| (19) |
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(11) |
EP 2 467 324 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2014 Patentblatt 2014/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.08.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/061455 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/020709 (24.02.2011 Gazette 2011/08) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ABLEGEN EINER FLEXIBLEN MATERIALBAHN
METHOD AND DEVICE FOR LAYING DOWN A FLEXIBLE MATERIAL WEB
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR DÉPOSER UNE BANDE DE MATIÈRE SOUPLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.08.2009 DE 102009038089
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.06.2012 Patentblatt 2012/26 |
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Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GOELE, Torsten
24107 Kiel (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102005 016 745 US-A- 4 279 610
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DE-B- 1 180 236
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Zum Ablegen einer Materialbahn sind grundsätzlich zwei verschiedene Varianten bekannt,
um eine flexible Materialbahn in mehrere übereinander liegende Materiallagen zu führen.
Bei einer ersten Variante wird die Materialbahn durch eine stationäre Zuführeinrichtung
einer Ablagestelle zugeführt. Der stationären Zuführeinrichtung sind Verlegemittel
zugeordnet, durch welche die Materialbahn zwischen zwei sich gegenüberliegenden Enden
der Ablagestelle hin- und hergeführt wird.
[0003] Aus der
DE 11 80 236 B ist ein Verfahren bekannt zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn in mehrere übereinander
liegende Materiallagen, bei welchem die Materialbahn einer Ablagestelle zugeführt
wird, bei welchem die Materialbahn durch eine erste Anblasung in eine erste Ablagerichtung
zu einem Ende der Ablagestelle und durch eine zweite Anblasung in eine zweite Ablagerichtung
zu einem gegenüberliegenden Ende der Ablagestelle hin- und hergeführt wird und bei
welchem die Anblasungen durch mehrere abwechselnd aktivierte Luftdüsen erzeugt werden.
Auch eine entsprechende Vorrichtung ist beschrieben.
[0004] Ein anderes Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung gehen beispielsweise aus der
US 4,460,350 hervor. Bei diesem bekannten Verfahren und bei der bekannten Vorrichtung sind zu
beiden Seiten der Materialbahn unterhalb der Zuführeinrichtung stationäre Luftdüsen
angeordnet, die wechselweise eine auf die Materialbahn gerichtete Anblasung erzeugen,
so dass die Materialbahn sich in Falten zu mehreren Materiallagen ablegt. Derartige
Verfahren und Vorrichtungen sind jedoch nur für relativ kurze Ablegelängen geeignet.
[0005] Demgegenüber wird bei einer zweiten Verfahrensvariante zum Ablegen einer flexiblen
Materialbahn die Zuführeinrichtung beweglich gehalten, und oberhalb der Ablagestelle
zwischen den Enden der Ablagestelle hinund hergeführt. Damit lassen sich sehr große
Ablegelängen zur Erzeugung der Materiallagen realisieren. Ein derartiges Verfahren
und eine derartige Vorrichtung sind beispielsweise aus der
DE 10 2005 016 745 A1 bekannt.Bei den bekannten Verfahren und bei der bekannten Vorrichtung erfolgt die
Zuführung über Walzen, die an einem horizontal beweglichen Wagen angeordnet sind.
Der Wagen wird zwischen den Enden der Ablagestation hin- und hergeführt. Zur Unterstützung
des Legevorganges sind den Walzen Blaseinrichtungen zugeordnet, die am Wagen ausgebildet
sind und einen auf die Materialbahn gerichtete Anblasung erzeugen.
[0006] Derartige Verfahren und Vorrichtungen besitzen jedoch den Nachteil, dass sämtliche
Energieanschlüsse und -zuführungen flexibel gestaltet werden müssen, um die Beweglichkeit
der Zuführeinrichtung zwischen den Enden der Ablagestation zu gewährleisten.
[0007] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der gattungsgemäßen
Art derart weiterzubilden, um eine Materialbahn über eine relativ große Ablegelänge
mit einfachen Mitteln ablegen zu können.
[0008] Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art bereitzustellen, mit welchem bzw. welcher die Materialbahn besonders
schonend ablegbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen nach Anspruch
1 sowie durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 9 gelöst.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0011] Die Erfindung nutzt die kontaktlose Führung der Materialbahn mittels einer Anblasung,
wobei zur Überbrückung der großen Ablegelängen die Anblasung durch mehrere nacheinander
aktivierte Luftdüsen erzeugt wird. Damit lässt sich zum einen die durch jeweils eine
Luftdüse erzeugte Anblasung in ihrer Förderwirkung auf ein für normale Druckluft zulässigen
Funktionsbereich einschränken. Zum anderen lässt sich über die Anzahl der in einer
Blasrichtung hintereinander angeordnete Luftdüsen beliebige Ablegelängen realisieren.
[0012] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zumindest eine der Blasvorrichtungen durch mehrere entlang einer der Ablagerichtungen
angeordneten Luftdüsen gebildet, die jeweils in Ablagerichtung ausgerichtet sind und
nacheinander aktivierbar sind. Mechanische Mittel zur Führung und Ablage der Materialbahn
lassen sich zumindest auf ein Minimum reduzieren. Die Zick-Zackförmige Ablage der
Materialbahn wird ausschließlich durch die wechselseitige Aktivierung der Blasvorrichtungen
erreicht.
[0013] Für den Fall, dass die Materialbahn im mittleren Bereich der Ablagestelle durch eine
ortsfeste Zuführeinrichtung zugeführt wird, ist die Verfahrensvariante besonders vorteilhaft,
bei welcher auch die entgegengerichtete Anblasung ebenfalls durch mehrere nacheinander
aktivierte Luftdüsen erzeugt wird, die in die entgegengerichtete Ablagerichtung blasen.
Damit wird das Hin- und Herführen der Materialbahn zwischen den Enden der Ablagestelle
ausschließlich durch die wechselweise aktivierten Anblasungen durchgeführt. Jede der
Anblasungen weist somit mehrere zeitlich nacheinander aktivierte Luftdüsen auf, so
dass die Materialbahn in große Ablegelängen gelegt werden kann.
[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist hierzu die im mittleren Bereich der Ablagestation
angeordnete Zuführeinrichtung auf, wobei die zweite Blasvorrichtung mehrere entlang
der zweiten Ablagerichtung angeordnete Luftdüsen aufweist, die jeweils in Ablagerichtung
ausgerichtet und nacheinander aktivierbar sind.
[0015] Um eine kontinuierliche Führung und sichere Ablage der Materialbahn zu gewährleisten,
werden gemäß einer bevorzugten Verfahrensvariante die Luftdüsen zur Erzeugung einer
der Anblasungen in Abhängigkeit von einer Lage der Materialbahn zwischen den Enden
der Ablagestelle aktiviert. So können die zeitlichen Abstände zur Aktivierung der
in eine Ablagerichtung blasenden Luftdüsen auf die Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn
abgestimmt werden, so dass keine negativen Überlagerungseffekte entstehen können.
[0016] Da die Zuführgeschwindigkeit zum Ablegen einer Materialbahn vorzugsweise während
des Ablegevorganges konstant gehalten wird, ist die Verfahrensvariante besonders vorteilhaft,
bei welcher die Luftdüsen in Abhängigkeit einer zeitlichen Einschaltfolge aktiviert
werden, die in Abhängigkeit von der Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn bestimmt
ist. So lässt sich beispielsweise jeder Einstellung einer Zuführgeschwindigkeit eine
bestimmt Einschaltfolge zuweisen, die dann die Aktivierung der Luftdüsen zur Erzeugung
der Anblasungen vornimmt.
[0017] Die Verfahrensvariante lässt sich noch dadurch verbessern, in dem die Zuführgeschwindigkeit
der Materialbahn aus einer Umfangsgeschwindigkeit einer Förderwalze erfasst wird,
durch welche Förderwalze die Materialbahn zugeführt wird. Damit können auch innerhalb
eines Ablegevorganges Korrektureinstellungen vorgenommen werden, um beispielsweise
Abweichungen der Zuführgeschwindigkeit unmittelbar in der Einschaltfolge zu berücksichtigen.
[0018] Um Materialbahnen mit möglichst großer Streifenbreite ablegen zu können, ist die
Verfahrensvariante besonders geeignet, bei welcher die Anblasungen durch mehrere sich
an beiden Längsseiten der Ablagestelle gegenüberliegenden Luftdüsen erzeugt werden.
Damit lässt sich jeder Längsseite der Ablagestelle eine auf die Materialbahn gerichtete
Anblasung erzeugen. Die Materialbahn lässt sich über die gesamte Streifenbreite gleichmäßig
führen und ablegen.
[0019] Hierbei bilden die sich unmittelbar an den Längsseiten gegenüberliegenden Luftdüsen
vorzugsweise ein Luftdüsenpaar, das synchron aktiviert und deaktiviert wird. Damit
lassen sich Schiefstellungen der Materialbahn innerhalb der Ablagestelle durch ungleichmäßige
Anblasungen an den Längsseiten der Materialbahn vermeiden.
[0020] Zur Befestigung und Fixierung der Materiallagen werden diese gemäß einer vorteilhaften
Verfahrensvariante bevorzugt an den Enden der Ablagestelle durch zwei bewegliche Niederhalter
geglättet und gehalten. Die Materiallagen können so eng gefaltet sehr kompakt als
Stapel fixiert werden.
[0021] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Luftdüsen zur Erzeugung der Anblasung
bevorzugt gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung mit einem Steuerventil
ausgeführt, das mit einer Steuereinrichtung verbunden ist und unabhängig voneinander
zur Aktivierung der Luftdüsen steuerbar ist. Damit ist jeder der Luftdüsen zum Aktivieren
und Deaktivieren unmittelbar über eine Steuereinrichtung steuerbar.
[0022] Um ggf. Korrekturen bei der Einschaltfolge der Steuerventile zur Führung und Ablage
der Materialbahn vornehmen zu können, ist die Steuereinrichtung gemäß einer Vorrichtungsvariante
mit einer Sensoreinrichtung verbunden, durch welche eine momentane Lage der Materialbahn
zwischen den Enden der Ablagestation direkt oder indirekt erfassbar ist. Damit lassen
sich sogar Online-Steuerungen zum Aktivieren und Deaktivieren der Luftdüsen ausführen.
[0023] Da die Lage der Materialbahn in der Ablagestelle im wesentlichen durch die Zuführgeschwindigkeit
und damit die zugeführte Materiallange zwischen Ablagestation und Zuführeinrichtung
bestimmt ist, weist die Sensoreinrichtung bevorzugt einen Drehzahlsensor auf, welcher
zur Erfassung der Umfangsgeschwindigkeit einer Förderwalze der Zuführeinrichtung zugeordnet
ist. Damit lässt sich die pro Zeiteinheit zugeführte Materiallänge der Materialbahn,
die unmittelbar die Lage der Materialbahn beeinflusst, bestimmen.
[0024] Die Zuführung der Materialbahn wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bevorzugt
durch eine aus einem Walzenpaar gebildeten Zuführeinrichtung vorgenommen. Hierbei
liegen die Förderwalzen sich in einem Förderspalt gegenüber, wobei zumindest eine
der Förderwalzen antreibbar ist. Damit lässt sich die Materialbahn im Wesentlichen
ohne Schlupf der Ablagestation zuführen, so dass während des Ablegevorganges eine
im Wesentlichen konstante Zuführgeschwindigkeit gewährleistet bleibt.
[0025] Die Verlegung einer Materialbahn mit größeren Materialstreifen wird bevorzugt mit
der Vorrichtungsvariante ausgeführt, bei welcher zumindest eine der Blasvorrichtungen
mehre an beiden Längsseiten der Ablagestation verteilt angeordnete Luftdüsen aufweist.
[0026] Die Gradführung der Materialbahn zwischen den Längsseiten der Ablagestation wird
besonders dadurch erreicht, dass die sich an den Längsseiten unmittelbar gegenüberliegenden
Luftdüsen ein Luftdüsenpaar bilden, deren zugeordneten Steuerventile synchron steuerbar
sind.
[0027] Die Ablage der Materialbahn in einem möglichst kompakten Stapel von mehreren Materiallagen
lässt sich besonders dadurch erreichen, dass an jedem Ende der Ablagestation ein separater
beweglicher Niederhalter angeordnet ist, welcher über Aktoren zum Glätten und Halten
der Materiallagen antreibbar ist. Diese Weiterbildung der Vorrichtung hat zudem den
Vorteil, dass nach dem Umschalten der Blasvorrichtungen das abgelegte Materialstück
der Materialbahn an dem Ende der Ablagestelle fixiert bleibt. Die Ablagestation führt
vorzugsweise eine Querbewegung zwischen zwei Endlagen aus, um bei bandförmigen Materialbahnen
eine größere Ablagefläche der Ablagestation belegen zu können. In diesem Fall bilden
sich mehrere Zick-Zack-förmige Materiallagen, die nebeneinander und aufeinander zu
einem Stapel verlegt werden.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0029] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
- Fig. 2
- schematisch eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
- Fig. 3 und Fig. 4
- schematisch das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 in verschiedenen Betriebssituationen
[0030] In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn
in mehreren Ansichten dargestellt. Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel schematisch
in einer Querschnittsansicht und in Fig. 2 ist das Ausführungsbeispiel in einer Draufsicht
gezeigt. Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt
die nachfolgende Beschreibung für beide Figuren.
[0031] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Ablagestelle zur Aufnahme einer Materialbahn
2 in mehrere abgelegte Materiallagen 16 durch eine Ablagestation 1 gebildet. Die Ablagestation
1 kann beispielsweise durch einen höhenverstellbaren Ablagetisch gebildet sein. Die
Ablagestation 1 erstreckt sich über eine Ablegelänge zwischen zwei Enden 17.1 und
17.2. Die Ablegelänge der Ablagestation 1 ist hierbei deutlich größer als eine Ablegebreite,
die durch zwei gegenüberliegende Längsseiten 18.1 und 18.2 der Ablagestation bestimmt
sind. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, neben der Höhenverstellung auch einen
querbeweglichen Ablagetisch zu verwenden. Damit lässt sich in der Ablagestation 1
eine überlagerte Changierbewegung quer zur Ablagerichtung ausführen, um damit größere
Ablegebreiten und damit breite Stapel legen zu können.
[0032] Der Ablagestation 1 ist im mittleren Bereich eine stationäre Zuführeinrichtung 3
zugeordnet. Die Zuführeinrichtung 3 ist oberhalb der Ablagestation 1 gehalten und
weist zwei Förderwalzen 4.1 und 4.2 auf, die als Walzenpaar einen Förderspalt bilden,
in welchem die Materialbahn 2 zugeführt wird. Eine der Förderwalzen 4.1 oder 4.2 ist
mit einem Antrieb verbunden.
[0033] Zwischen der Ablagestation und der Zuführeinrichtung 3 ist eine Legeeinrichtung 5
vorgesehen, um die zugeführte Materialbahn 2 Zick-Zack-förmig zu mehreren Materiallagen
in der Ablagestation abzulegen. Die Legeeinrichtung 5 weist zwei Blasvorrichtungen
6.1 und 6.2 auf, um abwechselnd eine in eine Ablagerichtung gerichtete Anblasung zu
erzeugen.
[0034] Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, weist die Blasvorrichtung 6.1 insgesamt drei Luftdüsen
7.1, 7.2 und 7.3. Die Luftdüsen 7.1 bis 7.3 sind an der Längsseite 18.1 in dem Bereich
zwischen der Zuführeinrichtung 3 und dem Ende 17.1 der Ablagestation 1 mit Abstand
zueinander verteilt angeordnet. So ist eine erste Luftdüse 7.1 unmittelbar unterhalb
der Förderwalzen 4.1 und 4.2 gehalten. Die zweite Luftdüse 7.2 und die dritte Luftdüse
7.3 sind an der Längsseite 18.1 bis kurz vor dem Ende 17.1 der Ablagestation 1 angeordnet.
Jede der Luftdüsen 7.1, 7.2 und 7.3 weisen eine identische Blasrichtung auf, die in
diesem Fall die Ablagerichtung zum Ende 17.1 der Ablagestation 1 hin definiert. Jeder
Luftdüsen 7.1 bis 7.3 ist jeweils ein Steuerventil 9.1 bis 9.3 zugeordnet. Die Steuerventile
9.1 bis 9.3 sind über eine Steuerleitung mit einer Steuereinrichtung 11 verbunden.
Über die Steuereinrichtung 11 lässt sich jedes der Steuerventile 9.1 bis 9.3 zum Aktivieren
und Deaktivieren der Luftdüsen 7.1 bis 7.3 separat steuern. Hierzu sind die Luftdüsen
7.1 bis 7.3 mit einer hier nicht dargestellten Druckluftquelle verbunden.
[0035] Wie aus der Fig. 2 dargestellt, weißt die Blasvorrichtung 6.1 an der gegenüberliegenden
Längsseite 18.2 der Ablagestation weitere Luftdüsen 7.4 bis 7.6 auf, die den Luftdüsen
7.1 bis 7.3 an der Längsseite 18.1 unmittelbar gegenüber liegen. Jedem der Luftdüsen
7.4 bis 7.6 ist ebenfalls ein Steuerventil 9.4 bis 9.6 zugeordnet. Die Steuerventile
9.4 bis 9.6 sind mit der Steuereinrichtung 11 gekoppelt, was an dieser Stelle nicht
näher dargestellt ist. Die Luftdüsen 7.4 bis 7.6 haben ebenfalls eine Blasrichtung,
die in die Ablagerichtung zum Ende 17.1 der Ablagestation 1 gerichtet ist. Die mit
einer Druckquelle verbundenen Luftdüsen 7.1 bis 7.6 sind derart ausgerichtet, dass
die Anblasung auf die zwischen den Luftdüsen geführte Materialbahn 2 gerichtet ist.
Zur Führung der Materialbahn 2 werden die unmittelbar gegenüberliegenden Luftdüsen
7.1 und 7.4 oder 7.2 und 7.5 oder 7.3 und 7.6 synchron als ein Luftdüsenpaar aktiviert
oder deaktiviert. Hierzu werden die betreffenden Steuerventile 9.1 und 9.4 synchron
angesteuert.
[0036] Wie aus der Fig. 1 dargestellt ist, ist eine zweite Blasvorrichtung 6.2 vorgesehen,
um die Materialbahn 2 zum Ablegen in der entgegengerichteten Ablagerichtung zum gegenüberliegenden
Ende 17.2 der Ablagestation 1 hingeführt. Hierzu weist die Blasvorrichtung 6.2 drei
Luftdüsen 8.1 bis 8.3 auf, die an der Längsseite 18.1 verteilt angeordnet sind. Eine
erste Luftdüse 8.1 ist zwischen den Luftdüsen 7.1 und 7.2 der ersten Blasvorrichtung
6.1 gehalten. Die Luftdüsen 8.2 und 8.3 sind an der Längsseite 18.2 zwischen dem Ende
17.2 und der Zuführeinrichtung 3 verteilt angeordnet. Jede der Luftdüsen 8.1 bis 8.3
weist eine zum Ende 17.2 gerichtete Blasrichtung auf und bildet somit eine entgegengesetzte
Anblasung zur Führung und Ablage der Materialbahn 2 zu dem gegenüberliegenden Ende
17.2 der Ablagestation 1. Jedes der Luftdüsen 8.1 bis 8.3 ist über ein separates Steuerventil
10.1 bis 10.3 mit einer Druckquelle verbunden. Die Steuerventile 10.1 bis 10.3 sind
über Steuerleitungen mit der Steuereinrichtung 11 verbunden und unabhängig voneinander
steuerbar.
[0037] Wie aus der Fig. 2 zu entnehmen ist, wird die zweiten Blasvorrichtung 6.2 ebenfalls
durch weitere Luftdüsen 8.4 bis 8.6 auf der gegenüberliegenden Längsseite 18.2 der
Ablagestation 1 gebildet. Die Luftdüsen 8.4 bis 8.6 bilden jeweils mit den Luftdüsen
8.1 bis 8.3 mehrere Luftdüsenpaare, die über ihre zugeordneten Steuerventile 10.1
bis 10.6 synchron aktiviert und deaktiviert werden. Auch hierbei sind die Luftdüsen
8.1 bis 8.6 an den Längsseiten 18.1 und 18.2 der Ablagestation derart ausgerichtet,
dass die durch die Blasvorrichtung 6.2 erzeugt Anblasung unmittelbar auf die zwischen
den Längsseiten 18.1 und 18.2 geführte Materialbahn 2 gerichtet ist.
[0038] Die Luftdüsen 7.1 bis 7.6 der ersten Blasvorrichtung 6.1 und die Luftdüsen 8.1 bis
8.6 der zweiten Blasvorrichtung 6.2 werden bevorzugt durch eine gemeinsame Druckluftquelle
versorgt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass jeder Blasvorrichtung 6.1 und
6.2 separate Druckluftquellen zugeordnet sind.
[0039] Wie aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht, ist die Steuereinrichtung 11 mit einer
Sensoreinrichtung 14 gekoppelt. Die Sensoreinrichtung 14 wird in diesem Ausführungsbeispiel
durch einen Drehzahlsensor 15 gebildet, der der angetriebenen Förderwalze 4.1 zugeordnet
ist. Durch den Drehzahlsensor 15 ist die Antriebsdrehzahl der Förderwalze 4.1 bzw.
die Umfangsgeschwindigkeit der Förderwalze 4.1 erfasst und der Steuereinrichtung 11
übermittelt. Innerhalb der Steuereinrichtung 11 lässt sich somit eine zugeführte Materiallänge
der Materialbahn 2 aus der aktuellen Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn 2 bestimmen,
so dass über die Länge der in den Zwischenraum zwischen der Zuführeinrichtung 3 und
Ablagestation 1 zugeführten Materialbahn 2 deren Lage bestimmbar ist. Hieraus lässt
sich dann eine Zeitfolge ableiten, um die Aktivierung und Deaktivierung der einzelnen
Luftdüsen 7.1 bis 7.6 und 87.1 bis 8.6 der Blasvorrichtungen 6.1 und 6.2 zu steuern.
[0040] Um die erzeugten Materiallagen 16 an den Enden 17.1 und 17.2 der Ablagestation 1
zu glätten und zu fixieren, sind jedem Ende 17.1 und 17.2 jeweils ein Niederhalter
12.1 und 12.2 zugeordnet. Die Niederhalter 12.1 und 12.2 sind plattenförmig ausgebildet
und durch einen Aktor 13.1 und 13.2 beweglich angetrieben.
[0041] Zur Erläuterung des Verfahrens sowie der Funktion der Vorrichtung wird nachfolgend
zusätzlich zu den Figuren 3 und 4 Bezug genommen. In den Fig. 3 und 4 ist das Ausführungsbeispiel
aus Fig. 1 in unterschiedlichen Betriebszuständen zur Ablage der Materialbahn 2 gezeigt.
[0042] Zunächst wird wie in Fig. 1 dargestellt ist, die Materialbahn 2 durch die Zuführeinrichtung
3 kontinuierlich der Ablagestation 1 zugeführt. Um die Materialbahn 2 in eine erste
Ablagerichtung zu führen, wird die erste Luftdüse 7.1 bzw. das erste Luftdüsenpaar
7.1 und 7.4 über die Steuereinrichtung 11 aktiviert. Die erzeugte Anblasung ist auf
die Materialbahn 2 gerichtet und führt diese in eine erste Ablagerichtung zu dem Ende
17.1. Mit fortschreitender Zuführung legt sich die Materialbahn 2 auf die Ablagestation
1 bzw. die oberste Materiallage 16 ab. Sobald die Materialschlaufe der Materialbahn
2 die benachbarte Luftdüse 7.2 bzw. das benachbarte Luftdüsenpaar 7.2 und 7.5 erreicht
hat, werden diese aktiviert. Die Blaswirkung der ersten Blasvorrichtung 6.1 bleibt
erhalten und führt die Materialbahn 2 kontinuierlich bis zum Ende 17.1 der Ablagestation
1. In Fig. 3 ist der Zustand gezeigt, bei welchem die letzten dem Ablageende 17.1
zugeordnete Luftdüse 7.3 bzw. das Luftdüsenpaar 7.3 und 7.6 der ersten Blasvorrichtung
6.1 aktiviert ist. Die Luftdüsen 7.1, 7.2, 7.4 und 7.5 der Blasvorrichtung 6.1 sind
zwischenzeitlich deaktiviert.
[0043] Am Ende 17.1 der Ablagestation 1 wird die Materialbahn 2 durch den Niederhalter 12.1
gefaltet und geglättet, so dass eine neue Materiallage 16 durch Führung der Materialbahn
2 in die gegenüberliegende Ablagerichtung erzeugt werden kann. Die erste Blasvorrichtung
6.1 wird deaktiviert, so dass sich die Materialbahn 2 in dem Abschnitt zwischen dem
Ende 17.1 der Ablagestation und der Zuführeinrichtung 3 selbsttätig ablegt. Um bei
fortschreitender Zuführung die Materialbahn 2 in die gegenüberliegende Ablagerichtung
zum gegenüberliegenden Ende 17.2 zu führen, wir die erste Luftdüse 8.1 bzw. das erste
Luftdüsenpaar 8.1 und 8.4 der zweiten Blasvorrichtung 6.2 aktiviert. Nun wird eine
zweite Anblasung in eine gegenüberliegende Ablagerichtung Zum gegenüberliegenden Ende
17.2 erzeugt. Dieser Vorgang ist in Fig. 4 dargestellt. Nun ist die Blasvorrichtung
6.2 aktiviert, um die Materialbahn zum gegenüberliegenden Ende 17.2 zu führen. Die
Luftdüsen 8.1 bis 8.6 bzw. die Luftdüsenpaare der Blasvorrichtung 6.2 werden ebenfalls
nach einer Zeitfolge aktiviert, die in Abhängigkeit von der Zuführgeschwindigkeit
der Materialbahn 2 durch die Steuereinrichtung 11 vorgeben wird. Die Materialbahn
2 legt sich zu einer neuen Materiallage, und wird an dem gegenüberliegenden Ende 17.2
durch den zweiten Niederhalter 12.2 gefaltet, geglättet und fixiert.
[0044] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung sind nicht auf
das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel begrenzt. Grundsätzlich ist
die Anzahl der Luftdüsen zur Führung der Materialbahn in eine Ablagerichtung insbesondere
von der Länge der Ablagestrecke abhängig. So können je nach Ablagestation weitere
Luftdüsen ergänzt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, die Blasvorrichtung
bei nicht mittiger Anordnung der Zuführeinrichtung mit unterschiedlicher Anzahl von
Luftdüsen auszuführen. So könnte beispielsweise die Zuführung der Materialbahn auch
an einem Ende der Ablagestation erfolgen, so dass nur eine der Blasvorrichtungen durch
mehrere an den Längsseiten verteilte Luftdüsen gebildet wäre.
[0045] Zur Aktivierung der Luftdüsen wird der Steuereinrichtung bevorzugt eine zeitliche
Einschaltfolge vorgegeben, die auf eine bestimmte Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn
abgestimmt ist. So lassen sich auch ohne kontinuierliche Überwachung der Zuführgeschwindigkeit
Festeinstellungen vornehmen, die eine sichere Ablage der Materialbahn der Ablagestation
gewährleisten.
[0046] Bei wechselnden Zuführgeschwindigkeiten besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass
die Sensoreinrichtung durch Lagesensoren gebildet wird, die entlang einer der Längsseiten
verteilt angeordnet sind. Bevorzugt wird jedoch die Verfahrensvariante ausgeführt,
bei welcher die Zuführgeschwindigkeit über einen Drehzahlsensor überwacht wird. Damit
können die Einschaltfolgen zur Aktivierung und Deaktivierung der Luftdüsen der Blasvorrichtungen
kontrolliert erfolgen.
[0047] Darüberhinaus sind die Ablagestationen in den gezeigten Ausführungsbeispielen vorzugsweise
mit einem Antrieb gekoppelt, welcher eine zur Aufnahme der Materiallagen quergerichtete
Bewegung zwischen zwei Endlagen ausführt. Damit können auch vorteilhaft quadratische
Materialstapel gelegt werden, bei welchen die Ablagelänge gleich einer Ablagebreite
ist.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Ablagestation
- 2
- Materialbahn
- 3
- Zuführeinrichtung
- 4.1, 4.2
- Förderwalzen
- 5
- Legeeinrichtung
- 6.1, 6.2
- Blasvorrichtung
- 7.1 ... 7.6
- Luftdüse erste Blasvorrichtung
- 8.1 ... 8.6
- Luftdüse zweite Blasvorrichtung
- 9.1 ... 9.6
- Steuerventil erste Blasvorrichtung
- 10.1 ... 10.6
- Steuerventil zweite Blasvorrichtung
- 11
- Steuereinrichtung
- 12.1, 12.2
- Niederhalter
- 13.1, 13.2
- Aktor
- 14
- Sensoreinrichtung
- 15
- Drehzahlsensor
- 16
- Materiallagen
- 17.1, 17.2
- Ende der Ablagestation
- 18.1, 18.2
- Längsseite der Ablagestation
1. Verfahren zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn (2) in mehrere übereinander liegende
Materiallagen (16), bei welchem die Materialbahn (2) einer Ablagestelle zugeführt
wird, bei welchem die Materialbahn (2) durch eine erste Anblasung in eine erste Ablagerichtung
zu einem Ende (17.1, 17.2) der Ablagestelle und durch eine zweite Anblasung in eine
zweite Ablagerichtung zu einem gegenüberliegenden Ende (17.2, 17.1) der Ablagestelle
hin- und hergeführt wird und bei welchem die Anblasungen durch mehrere abwechselnd
aktivierte Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) erzeugt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine der Anblasungen durch mehrere nacheinander aktivierte Luftdüsen (7.1...
7.6; 8.1... 8.6) erzeugt werden, die in eine der Ablagerichtungen blasen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materialbahn (2) in einem mittleren Bereich der Ablagestelle zugeführt wird und
dass die entgegengerichteten Anblasungen ebenfalls durch mehrere nacheinander aktivierte
Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) erzeugt werden, die in die entgegengerichtete Ablagerichtung
blasen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekenntzeichnet, dass
die Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) zur Erzeugung einer der Anblasungen in Abhängigkeit
von einer Lage der Materialbahn zwischen den Enden der Ablagestelle aktiviert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) in Abhängigkeit einer zeitlichen Einschaltfolge
aktiviert werden, die in Abhängigkeit von einer Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn
(2) bestimmt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführgeschwindigkeit der Materialbahn (2) aus einer Umfangsgeschwindigkeit einer
Förderwalze (4.1, 4.2) erfasst wird, durch welche Förderwalze (4.1, 4.2) die Materialbahn
zugeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anblasungen durch mehrere sich an beiden Längsseiten
der Ablagestelle gegenüberliegende Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) erzeugt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die sich unmittelbar an den Längsseiten gegenüberliegende Luftdüsen (7.1... 7.6; 8.1...
8.6) ein Luftdüsenpaar (7.1, 7.4; 7.2, 7.5; 7.3, 7.6; 8.1, 8.4; 8.2, 8.5; 8.3, 8.6)
bilden und synchron aktiviert und deaktiviert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Materiallagen (16) an den Enden der Ablagestelle durch zwei bewegliche Niederhalter
(12.1, 12.2) geglättet und gehalten werden.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit
einer Ablagestation (1) zur Aufnahme mehrerer übereinander liegender Materiallagen
(16), mit einer der Ablagestation (1) zugeordneten Zuführeinrichtung (3) zur Zuführung
einer Materialbahn (2) und mit einer Legeeinrichtung (5) zum Ablegen der Materialbahn
(2) in der Ablagestation (1), wobei die Legeeinrichtung (5) zwei Blasvorrichtungen
(6.1, 6.2) mit mehreren Luftdüsen (9.1, 10.1) aufweist, die abwechselnd eine erste
Anblasung in eine erste Ablagerichtung und eine zweite Anblasung in eine zweite entgegengesetzte
Ablagerichtung erzeugen,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine der Blasvorrichtungen (6.1) mehrere entlang einer der Ablagerichtungen
angeordneter Luftdüsen (7.1 - 7.3) aufweist, die jeweils in Ablagerichtung ausgerichtet
und nacheinander aktivierbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführeinrichtung (3) in einem mittleren Bereich der Ablagestation (1) angeordnet
ist und dass die zweite Blasvorrichtung (6.2) mehrere entlang der zweiten Ablagerichtungen
angeordneter Luftdüsen (8.1 - 8.3) aufweist, die jeweils in Ablagerichtung ausgerichtet
und nacheinander aktivierbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
den Luftdüsen (7.1 - 7.3) jeweils ein Steuerventil (9.1 - 9.3) zugeordnet ist, die
mit einer Steuereinrichtung (11) verbunden sind und unabhängig voneinander zur Aktivierung
der Luftdüsen (7.1 - 7.3) steuerbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (11) mit einer Sensoreinrichtung (14) verbunden ist, durch welche
eine momentane Lage der Materialbahn (2) zwischen den Enden (17.1, 17.2) der Ablagestation
(1) direkt oder indirekt erfassbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoreinrichtung (14) einen Drehzahlsensor (15) aufweist, welcher zur Erfassung
der Umfangsgeschwindigkeit einer Förderwalze (4.1) der Zufuhreinrichtung (3) zugeordnet
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zufuhreinrichtung (3) durch ein Walzenpaar (4.1, 4.2) gebildet, deren Förderwalzen
(4.1, 4.2) sich in einen Förderspalt gegenüberliegen, wobei zumindest eine der Förderwalzen
(4.1) antreibbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine der Blasvorrichtungen (6.1, 6.2) mehrere an beiden Längsseiten (18.1,
18.2) der Ablagestation (1) verteilt angeordnete Luftdüsen (7.1, 7.6, 8.1 - 8.6) aufweisen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die sich an den Längsseiten (18.1, 18.2) der Ablagestation (1) unmittelbar gegenüberliegenden
Luftdüsen (7.1, 7.4, 8.1, 8.4) ein Luftdüsenpaar bilden, deren zugeordneten Steuerventile
(9.1, 9.4, 10.1, 10.4) synchron steuerbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
an jedem Ende (17.1, 17.2) der Ablagestation (1) ein separater beweglicher Niederhalter
(12.1, 12.2) angeordnet ist, welche über Aktoren (13.1, 13.2) zum Glätten und Halten
der Materiallagen (16) antreibbar ist.
1. Method for laying a flexible material web (2) in multiple superposed material layers
(16), wherein the material web (2) is supplied to a laydown location, wherein the
material web (2) is guided back and forth in a first laydown direction toward one
end (17.1, 17.2) of the laydown location by means of a first air jet, and in a second
laydown direction toward an opposite end (17.2, 17.1) of the laydown location by means
of a second air jet, and wherein the air jets are generated by multiple air nozzles
(7.1... 7.6; 8.1... 8.6) which are activated in alternation,
characterized in that
at least one of the air jets is generated by multiple air nozzles (7.1... 7.6; 8.1...
8.6) which are activated in succession and which blow in one of the laying directions.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the material (2) web is supplied in a middle region of the laydown location, and the
oppositely directed air jets are likewise generated by multiple air nozzles (7.1...
7.6; 8.1... 8.6) which are activated in succession and which blow in the opposite
laying direction.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the air nozzles (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) for generating one of the air jets are activated
as a function of a position of the material web between the ends of the laydown location.
4. Method according to Claim 3,
characterized in that
the air nozzles (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) are activated as a function of a temporal
switching-on sequence which is specified based on a feed rate of the material web
(2).
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
the feed rate of the material web (2) is determined based on a peripheral speed of
a conveyor roller (4.1, 4.2) which supplies the material web.
6. Method according to one of Claims 1 through 5, characterized in that
the air jets are generated by multiple air nozzles (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) which
are oppositely situated at both longitudinal sides of the laydown location.
7. Method according to Claim 6,
characterized in that
the air nozzles (7.1... 7.6; 8.1... 8.6) directly oppositely situated at the longitudinal
sides form an air nozzle pair (7.1, 7.4; 7.2, 7.5; 7.3, 7.6; 8.1, 8.4; 8.2, 8.5; 8.3,
8.6) which is synchronously activated and deactivated.
8. Method according to one of Claims 1 through 7,
characterized in that
the material layers (16) are smoothed and held by two movable hold-down devices (12.1,
12.2) at the ends of the laydown location.
9. Device for carrying out the method according to one of Claims 1 through 8, having
a laying station (1) for receiving multiple superposed material layers (16), having
a feed unit (3) which is associated with the laying station (1) for supplying a material
web (2), and having a laying device (5) for laying the material web (2) in the laying
station (1), the laying device (5) having two blowing devices (6.1, 6.2) which have
multiple air nozzles (9.1, 10.1) which alternatingly generate a first air jet in a
first laying direction and a second air jet in a second, opposite laying direction,
characterized in that
at least one of the blowing devices (6.1) has multiple air nozzles (7.1-7.3) arranged
along one of the laying directions and which in each case are aligned in the laying
direction and activatable in succession.
10. Device according to Claim 9,
characterized in that
the feed unit (3) is situated in a middle region of the laying station (1), and the
second blowing device (6.2) has multiple air nozzles (8.1-8.3) arranged along the
second laying direction which in each case are aligned in the laying direction and
activatable in succession.
11. Device according to one of Claims 9 or 10,
characterized in that
a control valve (9.1-9.3) is associated with each of the air nozzles (7.1. - 7.3),
and is connected to a control device (11) and is independently controllable for activating
the air nozzles (7.1 - 7.3).
12. Device according to Claim 11,
characterized in that
the control device (11) is connected to a sensor device (14) by means of which an
instantaneous position of the material web (2) between the ends (17.1, 17.2) of the
laying station (1) is directly or indirectly detectable.
13. Device according to Claim 12,
characterized in that
the sensor device (14) has a rotational speed sensor (15) which is associated with
the feed unit (3) for detecting the peripheral speed of a conveyor roller (4.1).
14. Device according to one of Claims 9 through 13,
characterized in that
the feed unit (3) is formed by a pair of rollers (4.1, 4.2) whose conveyor rollers
(4.1, 4.2) are oppositely situated in a conveyor gap, at least one of the conveyor
rollers (4.1) being drivable.
15. Device according to one of Claims 9 through 14,
characterized in that
at least one of the blowing devices (6.1, 6.2) has multiple air nozzles (7.1, 7.6,
8.1 - 8.6) distributed at both longitudinal sides (18.1, 18.2) of the laying station
(1).
16. Device according to Claim 15,
characterized in that
the air nozzles (7.1, 7.4, 8.1, 8.4) directly oppositely situated at the longitudinal
sides (18.1, 18.2) of the laying station (1) form an air nozzle pair whose associated
control valves (9.1, 9.4, 10.1, 10.4) are synchronously controllable.
17. Device according to one of Claims 9 through 16,
characterized in that
a separate movable hold-down device (12.1, 12.2) which is drivable via actuators (13.1,
13.2) for smoothing and holding the material layers (16) is situated at each end (17.1,
17.2) of the laying station (1).
1. Procédé pour déposer une bande de matière souple (2) en plusieurs couches de matière
superposées (16), dans lequel la bande de matière (2) est acheminée à une zone de
dépose, dans lequel la bande de matière (2) est guidée suivant un mouvement de va-et-vient
par une première insufflation dans une première direction de dépose vers une extrémité
(17.1, 17.2) de la zone de dépose et par une deuxième insufflation dans une deuxième
direction de dépose vers une extrémité opposée (17.2, 17.1) de la zone de dépose,
et dans lequel les insufflations sont produites par plusieurs buses à air activées
en alternance (7.1 ... 7.6 ; 8.1 ... 8.6),
caractérisé en ce
qu'au moins l'une des insufflations est produite par plusieurs buses à air (7.1 ... 7.6
; 8.1 ... 8.6) activées les unes après les autres, lesquelles soufflent dans l'une
des directions de dépose.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la bande de matériau (2) est acheminée dans une région centrale de la zone de dépose
et en ce que les insufflations opposées sont également produites par plusieurs buses à air (7.1
... 7.6 ; 8.1 ... 8.6) activées les unes après les autres, qui soufflent dans la direction
de dépose opposée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les buses à air (7.1 ... 7.6 ; 8.1 ... 8.6) sont activées pour produire l'une des
insufflations en fonction d'une position de la bande de matière entre les extrémités
de la zone de dépose.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
les buses à air (7.1 ... 7.6 ; 8.1 ... 8.6) sont activées en fonction d'une séquence
d'enclenchement temporelle qui est déterminée en fonction d'une vitesse d'amenée de
la bande de matière (2).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la vitesse d'amenée de la bande de matière (2) est déterminée à partir d'une vitesse
périphérique d'un rouleau de transport (4.1, 4.2), par lequel rouleau de transport
(4.1, 4.2) la bande de matière est acheminée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
les insufflations sont produites par plusieurs buses à air (7.1 ... 7.6 ; 8.1 ...
8.6) opposées au niveau de deux côtés longitudinaux de la zone de dépose.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les buses à air (7.1 ... 7.6 ; 8.1 ... 8.6) directement opposées au niveau des côtés
longitudinaux forment une paire de buses à air (7.1, 7.4 ; 7.2, 7.5 ; 7.3, 7.6 ; 8.1,
8.4 ; 8.2, 8.5 ; 8.3, 8.6) et sont activées et désactivées de manière synchronisée.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les couches de matière (16) au niveau des extrémités de la zone de dépose sont lissées
et retenues par deux éléments mobiles de maintien vers le bas (12.1, 12.2).
9. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, comprenant un poste de dépose (1) pour recevoir plusieurs couches de matière
(16) superposées, comprenant un dispositif d'amenée (3) associé au poste de dépose
(1) pour acheminer une bande de matière (2) et comprenant un dispositif de pose (5)
pour déposer la bande de matière (2) dans le poste de dépose (1), le dispositif de
pose (5) présentant deux dispositifs de soufflage (6.1, 6.2) comprenant plusieurs
buses à air (9.1, 10.1), qui produisent en alternance une première insufflation dans
une première direction de dépose et un deuxième insufflation dans une deuxième direction
de dépose opposée,
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des dispositifs de soufflage (6.1) présente plusieurs buses à air (7.1
- 7.3) disposées le long de l'une des directions de dépose, lesquelles sont orientées
chacune dans la direction de dépose et peuvent être activées les unes après les autres.
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le dispositif d'amenée (3) est disposé dans une région centrale du poste de dépose
(1) et en ce que le deuxième dispositif de soufflage (6.2) présente plusieurs buses à air (8.1 - 8.3)
disposées le long des deuxièmes directions de dépose, lesquelles sont orientées à
chaque fois dans la direction de dépose et peuvent être activées les unes après les
autres.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 ou 10,
caractérisé en ce
qu'une soupape de commande (9.1 - 9.3) est à chaque fois associée aux buses à air (7.1
- 7.3), lesquelles soupapes de commande sont connectées à un dispositif de commande
(11) et peuvent être commandées indépendamment les unes des autres pour activer les
buses à air (7.1 - 7.3).
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (11) est connecté à un dispositif de capteur (14) qui permet
de détecter directement ou indirectement une position instantanée de la bande de matière
(2) entre les extrémités (17.1, 17.2) du poste de dépose (1).
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
le dispositif de capteur (14) présente un capteur de vitesse de rotation (15) qui
est associé au dispositif d'amenée (3) pour détecter la vitesse périphérique d'un
rouleau de transport (4.1).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
le dispositif d'amenée (3) est formé par une paire de rouleaux (4.1, 4.2), dont les
rouleaux de transport (4.1, 4.2) sont opposés dans une fente de transport, au moins
l'un des rouleaux de transport (4.1) étant entraînable.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 14,
caractérisé en ce
qu'au moins l'un des dispositifs de soufflage (6.1, 6.2) présente plusieurs buses à air
(7.1, 7.6, 8.1 - 8.6) réparties sur les deux côtés longitudinaux (18.1, 18.2) du poste
de dépose (1).
16. Dispositif selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
des buses à air (7.1, 7.4 ; 8.1, 8.4) directement opposées au niveau des côtés longitudinaux
(18.1, 18.2) du poste de dépose (1) forment une paire de buses à air, dont les soupapes
de commande associées (9.1, 9.4, 10.1, 10.4) peuvent être commandées de manière synchronisée.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 16,
caractérisé en ce
qu'à chaque extrémité (17.1, 17.2) du poste de dépose (1) est disposé un élément de maintien
vers le bas (12.1, 12.2) déplaçable séparé, qui peut être entraîné par le biais d'actionneurs
(13.1, 13.2) pour le lissage et le maintien des couches de matière (16).
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