| (19) |
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(11) |
EP 2 467 657 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.02.2020 Patentblatt 2020/07 |
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Anmeldetag: 16.08.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/061871 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/020804 (24.02.2011 Gazette 2011/08) |
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| (54) |
TÜR FÜR EIN HAUSHALTSGERÄT MIT GRIFFEINSATZ
DOOR FOR A HOUSEHOLD APPLIANCE HAVING A HANDLE INSERT
PORTE À POIGNÉE RAPPORTÉE POUR UN APPAREIL ÉLECTROMÉNAGER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
21.08.2009 DE 102009028786
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.06.2012 Patentblatt 2012/26 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SPILLER, Ralf
89537 Giengen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/048723 DE-U1-202006 002 458
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DE-A1-102007 055 174 FR-A- 1 367 611
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Tür für ein Haushaltsgerät, insbesondere für ein Haushaltskältegerät,
wobei in zumindest eine Seitenwange der Tür ein Griffeinsatz integriert ist. Die Erfindung
ist auch auf ein entsprechendes Haushaltsgerät sowie auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Griffeinsatzes gerichtet.
[0002] Es sind verschiedene Arten von Griffen für die Türen von Haushaltsgeräten bekannt.
Zum einen ist es möglich, Türgriffe auf die Außenseite der Tür aufzusetzen. Hierbei
werden die Griffe oft durch unterschiedlich lange Griffstangen gebildet, die zwischen
zwei Lagerböcken montiert werden. Da bei den meisten Haushaltsgeräten die Wahl besteht,
die Tür entweder links oder rechts an den Korpus anzuschlagen, werden oft Lösungen
gewählt, bei denen die Griffe wahlweise rechts oder links an der Tür befestigt werden
können.
[0003] Insbesondere bei Kühlschränken ist ferner ein Konzept bekannt, bei dem in die obere
Seitenwange der Tür eine Griffmulde integriert ist. Dies hat den Vorteil, dass das
Haushaltsgerät eine ästhetisch anspruchsvolle, grifflose Front aufweist. Eine derartige
Griffmulde wird durch ein einteiliges Kunststoffteil gebildet, welches an der Seitenwange
zwischen das äußere Türblech und die Türinnenschale eingesetzt wird. Diese Lösung
hat jedoch den Nachteil, dass für Haushaltsgeräte verschiedener Größe jeweils ein
eigenes Kunststoffteil bereitgestellt werden muss.
[0004] Die Offenlegungsschrift
DE 10 2007 055 174 A1 zeigt eine Tür für ein Kältegerät mit einer mit Isolationsmaterial ausgeschäumten
äußeren Hülle, die eine einer Außenseite der Tür und wenigstens einen Teil von Seitenflanken
der Tür einteilig überdeckende Außenplatte umfasst.
[0005] Die Offenlegungsschrift
FR 1 367 611 A zeigt einen Türrahmen, welcher aus vier Seitenteilen aufgebaut ist. In dem Türrahmen
ist eine Abdeckung eingesetzt. An einer Außenseite der Abdeckung ist ein Türknauf
aufgesetzt.
[0006] Die Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2006 00 24 58 U1 zeigt eine Tür für Kühl- und Gefrierschränke, wobei die Tür mindestens eine Profilleiste
und einen an der Profilleiste montierbaren Griff aufweist.
[0007] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gesetzt, eine Tür für ein Haushaltsgerät
mit einem Griffeinsatz bereitzustellen, der besonders kostengünstig herstellbar ist.
Darüber hinaus ist es eine Aufgabe der Einfindung, ein Griffkonzept zu entwickeln,
welches für eine Serie verschiedener Haushaltsgeräte verwendet werden kann, um dadurch
besonders kosteneffizient zu sein.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Tür mit einem in eine Seitenwange integrierten Griffeinsatz
gelöst, wobei der Griffeinsatz in Längsrichtung der Seitenwange in zumindest zwei
Teile unterteilt ist. Dadurch kann ein Teil identisch für verschiedene Geräte verwendet
werden, während das andere Teil ausgetauscht wird, insbesondere in verschiedenen Längen
hergestellt wird. Dadurch werden Herstellungskosten gespart. Erfindungsgemäß ist der
Griffeinsatz dabei in Längsrichtung der Seitenwange in drei Teile unterteilt. Dies
bietet den Vorteil, dass unterschiedlichste Längenvarianten dargestellt werden, indem
ein oder mehrere der Teile identisch für verschiedene Geräte verwendet werden, während
andere Teile ausgetauscht werden, insbesondere in verschiedenen Längen verwendet werden.
Dadurch können Teile des Griffeinsatzes für Türen unterschiedlicher Höhe oder Breite
verwendet werden.
[0009] Mit einer "Seitenwange" ist eine der vier Schmalseiten der Tür gemeint, welche jeweils
zwischen der Außen- bzw. Frontseite und der Innenseite der Tür liegen. Die Erfindung
kann sowohl auf eine obere oder untere Seitenwange als auch auf eine oder beide der
seitlichen Seitenwangen angewendet werden.
[0010] Besonders bevorzugt handelt es sich um die Tür eines Haushaltkältegeräts, z. B. eines
Kühlschranks, eines Gefrierschranks, eines Weinschranks oder einer Kühl-Gefrierkombination.
Insbesondere bei Geräten, die bis oberhalb der Arbeitsplatte einer Küche reichen,
ist der erfindungsgemäße Griffeinsatz vorzugsweise in eine oder beide seitliche Seitenwangen
der Tür integriert. Bei Geräten, die auf dem Boden stehen und nur etwa bis zur Höhe
der Arbeitsplatte reichen, ist dagegen bevorzugt, dass der Griffeinsatz in die obere
Seitenwange der Tür integriert ist.
[0011] Erfindungsgemäß ist der Griffeinsatz aus zumindest einem Mittelteil und zumindest
zwei Endstücken zusammengesetzt. Dies weist den Vorteil auf, dass die beiden Endstücke
jeweils für verschiedene Haushaltsgeräte verwendet werden können, während das Mittelteil
für verschiedene Gerätetypen ausgetauscht wird. Insbesondere ist es vorteilhaft, das
Mittelteil als ein Profilstück auszubilden, welches bei verschiedenen Gerätetypen
in unterschiedlichen Längen verwendet wird. Es sind auch Ausführungsformen von der
Erfindung umfasst, bei denen mehrere Mittelteile vorhanden sind. Darüber hinaus kann
der Griffeinsatz auch mehr als zwei Endstücke aufweisen, z. B. indem jedes Ende des
Griffeinsatzes von mehreren Endstücken gebildet wird. Ein Griffeinsatz kann an seinen
beiden Enden jeweils zwei formgleiche Endstücke oder zwei unterschiedliche Endstücke
aufweisen.
[0012] Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der Griffeinsatz eine Griffmulde auf,
also eine sich im Allgemeinen in Längsrichtung der Seitenwange erstreckende Vertiefung,
in die der Benutzer beim Öffnen der Tür eingreift. Alternativ kann der Griffeinsatz
jedoch auch ein herausstehendes Teil oder eine andere Art von Ausformung aufweisen,
welche als Griff zum Öffnen der Tür geeignet ist.
[0013] Vorzugsweise sind die Teile des Griffeinsatzes aus Kunststoff hergestellt, beispielsweise
PE oder ein anderer spritzgussfähiger und besonders bevorzugt zusätzlich extrudierfähiger
Kunststoff. Alternativ können die Teile jedoch auch aus Gummi oder Metallblech gefertigt
sein.
[0014] Besonders bevorzugt sind die Endstücke des Griffeinsatzes als Kunststoff-Spritzgussteile
ausgestaltet. Dies erlaubt eine kostengünstige Herstellung bei gleichzeitiger freier
Formenwahl. Das Mittelteil ist dagegen erfindungsgemäß als Extrusionsprofil ausgestaltet.
Dies bietet den Vorteil, dass das Mittelteil als Endlosprodukt hergestellt werden
kann und dann durch Ablängen des Extrusionsprofils auf einfache Weise Mittelteile
mit unterschiedlichen Längen hergestellt werden können. Vorzugsweise können die beiden
Endstücke bei jeder Längenvariante eingesetzt werden. Dies bedeutet ein großes Einsparpotential
bei den Spritzgusswerkzeugen, da bei der bekannten Lösung für jede Länge ein extra
Spritzgießwerkzeug gefertigt werden musste. Bei dieser Ausführungsform werden dagegen
nur ein oder gegebenenfalls zwei Spritzgießwerkzeuge und ein Extrusionswerkzeug benötigt.
Auch das als Extrusionsprofil ausgestaltete Mittelteil besteht bevorzugt aus Kunststoff.
[0015] Besonders bevorzugt ist in beide seitlichen Seitenwangen der Tür jeweils ein Griffeinsatz
integriert. Die beiden Griffeinsätze weisen bevorzugt die gleiche Länge auf und sind
vorzugsweise spiegelbildlich zueinander ausgestaltet. Dies kann besonders vorteilhaft
dadurch erreicht werden, dass die beiden Griffeinsätze jeweils aus den gleichen Endstücken
und den gleichen Mittelteilen aufgebaut sind, wobei das auf der linken Seitenwange
oben angeordnete Endstück auf der rechten Seitenwange unten angeordnet ist und vice
versa, d. h. das auf der linken Seitenwange unten angeordnete Endstück ist auf der
rechten Seitenwange oben angeordnet. Somit werden für die beiden Griffeinsätze zwei
gleichartige Mittelteile, zwei gleichartige erste Endstücke und zwei gleichartige
zweite Endstücke benötigt, wobei ein erstes und ein zweites Endstück bevorzugt spiegelverkehrt
zueinander aufgebaut sind. Durch Integrieren eines Griffeinsatzes in jede der beiden
seitlichen Seitenwangen wird ermöglicht, die Tür wahlweise rechts oder links an das
Haushaltsgerät anzuschlagen.
[0016] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Außenseite der Tür aus einem Türblech
gefertigt, z. B. aus einem Metallblech aus Aluminium oder Stahl. Derartige Türbleche
bilden eine ästhetisch ansprechende Frontseite der Tür. An den Seitenwangen kann das
Türblech nach innen umgebogen sein, um die Seitenwangen zu bilden. Der Griffeinsatz
ist dann jeweils in einen Ausschnitt in der Seitenwange eingesetzt. Alternativ kann
die Seitenwange auch komplett oder teilweise von dem Griffeinsatz gebildet werden.
Dieser ist dann z. B. formschlüssig, kraftschlüssig oder stoffschlüssig, z. B. durch
Kleben an dem Türblech befestigt. Vorzugsweise ist der Griffeinsatz formschlüssig
in der Seitenwange der Tür gehaltert, z. B. durch einen Rast-, Klemm- oder Steckmechanismus.
Alternativ kann der Griffeinsatz auch durch Kleben oder Einschäumen des Zwischenraums
zwischen Außenseite und Innenschale der Tür in der Seitenwange gehaltert sein.
[0017] Die einzelnen Teile des Griffeinsatzes können bevorzugt form-, stoff- oder kraftschlüssig
aneinander befestigt werden, insbesondere mittels einer Rast-, Klemm- oder Steckverbindung.
[0018] Durch die Mehrteiligkeit des Griffeinsatzes bieten sich auch für das Design Vorteile.
Insbesondere können die einzelnen Teile des Griffeinsatzes farblich voneinander abgesetzt
werden, z. B. können die beiden Endstücke mit einer anderen Farbe als das Mittelteil
hergestellt werden. Für die Montage bietet es sich darüber hinaus an, falls zwei verschiedene
Endstücke verwendet werden, diese farblich unterschiedlich zu gestalten, damit sie
bei der Montage leicht auseinandergehalten werden können.
[0019] Darüber hinaus ist die Erfindung auch auf ein mit einer entsprechenden Tür ausgestaltetes
Haushaltsgerät gerichtet.
[0020] Darüber hinaus wird die Aufgabe der Erfindung auch durch ein Verfahren zur Herstellung
eines Griffeinsatzes zum Einsetzen in die Seitenwange einer Tür eines Haushaltsgerätes
gelöst, wobei der Griffeinsatz aus zumindest einem Mittelteil und zumindest zwei Endstücken
zusammengesetzt ist. Das Verfahren beinhaltet die folgenden Schritte: (a) Spritzgießen
der Endstücke des Griffeinsatzes, (b) Extrudieren eines Extrusionsprofils, (c) Ablängen
des Extrusionsprofils zur Herstellung eines Mittelteils, und (d) Zusammensetzen der
Endstücke und des Mittelteils zu einem Griffeinsatz. Letzteres geschieht z. B. durch
Stecken der Endstücke von oben und unten auf das Mittelteil. Durch Ablängen des Extrusionsprofils
zu unterschiedlich langen Mittelteilen können somit auf einfache Weise unterschiedlich
lange Griffeinsätze hergestellt werden.
[0021] Bei einer Ausführungsform, bei der jeder Griffeinsatz an jedem Ende ein Endstück
aufweist, können die beiden Endstücke entweder exakt die gleiche Form ausweisen, so
dass sie im gleichen Spritzgießwerkzeug gegossen werden können. Alternativ können
die Endstücke unterschiedlich ausgestaltet sein, z. B. unterschiedlich lang und/oder
spiegelverkehrt, so dass sie in jeweils unterschiedlichen Spritzgießwerkzeugen gegossen
werden. Das Extrusionsprofil ist z. B. im Wesentlichen U-förmig, um dadurch eine Griffmulde
im Mittelteil auszubilden.
[0022] Mit diesem Verfahren kann bevorzugt ein Griffeinsatz wie oben beschriebenen hergestellt
werden.
[0023] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein Kältegerät mit einer Tür gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Griffeinsatzes;
- Fig. 3
- das Mittelteil des Griffeinsatzes der Fig. 2 im Querschnitt;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf zwei Griffeinsätze, die in eine linke und eine rechte
Seitenwange einer Tür integriert sind;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0024] Fig. 1 zeigt eine perspektivische schematisierte Darstellung eines Haushaltsgerätes
1, insbesondere eines Kältegeräts, mit einem Korpus 3 und einer daran angeschlagenen
Tür 2. Die Tür 2 weist eine Frontseite 5 auf, die z. B. durch ein Türblech gebildet
ist. Die untere Seitenwange der Tür ist mit 9a bezeichnet, die obere Seitenwange mit
9b, und die rechte bzw. linke Seitenwange mit 8a und 8b. Die Tür ist auf der linken
Seite an den beiden Angelpunkten 6a und 6b schwenkbar am Korpus 3 angelenkt, so dass
auf der rechten Seite ein Griff zum Öffnen der Tür notwendig ist. Dieser ist in dem
gezeigten Ausführungsbeispiel durch einen Griffeinsatz 10 gebildet, der in die rechte
Seitenwange 8a integriert ist. Der Griffeinsatz 10 weist zum Eingreifen des Benutzers
eine Griffmulde 12 auf. Ferner ist der Griffeinsatz 10 im gezeigten Beispiel dreiteilig,
insbesondere weist er ein oberes Endstück 14, darunter einen Mittelteil 16 und darunter
ein unteres Endstück 15 auf. Der Griffeinsatz erstreckt sich über die gesamte Breite
der Seitenwange 8a, jedoch in diesem Beispiel nicht über die gesamte Länge. Der obere
Bereich der Seitenwange 8a ist daher von einer Abdeckung 17 gebildet. Alternativ kann
der obere Bereich der Seitenwange 8a auch durch einen umgebogenen Teil des Türblechs
5 gebildet werden. Ferner gibt es auch Ausführungsformen, bei denen der Griffeinsatz
10 sich nicht über die gesamte Breite der Seitenwange 8a erstreckt, und z. B. in einen
länglichen Ausschnitt in der Seitenwange bzw. dem die Seitenwange 8a bildende Türblech
5 eingesetzt ist.
[0025] In Fig. 2 ist der Griffeinsatz 10 der Fig. 1 vergrößert und in Explosionsansicht
dargestellt.
[0026] Dabei ist ein Mittelteil 16 der Länge d zu erkennen, welches als ein Kunststoffteil
mit konstantem Profil ausgestaltet ist, so dass auf einfache Weise aus einem längeren
Profilstück verschiedene Mittelteile 16 mit verschiedenen Längen d hergestellt werden
können. Das Profil ist im Wesentlichen U-förmig, so dass eine Griffmulde 12 ausgebildet
wird. Nach hinten, d. h. zum Korpus 3 des Haushaltsgeräts hin, schließt das Mittelteil
16 mit einem Verkleidungsabschnitt 18 ab, welcher, insbesondere bei einer isolierten
Tür eines Kältegerätes, den Innenraum der Tür, der mit Isoliermaterial gefüllt ist,
nach außen verschließt.
[0027] Das obere Endstück 14 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Kunststoff-Spritzgussteil
ausgestaltet, was an der Naht 22 zu erkennen ist. Das Endstück 14 weist einen auf
gleicher Ebene mit dem Verkleidungsabschnitt 18 liegenden Abdeckungsabschnitt 20 auf.
Auf der dem Mittelteil 16 zugewandten Seite ist der Abschluss 24 der Griffmulde 12
in das Endstück eingeformt. Der Bereich 24 ist also als eine nach oben geschlossene,
nach unten jedoch offene Vertiefung ausgeformt, deren Querschnitt dem Querschnitt
des Profils des Mittelteils 16 angepasst ist.
[0028] Das untere Mittelstück 15 ist in diesem Fall spiegelverkehrt zu dem Endstück 14 gebildet,
weshalb die gleichen Bezugszeichen zur Bezeichnung der entsprechenden Abschnitte verwendet
werden. Darüber hinaus ist beim unteren Endstück 15 ein Flansch 26 sichtbar, der den
Rand des Griffmuldenabschlusses 24 umläuft. In diesen Flansch 26 ist vorzugsweise
eine Nut oder eine andere Form eingebracht, die ein Aufstecken bzw. eine andere Art
der form- oder kraftschlüssigen Befestigung des Mittelteils 18 an dem Endstück 15
und auf der anderen Seite im Endstück 14 erlaubt.
[0029] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Mittelteil 16 in Vergrößerung. Dabei ist
insbesondere der im Wesentlichen U-förmige Abschnitt 30 sichtbar, welcher die Griffmulde
12 ausbildet. Dieser kann, wie dargestellt, trapezförmig, aber auch rechteckig oder
abgerundet ausgeformt sein. An den Enden der beiden Schenkel des U ist an einer Seite
der Abdeckungsabschnitt 18, auf der anderen Seite ein schmalerer Abschnitt 28 angeordnet.
An den äußeren Enden dieser Abschnitte können bei einer Ausführungsform jeweils längliche
Vorsprünge 19, 29 angeordnet sein, die dazu dienen können, einen entsprechend abgefalzten
Abschnitt des Türblechs 5 bzw. der Innenschale der Tür 2 zu hintergreifen. Alternativ
kann das Mittelteil 16 auch auf jede andere Art an der Seitenwange gehaltert sein,
z. B. durch Kleben oder jedweder form- oder kraftschlüssige Verbindung.
[0030] Anhand der Fig. 4 soll nun eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung
erläutert werden, bei welcher sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seitenwange
einer Tür 2 jeweils ein Griffeinsatz 10a bzw. 10b angeordnet ist. Diese Griffeinsätze
10a und 10b sind spiegelverkehrt zueinander geformt. Sie beinhalten jedoch jeweils
das gleiche Mittelstück 16, und die gleichen Endstücke 14, 15. Dabei ist jedoch das
Endstück 14, welches auf der rechten Seitenwange angeordneten Griffeinsatz 10a oben
angeordnet ist, bei dem auf der linken Seite angeordneten Griffeinsatz 10b unten angeordnet.
Dagegen ist das auf der rechten Seitenwange 8a unten angeordnete Endstück 15 auf der
linken Seitenwange 8b oben angeordnet.
[0031] Die hier verwendeten drei unterschiedlichen Bauteile können unterschiedlich eingefärbt
sein, z. B. können die Mittelteile 16 gelb gefärbt, das erste Endstück 14 blau und
das zweite Endstück 15 orange eingefärbt sein, wobei jede andere Farbkombination,
einschließlich Metallicfarben selbstverständlich auch möglich ist.
[0032] Anhand der Fig. 5 soll nun ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
erläutert werden. Zunächst werden mit zwei unterschiedlichen Spritzgießwerkzeugen
innen gleichzeitig oder nacheinander ablaufenden Schritten 31, 32 die Endstücke 14,
15 hergestellt. Dabei kann jedes der Endstücke 14, 15 auch in sich mehrteilig sein,
so dass gegebenenfalls weitere Spritzgießformen notwendig sind. Fernen können die
Endstücke 14, 15 auch formgleich sein, so dass nur ein einziges Spritzgießwerkzug
erforderlich ist. Das Mittelteil 16 wird im Schritt 34 durch Extrudieren eines längeren
Profilstücks hergestellt. Aus diesem werden durch Zuschneiden im Schnitt 35 Mittelteile
16 mit der jeweils richtigen Länge hergestellt, im dargestellten Beispiel werden zwei
verschiedene Mittelteile 16 hergestellt, nämlich eines mit der Länge d = A, und ein
anderes mit einer anderen Länge d = B.
[0033] In Schritt 36 werden jeweils aus zwei Endstücken 14, 15 und einem Mittelteil mit
der Länge A ein Griffeinsatz mit einer ersten Länge hergestellt. In Schritt 37 werden
Griffeinsätze mit einer zweiten Länge B jeweils aus zwei Endstücken 14, 15 und einem
Mittelteil mit der Länge B hergestellt. Auf diese Weise erlaubt das Verfahren auf
einfache Weise die Herstellung von Griffeinsätzen unterschiedlicher Länge, die bei
verschiedenen Haushaltsgeräten zum Einsatz kommen können. Dieser derart vormontierten
Griffeinsätze werden dann in die Seitenwange einer Tür integriert, z. B. in einen
Abschnitt eines Türblechs 5 montiert.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0034]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Tür
- 3
- Korpus
- 5
- Türblech
- 6a, 6b
- Schwenkgelenke
- 8a, 8b
- rechte und linke Seitenwange
- 9a, 9b
- untere und obere Seitenwange der Tür
- 10
- Griffeinsatz
- 12
- Griffmulde
- 14
- oberes Endstück des Griffeinsatzes
- 15
- unteres Endstück des Griffeinsatzes
- 16
- Mittelteil des Griffeinsatzes
- 17
- Verkleidung
- 18
- Abdeckungsabschnitt
- 20
- Abdeckungsabschnitt
- 22
- Spritzgussnaht
- 24
- Abschluss der Griffmulde
- 26
- Flansch
- 19
- wulstförmiger Vorsprung
- 28
- Abdeckungsabschnitt
- 29
- wulstförmiger Vorsprung
- 30
- U-Profilabschnitt
- 31 - 37
- Verfahrensschritte
1. Tür (2) für ein Haushaltsgerät (1), insbesondere für ein Haushaltskältegerät, wobei
in zumindest eine Seitenwange (8a, 8b) der Tür ein Griffeinsatz (10) integriert ist,
wobei der Griffeinsatz (10) in Längsrichtung der Seitenwange in zumindest drei Teile
(14, 15, 16) unterteilt ist, wobei der Griffeinsatz (10) aus zumindest einem Mittelteil
(16) und zumindest zwei Endstücken (14, 15) zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Mittelteil (16) des Griffeinsatzes als Stück eines Extrusionsprofils
ausgestaltet ist.
2. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffeinsatz (10) eine Griffmulde (12) aufweist.
3. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (14, 15, 16) des Griffeinsatzes (10) aus Kunststoff hergestellt sind.
4. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstücke (14, 15) des Griffeinsatzes (10) als Kunststoff-Spritzgussteile ausgestaltet
sind.
5. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in beide seitlichen Seitenwangen (8a, 8b) der Tür ein Griffeinsatz (10a, 10b) integriert
ist.
6. Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in die beiden seitlichen Seitenwangen (8a, 8b) der Tür (2) integrierten Griffeinsätze
(10a, 10b) jeweils aus den gleichen Endstücken (14, 15) und den gleichen Mittelteilen
(16) aufgebaut sind, wobei das auf der linken Seitenwange oben angeordnete Endstück
(15) auf der rechten Seitenwange unten angeordnet ist und vice versa.
7. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Tür (2) aus einem Türblech (5) gefertigt ist.
8. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffeinsatz (10) formschlüssig in der Seitenwange (8a, 8b) der Tür gehaltert
ist.
9. Tür nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Teile (14, 15, 16) des Griffeinsatzes (10) farblich unterschiedlich
gestaltet sind.
10. Haushaltsgerät (1), insbesondere Kühlschrank oder Tiefkühlschrank, ausgestattet mit
einer Tür (2) nach einem der vorherigen Ansprüche.
11. Verfahren zur Herstellung eines Griffeinsatzes (10) zum Einsetzen in die Seitenwange
(8a, 8b) einer Tür (2) eines Haushaltsgerätes (1) nach einem der vorherigen Ansprüche
1-10, insbesondere eines Haushaltskältegerätes, wobei der Griffeinsatz aus zumindest
einem Mittelteil (16) und zumindest zwei Endstücken (14, 15) zusammengesetzt ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Spritzgießen (31, 32) der Endstücke (14, 15) des Griffeinsatzes;
b) Extrudieren (34) eines Extrusionsprofils;
c) Ablängen (35) des Extrusionsprofils zur Herstellung eines Mittelteils (16); und
d) Zusammensetzen der Endstücke und des Mittelteils zu einem Griffeinsatz (10).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffeinsatz (10) zwei Endstücke (14, 15) aufweist, die jeweils in unterschiedlichen
Spritzgießwerkzeugen gegossen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffeinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgestaltet ist.
1. Door (2) for a household appliance (1), in particular for a household refrigeration
appliance, wherein a handle insert (10) is integrated into a least one side wall (8a,
8b) of the door, wherein the handle insert (100) is divided into at least three parts
(14, 15, 16) in the longitudinal direction of the side walls, wherein the handle insert
(10) is assembled from at least one central part (16) and at least two end pieces
(14, 15), characterised in that the at least one central part (16) of the handle insert is designed as a piece of
an extrusion profile.
2. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the handle insert (10) has a recessed grip (12).
3. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the parts (14, 15, 16) of the handle insert (10) are produced from plastic.
4. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the end pieces (14, 15) of the handle insert (10) are designed as plastic injection
moulded parts.
5. Door according to one of the preceding claims, characterised in that a handle insert (10a, 10b) is integrated into both lateral side walls (8a, 8b) of
the door.
6. Door according to claim 5, characterised in that the handle inserts (10a, 10b) integrated into the two lateral side walls (8a, 8b)
of the door (2) are each built from the same end pieces (14, 15) and the same central
parts (16), wherein the end piece (15) arranged above on the left side wall is arranged
below on the right side wall and vice versa.
7. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the exterior of the door (2) is manufactured from a door panel (5).
8. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the handle insert (10) is held in a form-fit manner in the side wall (8a, 8b) of
the door.
9. Door according to one of the preceding claims, characterised in that the individual parts (14, 15, 16) of the handle insert (10) are designed to be different
colours.
10. Household appliance (1), in particular refrigerator or deep freezer, equipped with
a door (2) according to one of the preceding claims.
11. Method for producing a handle insert (10) for insertion into the side wall (8a, 8b)
of a door (2) of a household appliance (1) according to one of the preceding claims
1-10, in particular of a household refrigeration appliance, wherein the handle insert
is assembled from at least one central part (16) and at least two end pieces (14,
15),
characterised by the following steps:
a) injection moulding (31, 32) the end pieces (14, 15) of the handle insert;
b) extruding (34) an extrusion profile;
c) trimming (35) the extrusion profile in order to produce a central part (16); and
d) assembling the end pieces and the central part to form a handle insert (10).
12. Method according to claim 11, characterised in that the handle insert (10) has two end pieces (14, 15) which are cast in different injection
moulding tools in each case.
13. Method according to claim 11 or 12, characterised in that the handle insert is designed according to one of claims 1 to 10.
1. Porte (2) pour un appareil ménager (1), notamment pour un appareil frigorifique à
usage domestique, une poignée encastrée (10) étant intégrée dans au moins une paroi
latérale (8a, 8b) de la porte, la poignée encastrée (10) étant divisée en au moins
trois parties (14, 15, 16) en direction longitudinale de la paroi latérale, la poignée
encastrée (10) étant assemblée à partir d'une pièce centrale (16) et d'au moins deux
pièces terminales (14, 15), caractérisée en ce que l'au moins une pièce centrale (16) de la poignée encastrée est réalisée comme partie
d'un profilé extrudé.
2. Porte selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la poignée encastrée (10) présente une cavité de préhension (12).
3. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les pièces (14, 15, 16) de la poignée encastrée (10) sont fabriquées en matière plastique.
4. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les pièces terminales (14, 15) de la poignée encastrée (10) sont réalisées comme
pièces en matière plastique moulées par injection.
5. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une poignée encastrée (10a, 10b) est intégrée dans les deux parois latérales (8a,
8b) de la porte.
6. Porte selon la revendication 5, caractérisée en ce que les poignées encastrées (10a, 10b) intégrées dans les deux parois latérales (8a,
8b) de la porte (2) sont respectivement réalisées à partir des mêmes pièces terminales
(14, 15) et des mêmes pièces centrales (16), la pièce terminale (15) disposée en haut
sur la paroi latérale gauche étant disposée en bas sur la paroi latérale droite et
vice versa.
7. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le côté extérieur de la porte (2) est fabriqué à partir d'une tôle de porte (5).
8. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la poignée encastrée (10) est fixée par adhérence de forme dans la paroi latérale
(8a, 8b) de la porte.
9. Porte selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les pièces individuelles (14, 15, 16) de la poignée encastrée (10) sont conçues de
couleur différente.
10. Appareil ménager (1), notamment réfrigérateur ou congélateur, équipé d'une porte (2)
selon l'une quelconque des revendications précédentes.
11. Procédé de fabrication d'une poignée encastrée (10) destinée à être insérée dans la
paroi latérale (8a, 8b) d'une porte (2) d'un appareil ménager (1), selon l'une quelconque
des revendications précédentes 1 à 10, notamment d'un appareil frigorifique à usage
domestique, la poignée encastrée étant assemblée à partir d'au moins une pièce centrale
(16) et d'au moins deux pièces terminales (14, 15),
caractérisé par les étapes suivantes :
a) moulage par injection (31, 32) des pièces terminales (14, 15) de la poignée encastrée
;
b) extrusion (34) d'un profilé extrudé ;
c) coupe en longueur (35) du profilé extrudé pour la fabrication d'une pièce centrale
(16) ; et
d) assemblage des pièces terminales et de la pièce centrale en une poignée encastrée
(10).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la poignée encastrée (10) présente deux pièces terminales (14, 15) qui sont respectivement
moulées dans des moules d'injection différents.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la poignée encastrée est réalisée selon l'une quelconque des revendications 1 à 10.
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