wenig zur Radarerkennung bei
und beeinträchtigt die übrigen Mittel zur "Camouflage" nicht. Stäbe in dieser Ausführungsform
sind hauptsächlich für bewegliche Schutzschichten, analog Fig. 8 vorgesehen.
[0035] Ein bewaffnetes Kettenfahrzeug, Fig. 9, ein Schützenpanzer 111 für einen geschützten
Truppentransport, ist mit modularen Schutzschichten 1 gemäss Fig. 7 ausgerüstet. Zusätzlich
sind die beiden, beweglichen optischen Sensoren 112 (steuerbare Wärmebild-Kameras)
durch angepasste seitliche Abdeckungen 10 (Schutzschichten), mit integrierten Stäben
3, vor einem direkten Beschuss geschützt. Aus zeichnerischen Gründen ist hier die
ebenfalls vorhandene Leichtschaumstoffschicht, vgl. Fig. 6 und 7 nicht dargestelt.
[0036] Derartige Schutzschichten 10 empfehlen sich für sämtliche Ein- und Ausgänge, wie
beispielsweise auch für Lufteintritte und Auspufföffnungen an Fahrzeugen oder stationären
Anlagen. Beispielhaft sind hier am Schützenpanzer 111 seitliche Lufteinlässe 17 mit
Stäben 3 versehen und damit geschützt.
[0037] Eine weitere Variante einer Schutzschicht 1' besteht aus einem an sich bekannten
Stahlnetz Fig. 10, in dessen Knoten 14 Stäbe 3 eingesetzt sind. Die Stäbe 3 sind mittels
jeweils einem Knotenblech 15 vor Verdrehungen geschützt. Wiederum ist hier die Messbasis
für die Länge der Stäbe 3 die Fläche 2', welche der maximalen Höhe der Knotenbleche
15 entspricht. Nicht dargestellt sind Schweissstellen an den Knotenblechen 15, die
den Stäben 3 die notwendige Stabilität vermitteln. Die Knotenbeleche 15 übernehmen
zusammen mit den Maschen des Netzes 2a die Funktion einer Platte 2, 2ʹ; vgl. Fig.
1 bis Fig. 7. Im Gegensatz zu einer Platte lässt sich jedoch ein Netz 2a leicht an
die Raumformen eines zu schützenden Objekts anpassen.
[0038] Neben der Gewichts- und Kosteneinsparung können mit dieser Ausführungsform wirkungsvoll
und in kürzester Zeit gefährdete Objekte wie Eingänge, Fenster, Schächte u. dgl. vor
Angriffen geschützt werden.
[0039] In einer Leichtbauversion nach Fig. 11 sind die Stäbe 3" einer Schutzschicht aus
einzelnen Blechstreifen 50 hergestellt, welche mittels Strahlbearbeitung (Laser) ausgeschnitten
wurden. Die Höhe der Blechstreifen 50 entspricht der Länge l
1 plus einer der Konstruktion angepassten Stegbreite 51, welche je nach Grundplatte
oder Träger R1-n bestimmt ist. Zur Gewichtsreduktion wurden Ausnehmungen A ausgeschnitten.
Die formschlüssig zusammengepassten Teile sind - in Figur 11 nicht dargestellt - kraftschlüssig
miteinander verschweisst. Das verwendete Blech für die Stäbe 3" ist Stahlblech von
einigen Millimetern Dicke, ebenfalls können hochfeste Aluminiumbleche Verwendung finden.
Hierzu findet eine an sich ebenfalls bekannte Strahlbearbeitung mittels Hochdruck-Wasserstrahl
Anwendung.
[0040] Hier übernehmen die Stege die Funktion der Platte (Fig. 1 bis Fig. 7). Diese Variante
erlaubt ebefalls sehr kurzfristig einen Objektschutz nach zu rüsten. Bei entsprechender
Dimensionierung der Stege (biegbare Queschnitte) können auch gewölbte Flächen durch
eine Schutzschicht lückenlos belegt werden.
[0041] Die nach Fig. 11 realisierten Schutzschichten zeichnen sich - gegenüber konventionellen
Schutzmassnahmen - durch ein relativ geringes Flächengewicht von 40 kg/m
2 (Mittelwert) aus. Der Erfindungsgegenstand lässt sich in weiten Grenzen an die Bedrohungslage
anpassen. Die verwendeten Materialien und Technologien sind konventionell und können
auch laufend durch neue und bessere Werkstoffe, u.a. Verbundmaterialien, substituiert
werden. Ebenfalls lässt sich der Gegenstand in analoger Weise an am zu schützenden
Objekt bereits vorhandene Mittel gegen die Detektion mittels elekromagnetischer Strahlung
anpassen bzw. es lassen sich solche integrieren.
[0042] Zu allen Ausführungsbeispielen empfiehlt es sich die Stäbe und Metallteile 3,3b,3";R1-n
mit der Masse (Erdung) zu verbinden, damit alle bei der Aktivierung der Zündvorrichtung
vorhandene Potentiale sicher abgeleitet werden, bevor sie die Zündkette erreichen
können.
[0043] Der Erfindungsgegenstand ist nicht auf Geschosse mit Hohlladungen beschränkt. Er
kann gegen alle Geschose eingesetzt werden, deren Zündvorgang durch eine elektrisch
kurz geschlossene oder mit Masse verbundene, flächige Verbindungsleitung gestört ist.
Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die nominale Zündenergie eines Aufschlagzünders
zur Initiierung einer Wirkladung notwendig ist und dass eventuell noch vorhanden Teilströme
hierzu nicht genügen.
Bezeichnungsliste
[0044]
- 1
- Schutzschicht
- 1'
- Stahlnetz
- 1a
- Schutzschicht für Ein- und Ausgänge
- 2
- Grundplatte
- 2a
- Netz (Maschen)
- 2'
- innere Fläche
- 3
- Stab (Rundstab aus Stahl)
- 3a
- Stab (aus Kohlefasern gewickelt)
- 3b
- freier Endbereich von 3
- 3'
- Stirnseiten von 3
- 3"
- Stab (Flachstab)
- 4
- Flansch
- 5
- Konus
- 6
- Spitze (scharf)
- 7
- scharkantiger Zapfen
- 8
- Knautschschicht
- 9
- Leichtschaumstoff (Polymerschicht)
- 10
- seitliche Abdeckungen / Schutzschichten
- 11
- Verbundplatte
- 12
- Gelenkverbindung
- 13
- Antrieb für 12
- 13'
- seitliche Lager
- 14
- Knoten
- 15
- Knotenblech (Verstrebung)
- 16
- Dachschutz
- 17
- seitliche Lufteinlässe
- 50
- Blechstreifen
- 51
- Stegbreite
- 100
- Geschoss
- 101
- Haube
- 102
- Aufschlagzünder mit Piezo-Generator oder Piezo-Sensor
- 103
- Hohlladung
- 104
- Auskleidung (Liner)
- 110
- gepanzertes Fahrzeug
- 111
- Schützenpanzer
- 112
- Optische Sensoren/ Kameras
- A
- Ausnehmungen
- a
- grösster Abstand zwischen zwei Stäben
- α
- Neigungswinkel Stäbe / Grundplatte
- F
- Flugrichtung Geschoss (am Ziel)
- Ff
- fiktive Flugrichtung (Bedrohung)
- K
- Kaliber des Geschosses
- l0
- Länge von Haube
- l1
- Länge Stab (ab 2' gemessen)
- m
- metallische Beschichtung
- O
- zu schützendes Objekt
- R1-Rn
- Träger für Reihen von 3
1. Objektschutz gegen ungelenkte und/oder im Unterschallbereich fliegende Mittelkalibergeschosse
mit elektrischen Aufschlagzündern, umfassend eine Schutzschicht (1) mit matrixförmig
angeordneten, aus einer Fläche herausragenden Stäben (3, 3''), wobei die Stäbe (3,
3'') über eine obere innere Fläche der Schutzschicht (1) herausragen und der diagonale
Abstand (a) zwischen den Stäben (3, 3") kleiner als das Kaliber (K) des Geschosses
(100) und grösser als die Spitze des Geschosses (100) ist und wobei die gesamte Länge
(Po) der Haube (101) des Geschosses (100), gemessen von der Spitze des Aufschlagzünders
(102) bis zum grössten Durchmesser einer Auskleidung (104) einer Hohlladung (103)
kürzer ist als die freie Länge l1 der Stäbe (3, 3"), dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (3) in einem Winkel (α) zur Fläche (2') angeordnet sind, welcher der wahrscheinlichen,
präsumptiven Flugrichtung am zu schützenden Objekt entspricht und dass die Stäbe (3)
in Reihen auf einem kippbaren Träger (R1) angeordnet sind, der in einer Wirkverbindung
mit kippbaren Trägern (R2-Rn) weiterer Reihen ist .
2. Objektschutz gegen ungelenkte und/oder im Unterschallbereich fliegende Mittelkalibergeschosse
mit frontseitig axial angeordneten elektrischen Aufschlagzündern (102) mit flächenförmigen
Verbindungsleitungen zur Zündkette, wobei das zu schützende Objekt eine Schutzschicht
(1) mit matrixförmig angeordneten, aus einer Fläche herausragenden Stäben (3, 3'')
aufweist, wobei zumindest deren Oberflächen (m) in dem vom zu schützenden Objekt abgewandten
Endbereich (3b) galvanisch leitend sind, diese Stäbe (3, 3") über eine obere innere
Fläche (2') der Schutzschicht (1) herausragen und der diagonale Abstand (a) zwischen
den Stäben (3) kleiner als das Kaliber (K) des Wirkgeschosses (100) und grösser als
die Spitze (102) des Geschosses (100) ist und wobei die gesamte Länge (P0) der Haube (101) des Geschosses (100), gemessen von der Spitze des Aufschlagzünders
(102) bis zum grössten Durchmesser einer Auskleidung (104) einer Hohlladung (103)
kürzer ist als die freie Länge l1 der Stäbe (3, 3''), dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (3) in einem Winkel (α) zur Fläche (2') angeordnet sind, welcher der wahrscheinlichen,
präsumptiven Flugrichtung am zu schützenden Objekt entspricht und dass die Stäbe (3)
in Reihen auf einem kippbaren Träger (R1) der Schutzschicht (1) angeordnet sind, der
in einer Wirkverbindung mit kippbaren Trägern (R2-Rn) weiterer Reihen ist .
3. Objektschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen automatisch durch eine Niveauregelung einstellbar sind.
4. Objektschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (3) an ihrer äusseren Stirnseite (3') durch wenigstens eine flächige und
zusammenhängende äussere Schicht (9;10) abgedeckt sind.
5. Objektschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (3') der Stäbe (3) stumpfwinklige Konen (5) aufweisen, die in scharfen
Spitzen (6) enden.
6. Objektschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (3') der Stäbe (3) abgesetzt sind und einen zentralen scharfkantigen
Zapfen (7) aufweisen.
7. Objektschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (3) aus einer massiven Platte (2) herausragen.
8. Objektschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (3) aus den Knoten (14;15) eines Stahlnetzes (1') herausragen.
1. Object protection against unguided and/or subsonic medium-calibre projectiles with
electric impact fuses, comprising a protective layer (1) with rods (3, 3") arranged
in a matrix and projecting from a surface, the rods (3, 3") projecting over an upper
inner surface of the protective layer (1) and the diagonal distance (a) between the
rods (3, 3") being less than the calibre (K) of the projectile (100) and greater than
the tip of the projectile (100), and the entire length (Po) of the cap (101) of the
projectile (100), measured from the tip of the impact fuse (102) to the maximum diameter
of a liner (104) of a hollow charge, being shorter than the free length l1 of the rods (3, 3"), characterised in that the rods (3) are arranged at an angle (α) to the surface (2') which corresponds to
the probable, presumed direction of flight on the object to be protected, and in that the rods (3) are arranged in rows on a tiltable carrier (R1) which is in an operative
connection with tiltable carriers (R2-Rn) of further rows.
2. Object protection against unguided and/or subsonic medium-calibre projectiles with
electric impact fuses (102) which are axially arranged at the front with two-dimensional
connection cables for connecting to the ignition chain, the object to be protected
having a protective layer (1) with rods (3, 3") arranged in a matrix and projecting
from a surface, wherein at least their surfaces (m) in the end region (3b) which is
remote from the object to be protected are galvanically conductive, these rods (3,
3") projecting over an upper inner surface (2') of the protective layer (1) and the
diagonal distance (a) between the rods (3) being less than the calibre (K) of the
active projectile (100) and greater than the tip (102) of the projectile (100), and
the entire length (Po) of the cap (101) of the projectile (100), measured from the
tip of the impact fuse (102) to the maximum diameter of a liner (104) of a hollow
charge (103), being shorter than the free length l1 of the rods (3, 3"), characterised in that the rods (3) are arranged at an angle (α) to the surface (2') which corresponds to
the probable, presumed direction of flight on the object to be protected, and in that the rods (3) are arranged in rows on a tiltable carrier (R1) of the protective layer
(1) which is in an operative connection with tiltable carriers (R2- Rn) of further
rows.
3. Object protection according to Claim 1, characterised in that the rows are adjustable automatically by a level regulation means.
4. Object protection according to Claim 1 or 2, characterised in that the rods (3) are covered on their outer end faces (3') by at least one planar and
continuous outer layer (9; 10).
5. Object protection according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the end faces (3') of the rods (3) have obtuse-angled cones (5) which end in sharp
tips (6).
6. Object protection according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the end faces (3') of the rods (3) are stepped and have a central sharp-edged stud
(7).
7. Object protection according to one of Claims 1 to 4 or 5 to 6, characterised in that the rods (3) project out of a solid plate (2).
8. Object protection according to one of Claims 1 to 4 or 5 to 6, characterised in that the rods (3) project out of the nodes (14; 15) of a steel mesh (1').
1. Protection d'objet contre des projectiles de calibre moyen non guidés et/ou volant
dans la plage subsonique pourvus de détonateurs percutants électriques, comprenant
une couche de protection (1) avec des barres (3, 3"), disposées en forme de matrice
et dépassant d'une surface, les barres (3, 3") dépassant d'une surface intérieure
supérieure de la couche de protection (1) et l'écartement diagonal (a) entre les barres
(3, 3'') étant plus petit que le calibre (K) du projectile (100) et plus grand que
la pointe du projectile (100), et la longueur totale (P0) du capot (101) du projectile (100), mesurée de la pointe du détonateur percutant
(102) jusqu'au diamètre maximal d'un revêtement (104) d'une charge creuse (103), étant
plus courte que la longueur libre l1 des barres (3, 3''), caractérisée en ce que les barres (3) sont disposées avec un angle (α) par rapport à la surface (2') qui
correspond à la direction de vol probable, présomptive, sur l'objet à protéger, et
que les barres (3) sont disposées en rangées sur un support basculant (R1), qui est
en liaison active avec des supports basculants (R2 - Rn) d'autres rangées.
2. Protection d'objet contre des projectiles de calibre moyen non guidés et/ou volant
dans la plage subsonique pourvus de détonateurs percutants électriques (102), disposés
axialement du côté frontal, avec des lignes de jonction planiformes avec la chaîne
pyrotechnique, l'objet à protéger présentant une couche de protection (1) avec des
barres (3, 3"), disposées en forme de matrice et dépassant d'une surface, et ou au
moins leurs surfaces (m), dans la zone d'extrémité (3b) opposée à l'objet à protéger,
sont à conduction galvanique, ces barres (3, 3'') dépassant d'une surface intérieure
supérieure (2') de la couche de protection (1) et l'écartement diagonal (a) entre
les barres (3) étant plus petit que le calibre (K) du projectile actif (100) et plus
grand que la pointe (102) du projectile (100), et la longueur totale (P0) du capot (101) du projectile (100), mesurée de la pointe du détonateur percutant
(102) jusqu'au diamètre maximal d'un revêtement (104) d'une charge creuse (103), étant
plus courte que la longueur libre l1 des barres (3, 3"), caractérisée en ce que les barres (3) sont disposées avec un angle (α) par rapport à la surface (2') qui
correspond à la direction de vol probable, présomptive, sur l'objet à protéger, et
que les barres (3) sont disposées en rangées sur un support basculant (R1) de la couche
de protection (1), qui est en liaison active avec des supports basculants (R2 - Rn)
d'autres rangées.
3. Protection d'objet selon la revendication 1, caractérisée en ce que les rangées sont réglables automatiquement par un réglage de niveau.
4. Protection d'objet selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que les barres (3) sont recouvertes sur leur côté frontal extérieur (3') d'au moins une
couche extérieure (9 ; 10) plane et attachée.
5. Protection d'objet selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les côtés frontaux (3') des barres (3) présentent des cônes (5) en angle obtus, qui
s'achèvent par des pointes acérées (6).
6. Protection d'objet selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les côtés frontaux (3') des barres (3) sont décalés et présentent un tourillon central
(7) à angles vifs.
7. Protection d'objet selon l'une des revendications 1 à 4 ou 5 à 6, caractérisée en ce que les barres (3) dépassent d'une plaque massive (2).
8. Protection d'objet selon l'une des revendications 1 à 4 ou 5 à 6, caractérisée en ce que les barres (3) dépassent des noeuds (14 ; 15) d'un filet d'acier (1').