[0001] Die Erfindung betrifft einen Wassertank für ein Dampfgargerät, mit einem Behälter
zur Aufnahme des Wassers. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Dampfgargerät mit
einem derartigen Wassertank. Darüber hinaus betrifft die Erfindung auch ein Verfahren
zum Entnehmen eines Wassertanks aus einer Aufnahme eines Dampfgargeräts.
[0002] Es sind Backöfen bekannt, die auch die Möglichkeit bieten, Gargut durch Dampferzeugung
im Garraum zuzubereiten. Dabei werden während der Zubereitung Dampfstöße erzeugt,
die in den Garraum geleitet werden bzw. erst darin erzeugt werden. Dazu ist ein Behälter
zur Bevorratung von Wasser erforderlich. Dieser ist bei bekannten Geräten in der Bedienblende
des Backofens angeordnet und kann daraus entnommen werden. Dies ist bei herkömmlichen
Ausgestaltungen nutzerunfreundlich und die Entnahme ist relativ aufwändig und unhandlich.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wassertank für ein Dampfgargerät,
ein Dampfgargerät mit einem Wassertank, sowie ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks
aus einem Dampfgargerät zu schaffen, welcher bzw. welches bzw. mit welchem nutzerfreundlicher
die Handhabung des Wassertanks gewährleistet werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Wassertank, welcher die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
ein Dampfgargerät, welches die Merkmale nach Anspruch 11 aufweist, und ein Verfahren,
welches die Merkmale nach Anspruch 14 aufweist, gelöst.
[0005] Ein erfindungsgemäßer Wassertank für ein Dampfgargerät umfasst einen Behälter zur
Aufnahme des Wassers. Darüber hinaus umfasst der Wassertank eine an dem Behälter frontseitig
angeordnete Abdeckung, welche relativ zum Behälter bewegbar angeordnet ist und eine
Frontblende ist. Sie bildet praktisch die frontseitige vertikale Abschlusswand des
Tanks. Durch diese Ausgestaltung des Wassertanks kann die nutzerfreundlichere Handhabung
beim Herausziehen und Hineinschieben des Wassertanks in das Dampfgargerät gewährleistet
werden. Durch die relative Bewegbarkeit und das Vorhandensein der Abdeckung an der
Frontseite kann die grundsätzliche Bewegungsführung des Wassertanks beim Herausziehen
oder Hineinschieben sicherer gewährleistet werden und eine deutlich bessere Greifung
von Komponenten des Wassertanks durch eine Hand des Nutzers erreicht werden. Durch
die relative Bewegbarkeit der Abdeckung kann diese auch multifunktionell genutzt werden,
da sie zum einen quasi eine Frontblende für den Behälter bildet, der somit nach außen
hin nicht sichtbar ist, andererseits durch die relative Bewegbarkeit neben der Abdeckfunktionalität
auch in spezifischer Stellung und Position das Greifen und die Bewegungsführung des
Wassertanks situationsspezifisch einfach gewährleistet.
[0006] Insbesondere erstreckt sich die Abdeckung mit ihrer Fläche größenmäßig über die gesamte
Fläche der Vorderseite des Behälters, so dass der Behälter von vorne betrachtet praktisch
durch die Abdeckung verdeckt ist.
[0007] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Abdeckung eine Platte ist, die um eine horizontale
Achse relativ zum Behälter schwenkbar ist. Durch diese Ausgestaltung kann die Abdeckung
somit quasi ausgefahren und wieder eingefahren werden und gerade durch die horizontale
Achse kann eine besonders geeignete Stellung der Abdeckung erreicht werden, um die
Abdeckung mit einer Hand gezielt berühren und greifen zu können, um dann die sichere
Bewegungsführung des Wassertanks zu erzielen.
[0008] Vorzugsweise ist die Achse am oberen Rand der Abdeckung ausgebildet. Dadurch kann
eine besonders geeignete Schwenkstellung der Abdeckung nach außen erzielt werden,
sodass quasi die Abdeckung von unten gegriffen werden kann und insbesondere auch hintergriffen
werden kann und dann das Greifen sehr einfach und sicher und intuitiv erfolgt.
[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Schwenkwinkel ausgehend von der Verschlussstellung
der Abdeckung zwischen 20° und 90°, insbesondere zwischen 30° und 60°, beträgt. Dies
bedeutet, dass die Abdeckung in spezifischen Phasen, insbesondere zum Entnehmen des
Wassertanks aus einer Aufnahme eines Dampfgargeräts, von der Verschlussstellung um
den oben genannten Winkel nach außen geschwenkt wird, wodurch die Greifbarkeit vorzugsweise
grundsätzlich erst gewährleistet wird und insbesondere das Hintergreifen auch nutzerfreundlich
gewährleistet ist. Durch die genannten Schwenkwinkelintervalle wird auch ein derartiges
weites Nachaußenschwenken der Abdeckung erzielt, dass der dahinter ausgebildete Freiraum
problemlos zum Einführen von Fingern ausreicht und somit auch kein unerwünschtes Anstoßen
oder Verletzen des Nutzers beim Hintergreifen der Abdeckung auftritt.
[0010] Vorzugsweise ist an der Rückseite der Abdeckung ein Griffbereich ausgebildet. Dadurch
wird die Greifbarkeit der Abdeckung im ausgeschwenkten Zustand noch begünstigt und
ein besonders zielgerichtetes und auch festes Greifen der Abdeckung kann dadurch gewährleistet
werden. Ein unerwünschtes Abrutschen ist dadurch vermeidbar.
[0011] Vorzugsweise ist an der Rückseite der Abdeckung zumindest ein Verriegelungselement
angeordnet, welches zum Eingriff mit einem weiteren Verriegelungselement an dem Behälter
ausgebildet ist. Dadurch wird eine Verriegelungsvorrichtung geschaffen, durch welche
die Abdeckung in der Verschlussstellung arretierbar ist. Insbesondere ist diese Verriegelungsvorrichtung
einfach lösbar, indem in der Verschlussstellung der Abdeckung auf die Außenseite der
Abdeckung getippt wird, sodass die Abdeckung zunächst leicht in die Gegenrichtung
bewegt wird und dadurch die Verriegelungsvorrichtung und somit insbesondere die beiden
verriegelten Verriegelungselemente gelöst werden und dann die Abdeckung nach außen
schwenkt.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Wassertank eine Bewegungsdämpfungseinrichtung
aufweist, mit welcher die Bewegung der Abdeckung gedämpft ist. Ein unerwünschtes schnelles
Nachaußenschnappen und zu hartes Anschlagen in der Offenposition bzw. Offenstellung
ist dadurch vermeidbar. Durch die Bewegungsdämpfungseinrichtung kann somit auch eine
sehr verschleißarme Bewegungsführung der Abdeckung ermöglicht werden. Darüber hinaus
ist ein zu hartes Anschlagen in den Endpositionen der Abdeckung vermieden. Dadurch
kann auch eine unerwünschte Geräuschbildung bei derartigen harten Anschlägen an den
Endstellungen der Abdeckung vermieden werden.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Bewegungsdämpfungseinrichtung eine Zahnradmechanik
aufweist, durch welche die Bewegungsdämpfung erfolgt. Eine derartige Zahnradmechanik
ist relativ bauteilminimiert ausgestaltet und im Hinblick auf Verschleißarmut besonders
vorteilhaft. Nicht zuletzt ist sie im Hinblick auf Robustheit und präzise Bewegungsführung
besonders hervorzuheben.
[0014] Vorzugsweise ist eine Verriegelungseinrichtung bzw. die Verriegelungsvorrichtung
durch axiales Drücken auf die Vorderseite der in der Verschlussstellung befindlichen
Abdeckung lösbar und die Abdeckung automatisch in die Offenstellung überführbar. Insbesondere
ist dann bei einer horizontalen Schwenkachse, die am oberen Rand der Abdeckung ausgebildet
ist, ein Drücken auf die Vorderseite der Abdeckung in einem unteren Drittel dieser
vorderen Seite vorteilhaft.
[0015] Vorzugsweise ist die Vorderseite der Abdeckung grifflos, insbesondere eben, ausgebildet.
Dadurch kann im eingebrachten Endzustand des Wassertanks in eine Aufnahme des Dampfgargeräts
und in der Verschlussstellung der Abdeckung eine sehr aufgeräumte Gerätefront erzielt
werden und es ist kein Überstand vorhanden, sodass auch ein unerwünschtes Anstoßen
an Bauteilen, insbesondere an einer überstehenden Abdeckung, nicht gegeben ist.
[0016] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Dampfgargerät mit einem erfindungsgemäßen
Wassertank und einer vorteilhaften Ausgestaltung davon.
[0017] Vorzugsweise ist der Wassertank frontseitig aus einer Bedienfront oberhalb einer
Tür zum Verschließen eines Garraums entnehmbar und wieder einsetzbar.
[0018] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Vorderseite der in der Verschlussstellung befindlichen
Abdeckung des Wassertanks bündig mit einer Vorderseite der Bedienfront angeordnet
ist.
[0019] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks
aus einer Aufnahme in einem Dampfgargerät, bei dem eine mit dem Wassertank verbundene
Abdeckung betätigt und dadurch im an dem Wassertank angeordneten Zustand relativ zum
Wassertank von einer Verschlussstellung in eine Offenstellung gebracht wird. In der
Offenstellung wird die Abdeckung so orientiert, dass die Abdeckung hintergriffen werden
kann und aus der in die Aufnahme eingebrachten Endstellung herausgezogen werden kann.
[0020] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Abdeckung in ihrer Verschlussstellung und dann,
wenn der Wassertank in seiner Endstellung in der Aufnahme in dem Dampfgargerät eingebracht
wurde, die Abdeckung nicht hintergriffen werden kann.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass durch das Drücken auf die Vorderseite der Abdeckung
eine Verriegelungseinrichtung der Abdeckung gelöst wird und dann die Abdeckung um
eine Achse, insbesondere eine horizontale Achse am oberen Rand der Abdeckung, von
der Verschlussstellung in eine dazu in einem Winkel von zwischen 30° und 60° geneigte
Offenstellung automatisch, insbesondere bewegungsgedämpft, geschwenkt wird.
[0022] Vorzugsweise ist die Abdeckung als rechteckige Platte ausgebildet.
[0023] Vorzugsweise wird vorgesehen, dass dann wenn sich die Abdeckung bzw. die Frontklappe
des Wassertanks in der Verschlussstellung befindet und von dieser dann in die Offenstellung
übergeführt werden soll, zunächst ein maximal wenige Millimeter betragender Entriegelungsweg
herbeigeführt wird, indem ein Nutzer außenseitig auf die Abdeckung drückt. Ist dann
die Entriegelung erfolgt, fährt die Abdeckung in entgegengesetzter Richtung automatisch
verschwenkt in die Offenstellung.
[0024] Soll andererseits der Wassertank in die Aufnahme eingesetzt werden, erfolgt der Ablauf
in umgekehrter Reihenfolge. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Abdeckung sich
in der Offenstellung befindet, wobei dann zunächst der Wassertank in die Aufnahme
eingeschoben wird, bis er vollständig darin enthalten ist. Im Weiteren wird dann auf
die Außenseite der Abdeckung gedrückt, sodass diese zwar geführt von der Offenstellung
in die Verschlussstellung gedrückt wird, wobei auch hier ein Eindrücken über die Verschlussstellung
hinweg erfolgt, sodass die Verriegelung der Verriegelungselemente wieder herbeigeführt
wird. Wird dann die Abdeckung losgelassen, so bewegt sie sich wieder wenige Millimeter
zurück in die Verschlussstellung und durch die bereits erfolgte Verriegelung der Verriegelungselemente
wird dann die Verschlussstellung gehalten.
[0025] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Abdeckung bereits im noch entnommenen
Zustand des Wassertanks aus dem Dampfgargerät von der Offenstellung in die Verschlussstellung
geklappt wird und dann erst der Wassertank in die Aufnahme in seine Endstellung eingeschoben
wird.
[0026] Vorzugsweise ist die Vorderseite der Abdeckung konstruktiv so auslegbar, dass sie
mit unterschiedlichsten Frontteilen kompatibel ausgestaltbar ist. So kann eine Frontseite
farblich und/oder materiell unterschiedlich ausgestaltet werden. Diese Frontteile
können dann kompatibel und zerstörungsfrei reversibel ausgetauscht und ersetzt werden.
[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sowohl die farbliche als auch die materielle Ausgestaltung
des Frontteils der Abdeckung der Ausgestaltung der die Aufnahme umgebenden Frontblende
des Dampfgargeräts entspricht.
[0028] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren, und
der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und
Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder
in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur
in der jeweils angegeben Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in
Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0029] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Wassertanks;
- Fig. 2
- eine Ansicht hinter die sich in einer Offenstellung befindliche Abdeckung des Wassertanks;
- Fig. 3
- einen Teilausschnitt einer frontseitigen Betrachtung eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Dampfgargeräts mit vollständig eingebrachtem Wassertank;
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, bei der die Abdeckung des Wassertanks zur Entnahme
des Wassertanks aus dem Dampfgargerät entriegelt wird;
- Fig. 5
- eine weitere Darstellung des Dampfgargeräts, bei dem die Abdeckung von der Verschlussstellung
in die Offenstellung übergeführt ist;
- Fig. 6
- eine weitere Darstellung des Dampfgargeräts mit teilweise entnommenem Wassertank;
und
- Fig. 7
- eine Darstellung des Dampfgargeräts mit vollständig entnommenem Wassertank.
[0030] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0031] In Fig. 1 ist in einer vereinfachten Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Wassertanks in einem Teilausschnitt gezeigt. Der Wassertank 1 umfasst einen Behälter
2, in dem Wasser enthalten ist. Durch Verdampfen des Wassers kann in einem Garraum
des Dampfgargeräts Dampf erzeugt werden, mit dem dann eine Zubereitung des in den
Garraum eingebrachten Garguts erfolgt.
[0032] Nach vorne hin bzw. an eine Frontseite 3 des Behälters anschließend ist eine Abdeckung
4 angeordnet. Die Abdeckung 4 bildet den frontseitigen Abschluss des Wassertanks und
stellt somit auch eine Frontblende des Wassertanks 1 dar. Sie bildet praktisch die
frontseitige vertikale Abschlusswand des Tanks. Die Abdeckung 4 ist an ihrem oberen
Ende bzw. ihrem oberen Rand um eine horizontale Achse 5, die in der Seitendarstellung
gemäß Fig. 1 senkrecht zur Figurenebene verläuft, verschwenkbar. Die Abdeckung 4 umfasst
seitlich zwei Wandungen als Seitenwände 6 und 7 (Fig. 2) und ein Frontteil 8, welches
im Ausführungsbeispiel rechteckig ausgebildet ist und mit den im Wesentlichen dreieckig
ausgebildeten Seitenwänden 6 und 7 verbunden ist.
[0033] Die Abdeckung 4 ist somit fest mit dem Behälter 2 verbunden, jedoch aufgrund der
Achse 5 relativ zu dem Behälter bewegbar.
[0034] In Fig. 2 ist eine weitere Darstellung eines Wassertanks 1 gezeigt, wobei in diesem
Zusammenhang die auch bereits in Fig. 1 in der Offenstellung gezeigte Abdeckung 4
dargestellt ist und in Fig. 2 hinter die Abdeckung 4 geblickt ist. Wie zu erkennen
ist, ist an einer Rückseite 9 bzw. einer Innenseite der Abdeckung 4 und insbesondere
des Frontteils 8 ein Griffbereich 10 ausgebildet. Dieser umfasst eine Griffleiste
11 die von einem Nutzer mit der Hand bzw. den Fingern in der Offenstellung der Abdeckung
4 hintergriffen werden kann. Darüber hinaus ist hinter der Abdeckung 4 und in einem
zwischen den Seitenwänden 6 und 7 gebildeten Freiraum 12 eine Verriegelungseinrichtung
13 ausgebildet. Diese umfasst ein an der Rückseite 9 ausgebildetes Verriegelungselement
14, welches im Wesentlichen ein Rasthaken ist. Dieser greift in ein komplementäres
Verriegelungselement 15 ein, um die Abdeckung 4 in ihrer Verschlussstellung verriegeln
und halten zu können.
[0035] Darüber hinaus ist eine Bewegungsdämpfungseinrichtung 16 ausgebildet, die Zahnräder
17 und 18 umfasst, die miteinander kämmen. Durch diese Bewegungsdämpfungseinrichtung
16 wird das Verschwenken der Abdeckung 4 gedämpft geführt.
[0036] Im Hinblick auf die Entnahme des Wassertanks 1 aus einer Aufnahme 19 (Fig. 3) eines
Dampfgargeräts 20 wird auf die nachfolgende Erläuterung verwiesen. In Fig. 3 ist bei
einem Teilausschnitt eine Frontseite eines Dampfgargeräts 20 ausgebildet, dass auch
ein Backofen ist. Das Dampfgargerät 20 umfasst einen Garraum 21, der durch eine Tür
22 mit einem Griff 23 verschlossen ist. Oberhalb der Tür 22 ist eine Bedienblende
24 ausgebildet. In dieser Bedienblende 24 sind mehrere Bedienelemente und eine Anzeigeeinheit
integriert. Darüber hinaus ist dort auch die Aufnahme 19 für den Wassertank 1 ausgebildet.
[0037] In Fig. 3 ist gezeigt, dass der Wassertank 1 in seiner Endposition in der Aufnahme
19 eingebracht ist und die Abdeckung 4 in ihrer Verschlussstellung angeordnet ist.
Im Ausführungsbeispiel ist dabei vorgesehen, dass eine Vorderseite 25 des Frontteils
8 der Abdeckung 4 bündig bzw. im Wesentlichen bündig mit einer Frontseite 26 der Bedienblende
24 ist.
[0038] Es ist zu erkennen, dass die Vorderseite 25 grifflos und im Wesentlichen eben ausgebildet
ist. Des Weiteren ist zu erkennen, dass in dieser Verschlussstellung der Abdeckung
4 im eingebrachten Zustand des Wassertanks 1 in der Aufnahme 19 ein Hintergreifen
der Abdeckung 4 nicht möglich ist.
[0039] Ausgehend von der Darstellung in Fig. 3 wird zum Entnehmen des Wassertanks 1 aus
der Aufnahme 19 zunächst eine Drückbewegung gemäß dem Pfeil P1 auf die Außenseite
25 in einem vorzugsweise unteren Drittel des Frontteils 8 durch einen Nutzer bewirkt.
Dadurch wird zunächst die Abdeckung 4 quasi wenige Millimeter nach innen gedrückt,
was in Fig. 4 zu erkennen ist. Die Abdeckung 4 verschwenkt dabei um die Achse 5 minimal
nach innen und bewegt sich somit relativ zum Behälter 2. Durch dieses über einen kleinen
Klappweg erfolgende Nachinnendrücken wird der verriegelte Zustand zwischen den Verriegelungselementen
14 und 15 gelöst.
[0040] Ausgehend von dem in Fig. 4 erreichten Zwischenzustand kann dann vorzugsweise die
Abdeckung 4 losgelassen werden, bzw. die in Pfeilrichtung P1 durch einen Nutzer bewirkte
Bewegung beendet werden.
[0041] Wird nun dann die Abdeckung 4 und insbesondere das Frontteil 8 losgelassen oder nicht
mehr berührt, so erfolgt ein automatisches Ausfahren der Abdeckung 4 in Richtung des
Pfeils P2, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Es ist zu erkennen, dass die Abdeckung
4 um die horizontale Achse 5 nach außen schwenkt und dann die in Fig. 5 gezeigte Offenstellung
erreicht wird. Diese ist vorzugsweise etwa um 45° nach außen gestellt gegenüber der
im Wesentlichen senkrechten Verschlussstellung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist.
In dieser Offenstellung kann die Abdeckung 4 und insbesondere das Frontteil 8 hintergriffen
werden, wie es bereits zu Fig. 1 und Fig. 2 erläutert wurde. Der Nutzer kann somit
von unten in den Freiraum 12 eingreifen und in den Griffbereich 10 greifen, wobei
er insbesondere dann die Griffleiste 11 hintergreift.
[0042] Ausgehend von der Darstellung in Fig. 5 kann dann der Wassertank 1 aus der Aufnahme
19 in axialer Bewegungsführung nach außen herausgezogen werden, wie dies durch den
Pfeil P3 in Fig. 6 dargestellt ist.
[0043] In Fig. 7 ist dann der vollkommen entnommene Zustand des Wassertanks 1 gezeigt. Vorzugsweise
ist im Ausführungsbeispiel die Außenseite 25 des Frontteils 8 metallisch beschichtet
oder ist ein Metallteil und im Hinblick auf materielle Ausgestaltung und Farbgebung
an die Frontseite 26 der Bedienblende 24 angepasst.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Wassertank
- 2
- Behälter
- 3
- Frontseite
- 4
- Abdeckung
- 5
- horizontale Achse
- 6
- Wandung
- 7
- Wandung
- 8
- Frontteil
- 9
- Rückseite
- 10
- Griffbereich
- 11
- Griffleiste
- 12
- Freiraum
- 13
- Verriegelungseinrichtung
- 14
- Verriegelungselement
- 15
- Verriegelungselement
- 16
- Bewegungsdämpfungseinrichtung
- 17
- Zahnrad
- 18
- Zahnrad
- 19
- Aufnahme
- 20
- Dampfgargerät
- 21
- Garraum
- 22
- Tür
- 23
- Griff
- 24
- Bedienblende
- 25
- Vorderseite
- 26
- Frontseite
- P1
- Pfeil
- P2
- Pfeil
- P3
- Pfeil
1. Wassertank (1) für ein Dampfgargerät (20), mit einem Behälter (2) zur Aufnahme des
Wassers, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Behälter (2) eine frontseitige Abdeckung (4) als Blende angeordnet ist, welche
relativ zum Behälter (2) bewegbar angeordnet ist.
2. Wassertank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (4) ein plattenartiges Frontteil (8) aufweist, das um eine horizontale
Achse (5) relativ zum Behälter (2) schwenkbar ist.
3. Wassertank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (5) am oberen Rand der Abdeckung (4) ausgebildet ist.
4. Wassertank nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel ausgehend von der Verschlussstellung zwischen 20° und 90°, insbesondere
zwischen 30° und 60°, beträgt.
5. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (9) der Abdeckung (4), insbesondere des Frontteils (5) ein Griffbereich
(10, 11) ausgebildet ist.
6. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (9) der Abdeckung (4), zumindest ein Verriegelungselement (14) angeordnet
ist, welches zum Eingriff mit einem weiteren Verriegelungselement (15), insbesondere
an dem Behälter (2), ausgebildet ist.
7. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegungsdämpfungseinrichtung (16) ausgebildet ist, mit welcher die Bewegung
der Abdeckung (4) gedämpft ist.
8. Wassertank nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsdämpfungseinrichtung (16) eine Zahnradmechanik (17, 18) aufweist, durch
welche die Bewegungsdämpfung erfolgt.
9. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungseinrichtung (13) durch axiales Drücken auf die Vorderseite (25)
der in der Verschlussstellung befindlichen Abdeckung (4), insbesondere in einem unteren
Drittel der Vorderseite (25), lösbar ist und die Abdeckung (4) automatisch in die
Offenstellung überführbar ist.
10. Wassertank nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseite (25) der Abdeckung (4) grifflos, insbesondere eben, ausgebildet ist.
11. Dampfgargerät (20) mit einem Wassertank (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Dampfgargerät (20) nach Anspruch 11, bei welchem der Wassertank (1) frontseitig aus
einer Aufnahme (19) oberhalb einer Tür (22) zum Verschließen eines Garraums (21) entnehmbar
ist.
13. Dampfgargerät (20) nach Anspruch 12, bei welchem die Vorderseite (25) der in der Verschlussstellung
befindlichen Abdeckung (4) des Wassertanks (1) bündig mit einer Frontseite (26) einer
Bedienblende (24) angeordnet ist.
14. Verfahren zum Entnehmen eines Wassertanks (1) aus einer Aufnahme (19) in einem Dampfgargerät
(20), dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Wassertank (1) verbundene Abdeckung (4) betätigt und dadurch im an dem
Wassertank (1) angeordneten Zustand relativ zum Wassertank (1) von einer Verschlussstellung
in eine Offenstellung gebracht wird, in welcher die Abdeckung (4) hintergreifbar ist
und aus der in die Aufnahme (4) eingebrachten Endstellung herausgezogen werden kann.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch Drücken auf die Vorderseite (25) der Abdeckung (4) eine Verriegelungseinrichtung
(13) der Abdeckung (4) gelöst wird und dann die Abdeckung (4) um eine Achse (5) von
der Verschlussstellung in eine dazu in einem Winkel zwischen 30° und 60° geneigte
Offenstellung automatisch, insbesondere bewegungsgedämpft, nach außen geschwenkt wird.