[0001] Die Erfindung betrifft ein heizbares, flexibles Flächengebilde als Innenverkleidungsteil
für ein Fahrzeug, welches ein flexibles, flächiges Widerstands-Heizelement aus elektrisch
leitfähigem Material und mindestens zwei mit dem Widerstands-Heizelement verbundene,
voneinander beabstandete , ggf. ebenfalls flächige Elektroden zum Einspeisen von elektrischem
Strom in das Widerstands-Heizelement aufweist.
[0002] Flächengebilde mit elektrisch leitfähigen flächigen Elementen sind bekannt und werden,
sofern sie mit Elektroden verbunden sind und mit Strom beaufschlagt werden können,
im Wesentlichen als Heizelemente genutzt. Auch sind in benachbarten Fachgebieten andere
Anwendungen im Zusammenhang mit flächigen, leitfähigen Elemente für andere Funktionen
bekannt, etwa zur elektromagnetischen Abschirmung oder auch als flächige Leiterbahnen
für Signalelemente in Folien, jedoch stellt sich gerade bei flächigen Heizungen aufgrund
der dort benötigten Stromstärken eine besondere Herausforderung im Hinblick auf die
Verbindung der Zuleitungselektroden mit dem Widerstands-Heizelement.
[0003] Die
DE 10 2007 042 644 A1 offenbart eine Kontaktierung von als Band ausgeführten Elektroden an ein elektrisch
leitfähiges, flexibles Flächengebilde, wobei die Fixierung der Elektroden auf dem
leitfähigen, flächigen Träger mit Hilfe von Nähten erfolgt, die zu einem Anpressen
der Elektrode an eine elektrisch leitfähige Beschichtung des Trägers führen sollen.
Diese Art der Kontaktierung hat den Nachteil, dass die Innigkeit des Kontaktes den
Übergangswiderstand bestimmt. Wird die Vernähung nicht fest genug ausgeführt oder
lösen sich die Nähte infolge von Beschädigungen oder Fadenermüdung, ist eine ausreichende
Leitfähigkeit im Kontaktbereich nicht mehr gegeben und die Heizwirkung des Flächengebildes
wird geschwächt oder geht verloren.
[0004] Insbesondere bei der Verwendung der Folie als Sitzheizung im Automobil, d.h. unter
dynamischen und klimatischen Belastungen und über eine längere Zeit, kann eine solche
Dauerbelastung Funktionsveränderungen im Betrieb einer Sitzheizung führen.
[0005] Das Aufnähen hat zudem den Nachteil, dass lokal unter der Naht, d.h. unter dem jeweiligen
in Kontakt stehenden Draht (Punktauflage) ein hoher Druck mit einem niedrigen Übergangswiderstand
entsteht, wohingegen zwischen den Nähten ein niedrigerer Druck mit einem deutlich
höheren Übergangswiderstand besteht, da hier die Elektrode weniger stark gegen die
leitfähige Beschichtung gepresst wird. Dadurch entsteht entlang der Elektrode eine
Ungleichmäßigkeit der elektrischen Übergangswiderstände, so dass dieses auch Auswirkungen
auf die Homogenität der Heizleistung des textilen Flächengebildes hat.
[0006] Die
US 2 961 522 A offenbart ein flexibles Heizelement, ausgebildet als flexibler Film mit einer dünnen
Metallauflage und unter anderem verwendbar als Innenverkleidungselement für Fahrzeuge,
wobei die Kontaktierung des Heizelements mit Metallstreifen erfolgt, die mit Klemmen
und einer Metallpaste aufgepresst werden. Die hier gezeigte Kontaktierung ist dadurch
in ihrer Herstellung relativ aufwendig.
[0007] Für die Erfindung bestand also die Aufgabe, ein heizbares Flächengebilde mit einer
verbesserten Kontaktierung zu den Elektroden zu schaffen, wobei das Flächengebilde
als flexible und belastbare Flächenheizung eingesetzt werden kann, insbesondere auch
in Fahrzeuginnenräumen, wobei die Kontaktierung sicher und dauerfest ist und auch
bei hoher Strombelastung eine Schädigung oder Überhitzung der Kontaktbereiche vermeidet
und den Übergangswiderstand reduziert.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Hauptanspruchs. Weitere vorteilhafte
Ausbildungen sind in den Unteransprüchen offenbart. Ebenfalls offenbart ist ein Fahrzeugsitz
mit einem solchen heizbaren Flächengebilde.
[0009] Dabei sind zur Verbindung der Elektroden mit dem Widerstands-Heizelement Klammern
oder Klemmen mit gegeneinander wirkenden Klemmbacken vorgesehen, die die jeweilige
Elektrode - und natürlich auch Teile des Widerstands-Heizelement - umgreifen und die
Elektrode kraft- und/oder formschlüssig auf das Widerstands-Heizelement pressen, wobei
die Klammer oder Klemme als Federklammer ausgebildet ist.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Flächengebildes entsteht eine sehr einfache
Möglichkeit der Kontaktierung ohne aufwändige zusätzliche Arbeitsgänge wie das Verkleben
oder Vernähen von Elektroden. Gleichermaßen ergibt sich eine sehr flexible Positionierung
der Elektroden, da durch die Klemmung Toleranzen bei der Fertigung und bei der Montage
leicht ausgeglichen werden können. Auch kann die Positionierung der Elektroden sehr
leicht korrigiert werden.
[0011] Die Art der Kontaktierung ist darüberhinaus durch ihre im Vergleich zu anderen Befestigungsarten
robuste Klemmung unempfindlich gegenüber dynamischen und klimatischen Belastungen
und natürlich auch gegenüber Alterungseffekten. Darüberhinaus gewährt die erfindungsgemäße
Ausbildung eine gleichmäßige Kontaktierung über die gesamte Elektrodenlänge über den
Anpressdruck der Feder oder Klammer.
[0012] Die Erfindung ist überall dort einsetzbar, wo dekorative Innenraummaterialien eingesetzt
werden (Transportwesen, Schiffbau, Möbel etc.), sowie im modisch technischen Bereich
(Schuhe, Taschen, Bekleidung etc.), also generell auch überall dort, wo Textilien
beschichtet werden.
[0013] Weiterhin sind auch festere Verbundwerkstoffe mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
denkbar, beispielsweise für Fußbodenheizungen. Weiterhin ist die Erfindung überall
dort einsetzbar, wo textile elektrisch leitfähige Flächenheizungen eingesetzt werden
können, z.B. in Wohnbereichen als Tapetenheizungen.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass das Widerstands-Heizelement mit
einem flächigen Trägermaterial aus nichtleitfähigem Material verbunden ist. Damit
kann die Festigkeit des gesamten und aus dem flächigen Widerstands-Heizelement aus
elektrisch leitfähigem Material und aus einem widerstandsfähigem flächigen Trägerelement
bestehenden Verbundsystems für viele Anwendungszwecke angepasst werden, etwa im Bereich
von strapazierten Innenverkleidungen von Fahrzeugen, oder bei den genannten Fußbodenheizungen,
bei Belägen für frostgefährdete Straßen oder Brückenbereiche etc.
[0015] Eine weitere einfach und besonders preiswert mit üblichen Maschinen herzustellende
vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Widerstands-Heizelement als Geflecht
oder Gewirke aus metallisch Drähten oder Filamenten ausgebildet ist.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Widerstands-Heizelement
als Schicht oder Folie aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet ist. Insbesondere
bei komplizierten Formen oder dann, wenn das Einbinden von Metallfilamenten unerwünscht
ist, eignen sich solche Beschichtungen aus leitfähigem Material, wie sie an sich aus
dem Stand der Technik bekannt sind, etwa als in einer Kunststoffmatrix aufgebrachte
aufgeschlämmte Metallpulver oder als Pulver aus mit Partikeln mit Kern-Schale-Morphologie,
wobei die Schale leitfähig ist. In diesem Sinne besteht also eine weitere vorteilhafte
Ausbildung darin, dass Widerstands-Heizelement als Schicht aus einem leitfähigen Polymer
ausgebildet ist, nämlich einem Polymer, in welches leitfähige Partikel in ausreichender
Menge eingebracht sind.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Widerstands-Heizelement
gitterförmig ausgebildet ist, beispielsweise als gitterförmige Beschichtung aus leitfähigem
Polymer, da hierdurch die Flexibilität der leitfähigen Beschichtung erhöht wird, die
Menge an leitfähigem Material reduziert wird und die Widerstandsleitung auch durch
die geometrische Ausbildung der Gitterstege genau und sogar bereichsweise unterschiedlich
eingestellt werden kann.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Elektrode als Teil mindestens
einer Klemmbacke ausgebildet ist. Damit vereinfacht sich die Konstruktion insofern,
als die Klemmbacken gleichzeitig als Elektrode dienen und keine gesondert leitende
Stäbe, Folien oder Platten als Elektroden eingesetzt werden müssen.
[0019] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Elektrode als Bandelektrode
ausgebildet - d.h. mehr breit als hoch, also flach ausgeführt ist - und mit den Klemmbacken
auf das Widerstands-Heizelement aufgepresst ist. Durch solch eine separate Elektrode
kann z. B. das leitfähige Material der Elektrode im Hinblick auf Leitfähigkeit und
Festigkeit auf den jeweiligen Einsatzzweck genau angepasst werden. Wo beispielsweise
bei der flächigen Heizung in einem Astronauten-Anzug eine Bandelektrode aus einem
dünnen Aluminiumstreifen ausreicht, ist bei einer großflächigen textilen Wandheizung
ggf. bereits ein mehrere Zentimeter breiter Kupferstreifen angebracht.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Bandelektrode einseitig
auf das Widerstands-Heizelement aufgepresst ist. Hierdurch ergibt sich eine besonders
einfach herzustellende Möglichkeit der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass das Widerstands-Heizelement
die Bandelektrode mehrseitig kontaktiert, d.h. um die Bandelektrode "geschlagen" ist
und somit das Widerstand-Heizelement die Bandelektrode umschlingt und beidseitig an
letztere angepresst ist. Dies erhöht natürlich die zur Verfügung stehende Kontaktfläche
und reduziert deutlich den Übergangswiderstand, erlaubt somit auch die Übertragung
höherer Stromstärken.
[0022] Die Elektrode befindet sich nach teilweisem Umschlagen des flexiblen Widerstands-Heizelementes
- ggf. eines mit Trägers versehenen flexiblen Widerstands-Heizelementes - zwischen
den beiden Oberflächen des flexiblen Widerstands-Heizelementes, wobei eine Klammer
beide Oberflächen an die Elektrode presst.
[0023] Dabei können - als weitere vorteilhafte Ausbildung - auch auf einer oder auf beiden
Seiten der Elektrode noch zusätzlich Schichten zur Ausbildung eines größeren Abstandes
der beiden Oberflächen des flexiblen Widerstands-Heizelementes eingebracht werden,
wobei zumindest eine Seite der Elektrode natürlich elektrisch leitfähig ausgelegt
sein muss. Diese Ausbildung mit weiteren eingelegten Schichten oder Bändern hat den
zusätzlichen Vorteil, dass im Falle des Umschlagens die Knickkante des flexiblen Widerstands-Heizelementes
und oder des Trägermateriales entschärft werden kann, in dem die Dicke der Elektrode
so gewählt wird, dass der Radius an der Knickkante ausreichend groß ist, dass die
Leitfähigkeit des flexiblen Widerstands-Heizelementes durch einen zu scharfen Knick
nicht beschädigt wird. Der gleiche Effekt kann auch dadurch erreicht werden, dass
die eingelegte Elektrode vor dem Zusammenpressen mit einem leitfähigem oder nicht
leitfähigem Material unter- oder überfüttert wird
[0024] Diese Ausführung setzt sich fort in und wirkt zusammen mit einer weiteren vorteilhaften
Ausbildung, die darin besteht, dass die Elektrode mehrschichtig aufgebaut ist und
neben einer Schicht aus leitfähigem Material mindestens eine Träger- oder Zusatzschicht
aufweist. Dabei kann zur Verbesserung der Kontaktierung ein zusätzliches elektrisch
leitfähiges Band aus Metall, mit Metallbestandteilen, aus leitfähigen Textilien, aus
Kohlefasern, mit Kohlefaserbestandteilen, oder mit leitfähigen Kunststoffen, Kunststoffzubereitungen
mit leitfähigen Additiven oder Klebstoffen so eingelegt werden, dass dieses Band durch
den Druck der Feder oder Klammer mit der Elektrode zusammengepresst wird.
[0025] Weiterhin können die Klammern auch in der Art einer breiten "Krokodilklemme" ausgelegt
werden, wobei die Breite der Klammern günstiger weise der gewünschten Kontaktlänge
der Elektroden auf dem flexiblen leitfähigen Träger entspricht. Die Kontaktbreite
der Elektroden kann über die Breite der Druckfläche der Klammern bestimmt werden.
Damit sind die Klemmen oder Klammern - neben einer Ausführung mit glatten Pressflächen
- mit einer speziell geformte Oberflächen der Klembacken versehen. Bevorzugt sind
hier in einer weiteren vorteilhafte Ausbildung Klemmbacken deren kontaktierenden Klemmflächen
Verklammerungsprofile aufweisen, wie etwa Zacken, Zähne , erhöhte Rauigkeiten oder
Vorsprünge , oder sonstige gezackte Oberflächen, die die Klammer zusätzlich auch gegen
ein Verrutschen schützen.
[0026] Die Kontaktierung über spezielle Klammern kann natürlich auch zusätzlich zu anderen
Kontaktierungsverfahren durchgeführt werden. So können Elektroden, die beispielsweise
aufgenäht, eingenäht, aufgelötet, gecrimpt, oder (mit einem leitfähigen Klebstoff)
aufgeklebt sind, zusätzlich über die erfindungsgemäße Ausbildung des flexiblen Widerstands-Heizelementes
kontaktiert werden.
[0027] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Elektroden mit dem flächigen
Trägermaterial verbunden sind, wobei z. B. die Elektroden bereits in einer Mittelkonsole
eines Fahrzeugs eingeschäumt sind. Dabei können in einem Träger für das flexible elektrisch
leitfähige Widerstands-Heizelement bereits Elektroden eingelassen sein, wobei bei
der Montage speziell ausgeführte Klammern das Widerstands-Heizelement gegen diese
Elektroden pressen. So können diese Elektroden beispielsweise in einem aus Kunststoff
gespritzten Träger für eine Mittelkonsole oder Türseite vorhanden sein, wonach dieser
Träger dann mit dem leitfähigem Widerstands-Heizelementversehen wird und die Kontaktierung
in einem später nicht sichtbaren Bereich über Klammern oder Federn erfolgt.
[0028] Möglich ist nach einer Kontaktierung eines elektrisch leitfähigen textilen Widerstands-Heizelement
auch das nachfolgende Hinterschäumen, Hinterspritzen oder Hinterpressen desselben,
so dass die kontaktierte Fläche dann eingeschlossen ist.
[0029] Möglich ist es bei dem erfindungsgemäßen heizbaren Flächengebilde auch, dass mehr
als zwei Elektroden an das leitfähige flexible Widerstands-Heizelement angeschlossen
werden.
[0030] Besonders geeignet sind solche heizbaren Flächengebilde in der Verwendung für einen
Fahrzeugsitz mit Sitzheizung.
[0031] Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Flächengebilde
- Fig. 2
- die Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes gemäß Fig. 1
- Fig. 3
- eine weitere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes
- Fig. 4
- eine andere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes mit
zusätzlicher Träger- bzw. Verstärkungsschicht
- Fig. 5
- eine weitere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes mit
einer Federklammern aus Kunststoff
- Fig. 6
- eine andere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes in
Form einer Krokodilklemme
- Fig. 7
- eine andere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes mit
Verschlussklammer und Clip-Mechanismus
- Fig. 8
- eine andere Ausführung der Kontaktierung des erfindungsgemäßen Flächengebildes Verschlussring
und Rastsicherung
[0032] In den Fig. 1 bis 4 sowie 6 und 7 gehören jeweils die Klammern 4 insoweit zum Stand
der Technik, als diese nicht als Federklammern ausgebildet sind.
[0033] Die Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Flächengebilde 100, welches aus einem flexiblen,
flächigen Widerstands-Heizelement 1 aus elektrisch leitfähigem Material und aus einem
elektrisch nicht leitfähigem flächigen Träger 2 besteht. Das flexibles, flächiges
Widerstands-Heizelement 1 ist hierbei als gitterförmige Beschichtung aus leitfähigem
Polymer ausgebildet und mit zwei voneinander beabstandete Elektroden 3 zum Einspeisen
von elektrischem Strom verbundene. Zur Verbindung der Elektroden 3 mit dem Widerstands-Heizelement
1 sind Klammern 4 mit gegeneinander wirkenden Klemmbacken vorgesehen, die die jeweilige
Elektrode 3 und das Flächengebilde 100 umgreifen und dabei die Elektrode 3 kraftschlüssig
auf das Widerstands-Heizelement 1 pressen. Die Elektroden 3 sind dabei als flexibles
Band aus einem elektrisch leitfähigen Material ausgestaltet und auf dem flächigen
Träger durch die Klammern so fixiert, dass wenigstens eine Fläche der bandförmigen
Elektrode flächig mit der elektrisch leitfähigen Beschichtung in Kontakt befindlich
ist
[0034] Fig. 2 zeigt die Kontaktierung des Flächengebildes 100 gemäß Fig. 1 noch einmal im
Schnitt. Hier erkennt man deutlich, dass sich bei dieser Ausführung der Kontaktierung
die Elektrode 3 sich zwischen dem leitfähigen flexiblen Widerstands-Heizelement 1
und der Klammer 4 befindet.
[0035] Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der das Widerstands-Heizelement 1 und natürlich auch der nicht leitfähige flächige
Träger 2 um die Bandelektrode "geschlagen" sind und damit die Bandelektrode 3 das
Widerstands-Heizelement 1 mit ihrer Ober- und Unterseite, d.h. mehrseitig kontaktiert.
Das Widerstand-Heizelement 1 umschlingt also hier die Bandelektrode 3 und wird durch
die Klammer 4 beidseitig an die Bandelektrode 3 angepresst.
[0036] Die durch das Umschlagen entstehende Knickkante kann entschärft werden, in dem die
Dicke der Elektrode so gewählt wird, dass der Radius an der Knickkante ausreichend
groß ist, so dass die Leitfähigkeit des flexiblen Trägers durch einen zu scharfen
Knick nicht beschädigt wird.
[0037] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der die Elektrode 3 auf ihrer Oberseite mit einer zusätzlichen Träger- bzw. Verstärkungsschicht
5 aus nicht leitfähigem Material versehen ist. Dadurch wird die durch das Umschlagen
entstehende Knickkante weiter entschärft und die Elektrode 3 so verstärkt, dass große
Klemmkräfte aufgebracht werden können.
[0038] Natürlich kann die Elektrode auch beidseitig unterfüttert werden, so dass noch zusätzliche
Schichten zu einer höheren Beabstandung der beiden Oberflächen des flexiblen Flächengebildes
100 bzw. des leitfähigen flexiblen Widerstands-Heizelementes 1 eingebracht werden,
wobei allerdings mindestens eine Seite der Elektrode 3 mit elektrisch leitfähig ausgelegt
Schichten versehen sein muss.
[0039] Es können auch Schichten zur Verbesserung der Kontaktierung zwischen Elektrode 3
und Widerstands-Heizelementes 1 eingelegt sein, etwa ein zusätzliches elektrisch leitfähiges
Band aus Metall, mit Metallbestandteilen, aus leitfähigen Textilien, aus Kohlefasern,
mit Kohlefaserbestandteilen, oder mit leitfähigen Kunststoffen, Kunststoffzubereitungen
mit leitfähigen Additiven.
[0040] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der die Klammern einstückig als Federklammern 6 aus Kunststoff ausgebildet sind. Solche
Federklammern lassen sich, beispielsweise durch Strangguss- oder Strangpressverfahren
sehr einfach herstellen und montieren und können im Übrigen aus beliebigen Materialien,
also auch aus Kupfer oder Aluminium bestehen.
[0041] Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der die Klammern 4 so ausgebildet sind, dass ihre Klemmflächen der Klemmbacken vorspringende
Zähne 7 aufweisen und somit in der Art einer breiten Krokodilklemme ausgelegt sind.
Die Breite der Klammern entspricht der gewünschten Kontaktlänge der Elektroden auf
dem Widerstands-Heizelement. Die Kontaktbreite der Elektroden kann über die Breite
der Druckfläche der Klammern bestimmt werden.
[0042] Natürlich können auch die Klammern als solche als Elektrode ausgeführt werden, so
dass ein leitfähiger Kontakt zwischen mindestens einer der Pressflächen der Klammern
und der leitfähigen Beschichtung besteht. In diesem Fall kann auf eine separate Band-Elektrode
sogar verzichtet werden.
[0043] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der die Klammern 4 so ausgebildet sind, dass ihre Klemmflächen durch eine zusätzliche
Verschlussklammer 8 angedrückt werden. Die zusätzliche Verschlussklammer 8 ist mit
einem Clip-Mechanismus, d.h. mit einem Rast-Verschluss nach Art einer Hosenträgerklammer
versehen.
[0044] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführung der Kontaktierung des Flächengebildes 100, bei
der die Klammern 4 so ausgebildet sind, dass ihre Klemmflächen durch einen zusätzlichen
Verschlussbügel oder -ring 9 angedrückt werden, der auf die Klammern aufgeschoben
wird. Der zusätzliche Verschlussring 9 ist über eine Zahnung bzw. über Rastmittel
fixiert und gegen Verrutschen gesichert.
Bezugszeichenliste
(Teil der Beschreibung)
[0045]
- 1
- Widerstands-Heizelement
- 2
- nicht leitfähiger flächiger Träger
- 3
- Elektrode
- 4
- Klammer
- 5
- Verstärkungsschicht
- 6
- Einstückige Federklammer
- 7
- Krokodilklemme
- 8
- Verschlussklammer mit Clip-Mechanismus
- 9
- Verschlussring mit Rastsicherung
- 100
- Flächengebilde
1. Flexibles Flächengebilde (100) als Innenverkleidungsteil für ein Fahrzeug, welches
folgende Bestandteile aufweist:
- ein flexibles, flächiges Widerstands-Heizelement (1) aus elektrisch leitfähigem
Material,
- mindestens zwei mit dem Widerstands-Heizelement(1) verbundene, voneinander beabstandete
Elektroden (3) zum Einspeisen von elektrischem Strom in das Widerstands-Heizelement
(1),
dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung der Elektroden (3) mit dem Widerstands-Heizelement (1) Klammern oder
Klemmen (4) mit gegeneinander wirkenden Klemmbacken vorgesehen sind, die die jeweilige
Elektrode (3) umgreifen und kraft- und/oder formschlüssig auf das Widerstands-Heizelement
(1) pressen, wobei die Klammer oder Klemme als Federklammer (6) ausgebildet ist.
2. Flächengebilde nach Anspruch 1, bei dem das Widerstands-Heizelement (1) mit einem
flächigen Trägermaterial (2) aus nichtleitfähigem Material verbunden ist.
3. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Widerstands-Heizelement (1) als
Geflecht oder Gewirke aus metallisch Drähten oder Filamenten ausgebildet ist.
4. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Widerstands-Heizelement (1) als
Schicht oder Folie aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet ist.
5. Flächengebilde nach Anspruch 4, bei dem das Widerstands-Heizelement als Schicht aus
einem leitfähigen Polymer ausgebildet ist.
6. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Widerstands-Heizelement
(1) gitterförmig ausgebildet ist.
7. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Elektrode als Teil mindestens
einer Klemmbacke ausgebildet ist.
8. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Elektrode als Bandelektrode
(3) ausgebildet und mit den Klemmbacken (4) auf das Widerstands-Heizelement (1) aufgepresst
ist.
9. Flächengebilde nach Anspruch 8, bei dem die Bandelektrode (3) einseitig auf das Widerstands-Heizelement
(1) aufgepresst ist.
10. Flächengebilde nach Anspruch 8, bei dem das Widerstands-Heizelement (1) die Bandelektrode
(3) mehrseitig kontaktiert und an letztere angepresst ist.
11. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem die Elektrode (3) mehrschichtig
aufgebaut ist und neben einer Schicht aus leitfähigem Material mindestens eine Träger-
oder Zusatzschicht (5) aufweist.
12. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem die kontaktierenden Klemmflächen
der Klemmbacken Verklammerungsprofile, wie Zacken, Zähne , erhöhte Rauigkeiten oder
Vorsprünge (7) aufweisen.
13. Flächengebilde nach einem der Ansprüche 2 bis 12, bei dem die Elektroden mit einem
zusätzlichen Träger oder dem flächigen Trägermaterial (2) verbunden sind.
14. Fahrzeugsitz, versehen mit einem Flächengebilde nach Anspruch 1 bis 13.
1. Flexible flat structure (100) as interior lining part for a vehicle, which has the
following constituent parts:
- a flexible, flat resistance heating element (1) of electrically conductive material
- at least two electrodes (3), which are connected to the resistance heating element
(1), are spaced apart from one another and are intended for feeding electric current
into the resistance heating element (1),
characterized in that, for connecting the electrodes (3) to the resistance heating element (1), clips or
clamps (4) with clamping jaws acting against one another, which engage around the
respective electrode (3) and press it onto the resistance heating element (1) in a
force-fitting and/or form-fitting manner, are provided, wherein the clip or clamp
is formed as a spring clip (5).
2. Flat structure according to Claim 1, in which the resistance heating element (1) is
connected to a flat supporting material (2) of nonconductive material.
3. Flat structure according to Claim 1 or 2, in which the resistance heating element
(1) is formed as a braided or knitted fabric of metal wires or filaments.
4. Flat structure according to Claim 1 or 2, in which the resistance heating element
(1) is formed as a layer or membrane of electrically conductive material.
5. Flat structure according to Claim 4, in which the resistance heating element is formed
as a layer of a conductive polymer.
6. Flat structure according to one of Claims 1 to 5, in which the resistance heating
element (1) is formed as a grid.
7. Flat structure according to one of Claims 1 to 6, in which the electrode is formed
as part of at least one clamping jaw.
8. Flat structure according to one of Claims 1 to 6, in which the electrode is formed
as a strip electrode (3) and is pressed by the clamping jaws (4) onto the resistance
heating element (1).
9. Flat structure according to Claim 8, in which the strip electrode (3) is pressed on
one side onto the resistance heating element (1).
10. Flat structure according to Claim 8, in which the resistance heating element (1) contacts
the strip electrode (3) on more than one side and is pressed against the latter.
11. Flat structure according to one of Claims 8 to 10, in which the electrode (3) is of
a multi-layered structure and, apart from a layer of conductive material, has at least
one supporting or additional layer (5).
12. Flat structure according to one of Claims 1 to 11, in which the contacting clamping
areas of the clamping jaws have interlocking profiles, such as jags, teeth, increased
roughnesses or projections (7).
13. Flat structure according to one of Claims 2 to 12, in which the electrodes are connected
to an additional support or the flat supporting material (2).
14. Vehicle seat, provided with a flat structure according to Claims 1 to 13.
1. Produit plat flexible (100) tel qu'une partie de revêtement intérieur destinée à un
véhicule, comportant les éléments constitutifs suivants :
- un élément chauffant résistif plat flexible (1) constitué d'un matériau électriquement
conducteur,
- au moins deux électrodes (3) mutuellement espacées et connectées à l'élément chauffant
résistif (1), destinées à délivrer un courant électrique à l'élément chauffant résistif
(1),
caractérisé en ce que, pour connecter les électrodes (3) à l'élément chauffant résistif (1), il est prévu
des pinces ou des bornes (4) ayant des mâchoires de pinces agissant l'une contre l'autre,
qui entourent l'électrode respective (3) et exercent une pression par complémentarité
de force et/ou de forme sur l'élément chauffant résistif (1), dans lequel la pince
ou la borne est réalisée sous la forme d'une pince à ressort (6).
2. Produit plat selon la revendication 1, dans lequel l'élément chauffant résistif (1)
est connecté à un matériau de support plat (2) constitué d'un matériau non conducteur.
3. Produit plat selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément chauffant résistif
(1) est réalisé sous la forme d'un treillis ou d'un tissu constitué de fils ou de
filaments métalliques.
4. Produit plat selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément chauffant résistif
(1) est réalisé sous la forme d'une couche ou d'une feuille constituée d'un matériau
électriquement conducteur.
5. Produit plat selon la revendication 4, dans lequel l'élément chauffant résistif est
réalisé sous la forme d'une couche constituée d'un polymère conducteur.
6. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel l'élément
chauffant résistif (1) est réalisé sous la forme d'une grille.
7. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel l'électrode
est réalisée en tant que partie d'au moins une mâchoire de pince.
8. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel l'électrode
est réalisée sous la forme d'une électrode en bande (3) et est comprimée au moyen
des mâchoires de pinces (4) sur l'élément chauffant résistif (1).
9. Produit plat selon la revendication 8, dans lequel l'électrode en bande (3) est comprimée
d'un côté sur l'élément chauffant résistif (1).
10. Produit plat selon la revendication 8, dans lequel l'élément chauffant résistif (1)
est en contact de plusieurs côtés avec l'élément en bande (3) et est comprimé contre
cette dernière.
11. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, dans lequel l'électrode
(3) est constituée de plusieurs couches et présente au moins une couche de support
ou auxiliaire (5) en plus d'une couche constituée de matériau conducteur.
12. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, dans lequel les surfaces
de pinces en contact des mâchoires de pinces présentent des profils de pincement tels
que des crans, des dents, des rugosités surélevées ou des protubérances (7).
13. Produit plat selon l'une quelconque des revendications 2 à 12, dans lequel les électrodes
sont connectées à un support supplémentaire ou au matériau de support plat (2).
14. Siège d'automobile muni d'un produit plat selon les revendications 1 à 13.