[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Betonierungs-Schaltafel, die mit ihrer Frontseite
eine Schalungsfläche bietet.
[0002] Ein besonders weit verbreiteter Typ von Betonierungs-Schaltafel ist die so genannte
Rahmenschalung. Eine Rahmenschalung besteht meist aus einem rechteckigen Rahmen aus
metallischen Trägern, der durch in Längsrichtung und/oder Querrichtung verlaufende
Zwischenträger weiter versteift ist, und einer mit dem Rahmen verbundenen Schalhaut,
typischerweise aus einer Sperrholzplatte. Die genannten Träger sind miteinander verschweisst.
Die tragende Funktion bzw. Tragstruktur der Schaltafel wird im wesentlichen von dem
ggf. versteiften Rahmen übernommen bzw. gebildet, wohingegen die Schalhaut mit ihrer
einen Seite die Schalungsfläche bildet, ohne wesentlich Tragfunktion zu übernehmen.
[0003] Die bekannten Rahmenschalungen haben ein vergleichsweise hohes Gewicht pro Quadratmeter
Schalungsfläche. Da am Bau Rahmenschalungen in unterschiedlichen Formaten benötigt
werden, müssen diese unterschiedlichen Formate in jeweils mindestens der benötigten
Anzahl an die Baustelle geliefert und dort bis zum Einsatz gelagert werden. Infolgedessen
gestaltet sich die Logistik aufwändig, was ganz besonders auch für seltener benötigte
Formate gilt. Beim Hersteller der Rahmenschalungen zeigen sich analoge Erschwernisse.
Insbesondere muss eine erhebliche Vielzahl unterschiedlicher Rahmenschalungs-Formate
in unterschiedlicher Weise gefertigt werden.
[0004] Wenn eine herkömmliche Rahmenschalung an irgendeiner Stelle in funktionsbeeinträchtigender
Weise beschädigt ist, muss sie entweder verschrottet oder in das Herstellerwerk zur
Reparatur zurückgebracht werden. Bei Schäden am Rahmen müssen beschädigte Bereiche
herausgetrennt und durch neu eingeschweißte Bestandteile ersetzt werden. All dies
ist zeit- und kostenaufwändig.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betonierungs-Schaltafel verfügbar
zu machen, die rationeller in unterschiedlichen Formaten herstellbar ist. Die erfindungsgemäße
Schaltafel ist auch bei Beschädigungen leichter reparierbar als herkömmliche Rahmenschalungen,
sei es an der Baustelle oder im Herstellerwerk. Viele Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Schaltafel haben das Potential, wirtschaftlicher und leichter pro Quadratmeter Schalungsfläche
zu sein als herkömmliche Rahmenschalungen.
[0006] In Lösung dieser Aufgabe ist gemäß Anspruch 1 Gegenstand der Erfindung eine Betonierungs-Schaltafel
(2), die mit ihrer Frontseite eine Schalungsfläche (8) bietet, mit folgenden Merkmalen:
- (a) die Schaltafel (2) ist aus Schaltafelelementen (4; 6) zusammengesetzt;
- (b) zu den Schaltafelelementen gehören ein erster Randträger (4) und ein zweiter Randträger
(4), die längs zweier gegenüberliegender Ränder der Schaltafel (2) verlaufen;
- (c) zu den Schaltafelelementen gehören Füllelemente (6) aus Kunststoff, die sich jeweils
von dem ersten Randträger (4) zu dem zweiten Randträger (4) erstrecken; und
- (d) die Füllelemente (6) sind sowohl Bestandteil der Tragstruktur der Schaltafel (2),
als auch, jeweils mit ihrer Frontseite, Bestandteil der Schalungsfläche (8) der Schaltafel
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (6) jeweils mittels Schrauben (40),
Nieten oder Zusammenklemmelementen lösbar mit dem ersten Randträger (4) und dem zweiten
Randträger (4) verbunden sind, wobei in Richtung der Bauhöhe (h) der Schaltafel (2)
wirksame Mittel (10, 12, 120) zur formschlüssigen Festlegung der jeweiligen Relativposition
von Füllelement (6) und Randträger (4) vorhanden sind.
[0007] Eine Betonierungs-Schaltafel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist
sowohl aus
CH 679 230 A5 als auch aus
JP 6 212785 A bekannt. Bei der
CH 679 230 A5 ist Nichts darüber ausgesagt, wie die dortigen Kunststoff-Schalbretter mit dem Rahmen
der Schaltafel verbunden sind. Bei der
JP 6 212785 A sind die Kunststoff-Füllelemente an die Randträger angenagelt.
[0008] Aus der
DE 801 473 C ist eine Betonierungs-Schaltafel bekannt, die aus einem rechteckigen Rahmen aus metalischen
Randträgern und metallischen Füllelementen aufgebaut ist. Die Füllelemente sind jeweils
an ihren Querenden mit zwei Randträgern verschweißt. Es ist die Möglichkeit beschrieben,
dass außerdem ein abgebogener Rand des betreffenden Randträgers in eine Ausklinkung
in einen abgebogenen Längsrand des jeweiligen Füllelements ragen kann.
[0009] Aufgrund der Erfindung ist es möglich, ein Spektrum von unterschiedlichen Schaltafelformaten
aus einer vergleichsweise geringen Anzahl unterschiedlicher Schaltafelelemente zusammenzubauen.
Insbesondere ist es möglich, Randträger in wenigen unterschiedlichen Standardlängen
herzustellen, Füllelemente in nur einer oder in einer geringen Anzahl unterschiedlicher
Standardlänge(n) (die Füllelementlänge erstreckt sich bei zusammengebauter Schaltafel
rechtwinklig zur Längserstreckung der Randträger) herzustellen und aus diesen Schaltafelelementen
die konkret gewünschten Schaltafelformate in gewünschter Anzahl zusammenzubauen. Mehrere
unterschiedliche Füllelementbreiten (wobei sich die Füllelementbreite bei zusammengebauter
Schaltafel in Längsrichtung der Randträger erstreckt) sind in den meisten Fällen nicht
erforderlich, aber möglich. "Lösbar miteinander verbunden" bedeutet, dass man die
betreffenden Schaltafelelemente, vorzugsweise mit einfachem Werkzeug, wieder demontieren
kann, ohne einen Randträger materialtrennend in mehrere Stücke zu zertrennen und ohne
ein Füllelement materialtrennend in mehrere Stücke zu zertrennen. Es müssen lediglich
die lösbaren Verbindungsmittel jeweils zwischen einem Füllelement und einem Randträger
gelöst werden. Die Ausdrucksweise "die Füllelemente sind ... Bestandteil der Schalungsfläche
der Schaltafel" soll nicht ausschließen, dass die Füllelemente von einer dünnen Folie
oder einem Papier als schützende und verschleißhemmende Lage überdeckt sind, die lediglich
eine untergeordnete Hilfsfunktion hat. Da die Füllelemente sowohl Bestandteil der
Tragstruktur als auch Bestandteil der Schalungsfläche der Schaltafel sind, ergibt
sich ein grundsätzlicher, konstruktiver Gewichtsvorteil der erfindungsgemäßen Schaltafel
im Vergleich zu herkömmlichen Rahmenschalungen.
[0010] Im Rahmen der Erfindung kann man den Zusammenbau der erfindungsgemäßen Schaltafel
aus den Schaltafelelementen insbesondere entweder im Herstellerwerk vornehmen, oder
in einem ein größeres Territorium (z. B. 10 bis 20 Zentren für Europa) bedienenden
Zentrum vornehmen, oder an der Baustelle vornehmen, insbesondere im Fall einer Baustelle,
die eine große Anzahl von Schaltafeln benötigt. Entsprechendes gilt für die Demontage
von Schaltafeln, entweder weil man aus vorliegenden Formaten andere Formate erzeugen
will oder weil Beschädigungen zu beheben sind.
[0011] In den meisten Fällen sind bei der erfindungsgemäßen Schaltafel die Randträger länger
als die Füllelemente (mit einer sich rechtwinklig zu den zwei Randträgern erstreckenden
Länge), so dass die Randträger die längere Längsdimension der Schaltafel überbrücken
und die Füllelemente die kürzere Querdimension der Schaltafel überbrücken. Die Füllelemente
müssen insofern nur ein geringeres Biegemoment zwischen dem ersten und dem zweiten
Ende ihrer Länge aufnehmen als die Randträger, weshalb vorzugsweise die Randträger
so ausgebildet sind, dass sie ein höheres Biegemoment aufnehmen können als die Füllelemente.
Es ist allerdings möglich, insbesondere bei seltener vorkommenden Formaten mit Randträgern
zu arbeiten, die kürzer sind als die Füllelemente. Wenn eine Gesamtschalung nicht
aus den Standard-Randträgerlängen, der bzw. den Standard-Füllelementlänge(n) und der
bzw. den Standard-Füllelementbreite(n) zusammenbaubar ist, kann man z. B. zwischen
benachbarte Schaltafeln - in Richtung der Randträger verlaufend und/oder rechtwinklig
zu der Richtung der Randträger verlaufend - Zwischenelemente zwischen benachbarte
Schaltafeln einfügen.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Betonierungs-Schaltafel sind die Füllelemente mittels mechanischer
Verbindungselemente mit den zwei Randträgern verbunden sind, wobei im Anspruch 1 Schrauben,
Nieten oder Zusammenklemmelemente angegeben sind. Die Schrauben können auch Schrauben
mit selbstschneidendem Gewinde sein.Zum Lösen von Nieten kann man z. B. den Nietkopf
mit einer Schneidzange von dem restlichen Niet abtrennen.
[0013] Man kann die Schaltafel so ausbilden, dass auch ein Randträger oder auch beide Randträger
in mehr oder weniger großem Ausmaß an ihrer Frontseite Bestandteil der Schalungsfläche
der Schaltafel sind. Die Ausführungsbeispiele werden dieses Merkmal noch besser veranschaulichen.
Andererseits ist es möglich, dass die Füllelemente einen Randträger oder die beiden
Randträger an der Frontseite in mehr oder weniger großem Ausmaß überdecken, vorzugsweise
gänzlich überdecken. Auf diese Weise kann man zu einer Ausbildung kommen, bei der
die Schalungsfläche der Schaltafel im wesentlichen ausschließlich von den Füllelementen
bereitgestellt wird, so dass es keine Stöße zwischen Randträger und Füllelement-Stirnseite
gibt, die sich möglicherweise im fertigen Beton abzeichnen, und so dass sich die Schaltafeln
leichter vom verfestigten Beton wegnehmen lassen.
[0014] Die Mittel zur formschlüssigen Festlegung der jeweiligen Relativposition von Füllelement
und Randträger sind vorzugsweise in Form von jeweils einer sich längs des betreffenden
Randträgers erstreckenden Eckausnehmung, in der jeweils ein Randbereich des betreffenden
Füllelements aufgenommen ist, oder vorzugsweise in Form von jeweils sich in Querrichtung
des betreffenden Füll-elements erstreckender Eckausnehmung, in der jeweils ein Randbereich
des betreffenden Randträgers aufgenommen ist, vorhanden. Man kann die Ausbildung so
vornehmen, dass die Frontseite des betreffenden Füllelements ohne Stufe bzw. versatzfrei
in die Frontseite des betreffenden Randträgers übergeht. Vorzugsweise haben die zwei
Randträger und die Füllelemente alle im wesentlichen die gleiche Bauhöhe. Dies führt
zu optimaler Materialausnutzung und guter Stapelbarkeit der Schaltafeln.
[0015] Vorzugsweise haben die zwei Randträger jeweils einen Querschnitt nach Art eines Doppel-T-Profils.
Doppel-T-Profile haben eine besonders gute Materialausnutzung. Man hat es in der Hand,
die beiden Flansche des Profils in ihrer Materialdicke und in ihrer Breite so auszubilden,
dass das Profil das gewünschte Widerstandsmoment gegen Biegung hat. Bei einigen Ausbildungsfällen
ist es eine günstige Möglichkeit, den mittleren Steg des Profils als hohlen Steg auszubilden,
so dass der Querschnitt des Profils sich mehr einem Rechteck, ggf. mit verbreitertem
Kopf und verbreitertem Fuß, annähert.
[0016] Vorzugsweise sind die zwei Randträger jeweils an ihrer den Füllelementen zugewandten
Seite mit einem Längsvorsprung ausgebildet, der für das Untergreifen mit einem Verbindungsschloss
zum Verbinden von zwei benachbarten Schaltafeln ausgebildet ist. Alternativ sind vorzugsweise
die Randträger jeweils mit einer Reihe von Eingriffsöffnungen ausgebildet, die jeweils
für das Hineingreifen mit einer Klaue eines Verbindungsschlosses zum Verbinden von
zwei benachbarten Schaltafeln ausgebildet sind. Dieser Längsvorsprung bzw. diese Eingriffsöffnungen
sitzen vorzugsweise benachbart der Rückseite der Schaltafel. Bei derart ausgebildeten
Randträgern kann man mit Verbindungsschlössern des Aufbaus arbeiten, wie sie auch
für herkömmliche Rahmenschalungen eingesetzt werden.
[0017] Vorzugsweise weisen die zwei Randträger jeweils in ihrem den Füllelementen abgewandten
Randbereich mindestens ein Halbloch auf, das sich rechtwinklig zu der Schalungsfläche
erstreckt. Beim Einsatz der Schaltafel wird das Halbloch von einem korrespondierenden
Halbloch eines Randträgers einer benachbarten Schaltafel zu einem vollständigen Loch
ergänzt. Ein Spannanker kann durch ein mit gegenseitigem Abstand positioniertes Paar
von Schaltafeln (Herstellung einer Betonwand mit einer Dicke, die dem Abstand zwischen
den Schalungsflächen der beiden Schaltafeln entspricht) gesteckt werden und in den
Abstand der Schaltafeln festlegender Weise an den zwei Schaltafeln befestigt werden.
Es gibt, ebenfalls günstige, Alternativmöglichkeiten. So kann der Spannanker durch
Löcher im mittleren Bereich der Randträger hindurchgeführt werden (besonders gut machbar,
wenn die Randträger einen hohlen Profilquerschnitt haben) oder durch Löcher in demjenigen
Bereich, wo Randträger und Füllelement aneinander stoßen, hindurchgeführt werden.
[0018] Vorzugsweise haben die zwei Randträger jeweils eine Länge entsprechend einem ganzzahligen
Vielfachen, der innerhalb der Schaltafel gleichen Füllelementbreiten. Auf diese Weise
können die Randträger und die Füllelemente besonders gut miteinander kombiniert werden.
Vorzugsweise sind die Randträgerlängen ein ganzzahliges Vielfaches der Schaltafelbreite
(die ihrerseits entweder gleich der Füllelementlänge oder gleich der Füllelementlänge
plus zweimal ein Teil der Breite jedes Randträgers oder gleich der Füllelementlänge
plus zweimal Randträgerbreite ist). Auf diese Weise kann an einer Linie, die von den
Querenden mehrerer benachbarter Schaltafeln gebildet wird, eine andere Schaltafel
in um 90° gedrehter Orientierung angeschlossen werden.
[0019] Vorzugsweise sind alle Füllelemente im wesentlichen untereinander gleich ausgebildet.
Für einige Ausführungsformen kann es allerdings günstig sein, die End-Füllelemente
etwas anders auszubilden als die restlichen Füllelemente, z. B. ihnen eine verstärkte
Ausbildung des Randbereichs am freien Rand zu geben.
[0020] Vorzugsweise sind bei der Schaltafel in Richtung der Bauhöhe der Schaltafel wirksame
Mittel zur formschlüssigen Festlegung der jeweiligen Relativposition von benachbarten
Füllelementen vorhanden, vorzugsweise in Form von eingesetzten Scherstiften oder in
Form von gegenseitigem Eingriff langgestreckter Vorsprünge und Rücksprünge. Dies verbessert
die Stabilität der Schaltafel. Außerdem kann ein versatzfreier Übergang von Füllelement
zu Füllelement bequem sichergestellt werden.
[0021] Vorzugsweise grenzen die Füllelemente dicht an dicht aneinander an.
[0022] Vorzugsweise weisen mindestens die zwei End-Füllelemente jeweils eine Seitenwand
im Randbereich der Schaltafel auf und sind diese Seitenwände jeweils an ihrer dem
Schaltafelzentrum zugewandten Seite mit einem Längsvorsprung ausgebildet, der für
das Untergreifen mit einem Verbindungsschloss zum Verbinden von zwei benachbarten
Schaltafeln ausgebildet ist. Alternativ vorzugsweise weisen mindestens die zwei End-Füllelemente
jeweils eine Seitenwand im Randbereich der Schaltafel auf und sind diese Seitenwände
jeweils mit einer Reihe von Eingriffsöffnungen ausgebildet, die jeweils für das Hineingreifen
mit einer Klaue eines Verbindungsschlosses zum Verbinden von zwei benachbarten Schaltafeln
ausgebildet sind. Dieser Längsvorsprung bzw. diese Eingriffsöffnungen sitzen vorzugsweise
benachbart der Rückseite der Schaltafel. Bei derart ausgebildeten End-Füllelementen
kann man mit Verbindungsschlössern des Aufbaus arbeiten, wie sie auch für herkömmliche
Rahmenschalungen eingesetzt werden.
[0023] Vorzugsweise sind die im vorhergehenden Absatz angesprochenen Längsvorsprünge bzw.
Eingriffsöffnungen der Füllelemente im Wesentlichen gleich ausgebildet wie die weiter
vorn angesprochenen Längsvorsprünge bzw. Eingriffsöffnungen der Randträger. Dies optimiert
die Einsatzmöglichkeiten der Verbindungsschlösser. Noch günstiger ist es, wenn zusätzlich
die Randträger und mindestens die End-Füllelemente in ihrem dem Schaltafelzentrum
abgewandten Randbereich, jeweils auf der Rückseite, im Wesentlichen gleiche Flanschbreite,
am optimalsten sogar im Wesentlichen gleichen Profilquerschnitt nicht nur am rückseitigen
Bereich sondern auch für einen weiteren anschließenden Teil der Bauhöhe, haben.
[0024] Vorzugsweise weisen die Füllelemente jeweils Öffnungen zum Zusammenwirken mit Schalungszubehör,
z. B. Richtstützen und Konsolen, auf.
[0025] Vorzugsweise weisen die Füllelemente jeweils mindestens eine Grifföffnung in mindestens
einer Seitenwand auf. Besonders günstig sind mindestens eine Grifföffnung jeweils
in denjenigen Seitenwänden, die nicht an Randträger anschließen.
[0026] Vorzugsweise haben die Füllelemente jeweils Versteifungsrippen an der Rückseite der
die Schalfläche bildenden Wand. Im Fall von aus spritzgegossenem Kunststoff hergestellten
Füllelementen ist ein Muster von sich kreuzenden und schräg zu den Füllelementrändern
verlaufenden Versteifungsrippen im Sinne einer guten Versteifungswirkung bei möglichst
geringem Materialverbrauch besonders günstig.
[0027] Bei der erfindungsgemäßen Schaltafel gibt es im Grundsatz keine Beschränkung bei
der Auswahl des Materials für die Randträger. Randträger aus Metall sind wegen der
hohen Festigkeit und des guten Verhältnisses von Festigkeit zu Preis bevorzugt. Metallische
Randträger lassen sich insbesondere durch Walzen, Kanten von Blechen und Extrudieren
herstellen. Besonders bevorzugte Metalle sind Stahl und Leichtmetall bzw. Aluminium
(wobei der Begriff "Aluminium" in der gesamten Anmeldung sowohl den wohl seltenen
Fall des Reinaluminiums als auch Aluminiumlegierungen abdeckt). Randträger aus extrudierten
Aluminiumprofilen sind preisgünstig herstellbar, leicht und korrosionsbeständig.
[0028] Eine ebenfalls bevorzugte Alternative sind Randträger aus Kunststoff, besonders bevorzugt
faserverstärktem Kunststoff.
[0029] Bei den Kunststoff-Füllelementen ist faserverstärkter Kunststoff bevorzugt. Bei den
Kunststoff-Füllelementen sind spritzgegossene Füllelemente besonders bevorzugt, weil
sie rationell in gleichbleibender Qualität und hoher Stückzahl gefertigt werden können.
Es wird bevorzugt eine Faserverstärkung gewählt, bei der die hinreichen kurzen Verstärkungsfasern
beim Spritzgießen mit in den Formhohlraum eingebracht werden können.
[0030] Ganz besonders bevorzugt ist die Materialkombination Randträger aus Metall (vorzugsweise
extrudierte Aluminiumprofile) und Füllelemente aus Kunststoff (vorzugsweise faserverstärkt
und spritzgegossen). Dies ist die optimale Kombination von rationeller Herstellbarkeit,
geringem Gewicht bei der erforderlichen Festigkeit, und Dauerhaftigkeit der Bestandteile
der Schaltafel. Hierzu kommt der Vorteil, dass Aluminium und gängige Kunststoffe in
etwa gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten haben. Sowohl bei Aluminium als auch bei
Kunststoff gibt es keine Korrosionsprobleme; die Materialien sind gut recyclebar.
Im Interesse des Recycling ist unbeschichtetes Aluminium bevorzugt.
[0031] Den Kunststoff bei der erfindungsgemäßen Schaltafel kann man aus einem breiten Angebot
am Markt geeignet auswählen. Lediglich als ein Beispiel in einer ganze Reihe von geeigneten
Kunststoffen sei Polypropylen mit Fasern (die kurz genug sind, um die Spritzgießfähigkeit
nicht zu beeinträchtigen) und ggf. mit Zusätzen genannt. In erster Linie kommen Glasfasern
und Carbonfasern in Betracht.
[0032] Obwohl es bei vielen Ausführungsformen möglich ist, dass die Schaltafel - abgesehen
etwa von den mechanischen Verbindungselementen - nur aus den Randträgern und den Füllelementen
aufgebaut ist, ist es bei bestimmten Anforderungen durchaus möglich, auch an den anderen
zwei Rändern der Schaltafel Randträger vorzusehen, die somit parallel zur Längsrichtung
der Füllelemente verlaufen. Diese zusätzlichen Randträger können lösbar mit den zwei
obligatorischen Randträgern verbunden sein, vorzugsweise mittels mechanischer Verbindungselemente.
[0033] Es ist bevorzugt, die erfindungsgemäße Schaltafel nach dem Modulrasterprinzip aufzubauen.
Ein typisches Rastermaß R kann 30 cm sein. Dann kann man die Füllelemente mit einer
Breite R ausführen; für die Randträger kann sich dann eine Länge von n x R ergeben.
Die Länge der Füllelemente macht man so groß, dass sich zusammengebaut mit den zwei
Randträgern eine Schaltafelbreite von m x R ergibt. Dann passen die Längen und die
Breiten der Schaltafeln gut zusammen. Besonders günstige Rastermaße liegen im Bereich
20 bis 40 cm. n und m sind ganze Zahlen größer als Null.
[0034] Es wird betont, dass mittels der erfindungsgemäßen Schaltafel sowohl Wandschalungen
als auch Deckenschalungen als auch gewünschtenfalls weitere Arten von Schalung erstellt
werden können.
[0035] Man kann mehrere erfindungsgemäße Schaltafeln gleichen oder unterschiedlichen Formats
zu einer verbundenen Schaltafelanordnung miteinander verbinden, vorzugsweise durch
Verbindungsschlösser und/oder Bolzen mit eingeschobenem Keil und/oder Schraubbolzen.
[0036] Die Erfindung und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend anhand
zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert. Das erste Ausführungsbeispiel
(Fig. 1 bis 8) ist nicht patentgemäß, weil die Füllelemente aus Metall bestehen.
[0037] Es zeigt:
Fig. 1 bis 8 ein erstes Ausführungsbeispiel;
im Einzelnen:
- Fig. 1a)
- eine Betonierungs-Schaltafel in Draufsicht auf ihre Rückseite;
- Fig. 1b)
- die Schaltafel von Fig. 1a) in einer Stirnansicht gemäß Pfeil B;
- Fig. 1c)
- eine Seitenansicht der Schaltafel von Fig. 1a) in Blickrichtung des Pfeils C;
- Fig. 2
- die Verbindung eines Randträgers mit einem Füllelement, in der Blickrichtung wie Fig.
1b), aber in größerem Maßstab und teilweise geschnitten;
- Fig 3
- die Schaltafel von Fig. 1a) bis 1c) in perspektivischer Darstellung von der Rückseite
her;
- Fig. 4
- einen Teil der Schaltafel von Fig. 1a) bis 1c) in Explosionsdarstellung vor dem Zusammenbau,
in größerem Maßstab, von der Rückseite her;
- Fig. 5
- zwei durch ein Verbindungsschloss zusammengeklammerte Schaltafeln (wobei von den Schaltafeln
jeweils ein großer Teil weggeschnitten ist), in Blickrichtung wie in Fig. 2 und geschnitten;
- Fig. 6
- zwei benachbarte Schaltafeln mit einem eingesetzten Spannanker (wobei von den Schaltafeln
jeweils ein großer Teil weggeschnitten ist), in Blickrichtung wie in Fig. 2 und geschnitten;
- Fig. 7
- einen Teil einer Schaltafel im Schnitt gemäß VII-VII in Fig. 1a), wobei eine Konsole
an der Rückseite der Schaltafel befestigt ist;
- Fig. 8
- einen Teil einer Schaltafel im Schnitt gemäß VII-VII, wobei eine zum Teil gezeichnete
Richtstütze an der Rückseite der Schaltafel befestigt ist;
- Fig. 9 bis 14
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Betonierungs-Schaltafel;
im Einzelnen:
- Fig. 9
- eine Explosionsdarstellung einer Schaltafel vor dem Zusammenbau, gesehen auf die Rückseite;
- Fig. 10
- zwei durch ein Verbindungsschloss zusammengeklammerte Schaltafeln (wobei von den Schaltafeln
jeweils ein großer Teil weggeschnitten ist), in Blickrichtung wie in Fig. 2 und geschnitten;
- Fig. 11
- zwei benachbarte Schaltafeln mit einem eingesetzten Spannanker (wobei von den Schaltafeln
jeweils ein großer Teil weggeschnitten ist), in Blickrichtung wie in Fig. 2 und geschnitten;
- Fig. 12
- einen Teil einer Schaltafel im Schnitt gemäß VII-VII in Fig. 1a), wobei eine Konsole
an der Rückseite der Schaltafel befestigt ist;
- Fig. 13
- einen Teil einer Schaltafel im Schnitt gemäß VII-VII, wobei eine zum Teil gezeichnete
Richtstütze an der Rückseite der Schaltafel befestigt ist;
- Fig. 14a und 14b
- Anordnungen mehrerer Schaltafeln der in Fig. 9 bis 13 dargestellten Ausführungsform,
gesehen in Richtung auf die Rückseite der Anordnung von Schaltafeln.
[0038] Die in den Fig. 1 bis 8 dargestellte Schaltafel 2 besteht - abgesehen von Kleinteilen
- aus zwei Randträgern 4 und vier Füllelementen 6. Die Randträger und die Füllelemente
6 bestehen jeweils aus extrudiertem Aluminiumprofil, wobei in der gesamten Patentanmeldung
der Begriff "Aluminium" auch Aluminiumlegierungen einschließt. Die zwei Randträger
4 sind zueinander identisch, aber spiegelbildlich zueinander in der Schaltafel verbaut.
Die vier Füllelemente 6 sind identisch zueinander.
[0039] Typische Abmessungen der Schaltafel 2 sind 30 bis 120 cm in der in Fig. 1a horizontal
gemessenen Breite (= Längserstreckungsrichtung der Füllemente 6 plus zweifache Randelementbreite)
und 120 bis 300 cm Länge in der Vertikalrichtung der Fig. 1a) gemessen (= Längserstreckungsrichtung
der Randträger 4). Typische Breiten der Füllelemente 6 (gemessen in der Vertikalrichtung
der Fig. 1a) sind im Bereich 20 bis 40 cm. Ein typisches Angebotsprogramm wären 30,
60, 90, 120, 150 cm breite Schaltafeln in den Schaltafellängen 120, 150, 180, 210,
240, 270, 300 cm, wobei seltener benötigte Formate auch entfallen können.
[0040] Der Profilquerschnitt der Randträger 4 ist am besten in Fig. 4, 5, 6 zu sehen. Diesen
Querschnitt kann man als hohlen Rechteckquerschnitt bezeichnen, wobei der einen Bestandteil
der Schalungsfläche 8 bildende Frontflansch 10 sowie der entgegengesetzte, rückseitige
Flansch 12 dickwandiger sind, als die zwei Stege 14 und 16 und wobei der den Füllelementen
6 zugewandte Steg 16 im Zentralbereich parallel zu dem Steg 14 und im übrigen zur
Aufnahme der Querkräfte etwas schräg dazu verläuft. Der Zentralbereich 18 des Stegs
16 ist mit seiner den Füllelementen 6 zugewandten Oberfläche bündig mit den betreffenden
Kanten des Frontflansches und des rückseitigen Flansches 12. In Fig. 4 erkennt man
ferner Abdeckkappen 20 für die Enden der Randträger 4.
[0041] Den am besten in Fig. 4, 7, 8 erkennbaren Profilquerschnitt der Füllelemente 6 könnte
man als U-förmig mit inneren, schräg verlaufenden Sprengriegeln 22 bezeichnen. Die
Sprengriegel 22 dritteln etwa die Schalungsfläche 8 und halbieren etwa die Bauhöhe
bei den Seitenwänden 30; sie versteifen und optimieren mit dem Ort der Schraubkanäle
32 die Ableitung der Kräfte in die Randträger. Der mittlere Schenkel 24 des U ist
mit seiner Frontoberfläche Bestandteil der Schalungsfläche 8. Die zwei anderen Schenkel
des U haben am rückseitigen Ende des Füllelements 6 einen beidseits vorragenden Flansch
26 in größerer Materialdicke und an der Vorderseite einen einseitig vorragenden Flansch
28 größerer Materialdicke. Am Übergang zwischen Sprengriegel 22 und jeweiligem Steg
30 (= Außenschenkel des U) befindet sich ein Schraubkanal 32, der sich in Längsrichtung
des Füllelements 6, d.h. in Horizontalrichtung der Fig. 1a), erstreckt.
[0042] Jeder Randträger 4 ist mit einer Reihe von Bohrungen 34 ausgestattet, die sich jeweils
fluchtend quer durch den äußeren Steg 14 und den inneren Steg 16 erstrecken, wobei
der Bohrungsdurchmesser in dem äußeren Steg 14 größer ist. Schrauben 40 können jeweils
mitsamt ihres Kopfes 42 von außen her durch die betreffende Bohrung 34 in dem äußeren
Steg 14 völlig hindurchgesteckt, und dann, mit Ausnahme ihres Kopfes 42, durch die
Bohrung 34 in dem inneren Steg 14 hindurchgesteckt werden. Dann kann man mit einem
Werkzeug durch die Bohrung 34 in dem äußeren Steg 14 greifen und die betreffende Schraube
40 in einen Schraubkanal 32 eines Füllelements 6 einschrauben. Jedes in der Schaltafel
2 verbaute Füllelement 6 ist somit mittels zwei Schrauben 40 mit dem einen Randträger
4 und mittels zwei Schrauben 40 mit dem anderen Randträger 4 verschraubt. Entsprechend
wird mit allen Füllelementen 6 vorgegangen. Die geschilderte Verbindung zwischen jeweiligem
Füllelement 6 und jeweiligem Randträger 4 ist eine sehr leicht erstellbare und wieder
lösbare Verbindung. Mittels Kappen 44 lassen sich die Bohrungen 34 in der äußeren
Seitenwand 14 nach erfolgtem Zusammenbau der Schaltafel 2 verschließen.
[0043] Die Frontoberflächen der Füllelemente 6 und (des Frontflansches 10 der) Randträger
4 liegen einer gemeinsamen Ebene und bilden zusammen die Schalungsfläche 8 der Schaltafel
2. Der gegenseitige Kontakt der Füllelemente 6 gegeneinander und der Füllelemente
6 gegen die Randträger 4 ist so eng, dass im wesentlichen kein Beton beim Ausführen
der Betonierungsarbeit hindurchtreten kann. Die Außenkanten der Flansche 26 und 28
der Seitenwände der Füllelemente 6 kontaktieren die entsprechenden Außenkante der
Flansche 26 und 28 des benachbarten Füllelements 6. Die beiden Enden des jeweiligen
Füllelements 6 sind ebenflächig. Der Bereich des offenen Endes des Schraubkanals 32
liegt gegen die Oberfläche des Zentralbereichs 18 der Verbindungswand 16 des Randträgers
4 an. Die mittlere Wand 24 des U und die Stirnenden der Flansche 26 und 28 liegen
gegen die dem Füllelement 6 zugewandten Kanten des betreffenden Randträgers 4 an.
[0044] In Fig. 4 ist der in der Praxis seltenere Fall gezeichnet, dass die Schaltafal in
Längsrichtung der Randträger 4 und in Längsrichtung der Füllelemente 6 im wesentlichen
gleiche Abmessungen hat. In Fig. 3 ist der in der Praxis häufigere Fall gezeichnet,
dass die Schaltafel in Längsrichtung der Randträger 4 länger ist als rechtwinklig
dazu. Es sind aber auch Fälle möglich, bei denen die Abmessung in der Schaltafel in
Längsrichtung der Randträger 4 kleiner ist als rechtwinklig dazu.
[0045] In Fig. 5 ist dargestellt, dass man zwei benachbarte Schaltafeln 2 mittels eines
Verbindungsschlosses 50 verklammern kann. Das gezeichnete Verbindungsschloss 50 ist
eines von mehreren unterschiedlichen Arten von Verbindungsschloss, die eingesetzt
werden können. Das gezeichnete Verbindungsschloss 50 hat eine feste Backe 52 und eine
in Längsrichtung des Verbindungsschlosses 50 verschiebbare Backe 54. Das Verbindungssschloss
50 ist an den Rückseiten der zwei benachbarten Schaltafeln 2 angebracht. Die Backen
52 und 54 haben jeweils eine schräg verlaufende Eingriffsfläche 56, mit der sie jeweils
den rückseitigen Flansch 12 des betreffenden Randträgers 4 in seinem zum dortigen
Füllelement 6 hin vorragenden Randbereich untergreifen bzw. hintergreifen. Ansonsten
liegt das Verbindungsschloss 50 mit seiner Basis auf den rückseitigen Oberflächen
von insgesamt vier rückseitigen Flanschen der Seitenwände 30 der vier dort nah zusammen
befindlichen Füllelemente 6. Es versteht sich, dass entlang der Länge des zu verklammernden
Paars von Randträgern 4 in den meisten Fällen mehrere Verbindungsschlösser 50 in beabstandeter
Weise vorhanden sind. Jede Backe 52 bzw. 54 ist im Bereich der Eingriffsfläche 56
und noch ein Stück weiter als ein Paar von zwei beabstandeten Klauen 57 ausgebildet.
Dann können die Klauen 57 bequem einen Randträger oder zwei Seitenwände von Füllelementen
zum Teil zwischen sich einschließen. Auch der später auszuführende Eingriff in Eingriffsöffnungen
in Seitenwänden von Füllelementen ist damit gut zu bewerkstelligen.
[0046] Man sieht insbesondere in Fig. 4, dass die Randträger 4 an ihrem rückseitigen Flansch
an der den Füllelementen 6 zugewandten Seite mit einem Längsvorsprung 46 ausgebildet
sind. Auch die Füllelemente 6 sind an den rückseitigen Flanschen 26 jeweils an der
dem Füllelementzentrum zugewandten Seite mit einem Längsvorsprung 48 ausgebildet.
Die Längsvorsprünge 46 und 48 haben im Wesentlichen gleiche Geometrie.
[0047] Somit ist es möglich, mittels Verbindungsschlössern 50 entweder einen Randträger
4 einer ersten Schaltafel 2 und einen Randträger 4 einer zweiten Schaltafel 2, oder
ein End-Füllelement 6 einer ersten Schaltafel 2 und ein End-Füllelement 6 einer zweiten
Schaltafel 2, oder einen Randträger 4 einer ersten Schaltafel 2 und ein End-Füllelement
6 einer zweiten Schaltafel 2 miteinander zu verbinden.
[0048] In Fig. 6 ist veranschaulicht, wie man "zwischen" einem Paar von benachbarten Randträgern
4 zweier benachbarter Schaltafeln 2 einen Spannanker 60 anbringen kann. Die Fig. 1a),
3, 4 haben bereits Halblöcher 62 im Frontflansch 10 und im rückseitigen Flansch 12
des jeweiligen Randträgers 4 gezeigt. Es handelt sich um eine Reihe von in Längsrichtung
des Randträgers 4 beabstandeten Halblöchern 62. Wenn man an eine Schaltafel 2 eine
weitere Schaltafel 2 mit fluchtenden Füllelementen 6 angesetzt und z.B. mittels Verbindungsschlössern
50 verklammert hat, ergänzen sich jeweils zwei Halblöcher 52 zu einem Vollloch. Ein
Vollloch im Frontflansch 10 fluchtet jeweils mit einem Vollloch im rückseitigen Flansch
12. Der Spannanker 60 ist im wesentlichen eine Gewindestange. An der Rückseite des
Paars von Schaltafeln 2 ist eine Ankerplatte 64 aufgeschraubt. Wenn man z.B. für eine
Wandschalung zwei der in Fig. 6 gezeichneten Schaltafel-Anordnungen mit einem bestimmten
Abstand dazwischen aufbauen will, muss man sich den Spannanker 60 nach unten in Fig.
6 verlängert und dort mit einem weiteren Schaltafel-Paar verschraubt vorstellen.
[0049] In Fig. 7 ist dargestellt, wie man eine (oben abgeschnitten dargestellte) Konsole
70 an einer Schaltafel 2 befestigen kann. Die Konsole 70 weist einen horizontalen,
oberen Arm 72, einen unteren, schräg verlaufenden Arm 74 und einen vertikalen Verbindungsarm
76 auf. An demjenigen Ende, wo die Konsole 70 mit der betreffenden Schaltafel 2 zusammenwirkt,
weist sowohl der obere Arm 72 als auch der unter Arm 74 jeweils eine Backe 52 mit
schräg verlaufender Eingriffsfläche 78 auf. Mit der Eingriffsfläche 78 hintergreift
bzw. untergreift jede der Baken 80 einen Randbereich eines rückseitigen Flansches
26 der Seitenwand 30 des betreffenden Füllelements 6. Ein Sicherungsbügel 82 aus kräftigem
Draht verhindert, dass sich die Konsole 70 unbeabsichtigt aus dem Eingriff mit der
Schaltafel 2 löst. Mit dem Pfeil V ist die Vertikalrichtung der Schaltafel 2 bezeichnet.
[0050] In Fig. 8 ist veranschaulicht, wie man eine Richtstütze 90 (deren unterer Bereich
weggeschnitten ist) an einer Schaltafel 2 befestigen kann. Die Befestigung ist ganz
analog wie bei der Befestigung der Konsole in Fig. 7.
[0051] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 bis 13 werden lediglich die substantiellen
Änderungen im Vergleich zu der Schaltafel gemäß Fig. 1 bis 8 beschrieben:
Die Schaltafel besteht - abgesehen von Kleinteilen - aus zwei Randträgern 4 und Füllelementen
6.
[0052] Die Randträger 4 sind, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel, extrudierte Aluminiumprofile
(wobei der Begriff "Aluminium" auch Aluminiumlegierungen einschließt). In Abweichung
von dem ersten Ausführungsbeispiel ist jedoch der Profilquerschnitt der Randträger
4 ein Doppel-T-Profil und ist kein Hohlprofil. Jede Bohrung 34 geht nur durch eine
"Wand" des Profils, nämlich den mittigen Steg. Verschlusskappen 4 sind nicht erforderlich.
Halblöcher 62 sind vorhanden wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
[0053] Jedes Füllelement 6 ist ein einheitliches Spritzgussteil aus glasfaserverstärktem
Kunststoff. Jedes Füllelement hat im großen und ganzen die Gestalt eines einseitig
offenen Kastens, wobei die Längswände 100 die volle Bauhöhe h der Schaltafel 2 einnehmen,
wohingegen die Querwände 102, ausgehend von der Frontseite des Füllelements 6, nur
etwa 70 Prozent der Bauhöhe h einnehmen. Außerdem erkennt man in Fig. 9 ein Muster
von schräg zu den Wänden 100 und 102 verlaufenden, sich rechtwinklig kreuzenden Versteifungsrippen
104, die an der Rückseite der Frontwand 106 des Füllelements 6 integral angeformt
sind. Das Füllelement 6 ist für das Spritzgiessen so konstruiert, dass der im Inneren
des Kastens positionierte Teil der Spritzgiessform in einer Richtung rechtwinklig
zur Schalungsfläche 8 herausgezogen werden kann und dass die äußeren seitlichen Flächen
des Kastens von Teilen der Spritzgießform geformt werden, die sich jeweils in Richtung
vom Kasteninneren weg wegziehen lassen.
[0054] Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel werden die Schrauben 40 nicht unmittelbar
in das Material der Füllelemente 6 eingeschraubt. Vielmehr sind z.B. rechteckige Gewindeplatten
108 mit zentraler Öffnung 110 vorhanden, die durch kleine Schlitze 112 in den Längswänden
100 des betreffenden Füllelements 6 greifend eingefügt werden. Vor der Öffnung 110
der betreffenden Lasche 108 befindet sich ein Paar von Halböffnungen 114, gebildet
jeweils im Endbereich der Querwand 102 der beiden benachbarten Füllelemente. Durch
das so gebildete Vollloch hindurch kann die betreffende Schraube 40 in die Öffnung
110 der Lasche 108 eingeschraubt werden. Außerdem gibt es Löcher 116 in den Querwänden
102 des betreffenden Füllelements 6, durch die hindurch man jeweils mit einer Schraube
40 in eine dahinter befindliche Lasche 108 einschrauben kann, wenn das betreffende
Füllelement ein End-Füllelement 6' der Schaltafel 2 ist, wie in Fig. 9 in der rechten
unteren Ecke und in der rechten oberen Ecke mit der Schraube 40' veranschaulicht.
Pro Paarung Randträger 4 mit Füllelement 6 ist nur noch eine Schraube 40, statt zwei
Schrauben beim ersten Ausführungsbeispiel, nötig.
[0055] Ein weiterer Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, dass zwischen
jedem Füllelement 6 einerseits und jedem der daran angeschlossenen Randträger 4 andererseits
sowie jeweils zwischen benachbarten Füllelementen 6 Mittel, die in Richtung der Bauhöhe
h der Schaltafel 2 wirksam sind, zur formschlüssigen Festlegung der jeweiligen Relativposition
der benachbarten Bestandteile vorhanden sind. Bei den Füllelementen 6 sind jeweils
Eckausnehmungen 120 vorhanden, die sich in Querrichtung des Füllelements erstrecken.
Konkret sind die Eckausnehmungen 120 an der Stelle des Übergangs von Längswand 100
in Querwand 102 vorhanden; zwischen den zwei Längswänden 100 ist die betreffende Querwand
102 sowieso ein Stück niedriger, so dass sie oben keine Eckausnehmung 120 haben muss.
Die Eckausnehmungen sind sowohl an der Frontseite als auch an der Rückseite des Füllelements
6 vorhanden. Beim Zusammenbau der Schaltafel 2 kommen - an der dem Füllelement 6 benachbarten
Seite des betreffenden Randträgers 4 - die dortigen Randbereiche der Flansche 10 und
12 in die dortigen Eckausnehmungen 120 des anschließenden Füllelements 6. Die Enden
der Längswände 100 stoßen vollflächig gegen den mittleren Steg des betreffenden Randträgers
4. Jeweils am Übergang zwischen zwei aneinander anschließenden Füllelementen 6 der
Schaltafel 2 sind voneinander beabstandete Scherstifte 122 vorhanden, die in passende
Öffnungen 124 der dortigen Längswand 100 des betreffenden Füllelements 6 gesteckt
werden. Man kann die Öffnungen 124 als gestufte Öffnungen ausbilden, so dass die Scherstifte
122 bis zur Anlage an eine Schulter in der Öffnung 124 eingesteckt werden können.
Die Öffnungen 124 durchsetzen Versteifungsrippen 148, die jeweils an dieser Stelle
außen an der Längswand 100 vorhanden sind Die Scherstifte 122 können auch rohrartige
Hohlstifte sein. In diesem Fall kann man hier noch einen Bolzen durchstecken, der
länger als der Hohlstift ist, siehe Fig. 14b. Alernativ könnte man mit ineinander
greifender Paarung von Längsvorsprüngen und Längsrücksprüngen an den Längswänden 100
benachbarter Füllelemente arbeiten.
[0056] In den Längswänden 100 der Füllelemente sind z.B. mittig Grifföffnungen 126 vorhanden,
damit man zum bequemen Hantieren der Schaltafeln dort mit der Hand hineingreifen kann.
[0057] Die beschriebenen Mittel zur formschlüssigen Festlegung von Relativpositioneen sind
so ausgebildet, dass insbesondere an der Frontseite der Schaltafel 2 die Schalungsfläche
ohne Höhenstufe versatzfrei von der Frontfläche des betreffenden Füllelements in die
Frontfläche des benachbarten Füllelements 6 oder in die anschließende Frontfläche
des angeschlossenen Randträgers 4 übergeht.
[0058] In Fig. 9 sind die Randträger hier zum Zweck des Überblicks geschnitten und zu kurz
gezeichnet. Die Randträger 4 sind nach zwei Füllelementen durchgeschnitten und überdies
links-oben abgeschnitten; sie erstrecken sich in Wahrheit noch weiter nach links-oben.
[0059] Der in Fig. 10 dargestellte Bereich des angebrachten Verbindungsschlosses 50 ist
ganz analog zu der Situation beim ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 5. Der in Fig.
11 dargestellte Bereich des angebrachten Spannankers ist ganz analog wie bei dem ersten
Ausführungsbeispiel, Fig. 6. Bei den Fig. 10 und 11 ist jeweils an den Stellen 130
die Alternative gezeichnet, dass die Füllelemente 6 ohne Mittel zur gegenseitigen
formschlüssigen Festlegung an dem betreffenden Randträger 4 angeschlossen sind.
[0060] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel hat jeweils der rückseitige Flansch 12 des Randträgers
4 gleiche Breite b wie jeweils die Seitenwand 100 des Füllelements 6 im rückseitigen
Endbereich. Für den Einsatz von Verbindungsschlössern 50 gilt das zu dem ersten Ausführungsbeispiel
Gesagte ebenfalls; man kann wahlweise Randträger/Randträger-Verbindungen, Füllelementseitenwand/Füllelementseitenwand-Verbindungen
und Randträger/Füllelementseitenwand-Verbindungen erstellen.
[0061] Bei den Fig. 12 (Konsole) und 13 (Richtstütze) ist die Situation ganz analog zu den
Fig. 7 und 8, wobei allerdings die Befestigung an den Längswand-Paaren der Füllelemente
6 durch von oben eingesteckte Winkelbolzen 132 erfolgt, statt durch Backen 80. Die
Winkelbolzen 132 sind in bereits angesprochene Öffnungen 124 eingesteckt, die in den
Längswänden 100 der Füllelemente 6 vorhanden sind.
[0062] Fig. 14a veranschaulicht, gleichsam auf einen Blick und an einer von vielen möglichen
Konfigurationen, wie Schaltafeln 2 des zweiten Ausführungsbeispiels zu einer verbundenen
Schaltafelanordnung zusammengesetzt werden können. In Fig. 14a sieht man unten links
einen Teil einer ersten Schaltafel 2a, unten rechts einen Teil einer zweiten Schaltafel
2b, oben links einen Teil einer dritten Schaltafel 2c, und oben rechts einen Teil
einer vierten Schaltafel 2d, wobei die dritte und die vierte Schaltafel 2c bzw. 2d
im Vergleich zur ersten Schaltafel 2a und zur zweiten Schaltafel 2b um 90 Grad gedreht
mit horizontal verlaufenden Randträgern 2 eingesetzt sind. Es ist praktisch und bevorzugt,
wenn ein ganzzahliges Vielfaches der Füllelement-Breite eine Schaltafelbreite (= Länge
Füllelement 6 plus zwei Randträger 4) ergibt.
[0063] Im unteren Bereich der Fig. 14a ist ein erstes Verbindungsschloss 50a eingezeichnet,
das die zwei benachbarten Schaltafeln 2a und 2b miteinander verbindet, indem das erste
Verbindungsschloss 50a zwei benachbarte Randträger 4, die rückseitigen Flansche 12
untergreifend/hintergreifend, miteinander verklammert. Das erste Verbindungsschloss
hat eine Basis 140 in Gestalt eines Vierkantrohres. Die Basis 140 hat eine Breite,
die in etwa der zweifachen Breite einer Füllelement-Seitenwand 100 in deren rückseitigem
Endbereich entspricht. Die Klauen 57 jeder Backe 52 bzw. 54 sind so weit voneinander
beabstandet, dass sie zwischen sich Platz für zwei Seitenwände 100 in deren rückseitigem
Endbereich haben.
[0064] Im oberen Bereich der Fig. 14a ist ein zweites Verbindungsschloss 50b eingezeichnet,
das zwei benachbarte Schaltafeln 2c und 2d miteinander verbindet, indem das zweite
Verbindungsschloss 50b zwei benachbarte Füllelement-Seitenwände 100 miteinander verklammert.
Die Verbindungsschlösser 50a und 50b sind einander gleich. Beim zweiten Verbindungsschloss
50b sieht man, dass die Basis 140 lang genug ist, dass sie sich mit ihren Endbereichen
jeweils auf einer als nächstes kommenden Füllelement-Seitenwand 100 abstützt. Die
vier Klauen 57 greifen in vier längliche Eingriffsöffnungen 136 in den Seitenwänden
100, wobei in der betreffenden Seitenwand 100 die Eingriffsöffnungen 136 paarweise
entsprechend der Position der Klauen 57 vorgesehen sind. Längs der betreffenden Seitenwand
sind mehrere Paare der Eingriffsöffnungen 136 vorhanden, und zwar an denjenigen Stellen,
wo Versteifungsrippen 148 sind, so dass man Auswahl im Anbringungsort des zweiten
Verbindungsschlosses 50b hat. Die Klauen haben Schrägflächen 56, wie in Fig. 5 und
Fig. 10 gezeichet; zusammenwirkend mit demjenigen Ende, das unweit dem rückseitigen
Ende der Seitenwand 100 ist, der betreffenden Eingriffsöffnung 136 spannen die Backen
52 und 54 die zwei beteiligten Seitenwände 100 gegeneinander und pressen die zwei
rückseitigen Endbereiche zur Höhenausrichtung gegen die Basis 140.
[0065] Im linken Bereich und im rechten Bereich der Fig. 14a ist jeweils ein drittes Verbindungsschloss
50c eingezeichnet. Jedes dritte Verbindungsschloss 50c verbindet die erste Schaltafel
2a mit der dritten Schaltafel 2c bzw. die zweite Schaltafel 2b mit der vierten Schaltafel
2d, indem ein Randträger 4 der Schaltafel 2c bzw. 2d mit einer Füllelement-Seitenwand
100 am Ende der benachbarten Schaltafel 2a bzw. 2b miteinander verklammert werden.
Die Verbindungsschlösser 50a, 50b, 50c sind einander gleich. Auf einer Seite von dem
Backenpaar 52 und 54 liegt die Basis 140 auf einem Paar von Seitenwänden 100 in deren
rückseitigem Endbereich auf; die Klauen 57 nehmen die zwei Seitenwände 100 in deren
rückseitigem Endbereich zwischen sich auf. Auf der anderen Seite von dem Paar von
Backen 52 und 54 ist die Basis 140 lang genug, so dass sie in ihrem Endbereich auf
der als nächstes kommenden Seitenwand 100 in deren rückseitigem Endbereich aufliegt.
Eine der Backen 52 und 54 untergreift/hintergreift mit ihren zwei Klauen 57 den rückseitigen
Flansch 12 des betreffenden Randträgers 4. Bei der anderen Backe 52 bzw. 54 greifen
die zwei Klauen 57 in ein Paar von Eingriffsöffnungen 136, wie am Beispiel des zweiten
Verbindungsschlosses 5b weiter oben beschrieben.
[0066] Außerdem sieht man in Fig. 14a eine Konsole 70, eine Richtstütze 90 und Spannanker
60.
[0067] Es wird betont, dass zu untergreifender Längsvorsprung (am Randträger 4 oder an Seitenwand
100) und Eingriffsöffnungen 136 alternative Mittel für ein Zusammenwirken mit einem
Verbindungsschloss 50 sind. Je nach dem, welches Mittel praktikabler verwirklichbar
ist, kann der Konstrukteur auswählen. Eingriffsöffnungen 136 können auch beim ersten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 8 vorgesehen sein.
[0068] In Fig. 14b ist die Möglichkeit zeichnerisch dargestellt, dass man statt der Verbindungsschlösser
50 von Fig. 14a Bolzen 142 mit einem sich axial erstreckenden Langloch vorsieht, in
welches jeweils ein Keil 144 eingesteckt ist. Der Keil 144 wird so weit in das Langloch
eingetrieben, dass entweder zwei Randträger 4 oder zwei Seitenwände 100 oder ein Randträger
4 und eine Seitenwand 100 zwischen dem Bolzenkopf und dem Keil 144 zusammengespannt
werden. Im Fall von zwei Seitenwänden 100 ist der betreffende Bolzen 142 durch ein
Paar von Öffnungen 124 (bzw. konkreter gesagt, durch den Hohlstift 124, der in diesem
Paar von Öffnungen 124 steckt) hindurchgesteckt. Im Fall von zwei Randträgern 4 ist
der Bolzen 142 durch ein Paar von Öffnungen 146 in zwei benachbarten Randträgern gesteckt.
Im gemischten Fall von Randträger 4 gegen Seitenwand 100 geht der Bolzen 142 teils
durch eine Öffnung 124 und teils durch eine Öffnung 146.
[0069] Statt der Bolzen 142 mit Langloch und Keil 144 kann man auch mit Schraubbolzen arbeiten.
[0070] Die beschriebenen Arten, benachbarte Schaltafeln 2 miteinander zu verbinden, nämlich
Verbindungsschlösser 50 oder Bolzen 142 mit Keil 144 oder Schraubbolzen, kann man
alternativ und je nach aktuellen Anforderungen einsetzen. Die Verbindungen kann man
nach Beendigung der jeweiligen Betonierungsaufgabe gleich wieder lösen, oder man kann
mehrere Schaltafeln 2 auch für einen längeren Zeitraum miteinander verbunden halten,
z.B. wenn man eine größere Schaltafellänge, die an der Baustelle nicht verfügbar war,
aus zwei oder mehr kürzeren Schaltafeln 2 zusammengefügt hat und diese größere Schaltafellänge
später noch einmal an einem anderen Ort der Baustelle benötigt wird.
[0071] Mindestens die kleineren bis mittleren Formate der erfindungsgemäßen Schaltafel 2
können mit derart geringem Gewicht zur Verfügung gestellt werden, dass ein einzelner
Mann sie aufheben und zum Einbauort in der Gesamtschalung tragen kann. Hierfür gilt
üblicherweise eine Grenze von 40 kg. Es ist ermittelt worden, dass man z.B. eine 60
cm breite und 270 cm lange Schaltafel 2 in der Bauweise des zweiten Ausführungsbeispiels
gemäß Fig. 9 bis 13 mit einem Gewicht unter 40 kg herstellen kann.
[0072] Man kann an denjenigen Seitenwänden 100, an denen ein Verbindungsschloss 50 oder
ein Bolzen 142 oder ein Schraubbolzen angebracht werden soll, innenseitig (d. h. im
"Inneren" der Kastenform des Füllelements 6) ein Versteifungselement unterlegen, z.B.
einen Metallstreifen.
1. Betonierungs-Schaltafel (2), die mit ihrer Frontseite eine Schalungsfläche (8) bietet,
mit folgenden Merkmalen:
(a) die Schaltafel (2) ist aus Schaltafelelementen (4; 6) zusammengesetzt;
(b) zu den Schaltafelelementen gehören ein erster Randträger (4) und ein zweiter Randträger
(4), die längs zweier gegenüberliegender Ränder der Schaltafel (2) verlaufen;
(c) zu den Schaltafelelementen gehören Füllelemente (6) aus Kunststoff, die sich jeweils
von dem ersten Randträger (4) zu dem zweiten Randträger (4) erstrecken; und
(d) die Füllelemente (6) sind sowohl Bestandteil der Tragstruktur der Schaltafel (2),
als auch, jeweils mit ihrer Frontseite, Bestandteil der Schalungsfläche (8) der Schaltafel
(2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (6) jeweils mittels Schrauben (40), Nieten oder Zusammenklemmelementen
lösbar mit dem ersten Randträger (4) und dem zweiten Randträger (4) verbunden sind,
wobei in Richtung der Bauhöhe (h) der Schaltafel (2) wirksame Mittel (10, 12, 120)
zur formschlüssigen Festlegung der jeweiligen Relativposition von Füllelement (6)
und Randträger (4) vorhanden sind.
2. Schaltafel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass auch die zwei Randträger (4) an ihrer Frontseite Bestandteil der Schalungsfläche
(8) der Schaltafel (2) sind.
3. Schaltafel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10, 12, 120) zur formschlüssigen Festlegung in Form von jeweils sich
längs des betreffenden Randträgers erstreckender Eckausnehmung, in der jeweils ein
Randbereich des betreffenden Füllelements aufgenommen ist, oder in Form von jeweils
sich in Querrichtung des betreffenden Füllelements (6) erstreckender Eckausnehmung
(120), in der jeweils ein Randbereich des betreffenden Randträgers (4) aufgenommen
ist, ausgebildet sind.
4. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) und die Füllelemente (6) alle im wesentlichen die gleiche
Bauhöhe (h) haben.
5. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) jeweils einen Querschnitt nach Art eines Doppel-T-Profils
haben.
6. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) jeweils an ihrer den Füllelementen (6) zugewandten Seite
entweder jeweils mit einem Längsvorsprung (12) ausgebildet sind, der für das Untergreifen
mit einem Verbindungsschloss (50) zum Verbinden von zwei benachbarten Schaltafeln
(2) ausgebildet ist, oder jeweils mit einer Reihe von Eingriffsöffnungen ausgebildet
sind, die jeweils für das Hineingreifen mit einer Klaue eines Verbindungsschlosses
zum Verbinden von zwei benachbarten Schaltafeln ausgebildet sind.
7. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) jeweils in ihrem den Füllelementen (6) abgewandten Randbereich
mindestens ein Halbloch (62) aufweisen, das sich rechtwinklig zu der Schalungsfläche
(8) erstreckt.
8. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) jeweils eine Länge entsprechend einem ganzzahligen Vielfachen
der untereinander gleichen Füllelementbreiten haben.
9. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass entweder alle Füllelemente (6) oder alle Füllelemente (6) mit Ausnahme von zwei End-Füllelementen
im wesentlichen untereinander gleich ausgebildet sind.
10. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Bauhöhe (h) der Schaltafel (2) wirksame Mittel zur formschlüssigen
Festlegung der jeweiligen Relativposition von benachbarten Füllelementen vorhanden
sind, vorzugsweise in Form von eingesetzten Scherstiften (122) oder in Form von gegenseitigem
Eingriff langgestreckter Vorsprünge und Rücksprünge.
11. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die zwei End-Füllelemente (6) jeweils eine Seitenwand (100) im Randbereich
der Schaltafel (2) aufweisen und diese Seitenwände (100) entweder jeweils an ihrer
dem Schaltafelzentrum zugewandten Seite mit einem Längsvorsprung ausgebildet sind,
der für das Untergreifen mit einem Verbindungsschloss zum Verbinden von zwei benachbarten
Schaltafeln ausgebildet ist, oder jeweils mit einer Reihe von Eingriffsöffnungen (136)
ausgebildet sind, die jeweils für das Hineingreifen mit einer Klaue (57) eines Verbindungsschlosses
zum Verbinden von zwei benachbarten Schaltafeln (2) ausgebildet sind.
12. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (6) jeweils Öffnungen (124) zum Zusammenwirken mit Schalungszubehör,
z. B. Richtstützen (90) und Konsolen (70), aufweisen.
13. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (6) jeweils Versteifungsrippen (104) an der Rückseite der die Schalfläche
(8) bildenden Wand (106) haben.
14. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Randträger (4) aus Metall sind, vorzugsweise extrudierte Aluminiumprofile
sind, oder aus, vorzugsweise faserverstärktem, Kunststoff sind.
15. Schaltafel nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllelemente (6) aus faserverstärktem Kunststoff sind und/oder spritzgegossene
Kunststoffteile sind.
1. A formwork panel (2) for concrete work, presenting a formwork surface (8) with its
front side and comprising the following features:
(a) the formwork panel (2) is composed of formwork panel elements (4; 6);
(b) the formwork panel elements include a first edge beam (4) and a second edge beam
(4) extending along two opposite edges of the formwork panel (2);
(c) the formwork panel elements include filling elements (6) of plastics material,
extending from the first edge beam (4) to the second edge beam (4) each; and
(d) the filling elements (6) are both structural components of the formwork panel
(2) and, with the respective front side thereof, components of the formwork surface
(8) of the formwork panel (2),
characterized in that the filling elements (6) are releasably connected to the first edge beam (4) and
the second edge beam (4) each by means of screws (40), rivets or clamping elements,
with means (10, 12, 120) effective in the direction of the constructional height (h)
of the formwork panel (2) being provided for form-fit localization of the respective
relative position of filling element (6) and edge beam (4).
2. The formwork panel according to claim 1,
characterized in that also the two edge beams (4), on the front side thereof, are components of the formwork
surface (8) of the formwork panel (2).
3. The formwork panel according to claim 1 or 2,
characterized in that said means (10, 12, 120) for form-fit localization are each provided in the form
of a respective corner recess extending longitudinally of the respective edge beam
and having a respective edge portion of the respective filling element received therein,
or in the form of a respective corner recess (120) extending in transverse direction
of the respective filling element (6) and having a respective edge portion of the
respective edge beam (4) received therein.
4. The formwork panel according to any of claims 1 to 3,
characterized in that in that the two edge beams (4) and the filling elements (6) all have substantially the same
constructional height (h).
5. The formwork panel according to any of claims 1 to 4,
characterized in that the two edge beams (4) each have a cross-sectional shape of a double T section.
6. The formwork panel according to any of claims 1 to 5,
characterized in that the two edge beams (4), on the side facing the filling elements (6), are each formed
either with a longitudinal projection (12) designed such that a connecting lock (50)
for connecting two adjacent formwork panels (2) can engage underneath the same, or
are each formed with a series of engagement holes each designed for engagement by
a claw of a connecting lock for connecting two adjacent formwork panels.
7. The formwork panel according to any of claims 1 to 6,
characterized in that the two edge beams (4) each have at least one half hole (62) in their edge portion
facing away from the filling elements (6), said half hole extending perpendicularly
to the formwork surface (8).
8. A formwork panel according to any of claims 1 to 7,
characterized in that the two edge beams (4) each have a length corresponding to an integral multiple of
the mutually alike filling element widths.
9. The formwork panel according to any of claims 1 to 8,
characterized in that either all filling elements (6) or all filling elements (6) with the exception of
two end filling elements are of mutually identical construction.
10. The formwork panel according to any of claims 1 to 9,
characterized in that means effective in the direction of the constructional height (h) of the formwork
panel (2) are provided for form-fit localization of the respective relative position
of adjacent filling elements, preferably in the form of inserted shear pins (122)
or in the form of mutual engagement of elongate projections and recesses.
11. The formwork panel according to any of claims 1 to 10,
characterized in that at least the two end filling elements (6) each have a side wall (100) in the edge
portion of the formwork panel (2) and these side walls (100) are each formed, on their
side facing the formwork panel center, either with a longitudinal projection designed
such that a connecting lock for connecting two adjacent formwork panels can engage
underneath the same, or are each formed with a series of engagement holes (136) each
designed for engagement by a claw (57) of a connecting lock for connecting two adjacent
formwork panels (2).
12. The formwork panel according to any of claims 1 to 11,
characterized in that the filling elements (6) each have openings (124) for cooperating with formwork accessories,
e.g. push-pull props (90) and brackets (70).
13. The formwork panel according to any of claims 1 to 12,
characterized in that the filling elements (6) each have reinforcing ribs (104) on the rear side of the
wall (106) constituting the formwork surface (8).
14. The formwork panel according to any of claims 1 to 13,
characterized in that the two edge beams (4) are made of metal, and preferably are extruded aluminum sections,
or are made of, preferably glass-fiber reinforced, plastics.
15. The formwork panel according to any of claims 1 to 14,
characterized in that the filling elements (6) are made of, preferably glass fiber-reinforced, plastics
and/or are injection-molded plastics parts.
1. Tableau de distribution de bétonnage (2), qui offre une surface de coffrage (8) avec
son côté avant, présentant les caractéristiques suivantes :
(a) le tableau de distribution (2) est composé d'éléments de tableau de distribution
(4 ; 6) ;
(b) les éléments de tableau de distribution comportent un premier support de bordure
(4) et un deuxième support de bordure (4), lesquels s'étendent le long de deux bordures
se faisant face du tableau de distribution (2) ;
(c) des éléments de remplissage (6) en matière plastique font partie des éléments
de tableau de distribution, lesquels éléments de remplissage s'étendent respectivement
du premier support de bordure (4) au deuxième support de bordure (4) ; et
(d) les éléments de remplissage (6) font partie intégrante aussi bien de la structure
porteuse du tableau de distribution (2) que, respectivement par leur côté frontal,
de la surface de coffrage (8) du tableau de distribution (2) ;
caractérisé en ce que les éléments de remplissage (6) sont assemblés de manière amovible au premier support
de bordure (4) et au deuxième support de bordure (4) respectivement à l'aide de vis
(40), de rivets ou d'éléments d'assemblage par serrage, dans lequel sont présents
des moyens (10, 12, 120) ayant une action en direction de la hauteur (h) du tableau
de distribution (2) et servant à bloquer par complémentarité de forme la position
relative respective de l'élément de remplissage (6) et du support de bordure (4).
2. Tableau de distribution selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) également font partie intégrante au niveau de leur
côté frontal de la surface de coffrage (8) du tableau de distribution (2).
3. Tableau de distribution selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les moyens (10, 12, 120) destiné au blocage par complémentarité de forme sont réalisés
sous la forme d'un évidement d'angle s'étendant respectivement le long du support
de bordure concerné, dans lequel est logée respectivement une zone de bordure de l'élément
de remplissage concerné, ou sous la forme d'un évidement d'angle (120) s'étendant
respectivement dans la direction transversale de 1'élément de remplissage (6) concerné,
dans lequel est logée respectivement une zone de bordure du support de bordure (4)
concerné.
4. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) et les éléments de remplissage (6) présentent tous
essentiellement la même hauteur (h).
5. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) présentent respectivement une section transversale
à la manière d'un double profilé en T.
6. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) sont réalisés, respectivement au niveau de leur
côté tourné vers les éléments de remplissage (6), soit respectivement avec une partie
faisant saillie longitudinale (12), laquelle est réalisée pour l'engrènement par le
bas avec un verrou d'assemblage (50), aux fins de l'assemblage de deux tableaux de
distribution (2) adjacents, soit respectivement avec une série d'orifices d'engrènement,
qui sont réalisés respectivement pour l'engrènement avec une griffe d'un verrou d'assemblage
aux fins de l'assemblage de deux tableaux de distribution adjacents.
7. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) présentent respectivement, dans leur zone de bordure
opposée aux éléments de remplissage (6), au moins un demi-trou (62), qui s'étend à
angle droit par rapport à la surface de coffrage (8).
8. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) présentent respectivement une longueur correspondant
à un multiple d'un nombre entier des largeurs d'élément de remplissage égales les
unes aux autres.
9. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que soit tous les éléments de remplissage (6), soit tous les éléments de remplissage
(6) à l'exception de deux éléments de remplissage d'extrémité sont réalisés essentiellement
de manière identique les uns par rapport aux autres.
10. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que sont présents des moyens ayant une action en direction de la hauteur (h) du tableau
de distribution (2) et servant à bloquer par complémentarité de forme la position
relative respective d'éléments de remplissage adjacents, de préférence sous la forme
de goupilles de cisaillement (122) insérées ou sous la forme d'un engrènement mutuel
de parties faisant saillie et de retraits allongés.
11. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'au moins les deux éléments de remplissage d'extrémité (6) présentent respectivement
une paroi latérale (100) dans la zone de bordure du tableau de distribution (2), et
en ce que lesdites parois latérales (100) sont réalisées soit respectivement , au niveau de
leur côté tourné vers le centre du tableau de distribution, avec une partie faisant
saillie longitudinale, laquelle est réalisée pour l'engrènement par le bas avec un
verrou d'assemblage aux fins de l'assemblage de deux tableaux de distribution adjacents,
ou respectivement avec une série d'orifices d'engrènement (136), lesquels sont réalisés
respectivement pour l'engrènement avec une griffe (57) d'un verrou d'assemblage aux
fins de l'assemblage de deux tableaux de distribution (2) adjacents.
12. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que les éléments de remplissage (6) présentent des orifices (124) servant à coopérer
avec des accessoires de coffrage, tels que des étais (90) et des consoles (70).
13. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que les éléments de remplissage (6) présentent respectivement des nervures de renforcement
(104) au niveau du côté arrière de la paroi (106) formant la surface de coffrage (8).
14. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que les deux supports de bordure (4) sont en métal, sont de préférence des profilés en
aluminium extrudés, ou sont en matière plastique de préférence renforcée par des fibres.
15. Tableau de distribution selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que les éléments de remplissage (6) sont en matière plastique renforcée par des fibres
et/ou sont des parties en matière plastique coulées par injection.