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EP 2 466 026 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.2018 Patentblatt 2018/05 |
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Anmeldetag: 15.12.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mauer- oder Schalungsstein
Wall or cladding stone
Pierre de mur ou de coffrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.12.2010 DE 202010016636 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.06.2012 Patentblatt 2012/25 |
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Patentinhaber: Fischer, Karl |
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78464 Konstanz (DE) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Karl
78464 Konstanz (DE)
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Vertreter: Daub, Thomas |
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Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Daub
Bahnhofstrasse 5 88662 Überlingen 88662 Überlingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 1 609 640 DE-A1- 19 801 644 LU-A- 49 639 US-A- 1 649 367
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DE-A1- 4 409 271 DE-U1- 29 609 385 US-A- 1 544 577 US-A- 1 969 402
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mauer- oder Schalungsstein nach dem Oberbegriff
des Schutzanspruchs 1 zur Herstellung von Mauersteinwänden, insbesondere von Außen-
oder Innenecken einer Mauerrandstruktur.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Mauer- oder Schalungssteine bekannt, die eine rechteckige
Grundform aufweisen. Insbesondere zur Ausbildung von Innen- und Außenecken einer Mauerrandstruktur
ist es deshalb regelmäßig erforderlich, die vorbekannten Mauer- oder Schalungssteine
durch nachträgliche Bearbeitung, insbesondere vor Ort auf der Baustelle, in eine andere
Grundform zu bringen, was zeitaufwändig und ästhetisch oftmals unansprechend ist und
außerdem ein erhebliches Maß an Ausschuss bzw. Abfall produziert.
[0003] Die Druckschrift
LU 49 639 A zeigt einen Mauer- oder Schalungsstein gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Form
eines Hohlblocksteins mit Hohlräumen und Schlitzen zur Trennung des Hohlblocksteins
in Hälften.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mauer- oder Schalungsstein der eingangs
genannten Art dahingehend weiter zu entwickeln, dass unter Vermeidung der vorstehend
genannten Nachteile eine in der Praxis einfachere und flexiblere Handhabung des Mauer-
oder Schalungssteins ermöglicht wird. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen
Mauer- oder Schalungsstein mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Schalungssteins sind Gegenstand von Unteransprüchen, deren Wortlaut
hiermit durch ausdrückliche Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen wird, um unnötige
Textwiederholungen zu vermeiden. Die herausragende Eigenschaft des erfindungsgemäßen
Mauer- oder Schalungssteins, welcher in einem beliebigen geeigneten Material ausgebildet
sein kann, ist die quadratische oder annähernd quadratische Grundform. Diese quadratische
oder annähernd quadratische Grundform als gewählte Grundstruktur ermöglicht jegliche
Ausbildung von Mauersteinwänden, ganz besonders auch die Ausbildung von Innen- und
Außenecken einer Mauerrandstruktur. Durch die quadratische oder annähernd quadratische
Form ist ferner eine Anwendbarkeit der erfindungsgemäßen Mauersteine oder Schalungssteine
in jeder Richtung gegeben. Der Mauer- oder Schalungsstein zeichnet sich aus durch
eine parallel zu zwei einander gegenüberliegenden Außenwandungen des Mauer- oder Schalungssteins
angeordnete Sollbruchebene, welche eine Halbteilung des Mauer- oder Schalungssteins
ermöglicht. Durch die Möglichkeit der halben Teilung der Mauersteine oder Schalungssteine
ergibt sich bei entsprechender Verarbeitung ein so genannter Kreuzverband der Mauersteinwände.
Auch lässt sich damit die notwendige vertikal übereinander liegende Schichtung voll
gewährleisten. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Mauer- oder Schalungssteins
ist die beidseitige so genannte harte Außen- und Innenschale der Mauersteinwände.
Hierzu ist vorgesehen, dass der Mauer- oder Schalungsstein eine die Sollbruchebene
enthaltende Zwischenwand aufweist, welche wenigstens etwa die doppelte Wandstärke
aufweist wie die Außenwandungen des Mauer- oder Schalungssteins und welche eine Anzahl
im Wesentlichen mittig angeordneter Durchbrüche aufweist, die sich parallel zu der
Sollbruchebene erstrecken, um den Mauer- oder Schalungsstein entlang der Sollbruchebene
teilbar zu machen. Die Mauersteinwände sind als so genannte Schalungssteinwände zu
verstehen, das heißt, dass die statischen Funktionen durch eine Füllung von Kammern
des Mauer- oder Schalungssteins mit Beton, Leichtbeton oder sonstigen tragfähigen
Materialien erfüllt werden. Hierzu ist wenigstens eine Füllöffnung in dem Mauer- oder
Schalungsstein vorgesehen, die entsprechend füllbar ist. Es ist wenigstens eine erste
Füllöffnung und wenigstens eine zweite Füllöffnung in dem Mauer- oder Schalungsstein
vorgesehen, wobei die erste Füllöffnung mit einem Dämmmaterial zur Wärme- und/oder
Schalldämmung füllbar oder gefüllt ist. Höchst vorzugsweise dient die zweite Füllöffnung
zum Einfüllen des tragfähigen Materiales. Aufgrund der möglichen exakt übereinander
liegenden vertikalen Schichtung der Mauer- oder Schalungssteine werden unter anderem
auch die statischen Forderungen an die Tragfähigkeit sowie die bauphysikalischen Kriterien
an eine qualitätsvolle Mauersteinwand voll gewährleistet, da die Füllung mit tragfähigem
Material vertikal im Wesentlichen durchlaufend erfolgen kann. Die bauphysikalischen
Forderungen werden weiterhin durch die eingebrachte bzw. einbringbare Dämmung in der
entsprechenden Stärke und Güte erfüllt bzw. gewährleistet. Ein zwischen der ersten
Füllöffnung und der zweiten Füllöffnung verlaufender Steg weist eine Dicke auf, die
maximal 80 Prozent der Wandstärke der Außenwandungen beträgt. Es kann insbesondere
ein großes Füllvolumen erreicht werden. Die quadratische oder annähernd quadratische
Grundform des Mauer- oder Schalungssteins sollte vorzugsweise dem metrischen Maß-System
entsprechen, wobei jedoch auch jedes andere Maß für die Größe gewählt werden kann.
Die Höhe der Mauersteine oder Schalungssteine kann im Wesentlichen frei und unabhängig
davon gewählt werden. Durch die entsprechende Wahl der quadratischen oder annähernd
quadratischen Grundform des Mauersteines oder Schalungssteines lassen sich unter anderem
die statischen und auch die bauphysikalischen Forderungen an eine qualitätsvolle Ausführung
der Mauerwand voll erfüllen.
[0005] Ferner wird zumindest ein zumindest teilweise innerhalb einer Außenwandung angeordnetes
Isolierelement, das zu einer Umleitung eines Wärmeflusses vorgesehen ist, vorgeschlagen.
Unter einem "Isolierelement" soll insbesondere ein Element verstanden werden, das
einen höheren Wärmeleitungswiderstand aufweist als an das Element angrenzende Wandbereiche
des Mauer- oder Schalungssteins. Das Isolierelement kann insbesondere von einer Ausnehmung
gebildet sein, die mit einem Isoliermaterial, insbesondere Luft, gefüllt ist. Grundsätzlich
sind auch andere Isoliermaterialien, beispielsweise ein Schaumstoff, denkbar. Insbesondere
weist die Ausnehmung ein Volumen auf, das zumindest 10-mal, vorteilhaft zumindest
50-mal und vorzugsweise zumindest 100-mal so groß ist wie ein maximales Volumen einer
Pore eines Materials der Außenwandung. Unter "zumindest teilweise innerhalb einer
Außenwandung angeordnet" soll insbesondere verstanden werden, dass das Isolierelement
zumindest einen Teilbereich aufweist, der auf zumindest zwei Seiten von einer der
Außenwandungen begrenzt wird. Es kann insbesondere eine hohe Isolierwirkung des Mauer-
oder Schalungssteins erreicht werden.
[0006] Ferner wird ein Verfahren zur Herstellung von Innen- und Außenecken einer Mauerwandstruktur
mit erfindungsgemäßen Mauer- oder Schalungssteinen, bei dem der Mauer- oder Schalungsstein,
der in einem Eckbereich einer Innen- oder Außenecke angeordnet wird, als ein Halbstein
oder als ein Eckstein ausgebildet ist. Unter einem "Halbstein" soll insbesondere eine
Hälfte eines entlang der Sollbruchebene geteilten Mauer- oder Schalungssteins verstanden
werden. Unter einem "Eckstein" soll insbesondere ein Mauer- oder Schalungsstein verstanden
werden, bei dem eine Anzahl von mit Dämmmaterial gefüllten Füllöffnungen von einer
Anzahl von mit tragfähigem Material gefüllten Füllöffnungen abweicht. Es können insbesondere
Innen- und Außenecken der Mauerwandstruktur mit hohen Isolier- und/oder Tragfähigkeitseigenschaften
erreicht werden.
[0007] Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. In den
Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen, ohne den Schutzbereich der Patentansprüche
zu verlassen.
[0008] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Mauer- oder Schalungsstein in einer Draufsicht und
- Fig. 2
- eine zur Ausbildung eines Innenecks einer Mauerwandstruktur verlegte Reihe von Mauer-
oder Schalungssteinen.
[0009] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Mauer- oder Schalungsstein in der Grundform
in Form einer Draufsicht. Der Mauer- oder Schalungsstein ist in seiner Gesamtheit
mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet und kann ohne Beschränkung in einem Ziegelmaterial
ausgebildet sein. Er weist in der Grundform eine im Wesentlichen quadratische Grundfläche
auf, welche durch Außenwandungen 2a bis 2d des Mauer- oder Schalungssteins 1 definiert
ist. Bezugszeichen SBE bezeichnet eine Sollbruchebene zur Halbteilung des gezeigten
Mauer- oder Schalungssteins 1. Zu diesem Zweck weist der Mauer- oder Schalungsstein
1 eine die Sollbruchebene SBE enthaltene Zwischenwand 3 auf, welche wenigstens etwa
die doppelte Wandstärke aufweist wie die einzelnen Außenwandungen 2a bis 2d des Mauer-
oder Schalungssteins 1. Im Innern der Zwischenwand 3 sind Durchbrüche 3' angeordnet,
welche sich jeweils parallel zu der Sollbruchebene SBE erstrecken, um eine einfache
Teilung des Mauer- oder Schalungssteins 1 an der Sollbruchebene zu ermöglichen. Für
die beiden resultierenden Halbsteine 1' ergibt sich dann im Bereich der Sollbruchebene
SBE eine Wandstärke der neu entstandenen Außenwand 3", welche im Wesentlichen etwa
an der Wandstärke der Außenwandungen 2a bis 2d entspricht. Beiderseits der Sollbruchebene
SBE ist jeweils eine erste Füllöffnung 5 sowie eine zweite Füllöffnung 4 vorgesehen,
welche durch einen (Quer-) Steg 6 voneinander getrennt sind. Der Quersteg 6 ist im
Vergleich zu den Außenwandungen 2a bis 2d des Mauer- oder Schalungssteins 1 relativ
dünn ausgebildet. Der Quersteg 6 weist eine Dicke auf, die 25 Prozent der Wandstärke
der Außenwandungen 2a bis 2d beträgt. Wie anhand der in der Figur 1 eingezeichneten
Mittellinie ML leicht ersichtlich ist, sind die ersten Füllöffnungen 5 querschnittsmäßig
größer als die zweiten Füllöffnungen 4. In die ersten Füllöffnungen 5 ist vorliegend
ein geeignetes Schall- und/oder Wärmedämmmaterial 5' bereits eingebracht. Es ist jedoch
grundsätzlich auch möglich, das Dämmmaterial 5' erst nach Erstellung des Mauerwerks
und dann durch mehrere, vertikal exakt übereinander angeordnete Mauer- oder Schalungssteine
1 hindurch einzubringen. Die zweite Füllöffnung 4 dient für die Füllung mit einem
tragfähigen Material, wie Beton oder dergleichen, um die statischen Anforderungen
an die Tragfähigkeit eines mit dem Mauer- oder Schalungsstein t hergestellten Mauerwerks
sicherzustellen. Grundsätzlich sind die Abmessungen des Mauer- oder Schalungssteins
1 in der Grundfläche, das heißt die Länge der Außenwandungen 2a bis 2d frei wählbar.
Gleiches gilt für die Höhe des vorgeschlagenen Mauer- oder Schalungssteins 1, welche
sich senkrecht zur Blattebene der beigefügten Figur erstreckt. Dabei ist die Höhe
grundsätzlich unabhängig von den Abmessungen des Mauer- oder Schalungssteins 1 in
der Grundfläche wählbar. Wie der Fachmann erkennt, ist der erfindungsgemäße Mauer-
oder Schalungsstein 1 nicht auf die in der Figur 1 beispielhaft dargestellte Ausgestaltung
beschränkt. Insbesondere können beiderseits der Sollbruchebene SBE auch jeweils mehrere
und/oder abweichend von der vorliegenden Darstellung geformte bzw. angeordnete erste
und zweite Füllöffnungen vorhanden sein.
[0010] Ferner weist der Mauer- oder Schalungsstein 1 in den Außenwandungen 2a bis 2d angeordnete
Isolierelemente 7 auf, die zu einer Umleitung eines Wärmeflusses vorgesehen sind.
Die Isolierelemente 7 sind hierbei in Bereichen der Außenwandungen 2a bis 2d, welche
nach außen orientierten Ecken der Füllöffnungen 4 und 5 benachbart sind, eingebracht
und erstrecken sich innerhalb jeweils zwei der Außenwandungen 2a bis 2d oder innerhalb
einer der Außenwandungen 2b oder 2d und der Zwischenwand 3. Die Isolierelemente 7
sind von in einer Draufsicht L-förmig ausgebildeten, von Luft ausgefüllten Ausnehmungen
der Außenwandungen 2a bis 2d gebildet. Die Isolierelemente 7 weisen aufgrund ihrer
Luftfüllung einen höheren Wärmeleitungswiderstand auf als umgebende Bereiche der Außenwandungen
2a bis 2d, wodurch der Wärmefluss um die Isolierelemente 7 umgelenkt wird.
[0011] Figur 2 zeigt den Aufbau eines Innenecks einer Mauerwandstruktur, die aus Mauer-
oder Schalungssteinen 1 durch das folgende Verfahren hergestellt wurde: In einer y-Richtung
wird eine Reihe von Mauer- oder Schalungssteinen 1 verlegt, bei denen die mit Dämmmaterial
5' befüllten Füllöffnungen 5 mit größerem Querschnitt einer Außenseite der Mauerwandstruktur
zugewandt sind und die mit tragfähigem Material befüllten Füllöffnungen 4 einer Innenseite
der Mauerwandstruktur zugewandt sind. In einem Eckbereich des Innenecks, der einen
Flächeninhalt eines vollständigen Mauer- oder Schalungssteins 1 aufweist, wird ein
rechteckiger Halbstein 1' eines Mauer- oder Schalungssteins 1, bei dem die Füllöffnung
5 und die Füllöffnung 4 jeweils mit Dämmmaterial 5' ausgefüllt wurden, mit einer Orientierung,
bei der eine kurze Seite des Halbsteins 1' an einem angrenzenden Mauer- oder Schalungsstein
1 anliegt und eine lange Seite des Halbsteins 1' eine Außenseite der in y-Richtung
verlaufenden Reihe von Mauer- oder Schalungssteinen 1 lückenlos fortsetzt, angeordnet.
Der Halbstein 1' füllt hierbei eine linke Hälfte des Eckbereichs aus. In einer x-Richtung
an den Halbstein 1' wird eine Reihe Mauer- oder Schalungssteine 1 angeordnet, bei
denen die Füllöffnungen 5 mit Dämmmaterial 5' und die Füllöffnungen 4 mit tragfähigem
Material ausgefüllt sind, wobei eine Orientierung der Mauer- oder Schalungssteine
1 in der Reihe in x-Richtung um 90 Grad im Uhrzeigersinn gegenüber einer Orientierung
der Mauer- oder Schalungssteine 1 in der Reihe in y-Richtung gedreht ist, so dass
die Füllöffnungen 5 einer Außenseite und die Füllöffnungen 4 einer Innenseite der
Mauerwandstruktur zugewandt sind. Eine weitere Schicht der Mauerwandstruktur kann
auf dieselbe Weise hergestellt werden oder auf eine Weise, bei der der Halbstein 1'
eine obere Hälfte des Eckbereichs ausfüllt. Anstelle eines Halbsteins 1' in dem Eckbereich
kann auch ein sogenannter Eckstein verwendet werden, welcher von einem Mauer- oder
Schalungsstein 1 gebildet ist, bei dem die Füllöffnungen 5 und eine der Füllöffnungen
4 mit Dämmmaterial 5' befüllt sind und eine verbleibende Füllöffnung 4 mit tragfähigem
Material befüllt ist und der eine Orientierung aufweist, bei der die mit tragfähigem
Material gefüllte Füllöffnung 4 der Innenseite der Mauerwandstruktur zugeordnet ist.
Bezugszeichen
[0012]
- 1
- Mauer- oder Schalungsstein
- 2a
- Außenwandung
- 2b
- Außenwandung
- 2c
- Außenwandung
- 2d
- Außenwandung
- 3
- Zwischenwand
- 3'
- Durchbruch
- 3"
- Außenwand
- 4
- Füllöffnung
- 5
- Füllöffnung
- 5'
- Dämmmaterial
- 6
- Steg
- 7
- Isolierelement
1. Mauer- oder Schalungsstein (1) zur Herstellung von Mauersteinwänden, insbesondere
von Außen- und Innenecken einer Mauerwandstruktur, wobei der Mauer- oder Schalungsstein
(1) eine quadratische oder annähernd quadratische Grundform aufweist, wobei der Mauer-
oder Schalungsstein (1) wenigstens eine erste Füllöffnung (5) und wenigstens eine
zweite Füllöffnung (4), sowie eine parallel zu zwei einander gegenüberliegenden Außenwandungen
(2a - 2d) des Mauer- oder Schalungssteins (1) angeordnete Sollbruchebene (SBE) umfasst,
welche eine Halbteilung des Mauer- oder Schalungssteins (1) ermöglicht, wobei die
erste Füllöffnung (5) mit einem Dämmmaterial (5') zur Wärme- und/oder Schalldämmung
füllbar oder gefüllt ist, und wobei der Mauer- oder Schalungsstein (1) eine die Sollbruchebene
(SBE) enthaltene Zwischenwand (3) aufweist, welche wenigstens etwa die doppelte Wandstärke
aufweist wie die zwei einander gegenüberliegenden Außenwandungen (2a - 2d) des Mauer-
oder Schalungssteins (1) und welche eine Anzahl im Wesentlichen mittig angeordneter
Durchbrüche (3') aufweist, die sich parallel zu der Sollbruchebene (SBE) erstrecken,
um den Mauer- oder Schalungsstein (1) entlang der Sollbruchebene (SBE) teilbar zu
machen, wobei zwischen der ersten Füllöffnung (5) und der zweiten Füllöffnung (4)
ein quer zu der Sollbruchebene (SBE) verlaufender Steg (6) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steg (6) relativ zu den Außenwandungen (2a - 2d) des Mauer- oder Schalungssteins
(1), dünn ausgebildet ist, wobei der Steg (6) eine Dicke aufweist, die maximal 80
Prozent der Wandstärke der zwei einander gegenüberliegenden Außenwandungen (2a - 2d)
beträgt.
2. Mauer- oder Schalungsstein (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Füllöffnung (a) für die Füllung mit einem tragfähigen Material, wie Beton,
LC-Beton oder dergleichen, ausgebildet ist.
3. Mauer- oder Schalungsstein (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
beiderseits der Sollbruchebene (SBE) jeweils wenigstens eine erste Füllöffnung (5)
und eine zweite Füllöffnung (4) vorgesehen ist, vorzugsweise in symmetrischer Anordnung
bezüglich der Sollbruchebene.
4. Mauer- oder Schalungsstein (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Füllöffnung (5) einen anderen Öffnungsquerschnitt aufweist als die zweite
Füllöffnung (4), vorzugsweise einen größeren.
5. Mauer- oder Schalungsstein (1) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
seine Abmessungen in der Fläche sowie in der Höhe im Wesentlichen frei und vorzugsweise
unkorreliert wählbar sind.
6. Mauer- oder Schalungsstein (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
zumindest ein zumindest teilweise innerhalb einer Außenwandung (2a - 2d) angeordnetes
Isolierelement (7), das zu einer Umleitung eines Wärmeflusses vorgesehen ist.
7. Verfahren zur Herstellung von Innen- und Außenecken einer Mauerwandstruktur mit Mauer-
oder Schalungssteinen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Mauer- oder Schalungsstein (1), der in einem Eckbereich einer Innen- oder Außenecke
angeordnet wird, als ein Halbstein (1') oder als ein Eckstein ausgebildet ist.
1. Wall or cladding stone (1) for a production of masonry block walls, in particular
of external and internal corners of a masonry wall structure,
the wall or cladding stone (1) featuring a square or approximately square base shape,
the wall or cladding stone (1) comprising at least one first filling opening (5) and
at least one second filling opening (4) as well as a predetermined breaking plane
(SBE) arranged in parallel to two opposite exterior walls (2a-2d) of the wall or cladding
stone (1) and permitting a division of the wall or cladding stone (1) in halves,
wherein the first filling opening (5) is fillable or filled with a damping material
(5') for thermal or acoustic damping and
wherein the wall or cladding stone (1) has a partition wall (3) comprising the predetermined
breaking plane (SBE) and having a wall thickness that is at least approximately twice
as great as a wall thickness of the two opposite exterior walls (2a-2d) of the wall
or cladding stone (1) and featuring a number of centrally arranged openings (3') which
extend in parallel to the predetermined breaking plane (SBE) for making the wall or
cladding stone (1) dividable along the predetermined breaking plane (SBE), wherein
a web (6) running transversely to the predetermined breaking plane (SBE) is arranged
between the first filling opening (5) and the second filling opening (4),
characterised in that
the web (6) is implemented narrow as compared to the exterior walls (2a-2d) of the
wall or cladding stone (1), the web (6) having a thickness that amounts to maximally
80 per cent of the wall thickness of the two opposite walls (2a-2d).
2. Wall or cladding stone (1) according to claim 1,
characterised in that
the second filling opening (a) is implemented to be filled with a load-bearing material,
e.g. concrete, LC concrete or the like.
3. Wall or cladding stone (1) according to claim 1 or 2,
characterised in that
on both sides of the predetermined breaking plane (SBE) at least one first filling
opening (5) and a second filling opening (4) are provided, preferably in a symmetric
arrangement with respect to the predetermined breaking plane (SBE).
4. Wall or cladding stone (1) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first filling opening (5) has an opening cross section that differs from an opening
cross section of the second filling opening (4), preferably a greater opening cross
section.
5. Wall or cladding stone (1) according to at least one of claims 1 to 4,
characterised in that
its dimensions regarding area as well as height are substantially freely selectable,
preferably selectable in uncorrelated fashion.
6. Wall or cladding stone (1) according to one of the preceding claims,
characterised by
at least one isolating element (7), which is arranged at least partly inside an exterior
wall (2a-2d) and which is configured for redirecting a thermal flow.
7. Method for a production of interior and exterior corners of a masonry wall structure
with wall or cladding stones (1) according to one of the preceding claims.
8. Method according to claim 7,
characterized in that
the wall or cladding stone (1) that is arranged in a corner zone of an internal or
external corner is embodied as a half-block (1') or as a cornerstone.
1. Pierre de mur ou de coffrage (1) pour produire des parois de pierres de maçonnerie,
notamment des coins saillants ou rentrants d'une structure de paroi de maçonnerie,
la pierre de mur ou de coffrage (1) présentant une forme de base quadratique ou presque
quadratique, la pierre de mur ou de coffrage (1) comportant au moins un premier orifice
de remplissage (5) et au moins un deuxième orifice de remplissage (4) ainsi qu'un
plan de rupture théorique (SBE) agencé parallèlement à deux parois extérieures (2a-2d)
de la pierre de mur ou de coffrage (1) situées en vis-à-vis, le plan de rupture théorique
(SBE) permettant de partager la pierre de mur ou de coffrage (1) en deux,
le premier orifice de remplissage (5) étant remplissable ou rempli d'un matériau isolant
(5') pour une isolation thermique et/ou acoustique,
la pierre de mur ou de coffrage (1) comprenant une paroi intermédiaire (3), laquelle
comporte le plan de rupture théorique (SBE) et présente une épaisseur de mur du moins
à peu près deux fois plus grande que les deux parois extérieures (2a-2d) de la pierre
de mur ou de coffrage (1) disposées en vis-à-vis et laquelle comporte un nombre des
percées murales (3') agencées sensiblement centralement, lesquelles s'étendent parallèlement
au plan de rupture théorique (SBE) pour rendre la pierre de mur ou de coffrage (1)
divisible le long du plan de rupture théorique (SBE),
une traverse (6) étant disposée entre le premier orifice de remplissage (5) et le
deuxième orifice de remplissage (4), s'étendant transversalement au plan de rupture
théorique (SBE),
caractérisée en ce que
la traverse (6) est implémentée étroitement relativement aux parois extérieures (2a-2d)
de la pierre de mur ou de coffrage (1),
la traverse (6) présentant une épaisseur de pas plus que 80 % de l'épaisseur de mur
des deux parois extérieures (2a-2d) disposées en vis-à-vis.
2. Pierre de mur ou de coffrage (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le deuxième orifice de remplissage (a) est implémenté pour être rempli d'un matériau
porteur, comme du béton, du béton LC ou du matériau similaire.
3. Pierre de mur ou de coffrage (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que,
des deux côtés du plan de rupture théorique (SBE), respectivement au moins un premier
orifice de remplissage (5) et un deuxième orifice de remplissage (4) sont prévus,
préférablement en arrangement symétrique par rapport au plan de rupture théorique
(SBE).
4. Pierre de mur ou de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le premier orifice de remplissage (5) présente une coupe transversale d'orifice différente
de celle-ci du deuxième orifice de remplissage (4), préférablement une coupe transversale
d'orifice plus grosse.
5. Pierre de mur ou de coffrage (1) selon au moins une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
les dimensions de la pierre de mur ou de coffrage (1) en superficie ainsi qu'en hauteur
sont substantiellement librement sélectionnables, préférablement sélectionnables sans
corrélation.
6. Pierre de mur ou de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par
du moins un élément isolant (7) disposé au moins partiellement à l'intérieur d'une
paroi extérieure (2a-2d), lequel est prévu pour un déroutement d'un flux thermique.
7. Procédé pour produire des coins rentrant et saillant d'une structure de paroi de maçonnerie
avec des pierres de mur ou de coffrage (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la pierre de mur ou de coffrage (1) étant disposée dans une zone d'angle d'un coin
rentrant ou saillant est implémentée comme demi-bloc (1') ou comme une pierre angulaire.


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