(19)
(11) EP 2 457 620 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.05.2012  Patentblatt  2012/22

(21) Anmeldenummer: 11008010.8

(22) Anmeldetag:  04.10.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 23/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 08.10.2010 CZ 201023308 U

(71) Anmelder: Hlavovà, Sona
51703 Skuhrov nad Bélou (CZ)

(72) Erfinder:
  • Hlavovà, Sona
    51703 Skuhrov nad Bélou (CZ)

(74) Vertreter: Chlustina, Jiri 
Unipatent Jana Masaryka 43-47
120 00 Praha 2
120 00 Praha 2 (CZ)

   


(54) Hilfsmittel zur stärkung der Beckenbodenmuskulatur


(57) Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur zeichnet sich dadurch, dass es aus einem vaginalen Körper (1) zum Einführen in die Vagina und zu diesem angeschlossenen beweglichen Band (2) besteht, dessen Länge die Tiefe der Vagina überschreitet und auf dem ein Gewichtskörper (3) aufgehängt ist. Der vaginale Körper (1) weißt vorteilhaft eine runde Form auf. Der Gewichtskörper (3) ist auf dem beweglichen Band (2) mittels eines Verbindungselements (4) aufgehängt, wobei dieses Verbindungselement (4) lösbar ist. Es ist von Vorteil, wen der vaginale Körper (1), das bewegliche Band (2), das Verbindungselement (4) und der Gewichtskörper (3) abwaschbar sind und der vaginale Körper (1) eine rotationssymmetrische Form aufweist.




Beschreibung

Technisches Gebeit



[0001] Die Erfindung betrifft ein Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

Stand der Technik



[0002] Die bestehenden bekannten Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bestehen aus Körpern mit eingebetteter Stahlkugel, die die Beckenbodenmuskulatur eher passiv auf dem Prinzip von "Venuskugeln" stärken sollen. Ähnlich sind auch verschiedene Ballons bekannt, in den beiden Fällen aber ohne äußere Belastung. Darüber hinaus wurden Experimente mit einer ambulanten Stimulation der Muskeln durch elektrische Impulse durchgeführt.

[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, dass solches Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur zu finden ist, das bessere therapeutische Wirkung und eine einfache Handhabung aufweisen wird.

Wesen der Erfindung



[0004] Die vorsehende Aufgabe wird gelöst und die Nachteile der bekannten Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur werden weitgehend entfernt durch Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur nach der Erfindung, deren Wesen darin besteht, dass das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur nach Erfindung aus einem vaginalen Körper für die Insertion in die Vagina mit einem angeschlossenen beweglichen Band besteht, dessen Länge die Tiefe der Vagina überschreitet und auf dem ein Gewichtskörper aufgehängt ist.

[0005] Dieses Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ermöglicht Trainieren von Beckenbodenmuskulatur dadurch, dass die Frau den vaginalen Körper in der Vagina bei verschieden schweren Gewichtskörpern zu halten versuch, beziehungsweise diesen vaginalen Körper wiederholt nach oben zu ziehen und wiederum nach unten zu herunterlassen versucht. Im Gegensatz zu den Körpern für die passive Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auf dem Prinzip von "Venuskugeln" wird auf diese Weise mehr effiziente aktive Stärkung erreicht.

[0006] Für die ordnungsgemäße Funktion des Hilfsmittels für die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ist vorteilhaft, wenn der vaginale Körper eine runde Form aufweist, die das erwähnte Hochziehen und Herunterlassen des vaginalen Körpers ermöglicht.

[0007] Es ist auch von Vorteil, wenn der Gewichtskörper auf dem beweglichen Band mittels eines Verbindungselements aufgehängt ist, das flexibel und einfach, auch während des Trainings eine Einstellung des Gesamtgewichts des Gewichtskörpers ermöglicht.

[0008] Ist das Verbindungselement abkoppelbar, kann praktisch jedes Gesamtgewicht des oder der Gewichtskörper eingestellt werden.

[0009] Schließlich ist es auch vorteilhaft, wenn der vaginale Körper, das bewegliche Band, das Verbindungselement und der Ccwichtskörper abwaschbar sind und der vaginale Körper eine rotationssymmetrische Form aufweist und damit die physiologischen und hygienischen Anforderungen erfüllt.

Übersicht der Bilder in den Zeichnungen



[0010] Das Wesen der Erfindung wird auf dem Ausführungsbeispiel erklärt, das auf der beigefügten Zeichnung abgebildet ist, die in Fig. 1 das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bei seiner Anwendung im Bereich des schematisch abgebildeten Beckens zeigt.

Ausführungsbeispiel der Erfindung



[0011] Das in Fig. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Hilfsmittel zur Stärkung der Bcckenbodenmuskulatur besteht aus einem vaginalen Körper 1 aus einem gesundheitlich unschädlichen Material, wie z.B. Kunststoff, Gummi oder Metall, mit Querschnitt in der Form eines Kreises, Ovals, Ellipse oder ähnlichen runden Formen ohne Kanten und Ecken. Dieser vaginale Körper 1 weist ein bewegliches Band 2 auch aus einem gesundheitlich unschädlichen Material, wie z.B. Seil aus Polyethylen oder eine Metallkette usw. auf. Auf diesem beweglichen Band 2 werden Gewichtskörper 3 ab einer Masse von 50 Gramm, bis zu einer Masse, die der trainierenden Frau passt. Das Material und die Form der Gewichtskörper 3 sind nicht entscheidend, vorteilhaft wird ein geeignetes Material mit hoher Dichte verwendet. Der Gewichtskörper 3 ist mit einem Verbindungselement 4, wie z.B. Karabinerhaken oder ein Haken, zum Aufhängen auf dem beweglichen Band 2 des Hilfsmittels versehen. Für das Testen der Funktionsweise des Hilfsmittels zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur kann z.B. ein vaginaler Körper in der form einer Kugel mit einem Durchmesser von 32 mm mil einem beweglichen Band 2 mit der Länge von 180 mm und der Gewichtskörper 3 mit einer kombinierten Masse von 100 und 200 Gramm benutzt werden.

[0012] Diese Anordnung bevorzugen die meisten Frauen. Da es sich nicht um ein erotisches Hilfsmittel sondern um ein Hilfsmittel zu dem stärkenden Training der Beckenbodenmuskulatur handelt, sind für die Funktion des Hilfsmittels keine extreme Masse der Gewichtskörper 3 und keine extremen Abmessungen des vaginalen Körpers 1 notwendig, obwohl für die Herstellung mehrere Formen und Abmessungen in Betracht kommen können.

[0013] Vor dem Training werden auf dem Boden mehrere Lagen von Textil, wie Frottee-Handtücher, gelegt, um bei einem versehentlichen Fall die Beschädigung des Bodens oder der Gewichtskörper 3 zu vermeiden. Auf das bewegliche Band 2 des vaginalen Körpers 1 wird der kleinste Gewichtskörper 3 aufgehängt, zum Beispiel mit einem Gewicht von 100 Gramm, und der vaginale Körper 1 wird in einen geeigneten Mangel, z.B. einen Kondom, eine Latex-Handschuh, einen Beutel aus Mikroten oder dergleichen eingesetzt. Der vaginale Körper 1 ist so tief wie möglich in die Vagina eingeführt und die Frau versucht mittels der Spannung von vaginalen Muskeln den einen vaginalen Körper 1 im Inneren zu halten. Wenn eine Frau das tun kann, versucht sie das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durch die Verminderung und Erhöhung der Muskelspannung aufwärts ziehen oder auf die Weise senken lassen, dass der vaginale Körper nicht herausrutscht. Diesen Vorgang wiederholt die Frau jeden Tag mindestens über 5 Minuten. Wenn die Frau diesen Vorgang schafft, kann sie den Gewichtskörper 3 gegen einen schwereren wechseln, z.B. mit der Masse von 200 Gramm, und wiederholen das Trainieren. Es wird weiter mit Zugabe eines Gewichtskörpers 3 mit der Masse von 200 Gramm usw. fortgesetzt. Sollten die zugelieferten Gewichtskörper 3 mit einer Gesamtmasse von z.B. 500 Gramm nicht genügen, können weitere Gewichtskörper 3 bis zu 500 Gramm insgesamt hinzugekauft werden. Es ist nicht nötig die Gesamtmasse übermäßig zu erhöhen, es handelt sich vielmehr um ein regelmäßiges Trainieren, das der Frau eine wesentliche Minderung der Inkontinenzprobleme und nicht zuletzt auch eine Verbesserung der sexuellen Erlebnisse der beiden Partner bringt. Es ist eine erhöhte Aufmerksamkeit sowohl der persönlichen Hygiene als auch dem Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur widmen, das völlig abwaschbar ist. Nach dem Abwaschen, sind alle, hauptsächlich die Metallteile gut zu trocknen.

[0014] Der gewünschte Effekt wirkt sich nicht sofort aus, es ist mit dem Trainieren fortzusetzen, obwohl es zunächst scheinen kann, dass keine wesentlichen Veränderungen auftreten. Wenn man mit dem Trainieren aufhört, beginnen die Muskeln sowie andere Muskelgruppen nachlassen und es nimmt größere Anstrengungen in Anspruch diese wieder in Form zu setzen. Das Trainieren sollte nicht während der Schwangerschaft fortgesetzt werden, Das Hilfsmittel zur Stärkung der Reckenbodenmuskulatur reduziert also in erster Linie Probleme mit der Inkontinenz und verbessert das Sexualleben.


Ansprüche

1. Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem vaginalen Körper (1) zum Einführen in die Vagina und zu diesem angeschlossenen beweglichen Band (2) besteht, dessen Länge die Tiefe der Vagina überschreitet und auf dem ein Gewichtskörper (3) aufgehängt ist.
 
2. Hilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vaginale Körper (1) eine runde Form aufweist.
 
3. Hilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtskörper (3) auf dem beweglichen Band (2) mittels eines Verbindungselements (4) aufgehängt ist.
 
4. Hilfsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) lösbar ist.
 
5. Hilfsmittel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vaginale Körper (1), das bewegliche Band (2), das Verbindungselement (4) und der Gewichtskörper (3) abwaschbar sind und der vaginale Körper (1) eine rotationssymmetrische Form aufweist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht