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(11) |
EP 2 465 695 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.09.2015 Patentblatt 2015/39 |
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Anmeldetag: 13.12.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Abpressen eines Buchblocks
Method and device for pressing a book block
Procédé et dispositif destinés à comprimer un bloc de livre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.12.2010 CH 20902010
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.06.2012 Patentblatt 2012/25 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Friese, Thomas
04177 Leipzig (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 205 676 GB-A- 630 529 GB-A- 844 651
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DE-A1- 19 907 682 GB-A- 751 222
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abpressen eines Buchblocks mit gerundetem
Rücken nach Anspruch 1 und eine Vorrichtung hierfür nach Anspruch 14 sowie eine Buchfertigungsstraße
mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] In Buchblöcken sind nach einer üblichen Machart beispielsweise mehrere Falzbögen
und/oder Einzelblätter gebunden, wobei jeder einzelne Falzbogen mehrere Seiten eines
Buches umfasst. Alternativ können auch einzelne Seiten direkt gebunden werden. Bei
der Fertigung von Buchblöcken werden die Falzbögen zunächst in Stapeln zusammengelegt,
bis ein gewünschter Seitenumfang für einen Buchblock bereitliegt. Die Falzbögen eines
Buchblocks werden präzise Rücken auf Rücken aufeinandergelegt und dort gebunden, sodass
ein gemeinsamer ebener Blockrücken entsteht. Im Falle der alternativen Machart mit
gebundenen Einzelseiten wird analog vorgegangen, sodass ebenfalls ein Buchblock mit
ebenem Blockrücken entsteht.
[0003] In einem weiteren Verfahrensschritt, dem Runden, werden die Falzbögen und/oder Einzelblätter
in einer Richtung senkrecht zu dem Blockrücken parallel zueinander verschoben. Dabei
treten die mittleren Falzbögen mit ihrem Rücken aus dem ebenen Blockrücken hervor
und es entsteht ein runder Rücken des Buchblocks. Weitere Rundungsverfahren arbeiten
neben dem vorbeschriebenen Walzenrundeprinzip beispielsweise nach dem sog. Hammerbalkenprinzip.
[0004] Aus der
EP1872963A2 oder der
EP0676303B1 sind Verfahren bekannt, bei denen nach dem Verarbeitungsschritt des Rundens ein maschinelles
Abpressen eines in einem rückennahen Bereich eingespannt gehaltenen, bereits gerundeten
Buchblock mittels bekannter balkenartiger Stempel als Werkzeug durchgeführt wird.
[0005] Die zum bekannten Abpressen in einen Pressbalken eingesetzten auswechselbaren, meist
konkav gestalteten Werkzeuge sind eng gestuft verfügbar und werden passend zur Rundung
des Rückens des Buchblocks ausgetauscht. Der Austausch dieser Werkzeuge geschieht
üblicherweise in einem manuellen Prozess und ist aufwändig.
[0006] Eine Buchfertigungsstraße zum industriellen Fertigen von Büchern erfordert allerdings
ein schnelles automatisches Rüsten jeder Vorrichtung der Buchfertigungsstraße bei
Auftragswechseln, insbesondere bei Klein- und Kleinstauflagen, worunter auch sogenannte
On-Demand Aufträge und eine Einzelbuchfertigung verstanden werden. Das ist jedoch
behindert, wenn manuelle Prozesse zum Rüsten erforderlich sind.
[0007] Aus der
US3280413A ist ein manuelles Verfahren bekannt, bei dem ein Abpressvorgang mittels einer massiven
Walze realisiert wird. Von Hand wird zunächst ein Buchblock mit nach unten ausgerichtetem
Rücken in den Apparat eingesetzt, sodass der Buchblock oberhalb der Walze deren Länge
nach ausgerichtet platziert ist. Der Buchblock bleibt für die Arbeitsschritte Runden
und Abpressen in derselben Position und wird dieser Position anschliessend manuell
entnommen. Dazu ist ein kombiniertes Zusammenwirken von Rundungs- und Presswerkzeugen
erforderlich.
[0008] Bei dieser Lösung wird der Buchblock mit Rundungseinrichtungen zwischen zwei Balken
eingeklemmt. Zum Runden des Rückens werden Bewegungen der Balken und der Rundungseinrichtungen
koordiniert. Die Rundung des Rückens wird durch Abtasten der Dicke des eingesetzten
Buchblocks sowie durch eine manuelle Voreinstellung bestimmt. Die Abtastung gibt eine
Schwingkurve der den Rücken abpressenden Walze vor. Die Walze überstreicht zum Abpressen
wechselseitig, zum Teil mehrfach, den in der Position eingespannt gehaltenen Buchblock
auf einer der Rückenrundung angepassten, bogenförmigen Bahn. Diese Lösung weist jedoch
aufgrund des in ein und derselben Position erfolgenden Rundens und Abpressens einen
sehr hohen mechanischen Aufwand sowie eine sehr niedrige Produktivität auf.
[0009] Es sind weiterhin verschiedene, insbesondere als auswechselbare Werkzeuge ausgebildete
Presskörper bekannt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Walzen oder Platten,
die entweder nur vertikal gegen den Rücken des Buchblocks gepresst werden oder in
kombinierter Anordnung einer Press- und Rundungseinrichtung einer Abtastung folgend
über den Rücken streichen.
[0010] Schließlich sind aus der
GB630529 ein Verfahren und eine Vorrichtung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des
Anspruchs 12, zum Abpressen eines Buchblocks bekannt, der einen gerundeten Rücken
und eine entlang des Rückens verlaufende Längsachse aufweist. Bei dem Verfahren wird
der Buchblock zunächst beidseitig in einem rückennahen Bereich parallel zur Längsachse
des gerundeten Rückens zwischen zwei Spannbacken eingespannt. Danach wird ein Presskörper
gegen den gerundeten Rücken des Buchblocks bewegt, dabei senkrecht zur Längsachse
sowie in der Mitte des gerundeten Rückens auf diesem aufgesetzt und nachfolgend über
einen Abschnitt des Rückens bewegt. Dabei presst der Presskörper den Buchblock auf
einer stufenlos vorwählbaren, in einer senkrecht zur Längsachse des Rückens aufgespannten
Ebene liegenden Bewegungsbahn, parallel zur Längsachse über den Rücken ab. Die Vorrichtung
besitzt eine Spanneinrichtung mit den beiden Spannbacken zum beidseitigen Einspannen
des Buchblocks sowie eine Presseinrichtung zum vertikalen Bewegen des Presskörpers
senkrecht zur Längsachse gegen den Rücken des Buchblocks, wobei der Presskörper einer
stufenlos vorwählbaren Bewegungsbahn folgend, etwa parallel zu dem gerundeten Rücken
bewegbar in der Presseinrichtung aufgenommen ist.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum qualitativ
hochwertigen Abpressen eines Buchblocks bereitzustellen, welches automatisiert durchgeführt
bzw. welche automatisiert betrieben werden kann und ohne eine durch Auftragswechsel
bedingte Auswechslung von Werkzeugen auskommt.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0013] Der durch das Verfahren bzw. die Vorrichtung abzupressende Buchblock weist einen
gerundeten Rücken sowie eine entlang des Rückens verlaufende Längsachse auf und wird
den nachfolgend beschriebenen, nacheinander ablaufenden Verfahrensschritten unterzogen.
[0014] Der Buchblock wird zunächst beidseitig in einem rückennahen Bereich parallel zur
Längsachse des gerundeten Rückens zwischen zwei Spannbacken eingespannt. Anschliessend
wird ein Presskörper mindestens einmal gegen den gerundeten Rücken des fest eingespannten
Buchblocks bewegt, dabei senkrecht zur Längsachse sowie in der Mitte oder mindestens
annähernd in der Mitte des gerundeten Rückens auf diesem aufgesetzt. Bei dem darauf
folgenden Abpressen wird der Presskörper mindestens über einen Abschnitt des Rückens
bewegt. Der Presskörper presst dabei den Buchblock parallel zur Längsachse über den
Rücken hinweg ab, wobei er mindestens einer stufenlos vorwählbaren, in einer senkrecht
zur Längsachse des Rückens aufgespannten Ebene liegenden Bewegungsbahn folgt.
[0015] Vorwählbar bedeutet dabei, dass den Anforderungen vorangehender Prozesse oder geänderten
Aufträgen entsprochen werden kann, indem Parameter des Verfahrens bzw. der Vorrichtung
angepasst werden. Vorwählbar bedeutet außerdem, dass Einstellungen die Presseinrichtung
steuern, bevor oder während der Buchblock eingespannt wird. Zu einer solchen Anpassung
kann es auch aus Qualitätsgründen während eines Auftrags kommen, beispielsweise wenn
die Geschwindigkeit der Buchfertigung variiert.
[0016] Die Vorrichtung weist eine Spanneinrichtung und eine Presseinrichtung auf In der
Spanneinrichtung sind zwei Spannbacken parallel zueinander angeordnet. Der Buchblock
ist mit seinem Rücken parallel zu dessen Längsachse zwischen den Spannbacken ausrichtbar,
beispielsweise nachdem eine Zuführeinrichtung den Buchblock in die richtige Position
angehoben oder abgesenkt hat. Die Spannbacken dienen zum beidseitigen Einspannen des
Buchblocks. Die Spannbacken sind - üblicherweise in horizontaler Richtung - aufeinander
zu beweglich gelagert, sodass der Buchblock in einem rückennahen Bereich zwischen
den Spannbacken einspannbar ist.
[0017] Die Presseinrichtung weist einen beweglich gelagerten Presskörper auf und dient zum
vertikalen Bewegen des Presskörpers senkrecht zur Längsachse gegen den Rücken des
Buchblocks sowie zum Abheben des Presskörpers vom Buchblock. Der parallel zur Längsachse
des Rückens ausgerichtete Presskörper ist dabei in einer vorwählbaren Position auf
den Rücken aufsetzbar.
[0018] Der Presskörper Ist in der durch das Aufsetzen eingenommenen Position in der Presseinrichtung
einer stufenlos vorwählbaren Bewegungsbahn folgend über den Rücken des Buchblocks
bewegbar. Die Bewegungsbahn liegt in einer senkrecht zur Längsachse des Rückens aufgespannten
Ebene.
[0019] Mit diesem Prinzip wird eine Voraussetzung für taktweise oder kontinuierlich veränderliche
Abpressvorgänge einer industriellen Buchfertigung geschaffen.
[0020] Die Abstimmung des Abpressvorganges auf das Produkt ist auf diese Weise mit dem in
einfache Bewegungsabläufe weniger Bauelemente gegliederten Verfahren ohne manuellen
Eingriff möglich. Im Vergleich zum Stand der Technik sind dazu vorher in komplizierten
Apparaten miteinander kombinierte Prozesse in automatisiert beherrschbare Verfahrensschritte
aufgetrennt worden. Verfahrensschritte, die nach dem Stand der Technik eines Werkzeugwechsels
bedurften, konnten ersetzt werden und entsprechende Rüstzeiten sind entfallen. Mit
der Vorrichtung kann somit flexibler als bisher auf schneller wechselnde Anforderungen
reagiert werden.
[0021] Die Bewegung des Presskörpers beginnt üblicherweise! mit dem Aufsetzen in oder nahe
der Buchblockmitte und beschreibt nachfolgend eine bogenförmige Bahn. Bedingt durch
diese von der Buchblockmitte nach außen Verlaufende Bahn des Presskörpers findet eine
Materialverdrängung im Rücken des Buchblocks statt. Mit der Materialverdrängung geht
eine plastische Verformung des Rückens einher, wodurch der gewünschte Abpresseffekt
erzielt wird.
[0022] So ist es durch stufenlos vorwählbare Bewegungsbahnen möglich, einer zurück in die
Ausgangslage erfolgenden Bewegung des Presskörpers einen von der beim Abpressen erfolgenden
Bewegung leicht verschiedenen Verlauf zuzuordnen. Damit kann eine ungewollte Verformung
des bereits zuvor abgepressten Rückens vermieden und jeder beliebigen Rundung des
Rückens eine annäherend ideale Bewegungsbahn mit einer tangentialen Berührung des
Presskörpers jeweils im obersten Punkt des Rückens zugeordnet werden.
[0023] Die durch den Presskörper unter Abstützung mittels der Spannbacken verursachte plastische
Verformung kann beispielsweise von innen nach außen konstant sein. Es wird als vorteilhaft
angesehen, wenn die plastische Verformung von der Buchblockmitte nach außen zunimmt.
Dadurch kann das Blättern des fertigen Buches erleichtert werden, weil der Rücken
durch die plastische Verformung stabilisiert wird.
[0024] Entsprechende Verläufe der Bewegungsbahn können produktbezogen gespeichert und abgerufen
werden oder aber auch aus Formatparametern der zu erzeugenden Produkte abgeleitet
werden, sodass ein automatisiertes Abarbeiten von Klein-, Kleinst- und Einzelauflagen
ermöglicht ist.
[0025] Die mindestens eine Bewegungsbahn des Presskörpers wird durch ein variabel ausgestaltetes
Getriebe vorgegeben. Auf das Getriebe wirkt ein erster Aktuator. Der Aktuator verstellt
nach einer Vorgabe das Getriebe, bevor der Presskörper auf der dadurch vorgewählten,
mindestens einen Bewegungsbahn über den Rücken des Buchblocks bewegt wird. Das Getriebe
lässt sich als robuste Komponente in die Presseinrichtung integrieren und ist über
den ersten Aktuator von außen stufenlos ansteuerbar.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der Presskörper in
einem ersten Abschnitt einer der Bewegungsbahnen zunächst von der Mitte des Rückens
nach außen zu einer ersten Seite des BuChblocks verfahren, bevor der Presskörper vom
Rücken des Buchblocks abgehoben und einer weiteren Bewegungsbahn folgend erneut zur
Mitte des Rückens bewegt wird, jedoch ohne dabei Kontakt zum Rücken zu haben. Dort
wird der Presskörper erneut auf den Rücken des Buchblocks aufgesetzt und presst diesen,
wenigstens einem weiteren Abschnitt einer der Bewegungsbahnen folgend, von der Mitte
nach außen zu einer gegenüberliegenden, zweiten Seite des Buchblocks ab.
[0027] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der Presskörper
auf seinem Weg von zumindest einer der beiden Seiten des Buchblocks zur Mitte des
Rückens auf einer Bahn bewegt, welche einen gegenüber der Bewegungsbahn des Presskörpers
auf seinem Weg von der Mitte zu einer der beiden Seiten des Buchblocks unterschiedlichen
Radius aufweist. Weist die zur Mitte des Rückens verlaufende Bewegungsbahn des Presskörpers
einen grösseren Radius auf, ist das Abheben des Presskörpers vom Rücken vorteilhaft
in die jeweilige Bewegungsbahn integriert. Bei dieser Art des Abpressens wird vermieden,
dass sich Störungen in einem einmal abgepressten Abschnitt des Rückens ergeben, beispielsweise,
durch erneutes überstreichen desselben Abschnitts in umgekehrter Richtung. Natürlich
kann der Presskörper auch auf einer Bahn zur Mitte des Rückens bewegt werden, weiche
einen gegenüber der Bewegungsbahn des zuvor erfolgten Abpressen geringeren Radius
aufweist, wodurch der Buchblock vorteilhaft weiter abgepresst werden kann.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird die mindestens
eine Bewegungsbahn des Presskörpers mittels einer Steuereinheit aus Buchblockparametern
bestimmt und mittels des ersten Aktuators auf das Getriebe übertragen. Diese konkrete
Ausgestaltungsmöglichkeit ermöglicht es, unter Einsparung entsprechender Sensorik
auf Änderungen des bevorzugt durch die Buchfertigungsstraße geförderten Produktstromes
zu reagieren.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens presst der Presskörper
mindestens einen Abschnitt des Rückens mehrfach ab. Ferner kann der erste Aktuator
das Getriebe auch während des Abpressens verstellen, sodass der Abschnitt beispielsweise
jeweils mit steigendem Druck abgepresst werden kann. Ein mehrfaches Überstreichen
des Rückens kann bei bestimmten Materialien vorteilhaft sein. Würde in solchen Fällen
der gleiche Druck in nur einem einfachen Überstreichen, oder anders ausgedrückt einem
einfachen Abpressen, auf den Rücken wirken, könnte es möglicherweise zu Zerstörungen
kommen. Der Vorteil liegt hierbei ggf. in Qualitätsverbesserungen. Es ist dadurch
eine Möglichkeit gegeben, insbesondere auf Änderungen in der Materialwahl zu reagieren.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird die Bewegungsbahn
bzw. werden die Bewegungsbahnen in Abhängigkeit von einem einzigen oder mehreren Buchblockparametern
bestimmt, wie die Breite, das Material oder die Art der Bindung des Buchblocks, oder
die Krümmung seines Rückens.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens ist der Presskörper
zur Realisierung einer Überlastsicherung unabhängig von der vorgewählten Bewegungsbahn
während des Abpressens entgegen eines Widerstands des Rückens bewegbar, sodass ein
Überschreiten eines maximalen Pressdrucks durch ein Ausweichen aus der Bewegungsbahn
vermieden wird. Eine solche Überlastsicherung gewährleistet ein hohes Qualitätsniveau
und eine hohe Betriebssicherheit.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird das Getriebe
gemeinsam mit dem Presskörper vertikal in einem ortsfesten Gestell verschoben. Ein
Aufsetzen des Presskörpers auf und ein Abheben des Presskörpers von dem Rücken sind
somit möglich, ohne dass sich die Anordnung des Presskörpers in dem Getriebe verändert.
Für die Verstellung in bevorzugt vertikaler Richtung werden in einem Minimalfall nur
eine Steuereinheit und ein insbesondere als Antrieb ausgebildeter Aktuator benötigt.
Zusätzlich kann eine Formatverstelleinrichtung zur überlagerten Vertikalbewegung des
Presskörpers vorgesehen sein. Abhängig von einem der Buchblockparameter, beispielsweise
der Dicke des Buchblocks, wird das oben beschriebene Aufsetzen und Abheben des Presskörpers
korrigiert, indem ein vertikales Stellelement eine Distanz zwischen einem ortsfesten
Punkt und dem Presskörper in vertikaler Richtung verkürzt oder verlängert.
[0033] Erfindungsgemäß weist das Getriebe zum Bewegen des Presskörpers gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel mindestens zwei mittels des ersten Aktuators horizontal und symmetrisch
zueinander verschiebbare, als Wagen ausgebildete erste Getriebeelemente mit jeweils
zwei Nutkurven auf. Gemäß einem zweiten alternativen Ausführungsbeispiel weist das
Getriebe mindestens zwei mittels des ersten Aktuators horizontal und symmetrisch aufeinander
zu bzw. voneinander weg bewegbare, als Hebel ausgebildete zweite Getriebeelemente
mit jeweils einem in einem jeweiligen Schwenkpunkt drehbar gelagerten Kurbelhebel
auf. Der Presskörper ist mittels einer Traverse in den Nutkurven bzw. den Kurbelhebeln
gelagert. Mittels dieses Getriebes wird die Bewegungsbahn vorgewählt, indem der erste
Aktuator die Getriebeelemente horizontal aufeinander zu oder voneinander weg bewegt.
[0034] Die beiden Ausführungsbeispiele für die Umsetzung des Getriebes sind grundsätzlich
gleichwirkend. Das erste Ausführungsbeispiel stellt gewissermaßen eine Vereinfachung
gegenüber dem zweiten Ausführungsbeispiel dar, da Gelenkpunkte entfallen. Weitere
alternative Ausführungsformen des Getriebes mit Koppel, Kurbel und Schwinge kommen
zur ähnlichen Umsetzung in Betracht. Auch können die Ausführungsbeispiele mit mehreren
Bauteilen ausgeführt werden, zum Beispiel mit vier Getriebeelementen.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens fährt die Traverse
die Bewegungsbahnen in den Nutkurven ab, nachdem die Getriebeelemente nötigenfalls
relativ zueinander bewegt worden sind. Nötig ist eine derartige Verstellung des Getriebes
beispielsweise beim Wechseln von einem dünneren zu einem dickeren Buchblock oder bei
Buchblöcken mit unterschiedlichen Rundungen. Alternativ werden gemäss dem zweiten
Ausführungsbeispiel zunächst nötigenfalls die als Hebel ausgebildeten Getriebeelemente
gegeneinander verschoben. In beiden Ausführungsbeispielen wirkt der erste Aktuator
ausschließlich in horizontalen Richtungen auf die beiden Getriebeelemente. Dadurch
stellt sich im Getriebe jeweils eine andere Bewegungsbahn des Presskörpers ein.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung weist der Presskörper eine
dem Rücken des Buchblocks zugewandte, ebene Pressfläche auf. Der Presskörper alternativerAusführungsformen
weist eine dem abzupressenden Rücken des Buchblocks zugewandte, konvex ausgebildete
Pressfläche auf. Dieser Presskörper ist bevorzugt als Teil- oder Vollzylinder ausgebildet.
Die Oberflächen der Presskörper sind insbesondere geriffelt, genutet oder glatt ausgeführt.
Die Vorrichtung bietet somit eine große Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung
des Presskörpers. Ein Wechsel der Presskörper wegen eines Auftragswechsels entfällt.
[0037] Die Presseinrichtung der Vorrichtung weist ein mittels eines ersten Aktuators variables
Getriebe auf.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Getriebe gemeinsam mit
dem Presskörper in der Presseinrichtung angeordnet. Die Presseinrichtung ist vertikal
verschiebbar in einem ortsfesten Gestell gelagert.
[0039] Somit ist es im industriellen Prozess der Buchfertigung unproblematisch Buchblöcke
der Vorrichtung zuzuführen, wenn die Presseinrichtung beispielsweise nach oben abgehoben
ist. Auch ist ein vertikaler Ausgleich für eine Lageänderung des Presskörpers in vertikaler
Richtung bedingt durch das Verstellen des Getriebes durch einen zweiten Aktuator möglich.
Presseinrichtung und Presskörperwerden gemeinsam mit nur einem Aktuator oder jeder
für sich mit einem eigenen Aktuator verstellt. Der zweite Aktuator hat zudem eine
Überlastfunktion in vertikaler Richtung, so dass Beschädigungen am Presskörper vermieden
werden können.
[0040] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Getriebe zwei durch
den ersten Aktuator horizontal und symmetrisch zueinander verstellbare Getriebeelemente
auf. Solche Getriebe sind robust und kostengünstig.
[0041] Wie bereits beim Verfahren beschrieben, können die ersten Getriebeelemente vorteilhaft
als horizontal verschiebbare Wagen ausgebildet sein. Das Getriebe weist ein inneres
und ein äusseres Getriebeelement auf. Das innere Getriebeelement ist entlang der Längsachse
des Rückens gesehen mindestens teilweise innerhalb des äußeren Getriebeelements angeordnet.
Jedes Getriebeelement weist auf in Richtung der Längsachse des Rückens des Buchblocks
gegenüberliegenden Seiten jeweils wenigstens eine Nutkurve auf, in die der Presskörper
mittels einer Traverse einkoppelbar ist. Der Presskörper ist dadurch parallel zum
Rücken des Buchblocks bewegbar.
[0042] Alternativ weisen die symmetrisch zueinander verstellbaren zweiten Getriebeelemente
jeweils mindestens einen Schwenkpunkt auf, welche aufeinander zu bzw. voneinander
weg bewegt werden können. In den Schwenkpunkten ist jeweils ein Kurbelhebel drehbar
gelagert, wobei in die Kurbelhebel, diese miteinander verbindend, eine parallel zur
Längsachse des Rückens ausgerichtete, mit dem Presskörper verbundene Traverse einkoppelbar
ist. Da die Schwenkpunkte der Getriebeelemente mit den darin gelagerten Kurbelhebeln
beabstandet von der Traverse angeordnet sind, ist ein Kurbelgetriebe realisiert.
[0043] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Traverse und der Presskörper
einstückig ausgeführt.
[0044] Ein solches Bauteil ist günstig zu fertigen und über seine Länge steif ausführbar.
Einer Durchbiegung des Presskörpers wird entgegengewirkt. Alternativ ist der eine
Achse aufweisende Presskörper jeweils an beiden Stirnseiten um seine Achse rotierbar
in der Traverse gelagert. Hierzu wird auf die zu den entsprechenden Ausführungsformen
des Verfahrens genannten Vorteile verwiesen.
[0045] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht die Traverse aus beidseits
des Presskörpers den Presskörper lagernden Platten. Die jeweilige Platte weist in
Achsrichtung des Presskörpers blickend beidseits des Presskörpers um eine Strecke
von dem Zentrum des Presskörpers beabstandet jeweils wenigstens zwei Gelenkpunkte
auf. In den Gelenkpunkten ist je nach Ausführungsbeispiel jeweils entweder ein Kipphebel
oder ein Kurbelhebel beweglich aufgenommen. Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist
der Kipphebel in jeweils einer der Nutkurven geführt. Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist jeweils einer der Kurbelhebel beweglich in einem der Lagerpunkte verschwenkbar
aufgenommen.
[0046] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Kipphebel als eine Rollenplatte
ausgeführt. Die Rollenplatte weist der Nutkurve zugewandt Rollen auf, die dazu bestimmt
sind, in die Nutkurve einzugreifen. Der Nutkurve abgewandt weist die Rollenplatte
besonders bevorzugt eine gelenkige Aufnahme für den Presskörper auf, wobei der Presskörper
indirekt, besonders bevorzugt außerhalb seines Zentrums, aufnehmbar ist.
[0047] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist als erster Aktuator ein Antrieb
vorgesehen, der mittels eines einzigen horizontalen Stellelements, insbesondere einer
Spindel, auf das Getriebe einwirkbar ausgebildet ist. Damit ist eine präzise und besonders
verlässliche Verstellung des Presselements realisiert.
[0048] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Presskörper über einen
Schwingmechanismus zum Abpressen des Rückens entlang der Bewegungsbahn antreibbar.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung ist die Presseinrichtung mit
einer Überlasteinheit derart gekoppelt, dass die Überlasteinheit zwischen der Presseinrichtung
und dem Gestell der Vorrichtung angeordnet ist. Die Überlasteinheit weist vorzugsweise
ein Federpaket auf, das in beiden horizontalen Richtungen parallel zur Bewegungsrichtung
des Getriebes auf die Presseinrichtung einwirkbar ausgebildet ist. Das Federpaket
erlaubt es dem Presskörper im Überlastfall von der vorgewählten Bewegungsbahn abzuweichen,
um eine Beschädigung zu des Presskörpers vermeiden.
[0050] Die Vorrichtung findet bevorzugt Verwendung in einer Buchfertigungsstraße.
[0051] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.
[0052] Es zeigen
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
mit einem zentral oberhalb eines Buchblocks angeordneten, vom Buchblock abgehobenen
Presskörper,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Figur 1, mit auf dem Buchblock aufgesetztem
Presskörper,
- Figur 3
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 2, mit nach links verschwenktem Presskörper,
- Figur 4
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 2, mit nach rechts verschwenktem Presskörper,
- Figur 5
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung, mit einem
zentral oberhalb des Buchblocks angeordneten, auf den Buchblock aufgesetzten Presskörper,
- Figur 6
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 5, mit nach links verschwenktem Presskörper,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Figur 2,
- Figur 8
- eine Seitenansicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 2, mit einem schmalen Buchblock
und einem dementsprechend verstellten Getriebe und
- Figur 9
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 8, mit nach links verschwenktem Presskörper.
[0053] Der besseren Übersicht wegen sind nicht alle Bezugszeichen in allen Figuren eingetragen.
[0054] Die Figuren 1 bis 4 und 7 bis 9 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 5 mit einem darin eingespannten Buchblock 1, 1', wobei zwei unterschiedliche
Formate des Buchblocks 1, 1' dargestellt sind. Der Buchblock 1 der Figuren 1 bis 4
und 7 ist dicker als der schmale Buchblock 1' der Figuren 8 und 9.
[0055] Der durch das Verfahren bzw. die Vorrichtung 5 abzupressende Buchblock 1, 1' weist
einen gerundeten Rücken 2, 2' mit einer entlang des Rückens 2, 2' verlaufenden Längsachse
3 auf, welche durch eine Schnittlinie einer Mittelebene 9 durch den Buchblock 1, 1'
mit dem gerundeten Rücken 2, 2' gebildet wird.
[0056] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 5' in den Positionen der Figuren 2 und 3. Das zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel hinsichtlich eines in eine Presseinrichtung
7 eingebauten variablen Getriebes 10, 10'.
[0057] Beiden Ausführungsbeispielen gemein ist die Einbausituation der Presseinrichtung
7, die vertikal mittels eines zweiten Aktuators 78 bewegbar in einem ortsfesten Gestell
70 der Vorrichtung 5, 5' aufgenommen ist. Zudem hängt die Presseinrichtung 7 in einem
Gestellgelenk 74.
[0058] Die Vorrichtung 5, 5' weist unterhalb der Presseinrichtung 7 in dem Gestell 70 eine
Spanneinrichtung 40 für den Buchblock 1, 1' auf. In der Spanneinrichtung 40 sind zwei
Spannbacken 41 parallel zueinander angeordnet. Der Buchblock 1, 1' ist mit seinem
nach oben, der Presseinrichtung 7 zugewandten Rücken 2, 2' mit der Längsachse 3 parallel
zu den Spannbacken 41 zwischen denselben ausgerichtet. Die Spannbacken 41 sind in
horizontaler Richtung beweglich gelagert, sodass der Buchblock 1, 1' in einem rückennahen
Bereich 4 zwischen den Spannbacken 41 beidseitig einspannbar und gegenüber dem Gestell
70 ortsfest fixierbar ist.
[0059] In vertikaler Richtung kann auf den derart bereitgestellten Rücken 2, 2' mittels
eines Presskörpers 6 der Presseinrichtung 7 ein Pressdruck aufgebracht werden. Die
dazu vorgesehene Presseinrichtung 7 dient zum vertikalen Bewegen des Presskörpers
6 senkrecht zur Längsachse 3 gegen den Rücken 2, 2' des Buchblocks 1, 1'. Gemäss den
in den Figuren 2 und 5 dargestellten Positionen hat die Presseinrichtung 7 mit dem
parallel zur Längsachse 3 des Rückens 2, 2' ausgerichteten Presskörper 6 in der Mitte
des gerundeten Rückens 2, 2' auf diesem aufgesetzt. Ausser dieser Vorzugsvariante
kann der Presskörper 6 natürlich auch annähernd in der Mitte, d.h. in einem der Mitte
des Rückens 2, 2' benachbarten Bereich aufgesetzt werden.
[0060] Der Presskörper 6 ist gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen um eine Achse
19 rotierbar und etwa horizontal entlang einer nicht dargestellten, vorwählbaren Bewegungsbahn
stufenlos verfahrbar in der Presseinrichtung 7 aufgenommen. In seiner durch das Aufsetzen
eingenommenen Position ist der Presskörper 6 der Bewegungsbahn folgend über den Rücken
2, 2' des Buchblocks 1, 1' bewegbar. Die Bewegungsbahn liegt in einer senkrecht zur
Längsachse 3 des Rückens 2, 2' aufgespannten Ebene und stellt eine zumindest annähernde
Kreisbahn dar, welche zumindest annähernd einer durch die Rundung des Rückens 2, 2'
verlaufenden Kreisbahn folgt.
[0061] Die Koordination der der Bewegungsbahn folgenden, etwa horizontalen Bewegung übernimmt
das Getriebe 10, 10'. Das Getriebe 10, 10' ist in der Presseinrichtung 7 angeordnet
und kann mit dieser gemeinsam vertikal im Gestell 70 verfahren werden.
[0062] Zwischen der Presseinrichtung 7 und dem Gestell 70 ist in horizontaler Ausrichtung
eine Überlasteinheit 72 eingekoppelt. Die Überlasteinheit 72 weist ein Federpaket
77 auf, das in beiden horizontalen Richtungen parallel zu einer Bewegungsrichtung
25 des Getriebes 10, 10' wirkt. Wird zu starker Pressdruck auf den Buchblock 1, 1'
aufgebracht, federt das Federpaket 77 gegen einen Federwiderstand ein, d.h. die Presseinrichtung
7 weicht entsprechend aus.
[0063] Die weitere Beschreibung geht von einer vertikalen Position der Presseinrichtung
7 aus, in der der Presskörper 6 bereits in Kontakt mit dem Rücken 2, 2' steht. Der
Presskörper 6 ist in den Figuren als Vollzylinder mit einer konvexen Pressfläche 8
ausgeführt. Alternative Formen sind Teilzylinder bis hin zu Presskörpern mit ebenen
Pressflächen.
[0064] Das Getriebe 10, 10' beider Ausführungsbeispiele weist zwei durch einen ersten Aktuator
53 horizontal und symmetrisch zueinander, stufenlos verstellbare erste oder zweite
Getriebeelemente 11, 21; 81, 82 auf. Die Notwendigkeit einer derartigen Verstellung
des Getriebes 10, 10' ergibt sich durch direkten Vergleich der Figuren 3, 6 und 9,
die den Presskörper 6 in einem nach links ausgeschwenkten Zustand zeigen. Die Figuren
3 und 9 unterscheiden sich in der Dicke des Buchblocks 1, 1' und selbstverständlich
auch in der Breite des Rückens 2, 2'. Die Bewegungsbahn des Presskörpers 6 wird mittels
einer mit dem ersten Aktuator 53 verbundenen Steuereinheit 54 entsprechend der Dicke
des Buchblocks 1, 1' bestimmt und mittels des ersten Aktuators 53 auf das Getriebe
10, 10' übertragen. Natürlich kann die Bewegungsbahn des Presskörpers 6 auch in Abhängigkeit
eines anderen Buchblockparameters, wie dem Material oder der Art der Bindung des Buchblocks
1, 1', oder der Krümmung seines Rückens 2, 2' bestimmt werden. Ebenso ist zur Bestimmung
der Bewegungsbahn des Presskörpers 6 eine Kombination mehrerer Buchblockparameter
möglich.
[0065] Als Aktuator 53 für das variable Getriebe 10, 10' ist gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen
ein Antrieb vorgesehen, der mittels eines einzigen horizontalen, beispielsweise als
Spindel ausgebildeten Stellelements 50 auf das Getriebe 10, 10' einwirkbar ausgebildet
ist.
[0066] Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel sind als symmetrisch zueinander verstellbare
erste Getriebeelemente 11, 21 horizontal verschiebbare Wagen vorgesehen. Dabei ist
ein inneres Getriebeelement 11 entlang der Längsachse 3 des Rückens 2, 2' gesehen
innerhalb eines äußeren Getriebeelements 21 angeordnet. Die Getriebeelemente 21, 11
sind horizontal in der Bewegungsrichtung 25 des Getriebes 10 und damit senkrecht zur
Längsachse 3 des Rückens 2, 2' zueinander verschiebbar. Sie weisen parallel zu der
Bewegungsrichtung 25 in vertikalen Ebenen beidseits des Presskörpers 3 zueinander
beabstandete Frontwände 26 und Hinterwände 18 auf. Die Front- und Hinterwände 26,
18 bilden mit parallel zur Längsachse 3 des Rückens 2, 2' ausgerichteten Seitenwänden
14, 24 jeweils im Querschnitt gesehen ein Rechteck (vgl. Fig. 7).
[0067] Die Seitenwände 14, 24 besitzen kongruent zueinander angeordnete Durchgangslöcher
17, 27, welche entlang der Bewegungsrichtung 25 des Getriebes 10 verschiebbare Führungsstangen
51 aufnehmen. Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel befinden sich die Durchgangslöcher
17, 27 in einer Führung 89 für die Getriebeelemente 81, 82, An den Enden der Führungsstangen
51 einer Seite ist eine Montageplatte 55 angeschraubt. Die Montageplatte 55 trägt
den ersten Aktuator 53 für das parallel zu den Führungsstangen 51 angeordnete Stellelement
50, welches zwei nicht näher dargestellte Bereiche mit einander entgegengesetzten
Gewinden aufweist. Das äußere Getriebeelement 21 greift mit einer ersten Spindelmutter
56 in das Gewinde eines der Bereiche ein. Das innere Getriebeelement 11 greift mit
einer zweiten Spindelmutter 57 in das Gewinde des zweiten Bereiches ein (Fig. 1, Fig.
8). Bei gleicher Steigung der Gewinde folgen auf eine Drehung des Stellelements 50
zum Buchblock 1, 1' symmetrische Bewegungen in der horizontalen Bewegungsrichtung
25.
[0068] Jedes Getriebeelement 11, 21 weist auf in Richtung der Längsachse 3 des Rückens 2,
2' gegenüberliegenden Seiten in den Front- und Hinterwänden 26, 18 jeweils eine Nutkurve
12, 13, 22, 23 auf. Jede Nutkurve 12, 13, 22, 23 verläuft entlang eines oberen Kreisbogenabschnitts
um ein nicht dargestelltes Zentrum, welche Zentren jeweils parallel zur Längsachse
3 des Rückens 2, 2' ausgerichtet sind (vgl. Fig. 4). Das innere Getriebeelement 11
weist dem äußeren Getriebeelement 21 zugewandte, äußere Nutkurven 12, 13 und das äußere
Getriebeelement 21 dem inneren Getriebeelement 11 zugewandte, innere Nutkurven 22,
23 auf.
[0069] Jeweils zwischen den Frontwänden 26 und zwischen den Hinterwänden 18 der Getriebeelemente
11,21 ist eine parallel zur Bewegungsrichtung 25 und senkrecht zur Längsachse 3 des
Rückens 2, 2' ausgerichtete Platte 33 angeordnet, die den Presskörper 6 an beiden
Stirnseiten um seine Achse 19 rotierbar aufnehmen. Die beiden nicht miteinander verbundenen
Platten 33 bilden eine Traverse 30 und könnten alternativ auch miteinander verbunden
werden.
[0070] Jede der Platten 33 weist links und rechts oberhalb des aufgenommenen Presskörpers
6 jeweils einen Gelenkpunkt 31, 32 auf. In einem ersten der Gelenkpunkte 31 ist dem
äußeren Getriebeelement 21 zugewandt ein erster als Rollenplatte ausgebildeter Kipphebel
35 verschwenkbar aufgenommen. In einem zweiten der Gelenkpunkte 32 ist dem inneren
Getriebeelement 11 zugewandt ein zweiter als Rollenplatte ausgebildeter Kipphebel
36 verschwenkbar aufgenommen. Die insgesamt vier Kipphebel 35, 36, d.h. zwei Kipphebel
je Platte 33, weisen oberhalb des jeweils zugeordneten Gelenkpunktes 31, 32 jeweils
mindestens zwei Rollen 37 auf (Fig. 4). Die Rollen 37 jedes Kipphebels 35, 36 sind
derart angeordnet, um in ihrer Gesamtheit in eine der Nutkurven 12, 13, 22, 23 eingreifen
zu können. Dadurch ist eine gewisse Hebelwirkung mittels der Rollen 37 auf die Rollenplatte
35, 36 übertragbar.
[0071] Alternativ sind gemäß dem in den Figuren 5 und 6 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel
vier im Wesentlichen paarweise symmetrische Hebel als symmetrisch zueinander verschiebbare
zweite Getriebeelemente 81, 82 ausgebildet. Ein Paar Getriebeelemente 81, 82 auf einer
Seite der Traverse 30 weist einen ersten und einen zweiten Hebel auf. Die Getriebeelemente
81, 82 sind jeweils mittels eines Kurbelhebels 85, 86, der in einem Schwenkpunkt 87,
88 des jeweiligen Getriebeelements 81, 82 drehbar gelagert ist, mit jeweils einem
der Gelenkpunkte 31, 32 der Platte 33 verbunden.
[0072] Untere Enden der Getriebeelemente 81, 82 bewegen sich beim Verstellen des Getriebes
10' horizontal aufeinander zu bzw. voneinander weg, wobei die Schwenkpunkte 87, 88
in deren unteren Enden der Getriebeelemente 81, 82 angeordnet sind.
[0073] Der auf diese oder vergleichbare Weise in die Traverse 30 eingekoppelte Presskörper
6 ist mittels eines Schwingmechanismus 60 parallel zur Längsachse 3 des Rückens 2,
2' bewegbar. Auch ist eine einstückige Ausführungsform der Traverse mit einem integrierten
Presskörper vorstellbar. Der Schwingmechanismus 60 treibt den Presskörper 6 zum Abpressen
des Rückens 2, 2' entlang der Bewegungsbahn an.
[0074] Zur Verdeutlichung eines erfindungsgemäßen Verfahrens ist das erste Ausführungsbeispiel
in den Figuren 2 bis 4 während eines Abwälzens des Presskörpers 6 in Momentaufnahmen
dargestellt. Dabei zeigt die Figur 2 eine Ausgangsposition, in der der Presskörper
6 auf der Längsachse 3 des Rückens 2, 2' auf diesem aufsetzt. In Figur 3 ist der Presskörper
6 nach links, zur zweiten Seite 16 und in Figur 4 nach rechts, zu einer ersten Seite
15 des Buchblocks 1 ausgeschwungen.
[0075] Entsprechend Figur 4 wird der gemäss Figur 2 auf den Buchblock 1 aufgesetzte Presskörper
6 zum Abpressen des Buchblocks 1 in einem ersten Abschnitt einer der Bewegungsbahnen
zunächst von der Mitte des Rückens 2 nach außen zur ersten Seite 15 des Buchblocks
1 verfahren. Anschließend wird der Presskörper 6 auf der gleichen Bewegungsbahn zur
Mitte des Rückens 2 zurückgeführt, bevor er den Buchblock 1 wenigstens einem weiteren
Abschnitt einer der Bewegungsbahnen folgend von der Mitte nach außen zu einer der
ersten Seite 15 gegenüberliegenden zweiten Seite 16 abpresst (Figur 3).
[0076] Alternativ dazu wird der Presskörper 6 nach dem zur ersten Seite 15 des Buchblocks
1 erfolgten Abpressen zunächst vom Rücken 2 des Buchblocks 1 abgehoben und, ohne Kontakt
zum Rücken 2, einer weiteren Bewegungsbahn folgend zur Mitte des Rückens 2 bewegt,
dort erneut auf den Rücken 2 aufgesetzt und danach zum weiteren Abpressen des Buchblocks
1 zur zweiten Seite 16 eingesetzt. Dabei kann der Presskörper 6 auf seinem Weg von
zumindest einer der beiden Seiten 15, 16 des Buchblocks 1 zur Mitte des Rückens 2
auf einer Bewegungsbahn bewegt werden, welche gegenüber der Bewegungsbahn des Presskörpers
6 auf seinem Weg von der Mitte zu einer der beiden Seiten 15, 16 des Buchblocks 1
einen größeren Radius aufweist. Mit beiden beschriebenen Alternativlösungen können
Störungen eines bereits abgepressten Abschnitts des Rückens 2 vermieden werden. Natürlich
kann der Presskörper 6 auch auf einer Bahn zur Mitte des Rückens 2 bewegt werden,
welche einen gegenüber der Bewegungsbahn des zuvor erfolgten Abpressen geringeren
Radius aufweist, wodurch der Buchblock 1 vorteilhaft weiter abgepresst werden kann.
[0077] Sowohl das Abpressen eines dünnen Buchblocks 1' gemäss der Figuren 8 und 9 als auch
das Abpressen eines Buchblocks 1 mit einer Vorrichtung 5' gemäss der Figuren 5 und
6 erfolgt im Wesentlichen analog.
1. Verfahren zum Abpressen eines Buchblocks (1, 1'), der einen gerundeten Rücken (2,
2') und eine entlang des Rückens (2, 2') verlaufende Längsachse (3) aufweist, wobei
das Abpressen über den gerundeten Rücken (2, 2') mit den aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten
erfolgt:
• der Buchblock (1, 1') wird beidseitig in einem rückennahen Bereich (4) parallel
zur Längsachse (3) des gerundeten Rückens (2, 2') zwischen zwei Spannbacken (41) eingespannt,
• ein Presskörper (6) wird mindestens einmal gegen den gerundeten Rücken (2, 2') des
Buchblocks (1, 1') bewegt, dabei senkrecht zur Längsachse (3) sowie in der Mitte oder
mindestens annähernd in der Mitte des gerundeten Rückens (2, 2') auf diesem aufgesetzt
und nachfolgend mindestens über einen Abschnitt des Rückens (2, 2') bewegt, wobei
• der Presskörper (6) den Buchblock (1, 1') auf mindestens einer stufenlos vorwählbaren,
in einer senkrecht zur Längsachse (3) des Rückens (2, 2') aufgespannten Ebene liegenden
Bewegungsbahn, parallel zur Längsachse (3) über den Rücken (2, 2') abpresst, und wobei
• die Form der mindestens einen Bewegungsbahn des Presskörpers (6) durch ein variabel
ausgestaltetes Getriebe (10, 10') vorgegeben wird, wobei ein erster Aktuator (53)
nach einer Vorgabe stufenlos eine bestimmte Verstellung des Getriebes (10, 10') bewirkt,
bevor und/oder während der Presskörper (6) über den Rücken (2, 2') bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (10, 10') zum Bewegen des Presskörpers (6) mindestens zwei mittels des
ersten Aktuators (53) horizontal und symmetrisch zueinander verschiebbare erste Getriebeelemente
(11, 21) mit jeweils zwei Nutkurven (12, 13, 22, 23) oder mindestens zwei mittels
des ersten Aktuators (53) horizontal und symmetrisch aufeinander zu bzw. voneinander
weg bewegbare zweite Getriebeelemente (81, 82) mit jeweils einem in einem jeweiligen
Schwenkpunkt (87, 88) drehbar gelagerten Kurbelhebel (85, 86) aufweist, in denen der
Presskörper (6) mittels einer Traverse (30) gelagert ist, und dass mittels dieses
Getriebes (10, 10') die Bewegungsbahn vorgewählt wird, indem der erste Aktuator (53)
die ersten Getriebeelemente (11, 21) bzw. die zweiten Getriebeelemente (81, 82) horizontal
aufeinander zu oder voneinander weg bewegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) in einem ersten Abschnitt einer der Bewegungsbahnen zunächst
von der Mitte des Rückens (2, 2') nach außen zu einer ersten Seite (15) des Buchblocks
(1, 1') verfahren wird, der Presskörper (6) anschließend vom Rücken (2, 2') des Buchblocks
(1, 1') abgehoben und ohne Kontakt zum Rücken (2, 2') einer weiteren Bewegungsbahn
folgend, erneut zur Mitte des Rückens (2, 2') bewegt wird, der Presskörper (6) dort
erneut auf den Rücken (2, 2') des Buchblocks (1, 1') aufgesetzt wird und den Rücken
(2, 2') wenigstens einem weiteren Abschnitt einer der Bewegungsbahnen folgend von
der Mitte nach außen zu einer gegenüberliegenden, zweiten Seite (16) des Buchblocks
(1,1') abpresst.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) auf seinem Weg von zumindest einer der beiden Seiten (15, 16)
des Buchblocks (1, 1') zur Mitte des Rückens (2, 2') auf einer Bewegungsbahn bewegt
wird, welche einen gegenüber der Bewegungsbahn des Presskörpers (6) auf seinem Weg
von der Mitte zu einer der beiden Seiten (15, 16) des Buchblocks (1, 1') unterschiedlichen
Radius aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Bewegungsbahn des Presskörpers (6) mittels einer Steuereinheit
(54) bestimmt und mittels des ersten Aktuators (53) auf das Getriebe (10, 10') übertragen
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) mehrfach mindestens einen Abschnitt des Rückens (2, 2') abpresst.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Bewegungsbahn in Abhängigkeit von einem einzigen oder mehreren
der nachfolgend genannten Buchblockparameter bestimmt wird: die Dicke, das Material
oder die Art der Bindung des Buchblocks (1, 1') oder die Krümmung seines Rückens (2,
2').
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) während eines Abwälzens auf dem Rücken (2, 2') der zumindest
einen Bewegungsbahn folgend rotiert.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) während des Abpressens zur Realisierung einer Überlastsicherung
unabhängig von der vorgewählten Bewegungsbahn entgegen eines Widerstands des Rückens
(2, 2') bewegbar ist, sodass ein Überschreiten eines maximalen Pressdrucks durch ein
Ausweichen aus der Bewegungsbahn vermieden wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (10, 10') zum Aufsetzen und zum Abheben des Presskörpers (6) auf den
bzw. von dem Rücken (2, 2') gemeinsam mit dem Presskörper (6) in einem ortsfesten
Gestell (70) verschoben wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (30) nach der Relativbewegung der ersten Getriebeelemente (11, 21) die
Bewegungsbahn in den Nutkurven (12, 13, 22, 23) abfährt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (30) nach der Relativbewegung der zweiten Getriebeelemente (81, 82)
die Bewegungsbahn durch Verschwenken der Kurbelhebel (85, 86) gegenüber den zweiten
Getriebeelementen (81, 82) abfährt.
12. Vorrichtung zum Abpressen eines Buchblocks (1, 1'), der einen gerundeten Rücken (2,
2') und eine entlang des Rückens (2, 2') verlaufende Längsachse (3) aufweist,
• mit einer Spanneinrichtung (40), aufweisend zwei gegenüber einem ortsfesten Gestell
(70) in einer Klemmposition fixierbaren Spannbacken (41) zum beidseitigen Einspannen
des Buchblocks (1, 1') in einem rückennahen Bereich (4), wobei der Buchblock (1, 1')
zwischen den Spannbacken (41) mit seinem Rücken (2, 2') parallel zur Längsachse (3)
ausrichtbar ist,
• mit einer Presseinrichtung (7) zum vertikalen Bewegen eines Presskörpers (6) in
dem ortsfesten Gestell (70) senkrecht zur Längsachse (3) gegen den Rücken (2, 2'),
wobei der Presskörper (6) in der Mitte oder mindestens annähernd in der Mitte des
gerundeten Rückens (2, 2') auf diesem aufsetzbar ist sowie parallel zur Längsachse
(3) des Rückens (2, 2') ausgerichtet und einer stufenlos vorwählbaren Bewegungsbahn
folgend, die in einer senkrecht zur Längsachse (3) aufgespannten Ebene liegt, etwa
parallel zu dem gerundeten Rücken (2, 2') bewegbar in der Presseinrichtung (7) aufgenommen
ist, wobei die Presseinrichtung (7) ein mittels eines ersten Aktuators (53) variables
Getriebe (10, 10') aufweist, mit dem die Form der Bewegungsbahn des Presskörpers (6)
vorgebbar ist, wobei der erste Aktuator (53) nach einer Vorgabe stufenlos eine bestimmte
Verstellung des Getriebes (10, 10') bewirkt, bevor und/oder während der Presskörper
(6) über den Rücken (2, 2') bewegt wird
dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (10, 10') zwei durch den ersten Aktuator (53) in horizontaler Bewegungsrichtung
(25) und symmetrisch zueinander verstellbare erste oder zweite Getriebeelemente (11,
21; 81, 82) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper eine ebene Pressfläche aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) eine konvex ausgebildete Pressfläche (8) aufweist und insbesondere
als Teil- oder Vollzylinder ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (10, 10') gemeinsam mit dem Presskörper (6) in der Presseinrichtung
(7) angeordnet und die Presseinrichtung (7) vertikal verschiebbar im ortsfesten Gestell
(70) gelagert ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (10) ein inneres und ein äußeres, insbesondere als horizontal verschiebbare
Wagen ausgebildetes Getriebeelement (21) aufweist, wobei das innere Getriebeelement
(11) entlang der Längsachse (3) des Rückens (2, 2') gesehen wenigstens teilweise innerhalb
des äußeren Getriebeelements (21) angeordnet ist, und dass jedes erste Getriebeelement
(11, 21) auf in Richtung der Längsachse (3) gegenüberliegenden Seiten jeweils wenigstens
eine Nutkurve (12, 13, 22, 23) aufweist, in die der Presskörper (6) mittels einer
Traverse (30) einkoppelbar ist, sodass der Presskörper (6) parallel zum Rücken (2,
2') bewegbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Getriebeelemente (81, 82) des Getriebes (10') mit jeweils wenigstens
einen Schwenkpunkt (87, 88) ausgebildet und horizontal aufeinander zu bzw. voneinander
weg bewegbar sind, wobei in den Schwenkpunkten (87, 88) jeweils ein Kurbelhebel (85,
86) drehbar gelagert ist und wobei in die Kurbelhebel (85, 86) eine parallel zur Längsachse
(3) des Rückens (2, 2') ausgerichtete, mit dem Presskörper (6) verbundene Traverse
(30) einkoppelbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (30) und der Presskörper (6) einstückig ausgeführt sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) eine Achse (19) aufweist und jeweils an beiden Stirnseiten um
seine Achse (19) rotierbar in der Traverse (30) gelagert ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (30) mindestens aus beidseits des Presskörpers (6) den Presskörper (6)
lagernden Platten (33) besteht und die jeweilige Platte (33) in Achsrichtung des Presskörpers
(6) gesehen beidseits des Presskörpers (6) außerhalb des Zentrums des Presskörpers
(6) jeweils wenigstens zwei Gelenkpunkte (31, 32) aufweist, in denen jeweils entweder
ein in jeweils einer der Nutkurven (12, 13, 22, 23) geführter Kipphebel (35, 36) oder
einer der Kurbelhebel (85, 86) beweglich aufgenommen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Kipphebel (35, 36) als eine Rollenplatte mit Rollen (37) ausgeführt ist, die
in die Nutkurven (12, 13, 22, 23) eingreifen.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass als erster Aktuator (53) ein Antrieb vorgesehen ist, der mittels eines einzigen horizontalen,
insbesondere als Spindel ausgebildeten Stellelements (50) auf das Getriebe (10, 10')
einwirkbar ausgebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Presskörper (6) über einen Schwingmechanismus (60) zum Abpressen des Rückens
(2, 2') entlang der Bewegungsbahn antreibbar ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Presseinrichtung (7) und das Gestell (70) eine Überlasteinheit (72)
gekoppelt ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlasteinheit (72) ein Federpaket (77) aufweist, das in beiden horizontalen
Richtungen parallel zur Bewegungsrichtung (25) auf die Presseinrichtung (7) einwirkbar
ausgebildet ist.
26. Buchfertigungsstraße mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 25.
1. Method for pressing a book block (1, 1'), which has a rounded back (2, 2') and a longitudinal
axis (3) running along the back (2, 2'), in which pressing is carried out over the
rounded back (2, 2') with the following process steps one after the other:
• the book block (1, 1') is clamped between two gripping jaws (41) on both sides in
an area near the back (4) parallel to the longitudinal axis (3) of the rounded back
(2, 2'),
• a pressing body (6) is moved at least once against the rounded back (2, 2') of the
book block (1, 1'), in which it is put on this perpendicular to the longitudinal axis
(3) and in the middle or at least near the middle of the rounded back (2, 2') and
then moved at least over a section of the back, in which
• the pressing body (6) presses the book block (1, 1') over the back (2, 2') parallel
to the longitudinal axis (3) on at least one continuous movement path that may be
preselected, lying in a plane perpendicular to the longitudinal axis (3) of the back
(2, 2'), and in which
• the form of the at least one movement path of the pressing body (6) is preset through
a gear (10, 10') that is made variable, in which after presetting a first actuator
(53) produces a certain adjustment of the gear (10, 10') continuously before and/or
whilst the pressing body (6) is moved over the back (2, 2'),
characterised in that to move the pressing body (6) the gear (10, 10') has at least two first gear elements
(11,21) that may be moved horizontally and symmetrically to each other by means of
a first actuator (53), each with two cams with grooves (12, 13, 22, 23) or at least
two second gear elements (81, 82) that may be moved horizontally and symmetrically
towards each other or away from each other by means of the first actuator (53), each
with a crank lever (85, 86) mounted in a pivot point (87, 88) so that it may turn,
in which the pressing body (6) is mounted by means of a crossbar (30), and that by
means of this gear (10,10') the movement path is preselected, in which the first actuator
(53) moves the first gear elements (11, 21) or the second gear elements (81, 82) horizontally
towards each other or away from each other.
2. Method according to claim 1, characterised in that first the pressing body (6) is moved from the middle of the back (2, 2') outwards
to a first side (15) of the book block (1, 1') in a first section of one of the movement
paths, then the pressing body (6) is lifted off the back (2, 2') of the book block
(1, 1') and is moved to the middle of the back (2, 2') again without contact with
the back (2, 2') following a further movement path, there the pressing body (6) is
put on the back (2, 2') of the book block (1, 1') again and presses the back (2, 2')
from the middle outwards to a second opposite side (16) of the book block (1,1') at
least following a further section of one of the movement paths.
3. Method according to claim 2, characterised in that on its way from at least one of both sides (15, 16) of the book block (1, 1') to
the middle of the back (2, 2') the pressing body (6) is moved on a movement path,
which has a different radius compared with the movement path of the pressing body
(6) on its way from the middle to one of both sides (15, 16) of the book block (1,
1').
4. Method according to claim 2 or 3, characterised in that the at least one movement path of the pressing body (6) is determined by means of
a control unit (54) and transferred to the gear (10, 10') by means of the first actuator
(53).
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the pressing body (6) presses at least a section of the back (2, 2') several times.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the at least one movement path is determined depending on a single one or several
of the book block parameters indicated below: thickness, material or type of binding
of the book block (1, 1 ') or the curve of its back (2, 2').
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that whilst rolling on the back (2, 2') the pressing body (6) rotates following the at
least one movement path.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that whilst pressing the pressing body (6) may be moved against a resistance of the back
(2, 2') to produce overload protection irrespective of the preselected movement path
so that exceeding a maximum pressure through deflecting from the movement path is
avoided.
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in that the gear (10, 10') is moved together with the pressing body (6) in a fixed frame
(70) to put the pressing body (6) on or lift it off the back (2, 2').
10. Method according to one of claims 1 to 9, characterised in that after the relative movement of the first gear elements (11, 21) the crossbar (30)
travels along the movement path in the cams with grooves (12, 13, 22, 23).
11. Method according to one of claims 1 to 9, characterised in that after the relative movement of the second gear elements (81, 82) the crossbar (30)
travels along the movement path by pivoting the crank lever (85, 86) opposite the
second gear elements (81, 82).
12. Device for pressing a book block (1, 1'), which has a rounded back (2, 2') and a longitudinal
axis (3) running along the back (2, 2'),
• with a clamping device (40) that has two gripping jaws (41) that may be fixed in
a clamping position opposite a fixed frame (70) to clamp the book block (1, 1') on
both sides in an area near the back (4), in which the book block (1, 1') may be lined
up between the gripping jaws (41) with its back (2, 2') parallel to the longitudinal
axis (3).
• with a pressing device (7) to move a pressing body (6) vertically against the back
(2, 2') in the fixed frame (70) perpendicular to the longitudinal axis (3), in which
the pressing body (6) may be put on this in the middle or at least near the middle
of the rounded back (2, 2') and is lined up parallel to the longitudinal axis (3)
of the back (2, 2') and accommodated in the pressing device (7) so that it may be
moved more or less parallel to the rounded back (2, 2') following a continuous movement
path that may be preselected, which lies in a plane perpendicular to the longitudinal
axis (3), in which the pressing device (7) has a gear (10, 10') that is variable by
means of a first actuator (53), with which the form of the movement path of the pressing
body (6) may be preset, in which after presetting the first actuator (53) produces
a certain adjustment of the gear (10,10') before and/or whilst the pressing body (6)
is moved over the back (2, 2'),
characterised in that the gear (10, 10') has two first or second gear elements (11, 21; 81, 82) that may
be adjusted symmetrically to each other in the horizontal direction of movement (25)
through the first actuator (53).
13. Device according to claim 12, characterised in that the pressing body has a flat pressing area.
14. Device according to claim 12, characterised in that the pressing body (6) has a pressing surface (8) that is made convex and is made
as a part or full cylinder in particular.
15. Device according to one of claims 12 to 14, characterised in that the gear (10, 10') is arranged together with the pressing body (6) in the pressing
device (7) and the pressing device (7) is mounted in the fixed frame (70) so that
it may be moved vertically.
16. Device according to one of claims 12 to 15, characterised in that the gear (10) has an inner and an outer gear element (21) made as a carriage that
may be moved horizontally in particular, in which when seen along the longitudinal
axis (3) of the back (2, 2') the inner gear element (11) is arranged at least partly
inside the outer gear element (21), and that each first gear element (11, 21) has
at least one cam with grooves (12, 13, 22, 23) on opposite sides in the direction
of the longitudinal axis (3), into which the pressing body (6) may be coupled by means
of the crossbar (30), so that the pressing body (6) may be moved parallel to the back
(2, 2').
17. Device according to one of claims 12 to 15, characterised in that the second gear elements (81, 82) of the gear (10') are made each with at least one
pivot point (87, 88) and may be moved horizontally towards each other or away from
each other, in which a crank lever (85, 86) is mounted in the pivot points (87, 88)
so that it may turn and in which a crossbar (30) lined up parallel to the longitudinal
axis (3) of the back (2, 2'), connected to the pressing body (6), may be coupled into
the crank lever (85, 86).
18. Device according to one of claims 16 or 17, characterised in that the crossbar (30) and the pressing body (6) are made in one piece.
19. Device according to one of claims 16 or 17, characterised in that the pressing body (6) has a shaft (19) and is mounted in the crossbar (30) so that
it may rotate around its axis (19) on both fronts.
20. Device according to one of claims 16 to 19, characterised in that the crossbar (30) consists of at least plates (33) mounting the pressing body (6)
on both sides of the pressing body (6) and when seen in the axial direction of the
pressing body (6) the plate (33) has at least two points of articulation (31, 32)
outside the centre of the pressing body (6) on both sides of the pressing body (6),
in which either a tilting lever (35, 36) made in one of the cams with grooves (12,
13, 22, 23) or one of the crank levers (85, 86) is accommodated so that it may move.
21. Device according to claim 20, characterised in that the tilting lever (35, 36) is made as a roll plate with rollers (37), which engage
in the cams with grooves (12, 13, 22, 23).
22. Device according to one of claims 12 to 21, characterised in that a drive is provided as a first actuator (53), which is made so that it may have an
effect on the gear (10, 10') by means of a single horizontal adjustment element (50)
that is made as a spindle in particular.
23. Device according to one of claims 12 to 22, characterised in that the pressing body (6) may be driven along the movement path through a rocker mechanism
(60) to press the back (2, 2').
24. Device according to one of claims 12 to 23, characterised in that an overload unit (72) is coupled between the pressing device (7) and the stand (70).
25. Device according to claim 24, characterised in that the overload unit (72) has a spring package (77), which is made so that it may have
an effect on the pressing device (7) in both horizontal directions parallel to the
direction of movement (25).
26. Book production line with a device according to one of claims 12 to 25.
1. Procédé pour presser un corps d'ouvrage ou de livre (1, 1') qui présente un dos arrondi
(2, 2') et un axe longitudinal (3) s'étendant le long du dos (2, 2'), sachant que
le pressage s'effectue sur le dos arrondi (2, 2') par les étapes successives suivantes
:
- on serre le corps d'ouvrage ou de livre (1, 1') de part et d'autre, entre deux mors
de serrage (41), dans une région (4) proche du dos parallèlement à l'axe longitudinal
(3) du dos arrondi (2, 2'),
- on déplace un élément presseur (6) au moins une fois en direction du dos arrondi
(2, 2') du corps d'ouvrage ou de livre (1, 1'), et ce faisant on l'applique contre
le dos arrondi (2, 2') perpendiculairement à l'axe longitudinal (3) et au milieu ou
au moins environ au milieu du dos arrondi (2, 2'), puis on le déplace au moins sur
une partie du dos (2, 2'),
- sachant que l'élément presseur (6) presse le corps d'ouvrage ou de livre (1, 1')
parallèlement à l'axe longitudinal (3) sur le dos (2, 2'), sur au moins une trajectoire
de déplacement pouvant être présélectionnée en continu et se trouvant dans un plan
sous-tendu perpendiculairement à l'axe longitudinal (3) du dos (2, 2),
- et sachant que la forme de la trajectoire de déplacement au moins unique de l'élément
presseur (6) est prescrite par une transmission (10, 10') réalisée variable, sachant
qu'un premier actionneur (53) produit, à la suite d'une prescription, en continu un
réglage donné de la transmission (10, 10'), avant et/ou pendant le déplacement de
l'élément presseur (6) sur le dos (2, 2'),
caractérisé en ce que la transmission (10, 10') présente, afin de déplacer l'élément presseur (6), au moins
deux premiers éléments de transmission (11, 21) pouvant être déplacés en translation
horizontalement et symétriquement l'un par rapport à l'autre au moyen du premier actionneur
(53) et pourvus chacun de deux cames à rainure (12, 13, 22, 23), ou au moins deux
deuxièmes éléments de transmission (81, 82) pouvant être rapprochés et éloignés l'un
de l'autre horizontalement et symétriquement au moyen du premier actionneur (53) et
pourvus chacun d'un bras de manivelle (85, 86) monté à rotation autour d'un point
de pivotement respectif (87, 88), éléments sur lesquels l'élément presseur (6) est
monté au moyen d'une traverse (30), et en ce que, au moyen de cette transmission (10, 10'), la trajectoire de déplacement est présélectionnée
par le fait que le premier actionneur (53) rapproche ou éloigne horizontalement l'un
de l'autre les premiers éléments de transmission (11, 21) ou respectivement les deuxièmes
éléments de transmission (81, 82).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément presseur (6), dans une première partie d'une des trajectoires de déplacement,
est d'abord déplacé depuis le milieu du dos (2, 2') vers l'extérieur en direction
d'un premier côté (15) du corps d'ouvrage ou de livre (1, 1'), en ce que l'élément presseur (6) est ensuite relevé à l'écart du dos (2, 2') du corps d'ouvrage
ou de livre (1, 1') et, en suivant une autre trajectoire de déplacement sans contact
avec le dos (2, 2'), est à nouveau déplacé vers le milieu du dos (2, 2'), et en ce que l'élément presseur (6) y est à nouveau appliqué contre le dos (2, 2') du corps d'ouvrage
ou de livre (1, 1') et, en suivant au moins une autre partie d'une des trajectoires
de déplacement, presse le dos (2, 2') depuis le milieu vers l'extérieur en direction
d'un deuxième côté, opposé (16) du corps d'ouvrage ou de livre (1, 1').
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément presseur (6), sur son parcours depuis au moins un des deux côtés (15, 16)
du corps d'ouvrage ou de livre (1, 1') en direction du milieu du dos (2, 2'), est
déplacé sur une trajectoire de déplacement qui présente un rayon différent de la trajectoire
de déplacement de l'élément presseur (6) sur son parcours depuis le milieu vers un
des deux côtés (15, 16) du corps d'ouvrage ou de livre (1, 1').
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la trajectoire de déplacement au moins unique de l'élément presseur (6) est déterminée
au moyen d'une unité de commande (54) et transmise à la transmission (10, 10') au
moyen du premier actionneur (53).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément presseur (6) presse plusieurs fois au moins une partie ou portion du dos
(2, 2').
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la trajectoire de déplacement au moins unique est déterminée en fonction d'un seul
ou de plusieurs des paramètres de corps d'ouvrage ou de livre mentionnés ci-après
: l'épaisseur, le matériau ou le type de reliure du corps d'ouvrage ou de livre (1,
1') ou la courbure de son dos (2, 2').
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément presseur (6) tourne tandis qu'il roule sur le dos (2, 2') en suivant la
trajectoire de déplacement au moins unique.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, pendant le pressage, afin de réaliser une protection contre la surcharge, l'élément
presseur (6) peut être déplacé indépendamment de la trajectoire de déplacement présélectionnée
à l'encontre d'une résistance du dos (2, 2'), de sorte qu'on évite de dépasser une
force maximale de pressage en déviant de la trajectoire de déplacement.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la transmission (10, 10'), afin d'appliquer l'élément presseur (6) contre le dos
(2, 2') ou de le relever à l'écart de ce dernier, est déplacée conjointement avec
l'élément presseur (6) dans un bâti stationnaire (70).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la traverse (30), à la suite du mouvement relatif des premiers éléments de transmission
(11, 21), parcourt la trajectoire de déplacement dans les cames à rainure (12, 13,
22, 23).
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la traverse (30), à la suite du mouvement relatif des deuxièmes éléments de transmission
(81, 82), parcourt la trajectoire de déplacement par pivotement des bras de manivelle
(85, 86) par rapport aux deuxièmes éléments de transmission (81, 82).
12. Dispositif pour presser un corps d'ouvrage ou de livre (1, 1') qui présente un dos
arrondi (2, 2') et un axe longitudinal (3) s'étendant le long du dos (2, 2'),
- avec un dispositif de serrage (40), présentant deux mors de serrage (41) pouvant
être immobilisés dans une position de serrage par rapport à un bâti stationnaire (70)
et destinés à serrer de part et d'autre le corps d'ouvrage ou de livre (1, l') dans
une région (4) proche du dos, sachant que le corps d'ouvrage ou de livre (1, 1') peut
être orienté entre les mors de serrage (41) avec son dos (2, 2') parallèle à l'axe
longitudinal (3),
- avec un dispositif de pressage (7) pour déplacer verticalement un élément presseur
(6) dans un bâti stationnaire (70) perpendiculairement à l'axe longitudinal (3) en
direction du dos (2, 2'), sachant que l'élément presseur (6) peut être appliqué contre
le dos arrondi (2, 2') au milieu ou au moins environ au milieu de ce dernier et est
reçu dans le dispositif de pressage (7) à déplacement environ parallèlement au dos
arrondi (2, 2'), en étant orienté parallèlement à l'axe longitudinal (3) du dos (2,
2') et en suivant une trajectoire de déplacement pouvant être présélectionnée en continu
et se trouvant dans un plan sous-tendu perpendiculairement à l'axe longitudinal (3),
sachant que le dispositif de pressage (7) présente une transmission (10, 10') variable
au moyen d'un premier actionneur (53), avec laquelle la forme de la trajectoire de
déplacement de l'élément presseur (6) peut être prescrite, sachant que le premier
actionneur (53) produit, à la suite d'une prescription, en continu un réglage donné
de la transmission (10, 10'), avant et/ou pendant le déplacement de l'élément presseur
(6) sur le dos (2, 2'),
caractérisé en ce que la transmission (10, 10') présente deux premiers ou deuxièmes éléments de transmission
(11, 21 ; 81, 82), pouvant être déplacés par le premier actionneur (53) dans une direction
de déplacement horizontale (25) et symétriquement l'un par rapport à l'autre.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'élément presseur présente une surface de pressage plane.
14. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'élément presseur (6) présente une surface de pressage (8) réalisée convexe et est
notamment réalisé sous forme de cylindre partiel ou complet.
15. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que la transmission (10, 10') est disposée conjointement avec l'élément presseur (6)
dans le dispositif de pressage (7), et le dispositif de pressage (7) est monté à translation
verticale dans le bâti stationnaire (70).
16. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que la transmission (10) présente un élément de transmission intérieur et un élément
de transmission extérieur (21), réalisé notamment sous forme de chariot à translation
horizontale, sachant que l'élément de transmission intérieur (11) est disposé, considéré
le long de l'axe longitudinal (3) du dos (2, 2'), au moins partiellement à l'intérieur
de l'élément de transmission extérieur (21), et en ce que chaque premier élément de transmission (11,21) présente respectivement, sur des côtés
opposés dans la direction de l'axe longitudinal (3), au moins une came à rainure (12,
13, 22, 23) dans laquelle l'élément presseur (6) peut être accouplé au moyen d'une
traverse (30), de sorte que l'élément presseur (6) peut être déplacé parallèlement
au dos (2, 2').
17. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que les deuxièmes éléments de transmission (81, 82) de la transmission (10') sont réalisés
avec chacun au moins un point de pivotement (87, 88) et peuvent être rapprochés ou
éloignés horizontalement l'un de l'autre, sachant qu'un bras de manivelle (85, 86)
est respectivement monté à rotation autour des points de pivotement (87, 88) et sachant
qu'une traverse (30), reliée à l'élément presseur (6) et orientée parallèlement à
l'axe longitudinal (3) du dos (2, 2'), peut être accouplée dans les bras de manivelle
(85, 86).
18. Dispositif selon l'une des revendications 16 ou 17, caractérisé en ce que la traverse (30) et l'élément presseur (6) sont réalisés d'un seul tenant.
19. Dispositif selon l'une des revendications 16 ou 17, caractérisé en ce que l'élément presseur (6) présente un axe (19) et est monté dans la traverse (30) à
rotation autour de son axe (19) respectivement sur les deux côtés frontaux.
20. Dispositif selon l'une des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que la traverse (30) est au moins constituée de plaques (33) recevant l'élément presseur
(6) de part et d'autre de l'élément presseur (6), et la plaque respective (33) présente,
considéré dans la direction axiale de l'élément presseur (6), de part et d'autre de
l'élément presseur (6) et à l'extérieur du centre de l'élément presseur (6), respectivement
au moins deux points d'articulation (31, 32) dans lesquels est respectivement reçu
à déplacement soit un des bras de manivelle (85, 86), soit un levier basculant (35,
36) guidé dans une came à rainure respective (12, 13, 22, 23).
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le levier basculant (35, 36) est réalisé sous la forme d'une plaque à roulettes avec
des roulettes (37) qui s'engagent dans les cames à rainure (12, 13, 22, 23).
22. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 21, caractérisé en ce qu'il est prévu comme premier actionneur (53) un entraînement qui est réalisé pour pouvoir
agir sur la transmission (10, 10') au moyen d'un unique élément de commande horizontal
(50), réalisé notamment sous forme de broche.
23. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 22, caractérisé en ce que l'élément presseur (6) peut être entraîné le long de la trajectoire de déplacement
pour presser le dos (2, 2') au moyen d'un mécanisme oscillant (60).
24. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 23, caractérisé en ce qu'une unité de surcharge (72) est accouplée entre le dispositif de pressage (7) et le
bâti (70).
25. Dispositif selon la revendication 24, caractérisé en ce que l'unité de surcharge (72) présente un groupe de ressorts (77) qui est conçu pour
agir sur le dispositif de pressage (7) dans les deux directions horizontales parallèlement
à la direction de déplacement (25).
26. Chaîne de fabrication de livres avec un dispositif selon l'une des revendications
12 à 25.
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