Gegenstand der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft Brenner, insbesondere einen Strahlungsbrenner, zum Verbrennen
eines Gasgemischs aus Brenngas und einem Sauerstoffträgergas. Der Brenner hat eine
Brennerplatte mit Durchtrittskanälen für das Hindurchströmen des Gasgemischs von einer
Mischkammerseite zu einer Verbrennungsseite. An die Durchtrittskanäle schließen sich
Verbrennungskanäle auf der Verbrennungsseite mit einem gegenüber den Durchtrittskanälen
erweiterten Querschnitt an.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Strahlungsbrenner oder Flächenbrenner der gattungsgemäßen Art weisen eine Mischkammer
auf, in der ein Gasgemisch aus Brenngas und einem Sauerstoffträgergas hergestellt
wird. An die Mischkammer schließt sich eine Brennerplatte an mit Durchtrittskanälen,
durch die das Gasgemisch aus der Mischkammer hindurchströmt und verbrannt wird.
[0003] Die Durchtrittskanäle in der Brennerplatte für das Hindurchströmen des Gasgemischs
von der Mischkammerseite zu einer Verbrennungsseite sind so eng, dass die sich austrittsseitig
bildenden Einzelflammen nicht in die Mischkammer zurückschlagen können. Ein Zurückschlagen
der Flammen durch die Durchtrittskanäle in die Mischkammer wird verhindert, wenn der
Durchmesser der Durchtrittskanäle wenigstens abschnittsweise kleiner als der sogenannte
Löschabstand (oder auch Quenchabstand) der Verbrennung ist. Der Löschabstand ist die
Distanz von der Brenngasaustrittsöffnung, innerhalb der keine Reaktionen stattfinden
und sich eine Flamme nicht ausbreiten kann, da die freigesetzte Verbrennungsenthalpie
vom umgebenden Brennermaterial aufgenommen und abgeleitet wird und die Reaktionsketten
abgebrochen werden. Der Löschabstand ist jedoch kein absoluter Wert, sondern u.a.
von der Zusammensetzung des Brenngases, der Brenngastemperatur und der Wandtemperatur
abhängig.
[0004] Bei einem Strahlungsbrenner soll die durch die Verbrennung erzeugte thermische Leistung
gleichmäßig auf eine große Fläche verteilt werden. Dafür wird das Material des Brenners
bzw. der Brennerplatte durch die Flammen der Gasverbrennung erhitzt, bis es glüht
und eine effektive Wärmeabstrahlung auf das Wärmgut liefert. Brennen die Flammen als
Einzelflammen über der Brennerplatte, wird das Material nur schwach und mit geringer
Effizienz erhitzt. Um eine effektive Erwärmung des Brennermaterials zu erreichen,
soll die Flamme möglichst nah an und in engem Kontakt mit dem Material brennen. Hierfür
verlagert man vorzugsweise die Flamme in die Brennerplatte hinein, indem man diese
entweder porös ausgestaltet und einen Flammenteppich in dem porösen Material erzeugt
oder indem man die Verbrennung in Kanälen (Verbrennungskanälen) innerhalb der Brennerplatte
ablaufen lässt.
Aus der
DE 100 28 670 ist beispielsweise eine Brennerplatte für einen Flächenbrenner bekannt, bei dem sich
an Durchtrittskanäle für das Brenngas, deren Durchmesser kleiner als der Löschabstand
der Verbrennung ist, austrittsseitig auf der Verbrennungsseite Kanäle mit einem gegenüber
den Durchtrittskanälen erweiterten Querschnitt anschließen, in denen die Verbrennung
stattfindet. Für diesen Aufbau lag der
DE 100 28 670 die Aufgabe zugrunde, eine Brennerplatte zu schaffen, die eine drastische Verminderung
der spezifischen thermischen Leistung ermöglicht, um mit dem Brenner z. B. Kunststoffmaterial
indirekt großflächig auf niedrige Temperaturen von nur 100 bis 300 °C zu erwärmen.
Hierzu ist es notwendig, dass die mittlere Oberflächentemperatur der Brennerplatte
deutlich unter 900 °C abgesenkt wird, ohne dass es zu einer unvollkommenen Verbrennung
kommt oder die Flamme erlischt.
Bei hoher Brenngasdurchströmung zur Erzeugung einer hohen Wärmestromdichte brennen
die Einzelflammen auf der austrittseitigen Fläche der Brennerplatte. Bei Verminderung
der Wärmestromdichte ziehen sie sich fortschreitend zurück und wandern in die Verbrennungskanäle
hinein, da deren Durchmesser größer als der Löschabstand der Verbrennung ist. Bei
sehr geringer Wärmestromdichte sitzen die Flammen am Übergang zwischen den Durchtrittskanälen
und den Querschnittserweiterungen, da die Durchmesser der Durchtrittskanäle kleiner
als der Löschabstand der Verbrennung sind. Dadurch lässt sich die spezifische thermische
Leistung des Brenners gemäß der
DE 100 28 670 sehr stark reduzieren.
[0005] Eine Brennerplatte für einen Strahlungsbrenner ist ebenfalls aus der
JP 50 030336 U bekannt. Der beschriebene Aufbau hat den Nachteil, dass bei gewünschter hoher Brenngasdurchströmung
für eine hohe Strahlungsleistung und Brennertemperatur die Flammen an der Oberfläche
der Brennerplatte aus den Verbrennungskanälen heraustreten, wodurch die Strahlungsleistung
sinkt und die Flamme gegen Strömungen und Turbulenzen ungeschützt ist, was ein Verlöschen
der Flamme zur Folge haben kann.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen Strahlungsbrenner und
eine Brennerplatte für einen Strahlungsbrenner bereitzustellen, bei dem die bekannten
Nachteile des Standes der Technik überwunden werden und bei dem eine hohe Energieeffizienz,
eine hohe Strahlungsleistung und eine große Flammenstabilität erreicht werden.
Beschreibung der Erfindung
[0007] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch einen Brenner nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brenners weisen die Durchtrittskanäle
für das Hindurchströmen des Gasgemischs an wenigstens einer Stelle über ihre Länge
einen maximalen Durchmesser auf, der geringer ist als der Löschabstand der Verbrennung.
Der Begriff "maximaler Durchmesser" im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet
die längste mögliche Verbindung innerhalb des Durchtrittskanals quer zu dessen Längsachse
bzw. Längserstreckung. Bei einem Durchtrittskanal mit kreisförmigem Querschnitt ist
der Durchmesser stets gleich dem Kreisdurchmesser. Bei einem quadratischen oder rechteckigen
Querschnitt hingegen ist der "maximale Durchmesser" die diagonale Verbindung zweier
gegenüberliegender Ecken des Quadrats oder Rechtecks, wogegen der minimale Durchmesser
eines Durchtrittskanal mit quadratischem Querschnitt der Abstand zweier gegenüberliegender
Seiten wäre. Bei einem rechteckigen Querschnitt wäre der minimale Durchmesser des
Durchtrittskanal der Abstand der zwei längeren gegenüberliegender Seiten des Rechtecks.
Bevorzugt besitzen die Durchtrittskanäle für das Hindurchströmen des Gasgemischs im
Wesentlichen über ihre gesamte Länge einen gleichmäßigen maximalen Durchmesser, der
geringer ist als der Löschabstand der Verbrennung. Besonders bevorzugt haben die Durchgangskanäle
einen ovalen oder kreisförmigen Querschnitt. Anders ausgedrückt, bleibt bei dieser
Ausführungsform der maximale Durchmesser über ihre gesamte Länge des Kanals gleich
und verändert sich nicht. Vorzugsweise hat der Durchtrittskanal über seine gesamte
Länge auch den gleichen Querschnitt, z.B. kreisförmig, oval, quadratisch, rechteckig
usw.
Durch die vorgenannte Maßnahme, dass der maximale Durchmesser der Durchtrittskanäle
wenigstens abschnittsweise geringer ist als der Löschabstand der Verbrennung, wird
ein Zurückschlagen der Flammen durch die Durchtrittskanäle in die Mischkammer verhindert.
Da für bestimmte Brenneranwendungen regelmäßig die gleiche Gasgemischzusammensetzung
und bekannte Materialien verwendet werden und die zu erreichende Verbrennungstemperatur
und Wandtemperatur bekannt sind, kann der Fachmann den Mindestlöschabstand leicht
bestimmen und den Durchmesser der Durchtrittskanäle danach bemessen.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brenners weisen die Verbrennungskanäle
über ihre Länge wenigstens abschnittsweise einen maximalen Durchmesser auf, der größer
ist als der Löschabstand der Verbrennung.
[0010] Bevorzugt besitzen die Verbrennungskanäle im Wesentlichen über ihre gesamte Länge
einen gleichmäßigen Durchmesser, der größer ist als der Löschabstand der Verbrennung.
Besonders bevorzugt haben die Verbrennungskanäle einen ovalen oder kreisförmigen Querschnitt.
[0011] Dadurch, dass der Durchmesser der Verbrennungskanäle wenigstens abschnittsweise größer
ist als der Löschabstand der Verbrennung, können die Flammen in die Verbrennungskanäle
einwandern und die Verbrennung kann in den Verbrennungskanälen stattfinden.
[0012] Hierdurch wird ein enger Kontakt der Flammen mit dem Brennermaterial und eine effektive
Erwärmung des Brennermaterials erreicht. Die durch die Verbrennung erzeugte thermische
Leistung wird gleichmäßig über die Fläche der Brennerplatte verteilt und das Material
des Brenners bzw. der Brennerplatte liefert eine effektive Wärmeabstrahlung auf das
Wärmgut. Durch das Abbrennen der Flammen in den Verbrennungskanälen sind sie gegen
Strömungen und Turbulenzen und vor einem Verlöschen geschützt. Es wird somit eine
hohe Energieeffizienz, eine hohe Strahlungsleistung und eine große Flammenstabilität
erreicht.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brenners wird der Querschnitt
am Übergang von den Durchtrittskanälen zu den Verbrennungskanälen konisch, gestuft
oder in einer Kombination aus beidem weiter.
[0014] Ein am Übergang von den Durchtrittskanälen zu den Verbrennungskanälen gestuft weiter
werdender Querschnitt wird in einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht,
dass die Brennerplatte aus wenigstens zwei übereinander angeordneten Einzelplatten
zusammengesetzt ist, die an übereinander liegenden Positionen Kanalbohrungen aufweisen,
die in der Einzelplatte mit den Durchtrittskanälen einen erfindungsgemäß geringeren
Durchmesser bzw. Querschnitt haben als in der Einzelplatte mit den Verbrennungskanälen.
[0015] Erfindungsgemäß sind in den Verbrennungskanälen Strömungshindernisse für einen Kontakt
mit der Verbrennungsflamme angeordnet, wobei die Strömungshindernisse aus einem Material
hergestellt sind, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt als das Material der
Brennerplatte. Die Strömungshindernisse sind so angeordnet, dass die Verbrennungsflamme
die Strömungshindernisse berührt. Die Strömungshindernisse sorgen für eine Stabilisierung
der Flamme, insbesondere bei hoher Brenngasdurchströmung zur Erzeugung einer hohen
Wärmestromdichte. Darüber hinaus sorgen die Strömungshindernisse dafür, dass die Flamme
möglichst wenig aus den Verbrennungskanälen herauswandert, wodurch die Heizleistung
verbessert wird. Die Flamme ist in dem Kanal geschützt gegen Strömungen und Gase,
die ein Verlöschen zur Folge haben können. Die Flammenhöhen sind gering, so dass ein
Wärmgut dichter an dem Strahlungsbrenner positioniert bzw. vorbeigeführt werden kann.
Bei kleiner Brennerleistung kann die Flamme im Verbrennungskanal das Strömungshindernis
beheizen, welches so als Zündquelle dienen kann.
[0016] Die Strömungshindernisse in der Brennerplatte des erfindungsgemäßen Brenners tragen
erheblich dazu bei, dass sich die Brennerflammen beim Zünden des Brenners wesentlich
schneller stabilisieren und schneller in die Verbrennungskanäle einwandern als ohne
die Strömungshindernisse. Sie sorgen auch dafür, dass das Material der Brennerplatte
schneller erhitzt wird als ohne die Strömungshindernisse.
[0017] Strahlungsbrenner der erfindungsgemäßen Art weisen eine sehr niedrige untere Leistungsgrenze
auf. Gleichzeitig führt eine erhöhte Brenngeschwindigkeit in porösen oder mit Kanälen
durchzogenen Medien zu einer hohen Maximalleistung, so dass mit solchen Brennern ein
weiter Leistungsbereich abgedeckt werden kann. Die erhöhte Brenngeschwindigkeit führt
auch dazu, dass mit einem solchen Brenner Flächenbelastungen bis zu 4 MW/m
2 für Erdgas/Luft-Gemische erreicht werden können. Demzufolge können diese Brenner
deutlich kompakter gebaut werden als andere Brenner vergleichbarer Leistung. Darüber
hinaus wird ein deutlich höherer Anteil der Wärme über Strahlung aus der Verbrennungszone
ausgekoppelt als bei freien Flammen bei denen ein Großteil der Wärme im Abgas verbleibt.
Hinsichtlich der Ausbrandstrecke haben diese Brenner Vorteile gegenüber Brennern mit
freien Flammen, da die Verbrennung im gesamten Leistungsbereich überwiegend oder vollständig
innerhalb der Matrix stattfindet. Dies ist auch bei der Integration von Wärmeübertragern
günstig. Durch die hohe Flächenbelastung von solchen Brennern in Verbindung mit einer
kurzen Ausbrandstrecke können wesentlich kompaktere Heizgeräte gebaut werden, da auf
großvolumige Brennräume und große Konvektionsflächen verzichtet werden kann.
[0018] Durch den erhöhten Wärmetransport innerhalb des Brennermaterials kann ein homogenes
Temperaturfeld eingestellt werden, so dass sowohl die NO
x-Emissionen als auch die CO-Emissionen sehr gering sind. Weiterhin ist in Brennern
der erfindungsgemäßen Art und in Porenbrennern die Grenze, bei der es entweder zum
Ausblasen oder zum Reaktionsverlöschen kommen kann, deutlich niedriger als bei vergleichbaren
Brennern mit freier Flamme.
[0019] Mit dem vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Brenneraufbau können vergleichbare Verbrennungseigenschaften
wie bei bekannten Porenbrennern erreicht werden.
[0020] Erfindungsgemäß sind die Strömungshindernisse aus Metall oder Keramik hergestellt.
Strömungshindernisse aus Metall haben eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und begünstigen
damit in besonderem Maße die Flammenstabilisierung durch die Strömungshindernisse.
Geeignete Metalle für die Herstellung erfindungsgemäßer Strömungshindernisse sind
beispielsweise Stähle mit den Werkstoffnummern 1.4841, 1.4765, 1.4767, 2.4869 und
2.4867 (Werkstoffnummern nach EN 10027-2). Geeignete Keramikmaterialien für die Herstellung
erfindungsgemäßer Strömungshindernisse sind beispielsweise SiC oder SiSiC.
[0021] Erfindungsgemäß sind die Strömungshindernisse als Stäbe mit rundem oder polygonalem
Querschnitt oder als ein Blechstreifen oder als ein Lochblech ausgebildet.
Als Stäbe ausgebildete Strömungshindernisse erstrecken sich vorzugsweise quer durch
die Verbrennungskanäle.
In einer besonders vorteilhaft herzustellenden Ausführungsform der Erfindung sind
die Strömungshindernisse als sich quer durch die Verbrennungskanäle erstreckende Stäbe
oder Drähte ausgebildet sind, wobei sich jeweils ein Stab oder Draht durch die in
einer Reihe nebeneinander angeordneten Verbrennungskanäle über die Breite der Brennerplatte
oder quer durch die Brennerplatte erstreckt.
Wie oben bereits ausgeführt wurde, ist bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Brenners die Brennerplatte aus wenigstens zwei übereinander angeordneten Einzelplatten
aufgebaut, wobei eine erste Einzelplatte, die im Betrieb zur Mischkammerseite hin
angeordnet ist, die Durchgangskanäle aufweist und eine zweite Platte, die im Betrieb
zur Verbrennungsseite hin angeordnet ist, die Verbrennungskanäle aufweist. Bevorzugt
weist bei diesem Aufbau die erste Platte, die im Betrieb zur Mischkammerseite hin
angeordnet ist, eine geringere Wärmekapazität und / oder eine geringere Wärmeleitfähigkeit
auf als die zweite Platte, die im Betrieb zur Verbrennungsseite hin angeordnet ist.
[0022] Erfindungsgemäß ist die Brennerplatte aus hochtemperaturbeständigem keramischem Fasermaterial
mit geringer Wärmeleitfähigkeit hergestellt.
[0023] Erfindungsgemäß enthält das keramische Fasermaterial, aus dem die Brennerplatte hergestellt
ist, 40 bis 90 Gew.-% Al
2O
3 und 10 bis 60 Gew.-% SiO
2 oder 60 bis 85 Gew.-% SiO
2 und 15 bis 25 Gew.-% (CaO + MgO).
Geeignete Fasermaterialien sind handelsüblich erhältlich von Sandvik Materials Technology
Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf, Deutschland, unter der Bezeichnung FIBROTHAL
(F-17/LS, F-19, F-14).
[0024] In einer Ausführungsform, die nicht Teil der Erfindung ist, werden die Strömungshindernisse
in der Form einer über der Brennerplatte angeordneten Abdeckplatte ausgebildet, wobei
die Abdeckplatte über den Austrittsöffnungen der Verbrennungskanäle Bohrungen aufweist
mit einem Querschnitt, der geringer ist als derjenige der Austrittsöffnungen der Verbrennungskanäle
aber größer als der Löschabstand der Verbrennung. Dadurch dass die Bohrungen der Abdeckplatte
enger sind als die austrittseitigen Enden der Verbrennungskanäle der Brennerplatte,
verbessert sich die Flammenabschirmung.
Die Durchtrittskanäle in der Brennerplatte des erfindungsgemäßen Brenners haben vorzugsweise
einen Durchmesser von ca. 0,6 bis 1,2 mm und eine Länge, die etwa dem 4-fachen bis
15-fachen ihres Durchmessers entspricht.
Bei den Querschnittserweiterungen handelt es sich vorzugsweise um Bohrungen mit einem
Durchmesser von ca. 1,5 bis 6 mm, wobei die Länge der Bohrungen ca. dem 1-fachen bis
3-fachen ihres Durchmessers entspricht.
Besteht die Brennerplatte aus keramischem Material, so können die Bohrungen bei der
Herstellung der Brennerplatte eingepresst werden. Sie verlaufen vorzugsweise senkrecht
zur austrittseitigen Fläche der Brennerplatte.
Vorzugsweise sind die Durchtrittskanäle und die Verbrennungskanäle in der Brennerplatte
in einem regelmäßigen Muster über die Brennerplatte verteilt. Der gegenseitige Abstand
ist so gewählt, dass ein sicheres Überzünden der Verbrennung über die Fläche der Brennerplatte
gewährleistet ist. Zweckmäßigerweise entspricht der Abstand zwischen benachbarten
Durchtrittskanälen vorzugsweise etwa dem 1,5-fachen bis 6-fachen ihres Durchmessers.
Die Abstände in Längsrichtung der Brennerplatte können kürzer oder länger sein als
die Abstände in Querrichtung. Es besteht auch die Möglichkeit, die Brennerplatte mit
Bereichen unterschiedlicher Flammendichte auszustatten, indem man die Durchtrittskanäle
und die Verbrennungskanäle in der Brennerplatte entsprechend der gewünschten Flammendichte
über die Brennerplatte verteilt.
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungsformen der vorliegenden Erfindung werden
im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den anhängenden
Figuren erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Brenner mit einer Brennerplatte.
- Fig. 2
- zeigt eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Brenner gemäß Figur 1.
- Fig. 3
- zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Brenners gemäß Figur 1 schräg
von oben.
[0026] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Brenner mit einer Brennerplatte
1, die mittels Befestigungsblechen 9 auf einer Montagegrundplatte 8 montiert ist.
Die Brennerplatte 1 weist Durchtrittskanäle 2 und sich daran anschließende Verbrennungskanäle
3 auf, wobei sich die Verbrennungskanäle 3 gegenüber den Durchtrittskanälen 2 im Querschnitt
erweitern. Unter der Brennerplatte 1 befindet sich eine Mischkammer 6, in die durch
eine Gaszuleitung 5 ein Brenngas, vorzugsweise ein Erdgas-Luft-Gemisch, eingeleitet
wird. In der Mischkammer 6 ist zusätzlich ein Lochblech 7 für eine bessere Durchmischung
und Verteilung des Brenngases vorgesehen. Im Betrieb des Brenners strömt das Brenngas
aus der Mischkammer 6 vom unteren Ende her durch die Durchtrittskanäle 2 und weiter
durch die Verbrennungskanäle 3. Die Durchtrittskanäle 2 in der Brennerplatte 1 sind
als zylindrische Bohrungen ausgebildet mit einem Durchmesser, der geringer ist als
der Löschabstand der Verbrennung, so dass die Flammen von den Verbrennungskanälen
3 nicht in die Durchtrittskanäle 2 zurückschlagen können. Die im Querschnitt erweiterten
Verbrennungskanäle 3 besitzen dagegen einen Durchmesser, der größer ist als der Löschabstand
der Verbrennung, damit in diesen die Verbrennung stattfinden kann.
[0027] Ein als Stab (Rundstab) ausgebildetes Strömungshindernis 4 erstreckt sich quer durch
die in einer Reihe nebeneinander angeordneten Verbrennungskanäle 3. Beim Verbrennen
des Brenngases in den Verbrennungskanälen 3 kommt die Flamme mit dem Strömungshindernis
4 in Kontakt und wird durch dieses stabilisiert. In der hier dargestellten Ausführungsform
besteht die Brennerplatte 1 aus keramischem Material niedriger Wärmeleitfähigkeit,
wogegen die Strömungshindernisse 4 aus Metall hergestellt sind und eine höhere Wärmeleitfähigkeit
als das Material der Brennerplatte 1 besitzen.
[0028] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Brenner gemäß Figur 1, und
Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Brenners gemäß Figur
1 schräg von oben, wobei gleiche Teile in allen drei Figuren mit den gleichen Bezugszahlen
bezeichnet sind.
Bezugszeichen:
[0029]
- 1
- Brennerplatte
- 2
- Durchtrittskanäle
- 3
- Verbrennungskanäle
- 4
- Strömungshindernisse
- 5
- Gaszuleitung
- 6
- Mischkammer
- 7
- Lochblech
- 8
- Montagegrundplatte
- 9
- Befestigungsblech
1. Brenner, insbesondere Strahlungsbrenner, zum Verbrennen eines Gasgemischs aus Brenngas
und einem Sauerstoffträgergas,
mit einer Brennerplatte (1) mit Durchtrittskanälen (2) für das Hindurchströmen des
Gasgemischs von einer Mischkammerseite zu einer Verbrennungsseite,
wobei sich an die Durchtrittskanäle (2) Verbrennungskanäle (3) auf der Verbrennungsseite
mit einem gegenüber den Durchtrittskanälen (2) erweiterten Querschnitt anschließen,
wobei in den Verbrennungskanälen (3) als Stäbe mit rundem oder polygonalem Querschnitt
oder als ein Blechstreifen oder als ein Lochblech ausgebildete Strömungshindernisse
(4) aus Metall oder Keramik für einen Kontakt mit der Verbrennungsflamme angeordnet
sind, wobei die Strömungshindernisse aus einem Material hergestellt sind, das eine
höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt als das Material der Brennerplatte (1), wobei die
Brennerplatte (1) aus hochtemperaturbeständigem keramischem Fasermaterial mit geringer
Wärmeleitfähigkeit hergestellt ist, welches 40 bis 90 Gew.-% Al2O3 und 10 bis 60 Gew.-% SiO2 oder 60 bis 85 Gew.-% SiO2 und 15 bis 25 Gew.-% (CaO + MgO) enthält.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittskanäle (2) für das Hindurchströmen des Gasgemischs an wenigstens einer
Stelle über ihre Länge einen maximalen Durchmesser aufweisen, der geringer ist als
der Löschabstand der Verbrennung.
3. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungskanäle (3) über ihre Länge wenigstens abschnittsweise einen maximalen
Durchmesser aufweisen, der größer ist als der Löschabstand der Verbrennung.
4. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittskanäle (2) und / oder die Verbrennungskanäle (3) in der Brennerplatte
(1) ovalen oder kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
5. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt am Übergang von den Durchtrittskanälen (2) zu den Verbrennungskanälen
(3) konisch, gestuft oder in einer Kombination aus beidem weiter wird.
6. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Strömungshindernisse (4) quer durch die Verbrennungskanäle (3) erstrecken.
7. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungshindernisse (4) als sich quer durch die Verbrennungskanäle (3) erstreckende
Stäbe oder Drähte ausgebildet sind, wobei sich jeweils ein Stab oder Draht durch die
in einer Reihe nebeneinander angeordneten Verbrennungskanäle (3) über die Breite der
Brennerplatte oder quer durch die Brennerplatte erstreckt.
8. Brenner nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerplatte (1) aus wenigstens zwei übereinander angeordneten Platten (1a und
1b) aufgebaut ist, wobei eine erste Platte, die im Betrieb zur Mischkammerseite hin
angeordnet ist, die Durchgangskanäle (2) aufweist und eine zweite Platte, die im Betrieb
zur Verbrennungsseite hin angeordnet ist, die Verbrennungskanäle (3) aufweist.
9. Brenner nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Platte, die im Betrieb zur Mischkammerseite hin angeordnet ist, eine geringere
Wärmekapazität und / oder eine geringere Wärmeleitfähigkeit aufweist als die zweite
Platte, die im Betrieb zur Verbrennungsseite hin angeordnet ist.
1. Burner, in particular radiant burner, for the combustion of a gas mixture of fuel
gas and an oxygen carrier gas, comprising
a burner plate (1) with passage channels (2) for the throughflow of the gas mixture
from a mixing chamber side to a combustion side,
wherein, on the combustion side, combustion channels (3) with an enlarged cross-section
compared with the passage channels (2) connect to the passage channels (2), wherein
flow obstacles (4) formed as rods with round or polygonal cross-section or as a metal
strip or as a perforated sheet made of metal or ceramics for a contact with the combustion
flame are arranged in the combustion channels (3), wherein the flow obstacles are
made of a material which has a higher thermal conductivity than the material of the
burner plate (1), wherein the burner plate (1) is made of high-temperature-resistant
ceramic fibrous material with low thermal conductivity, which contains 40 to 90 wt.-%
Al2O3 and 10 to 60 wt.-% SiO2 or 60 to 85 wt.-% SiO2 and 15 to 25 wt.-% (CaO + MgO).
2. Burner according to claim 1, characterised in that on at least one point of their length the passage channels (2) for the throughflow
of the gas mixture have a maximum diameter which is smaller than a quenching distance
of the combustion.
3. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the combustion channels (3) have at least along a section of their length a maximum
diameter which is greater than the quenching distance of the combustion.
4. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the passage channels (2) and/or the combustion channels (3) in the burner plate (1)
have an oval or circular cross-section.
5. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the cross-section at the transition zone between the passage channels (2) and the
combustion channels (3) widens conically, stepwise or in a combination of both.
6. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the flow obstacles (4) extend transversely through the combustion channels (3).
7. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the flow obstacles (4) are formed as rods or wires which extend transversely through
the combustion channels (3), wherein in each case a rod or wire extends through the
combustion channels (3) arranged adjacently in a row along the width of the burner
plate or transversely through the burner plate.
8. Burner according to one of the preceding claims, characterised in that the burner plate (1) is constructed from at least two plates (1a and 1b) arranged
one above the other, wherein a first plate, which is arranged towards the mixing chamber
side during operation, has the passage channels (2), and a second plate, which is
arranged towards the combustion side during operation, has the combustion channels
(3).
9. Burner according to claim 8, characterised in that the first plate, which is arranged towards the mixing chamber side during operation,
has a lower heat capacity and/or a lower thermal conductivity than the second plate,
which is arranged towards the combustion side during operation.
1. Brûleur, en particulier brûleur radiant, destiné à brûler un mélange gazeux constitué
de gaz combustible et d'un gaz porteur oxygène, comprenant une plaque de brûleur (1)
dotée de canaux de passage (2) à travers lesquels le mélange gazeux passe d'un côté
chambre de mélange à un côté combustion,
dans lequel des canaux de combustion (3) côté combustion, présentant une section transversale
élargie par rapport aux canaux de passage (2), se raccordent aux canaux de passage
(2), dans lequel des obstacles à l'écoulement (4) en métal ou céramique, réalisés
sous forme de barres de section transversale ronde ou polygonale ou sous la forme
d'une bande métallique ou d'une tôle perforée, sont disposés dans les canaux de combustion
(3) pour entrer en contact avec la flamme de combustion, dans lequel les obstacles
à l'écoulement sont fabriqués dans un matériau ayant une conductivité thermique supérieure
au matériau de la plaque de brûleur (1), dans lequel la plaque de brûleur (1) est
fabriquée dans un matériau fibreux céramique, à faible conductivité thermique et résistant
aux températures élevées, qui contient de 40 à 90 % en poids d'Al2O3 et 10 à 60 % en poids de SiO2 ou 60 à 85 % en poids de SiO2 et 15 à 25 % en poids de (CaO + MgO).
2. Brûleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux de passage (2) à travers lesquels passe le mélange gazeux présentent,
à au moins un endroit sur leur longueur, un diamètre maximum qui est plus petit que
la distance d'extinction de la combustion.
3. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les canaux de combustion (3) présentent sur leur longueur au moins en partie, un
diamètre maximum qui est plus grand que la distance d'extinction de la combustion.
4. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les canaux de passage (2) et/ou les canaux de combustion (3) dans la plaque de brûleur
(1) ont une section transversale ovale ou circulaire.
5. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section transversale s'élargit à la transition entre les canaux de passage (2)
et les canaux de combustion (3) de manière conique, en gradins ou en une combinaison
des deux.
6. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les obstacles à l'écoulement (4) s'étendent transversalement à travers les canaux
de combustion (3).
7. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les obstacles à l'écoulement (4) sont réalisés sous la forme de barres ou de fils
s'étendant transversalement à travers les canaux de combustion, chaque barre ou fil
s'étendant à travers les canaux de combustion (3) disposés côte à côte sur une rangée
sur la largeur de la plaque de brûleur ou transversalement à travers la plaque de
brûleur;
8. Brûleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaque de brûleur (1) est constituée d'au moins deux plaques (1a et 1b) disposées
l'une au-dessus de l'autre, une première plaque disposée en service vers le côté chambre
de mélange, qui présente des canaux de passage (2), et une seconde plaque disposée
en service vers le côté combustion, qui présente les canaux de combustion (3).
9. Brûleur selon la revendication 8, caractérisé en ce que la première plaque, qui est disposée en service vers le côté chambre de mélange,
a une capacité thermique plus faible et/ou une conductivité thermique plus faible
que la seconde plaque qui est disposée en service vers le côté combustion.