[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Staubsaugerbeutel mit mindestens einem nach
innen gefalteten Wandabschnitt, der über mindestens ein Haltemittel in der nach innen
gefalteten Position gehalten ist.
[0002] Die
DE 20 2008 016 300 offenbart einen Staubsaugerbeutel, bei dem auf einer Seite eine nach innen gerichtete
Falte angeordnet ist. Im Betrieb kann sich diese Falte nach außen aufblähen und vergrößert
somit signifikant das Innenvolumen des Staubsaugerbeutels. Nachteilig bei solchen
nach innen gefalteten Wandabschnitten ist, dass diese sich im Betrieb aufblähen und
nach außen aufdrücken, so dass das Filtermaterial gegen die Innenwand des Staubraumes
des Staubsaugers drückt und in großen Bereichen ein Abströmen der Luft erschwert bis
unterbunden wird. Dies verschlechtert die Saugleistung. Bleibt der nach innen gefaltete
Wandabschnitt eingefaltet, wird ebenfalls die Saugleistung beeinträchtigt, da das
Filtermaterial im Bereich der Falte nicht oder nur unwesentlich durchströmt wird.
[0003] Die
EP 2 198 765 offenbart einen Staubsaugerbeutel in Form eines Klotzbodenbeutels, bei dem in einem
Innenraum ein Abstandshalter vorgesehen ist, der den Abstand von zwei Seitenwänden
zueinander begrenzt, um ein unkontrolliertes Aufblähen des Staubsaugerbeutels zu vermeiden.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Staubsaugerbeutel zu schaffen,
bei dem die wirksame Filteroberfläche besser genutzt wird und der eine lange Standzeit
besitzt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Staubsaugerbeutel mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Staubsaugerbeutel ist der nach innen gefaltete Wandabschnitt
über mindestens ein Halternittel in der nach innen gefalteten Position gehalten. Dadurch
wird vermieden, dass der nach innen gefaltete Wandabschnitt sich nach außen aufbläht
und sich gegen die Innenwand einer Kammer eines Staubsaugerbeutels anlegt, so dass
der an der Wand anliegende Bereich nicht mit Luft durchströmt wird. Vielmehr wird
der nach innen gefaltete Wandabschnitt im Wesentlichen in einer durchströmbaren Position
gehalten, wobei zumindest ein Aufblähen nach außen verhindert wird. Eine gewisse Elastizität
des Haltemittels beeinträchtigt diese Funktion nicht. Zudem wird gewährleistet, dass
der nach innen gefaltete Wandabschnitt als Filteroberfläche zur Verfügung steht und
somit die Filterfläche im Verhältnis zum Innenvolumen des Staubsaugerbeutels signifikant
höher ist als ohne nach innen gefalteten Wandabschnitt.
[0007] Das Haltemittel weist mindestens eine Aussparung auf oder ist aus einem Netz oder
Gitter gebildet. Dadurch ist gewährleistet, dass das Halternittel durchströmbar ist
und die Saugleistung nicht nachteilig beeinflusst. Die Aussparung in dem Haltemittel
ist vorzugsweise seitlich versetzt zu einer Einströmöffnung in dem Oberteil oder dem
Unterteil angeordnet, so dass das Haltemittel auch als Pralischutz wirkt und einen
eintretenden Luftstrom ablenkt. Die Größe der Aussparung ist vorzugsweise größer als
2 cm
2, insbesondere größer als die Einströmöffnung. Die Geometrie der Aussparung ist frei
wählbar und zudem können auch mehrere Aussparungen in das Haltemittel eingebracht
sein.
[0008] Vorzugsweise ist das Haltemittel zumindest in einem mittleren Bereich des Wandabschnittes
fixiert. Der nach innen gefaltete Wandabschnitt kann über die gesamte Länge durch
das Haltemittel fixiert sein, aber für die Funktion des Haltens des nach innen gefalteten
Abschnittes zur Vermeidung eines Aufblähens reicht es jedoch aus, wenn der nach innen
gefaltete Wandabschnitt an ein oder mehreren Punkten an dem Hattemittel fixiert ist.
Insbesondere im mittleren Bereich ist jedoch eine Fixierung am Haltemittel sinnvoll,
da der nach innen gefaltete Wandabschnitt randseitig vorzugsweise ebenfalls an einer
Naht des Staubsaugerbeutels fixiert ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Staubsaugerbeutel an mindestens zwei
Seiten einen nach innen gefalteten Wandabschnitt auf. Die zwei nach innen gefalteten
Wandabschnitte können dabei über das Haltemittel miteinander verbunden sein, so dass
im Betrieb das Haltemittel auf Zug durch die Wandabschnitte belastet wird. Die nach
innen gefalteten Wandabschnitte können dabei symmetrisch ausgebildet sein, um ein
Verschieben des Haltemittels zu einer Richtung durch einseitig wirkende Zugkräfte
zu vermeiden.
[0010] Das Haltemittel ist vorzugsweise über eine Naht mit dem nach innen gefalteten Wandabschnitt
verbunden. Die Naht ist dabei vorzugsweise nach außen gerichtet, so dass die Naht
das wirksame Filtervolumen des Staubsaugerbeutels nicht einschränkt.
[0011] Der Staubsaugerbeutel umfasst vorzugsweise ein Oberteil und ein Unterteil als Flächengebilde.
Auch das Haltemittel kann als luftdurchlässiges Flächengebilde gebildet sein. Als
Materialien werden vorzugsweise ein- oder mehrlagige Vliesmaterialien, Papier, Verbundwerkstoffe,
Folien oder andere Materialien eingesetzt. Für das Haltemittel können zudem Stoffe
wie Netzstoffe, Gitterstoffe, Garn, Papier, Pappe oder Folie eingesetzt werden. Zur
Ausbildung einer Naht können diese Materialien vorzugsweise verschweißt oder verklebt
werden.
[0012] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist mindestens eine Naht vorgesehen, die
das Oberteil, das Unterteil und das Haltemittel miteinander verbindet. Dadurch können
mittels eines Verfahrensschrittes, wie Verkleben oder Verschweißen, die Einzelteile
miteinander verbunden werden, was eine effektive Herstellung ermöglicht.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Haltemittel integral mit
dem Oberteil und/oder dem Unterteil ausgebildet. Es ist möglich, Oberteil, Unterteil
und Haltemittel separat herzustellen, aber auch eine integrale Ausbildung des Haltemittels
ist möglich. Das Haltemittel kann dabei einlagig oder zweilagig ausgebildet sein,
wobei es bei einer zweilagigen Ausbildung möglich ist, eine obere Lage mit dem Oberteil
zu verbinden und eine untere Lage mit dem Unterteil, so dass das Haltmittel mit den
beiden Lagen randseitig den nach innen gefalteten Wandabschnitt ausbildet.
[0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung ist das Haltemittel über mindestens einen Halter
am Oberteil und/oder Unterteil gehalten. Dadurch kann ein vorbestimmter Abstand des
Haltemittels zum Oberteil und/oder Unterteil vorgegeben werden, insbesondere kann
verhindert werden, dass das Haltemittel am Oberteil oder Unterteil anliegt und somit
die zur Verfügung stehende Filterfläche reduziert wird. Vorzugsweise ist der mindestens
eine Halter integral mit dem Haltemittel ausgebildet, beispielsweise als Materialstreifen,
der dann am Oberteil oder Unterteil fixiert ist. Der Materialstreifen kann durch Ausstanzen
der Durchgangsöffnung bereitgestellt werden, wenn beim Ausstanzen der Materialstreifen
zumindest teilweise mit dem Haltemittel verbunden bleibt.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen eines Staubsaugerbeutels wird
zunächst ein Oberteil und ein Unterteil aus einem Flächengebilde aus luftdurchlässigem
Material bereitgestellt, wobei Oberteil und Unterteil vorzugsweise getrennt ausgebildet
sind, aber auch integral aus einem Stück gefertigt sein können. Anschließend wird
ein Haltemittel an einer randseitigen ersten Kante des Oberteils und einer ersten
Kante oder Falte des Unterteils angeordnet. Dann wird die erste Kante des Oberteils
mit dem Haltemittel und einer ersten Kante oder Falte des Unterteils verbunden. In
einem weiteren Schritt wird dann eine zweite Kante oder Falte des Oberteils mit dem
Haltemittel und einer zweiten Kante oder Falte des Unterteils verbunden, die das Haltemittel
mit dem Unterteil verbindet. Dadurch wird mit nur wenigen Schritten ein gefalteter
Wandabschnitt bereitgestellt, der über ein Haltemittel in einer nach innen gefalteten
Position fixiert werden kann.
[0016] Vorzugsweise werden Oberteil und Unterteil aus Bahnmaterial im Wesentlichen schlauchförmig
gefördert und zur Ausbildung eines Staubsaugerbeutels werden dann Oberteil und Unterteil
senkrecht zur Förderrichtung geschnitten und miteinander verbunden, vorzugsweise verschweißt.
Dadurch kann die Herstellung der Staubsaugerbeutel in einem kontinuierlichen Durchlaufverfahren
mit hoher Effizienz erfolgen.
[0017] Vorzugsweise bestehen Oberteil, Unterteil und Haltemittel aus schweißfähigen Materialien,
beispielsweise einem ein- oder mehrlagigen Vliesstoff, die dann miteinander verschweißt
werden.
[0018] Zur Ausbildung von Oberteil, Unterteil und Haltemittel und zur Herstellung eines
Staubsaugerbeutels können optional ein, zwei oder drei Bahnen eines Filtermaterials
zu einer Verarbeitungsstation zugeführt werden. Vorzugsweise werden zwei oder drei
Bahnen parallel zueinander zu der Verarbeitungsstation zugeführt, um den erfindungsgemäßen
Staubsaugerbeutel herzustellen.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugerbeutels;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Einzelteile des Staubsaugerbeutels der Figur 1 ;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Staubsaugerbeutels der Figur 1 bei der Herstellung;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Staubsaugerbeutel der Figur 1;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf Einzelteile eines modifizierten Staubsaugerbeutels;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Staubsaugerbeutels;
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Staubsaugerbeutels;
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Staubsaugerbeutels;
- Figur 9
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Staubsaugerbeutels mit
modifiziertem Haltemittel; und
- Figur 10
- eine Seitenansicht eines zu Figur 9 abgewandelten Ausführungsbeispiels eines Staubsaugerbeutels.
[0020] Ein Staubsaugerbeutel 1 umfasst ein Oberteil und ein Unterteil 3 aus einem luftdurchlässigen
Material, insbesondere einem Flächengebilde aus einem Vliesstoff, Papier, Folie oder
einem Verbundwerkstoff. Der Staubsaugerbeutel 1 weist an zwei gegenüberliegenden Seiten
einen nach innen gefalteten Wandabschnitt 4 auf. Jeder nach innen gefaltete Wandabschnitt
4 umfasst einen oberen Faltenschenkel 5, der integral mit dem Oberteil 2 ausgebildet
ist, sowie einen unteren Faltenschenkel 6, der integral mit dem Unterteil 3 ausgebildet
ist.
[0021] An einer Faltkante 7 des nach innen gefalteten Wandabschnittes 4 ist ein Haltemittel
8 in Form eines Flächengebildes angeordnet, der zumindest bereichsweise mit dem nach
innen gefalteten Wandabschnitt 4 verbunden ist. Das Haltemittel 8 ist aus einem Flächengebilde
aus luftdurchlässigem Material, insbesondere einem Vliesstoff, Papier, Folie, einem
Gitterstoff, Netz oder einen anderen Material gebildet. Auch eine Ausbildung als Streifen,
Garn oder anderes Verbindungsmittel zwischen den gegenüberliegenden Wandabschnitten
4 ist möglich. Das Haltemittel 8 ist auf Zug belastbar und kann auch eine gewisse
Elastizität besitzen. Das Haltemittel 8 verhindert dabei, dass die beiden nach innen
gefalteten Wandabschnitte 4 sich im Betrieb des Staubsaugerbeutels nach außen aufblähen.
Das Haltemittel 8 kann dabei nur in einem mittleren Bereich an dem nach innen gefalteten
Wandabschnitt 4 fixiert sein. Es ist auch möglich, dass das Haltemittel 8 über die
gesamte Länge der Faltkante 7 fixiert wird. Das Haltemittel 8 soll zumindest ein Aufblähen
des nach innen gefalteten Wandabschnittes 4 nach außen verhindern.
[0022] Um das Haltemittel 8 mit dem nach innen gefalteten Wandabschnitt 4 zu verbinden,
ist eine Naht 9 vorgesehen, die durch Schweißen oder Kleben gebildet ist, und an der
der Faltenschenkel 5 des Oberteils 2, der Faltenschenkel 6 des Unterteils 3 sowie
ein Randabschnitt des Haltemittels 8 aneinander fixiert sind, vorzugsweise durch Schweißen
oder Kleben. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Naht 10 vorgesehen, die ebenfalls
den Faltenschenkel 5 und den Faltenschenkel 6 sowie das Haltemittel 8 verbindet. Die
Nähte 9 und 10 sind jeweils nach außen gerichtet und befinden sich somit außerhalb
des Innenvolumens des Staubsaugerbeutels.
[0023] In Figur 2 sind die Einzelteile des Staubsaugerbeutels 1 vor der Konfektionierung
gezeigt. An dem Oberteil 2 ist eine Einströmöffnung 12 ausgespart, die von einer Halteplatte
11 umgeben ist. An dem Haltemittel 8 ist eine Aussparung 13 vorgesehen, die größer
ausgebildet ist als die Einströmöffnung 12 und nach der Herstellung des Staubsaugerbeutels
1 der Einströmöffnung 12 gegenüberliegt. Es ist auch möglich, die Aussparung 13 versetzt
zur Einströmöffnung 12 anzuordnen, so dass ein eintretender Luftstrom durch das Haltemittel
8 zumindest teilweise umgelenkt wird, so dass das Haltemittel 8 als Prallschutz wirkt.
[0024] In Figur 2 ist das Oberteil 2, das Unterteil 3 und das Haltemittel 8 jeweils als
rechteckförmiges Flächengebilde dargestellt, wobei es für die Herstellung zweckmäßig
ist, wenn Oberteil 2, Unterteil 3 und Haltemittel 8 als Bahnmaterial einer Verarbeitungsstation
zugeführt werden.
[0025] In Figur 3 ist eine Zwischenstufe der Herstellung des Staubsaugerbeutels 1 dargestellt.
Das Oberteil 2 und das Unterteil 3 sind im Wesentlichen schlauchförmig ausgeformt
und sind auf der einander zugewandten Seite durch das Haltemittel 8 voneinander getrennt.
Im Bereich der freien Kanten des Oberteils 2 und des Unterteils 3 sowie der Kanten
des Haltemittels 8 sind diese an Nähten 9 und 10 miteinander verbunden worden. Insofern
besitzt die Zwischenstufe des Staubsaugerbeutels 1 einen oberen Schlauch und einen
unteren Schlauch, die über das Haltemittel 8 voneinander getrennt sind. In dem Haltemittel
8 sind lediglich Aussparungen 13 eingebracht, die ein Durchströmen ermöglichen.
[0026] Ausgehend von Figur 3 wird nun das Oberteil 2 und das Unterteil 3 flach aufeinander
gelegt, wobei durch das Haltemittel 8 verhindert wird, dass die endseitigen Kanten
des Oberteils 2 und des Unterteils 3 nach außen bewegt werden können, so dass nach
innen gefaltete Wandabschnitte 4 gebildet werden, wie dies in Figur 1 gezeigt ist.
[0027] Der nun flach aufeinander liegende Bahnabschnitt ist an gegenüberliegenden Randseiten
vierlagig ausgebildet, während im mittleren Bereich nur das Oberteil 2, das Haltemittel
8 und das Unterteil 3 vorhanden sind. Diese Bahn wird nun zu einer Schneid- und Schweißstation
geführt, bei der senkrecht zur Förderrichtung der Staubsaugerbeutel 1 geschnitten
und verschweißt wird.
[0028] Der fertige Staubsaugerbeutel ist in der Draufsicht in Figur 4 gezeigt. Parallel
zur Förderrichtung sind die nach innen gefalteten Wandabschnitte 4 mit einer Faltkante
7 angeordnet. Die Wandabschnitte 4 weisen eine Breite auf, die zwischen 10% und 40%
der Breite des Staubsaugerbeutels liegt, vorzugsweise in einem Bereich zwischen 1cm
und 8cm, insbesondere 2cm bis 5cm. Auf den Seiten senkrecht zur Förderrichtung sind
Schneidkanten 14 vorgesehen, die benachbart zu einer Naht 15 angeordnet sind, beispielsweise
durch Schweißen oder Kleben. Wie in der Draufsicht gut zu erkennen ist, befindet sich
die Aussparung 13 seitlich versetzt zu der Einströmöffnung 12. Es ist natürlich auch
möglich, die Aussparung 13 fluchtend mit der Einströmöffnung 12 anzuordnen. Ferner
können mehrere Aussparungen 13 vorgesehen sein, beispielsweise kann zu beiden Seiten
der Einströmöffnung 12 mindestens eine Aussparung 13 vorgesehen sein. Zudem kann das
Haltemittel 8 auch aus einem Netz oder Gitterstoff bestehen, so dass das Einbringen
von Aussparungen 13 nicht notwendig ist.
[0029] In Figur 5 ist eine modifizierte Ausgestaltung für einen Staubsaugerbeutel 1 gezeigt,
der in der Form im Wesentlichen dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel entspricht.
Lediglich das Haltemittel 8' ist integral mit dem Unterteil 3 ausgebildet, so dass
statt der drei Einzelteile (Figur 2) nur noch zwei Einzelteile vorhanden sind. Das
Oberteil 2 entspricht dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel. Bei der Herstellung
des Staubsaugerbeutels wird nun auf einer Seite eine Naht 9 hergestellt, bei der eine
Kante des Oberteils 2 mit einer Kante des Haltemittels 8' sowie einer Kante des Unterteils
3 miteinander verbunden werden. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine
modifizierte Naht 10', bei der eine Kante des Oberteils 2 mit einer Falte, einem Streifen
oder einem Übergangsbereich 10' zwischen dem Haltemittel 8' und dem Unterteil 3 verbunden
wird. Insofern werden nur eine Kante und eine Falte bzw. ein Streifen miteinander
verbunden.
[0030] Es ist auch möglich, den Staubsaugerbeutel 1 aus einer einzigen Bahn herzustellen,
so dass Oberteil 2, Haltemittel 8' sowie Unterteil 3 integral ausgebildet sind. Dann
werden an den Nähten 9 und 10 jeweils nur eine Kante des Oberteils 2 bzw. des Unterteils
3 mit einem Übergangsabschnitt 10' zwischen Haltemittel und Unterteil 3 bzw. Haltemittel
und Oberteil 2 aneinander fixiert.
[0031] Bei dem in Figur 4 gezeigten Staubsaugerbeutel 1 erstrecken sich die Nähte 9 und
10 über die gesamte Länge des Staubsaugerbeutels 1. Es ist natürlich möglich, die
Fixierung des Haltemittels 8 nur in einem mittleren Bereich vorzusehen, also kürzer
auszubilden. Beispielsweise könnten die nach innen gefalteten Wandabschnitte 4 auch
nur in einem mittleren Bereich aneinander gehalten sein, während im randseitigen Bereich
die Nähte 15 ein Aufblähen nach außen verhindern. Zudem muss das Haltemittel 8 sich
nicht über die gesamte Länge des Staubsaugerbeutels 1 erstrecken. Es ist möglich,
das Haltemittel 8 nur als Querstreifen auszubilden, der im Bereich der Einströmöffnung
12 angeordnet ist und an gegenüberliegenden Stirnseiten mit den nach innen gefalteten
Wandabschnitten 4 verbunden ist.
[0032] Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Staubsaugerbeutels, bei dem gegenüber dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
noch ein Halter 20 vorgesehen ist und ansonsten gleich Bauteile mit dem selben Bezugszeichen
bezeichnet sind. Der Halter 20 ist durch einen Materialstreifen gebildet, der beim
Ausstanzen der Durchgangsöffnung 13 entsteht, wenn zumindest ein Teil des Materialstreifens
mit dem Haltemittel 8 verbunden bleibt, wie dies an einer Kante 22 gezeigt ist. Der
Halter 20 ist an dem freien Ende an dem Oberteil 2 benachbart zu der Einströmöffnung
12 festgelegt, so dass ein eintretender Luftstrom zunächst auf den Halter 20 trifft,
der als Ablenkeinrichtung und Prallschutz wirkt. Der Halter 20 sorgt zudem dafür,
dass das Haltemittel 8 nicht auf dem Unterteil 3 aufliegt sondern beabstandet von
dem Unterteil 3 gehalten ist.
[0033] In Figur 7 ist eine gegenüber Figur 6 abgewandelte Ausführungsform dargestellt, bei
der ein Halter 30 integral mit einem Haltmittel 8 ausgebildet ist. Der Halter 30 ist
an einem Übergang mit dem Haltemittel 8 verbunden und an der gegenüberliegenden Seite
32 am Unterteil 3 in einem mittleren Bereich gegenüber der Einströmöffnung 12 fixiert.
Der Halter 30 kann ebenfalls einen Prallschutz ausbilden und gewährleistet zudem,
dass der eintretende Luftstrom das Unterteil 3 weg von dem Oberteil 2 zieht und dabei
das Haltemittel 8 durch den Halter 30 ebenfalls weg von dem Oberteil 2 gezogen wird.
Dadurch ist gewährleistet, dass das Haltemittel 8 beabstandet vom Oberteil 2 und vom
Unterteil 3 gehalten ist und die entsprechenden Filterflächen durchströmt werden können.
[0034] Bei dem in Figur 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Halter 40 vorgesehen, der
schlaufenförmig angeordnet ist und im Unterschied zu dem Halter 20 in Figur 6 am freien
Ende 41 auf der gegenüberliegenden Seite der Einströmöffnung 12 fixiert ist. Dadurch
kann ein durch die Einströmöffnung 12 eintretender Luftstrom durch die Durchgangsöffnung
13 auf das Unterteil 3 strömen, dass dann weg von dem Haltemittel 8 und dem Oberteil
2 gezogen wird, so dass ein sicheres Auffalten des Staubsaugerbeutels nach dem Einlegen
in einen Staubsauger gewährleistet wird.
[0035] Die in den Figuren 6 bis 8 gezeigten Halter 20, 30 und 40 können miteinander kombiniert
werden, beispielsweise können mehrere Halter an dem Haltemittel 8 festgelegt sein,
um eine vorgegebene Beabstandung zwischen Oberteil 2, Haltemittel 8 und Unterteil
3 zu gewährleisten.
[0036] Zudem ist es möglich, weitere Elemente in dem Staubsaugerbeutel vorzusehen. In Figur
9 ist ein Staubsaugerbeutel gezeigt, bei dem eine Trennwand 50 in einer oberen Kammer
zwischen Oberteil 2 und einem Haltemittel 8" angeordnet ist. Die Trennwand 50 ist
dabei an einer Kante 52 benachbart zu der Einströmöffnung 12 am Oberteil 2 festgelegt
und an der gegenüberliegenden Seite an einer Naht 51 zwischen dem Oberteil 2 und einem
Faltenschenkel 5. Die Trennwand kann als rechteckförmiges Materialstück, vorzugsweise
aus einem Vlies, gebildet sein und an den nicht gezeigten Kanten an der Nähten 15
des Staubsaugerbeutels (Figur 4) festgelegt sein.
[0037] Bei dem in Figur 9 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Haltemittel 8" zweilagig
ausgebildet, wobei eine obere Lage den oberen Faltenschenkel 5 und eine untere Lage
den unteren Faltenschenkel 6 ausbildet. Die Faltenschenkel 5 und 6 sind an mindestens
einer Verbindungsstelle 18, vorzugsweise eine Schweißnaht, miteinander verbunden.
Die Verbindungsstelle 18 umfasst einen rahmenförmigen Abschnitt, der eine Durchgangsöffnung
13 umgibt.
[0038] Bei dem in Figur 10 gezeigten Ausführungsbeispiel ist gegenüber dem in Figur 9 gezeigten
Ausführungsbeispiel die Trennwand 50 weggelassen und an gegenüberliegenden Seiten
einen zusätzlichen Abstandshalter 60 zwischen dem oberen Faltenschenkel 5 und dem
unteren Faltenschenkel 6 angeordnet. Der Abstandshalter 60 ist aus einem Formkörper
gebildet, beispielsweise aus Schaumstoff und weist obere Rippen 61 zur Anlage an dem
oberen Faltenschenkel 5 und untere Rippen 62 zur Anlage an dem unteren Faltenschenkel
6 auf.
[0039] Die in Figur 9 gezeigte Trennwand 50 sowie der Abstandshalter 60 kann auch bei den
Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 8 vorgesehen werden.
1. Staubsaugerbeutel (1), mit mindestens einem nach innen gefalteten Wandabschnitt (4),
der über mindestens ein Haltemittel (8, 8') In der nach innen gefalteten Position
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8, 8') durch ein luftdurchlässiges Flächengebilde gebildet ist und
das Flächengebilde mindestens eine Aussparung (13) aufweist oder aus einem Netz oder
Gitter gebildet ist.
2. Staubsaugerbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8, 8') zumindest in einem mittleren Bereich des nach innen gefalteten
Wandabschnittes (4) fixiert ist.
3. Staubsaugerbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens zwei Seiten ein nach innen gefalteter Wandabschnitt (4) vorgesehen
ist.
4. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei nach innen gefaltete Wandabschnitte (4) über das Haltemittel (8, 8') miteinander
verbunden sind.
5. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (8, 8') über eine Naht (9, 10) mit dem nach innen gefalteten Wandabschnitt
(4) verbunden sind.
6. Staubsaugerbeutel nach Anspruch 5, dadurch gekenntzeichnet, dass die Naht (9, 10)
nach außen gerichtet ist.
7. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsaugerbeutel (1) ein Oberteil (2) und ein Unterteil (3) als Flächengebilde
umfasst.
8. Staubsaugerbeutel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Naht (9, 10) vorgesehen ist, die das Oberteil (2), das Unterteil
(3) und das Haltemittel (8, 8') miteinander verbindet.
9. Staubsaugerbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (13) seitlich versetzt zu einer Einströmöffnung (12) in dem Oberteil
(2) oder dem Unterteil (3) angeordnet ist.
10. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8') integral mit dem Oberteil (2) und/oder dem Unterteil (3) ausgebildet
ist.
11. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsaugerbeutel (1) als Flachbeutel ausgebildet ist und an gegenüberliegenden
Seiten einen vierlagigen Randabschnitt mit einem nach innen gefalteten Wandabschnitt
(4) aufweist.
12. Staubsaugerbeutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltemittel (8, 8') über mindestens einen Halter (20, 30, 40) am Oberteil (2)
und/oder Unterteil (3) gehalten ist.
1. Vacuum cleaner bag (1), with at least one inwardly folded wall section (4), which
is held in the inwardly folded position by way of at least one holding means (8, 8'),
characterised in that the holding means (8, 8') is formed by an air-permeable areal structure and the areal
structure has at least one cut-out (13) or is formed from a net or mesh.
2. Vacuum cleaner bag according to claim 1, characterised in that the holding means (8, 8') is fixed at least in a centre region of the inwardly folded
wall section (4).
3. Vacuum cleaner bag according to claim 1 or 2, characterised in that an inwardly folded wall section (4) is provided at at least two sides.
4. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that two inwardly folded wall sections (4) are connected together by way of the holding
means (8, 8').
5. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the holding means (8, 8') are connected with the inwardly folded wall section (4)
by way of a seam (9, 10).
6. Vacuum cleaner bag according to claim 5, characterised in that the seam (9, 10) is oriented outwardly.
7. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the vacuum cleaner bag (1) comprises an upper part (2) and a lower part (3) as areal
structure.
8. Vacuum cleaner bag according to claim 7, characterised in that at least one seam (9, 10) connecting the upper part (2), the lower part (3) and the
holding means (8, 8') together is provided.
9. Vacuum cleaner bag according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the cut-out (13) is arranged to be laterally offset with respect to an inflow opening
(12) in the upper part (2) or the lower part (3).
10. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the holding means (8') is constructed integrally with the upper part (2) and/or the
lower part (3).
11. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the vacuum cleaner bag (1) is constructed as a flat bag and has at opposite sides
a four-layered edge section with an inwardly folded wall section (4).
12. Vacuum cleaner bag according to any one of the preceding claims, characterised in that the holding means (8, 8') is held at the upper part (2) and/or lower part (3) by
way of at least one holder (20, 30, 40).
1. Sac d'aspirateur (1) comportant au moins un segment de paroi (4) replié vers l'intérieur
qui est maintenu dans la position repliée vers l'intérieur par au moins un moyen de
retenue (8, 8'),
caractérisé en ce que
le moyen de retenue (8, 8') est formé par un élément surfacique perméable à l'air
qui comporte au moins un évidement (13) où est formé par un réseau ou treillis.
2. Sac d'aspirateur conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
le moyen de retenue (8, 8') est fixé au moins dans une zone médiane du segment de
paroi (4) replié vers l'intérieur.
3. Sac d'aspirateur conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un segment de paroi replié vers l'intérieur (4) sur au moins deux côtés.
4. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
deux segments de paroi (4) repliés vers l'intérieur sont reliés entre eux par le moyen
de retenue (8, 8').
5. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens de retenue (8, 8') sont reliés au segment de paroi (4) replié vers l'intérieur
par une jointure (9, 10).
6. Sac d'aspirateur conforme à la revendication 5,
caractérisé en ce que
la jointure (9, 10) est orientée vers l'extérieur.
7. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le sac d'aspirateur (1) comporte une partie supérieure (2) et une partie inférieure
(3) réalisées sous la forme d'éléments surfaciques.
8. Sac d'aspirateur conforme à la revendication 7,
caractérisé en ce qu'
il est prévu au moins une jointure (9, 10) qui relie la partie supérieure (2), la
partie inférieure (3) et le moyen de retenue (8, 8').
9. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
l'évidement (13) est décalé latéralement par rapport à une ouverture d'entrée (12)
située dans la partie supérieure (2) ou dans la partie inférieure (3).
10. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de retenue (8') est réalisé intégralement avec la partie supérieure (2) et/ou
la partie inférieure (3).
11. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est réalisé sous la forme d'un sac plat, et comporte sur ses côtés opposés un segment
de bord quadri couches avec un segment de paroi (4) replié vers l'intérieur.
12. Sac d'aspirateur conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de retenue (8, 8') est maintenu sur la partie supérieure (2) et/ou sur la
partie inférieure (3) par au moins un élément de fixation (20, 30, 40).