Technisches Gebeit
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.
Stand der Technik
[0002] Die bestehenden bekannten Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bestehen
aus Körpern mit eingebetteter Stahlkugel, die die Beckenbodenmuskulatur eher passiv
auf dem Prinzip von "Venuskugeln" stärken sollen. Ähnlich sind auch verschiedene Ballons
bekannt, in den beiden Fällen aber ohne äußere Belastung. Darüber hinaus wurden Experimente
mit einer ambulanten Stimulation der Muskeln durch elektrische Impulse durchgeführt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, dass solches Hilfsmittel zur Stärkung der
Beckenbodenmuskulatur zu finden ist, das bessere therapeutische Wirkung und eine einfache
Handhabung aufweisen wird.
Wesen der Erfindung
[0004] Die vorsehende Aufgabe wird gelöst und die Nachteile der bekannten Hilfsmittel zur
Stärkung der Beckenbodenmuskulatur werden weitgehend entfernt durch Hilfsmittel zur
Stärkung der Beckenbodenmuskulatur nach der Erfindung, deren Wesen darin besteht,
dass das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur nach Erfindung aus einem
vaginalen Körper für die Insertion in die Vagina mit einem angeschlossenen beweglichen
Band besteht, dessen Länge die Tiefe der Vagina überschreitet und auf dem ein Gewichtskörper
aufgehängt ist.
[0005] Dieses Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ermöglicht Trainieren von
Beckenbodenmuskulatur dadurch, dass die Frau den vaginalen Körper in der Vagina bei
verschieden schweren Gewichtskörpern zu halten versuch, beziehungsweise diesen vaginalen
Körper wiederholt nach oben zu ziehen und wiederum nach unten zu herunterlassen versucht.
Im Gegensatz zu den Körpern für die passive Stärkung der Beckenbodenmuskulatur auf
dem Prinzip von "Venuskugeln" wird auf diese Weise mehr effiziente aktive Stärkung
erreicht.
[0006] Für die ordnungsgemäße Funktion des Hilfsmittels für die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur
ist vorteilhaft, wenn der vaginale Körper eine runde Form aufweist, die das erwähnte
Hochziehen und Herunterlassen des vaginalen Körpers ermöglicht.
[0007] Es ist auch von Vorteil, wenn der Gewichtskörper auf dem beweglichen Band mittels
eines Verbindungselements aufgehängt ist, das flexibel und einfach, auch während des
Trainings eine Einstellung des Gesamtgewichts des Gewichtskörpers ermöglicht.
[0008] Ist das Verbindungselement abkoppelbar, kann praktisch jedes Gesamtgewicht des oder
der Gewichtskörper eingestellt werden.
[0009] Schließlich ist es auch vorteilhaft, wenn der vaginale Körper, das bewegliche Band,
das Verbindungselement und der Ccwichtskörper abwaschbar sind und der vaginale Körper
eine rotationssymmetrische Form aufweist und damit die physiologischen und hygienischen
Anforderungen erfüllt.
Übersicht der Bilder in den Zeichnungen
[0010] Das Wesen der Erfindung wird auf dem Ausführungsbeispiel erklärt, das auf der beigefügten
Zeichnung abgebildet ist, die in Fig. 1 das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur
bei seiner Anwendung im Bereich des schematisch abgebildeten Beckens zeigt.
Ausführungsbeispiel der Erfindung
[0011] Das in Fig. 1 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Hilfsmittel zur Stärkung
der Bcckenbodenmuskulatur besteht aus einem vaginalen Körper 1 aus einem gesundheitlich
unschädlichen Material, wie z.B. Kunststoff, Gummi oder Metall, mit Querschnitt in
der Form eines Kreises, Ovals, Ellipse oder ähnlichen runden Formen ohne Kanten und
Ecken. Dieser vaginale Körper 1 weist ein bewegliches Band 2 auch aus einem gesundheitlich
unschädlichen Material, wie z.B. Seil aus Polyethylen oder eine Metallkette usw. auf.
Auf diesem beweglichen Band 2 werden Gewichtskörper 3 ab einer Masse von 50 Gramm,
bis zu einer Masse, die der trainierenden Frau passt. Das Material und die Form der
Gewichtskörper 3 sind nicht entscheidend, vorteilhaft wird ein geeignetes Material
mit hoher Dichte verwendet. Der Gewichtskörper 3 ist mit einem Verbindungselement
4, wie z.B. Karabinerhaken oder ein Haken, zum Aufhängen auf dem beweglichen Band
2 des Hilfsmittels versehen. Für das Testen der Funktionsweise des Hilfsmittels zur
Stärkung der Beckenbodenmuskulatur kann z.B. ein vaginaler Körper in der form einer
Kugel mit einem Durchmesser von 32 mm mil einem beweglichen Band 2 mit der Länge von
180 mm und der Gewichtskörper 3 mit einer kombinierten Masse von 100 und 200 Gramm
benutzt werden.
[0012] Diese Anordnung bevorzugen die meisten Frauen. Da es sich nicht um ein erotisches
Hilfsmittel sondern um ein Hilfsmittel zu dem stärkenden Training der Beckenbodenmuskulatur
handelt, sind für die Funktion des Hilfsmittels keine extreme Masse der Gewichtskörper
3 und keine extremen Abmessungen des vaginalen Körpers 1 notwendig, obwohl für die
Herstellung mehrere Formen und Abmessungen in Betracht kommen können.
[0013] Vor dem Training werden auf dem Boden mehrere Lagen von Textil, wie Frottee-Handtücher,
gelegt, um bei einem versehentlichen Fall die Beschädigung des Bodens oder der Gewichtskörper
3 zu vermeiden. Auf das bewegliche Band 2 des vaginalen Körpers 1 wird der kleinste
Gewichtskörper 3 aufgehängt, zum Beispiel mit einem Gewicht von 100 Gramm, und der
vaginale Körper 1 wird in einen geeigneten Mangel, z.B. einen Kondom, eine Latex-Handschuh,
einen Beutel aus Mikroten oder dergleichen eingesetzt. Der vaginale Körper 1 ist so
tief wie möglich in die Vagina eingeführt und die Frau versucht mittels der Spannung
von vaginalen Muskeln den einen vaginalen Körper 1 im Inneren zu halten. Wenn eine
Frau das tun kann, versucht sie das Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur
durch die Verminderung und Erhöhung der Muskelspannung aufwärts ziehen oder auf die
Weise senken lassen, dass der vaginale Körper nicht herausrutscht. Diesen Vorgang
wiederholt die Frau jeden Tag mindestens über 5 Minuten. Wenn die Frau diesen Vorgang
schafft, kann sie den Gewichtskörper 3 gegen einen schwereren wechseln, z.B. mit der
Masse von 200 Gramm, und wiederholen das Trainieren. Es wird weiter mit Zugabe eines
Gewichtskörpers 3 mit der Masse von 200 Gramm usw. fortgesetzt. Sollten die zugelieferten
Gewichtskörper 3 mit einer Gesamtmasse von z.B. 500 Gramm nicht genügen, können weitere
Gewichtskörper 3 bis zu 500 Gramm insgesamt hinzugekauft werden. Es ist nicht nötig
die Gesamtmasse übermäßig zu erhöhen, es handelt sich vielmehr um ein regelmäßiges
Trainieren, das der Frau eine wesentliche Minderung der Inkontinenzprobleme und nicht
zuletzt auch eine Verbesserung der sexuellen Erlebnisse der beiden Partner bringt.
Es ist eine erhöhte Aufmerksamkeit sowohl der persönlichen Hygiene als auch dem Hilfsmittel
zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur widmen, das völlig abwaschbar ist. Nach dem
Abwaschen, sind alle, hauptsächlich die Metallteile gut zu trocknen.
[0014] Der gewünschte Effekt wirkt sich nicht sofort aus, es ist mit dem Trainieren fortzusetzen,
obwohl es zunächst scheinen kann, dass keine wesentlichen Veränderungen auftreten.
Wenn man mit dem Trainieren aufhört, beginnen die Muskeln sowie andere Muskelgruppen
nachlassen und es nimmt größere Anstrengungen in Anspruch diese wieder in Form zu
setzen. Das Trainieren sollte nicht während der Schwangerschaft fortgesetzt werden,
Das Hilfsmittel zur Stärkung der Reckenbodenmuskulatur reduziert also in erster Linie
Probleme mit der Inkontinenz und verbessert das Sexualleben.
1. Hilfsmittel zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem vaginalen Körper (1) zum Einführen in die Vagina und zu diesem angeschlossenen
beweglichen Band (2) besteht, dessen Länge die Tiefe der Vagina überschreitet und
auf dem ein Gewichtskörper (3) aufgehängt ist.
2. Hilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vaginale Körper (1) eine runde Form aufweist.
3. Hilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtskörper (3) auf dem beweglichen Band (2) mittels eines Verbindungselements
(4) aufgehängt ist.
4. Hilfsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) lösbar ist.
5. Hilfsmittel nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vaginale Körper (1), das bewegliche Band (2), das Verbindungselement (4) und
der Gewichtskörper (3) abwaschbar sind und der vaginale Körper (1) eine rotationssymmetrische
Form aufweist.