Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Nockenwellenversteller.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Nockenwellenversteller werden in Verbrennungsmotoren zur Variation der Steuerzeiten
der Brennraumventile eingesetzt. Die Anpassung der Steuerzeiten an die aktuelle Last
senkt den Verbrauch und die Emissionen. Eine verbreitete Bauart ist der Flügelzellenversteller.
Flügelzellenversteller weisen einen Stator, einen Rotor und ein Antriebsrad auf. Der
Rotor ist meist mit der Nockenwelle drehfest verbunden. Der Stator und das Antriebsrad
werden ebenfalls untereinander verbunden, wobei sich der Rotor koaxial zum Stator
und innerhalb des Stators befindet. Rotor und Stator prägen Ölkammern aus, welche
durch Öldruck beaufschlagbar sind und eine Relativbewegung zwischen Stator und Rotor
ermöglichen. Weiterhin weisen die Flügelzellenversteller diverse Abdichtdeckel auf.
Der Verbund von Stator, Antriebsrad und Abdichtdeckel wird über mehrere Schraubenverbindungen
ausgebildet.
[0003] DE 10 2008 029 692 A1 zeigt eine gebaute Nockenwelle mit einem Flügelzellenversteller. Dieser Flügelzellenversteller
ist mit einer zentralen Schraube am Nockenwellenende befestigt. Alle Einzelteile werden
durch die zentrale Schraube am Nockenwellenende fixiert und verspannt. Abschließend
wird ein Dichtdeckel mit dem Antriebsrad verbunden, die zusammen einen öldichten Raum
schaffen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Nockenwellenversteller anzugeben, der besonders
einfach aufgebaut ist und eine zuverlässige Anbindung an die Nockenwelle aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Nockenwellenversteller
ein Antriebsrad, einen Stator und einen Rotor aufweist, wobei der Rotor gegenüber
dem Stator einen Drehfreiheitsgrad besitzt und der Rotor gegenüber dem Stator axial
fixiert ist, wobei der Nockenwellenversteller zur Drehachse des Antriebsrades koaxial
angeordnet eine Adapterhülse und eine Verbindungshülse aufweist, wobei die Adapterhülse
und die Verbindungshülse einerseits untereinander verbunden sind und andererseits
eine axiale Fixierung von Rotor, Stator und Antriebsrad ausbilden.
[0006] Hierdurch wird erreicht, dass mehrere, axial verspannende Verbindungen im Nockenwellenversteller
entfallen. Der Rotor, die Adapterhülse und die Verbindungshülse bilden eine drehfeste
Einheit, welche mit einem Nockenwellenende verbindbar ist. Dadurch kann eine Vielzahl
von Schrauben, Nieten, Stiften entfallen.
[0007] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Adapterhülse mit einem Nockenwellenende
verbindbar ausgebildet. Dabei ist das Nockenwellenende derart ausgebildet, dass die
Adapterhülse über einen Kragen oder Absatz zentriert wird. Durch diese Zentrierung
werden Koaxialitätsfehler minimiert. Weiterhin bildet das stirnseitige, nockenwellenzugewandte
Ende der Adapterhülse eine vorteilhaft plane Kontaktfläche mit der Nockenwelle, um
hohe Kräfte aufzunehmen. Vorteilhafterweise kann die Zentrierung und die Kontaktfläche
durch z.B. Rändelung derart oberflächenbeschaffen sein, dass die Zuverlässigkeit der
Verbindung erhöht wird.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Adapterhülse ölführend ausgebildet.
Die Leitung von Öl durch die Adapterhülse bildet Ölwege kurz aus und es sind geringe
Ölverluste durch eine geringe Anzahl von Dichtstellen gekoppelter Bauelemente erzielbar.
Weitere im Nockenwellenversteller verwendete Hülsen können ebenfalls ölführend ausgebildet
sein. Die verwendeten Hülsen können mit dichtenden Elementen versehen sein.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weisen die Adapterhülse und die Verbindungshülse
einen oder mehrere, axiale Anschläge auf. Diese Anschläge bilden eine Lagefixierung,
wobei der Rotor verspannt und das Antriebsrad sowie der Stator mit geringem, axialen
Spiel versehen werden. Vorteilhaft hierbei ist die integrale Ausbildung dieser Anschläge
als Durchmesseränderungen an den Außenmantelflächen der Adapterhülse und der Verbindungshülse.
[0010] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Adapterhülse eine Lagerung für das
Antriebsrad auf. Vorteilhafterweise ist die Adapterhülse mit der Lagerung unmittelbar
mit dem Nockenwellenende verbindbar ausgebildet. Da am Nockenwellenende meist eine
Nockenwellenlagerung angeordnet ist, werden Kräfte vorteilhaft am Zylinderkopf aufgenommen.
[0011] In einer bevorzugten Ausbildung wird die Adapterhülse mit der Verbindungshülse durch
ein Gewinde verbunden. Vorteilhaft hierbei ist die Demontagemöglichkeit. Dabei können
Innen- und Außengewinde sowie Links- und Rechtsgewinde zum Einsatz kommen. Weiterhin
ist eine gewindefurchende Ausbildung an einer der beiden Hülsen denkbar.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Verbindungshülse mit der Adapterhülse
durch eine Übermaßverbindung, bzw. Pressverband, verspannt. Hierdurch wird erreicht,
dass bei einer Montage des Nockenwellenverstellers mit dem Nockenwellenende die Zentralschraube
den Pressverband weiter verstärkt und sichert. Der Pressverband kann durch Rändelung
der Oberflächen der Hülsen leistungsfähiger ausgebildet werden.
[0013] In einer Ausbildung der Erfindung ist der Stator mit dem Antriebsrad formschlüssig
verbunden und an diesem zentriert. Der Formschluss überträgt dabei das Drehmoment
vom Antriebsrad auf den Stator. Mit der Zentrierung kann eine Dichtung vorgesehen
sein, die einen öldichten Raum im Stator ausbildet. Der axiale Zusammenhalt zwischen
dem Stator und dem Antriebsrad wird über axiale Anschläge und durch die Verbindung
zwischen Adapterhülse und Verbindungshülse ausgebildet.
[0014] Alternativ können zur Ausbildung der Drehmomentübertragung zwischen Stator und Antriebsrad
auch Stifte, Niete oder andere Normteile zum Einsatz kommen. Vorteilhaft am Einsatz
von Normteilen sind geringe Herstellkosten.
[0015] In einer vorteilhaften Ausbildung von Adapterhülse, Verbindungshülse und ihrer Außendurchmesser
werden das Antriebsrad, der Stator und der Rotor zueinander besonders gut zentriert
und eine sehr genaue Positionierung zueinander erreicht. Dazu sind die Außendurchmesser
im Durchmesser verschieden zueinander ausgebildet. Vorteilhafterweise sind Antriebsrad,
Stator und Rotor auf einem gemeinsamen Außendurchmesser zentriert, welcher einfach
und kostengünstig herstellbar ist.
[0016] Optional können Funktionen wie Zentrierung und axiale Fixierung über weitere Hülsen
realisiert werden. Dazu kann z.B. eine der Hülsen eine Zentrierung für einen Stator,
eine weitere Hülse eine Zentrierung für einen Rotor, usw. aufweisen. Eine beliebige
Kombination aus den Funktionen und der Anzahl der Hülsen ist denkbar.
[0017] In einer optionalen Ausgestaltung der Erfindung können die Adapterhülse, die Verbindungshülse
und ggf. weitere Hülsen untereinander mit zusätzlichen Mitteln verbunden werden. Solche
Mittel können Schrauben, Scheiben, Ringe, Stifte o.ä. sein.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausbildung weisen die Hülsen eine Durchgangsöffnung
zur durchdringenden Anordnung einer zentralen Schraube auf, die den Nockenwellenversteller
am Nockenwellenende befestigt. Abschließend kann ein Dichtdeckel oder eine Abdeckhaube
an der Einheit angeordnet werden, welcher die Einheit öldicht gegenüber der Umwelt
abdichtet.
[0019] Weitere Einzelteile der Verstelleinheit, wie Dichtdeckel, Lager, Verriegelungseinheiten
oder Ölführungsbleche, können durch die Adapterhülse und die Verbindungshülse sowie
durch zusätzliche Hülsen fixiert werden.
[0020] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Verbund von Stator, Rotor und Antriebsrad
sowie weiterer Bauelemente über genau eine Hülse ausgebildet. Dabei werden die zu
montierenden Bauelemente auf die Hülse aufgefädelt, zentriert, gegen ihre Anschläge
gebracht und abschließend wird der geschaffene Verbund gesichert. Sicherungsmittel
können Sprengringe, Sicherungsringe, Muttern, Schrauben oder vorteilhafterweise die
Hülse selbst sein. Dabei wird Material von der Hülse gebördelt, gebogen oder anderweitig
umgeformt. Eine Ausbildung der Hülse in Blech ist vorteilhaft.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung hat die Adapterhülse an der
nockenwellenseitigen Stirnfläche eine konzentrisch zur Mittelachse umlaufende Vertiefung.
Diese Vertiefung steht in Verbindung mit Ölversorgungsbohrungen der Nockenwelle. In
der Adapterhülse erstrecken sich achsparallele Bohrungen, welche diese Vertiefung
schneiden. Die Bohrungsaustritte münden am anderen Ende der Adapterhülse in einer
ersten Ölkammer. Weiterhin hat die Adapterhülse eine konzentrische Durchgangsöffnung.
Diese Durchgangsöffnung wird von einer Zentralschraube durchdrungen. Dabei verbleibt
zwischen Zentralschraube und Durchmesser der Durchgangsöffnung ein Spalt. Dieser Spalt
stellt eine weitere Ölversorgung dar. Die Adapterhülse hat radiale Ölbohrungen, die
den Außendurchmesser mit dem Innendurchmesser der Durchgangsöffnung verbinden. Dabei
sind die radialen Ölbohrungen winkelversetzt zu den axialen Ölbohrungen ausgebildet,
damit keine Überschneidung der Bohrungen und somit kein Kurzschluss im Ölkreislauf
entsteht. Vorteilhafterweise münden die radialen Ölbohrungen in den Außendurchmesser,
der die Lagerstelle für das Antriebsrad darstellt, um diese zu schmieren. Alternativ
können die radialen Ölbohrungen auch in eine umlaufende Nut münden, von dieser das
Öl dann in die entsprechende Ölkammer weitergeleitet wird.
[0022] Optional können die Ölkanäle in einer ölführenden Hülse winkelorientiert zu einer
Ölversorgungsquelle angeordnet sein. Um eine winkelorientierte Ölversorgung zwischen
den Hülsen realisieren zu können, weisen die Hülsen verdrehsichernde Elemente auf.
Somit kann eine zuverlässige Anordnung der Ölkanäle ausgebildet werden.
[0023] Weiterhin kann eine Hülse ein Gewinde zur Befestigung an einer Nockenwelle aufweisen.
Dadurch kann vorteilhafterweise auf die Befestigung mit einer Zentralschraube verzichtet
werden und die Hülsen sind ohne Durchgangsbohrung für eine Zentralschraube ausgebildet.
Das Gewinde kann als Innen- oder Außengewinde ausgebildet sein und vorteilhafterweise
begründet in der Drehrichtung des Antriebsrades ein Links- oder Rechtsgewinde aufweisen.
[0024] Alternativ können die verwendeten Hülsen zur Reduzierung des Gewichts innen hohl,
gelocht, geschlitzt oder als Käfig ausgebildet sein. Zur Erhöhung der Steifigkeit
können die Hohlräume eine Füllung, z.B. aus Metallschaum aufweisen.
[0025] In Konkretisierung der Erfindung ist am Stator eine Nabe ausgebildet, die sich an
einem Ende des Stators befindet. Diese Nabe kann vorteilhafterweise durch die Blechdicke
des Stators bestimmt sein. Die Nabe lagert den Stator auf einer Hülse, vorzugsweise
der Verbindungshülse.
[0026] Zwischen dem Stator und dem Rotor ist ein Federelement angeordnet. Das Federelement
verspannt den Stator mit dem Rotor in einer Vorteilsrichtung miteinander. Der Windungskörper
der Feder wird vorteilhafterweise an einem Außendurchmesser einer der verwendeten
Hülsen, beispielsweise der Adapterhülse, gelagert oder geführt. Optional kann die
Feder auch an der Nabe des Rotors oder des Stators oder andere Bauelemente geführt
sein.
[0027] In einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die verwendeten Hülsen, oder zumindest
eine davon, als Blechteil ausgebildet. Dies senkt Herstellkosten. Alternativ können
auch andere Fertigungsverfahren wie Sintern, Fließpressen, Tiefziehen oder Fräsen
zum Einsatz kommen. Dementsprechend ist eine Vielzahl von zum Einsatz kommenden Werkstoffen,
wie Metalle, Kunststoffe oder Verbundmaterialien, denkbar. Zur Verschleißminimierung
können Beschichtungen vorgesehen werden.
[0028] In einer favorisierten Ausbildung der Erfindung wird der Nockenwellenversteller durch
eine Zentralschraube am Nockenwellenende befestigt. Die Zentralschraube durchdringt
die verwendeten Hülsen, die den Nockenwellenversteller in sich zusammenhalten. Der
Schraubenkopf kontaktiert im Verbund eine der Hülsen, vorzugsweise die Verbindungshülse.
Dabei ist vorteilhaft, dass der Nockenwellenversteller durch die Nutzung von Hülsen
vormontiert und anschließend mit nur einer zentralen Schraube an der Nockenwelle befestigt
werden kann.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Zentralschraube eine konzentrische
Durchgangsöffnung auf, die sich vom Schraubenkopf bis zum gewindeseitigen Ende erstreckt.
Diese Durchgangsöffnung dient der Ölführung. Vorteilhafterweise ist die Ölführung
als Entlüftung oder Ölrückführung des aus dem Stator in die Abdeckhaube austretenden
Öls in den Zylinderkopf ausgebildet.
[0030] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Öldichtigkeit mittels einer Abdeckhaube
sichergestellt. Die Abdeckhaube wird vorteilhafterweise abschließend nach der Montage
des Verstellers montiert. Die Abdeckhaube kann einen Dichtring aufweisen. Alternativ
kann eine Dichtschnur, vorteilhafterweise vor der Montage, beispielsweise aus flüssigem
Kunststoff, auf die Abdeckhaube aufgetragen werden, welche dann beim Montieren die
Dichtfunktion herstellt.
[0031] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Abdeckhaube umfangsseitig verteilte
Schnapphaken auf, die in komplementäre Öffnungen des Antriebsrades eingreifen können
und beide Bauteile miteinander verbinden. Vorteilhafterweise ist dabei die Abdeckhaube
aus Kunststoff oder Blech ausgebildet.
[0032] Die Abdeckhaube kann mit einer weiteren oder mit einer bereits verwendeten Hülse
am Nockenwellenversteller befestigt werden.
[0033] Eine Anordnung ohne Abdeckhaube kann zur Ausbildung eines "Riemen im Öl" Nockenwellenverstellers
vorteilhaft sein.
[0034] Durch die erfindungsgemäße Anordnung von Hülsen, insbesondere einer Adapterhülse
und einer Verbindungshülse, und deren Wirkung, ist ein kompakter Nockenwellenverstellerverbund
geschaffen, der durch eine vorteilhafte Ausbildung einer Hülse mit einem Nockenwellenende
verbindbar ist. Verzüge durch lokale Schraubenverbindungen werden vermieden und eine
erhöhte Lebensdauer sowie geringe Herstellkosten erreicht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt.
[0036] Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Nockenwellenversteller, welcher an einem Nockenwellenende
befestigt ist,
Fig. 2 eine Hülse, welche als Adapterhülse ausgebildet ist,
Fig. 3 eine weitere Ansicht der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine Verbindungshülse,
Fig. 5 ein Antriebsrad, welches auf der Adapterhülse gelagert werden kann und
Fig. 6 einen Schnitt durch die Lagerung des Antriebsrades auf dem Adapterhülse.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Fig. 1 zeigt einen Nockenwellenversteller 1 und ein Nockenwellenende 5. Der Nockenwellenversteller
1 weist ein Antriebsrad 2, einen Stator 3, einen Rotor 4, eine Scheibe 47, eine Verriegelung
6, eine Rückstellfeder 7 sowie eine Adapterhülse 9 und eine Verbindungshülse 10 auf.
Dabei weist die Anordnung weiterhin eine Zentralschraube 8 und eine Abdeckhaube 46
auf.
[0038] Der Nockenwellenversteller 1 ist als Flügelzellenversteller ausgebildet, wobei zwischen
dem Rotor 4 und dem Stator 3 nicht weiter dargestellte Druckkammern ausgebildet sind,
die öldruckbeaufschlagt werden können. Die Zufuhr von Öl erfolgt über das Nockenwellenende
5 durch die Ölbohrungen 18, 19, bzw. durch die Ölbohrungen 20, welche in einen Spalt
zwischen dem Schraubenschaft 24 der Zentralschraube 8 und einem Innendurchmesser der
zentralen Nockenwellenbohrung 15 mündet. Dabei gelangt das Öl vorerst in die Adapterhülse
9, von der das Öl mittels weiterer Anordnungen von Ölbohrungen und Ölnuten das Innere
des Nockenwellenverstellers 1 und zu den Druckkammern geleitet werden kann. Die Ausbildung
der Ölleitung durch die Adapterhülse ist in Fig. 2 und Fig. 3 erläutert.
[0039] Auf der Adapterhülse 9 ist das Antriebsrad 2 gelagert. Ein als Umformteil topfförmig
ausgebildeter Rotor 4 mit einer integrierten Verriegelung 6 schließt sich in axialer
Richtung koaxial zum Antriebsrad 2 und der Scheibe 47 an. Der Rotor 4 wird mit einer
Nabe auf dem Adapterteil 9 gelagert. Ein ebenfalls als Umformteil topfförmig ausgebildeter
Stator 3 umschließt den Rotor 4 und die Scheibe 47. Die Scheibe 47 dient hier als
Dichtelement. Der Stator 3 ist mit seinem einen Ende formschlüssig auf einem Absatz
23 mit dem Antriebsrad 2 zentriert und verbunden, damit eine Übertragung von Drehmomenten
des Antriebsrades 2 auf den Stator 3 stattfinden kann. Innerhalb des Rotors 4 und
außerhalb der Adapterhülse 9 ist die Rückstellfeder 7 angeordnet. Die Rückstellfeder
7 verspannt den Rotor 4 mit dem Stator 3 rotativ. Abschließend wird die Verbindungshülse
10 mit der Adapterhülse 9 verbunden, so dass der Rotor 4 mit der Verbindungshülse
10 und der Adapterhülse 9 drehfest verspannt ist und zugleich eine axiale Sicherung
der ineinandergeschachtelten Bauteile, wie Antriebsrad 2, Stator 3, Rotor 4 erfolgt.
Zugleich werden durch den Verbund aus Adapterhülse 9 und Verbindungshülse 10 die Bauteile
zentriert. Zwischen Verbindungshülse 10 und Stator 3 besteht in radialer, wie in axialer
Richtung geringes Spiel, damit Verformungen aus dem Betrieb nicht zu einem Verklemmen
führen.
[0040] Weiterhin zeigt Fig. 1, dass der Nockenwellenversteller 1 mittels einer Zentralschraube
8 am Nockenwellenende 5 drehfest befestigt ist. Dabei ist der Nockenwellenversteller
1 mit der Adapterhülse 9 an einer Aufnahme 21 vom Nockenwellenende 5 angeordnet. Die
Adapterhülse 9 und die Aufnahme 21 bilden zusammen eine Zentrierung des Nockenwellenverstellers
1. Zusätzlich ist eine Abdeckhaube 46 am Antriebsrad 2 durch eine Schnappverbindung
verbunden. Zwischen Abdeckhaube 46 und Stator 3 ist eine Dichtung 12 vorgesehen, die
den Nockenwellenversteller öldicht ausbildet. Eine Entlüftung führt durch einen koaxialen
in der Zentralschraube 8 ausgebildeten Entlüftungskanal 11 Leckageöl zu einem weiteren
Abschnitt der Nockenwellenbohrung 15 zurück zu den Entlüftungsbohrungen 16 in dem
Nockenwellenende 5. Dabei trennt ein Gewinde 25 die Nockenwellenbohrung 15 die Entlüftungsbohrungen
16 von der Ölversorgung 20 lokal ab.
[0041] Die Montage eines nach Fig. 1 gezeigten Nockenwellenverstellers 1 kann derart erfolgen,
dass zuerst auf die Adapterhülse 9 ein Antriebsrad 2 gefügt wird, gefolgt von der
Scheibe 47. Anschließend werden der Rotor 4 mit der Verriegelung 6, der Stator 3 und
die Rückstellfeder 7 zueinander gefügt, so dass die Rückstellfeder 7 zwischen dem
Stator 3 mit dem Rotor 4 wirken kann und die Verriegelung 6 durch das Verriegeln eine
Position von Stator 3 und Rotor 4 definiert. Folglich werden dann Stator 3, Rotor
4, Rückstellfeder 7 und Verriegelung 6 koaxial auf die Adapterhülse 9 aufgeschoben,
derart, dass der Rotor 4 auf der Adapterhülse 9 einen axialen Anschlag und eine Zentrierung
findet, wobei der Stator 3 auf dem Antriebsrad 2 drehfest zentriert wird. Abschließend
wird dieser geschaffene Verbund mit der Verbindungshülse 10 gesichert. Weiterhin kann
nun der Nockenwellenversteller 1 durch eine Zentralschraube 8 an einem Nockenwellenende
5 befestigt und gegebenenfalls bei einer Ausbildung eines Zugmitteltriebes ohne Öl
mit einer Abdeckhaube 46 öldicht ausgebildet werden.
[0042] Fig. 2 zeigt eine Adapterhülse 9, welche ölführend ausgebildet ist. Das Öl kann durch
die eingangs erwähnten, in dieser Figur nicht dargestellten Ölbohrungen 20 von der
Zentralbohrung 26 über radiale Ölbohrungen 32 zu einer Ölnut 31 geleitet werden, welche
das Öl dann umfangsseitig verteilt und durch weitere nicht dargestellte Kanalausbildungen
zwischen Stator und Antriebsrad in eine erste Arbeitskammer geleitet wird. Die Versorgung
einer zweiten Arbeitskammer erfolgt durch die eingangs erwähnten Ölbohrungen 18, 19,
wobei dann das Öl über Ölbohrungen 33 weitergeleitet wird, welche in die Rückstellfederzentrierung
29 münden. Die Adapterhülse 9 weist eine Zentralbohrung 26 auf, die zur Durchdringung
einer Zentralschraube 8 vorgesehen ist. Der axiale Anschlag 27 ist zur Fixierung des
Antriebsrades 2 auf dem Lagerdurchmesser 28 vorgesehen. Über die Ölnut 31 kann Öl
zur Schmierung der Lagerstelle des Antriebsrades 2 herbeigeführt werden. Weiter weist
die Adapterhülse 9 eine Rückstellfederanlage 34 und eine Rückstellfederzentrierung
29 auf. Der axiale Anschlag 35 am verjüngenden Ende der Adapterhülse 9 ist zur Fixierung
eines Rotors vorgesehen. Dabei wird der Rotor gegen diesen Anschlag 35 durch die Verbindungshülse
10 kraftschlüssig drehfest verbunden. Die Rotorzentrierung 30 bildet eine fluchtende
und koaxiale Anordnung des Rotors zur Drehachse 22. Der Innendurchmesser der Zentralbohrung
26 weist ein nicht weiter dargestelltes Gewinde auf.
[0043] Fig. 3 zeigt eine weitere Ansicht der Adapterhülse 9 und die Mündung der Ölbohrungen
33 in eine axiale stirnseitige Ölnut 36. Die stirnseitige Ölnut 36 wird dabei von
dem Anschlag 27 und der Zentralbohrung 26 dichtend begrenzt. Die radialen Ölbohrungen
32 münden innenseitig in die Zentralbohrung 26 und außenseitig in die umlaufende Ölnut
31 auf dem Lagerdurchmesser 28.
[0044] Fig. 4 zeigt eine Hülse, welche als Verbindungshülse 10 ausgebildet ist. Dabei weist
die Verbindungshülse 10 ein Gewinde 38 und eine Zentralbohrung 37 auf. Zum Verspannen
des Rotors 4 mit der Adapterhülse 9 ist die Ausbildung eines axialen Anschlages vorgesehen,
welcher sich radial nach außen erstreckt. Dem schließt sich ein Absatz 40 an, welcher
eine spielbehaftete Lagerstelle für einen Stator 3 darstellt. Mittels einem weiteren
axialen Anschlag 41 wird der Stator 3 und auch das Antriebsrad 2 in Kombination mit
dem in Fig. 2 erwähnten Anschlag 27 der Nockenwellenversteller 1 zusammengehalten.
Die Nasen 42 bilden eine komplementäre Form zum Eingriff eines Werkzeugs, mit dem
die Verbindungshülse 10 montiert werden kann.
[0045] Fig. 5 zeigt eine Ausbildung eines Antriebsrades 2 in Blech. Dabei weist das Antriebsrad
2 eine Zahnkontur 13 für einen Zahnriemen und einen Bord 14 zur Lagefixierung desselben
auf. Weiterhin ist an der Zentralbohrung 44 des Antriebsrades 2 eine Nabe 43 angeordnet.
Zwischen Nabe 43 und Zahnkontur 13 erstrecken sich umfangsseitig gleichmäßig verteilte
Auswölbungen 45, welche sich abwechselnd mit der Ausprägung eines Absatzes 23 in Drehrichtung
um die Drehachse 22 anordnen. Über diese Ausprägungen des Absatzes 23 und den Auswölbungen
45 lassen sich Ölkanäle gestalten sowie ein Formschluss zur Übertragung eines Drehmomentes
zwischen Stator und Antriebsrad realisieren.
[0046] Fig. 6 zeigt eine Detailansicht des Antriebsrades 2 mit seiner Zentralbohrung 44
der Nabe 43 auf dem Lagerdurchmesser 28 der Adapterhülse 9. Bei der Montage des Nockenwellenverstellers
1 mit dem Nockenwellenende 5 wird der als Stufe ausgebildete Anschlag 27 von der Aufnahme
21 umfasst, derart, dass eine Zentrierung über die Durchmesser dieser Lagerstelle,
eine Ölversorgung und eine flächige Anlage realisiert wird.
Liste der Bezugszahlen
[0047]
- 1)
- Nockenwellenversteller
- 2)
- Antriebsrad
- 3)
- Stator
- 4)
- Rotor
- 5)
- Nockenwellenende
- 6)
- Verriegelung
- 7)
- Rückstellfeder
- 8)
- Zentralschraube
- 9)
- Adapterhülse
- 10)
- Verbindungshülse
- 11)
- Entlüftungskanal
- 12)
- Dichtung
- 13)
- Zahnkontur
- 14)
- Bord
- 15)
- Nockenwellenbohrung
- 16)
- Entlüftungsbohrungen
- 17)
- Axiallager
- 18)
- Ölbohrung
- 19)
- Ölbohrung
- 20)
- Ölbohrung
- 21)
- Aufnahme
- 22)
- Drehachse
- 23)
- Absatz
- 24)
- Schraubenschaft
- 25)
- Gewinde
- 26)
- Zentralbohrung
- 27)
- Anschlag
- 28)
- Lagerdurchmesser
- 29)
- Rückstellfederzentrierung
- 30)
- Rotorzentrierung
- 31)
- radiale Ölnut
- 32)
- Ölbohrungen
- 33)
- Ölbohrungen
- 34)
- Rückstellfederanlage
- 35)
- axialer Anschlag
- 36)
- Ölnut
- 37)
- Zentralbohrung
- 38)
- Gewinde
- 39)
- axialer Anschlag
- 40)
- Absatz
- 41)
- axialer Anschlag
- 42)
- Nasen
- 43)
- Nabe
- 44)
- Zentralbohrung
- 45)
- Auswölbungen
- 46)
- Abdeckhaube
- 47)
- Scheibe
1. Nockenwellenversteller (1), welcher ein Antriebsrad (2), einen Stator (3) und einen
Rotor (4) aufweist, wobei der Rotor (4) gegenüber dem Stator (3) einen Drehfreiheitsgrad
besitzt und der Rotor (4) gegenüber dem Stator (3) axial fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Nockenwellenversteller (1) zur Drehachse (22) des Antriebsrades (2) koaxial angeordnet
eine Adapterhülse (9) und eine Verbindungshülse (10) aufweist, wobei die Adapterhülse
(9) und die Verbindungshülse (10) einerseits untereinander verbunden sind und andererseits
eine axiale Fixierung von Rotor (4), Stator (3) und Antriebsrad (2) ausbilden.
2. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) mit einem Nockenwellenende (5) verbindbar ist.
3. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) ölführend ausgebildet ist.
4. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) einen axialen Anschlag (27) zur Fixierung eines Antriebsrades
(2) aufweist.
5. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) und die Verbindungshülse (10) jeweils einen axialen Anschlag
(35, 39) zur Fixierung eines Rotors (4) aufweisen.
6. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungshülse (10) einen axialen Anschlag (41) zur Fixierung eines Stators
(3) aufweist.
7. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Adapterhülse (9) ein Antriebsrad (2) gelagert ist.
8. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) oder die Verbindungshülse (10) ein Gewinde aufweist.
9. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (9) mit der Verbindungshülse (10) eine Übermaßverbindung aufweist.
10. Nockenwellenversteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtriebsrad (2) einen Absatz (23) aufweist, mit dessen Durchmesser der Stator
(3) zentriert wird und ein Drehmoment übertragen wird.