[0001] Die Erfindung betrifft ein handgeführtes Arbeitsgerät der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung.
[0002] Aus der
DE 41 20 876 C2 ist ein handgeführtes Arbeitsgerät mit einem oberen Handgriff, nämlich eine Tophandle-Säge,
bekannt. An dem Handgriff sind ein Betriebsartensteller, ein Gashebel und eine Gashebelsperre
schwenkbar gelagert, wobei der Betriebsartensteller und der Gashebel in Startstellung
des Betriebsartenstellers und des Gashebels zusammenwirken. Die Rastelemente von Betriebsartensteller
und Gashebel, die die Startstellung definieren, sind so angeordnet, dass der Betriebsartensteller
in die Startstellung gedrückt werden kann, wenn der Gashebel nicht betätigt ist. Dabei
wird der Gashebel verschwenkt. Diese Verschwenkbewegung ist bei nicht betätigter Gashebelsperre
gesperrt. Wird die Gashebelsperre jedoch gedrückt, so kann die Startstellung eingelegt
werden, ohne dass der Gashebel betätigt wird.
[0003] Es ist wünschenswert, dass ein Einlegen der Startstellung des Betriebsartenstellers
nicht möglich ist, wenn der Gashebel vom Bediener nicht gedrückt ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein handgeführtes Arbeitsgerät der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, das ein Einlegen der Startstellung nur dann erlaubt, wenn der Gashebel
gedrückt ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein handgeführtes Arbeitsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Dadurch, dass das zweite Rastelement in unbetätigter Stellung des Gashebels außerhalb
des Schwenkwegs des ersten Rastelements am Betriebsartensteller liegt, kann der Betriebsartensteller
bei nicht betätigtem Gashebel funktionslos frei verschwenkt werden. Es wird keine
Verrastung zwischen dem Betriebsartensteller und dem Gashebel erreicht. Der Betriebsartensteller
wird deshalb aufgrund seiner Federbelastung beim Loslassen aus der Startstellung zurück
in die Betriebsstellung verstellt. Das Einlegen der Startstellung ohne vorheriges
Betätigen des Gashebels ist dadurch nicht möglich.
[0007] Vorteilhaft wird beim Verstellen des Gashebels aus der unbetätigten Stellung in die
Vollgasstellung das zweite Rastelement durch den Schwenkweg des ersten Rastelements
geschwenkt. In Vollgasstellung liegt das zweite Rastelement vorteilhaft außerhalb
des Schwenkwegs des ersten Rastelements. Die Lage außerhalb des Schwenkwegs umfasst
dabei sowohl eine Lage bezogen auf die Schwenkachse des Gashebels radial außerhalb
des Schwenkwegs als auch eine Lage radial innerhalb des Schwenkwegs. Insbesondere
liegt das zweite Rastelement in unbetätigter Stellung des Gashebels radial außerhalb
und in Vollgasstellung radial innerhalb des Schwenkwegs des ersten Rastelements, besitzt
also in unbetätigter Stellung einen größeren und in Vollgasstellung einen kleineren
Abstand zur Schwenkachse des Gashebels als das erste Rastelement. Der Betriebsartensteller
kann dadurch erst dann verstellt werden, wenn der Gashebel so weit verstellt wurde,
dass das zweite Rastelement außerhalb des Schwenkwegs des ersten Rastelements liegt.
[0008] Um eine Verrastung in Startstellung sicherzustellen, ist vorgesehen, dass das erste
Rastelement in der Startstellung des Betriebsartenstellers im Schwenkweg des zweiten
Rastelements liegt. Dadurch kommt das zweite Rastelement nach dem Loslassen des Gashebels
zur Anlage am ersten Rastelement und wird in Startstellung gehalten.
[0009] Vorteilhaft erstrecken sich die Rastelemente in Richtung der Schwenkachse des Gashebels.
Beim Verschwenken des Betriebsartenstellers aus der Startstellung in die Aus-Stellung
ist vorgesehen, dass die Verrastung der Rastelemente gelöst wird, wobei mindestens
eines der Rastelemente in Richtung der Schwenkachse des Gashebels von dem anderen
Rastelement weg ausgelenkt wird. Durch die Auslenkung in Richtung der Schwenkachse
zum Lösen der Verrastung kann sichergestellt werden, dass der Gashebel beim Verschwenken
des Betriebsartenstellers aus der Startstellung in die Aus-Stellung nicht weiter betätigt
wird. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass zusätzlich oder alternativ mindestens
eines der Rastelemente beim Lösen der Verrastung elastisch verformt wird. Auch bei
einer elastischen Verformung mindestens eines der Rastelemente kann ein weiteres Betätigen
des Gashebels beim Lösen der Verrastung vermieden werden. Vorteilhaft besitzt mindestens
eines der Rastelemente einen zur Schwenkachse des Gashebels geneigt verlaufenden Abschnitt,
der beim Verschwenken des Betriebsartenstellers aus der Startstellung in die Aus-Stellung
an dem anderen Rastelement abgleitet. Der geneigt verlaufende Abschnitt kann dabei
gerade sein, wie beispielsweise eine Fase, oder bogenförmig verlaufen, wie beispielsweise
in einem Radius. Insbesondere ist eines der Rastelemente ein Zapfen. Ein Zapfen ist
einfach und mit geringen Toleranzen herstellbar und kann bei der Herstellung des Betriebsartenstellers
aus Kunststoff einfach mit dem Betriebsartensteller hergestellt werden. Auch die Überprüfung
der Einhaltung der geforderten Toleranzen ist bei einem Zapfen einfach möglich, da
ein Zapfen einfach nachgemessen werden kann. Der zur Schwenkachse des Gashebels geneigt
verlaufende Abschnitt ist vorteilhaft am freien Ende des Zapfens angeordnet. Eine
Fase oder ein Radius können am freien Ende des Zapfens sehr einfach ausgebildet werden,
so dass sich eine einfache Gestaltung ergibt. Als besonders vorteilhaft wird ein Radius
angesehen, da hierdurch scharfe Kanten am Zapfen vermieden werden können.
[0010] Zweckmäßig ist eines der Rastelemente ein bogenförmiger Wandabschnitt, der eine Aufnahme
für das andere Rastelement bildet. Durch die bogenförmige Gestaltung wird eine sichere
Verrastung erreicht. Der Zapfen kann hinter dem bogenförmigen Abschnitt eingehängt
werden und ist so sicher gehalten. Der Wandabschnitt ist insbesondere an einem Arm
des Gashebels angeordnet. Die bogenförmige Gestalt des Wandabschnitts verhindert gleichzeitig
ein Einlegen der Startstellung des Betriebsartenstellers ohne ausreichende Betätigung
des Gashebels. In Raststellung liegt der Zapfen vorteilhaft an der konkaven Seite
des Wandabschnitts an. Wird der Betriebsartensteller in Aus-Stellung gedrückt, so
übt der Zapfen auf den Wandabschnitt eine Kraft in radialer Richtung zur Schwenkachse
aus, die durch die Fase oder den Radius in eine axiale Kraft umgewandelt wird. Zum
Einlegen der Startstellung muss der Betriebsartensteller an der konvexen Seite des
Wandabschnitts anliegen und gegen den konvexen Wandabschnitt drücken. Aufgrund der
bogenförmigen Gestalt des Wandabschnitts wird durch die von dem Zapfen ausgeübte Kraft
der Gashebel verschwenkt, und ein Einlegen der Startstellung ist nicht möglich.
[0011] Insbesondere besitzt der Betriebsartensteller eine Aufnahme für einen Kontaktstift.
Der Kontaktstift kann mit der Kontaktfeder einer Zündeinrichtung zusammenwirken und
den als Verbrennungsmotor ausgebildeten Antriebsmotor in Aus-Stellung des Betriebsartenstellers
kurzschließen. Über die Kontaktfeder kann gleichzeitig eine gewünschte Federbelastung
des Betriebsartenstellers erreicht werden. Insbesondere liegen die Schwenkachsen von
Gashebel, Gashebelsperre und Betriebsartensteller parallel zueinander und besitzen
zueinander einen Abstand.
[0012] Vorteilhaft greift am Gashebel ein Betätigungselement zur Betätigung eines Antriebsmotors
des Arbeitsgeräts an. Der Abstand des Angriffspunkts des Betätigungselements zum zweiten
Rastelement beträgt vorteilhaft bis zu etwa einem Drittel des Abstands des Angriffspunkts
des Betätigungselements zur Schwenkachse des Gashebels. Durch den vergleichsweise
geringen Abstand des Angriffspunkts zum Rastelement werden für die Startstellung,
die von dem Betätigungselement eingestellt wird, geringe Toleranzen erreicht. Es kann
auf einfache Weise eine genaue Position beispielsweise eines Drosselelements in Startstellung
erreicht werden.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Motorsäge,
- Fig. 2
- eine ausschnittsweise Seitenansicht des oberen Handgriffs der Motorsäge aus Fig. 1
mit abgenommener oberer Griffhalbschale,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht von Gashebelsperre, Gashebel und Betriebsartensteller in Aus-Stellung,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Hebel aus Fig. 3 in Vollgasstellung des Gashebels,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Hebel aus Fig. 3 in Startstellung,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung der Hebel in der Stellung aus Fig. 5,
- Fig. 7
- eine schematische Schnittdarstellung durch die Hebel in der Stellung aus den Fig.
5 und 6,
- Fig. 8 und 9
- perspektivische Darstellungen des Gashebels,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht des Gashebels in Richtung des Pfeils X in Fig. 8,
- Fig. 11 und Fig. 12
- perspektivische Darstellungen des Betriebsartenstellers,
- Fig. 13
- einen Schnitt durch den Betriebsartensteller.
[0014] Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel für ein handgeführtes Arbeitsgerät eine Motorsäge
1. Die Motorsäge 1 ist in Fig. 1 in einer üblichen Abstellposition gezeigt. Die Motorsäge
1 besitzt ein Gehäuse 2, das in der Abstellposition auf dem Boden oder einer Abstellfläche
abgestellt ist. Am Gehäuse 2 ragt eine Führungsschiene 5 nach vorne, an der eine Sägekette
6 umlaufend angetrieben ist. Die Sägekette 6 ist von einem im Gehäuse 2 angeordneten
Antriebsmotor 10 angetrieben, der als Verbrennungsmotor ausgebildet ist. Dem Antriebsmotor
10 wird über einen Vergaser 11 und einen Ansaugkanal 12 Kraftstoff und Verbrennungsluft
zugeführt. Es kann auch vorgesehen sein, den Kraftstoff direkt zum Antriebsmotor 10
zuzuführen. Der Vergaser 11 ist in einem hinteren, der Führungsschiene 5 abgewandten
Bereich eines oberen Handgriffs 3 angeordnet. Der obere Handgriff 3 ist an der in
Abstellposition nach oben ragenden Seite des Gehäuses 2 angeordnet und am Gehäuse
2 über nicht gezeigte Antivibrationselemente festgelegt. Der obere Handgriff 3 dient
als Tragegriff. Am oberen Handgriff 3 sind eine Gashebelsperre 7, ein Gashebel 8 und
ein Betriebsartensteller 9 schwenkbar gelagert. Benachbart zum vorderen Ende des oberen
Handgriffs 3 ist ein Handschutzbügel 4 angeordnet, der zum Auslösen einer Kettenbremse
für die Sägekette 6 dient.
[0015] Wie Fig. 2 zeigt, ist die Gashebelsperre 7 um eine Schwenkachse 13 schwenkbar gelagert.
Die Gashebelsperre 7 besitzt einen Sperrabsatz 17, der in unbetätigter Stellung der
Gashebelsperre 7 ein Betätigen des Gashebels 8 verhindert. Hierzu liegt der Sperrabsatz
17 benachbart zu einer Sperrkante 18 des Gashebels 8. Der Gashebel 8 ist um eine Schwenkachse
14 schwenkbar gelagert, die zur Schwenkachse 13 der Gashebelsperre 7 einen Abstand
a besitzt. Zum Gasgeben wird der Gashebel 8 in Richtung des Pfeils 26 um die Schwenkachse
14 verschwenkt. Der Gashebel 8 besitzt einen Arm 22, an dem ein Gasgestänge 16 zur
Betätigung eines im Vergaser 11 angeordneten Drosselelements eingehängt ist. Das Gasgestänge
16 ist in einer Öffnung 28 des Arms 22 eingehängt. Benachbart zu seinem freien Ende
ist an dem Arm 22 ein bogenförmiger Wandabschnitt 20 angeordnet, der zur Fläche des
Arms 22 in Richtung der Schwenkachse 14 versetzt ist.
[0016] Der Betriebsartensteller 9 ist um eine Schwenkachse 15 schwenkbar gelagert, die zur
Schwenkachse 14 des Gashebels 8 einen Abstand b und zur Schwenkachse 13 der Gashebelsperre
7 einen Abstand c besitzt. Der Betriebsartensteller 9 besitzt einen in Fig. 2 schematisch
gezeigten Zapfen 21. Der Zapfen 21 und der Wandabschnitt 20 bilden Rastelemente, die
in Startstellung zusammenwirken. Beim Verschwenken des Gashebels 8 legt der Wandabschnitt
20 einen Schwenkweg 44 zurück und der Zapfen 21 einen Schwenkweg 45. Fig. 2 zeigt
den Betriebsartensteller 9 in Betriebsstellung 40. Der Gashebel 8 ist in unbetätigter
Stellung 48 angeordnet. In dieser Stellung liegt der Wandabschnitt 20 außerhalb des
Schwenkwegs 45 des Zapfens 21. Der Betriebsartensteller 9 kann in dieser Stellung
frei bewegt werden, ohne dass der Zapfen 21 in Eingriff mit dem Wandabschnitt 20 kommen
kann. Dadurch ist verhindert, dass bei unbetätigtem Gashebel 8 eine Verrastung zwischen
Betriebsartensteller 9 und Gashebel 8 erfolgen kann.
[0017] Fig. 3 zeigt den Gashebel 8 in unbetätigter Stellung 48 und den Betriebsartensteller
9 in Aus-Stellung 42. In dieser Stellung wurde der Betriebsartensteller 9 gegenüber
der in Fig. 2 gezeigten Betriebsstellung 40 in Richtung eines Pfeils 25 verschwenkt.
Der Betriebsartensteller 9 besitzt einen Arm 24, der radial zur Schwenkachse 15 in
Richtung auf den Gashebel 8 auskragt. In Aus-Stellung 42 liegt der Arm 24 an einem
nicht gezeigten Anschlag des Handgriffs 3 an. Der Arm 24 ist so gestaltet, dass er
in jeder Stellung des Gashebels 8 an dem Anschlag anliegt, so dass unabhängig von
der Stellung des Gashebels 8 ein Anschlag für die Aus-Stellung 42 gegeben ist. Wie
Fig. 3 zeigt, bildet der bogenförmige Wandabschnitt 20 eine Aufnahme 43 für den Zapfen
21.
[0018] Das Gasgestänge ist am Arm 22 des Gashebels in einer Öffnung 28 (Fig. 8) eingehängt,
die zur Schwenkachse 14 des Gashebels einen Abstand e besitzt. Die Öffnung 28 besitzt
zum Wandabschnitt 20 einen Abstand d, der bis zu einem Drittel des Abstands e beträgt
(Fig. 3). Durch den geringen Abstand der Einhängung des Gasgestänges 16 zur Verrastung
wird eine genaue Positionierung des Gasgestänges 16 in Startstellung erreicht.
[0019] Fig. 4 zeigt den Gashebel 8 in Vollgasstellung 47. Um in die Vollgasstellung 47 zu
gelangen, wurde der Gashebel 8 aus der in Fig. 2 gezeigten Stellung in Richtung des
Pfeils 26, in den Darstellungen im Uhrzeigersinn, verschwenkt. Um den Gashebel 8 verschwenken
zu können, wurde zunächst die Gashebelsperre 7 gedrückt. Dadurch gelangt der Sperrabsatz
17 in eine Aufnahme 19 im Gashebel 8. Die Sperrkante 18 des Gashebels 8 kann ungehindert
am Sperrabsatz 17 vorbeischwenken. Zum Erreichen der Vollgasstellung 47 des Gashebels
8 wird der Wandabschnitt 20 durch den Schwenkweg 45 des Zapfens 21 verschwenkt. Der
Schwenkweg 44 des Wandabschnitts 20 schneidet den Schwenkweg 45 des Zapfens 21 und
beim Gasgeben wird der Wandabschnitt 20 von der bezogen auf die Schwenkachse 15 radial
außerhalb des Schwenkwegs 45 liegenden Seite auf die radial innerhalb des Schwenkwegs
45 liegende Seite bewegt. Um aus der in Fig. 4 gezeigten Vollgasstellung 47 in Startstellung
41 des Betriebsartenstellers 9 zu schalten, wird der Betriebsartensteller 9 in Richtung
des Pfeils 27, in Fig. 4 also entgegen dem Uhrzeigersinn, verschwenkt. Wird der Gashebel
8 anschließend losgelassen, so hängt sich der Wandabschnitt 20 am Zapfen 21 ein. Dies
ist in Fig. 5 gezeigt. Der Gashebel 8 ist in einer Startstellung 46 gehalten, in der
der Gashebel 8 teilweise betätigt, also aus der unbetätigten Stellung teilweise in
Richtung auf die Vollgasstellung verstellt ist. Beim Verschwenken des Betriebsartenstellers
9 aus der Betriebsstellung 40 in die Startstellung 41 wird der Zapfen 21 in den Schwenkweg
44 des Wandabschnitts 20 verstellt, also dorthin, wo sich die Schwenkwege 44 und 45
schneiden.
[0020] Wie Fig. 6 zeigt, liegt der Zapfen 21 in der Aufnahme 43, wenn der Gashebel 8 in
Startstellung 46 und der Betriebsartensteller 9 in Startstellung 41 stehen. Wie Fig.
6 auch zeigt, ist die Gashebelsperre 7 mit einem Lagerstift 35 schwenkbar im oberen
Handgriff 3 gelagert. Der Gashebel 8 besitzt eine Aufnahme 39, in der ein Lagerstift
36 zur schwenkbaren Lagerung im oberen Handgriff 3 angeordnet ist. Der Betriebsartensteller
9 besitzt eine hohl ausgebildete Lagerwelle 32, mit der er im Handgriff 3 schwenkbar
gelagert ist.
[0021] Fig. 7 verdeutlicht die Lage des Zapfens 21 in der Aufnahme 43, die durch den Wandabschnitt
20 gebildet ist. Wie Fig. 7 auch zeigt, besitzt der Betriebsartensteller 9 eine Abdeckwand
34, die kreisbogenförmig um die Schwenkachse 15 verläuft. Die Abdeckwand 34 deckt
eine im oberen Handgriff 3 ausgebildete Öffnung ab, durch die ein Betätigungsabschnitt
37 des Betriebsartenstellers 9 ragt.
[0022] Wie Fig. 8 zeigt, besitzt der Gashebel 8 einen Betätigungsabschnitt 38, der aus dem
oberen Handgriff 3 ragt und vom Bediener zu betätigen ist. Am Wandabschnitt 20 ist
an der in unbetätigter Stellung 48 dem Schwenkweg 45 des Zapfens 21 zugewandten Seite
eine Fase 29 ausgebildet. Wie Fig. 9 zeigt, ist an der gegenüberliegenden Seite des
Arms 22 eine Fase 30 angeordnet, die im Folgenden noch näher beschrieben wird.
[0023] Wie die Fig. 11 und 12 zeigen, ist an der Lagerwelle 32 des Betriebsartenstellers
9 in axialer Richtung der Schwenkachse 15 benachbart zum Betätigungsabschnitt 37 eine
Aufnahme 33 für einen Kontaktstift angeformt. Wie die Fig. 11 und 12 auch zeigen,
besitzt der Zapfen 21 an seinem freien Ende einen Radius 31, der das Lösen der Startstellung
41 durch seitliches Auslenken des Wandabschnitts 20 ermöglicht. Wird der Betriebsartensteller
9 aus der in den Fig. 5 bis 7 gezeigten Startstellung 41 in die Aus-Stellung 42 gedrückt,
so bewirkt der Radius 31 ein seitliches Auslenken des Arms 22 mit dem Wandabschnitt
20. Dabei gleitet der Radius 31 am Wandabschnitt 20 ab und lenkt diesen in Richtung
der Schwenkachse 14 des Gashebels 8 aus. Dadurch ist ein Lösen der Raststellung bei
entsprechendem Kraftaufwand möglich, so dass die Aus-Stellung 42 aus der Startstellung
41 allein durch Betätigen des Betriebsartenstellers 9 eingelegt werden kann. Alternativ
oder zusätzlich kann eine elastische Verformung des Zapfens 21 und/oder des Wandabschnitts
20 zum Lösen der Verrastung vorgesehen sein. Dadurch, dass sich der Wandabschnitt
20 und/oder der Zapfen 21 in axialer Richtung der Schwenkachse 14 bewegen und nicht
in Umfangsrichtung zur Schwenkachse 14, wird eine Betätigung des Gashebels 8 beim
Lösen der Raststellung vermieden. Anstatt durch Betätigung des Betriebsartenstellers
9 ist ein Lösen der Startstellung auch in üblicher Weise durch Gasgeben möglich. Dabei
schwenkt der Wandabschnitt 20 aus dem Schwenkweg 45 des Zapfens 21, wodurch die Verrastung
gelöst wird.
[0024] Die Lagerwelle 32 besitzt direkt benachbart zur Abdeckwand 34, an der auch der Zapfen
21 angeordnet ist, eine Aussparung 49, in die der Arm 22 des Gashebels 8 in der in
Fig. 4 gezeigten Vollgasstellung taucht. Um ein Verhaken des Gashebels 8 am Rand der
Aussparung 49 beim Gasgeben zu vermeiden, sind die Fasen 29 und 30 am Gashebel 8 vorgesehen.
Die Fasen 29 und 30 dienen beim Gasgeben als Einführschrägen.
1. Handgeführtes Arbeitsgerät mit einem Handgriff (3), der in üblicher Abstellposition
des Arbeitsgeräts oberhalb eines Gehäuses (2) des Arbeitsgeräts angeordnet ist und
einen Tragegriff für das Arbeitsgerät bildet, wobei an dem Handgriff (3) ein Gashebel
(8) und eine Gashebelsperre (7) angeordnet sind, und mit einem Betriebsartensteller
(9), der eine Aus-Stellung (42), eine Betriebsstellung (40) und mindestens eines Startstellung
(41) besitzt, wobei der Betriebsartensteller (9), die Gashebelsperre (7) und der Gashebel
(8) schwenkbar gelagert sind, und wobei ein erstes Rastelement am Betriebsartensteller
(9) und ein zweites Rastelement am Gashebel (8) vorgesehen sind, die in der Startstellung
(41) des Betriebsartenstellers (9) und der Startstellung (46) des Gashebels (8) zusammenwirken
und den Gashebel (8) in der Startstellung (46) halten,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rastelement in unbetätigter Stellung (48) des Gashebels (8) außerhalb
des Schwenkwegs (45) des ersten Rastelements liegt.
2. Arbeitsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Verstellen des Gashebels (8) aus der unbetätigten Stellung (48) in die Vollgasstellung
(47) das zweite Rastelement durch den Schwenkweg (45) des ersten Rastelements geschwenkt
wird, und dass das zweite Rastelement in Vollgasstellung (47) des Gashebels (8) außerhalb
des Schwenkwegs (45) des ersten Rastelements liegt.
3. Arbeitsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rastelement in der Startstellung (46) des Betriebsartenstellers (9) im
Schwenkweg (44) des zweiten Rastelements liegt.
4. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente sich in Richtung der Schwenkachse (14) des Gashebels (8) erstrecken
und dass beim Verschwenken des Betriebsartenstellers (9) aus der Startstellung (41)
in die Aus-Stellung (42) die Verrastung der Rastelemente gelöst wird.
5. Arbeitsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Lösen der Verrastung mindestens eines der Rastelemente in Richtung der Schwenkachse
(14) des Gashebels (8) von dem anderen Rastelement weg ausgelenkt wird.
6. Arbeitsgerät nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Lösen der Verrastung mindestens eines der Rastelemente elastisch verformt wird.
7. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Rastelemente einen zur Schwenkachse (14) des Gashebels (8) geneigt
verlaufenden Abschnitt besitzt, der beim Verschwenken des Betriebsartenstellers (9)
aus der Startstellung (41) in die Aus-Stellung (42) an dem anderen Rastelement abgleitet.
8. Arbeitsgerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eines der Rastelemente ein Zapfen (21) ist.
9. Arbeitsgerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der zur Schwenkachse (14) des Gashebels (8) geneigt verlaufende Abschnitt am freien
Ende des Zapfens (21) angeordnet ist.
10. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass eines der Rastelemente ein bogenförmiger Wandabschnitt (20) ist, der eine Aufnahme
(43) für das andere Rastelement bildet.
11. Arbeitsgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wandabschnitt (20) an einem Arm (22) des Gashebels (8) angeordnet ist.
12. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebsartensteller (9) eine Aufnahme (33) für einen Kontaktstift besitzt.
13. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (13, 14, 15) von Gashebelsperre (7), Gashebel (8) und Betriebsartensteller
(9) parallel zueinander liegen und zueinander jeweils einen Abstand (a, b, c) besitzen.
14. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass am Gashebel (8) ein Betätigungselement zur Betätigung eines Antriebsmotors des Arbeitsgeräts
angreift, wobei der Abstand (d) des Angriffspunkts des Betätigungselements zum zweiten
Rastelement bis zu etwa einem Drittel des Abstands (e) des Angriffspunkts des Betätigungselements
zur Schwenkachse (14) des Gashebels (8) beträgt.