| (19) |
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(11) |
EP 2 461 720 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.03.2017 Patentblatt 2017/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.08.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/061514 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/015663 (10.02.2011 Gazette 2011/06) |
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| (54) |
AUSSTOßMECHANISMUS, AUSZUGSFÜHRUNG UND AUSSTOßSYSTEM
EJECTION MECHANISM, PULL-OUT GUIDE AND EJECTION SYSTEM
MÉCANISME D'ÉJECTION, GUIDAGE D'EXTRACTION ET SYSTÈME D'ÉJECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
07.08.2009 DE 102009026349 26.02.2010 DE 102010000571
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.2012 Patentblatt 2012/24 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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12150955.8 / 2465381 |
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12161853.2 / 2471412 |
| (73) |
Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG |
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32278 Kirchlengern (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ANDSCHUS, Stefan
32312 Lübbecke (DE)
- SOBOLEWSKI, Uwe
32257 Bünde (DE)
- SCHAEL, Oliver
32278 Kirchlengern (DE)
- PRIOR, Thomas
32584 Löhne (DE)
- GORGES, Alexander
33790 Halle/Westf. (DE)
- HOFFMANN, Andreas
32278 Kirchlengern (DE)
- SCHRUBKE, Lars
32278 Kirchlengern (DE)
- MERTENS, Janine
33607 Bielefeld (DE)
- KROKE, Karsten
49080 Osnabrück (DE)
- FREIHEIT, Patrick
32257 Bünde (DE)
- WEICHELT, Rainer
32278 Kirchlengern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
|
Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 174 572 US-A1- 2005 025 400
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EP-B1- 1 845 821 US-A1- 2009 160 299
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ausstoßmechanismus, insbesondere für bewegbare
Möbelteile, mit einer Kurvenführung, entlang der ein Mitnehmer verfahrbar ist, wobei
der Mitnehmer durch mindestens einen Kraftspeicher in eine Richtung vorgespannt ist
und an der Kurvenführung mit gespanntem Kraftspeicher in einer Schließposition verrastbar
ist, und einem mit dem Mitnehmer zumindest in der Schließposition koppelbaren Aktivator,
wobei der Aktivator relativ zu der Kurvenführung oder die Kurvenführung relativ zum
Aktivator bewegbar ist, wobei in der Schließposition der Mitnehmer über eine Relativbewegung
des Aktivators relativ zu der Kurvenführung oder über eine Relativbewegung der Kurvenführung
relativ zum Aktivator entriegelbar ist und eine Auszugsführung sowie ein Ausstoßsystem.
[0002] Die
EP 1 845 821 offenbart eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen für Schubladen, bei der über
einen Rastmechanismus die Schublade in einer geschlossenen Position gehalten wird.
Der Rastmechanismus umfasst einen mit einer Laufschiene koppelbaren Mitnehmer, an
dem eine Stange angeordnet ist, die in einer Steuerkurve geführt ist. Zum Entriegeln
wird die Schublade gegen die Kraft einer Feder eingedrückt, so dass dann die Stange
aus der verrasteten Position in der Steuerkurve freigegeben wird und zusammen mit
dem Mitnehmer und der Laufschiene bewegt werden kann. Bei einer solchen Vorrichtung
zum Öffnen und Schließen ist nachteilig, dass das Entriegeln des Rastmechanismus nur
durch ein Eindrücken der Schublade erfolgt. Zudem erfolgt das Verrasten durch eine
Vielzahl von Bauteilen, die nur begrenzt mechanische Belastungen aufnehmen können,
da sie filigran ausgebildet sind und eine Beschädigung zu erwarten ist.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Ausstoßmechanismus sowie eine
Auszugsführung zu schaffen, die stabil ausgebildet ist und ein einfaches Entriegeln
eines Mitnehmers ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Ausstoßmechanismus mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist in der Schließposition der Mitnehmer über eine Relativbewegung
des Aktivators zu der Kurvenführung entriegelbar, wobei der Aktivator und/oder die
Kurvenführung zum Entriegeln des Mitnehmers sowohl in eine erste Richtung als auch
eine entgegengesetzte zweite Richtung bewegbar ist. Dadurch kann sowohl durch eine
Zugbewegung am bewegbaren Möbelteil als auch durch ein Eindrücken des bewegbaren Möbelteils
eine Entriegelung stattfinden. Der Benutzer hat somit die Wahlmöglichkeit, wie der
Ausstoßmechanismus entriegelt wird. Wenn das bewegbare Möbelteil an einer Auszugsführung
festgelegt ist, kann entweder die Kurvenführung oder der Aktivator bewegbar sein,
während das andere Bauteil stationär angeordnet ist. Durch die Relativbewegung zwischen
Kurvenführung und Aktivator wird die Entriegelung durch entsprechende mechanische
Mittel bewirkt. Ferner ist die Handhabung des Ausstoßmechanismus einfach, wobei die
entsprechenden Bauteile stabil ausgebildet sind und die Anzahl der Bauteile verglichen
mit Lösungen aus dem Stand der Technik reduziert ist.
[0006] Gemäß einer Ausgestaltung ist der Mitnehmer aus der Schließposition durch die Relativbewegung
zwischen dem Aktivator und der Kurvenführung verschwenkbar. Dadurch kann die Kurvenführung
als Führungseinrichtung ausgebildet sein, in der der Mitnehmer in gegenüberliegende
Richtungen bewegbar ist. Es ist nicht erforderlich, eine schlaufenförmige Führungsbahn
mit einer Rastmulde vorzusehen, da das Verrasten an einem abgebogenen Endabschnitt
der Führungsbahn erfolgen kann. Durch Verschwenken des Mitnehmers kann dieser von
dem abgewinkelten Endabschnitt entriegelt und in den linearen Abschnitt überführt
werden, in dem der Kraftspeicher für eine Öffnungsbewegung sorgt.
[0007] Vorzugsweise weist der Aktivator eine erste Anlagefläche zum Entriegeln des Mitnehmers
durch eine Bewegung in die erste Richtung und eine zweite von der ersten Anlagefläche
beabstandete Anlagefläche zum Entriegeln des Mitnehmers durch eine Bewegung in die
zweite Richtung auf. Dadurch kann der Aktivator auch einteilig ausgebildet sein, wobei
aus der Schließposition unabhängig von der Bewegungsrichtung ein Entriegeln des Mitnehmers
erfolgen kann.
[0008] Für eine stabile Führung des Mitnehmers weist dieser zwei voneinander beabstandete
Zapfen auf, die in der nutförmigen Kurvenführung eingreifen. Dabei kann die Kurvenführung
mindestens einen abgebogenen Endabschnitt aufweisen, an dem der Mitnehmer in der Schließposition
verrastbar ist.
[0009] Der Aktivator kann den Mitnehmer im Wesentlichen U-förmig umgreifen, um an den beiden
Schenkeln des Us jeweils eine Anlagefläche auszubilden, die den Mitnehmer entriegelt.
Alternativ ist es möglich, den Mitnehmer als Haken auszubilden, wobei der Aktivator
an gegenüberliegenden Seiten des Hakens eine Anlagefläche zur Entriegelung des Mitnehmers
aufweist.
[0010] Vorzugsweise ist mindestens ein durch den Aktivator und/oder die Kurvenführung bewegbarer
Hebel vorgesehen, mittels dem der Mitnehmer entriegelbar ist. Dadurch kann eine zuverlässige
Entriegelung gewährleistet werden, wobei der Hebel beispielsweise am Gehäuse mit der
Kurvenführung drehbar gelagert ist. Um den Mitnehmer durch den Hebel zu entriegeln,
kann der Mitnehmer mit Spiel mit dem Aktivator gekoppelt sein oder der Aktivator ist
ebenfalls bewegbar gelagert, insbesondere federnd und/oder drehbar gelagert, um eine
Bewegung in die Ausgangsposition zu gewährleisten.
[0011] Erfindungsgemäß wird auch eine Auszugsführung mit einer an einem Möbelkorpus montierbaren
Führungsschiene und einer verfahrbar gelagerten Laufschiene bereitgestellt, die einen
erfindungsgemäßen Ausstoßmechanismus aufweist.
[0012] Um die Montage der Auszugsführung mit dem Ausstoßmechanismus zu erleichtern, kann
der Aktivator in Bewegungsrichtung der Laufschiene verstellbar an der Laufschiene
fixiert sein. Dadurch können Toleranzen ausgeglichen werden, um die Position des Aktivators
exakt auf die gewünschte Schließposition abzustimmen. Die Auszugsführung kann dabei
als vormontierte Einheit ausgebildet sein, wobei die Kurvenführung an der Führungsschiene
festgelegt ist.
[0013] Gemäß einer Ausgestaltung ist ein elastischer Anschlag vorgesehen, um die Laufschiene
mit dem Aktivator in der Schließposition zu halten. Der Anschlag sorgt dann für eine
Positionierung des Aktivators in der Schließposition, damit nicht bei einer Bewegung
über die Schließposition hinaus versehentlich ein Entriegeln stattfindet. Ferner kann
ein Dämpfer vorgesehen sein, um die Laufschiene vor Erreichen der Schließposition
abzubremsen. Dieser elastische Anschlag kann in Auszugsrichtung justierbar ausgeführt
sein.
[0014] Ein Einsatz eines erfindungsgemäßen Ausstoßmechanismus sowie einer entsprechenden
Auszugsführung in Haushaltsgeräten wie z.B. in Backöfen, in Kühl- und/oder Gefriergeräten,
in Wärmeschubladen ist ebenfalls denkbar.
[0015] Erfindungsgemäß wird auch ein Ausstoßsystem bereitgestellt, mit einem ersten und
einem zweiten Ausstoßmechanismus, die über ein bewegbares Möbelteil miteinander verbunden
sind. Jedes Ausstoßsystem kann dabei an einer Auszugsführung gelagert sein, wobei
die Auszugsführungen über ein Schubelement, beispielsweise einen Schubkasten, miteinander
verbunden sind.
[0016] Vorzugsweise ist das Ausstoßsystem so gestaltet, dass bei Entriegelung des Mitnehmers
des ersten Ausstoßmechanismus auch der Mitnehmer des zweiten Ausstoßmechanismus aus
der verrasteten Schließposition entriegelt wird. Dies gewährleistet eine Synchronisierung,
die gerade bei breiten Schubkästen notwendig ist, da es bei einer außermittigen Krafteinleitung
zur Öffnung des Schubkastens vorkommen kann, dass nur ein Ausstoßmechanismus auf einer
Schubkastenseite entriegelt wird. Sollte eine solche einseitige Entriegelung stattfinden,
wird bei dem Ausstoßsystem über den entriegelten Mitnehmer und den Kraftspeicher eine
Kraft in Öffnungsrichtung aufgebracht, die dann über das Möbelteil und die zweite
Auszugsführung auf den zweiten Mitnehmer einwirkt und diesen aus der entriegelten
Position in Öffnungsrichtung zieht. Dadurch können Fehlbetätigungen sicher vermieden
werden.
[0017] Zum Überfahren des Mitnehmers der Ausstoßvorrichtung können der Aktivator und/oder
die Klinke beispielsweise senkrecht zur Öffnungsrichtung verschiebbar oder über einen
Drehpunkt schwenkbar ausgeführt werden. Alternativ kann der Mitnehmer über federn
gelagerte Hebel verfügen die das Überfahren durch den Aktivator in jeweils eine Richtung
ermöglichen und in die Gegenrichtung am Aktivator zur Anlage kommen und ein Überfahren
verhindern.
[0018] Ein Ausweichen des Aktivators bzw. des Mitnehmers ist durch eine translatorische
Bewegung, rotatorische Bewegung, kurvengeführte Bewegung, Verschwenken und/oder durch
elastisches Verhalten aufgrund des gewählten Materials der Kontaktbereiche denkbar.
Wahlweise weicht der komplette Aktivator bzw. Klinke oder der Mitnehmer aus, alternativ
ist auch ein partielles Ausweichen von einzelnen Komponenten möglich. Die Gegenkraft
zur Zurückbewegung des bewegbaren Teils kann durch Federkraft, durch elastische Verformung,
insbesondere von Teilkomponenten aufgebracht werden. Die zuvor beschriebenen Effekte
können auch durch einen Aufbau gemäß eines Richtgesperres, Schaltgesperres oder Sprungschaltwerks
erzielt werden.
Der Aktivator oder die Klinke kann beispielsweise linear in Langlöchern geführt sein.
In dieser Ausführung kann der Aktivator oder die Klinke durch Schwerkraft oder federbelastet
in die Ausgangsposition zurück gesetzt werden. Der Aktivator oder die Klinke kann
alternativ mit beweglichen Teilen ausgestattet sein. Diese Klinken oder beweglichen
Teile können gesteuert über Kurvenführungen, durch Schwerkrafteinwirkung, durch Verwendung
von elastischem Material oder Federkraft in die Ausgangsposition zurück gesetzt werden.
[0019] Der Mitnehmer verfügt vorzugsweise über zwei federbelastete gegenläufig wirkende
Sperrklinken bzw. Hebel die sowohl eine Krafteinleitung als auch ein kraftarmes Überfahren
ermöglichen. Diese Sperrklinken verfügen über ein rückstellendes Moment, dass beispielweise
durch elastische Verformung eines darunter befindliches Element erreicht wird. Dieses
Element verfügt über zwei Abschnitte, jeder Abschnitt ist einer Sperrklinke zugeordnet.
Eine Ausführung als Wippe oder Blattfeder ist ebenfalls denkbar. Die Sperrklinken
sind nur in einer Richtung kraftarm überfahrbar. Diese Funktionalität wird insbesondere
dann benötigt, wenn ein mehrfachwirkender Aktivator oder mehrere Aktivatoren bzw.
Klinken zur Steuerung verschiedener Vorrichtungen eingesetzt werden. Die Sperrklinken
können elastisch, als Filmscharnier oder mit einer Lagerung versehen sein.
[0020] Zur Vermeidung von Fehlauslösungen kann der Hebel zum Auslösen auf Druck in seiner
Grundstellung federbelastet sein. Im Sinne eines Sprungwerkes kann so eine definierte
Auslösekraft eingestellt werden. Erst beim Überschreiten dieser Kraft wird der Mitnehmer
vollständig aus seiner Ruheposition im abgebogenen Endabschnitt der Kurvenführung
gebracht. Der Ausstoßmechanismus wird somit aktiviert.
[0021] Bei einem kurvengesteuertes System kann durch einen zusätzlichen Kraftspeicher am
Aktivator das Erreichen der geöffneten Endstellung unterstützt werden. Somit wird
eine Fehlfunktion bzw. ein Beschädigen der Baugruppen, insbesondere bei einer vom
Ausführungsbeispiel abweichenden Einbaulage, verhindert.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Auszugsführung mit einem Ausstoßmechanismus;
- Figuren 2 bis 6
- mehrere Ansichten der Auszugsführung der Figur 1, teilweise im Schnitt;
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht des Aktivators des Ausstoßmechanismus;
- Figuren 8A und 8B
- zwei Ansichten der Auszugsführung der Figur 1 in einer geöffneten Position;
- Figuren 9A und 9B
- zwei Ansichten der Auszugsführung der Figur 1 in der Schließposition;
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Auszugsführung mit Ausstoßmechanismus,
- Figuren 11 bis 13
- mehrere Ansichten der Auszugsführung der Figur 10 in der Schließposition;
- Figuren 14A und 14B
- zwei Ansichten der Auszugsführung der Figur 10 in einer geöffneten Position;
- Figuren 15A und 15B
- zwei Ansichten der Auszugsführung in einer geöffneten Position;
- Figur 16
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Ausstoßsystems;
- Figur 17
- Ansichten des Ausstoßsystems der Figur 16 in der geschlossenen Position;
- Figur 18
- Ansichten des Ausstoßsystems der Figur 16 einseitig entriegelt;
- Figur 19
- Ansichten des Ausstoßsystems der Figur 16 einseitig entriegelt;
- Figur 20
- Ansichten des Ausstoßsystems der Figur 16 beidseitig entriegelt;
- Figur 21
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
- Figuren 22 bis 25
- mehrere Ansichten der Auszugsführung der Figur 21 in unterschiedlichen Positionen;
- Figur 26
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Auszugsführung;
- Figuren 27 bis 32
- mehrere Ansichten der Auszugsführung der Figur 26 in unterschiedlichen Positionen;
- Figur 33
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Ausstoßmechanismus für eine Auszugsführung;
- Figuren 34 und 36
- mehrere Ansichten des Ausstoßmechanismus der Figur 33 in unterschiedlichen Positionen;
- Figur 37
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtung in der montierten
Position, und
- Figuren 38 bis 48
- mehrere Ansichten der Ausstoßvorrichtung der Figur 37 in unterschiedlichen Positionen.
[0023] Ein erfindungsgemäßer Ausstoßmechanismus ist an einer Auszugsführung 1 montiert,
die eine an einem Möbelkorpus montierbare Führungsschiene 2 und eine verfahrbare Laufschiene
3 aufweist. Gegebenenfalls befindet sich zwischen Führungs- und Laufschiene eine auszugsverlängernde
Mittelschiene um einen Vollauszug zu ermöglichen. Es ist auch möglich, den Ausstoßmechanismus
an einer verschwenkbaren Möbeltür oder einem anderen bewegbaren Möbelteil zu montieren.
[0024] Der Ausstoßmechanismus umfasst einen an der Laufschiene 3 festgelegten Aktivator
5, der in einer Schließposition an einem Gehäuse 6 mit einer Kurvenführung 7 angeordnet
ist. In der Kurvenführung 7 ist ein Mitnehmer 11 geführt, der durch einen als Zugfeder
ausgebildeten Kraftspeicher 8 in Öffnungsrichtung vorgespannt ist. Der Kraftspeicher
8 ist an einem Ende an einer an der Führungsschiene 2 festgelegten Halterung 9 und
an der gegenüberliegenden Seite am Mitnehmer 11 gehalten.
[0025] In der Schließposition liegt ein an der Laufschiene angeordneter Steg 30 an einem
elastischen Anschlag 31 an, der beispielsweise als Gummipuffer ausgebildet ist. Der
Anschlag 31 ist an einer Halterung 32 fixiert, die an der Führungsschiene 2 oder einer
Mittelschiene 13 angeordnet ist. Die Halterung 32 kann in Auszugsrichtung verstellbar
ausgeführt sein.
[0026] Wie in den Figuren 2 bis 6 gezeigt ist, sind an dem Mitnehmer 11 zwei voneinander
beabstandete Zapfen 10 und 12 vorgesehen, die in der Kurvenführung 7 geführt sind.
Die Kurvenführung 7 weist einen mittleren linearen Abschnitt auf, der einen abgewinkelten
Endabschnitt 70 in Öffnungsrichtung und einen abgewinkelten Abschnitt 71 in Schließrichtung
umfasst. Im Bereich der Endabschnitte 70 und 71 wird der Mitnehmer 11 von der Laufschiene
3 weggeschwenkt. Der Mitnehmer 11 weist eine Aufnahme 14 auf, in die der Aktivator
5 mit zwei Stegen 16 und 17 eingreift. Wenn die Stege 16 und 17 in die Aufnahme 14
eingreifen, bewegen sich Aktivator 5 und Mitnehmer 11 zusammen.
[0027] In Figur 7 ist der Aktivator 5 im Detail dargestellt. Der Aktivator 5 ist im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet und umfasst an einem Schenkel drei Stege 15, 16 und 17, wobei
die Stege 16 und 17 in die Aufnahme 14 an dem Mitnehmer 11 eingreifen. An dem zweiten
Schenkel des Aktivators 5 ist ein nach innen gerichteter Vorsprung 18 ausgebildet,
der ebenfalls in Kontakt mit dem Mitnehmer 11 gelangen kann. An dem Aktivator 5 ist
ferner ein Langloch 19 vorgesehen, das von einer Schraube 20 durchgriffen ist, um
den Aktivator 5 an der Laufschiene 3 zu fixieren. Durch das Langloch 19 ist der Aktivator
5 in Längsrichtung der Laufschiene 3 verstellbar gehalten.
[0028] In den Figuren 8A und 8B ist die Laufschiene 3 in einer geöffneten Position gezeigt.
Der Aktivator 5 ist beabstandet von dem Mitnehmer 11 angeordnet und der Mitnehmer
11 ist durch die Kraft des Kraftspeichers 8 in eine Endposition verfahren, in der
der Zapfen 10 in den Endabschnitt 70 eingreift. Dadurch ist der Mitnehmer 11 in einer
Schrägposition, in der die Aufnahme 14 für den Eingriff der Stege 16 und 17 des Aktivators
offen steht.
[0029] Wird der Aktivator 5 durch Schließen eines an der Laufschiene 3 angeordneten Schubkastens
geschlossen, greift der Aktivator 5 mit den Stegen 16 und 17 in die Aufnahme 14 des
Mitnehmers 11 ein und bewegt diesen gegen die Kraft des Kraftspeichers 8 in eine Schließposition,
wie sie in den Figuren 9A und 9B gezeigt ist. In der Schließposition ist der Zapfen
12 entlang der Führungsbahn 7 bewegt worden und greift in den Endabschnitt 71 ein.
Dadurch ist der Mitnehmer 11 nach unten verschwenkt worden und nun in einer Schließposition
durch die Kraft des Kraftspeichers 8 fixiert. Wie in Figur 9B gezeigt ist, liegt der
untere Vorsprung 18 an dem Aktivator 5 an einer Anlagefläche 21 des Mitnehmers 11
an. Zudem ist entsprechend Figur 6 der Steg 16 benachbart zu der Anlagefläche 22 an
dem Mitnehmer 11 angeordnet.
[0030] In der Schließposition kann nun der Mitnehmer 11 durch Bewegung des Aktivators 5
entriegelt werden, wobei der Aktivator 5 wahlweise in Öffnungs- oder Schließrichtung
bewegt werden kann. Wird der Aktivator 5 in Öffnungsrichtung gezogen, greift der Steg
16 an der Anlagefläche 22 an und zieht den Mitnehmer 11 in den geradlinigen Teil der
Kurvenführung 7, so dass der Mitnehmer 11 entriegelt wird. Wird der Aktivator 5 in
die Schließrichtung gedrückt, liegt der Vorsprung 18 an der Anlagefläche 21 an und
verschwenkt dadurch den Mitnehmer 11 in den geradlinigen Teil der Kurvenführung 7.
Eine Entriegelung des Mitnehmers 11 aus der Schließposition findet somit statt, unabhängig
davon, ob der Aktivator 5 in Öffnungs- oder Schließrichtung bewegt wird. Die Bewegung
in Schließrichtung zum Entriegeln des Mitnehmers 11 kann in einem Bereich zwischen
1 bis 3 mm liegen, so dass durch das Eindrücken der federnde Anschlag 31 zusammengedrückt
wird.
[0031] In Figur 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Auszugsführung 1' gezeigt,
die einen erfindungsgemäßen Ausstoßmechanismus aufweist. Wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel
ist an einer Führungsschiene 2 eine Laufschiene 3 verfahrbar gehalten, wobei die Schließposition
der Laufschiene 3 durch einen federnden Anschlag 31 vorgegeben ist, an dem ein Steg
30 der Laufschiene 3 anliegt.
[0032] Der Ausstoßmechanismus umfasst ein Gehäuse 6', in dem eine Kurvenführung 7' ausgebildet
ist, die nur einen abgewinkelten Endabschnitt 70 aufweist. Der Mitnehmer 11' ist durch
zwei beabstandete Zapfen 10 und 12 in der Kurvenführung 7' gehalten. Wenn der Zapfen
12 in den abgewinkelten Endabschnitt 70 verfahren ist (Figur 12), ist der Mitnehmer
11' in einer verrasteten Position und wird durch die Kraft des als Zugfeder ausgebildeten
Kraftspeichers 8' in Öffnungsrichtung vorgespannt.
[0033] Zum Entriegeln des Mitnehmers 11' ist ein Aktivator 5' vorgesehen, der über eine
Schraube 20' an der Führungsschiene 2 festgelegt ist. Der Aktivator 5' umfasst einen
ersten Vorsprung 16', der an einer Innenseite eines Hakens 22' des Mitnehmers 11'
anliegt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hakens 22' ist eine Anlagefläche 21'
ausgebildet, die in Eingriff mit einer Anlaufschräge 18' des Aktivators 5' gelangen
kann.
[0034] In Figur 13 wird der Mitnehmer 11' durch Eindrücken der Laufschiene 3 in Schließrichtung
entriegelt, wobei dann eine Relativbewegung zwischen der Kurvenführung 7' und dem
Aktivator 5' stattfindet. Durch den Vorsprung 16' wird eine Kraft auf den nach unten
gerichteten Haken 22' des Mitnehmers 11' übertragen, so dass der Zapfen 12 nach oben
gedrückt wird und in den geradlinigen Abschnitt der Kurvenführung 7' verschoben wird.
Dadurch wird der Kraftspeicher 8' wirksam und zieht den Mitnehmer 11' in Öffnungsrichtung.
[0035] Eine Entriegelung des Mitnehmers 11' kann auch durch Bewegung der Kurvenführung 7'
an der Laufschiene 3 in Öffnungsrichtung bewirkt werden, wobei dann die Anlaufschräge
18' an dem Aktivator 5' in Eingriff mit der Anlagefläche 21' an dem Haken 22' des
Mitnehmers 11' gelangt. Auch dadurch wird der Zapfen 12 nach oben in den geradlinigen
Abschnitt der Kurvenführung 7' gedrückt.
[0036] In den Figuren 15A und 15B ist die Auszugsführung in einer geöffneten Position gezeigt,
wobei der Aktivator 5' beabstandet von dem Mitnehmer 11' angeordnet ist. Der Mitnehmer
11' befindet sich in einer Endposition der Kurvenführung 7'. Wenn die Laufschiene
3 in Schließrichtung bewegt wird, greift der nach unten gerichtete Haken 22' zwischen
den Vorsprung 16' und der Anlaufschräge 18' des Aktivators 5' ein, so dass bei Erreichen
der Schließposition die in Figur 12 gezeigte Anordnung erreicht wird, aus der der
Mitnehmer 11' wieder entriegelt werden kann.
[0037] In Figur 16 ist ein Ausstoßsystem gezeigt, das an einem Schubkasten 50 als bewegbares
Möbelteil montiert ist. Der Schubkasten 50 umfasst einen Boden 51, der über Halter
52 an gegenüberliegenden Seiten jeweils an einer Auszugsführung 1 gehalten ist. Die
Halter 52 sind dabei an einer Laufschiene 3 montiert, die verfahrbar an einer Führungsschiene
2 gehalten ist. Die Auszugsführung 1 ist jeweils an einer Seitenzarge 53 des Schubkastens
50 angeordnet.
[0038] An jeder Auszugsführung 1 ist ein Ausstoßmechanismus montiert, wie er in den Figuren
1 bis 9 im Detail dargestellt ist, wobei nachfolgend für gleiche Bauteile die selben
Bezugszeichen verwendet werden.
[0039] In den Figuren 17 bis 20 ist das Ausstoßsystem der Figuren 1 und 16 dargestellt,
wobei die obere Ansicht die Auszugsführung und den Ausstoßmechanismus auf der linken
Seite zeigt, während die untere Ansicht die Auszugsführung und den Ausstoßmechanismus
auf der rechten Seite des Schubkastens 50 zeigt.
[0040] In Figur 17 ist der Schubkasten 50 in einer Schließposition gezeigt, bei der beide
Ausstoßmechanismen in einer verrasteten Schließposition angeordnet sind. Der über
Zapfen 10 und 12 in der Kurvenführung 7 geführte Aktivator 5 befindet sich mit einem
Zapfen in dem abgewinkelten Endabschnitt 71 und ist somit trotz der Vorspannung der
Feder 8 in einer verrasteten Position.
[0041] In Figur 18 ist bei dem Ausstoßsystem der Mitnehmer 11 rechts (untere Ansicht) entriegelt
worden, wobei der entsprechende Zapfen aus dem abgewinkelten Endabschnitt 71 herausbewegt
wurde. Die Entriegelung kann dabei wahlweise durch Ziehen oder Drücken an dem Schubkasten
erfolgen, da unabhängig von der Bewegungsrichtung der Aktivator 5 für eine Entriegelung
des Mitnehmers 11 sorgt, wie dies oben beschrieben ist. Auf der linken Seite (obere
Ansicht) befindet sich der Mitnehmer 11 noch in einer verriegelten Position, bei der
ein Zapfen 12 in dem abgewinkelten Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7 gehalten ist.
[0042] In Figur 19 ist der zur Figur 18 umgekehrte Fall dargestellt, bei dem die linke Seite
(obere Ansicht) entriegelt ist und der Mitnehmer 11 über die Feder 8 in Öffnungsrichtung
bewegt wird. Der Mitnehmer 11 ist über den Aktivator 5 mit der Laufschiene 3 gekoppelt.
Auf der rechten Seite (untere Ansicht) des Schubkastens 50 befindet sich der Mitnehmer
11 hingegen noch in der verriegelten Position und der Mitnehmer 11 ist mit einem Zapfen
an dem abgewinkelten Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7 gehalten.
[0043] Wurde bei dem Ausstoßsystem an dem Schubkasten ein Ausstoßmechanismus auf der rechten
oder linken Seite entriegelt, erfolgt eine Zwangsentriegelung auf der gegenüberliegenden
Seite. Hierfür wird der Umstand genutzt, dass der entriegelte Mitnehmer 11 über die
Kraft der Feder 8 in Öffnungsrichtung bewegt wird und diese Kraft über den Aktivator
5 und die Laufschiene 3 auf den Schubkasten 50 übertragen wird. Dadurch wird der Ausstoßmechanismus
an der gegenüberliegenden Seite über den Schubkasten 50, die Laufschiene 3 und den
Aktivator 5 ebenfalls mit einer Kraft beaufschlagt, wobei diese Kraft ausreichend
ist, um den Mitnehmer 11 aus der verriegelten Position zu ziehen. Hierfür greift der
mittlere Steg 16 an dem Aktivator 5 in der Aufnahme 14 an und zieht den Mitnehmer
11 in den geraden Abschnitt der Kurvenführung 7. Dadurch wird zwangsweise eine Synchronisation
erreicht, auch wenn nur eine einseitige Entriegelung bewirkt wurde.
[0044] In Figur 20 ist das Ausstoßsystem der Figur 16 mit beidseitig entriegelten Mitnehmern
11 gezeigt. Beide Mitnehmer 11 sind in den geraden Abschnitt der Kurvenführung 7 bewegt
und werden nun aufgrund der Kraft der Feder 8 in Öffnungsrichtung bewegt. Die Mitnehmer
11 sind dabei mit den Aktivatoren 5 gekoppelt, die mit zwei Stegen 16 und 17 in die
Aufnahme 14 eingreifen.
[0045] In Figur 21 ist eine Auszugsführung 1" gezeigt, bei der eine Laufschiene 3 an einer
Führungsschiene 2 verfahrbar gelagert ist, wobei mit den vorangegangenen Ausführungsbeispielen
gleiche Bauteile auch mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0046] An der Laufschiene 3 ist ein drehbar gelagerter Aktivator 5" vorgesehen, der in eine
Aufnahme an einem Mitnehmer 11" eingreift. Der Mitnehmer 11" ist an zwei Kurvenführungen
7 und 45 eines Gehäuses 6" verschiebbar gelagert. Ein Zapfen 10 des Mitnehmers 11"
ist in der Kurvenführung 45 geführt, ein Zapfen 12 ist jedoch in der Kurvenführung
7" geführt. Beim Schließen bildet der gerade Endabschnitt der Kurvenführung 45 über
den Zapfen 10 einen Drehpunkt für den Mitnehmer 11". Durch den in der Kurvenführung
7" geführten Zapfen 12 wird der Mitnehmer 11" beim Erreichen des gebogenen Endabschnitts
71 verschwenkt. Beim Öffnen bildet der gerade Endabschnitt der Kurvenführung 7" über
den Zapfen 12 einen Drehpunkt für den Mitnehmer 11". Durch den in der Kurvenführung
45 geführten Zapfen 10 wird der Mitnehmer 11" beim Erreichen des gebogenen Endabschnitts
70 verschwenkt. Das jeweilige Verschwenken des Mitnehmers 11" führt zur Freigabe der
Aktivatoren 5" bzw. 41. Weiterhin ermöglicht die schwenkbare Lagerung der Aktivatoren
5" und 41 ein Überfahren des Mitnehmers 11" in den Endlagen des Mitnehmers 11" in
den gebogenen Endabschnitten 70 und 71 der Kurvenführungen 7" und 45. Alternativ können
die Aktivatoren auch beispielsweise vertikal verschiebbar ausgeführt werden. In Figur
21 ist die geschlossene Position des Schubkastens dargestellt, an der der Mitnehmer
11" an einem abgewinkelten Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7" fixiert ist und durch
die Kraft einer Feder 8 in Öffnungsrichtung vorgespannt ist.
[0047] An der Führungsschiene 2 ist eine Halterung 46 zur Befestigung des Kraftspeichers
8 vorgesehen. Über eine Fixierung 47 ist der Kraftspeicher 8 an dem Halter 46 festgelegt.
Das andere Ende des als Zugfeder ausgelegten Kraftspeichers 8 ist an mit einem Federauge
über den Bolzen 48 am Mitnehmer 11" festgelegt. Zur Veränderung der Federkraft ist
die Fixierung 47 an der Halterung 46 verschiebbar und festlegbar ausgelegt.
[0048] Um den Mitnehmer 11" zu entriegeln, kann an dem Schubkasten gezogen werden, so dass
dann der mit der Laufschiene 3 gekoppelte Aktivator 5" den Mitnehmer 11" aus dem abgewinkelten
Endabschnitt 71 herauszieht, wie dies in den Figuren 22A und 22B gezeigt ist. Dann
wird der Mitnehmer 11" durch die Kraft der Feder 8 in Öffnungsrichtung bewegt. Mit
der Laufschiene 3 ist ferner ein zweiter Aktivator 41 verbunden, der in Eingriff mit
einem zweiten Mitnehmer 42 steht, der in einer zweiten Kurvenführung 43 geführt ist.
Die Kurvenführung 43 und der Mitnehmer 42 sind mit einem Selbsteinzug 44 verbunden,
der in der geschlossenen Position den Schubkasten in Schließstellung hält. Der Selbsteinzug
44 kann ferner einen Dämpfer 49 umfassen, um eine Schließbewegung abzubremsen, um
Anschlaggeräusche zu vermeiden. Weiterhin wird durch die Dämpfung ein Überdrücken,
ein direktes Auslösen nach dem Schließvorgang, vermieden.
[0049] In den Figuren 23A und 23B ist der Mitnehmer 11" in einer Position gezeigt, die durch
ein Entriegeln durch Eindrücken des Schubkastens entsteht. Der Aktivator 5" umfasst
einen nach unten hervorstehenden Steg 40, an dem eine vordere Anschlagsfläche 18"
ausgebildet ist. Diese Anschlagsfläche 18" liegt benachbart zu einem Hebel 25, der
am Gehäuse 6" um eine Achse 26 drehbar gelagert ist. Der Hebel 25 kann in einer Ausgangsposition
durch eine Feder vorgespannt sein oder durch Schwerkraft in eine Ausgangsposition
bewegt werden. Wird der Schubkasten in den Möbelkorpus eingedrückt, bewegt sich der
Steg 40 in Figur 23B nach rechts und verschwenkt den Hebel 25. Dadurch gelangt eine
obere Anschlagkante 27 des Hebels 25 gegen eine Unterseite des Mitnehmers 11" und
drückt diesen nach oben aus dem abgewinkelten Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7"
heraus. Damit der Mitnehmer 11" nicht durch den unteren Vorsprung 16" in der Aufnahme
14" des Mitnehmers 11" fixiert wird, ist der Aktivator 5" ebenfalls schwenkbar gelagert
und kann daher durch den Hebel 25 und den Mitnehmer 11" im Uhrzeigersinn leicht bis
zu einem Anschlag verschwenkt werden. Anschließend zieht der Mitnehmer 11" nach der
Entriegelung durch die Kraft der Feder 8 den Aktivator 5" in Öffnungsrichtung.
[0050] In den Figuren 24A und 24B ist die Position gezeigt, wenn der zweite Aktivator 41
über den geparkten Mitnehmer 11" fährt. Der Aktivator 41 ist stegförmig ausgebildet
und an der Laufschiene 3 verschwenkbar gelagert. Dadurch kann der Aktivator 41 über
eine Anlaufschräge 56 an dem Mitnehmer 11" nach oben verschwenkt und in Öffnungsrichtung
bewegt werden.
[0051] Wird die Laufschiene 3 in Schließrichtung bewegt, greift zunächst der zweite Aktivator
41 in die Aufnahme 14" des Mitnehmers 11" ein und zieht den Mitnehmer 11" aus der
geparkten Position, um die Feder 8 zu spannen. Der Mitnehmer 11" ist dabei über einen
ersten Zapfen 10 in einer Kurvenführung 45 und einen zweiten Zapfen 12 in einer Kurvenführung
7" geführt. Die Kurvenführungen 7" und 45 umfassen jeweils einen abgewinkelten Endabschnitt
71 bzw. 70, um den Mitnehmer 11" am Ende der Kurvenführungen 7" bzw. 45 zu verschwenken.
Es sich auch möglich, nur eine einzige Kurvenführung mit zwei abgewinkelten Endabschnitten
70, 71 vorzusehen.
[0052] Bei der Schließbewegung wird der Mitnehmer 11" durch den zweiten Aktivator 41 an
dem abgewinkelten Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7" geparkt, wobei durch das Verschwenken
des Mitnehmers 11" der Aktivator 41 außer Eingriff mit dem Mitnehmer 11" gelangt und
der Schubkasten weiter in Schließrichtung bewegt werden kann.
[0053] Um den Aktivator 5" in Eingriff mit dem Mitnehmer 11" zu bringen, wird entsprechend
den Figuren 25A und 25B der Schubkasten weiter in Schließrichtung bewegt, bis der
Aktivator 5" an einer Anlaufschräge 55 an dem Mitnehmer 11" gelangt und dadurch verschwenkt
wird. Der Aktivator 5" kann dann entlang der Anlaufschräge 55 verschoben werden, bis
er in die Aufnahme 14" an dem Mitnehmer 11" einrastet. Gleichzeitig zieht nun der
zweite Mitnehmer 42 des Selbsteinzuges den zweiten Aktivator 41 in die Schließposition,
so dass die Schließbewegung kurz vor der Schließbewegung manuell nicht mehr unterstützt
werden muss. Der Selbsteinzug dient auch der Zuhaltung des beweglichen Möbelteils
bzw. des Schubkastens 50. Die Zuhaltung verhindert ein ungewolltes Öffnen wie z.B.
durch Erschütterungen oder leichte Neigung des Möbels in dem die Ausstoßvorrichtung
mit einer Auszugsführung und einem beweglichen Möbelteil verbaut sind.
[0054] Auch bei dem in den Figuren 21 bis 25 gezeigten Ausführungsbeispiel ist es natürlich
möglich, zwei Auszugsführungen vorzusehen, die entsprechend dem Erfindungsgemäßen
Ausstoßsystem eine Entriegelung ermöglichen, auch wenn durch den Entriegelungsvorgang
nur auf einer Seite ein Mitnehmer 11" aus der verriegelten Position entriegelt wurde.
Die Kraft der Feder 8 des entriegelten Mitnehmers 11" sorgt dann für eine Entriegelung
des anderen Mitnehmers 11" an der zweiten Auszugsführung.
[0055] In Figur 26 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Auszugsführung
1'" gezeigt, die eine Führungsschiene 2 und eine Laufschiene 3 umfasst, wobei für
gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Mit der Laufschiene 3 ist
ein Aktivator 5'" verbunden, der mit einem Mitnehmer 11"' in Eingriff bringbar ist.
Der Mitnehmer 11'" ist entlang einer Kurvenführung 7"' an einem Gehäuse 6'" geführt
und durch eine Feder 8 in Öffnungsrichtung vorgespannt. Die Feder 8 ist auf dem zum
Mitnehmer 11'" abgewandten Ende durch einen Bolzen 180 an einem Haltesteg 181 und
einer Verstellleiste 182 fixiert, wobei an dem Haltesteg 181 Öffnungen und an dem
Haltesteg 182 Aussparungen ausgebildet sind, in die der Bolzen 180 einfügbar ist.
Dadurch kann die Spannung der Feder 8 eingestellt werden.
[0056] An dem Mitnehmer 11'" ist ein erster Hebel 91 an einer Aufnahme verschwenkbar gelagert
und ein zweiter Hebel 92 ist an einer gegenüberliegenden Seite des Mitnehmers 11'"
verschwenkbar gelagert.
[0057] In Figur 27 ist die Auszugsführung 1'" in einer leicht geöffneten Position gezeigt,
wobei der zweite Aktivator 41 an dem Hebel 92 an dem Mitnehmer 11'" anliegt, um den
Mitnehmer 11'" aus der Parkposition entlang einer Schräge 70'" der Kurvenführung 7"'
herauszuziehen.
[0058] Der Mitnehmer 11 "' wird nun durch den zweiten Aktivator 41 so lange entlang der
Kurvenführung 7'" bewegt, bis der Mitnehmer 11'" den abgewinkelten Endabschnitt 71
erreicht und nach unten verschwenkt wird. Dadurch wird der Aktivator 41 freigegeben
und die Laufschiene 3 kann ohne Kopplung mit dem Mitnehmer 11'" weiter in Schließrichtung
bewegt werden.
[0059] In Figur 29 ist die Rastposition erreicht, wenn der Aktivator 5'" den Mitnehmer 11'"
erreicht. Dann überfährt der Aktivator 5'" den verschwenkbaren Hebel 91 und bewegt
sich dadurch zwischen die Hebel 91 und 92. Der zweite Aktivator 41 ist dann in Eingriff
mit dem Mitnehmer 42 gelangt, der entlang der Kurvenführung 43 bewegbar ist und durch
den Selbsteinzug 44 in Schließrichtung bewegt wird, bis die Schließposition erreicht
ist.
[0060] In den Figuren 30A und 30B ist die geschlossene Position der Auszugsführung gezeigt.
Der Aktivator 5'" befindet sich in Eingriff mit dem Mitnehmer 11'" und kann sowohl
durch eine Bewegung der Laufschiene 3 in Schließrichtung als auch in Öffnungsrichtung
entriegelt werden.
[0061] In Figur 30B ist die Position des Aktivators 5'" an dem Mitnehmer 11"' vergrößert
dargestellt. Der Aktivator 5'" ist hinter dem Hebel 91 verrastet, wobei der Hebel
91 durch eine Feder nach oben gedrückt wird. Dadurch kann der Aktivator 5" nun in
Eingriff mit dem Hebel 91 und dem Mitnehmer 11'" gelangen, um durch eine Zugbewegung
an dem Schubkasten den Mitnehmer 11'" wieder in Öffnungsrichtung zu bewegen.
[0062] Alternativ ist es entsprechend den Figuren 31A und 31 B möglich, durch Eindrücken
des Schubkastens den Mitnehmer 11'" zu entriegeln. Dann greift ein nach unten gerichteter
Steg 40 des Aktivators 5"' ein und drückt einen drehbar gelagerten Hebel 25 um eine
Achse 26, so dass der Hebel 25 den Mitnehmer 11'" nach oben drückt und dadurch eine
Entriegelung bewirkt wird. Beim Öffnungsvorgang kann nun der zweite Aktivator 41 über
den Hebel 92 verfahren, wobei dann der Hebel 92 verschwenkt wird und durch die Kraft
einer Feder wieder in die Ausgangsbewegung zurückgeschwenkt wird. Ein Kontakt mit
dem Hebel 91 wird durch die Schräge 70'" der Kurvenführung 7"' vermieden.
[0063] In der Figur 31 B sind ein Vorsprung 16'" sowie eine Anschlagsfläche 18"' gezeigt,
über die das Entriegeln des Mitnehmers 11'" aus dem abgebogenen Endabschnitt 71 erfolgt.
Nach dem Entriegeln wird der Mitnehmer 11'" durch den Kraftspeicher 8 entlang der
Kurvenführung 7"' bewegt. Der in Eingriff befindliche Aktivator'" bewegt über die
angebundene Laufschiene 3 das mit ihr gekoppelte bewegliche Möbelteil in Öffnungsrichtung.
[0064] In Figur 32 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Ausstoßmechanismus
für eine Auszugsführung 1"" gezeigt. In Figur 32 ist ein Ausstoßmechanismus gezeigt,
der ein modifiziertes Gehäuse 6"" umfasst, in dem eine erste Kurvenführung 7"" mit
einer Schräge 70'" an einem Ende und einem abgewinkelten Endabschnitt 71 am gegenüberliegenden
Ende ausgebildet ist. Ferner ist eine nutförmige Aussparung 64 als zweite Kurvenführung
ausgeformt, die in Öffnungsrichtung schräg nach unten verläuft. In horizontale Richtung
ist eine dritte Kurvenführung 65 ausgebildet. Zur Lagerung eines Hebels 25 ist ferner
eine Ausnehmung 66 vorgesehen, in die eine Achse 26 eingreift. Mittels des Hebels
25 kann ein Mitnehmer 11"" entriegelt werden, der einen ersten Zapfen 10 und einen
zweiten Zapfen 12 aufweist, die beide in der Kurvenführung 7"" geführt sind. Der Mitnehmer
11"" ist über einen Kraftspeicher 8, ausgeführt als Zugfeder, in Öffnungsrichtung
vorgespannt. Das Gehäuse 6"" ist zweiteilig ausgebildet, so dass auf beiden Seiten
des Mitnehmers 11"" ein entsprechender Gehäuseteil mit den Kurvenführungen 7"", 64
und 65 ausgebildet ist.
[0065] An einer Laufschiene oder einem Schubkastenboden ist ein Halter 89 vorgesehen, der
in Schließrichtung gegen einen Anschlag 90 eines Aktivators 5"" anlegbar ist. Der
Aktivator 5"" ist zwischen den beiden Gehäuseteilen des Gehäuses 6"" geführt und umfasst
eine erste vertikale Aufnahme 83, in der eine Klinke 81 federnd gelagert ist, eine
zweite vertikale Aussparung 84, in der eine zweite Klinke 80 federnd gelagert ist,
sowie eine dritte vertikale Aufnahme 85 für einen Verriegelungszapfen 87. Die Klinken
80 und 81 sind über Federn nach unten vorgespannt, um auf den Mitnehmer 11"" zu wirken.
Der Verriegelungszapfen 87 ist in vertikale Richtung verfahrbar in dem Aktivator 5""
gelagert.
[0066] In den Figuren 33A und 33B ist der Ausstoßmechanismus an einer Auszugsführung mit
einer Führungsschiene 2 und einer verfahrbaren Laufschiene 3 gezeigt. Der Ausstoßmechanismus
befindet sich in einer Schließposition, in der der Mitnehmer 11"" an dem abgewinkelten
Endabschnitt 71 der Kurvenführung 7"" verriegelt ist. Der Aktivator 5"" kommt zur
Anlage an einem elastischen Anschlag 31"" der in einer Halterung 32"" aufgenommen
ist. Der elastische Anschlag verhindert ein Überdrücken, ein direktes, erneute Auslösen
der Ausstoßvorrichtung beim oder kurz nach dem Schließvorgang. Wie in Figur 33B gezeigt
ist, kann der Schubkasten durch Ziehen geöffnet werden, wobei dann der Halter 89 auf
den Verriegelungszapfen 87 wirkt, das wiederum den Aktivator 5"" in Öffnungsrichtung
bewegt, so dass die Klinke 80 über ihren Vorsprung 16"" den Mitnehmer 11"" aus der
verriegelten Position zieht. Ferner kann eine Öffnung dadurch erreicht werden, dass
der Schubkasten in Schließrichtung bewegt wird, wobei dann die Anschlagsfläche 18""
der gegenüberliegenden Klinke 81 auf den Hebel 25 wirkt, der um die Achse 26 schwenkt
und dadurch den Mitnehmer 11"" aus dem abgewinkelten Endabschnitt 71 anhebt. Der Mitnehmer
11"" gleitet dann mit den beiden Zapfen 10 und 12 in der Kurvenführung 7"" aufgrund
der Kraft des Kraftspeichers 8 bis zu dem schrägen Abschnitt 70"".
[0067] In Figur 34A und 34B ist der Mitnehmer 11"" an dem schrägen Abschnitt 70"" angekommen.
Der Mitnehmer 11"" wird durch die Führung des Zapfens 10 an der Schräge 70'" nach
unten verschwenkt, so dass die Klinke 80 außer Eingriff mit dem Mitnehmer 11"" gelangt.
Die Klinke 80 kann nun über den Mitnehmer 11"" hinweg bewegt werden und die zweite
Klinke 81 besitzt eine Anlaufschräge 82 und kann durch den Kontakt mit dem Mitnehmer
11"" nach oben gegen die Kraft einer Feder gedrückt werden und in Öffnungsrichtung
bewegt werden. Durch die Bewegung in Öffnungsrichtung wird der Verriegelungszapfen
87 nach unten verschoben, wobei der Verriegelungszapfen 87 durch einen Führungszapfen
88 in einer entsprechenden Aussparung des Aktivators 5"" geführt ist.
[0068] In den Figuren 35A und 35B ist die Laufschiene 3 weiter in Öffnungsrichtung bewegt
worden, wobei der Vorsprung 90 noch an dem Block 89 anliegt. Der Verriegelungszapfen
87 ist entlang der schräg nach unten verlaufenden Führung 64 nach unten verfahren
worden und hat nun den Block 89 freigegeben. Dadurch kann die Laufschiene 3 weiter
in Öffnungsrichtung bewegt werden und ist nun von dem Aktivator 5"" entkoppelt.
[0069] Die Figur 35A zeigt Aufnahmen 93 zur Fixierung des Kraftspeichers 8, ausgeführt als
Zugfeder, am Gehäuse 6"". In die gegenüberliegend in beiden Gehäuseteilen des Gehäuses
6"" angeordneten Aufnahmen 93 wird ein Bolzen 94 zur Fixierung des Kraftspeichers
8 am einen Ende eingesteckt. Der Bolzen 94 ist so ausgelegt, dass er zur Veränderung
der Kraft des als Zugfeder ausgeführten Kraftspeichers 8 auf verschiedenen Positionen
in die Aufnahmen 93 des Gehäuses 6"" eingesteckt werden kann. An dem Mitnehmer 11""
ist das andere Ende des Kraftspeichers 8 über einen Bolzen 95 festgelegt.
[0070] Für einen Schließvorgang wird dann die Laufschiene so weit in Schließrichtung bewegt,
bis der Block 89 an dem Vorsprung 90 anliegt, so dass der Aktivator 5"" ein Stück
in Schließrichtung bewegt wird, bis die in den Figuren 36A und 36B gezeigte Position
erreicht wird. In dieser Position ist der Block 89 zwischen dem Vorsprung 90 und dem
Verriegelungszapfen 87 wieder verriegelt und die Klinke 81 liegt an einem Vorsprung
des Mitnehmers 11"" an. Dadurch wird der Mitnehmer 11"" nun in Schließrichtung entlang
der Kurvenführung 7"" bewegt, bis der Mitnehmer 11"" mit dem Zapfen 12 an dem abgewinkelten
Endabschnitt 71 nach unten verschwenkt und dadurch verriegelt wird. Dann ist die in
den Figuren 33A und 33B gezeigte Position erreicht.
[0071] In Figur 37 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ausstoßmechanismus in der
montierten Position gezeigt.
[0072] Ein Schubelement 101 ist als Schubkasten ausgebildet und kann in einem Möbelkorpus
verfahrbar montiert werden. Hierfür ist eine Führungsschiene 102 einer Auszugsführung
vorgesehen, an der mindestens eine Laufschiene verfahrbar gelagert ist. Die Laufschiene
befindet sich in einer hohlen Seitenzarge 103 des Schubkastens und ein Boden 105 des
Schubkastens ist über mehrere Halter 106 an der Laufschiene festgelegt. Die Bewegungsrichtung
X des Schubelements 101 ist in den Zeichnungen mit Pfeilen gekennzeichnet.
[0073] An der Unterseite des Bodens 105 ist ein Gehäuse 107 montiert, das im Wesentlichen
aus zwei plattenförmigen Gehäuseteilen besteht, an der schlitzförmige Kurvenführungen
108, 109 und 110 ausgespart sind. In das Gehäuse 107 ragt ein stegförmiger Aktivator
116, der an dem Möbelkorpus oder der stationären Führungsschiene 102 festgelegt ist.
Der Aktivator 116 ist für eine bessere Übersichtlichkeit nur teilweise dargestellt.
[0074] Das Schubelement 101 ist über eine Einzugsvorrichtung 104 in einer Schließposition
gehalten, wobei solche Einzugsvorrichtungen 104 als Selbsteinzüge bekannt sind und
in kompakter Bauweise benachbart zu der Auszugsführung montiert werden können.
[0075] In Figur 38 ist die erfindungsgemäße Ausstoßvorrichtung in einer Schließposition
gezeigt. Die Einzugsvorrichtung 104 umfasst ein Einzugsgehäuse 140 mit einer Kurvenführung
141 mit einem abgewinkelten Endabschnitt 142. In der Einzugskurvenführung 141 ist
ein Einzugsmitnehmer 143 verfahrbar gelagert, der mit einem stegförmigen Einzugsaktivator
144 gekoppelt ist. Mit dem Einzugsgehäuse 140 ist ein Dämpfer 145 gekoppelt, weiterhin
befindet sich im Einzugsgehäuse 140 eine Feder zum Vorspannen des Einzugsmitnehmers
143 in Schließrichtung. Dadurch wird der an dem bewegbaren Schubelement 101 oder der
Laufschiene angeordnete Einzugsaktivator 144 in Schließrichtung vorgespannt. Die Einzugsvorrichtung
104 kann ferner einen Dämpfer aufweisen, um eine Schließbewegung vor Erreichen der
Schließbewegung abzubremsen.
[0076] In Figur 38 ist ferner der stegförmige Aktivator 116 erkennbar, der endseitig in
einer Aufnahme eines Mitnehmerschlittens 113 festgelegt ist. Der Mitnehmerschlitten
113 umfasst an der vom Aktivator 116 abgewandten Seite eine erste bewegbare Klinke
114 und eine zweite bewegbare Klinke 115, die federnd gelagert sind und in den Mitnehmerschlitten
113 eingedrückt werden können. In der Schließposition ist die zweite Klinke 115 in
Eingriff mit einem Mitnehmer 111, der über Zapfen in der ersten Kurvenführung 118
verfahrbar gelagert ist. Der Mitnehmer 111 ist über einen Kraftspeicher in Form einer
Zugfeder 112 in Öffnungsrichtung vorgespannt. Das von dem Mitnehmer 111 abgewandte
Ende der Feder 112 kann an dem Gehäuse 107 festgelegt sein. Der Mitnehmer 111 ist
an einem abgewinkelten Endabschnitt 171 der Kurvenführung 108 gegen die Kraft der
Feder 112 verrastbar. An dem gegenüberliegenden Ende der Kurvenführung 108 ist ebenfalls
ein abgewinkelter Endabschnitt 170 ausgebildet, an dem der Mitnehmer 111 verschwenkbar
ist.
[0077] Da der Mitnehmer 111 in der verrasteten Position ist, wirken auf das Gehäuse 107
über den Mitnehmerschlitten 113 keine Kräfte in Öffnungsrichtung. Die Einzugsvorrichtung
104 hält das Schubelement 101 in der geschlossenen Position.
[0078] In Figur 39 ist die Ausstoßvorrichtung beim Entriegeln des Mitnehmers 111 dargestellt.
Hierfür wird das Schubelement 101 in den Möbelkorpus eingedrückt, so dass die erste
Klinke 114 gegen einen verschwenkbaren Auswerferhebel 130 drückt. Der Auswerferhebel
130 ist um eine Achse 131 an dem Gehäuse 107 bewegbar gelagert. Ein Schenkel 132 des
Auswerferhebels 130 liegt an der Klinke 114 an, während der gegenüberliegende Schenkel
133 an dem Mitnehmer 111 anliegt. Durch Eindrücken des Schubelementes 101 wird der
Auswerferhebel 130 gegen den Uhrzeigersinn um die Achse 131 gedreht, so dass der Schenkel
133 den Mitnehmer 111 aus dem abgewinkelten Endabschnitt 171 der Kurvenführung 108
bewegt. Dadurch wird der Mitnehmer 111 entriegelt und nun durch die Kraft der Feder
112 entlang der Kurvenführung 108 gezogen. Der Mitnehmer 111 liegt mit einer Spitze
150 an einem Anschlag 151 des Mitnehmerschlittens 113 an, so dass der Mitnehmerschlitten
113 zusammen mit dem Mitnehmer 111 bewegt wird. Dadurch drückt eine integral ausgebildete
Wand 117 gegen den stationären Aktivator 116, so dass das Gehäuse 107 mitsamt dem
Schubelement 101 in Öffnungsrichtung bewegt wird.
[0079] In Figur 40 ist die Ausstoßvorrichtung in einer leicht geöffneten Position gezeigt.
Der Mitnehmer 111 befindet sich in einem mittleren Bereich der ersten Kurvenführung
108 und wird weiter durch die Feder 112 mit einer Kraft beaufschlagt. Dadurch wird
der Mitnehmerschlitten 113 ebenfalls nach rechts verfahren, wobei der Mitnehmerschlitten
113 entlang einer zweiten Kurvenführung 110 verfahrbar ist. Die Kurvenführung 110
ist linear ausgebildet und der Mitnehmerschlitten 113 bewegt sich daher über Führungsmittel
linear entlang des Gehäuses 107. An dem Mitnehmerschlitten 113 ist ferner ein bewegbarer
Anschlag 118 vorgesehen, der über einen Zapfen 119 in einer dritten Kurvenführung
109 verfahrbar ist. Die dritte Kurvenführung 109 ist geneigt zu der zweiten Kurvenführung
110 angeordnet, so dass der Anschlag 118 beim Bewegen des Mitnehmerschlittens 113
nach rechts in Figur 40 nach unten verfahren wird. Der Anschlag 118 ist dabei senkrecht
zur Bewegungsrichtung des Mitnehmerschlittens 113 in einem Langloch 120 verfahrbar
gehalten.
[0080] Bei der in Figur 40 gezeigten Position ist die Einzugsvorrichtung 104 von dem Einzugsaktivator
144 entkoppelt, da der Mitnehmer 143 entlang der Einzugskurvenführung 141 zu dem abgewinkelten
Endabschnitt 142 verfahren wurde und dort verschwenkt geparkt ist. Dadurch wird der
Einzugsaktivator 144 freigegeben und kann sich nun weiter unabhängig von dem Einzugsmitnehmer
143 in Öffnungsrichtung bewegen.
[0081] In Figur 41 ist die Ausstoßvorrichtung in einer Position gezeigt, bei der der Mitnehmer
111 den abgewinkelten Endabschnitt 170 erreicht hat und dadurch verschwenkt. In der
verschwenkten Position können die Klinke 115 und der Mitnehmerschlitten 113 sich unabhängig
von dem Mitnehmer 111 weiter nach rechts bewegen, so dass das Gehäuse 107 zusammen
mit dem Schubelement 101 in Öffnungsrichtung bewegt wird. Das Schubelement 101 wird
nun nicht mehr durch die Kraft der Feder 111 beschleunigt.
[0082] Der bewegbare Anschlag 118 wird weiter entlang der Kurvenführung 109 verfahren und
senkt sich weiter ab, wobei der Aktivator 116 noch in der Aufnahme zwischen dem bewegbaren
Anschlag 118 und der Wand 117 gehalten ist.
[0083] In Figur 42 ist die Ausstoßvorrichtung in einer Position gezeigt, in der der bewegbare
Anschlag 118 so weit nach unten verfahren wurde, dass der stegförmige Aktivator 116
freigegeben ist. Dadurch kann nun das Gehäuse 107 zusammen mit dem Mitnehmerschlitten
113 weiter in Öffnungsrichtung bewegt werden, also unabhängig von dem stationär angeordneten
Aktivator 116. Bei der weiteren Öffnungsbewegung gleitet die erste Klinke 114 über
den Mitnehmer 111 und wird kurzzeitig nach oben gegen die Kraft einer Feder eingedrückt
und verrastet hinter dem Mitnehmer 111 wieder, wobei an der Klinke 114 hierfür eine
entsprechende Anlaufschräge 124 ausgebildet ist.
[0084] In Figur 43 ist eine Position gezeigt, wenn das Schubelement 101 wieder in Schließrichtung
bewegt wird. Zunächst greift die Klinke 114 an dem Mitnehmer 111 an und zieht diesen
aus der geparkten Position an dem abgewinkelten Endabschnitt 170 heraus, wobei der
Mitnehmer 111 gegen die Kraft der Feder 112 entlang der Kurvenführung 108 bewegt wird.
Dabei ist der Mitnehmerschlitten 113 mit der Wand 117 an dem Aktivator 116 abgestützt,
so dass der Mitnehmerschlitten 113 entlang der Kurvenführung 110 verfahren wird.
[0085] In Figur 44 ist eine Position der Ausstoßvorrichtung vor Erreichen der Schließposition
gezeigt. Der Mitnehmerschlitten 113 ist so weit entlang der Kurvenführung 110 verfahren,
dass der bewegbare Anschlag 118 wieder rückseitig zu dem Aktivator 116 angeordnet
ist und dieser nun zwischen dem Anschlag 118 und der Wand 117 gehalten ist. Die erste
Klinke 114 hat den Mitnehmer 111 so weit entlang der Kurvenführung 108 verfahren,
dass die Feder 112 weitgehend gespannt ist. In der gezeigten Position greift nun der
Einzugsaktivator 144 an dem Einzugsmitnehmer 143 an, so dass dieser entriegelt wird
und die Einzugsvorrichtung 104 aktiviert wird.
[0086] In Figur 45 ist die Ausstoßvorrichtung vor Erreichen der Schließposition gezeigt,
wenn der Mitnehmer 111 den abgewinkelten Endabschnitt 171 erreicht hat und nun gegen
die Kraft der Feder 112 verrastet wird. Dadurch verschwenkt der Mitnehmer 111 und
die erste Klinke 114 kann nun über den Mitnehmer 111 hinwegbewegt werden. Der Mitnehmerschlitten
113 wird nun weiter entlang der zweiten Kurvenführung 110 bewegt, wobei nun die Einzugsvorrichtung
104 das Schubelement 101 in Schließrichtung zieht, so dass dieses nach dem Spannen
der Feder 112 und Verrasten des Mitnehmers 111 ohne weiteren Krafteinsatz durch den
Benutzer bewegt werden kann. Das Schubelement 101 fährt somit selbsttätig ein.
[0087] In Figur 46 ist die Ausstoßvorrichtung kurz vor Erreichen der Schließposition gezeigt.
Die zweite Klinke 115 gleitet nun mit einer Anlaufschräge über den Mitnehmer 111.
Der Mitnehmerschlitten 113 wird noch durch die Einzugsvorrichtung 104 in Schließrichtung
bewegt.
[0088] In Figur 47 ist die Schließposition gezeigt, in der die zweite Klinke 115 hinter
der Spitze 151 des Mitnehmers 111 verrastet ist. Die Klinke 115 ist ebenfalls federnd
an dem Mitnehmerschlitten 113 gelagert. Der bewegbare Anschlag 118 ist durch die Bewegung
entlang der Kurvenführung 109 und in dem Langloch 120 wieder ausgefahren und der Aktivator
116 ist daher zwischen dem bewegbaren Anschlag 118 und der Wand 117 eingefasst. Ein
Federpuffer 122 verhindert, dass die Ausstoßvorrichtung nach dem Schließvorgang ungewollt
erneut einen Öffnungsvorgang einleitet. Weiterhin wird über den Federpuffer 122 der
Blendenspalt generiert, um ein Auslösen der Ausstoßvorrichtung durch Druck in Schließrichtung
zu ermöglichen.
[0089] Bei der Entriegelung wurde das Schubelement 101 in den Möbelkorpus eingedrückt, so
dass eine Entriegelung des Mitnehmers 111 über den Auswerferhebel 130 erfolgt ist.
Es ist allerdings auch möglich, den Mitnehmer 111 durch Ziehen an dem Schubelement
zu entriegeln, da dann der Mitnehmer 111 aus dem abgewinkelten Endabschnitt 171 herausgezogen
wird und dann ohne Bewegung des Auswerferhebels 130 die in Figur 28 gezeigte Position
gezeigt werden kann. Der Mitnehmer 111 befindet sich wieder in einem mittleren Abschnitt
der Kurvenführung 108 und ist entriegelt. Im Übrigen erfolgt der Auswerfvorgang und
das nachfolgende Schließen wie dies oben beschrieben ist.
[0090] Die erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtungen sind mit allen linear verschiebbaren Möbelteilen
einsetzbar, beispielsweise mit Schiebetüren.
Bezugszeichenliste
[0091]
- 1
- Auszugsführung
- 1'
- Auszugsführung
- 1"
- Auszugsführung
- 1'"
- Auszugsführung
- 1""
- Auszugsführung
- 2
- Führungsschiene
- 3
- Laufschiene
- 5
- Aktivator
- 5'
- Aktivator
- 5"
- Aktivator
- 5"'
- Aktivator
- 5""
- Aktivator
- 6
- Gehäuse
- 6'
- Gehäuse
- 6"
- Gehäuse
- 6""
- Gehäuse
- 7
- Kurvenführung
- 7'
- Kurvenführung
- 7"
- Kurvenführung
- 7"'
- Kurvenführung
- 7""
- Kurvenführung
- 8
- Kraftspeicher
- 8'
- Kraftspeicher
- 9
- Halterung
- 10
- Zapfen
- 11
- Mitnehmer
- 11'
- Mitnehmer
- 11"
- Mitnehmer
- 11'"
- Mitnehmer
- 11""
- Mitnehmer
- 12
- Zapfen
- 13
- Mittelschiene
- 14
- Aufnahme
- 14"
- Aufnahme
- 16
- Steg
- 16'
- Vorsprung
- 16"
- Vorsprung
- 16"'
- Vorsprung
- 16""
- Vorsprung
- 17
- Steg
- 18
- Vorsprung
- 18'
- Anlaufschräge
- 18"
- Anschlagsfläche
- 18"'
- Anschlagsfläche
- 18""
- Anschlagsfläche
- 19
- Langloch
- 20
- Schraube
- 20'
- Schraube
- 21
- Anlagefläche
- 21'
- Anlagefläche
- 22
- Anlagefläche
- 22'
- Haken
- 25
- Hebel
- 26
- Achse
- 27
- Anschlagkante
- 30
- Steg
- 31
- Anschlag
- 31""
- Anschlag
- 32
- Halterung
- 32""
- Halterung
- 40
- Steg
- 41
- Aktivator
- 42
- Mitnehmer
- 43
- Kurvenführung
- 44
- Selbsteinzug
- 45
- Kurvenführung
- 46
- Halterung
- 47
- Fixierung
- 48
- Bolzen
- 49
- Dämpfer
- 50
- Schubkasten
- 51
- Boden
- 52
- Halter
- 53
- Seitenzarge
- 55
- Anlaufschräge
- 56
- Anlaufschräge
- 60
- Gehäuse
- 64
- Führung/Aussparung
- 65
- Kurvenführung
- 66
- Ausnehmung
- 70
- Endabschnitt
- 70"'
- Schräge
- 70""
- Schräge
- 71
- Endabschnitt
- 80
- Klinke
- 81
- Klinke
- 82
- Anlaufschräge
- 83
- Aufnahme
- 84
- Aussparung
- 85
- Aufnahme
- 87
- Verriegelungszapfen
- 88
- Führungszapfen
- 89
- Block/Halter
- 90
- Vorsprung/Anschlag
- 91
- Hebel
- 92
- Hebel
- 93
- Aufnahmen
- 94
- Bolzen
- 95
- Bolzen
- 101
- Schubelement
- 102
- Führungsschiene
- 103
- Seitenzarge
- 104
- Einzugsvorrichtung
- 105
- Boden
- 106
- Halter
- 107
- Gehäuse
- 108
- Kurvenführungen
- 109
- Kurvenführungen
- 110
- Kurvenführungen
- 111
- Mitnehmer
- 112
- Zugfeder
- 113
- Mitnehmerschlitten
- 114
- Klinke
- 115
- Klinke
- 116
- Aktivator
- 117
- Wand
- 118
- Kurvenführung
- 118
- Anschlag
- 119
- Zapfen
- 120
- Langloch
- 122
- Federpuffer
- 124
- Anlaufschräge
- 130
- Auswerferhebel
- 131
- Achse
- 132
- Schenkel
- 133
- Schenkel
- 140
- Einzugsgehäuse
- 141
- Kurvenführung
- 142
- Endabschnitt
- 143
- Einzugsmitnehmer
- 144
- Einzugsaktivator
- 145
- Dämpfer
- 150
- Spitze
- 151
- Anschlag
- 170
- Endabschnitt
- 171
- Endabschnitt
- 180
- Bolzen
- 181
- Haltesteg
- 182
- Verstellleiste
1. Ausstoßmechanismus, insbesondere für bewegbare Möbelteile, mit einer Kurvenführung
(7, 7', 7", 7"', 7""), entlang der ein Mitnehmer (11, 11', 11", 11'", 11"") verfahrbar
ist, wobei der Mitnehmer (11, 11', 11 ", 11'", 11"") durch mindestens einen Kraftspeicher
(8, 8') in eine Richtung vorgespannt ist, und an der Kurvenführung (7, 7', 7", 7"',
7"") mit gespanntem Kraftspeicher (8, 8') in einer Schließposition verrastbar ist,
und einem mit dem Mitnehmer (11, 11', 11", 11"', 11"") zumindest in der Schließposition
koppelbaren Aktivator (5, 5', 5", 5"', 5""), wobei der Aktivator (5, 5", 5"', 5"")
relativ zu der Kurvenführung (7, 7", 7"', 7"") oder die Kurvenführung (7') relativ
zum Aktivator (5') bewegbar ist, wobei in der Schließposition der Mitnehmer (11, 11',
11 ", 11'", 11"") über eine Relativbewegung des Aktivators (5, 5", 5"', 5"") relativ
zu der Kurvenführung (7, 7", 7"', 7"") oder über eine Relativbewegung der Kurvenführung
(7') relativ zum Aktivator (5') entriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (5, 5', 5", 5"', 5"") und / oder die Kurvenführung (7, 7', 7", 7"',
7"") zum Entriegeln des Mitnehmers (11, 11', 11", 11'", 11"") sowohl in eine erste
Richtung als auch eine entgegengesetzte zweite Richtung bewegbar ist.
2. Ausstoßmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (11, 11', 11", 11'", 11"") aus der Schließposition durch die Relativbewegung
zwischen Aktivator (5, 5', 5", 5"', 5"") und Kurvenführung (7, 7', 7", 7"', 7"") verschwenkbar
ist.
3. Ausstoßmechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (5, 5', 5", 5"', 5"") eine erste Anlagefläche (16, 16', 16", 16"',
16"") zum Entriegeln des Mitnehmers (11, 11', 11 ", 11'", 11"") durch eine Bewegung
in die erste Richtung und eine zweite von der ersten Anlagefläche (16, 16', 16", 16"',
16"") beabstandete Anlagefläche (18, 18', 18", 18"', 18"") zum Entriegeln des Mitnehmers
(11, 11', 11 ", 11 "', 11"") durch eine Bewegung in die zweite Richtung aufweist.
4. Ausstoßmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (11, 11', 11'", 11"") zwei voneinander beabstandete Zapfen (10, 12)
aufweist, die in die nutförmige Kurvenführung (7, 7', 7"', 7"") eingreifen.
5. Ausstoßmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenführung (7, 7', 7", 7"', 7"") mindestens einen abgebogenen Endabschnitt
(70, 70"', 70"', 71) aufweist, an dem der Mitnehmer (11, 11') in der Schließposition
verrastbar ist.
6. Ausstoßmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (5, 5", 5"') den Mitnehmer (11, 11", 11'"') im Wesentlichen U-förmig
umgreift.
7. Ausstoßmechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (5, 5"') einen Haken aufweist, an dem die erste und die zweite Anlagefläche
(16', 16'", 18', 18"') ausgebildet sind.
8. Ausstoßmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein durch den Aktivator (5, 5", 5"', 5"") und/oder die Kurvenführung bewegbarer
Hebel (25) vorgesehen ist, mittels dem der Mitnehmer (11, 11", 11'", 11"") entriegelbar
ist.
9. Ausstoßmechanismus nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (25) drehbar an einem Gehäuse (6", 6"', 6"") gelagert ist, in dem die Kurvenführung
(7", 7"', 7"") ausgebildet ist.
10. Auszugsführung, insbesondere für Schubkästen, mit einer an einem Möbelkorpus montierbaren
Führungsschiene und einer verfahrbar gelagerten Laufschiene (3), gekennzeichnet durch einen Ausstoßmechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
11. Auszugsführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivator (5, 5') in Bewegungsrichtung der Laufschiene (3) verstellbar an der
Laufschiene (3) fixiert ist.
12. Auszugsführung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenführung (7, 7", 7'") an der Führungsschiene (2) festgelegt ist.
13. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein elastischer Anschlag (31, 31', 31"") vorgesehen ist, um die Laufschiene (3) mit
dem Aktivator (5, 5', 5"") in der Schließposition zu begrenzen.
14. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämpfer vorgesehen ist, um die Laufschiene (3) vor Erreichen der Schließposition
abzubremsen.
15. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktivator (5, 5', 5") an der Laufschiene (3) verschwenkbar und/oder verschiebbar
gelagert ist und mit dem Mitnehmer (11, 11', 11") verrastbar ist.
16. Ausstoßsystem, mit einem ersten und einem zweiten Ausstoßmechanismus nach einem der
vorhergehenden Ansprüche 1-9, die über ein bewegbares Möbelteil (50) miteinander verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Entriegelung des Mitnehmers (11, 11', 11", 11'", 11"") des ersten Ausstoßmechanismus
auch der Mitnehmer (11, 11', 11", 11"', 11"") des zweiten Ausstoßmechanismus aus der
verrasteten Schließposition entriegelt wird.
1. An ejection mechanism, in particular for movable furniture parts, having a curve guide
(7, 7', 7", 7"', 7""), along which a driver (11, 11', 11", 11"', 11"") is movable,
the driver (11, 11', 11", 11"', 11"") being pre-tensioned in one direction by at least
one force accumulator (8, 8'), and being able to be latched on the curve guide (7,
7', 7", 7"', 7"") with tensioned force accumulator (8, 8') in a closed position, and
an activator (5, 5', 5", 5"', 5""), which can be coupled to the driver (11, 11', 11",
11"', 11"") at least in the closed position, the activator (5, 5", 5"', 5"") being
movable relative to the curve guide (7, 7', 7", 7"', 7"") or the curve guide (7')
being movable relative to the activator (5'), whereby in the closed position, the
driver (11, 11', 11", 11"', 11"") is unlockable via a relative movement of the activator
(5, 5", 5"', 5"") relative to the curve guide (7, 7', 7", 7"', 7"") or via a relative
movement of the curve guide (7') relative to the activator (5'), characterized in that the activator (5, 5', 5", 5"', 5"") and/or the curve guide (7, 7', 7", 7"', 7"")
are movable both in a first direction and also an opposing second direction to unlock
the driver (11, 11', 11", 11'", 11"").
2. The ejection mechanism according to Claim 1, characterized in that the driver (11, 11', 11", 11"', 11"") is pivotable out of the closed position by
the relative movement between activator (5, 5', 5", 5'", 5"") and curve guide (7,
7', 7", 7"', 7"").
3. The ejection mechanism according to Claim 1 or 2, characterized in that the activator (5, 5', 5", 5"', 5"") has a first contact surface (16, 16', 16", 16"',
16"") for unlocking the driver (11, 11', 11", 11"', 11"") through a movement in the
first direction and a second contact surface (18, 18', 18", 18"', 18""), which is
spaced apart from the first contact surface (16, 16', 16", 16"', 16""), for unlocking
the driver (11, 11', 11", 11"', 11"") through a movement in the second direction.
4. The ejection mechanism according to one of Claims 1 to 3, characterized in
that the driver (11, 11', 11", 11"', 11"") has two pins (10, 12) spaced apart from one
another, which engage in the grooved curve guide (7, 7', 7", 7"', 7"").
5. The ejection mechanism according to one of Claims 1 to 4, characterized in
that the curve guide (7, 7', 7", 7"', 7"") has at least one bent-over end section (70,
70"', 70"', 71), on which the driver (11, 11') can be latched in the closed position.
6. The ejection mechanism according to one of Claims 1 to 5, characterized in
that the activator (5, 5", 5"') encloses the driver (11, 11", 11"') essentially in a U
shape.
7. The ejection mechanism according to Claim 3, characterized in that the driver (5, 5"') has a hook, on which the first and the second contact surfaces
(16', 16"', 18', 18"') are implemented.
8. The ejection mechanism according to one of Claims 1 to 7, characterized in
that at least one lever (25), which is movable by the activator (5, 5", 5"', 5"") and/or
the curve guide, is provided, by means of which the driver (11, 11", 11"', 11"") is
unlockable.
9. The ejection mechanism according to Claim 8, characterized in that the lever (25) is mounted so it is rotatable on a housing (6", 6"', 6""), in which
the curve guide (7", 7"', 7"") is implemented.
10. A pullout guide, in particular for drawers, having a guide rail installable on a furniture
body and a movably mounted slide rail (3), characterized by an ejection mechanism according to one of the preceding claims.
11. The pullout guide according to Claim 10, characterized in that the activator (5, 5') is fixed so it is adjustable on the slide rail (3) in the movement
direction of the slide rail (3).
12. The pullout guide according to Claim 10 or 11, characterized in that the curve guide (7, 7", 7"') is fixed on the guide rail (2).
13. The pullout guide according to one of Claims 10 to 12, characterized in that an elastic stop (31, 31', 31"") is provided, in order to limit the slide rail (3)
with the activator (5, 5', 5"") in the closed position.
14. The pullout guide according to one of Claims 10 to 13, characterized in that a damper is provided, in order to brake the slide rail (3) before reaching the closed
position.
15. The pullout guide according to one of Claims 10 to 14, characterized in that an activator (5, 5', 5") is mounted so it is pivotable and/or displaceable on the
slide rail (3) and can be latched with the driver (11, 11', 11").
16. An ejection system, having a first and a second ejection mechanism according to one
of claims 1 to 9, which are connected to one another via a movable furniture part
(50), characterized in that upon unlocking of the driver (11, 11', 11", 11'", 11"") of the first ejection mechanism,
the driver (11, 11', 11", 11'", 11"") of the second ejection mechanism is also unlocked
from the latched closed position.,
1. Mécanisme d'extraction en particulier pour des parties de meuble mobiles comprenant
un guidage à cames (7, 7', 7", 7"', 7"") le long duquel peut être déplacé un élément
d'entraînement (11, 11', 11", 11'", 11 ""), cet élément d'entraînement (11, 11', 11
", 11'", 11 "") étant précontraint dans une direction par au moins un accumulateur
de force (8, 8'), et pouvant être encliqueté sur le guidage à cames (7, 7', 7", 7"',
7"") dans une position de fermeture lorsque l'accumulateur de force (8, 8') est tendu,
ainsi qu'un activateur (5, 5', 5", 5'"', 5"") pouvant être couplé à l'élément d'entraînement
(11, 11', 11", 11'", 11"") au moins dans la position de fermeture, l'activateur (5,
5", 5'"', 5"") pouvant être déplacé par rapport au guidage à cames (7, 7", 7"', 7"")
ou le guidage à cames (7') pouvant être déplacé par rapport à l'activateur (5'), dans
la position de fermeture, l'élément d'entraînement (11, 11', 11 ", 11'", 11 "") pouvant
être déverrouillé par un déplacement relatif de l'activateur (5, 5", 5'", 5"") par
rapport au guidage à cames (7, 7", 7"', 7"") ou par un déplacement relatif du guidage
à cames (7') par rapport à l'activateur (5'),
caractérisé en ce que
l'activateur (5, 5', 5", 5"', 5"") et/ou le guidage à cames (7, 7', 7", 7"', 7"")
peut(peuvent) être déplacé(s) pour permettre de déverrouiller l'élément d'entraînement
(11, 11', 11", 11'", 11"") aussi bien dans une première direction que dans une seconde
direction opposée à celle-ci.
2. Mécanisme d'extraction conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément d'entraînement (11, 11', 11", 11'", 11"") peut être extrait par pivotement
de la position de fermeture par un déplacement relatif entre l'activateur (5, 5',
5", 5'", 5"") et le guidage à cames (7, 7', 7", 7'", 7"").
3. Mécanisme d'extraction conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'activateur (5, 5', 5", 5'"', 5"") comprend une première surface d'appui (16, 16',
16", 16"', 16"") pour permettre de déverrouiller l'élément d'entraînement (11, 11',
11", 11'", 11"") par déplacement dans une première direction et une seconde surface
d'appui (18, 18', 18", 18'", 18"") située à distance de la première surface d'appui
(16, 16', 16", 16"', 16"") pour permettre de déverrouiller l'élément d'entraînement
(11, 11', 11", 11'", 11"") par déplacement dans la seconde direction.
4. Mécanisme d'extraction conforme à l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'élément d'entraînement (11, 11', 11'", 11 "") comprend deux tourillons (10, 12)
situés à distance l'un de l'autre qui viennent en prise dans le guidage à cames (7,
7', 7"', 7"") qui est en forme de rainure.
5. Mécanisme d'extraction conforme à l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le guidage à cames (7, 7', 7", 7'", 7"") comprend au moins un segment d'extrémité
courbe (70, 70"', 70"', 71) sur lequel peut être encliqueté l'élément d'entraînement
(11, 11') dans la position de fermeture.
6. Mécanisme d'extraction conforme à l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'activateur (5, 5", 5'") vient en prise autour de l'élément d'entraînement (11, 11
", 11'") essentiellement selon la forme d'un U.
7. Mécanisme d'extraction conforme à la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'élément d'entraînement (5, 5"') comprend un crochet sur lequel sont formées la première
et la seconde surfaces d'appui (16', 16"', 18', 18"').
8. Mécanisme d'extraction conforme à l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'
il est prévu au moins un levier (25) pouvant être déplacé par l'activateur (5, 5",
5'", 5"") et/ou par le guidage à cames et au moyen duquel l'élément d'entraînement
(11, 11 ", 11'", 11 "") peut être déverrouillé.
9. Mécanisme d'extraction conforme à la revendication 8,
caractérisé en ce que
le levier (25) est monté mobile en rotation sur un boîtier (6", 6"', 6"") dans lequel
est formé le guidage à cames (7", 7"', 7"").
10. Guidage de déploiement, en particulier pour des tiroirs comprenant un rail de guidage
pouvant être monté sur un corps de meuble et un rail de roulement (3) monté mobile,
caractérisé par
un mécanisme d'extraction conforme à l'une des revendications précédentes.
11. Guidage de déploiement conforme à la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'activateur (5, 5') est fixé sur le rail de roulement (3) en pouvant être réglé dans
la direction de déplacement de ce rail.
12. Guidage de déploiement conforme à la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
le guidage à cames (7, 7", 7"') est fixé sur le rail de guidage (2).
13. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications 10 à 12,
caractérisé en ce qu'
il est prévu une butée élastique (31, 31', 31 "") pour permettre de limiter le rail
de roulement (3) avec l'activateur (5, 5', 5"") dans la position de fermeture.
14. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications 10 à 13,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un amortisseur pour permettre de freiner le rail de roulement (3) avant
d'avoir atteint la position de fermeture.
15. Guidage de déploiement conforme à l'une des revendications 10 à 14,
caractérisé en ce qu'
un activateur (5, 5', 5") est monté mobile en pivotement et/ou en coulissement sur
le rail de roulement (3) et peut être encliqueté avec l'élément d'entraînement (11,
11', 11").
16. Système d'extraction comprenant un premier et un second mécanismes d'extraction conforme
à l'une des revendications 1 à 9, qui sont reliés par l'intermédiaire d'une partie
de meuble mobile (50),
caractérisé en ce que
lors d'un déverrouillage de l'élément d'entraînement (11, 11', 11 ", 11'", 11"") du
premier mécanisme d'extraction, l'élément d'entraînement (11, 11', 11", 11'", 11 "")
du second mécanisme d'extraction est également déverrouillé et extrait de la position
de fermeture encliquetée.
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