| (19) |
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(11) |
EP 2 472 286 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.12.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren zur Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors und Vorrichtung zur
Umfelderfassung in einem Fahrzeug
Method for evaluating signals of an ultrasound sensor and device for environmental
detection in a vehicle
Procédé d'évaluation de signaux d'un capteur à ultrasons et dispositif de détection
d'environnement dans un véhicule
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
28.12.2010 DE 102010056439
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.07.2012 Patentblatt 2012/27 |
| (73) |
Patentinhaber: Valeo Schalter und Sensoren GmbH |
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74321 Bietigheim-Bissingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Gotzig, Heinrich
74357 Bönnigheim (DE)
- Grüdl, Dietmar
71679 Asperg (DE)
- Rostocki, Paul-David
74177 Bad Friedrichshall (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 081 052 DE-A1- 19 645 339 DE-A1-102007 026 688
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EP-B1- 1 562 050 DE-A1- 19 860 633
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art sowie eine zugehörige Vorrichtung
zur Umfelderfassung in einem Fahrzeug zur Durchführung der Verfahren.
[0002] Aus dem Stand der Technik bekannte Fahrerassistenzsysteme, wie beispielsweise ein
Einparkhilfesystem, ein Spurwechselassistenzsystem, ein Abstandswarnsystem usw., basieren
häufig auf der Ultraschalltechnologie und verwenden zur Abstandsmessung das Echolotverfahren.
Dabei wird eine Membran von mindestens einem Ultraschallsensor in Resonanzfrequenz
angeregt, wobei der Ultraschallsensor in Reaktion auf die Anregung zu einem vorgegebenen
Sendezeitpunkt Ultraschallwellen als Messsignal aussendet. Diese ausgesendeten Ultraschallwellen
werden von einem zu erkennenden Objekt reflektiert und regen wiederum als reflektiertes
Echosignal die Membran des mindestens einen Ultraschallsensors an. Diese Anregung
wird auf ein Piezoelement übertragen, welche diese mechanische Schwingung in ein elektrisches
Signal umwandelt und zur Auswertung an eine Auswerte- und Steuereinheit ausgibt. Das
elektrische Signal stellt in Verbindung mit dem Sendezeitpunkt die Schallaufzeit und
somit den Objektabstand dar. Da nicht nur zu erkennende Hindernisse bzw. Objekte die
Ultraschallwellen reflektieren, sondern auch unerwünschte bauartbedingte Objekte oder
eine Fahrbahn, sind Maßnahmen vorgesehen, um die unerwünschten Störsignale, wie beispielsweise
Bodenreflektionen auszublenden. Üblicherweise werden die Störsignale mittels Schwellwerten
bzw. einer Schwellwertkurve ausgeblendet, wobei die Schwellwertkurve aus Stützstellen
erzeugt wird, welche jeweils durch eine zeitliche Position und einen Amplitudenwert
definiert sind. Hierbei sind die Stützstellen mit einem vorgegebenen festen zeitlichen
Abstand zum Sendezeitpunkt und mit einem Amplitudenwert, welcher basierend auf einem
korrespondierenden Amplitudenwert eines auszublendenden Störsignalmusters zur vorgegebenen
zeitlichen Position bestimmt wird, in einem Speicher im Ultraschalsensor hinterlegt.
[0003] In der Patentschrift
EP 1 562 050 B1 werden beispielsweise ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Anpassung eines Schwellwertes
einer Detektionseinrichtung beschrieben. Bei dem beschriebenen Verfahren wird eine
adaptive Schwellenregelung bereitgestellt, welche die Detektionsschwelle in Abhängigkeit
von äu-ßeren Begebenheiten vom System variiert. Hierbei wird eine Störpegelmessung
in einem Zeitintervall durchgeführt, in welchem kein reflektiertes Messsignal erwartet
wird. Somit wird eine adaptive Schwellenregelung ermöglicht, deren Detektionsschwelle
bzw. Stellgröße in einem Zeitbereich, vorzugsweise am Ende eines Messzyklus, erfasst
wird, in welchem kein reflektiertes Nutzsignal mit einem entsprechend hohen Signalpegel
vorkommt.
[0004] In der Offenlegungsschrift
DE 198 60 633 A1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs
relativ zur Fahrbahnoberfläche beschrieben. Das beschriebene Verfahren schlägt vor,
die Geschwindigkeit des Fahrzeugs unmittelbar auf einer Fahrbahnoberfläche unter Ausnutzung
des Dopplereffekts zu messen und dadurch die Genauigkeit der Geschwindigkeitsmessung
unabhängig vom Durchmesser und der Haftung eines Fahrzeugrades auf der Fahrbahnoberfläche
zu erhöhen. Zur Ermittlung der Geschwindigkeit können optische, akustische oder elektromagnetische
Signale verwendet werden.
[0005] EP 2 081 052 A1 offenbart eine Detektionsvorrichtung eines Fahrzeugs mit einer Funktionseinheit zum
Senden und Empfangen von Signalen. Es ist vorgesehen, dass die Funktionseinheit zumindest
ein erstes und ein weiteres Funktionselement aufweist, deren Signaleingänge einem
Vergleich zur Feststellung eines assoziativen Signalaufkommens unterliegen, und bei
Ausbleiben der Signale bei einem der Funktionselemente eine Konfiguration dessen Sende-/Empfangsbereich
auf einen zu erfassenden Fahrbahngrund derart erfolgt, dass das entsprechende Funktionselementbei
Funktionstüchtigkeit zwangsläufig zum Empfang von Signal-Reflexionen eingestellt ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art sowie eine korrespondierende Vorrichtung
zur Umfelderfassung der im Oberbegriff des Anspruchs 6 genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln,
dass eine Erweiterung der Funktionalität eines Ultraschallsystems ermöglicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Auswertung von Signalen
eines Ultraschallsensors mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Vorrichtung
zur Umfelderfassung mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst. Weitere die Ausführungsformen
der Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende Merkmale enthalten die Unteransprüche.
[0008] Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass ein als Einparkhilfe ausgeführtes
Ultraschallsystem in einer weiteren Betriebsart zur Ermittlung einer aktuellen Fahrzeuggeschwindigkeit
verwendet werden kann. Diese ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit kann mit anderen Fahrzeuggeschwindigkeiten
verglichen werden, die von anderen Systemen im Fahrzeug bereitgestellt werden. Somit
kann auf kostengünstige Art und Weise eine zusätzliche redundante Geschwindigkeitsangabe
zur Verfügung gestellt werden, mit welcher die Sicherheit während des Fahrzeugbetriebs
erhöht werden kann.
[0009] Der Grundgedanke der Erfindung basiert darauf, dass durch eine aktive Anpassung des
Verlaufs einer Schwellwertkurve in Abhängigkeit von der Betriebsart, entweder in der
ersten Betriebsart durch Auswerten der Nutzsignalanteile der Abstand des Fahrzeugs
zu einem erkannten Objekt, oder in einer zweiten Betriebsart durch Auswerten von als
Bodenreflektionen erkannten Störsignalanteilen die aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs
ermittelt werden kann. Die Anpassung der Schwellwertkurve an die empfangenen Echosignale
erfolgt beispielsweise durch Erhöhen und/oder Absenken von korrespondierenden Schwellwerten
der Schwellwertkurve.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors
sendet zu einem vorgegebenen Sendezeitpunkt ein Messsignal aus und empfängt in Reaktion
auf das Messsignal mindestens ein Echosignal und wertet dieses aus. Hierbei wird während
der Auswertung jedes empfangene Echosignal mit einer Schwellwertkurve verglichen.
In einer ersten Betriebsart wird der Verlauf der Schwellwertkurve so angepasst, dass
empfangene Echosignale, deren Amplituden unterhalb der Schwellwertkurve liegen als
Störsignalanteile erkannt und ausgeblendet werden, und empfangene Echosignale, deren
Amplituden oberhalb der Schwellwertkurve liegen, als Nutzsignalanteile erkannt und
zur Ermittlung von Abständen zu erkannten Objekten ausgewertet werden. Erfindungsgemäß
wird in einer zweiten Betriebsart der Verlauf der Schwellwertkurve so angepasst, dass
als Bodenreflektionen erkannte Störsignalanteile erfasst werden, aus welchen unter
Ausnutzung des Dopplereffekts eine Fahrzeuggeschwindigkeit relativ zu einer Fahrbahnoberfläche
ermittelt wird.
[0011] Das vom Ultraschallsensor empfangene Echosignal setzt sich aus einem von einem zu
erkennenden Objekt reflektierten Nutzsignalanteil und einem von der Fahrbahnoberfläche
reflektierten zur Abstandsermittlung unerwünschten Störsignalanteil zusammen. Durch
eine applikationsspezifische Programmierung der Schwellwertkurve des Ultraschallsensors
werden die Störsignalanteile während der Abstandsbestimmung "quasi" herausgefiltert.
Um nun in einer weiteren Betriebsart die Fahrzeuggeschwindigkeit über der Fahrbahnoberfläche
(Speed over Ground) zu messen, wird die Schwellwertkurve des Ultraschallsensor empfindlicher
programmiert und dadurch kann der Teil des Störsignalanteils analysiert werden, der
von der Fahrbahnoberfläche reflektiert wird.
[0012] Der Dopplereffekt setzt eine Sendeeinheit zum Aussenden von Strahlen mit einer bestimmten
Frequenz und eine Empfangseinheit zum Empfangen dieser Strahlen voraus. Die Strahlen
können prinzipiell als optische, akustische oder als elektromagnetische Wellen ausgebildet
sein. Besteht zwischen der Sendeeinheit und der Empfangseinheit eine Relativbewegung,
so dass sich ihr gegenseitiger Abstand vergrößert oder verkleinert, dann nimmt die
Empfangseinheit eine andere Frequenz war, als die Sendeeinheit ausgesandt hat. Die
Differenz der Sendefrequenz und der Empfangsfrequenz ändert sich durch den Dopplereffekt
in proportionaler Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Relativbewegung zwischen
der Sendeeinheit und der Empfangseinheit. Aus der Differenz der Sendefrequenz und
der Empfangsfrequenz kann die Geschwindigkeit der Relativbewegung ermittelt werden.
Zum Messen der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs sind die Sendeeinheit und die Empfangseinheit
an dem Fahrzeug angeordnet. Die Sendeeinheit sendet Strahlen aus, welche zumindest
teilweise von der Fahrbahnoberfläche reflektiert werden, und die reflektierten Strahlen
werden von der Empfangseinheit empfangen. Die Fahrbahnoberfläche dient dabei als imaginäre
Sendeeinheit, da es für die Empfangseinheit so aussieht, als sende die Fahrbahnoberfläche
die reflektierten Strahlen aus. Aus der Differenz der Sendefrequenz und der Empfangsfrequenz
kann somit die Geschwindigkeit des Fahrzeugs relativ zur Fahrbahnoberfläche ermittelt
werden.
[0013] In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die ermittelte
Fahrzeuggeschwindigkeit mindestens einer weiteren Fahrzeugfunktion zur Verfügung gestellt.
So kann die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit beispielsweise über eine entsprechende
Anzeigeeinheit an den Fahrer ausgegeben und/oder in Fahrzeugdynamiksteuerungs- bzw.
Fahrzeugdynamikregelungssystemen eingesetzt werden.
[0014] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die
erste Betriebsart des Ultraschallsensors aktiviert werden, wenn eine aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit
einen vorgegebenen ersten Schwellwert unterschreitet. Die erste Betriebsart des Ultraschallsensors
kann beispielsweise während eines Einparkvorgangs und/oder einer Staufahrt aktiviert
werden. Insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten und dem damit verbundenen geringen
Abstand ist es wichtig, den Fahrer rechtzeitig vor einem Kontakt mit einem erkannten
Hindernis bzw. einem vorausfahrenden bzw. nachfolgenden Fahrzeug zu warnen.
[0015] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die
zweite Betriebsart des Ultraschallsensors aktiviert werden, wenn die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit
einen vorgegebenen zweiten Schwellwert überschreitet. Da bei höheren Geschwindigkeiten
der Abstand zum Vordermann größer gewählt wird und in der Regel außerhalb der Reichweite
des Ultraschallsensor liegt, kann hier der Ultraschallsensor problemlos zur Ermittlung
der Geschwindigkeit verwendet werden.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Umfelderfassung in einem Fahrzeug umfasst mindestens
einen Ultraschallsensor und eine Auswerte- und Steuereinheit, wobei der mindestens
eine Ultraschallsensor zu einem vorgegebenen Zeitpunkt ein Messsignal aussendet und
in Reaktion auf das Messsignal mindestens ein Echosignal empfängt, wobei die Auswerte-
und Steuereinheit während der Auswertung jedes empfangene Echosignal mit einer Schwellwertkurve
vergleicht, und wobei die Auswerte- und Steuereinheit in einer ersten Betriebsart
den Verlauf der Schwellwertkurve so anpasst, dass empfangene Echosignale, deren Amplituden
unterhalb der Schwellwertkurve liegen, als Störsignalanteile erkennbar und ausblendbar
sind bzw. erkannt und ausgeblendet werden, und empfangene Echosignale, deren Amplituden
oberhalb der Schwellwertkurve liegen, als Nutzsignalanteile erkennbar bzw. erkannt
werden und zur Ermittlung von Abständen zu erkannten Objekten auswertbar sind bzw.
ausgewertet werden. Erfindungsgemäß passt die Auswerte- und Steuereinheit in einer
zweiten Betriebsart den Verlauf der Schwellwertkurve so an, dass als Bodenreflektionen
erkannte Störsignalanteile erfassbar und auswertbar sind bzw. erfasst und ausgewertet
werden, wobei die Auswerte- und Steuereinheit aus den erfassten als Bodenreflektionen
erkannten Störsignalanteilen unter Ausnutzung des Dopplereffekts eine Fahrzeuggeschwindigkeit
relativ zu einer Fahrbahnoberfläche ermittelt.
[0017] In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung stellt die Auswerte-
und Steuereinheit die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit mindestens einer weiteren
Fahrzeugfunktion zur Verfügung.
[0018] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung aktiviert
die Auswerte- und Steuereinheit die erste Betriebsart des Ultraschallsensors, wenn
eine aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen ersten Schwellwert unterschreitet.
Die erste Betriebsart des Ultraschallsensors kann beispielsweise während eines Einparkvorgangs
und/oder einer Staufahrt aktiviert werden.
[0019] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung aktiviert
die Auswerte- und Steuereinheit die zweite Betriebsart des Ultraschallsensors, wenn
die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen zweiten Schwellwert überschreitet.
[0020] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer zeichnerischen
Darstellung näher erläutert.
[0021] In der Darstellung zeigt:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Umfelderfassung in einem Fahrzeug.
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines vorderen Fahrzeugumfeldes.
- Fig. 3
- ein Kennliniendiagramm zur Darstellung von Nutzsignalanteilen und Störsignalanteilen
von empfangenen Echosignalen sowie einer Schwellwertkurve in einer ersten Betriebsart
des Ultraschallsensors aus Fig. 1.
- Fig. 4
- ein Kennliniendiagramm zur Darstellung von Nutzsignalanteilen und Störsignalanteilen
von empfangenen Echosignalen sowie einer Schwellwertkurve in einer zweiten Betriebsart
des Ultraschallsensors aus Fig. 1.
- Fig. 5
- ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors.
[0022] Fig. 1 zeigte ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 5 zur Umfelderfassung
in einem Fahrzeug 1; Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines vorderen Fahrzeugumfeldes,
Fig. 3 zeigt Nutzsignalanteile 26 und Störsignalanteile 28 von empfangenen Echosignalen
sowie eine Schwellwertkurve SK in einer ersten Betriebsart eines Ultraschallsensors
10 und Fig. 4 zeigt Nutzsignalanteile 26 und Störsignalanteile 28 von empfangenen
Echosignalen sowie eine Schwellwertkurve SK in einer zweiten Betriebsart des Ultraschallsensors
10.
[0023] Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, umfasst ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
5 zur Umfelderfassung in einem Fahrzeug 1 mehrere Ultraschallsensoren, von welchen
stellvertretend ein Ultraschallsensor 10 dargestellt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst der Ultraschallsensor 10 eine Sende/Empfangseinheit 20, einen Signalgenerator
22 zur Erzeugung eines Messsignals 24, welches über die Sende/Empfangseinheit 20 ausgesendet
wird, eine Auswerte- und Steuereinheit 30 und eine Speichereinheit 32, in welcher
verschiedene Schwellwertkurven SK gespeichert sind. In Reaktion auf das Messsignal
empfängt der Ultraschallsensor 10 über die Sende/Empfangseinheit 20 mindestens ein
Echosignal 26, 28, welches von der Auswerte- und Steuereinheit 30 auswertet wird.
Während der Auswertung vergleicht die Auswerte- und Steuereinheit 30 jedes empfangene
Echosignal 26, 28 mit einer Schwellwertkurve SK, die beispielhaft in Fig. 4 und 5
dargestellt ist.
[0024] Wie aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist, setzt sich das vom Ultraschallsensor 10 empfangene
Echosignal 26, 28 aus einem von einem zu erkennenden Hindernis 7 reflektierten Nutzsignalanteil
26 und einem von einer Fahrbahnoberfläche 3 reflektierten Störsignalanteil 28 zusammen.
[0025] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, passt die Auswerte- und Steuereinheit 30 den Verlauf
der gestrichelt dargestellten Schwellwertkurve SK in einer ersten Betriebsart so an,
dass empfangene Echosignale 24, 26, deren Amplituden unterhalb der Schwellwertkurve
SK liegen, als Störsignalanteile 28 erkannt und ausgeblendet werden können, und empfangene
Echosignale 24, 26, deren Amplituden oberhalb der Schwellwertkurve SK liegen, als
Nutzsignalanteile 26 erkannt und zur Ermittlung von Abständen zu erkannten Objekten
7 ausgewertet werden können. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, werden alle Störsignalanteile,
welche unterhalb der gestrichelt dargestellten Schwellwertkurve SK liegen herausgefiltert
und nur die oberhalb der Schwellwertkurve SK liegenden Nutzsignalanteile 26 werden
ausgewertet.
[0026] Erfindungsgemäß passt die Auswerte- und Steuereinheit 30 in einer zweiten Betriebsart
den Verlauf der Schwellwertkurve SK so an, dass als Bodenreflektionen erkannte Störsignalanteile
28 erfasst und ausgewertet werden können. Die korrespondierende Schwellwertkurve SK
ist in Fig. 4 dargestellt. Die Auswerte- und Steuereinheit 30 ermittelt aus den erfassten
als Bodenreflektionen erkannten Störsignalanteilen 28 unter Ausnutzung des Dopplereffekts
eine Fahrzeuggeschwindigkeit relativ zur Fahrbahnoberfläche 3. Wie aus Fig. 4 ersichtlich
ist, werden die oberhalb der gestrichelt dargestellten Schwellwertkurve SK liegenden
Störsignalanteil verwendet, um die Fahrzeuggeschwindigkeit zu ermitteln.
[0027] Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, stellt die Auswerte- und Steuereinheit 30
den ermittelten Abstand in der ersten Betriebsart über ein korrespondierendes Steuergerät
40 einem Einparkassistenzsystem 50 zur Verfügung. In der zweiten Betriebsart stellt
die Auswerte- und Steuereinheit 30 die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit über ein
korrespondierendes Steuergerät 40 mindestens einer weiteren Fahrzeugfunktion 60 zur
Verfügung. So kann die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit beispielsweise über eine
entsprechende Ausgabeeinheit 60 an den Fahrer ausgegeben und/oder in Fahrzeugdynamiksteuerungs-
bzw. Fahrzeugdynamikregelungssystemen redundant zu von anderen Systemen im Fahrzeug
1 ermittelten Fahrzeuggeschwindigkeiten eingesetzt werden, um die Fahrsicherheit zu
erhöhen.
[0028] Die Auswerte- und Steuereinheit 30 aktiviert die erste Betriebsart des Ultraschallsensors
10, wenn eine aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen ersten Schwellwert
unterschreitet. So kann die erste Betriebsart des Ultraschallsensors 10 beispielsweise
während eines Einparkvorgangs und/oder einer Staufahrt aktiviert werden.
[0029] Des Weiteren aktiviert die Auswerte- und Steuereinheit 30 die zweite Betriebsart
des Ultraschallsensors 10, wenn die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen
zweiten Schwellwert überschreitet. Die beiden Schwellwerte können als identische Werte
mit entsprechenden Hysteresen oder als unterschiedliche Werte vorgegeben werden.
[0030] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Auswertung
von Signalen eines Ultraschallsensors 26, 28.
[0031] Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sendet der Ultraschallsensor 10 in einem Schritt
S10 zu einem vorgegebenen Sendezeitpunkt ein Messsignal 24 aus. In einem Schritt S20
wird in Reaktion auf das Messsignal 24 mindestens ein Echosignal 26, 28 empfangen
und ausgewertet. Während der Auswertung wird im Schritt S30 jedes empfangene Echosignal
26, 28 mit einer Schwellwertkurve SK verglichen. Gemäß Schritt S40 wird in einer ersten
Betriebsart der Verlauf der Schwellwertkurve SK so angepasst, dass empfangene Echosignale
26, 28, deren Amplituden unterhalb der Schwellwertkurve SK liegen als Störsignalanteile
28 erkannt und ausgeblendet werden, und empfangene Echosignale 26, 28, deren Amplituden
oberhalb der Schwellwertkurve SK liegen, als Nutzsignalanteile 26 erkannt und im Schritt
S50 zur Ermittlung von Abständen zu erkannten Objekten 7 ausgewertet werden. Erfindungsgemäß
wird der Verlauf der Schwellwertkurve SK gemäß Schritt S60 in einer zweiten Betriebsart
so angepasst, dass als Bodenreflektionen erkannte Störsignalanteile 28 erfasst werden,
aus welchen unter Ausnutzung des Dopplereffekts im Schritt S70 eine Fahrzeuggeschwindigkeit
relativ zu einer Fahrbahnoberfläche 3 ermittelt wird.
[0032] Die Anpassung der Schwellwertkurve SK erfolgt beispielsweise durch Erhöhen bzw. Verkleinern
von korrespondierenden Amplitudenwerten der Schwellwertkurve SK.
1. Verfahren zur Auswertung von Signalen eines Ultraschallsensors, wobei zu einem vorgegebenen
Sendezeitpunkt ein Messsignal (24) ausgesendet und in Reaktion auf das Messsignal
(24) mindestens ein Echosignal (26, 28) empfangen und ausgewertet wird, wobei während
der Auswertung jedes empfangene Echosignal (26, 28) mit einer Schwellwertkurve (SK)
verglichen wird, wobei in einer ersten Betriebsart der Verlauf der Schwellwertkurve
(SK) so angepasst wird, dass empfangene Echosignale (26, 28), deren Amplituden unterhalb
der Schwellwertkurve (SK) liegen als Störsignalanteile (28) erkannt und ausgeblendet
werden, und empfangene Echosignale (26, 28), deren Amplituden oberhalb der Schwellwertkurve
(SK) liegen, als Nutzsignalanteile (26) erkannt und zur Ermittlung von Abständen zu
erkannten Objekten (7) ausgewertet werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer zweiten Betriebsart der Verlauf der Schwellwertkurve (SK) so angepasst wird,
dass als Bodenreflektionen erkannte Störsignalanteile (28) erfasst werden, aus welchen
unter Ausnutzung des Dopplereffekts eine Fahrzeuggeschwindigkeit relativ zu einer
Fahrbahnoberfläche (3) ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit mindestens einer weiteren Fahrzeugfunktion
(60) zur Verfügung gestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Betriebsart des Ultraschallsensors (10) aktiviert wird, wenn eine aktuelle
Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen Schwellwert unterschreitet.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Betriebsart des Ultraschallsensors (10) während eines Einparkvorgangs und/oder
einer Staufahrt aktiviert wird.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Betriebsart des Ultraschallsensors (10) aktiviert wird, wenn die aktuelle
Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
6. Vorrichtung zur Umfelderfassung in einem Fahrzeug (1), insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, mit mindestens einem Ultraschallsensor
(10) und einer Auswerte- und Steuereinheit (30), wobei der mindestens eine Ultraschallsensor
(10) zu einem vorgegebenen Zeitpunkt ein Messsignal (24) aussendet und in Reaktion
auf das Messsignal mindestens ein Echosignal (26, 28) empfängt, wobei die Auswerte-
und Steuereinheit (30) während der Auswertung jedes empfangene Echosignal (26, 28)
mit einer Schwellwertkurve (SK) vergleicht, und wobei die Auswerte- und Steuereinheit
(30) in einer ersten Betriebsart den Verlauf der Schwellwertkurve (SK) so anpasst,
dass empfangene Echosignale (26, 28), deren Amplituden unterhalb der Schwellwertkurve
(SK) liegen, als Störsignalanteile (28) erkannt und ausgeblendet werden und empfangene
Echosignale (26, 28), deren Amplituden oberhalb der Schwellwertkurve (SK) liegen,
als Nutzsignalanteile (26) erkannt und zur Ermittlung von Abständen zu erkannten Objekten
(7) ausgewertet werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) in einer zweiten Betriebsart den Verlauf der
Schwellwertkurve (SK) so anpasst, dass als Bodenreflektionen erkannte Störsignalanteile
(28) erfasst und ausgewertet werden, wobei die Auswerte- und Steuereinheit (30) aus
den erfassten als Bodenreflektionen erkannten Störsignalanteilen (28) unter Ausnutzung
des Dopplereffekts eine Fahrzeuggeschwindigkeit relativ zu einer Fahrbahnoberfläche
(3) ermittelt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) die ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit mindestens
einer weiteren Fahrzeugfunktion (50, 60) zur Verfügung stellt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) die erste Betriebsart des Ultraschallsensors
(10) aktiviert, wenn eine aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen Schwellwert
unterschreitet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) die erste Betriebsart des Ultraschallsensors
(10) während eines Einparkvorgangs und/oder einer Staufahrt aktiviert.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerte- und Steuereinheit (30) die zweite Betriebsart des Ultraschallsensors
(10) aktiviert, wenn die aktuelle Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorgegebenen Schwellwert
überschreitet.
1. Method for evaluating signals from an ultrasonic sensor, a measurement signal (24)
being emitted at a predefined transmission time and at least one echo signal (26,
28) being received and evaluated in response to the measurement signal (24), each
received echo signal (26, 28) being compared with a threshold value curve (SK) during
the evaluation, the profile of the threshold value curve (SK) being adapted in a first
operating mode in such a manner that received echo signals (26, 28) whose amplitudes
are below the threshold value curve (SK) are identified as interfering signal components
(28) and are hidden, and received echo signals (26, 28) whose amplitudes are above
the threshold value curve (SK) are identified as useful signal components (26) and
are evaluated in order to determine distances from identified objects (7),
characterized in that
the profile of the threshold value curve (SK) is adapted in a second operating mode
in such a manner that interfering signal components (28) identified as ground reflections
are recorded and are used to determine a vehicle speed relative to a road surface
(3) using the Doppler effect.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the determined vehicle speed is made available to at least one further vehicle function
(60).
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the first operating mode of the ultrasonic sensor (10) is activated if a current vehicle
speed falls below a predefined threshold value.
4. Method according to Claim 3,
characterized in that
the first operating mode of the ultrasonic sensor (10) is activated during a parking
operation and/or a traffic jam.
5. Method according to one of the preceding Claims 1 to 4,
characterized in that
the second operating mode of the ultrasonic sensor (10) is activated if the current
vehicle speed exceeds a predefined threshold value.
6. Apparatus for detecting the environment in a vehicle (1), in particular for carrying
out the method according to one of the preceding Claims 1 to 5, having at least one
ultrasonic sensor (10) and an evaluation and control unit (30), the at least one ultrasonic
sensor (10) emitting a measurement signal (24) at a predefined time and receiving
at least one echo signal (26, 28) in response to the measurement signal, the evaluation
and control unit (30) comparing each received echo signal (26, 28) with a threshold
value curve (SK) during the evaluation, and the evaluation and control unit (30) adapting
the profile of the threshold value curve (SK) in a first operating mode in such a
manner that received echo signals (26, 28) whose amplitudes are below the threshold
value curve (SK) are identified as interfering signal components (28) and are hidden,
and received echo signals (26, 28) whose amplitudes are above the threshold value
curve (SK) are identified as useful signal components (26) and are evaluated in order
to determine distances from identified objects (7),
characterized in that
the evaluation and control unit (30) adapts the profile of the threshold value curve
(SK) in a second operating mode in such a manner that interfering signal components
(28) identified as ground reflections are recorded and evaluated, the evaluation and
control unit (30) determining a vehicle speed relative to a road surface (3) from
the recorded interfering signal components (28) identified as ground reflections using
the Doppler effect.
7. Apparatus according to Claim 6,
characterized in that
the evaluation and control unit (30) makes the determined vehicle speed available
to at least one further vehicle function (50, 60).
8. Apparatus according to Claim 6 or 7,
characterized in that
the evaluation and control unit (30) activates the first operating mode of the ultrasonic
sensor (10) if a current vehicle speed falls below a predefined threshold value.
9. Apparatus according to Claim 8,
characterized in that
the evaluation and control unit (30) activates the first operating mode of the ultrasonic
sensor (10) during a parking operation and/or a traffic jam.
10. Apparatus according to one of the preceding Claims 6 to 9,
characterized in that
the evaluation and control unit (30) activates the second operating mode of the ultrasonic
sensor (10) if the current vehicle speed exceeds a predefined threshold value.
1. Procédé d'évaluation de signaux d'un capteur à ultrasons, dans lequel un signal de
mesure (24) est émis à un instant d'émission prédéterminé et au moins un signal d'écho
(26, 28) est reçu et est évalué en réaction au signal de mesure (24), dans lequel,
pendant l'évaluation, chaque signal d'écho reçu (26, 28) est comparé à une courbe
de valeurs de seuil (SK), dans lequel, dans un premier mode de fonctionnement, l'évolution
de la courbe de valeurs de seuil (SK) est adaptée de manière à ce que des signaux
d'écho reçus (26, 28), dont les amplitudes se situent en-dessous de la courbe de valeurs
de seuil (SK), soient détectés en tant que composantes de signaux parasites (28) et
soient masqués, et à ce que des signaux d'écho reçus (26, 28), dont les amplitudes
se situent au-dessus de la courbe de valeurs de seuil (SK), soient détectés en tant
que composantes de signaux utiles (26) et soient évalués pour déterminer des distances
d'objets détectés (7),
caractérisé en ce que, dans un deuxième mode de fonctionnement, l'évolution de la courbe de valeurs de
seuil (SK) est adaptée de manière à détecter des composantes de signaux parasites
(28) reconnues comme étant des réflexions par le sol, à partir desquelles une vitesse
du véhicule par rapport à une surface routière (3) est déterminée par exploitation
de l'effet Doppler.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la vitesse déterminée du véhicule est mise à disposition d'au moins une autre fonction
de véhicule (60).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier mode de fonctionnement du capteur à ultrasons (10) est activé lorsqu'une
vitesse actuelle du véhicule s'abaisse en-dessous d'une valeur de seuil prédéterminée.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le premier mode de fonctionnement du capteur à ultrasons (10) est activé pendant
un processus de stationnement et/ou un embouteillage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que le deuxième mode de fonctionnement du capteur à ultrasons (10) est activé lorsque
la vitesse actuelle du véhicule dépasse une valeur de seuil prédéterminée.
6. Dispositif de détection d'environnement dans un véhicule (1), notamment pour la mise
en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 5,
comportant au moins un capteur à ultrasons (10) et une unité de d'évaluation et de
commande (30), dans lequel l'au moins un capteur à ultrasons (10) émet un signal de
mesure (24) à un instant prédéterminé et reçoit au moins un signal d'écho (26, 28)
en réaction au signal de mesure, dans lequel l'unité d'évaluation et de commande (30),
pendant l'évaluation, compare chaque signal d'écho reçu (26, 28) à une courbe de valeurs
de seuil (SK), et dans lequel l'unité d'évaluation et de commande (30), dans un premier
mode de fonctionnement, adapte l'évolution de la courbe de valeurs de seuil (SK) de
manière à ce que des signaux d'écho reçus (26, 28), dont les amplitudes se situent
en-dessous de la courbe de valeurs de seuil (SK), soient détectés en tant que composantes
de signaux parasites (28) et soient masqués, et à ce que des signaux d'écho reçus
(26, 28), dont les amplitudes se situent au-dessus de la courbe de valeurs de seuil
(SK), soient détectés en tant que composantes de signaux utiles (26) et soient évalués
pour déterminer des distances d'objets détectés (7), caractérisé en ce que l'unité d'évaluation et de commande (30), dans un deuxième mode de fonctionnement,
adapte l'évolution de la courbe de valeurs de seuil (SK) de manière à ce que des composantes
de signaux parasites (28) reconnues comme étant des réflexions par le sol soient détectées
et évaluées, dans lequel l'unité d'évaluation et de commande (30) détermine, par exploitation
de l'effet Doppler, une vitesse du véhicule par rapport à une surface routière (3)
à partir des composantes de signaux parasites (28) détectées reconnues comme étant
des réflexions par le sol.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation et de commande (30) met à disposition d'au moins une autre fonction
de véhicule (50, 60) la vitesse déterminée du véhicule.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation et de commande (30) active le premier mode de fonctionnement
du capteur à ultrasons (10) lorsqu'une vitesse actuelle du véhicule s'abaisse en-dessous
d'une valeur de seuil prédéterminée.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation et de commande (30) active le premier mode de fonctionnement
du capteur à ultrasons (10) pendant un processus de stationnement et/ou un embouteillage.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 6 à 9, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation et de commande (30) active le deuxième mode de fonctionnement
du capteur à ultrasons (10) lorsque la vitesse actuelle du véhicule dépasse une valeur
de seuil prédéterminée.
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