[0001] Die Erfindung betrifft eine elektronische Schliesseinrichtung, insbesondere einen
elektronischen Schliesszylinder.
[0002] Bei solchen an sich bekannten elektronischen Schliesseinrichtungen - auch "mechatronische"
Schliesseinrichtungen genannt, weil elektronisch gesteuert eine Schliessmechanik betätigt
wird - werden elektromechanische Kupplungs- und/oder Sperrmittel elektronisch gesteuert
betätigt, um ein Schloss freizugeben oder zu sperren. Zu diesem Zweck empfängt eine
elektronische Schaltung ein Signal von einem entsprechenden elektronischen Schlüssel
(einem Zugangsmedium, z.B. einem Transponder). Das Signal wird durch die elektronische
Schaltung ausgewertet, und abhängig von Resultat der Auswertung werden die elektromechanischen
Kupplungs- und/oder Sperrmittel angesteuert, um die Freigabe oder Sperrung zu bewirken.
[0003] Die Kupplungs- und/oder Sperrmittel können im Freigabezustand einen Rotor, der durch
ein Betätigungselement oder durch einen Schlüssel betätigt werden kann, mit einer
Abtriebseinrichtung kuppeln, welche ihrerseits einen Riegel betätigen kann. In solchen
Fällen kann der Freigabezustand auch als "Kupplungszustand" bezeichnet werden. Wenn
die Schliesseinrichtung als sogenannter Doppelknaufzylinder mit einem innenseitigen
und einem aussenseitigen Türknauf als Betätigungselemente ausgebildet ist, ist oft
der innenseitige Türknauf fest mit der Abtriebseinrichtung gekuppelt. Ergänzend oder
alternativ können die Kupplungs- und/oder Sperrmittel auch im Sperrzustand den Rotor
gegen ein Gehäuse (einen Stator) versperren.
[0004] Die
WO 2004/057137 zeigt als ein Beispiel von vielen das Prinzip einer Schliesseinrichtung, bei welcher
die Kupplungs- und/oder Sperrmittel im Stator angeordnet sind. Bei der Verwendung
im Zusammenhang mit Knaufzylindern haben solche Lösungen einen Nachteil. Im Allgemeinen
sind nämlich mindestens Teile der Schliesseinrichtungs-Elektronik in einem der Knäufe
oder in beiden Knäufen angeordnet, und daher müssen dass elektrische Leitungen und
somit Schleifkontakte oder eventuell Mittel zur drahtlosen Informationsübertragung
zwischen dem drehbaren Knauf und den nicht mitdrehenden Kupplungs und/oder Sperrmitteln
vorhanden sein.
[0005] Gemäss der
WO 2004/057137 weisen die Kupplungsmittel ein bei Betätigung mit dem Rotor mitdrehendes und sich
dabei von den Kupplungs- und/oder Sperrmitteln wegbewegendes Kupplungselement auf.
Alternativ dazu sind auch Schliesseinrichtungen bekannt, welche ein über eine Feder
bewegbares Sperrelement aufweisen, mit dem der Rotor gegen den Stator versperrbar
ist. Diese haben jedoch den zusätzlichen Nachteil, dass sie nicht zum Kuppeln des
Rotors mit der Abtriebseinrichtung verwendbar sind.
[0006] In der
DE 103 03 220 wird vorgeschlagen, die Kupplungs- und/oder Sperrmittel weit gehend im Rotor anzuordnen
und den elektrischen Antrieb über ein Magnetfeld mit dem Kupplungsglied zu koppeln.
Damit werden die vorstehend diskutierten Nachteile eliminiert und ausserdem ein reibungsfreies
Betätigen ermöglicht. Nachteilig ist hingegen, dass durch Anlegen eines äusseren Magnetfelds
eine neue Manipulationsmöglichkeit offensteht. Die
DE 10 2007 040 356 A1 beschreibt eine gattungsgemässe Schliesseinrichtung.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schliesseinrichtung zu schaffen,
welche Nachteile des Standes der Technik überwindet. Vorzugsweise sollte die Schliesseinrichtung
einfach im Aufbau sein, keine hohen Anforderungen an die Ansteuerung stellen und manipulationssicher
sein.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Erfindung wie sie in den Patentansprüchen definiert
ist.
[0009] Eine Schliesseinrichtung der hier beschriebenen Art weist einen drehbar in einem
Stator gelagerten Rotor auf. Der Rotor ist durch einen elektronisch gesteuerten Antrieb
mit einem Abtriebselement kuppelbar und/oder gegen den Stator sperrbar. Der elektronisch
gesteuerte Antrieb ist dabei im Rotor angeordnet und dreht sich bei einer Drehbewegung
des Rotors mit diesem mit. Gemäss dem erfindungsgemässen Ansatz weist die Schliesseinrichtung
im Rotor ein Federelement auf, welches den elektrischen Antrieb mit einem Kupplungselement
zum Kuppeln des Rotors mit dem Abtriebselement bzw. zum Versperren des Rotors gegen
den Stator so koppelt, dass das Kupplungselement bei bestimmungsgemässer Betätigung
des Antriebs im Innern des Rotors vom Federelement bewegt wird, wobei diese Bewegung
durch eine entsprechende Gegenkraft entgegen der Federkraft blockierbar wäre.
[0010] In kuppelnden Ausführungsformen - also wenn das Kupplungselement den Rotor wahlweise
mit einem Abtriebselement koppelt - kann im entkoppelten Zustand der Rotor im Stator
ohne Wirkung auf den Schliesszustand frei drehbar sein, oder er kann zusätzlich gegen
den Stator versperrt sein. In sperrenden Ausführungsformen kann der Rotor alternativ
zum Kupplungsprinzip auch fest mit dem Abtriebselement gekoppelt sein bzw. das Abtriebselement
bilden.
[0011] Das Kupplungselement wird im Innern des Rotors radial bewegt. Im Kupplungszustand
greift ein Kupplungsvorsprung des Kupplungselementes aussenseitig in eine entsprechende
Kupplungsvertiefung des Abtriebselements ein beziehungsweise bei sperrenden Ausführungsformen
im Sperrzustand in eine Sperrgeometrie des Stators oder eines diesen umgebenden Gehäuses
ein.
[0012] In einer Ausgestaltung weist das Kupplungselement Massenanteile beidseitig der Drehachse
des Rotors auf. Genau definiert heisst das, dass sich das Kupplungselement durch eine
Ebene hindurch erstreckt, die senkrecht zur radialen Bewegungsrichtung des Kupplungselements
verläuft und die durch die Drehachse des Rotors hindurch geht. Anteile des Kupplungselements
auf der vom Kupplungsvorsprung entfernten Seite der Drehachse (bezogen auf den entkoppelten
Zustand) dienen als Ausgleichsmasse. So liegt der Schwerpunkt des Kupplungselements
im entkoppelten Zustand ungefähr auf der genannten Ebene durch die Drehachse oder
auf der vom Kupplungsvorsprung entfernten Seite der Drehachse. Das hat den Vorteil,
dass bei einer Drehung des Rotors mit hoher Drehzahl das Kupplungselement nicht aufgrund
der Fliehkraft in die Kupplungsstellung bewegt werden kann.
[0013] Ein weiteres bevorzugtes Merkmal von kuppelnden Ausführungsformen der Erfindung betrifft
die Ausgestaltung des Kupplungsvorsprungs und der entsprechenden Kupplungsvertiefung.
Bevorzugt weist die das Drehmoment übertragende Fläche des Kupplungsvorsprungs einen
Winkel zur radialen Richtung auf. Dadurch kann sichergestellt, dass eine kleine Federkraft
ausreicht, um das Kupplungselement aus dem Kupplungszustand zurück in den entkoppelten
Zustand zu bringen. Der genannte Winkel und die Oberflächenbeschaffenheit des Kupplungsvorsprungs
sowie der Kupplungsvertiefung sind jedoch bevorzugt so aufeinander abgestimmt, dass
die Struktur selbsthemmend ist, d.h. dass beim Ausüben eines Drehmoments die radiale
Komponente der Haftreibung zwischen Kupplungselement und Abtriebselement ungefähr
gleich gross oder grösser ist im Vergleich zur radialen Komponente der Normalkraft,
dass also bspw. bei genügend grossem Drehmoment ein radiales Zurückziehen des Kupplungselementes
durch die Federkraft verhindert werden kann. Beispielsweise kann zu diesem Zweck der
Winkel zwischen der genannten Fläche und der radialen Richtung zwischen 3° und 10°,
bevorzugt zwischen 4° und 7° betragen. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das
Kupplungslement nicht unerwünscht aus der koppelnden Stellung entgegen der Federkraft
nach innen gedrückt werden kann, wenn ein grosses Drehmoment angelegt wird.
[0014] Als Alternative kann - insbesondere in Verbindung mit der Verwendung einer stärkeren
Feder - die Kupplungsgeometrie so ausgelegt werden, dass eine Begrenzung des übertragbaren
Drehmoments erreicht wird, also eine Überlastkupplung. In solchen Ausführungsformen
ist die Struktur nicht selbsthemmend, sondern aus ausgelegt, dass bei einem relativen
Drehmoment, welches höher ist als ein Maximalwert die radiale Komponente der Normalkraft
ausreicht, um das Kupplungselement entgegen der Federkraft radial zu verschieben.
In solchen Ausführungsformen kann beispielsweise der Winkel zwischen den genannten
Flächen grösser als 7° sein.
[0015] Das Kupplungselement ist in einer Ausgestaltung durch eine Lagerhülse geführt. Diese
kann in speziellen Ausführungsformen so ausgestaltet sein, dass sie bei Überlast deformiert
wird und dadurch ein Ausweichen des Kupplungselements ermöglicht, bspw. indem die
selbsthemmende Wirkung nach einer Deformation der Lagerhülse nicht mehr existiert.
Dieser gezielte Schwachpunkt ermöglicht, dass die Reparatur der Schliesseinrichtung
nach übermässiger Gewaltanwendung relativ einfach und kostengünstig ist, ohne dass
die Sicherheit der Schliesseinrichtung beeinträchtigt würde.
[0016] Ebenfalls in einer Ausgestaltung ist das Federelement antriebsseitig durch eine Endlosspindel
verschiebbar, welche durch den Antrieb gedreht wird. Die Kupplungselementseite wird
durch die Feder entsprechend mitbewegt, wenn einer solchen Bewegung kein Widerstand
entgegengebracht wird, ansonsten wir die Feder für eine solche Kupplungselement-seitige
Bewegung vorgespannt. Als "Endlosspindel" wird hier eine Spindel bezeichnet, bei welcher
ein durch die Spindelwindungen geführtes Element nicht auf einen Anschlag der Spindel
stösst, d.h. die Spindel ist an beiden Enden auslaufend ausgestaltet.
[0017] Das Federelement ist eine Schenkelfeder (oder Drehfeder), deren einer Schenkel durch
die Endlosspindel führbar ist, während der andere Schenkel der Schenkelfeder mit dem
Kupplungselement verbunden ist.
[0018] Dabei kann die Endlosspindel eine globoide Form haben, um den Drehwinkel des in sie
eingreifenden Federschenkels zu kompensieren, ohne dass die Gewindetiefe übergross
gewählt werden müsste. Das bewirkt einen Vorteil in Sachen Kompaktheit, was wiederum
vorteilhaft ist, weil der Antrieb ja gemäss dem erfindungsgemässen Konzept im Rotor
angeordnet ist.
[0019] Ein Vorteil des erfindungsgemässen Vorgehens in Kombination mit der Verwendung einer
Endlosspindel ist, dass der Kupplungsmechanismus auch dann einwandfrei funktioniert,
wenn der Zustand der Schliesseinrichtung nicht bekannt und/oder nicht genau definiert
ist. Trotzdem ist bei einer (Dreh-)Bewegung des Antriebs in die Öffnungs- oder Schliessrichtung
der Antrieb nie einer übergrossen Last ausgesetzt, und es ergibt sich nie das Problem
eines übermässigen Energiekonsums. Es kann bspw. vorgesehen sein, dass der Antrieb
bei jedem Öffnungs- oder Schliessbefehl durch die Steuerelektronik eine vorgegebene
Anzahl Umdrehungen durchführt. Nach Abschluss dieser vorgegebenen Zahl Umdrehungen
ist die Schliesseinrichtung auf jeden Fall in einem definierten und bekannten Zustand,
auch wenn der Ausgangszustand - bspw. wegen eines Unterbruchs in der Energieversorgung
zuvor - nicht bekannt war.
[0020] Dadurch erübrigen sich aufwändige Mittel zum Feststellen des Schliesszustands. Trotzdem
wird die Verwendung von Zustandssensoren nicht ausgeschlossen. Beispielswiese kann
das Kupplungselement einen Permanentmangneten oder einen Magnetfeldsensor aufweisen,
welcher mit einem Magnetfeldsensor bzw. Permanentmagneten eines im Bezug auf das Rotorgehäuse
ortsfesten Element zusammenwirkt, bspw. einem auf dem Elektronikträger (Print) des
Rotors angeordneten Hall-Sensor. Ein anderer möglicher Sensor zur Detektion des Zustandes
ist ein geeignet angeordneter mechanisch betätigter Schalter im Rotor.
[0021] Besonders bevorzugt weist der Rotor nebst dem Antrieb auch die sicherheitsrelevanten
Teile der Elektronik auf. Beispielsweise ist die ganze Auswerteelektronik bevorzugt
im Rotor angebracht, und zwar hinter dem mechanischen Schutz. Bezüglich der möglichen
Aufteilung von Elektronikkomponenten zwischen standardisierten Komponenten wie einem
RFID-Chip einerseits und einer sicherheitsrelevanten Auswerteeinheit andererseits
wird auf die Lehre der Schweizer Patentanmeldung 1177/09 vom 29.7.2009 verwiesen.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung betrifft den mechanischen Schutz. Es ist an sich bekannt,
eine Schliesseinrichtung mit einem Bohrschutz zu versehen. Bei diesem handelt es sich
um eine Platte oder dergleichen aus einem sehr harten Material, womit es Bohrern erhältlicher
Bohrmaschinen verunmöglicht werden soll, eine Öffnung von aussen zu den sicherheitsrelevanten
Komponenten - bspw. der Ansteuerung des Antriebs - zu erstellen. Gemäss dieser weiteren
Ausgestaltung der Schliesseinrichtung weist nun der Bohrschutz ein Borschutzelement
auf, welches im Rotor frei drehend angebracht ist. Das hat einerseits den Vorteil,
dass für einen Angriff mit einem drehenden Instrument eine zusätzliche Schwierigkeit
besteht, kann doch der Bohrschutz einfach mit dem drehenden Instrument mitdrehen.
Andererseits ist der frei drehende Bohrschutz auch herstellungstechnisch günstig.
[0023] Weiter weist der Rotor eine Sollbruchstelle auf, welche ausserhalb des sicheren Bereichs,
also vorzugsweise ausserhalb des mechanischen Schutzes angeordnet ist und bei einem
Ziehen am Rotor oder an der ganzen Schliesseinrichtung nachgibt und so sicherstellt,
dass ein Missbrauch Treibender nicht durch Ziehen, einen Knick-Angriff oder Anlegen
eines übergrossen Drehmoments an die sicherheitsrelevanten Komponenten gelangen kann.
[0024] Die Schliesseinrichtung kann beispielsweise als Schliesszylinder ausgebildet sein,
wobei die äussere Kontur (i.A. die Querschnittsfläche senkrecht zur Drehachse des
Rotors) sowie gegebenenfalls weitere Elemente wie ein Nocken des Abtriebselements
einer Normierung entsprechen können. Zur Betätigung der Schliesseinrichtung kann mindestens
ein Türknauf vorgesehen sein; alternativ ist auch die Betätigung mittels eines Schlüssels
denkbar, wobei dann optional noch mechanische Zuhaltungen vorhanden sein können. Weiter
ist möglich, dass die Elektronikkomponenten der Schliesseinrichtung in einem Türbeschlag
angeordnet sind und die Betätigung über einen Türdrücker erfolgt. Weitere Ausgestaltungen
sind denkbar.
[0025] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen genauer
beschrieben. Gleiche Bezugszeichen in den verschiedenen Figuren bezeichnen gleiche
oder analoge Elemente. Es zeigen:
- Figur 1 eine Übersichtsdarstellung einer Schliesseinrichtung, wobei das RotorGehäuse
und der Stator geschnitten gezeichnet sind;
- Figur 2 eine Ansicht von Elementen des Rotors, ohne eine der beiden Rotor-Gehäuseschalen;
- Figur 3 eine Detaildarstellung, welche die Führung des Kupplungselements hervorhebt;
- Figur 4 eine Darstellung des Kupplungselements;
- Figur 5 eine Detaildarstellung, welche die Ausgestaltung der Endlosspindel gut sichtbar
macht;
- Figuren 6-9 je eine Detaildarstellung, welche die Verschiebung des Kupplungselements
durch die Endlosspindel illustriert, in verschiedenen Zuständen der Schliesseinrichtung;
- Figur 10 eine Darstellung des Abtriebselements;
- Figur 11 eine Schnittdarstellung der Kupplung zwischen Rotor und Abtriebselement;
- Figur 11a eine schematische Zeichnung, welche die Drehmomentübertragung zwischen dem
Kupplungselement und dem Abtriebselement illustriert;
- Figur 12 eine Detaildarstellung, die den Bohrschutz im Rotor und die Sollbruchstelle
sichtbar macht;
- Figur 13 eine Darstellung des Rotors, in welcher auch die Lagerringe sichtbar sind.
[0026] Die Schliesseinrichtung 1 gemäss
Figur 1 ist ein Schliesszylinder und weist einen äusseren Türknauf 2 mit einem integrierten
RFID-Empfänger (nicht gezeigt) und einen inneren Türknauf 3 auf. Der äussere Türknauf
ist drehfest an einen Rotor 4 gekoppelt, der in einem Stator 5 drehbar geführt ist.
Der innere Türknauf 3 ist über eine Distanzhülse 7 drehfest an ein Abtriebselement
gekoppelt. Die Ausdehnung der Distanzhülse 7 hängt von der Dicke der Türe ab, in welcher
der Schliesszylinder eingebaut ist; je nach dem kann die Distanzhülse auch entfallen.
Der Schliesszylinder kann auch als Halbzylinder ausgestaltet sein, indem kein innerer
Türknauf vorhanden ist. Auch können andere Betätigungsarten als über einen Türknauf
vorgesehen sein, bspw. ein Drehen des Rotors mit einem Drücker oder mit einem Schlüssel,
in welch letzterem Fall der nachstehend noch eingehender beschriebene Bohrschutz 21
anders ausgestaltet ist als in den Figuren dargestellt. Eine weitere Alternative zur
dargestellten Ausführungsform ist ein Dualzylinder, bei welchem beidseitig je ein
Knauf mit RFID-Empfänger und Antenne - in der Art des äusseren Türknaufs 2 - sowie
eine Batterie vorhanden ist und sowohl aussenseitig wie innenseitig ein vollständiges
Kupplungsmodul vorhanden ist, so dass wahlweise der äussere oder der innere Türknauf
mit dem Abtriebselement gekoppelt werden kann.
[0027] Das Abtriebselement weist eine Abtriebshülse 8 und einen Mitnehmer 9 auf. Letzterer
ist in an sich bekannter Art dafür eingerichtet, mittels einem Nocken 9.1 einen Riegel
oder eine Klinke zu betätigen. Die Abtriebshülse ist dafür eingerichtet, je nach Zustand
über ein Kupplungselement 15 drehfest an den Rotor 4 gekoppelt zu werden, wozu das
Kupplungselement Drehmomentübertragungsflächen 15.1 aufweist. Wie man das in Figur
2 noch besser sieht, ist zum Zweck des wahlweisen Koppelns im Innern des Rotors 4
ein elektrischer Antrieb vorhanden, der einen Motor 11 aufweist, welcher durch einen
- optionalen - Motorhalter 12 im Rotor fixiert ist und über ein Getriebe - oder optional
auch direkt - eine Endlosspindel 13 antreibt. Das Getriebe besteht hier aus dem Motorritzel
11.1 und einem an der Endlosspindel 13 angeformten grösseren Zahnrad 13.1. In die
Windungen der Endlosspindel greift der eine Schenkel einer drehbar (durch einen Lagerzapfen
18 des Rotor-Gehäuses) befestigten Schenkelfeder 14 ein, während der andere Schenkel
an das Kupplungselement 15 gekoppelt ist, wodurch dieses bei einer Drehung der Schenkelfeder
um die Achse der Federwindungen und hier des Lagerzapfens in einer Lagerhülse 16 geführt
radial verschiebbar ist. In der in Figur 2 dargestellten Kupplungsstellung - das Kupplungselement
befindet sich in der Orientierung gemäss Figur 2 "oben" - greift ein Kupplungsvorsprung
des Kupplungselements mit den Drehmomentübertragungsflächen in die entsprechende Kupplungsvertiefung
der Abtriebshülse 8 ein.
[0028] Der elektrische Antrieb wird durch eine Ansteuerelektronik gesteuert, welche auf
einem Elektronikträger 17 (Leiterplatte) angeordnet ist. Dieser ist über eine flexprintartige
Verbindung 17.1 oder über ein Flachkabel mit einer Steckerbuchse 22 verbunden, durch
welche die auf dem Elektronikträger 17 angeordneten Komponenten mit Elektronikkomponenten
des äusseren Türknaufs kommunizieren können, und durch selche sie auch gespeist werden
können.
[0029] Figur 3 zeigt ein Detail, auf dem Merkmale des Kupplungselements 15 besonders gut erkennbar
sind, und
Figur 4 zeigt eine Ansicht nur des Kupplungselements 15. Das Kupplungselement 15 ist einstückig
und weist nebst dem Kupplungsvorsprung mit der Drehmomentübertragungsfläche 15.1 eine
Schaftpartie 15.2 und eine Gegenmasse 15.3 auf. Diese bewirkt, dass der Schwerpunkt
S des Kupplungselements in Bezug auf den Kupplungsvorsprung jenseits der Drehachse
20 des Rotors liegt. Wenn der Rotor mit sehr hohen Drehzahlen gedreht wird, wird daher
das Kupplungselement nie aufgrund der Fliehkraft in eine kuppelnde Stellung (in Figuren
3 und 4 nach oben) ausweichen.
[0030] Die Wandstärke der Lagerhülse 16 ist so gewählt, dass beim Ausüben eines grossen,
ansteigenden Drehmoments auf das Kupplungselement - das sich als Scherkraft auf das
Kupplungselement auswirkt - zuerst die Lagerhülse deformiert wird.
[0031] In der dargestellten Ausführungsform weist das Kupplungselement 15 nebst der Aussparung
für den Schenkel 14.2 der Schenkelfeder auch eine Aussparung für einen Permanentmagneten
31 auf. Dieser kann mit einem nicht dargestellten Hall-Sensor auf dem Elektronikträger
zusammenwirken, wodurch der Schliesszustand ermittelt werden kann. Wie eingangs erklärt
ist das jedoch aufgrund des Vorgehens der hier beschriebenen Art ein optionales Merkmal:
das Funktionsprinzip der Schliesseinrichtung setzt keine Kenntnis des Schliesszustandes
voraus.
[0032] Gemäss
Figur 5 ist die Endlosspindel 13 globoid, und zwar indem eine äussere und eine innere Kontur
abweichend von der zylindrischen Form je nach aussen gewölbt sind. Dadurch kann der
erste Schenkel 14.1 der Schenkelfeder in die Windungen eingreifend bei einer Drehbewegung
um die Achse des Lagerzapfens 18 der Konturlinie folgen, was wiederum ermöglicht,
dass die Gewindetiefe die Dicke des Federschenkels nicht massiv übersteigen muss und
trotzdem eine verlässliche Führung auf dem ganzen Weg entlang der Spindel gewährleistet
ist. Die globoide Spindel ermöglicht so eine Platzersparnis; eine sehr kompakte Bauweise
ist möglich.
[0033] Figur 6 illustriert den Zustand, in welchem der Antrieb ein Kopplungssignal erhalten hat
und den ersten Schenkel mittels der Endlosspindel 13 entsprechend bewegt hat. Das
Kupplungselement ist jedoch blockiert und kann sich nicht in den Kupplungszustand
bewegen, weil der Rotor im dargestellten Zustand nicht auf die Kupplungsvertiefungen
des Abtriebselements ausgerichtet ist. Die Feder 14 wird folglich gespannt, indem
der Schenkel 14.1 in den Zustand gemäss Figur 6 bewegt wird.
[0034] Bei einer Drehung des Rotors wird dieser irgendwann in einer Orientierung sein, in
welcher der Kupplungsvorsprung des Kupplungselements 15 in eine entsprechende Kupplungsvertiefung
eingreifen kann, worauf aufgrund der Spannung der Feder das Kupplungselement selbsttätig
in die in
Figur 7 gezeigte Kupplungsposition verschoben wird. Der Rotor ist dann an das Abtriebselement
gekuppelt, und eine Drehung des Rotors - durch eine Drehung des äusseren Türknaufs
- bewirkt eine Drehung des Abtriebselements und eine entsprechende Bewegung des Riegels
bzw. der Klinke.
[0035] Sofern das Kupplungselement nicht blockiert ist, kann die Schliesseinrichtung auch
direkt ausgehend vom entkoppelten Zustand in den Zustand gemäss Figur 7 übergehen.
[0036] Sobald im gekoppelten Zustand gemäss Figur 7 die Ansteuerelektronik ein entsprechendes
Signal abgibt, wird der elektrische Antrieb die Kopplung rückgängig machen. Die Endlosspindel
13 wird den ersten Schenkel 14.1 axial in die in Figuren 8 und 9 gezeichnete Lage
zurückverschieben. Sofern in einer Ausnahmesituation zu diesem Zeitpunkt ein substantielles
Drehmoment auf den Rotor ausgeübt wird und das Abtriebselement einen entsprechenden
Widerstand erfährt, kann das Kupplungselement jedoch zunächst in seiner koppelnden
Lage blockiert werden, was in
Figur 8 illustriert ist. Dies geht erneut mit einer Spannung der Schenkelfeder 14 einher,
sodass das Kupplungselement in die entkoppelte Position gemäss
Figur 9 zurückgezogen wird, sobald dieses Drehmoment entfällt. Falls die erwähnte Ausnahmesituation
nicht vorliegt, wird die Schliesseinrichtung direkt vom Zustand von Figur 7 in den
Zustand gemäss Figur 9 übergehen.
[0037] Figur 10 zeigt die Abtriebshülse. Sie weist innenseitig eine Mehrzahl von Kupplungsvertiefungen
8.1 auf, in welche der Kupplungsvorsprung des Kupplungselements eingreifen kann.
[0038] Wie man auch in
Figur 11 sieht, ist die Abtriebshülse 8 über aussenseitige Kupplungsvertiefungen 8.4 drehfest
mit dem Mitnehmer 9 gekoppelt. In Figur 11 sieht man ausserdem das Prinzip der Kupplung
zwischen dem Rotor mit der Lagerhülse 16 einerseits und der Abtriebshülse 8 andererseits:
Das Kupplungselement 15 greift im Kopplungszustand eine der Kupplungsvertiefungen
8.1 ein.
[0039] Abweichend von der Darstellung gemäss Figur 11 kann das Abtriebselement auch einstückig
gefertigt sein, d.h. Abtriebshülse 8 und Mitnehmer 9 werden durch ein einziges Bauteil
gebildet.
[0040] Wie in Figur 11 sichtbar und in
Figur 11a in einer überzeichnenden, schematischen Darstellung gezeigt, sind die Drehmomentübertragungsfläche
8.2 der Abtriebshülse 8 und die Drehmomentübertragungsfläche 15.1 des Kupplungselements
15 nicht parallel zur axialen Richtung 30, sondern in einem von 0° verschiedenen Winkel
α zu dieser. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kraft der Schenkelfeder immer ausreicht,
um das Kupplungselement in die entkoppelte Stellung zurückzuziehen, wenn kein äusseres
Drehmoment auf den Rotor ausgeübt wird - mit anderen Worten wird sichergestellt, dass
die Kraft der Schenkelfeder ausreicht, eventuelle Haftreibungskräfte zwischen dem
Rotor und dem Stator und das daraus resultierende Drehmoment zu überwinden. Hingegen
wird wie eingehend dargelegt der Winkel so klein gewählt, dass die Radialkomponente
(d.h. die Kraftkomponente entlang der radialen Richtung 30) der Normalkraft N im Betrag
ungefähr gleich gross ist wie die Radialkomponente der maximalen Haftreibungskraft
F
H oder kleiner ist als diese. In der Figur wird der besseren Vergleichbarkeit wegen
das Negative -F
H der auf das Kupplungselement bei vorgegebenem Drehmoment auf den Rotor ausgeübten
maximalen Haftreibungskraft F
H dargestellt. Dadurch wird verhindert, dass bei grossem Drehmoment auf den Rotor das
Kupplungselement aufgrund der Normalkraft entgegen der Federkraft in die entkoppelnde
Position zurückgedrückt werden kann.
[0041] In sperrenden Ausführungsformen wird das Kupplungselement, anstatt im Kupplungszustand
in eine Kupplungsvertiefung der Abtriebshülse einzugreifen, in in einem Sperrzustand
in eine Sperrgeometrie des Stators eingreifen. In einer solchen Ausführungsform müssen
natürlich die vorstehend diskutierten Winkel entweder 0° betragen oder auf jeden Fall
so klein sein, dass nicht mit einem grossen angelegten Drehmoment das Kupplungselement
zerstörungsfrei entgegen der Federkraft radial verschoben werden kann. Ausserdem wird
in dieser Ausführungsform vorzugsweise der Schwerpunkt des Kupplungselements diesseits
der Rotationsachse liegen.
[0042] Figur 12 zeigt den Bohrschutz 21. Dieser ist als Scheibe ausgebildet, die drehbar in eine
Führungsstruktur des Rotorgehäuses eingelegt ist. Weiter sieht man eine Sollbruchstelle
41 ausserhalb des Bohrschutzes. Die Sollbruchstelle gibt bei einem starken Zug auf
den Rotor nach und verhindert, dass der Rotor oder der ganze Schliesszylinder durch
Ziehen aus der Verankerung gelöst werden kann. Sie schützt auch bei Knick-Angriffen
sowie bei Anlegen eines übermässigen Drehmoments. Bis zu einem gewissen Grad verhindert
sie auch, dass der Bohrschutz einfach ausgehebelt werden kann, sich keine grösseren
Stücke des Kupplungsmoduls herausreissen lassen.
[0043] Figur 13 schliesslich zeigt den Rotor als ganzen. Man sieht, dass in der gezeichneten Ausführungsform
das Gehäuse des Rotors aus zwei Gehäuseschalen 10.1, 10.2 zusammengesetzt ist, die
im Allgemeinen auf der Innenseite nicht identisch sind und Strukturen aufweisen, welche
die Befestigung der vorstehend beschriebenen Elemente ermöglichen. Die Gehäuseschalen
können aus einem harten und hitzebeständigen Kunststoff oder aus einem Metall - bspw.
mit Zinkdruckguss - gefertigt sein. Die Gehäuseschalen werden durch zwei Lagerringe
51, 52 sowie optional durch eine Klammer (nicht gezeigt) zusammengehalten. Die Lagerringe
können aus rostfreiem Stahl oder einem anderen geeigneten Material gefertigt sein
und nebst der mechanischen Stabilität auch der reibungsarmen Lagerung des Rotors im
Stator dienen.
[0044] Viele Varianten sind denkbar. Das Federelement kann auch anders ausgebildet sein
als das gezeigte mit einer Mehrzahl von Windungen und zwei Schenkeln, bspw. als Blattfeder.
Auch eine axiale Bewegung des Kupplungselements anstelle der hier beschriebenen und
diskutierten radialen Anordnung ist denkbar, auch wenn die gezeigte radiale Anordnung
von der Konstruktion her besonders einfach und verlässlich und daher vorteilhaft ist.
1. Schliesseinrichtung mit einem in einem Stator (5) gelagerten Rotor (4), wobei der
Rotor (4) durch einen elektronisch gesteuerten Antrieb mit einem Abtriebselement (8,
9) kuppelbar ist, und wobei der elektrisch gesteuerte Antrieb im Rotor angeordnet
ist und sich bei einer Drehbewegung des Rotors mit diesem mitdreht, wobei der elektrische
Antrieb über ein Federelement (14) mit einem Kupplungselement (15) zum Kuppeln des
Rotors mit dem Abtriebselement gekoppelt ist, derart, dass eine vom elektrischen Antrieb
erzeugte Bewegung durch das Federelement (14) auf das Kupplungselement (15) übertragbar
ist, wobei das Kupplungselement (15) durch das Federelement (14) im Rotor radial bewegbar
ist und in einem entkoppelten Zustand der Schliesseinrichtung Massenanteile beidseitig
der Drehachse (20) des Rotors (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (15) einen Kupplungsvorsprung aufweist, welcher in einem Kupplungszustand
in eine entsprechende Kupplungsvertiefung des Abtriebselements (8, 9) eingreift und
der Schwerpunkt (S) des Kupplungselements (15) bezogen auf den Kupplungsvorsprung
ungefähr auf der Drehachse (20) oder auf der vom Kupplungsvorsprung entfernten Seite
der Drehachse liegt.
2. Schliesseinrichtung nach Anspruch 1, wobei das Kupplungselement (15) einen Kupplungsvorsprung
aufweist, welcher in einem Kupplungszustand in eine entsprechende Kupplungsvertiefung
des Abtriebselements (8, 9) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass eine ein Drehmoment zwischen dem Rotor (4) und dem Abtriebselement (8, 9) übertragende
Drehmomentübertragungsfläche (15.1) einen von 0° verschiedenen Winkel (α) zur Bewegungsrichtung
des Kupplungselements hat.
3. Schliesseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Winkel zwischen 3° und 10° beträgt.
4. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Lagerhülse (16) zur Führung des Kopplungselements (15), wobei die Lagerhülse
durch ein einen gewissen Wert übersteigendes Drehmoment zwischen dem Rotor (4) und
dem Abtriebselement (8, 9) deformierbar ist, wobei bei einem Drehmoment mit diesem
Wert die übrigen Elemente der Schliesseinrichtung unversehrt bleiben.
5. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (14) durch eine vom elektrischen Antrieb antreibbare Drehspindel
(13) bewegbar ist.
6. Schliesseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehspindel eine Endlosspindel ist.
7. Schliesseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehspindel eine globoide äussere Form hat.
8. Schliesseinrichtung nach einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (14) eine Schenkelfeder ist, deren eines Ende in die Windungen der
Drehspindel eingreift.
9. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auswerteelektronik zum Auswerten von empfangenen Datensignalen und zum Fällen
einer Entscheidung über das Vorliegen einer Zugangsberechtigung im Rotor (4) angeordnet
ist.
10. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bohrschutzelement (21) drehbar im Rotor (4) angebracht ist.
11. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (4) eine Sollbruchstelle (41) aufweist, welche ausserhalb eines sicheren
Bereichs angeordnet ist.
12. Schliesseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Schliesszylinder mit einer normierten äusseren Kontur ausgebildet ist und
beispielsweise mindestens einen Türknauf (2, 3) aufweist.
13. Schliesseinrichtung mit einem in einem Stator (5) gelagerten Rotor (4), wobei der
Rotor (4) durch einen elektronisch gesteuerten Antrieb mit einem Abtriebselement (8,
9) kuppelbar ist, und wobei der elektrisch gesteuerte Antrieb im Rotor angeordnet
ist und sich bei einer Drehbewegung des Rotors mit diesem mitdreht, wobei der elektrische
Antrieb über ein Federelement (14) mit einem Kupplungselement (15) zum Kuppeln des
Rotors mit dem Abtriebselement gekoppelt ist, derart, dass eine vom elektrischen Antrieb
erzeugte Bewegung durch das Federelement (14) auf das Kupplungselement (15) übertragbar
ist, gekennzeichnet durch eine Lagerhülse (16) zur Führung des Kopplungselements (15), wobei die Lagerhülse
durch ein einen gewissen Wert übersteigendes Drehmoment zwischen dem Rotor (4) und
dem Abtriebselement (8, 9) deformierbar ist, wobei bei einem Drehmoment mit diesem
Wert die übrigen Elemente der Schliesseinrichtung unversehrt bleiben.
14. Schliesseinrichtung mit einem in einem Stator (5) gelagerten Rotor (4), wobei der
Rotor (4) durch einen elektronisch gesteuerten Antrieb mit einem Abtriebselement (8,
9) kuppelbar und/oder gegen den Stator (5) sperrbar ist, und wobei der elektrisch
gesteuerte Antrieb im Rotor angeordnet ist und sich bei einer Drehbewegung des Rotors
mit diesem mitdreht, wobei der elektrische Antrieb über ein Federelement (14) mit
einem Kupplungselement (15) zum Kuppeln des Rotors mit dem Abtriebselement bzw. zum
Versperren des Rotors gegen den Stator gekoppelt ist, derart, dass eine vom elektrischen
Antrieb erzeugte Bewegung durch das Federelement (14) auf das Kupplungselement (15)
übertragbar ist, wobei das Kupplungselement (15) durch das Federelement (14) im Rotor
radial bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (14) durch eine vom elektrischen Antrieb antreibbare Drehspindel
(13) bewegbar ist, und dass das Federelement (14) eine Schenkelfeder ist, deren eines
Ende in die Windungen der Drehspindel eingreift.
15. Schliesseinrichtung mit einem in einem Stator (5) gelagerten Rotor (4), wobei der
Rotor (4) durch einen elektronisch gesteuerten Antrieb mit einem Abtriebselement (8,
9) kuppelbar und/oder gegen den Stator (5) sperrbar ist, und wobei der elektrisch
gesteuerte Antrieb im Rotor angeordnet ist und sich bei einer Drehbewegung des Rotors
mit diesem mitdreht, wobei der elektrische Antrieb über ein Federelement (14) mit
einem Kupplungselement (15) zum Kuppeln des Rotors mit dem Abtriebselement bzw. zum
Versperren des Rotors gegen den Stator gekoppelt ist, derart, dass eine vom elektrischen
Antrieb erzeugte Bewegung durch das Federelement (14) auf das Kupplungselement (15)
übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bohrschutzelement (21) drehbar im Rotor (4) angebracht ist und dass der Rotor
(4) eine Sollbruchstelle (41) aufweist, welche ausserhalb eines sicheren Bereichs
angeordnet ist.
1. A locking device with a rotor (4) mounted in a stator (5), wherein the rotor (4) by
way of an electronically controlled drive can be coupled to a drive element (8, 9),
and wherein the electrically controlled drive is arranged in the rotor and co-rotates
with the rotor given a rotational movement of this, wherein the electrical drive is
coupled via a spring element (14) to a coupling element (15) for coupling the rotor
to the drive element, in a manner such that a movement produced by the electric drive
can be transmitted by the spring element (14) onto the coupling element (15), wherein
the coupling element (15) is radially movable in the rotor by way of the spring element
(14), and in a decoupled condition of the locking device has mass shares on both sides
of the rotation axis (20) of the rotor (4),
characterised in that
the coupling element (15) comprises a coupling projection which in a coupling condition
engages into a corresponding coupling recess of the drive element (8, 9), and the
centre of gravity (S) of the coupling element (15) with respect to the coupling projection
lies roughly on the rotation axis (20) or on the side of the rotation axis which is
remote from the coupling projection.
2. A locking device according to claim 1, wherein the coupling element (15) comprises
a coupling projection which in a coupling condition engages into a corresponding coupling
recess of the drive element (8, 9), characterised in that a torque transmission surface (15.1) which transmits a torque between the rotor (4)
and the drive element (8, 9) has an angle (α) to the movement direction of the coupling
element, which is different from 0°.
3. A locking device according to claim 2, characterised in that the mentioned angle is between 3° and 10°.
4. A locking device according to one of the preceding claims, characterised by a bearing sleeve (16) for guiding the coupling element (15), wherein the bearing
sleeve is deformable by a torque between the rotor (4) and the drive element (8, 9),
said torque exceeding a certain value, wherein the other elements of the locking device
remain unaffected given a torque with this value.
5. A locking device according to one of the preceding claims, characterised in that the spring element (14) is movable by a rotation spindle (13) which is drivable by
the electric drive.
6. A locking device according to claim 5, characterised in that the rotation spindle is an endless spindle.
7. A locking device according to claim 5 or 6, characterised in that the rotation spindle has a globoid outer shape.
8. A locking device according to one of the claims 5-7, characterised in that the spring element (14) is a leg spring whose one end engages into the turns of the
rotation spindle.
9. A locking device according to one of the preceding claims, characterised in that evaluation electronics for evaluating received data signals and for making a decision
with regard to the presence of an access authorisation, are arranged in the rotor
(4).
10. A locking device according to one of the preceding claims, characterised in that a drill protection element (21) is rotatably attached in the rotor (4).
11. A locking device according to one of the preceding claims, characterised in that the rotor (4) has a predetermined breakage location (41) which is arranged outside
a secure region.
12. A locking device according to one of the preceding claims, characterised in that it is designed as a locking cylinder with a standardised outer contour and for example
comprises at least one door knob (2, 3).
13. A locking device with a rotor (4) mounted in a stator (5), wherein the rotor (4) by
way of an electronically controlled drive can be coupled to a drive element (8, 9),
and wherein the electrically controlled drive is arranged in the rotor and co-rotates
with the rotor given a rotational movement of this, wherein the electrical drive is
coupled via a spring element (14) to a coupling element (15) for coupling the rotor
to the drive element, in a manner such that a movement produced by the electric drive
can be transmitted by the spring element (14) onto the coupling element (15), characterised by a bearing sleeve (16) for guiding the coupling element (15), wherein the bearing
sleeve is deformable by a torque between the rotor (4) and the drive element (8, 9),
said torque exceeding a certain value, wherein the other elements of the locking device
remain unaffected given a torque with this value.
14. A locking device with a rotor (4) mounted in a stator (5), wherein the rotor (4) by
way of an electronically controlled drive can be coupled to a drive element (8, 9)
and/or blocked with respect to the stator (5), and wherein the electrically controlled
drive is arranged in the rotor and co-rotates with the rotor given a rotational movement
of this, wherein the electrical drive is coupled via a spring element (14) to a coupling
element (15) for coupling the rotor to the drive element or for blocking the rotor
with respect to the stator, in a manner such that a movement produced by the electric
drive can be transmitted by the spring element (14) onto the coupling element (15),
wherein the coupling element (15) is radially movable in the rotor by way of the spring
element (14), characterised in that the spring element (14) is movable by a rotation spindle (13) which is drivable by
the electric drive, and the spring element (14) is a leg spring whose one end engages
into the turns of the rotation spindle.
15. A locking device with a rotor (4) mounted in a stator (5), wherein the rotor (4) by
way of an electronically controlled drive can be coupled to a drive element (8, 9)
and/or blocked with respect to the stator (5), and wherein the electrically controlled
drive is arranged in the rotor and co-rotates with the rotor given a rotational movement
of this, wherein the electrical drive is coupled via a spring element (14) to a coupling
element (15) for coupling the rotor to the drive element or for blocking the rotor
with respect to the stator, in a manner such that a movement produced by the electric
drive can be transmitted by the spring element (14) onto the coupling element (15),
characterised in that a drill protection element (21) is rotatably attached in the rotor (4) and the rotor
(4) has a predetermined breakage location (41) which is arranged outside a secure
region.
1. Dispositif de verrouillage présentant un rotor (4) monté dans un stator (5),
le rotor (4) pouvant être accouplé à un élément entraîné (8, 9) par un entraînement
à commande électronique,
l'entraînement à commande électrique étant disposé dans le rotor et tournant conjointement
avec le rotor lorsque le rotor se déplace en rotation,
l'entraînement électrique est accouplé par l'intermédiaire d'un élément élastique
(14) à un élément d'accouplement (15) qui accouple le rotor à l'élément entraîné de
telle sorte qu'un déplacement amené par l'entraînement électrique puisse être transféré
à l'élément d'accouplement (15) par l'intermédiaire de l'élément élastique (14),et
l'élément d'accouplement (15) peut être déplacé radialement dans le rotor par l'élément
élastique (14), et l'élément d'accouplement (15) présente des deux côtés de l'axe
de rotation (20) du rotor (4) des parties de masse lorsque le dispositif de verrouillage
est à l'état découplé,
caractérisé en ce que
l'élément d'accouplement (15) présente une saillie d'accouplement qui s'engage dans
un creux complémentaire d'accouplement de l'élément entraîné (8, 9) lorsqu'il est
à l'état accouplé et
en ce que par rapport à la saillie d'accouplement, le centre de masse (S) de l'élément d'accouplement
(15) est disposé sensiblement sur l'axe de rotation (20) ou sur le côté de l'axe de
rotation éloigné de la saillie d'accouplement.
2. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, dans lequel l'élément d'accouplement
(15) présente une saillie d'accouplement qui, à l'état accouplé, s'engage dans un
creux complémentaire d'accouplement de l'élément entraîné (8, 9), caractérisé en ce qu'une surface (15.1) de transfert de couple de rotation qui transfère un couple de rotation
entre le rotor (4) et l'élément entraîné (8, 9) forme un angle (α) différent de 0
° avec la direction de déplacement de l'élément d'accouplement.
3. Dispositif de verrouillage selon la revendication 2, caractérisé en ce que ledit angle est compris entre 3° et 10°.
4. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une douille de montage (16) qui monte l'élément d'accouplement (15), la douille de
montage pouvant être déformée lorsqu'un couple de rotation supérieur à une valeur
donnée est exercée entre le rotor (4) et l'élément entraîné (8, 9), les autres éléments
du dispositif de verrouillage n'étant pas affectés par un couple de rotation présentant
cette valeur.
5. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément élastique (14) peut être déplacé par une broche rotative (13) entraînée
par l'entraînement électrique.
6. Dispositif de verrouillage selon la revendication 5, caractérisé en ce que la broche rotative est une broche sans fin.
7. Dispositif de verrouillage selon les revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que la broche rotative présente une forme extérieure globoïde.
8. Dispositif de verrouillage selon les revendications 5 à 7, caractérisé en ce que l'élément élastique (14) est un ressort à branches dont une extrémité s'engage dans
les enroulements de la broche rotative.
9. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une électronique d'évaluation qui évalue des signaux de données reçus et qui prend
des décisions concernant la présence d'une autorisation d'accès est disposée dans
le rotor (4).
10. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément (21) de protection contre le forage est monté à rotation dans le rotor
(4).
11. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rotor (4) présente un emplacement (41) de rupture préférentielle disposé à l'extérieur
d'une partie sécurisée.
12. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est configuré comme cylindre de verrouillage doté d'un contour extérieur normalisé
et en ce qu'il présente par exemple au moins une poignée de porte (2, 3).
13. Dispositif de verrouillage présentant un rotor (4) monté dans un stator (5),
le rotor (4) pouvant être accouplé à un élément entraîné (8, 9) (5) par un entraînement
à commande électronique,
l'entraînement à commande électrique étant disposé dans le rotor et tournant conjointement
avec le rotor lorsque le rotor se déplace en rotation,
l'entraînement électrique est accouplé par l'intermédiaire d'un élément élastique
(14) à un élément d'accouplement (15) qui accouple le rotor à l'élément entraîné,
de telle sorte qu'un déplacement amené par l'entraînement électrique puisse être transféré
à l'élément d'accouplement (15) par l'intermédiaire de l'élément élastique (14), caractérisé par une douille de montage (16) qui monte l'élément d'accouplement (15), la douille de
montage pouvant être déformée lorsqu'un couple de rotation supérieur à une valeur
donnée est exercée entre le rotor (4) et l'élément entraîné (8, 9), les autres éléments
du dispositif de verrouillage n'étant pas affectés par un couple de rotation présentant
cette valeur.
14. Dispositif de verrouillage présentant un rotor (4) monté dans un stator (5),
le rotor (4) pouvant être accouplé à un élément entraîné (8, 9) (5) et/ou être verrouillé
contre le stator (5) par un entraînement à commande électronique,
l'entraînement à commande électrique étant disposé dans le rotor et tournant conjointement
avec le rotor lorsque le rotor se déplace en rotation,
l'entraînement électrique est accouplé par l'intermédiaire d'un élément élastique
(14) à un élément d'accouplement (15) qui accouple le rotor à l'élément entraîné ou
qui bloque le rotor contre le stator de telle sorte qu'un déplacement amené par l'entraînement
électrique puisse être transféré à l'élément d'accouplement (15) par l'intermédiaire
de l'élément élastique (14), et l'élément d'accouplement (15) peut être déplacé radialement
dans le rotor par l'élément élastique (14), caractérisé en ce que l'élément élastique (14) peut être déplacé par une broche rotative (13) entraînée
par l'entraînement électrique, et l'élément élastique (14) est un ressort à branches
dont une extrémité s'engage dans les enroulements de la broche rotative.
15. Dispositif de verrouillage présentant un rotor (4) monté dans un stator (5),
le rotor (4) pouvant être accouplé à un élément entraîné (8, 9) (5) et/ou être verrouillé
contre le stator (5) par un entraînement à commande électronique,
l'entraînement à commande électrique étant disposé dans le rotor et tournant conjointement
avec le rotor lorsque le rotor se déplace en rotation,
l'entraînement électrique est accouplé par l'intermédiaire d'un élément élastique
(14) à un élément d'accouplement (15) qui accouple le rotor à l'élément entraîné ou
qui bloque le rotor contre le stator de telle sorte qu'un déplacement amené par l'entraînement
électrique puisse être transféré à l'élément d'accouplement (15) par l'intermédiaire
de l'élément élastique (14), caractérisé en ce qu'un élément (21) de protection contre le forage est monté à rotation dans le rotor
(4), et le rotor (4) présente un emplacement (41) de rupture préférentielle disposé
à l'extérieur d'une partie sécurisée.