[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Pumpenaggregates
mit wenigstens einer eine Grundlast bedienenden ersten Pumpe und wenigstens einer
eine Spitzenlast bedienenden zweiten Pumpe, die bedarfsweise zugeschaltet und parallel
zu der zumindest einen ersten Pumpe betrieben wird, wobei das Pumpenaggregat derart
auf einer vorgegebenen Regelkennlinie geregelt wird, dass die aufgenommene Leistung
minimal ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Computerprogramm mit Instruktionen
zur Durchführung dieses Verfahrens sowie ein Pumpenaggregat der genannten Art mit
einer Steuerungselektronik, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
eingerichtet ist.
[0002] Pumpenaggregate, die aus zwei parallel fördernden Pumpen bestehen, werden als Doppelpumpe
bezeichnet. Demgegenüber werden Pumpen mit mehr als zwei parallel fördernden Pumpen
Multipumpen oder Druckstationen genannt. Die Pumpen werden in der Regel elektromotorisch
angetrieben. Die Einsatzgebiete derartiger Pumpen liegen beispielsweise in Heizungsanlagen
als Umwälzpumpen oder in der Frischwasserlieferung zur Druckerzeugung. Eine Doppelpumpe
und eine entsprechende Steuerung derselben ist beispielsweise aus der europäischen
Patentschrift
EP 0 864 755 B1 bekannt. Ferner zeigt auch die
EP 2 161 455 A1 eine Doppelpumpe.
[0003] Für die Steuerung von Doppel- oder Multipumpen können zwei verschiedene Steuerungskonzepte
verwendet werden. Gemäß eines ersten Steuerungskonzepts werden die Pumpen des Aggregats
über den gesamten Regelungsbereich zur Deckung des benötigten Förderstroms synchron,
d.h. mit gleicher Drehzahl, betrieben. Demgegenüber wird bei einem zweiten Steuerungskonzept
zunächst lediglich eine der Pumpen des Pumpenaggregats zur Deckung eines geforderten
Förderstroms verwendet. Diese Pumpe wird Grundlastpumpe genannt und ist für die Deckung
des Förderstroms im so genannten Grundlastbereich zuständig. Wird jedoch ein Förderstrom
benötigt, der außerhalb des Grundlastbereichs liegt, d.h. der einen Betriebspunkt
jenseits der maximalen Förderdrehzahl der Grundlastpumpe besitzt, wird die zweite
oder eine zweite Pumpe hinzugeschaltet, die dann gemeinsam mit der Grundlastpumpe
den benötigten Förderstrom zu liefern. Diese zweite oder weitere Pumpe kann als Spitzenlastpumpe
bezeichnet werden, die mit ihrer zusätzlichen hydraulischen Leistung ermöglicht, dass
das Doppelpumpen- oder Multipumpenaggregat Betriebspunkte jenseits der Maximalkennlinie
der Grundlastpumpe, d.h. im sogenannten Spitzenlastbereich erreicht. Es sei darauf
hingewiesen, dass bei einem Multipumpenaggregat zwei oder mehr Pumpen gemeinsam für
die Deckung der Grundlast zuständig sein können und daher zusammen eine Grundlastpumpe
bilden, zu der eine Spitzenlastpumpe hinzuschaltbar ist. Nachfolgend wird daher "Grundlastpumpe"
in der Einzahl verwendet, wohl wissend, dass im Sinne dieser Anmeldung auch zwei oder
mehr Pumpen darunter verstanden werden können.
[0004] Bei dem genannten zweiten Regelungskonzept wird die Grundlastpumpe bei maximaler
Drehzahl betrieben, wohingegen die Spitzenlastpumpe lediglich denjenigen hydraulischen
Leistungsbeitrag liefert, der zum Erreichen des zusätzlich benötigten Förderstroms
erforderlich ist. Kann bei einem Multipumpenaggregat auch mit der zweiten oder weiteren,
hinzugeschalteten Pumpe bei maximaler Drehzahl der Betriebspunkt nicht erreicht werden,
so wird eine weitere Pumpe hinzugeschaltet. Dies erfolgt so oft, bis der benötigte
Förderstrom erreicht wird.
[0005] Der Spitzenlastbereich bei einem Doppelpumpen- und Multipumpenaggregat umfasst alle
diejenigen Betriebspunkte im Kennlinienfeld, die von der Grundlastpumpe allein nicht
erreichbar sind. Demgegenüber umfasst der Grundlastbereich alle diejenigen Betriebspunkte,
die grundsätzlich von der Grundlastpumpe alleine erreicht werden können. Dabei gibt
es im Grundlastbereich Betriebspunkte, bei denen ein synchroner Betrieb von Grundlast-
und Spitzenlastpumpe energieeffizienter ist, als ein Betrieb der Grundlastpumpe alleine.
Diese Betriebspunkte liegen bezogen auf das Kennlinienfeld der Grundlastpumpe in etwa
im Bereich mittleren bis hohen Durchflusses bei geringem bis mittleren Förderdruck.
Dieser Bereich wird wirkungsgradoptimierter Bereich genannt. Ein leistungsoptimierter
Betrieb bei Doppelpumpen und Multipumpen wird daher dadurch erreicht, dass in dem
genannten Kennlinienbereich eine Spitzenlastpumpe hinzugeschaltet wird und beide bzw.
alle Pumpen synchron laufen. Ein derartiger Betrieb mit reduzierter Drehzahl ist dann
energetisch günstiger als ein alleiniger Betrieb der Grundlastpumpe mit entsprechend
hoher Drehzahl.
[0006] Zur Bestimmung des wirkungsgradoptimierten Bereichs ist ein hoher messtechnischer
Aufwand erforderlich, der beim Hersteller der gattungsgemäßen Pumpenaggregate auf
dem Prüfstand durchgeführt wird, bevor das Pumpenaggregat auf den Markt kommt. Es
wird das gesamte Kennlinienfeld des Pumpenaggregats Betriebspunkt für Betriebspunkt
vermessen, die entsprechenden Messdaten abgespeichert und anschließend ausgewertet.
Dabei werden zumindest diejenigen Betriebspunkten, die unterhalb der Maximalkennlinie
der Grundlastpumpe liegen, zum einen ausschließlich mit der Grundlastpumpe und zum
anderen im synchronen Betrieb von Grundlastpumpe und Spitzenlastpumpe angefahren,
wobei in jedem der beiden Fälle die jeweils aufgenommene Leistung des Pumpenaggregats
bestimmt wird und die beiden Leistungen miteinander verglichen werden. Aus dem Vergleich
der Leistungen kann dann festgestellt werden, ob das Pumpenaggregat energetisch günstiger
betrieben wird, wenn nur die Grundlastpumpe läuft oder ob der synchrone Betrieb von
Grundlast- und Spitzenlastpumpe zu einer geringeren Leistungsaufnahme führt. Das Vermessen
des Kennlinienfeldes und die Durchführung der Vergleichsversuche zur Bestimmung des
wirkungsgradoptimierten Bereichs innerhalb des Kennlinienfeldes benötigen erhebliche
personelle und zeitliche Ressourcen und verteuern damit das Doppel- bzw. Multipumpenaggregat.
[0007] Eine Grenzlinie, die den theoretischen Übergang zwischen dem Betrieb des Pumpenaggregats
im Grundlastbereich mit nur der Grundlastpumpe zum wirkungsgradoptimierten Bereich
mit Grundlast- und Spitzenlastpumpe kennzeichnet, wird nach dem Stand der Technik
in der Steuerungselektronik des Pumpenaggregats hinterlegt. Im Betrieb des Pumpenaggregats
kann dann durch Messen des Differenzdrucks zwischen Saugseite und Druckseite und Abschätzen
oder Messen des Durchflusses festgestellt werden, ob ein Betriebspunkt des Aggregats
unterhalb der Grenzlinie liegt und damit nur die Grundlastpumpe betrieben werden sollte,
oder ob der Betriebspunkt oberhalb der Grenzlinie liegt und das Pumpenaggregat mit
Grundlast- und Spitzenlastpumpe betrieben werden sollte. Die Grenzlinie gibt daher
für jeden Förderdruck an, bei welchem Volumenstrom die Spitzenlastpumpe aus energetischen
Gründen hinzugeschaltet werden sollte.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Doppelpumpen- oder Multipumpenaggregat
wirkungsgradoptimiert zu betreiben, ohne dass eine vorherige messtechnische Aufnahme
und Auswertung von Kennlinien des Pumpenaggregats erforderlich ist, um die Grenzlinie
für die Umschaltung vom Grundlastbetrieb in den Spitzenlastbetrieb festzustellen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Betrieb eines Pumpenaggregats mit wenigstens
einer eine Grundlast bedienenden ersten Pumpe und wenigstens einer eine Spitzenlast
bedienenden zweiten Pumpe vorgeschlagen, die bedarfsweise zugeschaltet und parallel
zu der zumindest einen ersten Pumpe betrieben wird, wobei das Pumpenaggregat derart
auf einer vorgegebenen Regelkennlinie geregelt wird, dass die aufgenommene Leistung
minimal ist, wobei das Pumpenaggregat in Abhängigkeit eines oberen und eines unteren
Grenzwertes entweder mit mindestens zwei Pumpen oder mit wenigstens einer ausgeschalteten
Pumpe betrieben wird, wobei ausgehend von einem synchronen Betrieb der Pumpen in einem
Betriebspunkt, in dem die Pumpen mit derselben Drehzahl und/oder Leistung betrieben
werden, in einem ersten Schritt der Wert zumindest einer Betriebsgröße des Pumpenaggregates
als Referenzwert abgespeichert wird, in einem zweiten Schritt der von der zweiten
Pumpe geförderte Volumenstrom reduziert wird, in einem dritten Schritt in Abhängigkeit
der Reaktionen der geregelten ersten Pumpe eine Zuordnung des Betriebspunktes zu einem
Lastbereich erfolgt und in einem vierten Schritt der obere oder untere Grenzwert durch
den Referenzwert ersetzt wird.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, ohne die Vermessung des Kennlinienbereichs
des Pumpenaggregates vor dessen Inbetriebnahme auszukommen. Vielmehr wird die Grenzlinie
respektive der Umschaltpunkt für eine bei dem Betrieb des Pumpenaggregates eingestellte
Regelkennlinie im laufenden Betrieb als eine Art "Grenzband" ermittelt. Dies erfolgt
dadurch, dass bei jedem aktuellen Betriebspunkt bestimmt wird, ob dieser Betriebspunkt
im Spitzenlastbereich, im wirkungsgradoptimierten Bereich oder im Grundlastbereich
des Pumpenaggregats liegt, wobei das Grenzband in seiner Breite durch den unteren
und den oberen Grenzwert begrenzt ist. Eine Messung des Volumenstroms, der Förderhöhe
oder des Differenzdrucks für die Bestimmung des Umschaltpunktes ist durch das vorgeschlagene
Verfahren nicht mehr notwendig.
[0012] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Lage
und Breite des Grenzbandes im laufenden Betrieb des Pumpenaggregats angepasst und
reduziert werden. Dies bewirkt, dass Verschleiß und Abnutzungserscheinungen am Pumpenaggregat
keine Änderung der Betriebseinstellung erfordern. Auch bleiben Software und oder Firmwareaktualisierungen
ohne Einfluss. Das Pumpenaggregat wird stets energieoptimiert betrieben.
[0013] Vorzugsweise wird als Betriebsgröße zur Festlegung des oberen und des unteren Grenzwertes
die synchrone Drehzahl des Pumpenaggregats verwendet, und diese als Referenzdrehzahl
abgespeichert. Die synchrone Drehzahl ist diejenige Drehzahl, bei der die Grundlastpumpe
und die Spitzenlastpumpe synchron, d.h. mit gleicher Drehzahl betrieben werden. Die
Drehzahl kann auf einfache Weise bestimmt werden, beispielsweise durch Berechnung
aufgrund von Strom und Spannung, die messtechnisch ermittelt werden oder numerisch
in einem Modell (Beobachter) vorliegen. Alternativ kann die Drehzahl mittels eines
Drehzahlsensors bestimmt werden, die im Stand der Technik hinlänglich bekannt sind.
[0014] Alternativ zur synchronen Drehzahl kann als Betriebsgröße auch die von dem Pumpenaggregat
aufgenommene elektrische Leistung verwendet werden.
[0015] Der von der zweiten Pumpe geförderte Volumenstrom kann dadurch reduziert werden,
dass die Drehzahl der zweiten Pumpe verringert wird. Dies kann auf einfache Weise
durch entsprechende Ansteuerung der Pumpe erfolgen. Alternativ kann der Volumenstrom
der zweiten Pumpe auch dadurch reduziert werden, dass ein zwischen der zweiten Pumpe
und dem Einmündungspunkt des Volumenstroms der zweiten Pumpe zum Gesamtvolumenstrom
des Pumpenaggregats angeordnetes Ventil zunehmend geschlossen wird. Dies erfordert
jedoch zusätzliche bauliche und steuerungstechnische Maßnahmen am Pumpenaggregat.
[0016] Zusätzlich zur synchronen Drehzahl kann die von dem Pumpenaggregat im synchronen
Betrieb aufgenommene Leistung bestimmt und als Referenzleistung abgespeichert werden.
Dies ermöglicht die Durchführung eines Leistungsvergleichs der aufgenommenen Leistung
des Pumpenaggregates für die Zuordnung des aktuellen Betriebspunktes zu einem Lastbereich,
insbesondere zum wirkungsgradoptimierten Bereich. Der Vergleich der Leistung wird
dann vor der Verringerung des Volumenstroms der zweiten Pumpe und nach der Verringerung
dieses Volumenstroms durchgeführt.
[0017] Vorzugsweise kann der Referenzwert, insbesondere die Referenzdrehzahl als ein oberer
Grenzwert, insbesondere ein Drehzahlgrenzwert abgespeichert werden, wenn nach der
Volumenstromreduzierung wenigstens eine erste Bedingung erfüllt ist, die einem der
Lastenbereiche Spitzenlastbereich oder wirkungsgradoptimierter Bereich zugeordnet
ist. Wenn die erste Bedingung erfüllt ist, kann somit festgestellt werden, dass der
aktuelle Betriebspunkt in dem Spitzenlastbereich oder dem wirkungsgradoptimierten
Bereich liegt.
[0018] Des Weiteren kann der Referenzwert, insbesondere die Referenzdrehzahl als ein unterer
Grenzwert, insbesondere Drehzahlgrenzwert abgespeichert werden, wenn zumindest eine
zweite Bedingung erfüllt ist, die dem Grundlastbereich zugeordnet ist. Sofern diese
zweite Bedingung erfüllt ist, kann somit festgestellt werden, dass der aktuelle Betriebspunkt
des Pumpenaggregats im Grundlastbereich liegt.
[0019] Nach der Auswertung der ersten und der zweiten Bedingung kann in der Regel festgestellt
werden, in welchen Lastbereich der aktuelle Betriebspunkt des Pumpenaggregats fällt,
d.h., ob der aktuelle Betriebspunkt im Spitzenlastbereich, im Grundlastbereich oder
im wirkungsgradoptimierten Bereich liegt. Liegt er im Grundlastbereich, wird der Referenzwert
als unterer Grenzwert gesetzt. Liegt er dagegen im Spitzenlastbereich oder wirkungsgradoptimierten
Bereich wird der Referenzwert als oberer Grenzwert gesetzt.
[0020] Diese Vorgehensweise kann erfindungsgemäß für alle Betriebspunkte auf einer jeweils
eingestellten Regelkennlinie des Pumpenaggregates, auf der das Pumpenaggregat gemäß
einer übergeordneten Regelung betrieben wird, durchgeführt werden, wobei der obere
und untere Grenzwert im laufenden Betrieb jeweils dynamisch angepasst wird, wenn ein
neuer Betriebspunkt vorliegt, der näher an der theoretischen Grenzlinie liegt.
[0021] Bei dem oberen Grenzwert oder oberhalb dieses oberen Grenzwertes wird das Pumpenaggregat
erfindungsgemäß mit mindestens zwei Pumpen, d.h. im Falle einer Doppelpumpe mit beiden
Pumpen betrieben. Ferner wird das Pumpenaggregat bei dem unteren Grenzwert oder unterhalb
des unteren Grenzwertes mit zumindest einer abgeschalteten Pumpe, d.h. im Falle einer
Doppelpumpe mit nur einer Pumpe betrieben. Wird als zu referenzierende Betriebsgröße
die synchrone Drehzahl des Pumpenaggregates verwendet, von der das erfindungsgemäße
Verfahren stets startet, wenn sich ein neuer Betriebspunkt einstellt, kann aufgrund
eines Vergleichs der aktuellen synchronen Drehzahl mit dem abgespeicherten oberen
Drehzahlgrenzwert und dem abgespeicherten unteren Drehzahlgrenzwert auf einfache Weise
festgestellt werden, ob der aktuelle Betriebspunkt gleich oder oberhalb des oberen
Grenzwertes bzw. gleich oder unterhalb des unteren Grenzwertes liegt. In diesen Fällen
erfolgt keine Anpassung der Grenzwerte.
[0022] Sofern das Pumpenaggregat in einem Betriebspunkt mit einer synchronen Drehzahl zwischen
dem oberen Grenzwert und dem unteren Grenzwert betrieben wird, werden die oben genannten
vier Schritte ausgehend vom synchronen Betrieb der laufenden Pumpen wiederholt. Dies
bewirkt, dass sowohl der obere Grenzwert als auch der untere Grenzwert dynamisch im
laufenden Betrieb angepasst werden, wobei sie zunehmend näher an die Grenzlinie, die
den Grundlastbereich vom wirkungsgradoptimierten Bereich trennt, herangeführt werden.
[0023] Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren für jede vorgegebene Regelkennlinie
separat durchgeführt. Somit wird auf jeder Regelkennlinie, auf der ein übergeordneter
Druckregler das Pumpenaggregat regelt, jeweils ein oberer und ein unterer Grenzwert
der Betriebsgröße, insbesondere der synchronen Drehzahl festgelegt, zwischen denen
der Übergang vom Grundlastbereich zum wirkungsgradoptimierten Bereich liegt und in
Abhängigkeit derer das Aggregat mit wenigstens einer abgeschalteten Pumpe oder zumindest
zwei Pumpen betrieben wird.
[0024] Die Regelkennlinie kann eine solche Kennlinie sein, bei der der von dem Pumpenaggregat
erzeugte Druck über den Volumenstrom konstant gehalten wird. Eine solche Regelkennlinie
ist als Δp-konstant Kennlinie bekannt. Alternativ sind Regelkennlinien bekannt, bei
denen der Druck des Pumpenaggregates proportional zum Volumenstrom eingestellt wird.
Derartige Kennlinien sind als Δp-variabel bekannt. Da der Übergang vom Grundlastbereich
zum wirkungsgradoptimierten Bereich für jede Regelkennlinie bei einem anderen Betriebspunkt
liegt, ist es sinnvoll, bei einem Wechsel der aktuellen Regelkennlinie die ermittelten
Grenzwerte kennlinienspezifisch, d.h. dieser letzten Kennlinie zugeordnet abzuspeichern.
So können in dem Fall, dass auf eine vorherige Regelkennlinie zurückgewechselt wird,
die für diese Regelkennlinie zuvor bestimmten Grenzwerte wieder verwendet werden.
[0025] Vorzugsweise werden bei einem Wechsel der Regelkennlinie neue Grenzwerte verwendet.
Wie die Grenzwerte zu der vorherigen Regelkennlinie werden diese neuen Grenzwerte
auf Anfangswerte gesetzt und anschließend anhand der sich einstellenden Betriebspunkte
numerisch bestimmt. Dabei kann erneut die synchrone Drehzahl als Referenzgröße verwendet
werden.
[0026] Besonders vorteilhaft ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, dass es im gewöhnlichen
laufenden Betrieb des Pumpenaggregates nach seiner Inbetriebnahme ohne die Kenntnis
charakteristischer Kennlinien durchgeführt werden kann, so dass auf eine werkseitige
Analyse des Kennlinienfeldes des Pumpenaggregats vor seiner Inbetriebnahme verzichtet
werden kann.
[0027] Wie zuvor erläutert, kann der Referenzwert der Betriebsgröße als ein oberer Grenzwert
abgespeichert werden, wenn nach der Volumenstromreduzierung, insbesondere der Drehzahlreduzierung
der zweiten Pumpe, wenigstens eine erste Bedingung erfüllt ist. Diese Bedingung kann
beispielsweise das Erreichen oder Überschreiten der Maximaldrehzahl der ersten Pumpe
sein. Ist diese Bedingung erfüllt, so folgt hieraus der Schluss, dass der aktuelle
Betriebspunkt im Spitzenlastbereich liegt, bei dem ein Förderstrom benötigt wird,
der von der wenigstens einen Grundlastpumpe alleine nicht geliefert werden kann. Denn
durch die Reduzierung des Volumenstroms, insbesondere der Drehzahl der zweiten Pumpe,
muss die Grundlastpumpe den fehlenden Volumenstrom der zweiten Pumpe aufbringen, d.h.
mit höherer Förderleistung betrieben werden. Steigt bei dieser Volumenstromübernahme
die Drehzahl der Grundlastpumpe auf oder über die Maximaldrehzahl, wäre die erste
Bedingung erfüllt und der aktuelle Betriebspunkt liegt im Spitzenlastbereich.
[0028] Alternativ kann als erste Bedingung ein Vergleich mit der abgespeicherten Referenzleistung
verwendet werden, wobei die aktuelle Leistungsaufnahme der ersten Pumpe, d.h. der
Grundlastpumpe mit dieser Referenzleistung verglichen wird und als erste Bedingung
ein Überschreiten dieser Referenzleistung geprüft wird. Mit dieser Bedingung kann
festgestellt werden, ob der aktuelle Betriebspunkt des Pumpenaggregats im wirkungsgradoptimierten
Bereich liegt.
[0029] Dieser Feststellung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die erste Pumpe im Falle
eines aktuellen Betriebspunkts des Pumpenaggregats unterhalb der maximalen Drehzahlkennlinie
der ersten Pumpe zwar eine Übernahme des Volumenstroms der zweiten Pumpe bewerkstelligen
kann. Ist jedoch in diesem Betriebspunkt die Leistungsaufnahme der Grundlastpumpe
höher als die zuvor im synchronen Betrieb des Pumpenaggregats mit Grundlastpumpe und
Spitzenlastpumpe aufgenommene Leistung, ist es energetisch günstiger, für diesen Betriebspunkt
die Grundlastpumpe und die Spitzenlastpumpe gleichzeitig, insbesondere synchron zu
betreiben. Steigt die Leistungsaufnahme der ersten Pumpe nach der Volumenstromreduzierung
der zweiten Pumpe also über die abgespeicherte Referenzleistung, ist damit festgestellt,
dass der aktuelle Betriebspunkt im wirkungsradoptimierten Bereich des Kennlinienfeldes
des Pumpenaggregats liegt.
[0030] Von den beiden alternativ genannten ersten Bedingungen stellt der Vergleich der Leistungsaufnahme
zur abgespeicherten Referenzleistung das strengere Kriterium dar, weil auch im Falle
eines Betriebspunkts im Spitzenlastbereich die Leistung der Grundlastpumpe über den
Referenzwert steigen wird.
[0031] Die beiden genannten ersten Bedingungen können jedoch auch kommulativ angewendet
werden, wobei sie in einer Rangfolge geprüft werden. So kann zunächst das Überschreiten
der Maximaldrehzahl der ersten Pumpe überprüft werden und, sofern diese Maximaldrehzahl
nicht erreicht bzw. überschritten wird, die aktuelle Leistungsaufnahme der ersten
Pumpe bestimmt und mit der abgespeicherten Referenzleistung verglichen werden. Die
Drehzahl kann auf einfache Weise bestimmt werden, da der übergeordnete Druckregler,
der das Pumpenaggregat auf einer vorgegebenen Regelkennlinie regelt, einen Drehzahlsollwert
ausgibt, dessen Betrag leicht bestimmt werden kann. Erreicht dieser einen Maximalwert,
kann die ressourcenintensive und aufwändigere messtechnische und rechnerische Bestimmung
der Leistungsaufnahme der ersten Pumpe respektive ein numerischer Vergleich dieses
Werts mit der abgespeicherten Referenzleistung eingespart werden.
[0032] Wie zuvor beschrieben, kann der Referenzwert der Betriebsgröße als ein unterer Grenzwert
abgespeichert werden, wenn zumindest eine zweite Bedingung erfüllt ist, die dem Grundlastbereich
zugeordnet ist. Als zweite Bedingung kann der Fall verwendet werden, dass sich die
Leistungsaufnahme der ersten Pumpe als Reaktion auf eine Volumenstromreduzierung der
zweiten Pumpe zumindest im Mittel im Wesentlichen nicht mehr verändert, d.h. insbesondere
nicht mehr erhöht. Diese Bedingung wird bei einem unveränderten Betriebspunkt im Grundlastbereich
irgendwann erreicht. Hierfür sollte jedoch die Volumenstromreduzierung kontinuierlich
oder sukzessiv stufenweise derart erfolgen, dass die Zeitspanne von der letzten bis
zur nächsten Reduzierung kleiner als die Zeitkonstante der Systemreaktion auf die
Volumenstromabsenkung ist. Dabei ist Folgendes zu berücksichtigen: ausgehend von einem
synchronen Betrieb der ersten und der zweiten Pumpe tragen diese jeweils zu 50% zum
Volumenstrom des Pumpenaggregats bei. Da druckseitig einer jeden Pumpe des Pumpenaggregats
ein Rückschlagventil oder eine Rückschlagklappe angeordnet ist, wie dies beispielsweise
bei der europäischen Patentanmeldung
EP 2 161 455 A1 der Fall ist, führt bereits eine geringfügige Reduzierung des Volumenstroms der zweiten
Pumpe von wenigen Prozent dazu, dass der druckseitige Auslass der zweiten Pumpe weitgehend
geschlossen wird. Dadurch dominiert die erste Pumpe den Volumenstrom deutlich. Dies
bedeutet, dass eine weitere Reduzierung des Volumenstroms der zweiten Pumpe ohne Einfluss
auf die Leistung der ersten Pumpe bleibt. Vor diesem Hintergrund ist eine sich bei
der Volumenstromreduzierung der zweiten Pumpe im Mittel nicht wesentlich ändernden
Leistungsaufnahme der ersten Pumpe der Beweis dafür, dass der aktuelle Betriebspunkt
des Pumpenaggregats im Grundlastbereich liegt.
[0033] Alternativ zu diesem Kriterium kann als zweite Bedingung der Fall verwendet werden,
dass der Volumenstrom oder die Drehzahl der zweiten Pumpe infolge der Reduzierung
einen Minimalwert erreicht oder unterschreitet. Dieses Kriterium kann dann verwendet
werden, wenn das erstgenannte Kriterium nicht erfüllt ist, d.h. die Leistungsaufnahme
der ersten Pumpe, insbesondere im Mittel schwankt, so dass auf der Grundlage dieser
Feststellung keine eindeutige Aussage über den Betriebspunkt erfolgen kann, sofern
jedenfalls die Leistungsaufnahme nicht über die abgespeicherte Referenzleistung steigt.
[0034] Wird jedoch in diesem nicht aussagekräftigen Fall der Volumenstrom der zweiten Pumpe,
insbesondere die Drehzahl der zweiten Pumpe kontinuierlich oder sukzessiv stufenweise
soweit reduziert, dass der Volumenstrom und/oder die Drehzahl einen Minimalwert erreicht
oder unterschreitet und die Leistungsaufnahme der ersten Pumpe ist noch immer nicht
über die abgespeicherte Referenzleistung gestiegen ist, so ist dies ein Beweis dafür,
dass der aktuelle Betriebspunkt des Pumpenaggregats im Grundlastbereich liegt, wobei
der benötigte Förderstrom von der Grundlastpumpe allein bereitgestellt werden kann
und der Betrieb der Grundlastpumpe alleine eine geringere Leistungsaufnahme des Pumpenaggregats
bedingt, als wenn Grundlast- und Spitzenlastpumpe synchron betrieben werden.
[0035] Es ist daher sinnvoll, wenn die zweite Bedingung nur dann geprüft wird, wenn die
erste Bedingung nicht erfüllt ist.
[0036] Vorzugsweise wird bei oder unmittelbar nach der Abspeicherung des unteren Grenzwerts
zusätzlich der Wert einer Betriebsgröße der ersten Pumpe als Grundlastreferenzwert
abgespeichert. Dieser Grundlastreferenzwert stellt einen Vergleichswert dar, mit dem
der aktuelle Wert der berücksichtigten Betriebsgröße der ersten Pumpe im Grundlastbetrieb
verglichen werden kann, um eine Zustandsänderung der ersten Pumpe zu erkennen. Der
Grundlastbetrieb ist hierbei derjenige Betrieb, bei dem nur die zumindest eine Grundlastpumpe
arbeitet, d.h. in dem wenigstens eine Pumpe des Pumpenaggregats ausgeschaltet ist.
[0037] Vom Grundlastbetrieb kann dann wieder zurück in den Synchronbetrieb übergegangen
werden, wenn der aktuelle Wert der Betriebsgröße der ersten Pumpe über den genannten
Grundlastreferenzwert steigt oder gleich oder größer einem Maximalwert dieser Betriebsgröße
wird.
[0038] Vorzugsweise kann als Betriebsgröße der ersten Pumpe ihre Drehzahl verwendet werden,
da diese anhand der Drehzahlinformation des übergeordneten Druckreglers des Pumpenaggregats
auf einfache Weise bestimmt werden kann.
[0039] Besonders vorteilhaft ist es des Weiteren, wenn dem Grundlastreferenzwert ein Offset
hinzuaddiert wird. Hierdurch wird eine Hysterese beim Zurückschalten in den Synchronbetrieb
erreicht und ein mehrfaches, kurzzeitig hintereinander folgendes Umschalten zwischen
Grundlastbetrieb und synchronem Betrieb verhindert.
[0040] Wie bereits angesprochen, kann die Volumenstromreduzierung der zweiten Pumpe schrittweise
oder kontinuierlich erfolgen. Dies hat gegenüber einem abrupten Ausschalten der zweiten
Pumpe den Vorteil, dass der übergeordnete Druckregler in seiner Regelaufgabe nicht
beeinflusst wird und ein plötzlicher Druckabfall im hydraulischen System vermieden
wird. Zudem kann auf eine plötzliche Volumenstromanforderung schnell durch Wiederhochfahren
der zweiten Pumpe reagiert werden.
[0041] Beispielsweise kann eine schrittweise Reduzierung mit Werten zwischen 200 U/min und
50 U/min, insbesondere etwa 75 U/min bis 150 U/min, vorzugsweise etwa 100 U/min erfolgen.
Im Falle einer kontinuierlichen Reduzierung der Drehzahl kann diese beispielsweise
mit einer negativen Steigung von 50-150 U/min pro Sekunde, insbesondere 100 U/min
pro Sekunde erfolgen.
[0042] Zusätzlich zu den vorgenannten Maßnahmen kann nach der Volumenstromreduzierung wieder
in den synchronen Betrieb des Pumpenaggregats übergegangen werden, wenn die Leistungsaufnahme
der ersten Pumpe sinkt. Dies kann als eine dritte Bedingung verwendet werden, die
zusätzlich zu den beiden anderen Bedingungen anwendbar ist. Sie ist dann erfüllt,
wenn während der Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte, insbesondere
nach der Volumenstromreduzierung, die benötigte Förderleistung sinkt, d.h. sich der
Betriebspunkt des Pumpenaggregats in Richtung geringer Volumenströme verändert. In
diesem Fall würde die Prüfung der ersten und der zweiten Bedingung negativ sein. Aus
diesem Grunde ist es vorteilhaft, im Falle einer sinkenden Leistungsaufnahme der ersten
Pumpe nach der Volumenstromreduzierung der zweiten Pumpe wieder in den synchronen
Betrieb zurückzukehren und von diesem Betrieb das Verfahren weiterzuführen, d.h. die
Zuordnung des neuen Betriebspunktes zu einem der Lastbereiche zu wiederholen. Die
dritte Bedingung stellt damit eine Auffangbedingung dar.
[0043] Vorzugsweise wird erst nach einer Wartezeit geprüft, ob zumindest eine der Bedingungen
erfüllt ist. Diese Verfahrensweise trägt dem Fall Rechnung, dass unmittelbar nach
einer Volumenstromreduzierung noch keine Aussage über die Zuordnung des aktuellen
Betriebspunktes zu einem Lastbereich durchführbar ist, weil die Systemreaktion noch
nicht erfolgt oder beendet ist, insbesondere eine übergeordnete Druckregelung noch
nicht ausgeregelt hat.
[0044] Des Weiteren kann vorgesehen werden, dass der Volumenstrom der zweiten Pumpe weiter
reduziert wird, wenn keine der Bedingungen erfüllt ist. Dies kann jedenfalls solange
erfolgen, wie noch kein Minimalwert für den Volumenstrom, insbesondere die Minimaldrehzahl
der zweiten Pumpe erreicht ist.
[0045] Vorzugsweise kann in jedem Stand des erfindungsgemäßen Verfahrens in einen Synchronbetrieb
übergegangen werden, wenn die erste Pumpe einen unzulässigen Betriebszustand erreicht,
insbesondere wenn die Drehzahl der ersten Pumpe einen Maximalwert erreicht oder überschreitet.
Diese Verfahrensweise trägt dem Umstand Rechnung, dass kurzfristig eine erhöhte Volumenstromanforderung
an das Pumpenaggregat gestellt werden kann, die mit dem Betrieb einer oder mehrere
Grundlastpumpen allein nicht bedient werden kann. Es werden demgemäß in diesem Fall
alle Pumpen des Pumpenaggregats wieder eingeschaltet und diese synchron betrieben,
so dass das Verfahren für den geänderten Betriebspunkt neu beginnen kann.
[0046] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn bei Erfüllung der ersten Bedingung unmittelbar
in den Synchronbetrieb zurückgekehrt wird und der Referenzwert nur dann als oberer
Grenzwert abgespeichert wird, wenn sich nach der Rückkehr wieder der Betriebszustand
vor der Volumenstromreduzierung einstellt. Diese Verfahrensweise stellt eine Plausibilitätsprüfung
dar und berücksichtigt den Fall, dass sich während der Überprüfung der ersten Bedingung
der Betriebspunkt des Pumpenaggregats verändert. Denn nur in dem Fall keiner Veränderung
des Betriebspunktes wird das Pumpenaggregat bei der Rückgängigmachung der Volumenstromreduzierung
wieder in den ursprünglichen Betriebszustand zurückkehren, in dem die synchrone Drehzahl
und/oder die Leistungsaufnahme des Pumpenaggregats wieder derjenigen vor der Volumenstromreduzierung
entspricht/entsprechen. Nur in diesem Fall ist der Schluss zulässig, dass der Betriebszustand
im Spitzenlastbereich oder im wirkungsgradoptimierten Bereich liegt, so dass der Referenzwert
korrekt als oberer Grenzwert abgespeichert werden kann.
[0047] Es ist des Weiteren vorteilhaft, wenn der untere Grenzwert auf einen Minimalwert
zurückgesetzt wird und in den synchronen Betrieb zurückgekehrt wird, wenn die erste
Pumpe im Grundlastbetrieb einen unzulässigen Betriebszustand erreicht, insbesondere
eine maximale Drehzahl erreicht oder überschreitet. Mit dieser Verfahrensweise wird
eine Sicherheitseinrichtung implementiert, die für den Fall Anwendung findet, dass
der abgespeicherte untere Grenzwert nicht korrekt ist. Um eine Fehlfunktion des Pumpenaggregates
zu vermeiden, wird dann ein Reset des unteren Grenzwerts durchgeführt und in den synchronen
Betrieb übergegangen, wenn die erste Pumpe einen unzulässigen Betriebszustand erreicht.
[0048] Erfindungsgemäß kann das vorbeschriebene Verfahren in einem Computerprogramm implementiert
sein, d.h. von einem Computerprogrammprodukt gebildet sein, das Instruktionen zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält, und das durchgeführt wird,
wenn es auf einem Mikrocomputer einer Steuerungselektronik ausgeführt wird. Das Verfahren
kann sowohl in einer Steuerungselektronik des Pumpenaggregats als auch in einem externen
Steuergerät, insbesondere in einem Steuercomputer realisiert werden.
[0049] Die Erfindung betrifft schließlich ein Pumpenaggregat mit wenigstens einer eine Grundlast
bedienenden ersten Pumpe und wenigstens einer eine Spitzenlast bedienenden zweiten
Pumpe, die bedarfsweise zugeschaltet und parallel zu der zumindest einen ersten Pumpe
betreibbar ist, wobei das Pumpenaggregat derart auf einer vorgegebenen Regelkennlinie
regelbar ist, dass die aufgenommene Leistung minimal ist, und wobei es eine Steuerungselektronik
aufweist, die zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens eingerichtet ist. Dabei
kann das vorgenannte Computerprogramm mit den Instruktionen zur Durchführung des Verfahrens
auf einen Mikrocomputer der Steuerungselektronik geladen sein.
[0050] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer beispielhaften Ausführungsvariante unter
Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- schematische Darstellung eines Doppelpumpenaggregats
- Figur 2:
- schematische Darstellung eines Multipumpenaggregates
- Figur 3:
- übergeordnete Schrittfolge des erfindungsgemäßen Verfahrensablaufs
- Figur 4:
- Beispielhafte Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Leistungsregelung
des Pumpenaggregats mit dynamischer Grenzwertanpassung als Programmablaufplan
- Figur 5:
- Kennlinienfeld eines Doppelpumpenaggregats
- Figur 6:
- Beginn des Verfahrens mit einem beispielhaften Betriebspunkt im Grundlastbereich
- Figur 7:
- Darstellung des Kennlinienfeldes mit neu gesetzter unterer Grenze und neuem Betriebspunkt
im Spitzenlastbereich
- Figur 8:
- Darstellung des Kennlinienfeldes mit gesetzter unterer und neuer obererGrenze und
neuem Betriebspunkt im wirkungsgradoptimiertem Bereich
- Figur 9:
- Veranschaulichung der Anpassung der oberen Grenze am Kennlinienfeld
- Figur 10:
- Veranschaulichung der Anpassung der unteren Grenze am Kennlinienfeld
- Figur 11:
- Veranschaulichung des Verfahrens nach der Wahl einer neuen Regelkennlinie Δp-c im
Kennlinienfeld mit neuem Betriebspunkt im Grundlastbereich
- Figur 12:
- Veranschaulichung einer neuen Regelkennlinie Δp-v im Kennlinienfeld
- Figur 13:
- Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Leistungen und der Drehzahl der Pumpen und
des Pumpenaggregats bei schrittweiser Drehzahlreduzierung der zweiten Pumpe über die
Zeit
[0051] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Doppelpumpe, d.h. eines Pumpenaggregats
1 mit zwei baugleichen Pumpen 2a, 2b, die hydraulisch parallel zueinander geschaltet
sind. Sie besitzen eine gemeinsame Saugleitung 4, an die die beiden Pumpen 2a, 2b
mit ihrer Saugseite angeschlossen sind. Druckseitig münden die Pumpen 2a, 2b in eine
gemeinsame Druckleitung 5, wobei im Übergangsbereich zur Druckleitung 5 eine Rückschlagklappe
3a angeordnet ist. Durch diese Rückschlagklappe wird verhindert, dass Fördermedium
der einen Pumpe in die Druckseite der anderen Pumpe gelangt und somit ein unnötiger
hydraulischer Widerstand erzeugt wird. Vielmehr lenkt die Rückschlagklappe 3a den
Förderstrom der beiden Pumpen 2a, 2b in die Druckleitung 5.
[0052] Jeder Pumpe 2a, 2b ist eine Pumpenelektronik 6 zugeordnet, die die elektromotorische
Antriebseinheit der Pumpe 2a, 2b steuert. Die Pumpenelektronik 6 ist an eine Betriebsspannung
angeschlossen und bestromt den jeweiligen Elektromotor mittels eines Frequenzumrichters.
Der Frequenzumrichter wird von einem pulsweitenmodulierten (PWM) Signal gesteuert,
das von einem Mikroprozessor der Pumpenelektronik in Abhängigkeit eines Drehzahlsollwerts
erzeugt wird. Dieser Drehzahlsollwert wird von einem Regler ausgegeben, der ebenfalls
Teil der Pumpenelektronik ist, insbesondere in dem Mikroprozessor der Elektronik implementiert
ist.
[0053] Dieser Regler ist dem erfindungsgemäßen Verfahren übergeordnet und regelt eine Pumpe
2a, 2b gemäß einer Regelkennlinie, die an der jeweiligen Pumpenelektronik 6 vorgegeben
werden kann. Dabei wird jeweils der von einer Pumpe 2a, 2b erzeugte Druck geregelt,
wobei die Pumpen 2a, 2b messtechnisch zur Erfassung des Differenzdrucks zwischen der
Saugseite und Druckseite eingerichtet sind. Alternativ kann das Pumpenaggregat 1 auch
druckgeregelt sein, wobei nur die Regelung einer der beiden Pumpen 2a, 2b benötigt
wird.
[0054] In der beispielhaften Ausführungsvariante gemäß Figur 1 sind die beiden Pumpenelektroniken
6 der Pumpen 2a, 2b über eine Steuerleitung 8 parallel geschaltet. Die Pumpenelektronik
6 der zweiten Pumpe 2b kann über diese Steuerleitung 8 dasselbe Steuersignal für ihren
Frequenzumrichter empfangen, das von der Pumpenelektronik 6 der ersten Pumpe 2a ausgegeben
wird. Die erste Pumpe 2a fungiert damit samt ihrer Regel-/ Steuerelektronik 6 als
eine Art Master, wohingegen die zweite Pumpe 2b mit ihrer Regel-/ Steuerelektronik
6 als eine Art Slave gesteuert wird. Gemäß dieser steuerungstechnischen Anordnung
wird ein synchroner Betrieb der beiden elektromotorischen Antriebseinheiten der ersten
Pumpe 2a und der zweiten Pumpe 2b erreicht. Die Pumpenelektronik 6 der zweiten Pumpe
2b ist jedoch vollkommen baugleich zur Pumpenelektronik 6 der ersten Pumpe 2a ausgebildet
und kann bei Bedarf die zweite Pumpe 2b vollkommen autark von der Pumpenelektronik
6 der ersten Pumpe 2a steuern.
[0055] Figur 2 zeigt eine beispielhafte zweite Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen
Pumpenaggregats 1 mit einer Vielzahl parallel arbeitender Pumpen 2a, 2b. Von dieser
Vielzahl sind jedoch nur drei Pumpen in der Figur 2 dargestellt. Dabei fungieren zwei
Pumpen 2a als synchron laufende Grundlastpumpen und eine Pumpe 2b als Spitzenlastpumpe.
Alle Pumpen sind an eine gemeinsame Saugleitung 4 angeschlossen und münden in eine
gemeinsame Druckleitung 5. Zwischen jeder Pumpe 2a, 2b und der Druckleitung 5 ist
ein Rückschlagventil 3 angeordnet, das wie die Rückschlagklappe 3a in Figur 1 jeweils
verhindert, dass das unter Druck stehende Fördermedium in den druckseitigen Bereich
einer geringer fördernden oder ausgeschalteten Pumpe gelangt.
[0056] Auch in dieser Ausführungsvariante gemäß Figur 2 ist jede Pumpe 2a, 2b mit einer
Pumpenelektronik 6 ausgestattet, die die entsprechende Pumpe 2a, 2b vollkommen autark
steuern kann, d.h. die die elektromotorische Antriebseinheit derart bestromen kann,
dass die Pumpe 2a, 2b auf einer vorgegebenen Regelkennlinie geregelt wird. Die Pumpenelektroniken
6 gemäß Figur 2 sind daher identisch zu den Pumpenelektroniken 6 in Figur 1. Grundsätzlich
können auch bei dieser zweiten Ausführungsvariante die Pumpenelektroniken 6 über nicht
dargestellte Steuerleitungen miteinander verbunden sein und steuerungstechnisch eine
Master/Slave-Anordnung realisieren. Alternativ zu dieser Variante ist in Figur 2 eine
übergeordnete zentrale Steuereinheit 7 dargestellt, mit der die einzelnen Pumpenelektroniken
6 über jeweils eine Steuerleitung 9 verbunden sind. Über diese zentrale Steuereinheit
7 werden die Drehzahlen der einzelnen Pumpen 2a, 2b des Pumpenaggregats 1 in Figur
2 vorgegeben.
[0057] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Pumpenaggregate 1 werden bevorzugt als Umwälzpumpen
in Heizungsanlagen oder als Druckstationen für die Frischwasserlieferung eingesetzt.
[0058] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines Doppelpumpenaggregats
1 gemäß Figur 1 veranschaulicht. Dabei wird die erste Pumpe 2a zur Bedienung der Grundlast
und die zweite Pumpe 2b zur Bedienung der Spitzenlast verwendet. Gemäß diesem Verständnis
wird die erste Pumpe 2a im Sinne der Erfindung als Grundlastpumpe bezeichnet, wohingegen
die zweite Pumpe 2b als Spitzenlastpumpe bezeichnet wird. Die Spitzenlastpumpe 2b
wird zum einen benötigt, um einen Förderstrombedarf zu decken, der von der Grundlastpumpe
allein nicht gedeckt werden kann. Sie wird zudem jedoch synchron zur Grundlastpumpe
in einem Bereich des Kennlinienfeldes betrieben, in dem der synchrone Betrieb beider
Pumpen energetisch günstiger ist, als der ausschließliche Betrieb der Grundlastpumpe.
[0059] Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf einfache Weise auf ein Multipumpenaggregat
gemäß Figur 2 erweitert werden, indem die Grundlastpumpe 2a und eine hinzugeschaltete
Spitzenlastpumpe 2a steuerungstechnisch gemeinsam als eine Grundlastpumpe 2a betrachtet
werden, zu der eine weitere Pumpe 2b, nämlich die neue Spitzenlastpumpe 2b hinzugeschaltet
wird.
[0060] Figur 3 zeigt den übergeordneten Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Verfahren
wird sogleich bei der Inbetriebnahme des Pumpenaggregats 1 ausgeführt und lernt sich
selbst an, wann es energetisch günstiger ist, nur die Grundlastpumpe zu betreiben
bzw. wann ein synchroner Betrieb von Grundlast- und Spitzenlastpumpe 2a, 2b energetisch
günstiger ist.
[0061] Beginn des Verfahrens ist gemäß Figur 3 bei dem mit "Start" gekennzeichneten Schritt
10. Zunächst wird ein oberer Grenzwert n_o und ein unterer Grenzwert n_u definiert
und in einem mit "Reset" bezeichneten Schritt 12 diesen Grenzwerten Werte vorgegeben.
Dabei wird der obere Grenzwert n_o gleich der maximalen Drehzahl n_max der Grundlastpumpe
2a und der untere Grenzwert n_u gleich der minimalen Drehzahl n_min der Grundlastpumpe
2a gesetzt. Da die beiden Pumpen 2a, 2b baugleich ausgeführt sind, entsprechen diese
Grenzwerte auch denjenigen der Spitzenlastpumpe 2b respektive dem Doppelpumpenaggregat
1 im synchronen Betrieb.
[0062] Bei dem Setzen bzw. Zurücksetzen der Grenzwerte n_u, n_o wird zudem ein weiterer
Grenzwert n_u_GLP gesetzt, der einen Grundlastreferenzwert der Drehzahl definiert.
Dieser Referenzwert wird im Laufe des Verfahrens mit derjenigen Drehzahl n_GLP der
Grundlastpumpe 2a belegt, die bei der Grundlastpumpe 2a anliegt, wenn auf den Grundlastbetrieb,
d.h. auf den Betrieb mit ausschließlich der Grundlastpumpe 2a übergegangen wird. Dieser
Drehzahlwert dient dann als Referenz gegenüber der aktuellen Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe
2a, mittels welcher ein abnormaler Drehzahlanstieg der Grundlastpumpe 2a festgestellt
werden kann. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0063] Die wesentlichen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in Figur 3 durch
den mit APL (Adaptive Peak Load) bezeichneten Block 20 zusammengefasst, dessen Implementierung
Figur 4 zeigt und nachfolgend erläutert wird. APL 20 implementiert eine Leistungsregelung
des Pumpenaggregats 1 mit dynamischer Grenzwertanpassung.
[0064] Erfolgt während der Ausführung der Verfahrensschritte des APL-Blocks 20 eine neue
Sollwertvorgabe 14, d.h. eine Änderung der Regelkennlinie, wird das Verfahren neu
gestartet und es werden neue Grenzwerte n_u, n_o, n_u_GLP für diese Regelkennlinie
gesetzt. Dabei können die zuvor ermittelten Grenzwerte bezogen auf die ursprüngliche
Regelkennlinie, d.h. die ursprüngliche Sollwertvorgabe abgespeichert werden, so dass
diese bei einer Rückkehr zu der vorherigen Sollwertvorgabe wieder verwendet werden
können. Eine neue Sollwertvorgabe 14 bedeutet damit nicht das Löschen der zuvor ermittelten
Grenzwerte. Vielmehr werden neue Grenzwerte n_u, n_o, n_u_GLP nur dann gesetzt, wenn
bei dem Pumpenaggregat 1 eine Regelkennlinie eingestellt wird, die zuvor noch niemals
eingestellt gewesen ist. Wird auf eine zuvor bereits eingestellte Kennlinie gewechselt,
so werden die zu dieser Kennlinie bereits ermittelten Grenzwerte weiterverwendet.
Erfolgt dagegen während der Ausführung der Schritte des APL-Blocks 20 keine Änderung
der Regelkennlinie werden diese APL-Schritte zyklisch wiederholt.
[0065] Figur 4 veranschaulicht grafisch die einzelnen Schritte des APL-Blocks 20 in Figur
3 des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem logischen Ablaufplan. Das Verfahren beginnt
mit einem synchronen Betrieb 21 des Pumpenaggregates 1, bei dem die Pumpenelektroniken
6 der Grundlastpumpe 2a und der Spitzenlastpumpe 2b diese derart regeln, dass die
Drehzahl der Grundlastpumpe n_GLP und die Drehzahl der Spitzenlastpumpe n_SLP identisch
sind und einer vorgegebenen synchronen Drehzahl n_sync entsprechen. Der synchrone
Betrieb ist in Figur 4 durch den Block 21 gekennzeichnet. Die synchrone Drehzahl n_sync
wird von dem übergeordneten Regler vorgegeben, der das Pumpenaggregat 1 derart einstellt,
dass es bei einem vom hydraulischen System, in dem das Pumpenaggregat 1 integriert
ist, vorgegebenen Volumenstrom Q den Differenzdruck Δp respektive die Förderhöhe H
des Pumpenaggregates 1 gemäß der vorgegebenen Regelkennlinie hält.
[0066] Ausgehend von diesem synchronen Betrieb wird zunächst in einem Schritt 22 geprüft,
ob die synchrone Drehzahl n_sync kleiner als der untere Grenzwert n_u ist.
[0067] Zu Beginn des Verfahrens kann diese.Bedingung ohnehin nicht erfüllt sein, weil der
untere Grenzwert n_u gleich der minimalen Drehzahl n_min der Grundlastpumpe 2a in
Schritt 12 gesetzt worden ist. Im Laufe des Verfahrens wird die untere Grenze n_u
jedoch dynamisch angehoben und gibt dann an, dass jede synchrone Drehzahl n_sync unterhalb
dieses unteren Grenzwerts n_u zu einem im Grundlastbereich 17 liegenden Betriebspunkt
gehört. Tritt ein solcher Fall ein, wird in Schritt 36 die Spitzenlastpumpe ausgeschaltet,
da im Grundlastbereich 17 der ausschließliche Betrieb der Grundlastpumpe 2a zur Bereitstellung
des benötigten Förderstroms Q ausreicht und zudem energetisch günstiger ist als der
synchrone Betrieb von Grundlast- und Spitzenlastpumpe 2a, 2b.
[0068] Sofern der untere Grenzwert n_u korrekt gewesen ist, sollte sich die Drehzahl n_GLP
der Grundlastpumpe 2a nur geringfügig erhöhen, um den durch den Wegfall der Spitzenlastpumpe
2b verringerten Volumenstrom zu kompensieren. Sollte die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe
2a jedoch auf die Maximaldrehzahl n_max ansteigen, was anschließend in Schritt 37
geprüft wird, ist der untere Grenzwert n_u fehlerhaft gesetzt worden. Sie wird daher
in dem nachfolgenden Schritt 38 auf den Anfangswert, d.h. auf die minimale Drehzahl
n_min zurückgesetzt. Die Spitzenlastpumpe 2b wird in diesem Fall unverzüglich wieder
hinzugeschaltet und das Pumpenaggregat 1 im synchronen Betrieb 21 betrieben.
[0069] Die weiteren Verfahrensschritte werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren
5 bis 13 erläutert.
[0070] Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung des Kennlinienfeldes einer Doppelpumpe
1 gemäß Figur 1. Das Kennlinienfeld wird durch eine Vielzahl von Kennlinien 44 konstanter
Drehzahl und Rohrnetzparabeln 43 gebildet, deren Steigung durch den Rohrnetzwiderstand
des hydraulischen Systems vorgegeben ist, in dem das Pumpenaggregat 1 integriert ist.
Das Kennlinienfeld wird nach oben durch eine Maximalkennlinie 41 des Pumpenaggregates
1 begrenzt. Diese Kennlinie 41 entspricht den Betriebspunkten des Pumpenaggregates
1, die bei maximaler synchroner Drehzahl der beiden Einzelpumpen 2a, 2b erreichbar
sind. Demgegenüber ist die mit der Bezugsziffer 18 gekennzeichnete Kennlinie die Maximalkennlinie
einer der Pumpe 2a, 2b, insbesondere der Grundlastpumpe 2a.
[0071] Diese Kennlinie 18 kennzeichnet alle Betriebspunkte, die bei ausschließlichem Betrieb
der Grundlastpumpe 2a mit maximaler Drehzahl n_max erreichbar sind. Zwischen der Maximalkennlinie
41 des Pumpenaggregates 1 und der Maximalkennlinie 18 der Grundlastpumpe 2a liegt
der Spitzenlastbereich 15. Damit das Pumpenaggregat 1 einen Betriebspunkt innerhalb
dieses Spitzenlastbereichs 15 erreichen kann, ist der Betrieb von Grundlastpumpe 2a
und Spitzenlastpumpe 2b erforderlich.
[0072] Nach unten hin wird das Kennlinienfeld durch eine Minimalkennlinie 42 der Grundlastpumpe
2a begrenzt. Zwischen der Minimalkennlinie 42 und der Maximalkennlinie 18 kann jeder
Betriebspunkt des Pumpenaggregats 1 ausschließlich von der Grundlastpumpe 2a erreicht
werden. Dieser Zwischenbereich teilt sich in den Grundlastbereich 17, in dem es energetisch
günstiger ist, nur die Grundlastpumpe 2a zu betreiben, und einen wirkungsgradoptimierten
Bereich 16, in dem das Pumpenaggregat 1 weniger Leistung aufnimmt, wenn Grundlastpumpe
2a und Spitzenlastpumpe 2b gleichzeitig, insbesondere synchron betrieben werden, gegenüber
einem ausschließlichen Betrieb der Grundlastpumpe 2a. Dieser wirkungsgradoptimierte
Bereich 16 liegt im Wesentlichen im Bereich geringer bis mittlerer Volumenströme Q
bei geringer bis mittlerer Förderhöhe H.
[0073] Der Übergang zwischen dem Grundlastbereich 17 und dem wirkungsgradoptimierten Bereich
16 ist durch eine Grenzlinie 40 gekennzeichnet, deren Lage nach dem Stand der Technik
durch Vermessung des Kennlinienfelds am Prüfstand herausgefunden wurde. Erfindungsgemäß
wird die Lage dieser Grenzlinie 14 jedoch mit zunehmender Genauigkeit im laufenden
Betrieb des Pumpenaggregates 1 herausgefunden.
[0074] Zur Veranschaulichung der Verfahrensschritte gemäß Figur 4 wird zunächst auf Figur
6 Bezug genommen. Das Pumpenaggregat 1 wird zunächst gemäß einer ersten Regelkennlinie
19 geregelt, auf der der Druck Δp des Pumpenaggregates 1 respektive die Förderhöhe
H über den Volumenstrom Q konstant gehalten wird. In Figur 6 ist der untere Grenzwert
n_u und der obere Grenzwert n_o eingezeichnet. Es wird zunächst angenommen, dass sich
nach der Inbetriebnahme des Pumpenaggregates 1 und dem eingestellten Synchronbetrieb
21 zunächst ein Betriebspunkt 11 einstellt, der im Grundlastbereich 17 liegt. Dies
wird von dem Verfahren wie folgt festgestellt.
[0075] Unter Bezugnahme auf Figur 4 wurde zunächst in Schritt 22 festgestellt, dass die
aktuell anliegende synchrone Drehzahl in dem Betriebspunkt 11 nicht kleiner ist als
der untere Grenzwert n_u. Es wird sodann in Schritt 23 überprüft, ob die aktuelle
synchrone Drehzahl n_sync kleiner als der obere Grenzwert n_o ist. Dies ist bei dem
Betriebspunkt 11 der Fall, weil der obere Grenzwert n_o gleich der maximalen Drehzahl
n_max der Grundlastpumpe 2a gesetzt worden ist. In Schritt 23 wird zudem geprüft,
ob die synchrone Drehzahl n_sync kleiner als die Maximaldrehzahl n_max ist. Da das
erfindungsgemäße Verfahren an dieser Stelle noch keinen neuen oberen Grenzwert n_o
gesetzt hat, ist die zuvor genannte zweite Bedingung identisch der Ersten. Sie wird
daher nur von Bedeutung, wenn im Laufe des Verfahrens die obere Grenze n_o auf einen
Wert unterhalb der Maximaldrehzahl n_max gesetzt wird.
[0076] Für den Betriebspunkt 11 in Figur 6 sind die in Schritt 23 geprüften Bedingungen
erfüllt. Es folgt dann eine Abspeicherung der aktuellen synchronen Drehzahl n_sync
als Referenzdrehzahl n_ref, Schritt 24a. Anschließend wird die elektrische Gesamtleistung
P_Σ bestimmt und in Schritt 24b als Referenzleistung P_ref abgespeichert. Danach wird
in Schritt 25 die Drehzahl n_SLP der Spitzenlastpumpe 2b reduziert, beispielsweise
um 100 U/min. Hierdurch wird der Förderstrom der Spitzenlastpumpe 2b verringert. Die
beiden Pumpen 2a, 2b werden nun nicht mehr synchron betrieben. Es wird nunmehr die
Reaktion des Pumpenaggregates 1 auf diese Drehzahlreduzierung analysiert.
[0077] Der übergeordnete Drehzahlregler regelt nunmehr den aus der Drehzahlreduzierung der
Spitzenlastpumpe resultierenden Druckabfall des Pumpenaggregats 1 dadurch aus, dass
die Drehzahl der Grundlastpumpe erhöht wird. Gleichzeitig werden auch eventuell in
dem hydraulischen System vorhandene Ventile, beispielsweise Thermostatventile nachregeln.
Um diese Systemreaktion abzuwarten, wird in Schritt 35 eine Wartezeit t_warten abgewartet.
Diese beträgt zwischen einer und 20s, vorzugsweise zwischen 5 und 15s, insbesondere
ca. 10s, wobei sie insbesondere als Produkt der Ausregelzeit des Druckreglers und
eines Faktors gewählt werden kann, der bevorzugt zwischen zwei und fünf liegt. Ein
Zähler für die Wartezeit t_warten kann unmittelbar nach einer Drehzahlreduzierung
in Schritt 25 auf null gesetzt und anschließend numerisch hoch gezählt werden. Erst
nach Ablauf der Wartezeit t_warten wird geprüft, wie das Pumpenaggregat 1 auf die
Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe 2b in Schritt 25 reagiert.
[0078] Dabei wird zunächst in Schritt 26 geprüft, ob durch die Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe
2b die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe 2a ihren Maximalwert n_max erreicht oder
überschreitet. Wäre dies der Fall, dann läge der aktuelle Betriebspunkt 11 im Spitzenlastbereich
15. Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall.
[0079] Des Weiteren wird in Schritt 26 als alternative Bedingung geprüft, ob die sich nun
einstellende elektrische Leistungsaufnahme P_GLP der Grundlastpumpe 2a über den abgespeicherten
Leistungsreferenzwert P_ref steigt. Wäre dies bei dem Betriebspunkt 11 der Fall, so
läge er entweder im wirkungsgradoptimierten Bereich 16 oder im Spitzenlastbereich
15. Wird die Drehzahlbedingung n_GLP ≥ n_max vor der Leistungsbedingung P_GLP > P_ref
abgeprüft und ist die Drehzahlbedingung nicht erfüllt, so stände nach der Überprüfung
der Leistungsbedingung fest, dass der Betriebspunkt im wirkungsgradoptimierten Bereich
16 liegt.
[0080] Eine hierarchische Prüfung der beiden Bedingungen in Schritt 26 ist jedoch nicht
zwingend notwendig, da sowohl im Falle der Erfüllung der Leistungsbedingung als auch
im Falle der Erfüllung der Drehzahlbedingung jeweils in einen Synchronbetrieb übergegangen
wird, Schritt 29. Die verfahrensgemäße Reaktion auf den Eintritt einer dieser Bedingungen
ist folglich gleich.
[0081] Für den Betriebspunkt 11 in Figur 6 ergibt die Überprüfung der genannten Bedingungen
in Schritt 26 ein negatives Ergebnis. Es steht daher an dieser Stelle bereits fest,
dass der Betriebspunkt 11 im Grundlastbereich 17 liegt.
[0082] Es wird dann in Schritt 27 geprüft, ob die Grundlastpumpe 2a einen stationären, d.h.
stabilen Zustand erreicht hat, d.h. die aufgenommene elektrische Leistung P_GLP im
Wesentlichen konstant ist. Dies wird dadurch geprüft, ob die Ableitung der aufgenommenen
elektrischen Leistung der Grundlastpumpe P_GLP im Wesentlichen null ist. Anstelle
der Ableitung kann für die numerische Berechnung der Größen auf einem Mikroprozessor
auch der Differenzenquotient ΔP_GLP/ Δt verwendet werden, mit dem die Leistungsaufnahmeänderung
ΔP_GLP pro Wartezeit Δt = t_warten ermittelt wird. Des Weiteren kann eine gleitende
Mittelwertbildung auf die gemessenen oder berechneten Werte angewendet werden, um
Störeinflüsse aus den gemessenen Strom- und Spannungswerten zur Berechnung der Leistung
herauszufiltern.
[0083] Ändert sich die Leistung P_GLP der Grundlastpumpe 2a nach der Drehzahlreduzierung
noch, kann noch keine konkrete Aussage darüber getroffen werden, dass bzw. ob der
Betriebspunkt 11 im Grundlastbereich 17 liegt. Es wird dann von Schritt 27 in den
nächsten Schritt 28 übergegangen. Ein Sonderfall besteht dann, wenn entgegen der Erwartung
einer Drehzahlerhöhung der Grundlastpumpe 2a zur Kompensation des fehlenden Volumenstromanteils
der Spitzenlastpumpe 2b, die Leistungsaufnahme der Grundlastpumpe 2a sinkt. Dies kann
dann der Fall sein, wenn zwischenzeitlich ein geringerer Förderstrom Q als vor der
Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe 2b benötigt wird und der übergeordnete Druckregler
des Pumpenaggregates 1 dieses in der Leistung herunterregelt. Da der Spitzenlastpumpe
2b durch das erfindungsgemäße Verfahren eine konkrete Drehzahl vorgegeben wird, verbleibt
lediglich die Grundlastpumpe 2a unter dem geregelten Einfluss des übergeordneten Druckreglers,
so dass dieser die Leistung der Grundlastpumpe 2a herunterregelt. Ob dies der Fall
ist, wird in Schritt 28 geprüft. Tritt dieser Fall ein, so hat sich der Betriebspunkt
11 verändert und eine Aussage über seine ursprüngliche Lage kann an dieser Stelle
nicht mehr getroffen werden. Von Schritt 28 geht daher das erfindungsgemäße Verfahren
wieder über in den synchronen Betrieb 21, von wo es mit dem geänderten Betriebspunkt
neu beginnt.
[0084] Ist die Bedingung in Schritt 28 jedoch nicht erfüllt, steigt die Leistung der Grundlastpumpe
2a infolge der Volumenstromübernahme entweder noch an oder schwankt, so dass keine
konkrete Aussage über den Betriebspunkt getroffen werden kann.
[0085] Es wird dann eine weitere Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe 2b in Schritt
25 durchgeführt und erneut die Systemantwort abgewartet. Anschließend werden die Bedingungen
26, 27 und 28 erneut geprüft.
[0086] Im Falle des Betriebspunkts 11 in Figur 6 wird eine Zeit t_warten von ca. 10 Sekunden
benötigt bis sich die Leistungsaufnahme der Grundlastpumpe 2a auf einen stationären
Zustand einstellt, siehe in Figur 13 die Kurve P1_MA.
[0087] In diesem Fall wird von Schritt 27 in Figur 4 auf Schritt 32a übergegangen und die
zuvor abgespeicherte Referenzdrehzahl r_ref, die dem Betriebspunkt 11 zugeordnet ist,
wird als unterer Grenzwert n_u abgespeichert, da nunmehr eindeutig feststeht, dass
der Betriebspunkt 11 im Grundlastbereich 17 liegt. Die Spitzenlastpumpe 2b wird anschließend
ausgeschaltet, Schritt 32b. Da sich hierdurch die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe
2a erneut verändern kann, ist es sinnvoll, hier eine weitere Wartezeit vorzusehen,
die in Figur 4 jedoch nicht berücksichtigt ist. Nach Ausschalten der Spitzenlastpumpe
2b wird die aktuelle Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe 2a samt eines hinzuaddierten
Offsets als ein Grundlastreferenzwert n_u_GLP abgespeichert, Schritt 32 c.
[0088] Das Pumpenaggregat 1 wird nunmehr im Grundlastbetrieb 33 betrieben, in dem die Spitzenlastpumpe
2b ausgeschaltet ist, d. h. ihre Drehzahl n_SLP gleich null ist, wohingegen die Grundlastpumpe
2a weiterhin geregelt mit einer von null verschiedenen Drehzahl n_GLP betrieben wird.
Dies ist in Block 33 in Figur 4 dargestellt.
[0089] Während des Grundlastbetriebs 33 wird permanent die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe
2a überprüft. Sofern sie über den abgespeicherten Grundlastreferenzwert n_u_GLP steigt,
wird unmittelbar in den Synchronbetrieb 21 zurückgekehrt. Aus Sicherheitsgründen wird
dabei in Bedingung 34 für den Fall eines fehlerhaft gesetzten Grundlastreferenzwerts
n_u_GLP auch geprüft, ob die Drehzahl der Grundlastpumpe n_GLP über ihre Maximaldrehzahl
n_max steigt. Ist dies der Fall, wird ebenfalls in den Synchronbetrieb 21 übergegangen.
[0090] Fig. 7 zeigt, dass der untere Grenzwert n_u nunmehr auf den Drehzahlwert gesetzt
ist, der beim ersten Betriebspunkt 11 vor der Volumenstromreduzierung der zweiten
Pumpe 2b vorlag. Dies bedeutet, dass jeder andere Betriebspunkt mit einer Drehzahl
unterhalb der neuen unteren Grenze n_u ebenfalls in dem Grundlastbereich 17 liegt.
Der Bereich unterhalb des unteren Grenzwerts n_u ist in Figur 7 deshalb schraffiert
gekennzeichnet.
[0091] Des Weiteren ist in Figur 7 angenommen, dass sich als zweiter Betriebspunkt 13 ein
Betriebspunkt im Spitzenlastbereich 15 einstellt. Ausgehend von dem vorherigen Grundlastbetrieb
33 in Figur 4 wird die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe gegenüber dem Grundlastreferenzwert
n_u_GLP dadurch erheblich ansteigen, insbesondere über die Maximaldrehzahl n_max steigen.
Die in Schritt 34 in Figur 4 genannten und ständig überprüften Bedingungen sind demgemäß
erfüllt und es wird in den Synchronbetrieb 21 übergegangen.
[0092] Die sich dann einstellende synchrone Drehzahl n_sync muss zwangsläufig oberhalb der
zuvor in dem Betriebspunkt 11 abgespeicherten synchronen Drehzahl liegen, so dass
die Bedingung 22 in Figur 4 nicht erfüllt ist. Da der obere Grenzwert n_o noch dem
maximalen synchronen Drehzahlwert n_max entspricht, ist die in Schritt 23 geprüfte
Bedingung respektive sind die beiden dort genannten Bedingungen erfüllt. Die aktuelle
synchrone Drehzahl n_sync wird deshalb wieder als Drehzahlreferenzwert n_ref abgespeichert,
Schritt 24a, und die von dem Pumpenaggregat aufgenommene elektrische Leistung P_Σ
ermittelt und als Referenzleistung P_ref abgespeichert, Schritt 24b. Anschließend
wird die Drehzahl n_SLP der Spitzenlastpumpe 2b reduziert, Schritt 25, und die Reaktion
des Pumpenaggregats 1 auf diese Drehzahlreduzierung abgewartet, Schritt 35, und analysiert.
[0093] Die Reduzierung der Drehzahl n_SLP wird dazu führen, dass die Drehzahl n_GLP der
Grundlastpumpe 2a ihren Maximalwert n_max erreicht, weil der Betriebspunkt 13 einen
Volumenstrom Q bedingt, der jenseits der Maximalkennlinie 18 der Grundlastpumpe 2a
liegt. Aus diesem Grund wird die Bedingung in Schritt 26 nach einer gewissen Zeit
erfüllt sein, so dass in den Synchronbetrieb zurückgekehrt wird, Schritt 29 in Figur
4.
[0094] Es ist damit festgestellt, dass der neue Betriebspunkt 13 im Spitzenlastbereich 15
liegt, so dass die als Referenzdrehzahl n_ref abgespeicherte synchrone Drehzahl n_sync
als oberer Grenzwert n_o gesetzt werden kann, Schritt 31. Zuvor wird jedoch geprüft,
ob nach der Rückkehr in den Synchronbetrieb in Schritt 29 die Drehzahl der Grundlastpumpe
n_GLP wieder auf ihren ursprünglichen Wert, nämlich auf die ursprüngliche synchrone
Drehzahl n_sync zurückkehrt. Diese Bedingung wird in Schritt 30 in Figur 4 geprüft.
Nur wenn dies der Fall ist, wird der Referenzwert n_ref als obere Grenze n_o gesetzt.
Anderenfalls hat sich der aktuelle Betriebspunkt wieder geändert, so dass eine eindeutige
Aussage über seine Lage nicht möglich ist. Das Verfahren wir dann im Synchronbetrieb
21 fortgesetzt. Für den rein beispielhaft veranschaulichten Fall bleibt der Betriebspunkt
13 jedoch unverändert, so dass der Referenzwert n_ref als obere Grenze n_o gesetzt
wird. Dies ist in Figur 8 dargestellt.
[0095] In Figur 8 ist veranschaulicht weiter veranschaulicht, dass synchrone Drehzahlen
oberhalb des oberen Grenzwerts n_o zu Betriebspunkten gehören, in denen sowohl die
Grundlastpumpe 2a als auch die Spitzenlastpumpe 2b betrieben werden sollten, bzw.
müssen. Des Weiteren ist in Figur 8 ein dritter Betriebspunkt 45 beispielhaft angenommen,
der nunmehr im wirkungsgradoptimierten Bereich 16 liegt.
[0096] Ausgehend vom synchronen Betrieb 21, in dem sich das Verfahren wegen des vorherigen
Betriebspunkts 13 noch befindet, wird sich mit dem neuen Betriebspunkt 45 wieder eine
synchrone Drehzahl n_sync oberhalb der unteren Grenze n_u einstellen, so dass die
Bedingung in Schritt 22 in Figur 4 nicht erfüllt ist. Demgegenüber sind beide in Schritt
23 zu prüfenden Bedingungen erfüllt, so dass die aktuelle synchrone Drehzahl n_sync
wieder als Referenzwert n_ref abgespeichert werden kann, Schritt 24. Des Weiteren
wird erneut die aktuell aufgenommene elektrische Leistung P_Σ des Pumpenaggregats
1 als Referenzleistung P_ref abgespeichert, Schritt 24b. Nach diesen Speicherschritten
wird die Drehzahl n_SLP der Spitzenlastpumpe 2b erneut reduziert, Schritt 25, und
abgewartet, bis der übergeordnete Druckregler ausgeregelt hat.
[0097] Die Reduzierung der Drehzahl n_SLP der Spitzenlastpumpe 2b wird zum einen dazu führen,
dass die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe 2a nicht an ihre Drehzahlgrenze n_max läuft,
da der Betriebspunkt 45 unterhalb der Maximalkennlinie 18 liegt. Es wird jedoch der
Fall eintreten, dass die von der Grundlastpumpe 2a aufgenommene Leistung P_GLP aufgrund
der Volumenstromübernahme durch die Grundlastpumpe 2a über die abgespeicherte Referenzleistung
P_ref steigt. Dies wird in Schritt 26 in Figur 4 festgestellt. Es wird dann wieder
der für das Pumpenaggregat 1 energetisch bessere Synchronbetrieb 29 eingestellt. Anschließend
wird wieder geprüft, ob die Drehzahl n_GLP der Grundlastpumpe 2a wieder zur Referenzdrehzahl
n_ref zurückkehrt. Ist dies der Fall, wird die Referenzdrehzahl als neue obere Grenze
n_o abgespeichert, Schritt 31. Die Anpassung der oberen Grenze ist in Figur 9 veranschaulicht.
[0098] Gemäß Figur 10 wird nunmehr angenommen, dass sich ein vierter Betriebspunkt 47 einstellt,
der wieder im Grundlastbereich 17 liegt und auf der eingestellten Regelkennlinie 19
einen Volumenstrom Q benötigt, der eine synchrone Drehzahl n_sync oberhalb des unteren
Grenzwertes n_u bedingt. Daher wird die Bedingung in Schritt 22 in Figur 4 erneut
nicht erfüllt. Dagegen sind beide in Schritt 23 zu prüfende Bedingungen erfüllt, so
dass die aktuelle synchrone Drehzahl n_sync erneut als Referenzdrehzahl n_ref abgespeichert
wird, Schritt 24a, die aktuelle Leistung P_Σ als Referenzleistung P_ref abgespeichert
wird, Schritt 24b, und anschließend die Drehzahl der Spitzenlastpumpe n_SLP reduziert
wird, Schritt 25.
[0099] Da der neue Betriebspunkt 47 im Grundlastbereich 17 liegt, wird keine der in Schritt
26 geprüften Bedingungen erfüllt sein. Dies bedeutet, dass die Grundlastpumpe 2a durch
die Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe 2b weder ihre Maximaldrehzahl n_max erreicht
noch eine Leistungsaufnahme erreicht, die über der Referenzleistung P_ref liegt. Die
Drehzahlreduzierung der Spitzenlastpumpe 2b wird dazu führen, dass die von der Grundlastpumpe
2a aufgenommene Leistung P_GLP zunächst steigt, dann jedoch einen Sättigungswert erreicht,
wenn die Grundlastpumpe 2a nahezu vollständig den Volumenstrom der Spitzenlastpumpe
2b übernommen hat. Da sich die Leistung P_GLP der Grundlastpumpe in diesem Fall nicht
mehr wesentlich ändert, ist die Bedingung in Schritt 27 erfüllt. Die Referenzdrehzahl
n_ref wird dann als neue untere Grenze n_u gesetzt, Schritt 32a, die Spitzenlastpumpe
2b ausgeschaltet, Schritt 32b und die dann anliegende aktuelle Drehzahl n_GLP der
Grundlastpumpe 2a zuzüglich eines Offsets als neuer Grundlastreferenzwert n_u_GLP
gesetzt, Schritt 32c.
[0100] Das Pumpenaggregat 1 wird dann im Grundlastbetrieb 33 betrieben, in dem die Spitzenlastpumpe
2a ausgeschaltet ist und das Pumpenaggregat 1 ausschließlich mit der Grundlastpumpe
2a auf der eingestellten Regelkennlinie 19 geregelt wird.
[0101] Die Heraufsetzung der unteren Grenze n_u auf den neuen Betriebspunkt 47 ist in Figur
10 veranschaulicht. Es wird deutlich, dass der Abstand zwischen der oberen Grenze
n_o und der unteren Grenze n_u im laufenden Verfahren geringer wird, insbesondere
dann, wenn ein neuer Betriebspunkt vorliegt, der näher an der theoretischen Grenzlinie
40 liegt.
[0102] In Figur 11 ist nunmehr der Wechsel auf eine neue konstante Regelkennlinie 40 veranschaulicht.
Es werden eine neue untere Grenze n_u und eine neue obere Grenze n_o gesetzt, die
mit einem Minimalwert bzw. Maximalwert für die Drehzahlen belegt werden. In Figur
11 ist erneut ein neuer, fünfter Betriebspunkt 48 eingezeichnet, der im Grundlastbereich
17 liegt. Das Verfahren wird nunmehr gemäß der vorbeschriebenen Schritte in Figur
4 wie zuvor anhand der Figuren 6-10 erläutert, durchgeführt. Anhand von Figur 11 wird
noch deutlich, dass die für die vorherige Regelkennlinie 19 ermittelten Grenzwerte
n_u, n_o bestehen bleiben, so dass im Falle einer Rückkehr zur ursprünglichen Regelkennlinie
19 diese Grenzwerte n_u, n_o wieder verwendet werden können.
[0103] Figur 12 veranschaulicht die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer
weiteren Regelkennlinie 39, gemäß der der Förderdruck Δp des Pumpenaggregats 1 über
den Volumenstrom Q linear geregelt wird. In Figur 12 sind bereits angepasste Werte
für die untere Grenze n_u und die obere Grenze n_o dargestellt, die während des Betriebs
ermittelt worden sind. Zwischen den beiden Grenzwerten verläuft die Grenzlinie 40.
[0104] Figur 13 veranschaulicht den grafischen Verlauf der Messwerte für die der Spitzenlastpumpe
2b vorgegebenen Drehzahl n_soll, für die Gesamtleistung P1_Sum des Pumpenaggregats,
für die Leistung P1_MA der Grundlastpumpe und für die Leistung P1_SL der Spitzenlastpumpe,
bei einer Förderhöhe H von 15m und einem Volumenstrom Q von 55m
3/h.
[0105] Ausgehend vom stationären Zustand des Pumpenaggregats 1 wird die Drehzahl n_soll
der Spitzenlastpumpe 2b um 100 U/min reduziert. In diesem Fall sinkt die Leistungsaufnahme
P1_SL der Spitzenlastpumpe 2b erheblich ab, wohingegen die Leistung P1_MA der Grundlastpumpe
2a um ein höheres Maß ansteigt. Nach etwa 10 Sekunden hat die Leistung P1_MA der Grundlastpumpe
2a einen Wert von ca. 4000 Watt erreicht. Eine danach folgenden weitere Drehzahlreduzierung
von 100 U/min hat zwar eine Reduzierung der von der Spitzenlastpumpe 2b aufgenommenen
Leistung P1_SL zu folge, verändert jedoch nicht die Leistungsaufnahme P1_MA der Grundlastpumpe
2a. Dies liegt daran, dass die Rückschlagklappe 3a im Pumpenaggregat 1 dazu führt,
dass bereits eine geringe Verschiebung der Förderleistungsbeiträge hin zur Grundlastpumpe
2a diese deutlich dominieren lässt. So führt bereits eine Drehzahlreduzierung von
ca. 5% der Nennbetriebsdrehzahl der Spitzenlastpumpe 2b dazu, dass der Volumenstrom
Q fast ausschließlich von der Grundlastpumpe 2a geliefert wird. Die Spitzenlastpumpe
2b kann daher bereits nach der ersten Drehzahlreduzierung ausgeschaltet werden, da
sie keinen nennenswerten Beitrag liefert.
[0106] Die Betrachtung der vom Pumpenaggregat 1 aufgenommenen Gesamtleistung P1_Sum in Figur
13 zeigt, dass diese Gesamtleistung stets oberhalb der Kurve der Leistung P1_MA der
Grundlastpumpe 2a liegt. Dies bedeutet, dass der Betriebspunkt, von dem in Figur 13
vor der Drehzahlreduzierung ausgegangen wird, im Grundlastbereich 17 liegt, in dem
die Leistungsaufnahme der Grundlastpumpe 2a nicht über die zuvor im synchronen Betrieb
21 vor der Drehzahlreduzierung aufgenommenen Leistung P1_Sum des Gesamtaggregats steigt.
Figur 13 veranschaulicht daher die physikalischen Größen am Pumpenaggregat 1, wenn
ein Betriebsfall gemäß Figur 6 vorliegt.
Bezugszeichenliste
Bezugszeichenliste
[0107]
- 1
- Pumpenaggregat
- 2a
- erste Pumpe, Grundlastpumpe
- 2b
- zweite Pumpe, Spitzelastpumpe
- 3
- Rückschlagventil
- 3a
- Rückschlagklappe
- 4
- Saugleitung
- 5
- Druckleitung
- 6
- Pumpenelektronik
- 7
- zentrale Steuereinheit
- 8
- Steuerleitung
- 9
- Steuerleitungen
- 10
- Verfahrensbeginn
- 11
- erster Betriebspunkt
- 12
- Zurücksetzen der Grenzwerte/ Reset
- 13
- zweiter Betriebspunkt
- 14
- neue Sollwertvorgabe
- 15
- Spitzenlastbereich
- 16
- wirkungsgradoptimierter Bereich
- 17
- Grundlastbereich
- 18
- Maximalkennlinie der Grundlastpumpe
- 19
- Regelkennlinie Δp-c
- 20
- Leistungsregelung des Pumpenaggregats mit dynamischer Grenzwertanpassung
- 21
- Synchronbetrieb
- 22
- Abfrage Betriebspunkt im Grundlastbereich
- 23
- Abfrage Betriebspunkt im Spitzenlastbereich
- 24a
- Abspeicherung Referenzdrehzahl
- 24b
- Abspeicherung Referenzleistung
- 25
- Drehzahlreduzierung
- 26
- Überprüfung einer ersten Bedingung
- 27
- Überprüfung einer zweiten Bedingung
- 28
- Überprüfung einer dritten Bedingung
- 29
- Synchronbetrieb
- 30
- Betriebspunktänderungsprüfung
- 31
- Anpassen der oberen Grenze
- 32a
- Anpassen der unteren Grenze
- 32b
- Übergang in Grundlastbetrieb
- 32c
- Abspeicherung eines Grundlastreferenzwerts
- 33
- Grundlastbetrieb
- 34
- Überprüfung des Betriebszustands der Grundlastpumpe
- 35
- Überprüfung eines Wartezeitablaufs
- 36
- Übergang in Grundlastbetrieb
- 37
- Überprüfung des Betriebszustands der Grundlastpumpe
- 38
- Zurücksetzen des unteren Grenzwerts
- 39
- Regelkennlinie Δp-v
- 40
- Grenzlinie
- 41
- Maximalkennlinie des Pumpenaggregats
- 42
- Minimalkennlinie der Grundlastpumpe
- 43
- Rohrnetzparabeln
- 44
- Kennlinien konstanter Drehzahl
- 45
- dritter Betriebspunkt
- 46
- neue Regelkennlinie Δp-c
- 47
- vierter Betriebspunkt
- 48
- fünfter Betriebspunkt
1. Verfahren zum Betrieb eines Pumpenaggregats (1) mit wenigstens einer eine Grundlast
bedienenden ersten Pumpe (2a) und wenigstens einer eine Spitzenlast bedienenden zweiten
Pumpe (2b), die bedarfsweise zugeschaltet und parallel zu der zumindest einen ersten
Pumpe (2a) betrieben wird, wobei das Pumpenaggregat (1) derart auf einer vorgegebenen
Regelkennlinie (19, 39) geregelt wird, dass die aufgenommene Leistung minimal ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (1) in Abhängigkeit eines oberen und eines unteren Grenzwertes
(n_o, n_u) einer Betriebsgröße (n_sync) entweder mit mindestens zwei Pumpen (2a, 2b)
oder mit wenigstens einer ausgeschalteten Pumpe (2b) betrieben wird, wobei ausgehend
von einem synchronen Betrieb (21) der Pumpen (2a, 2b) in einem Betriebspunkt (11,
13), in dem die Pumpen (2a, 2b) mit derselben Drehzahl (n_sync) und/ oder Leistung
betrieben werden,
a. in einem ersten Schritt (24a) der Wert zumindest einer Betriebsgröße (n_sync) des
Pumpenaggregats (1) als Referenzwert (n_ref) abgespeichert wird,
b. in einem zweiten Schritt (25) der von der zweiten Pumpe (2b) geförderte Volumenstrom
reduziert wird,
c. in einem dritten Schritt (26, 27) in Abhängigkeit der Reaktion der geregelten ersten
Pumpe (2a) eine Zuordnung des Betriebspunktes (11, 13) zu einem Lastbereich (15, 16,
17) erfolgt und
d. in einem vierten Schritt (31, 32a) der obere oder untere Grenzwert (n_o, n_u) durch
den Referenzwert (n_ref) ersetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsgröße die synchrone Drehzahl (n_sync) des Pumpenaggregats (1) ist, die
als Referenzdrehzahl (n_ref) abgespeichert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Pumpenaggregat (1) im synchronen Betrieb (21) aufgenommene Leistung (P_Σ)
bestimmt und als Referenzleistung (P_ref) abgespeichert wird (24).
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzwert (n_ref), insbesondere die Referenzdrehzahl (n_ref), als ein oberer
Grenzwert (n_o), insbesondere ein Drehzahlgrenzwert (n_o) abgespeichert wird (31),
wenn nach der Volumenstromreduzierung (25) wenigstens eine erste Bedingung (26) erfüllt
ist, die einem der Lastbereiche (15, 16) Spitzenlastbereich (15) oder wirkungsgradoptimierter
Bereich (16) zugeordnet ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzwert (n_ref), insbesondere die Referenzdrehzahl (n_ref), als ein unterer
Grenzwert (n_u), insbesondere Drehzahlgrenzwert (n_u) abgespeichert wird (32a), wenn
zumindest eine zweite Bedingung (27) erfüllt ist, die dem Grundlastbereich (17) zugeordnet
ist.
6. Verfahren nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (1) in einem Betriebspunkt (11) mit einer synchronen Drehzahl
(n_sync) gleich oder oberhalb des oberen Grenzwerts (n_o) mit mindestens zwei Pumpen
(2a, 2b) und gleich oder unterhalb des unteren Grenzwerts (n_u) mit zumindest einer
abgeschalteten Pumpe (2b) betrieben wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 4 und 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (1) in einem Betriebspunkt (13) mit einer synchronen Drehzahl
(n_sync) zwischen dem oberen Grenzwert (n_o) und dem unteren Grenzwert (n_u) die Schritte
a. bis d. ausgehend von einem synchronen Betrieb (21) der Pumpen (2a, 2b) wiederholt
werden.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenzwerte (n_o, n_u) bei einem Wechsel der Regelkennlinie (19, 39, 46) dieser
alten Kennlinie (19, 39, 46) zugeordnet abgespeichert werden und für die neue Regelkennlinie
(19, 39, 46) ein neuer oberer und unterer Grenzwert (n_o, n_u) verwendet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bedingung (26) dann erfüllt ist, wenn die Drehzahl (n_GLP) der ersten Pumpe
(2a) eine Maximaldrehzahl (n_max) erreicht oder überschreitet, oder wenn die Leistungsaufnahme
(P_GLP) der ersten Pumpe (2a) die Referenzleistung (P_ref) überschreitet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bedingung (26) dann erfüllt ist, wenn die Leistungsaufnahme (P_GLP) der
ersten Pumpe (2a) im Mittel im Wesentlichen gleich bleibt, oder wenn die Drehzahl
(n_SLP) der zweiten Pumpe (2b) einen Minimalwert erreicht oder unterschreitet.
11. Verfahren nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Bedingung (27) nur dann geprüft wird, wenn die erste Bedingung (26) nicht
erfüllt ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Abspeicherung (32a) des unteren Grenzwerts (n_u) der Wert einer Betriebsgröße
(n_GLP) der ersten Pumpe (2a) als Grundlastreferenzwert (n_u_GLP) abgespeichert wird
(32c).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass vom Betrieb (33) mit wenigstens einer ausgeschalteten Pumpe (2b) in einen synchronen
Betrieb (21) mit mindestens zwei Pumpen (2a, 2b) übergegangen wird (34), wenn der
aktuelle Wert der Betriebsgröße (n_GLP) der ersten Pumpe (2a) über den Grundlastreferenzwert
(n_u_GLP) steigt oder gleich oder größer einem Maximalwert (n_max) dieser Betriebsgröße
(n_GLP) wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsgröße der ersten Pumpe (2a) ihre Drehzahl (n_GLP) verwendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Grundlastreferenzwert (n_u) ein Offset hinzuaddiert wird (32c).
16. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Volumenstromreduzierung (25) wieder in einen synchronen Betrieb (21) übergegangen
wird, wenn als eine dritte Bedingung (28) die Leistungsaufnahme (P_GLP) der ersten
Pumpe (2a) sinkt.
17. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass erst nach einer Wartezeit (t_warten) geprüft wird, ob zumindest eine der Bedingungen
(26, 27, 28) erfüllt ist.
18. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 4 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom der zweiten Pumpe (2b) weiter reduziert wird (25), wenn keine der
Bedingungen (26, 27, 28) erfüllt ist.
19. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einen synchronen Betrieb (21) übergegangen wird, wenn die Drehzahl (n_GLP) der
ersten Pumpe (2a) einen Maximalwert (n_max) erreicht oder über überschreitet, oder
dass bei Erfüllung der ersten Bedingung (26) unmittelbar in einen synchronen Betrieb (29)
zurückgekehrt wird und der Referenzwert (n_ref) nur dann als oberer Grenzwert (n_o)
abgespeichert wird (31), wenn sich nach der Rückkehr wieder der Betriebszustand vor
der Volumenstromreduzierung einstellt (30).
20. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Grenzwert (n_u) auf einen Minimalwert zurückgesetzt wird (38) und in einen
synchronen Betrieb (21) zurückgekehrt wird, wenn die erste Pumpe (2a) einen unzulässigen
Betriebszustand erreicht, insbesondere eine maximale Drehzahl (n_max) erreicht oder
überschreitet.
21. Computerprogramm mit Instruktionen zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
vorherigen Ansprüche, wenn es auf einem Mikrocomputer einer Steuerungselektronik (6,
6a, 6b) ausgeführt wird.
22. Pumpenaggregat (1) mit wenigstens einer eine Grundlast bedienenden ersten Pumpe (2a)
und wenigstens einer eine Spitzenlast bedienenden zweiten Pumpe (2b), die bedarfsweise
zugeschaltet und parallel zu der zumindest einen ersten Pumpe (2a) betreibbar ist,
wobei das Pumpenaggregat (1) derart auf einer vorgegebenen Regelkennlinie (19, 39)
regelbar ist, dass die aufgenommene Leistung minimal ist, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Steuerungselektronik (6, 6a, 6b) aufweist, die zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 20. eingerichtet ist.
1. Method for operating a pump assembly (1) having at least one first pump (2a) serving
a base load and at least one second pump (2b) serving a peak load, which is connected
up as required and is operated in parallel with the at least one first pump (2a),
the pump assembly (1) being controlled to a predefined control characteristic curve
(19, 39) in such a way that the power consumed is minimal,
characterized in that the pump assembly (1) is operated on the basis of an upper and a lower limiting value
(n_o, n_u) of an operating variable (n_sync) either with at least two pumps (2a, 2b)
or with at least one pump (2b) switched off, wherein, starting from synchronous operation
(21) of the pumps (2a, 2b) at an operating point (11, 13) at which the pumps (2a,
2b) are operated with the same rotational speed (n_sync) and/or power,
a. in a first step (24a), the value of at least one operating variable (n_sync) of
the pump assembly (1) is stored as a reference value (n_ref),
b. in a second step (25), the volume flow delivered by the second pump (2b) is reduced,
c. in a third step (26, 27), depending on the reaction of the controlled first pump
(2a), the operating point (11, 13) is allocated to a load range (15, 16, 17), and
d. in a fourth step (31, 32a), the upper or lower limiting value (n_o, n_u) is replaced
by the reference value (n_ref).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the operating variable is the synchronous rotational speed (n_sync) of the pump assembly
(1), which is stored as reference rotational speed (n_ref).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the power (P_Σ) consumed by the pump assembly (1) in synchronous operation (21) is
determined and is stored (24) as reference power (P_ref).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the reference value (n_ref), in particular the reference rotational speed (n_ref),
is stored (31) as an upper limiting value (n_o), in particular a rotational speed
limiting value (n_o), if, following the volume flow reduction (25), at least one first
condition (26), which is associated with one of the load ranges (15, 16) comprising
peak-load range (15) or optimized-efficiency range (16), is satisfied.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the reference value (n_ref), in particular the reference rotational speed (n_ref),
is stored (32a) as a lower limiting value (n_u), in particular a rotational speed
limiting value (n_u), if at least one second condition (27), which is associated with
the base load range (17), is satisfied.
6. Method according to Claims 4 and 5, characterized in that the pump assembly (1) is operated at an operating point (11) with a synchronous rotational
speed (n_sync) equal to or above the upper limiting value (n_o) with at least two
pumps (2a, 2b) and equal to or below the lower limiting value (n_u) with at least
one pump (2b) switched off.
7. Method according to Claims 4 and 5 or Claim 6, characterized in that the pump assembly (1) at an operating point (13) with a synchronous rotational speed
(n_sync) between the upper limiting value (n_o) and the lower limiting value (n_u),
the steps a. to d. are repeated, starting from synchronous operation (21) of the pumps
(2a, 2b).
8. Method according to one of the preceding Claims 4 to 7, characterized in that in the event of a change to the control characteristic curve (19, 39, 46), the limiting
values (n_o, n_u) associated with this old characteristic curve (19, 39, 46) are stored,
and a new upper and lower limiting value (n_o, n_u) are used for the new control characteristic
curve (19, 39, 46).
9. Method according to one Claims 4 to 8, characterized in that the first condition (26) is satisfied when the rotational speed (n_GLP) of the first
pump (2a) reaches or exceeds a maximum rotational speed (n_max) or when the power
consumption (P_GLP) of the first pump (2a) exceeds the reference power (P_ref).
10. Method according to one of Claims 5 to 9, characterized in that the second condition (26) is satisfied when the power consumption (P_GLP) of the
first pump (2a) remains substantially the same on average, or when the rotational
speed (n_SLP) of the second pump (2b) reaches or falls below a minimum value.
11. Method according to Claim 4 and one of Claims 5 to 10, characterized in that the second condition (27) is checked only when the first condition (26) is not satisfied.
12. Method according to one of Claims 5 to 11, characterized in that when the lower limiting value (n_u) is stored (32a), the value of an operating variable
(n_GLP) of the first pump (2a) is stored (32c) as base load reference value (n_u_GLP)
.
13. Method according to Claim 12, characterized in that a change is made (34) from operation (33) with at least one pump (2b) switched off
to synchronous operation (21) with at least two pumps (2a, 2b) when the current value
of the operating variable (n_GLP) of the first pump (2a) rises above the base load
reference value (n_u_GLP) or is equal to or greater than a maximum value (n_max) of
this operating variable (n_GLP).
14. Method according to Claim 12 or 13, characterized in that the operating variable of the first pump (2a) that is used is its rotational speed
(n_GLP).
15. Method according to Claim 12, 13 or 14, characterized in that an offset is added (32c) to the base load reference value (n_u).
16. Method according to one of the preceding claims, characterized in that following the volume flow reduction (25), a change to synchronous operation (21)
is made again if, as a third condition (28), the power consumption (P_GLP) of the
first pump (2a) decreases.
17. Method according to one of the preceding Claims 4 to 16, characterized in that only after a waiting time (t_wait) is a check made to see whether at least one of
the conditions (26, 27, 28) is satisfied.
18. Method according to one of the preceding Claims 4 to 17, characterized in that the volume flow from the second pump (2b) is reduced further (25) if none of the
conditions (26, 27, 28) is satisfied.
19. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a change is made to synchronous operation (21) if the rotational speed (n_GLP) of
the first pump (2a) reaches or exceeds a maximum value (n_max), or in that when the first condition (26) is satisfied, a return is made immediately to synchronous
operation (29), and the reference value (n_ref) is stored (31) as an upper limiting
value (n_o) only when, following the return, the operating state before the volume
flow reduction is established again (30).
20. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the lower limiting value (n_u) is reset (38) to a minimum value and a return is made
to synchronous operation (21) if the first pump (2a) reaches an inadmissible operating
state, in particular reaches or exceeds a maximum rotational speed (n_max).
21. Computer program with instructions for carrying out the method according to one of
the preceding claims when it is executed on a microcomputer of control electronics
(6, 6a, 6b).
22. Pump assembly (1) having at least one first pump (2a) serving a base load and at least
one second pump (2b) serving a peak load, which can be connected up as required and
operated in parallel with the at least one first pump (2a), the pump assembly (1)
being controllable to a predefined control characteristic curve (19, 39) in such a
way that the power consumed is minimal, characterized in that it has control electronics (6, 6a, 6b) which are configured to carry out the method
according to one of Claims 1 to 20.
1. Procédé de fonctionnement d'un agrégat de pompes (1) avec au moins une première pompe
(2a) desservant une charge de base et au moins une deuxième pompe (2b) desservant
une charge de pointe, qui est au besoin connectée et utilisée en parallèle à ladite
au moins une première pompe (2a), dans lequel l'agrégat de pompes (1) est régulé sur
une caractéristique de réglage prédéterminée (19, 39), de telle manière que la puissance
consommée soit minimale,
caractérisé en ce que l'on fait fonctionner l'agrégat de pompes (1) en fonction d'une valeur limite supérieure
et d'une valeur limite inférieure (n_o, n_u) d'une grandeur de fonctionnement (n_sync)
soit avec au moins deux pompes (2a, 2b) soit avec au moins une pompe déconnectée (2b),
dans lequel, à partir d'un fonctionnement synchrone (21) des pompes (2a, 2b) en un
point de fonctionnement (11, 13) dans lequel les pompes (2a, 2b) fonctionnent avec
la même vitesse de rotation (n_sync) et/ou la même puissance,
a. dans une première étape (24a), on mémorise la valeur d'au moins une grandeur de
fonctionnement (n_sync) de l'agrégat de pompes (1) comme valeur de référence (n_ref),
b. dans une deuxième étape (25), on réduit le flux volumique refoulé par la deuxième
pompe (2b),
c. dans une troisième étape (26, 27), on opère une association du point de fonctionnement
(11, 13) à une plage de charge (15, 16, 17) en fonction de la réaction de la première
pompe régulée (2a), et
d. dans une quatrième étape (31, 32a), on remplace la valeur limite supérieure ou
inférieure (n_o, n_u) par la valeur de référence (n_ref).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la grandeur de fonctionnement est la vitesse de rotation synchrone (n_sync) de l'agrégat
de pompes (1), que l'on mémorise comme vitesse de rotation de référence (n_ref).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on détermine la puissance (P_Σ) consommée par l'agrégat de pompes (1) dans le fonctionnement
synchrone (21) et on la mémorise comme puissance de référence (P_ref).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on mémorise (31) la valeur de référence (n_ref), en particulier la vitesse de rotation
de référence (n_ref) comme une valeur limite supérieure (n_o), en particulier une
valeur limite de vitesse de rotation (n_o) , lorsqu'après la réduction du flux volumique
(25), au moins une première condition (26) est remplie, qui est associée à une des
plages de charge (15, 16) : plage de charge de pointe (15) ou plage à rendement optimisé
(16) .
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on mémorise (32a) la valeur de référence (n_ref), en particulier la vitesse de
rotation de référence (n_ref), comme une valeur limite inférieure (n_u), en particulier
une valeur limite de vitesse de rotation (n_u), lorsqu'au moins une deuxième condition
(27) est remplie, qui est associée à la plage de charge de base (17).
6. Procédé selon les revendications 4 et 5, caractérisé en ce que l'on fait fonctionner l'agrégat de pompes (1) à un point de fonctionnement (11) avec
une vitesse de rotation synchrone (n_sync) égale ou supérieure à la valeur limite
supérieure (n_o) avec au moins deux pompes (2a, 2b) et égale ou inférieure à la valeur
limite inférieure (n_u) avec au moins une pompe déconnectée (2b).
7. Procédé selon les revendications 4 et 5 ou la revendication 6, caractérisé en ce que l'agrégat de pompes (1) en un point de fonctionnement (13) avec une vitesse de rotation
synchrone (n_sync) entre la valeur limite supérieure (n_o) et la valeur limite inférieure
(n_u), on répète les étapes a. à d. en partant d'un fonctionnement synchrone (21)
des pompes (2a, 2b).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 à 7, caractérisé en ce que l'on mémorise les valeurs limites (n_o, n_u) associées à l'ancienne caractéristique
de réglage (19, 39, 46) lors d'un changement de cette caractéristique de réglage (19,
39, 46), et on utilise pour la nouvelle caractéristique de réglage (19, 39, 46) une
nouvelle valeur limite supérieure et inférieure (n_o, n_u).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que la première condition (26) est remplie, lorsque la vitesse de rotation (n_GLP) de
la première pompe (2a) atteint ou dépasse une vitesse de rotation maximale (n_max),
ou lorsque la consommation de puissance (P_GLP) de la première pompe (2a) dépasse
la puissance de référence (P_ref).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que la deuxième condition (26) est remplie, lorsque la consommation de puissance (P_GLP)
de la première pompe (2a) reste en moyenne essentiellement égale, ou lorsque la vitesse
de rotation (n_SLP) de la deuxième pompe (2b) atteint ou descend en dessous d'une
valeur minimale.
11. Procédé selon la revendication 4 et l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que la deuxième condition (27) n'est vérifiée que lorsque la première condition (26)
n'est pas remplie.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 11, caractérisé en ce que, lors de la mémorisation (32a) de la valeur limite inférieure (n_u), on mémorise
(32c) la valeur d'une grandeur de fonctionnement (n_GLP) de la première pompe (2a)
comme valeur de référence de la charge de base (n_u_GLP).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'on passe du fonctionnement (33) avec au moins une pompe déconnectée (2b) à un fonctionnement
synchrone (21) avec au moins deux pompes (2a, 2b), lorsque la valeur instantanée de
la grandeur de fonctionnement (n_GLP) de la première pompe (2a) grimpe au-dessus de
la valeur de référence de la charge de base (n_u_GLP) ou est égale ou supérieure à
une valeur maximale (n_max) de cette grandeur de fonctionnement (n_GLP).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que l'on utilise comme grandeur de fonctionnement de la première pompe (2a) sa vitesse
de rotation (n_GLP).
15. Procédé selon la revendication 12, 13 ou 14, caractérisé en ce que l'on ajoute (32c) un décalage à la valeur de référence de la charge de base (n_u).
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après la réduction de flux volumique (25), on revient à un fonctionnement synchrone
(21) lorsque, comme troisième condition (28), la consommation de puissance (P_GLP)
de la première pompe (2a) baisse.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 à 16, caractérisé en ce que l'on ne vérifie qu'après un temps d'attente (t_warten) si au moins une des conditions
(26, 27, 28) est vérifiée.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 4 à 17, caractérisé en ce que l'on réduit encore (25) le flux volumique de la deuxième pompe (2b), lorsqu'aucune
des conditions (26, 27, 28) n'est remplie.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on passe à un fonctionnement synchrone (21), lorsque la vitesse de rotation (n_GLP)
de la première pompe (2a) atteint ou dépasse une valeur maximale (n_max), ou en ce que l'on revient immédiatement à un fonctionnement synchrone (29) lorsque la première
condition (26) est remplie et on ne mémorise (31) la valeur de référence (n_ref) comme
valeur limite supérieure (n_o) que lorsque, après le retour, l'état de fonctionnement
d'avant la réduction de flux volumique se rétablit (30).
20. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on ramène (38) la valeur limite inférieure (n_u) à une valeur minimale et on revient
à un fonctionnement synchrone (21), lorsque la première pompe (2a) atteint un état
de fonctionnement inacceptable, en particulier atteint ou dépasse une vitesse de rotation
maximale (n_max).
21. Programme informatique contenant des instructions pour l'exécution du procédé selon
l'une quelconque des revendications précédentes, lorsqu'il est exécuté sur un micro-ordinateur
d'une électronique de commande (6, 6a, 6b).
22. Agrégat de pompes (1) avec au moins une première pompe (2a) desservant une charge
de base et au moins une deuxième pompe (2b) desservant une charge de pointe, qui est
au besoin connectée et qui peut être utilisée en parallèle à ladite au moins une première
pompe (2a), dans lequel l'agrégat de pompes (1) peut être régulé sur une caractéristique
de réglage prédéterminée (19, 39), de telle manière que la puissance consommée soit
minimale, caractérisé en ce qu'il présente une électronique de commande (6, 6a, 6b), qui est conçue pour l'exécution
du procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 20.