[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Schmierstoffe auf Wasserbasis. Insbesondere betrifft
die Erfindung die Verwendung der Schmierstoffe auf Wasserbasis für die Schmierung
von Reibungspartnern in Antriebselementen, sowie deren Verwendung.
[0002] Die Entwicklung von neuen Schmierstoffen muß mit der allgemeinen Weiterentwicklung
der Technik einhergehen, die neue und höhere Anforderungen an die Schmierstoffzusammensetzungen
stellt. Dies insbesondere auch im Hinblick auf den Umweltschutz und den Ausstoß von
Kohlendioxid. Diesen Anforderungen sind die bekannten Schmierstoffe auf der Basis
von Mineralöl oder Syntheseöl nicht mehr gewachsen.
[0003] Anwendung finden Schmiermittel insbesondere in Antriebselementen, wie z.B. Ketten,
Getrieben, Wälz- und Gleitlagern oder Dichtungen an rotierenden Wellen. Diese Schmierstoffe
basieren auf Mineralöl oder synthetischen Kohlenwasserstoffen. Insbesondere in Wälz-
und Gleitlagern sorgen die Schmiermittel dafür, daß zwischen den aufeinander gleitenden
oder abrollenden Teilen ein trennender, lastübertragender Schmierfilm aufgebaut wird.
Damit wird erreicht, daß die metallischen Oberflächen sich nicht berühren und somit
auch kein Verschleiß auftritt. Die Schmiermittel müssen deshalb hohen Anforderungen
genügen im Hinblick auf:
- Kühlung der Reibstelle,
- extreme Betriebsbedingungen, wie sehr hohe und sehr niedrige Drehzahlen,
- hohe Temperaturen, die durch hohe Drehzahlen und Belastungen und damit einhergehender
Eigenerwärmung oder Fremderwärmung bedingt sind,
- sehr tiefe Temperaturen in kalter Umgebung ,
- besonderen Anforderungen des Anwenders an die Laufeigenschaften, z.B. geringe Reibung,
Geräuscharmut,
- extrem lange Laufzeiten ohne zwischenzeitliche Nachschmierung,
- biologische Abbaubarkeit.
[0004] Die
WO 2005/113640 A1 offenbart Formulierungen funktioneller Flüssigkeiten mit geringer pulmonaler Toxizität,
die Alkylenoxid-Copolymere mit niedrigem Ungesättigtheitsgrad enthalten. Insbesondere
betrifft dieses Dokument Wasser-Glykol-Hydraulikflüssigkeiten mit geringer Inhalationstoxizität,
die 30 bis 60% eines wasserlöslichen Polyglykols, 0 bis 40% Frostschutzmittel, wie
beispielsweise Ethylenglykol, 20 bis 45% Wasser, 0 bis 15% Verdickungsmittel, 0 bis
5% Korrosionsadditive, 0 bis 5% Entschäumer und Farbstoffe, sowie 0 bis 5% Fettsäureamide
enthalten.
[0005] Die
WO 97/15643 A1 betrifft eine wasserlösliche Schmiermittelzusammensetzung, die aus einer Mischung
aus Polyethylenglykol und einem Amin besteht, der weitere Additive zugegeben werden,
u.a. wahlweise werden Biozide zugegeben.
[0006] Die
US 2001/0095021 A1 die Verwendung von Polyalkylenglykol-Copolymeren, die als Basisöle für wasserlösliche
Schmiermittelzusammensetzungen verwendet werden. Diese Schmiermittel finden Anwendung
in offenen Systemen, die zur Bildung von Aerosolen neigen.
[0007] Aus der
WO 2007/098523 A2 ist ein betriebsbereites Getriebe, eine Betriebsflüssigkeit für ein solches Getriebe
und ein Verfahren zu dessen Erstinbetriebnahme bekannt. Die Betriebsflüssigkeit besteht
aus einer Mischung aus Wasser und einem aliphatischen Kohlenwasserstoff, in dem Graphitteilchen
als Festschmierstoff suspendiert sind. Dieser Festschmierstoff liegt in Form flockiger
Graphitteilchen vor, die eine Korngröße von weniger als 50 µm aufweisen. Weitere Bestandteile
dieses Schmier- und Kühlmittel sind Dispergieradditive, Entschäumer, Korrosionsinhibitoren.
Nachteilig an dieser Betriebsflüssigkeit sind die in fester bzw. flockiger Form vorliegenden
Graphitteilchen, die sich zum einen aus der Suspension absetzen und damit die zu schmierenden
Betriebsteile verkleben können. Ein weiterer Nachteil ist die hartnäckige Verschmutzung
von Bauteilen, die mit graphithaltigen Schmierstoffen in Kontakt kommen. Ist eine
Filtration des Schmieröles im Betrieb erforderlich, kann der Graphit zu einem Verstopfen
der Filterporen führen. Außerdem weist die Betriebsflüssigkeit eine sehr niedrige
Viskosität auf, die bei hohen Belastungen zu einem Versagen des Schmierfilms führen
kann.
[0008] Der vorliegenden Erfindung lag deshalb die Aufgabe zu Grunde, einen Schmierstoff
auf Wasserbasis bereitzustellen, der den oben genannten Anforderungen entspricht,
insbesondere biologisch abbaubar ist und der dazu beiträgt, die Produktion von Kohlendioxid
deutlich zu verringern.
[0009] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Schmierstoff bestehend
aus Wasser, wasserlöslichen Polyalkylenglykolen wasserlöslichen Emulgatoren und schmierstoffüblichen
Zusatzmitteln verwendet wird. Die wasserlöslichen Polyalkylenglykole werden ausgewählt
aus der Gruppe statistisch verteiler Polyoxyethylen- und Polyoxypropyleneinheiten
und/oder anderer Polyoxyalkylenbausteine mit einer oder mehreren Hydroxylendgruppen,
aus einem Blockpolymer aus Polyoxyethylen- und/oder Polyoxypropyleneinheiten und/oder
anderen Polyoxyalkylenbausteinen. Als Emulgator werden anionische Tenside, z.B. Sulfonate,
nichtionische Tenside, z.B. Fettalkoholethoxylate oder NPE oder kationische Tenside,
z.B. quartäre Ammoniumverbindungen, wasserlösliche oder wasseremulgierbare Carbonsäureester
eingesetzt.
[0010] Überraschendenrveise wurde gefunden, dass bestimmte Formulierungen auf Wasserbasis
(Wassergehalt > 10%) die Schmierleistung üblicher Schmierstoffe übertreffen und Reibwerte
signifikant senken. Dadurch und durch die gute intrinsische Kühlwirkung kommt es zu
verringerter Temperaturentwicklung im Tribosystem. Solche Schmierstoffe auf Wasserbasis
sind gut biologisch abbaubar und umweltverträglich in aquatischer Umgebung. Außerdem
zeichnen sie sich durch gute Verträglichkeit mit gummielastischen Werkstoffen aus.
[0011] Je nach Anwendung kann beispielsweise das Tieftemperaturverhalten wasserbasierter
Schmierstoffe durch Zusatz von Frostschutzmittel, z.B. niedermolekularer Glycole,
Glycerin, Salze oder Ionischer Flüssigkeiten erheblich verbessert werden.
[0012] Weiterhin können Additive zugesetzt werden, um die Eigenschaften des Schmierstoffs
gezielt zu beeinflussen. Diese können in löslicher oder dispergierter, kolloidaler
oder nanoskaliger Form vorliegen.
[0013] Falls erwünscht, können wasserbasierte Schmierstoffe auch schäumend formuliert werden.
Die Applikation als Sprühschaum ist hierbei von besonderem Interesse, weil dadurch
eine visuelle Kontrolle des Schmierstoffauftrags ermöglicht wird. Im Falle einer Kontamination
von Textilien oder Maschinenteilen mit wasserbasierten Schmierflüssigkeiten sind diese
leicht zu reinigen.
[0014] Zum Einfärben von Schmierstoffen auf Mineralöl- oder Syntheseölbasis sind meist gesundheitsschädliche
und/oder ökotoxikologische Farbstoffe erforderlich. Im Falle wasserbasierter Schmierstoffe
kann eine Vielzahl an toxikologisch unbedenklichen wasserlöslichen Farbstoffen bis
hin zu Lebensmittelfarben eingesetzt werden.
[0015] Das erfindungsgemäße "Grundöl" kann auch durch Vermischen mit Seifen- oder Harnstoffpulvern,
Schichtsilicaten oder anderer gängiger Schmierstoffverdicker zu einem Schmierfett
oder einer Schmierpaste umgesetzt werden.
[0016] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen wasserbasierten Schmierstoffes
enthält:
5 bis 80 Gew.-% wasserlösliches Polyalkylenglykol ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus statistisch verteilten Polyoxyethylen- und/oder Polyoxypropyleneinheiten und/oder
anderen Polyoxyalkylenbausteinen, einem Blockpolymer aus Polyoxyethylen- und/oder
Polyoxypropyleneinheiten und/oder anderen Polyoxyalkylenbausteinen,
0,5 bis 20 Gew.% schäumende oder nichtschäumende Emulgatoren aus der Klasse anionischer
(z.B. Sulfonate), nichtionischer (z.B. Fettalkoholethoxylate oder auch NPE) oder kationischer
(z.B. quartäre Ammoniumverbindungen) Tenside oder wasserlöslicher oder wasseremulgierbarer
Carbonsäureester,
0,5 bis 50 Gew.-% Frostschutzmittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylenglycol,
Glycerin, Salze oder Ionische Flüssigkeiten,
0,05 bis 10 Gew.-% Korrosionsadditive, wie Alkanolamine, Borsäure- oder Carbonsäurederivate,
0,001 bis 1 Gew.-% Additive zur Verhinderung von Schaumbildung, z.B. Polydimethylsiloxane
oder Acrylatpolymere,
0,05 bis 5 Gew.-% Verschleißschutzmittel,
0,001 bis 0,5 Gew.-% Biozide, z.B. Sorbinsäure und
0,05 bis 5 Gew.-% Ceroxid-Nanopartikel,
ad Wasser 100 Gew.-%, wobei der Wassergehalt >10% beträgt.
[0017] Des weiteren kann die Schmierstoffzusammensetzung
0,5 bis 40 Gew.-% Schmierstoffverdicker, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Metallseifen
aus Mono- und/oder Dicarbonsäuren, Harnstoffen, Schichtsilikaten, Festschmierstoffen
und Aerosil
enthalten.
Beispiele
[0018] Die Beispiele 1 sowie 3 bis 5 sind Vergleichsbeispiele.
Beispiel 1
[0019] Zur Herstellung eines Getriebeöls werden die folgenden Bestandteile gemischt:
| Wasser dest. |
45,0 Gew.-% |
| Propylenglycol |
20,0 Gew.-% |
| Polyethylenglycol hochmolekular |
25,0 Gew.-% |
| Alkoholpolyglycolether |
5,0 Gew.-% |
| Alkanolamin und Borsäurederivat |
2,0 Gew.-% |
| Geschwefelte Fettsäure |
3,0 Gew.-% |
[0020] Es handelt sich um eine praktisch farblose wasserklare Lösung der ISO VG 32 mit geringer
Schaumneigung. Der Schmierstoff bleibt bis zu Temperaturen von -35°C flüssig.
Das im Vergleich zu herkömmlichen Schmierstoffen drastisch reduzierte Reibniveau führt
zu einer deutlich verbesserten Energieeffizienz und einem geringeren Geräuschniveau
sowie verlängerten Standzeiten im Betrieb. Durch den Austausch von Mineralöl oder
eines diesem entsprechenden Grundöls durch Wasser liegt der Vorteil auf der Nachhaltigkeit
dieses Schmierstoffes.
Ein derartig zusammengesetzter Schmierstoff eignet sich besonders durch das festschmierstofffreie
Konzept für Anwendungen, bei denen der Schmierstoff laufend filtriert wird, wie z.B.
Getriebe in Windkraftanlagen.
[0021] In Tabelle 1 sind Eigenschaften der Beispielformulierung 1 im Vergleich zu einem
Mineralöl-basierten Produkt aufgeführt.
Tabelle 1
| |
Beispiel 1 |
Mineralölprodukt |
| Viskositätslage bei 40°C |
ISO VG 32 |
ISO VG 32 |
| Pourpoint |
-35°C |
-10°C |
| Reibzahl, SRV-Test |
0,058 |
0,100 |
| Hazen Farbzahl |
35 |
140 |
Beispiel 2 (gemäß der vorliegenden Erfindung)
[0022] Zur Herstellung eines hochbelastbaren Getriebeöls werden die nachfolgenden Bestandteile
miteinander vermischt
| Wasser dest. |
38,0 Gew.-% |
| Propylenglycol |
20,0 Gew.-% |
| Polyethylenglycol hochmolekular |
25,0 Gew.-% |
| Alkoholpolyglycolether |
5,0 Gew.-% |
| Carbonsäurederivat M-528, Cortec |
10,0 Gew.-% |
| Geschwefelte Fettsäure |
2,3 Gew.-% |
| Ceroxid Nanopartikel |
0,05 Gew.-% |
| Sorbinsäure |
0,003 Gew.-% |
| Acrylcopolymer |
0,003 Gew.-% |
[0023] Auch hier sind die schon in Beispiel 1 beschriebenen Vorteile des Schmierstoffes
vorhanden. Durch den Zusatz von Nanopartikeln ist ein nochmals erhöhter Verschleißschutz
gewährleistet.
[0024] In Tabelle 2 sind Eigenschaften der Beispielformulierung 2 im Vergleich zu einem
Mineralöl-basierten Produkt aufgeführt. Trotz deutlich niedriger Viskosität weist
die wässrige Formulierung einen signifikant verbesserten Verschleißschutz (höhere
erreichbare Flächenprässung) gemäß Reichert auf.
Tabelle 2
| |
Beispiel 2 |
Mineralölprodukt |
| Viskositätslage bei 40°C |
110 mm2/s |
460 mm2/s |
| Pourpoint |
-35°C |
-10°C |
| Flächenpressung nach Reichert-Verschleißwaage gemäß VKIS-Arbeitsblatt |
3500 N/cm2 |
2800 N/cm2 |
| Hazen Farbzahl |
130 |
230 |
Beispiel 3
[0025] Ein Ölschaum besteht aus
| Wasser dest. |
50,0 Gew.-% |
| Propylenglycol |
15,0 Gew.-% |
| Polyethylenglycol hochmolekular |
25,0 Gew.-% |
| Schäumendes Fettalkoholethoxylat |
5,0 Gew.-% |
| Alkanolamin und Borsäurederivat |
2,0 Gew.-% |
| Geschwefelte Fettsäure |
3,0 Gew.-% |
[0026] Auch hier sind die schon in Beispiel 1 beschriebenen Vorteile des Schmierstoffes
vorhanden, der Pourpoint der Formulierung liegt bei -20°C.
[0027] Diese Zusammensetzung weist eine hohe Schaumbildung auf, was die Applikation mittels
Spray/Pumpspray als Schaum ermöglicht.
Eine derartige Anwendung hat den Vorteil, daß der Schmierstoff auf der Oberfläche
gut visuell detektiert werden kann, selbst bei Minimalmengenschmierung unmittelbar
nach Applikation z.B. mit dem Fokus Qualitätssicherung. Ein weiterer Vorteil der Applikation
als Schaum ist die verbesserte Benetzung der gesamten Oberfläche des Tribosystems,
was eine verkürzte Einlaufzeit und ein verbessertes Einlaufverhalten ermöglicht.
Abbildung 1 zeigt ein deutlich niedrigeres Drehmoment eines mit geschäumtem (nicht
wasserbasiertem) Schmierstoff versehenen Wälzlagers innerhalb der ersten 120 Minuten
Laufzeit.
[0028] Abb. 1: Stromaufnahme eines mit Schmierstoff A geschmierten Wälzlagers.
Graue Kurve: Standardapplikation.
Schwarze Kurve: Applikation als Schaum.
Beispiel 4
[0029] Herstellung eines wasserbasierten Fettes mit Tieftemperatur-Eignung enthaltend
| Wasser dest. |
32,0 Gew.-% |
| Propylenglycol |
15,0 Gew.-% |
| Polyethylenglycol hochmolekular |
15,0 Gew.-% |
| Li-Hydroxystearat |
35,0 Gew.-% |
| Na-Sebazat |
3,0 Gew.-% |
[0030] In Tabelle 3 sind Eigenschaften der Beispielformulierung 4 aufgeführt.
Tabelle 3
| Walkpenetration DIN ISO 2137 |
NLGI 2 |
| Grundölviskosität, DIN 51562 |
90 cst |
| Fließdruck bei -30°C, DIN 51805 |
< 1400 mbar |
Beispiel 5
[0031] Schmiermittel bestehend aus:
| Wasser dest. |
27,5 Gew.-% |
| Polyalkylenglycol hochmolekular |
50,0 Gew.-% |
| Alkylenglycol |
10,0 Gew.-% |
| Carbonsäurederivat M-528, Cortec |
2,0 Gew.-% |
| Wasserlöslicher Carbonsäureester |
10,0 Gew.-% |
| Acrylcopolymer |
0,5 Gew.-% |
[0032] Dieser Schmierstoff ist zur Schmierung von Dichtungen an rotierenden Wellen geeignet
und im Gegensatz zu den bekannten Schmiermitteln aus Mineralölen oder synthetischen
Kohlenwasserstoffen gut biologisch abbaubar und deshalb umweltverträglich zu entsorgen.
Er zeichnet sich durch eine niedrige Reibung, gute Kühlwirkung, gute Verträglichkeit
mit gummielastischen Werkstoffen aus und besitzt ein niedriges Gewässerverschmutzungspotential.
Vorteilhafterweise verändert er die Viskosität bei Verdünnung mit Wasser nur wenig
und ermöglicht daher die Ausbildung eines wirksamen Schmierfilms.
[0033] Der erfindungsgemäße wasserbasierte Schmierstoff kann zur Schmierung von Antriebselementen
in Ketten, Getrieben, Wälz- und Gleitlagern oder zur Schmierung von Dichtungen an
rotierenden Wellen in Form eines Schaums, Sprays oder Emulsion, die mittels Sprüh-
oder Pumpsprayeinrichtungen mit dem Fokus der besseren Oberflächenbenetzung und der
besseren Detektierbarkeit dünner Schmierfilme appliziert wird, verwendet werden.
1. Schmierstoff auf Wasserbasis enthaltend
5 bis 80 Gew.-% wasserlösliches Polyalkylenglykol ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus statistisch verteilten Polyoxyethylen- und/oder Polyoxypropyleneinheiten und/oder
anderer Polyoxyalkylenbausteinen, einem Blockpolymer aus Polyoxyethylen- und/oder
Polyoxypropyleneinheiten und/oder anderen Polyoxyalkylenbausteinen,
0,5 bis 20 Gew.% schäumende oder nichtschäumende Emulgatoren aus der Klasse der anionischen,
nichtionischen oder kationischen Tenside, der wasserlöslichen oder wasseremulgierbaren
Carbonsäureester,
0,5 bis 50 % Frostschutzmittel, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylenglycol,
Glycerin oder Ionischen Flüssigkeiten,
0,05 bis 10 Gew.-% Korrosionsadditive, ausgewäht aus der Gruppe bestehend aus Alkonolaminen,
Borsäure und Carbonsäurederivate,
0,001 bis 1 Gew.-% Additive zur Verhinderung von Schaumbildung, ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Polydimethylsiloxan und Acrylatpolymere,
0,05 bis 5 Gew.-% geschwefelte Fettsäure als Verschleißschutzmittel,
0,001 bis 0,5 Gew.-% Sorbinsäure als Biozide und
0,05 bis 5 Gew.-% Ceroxid-Nanopartikel
ad Wasser 100 Gew.-%, wobei der Wassergehalt > 10% ist.
2. Schmierstoff nach Anspruch 1 des weiteren enthaltend
0,5 bis 40 Gew.-% Schmierstoffverdicker, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Metallseifen
aus Mono- und/oder Dicarbonsäuren, Harnstoffen, Schichtsilikaten, Festschmierstoffen
und Aerosil.
3. Verwendung des wasserbasierten Schmierstoffs nach einem der Ansprüche 1 oder 2 zur
Schmierung von Antriebselementen in Ketten, Getrieben, Wälz- und Gleitlagern oder
zur Schmierung von Dichtungen an rotierenden Wellen.
4. Verwendung des wasserbasierten Schmierstoffs nach einem der Ansprüche 1 oder 2 in
Form eines Schaums, Sprays oder Emulsion, die mittels Sprüh- oder Pumpsprayeinrichtungen
mit dem Fokus der besseren Oberflächenbenetzung und der besseren Detektierbarkeit
dünner Schmierfilme appliziert wird.
1. Lubricant on a water basis containing:
5 to 80% by weight of water-soluble polyalkyl glycol, chosen from the group consisting
of statistically distributed polyoxyethylene and/or polyoxypropylene units and/or
other polyoxyalkyl building blocks, a block polymer in polyoxyethylene and/or polyoxypropylene
units and/or polyoxyalkylene building blocks,
0.5 to 20% by weight of foaming or non-foaming emulsifiers from the class of anionic,
non-anionic or cationic tensides, water-soluble or water-emulsifiable carboxylic acid
esters,
0.5 to 50% by weight of an anti-freeze substance, chosen from the group consisting
of alkylene glycol, glycerine or ionic liquids,
0.05 to 19% by weight of corrosion additives, chosen from the group consisting of
alkonol amines, boric acid and carboxylic acid derivatives,
0.001 to 1% by weight of additives to prevent foaming, chosen from the group consisting
of polydimethylsiloxane and acrylate polymers,
0.05 to 5% by weight of sulphurised fatty acid as an anti-wear agent,
0.001 to 0.5% by weight of sorbic acid as a biocide,
0.05 to 5% by weight of ceroxide nanoparticles, and
water, 100% by weight, whereby the water content is >10%.
2. Lubricant according to Claim 1 above containing:
0.5 to 40% by weight of a lubricant thickener chosen from the group consisting of
metal soaps from mono- and/or dicarboxylic acids, uric acids, laminated silicates,
solid lubricants and aerosol.
3. The use of the water-based lubricant according to either Claim 1 or Claim 2 above
for the lubrication of drive components in chains, gear systems, roller and friction
bearings or for the lubrication of seals in rotating shafts.
4. The use of the water-based lubricant according to either Claim1 or Claim 2 above in
the form of a foam, a spray or an emulsion that is applied with the use of a spray
or a pump-spray device with the aim of maximising the surface wetting and improving
the detectability of thin lubricant layers.
1. Lubrifiant à base d'eau contenant :
5 à 80% en poids de polyalkylèneglycol soluble dans l'eau sélectionné parmi le groupe
contenant des unités polyoxyéthylène et/ou des unités polyoxypropylène réparties statistiquement
et/ou d'autres composants polyoxyalkylène, un polymère séquencé à base d'unités polyoxyéthylène
et/ou d'unités polyoxypropylène et/ou d'autres composants polyoxyalkylène,
0,5 à 20% en poids d'émulsifiants moussants ou non moussants appartenant à la classe
des tensioactifs anioniques, non ioniques ou cationiques, des acides carboxyliques
solubles ou émulsifiables dans l'eau,
0,5 à 50% en poids d'antigel, sélectionné parmi le groupe contenant de l'alkylèneglycol,
de la glycérine ou des liquides ioniques,
0,05 à 10% en poids d'additifs anti-corrosion sélectionnés parmi le groupe contenant
des alconolamines, de l'acide borique et des dérivés d'acide carboxylique, 0,001 à
1% en poids d'additifs anti-mousse, sélectionnés parmi le groupe contenant du polydiméthylsiloxane
et des polymères d'acrylate,
0,05 à 5% en poids d'acide gras soufré comme agent anti-usure,
0,001 à 0,5 % en poids d'acide sorbique comme biocide et
0,05 à 5% en poids de nanoparticules d'oxyde de cérium,
complété à 100% avec de l'eau, la teneur en eau étant > 10%.
2. Lubrifiant suivant la revendication 1, contenant en plus :
0,5 à 40% en poids d'additif épaississant pour lubrifiant sélectionné parmi le groupe
contenant des savons métalliques à base d'acide monocarboxylique ou d'acide dicarboxylique,
d'urées et de phyllosilicates, de lubrifiants solides ou d'aérosils.
3. Utilisation du lubrifiant à base d'eau suivant une des revendications 1 ou 2 pour
la lubrification d'éléments d'entraînement dans des chaînes, transmissions, paliers
de roulement et paliers lisses ou pour la lubrification de joints d'étanchéité sur
des arbres rotatifs.
4. Utilisation du lubrifiant à base d'eau suivant une des revendication 1 ou 2 sous la
forme d'une mousse, d'un spray ou d'une émulsion appliqués au moyen d'un dispositif
pulvérisateur ou vaporisateur en visant une meilleure dispersion superficielle et
une meilleure détectabilité de films de lubrifiants minces.