[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inbetriebnahme einer Geldkassette, bei dem
mindestens ein Betriebsparameter der Geldkassette eingestellt wird. Ein weiterer Aspekt
der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Geldkassette, wobei diese
Geldkassette während des Betriebes in mindestens einer Vorrichtung zur Handhabung
von Wertscheinen aufgenommen wird.
[0002] Während des Betriebes werden Geldkassetten zwischen verschiedenen Vorrichtungen zur
Handhabung von Wertscheinen, beispielsweise Geldautomaten, automatischen Kassensystemen
und/oder automatischen Tresorkassen, und/oder Cash-Centern transportiert. Während
des Transports können die Geldkassetten zumindest zeitweise in Transportkoffern und/oder
Racks von Werttransportfahrzeugen aufgenommen sein. Des Weiteren können die Geldkassetten
zwischenzeitlich in in Gebäuden angeordneten Racks zum Zwischenspeichern von Geldkassetten
aufgenommen sein. Je nachdem, ob und wenn ja, in welcher Vorrichtung oder welchem
Rack, die Geldkassette aufgenommen ist, wird die Geldkassette in verschiedenen Betriebsmodi
betrieben, wobei der Betriebsmodus insbesondere angibt, welche Sensoren der Geldkassette
aktiviert sind, d.h. über welche Sensoren eine Entwertungseinheit zum irreversiblen
Entwerten von in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheinen ausgelöst werden kann.
Bei dem Transport zwischen den Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen, den
Racks, den Cash-Centern und/oder den Transportkoffern werden insbesondere Timer aktiviert,
innerhalb derer die Geldkassetten in die jeweils vorgesehene Vorrichtung, das vorgesehene
Rack und/oder den vorgesehenen Transportkoffer eingesetzt werden müssen. Wird die
Geldkassette nicht innerhalb des durch diesen Timer vorgegebenen Zeitintervalls eingesetzt,
so wird die Entwertungseinheit der Geldkassette ausgelöst und die in der Geldkassette
aufgenommenen Wertscheine werden irreversibel entwertet.
[0003] Bei bekannten Verfahren sind die für die verschiedenen Vorrichtungen vorgesehenen
Betriebsmodi und die Timer werksseitig fest voreingestellt. Problematisch hieran ist,
dass je nach Verwendungszweck der Geldkassette, der Unternehmenssparte des Betreibers
der Geldkassette, den Vorrichtungen in die die Geldkassette eingesetzt wird und/oder
den örtlichen Gegebenheiten diese voreingestellten Betriebsparameter unpassend sein
können. Beispielsweise kann der voreingestellte Timer zu kurz gewählt sein, da örtlich
bedingt lange Transportwege unvermeidbar sind. Umgekehrt kann es sein, dass der Timer
für den Kundenzweck zu lang eingestellt ist, so dass ein unnötiges Risiko besteht.
[0004] Bei einem weiteren Verfahren werden die Betriebsmodi und Timer werkseitig durch den
Hersteller der Geldkassette in Abhängigkeit von kundenspezifischen Wünschen eingestellt.
Dies hat zum einen den Nachteil, dass hierdurch ein hoher Aufwand entsteht, da der
Kunde die gewünschten Einstellungen dem Hersteller mitteilen muss und dieser die Einstellungen
aufwendig konfigurieren muss. Um anderen ist es problematisch, dass von dem Hersteller
sicherheitsrelevante Daten gehandhabt werden müssen, wodurch zusätzliche Anforderungen
an die Datensicherheit bei der Handhabung der Daten durch den Kassettenhersteller
entstehen.
[0005] Das Vorsehen und Einstellen solcher Timer ist aus dem nicht vorveröffentlichten Dokument
DE 10 2010 016810 bekannt.
[0006] Ferner ist es für das Betreiben der Geldkassette problematisch, dass kriminelle Personen,
die es beabsichtigen, die Wertscheine einer Geldkassette zu stehlen, mittlerweile
selbst über Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen, beispielsweise Geldautomaten,
verfügen. Auf diese Weise wird versucht, die Timer und die weiteren Sensoren zum Verhindern
von Manipulationen zu umgehen.
[0007] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Inbetriebnahme von Geldkassetten
und ein Verfahren zum Betreiben von Geldkassetten anzugeben, mit deren Hilfe jeweils
ein sicherer Betrieb der Geldkassetten erreicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch
ein Verfahren mit den Merkmalen des weiteren unabhängigen Verfahrensanspruchsgelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird zur Inbetriebnahme der Geldkassette
diese in eine Vorrichtung zur Aufnahme von Geldkassetten eingesetzt und eine Bedienperson
dieser Vorrichtung wird mit Hilfe einer Anzeigeeinheit dazu aufgefordert, die Ausprägung
mindestens eines Prozessparameters des Prozesses, den die Geldkassette im Betrieb
durchlaufen soll, einzugeben. Nach der Eingabe der Ausprägung des Prozessparameters
mit Hilfe einer Eingabeeinheit der Vorrichtung wird in Abhängigkeit der eingegebenen
Ausprägung des Prozessparameters mindestens ein Betriebsparameter der Geldkassette
eingestellt und in einem Speicherelement der Geldkassette gespeichert. Hierdurch wird
erreicht, dass die Betriebsparameter der Geldkassette nicht fest vorgegeben sind,
sondern in Abhängigkeit des tatsächlichen Prozesses, für den die Geldkassette im Betrieb
bestimmt ist, an diesen angepasst eingestellt werden können. Somit sind die Betriebsparameter
an den Prozess der Geldkassette angepasst, wodurch wiederum eine hohe Sicherheit erreicht
wird.
[0010] Durch das Einsetzen der Geldkassette in die Vorrichtung zur Aufnahme der Geldkassette
und die Aufforderung der Bedienperson, die Ausprägungen mittels eines Prozessparameters
einzugeben, wird erreicht, dass die Initialisierung der Geldkassette, d.h. das Einstellen
des Betriebsparameters der Geldkassette, auf einfache Weise durch den Betreiber der
Geldkassette erfolgen kann und somit nicht werksseitig von dem Hersteller der Geldkassette
erfolgen muss. Hierdurch wird sowohl für den Betreiber als auch für den Hersteller
der Aufwand reduziert. Insbesondere muss der Hersteller der Geldkassette keine sicherheitsrelevanten
Daten diesbezüglich handhaben, so dass auch hierdurch die Sicherheit weiter erhöht
wird.
[0011] Bei der Vorrichtung zur Aufnahme der Geldkassette handelt es sich insbesondere um
eine Dockingstation, in die die Geldkassette eingesetzt wird, um der Geldkassette
manuell und/oder maschinell Wertschein zu entnehmen und/oder zuzuführen. Alternativ
kann es sich bei der Vorrichtung zur Aufnahme der Geldkassette auch um ein Rack handeln.
Zwischen der Vorrichtung zur Aufnahme der Geldkassette und der Geldkassette ist insbesondere
eine Datenübertragungsverbindung kabellos und/oder kabelgebunden hergestellt, über
die der Betriebsparameter übertragen wird. Ferner können über diese Datenübertragungsverbindung
weitere Daten aus dem Speicherelement der Geldkassette, insbesondere Daten mit Informationen
über den Bestand der Geldkassette an Wertscheinen, mögliche Manipulationsversuche,
den Herkunftsort der Geldkassette und/oder den Zielort der Geldkassette übertragen
werden. Die Vorrichtung zur Aufnahme von Geldkassetten dient ferner insbesondere dazu,
Daten über den geplanten Prozess der Geldkassette, Einstellungen von weiteren Betriebsparametern
der Geldkassette und/oder Wartungsdaten an die Geldkassette zu übertragen. Bei der
Vorrichtung zur Aufnahme von Geldkassetten handelt es sich insbesondere um eine Dockingstation,
wie diese in dem nicht vorveröffentlichten Dokument
DE 10 2010 004 669 beschrieben ist. Der Aufbau und die Funktion der Dockingstation werden hiermit durch
Bezugnahme in die vorliegende Beschreibung aufgenommen.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Bedienperson über die
Anzeigeeinheit aufgefordert, jeweils die Ausprägung einer Vielzahl von Prozessparametern
einzugeben. Nach der Eingabe der Ausprägungen wird in Abhängigkeit dieser Ausprägungen
eine Vielzahl von Betriebsparametern eingestellt. Hierbei ist es möglich, dass in
Abhängigkeit jeweils einer Ausprägung eines Prozessparameters genau ein Betriebsparameter
eingestellt wird, in Abhängigkeit der Ausprägungen mehrerer Prozessparameter mehrere
Betriebsparameter eingestellt werden, in Abhängigkeit der Ausprägungen mehrerer Prozessparameter
genau ein Betriebsparameter und/oder in Abhängigkeit einer Ausprägung eines Prozessparameters
mehrere Betriebsparameter eingestellt werden. Durch das Abfragen mehrerer Prozessparameter
kann der Prozess, den die Geldkassette durchlaufen soll, genau erfasst werden, so
dass die Betriebsparameter der Geldkassette noch zielgerichteter und somit passender
eingestellt werden, so dass die Sicherheit weiter erhöht wird.
[0013] Als Prozessparameter werden insbesondere die Bauart der Geldkassette, die Bauart
und/oder Anzahl der Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen, in die die Geldkassette
während des Prozesses eingesetzt werden soll, die Bauarten der Transportfahrzeuge,
mit denen die Geldkassette während des Prozesses transportiert werden soll, die Bauarten
der Transportkoffer, mit denen die Geldkassette während des Prozesses transportiert
werden soll, die Reihenfolge, in der die Geldkassette zwischen den Vorrichtungen,
den Transportfahrzeugen und/oder den Transportkoffern transportiert werden soll und/oder
die Unternehmenssparte des Betreibers der Geldkassette abgefragt. Hierdurch wird erreicht,
dass der Prozess, den die Geldkassette während des Betriebes durchlaufen soll, möglichst
genau nachgebildet werden kann, ohne dass der Prozess direkt von dem Betreiber der
Geldkassette eingegeben werden muss. Somit wird erreicht, dass die Betriebsparameter
genau an den Prozess angepasst werden können und somit eine hohe Sicherheit erreicht
wird, aber trotzdem die Eingabe des Prozesses durch die Abfrage von Prozessparametern,
deren Ausprägungen für die Bedienperson einfach ermittelt und eingegeben werden können,
einfach erfolgen kann.
[0014] Die Eingabe der Ausprägungen der Prozessparameter kann weiter vereinfacht werden,
indem mindestens zwei mögliche Ausprägungen des Prozessparameters voreingestellt sind
und über die Anzeigeeinheit der Bedienperson zur Auswahl angezeigt werden. Die angezeigten
möglichen Ausprägungen können insbesondere durch ein Anklicken der angezeigten Ausprägungen
mit Hilfe einer Eingabeeinheit, insbesondere einer Computermaus, ausgewählt werden.
Zusätzlich oder alternativ können die Ausprägungen auch in einem Pull-down-Menü der
Bedienperson zur Auswahl angezeigt werden. Hierbei kann es möglich sein, dass die
Bedienperson pro Prozessmerkmal jeweils nur eine Ausprägung oder auch mehrere Ausprägungen
auswählen kann. Als Ausprägungen werden vorzugsweise entsprechend den zuvor genannten
Prozessparametern unterschiedliche mögliche Bauarten der Vorrichtungen, unterschiedliche
mögliche Bauarten der Transportfahrzeuge, unterschiedliche mögliche Bauarten der Transportkoffer,
unterschiedliche mögliche Bauarten der Geldkassette und/oder verschiedene Unternehmensparten
angezeigt. Es werden insbesondere die Typenbezeichnungen der verschiedenen Bauarten
angezeigt.
[0015] Als Betriebsparameter werden insbesondere mindestens ein Betriebsmodus der Geldkassette
während mindestens eines Prozessschrittes des Prozesses und/oder mindestens ein Timer
für mindestens einen Prozessschritt des Prozesses eingestellt. Der Timer gibt insbesondere
ein Zeitintervall vor, innerhalb dessen der Prozessschritt beendet sein muss. Ist
der Prozessschritt nicht innerhalb dieses Zeitintervalls beendet, insbesondere wenn
die Geldkassette innerhalb dieses Zeitintervalls nicht in eine Vorrichtung zur Aufnahme
von Geldkassetten eingesetzt wurde, wird eine Entwertungseinheit der Geldkassette
zum irreversiblen Entwerten der in der Geldkassette aufgenommenen Wertscheine, insbesondere
ein Tintenkit zum irreversiblen Einfärben der Wertscheine mit einem Farbstoff, ausgelöst.
[0016] Es sind insbesondere mehrere Betriebsmodi voreingestellt, wobei jeweils ein Betriebsmodus
einem Prozessschritt zugeordnet wird. Es ist insbesondere ein sogenannter Safemodus
voreingestellt, bei dem sowohl mindestens ein Lagesensor zur Detektion einer Änderung
der Lage der Geldkassette im Raum und mindestens ein Erschütterungssensor zur Detektion
von stoßartigen Belastungen der Geldkassette aktiviert sind, d.h., dass, wenn mindestens
einer dieser Sensoren ein Signal liefert, die Entwertungseinheit der Geldkassette
ausgelöst wird. In einem sogenannten Transportmodus sind die Lagesensoren deaktiviert,
so dass auch bei einer Änderung der Lage der Geldkassette die Entwertungseinheit nicht
ausgelöst wird. In einem ausgeschalteten Modus dahingegen sind alle Sensoren deaktiviert,
d.h., dass, selbst wenn einer der Sensoren ein entsprechendes Signal liefert, die
Entwertungseinheit nicht ausgelöst wird.
[0017] In Abhängigkeit der eingegebenen Ausprägung des Prozessparameters wird vorzugsweise
mindestens ein voreingestellter Standardwert für den einzustellenden Betriebsparameter
ermittelt und über die Anzeigeeinheit der Bedienperson der Vorrichtung angezeigt.
Somit wird die Bedienperson auf einfache Weise über den vorgeschlagenen Standardwert
für den Betriebsparameter informiert, so dass diese entscheiden kann, ob der Standardwert
für den kundenspezifischen Prozess der Geldkassette angemessen ist. Hält die Bedienperson
den vorgeschlagenen Standardwert für nicht angemessen, so kann dieser über die Eingabeeinheit
verändert werden. Somit wird erreicht, dass der Betriebsparameter nicht nur über die
Ausprägung des Prozessparameters, sondern zusätzlich individuell durch den Betreiber
der Geldkassette bei der Inbetriebnahme der Geldkassette eingestellt werden kann.
Somit können die Betriebsparameter, insbesondere die eingestellten Timer, noch genauer
an den spezifischen Prozess der Geldkassette angepasst werden, so dass die Sicherheit
weiter erhöht wird.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein oberer Grenzwert
und/oder ein unterer Grenzwert für den einzustellenden Betriebsparameter vorgegeben,
wobei die Grenzwerte denjenigen Bereich angeben, innerhalb dessen der Betriebsparameter
von der Bedienperson eingestellt werden kann. Hierdurch wird erreicht, dass der Betriebsparameter
innerhalb eines sinnvollen Bereichs eingestellt wird.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in Abhängigkeit
mindestens einer Ausprägung des mindestens einen Prozessparameters mindestens ein
Prozessschritt des Prozesses ermittelt und dieser Prozessschritt und mindestens ein
Betriebsparameter für den Prozessschritt der Bedienperson über die Anzeigeeinheit
angezeigt. Insbesondere wird der gesamte Prozess, den die Geldkassette im Betrieb
durchlaufen soll, ermittelt und über die Anzeigeeinheit visuell dargestellt. Somit
kann die Bedienperson auf einfache Weise kontrollieren, ob die durch sie eingegebenen
Ausprägungen auch tatsächlich den verwendeten Ausprägungen entsprechen und somit der
richtige Prozess, den die Kassette auch tatsächlich durchlaufen soll, wiedergegeben
wird. Ferner erhält die Bedienperson somit einen Überblick über alle eingestellten
Betriebswerte, so dass die Bedienperson diese gegebenenfalls ändern kann.
[0020] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung sind als Prozessparameter bereits
mindestens zwei, vorzugsweise eine Vielzahl möglicher Prozessschritte und/oder ganze
Prozesse voreingestellt, wobei in diesem Fall als Ausprägungen über die Anzeigeeinheit
diese möglichen Prozessschritte bzw. Prozesse angezeigt werden und die Bedienperson
mindestens einen Prozessschritt und/oder einen Prozess auswählt. In Abhängigkeit dieses
ausgewählten Prozesses bzw. Prozessschrittes wird mindestens ein Betriebsparameter
eingestellt. Hierdurch wird erreicht, dass bereits die Prozessschritte und/oder Prozesse
voreingestellt sind und direkt ausgewählt werden können.
[0021] Die Vorrichtung zur Aufnahme von Geldkassetten, in die die Geldkassette zur Inbetriebnahme
eingesetzt ist, arbeitet insbesondere Programmdaten eines Inbetriebnahmeprogramms
ab, durch das der Betreiber der Geldkassette bei der Inbetriebnahme durch die Verfahrensschritte
des Verfahrens zur Inbetriebnahme der Geldkassette geführt wird. Somit wird zum einen
eine einfache Handhabung der Konfigurierung der Geldkassette erreicht und zum anderen
sichergestellt, dass nicht das Einstellen eines Betriebsparameters vergessen wird.
[0022] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Inbetriebnahme
der Geldkassette, insbesondere das Einstellen der Betriebsparameter, nur dann möglich,
wenn sich die Bedienperson vorher authentifiziert hat. Hierzu muss die Bedienperson
über die Eingabeeinheit der Vorrichtung einen Code eingeben, eine Magnetstreifen-
und/oder Chipkarte einführen und/oder einen wechseldatenträger, insbesondere einen
sogenannten CrypTa-Stick, mit der Vorrichtung verbinden, wobei sich die Bedienperson
über die Eingabe des Codes, das Einführen der Magnetstreifen- und/oder Chipkarte und/oder
mit Hilfe des Wechseldatenträgers authentifiziert. Unter einem CrypTa-Stick wird insbesondere
ein USB-Stick verstanden, bei dem die in ihm gespeicherten Daten verschlüsselt, passwortgeschützt
und/oder kopiergeschützt sind.
[0023] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Geldkassette,
bei dem in einem Speicherelement der Geldkassette mindestens ein Verschlüsselungsschlüssel
gespeichert wird. In einem Speicherelement einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen,
in die die Geldkassette während des Prozesses eingesetzt werden soll, wird ebenfalls
der gleiche Verschlüsselungsschlüssel gespeichert. Eine Steuereinheit der Geldkassette
verschlüsselt an die Vorrichtung zu übertragende Daten mit Hilfe dieses Verschlüsselungsschlüssels,
bevor die Daten an die Vorrichtung übertragen werden. Eine Steuereinheit der Vorrichtung
entschlüsselt die von der Geldkassette empfangenen Daten mit Hilfe des in dem Speicherelement
der Vorrichtung hinterlegten Verschlüsselungsschlüssels.
[0024] Hierdurch wird erreicht, dass die Geldkassette nur mit denjenigen Vorrichtungen kommunizieren
kann, die über den gleichen Verschlüsselungsschlüssel wie die Geldkassette verfügen
und somit die übertragenen Daten entschlüsseln können. Somit kann die Geldkassette
nur in denjenigen Vorrichtungen betrieben werden, in denen sie auch betrieben werden
soll. Insbesondere wird dadurch verhindert, dass die Geldkassette von Personen in
betrügerischer Absicht in eine andere Vorrichtung eingesetzt wird, um an die in der
Geldkassette aufgenommenen Wertscheine zu gelangen. Ferner wird durch die Verschlüsselung
der übertragenen Daten erreicht, dass diese nicht abgefangen werden können, so dass
die Manipulationssicherheit der Geldkassette und/oder der Vorrichtung weiter erhöht
wird. Bei der Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen handelt es sich insbesondere
um einen Geldautomaten, eine automatische Tresorkasse und/oder ein automatisches Kassensystem.
[0025] Die Verschlüsselung und Entschlüsselung erfolgt insbesondere mit Hilfe eines Verschlüsselungsalgorithmuses.
Hierzu sind vorzugsweise Daten zum Bereitstellen des Verschlüsselungsalgorithmus jeweils
in dem Speicherelement der Geldkassette und dem Speicherelement der Vorrichtung zur
Handhabung von Wertscheinen gespeichert. Unter dem Speichern des Verschlüsselungsschlüssels
wird insbesondere verstanden, dass Daten mit Informationen über den Verschlüsselungsschlüssel
gespeichert werden.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verschlüsselt auch die Steuereinheit
der Vorrichtung die an die Geldkassette zu übertragenden Daten mit Hilfe des Verschlüsselungsschlüssels.
Die Geldkassette entschlüsselt in diesem Fall die an sie übertragenen Daten mit Hilfe
des in ihrem Speicherelement gespeicherten Verschlüsselungsschlüssels. Somit wird
erreicht, dass eine beidseitige Kommunikation zwischen der Geldkassette und der Vorrichtung
möglich ist und diese zum einen nur dann erfolgt, wenn die Geldkassette und die Vorrichtung
über den gleichen Verschlüsselungsschlüssel verfügen, und zum anderen durch die Verschlüsselung
sicher erfolgt.
[0027] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine Gerätegruppe
festgelegt, zu der alle Geldkassetten und alle Vorrichtungen, die zusammen betrieben
werden sollen, dazu gehören. In jeweils einem Speicherelement aller zu dieser Gerätegruppe
gehörenden Geldkassetten und Vorrichtungen wird der gleiche Verschlüsselungsschlüssel
hinterlegt, so dass die Geldkassetten und Vorrichtungen der Gerätegruppe zusammen
betrieben werden können und Daten verschlüsselt untereinander austauschen können.
Umgekehrt wird erreicht, dass Geldkassetten und Vorrichtungen, die nicht zu der Gerätegruppe
gehören, nicht zusammen mit den Geldkassetten und den Vorrichtungen der Gerätegruppe
betrieben werden können, da diese nicht zur Gerätegruppe gehörenden Geldkassetten
und Vorrichtungen die verschlüsselten Daten der zu der Gruppe gehörenden Geldkassetten
und Vorrichtungen nicht entschlüsseln können. Die Gerätegruppe ist hierzu insbesondere
derart festgelegt, dass ausschließlich die Geldkassetten und Vorrichtung, die zusammen
betrieben werden sollen, zu dieser Gerätegruppe dazu gehören.
[0028] Zum Speichern des Verschlüsselungsschlüssels in dem Speicherelement der Geldkassette
wird die Geldkassette vorzugsweise in eine Vorrichtung zur Aufnahme von Geldkassetten,
insbesondere einer Dockingstation oder ein Rack, eingesetzt. Zwischen der Geldkassette
und der Vorrichtung ist eine erste Datenübertragungsverbindung ausgebildet und zwischen
der Vorrichtung und einem Wechseldatenträger und/oder einer Magnetstreifen- und/oder
Chipkarte eine zweite Datenübertragungsverbindung. Auf dem Wechseldatenträger und/oder
der Magnetstreifen- und/oder Chipkarte sind Daten mit Informationen zum Erzeugen des
Verschlüsselungsschlüssels gespeichert. Eine Steuereinheit der Vorrichtung zur Aufnahme
von Geldkassetten liest diese Daten aus und erzeugt in Abhängigkeit dieser Daten mit
Hilfe eines hinterlegten Verschlüsselungsschlüsselerzeugungsalgorithmus den Verschlüsselungsschlüssel.
Anschließend wird der erzeugte Verschlüsselungsschlüssel in dem Speicherelement der
Geldkassette gespeichert.
[0029] Hierdurch wird ein hohes Maß an Sicherheit erreicht, da nicht einfach ein bekannter
Verschlüsselungsschlüssel eingespielt wird, sondern dieser individuell pro Gerätegruppe
erzeugt wird. Ferner wird die Datensicherheit dadurch erhöht, dass zum Erzeugen der
Wechseldatenträger und/oder die Magnetstreifen- und/oder Chipkarte notwendig ist,
so dass der Verschlüsselungsschlüssel nur von Personen, die über diesen Wechseldatenträger
bzw. diese Magnetstreifen- und/oder Chipkarte verfügen, erzeugt werden kann. Auf diese
Weise wird insbesondere erreicht, dass der Verschlüsselungsschlüssel von dem Betreiber
der Geldkassette selbst sicher erzeugt werden kann, und der Verschlüsselungsschlüssel
nicht werksseitig von dem Hersteller vorgegeben werden muss. Somit wird der Aufwand
sowohl für den Hersteller als auch für den Betreiber reduziert.
[0030] Als Wechseldatenträger wird insbesondere ein CrypTa-Stick verwendet, so dass ein
besonders hohes Maß an Sicherheit erreicht wird. Bei einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung können die Daten zum Erzeugen des Verschlüsselungsschlüssels, die auf
der Magnetstreifen- und/oder Chipkarte und/oder einem Wechseldatenträger gespeichert
sind, auch über eine Eingabeeinheit der Vorrichtung eingegeben werden.
[0031] Die auf dem Wechseldatenträger bzw. der Magnetstreifen- und/oder Chipkarte gespeicherten
Daten umfassen insbesondere einen Masterkey und einen Zufallskey, wobei der Verschlüsselungsschlüsselerzeugungsalgorithmus
in Abhängigkeit diesen beiden Keys den Verschlüsselungsschlüssel erzeugt. Hierdurch
wird ein besonders sicherer Verschlüsselungsschlüssel erreicht.
[0032] Ferner ist es vorteilhaft, wenn in einem Speicherelement der Geldkassette Daten mit
Informationen zur Reproduzierung des Verschlüsselungsschlüssels gespeichert sind,
mit deren Hilfe der Verschlüsselungsschlüssel reproduziert werden kann. Diese Daten
können in dem gleichen Speicherelement wie der Verschlüsselungsschlüssel selbst oder
in einem anderen Speicherelement, insbesondere einem EEPROM, gespeichert sein. Zum
Reproduzieren des Verschlüsselungsschlüssels wird insbesondere zusätzlich zu diesen
Daten der Masterkey benötigt. Dieser Masterkey ist insbesondere nur dem Hersteller
der Geldkassette bekannt, so dass die Reproduzierung des Verschlüsselungsschlüssels
nur mit Hilfe des Herstellers erfolgen kann, so dass dieser sich zuvor davon überzeugen
kann, dass die Person, die die Reproduzierung wünscht, auch hierzu berechtigt ist.
Die Reproduzierung erfolgt insbesondere mit einem speziell hierfür vorgesehenen Algorithmus.
[0033] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schreibt die Geldkassette
beim erstmaligen Einsetzen in eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen den
Verschlüsselungsschlüssel in das Speicherelement der Vorrichtung. Somit wird erreicht,
dass, insbesondere bei der Inbetriebnahme einer neuen Vorrichtung, d.h. dem Hinzufügen
einer neuen Vorrichtung zu dem Gerätekreis, in diese nicht aufwendig der Verschlüsselungsschlüssel
eingegeben werden muss, sondern die Vorrichtung diesen automatisch bei dem erstmaligen
Einfügen der Geldkassette erhält. Somit wird eine einfache Handhabung erreicht.
[0034] Zur Erhöhung der Sicherheit kann insbesondere ein Übertragungszeitraum voreingestellt
und in dem Speicherelement der Geldkassette gespeichert werden, wobei nur innerhalb
dieses Übertragungszeitraums der Verschlüsselungsschlüssel von der Geldkassette an
Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen übertragen werden kann. Somit wird sichergestellt,
dass eine Person, die die Geldkassette entwendet, nur einen so geringen Zeitrahmen
zur Verfügung hat, um die Geldkassette in einen eigenen Geldautomaten einzufügen,
dass dieses zeitlich nicht möglich ist. Der Übertragungszeitraum wird insbesondere
von dem Betreiber der Geldkassette, der auch den Verschlüsselungsschlüssel erzeugt,
über die Vorrichtung zur Aufnahme von Wertscheinen, in die die Geldkassette zum Erzeugen
des Verschlüsselungsschlüssels eingesetzt ist, voreingestellt. Somit kann der Zeitraum
an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden.
[0035] Zusätzlich oder alternativ zu dem Zeitraum kann auch die Anzahl derjenigen Vorrichtungen,
an die der Verschlüsselungsschlüssel übertragen werden kann, voreingestellt sein.
Somit wird insbesondere erreicht, dass der Verschlüsselungsschlüssel nur an diejenige
Anzahl an Vorrichtungen übertragen werden kann, die in dem Gerätekreis vorhanden sind
bzw. neu zum Gerätekreis hinzugefügt wurden. Somit wird die Sicherheit weiter erhöht.
Hierzu wird insbesondere jede Übertragung registriert. Ist die voreingestellte Anzahl
an Übertragungen erreicht, sind keine weiteren Übertragungen mehr möglich.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in dem Speicherelement der
Geldkassette und/oder dem Speicherelement der Vorrichtung mehrere Verschlüsselungsschlüssel
verschiedener Gerätegruppen gespeichert. Hierdurch wird erreicht, dass die Geldkassette
mit den Vorrichtungen verschiedener Gerätegruppen betrieben werden kann bzw. umgekehrt
in eine Vorrichtung Geldkassetten verschiedener Gerätegruppen eingeführt werden können.
[0037] Das Hinzufügen eines weiteren Verschlüsselungsschlüssels zu einer Geldkassette erfolgt
insbesondere analog wie zuvor beschrieben mit Hilfe einer Vorrichtung zur Aufnahme
von Wertscheinen. Soll der Verschlüsselungsschlüssel nicht nur hinzugefügt werden,
sondern soll ein neuer Verschlüsselungsschlüssel einen zuvor im Speicherelement gespeicherten
Verschlüsselungsschlüssel ersetzen, so ist dies insbesondere nur dann möglich, wenn
die Bedienperson über den alten Verschlüsselungsschlüssel und/oder denjenigen Wechseldatenträger
bzw. diejenige Magnetstreifen- und/oder Chipkarte, mit Hilfe deren der alte Verschlüsselungsschlüssel
erzeugt wurde, verfügt. Somit werden Manipulationen verhindert.
[0038] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung in Zusammenhang mit den beigefügten Figuren anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0039] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer in einer Dockingstation aufgenommenen Geldkassette;
- Figur 2
- ein Diagramm eines Prozesses einer Geldkassette im Betrieb;
- Figur 3
- ein Flussdiagramm der Inbetriebnahme einer Geldkassette gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung;
- Figur 4
- eine in einem Geldautomaten aufgenommene Geldkassette;
- Figur 5
- ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Inbetriebnahme einer Geldkassette gemäß einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines ersten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung des Ablauf eines zweiten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 8
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines dritten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 9
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines vierten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 10
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines fünften Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 11
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines sechsten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 12
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines siebten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 13
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines achten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 14
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines neunten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 15
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines zehnten Prozesses einer Geldkassette;
- Figur 16
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines elften Prozesses einer Geldkassette;
und
- Figur 17
- eine schematische Darstellung des Ablaufes eines zwölften Prozesses einer Geldkassette.
[0040] In Figur 1 ist eine schematische Darstellung einer in einem Aufnahmebereich 16 einer
Vorrichtung 14 zur Aufnahme von Geldkassetten aufgenommenen Geldkassette 12 dargestellt.
Die Vorrichtung 14 wird auch als Dockingstation bezeichnet und dient dazu, die in
ihr aufgenommene Geldkassette 12 mit Wertscheinen zu befüllen und/oder Wertscheine
aus der Geldkassette 12 zu entnehmen. Die Dockingstation 14 ist insbesondere in einem
Cash-Center angeordnet.
[0041] Die Geldkassette 12 umfasst eine Speicherelement 18, eine Entwertungseinheit 19 zum
irreversiblen Entwerten der in der Geldkassette 12 aufgenommenen Wertscheine und eine
Steuereinheit 20 zur Steuerung der Entwertungseinheit 19. Die Entwertungseinheit 19
ist insbesondere in Form eines Tintenkits ausgebildet, mit dessen Hilfe bei einem
Manipulationsversuch die Wertscheine irreversibel mit einem Farbstoff eingefärbt werden
können, so dass diese von einem potentiellen Dieb nicht in Umlauf gebracht werden
können. Die in der Geldkassette 12 aufgenommenen Wertscheine können sowohl in gestapelter
Form in einem Aufnahmefach der Geldkassette 12 als auch auf einem Rollenspeicher zwischen
zwei Folienbändern aufgewickelt aufgenommen sein.
[0042] Ferner umfasst die Geldkassette 12 einen ersten Steckverbinder 22 über den eine Steckverbindung
mit einem komplementär zum ersten Steckverbinder 22 ausgebildeten zweiten Steckverbinder
24 der Dockingstation 14 hergestellt werden kann. Über diese Steckverbindung können
Daten zwischen der Geldkassette 12 und der Dockingstation 14 übertragen werden. Insbesondere
können über die Steckverbindung Daten mit Informationen über eventuelle Manipulationsversuche,
den Zielort der Geldkassette 12, den Herkunftsort der Geldkassette 12, dem Bestand
der Geldkassette 12 an Wertscheinen und/oder Daten mit Informationen über die Einstellung
von Betriebsparametern der Geldkassette 12 übertragen werden.
[0043] Ferner umfasst die Dockingstation 14 eine Steuereinheit 28, die insbesondere zur
Ansteuerung einer Anzeigeeinheit 32 und einer Bedieneinheit 34 dient. Mit Hilfe der
Anzeigeeinheit 32 können Informationen einer Bedienperson der Dockingstation 14 angezeigt
werden. Über die Bedieneinheit kann die Bedienperson Informationen eingeben. Die Anzeigeeinheit
32 und die Bedieneinheit 34 können insbesondere einteilig in Form eines Touchscreens
ausgebildet sein.
[0044] In Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines Prozesses 40, der von der Geldkassette
12 während ihres Betriebes durchlaufen wird, dargestellt. Der in Figur 2 gezeigte
Prozess ist zum besseren Verständnis wesentlich einfacher als reale Prozesse, die
von Geldkassetten tatsächlich durchlaufen werden, ausgebildet.
[0045] Die Geldkassette 12 und diejenigen Vorrichtungen 52 bis 60, die zusammen mit der
Geldkassette 12 betrieben werden, bilden eine sogenannte Gerätegruppe 42. Zu dieser
Gerätegruppe 42 gehören ausschließlich diejenigen Geldkassetten 12 und Vorrichtungen
52 bis 60, die in dem Prozess 40 zusammen betrieben werden. Bei dem in Figur 2 gezeigten
Ausführungsbeispiel gehören zu der Gerätegruppe 42 eine Dockingstation 14, ein Geldautomat
52, eine automatische Tresorkasse 54, ein Transportkoffer 56 und zwei Werttransportfahrzeuge
58, 60.
[0046] Die Geldkassette 12 kann von der Dockingstation 14 mit Hilfe eines ersten Werttransporters
58 zu der automatischen Tresorkasse 54 transportiert werden. Umgekehrt kann die Geldkassette
12 auch von der automatischen Tresorkasse 54 mit Hilfe des ersten Transportfahrzeugs
58 zurück zur Dockingstation 14 transportiert werden. Ferner kann die Geldkassette
14 mit Hilfe des zweiten Werttransportfahrzeuges 60 zwischen dem Geldautomaten 52
und der Dockingstation 14 transportiert werden. Darüber hinaus kann die Geldkassette
12 entweder ungeschützt oder in einem Transportkoffer 56 aufgenommen zwischen dem
Geldautomaten 52 und der automatischen Tresorkasse 54 transportiert werden.
[0047] Während die Geldkassette 12 in den einzelnen Vorrichtungen 14, 52 bis 60 aufgenommen
ist oder zwischen ihnen transportiert wird, sind unterschiedliche Betriebsparameter
der Geldkassette 12 eingestellt. Ein erster solcher Betriebsparameter ist derjenige
Betriebsmodus, in dem die Geldkassette betrieben wird. Ein zweiter solcher Betriebsparameter
ist die Laufzeit mindestens eines Timers, durch den ein Zeitintervall überwacht wird,
innerhalb dessen die Geldkassette zwischen den einzelnen Vorrichtungen 14, 52 bis
60 transportiert werden muss. Wird dieses voreingestellte Zeitintervall überschritten,
so wird von einem Manipulationsversuch ausgegangen und die Entwertungseinheit 19 ausgelöst,
so dass die in der Geldkassette 12 aufgenommenen Wertscheinen entwertet werden. Es
können jeweils mehrere Timer für eine oder mehrere Transportstrecken zwischen den
Vorrichtungen 14, 52 bis 60 vorgesehen sein.
[0048] Die Geldkassette 12 wird insbesondere in drei verschiedenen Betriebsmodi betrieben,
wobei in einem sogenannten Safemodus alle Sensoren zur Erkennung von Manipulationsversuchen
der Geldkassette 12 aktiviert sind, d.h., dass, wenn mindestens einer dieser Sensoren
einen Manipulationsversuch detektiert, die Entwertungseinheit 19 ausgelöst wird. Solche
Sensoren können beispielsweise Lagesensoren, Erschütterungssensoren, Flüssigkeitssensoren,
Gassensoren, Sensoren zur Detektion des Öffnens eines Deckels der Geldkassette 12
und/oder Sensoren zur Detektion des Öffnens einer Jalousie der Geldkassette 12 sein.
[0049] In einem sogenannten Transportmodus sind zumindest die Lagesensoren deaktiviert,
d.h. dass unabhängig davon, welche Lage bzw. welche Langeveränderung durch die Lagesensoren
detektiert wird, die Entwertungseinheit 19 nicht ausgelöst wird. Somit wird ein fälschliches
Auslösen der Entwertungseinheit 19 während des Transportes, bei dem die Geldkassette
12 nicht immer exakt horizontal gehalten wird, vermieden.
[0050] In einem ausgeschalteten Modus sind alle Sensoren deaktiviert bzw. die Entwertungseinheit
19 wird auch dann nicht ausgelöst, wenn einer der Sensoren oder mehrere der Sensoren
einen Manipulationsversuch detektieren.
[0051] Wenn die Geldkassette 12 in der Dockingstation 14 aufgenommen ist, ist vorzugsweise
der ausgeschaltete Modus aktiviert, so dass Wertscheine der Geldkassette 12 zugeführt
und/oder entnommen werden können, ohne dass die Entwertungseinheit 19 ausgelöst wird.
Während die Geldkassette 12 in dem Transportkoffer 16 und/oder dem Werttransportfahrzeugen
58, 60 aufgenommen ist, ist insbesondere der Transportmodus aktiviert. Ist die Geldkassette
12 dahingegen in dem Geldautomaten 52 oder der automatischen Tresorkasse 54 aufgenommen,
ist der Safemodus aktiviert, so dass, wenn einer der Sensoren einen Manipulationsversuch
detektiert, die Entwertungseinheit 19 ausgelöst wird.
[0052] Während die Geldkassette 12 zwischen den Vorrichtungen 14, 52 bis 60 transportiert
wird, kann sowohl der ausgeschaltete Modus als auch der Transportmodus aktiviert sein.
Die Aktivierung des Transportmodus bietet mehr Sicherheit vor Manipulationsversuchen,
birgt aber auch das Risiko, dass bei einem Herunterfallen der Geldkassette die Entwertungseinheit
19 fälschlicherweise ausgelöst wird, ohne dass ein Manipulationsversuch vorliegt.
[0053] Während des Transportes zwischen den einzelnen Vorrichtungen 14, 52 bis 60 können
Timer aktiviert sein, durch die das Zeitintervall vorgegeben wird, das für den Transport
zur Verfügung steht. Der Wert für einen für einen jeweiligen Transport zur Verfügung
stehenden Timer ist insbesondere in dem Speicherelement 18 der Geldkassette 12 gespeichert
und wird bei der Inbetriebnahme der Geldkassette 12 festgelegt und in diesem Speicherelement
18 gespeichert. Welche Timer bei der Inbetriebnahme festgelegt werden müssen und welchen
Wert die Timer jeweils haben sollten, hängt von einer Vielzahl von Prozessparametern
ab. Beispielsweise hängt dies von den verwendeten Vorrichtungen 14, 52 bis 60 und
den örtlichen Gegebenheiten ab. Je weiter der Weg, auf dem die Geldkassette 12 transportiert
werden muss, ist, umso größer ist die Laufzeit des zu wählenden Timers einzustellen.
[0054] In Figur 3 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Inbetriebnahme der Geldkassette
12 dargestellt. Das Verfahren wird in einem ersten Schritt S10 gestartet. Im zweiten
Schritt S12 wird die Geldkassette 12 in die Dockingstation 14 eingesetzt.
[0055] Anschließend wird im Schritt S14 über die Anzeigeeinheit 32 der Dockingstation 14
die Bedienperson aufgefordert, mindestens eine Ausprägung mindestens eines Prozessparameters
des Prozesses 40, den die Geldkassette 12 im Betrieb durchlaufen soll, einzugeben.
Als Prozessparameter kann insbesondere die Bauart der Geldkassette 12, welche Vorrichtungen
52 bis 60 vorgesehen sind, die Art des Transportes der Geldkassette 12, die Art verwendeten
Transportmitteln und/oder die Unternehmenssparte des Betreibers der Geldkassette 12
abgefragt werden. Es werden vorzugsweise so viele Prozessparameter abgefragt, dass
der Prozess 40, den die Geldkassette 12 im Betrieb durchlaufen soll, anhand dieser
Prozessparameter ermittelt werden kann, so dass alle einzustellenden Betriebsparameter,
insbesondere alle einzustellenden Betriebsmodi und Timer, eingestellt werden können.
[0056] In Schritt S16 gibt die Bedienperson der Dockingstation 14 über die Bedieneinheit
34 mindestens eine Ausprägung mindestens eines Prozessparameters ein. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung werden für jeden abgefragten Prozessparameter der Bedienperson
alle möglichen Ausprägungen des Prozessparameters angezeigt, so dass die Bedienperson
auf einfache Weise die Ausprägung bzw. die Ausprägungen des Prozessparameters eingeben
kann. Die möglichen Ausprägungen können beispielsweise in einem Pull-down-Menü dargestellt
sein und/oder derart angezeigt werden, dass die Bedienperson diese mit Hilfe einer
Computermaus anklicken kann.
[0057] Nachdem alle Ausprägungen aller abgefragten Prozessparameter eingegeben wurden, wird
im Schritt S18 der Prozess 40, der anhand der eingegebenen Ausprägungen ermittelt
wurde, angezeigt. Ferner werden alle einzustellenden Betriebsparameter, insbesondere
die während des Prozesses 40 verwendeten Timer und/oder Betriebsmodi angezeigt, und
jeweils ein Standardwert für den jeweiligen Timer und/oder den jeweiligen Betriebsmodus
angezeigt.
[0058] Im nächsten Schritt S20 wird über die Anzeigeeinheit 32 die Bedienperson aufgefordert,
zu bestätigen, ob diese Standardwerte für ihren individuellen Prozess 40 verwendet
werden sollen, oder ob Änderungen gewünscht sind. Sollte die Bedienperson einen Timer
und/oder einen Betriebsmodus für ihren individuellen Prozess 40 nicht für passend
erachten, so verändert sie den Standardwert im Schritt S22 entsprechend. Wenn alle
zu verändernden Timer und/oder Betriebsmodi an den individuellen Prozess 40 angepasst
wurden bzw. wenn keine Änderungen mehr notwendig sind oder überhaupt keine Änderungen
notwendig waren, so werden im Schritt S24 die Betriebsparameter, insbesondere die
Werte für die jeweiligen Betriebsparameter, in dem Speicherelement 18 der Geldkassette
12 gespeichert. Anschließend wird im Schritt S26 das Verfahren beendet.
[0059] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können auch lediglich die Timer
oder lediglich die Betriebsmodi entsprechend des zuvor beschriebenen Verfahrens eingestellt
werden. Die entsprechend des beschriebenen Verfahrens durchgeführte Inbetriebnahme
der Geldkassette 12 erfolgt insbesondere durch den Betreiber der Geldkassette 12 selbst,
so dass von dem Hersteller der Geldkassette 12 werksseitig keine Betriebsparametereinstellungen
vorgenommen werden müssen, die sich auf den individuellen Prozess 40 des Betreibers
der Geldkassette 12 beziehen.
[0060] Bei einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung kann zwischen dem Schritt
S12 und dem Schritt S14, also nach dem Einsetzen der Geldkassette 12 in die Dockingstation
14 noch vor dem Abfragen der Prozessparameter eine Autorisierung der Bedienperson
erfolgen. Hierzu gibt die Bedienperson über die Bedieneinheit 34 Daten zur Autorisierung
ein, führt eine Magnetstreifen- und/oder Chipkarte in ein Kartenlesegerät der Dockingstation
14 ein und/oder verbindet einen Wechseldatenträger mit Daten zur Autorisierung der
Bedienperson mit der Dockingstation 14. Bei diesem Wechseldatenträger handelt es sich
insbesondere um einen CrypTa-Stick.
[0061] Zusätzlich oder alternativ zu dem Timer und/oder dem Betriebsmodus kann für mindesten
einen Prozessschritt des Prozesses 40 auch ein Schwellwert für das Auslösen der Entwertungseinheit
19 eingestellt werden. Dieser Schwellwert gibt eine Anzahl an Wertscheinen und/oder
einen summierten Wert der aufgenommenen Wertscheine in der Geldkassette an, bei dessen
Unterschreiten die Entwertungseinheit 19 auch dann nicht ausgelöst wird, wenn einer
der in dem jeweiligen Betriebsmodi aktivierten Sensoren einen Manipulationsversuch
detektiert. Über diesen Schwellwert wird verhindert, dass bei nur einer geringen Anzahl
von Wertscheinen oder nur einem geringen Gesamtwert der in der Geldkassette aufgenommenen
Wertscheine die Entwertungseinheit 19 nicht ausgelöst wird. Bei dem Auslösen der Entwertungseinheit
19 trotz des geringen Werts der aufgenommen Wertscheine kann es sein, dass die durch
das Auslösen der Entwertungseinheit entstehenden Kosten höher sind als der Gesamtwert,
so dass es wirtschaftlich sinnvoller ist, die Wertscheine entwenden zu lassen als
die Entwertungseinheit 19 auszulösen.
[0062] Weitere Prozesse, die von der Geldkassette 14 im Betrieb durchlaufen werden können
und die jeweiligen einzustellenden Timer und Betriebsmodi werden später im Zusammenhang
mit den Figuren 6 und 17 detailliert beschrieben.
[0063] In Figur 4 sind ein Geldautomat 70 und eine in dem Geldautomaten 70 aufgenommene
Geldkassette 12 gezeigt. Der Geldautomat 70 umfasst einen komplementär zum ersten
Steckverbinder 22 der Geldkassette 12 ausgebildeten dritten Steckverbinder 72, so
dass zwischen den Steckverbindern 22, 72 eine Datenübertragungsverbindung zur Übertragung
von Daten zwischen der Geldkassette 12 und des Geldautomaten 70 ausbildbar ist. Ferner
hat der Geldautomat 70 eine Steuereinheit 74 und mindestens ein Speicherelement 76
zur Speicherung von Daten.
[0064] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann die Geldkassette 12 anstatt
in einen Geldautomaten 70 auch in eine automatische Tresorkasse, ein automatisches
Kassensystem, einen Transportkoffer, ein Werttransportfahrzeug, insbesondere ein Rack
eines Werttransportfahrzeuges, und/oder ein in einem Gebäude aufgestellten Rack zum
Zwischenspeichern von Geldkassette eingesetzt sein. Die folgenden Ausführungen bezüglich
der Datenübertragung zwischen dieser Vorrichtung 70 und der Geldkassette 12, insbesondere
das in Zusammenhang mit Figur 5 beschriebene Verfahren zur Inbetriebnahme der Geldkassette
12, gelten entsprechend analog für diese Vorichtungen.
[0065] Immer mehr kriminelle Personen, die versuchen unrechtmäßig an die in der Geldkassette
12 aufgenommenen Wertscheine zu gelangen, verfügen selbst über Vorrichtungen zur Handhabung
von Wertscheinen, insbesondere über Geldautomaten und ähnliches, um somit zumindest
einen Teil der Sicherheitsvorkehrungen der Geldkassette 12 zu umgehen. Um dies zu
verhindern, können erfindungsgemäß nur Daten zwischen Geldkassetten 12 und Vorrichtungen
52 bis 60, 70 übertragen werden, die zu derselben Gerätegruppe 42 gehören. Hierdurch
wird erreicht, dass, wenn die Geldkassette 12 gestohlen wird, aus ihrem Speicherelement
18 keine Daten ausgelesen werden können, selbst wenn die Geldkassette 12 in einen
anderen Geldautomaten eingesetzt wird. Umgekehrt wird hierdurch erreicht, dass die
Geldkassette 12 auch nicht mit Hilfe einer nicht zu der Gerätegruppe 42 gehörenden
Vorrichtung 14, 52 bis 60, 70 gesteuert werden kann. Insbesondere können keine Betriebsparameter
verändert werden.
[0066] Die Beschränkung der Datenübertragung zwischen der Geldkassette 12 und den Vorrichtungen
52 bis 60, 70 einer Gerätegruppe 42 wird insbesondere dadurch erreicht, dass in dem
Speicherelement 18 der Geldkassette 12 und in jeweils einem Speicherelement 76 der
Vorrichtungen 52 bis 60, 70 des Gerätekreises 42 der gleiche Verschlüsselungsschlüssel
gespeichert wird. Daten, die von der Geldkassette 12 an eine Vorrichtung 52 bis 60,
70 übertragen werden, werden vor der Übertragung durch die Steuereinheit 20 der Geldkassette
12 mit Hilfe dieses Verschlüsselungsschlüssels verschlüsselt und anschließend durch
die Steuereinheit 74 der Vorrichtung 52 bis 60, 70 mit Hilfe des in dem Speicherelement
76 gespeicherten Verschlüsselungsschlüssels verschlüsselt. Umgekehrt werden auch die
von der Vorrichtung 52 bis 60, 70 an die Geldkassette zu übertragenden Daten von der
Vorrichtung 52 bis 60, 70 verschlüsselt und durch die Geldkassette 12 entschlüsselt.
Somit wird zum einen eine sichere Datenübertragung erreicht und zum anderen gewährleistet,
dass die Daten nur zwischen Vorrichtungen 52 bis 60, 70 und Geldkassetten 12 derselben
Gerätegruppe 42 übertragen werden können.
[0067] Die Verschlüsselung und Entschlüsselung erfolgt insbesondere mit Hilfe eines Verschlüsselungsalgorithmuses.
Hierzu sind vorzugsweise Daten zum Bereitstellen des Verschlüsselungsalgorithmus jeweils
in dem Speicherelement 18 der Geldkassette 12 und dem Speicherelement 76 der Vorrichtung
52 bis 60, 70 gespeichert.
[0068] In Figur 5 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Inbetriebnahme einer Geldkassette
12 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung gezeigt, wobei durch dieses Verfahren
insbesondere die Verschlüsselungsschlüssel der Geldkassette 12 und der Vorrichtungen
52 bis 60, 70 erzeugt und entsprechende Daten gespeichert werden.
[0069] Das Verfahren wird im Schritt S100 gestartet. Anschließend wird im Schritt S102 die
Geldkassette 12 in die Dockingstation 14 eingesetzt und über die Steckverbinder 22,
24 eine Datenübertragungsverbindung zwischen der Dockingstation 14 und der Geldkassette
12 hergestellt.
[0070] Im nächsten Schritt S104 führt die Bedienperson eine Magnetstreifen- und/oder Chipkarte,
beispielsweise eine EC-Karte oder eine SIM-Karte, in ein Kartenlesegerät der Dockingstation
14 ein und/oder schließt einen Wechseldatenträger an der Dockingstation 14 an. Bei
diesem Wechseldatenträger handelt es sich vorzugsweise um einen CrypTa-Stick. Auf
dem Wechseldatenträger beziehungsweise der Magnetstreifen- und/oder Chipkarte sind
Daten mit Informationen zur Erzeugung eines Verschlüsselungsschlüssels hinterlegt.
Im Schritt S106 erzeugt die Steuereinheit 28 der Dockingstation 14 in Abhängigkeit
dieser Daten mit Hilfe eines hinterlegten Verschlüsselungsschlüsselerzeugungsalgorithmuses
einen Verschlüsselungsschlüssel und speichert diesen im Schritt S108 in dem Speicherelement
18 der Geldkassette 12. Unter dem Speichern des Verschlüsselungsschlüssels wird insbesondere
verstanden, dass Daten mit Informationen über den Verschlüsselungsschlüssel gespeichert
werden.
[0071] Anschließend wird die Geldkassette aus der Dockingstation 14 entnommen, zu einer
Vorrichtung 52 bis 60, 70 transportiert und in diese im Schritt S110 eingesetzt. Anschließend
wird im Schritt S112 der Verschlüsselungsschlüssel von der Geldkassette 12 an die
Vorrichtung 52 bis 60, 70 übertragen und in dem Speicherelement 76 der Vorrichtung
52 bis 60, 70 gespeichert. Hierdurch wird erreicht, dass sowohl in dem Speicherelement
18 der Geldkassette 12 als auch in dem Speicherelement 76 der Vorrichtung 52 bis 60,
70 der Verschlüsselungsschlüssel gespeichert ist, so dass mit Hilfe dieses Verschlüsselungsschlüssels
die zwischen der Geldkassette 12 und den Vorrichtungen 52 bis 60, 70 zu übertragenden
Daten verschlüsselt und entschlüsselt werden können. Durch das Übertragen des Verschlüsselungsschlüssels
von der Geldkassette 12 zu den Vorrichtungen 52 bis 60, 70 wird erreicht, dass der
Verschlüsselungsschlüssel nicht in einem zusätzlichen Schritt zu allen Vorrichtungen
52 bis 60, 70 der Gerätegruppe 42 übertragen und in dem jeweiligen Speicherelement
72 gespeichert werden muss, sondern dass dies in einem Schritt während des "normalen"
Prozesses 40 der Geldkassette 12 im Betrieb erfolgt. Anschließend wird im Schritt
S114 das Verfahren beendet.
[0072] Durch das zuvor beschriebene Verfahren wird ferner erreicht, dass die Einschränkung
des Gerätekreises, d.h. dass die Geldkassette 12 nur mit den Vorrichtungen 52 bis
60, 70 der gleichen Gerätegruppe 42 kommunizieren kann, durch den Betreiber der Geldkassette
12 selbst erfolgen kann und nicht bereits werksseitig durch den Hersteller der Geldkassette
12 erfolgen muss. Hierdurch wird die Flexibilität erhöht und der Aufwand reduziert.
[0073] Zur Erhöhung der Sicherheit kann nach dem Schritt S108 ein Zeitintervall festgelegt
werden, innerhalb dessen von der Geldkassette 12 der Verschlüsselungsschlüssel an
die Vorrichtungen 52 bis 60, 70 übertragen werden muss. Ist dieser Zeitintervall abgelaufen,
so kann der Verschlüsselungsschlüssel nicht mehr von der Geldkassette 12 an eine Vorrichtung
52 bis 60, 70 übertragen werden. Zusätzlich oder alternativ kann auch eine maximale
Anzahl von möglichen Übertragungen voreingestellt werden. Insbesondere ist diese Anzahl
derart voreingestellt, dass sie der Anzahl der Vorrichtungen 52 bis 60, 70 der Gerätegruppe
42 entspricht. Sowohl durch das Einstellen des Zeitintervalls als auch durch das Einstellen
der maximalen Anzahl möglicher Übertragungen wird erreicht, dass, wenn eine nicht
autorisierte Person in den Besitz der Geldkassette 12 gelangt und die Geldkassette
12 in eine eigene Vorrichtung zur Handhabung von Geldkassetten 12 einsetzt, die Geldkassette
12 den Verschlüsselungsschlüssel nicht an diese Vorrichtung überträgt. Somit wird
sichergestellt, dass die Geldkassette 12 auch tatsächlich nur in den Vorrichtungen
52 bis 60, 70 des Gerätekreises 42 betrieben werden kann.
[0074] Der Verschlüsselungsschlüssel wird insbesondere aus einem voreingestellten Masterkey
und einem Zufallskey gebildet. Ferner werden durch den Verschlüsselungsschlüsselerzeugungsalgorithmus
auch Daten zur Reproduzierung des Verschlüsselungsschlüssels erzeugt, die in einem
Speicherelement der Geldkassette 12, insbesondere in einem EEPROM der Geldkassette
12, gespeichert werden. Diese Daten zur Reproduzierung des Verschlüsselungsschlüssels
werden insbesondere auch als Key-Check-Value bezeichnet. Der Masterkey ist insbesondere
bei dem Hersteller der Geldkassette 12 hinterlegt, so dass mit Hilfe des Masterkeys
und den Daten mit den Informationen zur Reproduzierung des Verschlüsselungsschlüssels
mit Hilfe eines entsprechenden Algorithmuses der Verschlüsselungsschlüssel reproduziert
werden kann.
[0075] In dem Speicherelement 18 der Geldkassette 12 können mehrere Verschlüsselungsschlüssel
gespeichert sein, so dass die Geldkassette 12 in mehreren Gerätegruppen 42 betrieben
werden kann. Diese weiteren Verschlüsselungsschlüssel werden insbesondere bei der
Inbetriebnahme der Geldkassette 12 und/oder bei einer Wartung der Geldkassette 12
gemäß dem zuvor im Zusammenhang mit Figur 5 beschriebenen Verfahren in dem Speicherelement
18 gespeichert.
[0076] Das Ersetzen eines bestehenden Verschlüsselungsschlüsselschlüssel durch diesen weiteren
Verschlüsselungsschlüssel ist vorzugsweise nur dann möglich, wenn die Bedienperson
die Magnetstreifen- und/oder Chipkarte bzw. den Wechseldatenträger, mit dessen Hilfe
der schon bestehende Verschlüsselungsschlüssel erzeugt wurde, mit der Dockingstation
14 über eine Datenübertragungsverbindung verbindet.
[0077] In Figur 6 ist eine schematische Darstellung eines Ablaufs eines ersten Prozesses
100 dargestellt. Die Geldkassette 12 wird zum Befüllen und/oder Entleeren im Cash-Center
102 in die Dockingstation 14 eingesetzt. Während die Geldkassette 12 in die Dockingstation
14 eingesetzt ist, ist der ausgeschaltete Modus aktiviert. Nach dem Schließen des
Deckels der Geldkassette 12 und dem Entnehmen aus der Dockingstation 14 wird der Transportmodus
aktiviert. Bei dem Prozess 100 wird die Geldkassette 12 ohne weiteres Transportbehältnis
zu einem Geldautomaten 104 transportiert. Für den Transport der Geldkassette 12 von
der Dockingstation 14 zum Geldautomaten 104 wird insbesondere kein Timer eingestellt
bzw. der Timer auf ein unbegrenztes Zeitintervall eingestellt, so dass unabhängig
von der Transportdauer die Entwertungseinheit 19 der Geldkassette 12 nicht ausgelöst
wird.
[0078] Wenn die Geldkassette 12 in den Geldautomaten 104 eingeschoben wird, wird, sobald
eine Steckverbindung zwischen dem Steckverbinder 22 der Geldkassette 12 und dem Steckverbinder
72 des Geldautomaten 104 besteht, der Safemodus aktiviert. Insbesondere wird zunächst
ein erster Safemodus und nach dem Schließen einer Tresortür eines Tresors des Geldautomaten
104 ein zweiter Safemodus aktiviert. Bei beiden Safemodi sind jeweils alle Sensoren
der Geldkassette 12 aktiviert. Die Safemodi unterscheiden sich dadurch, dass während
des ersten Safemodus ein Timer eingestellt ist, innerhalb dessen die Tresortür geschlossen
werden muss.
[0079] Umgekehrt wird bei der Geldkassette 12 aus dem Geldautomaten 104 beim Öffnen der
Tresortür von dem zweiten Safemodus in den ersten Safemodus geschaltet. Nach dem Lösen
der Steckverbindung zwischen der Geldkassette 12 und dem Geldautomaten 104 wird der
Transportmodus aktiviert und wieder ein unbegrenzter Timer beziehungsweise kein Timer
aktiviert. Anschließend wird die Geldkassette 12 ohne Transportbehältnis wieder in
das Cash-Center 102 transportiert. Wenn die Geldkassette 12 in die Dockingstation
14 eingesetzt ist und mit dieser über die Steckverbindung verbunden ist, wird wiederum
der ausgeschaltete Modus aktiviert.
[0080] In Figur 7 ist der Ablauf eines zweiten Prozesses 110 dargestellt. Bei diesem zweiten
Prozess wird die Geldkassette 12, wie auch beim ersten Prozess 100, ohne Transportbehältnis
von dem Cash-Center 102 zum Geldautomaten 104 transportiert. Der zweite Prozess 110
unterscheidet sich vom ersten Prozess 100 dadurch, dass die Geldkassette 12 nach dem
Entnehmen aus der Dockingstation 14 zunächst in einem Rack 112 zwischengespeichert
wird, bevor sie von diesem Rack 112 weiter zum Geldautomaten 104 transportiert wird.
Nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus der Dockingstation 14, insbesondere nach
dem Schließen des Deckels der Geldkassette 12 und/oder dem Lösen der Steckverbindung
zwischen der Geldkassette 12 und der Dockingstation 14, wird wiederum der Transportmodus
aktiviert. Im Unterschied zum ersten Prozess 100 wird ein Timer mit einem endlichen
Wert eingestellt, innerhalb dessen die Geldkassette 12 von der Dockingstation 14 zu
dem Rack 112 transportiert werden muss. Während die Geldkassette 12 in dem Rack 112
aufgenommen ist, ist insbesondere auch der Transportmodus aktiviert. Nach der Entnahme
der Geldkassette 12 aus dem Rack 112 wird vorzugsweise wie zuvor beschrieben wiederum
kein Timer eingestellt bzw. ein unbegrenzter Timer eingestellt. Der Timer für den
Transport zwischen der Dockingstation 14 und dem Rack 112 hat insbesondere einen Wert
von etwa fünfzehn Minuten.
[0081] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann, wenn die Geldkassette
12 in dem Rack 112 aufgenommen ist, für ein voreingestelltes Zeitintervall auch der
Safemodus aktiviert werden. Wird die Geldkassette 12 während dieses Zeitintervalls,
also wenn sie in dem Safemodus ist, aus dem Rack 112 entnommen, so löst die Entwertungseinheit
19 aus und entwertet die in der Geldkassette 12 aufgenommenen Wertscheine. Bei dieser
Ausführungsform ist über das zuvor beschriebene erfindungsgemäße Verfahren auch das
Zeitintervall, in dem die Geldkassette 12 in dem Safemodus betrieben werden soll,
einzustellen.
[0082] Die Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Geldautomaten 104 und der Rücktransport
zur Dockingstation 14 können entsprechend wie zuvor für den Hintransport beschrieben
erfolgen.
[0083] In Figur 8 ist ein Ablauf eines dritten Prozesses 120 gezeigt. Der dritte Prozess
120 unterscheidet sich vom ersten Prozess 100 dadurch, dass die Geldkassette 12 von
dem Cash-Center 102 zu dem Geldautomaten 104 in einem Werttransportfahrzeug 116 transportiert
wird. Das Werttransportfahrzeug 116 umfasst ein Rack 114, in dem die Geldkassette
12 während des Transportes aufgenommen ist.
[0084] Nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus der Dockingstation 14, insbesondere nach
dem Schließen des Deckels der Geldkassette 12, wird wiederum kein Timer bzw. ein unbegrenzter
Timer eingestellt. Während die Geldkassette 12 in dem Rack 114 aufgenommen ist, ist
insbesondere der Transportmodus aktiviert. Nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus
dem Rack 114, insbesondere nach dem Lösen einer Steckverbindung zwischen der Geldkassette
12 und dem Rack 114, wird ein Timer für den Transport der Geldkassette 12 von dem
Werttransportfahrzeug 116 zu dem Geldautomaten 104 eingestellt. Dieser Timer hat insbesondere
einen Wert von etwa fünfzehn Minuten. Das Schalten der verschiedenen Betriebsmodi
und das Einstellen der Timer beim Einsetzen in den Geldautomaten 104 erfolgt analog
wie zuvor für den ersten Prozess 100 beschrieben. Das Einstellen der Timer und der
Betriebsmodi beim Rücktransport der Geldkassette 12 vom Geldautomaten 104 zum Cash-Center
102 erfolgt analog zu dem Hintransport in umgekehrter Reihenfolge.
[0085] Bei einer alternativen Ausführungsform kann auch für den Transport der Geldkassette
12 zwischen der Dockingstation 14 und dem Werttransportfahrzeug 116 ein Timer mit
einem endlichen Wert eingestellt werden.
[0086] In Figur 9 ist ein Diagramm eines Ablaufes eines vierten Prozesses 130 dargestellt.
Der vierte Prozess 130 unterscheidet sich vom dritten Prozess 120 dadurch, dass die
Geldkassette 12 vor dem Einsetzen in das Rack 114 des Werttransportfahrzeugs 116 in
einem Rack 112 im Cash-center 102 zwischengespeichert wird. In diesem Fall sind ein
erster Timer nach dem Schließen des Deckels der Geldkassette 12 nach der Befüllung
in der Dockingstation 14 einzustellen, der das Zeitintervall für den Transport von
der Dockingstation 14 zum Rack 112 angibt, und ein zweiter Timer, der das Zeitintervall,
das für den Transport zwischen dem Rack 112 und dem Werttransportfahrzeug 116 zur
Verfügung steht, angibt, einzustellen. Während die Geldkassette 12 in dem Rack 112
aufgenommen ist, ist insbesondere der Transportmodus aktiviert. Der erste Timer und
der zweite Timer haben vorzugsweise jeweils einen Wert von fünfzehn Minuten. Die Einstellung
weiterer Timer und Betriebsmodi erfolgt insbesondere in gleicher Weise zu den jeweiligen
Prozessschritten, wie sie bei den Prozessen 100 bis 120 beschrieben wurden.
[0087] Die Einstellungen der Timer und Betriebsmodi bei dem Transport der Geldkassette 12
von dem Geldautomaten 104 zu der Dockingstation 14 erfolgt entsprechend analog in
umgekehrter Reihenfolge.
[0088] In Figur 10 ist ein Diagramm des Ablaufes eines fünften Prozesses 140 gezeigt. Der
fünfte Prozess 140 unterscheidet sich vom ersten Prozess 100 dadurch, dass die Geldkassette
12 in einem Transportkoffer 142 aufgenommen ist, wenn sie von dem Cash-Center 102
zum Geldautomaten 104 transportiert wird.
[0089] Nach dem Schließen des Deckels der Geldkassette 12 in der Dockingstation 14 wird
die Geldkassette 12 in den Transportmodus geschaltet und ein unbegrenzter Timer aktiviert
bzw. kein Timer aktiviert. Anschließend wird die Geldkassette 12 in den Transportkoffer
142 eingesetzt. Auch während die Geldkassette 12 in dem Transportkoffer 142 aufgenommen
ist, ist insbesondere der Transportmodus aktiviert. Nach der Entnahme der Geldkassette
12 aus dem Transportkoffer 142 wird ein Timer gestartet, der für den Transport der
Geldkassette 12 von dem Transportkoffer 142 zu dem Geldautomaten 104 zur Verfügung
steht. Dieser Timer hat insbesondere einen voreingestellten Wert von 30 s. Wenn die
Geldkassette 12 in den Geldautomaten 104 eingeführt wurde, schaltet sie, sobald die
Steckverbindung zwischen der Geldkassette 12 und dem Geldautomaten 104 hergestellt
ist, in den ersten Safemodus und nach dem Schließen der Tresortür des Tresors des
Geldautomaten 104 in den zweiten Safemodus. Alternativ kann auch für den Transport
der Geldkassette 12 von der Dockingstation 14 zum Transportkoffer 42 ein endlicher
Timer voreingestellt werden.
[0090] Die Voreinstellung der Timer und Betriebsparameter für den Transport der Geldkassette
12 von dem Geldautomaten 104 zurück zur Dockingstation 14 erfolgt in gleicher Weise,
wie zuvor für den Hintransport beschrieben.
[0091] In Figur 11 ist ein Diagramm eines Ablaufs eines sechsten Prozesses 150 dargestellt.
Im Unterschied zum fünften Prozess 140 wird bei dem sechsten Prozess 150 die Geldkassette
12 nach dem Befüllen in der Dockingstation 14 bzw. umgekehrt vor dem Entleeren und
erneutem Befüllen in der Dockingstation 14 in einem Rack 112 zwischengespeichert.
Das Voreinstellen der Timer und Betriebsmodi für den Transport der Geldkassette 12
von der Dockingstation 14 zu dem Geldautomaten 104 erfolgt insbesondere analog zu
dem Voreinstellen, wie es zuvor für den fünften Prozess 140 beschrieben wurde. Beim
Rücktransport der Geldkassette 12 von dem Geldautomaten 104 zur Dockingstation 14
wird jedoch für den Transport der Geldkassette 12 von dem Rack 112 zur Dockingstation
14 ein Timer voreingestellt. Der Timer hat insbesondere einen voreingestellten Wert
von fünfzehn Minuten. Während die Geldkassette 12 in dem Rack 112 aufgenommen ist,
kann, alternativ zu dem Transportmodus, auch wiederum für ein voreingestelltes Zeitintervall
der Safemodus aktiviert werden. In diesem Fall ist zusätzlich der Wert für dieses
Zeitintervall voreinzustellen.
[0092] In Figur 12 ist ein Diagramm des Ablaufs eines siebten Prozesses 160 dargestellt.
Bei diesem siebten Prozess wird die Geldkassette 12 nach dem Befüllen und/oder Entleeren
in der Dockingstation 14 in den Transportmodus geschaltet und kein Timer bzw. ein
unbegrenzter Timer aktiviert. Die Geldkassette 12 wird in dem Rack 114 des werttransportfahrzeuges
116 aufgenommen. Während der Aufnahme in dem Rack 114, insbesondere während eine Datenübertragungsverbindung
zwischen dem Rack 114 und der Geldkassette 12 ausgebildet ist, ist nach wie vor der
Transportmodus aktiviert. Nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Rack 114,
insbesondere nach Beenden des Datenübertragungsverbindung, bleibt der Transportmodus
aktiviert und es wird ein Timer gestartet. Dieser Timer hat insbesondere einen Wert
von etwa 30 s.
[0093] Anschließend wird die Geldkassette 12 in den Transportkoffer 142 eingesetzt. Auch
während die Geldkassette 12 in den Transportkoffer 142 eingesetzt ist bleibt der Transportmodus
aktiviert. Nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Transportkoffer 142 wird
wiederum ein voreingestellter Timer aktiviert, der insbesondere auf einen Wert von
etwa 30 s eingestellt ist. Nach dem Herstellen der Steckverbindung zwischen der Geldkassette
12 und dem Geldautomaten 114 wird, wie bereits zuvor beschrieben, zunächst der erste
Safemodus und nach dem Schließen der Tresortür der zweite Safemodus aktiviert.
[0094] Das Einstellen der Betriebsmodi und der Timer für den Transport der Geldkassette
12 von dem Geldautomaten 104 zu der Dockingstation 14 erfolgt analog wie zuvor für
den Hintransport beschrieben in umgekehrter Reihenfolge.
[0095] In Figur 13 ist ein Diagramm des Ablaufes eines achten Prozesses 170 dargestellt.
Bei diesem achten Prozess 170 wird die Geldkassette 12 nach dem Befüllen und/oder
Entleeren in der Dockingstation 14 beziehungsweise umgekehrt vor dem Befüllen und/oder
Entleeren in der Dockingstation 14 in einem Rack 112 zwischengespeichert. Bei diesem
Prozess kann für den Transport zwischen der Dockingstation 14 und dem Rack 112 sowie
zwischen dem Rack 112 und dem Werttransportfahrzeug 116 jeweils wiederum ein endlicher
Timer voreingestellt sein oder auch ein unbegrenzter Timer bzw. kein Timer voreingestellt
sein kann.
[0096] In Figur 14 ist ein Diagramm eines Ablaufes eines neunten Prozesses 180 dargestellt.
Bei diesem neunten Prozess wird die Geldkassette 12 innerhalb einer Bankfiliale 182
befüllt und/oder entleert, ohne hierzu in einer Dockingstation 14 aufgenommen zu sein.
In diesem Fall ist für das Befüllen und/oder Entleeren der ausgeschaltete Modus eingestellt.
Nachdem die Geldkassette 12 in den Geldautomaten 104 eingesetzt wurde und die Tresortür
geschlossen wurde, wird der Safemodus aktiviert. Für den Transport der Geldkassette
12 zu dem Geldautomaten 104 wird insbesondere kein Timer bzw. ein unbegrenzter Timer
aktiviert.
[0097] Umgekehrt wird nach der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Geldautomaten 104, insbesondere
nach dem Lösen der Steckverbindung zwischen dem Geldautomaten 104 und der Geldkassette
12, der ausgeschaltete Modus eingestellt und kein Timer bzw. ein unbegrenzter Timer
aktiviert.
[0098] In Figur 15 ist ein Diagramm des Ablaufes eines zehnten Prozesses 190 dargestellt.
Bei diesem zehnten Prozess 190, erfolgt, wie bei dem neunten Prozess 180, das Befüllen
und/oder Entleeren der Geldkassette 12 ebenfalls innerhalb der Bankfiliale 182, in
der auch der Geldautomat 104 angeordnet ist. Ein Cash-Center 102 ist auch hier für
das Befüllen und/oder Entleeren der Geldkassette 12 nicht notwendig. Im Unterschied
zu dem neunten Prozess 180 wird bei dem zehnten Prozess 190 die Geldkassette 12 zum
Befüllen und/oder Entleeren in eine Dockingstation eingesetzt. Nach dem Befüllen und/oder
Entleeren der Geldkassette 12, insbesondere nach dem Schließen des Deckels der Geldkassette
12 und/oder dem Trennen der Datenübertragungsverbindung zwischen der Geldkassette
12 und der Dockingstation 14, wird die Geldkassette 12 von dem ausgeschalteten Modus
in den Transportmodus geschaltet. Ferner wird ein Timer mit einem voreingestellten
endlichen Wert aktiviert. Nach dem Einführen der Geldkassette 12 in den Geldautomaten
104 und dem Schließen der Tresortür wird der Safemodus der Geldkassette 12 eingestellt.
[0099] Umgekehrt wird nach dem Lösen der Steckverbindung zwischen der Geldkassette 12 und
dem Geldautomaten 104 bei der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Geldautomaten 104
der Transportmodus eingestellt. Ferner wird zusätzlich ein voreingestellter Timer
aktiviert, der das Zeitintervall festlegt, innerhalb dessen die Geldkassette 12 von
dem Geldautomaten 104 zur Dockingstation 14 transportiert werden muss. Nach dem Einsetzen
der Geldkassette 12 in die Dockingstation 14, insbesondere nach dem Herstellen einer
Datenübertragungsverbindung zwischen der Geldkassette 12 und der Dockingstation 14,
wird wiederum der ausgeschaltete Modus aktiviert.
[0100] In Figur 16 ist ein Diagramm eines Ablaufes eines elften Prozesses 200 dargestellt.
Bei diesem elften Prozess wird die Geldkassette 12 mit Hilfe eines in einem Back-Office
202 angeordneten Konsolidators 204 befüllt und/oder entleert. Nach der Entnahme der
Geldkassette 12 aus dem Konsolidator 204, insbesondere nach dem Trennen einer Datenübertragungsverbindung
zwischen der Geldkassette 12 und dem Konsolidator 204, wird der Transportmodus der
Geldkassette 12 aktiviert und ein Timer eingestellt, der das für den Transport der
Geldkassette 12 von dem Konsolidator 204 zu einer automatischen Tresorkasse 206 zur
Verfügung stehende Zeitintervall angibt. Dieser Timer hat insbesondere einen voreingestellten
Wert von etwa fünfzehn Minuten. Nachdem die Geldkassette 12 in die automatische Tresorkasse
206 eingeführt wurde und eine Tresortür der automatischen Tresorkasse 206 geschlossen
wurde, wird der Safemodus der Geldkassette 12 eingestellt.
[0101] Umgekehrt werden bei der Entnahme der Geldkassette 12 aus der automatischen Tresorkasse
206 der Transportmodus und ferner ein Timer für den Transport der Geldkassette 12
zu dem Konsolidator 204 eingestellt. Dieser Timer hat wiederum insbesondere einen
voreingestellten Wert von etwa fünfzehn Minuten. Nach dem Einsetzen der Geldkassette
12 in den Konsolidator 204 wird der ausgeschaltete Modus aktiviert.
[0102] In Figur 17 ist eine Darstellung eines Ablaufes eines zwölften Prozesses 210 dargestellt.
Bei diesem zwölften Prozess wird die Geldkassette 12, nachdem sie dem Konsolidator
204 entnommen wurde, im Back-Office 202 in einem Rack 112 zwischengespeichert, bevor
sie dann von dem Rack 112 zu der automatischen Tresorkasse 206 transportiert wird.
Umgekehrt wird die Geldkassette 12 bei dem Transport von der automatischen Tresorkasse
206 zu dem Konsolidator 204 die Geldkassette 12 auch in dem Rack 112 zwischengespeichert.
Bei diesem Prozess 210 werden bei der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Konsolidator
204 der Transportmodus und ein voreingestellter Timer aktiviert. Wenn die Geldkassette
12 in dem Rack 112 aufgenommen ist und eine Datenübertragungsverbindung zwischen dem
Rack 112 und der Geldkassette 12 hergestellt ist, wird dieser Timer gestoppt. Nach
der Entnahme der Geldkassette 12 aus dem Rack 112 wird der Timer wieder gestartet,
so dass für den weiteren Transport der Geldkassette 12 von dem Rack 112 zur automatischen
Tresorkasse 206 nur noch diejenige Zeit zur Verfügung steht, die sich durch Subtraktion
der Zeit, die für den Transport von dem Konsolidator 204 zu dem Rack 112 benötigt
wurde, von dem voreingestellten Wert des Timers ergibt.
[0103] Umgekehrt wird bei dem Transport der Geldkassette 12 von der automatischen Tresorkasse
206 zum Konsolidator 204 ebenfalls ein voreingestellter Timer aktiviert, der bei dem
Einführen der Geldkassette 12 in das Rack 112 gestoppt und nach der Entnahme wieder
gestartet wird.
[0104] Alternativ kann die Geldkassette 12, während sie in dem Rack 112 aufgenommen ist,
für ein voreingestelltes Zeitintervall auch in den Safemodus geschaltet werden. In
diesem Fall ist ein weiterer Timer voreinzustellen, der nach der Entnahme der Geldkassette
12 aus dem Rack 112 gestartet wird.
[0105] Die zuvor beschriebenen zwölf Prozesse 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180,
190, 200, 210 geben lediglich eine kleine Auswahl möglicher Prozesse, die die Geldkassette
12 im Betrieb durchlaufen kann, an. Weitere Prozesse können sich beispielsweise durch
Kombination der zuvor beschriebenen Prozesse 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170,
180, 190, 200, 210 und/oder durch Kombination von Teilschritten der Prozesse 100,
110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210 ergeben. Insbesondere können
auch andere Laufzeiten der Timer vorgesehen werden.
Bezugszeichenliste
[0106]
- 12
- Geldkassette
- 14
- Dockingstation
- 16
- Aufnahmebereich
- 18
- Speicherelement
- 19
- Entwertungseinheit
- 20
- Steuereinheit
- 22, 24, 72
- Steckverbinder
- 28
- Steuereinheit
- 32
- Anzeigeeinheit
- 34
- Bedieneinheit
- 40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 21
- Prozess
- 42
- Gerätegruppe
- 52, 70, 104
- Geldautomat
- 54, 206
- automatische Tresorkasse
- 56, 142
- Transportkoffer
- 58, 60, 116
- Werttransportfahrzeug
- 74
- Steuereinheit
- 76
- Speicherelement
- 102
- Cash-Center
- 112, 114
- Rack
- 182
- Bankfiliale
- 202
- Back-Office
- 204
- Konsolidator
- S10 bis S114
- Schritt
1. Verfahren zur Inbetriebnahme einer Geldkassette,
bei dem die Geldkassette (12) in eine Vorrichtung (14) zur Aufnahme von Geldkassetten
(12) eingesetzt wird,
bei dem mit Hilfe einer Anzeigeeinheit (32) eine Aufforderung ausgegeben wird, die
Ausprägung mindestens eines Prozessparameters des Prozess (40, 100, 110, 120, 130,
140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210), den die Geldkassette (12) im Betrieb durchlaufen
soll, über eine Eingabeeinheit (34) einzugeben,
bei dem, nach der Eingabe der Ausprägung mit Hilfe der Eingabeeinheit (34) der Vorrichtung
(14), in Abhängigkeit der eingegebenen Ausprägung des Prozessparameters mindestens
ein Betriebsparameter der Geldkassette (12) eingestellt wird, und
bei dem der eingestellte Betriebsparameter in einem Speicherelement (18) der Geldkassette
(12) gespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die über die Anzeigeeinheit (32) ausgegebene Aufforderung aufgefordert wird,
die Ausprägungen einer Vielzahl von Prozessparametern einzugeben, und dass, nach der
Eingabe der Ausprägungen, in Abhängigkeit dieser Ausprägungen der Prozessparameter
eine Vielzahl von Betriebsparametern eingestellt wird.
3. Verfahren einen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessparameter die Bauart der Geldkassette (12), die Bauarten und/oder Anzahl
der Vorrichtungen (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) zur Handhabung von Wertscheinen,
in die die Geldkassette (12) während des Prozesses (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150,
160, 170, 180, 190, 200, 210) eingesetzt werden soll, die Bauarten der Transportfahrzeuge
(58, 60, 116), mit denen die Geldkassette (12) während des Prozesses (40, 100, 110,
120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210) transportiert werden soll, die Bauarten
der Transportkoffer (56, 142), mit denen die Geldkassette (12) während des Prozesses
(40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210) transportiert werden
soll, die Reihenfolge, in der die Geldkassette (12) zwischen den Vorrichtungen (14,
52, 54, 70, 104, 112, 204, 206), Transportfahrzeugen (58, 62, 116) und/oder Transportkoffern
(56, 142) transportiert werden soll, und/oder die Unternehmenssparte des Betreibers
der Geldkassette (12) abgefragt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei mögliche Ausprägungen des Prozessparameters voreingestellt sind und
über die Anzeigeeinheit (32) der Bedienperson zur Auswahl ausgegeben werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsparameter mindestens ein Betriebsmodus der Geldkassette (12) während
mindestens eines Prozessschrittes des Prozesses (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150,
160, 170, 180, 190, 200, 210) und/oder mindestens ein Timer für mindestens einen Prozessschritt
des Prozess (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210) eingestellt
wird, wobei der Timer insbesondere ein Zeitintervall vorgibt, innerhalb dessen der
Prozessschritt beendet werden muss.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit der eingegebenen Ausprägung des Prozessparameters mindestens ein
voreingestellter Standardwert für den einzustellenden Betriebsparameter ermittelt
und über die Anzeigeeinheit (32) angezeigt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Standardwert von der Bedienperson verändert werden kann.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit mindestens einer Ausprägung des mindestens einen Prozessparameters
mindestens ein Prozessschritt des Prozesses (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160,
170, 180, 190, 200, 210), vorzugsweise der gesamte Prozess (40, 100, 110, 120, 130,
140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210), ermittelt wird, und dass der Prozessschritt
und mindestens eine Betriebsparameter für diesen Prozessschritt einer Bedienperson
über die Anzeigeeinheit (32) angezeigt werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessparameter mindestens zwei, vorzugsweise ein Vielzahl, möglicher Prozessschritte
und/oder Prozess (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210)
voreingestellt sind, dass als Ausprägungen über die Anzeigeeinheit (32) diese möglichen
Prozessschritte und/oder Prozesse (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180,
190, 200, 210) angezeigt werden, dass von einer Bedienperson mindestens ein Prozessschritt
und/oder Prozess (40, 100, 110, 120, 130, 140, 150, 160, 170, 180, 190, 200, 210)
ausgewählt wird, und dass in Abhängigkeit dieser Auswahl der mindestens eine Betriebsparameter
eingestellt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (14) zur Aufnahme von Geldkassetten (12) zur Inbetriebnahme der Geldkassette
(12) Programmdaten eines Inbetriebnahmeprogramms abarbeitet, durch das der Betreiber
der Geldkassette (12) durch die Verfahrensschritte des Verfahrens zur Inbetriebnahme
der Geldkassette (12) geführt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die die Inbetriebnahme durchführende Bedienperson vor der Abfrage des Prozessparameters
durch die Eingabe eines Codes, das Einführen einer Magnetstreifen-und/oder Chipkarte
und/oder mit Hilfe eines Wechseldatenträgers authentifizieren muss.
12. Verfahren zum Betreiben einer Geldkassette,
bei dem in einem Speicherelement (18) der Geldkassette (12) mindestens ein Verschlüsselungsschlüssel
gespeichert wird,
bei dem in einem Speicherelement (76) einer Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112,
204, 206) zur Handhabung von Wertscheinen, in die Geldkassette während des Betriebes
eingesetzt werden soll, der gleiche Verschlüsselungsschlüssel gespeichert wird,
bei dem eine Steuereinheit (20) der Geldkassette (12), wenn die Geldkassette (12)
in die Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) eingesetzt ist, an die Vorrichtung
(14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) zu übertragende Daten mit Hilfe des Verschlüsselungsschlüssel
verschlüsselt, bevor die Daten an die Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204,
206) übertragen werden, und
bei dem eine Steuereinheit (74) der Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206)
die von der Geldkassette (12) empfangenen Daten mit Hilfe des in dem Speicherelement
(76) der Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) hinterlegten Verschlüsselungsschlüssels
entschlüsselt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (74) der Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) an die
in der Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206) aufgenommene Geldkassette
(12) zu übertragende Daten mit Hilfe des Verschlüsselungsschlüssels verschlüsselt,
bevor diese Daten an die Geldkassette (12) übertragen werden, und dass die Steuereinheit
(20) der Geldkassette (12) die von der Vorrichtung (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204,
206) empfangenen Daten mit Hilfe des in dem Speicherelement (18) der Geldkassette
(12) hinterlegten Verschlüsselungsschlüssels entschlüsselt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gerätgruppe (42) festgelegt wird, zu der alle Geldkassetten (12) und alle Vorrichtungen
(14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206), die zusammen betrieben werden sollen, dazugehören,
und dass in jeweils einem Speicherelement (18, 74) aller zu der Gerätegruppe (42)
gehörenden Geldkassetten (12) und Vorrichtungen (14, 52, 54, 70, 104, 112, 204, 206)
der gleiche Verschlüsselungsschlüssel gespeichert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Geldkassette (12) zum Speichern des Verschlüsselungsschlüssel, in eine Vorrichtung
(14) zur Aufnahme von Geldkassette (12) eingesetzt wird, dass eine erste Datenübertragungsverbindung
zwischen der Vorrichtung (14) und der Geldkassette (12) hergestellt wird, dass eine
zweite Datenübertragungsverbindung zwischen der Vorrichtung (14) und einem Wechseldatenträger
und/oder einer Magnetstreifen-und/oder Chipkarte hergestellt wird, dass auf dem Wechseldatenträger
bzw. der Magnetstreifen-und/oder Chipkarte Daten mit Informationen zum Erzeugen des
Verschlüsselungsschlüssels gespeichert sind, dass eine Steuereinheit (28) der Vorrichtung
(14) zur Aufnahme von Geldkassetten (12) diese Daten ausliest und in Abhängigkeit
dieser Daten mit Hilfe eines hinterlegten Verschlüsselungsschlüsselerzeugungsalgorithmus
den Verschlüsselungsschlüssel erzeugt und in dem Speicherelement (18) der Geldkassette
(12) speichert.