[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufgabeschurre zur Aufgabe von Sintermaterial auf einen
Sinterkühler sowie ein Verfahren zum Aufgeben von Sintermaterial von einem Sinterband
auf einen Sinterkühler.
[0002] Zum Abkühlen eines in einer Sinteranlage erzeugten heißen, körnigen Sintermaterials
wird dieses auf einen bewegten Sinterkühler aufgegeben. Dort erfolgt eine Kühlung
durch einen maschinell erzeugten Luftstrom, der von unten durch das auf dem Kühlbett
des Sinterkühlers abgelagerte heiße, körnige Sintermaterial geführt wird. Dabei hat
die Korngrößenverteilung des körnigen Sintermaterials auf dem Kühlbett einen Einfluss
auf die Effizienz der Kühlung, da die Korngrößenverteilung den dem Luftstrom entgegengesetzten
Widerstand bestimmt. Ein in verschiedenen Regionen des Sintermaterials verschieden
stark ausgeprägter Widerstand führt dazu, dass der Luftstrom Bereiche mit erhöhtem
Widerstand nicht oder in geringerem Ausmaß durchströmt und das Sintermaterial daher
nicht gleichmäßig gekühlt wird. Eine ungleichmäßige Kühlung führt dazu, dass unterschiedliche
Körner des vom Sinterkühler abgeworfenen Sintermaterials unterschiedliche Temperaturen
aufweisen. Körner mit Temperaturen oberhalb einer gewünschten Abwurftemperatur können
Schäden an nachfolgenden, das gekühlte Sintermaterial verarbeitenden Anlagen, wie
beispielsweise Förderbändern und Sieben, verursachen.
[0003] Die horizontale und vertikale Korngrößenverteilung im Sintermaterial auf dem Kühlbett
des Sinterkühlers wird durch die Aufgabeschurre, über die gebrochenes Sintermaterial
vom Sinterband auf den Sinterkühler aufgegeben wird, beeinflusst. Eine herkömmliche
Aufgabeschurre umfasst einen durch Seitenwände begrenzten Schacht mit einer oben liegenden
Eingabeöffnung zur Eingabe des zu kühlenden körnigen Sintermaterials, und einer unten
liegenden Ausgabeöffnung, durch welche das zu kühlende körnige Sintermaterial auf
das Kühlbett des Sinterkühlers aufgegeben wird. Die Ausgabeöffnung befindet sich dabei
zwischen Seitenwänden des Schachtes und einer abwärts geneigten Bodenplatte der Aufgabeschurre.
Innerhalb des Schachtes erstreckt sich an der Eingabeöffnung ein nach unten geneigtes
Eingabeleitblech, durch welches in den Schacht eingegebenem körnigem Material eine
schräg abwärts führende Rutschbewegung aufgeprägt wird. Zwischen dem Eingabeleitblech
und Seitenwänden der Aufgabeschurre verbleibt eine Öffnung, durch die das Sintermaterial
der Schwerkraft folgend sich in Richtung Ausgabeöffnung bewegen kann. Unterhalb dieser
Öffnung ist ein abwärts geneigtes Umlenkblech im Schacht angeordnet. Da das Umlenkblech
eine andere Neigungsrichtung als das Eingabeleitblech besitzt, wird dem Sintermaterial-Gesamtstrom,
der die Aufgabeschurre durchströmt, durch das Umlenkblech eine Rutschbewegung mit
anderer Richtung aufgeprägt. Zwischen dem Umlenkblech und der dem unteren Ende des
Umlenkbleches gegenüberliegenden Seitenwand des Schachtes der Aufgabeschurre verbleibt
eine Öffnung, durch die sich das Sintermaterial der Schwerkraft folgend in Richtung
der Auslassöffnung bewegen kann. Unterhalb dieser Öffnung ist meist die Bodenplatte
angeordnet, deren Neigungsrichtung anders ist als die des Umlenkblechs. Wenn Umlenkblech
und Bodenplatte jeweils einander entgegengesetzte Neigungsrichtungen haben, so ist
es bekannt, dass der Sintermaterial-Gesamtstrom, welcher die Aufgabeschurre durch
die Ausgabeöffnung verlässt, aufgrund von beim Passieren der Aufgabeschurre ablaufenden
Segregationserscheinungen auf der Sintermaterial-Füllung der Aufgabeschurre einen
sich über die Dicke des ausgegebenen Sintermaterial-Gesamtstromes erstreckenden Gradienten
der Korngrößenverteilung aufweist. Dieser kann dahingehend ausgenutzt werden, dass
ein sich unter der Ausgabeöffnung befindendes bewegtes Kühlbett des Sinterkühlers
so beladen wird, dass die Korngröße des Sintermaterials in der Schicht auf dem Kühlbett
über die Breite des Kühlbettes betrachtet überwiegend von unten nach oben abnimmt,
also über die Dicke der Schicht ein Gradient der Korngrößenverteilung vorhanden ist.
Eine Abnahme der Korngröße von unten nach oben ermöglicht eine effiziente Kühlung,
da einem kühlenden Luftstrom, der von unten zugeführt wird, auf diese Weise beim Eintritt
in die Schicht wenig Widerstand entgegengesetzt wird. Zudem ist in den Partikeln des
Sintermaterials mit größerer Korngröße mehr Wärme gespeichert als in Partikeln des
Sintermaterials mit kleineren Korngrößen, weshalb ein erster Kontakt des kühlenden
Luftstromes mit Partikeln größerer Korngröße zu einer effizienteren Kühlung führt.
[0004] Nachteilig ist bei herkömmlichen Anlagen jedoch, dass besonders dann der Gradient
der Korngrößenverteilung über die gesamte Breite des bewegten Kühlbettes sehr ungleichmäßig
verläuft beziehungsweise teilweise nicht vorhanden ist, wenn sich das Sinterband weitgehend
senkrecht zur der Bewegungsrichtung des Sinterkühlers an der Ausgabeöffnung bewegt.
Das beruht darauf, dass grobkörnigere und damit schwerere Teilchen des Sintermaterials
eine größere Bewegungsenergie in Richtung der Bewegungsrichtung des Sinterbandes als
kleinere Teilchen aufweisen und entsprechend weiter vom Sinterband entfernt auf das
Eingabeleitblech treffen. Das grobkörnigere Material tritt entsprechend konzentrierter
in dem Bereich des entsprechenden Randes des Sintermaterial-Gesamtstromes in der Aufgabeschurre
auf. Diese inhomogene Verteilung liegt auch noch auf dem Kühlbett des Sinterkühlers
vor, weshalb keine gleichmäßige Kühlung des Sintermaterials durch den kühlenden Luftstrom
gewährleistet ist, weil der dem Luftstrom vom Sintermaterial entgegengesetzte Widerstand
über die Breite des Kühlbettes variiert.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Aufgeben von Sintermaterial
von einem Sinterband auf einen Sinterkühler mittels einer Aufgabeschurre und eine
Aufgabeschurre bereitzustellen, mit denen eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte
Gleichmäßigkeit der Korngrößenverteilung von Sintermaterial auf dem Kühlbett eines
Sinterkühlers erreicht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein
Verfahren zum Aufgeben von Sintermaterial von einem Sinterband auf einen Sinterkühler
mittels einer Aufgabeschurre,
wobei das das Sinterband verlassende Sintermaterial, gegebenenfalls nach einem Brechvorgang,
in die Aufgabeschurre eingegeben wird,
dann das Sintermaterial durch Verteilbleche in zumindest zwei in verschiedene Richtungen
strömende Sintermaterial-Teilströme aufgeteilt wird, wobei jedem Sintermaterial-Teilstrom
seine Strömungsrichtung durch das von ihm überströmte Verteilblech vorgegeben wird,
und wobei die Strömungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme durch Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
dargestellt werden, wobei für die von den Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren mit
einer horizontalen Ebene eingeschlossenen Winkel gilt, dass bei in gleicher Richtung
gemessenen Winkeln bei einem Paar direkt benachbarter Sintermaterial-Teilströme der
Teilstrom-Strömungsrichtungsvektor des einen Sintermaterial-Teilstromes einen stumpfen
Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt, und der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektor
des anderen Sintermaterial-Teilstromes einen spitzen Winkel mit der horizontalen Ebene
einschließt,
dann die Sintermaterial-Teilströme zu einem schräg abwärts strömenden Sintermaterial-Gesamtstrom
zusammengeführt werden, dessen Strömungsrichtung durch einen Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektor
dargestellt wird, wobei die horizontalen Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
weitgehend senkrecht auf der horizontalen Hauptkomponente des Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektors
stehen, und wobei die Sintermaterial-Teilströme in die in Strömungsrichtung des Sintermaterial-Gesamtstromes
gesehen seitlichen Ränder des Sintermaterial-Gesamtstromes geleitet werden,
und dann der Sintermaterial-Gesamtstrom
nach zumindest einer Umkehrung seiner Strömungsrichtung durch die Bodenplatte der
Aufgabeschurre
auf einen Sinterkühler aufgegeben wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird das in die Aufgabeschurre eingegebene Sintermaterial zunächst
in zwei in unterschiedliche Richtungen strömende Sintermaterial-Teilströme aufgeteilt.
Diese Aufteilung erfolgt durch Aufgabe des Sintermaterials auf mit unterschiedlicher
Neigung abwärts versehene Verteilbleche, die den Teilströmen jeweils ihre Strömungsrichtung
vorgeben. Die Strömungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme werden durch Strömungsrichtungsvektoren
dargestellt. Die Strömungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme unterscheiden sich
dadurch, dass für direkt benachbarte Sintermaterial-Teilströme verschiedene Arten
von Winkeln von den Strömungsrichtungsvektoren und einer horizontalen Ebene eingeschlossen
werden. Einer der Winkel ist ein stumpfer Winkel, und der andere ist ein spitzer Winkel.
Die Winkel werden dabei in derselben Richtung gemessen.
[0008] Die Sintermaterial-Teilströme werden zu einem Sintermaterial-Gesamtstrom zusammengeführt,
wobei die Zusammenführung so erfolgt, dass die Teilströme in Richtung der beiden seitlichen
Ränder des Sintermaterial-Gesamtstromes geleitet werden, wobei jeweils zumindest ein
Teilstrom in Richtung je eines seitlichen Randes geleitet wird. Der durch die Zusammenführung
der Sintermaterial-Teilströme entstandene Sintermaterial-Gesamtstrom strömt schräg
abwärts. Seine in Strömungsrichtung betrachtet seitlichen Ränder liegen praktisch
an Seitenwänden des Schachtes der Aufgabeschurre an.
[0009] Die Strömungsrichtung des durch Zusammenführung der Sintermaterial-Teilströme entstandenen
Sintermaterial-Gesamtstromes wird durch einen Gesamtstrom-Strömungsrichtungvektor
dargestellt.
[0010] Die Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren und der Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektor
sind jeweils die Summe von in einem dreidimensionalen rechtwinkligen Koordinatensystem
den drei Koordinatenachsen folgenden Vektoren, von denen zwei in einer horizontalen
Ebene liegen, und einer senkrecht zu dieser Ebene steht. Die Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
und der Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektor liegen dabei in einer von einer der horizontal
verlaufenden Koordinatenachse und der vertikal verlaufenden Koordinatenachse aufgespannten
Ebene. Derjenige von den den drei Koordinatenachsen folgenden und in der horizontalen
Ebene liegenden Vektoren, der den größeren Betrag hat, wird als horizontale Hauptkomponente
eines Teilstrom- bzw. Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektors bezeichnet. Erfindungsgemäß
stehen die horizontalen Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
weitgehend senkrecht auf der horizontalen Hauptkomponente des Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektors.
Unter weitgehend senkrecht ist ein Winkelbereich von 90 +/- 25°, bevorzugt 90 +/-
20°, besonders bevorzugt 90 +/-15°, ganz besonders bevorzugt 90 +/- 10°, und überaus
bevorzugt 90 +/- 5°, zu verstehen. Der tatsächlich gewählte Winkel hängt unter anderem
vom horizontal gemessenen Abstand der Eingabeöffnung von der Ausgabeöffnung sowie
der Bauhöhe der Aufgabeschurre ab.
[0011] Durch die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte wird der Effekt, den eine in dem in
die Aufgabeschurre eingegebenen Sintermaterial vorherrschende ungleichmäßige Verteilung
von Körnern verschiedener Korngrößen auf die Korngrößenverteilung im Sintermaterial-Gesamtstrom
hat, abgeschwächt. Das deshalb, weil je nachdem, mit welchem Sintermaterial-Teilstrom
in die Aufgabeschurre eingegebenes Sintermaterial strömt, es zu dem einen oder dem
anderen seitlichen Rand des Sintermaterial-Gesamtstromes geleitet wird. Infolgedessen
häuft sich im Gegensatz zum Stand der Technik eine in einem Teilbereich des in die
Aufgabeschurre eingegebenen Stromes von Sintermaterial besonders konzentriert vorhandene
Korngröße nicht an einem entsprechenden seitlichen Rand des Sintermaterial-Gesamtstromes
in der Aufgabeschurre an. Dabei ist der Begriff seitlicher Rand so zu verstehen, dass
der durch die Zusammenführung der Sintermaterial-Teilströme entstandene Sintermaterial-Gesamtstrom
in seiner Strömungsrichtung betrachtet wird, wobei der Sintermaterial-Gesamtstrom
zwei Ränder, nämlich einen rechten und einen linken Rand aufweist.
[0012] Die dann danach erfolgende Ausgabe des Sintermaterial-Gesamtstromes auf den Sinterkühler
erfolgt nach zumindest einer Umkehrung seiner Strömungsrichtung durch die Bodenplatte
der Aufgabeschurre.
[0013] Die horizontalen Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren zweier
direkt benachbarter Teilströme haben bevorzugterweise entgegengesetzte Richtungen,
dass heisst, sie stehen in einem Winkel von 180° zueinander. Sie können jedoch auch
in einem kleineren Winkel zueinander stehen, wie etwa 175°, 170°, 165°, 160°, 155°,
also in einem Winkel-Bereich von 155° bis 180°.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Bewegungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme
im selben Ausmaß abwärts geneigt. Sie können jedoch auch in verschiedenem Ausmaß abwärts
geneigt sein, wobei sich der Winkel der Neigung um bis zu 15°, wie etwa 5°, 10°, unterscheiden
kann. Der tatsächlich gewählte Winkel hängt unter anderem vom horizontal gemessenen
Abstand der Eingabeöffnung von der Ausgabeöffnung sowie der Bauhöhe der Aufgabeschurre
ab.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine Aufgabeschurre zur Aufgabe
von Sintermaterial auf einen Sinterkühler, umfassend einen durch Seitenwände begrenzten
Schacht
mit einer Eingabeöffnung oben, die durch die Seitenwände des Schachtes und/oder durch
von den Seitenwänden des Schachtes ausgehenden, sich in den vom Schacht umgrenzten
Raum erstreckenden, Umgrenzungsblechen umgrenzt wird,
und einer Ausgabeöffnung unten,
zumindest einem innerhalb des Schachtes angeordneten Umlenkblech, welches mit zwei
einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Schachtes sowie einer diese verbindenden
Seitenwand verbunden ist,
sowie einer Bodenplatte, welche mit zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden
sowie einer diese verbindenden Seitenwand verbunden ist, wobei zwischen zumindest
einer der Seitenwände des Schachtes und dem Umlenkblech ein Spalt vorhanden ist,
und sich zwischen der Bodenplatte und dem unteren Ende zumindest einer Seitenwand
die Ausgabeöffnung befindet,
wobei die Bodenplatte vertikal direkt unterhalb des Spaltes zwischen Seitenwand und
dem der Bodenplatte direkt benachbarten, vertikal über ihr angeordneten Umlenkblech
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Eingabeöffnung und dem von der Eingabeöffnung aus gesehen in vertikaler Richtung
ersten Umlenkblech innerhalb des Schachtes eine Verteilvorrichtung angeordnet ist,
umfassend zumindest zwei abwärts geneigte Verteilbleche, die derart abwärts geneigt
sind, dass für die in gleicher Richtung gemessenen Winkel zwischen einer horizontalen
Ebene und den Verteilblechen gilt, dass bei einem Paar direkt benachbarter Verteilbleche
das eine der Verteilbleche einen stumpfen Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt,
und das andere der Verteilbleche einen spitzen Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt,
und wobei sich jedes der Verteilbleche - von seinem höher liegenden Ende in Richtung
seines tiefer liegenden Endes gesehen - in Richtung eines der Seitenränder des vertikal
direkt unter ihm angeordneten Umlenkbleches erstreckt.
[0016] Mit der erfindungsgemäßen Aufgabeschurre kann das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt
werden.
[0017] Der Schacht der Aufgabeschurre ist durch Seitenwände begrenzt und hat eine Eingebeöffnung
oben sowie eine Ausgabeöffnung unten. Durch die Eingabeöffnung wird das Sintermaterial
eingegeben, und durch die Ausgabeöffnung wird es ausgegeben.
[0018] Innerhalb des Schachtes ist zumindest ein Umlenkblech angeordnet. Dieses ist mit
zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Schachtes verbunden, sowie mit einer
diese beiden Seitenwände verbindenden Seitenwand. Die seitlichen Ränder des Umlenkbleches,
die jeweils entlang der beiden einander gegenüberliegenden Seitenwände des Schachtes,
mit denen das Umlenkblech verbunden ist, verlaufen, werden Seitenränder des Umlenkbleches
genannt. Bevorzugt ist das Umlenkblech geneigt, und zwar abwärts geneigt, angeordnet.
Dann verlaufen die von höher liegenden Ende in Richtung seines tiefer liegenden Endes
gesehen seitlichen Ränder des Umlenkbleches, genannt Seitenränder, geneigt abwärts.
[0019] Das Umlenkblech kann aber auch nicht geneigt, also in einer horizontalen Ebene, angeordnet
sein. Zwischen zumindest einer der Seitenwände des Schachtes und dem Umlenkblech ist
ein Spalt vorhanden, durch den in der Aufgabeschurre befindliches Sintermaterial sich
der Schwerkraft folgend abwärts in Richtung Ausgabeöffnung bewegen kann. Bevorzugt
befindet sich dieser Spalt am tiefer liegenden Ende des Umlenkbleches, beispielsweise
zwischen dem tiefer liegenden Ende des Umlenkbleches und der Seitenwand, die der mit
dem höher liegenden Ende des Umlenkbleches verbundenen Seitenwand gegenüberliegt.
Wenn das Umlenkblech nicht geneigt ist, befindet sich der Spalt bevorzugt zwischen
dem nicht mit einer Seitenwand des Schachtes verbundenen Ende des Umlenkbleches und
der diesem Ende gegenüberliegenden Seitenwand.
[0020] Die Ausgabeöffnung befindet sich zwischen der Bodenplatte und dem unteren Ende zumindest
einer Seitenwand. Die Bodenplatte ist mit zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden
sowie einer diese verbindenden Seitenwand verbunden. Dabei ist die Bodenplatte vertikal
direkt unterhalb des Spaltes zwischen Seitenwand und dem der Bodenplatte direkt benachbarten,
vertikal über der Bodenplatte angeordneten Umlenkblech angeordnet. Bevorzugterweise
ist die Bodenplatte geneigt, und zwar abwärts geneigt. Wenn sowohl Bodenplatte als
auch Umlenkblech geneigt sind, ist die Bodenplatte in einer anderen Richtung als das
Umlenkblech geneigt. Die Ausgabeöffnung liegt vertikal von der Eingabeöffnung aus
gesehen nicht direkt unterhalb des Spaltes zwischen Seitenwand und dem der Bodenplatte
direkt benachbarten, vertikal über der Bodenplatte angeordneten Umlenkblech.
Auf diese Weise wird die Bewegungsrichtung des Sintermaterial-Gesamtstromes nach Durchtritt
durch den Spalt zumindest noch einmal durch die Bodenplatte verändert, bevor er durch
die Austrittsöffnung aus der Aufgabeschurre austritt.
[0021] Unabhängig davon, ob Umlenkblech und/oder Bodenblech geneigt oder nicht sind, läuft
das erfindungsgemäße Verfahren in gleicher Weise ab, denn auf einem nicht geneigten
Umlenkblech und/oder Bodenblech bildet sich eine Materialschüttung aus, deren Oberfläche
bestimmt durch den Schüttwinkel des Sintermaterials geneigt ist. Der Sintermaterial-Gesamtstrom
strömt entlang dieser Oberfläche also auch im Fall eines nicht geneigten Umlenkbleches
und/oder Bodenbleches schräg abwärts, so wie er es bei einem geneigten Umlenkblech
und/oder Bodenblech tut.
[0022] Erfindungsgemäß ist innerhalb des Schachtes zwischen Eingabeöffnung und dem von der
Eingabeöffnung aus gesehen in vertikaler Richtung ersten Umlenkblech innerhalb des
Schachtes eine Verteilvorrichtung angeordnet. Diese umfasst zumindest zwei abwärts
geneigte Verteilbleche. Die Verteilbleche sind derart abwärts geneigt, dass für den
Winkel zwischen einer horizontalen Ebene und einem Verteilblech gilt, dass bei einem
Paar direkt benachbarter Verteilbleche das eine der Verteilbleche einen stumpfen Winkel
mit der horizontalen Ebene einschließt, und das andere der Verteilbleche einen spitzen
Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt. Dabei werden die Winkel zwischen der
horizontalen Ebene und den Verteilblechen in der gleichen Richtung gemessen. Bevorzugterweise
sind die einzelne oder alle Verteilbleche an ihrem höher liegenden Ende mit einer
Seitenwand des Schachtes verbunden und erstrecken sich - von seinem höher liegenden
Ende in Richtung ihres tiefer liegenden Endes gesehen - in Richtung eines der, bevorzugterweise
geneigt abwärts verlaufenden, Seitenränder des vertikal direkt unter ihm angeordneten
Umlenkbleches.
[0023] Die Umlenkbleche können über ihre Längserstreckung von ihrem oberen zum unteren Ende
überall die gleiche Breite aufweisen oder sich zum unteren Ende hin verschmälern.
[0024] Bevorzugterweise
liegen die senkrechten Projektionen der Verteilbleche auf eine horizontale Ebene innerhalb
der senkrechten Projektion des von der Eingabeöffnung aus gesehen ersten Umlenkbleches
auf dieselbe horizontale Ebene liegen.
Die Verteilbleche sind also nicht über dem Spalt zwischen Umlenkblech und Seitenwand
angeordnet. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass eingegebenes Sintermaterial nicht
ohne Umlenkung durch die Verteilbleche aus der Aufgabeschurre ausgegeben werden kann.
[0025] Nach einer Ausführungsform
sind die Verteilbleche in gleichem Ausmaß abwärts geneigt. Dass heißt, der Betrag
der Winkel, um welche die Längsachsen der Verteilbleche gegen die Horizontale abwärts
geneigt sind, ist gleich. Sie können jedoch auch in verschiedenem Ausmaß abwärts geneigt
sein, wobei sich der Winkel der Neigung um bis zu 15°, wie etwa 5°, 10°, unterscheiden
kann. Der tatsächlich gewählte Winkel hängt unter anderem vom horizontal gemessenen
Abstand der Eingabeöffnung von der Ausgabeöffnung sowie der Bauhöhe der Aufgabeschurre
ab.
[0026] Benachbarte Verteilbleche sind in unterschiedliche Richtungen geneigt. Nach einer
bevorzugten Ausführungsform
sind bei einem Paar direkt benachbarter Verteilbleche die beiden Verteilbleche des
Paares in einander entgegengesetzte Richtungen geneigt. Das heißt, gegenüber einem
Bezugspunkt liegt das rechte Ende eines Verteilbleches höher als sein linkes Ende,
das Verteilblech ist also von rechts nach links abwärts geneigt. Ein direkt benachbarte
Verteilblech hat ein höher liegendes linkes Ende, so dass es von links nach rechts
abwärts geneigt ist. Die beiden Verteilbleche des Paares sind dann in einander entgegengesetzten
Richtungen geneigt.
[0027] Es ist bevorzugt, dass
die höher liegenden Enden der Verteilbleche sich an der bezüglich der vertikalen Längserstreckung
des Schachtes gleichen Stelle befinden. Sie können sich jedoch auch an bezüglich der
vertikalen Längserstreckung des Schachtes verschiedenen Stellen befinden. Die tatsächlich
gewählte Stelle hängt unter anderem vom horizontal gemessenen Abstand der Eingabeöffnung
von der Ausgabeöffnung sowie der Bauhöhe der Aufgabeschurre ab.
[0028] Die beim erfindungsgemäßen Verfahren angegebenen Beziehungen zwischen den horizontalen
Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren und der horizontalen Hauptkomponente
des Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektors gelten zumindest so lange, wie der Gesamtstrom
sich auf dem von der Eingabeöffnung aus gesehen in vertikaler Richtung ersten Umlenkblech
befindet.
[0029] Im Anschluss wird die vorliegende Erfindung anhand einer schematischen Figur einer
Ausführungsform beschrieben.
[0030] Figur 1 zeigt eine Schrägansicht eines Längsschnittes durch eine erfindungsgemäße
Aufgabeschurre.
Der Schacht der Aufgabeschurre ist durch Seitenwände 1a, 1b, die aus den Teilen 1c'
und 1c" bestehende Seitenwand 1c, sowie durch eine weitere, aufgrund des Längsschnittes
nicht dargestellte Seitenwand, die zur Seitenwand 1b parallel verläuft, begrenzt.
Zur besseren Übersichtlichkeit ist die Seitenwand 1b schraffiert. Die Eingabeöffnung
2 ist oben, eine Ausgabeöffnung 3 unten vorgesehen. Die Eingabeöffnung ist von den
Seitenwänden ausgehenden Umgrenzungsblechen 4a, 4b, 4c sowie einem weiteren, aufgrund
des Längsschnittes nicht dargestellten Umgrenzungsblech umgrenzt. Umlenkblech 5 ist
innerhalb des Schachtes angeordnet. Es ist abwärts geneigt und mit der Seitenwand
1b, der nicht dargestellten zu 1b parallelen Seitenwand, sowie den Teilen 1c' und
1c" verbunden. Die von dem höher liegenden Ende des Umlenkbleches in Richtung seines
tiefer liegenden Endes gesehen seitlichen Ränder, genannt Seitenränder, des Umlenkbleches
verlaufen geneigt abwärts. Zwischen der Seitenwand 1a und dem Umlenkblech 5 ist ein
Spalt vorhanden. Vertikal direkt unterhalb des Spaltes ist eine Bodenplatte 6 angeordnet.
Die Bodenplatte 6 ist abwärts geneigt, wobei sich die Richtung der Neigung der Bodenplatte
6 von der Richtung der Neigung des Umlenkbleches 5 unterscheidet; während die in Figur
1 dargestellte Bodenplatte 6 von rechts nach links abwärts geneigt ist, ist das Umlenkblech
5 von links nach rechts abwärts geneigt. Die Bodenplatte ist mit der Seitenwand 1b,
der nicht dargestellten zu 1b parallelen Seitenwand, sowie der Seitenwand 1a verbunden.
Zwischen dem unteren Ende des Teils 1c" der Seitenwand 1c und der Bodenplatte 6 befindet
sich die Ausgabeöffnung 3.
[0031] Zwischen der Eingabeöffnung 2 und dem Umlenkblech 5 ist eine die beiden direkt benachbarten
Verteilblechen 7a und 7b umfassende Verteilvorrichtung angeordnet. Die beiden Verteilbleche
7a und 7b sind abwärts geneigt. Sie verschmälern sich zu ihrem tiefer liegenden Ende
hin, wie bei Verteilblech 7b sichtbar ist. Die Verteilbleche 7a und 7b sind in voneinander
verschiedenen Richtungen geneigt, nämlich in einander entgegengesetzte Richtungen.
Beide Verteilbleche 7a und 7b sind im gleichen Ausmaß abwärts geneigt. Mit einer beispielsweise
durch die Verteilöffnung gelegten horizontalen Ebene schließt Verteilblech 7a bei
entsprechender Richtung der Winkelmessung einen spitzen Winkel ein, während Verteilblech
7b bei gleicher Richtung der Winkelmessung einen stumpfen Winkel mit derselben horizontalen
Ebene einschließt. Das Verteilblech 7b ist mit seinem höher liegenden Ende mit der
Seitenwand 1b verbunden, während das Verteilblech 7a mit seinem höher liegenden Ende
mit der dazu parallelen nicht dargestellten Seitenwand verbunden ist. Jedes der Verteilbleche
erstreckt sich in Richtung eines der geneigt abwärts verlaufenden Seitenränder des
Umlenkbleches 5. Verteilblech 7a erstreckt sich in Richtung des Seitenrandes, der
der Seitenwand 1b benachbart ist, und Verteilblech 7b erstreckt sich in Richtung des
anderen Seitenrandes des Umlenkbleches 5. Die Verteilbleche 7a und 7b sind so angeordnet,
dass ihre senkrechten Projektionen auf eine horizontale Ebene innerhalb der senkrechten
Projektion des Umlenkbleches 5 auf dieselbe horizontale Ebene liegen. Die Verteilbleche
7a und 7b liegen nicht vertikal direkt über dem Spalt zwischen Umlenkblech 5 und Seitenwand
1a.
[0032] In die Aufgabeschurre eingegebenes Sintermaterial wird durch die beiden Verteilbleche
7a und 7b in zwei Sintermaterial-Teilströme aufgeteilt, die mit von den Verteilblechen
7a und 7b vorgegebenen Strömungsrichtungen in Richtung der Seitenränder des Umlenkbleches
strömen. Die die Verteilbleche 7a und 7b verlassenden Sintermaterial-Teilströme werden
zu einem Sintermaterial-Gesamtstrom zusammengeführt, welcher das Umlenkblech 5 hinabströmt.
Die horizontalen Hauptkomponenten des Gesamtstrom-Strömungsvektors und der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
stehen senkrecht aufeinander. Dem Sintermaterial-Gesamtstrom wird anschließend von
der Bodenplatte eine umgekehrte Strömungsrichtung aufgezwungen, bevor das Sintermaterial
durch die Ausgabeöffnung 3 auf den nicht dargestellten Sinterkühler aufgegeben wird.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1 a, 1b, 1c
- Seitenwände
- 1c', 1c"
- Teile der Seitenwand 1c
- 2
- Eingabeöffnung
- 3
- Ausgabeöffnung
- 4a, 4b, 4c
- Umgrenzungsbleche
- 5
- Umlenkblech
- 6
- Boden platte
- 7a,7b
- Verteilbleche
1. Verfahren zum Aufgeben von Sintermaterial von einem Sinterband auf einen Sinterkühler
mittels einer Aufgabeschurre,
wobei das das Sinterband verlassende Sintermaterial, gegebenenfalls nach einem Brechvorgang,
in die Aufgabeschurre eingegeben wird,
dann das Sintermaterial durch Verteilbleche (7a, 7b) in zumindest zwei in verschiedene
Richtungen strömende Sintermaterial-Teilströme aufgeteilt wird, wobei jedem Sintermaterial-Teilstrom
seine Strömungsrichtung durch das von ihm überströmte Verteilblech (7a, 7b) vorgegeben
wird,
und wobei die Strömungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme durch Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
dargestellt werden, wobei für die von den Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren mit
einer horizontalen Ebene eingeschlossenen Winkel gilt, dass bei in gleicher Richtung
gemessenen Winkeln bei einem Paar direkt benachbarter Sintermaterial-Teilströme der
Teilstrom-Strömungsrichtungsvektor des einen Sintermaterial-Teilstromes einen stumpfen
Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt,
und der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektor des anderen Sintermaterial-Teilstromes
einen spitzen Winkel mit der horizontalen Ebene einschließt,
dann die Sintermaterial-Teilströme zu einem schräg abwärts strömenden Sintermaterial-Gesamtstrom
zusammengeführt werden, dessen Strömungsrichtung durch einen Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektor
dargestellt wird, wobei die horizontalen Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren
weitgehend senkrecht auf der horizontalen Hauptkomponente des Gesamtstrom-Strömungsrichtungsvektors
stehen, und wobei die Sintermaterial-Teilströme in die in Strömungsrichtung des Sintermaterial-Gesamtstromes
gesehen seitlichen Ränder des Sintermaterial-Gesamtstromes geleitet werden,
und dann der Sintermaterial-Gesamtstrom
nach zumindest einer Umkehrung seiner Strömungsrichtung durch die Bodenplatte (6)
der Aufgabeschurre
auf einen Sinterkühler aufgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen Hauptkomponenten der Teilstrom-Strömungsrichtungsvektoren zweier
direkt benachbarter Teilströme entgegengesetzte Richtungen haben.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtungen der Sintermaterial-Teilströme im selben Ausmaß abwärts geneigt
sind.
4. Aufgabeschurre zur Aufgabe von Sintermaterial auf einen Sinterkühler, umfassend einen
durch Seitenwände (1 a, 1b, 1c) begrenzten Schacht mit einer Eingabeöffnung (2) oben,
die durch die Seitenwände (1a, 1b, 1c) des Schachtes und/oder durch von den Seitenwänden
(1a, 1b, 1c) des Schachtes ausgehenden, sich in den vom Schacht umgrenzten Raum erstreckenden,
Umgrenzungsblechen (4a, 4b, 4c) umgrenzt wird,
und einer Ausgabeöffnung (3) unten,
zumindest einem innerhalb des Schachtes angeordneten, gegebenenfalls abwärts geneigten,
Umlenkblech (5), welches mit zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Schachtes
sowie einer diese verbindenden Seitenwand verbunden ist,
sowie einer, gegebenenfalls abwärts geneigten, Bodenplatte (6), welche mit zwei einander
gegenüberliegenden Seitenwänden sowie einer diese verbindenden Seitenwand verbunden
ist,
wobei zwischen zumindest einer der Seitenwände des Schachtes und dem Umlenkblech (5)
ein Spalt vorhanden ist,
und sich zwischen der Bodenplatte (6) und dem unteren Ende zumindest einer Seitenwand
die Ausgabeöffnung (3) befindet,
wobei die Bodenplatte (6) vertikal direkt unterhalb des Spaltes zwischen Seitenwand
und dem der Bodenplatte (6) direkt benachbarten, vertikal über ihr angeordneten Umlenkblech
(5) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Eingabeöffnung und dem von der Eingabeöffnung aus gesehen in vertikaler Richtung
ersten Umlenkblech (5) innerhalb des Schachtes eine Verteilvorrichtung angeordnet
ist,
umfassend zumindest zwei abwärts geneigte Verteilbleche (7a,7b), die derart abwärts
geneigt sind, dass für die in gleicher Richtung gemessenen Winkel zwischen einer horizontalen
Ebene und den Verteilblechen (7a,7b) gilt, dass bei einem Paar direkt benachbarter
Verteilbleche das eine der Verteilbleche einen stumpfen Winkel mit der horizontalen
Ebene einschließt, und das andere der Verteilbleche einen spitzen Winkel mit der horizontalen
Ebene einschließt,
und wobei sich jedes der Verteilbleche - von seinem höher liegenden Ende in Richtung
seines tiefer liegenden Endes gesehen - in Richtung eines der, gegebenenfalls geneigt
abwärts verlaufenden, Seitenränder des vertikal direkt unter ihm angeordneten Umlenkbleches
(5) erstreckt.
5. Aufgabeschurre nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrechten Projektionen der Verteilbleche (7a,7b) auf eine horizontale Ebene
innerhalb der
senkrechten Projektion des von der Eingabeöffnung aus gesehen ersten Umlenkbleches
(5)
auf dieselbe horizontale Ebene
liegen.
6. Aufgabeschurre nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilbleche (7a,7b) in gleichem Ausmaß abwärts geneigt sind.
7. Aufgabeschurre nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Paar direkt benachbarter Verteilbleche (7a,7b) die beiden Verteilbleche
des Paares in einander entgegengesetzte Richtungen geneigt sind.
8. Aufgabeschurre nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die höher liegenden Enden der Verteilbleche (7a,7b) sich an der bezüglich der vertikalen
Längserstreckung des Schachtes gleichen Stelle befinden.
1. Method for putting sinter material from a sinter belt onto a sinter cooler by means
of a supply chute,
wherein the sinter material leaving the sinter belt, if necessary after a crushing
process, is put into the supply chute,
then the sinter material is divided into at least two partial flows of sinter material
flowing in different directions by distribution plates (7a, 7b), wherein each partial
flow of sinter material is given its flow direction by the distribution plate (7a,
7b) over which it flows,
and wherein the flow directions of the partial flows of sinter material are represented
by partial flow direction vectors, wherein for the angle formed by the partial flow
direction vectors with a horizontal plane, in the case of angles measured in the same
direction for a pair of immediately adjacent partial flows of sinter material, the
partial flow direction vector of one partial flow of sinter material forms an obtuse
angle with the horizontal plane, and the partial flow direction vector of the other
partial flow of sinter material forms an acute angle with the horizontal plane,
then the partial flows of sinter material are combined to form a total flow of sinter
material flowing diagonally downwards with a flow direction which is represented by
a total flow direction vector, wherein the horizontal main components of the partial
flow direction vectors are largely vertical on the horizontal main component of the
total flow direction vector, and wherein the partial flows of sinter material are
guided into the lateral edges of the total flow of sinter material seen in the direction
of flow of the total flow of sinter material,
and then after at least one reversal of its direction of flow by the base plate (6)
of the supply chute, the total flow of the sinter material is put onto a sinter cooler.
2. Method according to claim 1, characterised in that the horizontal main components of the partial flow direction vectors of two immediately
adjacent partial flows have opposite directions.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the directions of movement of the partial flows of sinter material are inclined downwards
to the same extent.
4. Supply chute for putting sinter material onto a sinter cooler, comprising a shaft
bordered by side walls (1a, 1b, 1c) with an input aperture (2) at the top which is
enclosed by the side walls (1a, 1b, 1c) of the shaft and/or by perimeter panels (4a,
4b, 4c) emerging from the side walls (1a, 1b, 1c) of the shaft, extending into the
space enclosed by the shaft, and an output aperture (3) at the bottom, at least one
redirection baffle (5) arranged inside the shaft, if necessary downwards inclined,
which is connected to two side walls of the shaft facing each other and a side wall
connecting these, as well as a base plate (6), if necessary downwards inclined, which
is connected to two side walls facing each other and a side wall connecting these,
wherein there is a gap between at least one of the side walls of the shaft and the
redirection baffle (5),
and the output aperture (3) is located between the base plate (6) and the lower end
of at least one side wall,
wherein the base plate (6) is arranged vertically directly beneath the gap between
the side wall and the redirection baffle (5) arranged immediately adjacent to the
base plate (6) and vertically above it,
characterised in that
between the input aperture and the first redirection baffle (5) seen from the input
aperture in a vertical direction, a distribution device is arranged inside the shaft
comprising at least two downwards inclined distribution plates (7a,7b), which are
downwards inclined in such a way that for the angle measured in the same direction
between a horizontal plane and the distribution plates (7a,7b), in the case of a pair
of immediately adjacent distribution plates one of the distribution plates forms an
obtuse angle with the horizontal plane, and the other distribution plate forms an
acute angle with the horizontal plane, and wherein each of the distribution plates
- seen from its higher end in the direction of its lower end - extends in the direction
of one of the, where appropriate downwards inclined, lateral edges of the redirection
baffle (5) arranged vertically directly beneath it.
5. Supply chute according to claim 4, characterised in that the vertical projections of the distribution plates (7a,7b) onto a horizontal plane
lie inside the vertical projection of the first redirection baffle (5) seen from the
input aperture onto the same horizontal plane.
6. Supply chute according to claim 4 or 5, characterised in that the distribution plates (7a, 7b) are downwards inclined to the same extent.
7. Supply chute according to one of the claims 4 to 6, characterised in that for a pair of immediately adjacent distribution plates (7a, 7b) both the distribution
plates of the pair are inclined in opposite directions to each other.
8. Supply chute according to one of the claims 4 to 7, characterised in that the higher ends of the distribution plates (7a, 7b) are located in the same position
with regard to the vertical longitudinal extension of the shaft.
1. Procédé pour amener un matériau fritté d'une bande de frittage à un refroidisseur
de frittage au moyen d'une goulotte d'alimentation, le matériau fritté qui quitte
la bande de frittage étant introduit dans la goulotte d'alimentation le cas échéant
après une opération de broyage, le matériau fritté étant ensuite réparti par des tôles
de répartition (7a, 7b) en au moins deux flux partiels de matériau fritté qui s'écoulent
dans différentes directions, chaque flux partiel de matériau fritté se voyant imposer
sa direction d'écoulement par la tôle de répartition (7a, 7b) par laquelle il passe,
et les directions d'écoulement des flux partiels de matériau fritté étant représentés
par des vecteurs de direction d'écoulement de flux partiel, tout en étant que, pour
les angles formés par les vecteurs de direction d'écoulement de flux partiel et un
plan horizontal, le vecteur de direction d'écoulement d'un flux partiel de matériau
fritté, étant donné des angles mesurés dans la même direction et une paire de flux
partiels de matériau fritté directement voisins, forme un angle obtus avec le plan
horizontal, et que le vecteur de direction d'écoulement de l'autre flux partiel de
matériau fritté forme un angle aigu avec le plan horizontal, les flux partiels de
matériau fritté convergeant alors pour former un flux total de matériau fritté qui
s'écoule en oblique vers le bas et dont la direction d'écoulement est représentée
par un vecteur de direction d'écoulement de flux total, les composantes principales
horizontales des vecteurs de direction d'écoulement de flux partiel étant sensiblement
verticales par rapport à la composante principale horizontale du vecteur de direction
d'écoulement de flux total et les flux partiels de matériau fritté étant dirigés vers
les bords du flux total de matériau fritté qui sont latéraux vus dans le sens de l'écoulement
du flux total de matériau fritté, et le flux total de matériau fritté étant ensuite
amené à un refroidisseur de frittage après au moins une inversion de sa direction
d'écoulement par la plaque de fond (6) de la goulotte d'alimentation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les composantes principales horizontales des vecteurs de direction d'écoulement de
deux flux partiels directement voisins ont des directions opposées.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les directions de déplacement des flux partiels de matériau fritté sont inclinées
vers le bas dans une même mesure.
4. Goulotte d'alimentation pour amener un matériau fritté à un refroidisseur de frittage,
comprenant une trémie limitée par des parois latérales (1a, 1b, 1c) et présentant
:
- un orifice d'admission (2) dans le haut, lequel orifice est délimité par les parois
latérales (1a, 1b, 1c) de la trémie et/ou par des tôles de délimitation (4a, 4b, 4c)
qui partent des parois latérales (1a, 1b, 1c) de la trémie et s'étendent dans l'espace
délimité par la trémie ;
- un orifice de sortie (3) dans le bas ;
- au moins une tôle déflectrice (5) située dans la trémie et éventuellement inclinée
vers le bas, laquelle est reliée à deux parois latérales opposées de la trémie et
à une paroi latérale qui les relie ; et
- une plaque de fond (6), le cas échéant inclinée vers le bas, laquelle est reliée
à deux parois latérales opposées et à une paroi latérale qui les relie,
- un interstice étant présent entre au moins l'une des parois latérales de la trémie
et la tôle déflectrice (5) et
- l'orifice de sortie (3) se trouvant entre la plaque de fond (6) et l'extrémité inférieure
d'au moins une paroi latérale ;
- la plaque de fond (6) étant située verticalement directement en dessous de l'interstice
entre la paroi latérale et la tôle déflectrice (5) directement voisine de la plaque
de fond (6) et située verticalement au-dessus de celle-ci,
caractérisée en ce qu'est situé à l'intérieur de la trémie, entre l'orifice d'admission et la tôle déflectrice
(5) qui, vue depuis l'orifice d'admission, se présente en premier lieu dans le sens
vertical, un dispositif de répartition,
comprenant au moins deux tôles de répartition (7a, 7b) inclinée vers le bas, lesquelles
sont inclinées vers le bas de manière telle que, étant donné des angles, mesurés dans
la même direction, entre un plan horizontal et les tôles de répartition (7a, 7b),
l'une des tôles de répartition, étant donné une paire de tôles de répartition directement
voisines, forme un angle obtus avec le plan horizontal et l'autre tôle de répartition
forme un angle aigu avec le plan horizontal, chacune des tôles de répartition, vue
depuis son extrémité supérieure en direction de son extrémité inférieure, s'étend
en direction de l'un des bords, le cas échéant inclinés vers le bas, de la tôle déflectrice
(5) située verticalement directement en dessous.
5. Goulotte d'alimentation selon la revendication 4, caractérisée en ce que les projections verticales des tôles de répartition (7a, 7b) sur un plan horizontal
se trouvent à l'intérieur de la projection verticale, sur le même plan horizontal,
de la tôle déflectrice (5) qui, vue depuis l'orifice d'admission, se présente en premier
lieu.
6. Goulotte d'alimentation selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que les tôles de répartition (7a, 7b) sont inclinées vers le bas dans une même mesure.
7. Goulotte d'alimentation selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que, étant donné une paire de tôles de répartition directement voisines (7a, 7b), les
deux tôles de répartition de la paire sont inclinées dans des directions opposées.
8. Goulotte d'alimentation selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que les extrémités supérieures des tôles de répartition (7a, 7b) se trouvent au même
endroit en référence à l'étendue longitudinale verticale de la trémie.