[0001] Die Erfindung betrifft ein Eintreibgerät, insbesondere ein handgeführtes Eintreibgerät,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] DE 102 60 703 A1 beschreibt ein mit Flüssiggas angetriebenes Eintreibgerät, das eine Dosierkammer
mit einem verstellbaren Dosiervolumen aufweist. Das Dosiervolumen ist über einen elektromotorischen
Antrieb veränderbar, und ein Ausstoss von Flüssiggas in eine Brennkammer wird durch
einen pneumatischen Antrieb mittels Druckluft eingeleitet.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein brennstoffgetriebenes Eintreibgerät anzugeben,
das einfach und zuverlässig arbeitet.
[0004] Diese Aufgabe wird für ein eingangs genanntes Eintreibgerät erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Ausbildung des Ventilglieds
als Drei-Wege-Ventil, bevorzugt mit zwei Schaltstellungen, wird im Interesse einer
einfachen Regelung eine einfache und zuverlässige Ansteuerung der Dosiervorrichtung
ermöglicht.
[0005] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Dosiervorrichtung
ein bewegliches Verdrängerglied zum Ausstoßen des Brennstoffs aus dem Dosiervolumen,
wodurch ein besonders schneller Transport des Brennstoffes in die Brennkammer ermöglicht
wird. Ein solches Verdrängerglied kann insbesondere, muss aber nicht notwendig als
ein linear verschieblicher Hubkolben oder Ähnliches ausgebildet sein. Die dosierte
Brennstoffmenge kann dabei dem Produkt aus Kolbenhub und seiner Querschnittsfläche
entsprechen.
[0006] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist dabei vorgesehen,
dass die Bewegung des Verdrängerglieds von einem Druck des Brennstoffs als Energiequelle
versorgt wird. Die Verwendung des Brennstoffdrucks als Energiequelle zum Antrieb des
Verdrängerglieds ermöglicht auf einfache Weise einen effektiven Transport des dosierten
Brennstoffs zu der Brennkammer. Hierdurch kann kostengünstig auf zusätzliche Antriebe,
zum Beispiel elektrische oder pneumatische Antriebe, für das Verdrängerglied verzichtet
werden. Letztlich wird die in dem Brennstofftank gespeicherte mechanische Energie
sinnvoll genutzt, um die Dosierung des Brennstoffs in die Brennkammer schnell und
genau zu ermöglichen.
[0007] Unter einem Verdrängerglied im Sinne der Erfindung ist jedes bewegliche Bauteil zu
verstehen, mittels dessen Brennstoff aus dem Dosiervolumen ausgetrieben werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann das Verdrängerglied zum Beispiel als linear
verschieblicher Hubkolben ausgebildet sein, der in einem das Dosiervolumen zumindest
teilweise ausbildenden Zylinder geführt ist. Hierbei würde der Brennstoff unmittelbar
durch das Verdrängerglied aus dem Dosiervolumen verdrängt. Alternativ kann aber auch
das Dosiervolumen selbst veränderbar ausgebildet sein, zum Beispiel als zusammenschiebbarer
Faltenbalg oder als Volumen mit einer elastischen Wand. Bei solchen Ausgestaltungen
kann das Verdrängerglied zum Beispiel als ein das Dosiervolumen verformender Betätigungsstempel
ausgeführt sein.
[0008] Bevorzugt wird im Sinne der vorliegenden Erfindung angenommen, dass die Dosierung
des Brennstoffs überwiegend oder ausschließlich in flüssiger Phase erfolgt, wodurch
die in die Brennkammer verbrachte Brennstoffmenge besonders genau definiert ist. Im
Fall von Flüssiggas als Brennstoff kann eine solche ausschließliche Dosierung von
flüssiger Phase zum Beispiel dadurch sichergestellt werden, dass in dem Brennstofftank
eine Membran angeordnet ist, wobei in der Membran das Flüssiggas in ausschließlich
flüssiger Phase gehalten ist und außerhalb der Membran zum Beispiel ein Inertgas unter
definiertem Überdruck vorgesehen ist. Im Zuge des Verbrauchs des Brennstoffs dehnt
sich dabei das Intergas aus und hält auf Grund seines Überdrucks das Flüssiggas jederzeit
in der flüssigen Phase. Eine solche, an sich bekannte Ausgestaltung eines Brennstofftanks
geht in der Praxis grundsätzlich mit einer gewissen Veränderung des Drucks in dem
Brennstofftank im Zuge seiner Entleerung einher. Dies bildet einen Unterschied zu
herkömmlichen Vorratsbehältern für Flüssiggas, bei denen Flüssiggas in Koexistenz
von gasförmiger und flüssiger Phase in einem konstanten Volumen gespeichert ist somit
einen konstanten Druck bereitstellt.
[0009] Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass ein Antrieb
des Verdrängerglieds einen aufladbaren mechanischen Energiespeicher umfasst, wobei
die Aufladung des Energiespeichers durch den Druck des Brennstoffs erfolgt. In bevorzugter
Detailgestaltung kann der mechanische Energiespeicher eine mechanische Feder, eine
Gasfeder oder eine magnetische Feder umfassen. Hierdurch ist ein besonders definierter
Ausstoßvorgang des flüssigen Brennstoffs in die Brennkammer gewährleistet. Bevorzugt
kann der Ausstoß durch einfaches Öffnen eines Ventils eingeleitet werden. Alternativ
oder ergänzend kann der mechanische Energiespeicher aber auch eine zusätzliche Haltvorrichtung
aufweisen, mittels derer er auslösbar ist.
[0010] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Verdrängerglied unmittelbar
über einen Druck des Brennstoffs, bevorzugt über eine Verbindung mit dem Tank, antreibbar.
Hierdurch wird ein mechanisch einfacher Antrieb des Verdrängerglieds bereitgestellt.
Wie auch im Fall der Verwendung eines mechanischen Zwischenspeichers für die Antriebsenergie
kann ein Ausstoßen des Brennstoffs aus dem Dosiervolumen auf einfache Weise durch
eine Schaltstellung des 3-Wege-Ventils erfolgen.
[0011] In zweckmäßiger Weiterbildung kann dabei das Verdrängerglied kraftbeaufschlagt in
einer Ausgangsposition gehalten sein, bevorzugt, aber nicht notwendig, mittels einer
Feder. Hierdurch ist wird auf einfache Weise eine definierte Ausgangsposition des
Verdrängerglieds vor einer Einleitung des Dosiervorgangs sichergestellt.
[0012] In bevorzugter Weiterbildung kann die definierte Brennstoffmenge einstellbar veränderbar
sein, zum Beispiel mittels eines veränderlichen Anschlags des Verdrängerglieds. Hierdurch
kann gezielt auf veränderte Randbedingungen wie der Umgebungstemperatur reagiert werden.
Insbesondere kann bei abnehmender Umgebungstemperatur die definierte Brennstoffmenge
vergrößert werden, um auch bei verlangsamter Verdampfung des Flüssiggases in der Brennkammer
ausreichend schnell ein zündfähiges Gemisch bereit zu stellen. Der Anschlag kann je
nach Anforderungen zum Beispiel mittels eines thermomechanischen Elements, z.B. Bimetall-Element
oder Dehnstoff-Element, verstellt werden oder auch mittels eines elektrischen Verstellantriebs,
bevorzugt einem Schrittmotor. Allgemein vorteilhaft ist es dabei vorgesehen, dass
eine Kennlinie der definierten Brennstoffmenge in Abhängigkeit von einer Umgebungstemperatur
einen im Wesentlichen bilinearen Verlauf aufweist.
[0013] Dies kann vorteilhaft dazu genutzt werden, dass zum Beispiel eine Veränderung der
dosierten Brennstoffmenge nur im Bereich von niedrigen Temperaturen erfolgt, wobei
ab Erreichen einer gewissen Grenztemperatur, zum Beispiel im Bereich einer Umgebungstemperatur
von 20°C, eine konstante Menge an Brennstoff dosiert wird.
[0014] Allgemein bevorzugt hat das 3-Wege-Ventil einen Ventilschieber, der zwei definierte
Schaltstellungen aufweist.
[0015] Bei einer ersten Detailgestaltung des Ventilschiebers ist es vorgesehen, dass eine
der Schaltstellungen monostabil ausgebildet ist, wobei bevorzugt, aber nicht notwendig
die Brennkammer in der monostabilen Schaltstellung von dem Dosiervolumen isoliert
ist. Hierdurch kann eine besonders hohe Betriebssicherheit erlangt werden, da eine
Verbindung mit der Brennkammer nur während einer gezielten Versorgung mit Strom bestehen
kann.
[0016] Bei einer alternativen Weiterbildung ist es dagegen vorgesehen, dass die zwei Schaltstellungen
des Drei-Wege-Ventils als bistabile Stellungen ausgebildet sind, wodurch ein besonders
niedriger Verbrauch an elektrischer Energie für das Ventilglied ermöglicht ist. Unter
einer stabilen Stellung des Ventilschiebers ist dabei zu verstehen, dass der Ventilschieber
auch ohne den Fluss von elektrischen Strom in der stabilen Stellung gehalten ist,
zum Beispiel durch eine mechanische Feder und/oder einen Permanentmagneten.
[0017] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend beschriebenen
Ausführungsbeispielen sowie aus den abhängigen Ansprüchen.
[0018] Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben und anhand
der anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Eintreibgerätes.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung mit
einem mechanischen Energiespeicher.
- Fig. 3
- zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Bereitschaftszustand
der Dosiervorrichtung.
- Fig. 4
- zeigt das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3 während einer Dosierung des Brennstoffs.
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Detaildarstellung der Dosiervorrichtung aus Fig. 3 und Fig.
4.
[0019] Das in Fig. 1 schematisch gezeigte Eintreibgerät umfasst ein Gehäuse 1, in dem eine
Brennkammer 2 angeordnet ist. Flüssiggas ist als Brennstoff in einem Brennstofftank
5 gespeichert und kann über eine Leitung 3 in die Brennkammer 2 eingespritzt werden.
Die Leitung 3 verbindet eine Dosiervorrichtung 4 mit der Brennkammer 2, wobei die
Dosiervorrichtung 4 ihrerseits mit dem in oder an dem Gehäuse 1 angeordneten Brennstofftank
5 verbunden ist. Der Brennstofftank kann insbesondere als auswechselbare Kartusche
ausgebildet sein.
[0020] Das Eintreibgerät umfasst zudem eine elektronische Steuerung 6 mit einem elektrischen
Akkumulator als Energiespeicher. Über die elektronische Steuerung 6 wird eine Zündkerze
7 in der Brennkammer 2 angesteuert sowie gegebenenfalls die Dosiervorrichtung 4, sofern
diese über elektrische Ventile oder andere elektrisch gesteuerte Komponenten verfügt.
In einem vorderen Bereich des Eintreibgeräts ist ein Magazin 8 zur Speicherung von
Befestigungsmitteln, wie zum Beispiel Nägeln, angeordnet. Ein Anpressglied 9 kann
gegen ein Werkstück gedrückt werden, um ein Auslösen des Eintreibgeräts freizugeben.
[0021] Das Eintreiben eines Befestigungsglieds aus dem Magazin 8 erfolgt über die Zündung
eines Flüssiggas-Luft-Gemisches in der Brennkammer 2 mittels der Zündkerze 7, wonach
ein Kolben (nicht dargestellt) nach vorne getrieben wird und über einen Eintreibstößel
(nicht dargestellt) das Befestigungsglied bzw. den Nagel in das Werkstück eintreibt.
Dieser Eintreibvorgang wird von einer Bedienperson über einen Schalter 10 ausgelöst,
der vorliegend in einem Griffbereich 11 des Gehäuses 1 angeordnet ist.
[0022] Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform der Dosiervorrichtung 4. Die Dosiervorrichtung
4 umfasst ein Dosiervolumen 12, das über ein 3-Wege-Ventil mit zwei Schaltstellungen
18 einerseits über eine Zuleitung 18a mit dem Brennstofftank 5 und andererseits über
eine Zuleitung 18b mit der Brennkammer 2 verbunden ist. Ein Ventilschieber 19 ist
in einer Schieberkammer angeordnet, welche Teil des Dosiervolumens 12 ist.
[0023] Eine dritte Zuleitung 18c des 3-Wege-Ventils verbindet die Schieberkammer 12 mit
einem zylindrischen Raum 17, in dem ein Verdrängerglied 16 in Form eines Hubkolbens
geführt ist. Die dritte Zuleitung 18c hat einen kleineren Querschnitt als jeweils
die Schieberkammer 12 und der zylindrische Raum 17. Bei nicht dargestellten Ausführungsbeispielen
hat die dritte Zuleitung einen gleich grossen und/oder grösseren Querschnitt als jeweils
die Schieberkammer 12 und/oder der nicht notwendigerweise zylindrische Raum. Der Raum
17 bildet einen weiteren Teil des Dosiervolumens 12, wobei ein Einfahren des Verdrängerglieds
16 in den Raum 17 den darin befindlichen Brennstoff ausstoßen kann. Fig. 2 zeigt das
Verdrängerglied 16 in maximal in den Zylinder 17 eingefahrener Stellung.
[0024] Der Ventilschieber 19 ist elektrisch betätigt und kann zwei definierte Positionen
annehmen. In der ersten, in Fig. 2 gezeigten Position ist die Zuleitung 18a geschlossen
und die Zuleitung 18b geöffnet. In der anderen, nicht dargestellten Stellung ist die
Zuleitung 18a geöffnet und die Zuleitung 18b geschlossen. Die Verbindung 18c zwischen
der Schieberkammer und dem Zylinder 17 ist permanent geöffnet.
[0025] Je nach Anforderungen kann es sich bei den Stellungen des Ventilschiebers 19 um jeweils
stabile Positionen (bistabiler Ventilschieber) handeln, so dass lediglich ein kurzer,
wenig Energie benötigender elektrischer Impuls zum Umschalten des Ventils erforderlich
ist. Bei einer anderen Ausführungsform ist der Ventilschieber 19 in einer stromfreien
Ruheposition immer unter Verschluss der Verbindung 18b mit der Brennkammer 2 angeordnet
(monostabiler Ventilschieber). Durch Anlegen einer elektrischen Spannung wird der
Ventilschieber in die entgegen gesetzte Position (siehe Fig. 2) verbracht, in der
er die Verbindung 18a mit dem Brennstofftank 5 verschließt.
[0026] Der Hubkolben bzw. das Verdrängerglied 16 ist mittels einer Feder 21, vorliegend
einer Schraubenfeder, in der Ausstoßrichtung kraftbeaufschlagt.
[0027] Entgegen der Ausstoßrichtung bzw. der Kraft der Feder 21 wird der Weg des Hubkolbens
16 durch einen verstellbaren Anschlag 15 begrenzt. Der Anschlag 15 ist als linear
verstellbarer Stift ausgebildet, der zum Beispiel mit einem thermomechanischen Element
oder einer elektrischen Verstellvorrichtung verbunden sein kann (im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 und Fig. 4 schematisch als Kasten 15a dargestellt). So kann der Anschlag
15 zum Beispiel bei höheren Umgebungstemperaturen weiter vorragen und somit den möglichen
Hub des Hubkolbens 16 verringern, bei niedrigen Temperaturen dagegen vergrößern. Hierdurch
kann eine definierte Menge des Brennstoffs, die durch den Hub des Verdrängerglieds
16 in dem Zylinder 17 bestimmt ist, gezielt verändert werden.
[0028] Der Hubkolben 16 ist in einer Dichtung 16a gleitend geführt, so dass sein der Feder
21 zugewandtes Ende unter Umgebungsdruck steht, wobei die Dichtung 16a eine Sperre
zwischen dem Flüssiggas und der Umgebung ausbildet. Alternativ zu einer Gleitdichtung
kann auch eine andere Dichtungsform, zum Beispiel über einen geschlossenen Faltenbalg,
gewählt werden.
[0029] Die Dosiervorrichtung gemäß Fig. 2 funktioniert nun wie folgt:
Zunächst wird mittels der Steuerung 6 das Ventilglied 18 in die nicht dargestellte
Position verbracht, bei der die Schieberkammer 12 mit dem Brennstofftank verbunden
ist und die Brennkammer von dem Dosiervolumen 12 getrennt ist. Hierbei kann Flüssiggas
in flüssiger Phase in das durch die Verstelleinrichtung 15a eingestellte Dosiervolumen
12 einströmen.
Dabei liegt das Flüssiggas in dem Tank 5 ausschließlich in flüssiger Phase vor. Dies
wird auf an sich bekannte Weise dadurch erreicht, dass das Flüssiggas in dem Tank
in eine Membran eingeschlossen ist und der Raum außerhalb der Membran mit einem Inertgas
unter höherem Druck als dem Dampfdruck des Flüssiggases gefüllt ist. Aufgrund dieses
Überdrucks findet kein Verdampfungsvorgang im Zuge des Einströmens des Flüssiggases
in das Dosiervolumen 12 statt, so dass im Wesentlichen keine Temperaturänderung im
Zuge des Einströmens des Flüssiggases erfolgt.
[0030] Das einströmende Flüssiggas drückt den Hubkolben 16 bis zu dem Anschlag 15 gegen
die Kraft der Feder 21 nach oben (in der Darstellung nach Fig. 2) bzw. aus dem Zylinder
17 heraus, wobei es den frei gewordenen Teil des Zylinders 17 als Dosiervolumen 12
ausfüllt. In dieser oberen Position ist die Dosiervorrichtung in Bereitschaft, den
Brennstoff in die Brennkammer auszustoßen. Die Feder 21 ist gespannt, wobei sie mechanische
Energie zwischenspeichert, die im Zuge der Bewegung des Hubkolbens 17 dem druckbeaufschlagten
Brennstofftank entnommen wurde.
[0031] Wird nun das Eintreibgerät durch Betätigung des Schalters 10 ausgelöst, so wird der
Ventilschieber 19 mittels der Steuerung 6 umgestellt. Hierbei werden die Zuleitung
18a verschlossen und die Zuleitung 18b geöffnet (siehe Stellung in Fig. 2). Somit
strömt das Flüssiggas in die Brennkammer 2 ein, wobei es neben seinem eigenen Dampfdruck
durch die Federkraft der Feder 21 getrieben wird, welche das Verdrängerglied 16 schnell
nach unten in den mit Flüssiggas gefüllten Zylinder 17 schiebt.
[0032] Dabei ist die in die Brennkammer 2 dosierte Menge an Flüssigkeit je nach Einstellung
des Anschlags 15 bei niedrigen Temperaturen größer, so dass auch bei einer langsameren
Verdampfung ein ausrechend schnelles Bereitstellen eines zündfähigen Gemisches in
der Brennkammer 2 erfolgt.
[0033] Nachfolgend kann das Flüssiggas-Luft-Gemisch auf bekannte Weise in der Brennkammer
gezündet werden.
[0034] Fig. 3 bis Fig. 5 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Ein wesentlicher
Unterschied zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel besteht darin, dass das Flüssiggas
aus dem Dosiervolumen 12 nicht mittels eines aufladbaren Energiespeichers (Feder 21),
sondern unmittelbar durch den Druck des Brennstoffs ausgestoßen wird.
[0035] Ebenso wie im vorhergehenden Beispiel ist das Verdrängerglied 16 als linear verschiebbarer
Kolben ausgeformt, der sich in einem Zylinder 17 befindet, welcher Teil des Dosiervolumens
12 ist. Der Zylinder 17 schließt an ein fixes Volumen 12 an, das wie im ersten Beispiel
als Schieberkammer des 3-Wege-Ventils 18 ausgebildet ist. Das Ventil 18 ist über die
erste Zuleitung 18a mit dem Brennstofftank 5, über die zweite Zuleitung 18b mit der
Brennkammer 2 und über die dritte, permanent geöffnete Zuleitung 18c mit dem Zylinder
17 verbunden. In der Bereitschaftsstellung nach Fig. 3 ist der Ventilschieber in einer
ersten definierten Stellung, bei der die Verbindung 18a mit dem Brennstofftank geöffnet
und die Verbindung 18b mit der Brennkammer 2 geschlossen ist.
[0036] Von der Verbindung des Brennstofftanks 5 mit dem Ventilglied 18 führt eine Zweigleitung
20 zu einem dem Ventilglied 18 entgegen gesetzten Ende des Zylinders 17. Die Zweigleitung
20 verbindet ein oberes Ende des kolbenförmigen Verdrängerglieds 16 mit dem Brennstofftank
5.
[0037] In diesem oberen Endbereich des Zylinders 17 ist zudem eine Verstellmechanik 15a
mit angeordnet, durch welchen der obere Anschlag 15 für das Verdrängerglied 16 temperaturabhängig
verstellbar ist.
[0038] Der Kolben 16 ist zudem mittels einer Feder 13 in Richtung der Kraft FV in seine
obere Anschlagposition vorgespannt, was durch den nach oben gerichteten Pfeil in Fig.
3 symbolisiert wird. Hierzu ist die Feder 13 gegen einen Absatz 14 am oberen Ende
des Kolbens 16 abgestützt. Bei dieser Ausgangsposition nach Fig. 3 liegt sowohl oberhalb
als auch unterhalb des Kolbens 16 der Druck des Brennstofftanks 5 in dem Zylinder
17 an. Die Federkraft dient lediglich einer definierten Positionierung des Kolbens
16 in eine Ausgangsposition. Entsprechend kann die Kraft der Positionierfeder 13 relativ
klein ausgelegt sein.
[0039] Ein Auslösevorgang des Eintreibgeräts erfolgt nun durch Umschalten des 3-Wege-Ventils
18 in die umgekehrte Position des Ventilschiebers 19. Hierdurch werden der untere
Teil des Zylinders 17 und der fixe Teil des Dosiervolumens 12 (Schieberkammer) mit
der Brennkammer 2 verbunden, in der ein erheblich geringerer Druck (Umgebungsdruck)
vorliegt. Oberhalb des Kolbens 16 bleibt der Zylinder 17 über die Leitung 20 mit dem
Druck in dem Brennstofftank 5 beaufschlagt. Hierdurch wird der Kolben 16 gemäß der
Zeichnungen (Pfeil in Fig. 4) nach unten bzw. in Richtung des fixen Volumens 12 beschleunigt,
wobei er das Flüssiggas aus dem unteren Teil des Zylinders 17 in die Brennkammer 2
drückt. Nach diesem Vorgang hat der Kolben 16 eine untere Anschlagposition eingenommen,
die in Fig. 4 dargestellt ist. Diesem Ablauf gemäß erfolgt der Antrieb des Verdrängerglieds
16 unmittelbar über den Druck des Brennstoffs in den Tank 5.
[0040] Zur Verdeutlichung sind in Fig. 3 und Fig. 4 jeweils diejenigen Volumenbereiche,
in denen Flüssiggas im Gleichgewicht in flüssiger Phase bzw. unter hohem Druck vorliegt,
mit einer Schraffur dargestellt.
1. Eintreibgerät, umfassend
einen Tank (5) zur Speicherung eines Brennstoffs, insbesondere Flüssiggas,
eine mit dem Tank (5) verbundene Brennkammer (2), wobei die Brennkammer (2) einen
beweglichen Kolben zum Antrieb eines Eintreibstößels aufweist, und
eine zwischen dem Tank (5) und der Brennkammer (2) angeordnete Dosiervorrichtung (4),
wobei mittels der Dosiervorrichtung (4) eine definierte Menge des Brennstoffs aus
einem Dosiervolumen (12) in die Brennkammer (2) verbracht werden kann, und wobei die
Dosiervorrichtung (4) zumindest ein insbesondere elektrisch betriebenes Ventilglied
(18) umfasst, wobei durch das Ventilglied (18) das Dosiervolumen von der Brennkammer
absperrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ventilglied (18) als 3-Wege-Ventil, insbesondere mit zwei Schaltstellungen, ausgebildet
ist.
2. Eintreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiervorrichtung (4) ein bewegbares Verdrängerglied (16) zum Ausstoßen des Brennstoffs
aus dem Dosiervolumen (12) aufweist.
3. Eintreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Verdrängerglieds (16) von einem Druck des Brennstoffs als Energiequelle
versorgt wird.
4. Eintreibgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdrängerglied (16) als linear verschieblicher Hubkolben ausgebildet ist, der
in einem das Dosiervolumen (12) zumindest teilweise ausbildenden Zylinder (17) geführt
ist.
5. Eintreibgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb des Verdrängerglieds (16) einen aufladbaren mechanischen Energiespeicher
(21) umfasst, wobei die Aufladung des Energiespeichers (21) durch einen Druck des
Brennstoffs erfolgt.
6. Eintreibgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Energiespeicher (21) eine mechanische Feder, eine Gasfeder oder eine
magnetische Feder umfasst.
7. Eintreibgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Verdrängerglieds (16) unmittelbar über einen Druck des Brennstoffs,
insbesondere über eine Verbindung (20) mit dem Tank (5), antreibbar ist.
8. Eintreibgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdrängerglied (16) kraftbeaufschlagt in einer Ausgangsposition gehalten ist,
insbesondere mittels einer Feder.
9. Eintreibgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Brennstoffmenge mittels eines verstellbaren Anschlags (15) des Verdrängerglieds
(16) einstellbar ist.
10. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das 3-Wege-Ventil einen Ventilschieber (19) aufweist, der zwei definierte Schaltstellungen
aufweist.
11. Eintreibgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Schaltstellungen monostabil ausgebildet ist, wobei insbesondere die Brennkammer
in (2) der monostabilen Schaltstellung von dem Dosiervolumen (12) isoliert ist.
12. Eintreibgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilschieber (19) bistabil bezüglich der beiden Schaltstellungen ausgebildet
ist.