[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch
1.
[0003] Derartige Möbel mit Stellarmanordnungen (Hochklappbeschläge) sind bereits seit einiger
Zeit Stand der Technik. Sie dienen vor allem dazu, die Hochklappbewegung bzw. die
Hochfahrbewegung für einen Benutzer zu erleichtern. Zum Unterstützen von Öffnungsbewegungen
einer Möbelklappe bzw. eines Möbelteiles sind schon seit vielen Jahren sogenannte
TIP-ON-Mechanismen im Einsatz. Diese können beispielsweise nach dem Kugelschreiberprinzip
funktionieren, wobei der ausstoßende Teil beim Schließen der Möbelklappe in Schließstellung
gedrückt wird. In dieser Stellung wird der Ausstoßer verriegelt (beispielsweise in
einer Herzkurve), wonach durch Überdrücken hinter die Schließstellung - also durch
Drücken in Schließrichtung - der federbeaufschlagte Ausstoßer entriegelt wird. Dadurch
kann die Federkraft ihre Wirkung entfalten und den Ausstoßer der Ausstoßvorrichtung
in Öffnungsrichtung bewegen, womit die daran anliegende Möbelklappe bzw. das Möbelteil
geöffnet wird.
[0004] Dieses Prinzip ist vor allem bei schweren Schubladen oder Möbeltüren ohne Griffe
sehr hilfreich, da bereits nach einem relativ kurzen automatischen Öffnungsweg die
komplette Öffnung händisch ohne zusätzliche Unterstützungsmechanismen durch den Anwender
erfolgen kann.
[0005] Im Gegensatz zu ausziehbaren Schubladen oder Türen reicht dieser relativ geringe
Öffnungsweg von wenigen Zentimetern bei einer Möbelklappe nicht aus, um die Öffnungsbewegung
von Hand zu beenden, da solche Hochklappmöbel oft schwer zugänglich und nicht leicht
erreichbar sind. Deswegen wird die Hochklappbewegung ab einem gewissen Öffnungswinkel
vom Hauptkraftspeicher und der Hebelanordnung unterstützt bzw. es wird eine neutrale
Bewegung ermöglicht.
[0006] Bei relativ kleinen und leichten Möbelklappen kann alleine durch die Ausstoßvorrichtung
schon die Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers überwunden werden. Wenn aber große
und schwere Möbelklappen oder ein starker Hauptkraftspeicher eingesetzt wird, kann
die Ausstoßvorrichtung - die standardmäßig meist mit einer Kraft von ca. 10 - 17 Newton
auf den unteren Bereich der Möbelklappe wirkt - nicht die Zuhaltekraft des auf die
Möbelklappe wirkenden Hauptkraftspeichers überwinden.
[0007] Daher hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, ein gegenüber dem Stand der
Technik verbessertes Möbel zu schaffen, die bei Verwendung einer Standardausstoßvorrichtung
das Öffnen der Möbelklappe auch bei großen und schweren Möbelklappen ermöglicht.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine an einem zweiten Hebel der Hebelanordnung angeordnete
und mit der Hebelanordnung bewegungsgekoppelten Ausstoßunterstützungsvorrichtung zum
Unterstützen der Ausstoßbewegung der Ausstoßvorrichtung gelöst, wobei die Ausstoßunterstützungsvorrichtung
ein Gehäuse, wenigstens einen in Öffnungsrichtung wirkenden, von der Ausstoßvorrichtung
gesonderte Unterstützungskraftspeicher zum Unterstützen der Ausstoßbewegung der Ausstoßvorrichtung
und einen vom Unterstützungskraftspeicher geführten, auf einen dritten Hebel der Hebelanordnung
wirkenden Stößel aufweist, wobei zumindest in überdrückter Schließstellung die in
Öffnungsrichtung auf die Möbelklappe wirkenden, vorzugsweise im unteren Möbelklappenbereich
gemessenen Federkräfte des Ausstoßkraftspeichers der Ausstoßvorrichtung und des Unterstützungskraftspeichers
zusammen größer sind als die auf die Möbelklappe wirkende, vorzugsweise im unteren
Möbelklappenbereich gemessene Zuhaltekraft des in Schließrichtung wirkenden Hauptkraftspeichers.
In anderen Worten heißt dies, dass der Unterstützungskraftspeicher die Zuhaltekraft
des Hauptkraftspeichers kompensiert bzw. verringert. Diese dann relativ geringe Zuhaltekraft
kann von der Standardausstoßvorrichtung überwunden werden, wodurch der Unterstützungskraftspeicher
zusammen mit der Ausstoßvorrichtung genügend Kraft / Drehmoment auf die Möbelklappe
bringt, um die Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers zu überwinden. Die beiden Öffnungskräfte
zusammen sollten zumindest bis an einem Öffnungswinkel von ca. 10 - 40°, vorzugsweise
zwischen 20 und 30° höher sein als die in diesem Bereich wirkende Zuhaltekraft.
[0009] Da die Ausstoßvorrichtung bevorzugt im unteren Bereich des Möbelkorpus angeordnet
ist und dort auf den unteren Bereich der Möbelklappe wirkt (um eine bessere Hebelwirkung
zu erzielen), beziehen sich sämtliche hierin angegebenen Kraftangaben auf ihre Wirkung
im unteren Bereich der Möbelklappe. Insbesondere sind die Kraftangaben immer an der
Unterkante der Frontklappe gemessen. Sie sagen somit nichts über die reine Kraft der
einzelnen Kraftspeicher (Hauptkraftspeicher, Ausstoßkraftspeicher, Unterstützungskraftspeicher)
aus, da diese über Hebel kinematisch verstärkt oder geändert werden (können). Demgemäß
sieht ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel vor, dass die auf die Möbelklappe wirkenden
Kräfte im unteren Möbelklappenbereich, vorzugsweise an der Frontunterseite gemessen
werden.
[0010] Generell kann zumindest einer der in dieser Schrift angegebenen Kraftspeicher als
ein sonstiges krafterzeugendes oder elastisches Element (Hydraulikvorrichtung, Motor,
elastisches Kompensationselement, Feder) ausgeführt sein.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die in Öffnungsrichtung
wirkende Federkraft der Ausstoßvorrichtung in überdrückter Schließstellung zwischen
5 und 20 N, vorzugsweise zwischen 10 und 17 N, besonders bevorzugt zwischen 12 und
15 N, beträgt. Für den Einsatz in Hochklappschränken / Möbeln sind nur relativ kleine
Ausstoßvorrichtungen sinnvoll, da andere zu viel Platz einnehmen würden bzw. in ausgestoßenem
Zustand zu weit vorstehen würden.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Unterstützungskraftspeicher in einem Gehäuse
angeordnet ist und über einen vom der Unterstützungskraftspeicher geführten Stößel
auf einen Hebel der Hebelanordnung wirkt. Damit kann die Übersetzung auf einen bestimmten
Hebel optimiert werden.
[0013] Erfindunggemäß ist weiters vorgesehen, dass der Unterstützungskraftspeicher, das
Gehäuse und der Stößel zusammen eine Ausstoßunterstützungsvorrichtung bilden, die
an der Hebelanordnung angeordnet ist und mit dieser bewegungsgekoppelt ist, wobei
die Ausstoßunterstützungsvorrichtung eine einzelne leicht austauschbare bzw. lösbare
Baueinheit bildet. Die Anordnung der Ausstoßunterstützungsvorrichtung direkt auf der
Hebelanordnung bedeutet in anderen Worten, dass sie "fliegend" gelagert auf einem
zweiten Hebel der Hebelanordnung ist. Sie bewegt sich somit auf der Hebelanordnung
mit und kann über einen längeren Öffnungsweg als die reihe Ausstoßvorrichtung gegen
die Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers wirken. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, dass die Ausstoßunterstützungsvorrichtung an einem zweiten Hebel der Hebelanordnung
angeordnet ist und auf einen dritten Hebel der Hebelanordnung wirkt.
[0014] Bevorzugt kann dazu auch vorgesehen sein, dass der Unterstützungskraftspeicher durch
den dritten Hebel der Hebelanordnung beim Schließen spannbar ist und der Unterstützungskraftspeicher
dabei auch die Schließbewegung der Möbelklappe dämpft.
[0015] Generell soll nicht ausgeschlossen sein, dass der auf einen Hebel der Hebelanordnung
wirkende Unterstützungskraftspeicher durch Überdrücken entriegelbar ist. Durch die
gesonderte Ausführung der Ausstoßvorrichtung und des Unterstützungskraftspeichers
wirken die beiden in Öffnungsrichtung wirkenden Kraftspeicher an unterschiedlichen
Stellen im Möbel bzw. an der Stellarmanordnung.
[0016] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die
in Öffnungsrichtung wirkende Federkraft des Unterstützungskraftspeichers die in Schließrichtung
wirkende Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers in Schließstellung auf einen Wert kompensiert,
der geringer ist als die in Öffnungsrichtung wirkende Ausstoßkraft der Ausstoßvorrichtung.
Somit ist der in Öffnungsrichtung wirkende, fliegend gelagerte Unterstützungskraftspeicher
derart ausgeführt, dass es die Ausstoßvorrichtung schafft die Möbelklappe nach Entriegelung
zu öffnen.
[0017] Generell sind aus dem Stand der Technik bereits Stellarmanordnungen zum Hochbewegen
einer Möbelklappe eines Möbels bekannt, bei denen eine Hebelanordnung zum Bewegen
der Möbelklappe, ein in Schließrichtung zum Zuhalten der Möbelklappe wirkender Hauptkraftspeicher
und eine Dämpfvorrichtung die die Schließbewegung der Möbelklappe dämpft, bekannt.
Dadurch wird ein sanftes und leichtgängiges Schließen der Möbelklappe vor allem im
letzten Schließabschnitt ohne lärmendes Zuschlagen erreicht. In solchen Dämpfvorrichtungen
ist bereits eine in Öffnungsrichtung wirkende, relativ kleine Feder angeordnet, die
jedoch nur dazu dient, den Stößel nach der Öffnungsbewegung der Möbelklappe wieder
auszufahren. Der Stößel wird bei der Schließbewegung generell vom Dämpfmedium an einer
schnellen Schließbewegung gehindert. Im Gegensatz dazu wird bei der Öffnungsbewegung
keine Wirkung von diesem Stößel auf einen Hebel oder auf die Möbelklappe erzielt.
Es wird lediglich durch die Hilfsfeder der Stößel in Öffnungsrichtung bewegt, ohne
die Öffnungsbewegung der Möbelklappe überhaupt unterstützen zu können oder zu beeinflussen.
Dieser Stößel wird somit vielmehr von der Kraft des Dämpfmediums beeinflusst als von
der Hilfsfeder. Dies manifestiert sich vor allem darin, dass beim Öffnen der Möbelklappe
der Stößel gar nicht mit der Bewegung der Hebel mithalten kann, da ein unbeeinflusstes
Ausstoßen des Stößels durch das Dämpfmedium verhindert wird.
[0018] Um eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Unterstützungsfeder für die Öffnungsbewegung
eines Stellarms anzugeben, ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des Möbels
bei dessen Stellarmanordnung vorgesehen, dass auf den Stößel nur Federkraft des Unterstützungskraftspeichers
zum Unterstützen einer am Möbel oder an der Stellarmanordnung angeordneten Ausstoßvorrichtung
wirkt. Somit kann die Unterstützungsfeder ohne irgendwelchen Einfluss eines Dämpfmediums
auf den Hebel der Hebelanordnung direkt wirken und die Öffnungsbewegung unterstützen.
Insbesondere kann damit der Unterstützungskraftspeicher den Stößel derart beaufschlagen,
dass der Stößel bis zu seiner Maximaloffenstellung immer am Hebel anliegt.
[0019] Bevorzugt ist dazu weiters vorgesehen, dass der Stößel, der Unterstützungskraftspeicher
und ein Gehäuse zusammen eine Ausstoßunterstützungsvorrichtung bilden, die an einem
zweiten Hebel der Hebelanordnung angeordnet ist und über den Stößel auf einen dritten
Hebel der Hebelanordnung wirkt. Bevorzugt ist hierbei vorgesehen, dass die reine Kraft
des Unterstützungskraftspeichers nicht die Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers überwindet.
Hierzu ist die Anordnung einer zusätzlichen TIP-ON-Vorrichtung/Ausstoßvorrichtung
an der Stellarmanordnung oder am Möbel notwendig. Generell soll nicht ausgeschlossen
werden, dass mehrere Unterstützungskraftspeicher in ein und demselben Bereich oder
in unterschiedlichen Bereichen der Stellarmanordnung angeordnet sind.
[0020] Weiters kann ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Möbels ein Set bestehend aus
einem ersten und einem zweiten Typ von Stellarmanordnungen für eine Klappe eines Möbels
umfassen, wobei der erste Typ zusätzlich eine Dämpfvorrichtung, die die Schließbewegung
der Möbelklappe dämpft, aufweist. Um eine einfachere Lagerhaltung und ein besseres
und einfacheres Herstellungsverfahren für die zwei Typen von Stellarmanordnungen zu
ermöglichen/zu schaffen, ist unter anderem bevorzugt vorgesehen, dass der zweite Typ
anstelle der Dämpfvorrichtung des ersten Typs eine Ausstoßunterstützungsvorrichtung
aufweist, die zumindest einen in Öffnungsrichtung wirkenden, einen Stößel beaufschlagenden
Unterstützungskraftspeicher zum Unterstützen einer am Möbel oder an einer der Stellarmanordnungen
angeordneten Ausstoßvorrichtung umfasst, wobei der Stößel an einem dritten Hebel der
Hebelanordnung anliegt bzw. anlegbar ist und auf den Stößel nur Federkraft des Unterstützungskraftspeichers
wirkt. Es soll damit verhindert werden, dass ein Hersteller zwei Produktlinien produziert,
bei welchen die meisten Teile gleich sind und nur anstatt der Dämpfvorrichtung an
im Wesentlichen selber Stelle eine Ausstoßunterstützungsvorrichtung angeordnet ist.
[0021] Bevorzugt ist hierzu vorgesehen, dass der Stößel und der Unterstützungskraftspeicher
in einem Gehäuse der Ausstoßunterstützungsvorrichtung angeordnet bzw. geführt sind.
Ein besonderer Vorteil bei dieser Ausführung liegt darin, dass beide Typen von Stellarmanordnungen
zum Großteil identisch sind, wobei bei der Herstellung nur anstatt der Dämpfvorrichtung
die Ausstoßunterstützungsvorrichtung mitsamt Unterstützungskraftspeicher am ansonsten
identischen zweiten Hebel der Hebelanordnung angeordnet werden muss und zumindest
eine Ausstoßvorrichtung an einer Stellarmanordnung selbst oder am Möbel vorgesehen
sein sollte. Diesbezüglich kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Dämpfvorrichtung
des ersten Typs und die Ausstoßunterstützungsvorrichtung des zweiten Typs im Wesentlichen
die gleichen Außenmaße aufweisen. Somit können sämtliche kinematischen Eigenschaften
der restlichen Hebelanordnung bzw. Stellarmanordnung bei beiden Typen im Wesentlichen
unverändert sein und sowohl ein komfortables Schließen als auch Öffnen der Möbelklappe
garantiert werden. Damit wird die gesamte Herstellung und Lagerhaltung der beiden
Stellarmanordnungstypen wesentlich effizienter.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im
Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1 bis 5
- in Schnittdarstellung den Öffnungsbewegungsablauf der Stellarmanordnung Typ 2 im Möbel,
- Fig. 6
- eine Ansicht der geöffneten Stellarmanordnung,
- Fig. 7 bis 11
- die Kraftauswirkungen der einzelnen Federn (Kraftspeicher) gemessen an der Möbelklappe,
- Fig. 12 und 13
- die Schließbewegung des Stellarmanordnungstyps 1
- Fig. 14 und 15
- die Öffnungsbewegung des Stellarmanordnungstyps 2 und
- Fig. 16 und 17
- einen alternativen Hebelanordnungsaufbau.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Möbel 4 mit einer geschlossenen Möbelklappe 3 und einem Möbelkorpus
14, wobei an einer Seitenwand des Möbelkorpus 14 über eine Befestigungs- bzw. Führungsplatte
26 die Stellarmanordnung Typ 2 angebracht ist. Diese Stellarmanordnung Typ 2 weist
eine über zahlreiche Gelenke mit der Befestigungsplatte 26 verbundene Hebelanordnung
5 auf. Diese Hebelanordnung 5 besteht im Wesentlichen aus acht miteinander mechanisch
bzw. kinematisch verbundenen Hebeln 9, 10, 17, 18, 19, 20, 21 und 22. Durch die Hebelanordnung
5 wird vom Hauptkraftspeicher 7 (Federpaket), welcher einerseits mit der Befestigungsplatte
26 - und somit mit dem Möbelkorpus 14 fix verbunden ist - und andererseits mit einem
ersten Hebel bzw. einem Gelenk 33 der Hebelanordnung 5 verbunden ist, Zuhaltekraft
über die gesamte Hebelanordnung 5 und den mit diesem in Verbindung stehenden Klappenbeschlag
27 auf die Möbelklappe 3 ausgeübt. In dieser Fig. 1 ist die Möbelklappe 3 in Schließstellung
SS dargestellt, d.h. der Öffnungswinkel α
0 beträgt 0°. Beim hier nicht dargestellten vorherigen Schließen wird dabei durch die
Möbelklappe 3 die Ausstoßvorrichtung 6, welche im bzw. am Möbelkorpus 14 angeordnet
ist, in Schließstellung SS gebracht. Dies kann beispielsweise wie beim Kugelschreiberprinzip
funktionieren. In dieser Fig. 1 ist schematisch dargestellt, dass der hier nicht dargestellte
Ausstoßer 6a der Ausstoßvorrichtung 6 über einen Herzkurvenzapfen 16 in der Herzkurve
15 geführt ist, wobei in dieser Schließstellung SS der Herzkurvenzapfen 16 in verriegelter
Stellung in der Herzkurve 15 hält. Weiters ist auch die Ausstoßunterstützungsvorrichtung
8, die auf einem zweiten Hebel 9 der Hebelanordnung 5 angeordnet ist, dargestellt.
[0024] In Fig. 2 ist nun dargestellt, wie die Möbelklappe 3 durch Drücken eines Benützers
mit einem Finger in Schließrichtung SR in die überdrückte Schließstellung ÜS gebracht
wird. Dabei gelangt die Möbelklappe 3 in einen Öffnungswinkel α
-1, der ca. einem Öffnungswinkel von -0,5° entspricht. Dadurch wirkt die Möbelklappe
3 über den Ausstoßer 6a auf den Herzkurvenzapfen 16 der dadurch aus der verriegelten
Stellung in der Herzkurve 15 gelangt, wodurch der federbeaufschlagte Ausstoßer 6a
der Ausstoßvorrichtung 6 frei gegeben bzw. nicht mehr gehalten wird und seine in Öffnungsrichtung
OR auf die Möbelklappe 3 wirkende Kraft A entfalten bzw. auslösen kann.
[0025] Dies wird in Fig. 3 deutlich, in welcher ersichtlich ist, dass der Ausstoßer 6a die
Möbelklappe 3 in die Offenstellung OS1 bringt. In dieser Offenstellung OS1 beträgt
der Öffnungswinkel α
1 der Möbelklappe 3 7° (Bei anderen Klappengrößen kann sich dieser Winkel wesentlich
unterscheiden). In der Darstellung gemäß Fig. 3 ist auch ersichtlich, wie die mit
dem zweiten Hebel 9 bewegungsgekoppelte Ausstoßunterstützungsvorrichtung 8 über dessen
durch den Unterstützungskraftspeicher 12 beaufschlagten Stößel 24 auf den dritten
Hebel 10 wirkt und somit die Öffnungsbewegung der Ausstoßvorrichtung 6 unterstützt.
Die beiden auf die Möbelklappe 3 wirkenden Kräfte A und U der Ausstoßvorrichtung 6
und des Unterstützungskraftspeichers 8 sind dabei größer als die Zuhaltekraft Z des
Hauptkraftspeichers 7.
[0026] In Fig. 4 ist dargestellt, wie die Ausstoßunterstützungsvorrichtung 8 (im Wesentlichen
bestehend aus dem Unterstützungskraftspeicher 12, dem Gehäuse 25 und dem Stößel 24)
die Möbelklappe 3 von der in Fig. 3 dargestellten Offenstellung OS1 in die in Fig.
4 dargestellte Offenstellung OS2 durch Überwindung der zwischen Offenstellung OS1
und Offenstellung OS2 bereits geringeren Zuhaltekraft Z des Hauptkraftspeichers bringt.
Der Öffnungswinkel α
2 beträgt in der Offenstellung OS2 30° (Dieser Winkel ist abhängig von der Klappengröße
und kann somit auch wesentlich höhere oder niedere Werte annehmen). Durch die Entladung
des Hauptkraftspeichers 7 und durch die Hebelwirkungen der einzelnen Hebel der Hebelanordnung
5 wirkt in etwa ab dieser Offenstellung OS2 nur mehr eine ganz geringe Zuhaltekraft
Z auf die Möbelklappe 3 (siehe Fig. 7). Durch eine entsprechende Austarierung und
Berücksichtigung des Klappengewichtes und der Hauptfedereinstellung kann die Möbelklappe
3 ab dieser Stellung in jeder beliebigen Lage neutral gehalten werden. Ab dieser Offenstellung
OS2 wurde auch die komplette in Öffnungsrichtung OR wirkende Kraft der Ausstoßunterstützungsvorrichtung
8 auf den dritten Hebel 10 der Hebelanordnung 5 und somit auf die Möbelklappe 3 weiter
gegeben.
[0027] Die Einstellung der Federkraft des Hauptkraftspeichers 7 kann über den Federverstellmechanismus
23 eingestellt werden. Durch ein einstellbares Verschieben (vergleiche Fig. 4 und
5) des Halteelementes 29 entlang der Stellschraube 28 kann die Federkraft Z des Hauptkraftspeichers
7 an die jeweiligen Gegebenheiten (Gewicht der Möbelklappe 3, kinematische Übersetzung
der Hebelanordnung 5, usw.) angepasst werden.
[0028] Fig. 5 zeigt die Möbelklappe 3 des Möbels 4 in der Maximaloffenstellung OS3, wobei
der Öffnungswinkel α
3 100° beträgt. Schematisch ist der den Ausstoßer 6a beaufschlagende Ausstoßkraftspeicher
11 der Ausstoßvorrichtung 6 dargestellt. Weiters sind die drei Gelenkpunkte 30, 31
und 32 gekennzeichnet, über die die Hebelanordnung 5 an der Befestigungsplatte 26
begrenzt drehgelagert ist.
[0029] In Fig. 6 ist eine Ansicht des Möbels 4 mit einer Stellarmanordnung 2 bzw. 1 in Offenstellung
OS3 gezeigt. Diese Darstellung zeigt somit sowohl den Stellarmanordnungstyp 1 als
auch den Stellarmanordnungstyp 2. Es wird deutlich, dass die Außenmaße der an der
Hebelanordnung 5 gelagerten Ausstoßunterstützungsvorrichtung 8 bzw. Dämpfvorrichtung
13 im Wesentlichen identisch sind. Um generell eine Stellarmanordnung vom Typ 1 auf
den Typ 2 umzurüsten ist nur ein Austausch von Dämpfvorrichtung 13 und Ausstoßunterstützungsvorrichtung
8 notwendig. Im unteren Bereich des Möbelkorpus 14 können eine oder mehrere Ausstoßvorrichtungen
6 vorgesehen sein. Bevorzugt ist entweder eine zentrale Ausstoßvorrichtung 6 etwa
im mittleren, unteren Bereich des Möbelkorpus angeordnet oder zwei Ausstoßvorrichtungen
6, jeweils am seitlichen, unteren Bereich des Möbelkorpus 14. In Fig. 6 ist die Möbelklappe
3 nicht dargestellt, wodurch der Blick auf den mit der Möbelklappe 3 verbindbaren
Klappenbeschlag 27 frei gegeben ist.
[0030] In den Fig. 7 bis 11 sind Diagramme der an der Möbelklappenunterseite 3a gemessenen
Kraftverläufe in Bezug auf die Kräfte des Hauptkraftspeichers 7, Unterstützungskraftspeichers
12 und der Ausstoßvorrichtung 6 dargestellt. Die vertikalen Koordinaten unterteilen
darin die auf die Frontunterseite 3a wirkende Kraft in Newton, wobei positive Newton-Angaben
die in Schließrichtung SR wirkende Kraft Z und negative Newton-Werte die in Öffnungsrichtung
OR wirkende Kraft A und U zeigen. Die horizontale Achse zeigt den Öffnungswinkel α
in Winkelgrad ausgehend von vertikaler Stellung der geschlossenen Möbelklappe 3. Durch
die in Fig. 7 dargestellte Zuhaltekraftkurve Z ist die Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers
7 alleine gezeigt. Daraus ist ersichtlich, dass ab einem Öffnungswinkel α von ca.
40° die Zuhaltekraft ziemlich neutral ist. Dadurch kann die Möbelklappe 3 in diesem
Öffnungswinkelbereich austariert gehalten werden. Durch den Pfeil Z
α ist die konkrete Zuhaltekraft des Hauptkraftspeichers 7 bei einem Öffnungswinkel
α
1 mit ca. 9 Newton gezeigt. Hierzu soll auch auf Fig. 10 verwiesen werden, die einerseits
die kinematisch erreichbare Ist-Zuhaltekraft Z
IST zeigt und andererseits die theoretische Soll-Zuhaltekraft Z
SOLL darstellt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten ist unter anderem durch
die Trägheit, die Reibung, die Hebelübersetzung usw. begründet.
[0031] In Fig. 11 ist in gleicher Art und Weise wie in Fig. 10 die Kraft U
IST und U
SOLL der Unterstützungskraftspeicher 8 dargestellt. Diese Kraft U weist dabei nur negative
Newton-Werte auf, da sie in Öffnungsrichtung OR wirkt. Die Ist-Öffnungskraft U
IST wirkt bei Anordnung an der Hebelanordnung 5 der Zuhaltekraft Z entgegen. Dies geht
besonders aus Fig. 8 hervor, worin gezeigt ist, dass die Kraft U
α des Unterstützungskraftspeichers 8 die strichliert dargestellte Zuhaltekraft Z des
Hauptkraftspeichers 7 kompensiert bzw. verringert. Somit zeigt der Kurvenverlauf in
Fig. 8 die an der Unterseite der Möbelklappe 3 gemessene Kraft Z-U wenn nur der Unterstützungskraftspeicher
8 und der Hauptkraftspeicher 7 in der Stellarmanordnung 2 vorhanden sind. Das heißt
gemäß dieser Fig. 8 genügt die Kraft U des Unterstützungskraftspeichers 8 nicht um
die Möbelklappe 3 zu öffnen.
[0032] Gemäß Fig. 9 genügt aber diese Kraft U um zusammen mit der Ausstoßerkraft A die Zuhaltekraft
Z zu überwinden. Das heißt in anderen Worten, dass bei einem Öffnungswinkel von α
0 (bzw. bei überdrückter Stellung ÜS und Öffnungswinkel α
-1) die konkreten gemessenen Kraftwerte U
α+A
α größer als die Zuhaltekraft Z
α sind. Bevorzugt sollte die addierte Kraft A und U zumindest bis zu einem Winkel α
von etwa 10° größer als Z sein. Durch die entsprechende Anpassung der einzelnen Federkräfte
kann ein leichtgängiges Öffnen der Möbelklappe 3 garantiert werden. Dies ist insbesondere
an der im geringen negativen Newton Bereich angeordneten Kraftkurve Z-U-A ersichtlich.
Dadurch wird ein sanftes Öffnen der Möbelklappe ermöglicht und abrupte Bewegungen
werden verhindert.
[0033] Fig. 12 zeigt ein Möbel 4 mit einem Stellarmanordnungstyp 1, wobei die Dämpfvorrichtung
13 sich in Schließrichtung SR bewegende Möbelklappe 3 dämpft. Über den Hebel 19 und
10 wird dabei der Stößel der Dämpfvorrichtung 13 beaufschlagt, wodurch die Schließbewegung
verzögert wird. In Fig. 13 ist der Stellarmanordnungstyp 1 in geschlossener Stellung
dargestellt.
[0034] In Fig. 14 dagegen ist der Stellarmanordnungstyp in geschlossener Stellung dargestellt,
wobei der gespannte Unterstützungskraftspeicher 12 der Ausstoßunterstützungsvorrichtung
8 allein noch nicht ausreicht um den hier nicht dargestellten Hauptkraftspeicher 7
und somit eine Bewegung in Öffnungsrichtung OR der Möbelklappe 3 zu ermöglichen. Dazu
ist, wie in Fig. 15 dargestellt, die Ausstoßvorrichtung 6 am Möbelkorpus (könnte auch
an einem Hebel oder an der Befestigungsplatte 26 angeordnete sein) vorgesehen, die
die Möbelklappe 3 in Öffnungsrichtung OR ausstößt. Dies wird durch Unterstützung des
sich nach Entriegelung entspannenden Unterstützungskraftspeichers 12 der Ausstoßunterstützungsvorrichtung
8 erreicht.
[0035] Fig. 16 und 17 zeigen die in den übrigen Figuren getrennt ausgeführten Hebel 21 und
22 einstückig, wobei an diesem einstückigen Hebel der Federverstellmechanismus 23
für den Hauptkraftspeicher 7 angeordnet ist.
[0036] Durch die hier vorliegende Erfindung ist somit ein Möbel mit Stellarmanordnung, eine
Stellarmanordnung zum Öffnen von schweren Möbelklappen und ein Stellarmanordnungsset
gezeigt, wobei vor allem das Öffnen von schweren Möbelklappen für Benutzer von Möbeln
mit hochbewegbaren Möbelklappen erleichtert und komfortabel gestaltet wird.
1. Möbel (4) mit:
- einem Möbelkorpus (14),
- einer Möbelklappe (3)
- einer Stellarmanordnung (2) für die Möbelklappe (3) des Möbels (4), wobei die Stellarmanordnung
(2) eine Hebelanordnung (5) zum Bewegen der Möbelklappe (3), eine Befestigungsplatte
(26), über die die Stellarmanordnung am Möbelkorpus (14) angebracht ist, einen mit
der Hebelanordnung (5) in Verbindung stehenden Klappenbeschlag (27), welcher mit der
Möbelklappe (3) verbunden ist, und einen in Schließrichtung (SR), zum Zuhalten der
Möbelklappe (3) wirkenden Hauptkraftspeicher (7) umfasst, wobei durch die Hebelanordnung
(5) vom Hauptkraftspeicher (7), welcher einerseits mit der Befestigungsplatte (26)
und andererseits mit einem ersten Hebel (21, 22) der Hebelanordnung (5) verbunden
ist, Zuhaltekraft über die gesamte Hebelanordnung (5) und den Klappenbeschlag (27)
auf die Möbelklappe (3) ausübbar ist, und
- einer am Möbel (4) oder an der Stellarmanordnung (2) angeordneten Ausstoßvorrichtung
(6) mit einem von einem Ausstoßkraftspeicher (11) beaufschlagten Ausstoßer (6a) zum
Durchführen einer Ausstoßbewegung der Möbelklappe (3) in Öffnungsrichtung (OR), wobei
der Ausstoßer (6a) in einer Schließstellung (SS) der Möbelklappe (3) verriegelbar
ist, wonach durch Überdrücken der Möbelklappe (3) in Schließrichtung (SR) hinter die
Schließstellung (SS) der Ausstoßer (6a) entriegelbar ist,
gekennzeichnet durch
- eine an einem zweiten Hebel (9) der Hebelanordnung (5) angeordnete und mit der Hebelanordnung
(5) bewegungsgekoppelten Ausstoßunterstützungsvorrichtung (8) zum Unterstützen der
Ausstoßbewegung der Ausstoßvorrichtung (6), wobei die Ausstoßunterstützungsvorrichtung
(8) ein Gehäuse (25), wenigstens einen in Öffnungsrichtung (OR) wirkenden, von der
Ausstoßvorrichtung (6) gesondert ausgebildeten, im Gehäuse (25) angeordneten Unterstützungskraftspeicher
(12) zum Unterstützen der Ausstoßbewegung der Ausstoßvorrichtung (6) und einen vom
Unterstützungskraftspeicher (12) geführten, auf einen dritten Hebel (10) der Hebelanordnung
(5) wirkenden Stößel (24) aufweist,
wobei zumindest in überdrückter Schließstellung (ÜS) die in Öffnungsrichtung (OR)
auf die Möbelklappe (3) wirkenden Federkräfte (A, U) des Ausstoßkraftspeichers (11)
der Ausstoßvorrichtung (6) und des Unterstützungskraftspeichers (12) zusammen größer
sind als die auf die Möbelklappe (3) wirkende Zuhaltekraft (Z) des in Schließrichtung
(SR) wirkenden Hauptkraftspeichers (7).
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Öffnungsrichtung (OR) wirkende Federkraft (A) des Ausstoßkraftspeichers (11)
der Ausstoßvorrichtung (6) in überdrückter Schließstellung (ÜS) zwischen 5 und 20
N, vorzugsweise zwischen 12 und 15 N, beträgt.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterstützungskraftspeicher (12) durch den dritten Hebel (10) der Hebelanordnung
(5) beim Schließen spannbar ist und der Unterstützungskraftspeicher (12) dabei auch
die Schließbewegung der Möbelklappe (3) dämpft.
1. Piece of furniture (4) with:
- a furniture body (14),
- a furniture flap (3),
- an adjusting arm arrangement (2) for the furniture flap (3) of the piece of furniture
(4), wherein the adjusting arm arrangement (2) comprises a lever arrangement (5) for
moving the furniture flap (3), a fixing plate (26), by which the adjusting arm arrangement
(2) is fixed to the furniture body (14), a flap bracket (27) which is in connection
with the lever arrangement (5) and which is connected to the furniture flap (3), and
a main spring (7) acting in closing direction (SR), for locking the furniture flap
(3), wherein the main spring (7) is connected on the one hand with the fixing plate
(26) and on the other hand with a first lever (21, 22) of the lever arrangement (5),
wherein locking force can be exerted via the whole lever arrangement (5) and the flap
bracket (27) onto the furniture flap (3), and
- an ejection device (6), attached to the piece of furniture (4) or to the adjusting
arm arrangement (2), with a pusher (6a) actuated by an ejection force storage means
(11) for effecting an ejecting movement of the furniture flap (3) in opening direction
(OR), wherein the pusher (6a) is lockable in a closing position (SS) of the furniture
flap (3), whereupon the pusher (6a) is unlockable by overpressing the furniture flap
(3) in closing direction (SR) behind the closing position (SS),
characterized by
- an ejection-support device (8) for supporting the ejecting movement of the ejecting
device (6), wherein the ejection-support device (8) is arranged on a second lever
(9) of the lever arrangement (5) and is motionally coupled with the lever arrangement
(5), wherein the ejection-support device (8) comprises a housing (25), at least one
support force storage means (12), acting in opening direction (OR), being separate
from the ejection device (6) and being arranged in the housing (25), for supporting
the ejection movement of the ejection device (6), and a pusher (24) guided by the
support force storage means (12) and acting on a third lever (10) of the lever arrangement
(5),
wherein at least in overpressed closed position (ÜS) the spring forces (A, U), acting
in opening direction (OR) on the furniture flap (3) of the ejection device (6) and
of the support force storage means (12) are together greater than the locking force
(Z) acting on the furniture flap (3) of the main spring (7) acting in closing direction
(SR).
2. Piece of furniture according to claim 1, characterized in that the spring force (A), acting in opening direction (OR), of the ejection device (6)
in overpressed closed position (ÜS) is between 5 and 20 N, preferably between 12 and
15 N.
3. Piece of furniture according to claim 1 or 2, characterized in that the support force storage means (12) can be tensioned by the third lever (10) of
the lever arrangement (5) during closing and the support force storage means (12)
also damps the closing movement of the furniture flap (3).
1. Meuble (4) avec :
- un corps de meuble (14),
- une porte de meuble (3),
- un dispositif à bras d'actionnement (2) pour la porte (3) du meuble (4), le dispositif
à bras d'actionnement (2) comprenant un dispositif à levier (5) pour le déplacement
de la porte de meuble (3), une plaque de fixation (26), par l'intermédiaire de laquelle
le dispositif à bras d'actionnement est monté sur le corps de meuble (14), une armature
de porte (27) en liaison avec le dispositif à levier (5), et qui est reliée avec la
porte de meuble (3), et un accumulateur de force principal (7) agissant avec la direction
de fermeture (SR) pour maintenir fermée la porte de meuble (3), le dispositif à levier
(5) permettant, par l'accumulateur de force principal (7), qui est relié d'une part
avec la plaque de fixation (26) et d'autre part avec un premier levier (21, 22) du
dispositif à levier (5) d'exercer une force de fermeture par l'intermédiaire de l'ensemble
du dispositif à levier (5) et de l'armature de la porte (27) sur la porte du meuble
(3), et
- un dispositif d'éjection (6) disposé sur le meuble (4) ou sur le dispositif à bras
d'actionnement (2), avec un éjecteur (6a) sollicité par un accumulateur de force d'éjection
(11) pour la réalisation d'un mouvement d'éjection de la porte du meuble (3) dans
la direction d'ouverture (OR), l'éjecteur (6a) pouvant être verrouillé dans une position
de fermeture (SS) de la porte du meuble (3), l'éjecteur (6a) pouvant ensuite être
déverrouillé après la compression de la porte du meuble (3) dans la direction de fermeture
(SR) derrière la position de fermeture (SS),
caractérisé par
- un dispositif d'assistance d'éjection (8), disposé au niveau d'un deuxième levier
(9) du dispositif à levier (5) et couplé en mouvement avec le dispositif à levier
(5) pour l'assistance du mouvement d'éjection du dispositif d'éjection (6), le dispositif
d'assistance d'éjection (8) comprenant un boîtier (25), au moins un accumulateur de
force d'assistance (12) agissant dans la direction d'ouverture (OR), réalisé séparément
du dispositif d'éjection (6) et disposé dans le boîtier (25), pour l'assistance du
mouvement d'éjection du dispositif d'éjection (6), et un poussoir (24) guidé par l'accumulateur
de force d'assistance (12), agissant sur un troisième levier (10) du dispositif à
levier (5),
au moins dans la position comprimée (ÜS), les forces élastiques (A, U), agissant dans
la direction d'ouverture (OR) sur la porte du meuble (3), de l'accumulateur de force
d'éjection (11) du dispositif d'éjection (6) et de l'accumulateur de force d'assistance
(12) étant ensemble supérieures à la force de fermeture (Z), agissant sur la porte
du meuble (3), de l'accumulateur de force principal (7) agissant dans la direction
de fermeture (SR).
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que la force élastique (A), agissant dans la direction d'ouverture (OR), de l'accumulateur
de force d'éjection (11) du dispositif d'éjection (6) est, dans la position de fermeture
comprimée (ÜS), entre 5 et 20 N, de préférence entre 12 et 15 N.
3. Meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'accumulateur de force d'assistance (12) peut être contraint par le troisième levier
(10) du dispositif à levier (5) lors de la fermeture et l'accumulateur de force d'assistance
(12) amortit également le mouvement de fermeture de la porte du meuble (3).