(19)
(11) EP 2 463 585 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.06.2012  Patentblatt  2012/24

(21) Anmeldenummer: 11192274.6

(22) Anmeldetag:  07.12.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 14/00(2006.01)
F24C 15/32(2006.01)
A47J 31/00(2006.01)
D06F 39/02(2006.01)
F24C 15/00(2006.01)
A47B 88/00(2006.01)
A47L 15/44(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 13.12.2010 DE 102010062888

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Grosch, Sebastian
    88400 Biberach (DE)
  • Grützke, Joachim
    85560 Ebersberg (DE)
  • Knöller, Thomas
    86356 Neusäß (DE)

   


(54) Wassertank für ein Dampfgargerät, Dampfgargerät mit einem derartigen Wassertank sowie Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks aus einer Aufnahme in einem Dampfgargerät


(57) Die Erfindung betrifft einen Wassertank (1) für ein Dampfgargerät (20), mit einem Behälter (2) zur Aufnahme des Wassers, wobei an dem Behälter (2) eine frontseitige Abdeckung (4) angeordnet ist, welche relativ zum Behälter (2) bewegbar angeordnet ist. Die Erfindung betrifft auch ein Dampfgargerät (20) mit einem Wassertank (1), sowie ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks (1) aus einer Aufnahme (19).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Wassertank für ein Dampfgargerät, mit einem Behälter zur Aufnahme des Wassers. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Dampfgargerät mit einem derartigen Wassertank. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks aus einer Aufnahme eines Dampfgargeräts.

[0002] Es sind Backöfen bekannt, die auch die Möglichkeit bieten, Gargut durch Dampferzeugung im Garraum zuzubereiten. Dabei werden während der Zubereitung Dampfstöße erzeugt, die in den Garraum geleitet werden bzw. erst darin erzeugt werden. Dazu ist ein Behälter zur Bevorratung von Wasser erforderlich. Dieser ist bei bekannten Geräten in der Bedienblende des Backofens angeordnet und kann daraus entnommen werden. Dies ist bei herkömmlichen Ausgestaltungen nutzerunfreundlich und die Entnahme ist relativ aufwändig und unhandlich.

[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wassertank für ein Dampfgargerät, ein Dampfgargerät mit einem Wassertank, sowie ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks aus einem Dampfgargerät zu schaffen, welcher bzw. welches bzw. mit welchem nutzerfreundlicher die Handhabung des Wassertanks gewährleistet werden kann.

[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Wassertank, welcher die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist, ein Dampfgargerät, welches die Merkmale nach Anspruch 11 aufweist, und ein Verfahren, welches die Merkmale nach Anspruch 14 aufweist, gelöst.

[0005] Ein erfindungsgemäßer Wassertank für ein Dampfgargerät umfasst einen Behälter zur Aufnahme des Wassers. Darüber hinaus umfasst der Wassertank eine an dem Behälter frontseitig angeordnete Abdeckung, welche relativ zum Behälter bewegbar angeordnet ist und eine Frontblende ist. Sie bildet praktisch die frontseitige vertikale Abschlusswand des Tanks. Durch diese Ausgestaltung des Wassertanks kann die nutzerfreundlichere Handhabung beim Herausziehen und Hineinschieben des Wassertanks in das Dampfgargerät gewährleistet werden. Durch die relative Bewegbarkeit und das Vorhandensein der Abdeckung an der Frontseite kann die grundsätzliche Bewegungsführung des Wassertanks beim Herausziehen oder Hineinschieben sicherer gewährleistet werden und eine deutlich bessere Greifung von Komponenten des Wassertanks durch eine Hand des Nutzers erreicht werden. Durch die relative Bewegbarkeit der Abdeckung kann diese auch multifunktionell genutzt werden, da sie zum einen quasi eine Frontblende für den Behälter bildet, der somit nach außen hin nicht sichtbar ist, andererseits durch die relative Bewegbarkeit neben der Abdeckfunktionalität auch in spezifischer Stellung und Position das Greifen und die Bewegungsführung des Wassertanks situationsspezifisch einfach gewährleistet.

[0006] Insbesondere erstreckt sich die Abdeckung mit ihrer Fläche größenmäßig über die gesamte Fläche der Vorderseite des Behälters, so dass der Behälter von vorne betrachtet praktisch durch die Abdeckung verdeckt ist.

[0007] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Abdeckung eine Platte ist, die um eine horizontale Achse relativ zum Behälter schwenkbar ist. Durch diese Ausgestaltung kann die Abdeckung somit quasi ausgefahren und wieder eingefahren werden und gerade durch die horizontale Achse kann eine besonders geeignete Stellung der Abdeckung erreicht werden, um die Abdeckung mit einer Hand gezielt berühren und greifen zu können, um dann die sichere Bewegungsführung des Wassertanks zu erzielen.

[0008] Vorzugsweise ist die Achse am oberen Rand der Abdeckung ausgebildet. Dadurch kann eine besonders geeignete Schwenkstellung der Abdeckung nach außen erzielt werden, sodass quasi die Abdeckung von unten gegriffen werden kann und insbesondere auch hintergriffen werden kann und dann das Greifen sehr einfach und sicher und intuitiv erfolgt.

[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Schwenkwinkel ausgehend von der Verschlussstellung der Abdeckung zwischen 20° und 90°, insbesondere zwischen 30° und 60°, beträgt. Dies bedeutet, dass die Abdeckung in spezifischen Phasen, insbesondere zum Entnehmen des Wassertanks aus einer Aufnahme eines Dampfgargeräts, von der Verschlussstellung um den oben genannten Winkel nach außen geschwenkt wird, wodurch die Greifbarkeit vorzugsweise grundsätzlich erst gewährleistet wird und insbesondere das Hintergreifen auch nutzerfreundlich gewährleistet ist. Durch die genannten Schwenkwinkelintervalle wird auch ein derartiges weites Nachaußenschwenken der Abdeckung erzielt, dass der dahinter ausgebildete Freiraum problemlos zum Einführen von Fingern ausreicht und somit auch kein unerwünschtes Anstoßen oder Verletzen des Nutzers beim Hintergreifen der Abdeckung auftritt.

[0010] Vorzugsweise ist an der Rückseite der Abdeckung ein Griffbereich ausgebildet. Dadurch wird die Greifbarkeit der Abdeckung im ausgeschwenkten Zustand noch begünstigt und ein besonders zielgerichtetes und auch festes Greifen der Abdeckung kann dadurch gewährleistet werden. Ein unerwünschtes Abrutschen ist dadurch vermeidbar.

[0011] Vorzugsweise ist an der Rückseite der Abdeckung zumindest ein Verriegelungselement angeordnet, welches zum Eingriff mit einem weiteren Verriegelungselement an dem Behälter ausgebildet ist. Dadurch wird eine Verriegelungsvorrichtung geschaffen, durch welche die Abdeckung in der Verschlussstellung arretierbar ist. Insbesondere ist diese Verriegelungsvorrichtung einfach lösbar, indem in der Verschlussstellung der Abdeckung auf die Außenseite der Abdeckung getippt wird, sodass die Abdeckung zunächst leicht in die Gegenrichtung bewegt wird und dadurch die Verriegelungsvorrichtung und somit insbesondere die beiden verriegelten Verriegelungselemente gelöst werden und dann die Abdeckung nach außen schwenkt.

[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Wassertank eine Bewegungsdämpfungseinrichtung aufweist, mit welcher die Bewegung der Abdeckung gedämpft ist. Ein unerwünschtes schnelles Nachaußenschnappen und zu hartes Anschlagen in der Offenposition bzw. Offenstellung ist dadurch vermeidbar. Durch die Bewegungsdämpfungseinrichtung kann somit auch eine sehr verschleißarme Bewegungsführung der Abdeckung ermöglicht werden. Darüber hinaus ist ein zu hartes Anschlagen in den Endpositionen der Abdeckung vermieden. Dadurch kann auch eine unerwünschte Geräuschbildung bei derartigen harten Anschlägen an den Endstellungen der Abdeckung vermieden werden.

[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Bewegungsdämpfungseinrichtung eine Zahnradmechanik aufweist, durch welche die Bewegungsdämpfung erfolgt. Eine derartige Zahnradmechanik ist relativ bauteilminimiert ausgestaltet und im Hinblick auf Verschleißarmut besonders vorteilhaft. Nicht zuletzt ist sie im Hinblick auf Robustheit und präzise Bewegungsführung besonders hervorzuheben.

[0014] Vorzugsweise ist eine Verriegelungseinrichtung bzw. die Verriegelungsvorrichtung durch axiales Drücken auf die Vorderseite der in der Verschlussstellung befindlichen Abdeckung lösbar und die Abdeckung automatisch in die Offenstellung überführbar. Insbesondere ist dann bei einer horizontalen Schwenkachse, die am oberen Rand der Abdeckung ausgebildet ist, ein Drücken auf die Vorderseite der Abdeckung in einem unteren Drittel dieser vorderen Seite vorteilhaft.

[0015] Vorzugsweise ist die Vorderseite der Abdeckung grifflos, insbesondere eben, ausgebildet. Dadurch kann im eingebrachten Endzustand des Wassertanks in eine Aufnahme des Dampfgargeräts und in der Verschlussstellung der Abdeckung eine sehr aufgeräumte Gerätefront erzielt werden und es ist kein Überstand vorhanden, sodass auch ein unerwünschtes Anstoßen an Bauteilen, insbesondere an einer überstehenden Abdeckung, nicht gegeben ist.

[0016] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Dampfgargerät mit einem erfindungsgemäßen Wassertank und einer vorteilhaften Ausgestaltung davon.

[0017] Vorzugsweise ist der Wassertank frontseitig aus einer Bedienfront oberhalb einer Tür zum Verschließen eines Garraums entnehmbar und wieder einsetzbar.

[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Vorderseite der in der Verschlussstellung befindlichen Abdeckung des Wassertanks bündig mit einer Vorderseite der Bedienfront angeordnet ist.

[0019] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks aus einer Aufnahme in einem Dampfgargerät, bei dem eine mit dem Wassertank verbundene Abdeckung betätigt und dadurch im an dem Wassertank angeordneten Zustand relativ zum Wassertank von einer Verschlussstellung in eine Offenstellung gebracht wird. In der Offenstellung wird die Abdeckung so orientiert, dass die Abdeckung hintergriffen werden kann und aus der in die Aufnahme eingebrachten Endstellung herausgezogen werden kann.

[0020] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Abdeckung in ihrer Verschlussstellung und dann, wenn der Wassertank in seiner Endstellung in der Aufnahme in dem Dampfgargerät eingebracht wurde, die Abdeckung nicht hintergriffen werden kann.

[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass durch das Drücken auf die Vorderseite der Abdeckung eine Verriegelungseinrichtung der Abdeckung gelöst wird und dann die Abdeckung um eine Achse, insbesondere eine horizontale Achse am oberen Rand der Abdeckung, von der Verschlussstellung in eine dazu in einem Winkel von zwischen 30° und 60° geneigte Offenstellung automatisch, insbesondere bewegungsgedämpft, geschwenkt wird.

[0022] Vorzugsweise ist die Abdeckung als rechteckige Platte ausgebildet.

[0023] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass dann wenn sich die Abdeckung bzw. die Frontklappe des Wassertanks in der Verschlussstellung befindet und von dieser dann in die Offenstellung übergeführt werden soll, zunächst ein maximal wenige Millimeter betragender Entriegelungsweg herbeigeführt wird, indem ein Nutzer außenseitig auf die Abdeckung drückt. Ist dann die Entriegelung erfolgt, fährt die Abdeckung in entgegengesetzter Richtung automatisch verschwenkt in die Offenstellung.

[0024] Soll andererseits der Wassertank in die Aufnahme eingesetzt werden, erfolgt der Ablauf in umgekehrter Reihenfolge. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Abdeckung sich in der Offenstellung befindet, wobei dann zunächst der Wassertank in die Aufnahme eingeschoben wird, bis er vollständig darin enthalten ist. Im Weiteren wird dann auf die Außenseite der Abdeckung gedrückt, sodass diese zwar geführt von der Offenstellung in die Verschlussstellung gedrückt wird, wobei auch hier ein Eindrücken über die Verschlussstellung hinweg erfolgt, sodass die Verriegelung der Verriegelungselemente wieder herbeigeführt wird. Wird dann die Abdeckung losgelassen, so bewegt sie sich wieder wenige Millimeter zurück in die Verschlussstellung und durch die bereits erfolgte Verriegelung der Verriegelungselemente wird dann die Verschlussstellung gehalten.

[0025] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Abdeckung bereits im noch entnommenen Zustand des Wassertanks aus dem Dampfgargerät von der Offenstellung in die Verschlussstellung geklappt wird und dann erst der Wassertank in die Aufnahme in seine Endstellung eingeschoben wird.

[0026] Vorzugsweise ist die Vorderseite der Abdeckung konstruktiv so auslegbar, dass sie mit unterschiedlichsten Frontteilen kompatibel ausgestaltbar ist. So kann eine Frontseite farblich und/oder materiell unterschiedlich ausgestaltet werden. Diese Frontteile können dann kompatibel und zerstörungsfrei reversibel ausgetauscht und ersetzt werden.

[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sowohl die farbliche als auch die materielle Ausgestaltung des Frontteils der Abdeckung der Ausgestaltung der die Aufnahme umgebenden Frontblende des Dampfgargeräts entspricht.

[0028] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren, und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegeben Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

[0029] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Wassertanks;
Fig. 2
eine Ansicht hinter die sich in einer Offenstellung befindliche Abdeckung des Wassertanks;
Fig. 3
einen Teilausschnitt einer frontseitigen Betrachtung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Dampfgargeräts mit vollständig eingebrachtem Wassertank;
Fig. 4
eine Darstellung gemäß Fig. 3, bei der die Abdeckung des Wassertanks zur Entnahme des Wassertanks aus dem Dampfgargerät entriegelt wird;
Fig. 5
eine weitere Darstellung des Dampfgargeräts, bei dem die Abdeckung von der Verschlussstellung in die Offenstellung übergeführt ist;
Fig. 6
eine weitere Darstellung des Dampfgargeräts mit teilweise entnommenem Wassertank; und
Fig. 7
eine Darstellung des Dampfgargeräts mit vollständig entnommenem Wassertank.


[0030] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0031] In Fig. 1 ist in einer vereinfachten Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Wassertanks in einem Teilausschnitt gezeigt. Der Wassertank 1 umfasst einen Behälter 2, in dem Wasser enthalten ist. Durch Verdampfen des Wassers kann in einem Garraum des Dampfgargeräts Dampf erzeugt werden, mit dem dann eine Zubereitung des in den Garraum eingebrachten Garguts erfolgt.

[0032] Nach vorne hin bzw. an eine Frontseite 3 des Behälters anschließend ist eine Abdeckung 4 angeordnet. Die Abdeckung 4 bildet den frontseitigen Abschluss des Wassertanks und stellt somit auch eine Frontblende des Wassertanks 1 dar. Sie bildet praktisch die frontseitige vertikale Abschlusswand des Tanks. Die Abdeckung 4 ist an ihrem oberen Ende bzw. ihrem oberen Rand um eine horizontale Achse 5, die in der Seitendarstellung gemäß Fig. 1 senkrecht zur Figurenebene verläuft, verschwenkbar. Die Abdeckung 4 umfasst seitlich zwei Wandungen als Seitenwände 6 und 7 (Fig. 2) und ein Frontteil 8, welches im Ausführungsbeispiel rechteckig ausgebildet ist und mit den im Wesentlichen dreieckig ausgebildeten Seitenwänden 6 und 7 verbunden ist.

[0033] Die Abdeckung 4 ist somit fest mit dem Behälter 2 verbunden, jedoch aufgrund der Achse 5 relativ zu dem Behälter bewegbar.

[0034] In Fig. 2 ist eine weitere Darstellung eines Wassertanks 1 gezeigt, wobei in diesem Zusammenhang die auch bereits in Fig. 1 in der Offenstellung gezeigte Abdeckung 4 dargestellt ist und in Fig. 2 hinter die Abdeckung 4 geblickt ist. Wie zu erkennen ist, ist an einer Rückseite 9 bzw. einer Innenseite der Abdeckung 4 und insbesondere des Frontteils 8 ein Griffbereich 10 ausgebildet. Dieser umfasst eine Griffleiste 11 die von einem Nutzer mit der Hand bzw. den Fingern in der Offenstellung der Abdeckung 4 hintergriffen werden kann. Darüber hinaus ist hinter der Abdeckung 4 und in einem zwischen den Seitenwänden 6 und 7 gebildeten Freiraum 12 eine Verriegelungseinrichtung 13 ausgebildet. Diese umfasst ein an der Rückseite 9 ausgebildetes Verriegelungselement 14, welches im Wesentlichen ein Rasthaken ist. Dieser greift in ein komplementäres Verriegelungselement 15 ein, um die Abdeckung 4 in ihrer Verschlussstellung verriegeln und halten zu können.

[0035] Darüber hinaus ist eine Bewegungsdämpfungseinrichtung 16 ausgebildet, die Zahnräder 17 und 18 umfasst, die miteinander kämmen. Durch diese Bewegungsdämpfungseinrichtung 16 wird das Verschwenken der Abdeckung 4 gedämpft geführt.

[0036] Im Hinblick auf die Entnahme des Wassertanks 1 aus einer Aufnahme 19 (Fig. 3) eines Dampfgargeräts 20 wird auf die nachfolgende Erläuterung verwiesen. In Fig. 3 ist bei einem Teilausschnitt eine Frontseite eines Dampfgargeräts 20 ausgebildet, dass auch ein Backofen ist. Das Dampfgargerät 20 umfasst einen Garraum 21, der durch eine Tür 22 mit einem Griff 23 verschlossen ist. Oberhalb der Tür 22 ist eine Bedienblende 24 ausgebildet. In dieser Bedienblende 24 sind mehrere Bedienelemente und eine Anzeigeeinheit integriert. Darüber hinaus ist dort auch die Aufnahme 19 für den Wassertank 1 ausgebildet.

[0037] In Fig. 3 ist gezeigt, dass der Wassertank 1 in seiner Endposition in der Aufnahme 19 eingebracht ist und die Abdeckung 4 in ihrer Verschlussstellung angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel ist dabei vorgesehen, dass eine Vorderseite 25 des Frontteils 8 der Abdeckung 4 bündig bzw. im Wesentlichen bündig mit einer Frontseite 26 der Bedienblende 24 ist.

[0038] Es ist zu erkennen, dass die Vorderseite 25 grifflos und im Wesentlichen eben ausgebildet ist. Des Weiteren ist zu erkennen, dass in dieser Verschlussstellung der Abdeckung 4 im eingebrachten Zustand des Wassertanks 1 in der Aufnahme 19 ein Hintergreifen der Abdeckung 4 nicht möglich ist.

[0039] Ausgehend von der Darstellung in Fig. 3 wird zum Entnehmen des Wassertanks 1 aus der Aufnahme 19 zunächst eine Drückbewegung gemäß dem Pfeil P1 auf die Außenseite 25 in einem vorzugsweise unteren Drittel des Frontteils 8 durch einen Nutzer bewirkt. Dadurch wird zunächst die Abdeckung 4 quasi wenige Millimeter nach innen gedrückt, was in Fig. 4 zu erkennen ist. Die Abdeckung 4 verschwenkt dabei um die Achse 5 minimal nach innen und bewegt sich somit relativ zum Behälter 2. Durch dieses über einen kleinen Klappweg erfolgende Nachinnendrücken wird der verriegelte Zustand zwischen den Verriegelungselementen 14 und 15 gelöst.

[0040] Ausgehend von dem in Fig. 4 erreichten Zwischenzustand kann dann vorzugsweise die Abdeckung 4 losgelassen werden, bzw. die in Pfeilrichtung P1 durch einen Nutzer bewirkte Bewegung beendet werden.

[0041] Wird nun dann die Abdeckung 4 und insbesondere das Frontteil 8 losgelassen oder nicht mehr berührt, so erfolgt ein automatisches Ausfahren der Abdeckung 4 in Richtung des Pfeils P2, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Es ist zu erkennen, dass die Abdeckung 4 um die horizontale Achse 5 nach außen schwenkt und dann die in Fig. 5 gezeigte Offenstellung erreicht wird. Diese ist vorzugsweise etwa um 45° nach außen gestellt gegenüber der im Wesentlichen senkrechten Verschlussstellung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist. In dieser Offenstellung kann die Abdeckung 4 und insbesondere das Frontteil 8 hintergriffen werden, wie es bereits zu Fig. 1 und Fig. 2 erläutert wurde. Der Nutzer kann somit von unten in den Freiraum 12 eingreifen und in den Griffbereich 10 greifen, wobei er insbesondere dann die Griffleiste 11 hintergreift.

[0042] Ausgehend von der Darstellung in Fig. 5 kann dann der Wassertank 1 aus der Aufnahme 19 in axialer Bewegungsführung nach außen herausgezogen werden, wie dies durch den Pfeil P3 in Fig. 6 dargestellt ist.

[0043] In Fig. 7 ist dann der vollkommen entnommene Zustand des Wassertanks 1 gezeigt. Vorzugsweise ist im Ausführungsbeispiel die Außenseite 25 des Frontteils 8 metallisch beschichtet oder ist ein Metallteil und im Hinblick auf materielle Ausgestaltung und Farbgebung an die Frontseite 26 der Bedienblende 24 angepasst.

Bezugszeichenliste



[0044] 
1
Wassertank
2
Behälter
3
Frontseite
4
Abdeckung
5
horizontale Achse
6
Wandung
7
Wandung
8
Frontteil
9
Rückseite
10
Griffbereich
11
Griffleiste
12
Freiraum
13
Verriegelungseinrichtung
14
Verriegelungselement
15
Verriegelungselement
16
Bewegungsdämpfungseinrichtung
17
Zahnrad
18
Zahnrad
19
Aufnahme
20
Dampfgargerät
21
Garraum
22
Tür
23
Griff
24
Bedienblende
25
Vorderseite
26
Frontseite
P1
Pfeil
P2
Pfeil
P3
Pfeil



Ansprüche

1. Wassertank (1) für ein Dampfgargerät (20), mit einem Behälter (2) zur Aufnahme des Wassers, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Behälter (2) eine frontseitige Abdeckung (4) als Blende angeordnet ist, welche relativ zum Behälter (2) bewegbar angeordnet ist.
 
2. Wassertank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (4) ein plattenartiges Frontteil (8) aufweist, das um eine horizontale Achse (5) relativ zum Behälter (2) schwenkbar ist.
 
3. Wassertank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (5) am oberen Rand der Abdeckung (4) ausgebildet ist.
 
4. Wassertank nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel ausgehend von der Verschlussstellung zwischen 20° und 90°, insbesondere zwischen 30° und 60°, beträgt.
 
5. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (9) der Abdeckung (4), insbesondere des Frontteils (5) ein Griffbereich (10, 11) ausgebildet ist.
 
6. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (9) der Abdeckung (4), zumindest ein Verriegelungselement (14) angeordnet ist, welches zum Eingriff mit einem weiteren Verriegelungselement (15), insbesondere an dem Behälter (2), ausgebildet ist.
 
7. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegungsdämpfungseinrichtung (16) ausgebildet ist, mit welcher die Bewegung der Abdeckung (4) gedämpft ist.
 
8. Wassertank nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsdämpfungseinrichtung (16) eine Zahnradmechanik (17, 18) aufweist, durch welche die Bewegungsdämpfung erfolgt.
 
9. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungseinrichtung (13) durch axiales Drücken auf die Vorderseite (25) der in der Verschlussstellung befindlichen Abdeckung (4), insbesondere in einem unteren Drittel der Vorderseite (25), lösbar ist und die Abdeckung (4) automatisch in die Offenstellung überführbar ist.
 
10. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseite (25) der Abdeckung (4) grifflos, insbesondere eben, ausgebildet ist.
 
11. Dampfgargerät (20) mit einem Wassertank (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
 
12. Dampfgargerät (20) nach Anspruch 11, bei welchem der Wassertank (1) frontseitig aus einer Aufnahme (19) oberhalb einer Tür (22) zum Verschließen eines Garraums (21) entnehmbar ist.
 
13. Dampfgargerät (20) nach Anspruch 12, bei welchem die Vorderseite (25) der in der Verschlussstellung befindlichen Abdeckung (4) des Wassertanks (1) bündig mit einer Frontseite (26) einer Bedienblende (24) angeordnet ist.
 
14. Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks (1) aus einer Aufnahme (19) in einem Dampfgargerät (20), dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Wassertank (1) verbundene Abdeckung (4) betätigt und dadurch im an dem Wassertank (1) angeordneten Zustand relativ zum Wassertank (1) von einer Verschlussstellung in eine Offenstellung gebracht wird, in welcher die Abdeckung (4) hintergreifbar ist und aus der in die Aufnahme (4) eingebrachten Endstellung herausgezogen werden kann.
 
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch Drücken auf die Vorderseite (25) der Abdeckung (4) eine Verriegelungseinrichtung (13) der Abdeckung (4) gelöst wird und dann die Abdeckung (4) um eine Achse (5) von der Verschlussstellung in eine dazu in einem Winkel zwischen 30° und 60° geneigte Offenstellung automatisch, insbesondere bewegungsgedämpft, nach außen geschwenkt wird.
 




Zeichnung










Recherchenbericht