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EP 2 469 178 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.07.2018 Patentblatt 2018/30 |
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Anmeldetag: 20.12.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Garbehandlungsofen
Cooking oven
Four de traitement de cuisson
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
23.12.2010 DE 102010064092
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.06.2012 Patentblatt 2012/26 |
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Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Dengler, Klaus
83471 Schönau am Königssee (DE)
- de Vries, Markus
83278 Traunstein (DE)
- Kieslinger, Michael
83365 Nußdorf (DE)
- Lappat, Hans
84518 Garching a.d. Alz (DE)
- Lebacher, Rainer
83349 Palling (DE)
- Nitschke, Andreas
83301 Traunreut (DE)
- Roch, Klemens
83308 Trostberg (DE)
- Siebert, Sebastian
83358 Seebruck (DE)
- Sojer, Stefan
84558 Kirchweidach (DE)
- Stein, Thomas
84416 Taufkirchen/Vils (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 369 911 EP-A2- 1 571 892 DE-A1- 2 102 015 DE-B- 1 032 508
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EP-A1- 1 211 464 EP-A2- 1 647 775 DE-A1-102006 013 521 FR-A5- 2 035 232
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Garbehandlungsofen mit einer Ofenmuffel, deren
durch einen Ofenflansch begrenzte Beschickungsöffnung durch eine Ofentür verschließbar
ist, welche Ofentür eine sich mit einer vorbestimmten Andrück am Ofenflansch bzw.
dessen Dichtungselement anliegende innere Baueinheit einerseits und eine von der inneren
Baueinheit beabstandete periphere Baueinheit andererseits aufweist.
[0002] Bei Garbehandlungsöfen, z. B. Backöfen, Mikrowellenöfen oder solchen mit thermischer
und elektromagnetischer Garbehandlung wird die Beschickungsöffnung der Ofenmuffel,
also des Behandlungsraumes des Ofens, durch eine um eine Schwenkachse klappbare oder
drehbare oder als schubladenartig geführte Türeinheit ausgebildete Ofentür zur Durchführung
der Garbehandlung verschlossen. Derartige Ofentüren bestehen in der Regel aus einer
inneren Baueinheit, z. B. in Form einer transparenten Glasscheibe und aus einer peripheren
oder äußeren Baueinheit, z. B. wiederum in Form einer Glasscheibe und/oder einer metallischen
Ofenfront, die bei schwenkbaren Ofentüren unmittelbar mit einer am Ofen stationär
befestigten Scharnierung verbunden ist, welche Scharnierung damit einen integralen
Teil der peripheren Baueinheit darstellt.
[0003] Bei der Schließbewegung wirkt auf die Ofentür eine z. B. von deren Scharnierung ausgehende
Andrückkraft, wodurch die innere Baueinheit z. B. die Innenscheibe gegen eine die
Beschickungsöffnung umziehende Dichtung gedrückt wird, und im Normalfall eine leckfreie
Abdichtung der Ofenmuffel nach außen hin bewirkt. Treten nun Fehler oder Defekte bezüglich
der Türposition, z. B. in Folge einer Veränderung in der Scharnierung oder in Folge
eines Verziehens der genannten Baueinheiten oder aber Defekte an dem Dichtungselement
auf, so werden die Dichtungseigenschaften verschlechtert und an Leckstellen kann feuchte
und/oder heiße, schmutzbelastete Luft, sog. Wrasen, aus dem Garraum der Ofenmuffel
austreten mit nachteiligen Folgen für den Ofen selbst bzw. für benachbarte Küchenmöbel.
[0004] Aus der
DE 21 02 015 A1 ist eine Bratraumtür für Herde bekannt. Die Bratraumtür weist eine innere Tafel auf,
welche gegen die Kraft von Federn relativ zu einem äußeren Rahmenteil der Bratraumtür
bewegbar ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Garbehandlungsofen der
eingangs genannten Art so auszubilden, dass auch bei Auftreten von Sollwert-/Abweichungen
an den für die Abdichtung zwischen Ofentür und Ofenflansch verantwortlichen Teilen
mit einfachen konstruktiven Mitteln die geforderten Dichtungseigenschaften erhalten
bleiben.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die innere Baueinheit durch
elastische Druckmittel mit der peripheren Baueinheit in Verbindung steht und gegenüber
der peripheren Baueinheit zumindest partiell bewegbar ist. Erfindungsgemäß ist hierbei
vorgesehen, dass die Druckkraft der elastischen Druckmittel geringer ist als die Andrückkraft
für die Schließstellung der Ofentür.
[0007] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen bleibt bei Sollwert-/Abweichungen die innere
Baueinheit elastisch an dem Ofenflansch bzw. an dem Dichtungselement angedrückt, d.
h. sie kann der fehlerhaften Kontur folgen und eine zureichende Abdichtung sicherstellen
und Leckstellen vermeiden. Dabei sind konstruktiv am äußeren, sichtbaren Türaufbau
keinerlei Veränderungen gegenüber herkömmlichen Ofentüren vorzunehmen, indem die "Elastizität"
der Türgestaltung ausschließlich in deren Innenraum zwischen innerer und peripherer
Baueinheit erreicht werden kann. Um zu gewährleisten, dass die elastischen Druckmittel
nicht die Positionierung der äußeren Türfront nachteilhaft beeinflussen, z. B. durch
Abheben der Türfront von der Sollposition sind die gegeneinwirkenden Druckkräfte,
wie erwähnt, dimensioniert.
[0008] Gemäß der Erfindung ist die Bewegbarkeit zwischen den Baueinheiten durch Anschlagelemente
begrenzt. Auch dadurch können die im Problemfall gegeneinander gerichteten Druckkräfte
keine nachteilhaften Positionsveränderungen z. B. an der Ofenfront bewirken. Der Dichtspalt
zwischen Ofenflansch und innerer Baueinheit kann z. B. mittels der Anschlagelemente
auf maximal zulässige Abstände lückenlos eingestellt werden.
[0009] Gemäß der Erfindung ist die innere Baueinheit gebildet durch eine am Ofenflansch
bzw. dessen Dichtungselement anschlagende, vorzugsweise transparente Innenscheibe.
[0010] In diesem Fallbeispiel besteht eine elastische Beziehung zwischen den Baueinheiten
der Ofentür, wodurch thermisch oder mechanisch bewirkte Konturabweichungen und/oder
eine Veränderung der Elastizität des Dichtungselements, z. B. einer Silikondichtung
oder insbesondere einer gegenüber sehr hohen Temperaturen, wie bei pyrolithischen
Selbstreinigungsöfen beständigen Dichtung oder metallisch ummantelten Dichtungen,
kompensiert werden können.
[0011] Im Rahmen der Erfindung können als elastische Druckmittel Druckfedern oder andere
elastische Materialien, wie elastische Kunststoffe oder dergleichen verwendet werden.
[0012] Die Erfindung ist anhand von einem in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
nachstehend erläutert.
[0013] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seiten-Schnittansicht eines Backofens mit einer Ausführungsform der Ofentür,
- Fig. 2
- eine Teil-Schnittansicht eines Backofens mit anders ausgestalteter Ofentür.
[0014] Fig. 1 zeigt die prinzipielle Gestaltung eines Garbehandlungsofens, z. B. eines Backofens.
In einem nicht dargestellten Ofengehäuse ist eine z. B. quaderförmige Ofenmuffel 1
angeordnet, die thermische Heizelemente und/oder elektromagnetische Energieerzeuger
und Einschubelemente für Gargutträger aufweist. Die Beschickungsöffnung 2 ist begrenzt
durch einen im Beispiel abgewinkelten Ofenflansch 3, an dessen Außenseite ein die
Beschickungsöffnung 2 umziehendes Dichtungselement 4 angeordnet ist. Die Beschickungsöffnung
2 ist zur Durchführung eines Garvorganges verschließbar durch eine um eine Schwenkachse
5 drehbare Ofentür 6, die im Wesentlichen gebildet ist aus einer peripheren, äußeren
Baueinheit in Gestalt einer frontseitigen Glasscheibe 7, die integral verbunden ist
mit einem zweischenkeligen Scharnier 8 bzw. Scharnierpaar mit Schwenkachse 5 und stationär
im Ofengehäuse befestigten Auslegern 9.
[0015] Die Ofentür 6 besteht ferner aus einer inneren Baueinheit in Form einer unmittelbar
dem Garraum der Ofenmuffel 1 zugewandten und ihn begrenzenden, zumindest teiltransparenten
Innenscheibe 10, die in der gezeigten Schließstellung der Ofentür 6 an dem Dichtungselement
4 mit einer vorbestimmten Andrückkraft anschlägt zum Zwecke der Abdichtung des genannten
Garraums nach außen hin während dem Garbetrieb.
[0016] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist die innere Baueinheit in Gestalt der Innenscheibe
10 über ein elastisches Druckmittel in Gestalt von am Umfang der Innenscheibe 10 verteilten
Druckfedern 11 verbunden mit der peripheren Baueinheit, d. h. der äußeren Glasscheibe
7 mit einem dort befindlichen Ansatz 12 und mit dem Scharnier 8.
[0017] Die Bewegbarkeit der Innenscheibe 10 in Richtung des Ofenflansches 3 hin ist begrenzt
durch Anschlagelemente 13, die beispielsweise direkt an der äußeren Glasscheibe 7
befestigt sind. Durch diese Anschlagelemente 13 wird ein Dichtungsspalt zwischen Innenscheibe
10 und Ofenflansch 3 und dem dazwischen liegenden Dichtungselement 4 definiert und
begrenzt.
[0018] Fig. 2 zeigt insofern eine Variante zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1, als
die innere Baueinheit als unmittelbar am Ofenflansch 3 anschlagenden Element nicht
die Innenscheibe 10, sondern einen metallischen Türboden 14 betrifft, der eine Innenscheibe
10' trägt. Der Türboden 14 ist getrennt von der peripheren Baueinheit, also von der
frontseitigen Glasscheibe 7', die in einem separaten Türrahmen 15 befestigt sein kann
und gegenüber dem inneren Türboden 14 verschiebbar ist. Hierbei sind die elastischen
Druckmittel in Form von Druckfedern 11 zwischen dem Türboden 14 und dem Türrahmen
15 verspannt.
1. Garbehandlungsofen mit einer Ofenmuffel (1), deren durch einen Ofenflansch (3) begrenzte
Beschickungsöffnung (2) durch eine Ofentür (6) des Garbehandlungsofens verschließbar
ist, welche Ofentür (6) eine sich mit einer vorbestimmten Andrückkraft am Ofenflansch
(3) bzw. dessen Dichtungselement (4) anliegende innere Baueinheit (10) einerseits
und eine von der inneren Baueinheit (10) beabstandete periphere Baueinheit andererseits
(7/8) aufweist, wobei die innere Baueinheit (10) durch elastische Druckmittel (11)
mit der peripheren Baueinheit (7, 8) in Verbindung steht und gegenüber der peripheren
Baueinheit (7, 8) zumindest partiell bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckkraft der elastischen Druckmittel (11) geringer ist als die Andrückkraft
für die Schließstellung der Ofentür (6), wobei die Bewegbarkeit zwischen den Baueinheiten
(10, 7, 8) durch Anschlagelemente (13) begrenzt ist, und wobei die innere Baueinheit
(10) gebildet ist durch eine am Ofenflansch (3) bzw. dessen Dichtungselement (4) anschlagende
Innenscheibe (10).
2. Garbehandlungsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenscheibe (10) transparent ist.
3. Garbehandlungsofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elastische Druckmittel durch Druckfedern (11) gebildet sind.
1. Cooking oven with an oven muffle (1), the loading opening (2) of which, delimited
by an oven flange (3), can be closed by an oven door (6) of the cooking oven, which
oven door (6) has an inner unit (10) resting with a predetermined pressing force against
the oven flange (3) or its sealing element (4) on the one hand and a peripheral unit
arranged at a distance from the inner unit (10) on the other hand (7/8), wherein the
inner unit (10) is connected by elastic means of pressure (11) with the peripheral
unit (7, 8) and can be moved at least partially with respect to the peripheral unit
(7, 8),
characterised in that
the compressive force of the elastic means of pressure (11) is lower than the pressing
force for the closed position of the oven door (6), wherein the ability to move between
the units (10, 7, 8) is restricted by stop elements (13), and wherein the inner unit
(10) is formed by an inner disc (10) abutting the oven flange (3) or its sealing element
(4).
2. Cooking oven according to claim 1, characterised in that the inner disc (10) is transparent.
3. Cooking oven according to one of the preceding claims, characterised in that elastic means of pressure are formed by compression springs (11).
1. Four pour traitement thermique avec un moufle (1) dont l'ouverture d'enfournage (2)
délimitée par un rebord (3) peut être refermée par une porte (6) du four pour traitement
thermique, laquelle porte (6) présente, d'un côté, une unité de montage (10) intérieure
jouxtant par une poussée prédéterminée le rebord (3) ou son élément hermétique (4)
et, d'un autre côté (7/8), une unité de montage périphérique écartée de l'unité de
montage (10) intérieure, l'unité de montage (10) intérieure étant en liaison par des
moyens de pression (11) élastiques avec l'unité de montage périphérique (7, 8) et
pouvant être déplacée au moins partiellement par rapport à l'unité de montage (7,
8) périphérique,
caractérisé en ce que
la force de pression des moyens de pression (11) élastiques est inférieure à la poussée
nécessaire à la position de fermeture de la porte (6), l'aptitude au déplacement entre
les unités de montages (10, 7, 8) étant limitée par des éléments de butée (13) et
l'unité de montage (10) intérieure étant formée par une plaque intérieure (10) butant
sur le rebord (3) ou son élément hermétique (4).
2. Four pour traitement thermique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque intérieure (10) est transparente.
3. Four pour traitement thermique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de pression élastiques sont constitués de ressorts de pression (11).

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