[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Nähgarnes
oder Stickgarnes mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruchs 1.
[0002] Garne, insbesondere Näh- oder Stickgarne, die die Struktur eines Coregarnes aufweisen,
sind seit langem bekannt. So bestehen diese bekannten Coregarne aus einer Seele, die
aus einem Multifilamentgarn ausgebildet ist, wobei diese multifile Seele mit einem
Fasergarn, das auch üblicherweise als Stapelfasergarn bezeichnet wird, umsponnen wird,
was üblicherweise auf Ringspinnmaschinen durchgeführt wird. Um den erforderlichen
Zusammenhalt des Garnes sicherzustellen, wird das Garn nach der Umspinnung des Seelenmaterials
hoch gedreht oder alternativ hierzu werden mindestens zwei umsponnenen Seelenmaterialien
nach Vordrehung miteinander verzwirnt. Durch die zuvor angesprochene hohe Drehung
oder durch die Zwirnung wird die Fasergarn-Umspinnung relativ zu dem dann gedrehten
Seelenmaterial bzw. den umsponnenen und miteinander verzwirnten Seelenmaterialen aufgrund
der hierdurch hervorgerufenen äußeren Klemmung des Fasergarns fixiert, so daß Aufschiebungen
der Umspinnung weitestgehend vermieden werden.
[0003] Desweiteren ist es bekannt, aus Stapelfasergarnen nach dem sogenannten Murata-Vortex-Luftspinnverfahren
mit Hilfe einer einzigen Luft-Dralldüse relativ voluminöse Fasergarne zu erzeugen,
wobei diese Garne eine Seele aus Fasergarnen und einen Mantel aus Umwindefasern aufweisen.
Der Mantel dieser so hergestellten Garne weist über den Garnquerschnitt gesehen mindestens
75 Gew.% Stapelfasern auf, die mit Hilfe der feststehenden, stromab der Düse angeordneten
Spindel und der hiervon hervorgerufenen Luftverwirbelung um die aus Stapelfasergarnen
bestehenden Seele gewickelt sind. Die so hergestellten Garne sind jedoch keinen hohen
mechanischen Anforderungen, wie sie beispielsweise beim Nähen und Sticken auf die
entsprechenden Näh- bzw. Stickgarne einwirken, gewachsen.
[0004] Die
US-B-6 370 858 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Coregarnes, das nach einem Luftspinnverfahren
arbeitet, bei dem sowohl die multifile Seelenmaterial als auch die Fasern des verstreckten
Kardenbandes zusammen einer Luft-Dralldüse zugeführt werden. Das hierbei hergestellte
Coregarn wird zur Herstellung von Bekleidungen verwendet, so daß derartige Garne wegen
ihrer geringen Belastungsfähigkeit nicht als Näh- oder Stickgarne verwendet werden
können. Außerdem wird bei dem bekannten Verfahren nur ein einziges Multifilamentgarn
verwendet. Die
DE-A-40 35 908 beschreibt ein Nähgarn, wobei das Garn mindestens eine multifile erste Garnkomponente,
die überwiegend im Kern des Garnes angeordnet ist, und eine mit der ersten Komponente
versponnene zweite Garnkomponente, die mindestens ein Fasergarn umfaßt, aufweist.
Grundsätzlich wird das bekannte Nähgarn nach einem Sekundärspinnverfahren, z.B. ein
Luftblastexturierverfahren herstellen.
[0005] Die Herstellung der eingangs beschriebenen konventionellen Coregarne ist aufgrund
der Aufbringung der Drehung bzw. der Zwirnung besonders kostenintensiv, während die
zuletzt beschriebenen reinen Fasergarne als Näh- oder Stickgarne nicht verwendbar
sind.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein besonders kostengünstiges
Verfahren zur Herstellung eines Nähgarnes oder eines Stickgarnes, zur Verfügung zu
stellen, das die Konstruktion eines Coregarnes aufweist, wobei jedoch die aus Fasergarnen
(=Stapelfasergarnen oder kurz auch Fasern) bestehenden Ummantelung dieses Coregarnes
besonders fest am Seelenmaterial fixiert sein soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines
Coregarnes sieht vor, daß bei dem mindestens ein, die Umspinnung des Garnes ausbildendes
Kardenband über mindestens eine Streckpassage verstreckt wird und daß das verstreckte
Kardenband zusammen mit einem multifilen Seelenmaterial einer Luft-Dralldüse zugeführt
wird, wobei erfindunggemäß das zur Herstellung eines Näh- oder Stickgarnes als multifiles
Seelenmaterial des Coregarnes zwei bis fünf Multifilamentgarne der Luft-Dralldüse
zugeführt werden, daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne vor dem Kontakt mit der
Luft-Dralldüse aufgespreizt werden oder daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne mit
Abstand voneinander vor der Luft-Dralldüse angeordnet und dieser zugeführt werden
und daß die Fasern des Kardenbandes so eingesponnen und fixiert werden, daß zwischen
1 Gew.% und 60 Gew.% der Fasern der Umspinnung, bezogen auf das Gesamtfasergarngewicht
der Umspinnung, über ihre gesamte axiale Faserlänge oder über einen Abschnitt ihrer
axialen Faserlänge zwischen den Filamenten des multifilen Seelenmaterials eingebunden
werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist analog oder identisch alle die Vorteile auf,
wie diese nachfolgend für das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Näh-
oder Stickgarn beschrieben wird.
Besonders vorteilhaft in bezug auf die Einbindung der Fasern des Fasergarnes, das
die Umspinnung ausbildet, ist es, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die zwei
bis fünf Multifilamentgarne vor dem Kontakt mit der Luft-Dralldüse aufgespreizt werden.
Diese Aufspreizung bewirkt, daß die Fasern des Fasergarnes während des eigentlichen
Spinnprozesses, d.h. somit in der einzigen Luft-Dralldüse, so eingesponnen und fixiert
werden, wie dies nachfolgend für das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Coregarn umfangreich beschrieben wird. Hierbei bewirkt dieses Aufspreizen insbesondere,
daß ein hinreichend großer Abstand zwischen den Einzelkapillaren der Seele ausgebildet
wird, so daß dementsprechend die Einbindung bzw. Einklemmung der Fasern des Fasergarnes,
die die Umspinnung ausbilden, hervorragend erfolgen kann.
[0007] Das zuvor beschriebene Aufspreizen der Filamente der multifilen Seelen der zwei bis
fünf Multifilamentgarne kann pneumatisch, d.h. somit insbesondere durch einen Gas-
und vorzugsweise durch einen Luftstrom, der mittels geeigneter Düse oder durch Absaugen
auf die Multifilamentgarne einwirkt, herbeigeführt werden.
[0008] Ebenso ist es möglich, die erwünschte Aufspreizung mechanisch zu bewirken, wobei
diesbezüglich entweder ein an sich bekanntes und mit den Multifilamentgarnen in Kontakt
tretendes und quer zu dessen Transportrichtung laufendes Rad oder Band vorgesehen
ist. Abhängig von den Geschwindigkeiten des Bandes bzw. des Rades und der Transportgeschwindigkeit
der zugeführten zwei bis fünf Multifilamentgarne sowie der zwischen dem Rad oder dem
Band auftretenden Friktionen läßt sich der Grad der Aufspreizung steuern bzw. regeln.
Besonders geeignet ist es jedoch, wenn die zwei bis fünf Multifilamentgarne durch
Kontakt mit einem Fingerbreithalter aufgespreizt werden, wobei der Grad der Aufspreizung
insbesondere durch die Form und vorzugsweise durch die Krümmung des Fingerbreithalters,
die Art der Zuführung der Multifilamentgarne, insbesondere deren Zuführspannung und
deren Zuführwinkel, variierbar ist.
[0009] Wenn im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren oder des nachfolgend noch
beschriebenen, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Näh- oder Stickgarnes
herausgestellt ist, daß das Garn, das die Seele ausbildet, zwei bis fünf Multifilamentgarne
sind, so können selbstverständlich diese Multifilamentgarne durch eine Schar von Monofilamentgarnen
oder von luftverwirbelten Garnen ersetzt werden. Hierbei wird diese Schar der zuvor
genannten Garne vor der Luft-Dralldüse derart zugeführt, daß die Monofilamente bzw.
die einzelnen luftverwirbelten Garne mit Abstand voneinander angeordnet sind.
[0010] Werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zwei bis fünf Multifilamentgarne als Seele
eingesetzt, werden diese Multifilamentgarne vorzugsweise einzeln so dem mindestens
einem verstreckten Kardenband vor der Luft-Dralldüse zugeführt, daß sie von vorne
herein mit Abstand voneinander angeordnet sind. Somit kann bei dieser Variante des
erfindungsgemäßen Verfahrens auf das Aufspreizen verzichtet werden, wobei es jedoch
selbstverständlich auch möglich ist, hier die zuvor beschriebenen Aufspreizvarianten
vorzusehen.
[0011] Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, die zuvor angesprochenen zwei bis
fünf, die Seele des Coregarnes bildenden Multifilamentgarne insgesamt oder gruppenweise
zusammengefaßt und damit gebündelt dem verstreckten Kardenband zugeführt werden.
[0012] Der Begriff Zuführen, wie er vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren verwendet worden ist, bedeutet insbesondere, daß die Multifilamentgarne
auch in Kontakt mit dem mindestens einen verstreckten Kardenband gebracht werden.
Dies kann vorzugsweise durch die von den Multifilamentgarnen zu durchlaufendes Rohr
oder ein zu durchlaufender Ring erreicht werden, das bzw. der in Laufrichtung des
Kardenbandes gesehen insbesondere unmittelbar vor der Luft-Dralldüse positioniert
ist.
[0013] Wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einem Fasergarn, das die Umspinnung
des erfindungsgemäßen Garnes ausbildet, aus Naturfasern und insbesondere aus Baumwollfasern
gearbeitet, so sieht eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, daß
das Kardenband zusätzlich noch gekämmt wird. Das so aus dem Kardenband erstellte gekämmte
Band weist dann eine gleichmäßige Länge der Stapelfasern auf, da durch diesen zusätzlichen
Verfahrensschritt solche Stapelfasern ausgekämmt werden, die recht kurzstapelig sind.
Dies wiederum führt dazu, daß ein hieraus hergestelltes Garn, insbesondere ein Näh-
oder Stickgarn, selbst bei extremer mechanischer Beanspruchung einwandfrei im Rahmen
der Konfektion zu verarbeiten ist.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei den erfindungsgemäßen Verfahren das Kardenband
über eine Streckzone mit mindestens zwei und vorzugsweise mit zwei bis drei Streckpassagen
verstreckt wird, da hierdurch einerseits eine einwandfreie Verstreckung und andererseits
hohe Produktionsgeschwindigkeiten ermöglicht werden.
[0015] Besonders gute Ergebnisse in bezug auf die mechanisch-technologischen Eigenschaften
des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aus dem Coregarn hergestellten Näh- oder
Stickgarnes werden dadurch erreicht, wenn das Kardenband mit einem Gesamtverzug zwischen
50-fach und 350-fach, vorzugsweise zwischen 230-fach und 280-fach, vor dem Spinnen
des Coregarnes, insbesondere an der Spinnmaschine, verstreckt wird.
[0016] Insbesondere wird die Verstreckung des Kardenbandes bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
so ausgeführt, daß das Kardenband mit einer Bandfeinheit zwischen 5 Ktex und 1,5 Ktex
der Streckzone vorgelegt wird.
[0017] Bedingt dadurch, daß das erfindungsgemäße Verfahren hohe Produktionsgeschwindigkeiten
ermöglicht, lassen sich nach diesem Verfahren besonders kostengünstig diese Coregarne
herstellen. Hohe Geschwindigkeiten bedeutet vorzugsweise, daß das verstreckte Kardenband
mit einer Liefergeschwindigkeit zwischen 150 m/min und 400 m/min, vorzugsweise zwischen
220 m/min und 320 m/min, der Luft-Dralldüse zugeführt wird.
[0018] Soll eine besonders hohe Fixierung der die Umspinnung ausbildenden Fasergarne relativ
zum Seelenmaterial erreicht werden, so bietet es sich vorteilhafterweise an, das nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Näh- oder Stickgarn nach seiner Herstellung
zu drehen oder mit mindestens einem weiteren erfindungsgemäß hergestellten Garn zu
verzwirnen. Die Drehung bzw. Verzwirnung variiert dabei vorzugsweise zwischen 50 Drehungen/m
und 800 Drehungen/m, insbesondere zwischen 250 Drehungen/m und 500 Drehungen/m.
[0019] Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Näh- oder Stickgarn weist die
Struktur eines Coregarnes auf, wobei dieses Coregarn mit mindestens einer aus zwei
bis fünf Multifilamentgarnen bestehenden Seele versehen ist, die ihrerseits wiederum
eine Umspinnung aus Fasergarnen besitzt.
[0020] Die vorstehend verwendete Formulierung, wonach das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte Näh- oder Stickgarn wird nachfolgend abgekürzt als erfindungsgemäß hergestelltes
Näh- oder Stickgarn bezeichnet
[0021] Im Gegensatz zu den eingangs beschriebenen, aus dem Stand der Technik bekannten Coregarnen
ist jedoch bei dem erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder Stickgarn mindestens ein
Anteil der Fasern, die das insbesondere ungedrehte oder nur gering gedrehte Fasergarn
der Umspinnung ausbilden, über die gesamte axiale Faserlänge oder über einen Abschnitt
der axialen Faserlänge zwischen den Filamenten der zwei bis fünf Multifilamentgarne
der Seele eingebunden und insbesondere eingeklemmt. Mit anderen Worten wird somit
ein bestimmter Anteil der die Umspinnung ausbildenden Fasern über ihre gesamte axiale
Länge oder über einen Abschnitt der axialen Faserlänge zwischen den Filamenten, insbesondere
zwischen den benachbarten Filamenten, der multifilen Seele eingebunden und vorzugsweise
eingeklemmt, während sich die nicht eingebundenen bzw. nicht eingeklemmten Fasern
der Umwindung (Umspinnung) spiralförmig um das Seelenmaterial anordnen. Die nicht
eingebundenen bzw. nicht eingeklemmten Abschnitte der Fasern winden sich abhängig
von ihrer Länge ebenfalls spiralförmig um das Seelenmaterial und fixieren dort die
nicht eingebundenen bzw. nicht eingeklemmten Fasern oder stehen von der Seelenlängsachse
ab.
[0022] Insbesondere weist das erfindungsgemäß hergestellte Näh- oder Stickgarn einen Anteil
an Stapelfasern auf, der maximal 50 Gew.% beträgt und der vorzugsweise zwischen 50
Gew.% und 25 Gew.% und insbesondere zwischen 45 Gew.% und 35 Gew.%, bezogen auf das
Gewicht des fertigen Coregarnes, variiert.
[0023] Das erfindungsgemäß hergestellte Näh- oder Stickgarn weist gegenüber dem herkömmlichen
Coregarn den Vorteil auf, daß die Umwindung (Umspinnung) aufgrund der zuvor beschriebenen
Einbindung und insbesondere Einklemmung besonders sicher und fest gegenüber einer
Verschiebung relativ zur Seelenlängsachse abgesichert ist, ohne daß es hierfür zwingend
der eingangs beim Stand der Technik beschriebenen hohen Drehung oder Verzwirnung bedarf.
Hierdurch wird auch erklärlich, daß das erfindungsgemäß hergestellte Näh- oder Stickgarn
einen wesentlich weicheren Griff als ein herkömmlich hergestelltes Coregarn aufweist,
was sich als besonderer Vorteil im Hinblick auf den Tragekomfort bei konfektionierten
Teilen, insbesondere auch bei Unterwäsche, Bettwäsche, Handtücher, Blusen, T-Shirts
o. dgl., die mit dem erfindungsgemäßen Nähgarn bzw. Stickgarn versehen sind, erweist.
Der weitere Vorteil des erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder Stickgarnes liegt
darin, daß es im Vergleich zu herkömmlichen Coregarnen besonders preiswert herzustellen
ist, da hier ein kostenintensives Hochdrehen oder ein Zwirnen nicht zwingend erforderlich
ist.
[0024] Die zuvor beschriebenen positiven Eigenschaften weisen insbesondere solche Ausführungsformen
des erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder Stickgarnes auf, bei denen der Anteil
der über ihre gesamte axiale Länge oder nur über einen Abschnitt der axialen Faserlänge
eingebundenen bzw. eingeklemmten Fasern zwischen 1 Gew.% und 60 Gew.%, bezogen auf
das Gesamtfasergarngewicht der Umspinnung, variiert. Mit anderen Worten sind hierbei
1 Gew.% bis 60 Gew.% des Gesamtfasergewichtsanteils der Umspinnung zwischen den zuvor
beschriebenen Filamenten des Seelenmaterials eingebunden bzw. eingeklemmt, wobei mit
zunehmenden Anteil der so eingebundenen bzw. eingeklemmten Fasern dementsprechend
auch die Aufschiebeneigung der Umwindung (Umspinnung) weiter reduziert werden kann.
Dies wiederum erlaubt es, durch Variation des Anteils der eingebundenen bzw. eingeklemmten
Fasern die an das jeweilige Garn gestellten Anforderungen besonders einfach anzupassen.
Wird beispielsweise beim Nähen oder Sticken mit hohen Geschwindigkeiten gearbeitet
und das hierfür verwendete Garn vielfach umgelenkt, so bietet es sich an, den Anteil
der über ihre gesamte axiale Länge oder über einen Abschnitt ihrer axialen Faserlänge
eingebundenen und insbesondere eingeklemmten Fasern entsprechend hoch zu wählen, so
insbesondere zwischen 40 Gew.% und 60 Gew.%, bezogen auf das Gesamtfasergarngewicht
der Umspinnung. Sind jedoch die Anforderungen an das jeweilige erfindungsgemäße Garn,
insbesondere beim Nähen oder Sticken, relativ gering, d.h. es wird mit relativ geringen
Geschwindigkeiten und/oder mit einer geringen Anzahl von Umlenkungen verarbeitet,
so variiert vorzugsweise der zuvor angesprochene Anteil der fixierten Fasern zwischen
1 Gew.% und 15 Gew.%, und bei entsprechend höheren Anforderungen, insbesondere zwischen
16 Gew.% und 39 Gew.%, jeweils bezogen auf das Gesamtfasergarngewicht der Umspinnung.
[0025] Eine weitere Möglichkeit zur Anpassung des erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder
Stickgarnes an die hieran gestellten besonderen Anforderungen ist dadurch gegeben,
daß bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen hergestellten Näh- oder
Stickgarnes zwischen 1 Gew.% und 30 Gew.% der Fasern der Umspinnung nur über einen
Abschnitt und somit nicht über ihre gesamte axiale Länge zwischen den Filamenten der
aus zwei bis fünf Multifilamentgarnen bestehenden Seele eingebunden sind. Abhängig
vom Grad der Einbindung und insbesondere der Einklemmung, d.h. insbesondere von der
Fläche und damit im Wesentlichen von der Länge des eingebundenen Abschnittes der jeweiligen
Faser, läßt sich bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäß hergestellten Näh-
oder Stickgarnes die spezielle Coregarnkonstruktion an die an das erfindungsgemäße
hergestellte Näh- oder Stickgarn gestellten Anforderungen anpassen. Auch bei dieser
Ausführungsform bedeutet ein hoher prozentualer Anteil der eingebundenen Faserabschnitte
eine besonders hohe Stabilität des Garnes in bezug auf die zuvor beschriebenen mechanischen
Beanspruchungen (hohe Geschwindigkeit, hohe Anzahl von Umlenkungen), während ein geringerer
prozentualer Anteil der eingebundenen Faserabschnitte dementsprechend auch eine geringere
Stabilität des erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder Stickgarnes in bezug auf die
zuvor beschriebenen mechanischen Beanspruchungen bewirkt.
[0026] Wesentlich höhere mechanische Stabilitäten weisen jedoch solche Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Garnes auf, die als Seele zwei bis fünf Multifilamentgarne aufweisen.
Werden diese Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Garnes zusätzlich noch nach ihrer
Herstellung mit einer geringen Drehung, so insbesondere zwischen 50 und 800 Drehungen/m,
vorzugsweise zwischen 250 und 500 Drehungen/m, versehen, läßt sich mit derart einfachen
und kostengünstigen Mitteln die mechanische Stabilität dieser Ausführungsformen weiter
verbessern bzw. besonders leicht an die jeweiligen Anforderungen, die bei der Verarbeitung
des Garnes in der Konfektion auftreten, anpassen, so daß mit einem derartigen Garn
mannigfache Aufgaben erfüllt werden können.
[0027] Wie bereits vorstehend erwähnt, hängt bei dem erfindungsgemäß hergestellten Näh-
oder Stickgarn insbesondere seine mechanische Stabilität und vorzugsweise die Verschiebung
der Überlage (Umspinnung) auch davon ab, wie lang der von den Kapillaren (Filamenten)
der Seele eingebundene Faserabschnitt ist. Vorzugsweise sind diese eingebundenen Faserabschnitte
mit einer Länge zwischen 2 % und 20 %, bezogen auf die Stapellänge der Fasern des
Fasergarns, die die Umspinnung ausbilden, durch die Filamente der zwei bis fünf, die
Seele ausbildenden Multifilamentgarne eingebunden bzw. eingeklemmt.
[0028] Eine weitere Verbesserung der mechanischen Stabilität des erfindungsgemäß hergestellten
Näh- oder Stickgarnes kann dadurch erreicht werden, daß mindestens ein Anteil der
Fasern, die das Fasergarn der Umspinnung ausbilden, durch andere Fasern des Fasergarnes
der Umspinnung eingebunden und insbesondere eingeklemmt ist. Ein derartiges zusätzliches
Einbinden der Fasern des Fasergarnes, das die Umspinnung ausbildet, läßt sich insbesondere
dadurch erreichen, daß das erfindungsgemäß hergestellte Coregarn mit einer geringen
Drehung, die üblicherweise auch als Schutzdrehung bezeichnet wird, versehen wird,
wobei vorzugsweise hierfür auf das fertige Coregarn eine Drehung zwischen 50 Drehungen/m
und 500 Drehungen/m, insbesondere zwischen 100 Drehungen/m und 300 Drehungen/m, aufgebracht
wird. Ebenso besteht die Möglichkeit, mindestens zwei erfindungsgemäße Coregarne mit
oder ohne Schutzdrehung, miteinander zu verzwirnen, wobei hierfür geringe Zwirndrehungen
zwischen 50 Drehungen/m und 800 Drehungen/m, vorzugsweise zwischen 250 Drehungen/m
und 500 Drehungen/m, besonders bevorzugt werden. Weist das erfindungsgemäße Garn mit
einer Schutzdrehung versehene Coregarne auf, werden abhängig von den Drehungen der
Schutzdrehung für die Zwirndrehung die vorstehend genannten geringeren Drehungen vorgesehen,
wobei bevorzugt die Schutzdrehung in S-Richtung und die Zwirndrehung in Z-Richtung
aufgebracht ist.
[0029] Ebenso kann das zuvor beschriebene zusätzliche Einbinden der Fasern der Umspinnung
dadurch erreicht werden, daß auf das erfindungsgemäß hergestellte Näh- oder Stickgarn
eine Bondierung appliziert wird, vorzugsweise in einer Konzentration zwischen 0,2
Gew.% und 5 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des fertigen Garnes.
[0030] Bezüglich der Einzelfilamentzahl der zwei bis fünf Multifilamentgarne, die die Seele
ausbilden, ist allgemein festzuhalten, daß die erwünschte Fixierung der die Umspinnung
ausbildenden Fasergarne von der Größe der Einzelfilamentzahl abhängt. Hohe Einzelfilamentzahlen
der multifilen Seele bewirken dementsprechend eine höhere Fixierung der eingebundenen
Fasern der Fasergarnumspinnung und damit auch eine höhere mechanische Stabilität,
insbesondere gegen eine unerwünschte Verschiebung der Umspinnung bei der Verarbeitung
des Garnes, die letztendlich zu einem Garnbruch beim weiteren Verarbeiten oder zu
Fehlproduktionen führen kann, wobei die Einzelfilamentzahl der multifilen Seele zwischen
12 und 1.000, vorzugsweise zwischen 24 und 96, variiert.
[0031] Besonders geeignete Ausführungsformen des erfindungsgemäß hergestellten Näh- oder
Stickgarnes weisen solche Multifilamentgarne als Seele auf, deren Einzelfilamenttiter
zwischen 0,7 dtex und 5 dtex, vorzugsweise zwischen 2,5 dtex und 3,8 dtex, variiert.
Auch hierdurch besteht die Möglichkeit, durch Variation des Einzelfilamenttiters den
Grad der Fixierung der Fasern des Fasergarnes, das die Umspinnung ausbildet, zu gestalten.
[0032] Bezüglich des Materials, aus dem die die Seele ausbildende Multifilamentgarne bestehen,
ist grundsätzlich festzuhalten, daß hierfür synthetische und halbsynthetische multifile
Garne ausgewählt werden. Hierunter fallen insbesondere Polyalkylene, vorzugsweise
ultrahochmodulares Polyethylen (Dyneema), Peek, Glasfasern, Kohlefasern, Viskose,
Modalfasern und/oder Polyacrylfasern. Besonders geeignet ist es jedoch als Materialien
multifile Viskosefasern, multifile Polyesterfasern, insbesondere hochfeste multifile
Polyesterfasern, multifile Polyamid 6.-Fasern, multifile Polyamid 6.6.-Fasern, multifile
Aramidfasern und/oder multifile Polyamidfasern zu benutzen.
[0033] Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff "und/oder" bedeutet, daß
alle oder einige Elemente der diesbezüglichen Aufzählung additiv oder daß einige oder
alle Elemente der diesbezüglichen Aufzählung alternativ zu verstehen sind, während
unter den Begriff Polyester insbesondere solche Materialien fallen, die aus Polyethylenterephthalat
bestehen. Desweiteren ist festzuhalten, daß alle in der vorliegenden Beschreibung
der Erfindung im Singular verwendeten Begriffe auch den Plural dieser Begriffe abdecken.
[0034] Ferner beschreibt der Begriff Kardenband alle bandartigen Gebilde, in denen die Fasern
weitestgehend oder vollständig in paralleler Anordnung vorliegen und deckt somit auch
die in der Technik verwendeten Begriffe Streckenband, Krempelband oder gekämmtes Band
ab. Ein gekämmtes Band ist üblicherweise ein solches Band aus parallelisierten Fasern,
das im Vergleich zu einem ungekämmten Band einen geringeren Anteil an Verunreinigungen
und/oder Fasern von geringerer axialer Länge aufweist.
[0035] Fasergarn, das als Umspinnung für das erfindungsgemäß hergestellte Garn verwendet
wird, umfaßt vorzugsweise synthetische Fasergarne und/oder natürliche Fasergarne.
Besonders geeignet ist es, wenn dies erfindungsgemäße Garn als Umspinnung ein insbesondere
ungedrehtes oder nur gering gedrehtes Fasergarn (Faserschar) aus Baumwolle, Polyester,
Polyamid, Panoxfasern, Polyacrylnitril, Viscose, Modal, Wolle, Polypropylen, Acetat
und/oder Aramid aufweist. Der Titer der Einzelfaser der zuvor genannten Fasergarne
variiert insbesondere zwischen 0,6 dtex und 2 dtex, vorzugsweise zwischen 0,8 dtex
und 1,5 dtex.
[0036] Bezüglich der Stapellänge der zuvor angesprochenen Fasergarne ist allgemein festzuhalten,
daß sich diese vorzugsweise nach dem Grad der Umspinnung richtet. Insbesondere weist
das erfindungsgemäß hergestellte Garn für die Umspinnung solche Fasergarne auf, deren
Stapellänge zwischen 25 mm und 60 mm, vorzugsweise zwischen 30 mm und 50 mm, variiert.
[0037] Durch Variation des Seelenmaterials, d.h. abhängig davon, ob das Seelenmaterial ein
multifiles Glattgarn, ein multifiles texturiertes Garn oder ein luftverwirbeltes Garn
ist, lassen sich Volumen und Eigenschaften des erfindungsgemäße hergestellten Garnes
in erwünschter Weise weiter variieren. Wird als Seelenmaterial ein multifiles Glattgarn
eingesetzt, so weist das erfindungsgemäß hergestellte Garn im Vergleich zu einer Ausführungsform,
die ein luftverwirbeltes Garn oder ein texturiertes Garn als Seelenmaterial enthält,
bei gleichem quantitativen Anteil an Umspinnung ein relativ geringes Volumen und eine
geringere reversible Elastizität auf. Durch Ersatz dieses Glattgarnes durch ein texturiertes
multifiles Seelenmaterial erhöht sich die Elastizität dieses erfindungsgemäß hergestellten
Garnes, während bei Verwendung eines luftverwirbelten multifilen Seelenmaterials ein
großes Volumen und eine relativ hohe reversible Elastizität zur Verfügung gestellt
wird.
[0038] Abhängig von der jeweiligen Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Garnes weist
dieses insbesondere zwischen 40 Gew.% und 80 Gew.%, vorzugsweise zwischen 50 Gew.%
und 75 Gew.%, des die Seele ausbildenden Multifilamentgarnes und zwischen 60 Gew.%
und 20 Gew.%, vorzugsweise zwischen 50 Gew.% und 25 Gew.%, der Umspinnung auf.
[0039] Besonders stabile Ausführungsformen des erfindungsgemäß hergestellten Garnes werden
dadurch erreicht, daß zwei bis zehn, vorzugsweise zwei bis vier, Coregarne der vorstehend
im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäß hergestellten Garn beschriebenen Art miteinander
verzwirnt werden. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäß hergestellten Garnes weisen
bei hohen Festigkeiten hervorragend Näheigenschaften auf, was sich insbesondere bei
hohen Nähgeschwindigkeiten, die bis zu 6.000 m/min reichen, als besonders vorteilhaft
herausstellt.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf den Bereich der Zuführung des die Seele bildenden Multifilamentgarnes
zu dem die Umspinnung bildenden Fasergarn; und
- Figur 2
- eine Seitenansicht zu Figur 1, teilweise mit aufgebrochener Luft-Dralldüse.
[0041] In den Figuren sind dieselben Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen. Es wird
darauf hingewiesen, daß die Figuren schematische, nicht maßstabgerechte Zeichnungen
sind.
[0042] Klarstellend ist anzumerken, daß in der Figur 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit
die in Laufrichtung des Garnes gesehen, wie sie mit dem Pfeil 10 gekennzeichnet ist,
die Spindel, wie sie im Detail in Figur 2 abgebildet ist, nicht eingezeichnet ist.
[0043] Ein insgesamt mit 1 bezeichnetes verstrecktes Kardenband weist eine Vielzahl von
parallelisierten Einzelfasern 1a bis 1c auf, wobei hier nur drei Einzelfasern beispielhaft
abgebildet sind. Die Walzenpaarung 2 und 3 bilden das Auslaufwalzenpaar der Streckzone,
wobei entgegengesetzt zur Laufrichtung 10 des Garnes vor der Walzenpaarung 2 und 3
eine weitere Walzenpaarung 4 und 5 angeordnet ist.
[0044] Mit 6 ist ein Multifilamentgarn bezeichnet, das die Seele des fertigen Garnes ausbildet.
Dieses Multifilamentgarn 6 weist eine Vielzahl von Einzelfilamenten 6a, 6b und 6c
auf, wobei nur die beiden äußeren Einzelfilamente 6a und 6b sowie ein mittleres Einzelfilament
6c beispielhaft abgebildet sind. Von einem nicht abgebildeten Vorrat wird das Multifilamentgarn
6 abgezogen und über einen Fingerbreithalter 7 in Transportrichtung 10 aufgespreizt,
so daß die beispielhaft gezeigten Einzelfilamente 6a, 6b und 6c mit Abstand voneinander
angeordnet und den beispielhaft gezeigten Fasern 1a, 1b und 1c des verstreckten Kardenbandes
1 zugeführt werden. Dies führt dazu, daß ein Teil der Fasern des Kardenbandes 1 zumindest
teilweise durch einzelne Filamente, insbesondere benachbarte Filamente des Multifilamentgarnes
6 dann eingebunden und insbesondere eingeklemmt und fixiert werden, wenn das Garn
die Luft-Dralldüse 8 und die zugehörige Spindel 11 passiert hat. Durch die Walzenpaarung
2 und 3 wird das mit dem Multifilamentgarn 6 in Kontakt gebrachte verstreckte Kardenband
1 dann der Luft-Dralldüse 8 zugeführt, wobei durch die Luft-Dralldüse 8 mit der zugehörigen
Spindel 11 das erfindungsgemäße Garn 9 gesponnen wird.
[0045] Die Figur 2 bildet diesen Spinnvorgang im Detail ab. Stromab der Luft-Dralldüse 8
ist eine feststehende Spindel 11 angeordnet, die, wie bereits erwähnt, in Figur 1
nicht abgebildet ist. Aufgrund der in der Luft-Dralldüse 8 herrschenden Luft-Strömungsverhältnisse
und der besonderen Düsengeometrie wird ein Teil der Fasern des Fasergarnes 1 stromab
der Luft-Dralldüse über die Spindel 11 gestülpt und dort in eine Drehbewegung gemäß
Pfeil 12 versetzt, was dazu führt, daß sich dieser Teil der Fasern des Fasergarnes
um die Seele wickeln und dort die Umspinnung ausbilden, wie dies in Figur 1 schematisch
mit dem Bezugszeichen 13 gekennzeichnet ist.
Ausführungsbeispiel 1
[0046] Auf einer Murata-Vortex Type 861 E-Luftspinnmaschine (Hersteller: Murata Machinery
Ltd., Japan) wurde ein Kardenband, bestehend aus einem Polyesterfasergarn, Type 333,
Faserlänge 38 mm, Einzelfilamenttiter 1,3 dtex nach Verstrecken des Kardenbandes mit
zwei Multifilamentgarnen so luftversponnen, wie dies im Prinzip in den Figuren 1 und
2 vorstehend abgebildet und beschrieben ist. Es ist festzuhalten, daß die Maschine
mit dem abgebildeten und beschriebenen Fingerbreithalter 7 zusätzlich ausgerüstet
wurde.
[0047] Jedes der eingesetzten beiden Multifilamentgarne bestand aus Polyester, Type 712,
33 dtex, f 16. Hierfür wurden folgende Parameter an der Vortex-Maschine eingestellt:
| Hauptverstreckungsrate: |
55-fach |
| Gesamtverstreckungsrate: |
270-fach |
| Ablieferungs- und Aufnahmeverhältnis: |
0,980 |
| Liefergeschwindigkeit: |
270 m/min |
| Kreuzwickel: |
16 ° Traversierwinkel |
| Luftdüsendruck: |
5 bar |
[0048] Zwei der so erstellten Coregarne wurde anschließend auf einer Hamel 2000-Maschine
gezwirnt, wobei die Drehrichtung beim Zwirnen S war und die Zwirndrehung 450 Drehungen/m
betrug.
Ausführungsbeispiel 2
(nicht erfindungsgemäß)
[0049] Auf der vorstehend beschriebenen Maschine wurde ein zweites Garn hergestellt. Hierbei
wurden folgende Parameter zugrundegelegt:
Das eingesetzte Multifilamentgarn, das die Seele ausbildet, bestand aus Polyester,
Type 714, 74 dtex, f 24. Hierfür wurden folgende Parameter an der Vortex-Maschine
eingestellt:
| Hauptverstreckungsrate: |
55-fach |
| Gesamtverstreckungsrate: |
270-fach |
| Ablieferungs- und Aufnahmeverhältnis: |
0,980 |
| Liefergeschwindigkeit: |
263 m/min |
| Kreuzwickel: |
16 ° Traversierwinkel |
| Luftdüsendruck: |
5 bar |
[0050] Als Fasergarn, das die Ummantelung des Coregarnes ausbildete, wurde Baumwolle ausgewählt,
mit einem Titer von 3,8 dtex und einer Stapellänge von 34 mm.
[0051] Zwei der so erstellten Coregarne wurde anschließend auf einer Hamel 2000-Maschine
gezwirnt, wobei die Drehrichtung beim Zwirnen S war und die Zwirndrehung 450 Drehungen/m
betrug.
Ausführungsbeispiel 3
[0052] Auf der vorstehend beschriebenen Maschine wurde ein drittes Garn hergestellt. Hierbei
wurden folgende Parameter zugrundegelegt:
Jedes der eingesetzten beiden, die Seele ausbildenden Multifilamentgarne bestand aus
Type 712, 74 dtex, f 24. Hierfür wurden folgende Parameter an der Vortex-Maschine
eingestellt:
| Hauptverstreckungsrate: |
40-fach |
| Gesamtverstreckungsrate: |
235-fach |
| Ablieferungs- und Aufnahmeverhältnis: |
0,96 |
| Liefergeschwindigkeit: |
240 m/min |
| Kreuzwickel: |
16 ° Traversierwinkel |
| Luftdüsendruck: |
6,5 bar |
[0053] Als Fasergarn, das die Umspinnung des Coregarnes ausbildete, wurde Polyester, Typ
333 mit einem Titer der Einzelfaser von 1,3 dtex und einer Stapellänge von 38 mm ausgewählt.
[0054] Drei der so erstellten Coregarne wurden anschließend auf einer Lezzeni TBR-LA-Maschine
gezwirnt, wobei jedes Coregarn zunächst in S-Richtung mit einer Drehung von 520 Drehungen/m
versehen wurde. Anschließend wurden diese drei vorgedrehten Coregarne miteinander
verzwirnt, wobei eine Zwirndrehung in Z-Richtung mit 500 Drehungen/m aufgebracht wurde.
[0055] Von den zuvor erstellten Coregarnzwirnen, die als Nähgarn eingesetzt werden, wurden
die folgenden technischen Parameter ermittelt.
| technische Parameter |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 1 |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 2 |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 3 |
| Gesamtfeinheit in dtex |
310 (155 x 2) |
322 (161 x 2) |
897 (299 x 3) |
| Höchstzugkraft in cN |
1212 ± 37 |
1196 ± 106 |
3893 ± 70,5 |
| Höchstzugkraftdehnung in % |
15,76 |
14,99 |
20,5 |
| Feinheitsfestigkeit in cN/tex |
38,96 |
37,04 |
43,36 |
[0056] Von den zuvor aufgeführten drei Coregarnzwirnen gemäß der Ausführungsbeispiele 1
bis 3, die alle als Nähgarne konzeptioniert wurden, wurde die Nähleistung bestimmt.
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
| Nähoperation |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 1 |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 2 |
Garn gemäß Ausführungsbeispiel 3 |
| Rückwärtsnähen 150 cN |
95,4 % |
100 % |
|
| Rückwärtsnähen 200 cN |
83,4 % |
97,6 % |
|
| thermische Belastbarkeit |
|
|
208 mm |
| Vorwärtsnähen Anzahl der Fadenbrüche |
|
|
0 |
| Zick-Zack-Nähen 275 cN |
|
|
|
| Fadenbruch |
|
|
0 |
| Fehlstich |
|
|
0 |
| Zick-Zack-Nähen 325 cN |
|
|
|
| Fadenbruch |
|
|
0 |
| Fehlstich |
|
|
0 |
[0057] Zur Bestimmung der Nähleistung der Garne gemäß Ausführungsbeispiele 1 und 2 wurde
eine modifizierte industrielle Nähmaschine, Typ Pfaff DOST Nähmaschine, Klasse 483-G-8/01-900/5
verwendet, wobei eine Stichlänge von 5 Stichen/cm, eine Stichfrequenz von 5.000 Stichen/min
und ein Nadelsystem System 134, Nadelstärke Nm 80, zugrundegelegt worden sind. Zwei
Lagen eines Köpers (Hersteller: Ettlin Spinnerei, KF72 160 cm variaminblau, 3344 Sanfor,
Baumwolle, 100 % OE-Garn) wurden auf 150 cm in Kettrichtung zugeschnitten und an einer
Seite zusammengenäht. Die Streifenbreite betrug in Schußrichtung ca. 20 cm. Pro Einheit
und Spannungsbereich wurden fünf Nähte angefertigt, wobei bis zu einer Länge von 750
cm oder bis zum Fadenbruch genäht worden ist.
[0058] Zur Auswertung wurde das Verhältnis aus mittlerer Nahtlänge aller fünf Nähte zur
Gesamtnähgutlänge ermittelt und ergibt die Rückwärtsnäheigenschaften des Garnes gemäß
der Ausführungsbeispiele 1 und 2, die in Prozent angegeben wird. Zum Ausschließen
von Fehlern wird das jeweilige Ergebnis in Korrelation zu dem mit einem Standardfaden
ermittelten Werten gesetzt.
[0059] Zur Bestimmung der Nähleistung (thermische Belastbarkeit) des Garnes gemäß Ausführungsbeispiel
3 wurde eine modifizierte industrielle Nähmaschine, Typ Pfaff DOST Nähmaschine, Klasse
483-G-8/01-900/5 verwendet, wobei ein handelsüblicher Unterfaden Nm 50, eine Stichlänge
von fünf Stichen/cm, eine Stichfrequenz von 5.000 Stichen/min und ein Nadelsystem
134, Nadelstärke Nm 90, zugrundegelegt wurden. Sieben Lagen eines Gewebes wurden auf
ca. 30 cm in Kettrichtung und auf ca. 25 cm in Schußrichtung zugeschnitten, übereinandergelegt
und mit einem Nahtabstand von ca. 3 mm fünfmal über die gesamte Länge zusammengenäht.
Die mittlere Länge der Naht in mm bis zum Fadenbruch ergibt die thermische Belastbarkeit.
Das Garn war am Fadenbruch angeschmolzen. Zum Ausschließen von Fehlern wird das jeweilige
Ergebnis in Korrelation zu dem mit einem Standardfaden ermittelten Werten gesetzt.
[0060] Zur Bestimmung der Vorwärtsnäheigenschaften des Garnes gemäß Ausführungsbeispiel
3 wurde eine modifizierte industrielle Nähmaschine, Typ Dürkopp Adler DOST Nähmaschine,
Klasse 272-140342 verwendet, wobei eine Stichlänge von 3 Stichen/cm, eine Stichfrequenz
von 5.000 Stichen/min und ein Nadelsystem der Nadelstärke Nm 80 zugrundegelegt worden
sind. Drei Lagen eines Vlieses wurden auf 150 cm zugeschnitten, die dreifache Vliesbahn
wurde um den Nähmaschinentisch gelegt und fixiert, derart, daß die Schnittkanten übereinandergreifen.
Das so hergestellte Endlosband wurde bei voller Geschwindigkeit dreißig Runden á 45
m genäht.
[0061] Zur Auswertung wurde die Anzahl der Fadenbrüche ermittelt. Zum Ausschließen von Fehlern
wird das jeweilige Ergebnis in Korrelation zu dem mit einem Standardfaden ermittelten
Werten gesetzt.
[0062] Zur Bestimmung der Zick-Zack-Näheigenschaften des Garnes gemäß Ausführungsbeispiel
3 wurde eine industrielle Nähmaschine, Typ Pfaff Nähmaschine, Klasse 418 verwendet,
wobei eine Stichlänge von 1,5 Stichen/cm, eine Stichfrequenz von 3.500 Stichen/min,
eine Überstichbreite von 5,0 mm und ein Nadelsystem 438, Nadelstärke Nm 110, zugrundegelegt
wurden. Sowohl Oberfaden als auch Unterfaden bestanden aus dem Garn gemäß Ausführungsbeispiel
3. Drei Lagen eines Standardvlieses wurden auf 150 cm zugeschnitten. Die gedoppelten
Vliesbahnen wurden unter Ausbildung eines Endlosbandes um den Nähmaschinentisch gelegt,
die Schnittkanten griffen übereinander und wurden fixiert. Mit voller Geschwindigkeit
wurden pro angegebenen Spannungsbereich 15 m Naht genäht. Pro Spannungsbereich sind
in der vorstehenden Tabelle die Anzahl der Fadenbrüche und die Anzahl der Fehlstiche
angegeben. Zum Ausschließen von Fehlern wird das jeweilige Ergebnis in Korrelation
zu dem mit einem Standardfaden ermittelten Werten gesetzt.
[0063] Bei dem zuvor beim Ausführungsbeispiel 3 beschriebenen Nähversuch während des Vorwärtsnähens
und des Zick-Zack-Nähens verwendeten Standardvlies handelt es sich um einen Vliesstoff
der Firma Freudenberg (Produktbezeichnung: BO50810T150L100, Artikel-Nr. 53385724).
Bei der Ermittlung der thermischen Belastbarkeit wurde das dort eingesetzte Gewebe
von der Spinnweberei Uhingen hergestellt und weist folgende technische Eigenschaften
auf: Zeltstoff, 159 cm R 2/2, 28/32,5 28/16 cm/Nm, Kette Baumwolle, 100 % OE-Garn,
Schuß Baumwolle, 100% Ringgarn.
[0064] Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele belegen, daß alle drei Zwirne gute
bis ausgezeichnete Näheigenschaften besitzen.
1. Verfahren zur Herstellung eines Coregarnes (9) nach einem Luftspinnverfahren, bei
dem mindestens ein, die Umspinnung des Garnes ausbildendes Kardenband (1) über mindestens
eine Streckpassage (2-5) verstreckt wird und das verstreckte Kardenband zusammen mit
einem multifilen Seelenmaterial (6) einer Luft-Dralldüse (8) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung eines Näh- oder Stickgarnes als multifiles Seelenmaterial des Coregarnes
zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) der Luft-Dralldüse (8) zugeführt werden, daß
die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) vor dem Kontakt mit der Luft-Dralldüse (8)
aufgespreizt werden oder daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) mit Abstand
voneinander vor der Luft-Dralldüse (8) angeordnet und dieser zugeführt werden und
daß die Fasern (1a, 1b, 1c) des Kardenbandes so eingesponnen und fixiert werden, daß
zwischen 1 Gew.% und 60 Gew.% der Fasern der Umspinnung, bezogen auf das Gesamtfasergarngewicht
der Umspinnung, über ihre gesamte axiale Faserlänge oder über einen Abschnitt ihrer
axialen Faserlänge zwischen den Filamenten (6a, 6b, 6c) des multifilen Seelenmaterials
(6) eingebunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen 1 Gew.% und 30 Gew.% der Fasern der Umspinnung (13) über einen Abschnitt
ihrer axialen Faserlänge zwischen den Filamenten (6a, 6b, 6c) der zwei bis fünf Multifilamentgarne
(6) eingebunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt der Fasern mit einer Einbindungs- und insbesondere Einklemmlänge zwischen
2 % und 20 %, bezogen auf die Länge der Fasern des Fasergarns, durch die Filamente
(6a, 6b, 6c) der zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) eingebunden werden.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Anteil der Fasern, die das Fasergarn (1) der Umspinnung ausbilden,
durch andere Fasern des Fasergarnes der Umspinnung eingebunden und insbesondere eingeklemmt
werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kardenband (1) gekämmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kardenband (1) über eine Streckzone mit zwei oder drei Streckpassagen verstreckt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kardenband (1) mit einem Gesamtverzug zwischen 50-fach und 350-fach vor dem Spinnen
des Coregarnes verstreckt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kardenband (1) mit einer Bandfeinheit zwischen 5 Ktex und 1,5 Ktex der Streckzone
vorgelegt wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das verstreckte Kardenband (1) mit einer Liefergeschwindigkeit zwischen 150 m/min
und 400 m/min der Luft-Dralldüse (8) zugeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Coregarn (9) mit einer Drehung zwischen 50 Drehungen/m und 500 Drehungen/m, insbesondere
zwischen 100 Drehungen/m und 300 Drehungen/m, versehen wird.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Coregarne (9) miteinander bei einer Zwirndrehungen zwischen 50 Drehungen/m
und 800 Drehungen/m, vorzugsweise zwischen 250 Drehungen/m und 500 Drehungen/m, verzwirnt
werden.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) jeweils eine Einzelfilamentzahl zwischen
12 und 1.000, insbesondere zwischen 24 und 96, aufweisen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) einen Einzelfilamenttiter zwischen 0,7 dtex
und 5 dtex, vorzugsweise zwischen 2,5 dtex und 3,8 dtex, aufweisen.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) aus multifilen Viskose-, multifilen Polyester-,
multifilen Polyamid 6.-, multifilen Polyamid 6.6.-multifilen Aramid- und/oder multifilen
Polyamidfasern bestehen.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergarn ein synthetisches Fasergarn und/oder ein natürliches Fasergarn ist
und einen Einzelfasertiter zwischen 0,6 dtex und 2 dtex, vorzugsweise zwischen 0,8
dtex und 1,5 dtex, aufweist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergarn eine Stapellänge zwischen 25 mm und 60 mm aufweist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bis fünf Multifilamentgarne (6) multifile Glattgarne, multifile texturierte
Garne oder luftverwirbelte Garne sind.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Garn einen Stapelfaseranteil von maximal 50 Gew.%, insbesondere zwischen 45 Gew.%
und 35 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des fertigen Coregarnes, aufweist.
1. A method for producing a core yarn (9) by an air spinning process, in which at least
one card sliver (1) forming the spin over of the yarn is drawn over at least one draw
passage (2-5), and the drawn card sliver together with a multifilament core material
(6) is fed to an air jet spinning nozzle (8), characterized in that to produce a sewing or embroidery thread as multifile core material of the core yarn
two to five multifilament yarns (6) are fed to the air jet spinning nozzle (8), that
the two to five multifilament yarns (6) are spread before the contact with the air
jet spinning nozzle (8) or that the two to five multifilament yarns (6) are arranged
at a distance from one another in front of the air jet spinning nozzle (8) and are
fed to the same and that the fibres (1a, 1b, 1c) of the card sliver are spun in and
fixed in such a way that between 1 % and 60% by weight of the fibres of the spin over,
relative to the total fibre yarn weight of the spin over, are bound over their entire
axial fibre length or over a section of their axial fibre length between the filaments
(6a, 6b, 6c) of the multifilament core material (6).
2. The method according to claim 1, characterized in that between 1% by weight and 30% by weight of the fibers of the spin over (13) are bound
over a section of their axial fiber length between the filaments (6a, 6b, 6c) of the
two to five multifilament yarns (6).
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the part of the fibers is bound and clamped with a bound and preferably clamped length
between 2% and 20%, relative to the length of the staple fibers of the spin over through
the two to five multifilament yarns (6).
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one portion of the fibers creating the spun yarn (1) of the spin over is
bound and clamped by other fibers of the spin over.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the card sliver (1) is combed.
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the card sliver (1) is drawn over a drawing zone with two or three drawing passages.
7. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the card sliver (1) is drawn with a total drawing ratio between 50-fold and 350-fold,
before the core yarn is spun.
8. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the card sliver (1) is submitted with a sliver fineness between 5 Ktex and 1,5 Ktex
to the drawing zone.
9. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the drawn sliver card (1) is delivered to the air-jet spinning nozzle (8) with a
delivery speed between 150 m/min and 400 m/min.
10. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the core yarn (9) is provided with a twist between 50 twists/m and 800 twists/m,
preferably between 100 twists/m and 300 twists/m.
11. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the at least two core yarns (9) are plied together with a plied twist between 50
rotations/m and 800 rotations/m, preferably between 250 rotations/m and 500 rotations/m.
12. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the two to five multifilament yarns (6) having each a number of filaments between
12 and 1000, preferably between 24 and 96.
13. The method according to claim 12, characterized in that the two to five multifilament yarns (6) having a single filament titre between 0,7
dtex and 5 dtex, preferably between 2,5 dtex and 3,8 dtex.
14. The method according to claim 12 or 13, characterized in that the two to five multifilament yarns (6) consist of multifile viscose-, multifile
polyester-, multifile polyamide 6.-, multifile polyamide 6.6.-, multifile aramid-
and/or multifile polyamide filaments.
15. The method according to claim 12 to 14, characterized in that the staple fiber yarn a synthetic staple fiber yarn and/or a natural staple fiber
yarn is having a single fiber titre between 0,6 dtex and 2 dtex, preferably between
0,8 dtex and 1,5 dtex.
16. The method according to claim 15, characterized in that the staple fibers have a staple length between 25 mm and 60 mm.
17. The method according to claim 12 to 16, characterized in that the two to five multifilament yarns (6) are multifile flat-yarns, multifile textured
yarns, or multifile air-jet texturized yarns.
18. The method according to claim 12 to 17, characterized in that the yarn has a staple fibre content of at most 50% by weight, in particular between
45 % by weight and 35 % by weight, based on the weight of the manufactured core yarn.
1. Procédé, destiné à produire un fil à âme (9) par un procédé de filature à air, lors
duquel on étire au moins un ruban de carde (1) formant le guipage du fil sur au moins
un passage d'étirage (2-5) et on alimente le ruban de carde étiré, en commun avec
une matière d'âme (6) multifils vers une buse de torsion à air (8), caractérisé en ce que pour produire un fil à coudre ou à broder, on alimente vers la buse de torsion à
air (8) en tant que matière d'âme multifils du fil à âme, de deux à cinq fils multifilamentaires
(6), en ce qu'avant le contact avec la buse de torsion à air (8), on écarte les de deux à cinq fils
multifilamentaires (6) ou en ce qu'on place les de deux à cinq fils multifilamentaires (6) avec un écart mutuel à l'avant
de la buse de torsion à air (8) et on les alimente vers cette dernière et en ce qu'on entortille et on fixe les fibres (1a, 1b, 1c) du ruban de carde de telle sorte
qu'entre 1 % en poids et 60 % en poids des fibres du guipage, en rapport au poids
total de fils de fibres du guipage, soient intégrés sur toute leur longueur axiale
de fibre ou sur un tronçon d leur longueur axiale de fibre entre les filaments (6a,
6b, 6c) de la matière d'âme multifils (6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'entre 1 % en poids et 30 % en poids des fibres du guipage (13) sont intégrés sur un
tronçon de leur longueur axiale de fibre entre les filaments (6a, 6b, 6c) des de deux
à cinq fils multifilamentaires (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tronçon des fibres est intégré avec une longueur d'intégration et notamment une
longueur d'enserrage comprise entre 2 % et 20 %, en rapport à la longueur des fibres
du fil de fibres par les filaments (6a, 6b, 6c) des de deux à cinq fils multifilamentaires
(6).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie des fibres, qui forment le fil de fibres (1) du guipage est intégrée
et notamment enserrée par d'autres fibres du fil de fibres du guipage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ruban de carde (1) est peigné.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on étire le ruban de carde (1) sur une zone d'étirage pourvue de deux ou de trois
passages d'étirage.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on étire le ruban de carde (1) à raison d'un étirage total de 50 fois à 350 fois avant
le filage du fil à âme.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on présente le ruban de carde (1) à la zone d'étirage avec un titre de 5 Ktex à 1,5
Ktex.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on alimente le ruban de carde (1) vers la buse de torsion à air (8) avec une vitesse
d'alimentation comprise entre 150 m/mn et 400 m/mn.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on imprime au fil à âme (9) une rotation comprise entre 50 tours/m et 500 tours/m,
notamment entre 100 tours/m et 300 tours/m.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on tord ensemble au moins deux fils à âme (9) à une vitesse de torsion comprise entre
50 tours/m et 800 tours/m, de préférence comprise entre 250 tours/m et 500 tours/m.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les de deux à cinq fils multifilamentaires (6) présentent chacun un nombre de filaments
individuels compris entre 12 et 1.000, notamment entre 24 et 96.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que les de deux à cinq fils multifilamentaires (6) présentent un titre filamentaire individuel
compris entre 0,7 dtex et 5 dtex, de préférence compris entre 2,5 dtex et 3,8 dtex.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que les de deux à cinq fils multifilamentaires (6) sont composés de fibres de viscose
multifils, de fibres de polyester multifils, de fibres multifils de polyamide 6.,
de fibres multifils de polyamide 6.6. de fibres multifils d'aramide et/ou de fibres
multifils de polyamide.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que le fil de fibres est un fil de fibres synthétique et/ou un fil de fibres naturel
et présente un titre filamentaire individuel compris entre 0,6 dtex et 2 dtex, de
préférence compris entre 0,8 dtex et 1,5 dtex.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que le fil de fibres présente une longueur d'assemblage comprise entre 25 mm et 60 mm.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que les de deux à cinq fils multifilamentaires (6) sont des fils lisses multifils, des
fils texturés multifils ou des fils tourbillonnés à l'air.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 17, caractérisé en ce que le fil présente une part de fils courts d'un maximum de 50 % en poids, notamment
de 45 % en poids à 35 % en poids, en rapport au poids du fil à âme fini.