[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufsetzkranz, insbesondere für eine Lichtkuppel
oder ein Lichtband, mit einem aus Winkelprofilen hergestellten Rahmen, der bodenseitig
an einem Dach festlegbar ist, wobei jedes Winkelprofil einen bodenseitigen Flansch
und eine nach oben hervorstehende Wand aufweist, die als Hohlprofil ausgebildet ist
und eine Innenwand und eine Außenwand aufweist.
[0002] Die
DE 100 25 135 offenbart einen Aufsetzkranz für Lichtkuppeln, bei dem Winkeffeisten zu einem Rahmen
zusammengesetzt sind. In dem nach oben hervorstehenden Wandabschnitt der Winkelleisten
sind Querstege ausgebildet, die jeweils die Innenwand mit einer Außenwand verbinden
und somit dreieckförmige Kammern ausbilden. Dadurch besitzt der Wandabschnitt der
Winkelleisten eine hohe Eigensteifigkeit und kann zudem in den dreieckförmigen Kammern
Verstärkungsprafile aufnehmen. Bei diesem Aufsetzkranz ist nachteilig, dass die Wärmeisolierung
begrenzt ist, insbesondere wenn metallische Verstärkungsprofile in die Kammern eingefügt
sind.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Aufsetzkranz zu schaffen, der
eine hohe Stabilität und eine hohe Wärmedämmung aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Aufsetzkranz mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist in der Wand zwischen der Innenwand und der Außenwand mindestens
eine Zwischenwand ausgebildet, die eine Trennung des Innenraumes zwischen der Innenwand
und der Außenwand bewirkt. Dadurch kann kein ungehinderter Wärmeübergang zwischen
der Innenwand und der Außenwand erfolgen, sondern durch die mindestens eine Zwischenwand
wird eine feinere Unterteilung des Innenraumes vorgenommen, was zu einer besseren
Wärmeisolierung führt.
[0006] Vorzugsweise erstreckt sich die mindestens eine Zwischenwand im Wesentlichen über
die gesamte Höhe der Wand. Es kann notwendig sein, eine Kammer im oberen Bereich für
Beschlagteile, beispielsweise für eine Lichtkuppel vorzusehen, sodass die Zwischenwand
sich nur bis zu der Unterseite einer solchen Beschlagkammer erstreckt, was jedoch
für die Wärmeisolierung kaum eine Rolle spielt, da im oberen Bereich ohnehin ein Verschlusselement
auf dem Aufsetzkranz angeordnet wird. Die Zwischenwand erstreckt sich vorzugsweise
über mindestens 80 %, beispielsweise mehr als 90 %, über die Höhe der Wand.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung erstreckt sich die mindestens eine Zwischenwand
im Wesentlichen parallel zu der Innenwand und/oder der Außenwand. Dadurch kann eine
gleichmäßige Wärmedämmung erhalten werden, da die Tiefe der in der Wand gebildeten
Kammern annähernd gleich ist. Vorzugsweise sind dabei mehrere voneinander beabstandete
Zwischenwände in der Wand vorgesehen, sodass eine Vielzahl kleinerer Kammern gebildet
sind, die jeweils eine gewisse Wärmeisolierung zwischen der Innenwand und der Außenwand
bereit stellen. Um eine feinere Unterteilung der Wand vorzunehmen und die Stabilität
zu erhöhen, kann mindestens ein Quersteg vorgesehen sein, der die Innenwand mit der
Außenwand verbindet und den Innenraum der Wand in Kammern unterteilt. Dabei können
über die Höhe verteilt mehrere Querstege vorgesehen sein, damit der Außenkranz auch
höhere Lasten, beispielsweise durch Wind, aufnehmen kann.
[0008] Für eine weitere Verbesserung der Wärmeisolierung sind vorzugsweise Formkörper aus
wärmeisolierendem Material in einzelne Kammern eingeschoben, die in der Wand gebildet
sind. Dabei sind die Formkörper beispielsweise in mindestens einer Ebene in der Wand
eingeschoben und erstrecken sich von dem unteren Flanschabschnitt bis in den Bereich
einer Oberkante. Es können auch mehrere Ebenen von Formkörpern in die Wand eingeschoben
sein, wenn eine entsprechende Anzahl von Zwischenwänden in der Wand ausgebildet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind drei Zwischenwände zwischen der Außenwand
und der Innenwand vorgesehen, die parallel angeordnet sind, wobei zwischen mindestens
zwei Zwischenwänden jeweils ein Formkörper angeordnet ist. Die äußeren und inneren
Kammern können dann für Befestigungsteile, beipielsweise Beschlagsteile, Leisten zur
Befestigung von Scharnierelementen, Absturzsicherungen oder andere Bauteile eingesetzt
werden, während die mittleren Kammern zum Einschieben von Formkörpern genutzt werden
können.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles mit βezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Aufsetzkranzes;
- Figur 2
- eine Schnittansicht durch ein Winkelprofil des Aufsetzkranzes der Figur 1, und
- Figur 3
- eine Schnittansicht durch das Winkelprofil der Figur 2 ohne weitere Bauteile.
[0010] Ein Aufsetzkranz 1 umfasst vier Winkelprofile 2, die aus Kunststoff hergestellt sind,
insbesondere im Extrusionsverfahren, und an ihren Gehrungsflächen 3 miteinander verschweißt
sind. Jedes Winkelprofil 2 umfasst dabei einen bodenseitigen Flansch 4 zur Festlegung
an einem Dach und eine nach oben hervorstehende Wand 5, die leicht nach innen geneigt
ausgerichtet ist. Im Bereich einer Oberseite 6 der Wand 5 ist ein nicht dargestelltes
Verschlusselement vorgesehen, beispielsweise eine zu öffnende Klappe. Statt der im
Wesentlichen quadratischen Form des Rahmens können auch andere rechteckige Formen
des Aufsetzkranzes 1 vorgesehen sein, insbesondere kann der Aufsetzkranz 1 auch als
längliches Lichtband ausgebildet sein.
[0011] Jedes Winkelprofil 2 besitzt eine als Hohlprofil ausgebildete Wand 5, die eine Innenwand
7 und eine Außenwand 8 aufweist. Zwischen der Innenwand 7 und der Außenwand 8 sind
Zwischenwände 9, 10 und 11 ausgebildet, die sich parallel zu der Innenwand 7 und der
Außenwand 8 erstrecken, sodass der Innenraum der Wand 5 in einzelne Kammern unterteilt
ist. Ferner sind mehrere Querstege 12 vorgesehen, die die Innenwand 7 mit der Außenwand
8 sowie den dazwischen angeordneten Zwischenwänden 9, 10 und 11 verbinden. Dadurch
ergibt sich eine stabile fachwerkartige Struktur. Ferner sind kurze Querstege 14 vorgesehen,
die lediglich die Außenwand 7 mit der benachbarten Zwischenwand 9 verbinden, sodass
im Innenbereich kleinere Kammern gebildet sind, die teilweise zum Einschieben von
Leisten 16 genutzt werden, beispielsweise zur Befestigung von Beschlagteilen. Auch
im Außenbereich sind Querstege 13 vorgesehen, die lediglich die Außenwand 8 mit der
benachbarten Zwischenwand 11 verbinden, sodass auch benachbart zu der Außenwand 8
kleinere Kammern 21 gebildet sind, als im mittleren Bereich.
[0012] Durch das Einziehen von drei Zwischenwänden 9, 10 und 11 sind vier Ebenen mit Kammern
21, 22, 23 und 24 gebildet. Die innere Ebene mit den Kammern 24 dient zur Aufnahme
von Leisten, Beschlagteilen und andere Bauteilen. Die äußere Ebene mit den Kammern
21 dient ebenfalls zum Einfügen von Formteilen, beispielsweise zur Befestigung einer
Absturzsicherung. Die beiden mittleren Kammern 22 und 23 können zur Erhöhung der Wärmedämmung
genutzt werden, in den Formkörper 20 aus wärmeisolierendem Material eingeschoben werden.
Die Formkörper 20 können dabei in eine oder zwei Ebenen eingeschoben werden, wobei
sich jede Ebene von dem Bereich des Flansches 4 bis über nahezu die gesamte Höhe der
Wand 5 erstreckt. Lediglich im oberen Bereich benachbart zu der Oberkante 6 ist eine
dreieckförmige Kammer 19 ausgebildet, die zur Aufnahme eines metallischen Winkelprofils
17 zur Versteifung dient. An dem Winkelprofil 17 ist ein Befestigungsmittel 18, beispielsweise
zur Montage von Beschlagsteilen, Halteelementen oder Bauteilen vorgesehen. In dem
Aufsetzkranz 1 können in den einzelnen Kammern Profile eines rahmenförmig umlaufenden
metallischen Sicherheitsgerüstes angeordnet sein, das das Kunststoffmaterial des Aufsetzkranzes
1 sowohl mechanisch als auch im Brandfall verstärkt. Durch die Anordnung der Formkörper
20 im Wesentlichen über die gesamte Höhe der Wand 5 wird die Wärmeisolierung auf den
Aufsetzkranz 1 weiter verbessert.
[0013] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Zwischenwände 9, 10 und 11 parallel
zu der Innenwand 7 und der Außenwand 8 angeordnet. Es ist natürlich möglich auch nur
eine Zwischenwand, zwei oder mehr als drei Zwischenwände vorzusehen. Zudem kann die
Anzahl der Querstege 12 und 14 je nach Anwendungsfall variiert werden.
[0014] Als wärmeisolierende Formkörper 20 können Hartschaummaterialien, Styropor odere andere
wärmeisolierende Materialien eingesetzt werden.
1. Aufsetzkranz (1), insbesondere für eine Lichtkuppel oder ein Lichtband mit einem aus
Winkelprofilen (2) hergestellten Rahmen, der bodenseitig an einem Dach festlegbar
ist, wobei jedes Winkelprofil (2) einen bodenseitigen Flansch (4) und eine nach oben
hervorstehende Wand (5) aufweist, die als Hohlprofil ausgebildet ist und eine Innenwand
(7) und eine Außenwand (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wand (5) zwischen der Innenwand (7) und der Außenwand (8) mindestens eine
Zwischenwand (9, 10, 11) ausgebildet ist.
2. Aufsetzkranz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zwischenwand (9, 10, 11) sich im Wesentlichen über die gesamte
Höhe der Wand (5) erstreckt.
3. Aufsetzkranz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zwischenwand (9, 10, 11) im Wesentlichen parallel zu der Innenwand
(7) und/oder der Außenwand (8) ausgerichtet ist.
4. Aufsetzkranz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere voneineander beabstandete Zwischenwände (9, 10, 11) in der Wand (5) vorgesehen
sind.
5. Aufsetzkranz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Quersteg (12) vorgesehen ist, der die Innenwand (7) mit der Außenwand
(8) verbindet und den Innenraum der Wand (5) in Kammern (21, 22, 23, 24) unterteilt.
6. Aufsetzkranz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Formkörper (20) aus wärmeisolierendem Material in Kammern (22, 23) eingeschoben sind,
die in der Wand (5) gebildet sind.
7. Aufsetzkranz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkörper (20) in mindestens eine Ebene in der Wand (5) eingeschoben sind.
8. Aufsetzkranz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drei Zwischenwände (9,10,11) vorgesehen sind, die parallel zu der Innenwand (7) und
der Außenwand (8) ausgebildet sind, und mindestens zwischen zwei Zwischenwänden (9,
10, 11) jeweils ein Formkörper (20) angeordnet ist.