[0001] Die Erfindung betrifft einen Radialkompressor und ein Verfahren zum Herstellen eines
Radialkompressors.
[0002] Ein- und mehrstufige Radialkompressoren, bei denen ein oder mehrere Kompressorlaufräder
auf einer Kompressorwelle in einem Kompressorgehäuse des jeweiligen Radialkompressors
angeordnet sind, weisen zur Strömungsführung die Kompressorlaufräder des jeweiligen
Radialkompressors umgebende in einer Axialrichtung des Radialkompressors geschichtete
bzw. hintereinander angeordnete Statorbauteile auf, die zusammen ein Statorpaket des
Radialkompressors bilden.
[0003] Das einer ersten Laufradstufe eines Radialkompressors zugeordnete und diese ggf.
umgebende Statorbauteil wird auch als Einlaufeinsatz bezeichnet und kann z.B. als
Einlaufherz ausgebildet sein.
[0004] Gemäß dem Stand der Technik wird in einem Kompressorgehäuse des Radialkompressors
über einen im Kompressorgehäuse ausgebildeten Fluideinlass, welcher einen Einlassstutzen
aufweisen kann, und eine in einem Einlaufeinsatz ausgebildete Fluideinlasspassage
z.B. gasförmiges Fluid in ein mit einer Kompressorwelle rotierendes Kompressorlaufrad
eingeleitet und aus dem Kompressorlaufrad heraus radial in eine Diffusorpassage hineingefördert,
die das Fluid in eine in einem Fluidausleitelement ausgebildete Fluidauslasspassage
(eine Spiralpassage oder Sammelpassage zum Ausleiten von über ein letztes Kompressorlaufrad
beschleunigtem Fluid) einleitet. Über die Fluidauslasspassage wird das Fluid zu einem
z.B. mit einem Druckstutzen versehenen Fluidauslass im Kompressorgehäuse geleitet
und einem nachfolgenden Prozess zugeführt.
[0005] Als Spiralpassage wird eine sich über den Umfang des Radialkompressors entwickelnde
bzw. querschnittsmäßig vergrößernde Passage bezeichnet. Als Sammelraum wird dahingegen
eine über den Umfang des Radialkompressors querschnittskonstante Passage bezeichnet.
[0006] Der im Kompressorgehäuse angeordnete Einlaufeinsatz wird üblicherweise als Gussteil
hergestellt, wobei die Fluideinlasspassage z.B. durch Gusskerne hergestellt wird.
Gussteile weisen jedoch Nachteile hinsichtlich ihrer langen Lieferzeiten und der zur
Herstellung erforderlichen Modelle, die in vielen Fällen nicht wiederverwendet werden
können und die die Herstellungskosten für die Gussteile erheblich vergrößernd beeinflussen,
und hinsichtlich ihrer ggf. schwankenden Qualität auf.
[0007] Die Qualitätsschwankungen betreffen hierbei insbesondere die Maßhaltigkeit (hier
insbesondere die Maßhaltigkeit der Fluideinlasspassage) und die Materialstruktur,
welche bei Gussteilen insbesondere von Lunkern beeinträchtigt sein kann. Lunker können
wiederum zu Rissen und zu Bearbeitungsproblemen oder sogar zu der Notwendigkeit des
Verwerfens des gesamten Gussteils führen.
[0008] Im Ergebnis sind mit solch üblichen Einlaufeinsätzen ausgerüstete Radialkompressoren
für Hersteller solcher Kompressoren problematisch hinsichtlich der Einhaltung der
geforderten Betriebseigenschaften, wie der Betriebssicherheit bzw. Ausfallsicherheit,
und der Einhaltung der vereinbarten Lieferzeiten. Damit kann die Herstellung solcher
Radialkompressoren für Hersteller mit hohen Kostenrisiken verbunden sein, welche sich
z.B. in Konventionalstrafen, erhöhten Beschaffungs- und/oder Transportkosten usw.
ausdrücken können. Ferner sind solche üblichen Radialkompressoren problematisch hinsichtlich
einer Standardisierung und damit kostenmäßigen Optimierung des Herstellungsprozesses.
[0009] Die aus dem Stand der Technik bekannte Druckschrift
US 2009/0060727 A1 beschäftigt sich mit der Anordnung von Einlaufeinsätzen in einem Kompressorgehäuse,
wobei der Einlaufeinsatz grundsätzlich mehrteilig ist und nur eins der Teile den eigentlichen
Einlauf bildet und die übrigen Teile die Befestigung im Gehäuse gewährleisten. Die
funktionsgebundenen Mehrteiligkeit erfordert in der Regel auf den Einzelfall abgestimmte
Bauteile, was nachteilig in Bezug auf die Kombination von verschieden dimensionierten
Einlaufeinsätzen ist.
[0010] Die Dokumente
US 4,212,585 und
DE 10 2007 042 529 A1 zeigen ebenfalls Einlaufeinsätze in Kompressorgehäusen, diese sind in Bezug auf die
vorgegebene geometrische Ausgestaltung des Kompressorgehäuses sowie des Kompressorlaufrades
speziell geformt, was auch hier nachteilig in Bezug auf die Kombination von verschiedenen
Einlaufeinsätzen ist.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Radialkompressor bereitzustellen,
welcher gegenüber üblichen Radialkompressoren verbesserte Betriebseigenschaften aufweist
und welcher mit geringeren Kostenrisiken herstellbar ist. Der Erfindung liegt ferner
die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Radialkompressors
bereitzustellen.
[0012] Die o.g. Aufgaben werden mit einem Radialkompressor gemäß Anspruch 1 bzw. einem Verfahren
gemäß Anspruch 8 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen
Ansprüchen definiert.
[0013] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist ein Radialkompressor ein Kompressorgehäuse,
eine drehbar in dem Kompressorgehäuse gelagerte Kompressorwelle, wenigstens ein in
dem Kompressorgehäuse auf der Kompressorwelle angeordnetes Kompressorlaufrad und einen
in einem Fluidpfad im Kompressorgehäuse einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors
zugeordneten Einlaufeinsatz bestimmter Erstreckung in einer Radialrichtung und einer
Axialrichtung des Radialkompressors auf. Erfindungsgemäß definiert der Einlaufeinsatz
eine im Fluidpfad einem ersten Kompressorlaufrad der Anzahl von Kompressorlaufrädern
vorgeordnete und zu diesem hin führende Fluideinlasspassage, wobei der Einlaufeinsatz
von Material mit einer definierten Materialstruktur gebildet ist und wobei die Fluideinlasspassage
als nachträglich eingebrachte räumliche Unterbrechung in einem Stoffzusammenhalt der
Materialstruktur ausgebildet ist.
[0014] Definierte Materialstruktur bedeutet gemäß der Erfindung, dass ein Ausgangsmaterial
für den Einlaufeinsatz sich in einem Festkörperzustand und ausdrücklich nicht in einem
Schmelzzustand befindet, wobei die Gesamtheit jeglicher Strukturunregelmäßigkeiten
und Strukturregelmäßigkeiten die Materialstruktur bilden. Mit anderen Worten ist die
Fluideinlasspassage insbesondere in ihrer Gesamtheit durch Abtrennen von Werkstoffteilchen
vom insbesondere vollwandigen bzw. massiven Ausgangsmaterial hergestellt, so dass
eine Teilchenzahl und ein Volumen des fertigen Einlaufeinsatzes geringer als jene
des Ausgangsmaterials sind.
[0015] Eine wie gemäß der Erfindung vorgesehene räumliche Unterbrechung bzw. Aufhebung des
Stoffzusammenhalts einer solchen definierten Materialstruktur des Einlaufeinsatzes
lässt sich ausschließlich durch eine Trennbearbeitung, wie beispielsweise Zerteilen,
Spanen (z.B. Fräsen, Bohren, Drehen, Schleifen usw.), Abtragen (z.B. Funkenerodieren,
Laserschneiden, Elektronenstrahlschneiden, Brennschneiden usw.) usw., erzielen.
[0016] Mit einem Trennverfahren lassen sich jedoch mit den heute verfügbaren z.B. CNC (
Computer
Numerically
Controlled - Computernummerischgesteuert) -Maschinen, wie z.B. CNC-Fräsmaschinen, CNC-Funkenerodiermaschinen
usw., erheblich höhere Genauigkeiten, insbesondere auch für die Fluideinlasspassage,
erzielen. Damit kann auf eine kostenintensive, langwierige und qualitätsschwankende
Herstellung der Fluideinlasspassage mittels Gusskernen verzichtet werden.
[0017] Ein Radialkompressor mit einem erfindungsgemäß hergestellten Einlaufeinsatz weist
somit durch die mit stets gleichbleibender Qualität bzw. Maßhaltigkeit hergestellte
Fluideinlasspassage stets die gewünschten und damit verbesserte Betriebseigenschaften
auf. Durch die z.B. damit reduzierten Risiken hinsichtlich lieferzeitbedingter und/oder
qualitätsbedingter Konventionalstrafen und/oder höherer Beschaffungskosten und/oder
höherer Transportkosten für den Hersteller eines solchen Radialkompressors sind insgesamt
die Kostenrisiken bei der Herstellung des Radialkompressors reduziert.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radialkompressors ist das Material
des Einlaufeinsatzes druckumgeformtes Material, wobei die Materialstruktur des Einlaufeinsatzes
als Druckumgeformt-Materialstruktur ausgebildet ist.
[0019] Erfindungsgemäß wird unter druckumgeformtem Material beispielsweise Schmiedematerial,
Kaltwalzmaterial und Warmwalzmaterial, Ziehmaterial usw. verstanden. Solche Materialien
sind am Markt schnell und preiswert als Halbzeuge verfügbar. Ferner weisen druckumgeformte
Materialien eine hinsichtlich Lufteinschlüssen verbesserte Materialstruktur auf, da
durch die Druckumformung nach einem Urformen ggf. vorhandene Lufteinschlüsse gewissermaßen
verschmiedet werden und damit eine homogenere Materialstruktur geschaffen wird.
[0020] Bevorzugt ist das Material des Einlaufeinsatzes Walzmaterial und insbesondere Metallblech,
wobei die Materialstruktur des Einlaufeinsatzes als Walzmaterialstruktur ausgebildet
ist. Insbesondere Metallbleche sind am Markt in einer Vielzahl von Blechdicken und
Materialqualitäten schnell und preiswert verfügbar.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radialkompressors ist der Einlaufeinsatz
von einer Mehrzahl von in Axialrichtung des Radialkompressors aufeinandergeschichteten
und miteinander verbundenen Einlaufeinsatzteilen gebildet. Bevorzugt sind die Einlaufeinsatzteile
miteinander verschweißt, verlötet oder verschraubt. Zusätzlich können geeignete Verbindungen
zum Kompressorgehäuse und benachbarten Innenteilen des Radialkompressors vorgesehen
sein.
[0022] Die erfindungsgemäße Laminierung bzw. Aufeinanderschichtung mehrerer Einlaufeinsatzteile
hat den Vorteil, dass die Gesamterstreckung des Einlaufeinsatzes in Axialrichtung
des Radialkompressors auf die mehreren Dickenabmessungen bzw. Erstreckungen in Axialrichtung
des Radialkompressors der Einlaufeinsatzteile verteilbar ist. Damit unterliegt das
für die jeweiligen Einlaufeinsatzteile zu verwendende Ausgangsmaterial zumindest in
einer Dimension, nämlich hier bevorzugt in der sich in Axialrichtung des Radialkompressors
erstreckenden Dickendimension, nicht den durch den Einlaufeinsatz als Ganzes vorgegebenen
Beschränkungen bzw. Größenmindestanforderungen. Damit wird eine erhöhte Flexibilität
hinsichtlich der Grundabmessungen des Ausgangsmaterials für die jeweiligen Einlaufeinsatzteile
sichergestellt.
[0023] Mit der erfindungsgemäßen Aufeinanderschichtung mehrerer Einlaufeinsatzteile, kann
auf einfache Weise z.B. das Problem gelöst werden, dass die am Markt verfügbare Blechdicke
beschränkt ist. Mit anderen Worten werden, wenn die Dickenabmessung des Einlaufeinsatzes
z.B. die am Markt verfügbare Blechdicke überschreitet, einfach mehrere Bleche (Einlaufeinsatzteile)
aufeinandergeschichtet und wie oben beschrieben miteinander verbunden. Die geometrische
Form für die Fluideinlasspassage kann in jedes Blech einzeln oder in die Bleche im
Geschichtet-Zustand eingebracht werden.
[0024] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Einlaufeinsatzes aus mehreren Einlaufeinsatzteilen
können für bestimmte Kompressorbaugrößen Standard-Einlaufeinsatzteile definiert werden,
so dass zumindest das Ausgangsmaterial für diese und ggf. sogar fertige Einlaufeinsatzteile
in einem Lager vorgehalten werden können. Damit können erfindungsgemäße Radialkompressoren
einen höheren Standardisierungsgrad aufweisen, womit eine kostenmäßige Optimierung
des Herstellungsprozesses erzielbar ist. Ferner ist es durch eine Lagervorhaltung
von bestimmten Einlaufeinsatzteilen möglich, schnell und flexibel auf Kundenwünsche
zu reagieren.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radialkompressors ist die Fluideinlasspassage
von wenigstens zwei Einlaufeinsatzteilen der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen begrenzt.
[0026] Durch die erfindungsgemäße Aufeinanderschichtung ist es somit möglich, wenn eine
auf dem Markt verfügbare Dickendimension des Ausgangsmaterials für die jeweiligen
Einlaufeinsatzteile nicht ausreicht, um darin den gesamten Querschnitt der Fluideinlasspassage
auszubilden, den Querschnitt auf mehrere Einlaufeinsatzteile zu verteilen. Damit unterliegt
der Fachmann beim Konstruieren der Fluideinlasspassage bzw. des Einlaufeinsatzes im
Wesentlichen keinen ausgangsmaterialbedingten Beschränkungen und kann somit eine optimale
Konstruktion realisieren.
[0027] In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass die Fluideinlasspassage sowohl aufgrund
ihres Querschnitts als auch aufgrund eines ggf. vorhandenen axialen Verlaufsfaktors
von mehreren Einlaufeinsatzteilen begrenzt sein kann.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radialkompressors ist in einem
Einlaufeinsatzteil der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen ein Spiralraum ausgebildet,
wobei der Spiralraum als nachträglich eingebrachte räumliche Unterbrechung im Stoffzusammenhalt
der Materialstruktur ausgebildet ist.
[0029] Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung ist auf einfache, raumsparende und kostengünstige
Weise ein Fluidausleitelement in den Einlaufeinsatz integriert. Dies reduziert zusätzlich
die Kosten und den Fertigungsaufwand. Besonders geeignet ist eine solche Ausgestaltung
der Erfindung für einstufige Radialkompressoren, ist aber nicht auf diese beschränkt.
[0030] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung weist ein Verfahren zum Herstellen eines
Radialkompressors zumindest die folgenden Schritte auf: Bereitstellen eines Kompressorgehäuses,
Bereitstellen einer Kompressorwelle, Bereitstellen wenigstens eines Kompressorlaufrades
und Anordnen dessen auf der Kompressorwelle, drehbares Lagern der Kompressorwelle
in dem Kompressorgehäuse, Bereitstellen eines Einlaufeinsatzes, so dass dieser eine
bestimmte Erstreckung in einer Radialrichtung und einer Axialrichtung des Radialkompressors
aufweist und eine Fluideinlasspassage definiert, und Anordnen des Einlaufeinsatzes
im Kompressorgehäuse, so dass der Einlaufeinsatz in einem Fluidpfad im Kompressorgehäuse
einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors zugeordnet ist und die Fluideinlasspassage
im Fluidpfad einem ersten Kompressorlaufrad der Anzahl von Kompressorlaufrädern vorgeordnet
ist und zu diesem hin führt, wobei die Fluideinlasspassage insbesondere in ihrer Gesamtheit
durch eine Trennbearbeitung insbesondere aus dem Vollen in den Einlaufeinsatz eingebracht
wird.
[0031] Gemäß der Erfindung kann eine Trennbearbeitung beispielsweise ein Zerteilen und/oder
ein Spanen (z.B. Fräsen, Bohren, Drehen, Schleifen usw.) und/oder ein Abtragen (z.B.
Funkenerodieren, Laserschneiden, Elektronenstrahlschneiden, Brennschneiden usw.) beinhalten.
[0032] Mit einem erfindungsgemäßen Trennverfahren lassen sich mit den heute verfügbaren
z.B. CNC-Maschinen, wie z.B. CNC-Fräsmaschinen, CNC-Funkenerodiermaschinen usw., erheblich
höhere Genauigkeiten, insbesondere auch für die Fluideinlasspassage, erzielen. Damit
kann auf eine kostenintensive, langwierige und qualitätsschwankende Herstellung der
Fluideinlasspassage mittels Gusskernen verzichtet werden.
[0033] Ein mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellter Radialkompressor mit einem
erfindungsgemäß ausgebildeten Einlaufeinsatz weist somit durch die mit stets gleichbleibender
Qualität bzw. Maßhaltigkeit hergestellte Fluideinlasspassage stets die gewünschten
und damit verbesserte Betriebseigenschaften auf. Durch die z.B. damit reduzierten
Risiken hinsichtlich lieferzeitbedingter und/oder qualitätsbedingter Konventionalstrafen
und/oder höherer Beschaffungskosten und/oder höherer Transportkosten für den Hersteller
eines solchen Radialkompressors sind insgesamt die Kostenrisiken bei der Herstellung
des Radialkompressors reduziert.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Ausgangsmaterial
für den Einlaufeinsatz druckumgeformtes Material verwendet.
[0035] Wie oben bereits erwähnt, wird gemäß der Erfindung unter druckumgeformtem Material
beispielsweise Schmiedematerial, Kaltwalzmaterial und Warmwalzmaterial, Ziehmaterial
usw. verstanden. Solche Materialien sind am Markt schnell und preiswert als Halbzeuge
verfügbar. Ferner weisen druckumgeformte Materialien eine hinsichtlich Lufteinschlüssen
verbesserte Materialstruktur auf, da durch die Druckumformung nach einem Urformen
ggf. vorhandene Lufteinschlüsse gewissermaßen verschmiedet werden und damit eine homogenere
Materialstruktur geschaffen wird.
[0036] Bevorzugt wird als Ausgangsmaterial für den Einlaufeinsatz Walzmaterial, insbesondere
Metallblech, verwendet. Insbesondere Metallbleche sind am Markt in einer Vielzahl
von Blechdicken und Materialqualitäten schnell und preiswert verfügbar.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Ausgangsmaterial
für den Einlaufeinsatz vollwandiges bzw. massives Material verwendet.
[0038] Mit anderen Worten kann als Ausgangsmaterial jegliches am Markt verfügbare geeignete
Vollmaterial verwendet werden, da die Fluideinlasspassage erst nachträglich in ihrer
Gesamtheit per Trennbearbeitung aus dem Vollen herausgearbeitet wird.
[0039] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden beim Bereitstellen
des Einlaufeinsatzes eine Mehrzahl von separaten Einlaufeinsatzteilen so aufeinandergeschichtet
und miteinander verbunden, dass die Einlaufeinsatzteile in Axialrichtung des Radialkompressors
nacheinander angeordnet sind, wobei die Einlaufeinsatzteile bevorzugt miteinander
verschweißt, verlötet und/oder verschraubt werden.
[0040] Die erfindungsgemäße Laminierung bzw. Aufeinanderschichtung mehrerer Einlaufeinsatzteile
hat den Vorteil, dass die Gesamterstreckung des Einlaufeinsatzes in Axialrichtung
des Radialkompressors auf die mehreren Dickenabmessungen bzw. Erstreckungen in Axialrichtung
des Radialkompressors der Einlaufeinsatzteile verteilbar ist. Damit unterliegt das
für die jeweiligen Einlaufeinsatzteile zu verwendende Ausgangsmaterial zumindest in
einer Dimension, nämlich hier bevorzugt in der sich in Axialrichtung des Radialkompressors
erstreckenden Dickendimension, nicht den durch den Einlaufeinsatz als Ganzes vorgegebenen
Beschränkungen bzw. Größenmindestanforderungen. Damit wird eine erhöhte Flexibilität
hinsichtlich der Grundabmessungen des zu verwendenden Ausgangsmaterials für die jeweiligen
Einlaufeinsatzteile sichergestellt.
[0041] Mit der erfindungsgemäßen Aufeinanderschichtung mehrerer Einlaufeinsatzteile, kann
auf einfache Weise z.B. das Problem gelöst werden, dass die am Markt verfügbare Blechdicke
beschränkt ist. Mit anderen Worten werden, wenn die Dickenabmessung des Einlaufeinsatzes
z.B. die am Markt verfügbare Blechdicke überschreitet, einfach mehrere Bleche (Einlaufeinsatzteile)
aufeinandergeschichtet und wie oben beschrieben miteinander verbunden. Die geometrische
Form für die Fluideinlasspassage kann in jedes Blech einzeln oder in die Bleche im
Geschichtet-Zustand eingebracht werden.
[0042] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Einlaufeinsatzes aus mehreren Einlaufeinsatzteilen
können für bestimmte Kompressorbaugrößen Standard-Einlaufeinsatzteile definiert werden,
so dass zumindest das Ausgangsmaterial für diese und ggf. sogar fertige Einlaufeinsatzteile
in einem Lager vorgehalten werden können. Damit können erfindungsgemäße Radialkompressoren
einen höheren Standardisierungsgrad aufweisen, womit eine kostenmäßige Optimierung
des Herstellungsprozesses erzielbar ist. Ferner ist es durch eine Lagervorhaltung
von bestimmten Einlaufeinsatzteilen möglich, schnell und flexibel auf Kundenwünsche
zu reagieren.
[0043] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Fluideinlasspassage
so eingebracht, dass sie von wenigstens zwei Einlaufeinsatzteilen der Mehrzahl von
Einlaufeinsatzteilen begrenzt wird.
[0044] Durch die erfindungsgemäße Aufeinanderschichtung ist es somit möglich, wenn eine
auf dem Markt verfügbare Dickendimension des Ausgangsmaterials für die jeweiligen
Einlaufeinsatzteile nicht ausreicht, um darin den gesamten Querschnitt der Fluideinlasspassage
auszubilden, den Querschnitt auf mehrere Einlaufeinsatzteile zu verteilen. Damit unterliegt
der Fachmann beim Konstruieren und Herstellen der Fluideinlasspassage bzw. des Einlaufeinsatzes
im Wesentlichen keinen ausgangsmaterialbedingten Beschränkungen und kann somit eine
optimale Konstruktion und Fertigung realisieren.
[0045] In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass die Fluideinlasspassage sowohl aufgrund
ihres Querschnitts als auch aufgrund eines ggf. vorhandenen axialen Verlaufsfaktors
von mehreren Einlaufeinsatzteilen begrenzt werden kann.
[0046] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in ein Einlaufeinsatzteil
der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen per Trennbearbeitung ein Spiralraum eingebracht.
[0047] Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung wird auf einfache, raumsparende und kostengünstige
Weise ein Fluidausleitelement in den Einlaufeinsatz integriert. Dies reduziert zusätzlich
die Kosten und den Fertigungsaufwand. Besonders geeignet ist eine solche Ausgestaltung
der Erfindung für einstufige Radialkompressoren, ist aber nicht auf diese beschränkt.
[0048] Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Trennbearbeitung
eine spanende und/oder eine abtragende Bearbeitung eingesetzt.
[0049] Gerade für räumlich verlaufende Geometrien wie die Fluideinlasspassage eignen sich
per CNC-Maschine durchgeführte Bearbeitungsverfahren wie z.B. Fräsen, Funkenerodieren,
Laserschneiden, Elektronenstrahlschneiden und Brennschneiden. Damit lässt sich die
Geometrie der Fluideinlasspassage in wiederholbarer Qualität und hoher Maßgenauigkeit
zuverlässig herstellen.
[0050] Im Fazit wird gemäß Ausführungsformen beider Aspekte der Erfindung vorgeschlagen,
die Gussteile für Einlaufeinsätze durch jeweils aus mindestens einem Blech bzw. Blechen
überwiegend spanend hergestellte Bauteile zu ersetzen. Bei geeigneter Formgebung der
strömungsführenden Fluideinlasspassage kann diese aus einem oder bei nicht ausreichend
zur Verfügung stehender Blechdicke mehreren geschichteten Blechen spanabhebend und/oder
durch erosive und/oder durch schneidende Verfahren (Laser, Elektronenstrahl, Brennschneiden)
hergestellt werden.
[0051] Bei geschichteten Blechen können diese miteinander verschraubt, verlötet oder verschweißt
werden. Werden die Bleche miteinander verschraubt, kann die Verschraubung auch Bestandteil
der Verschraubung des gesamten Statorpaketes sein.
[0052] Die Erfindung erlaubt nicht nur den Einsatz von Blechen, sondern ermöglicht auch
den Aufbau einer Standard-Bauteilsystematik.
[0053] Erfindungsgemäß besteht keine Beschränkung auf einstufige Radialkompressoren, sondern
die Erfindung ist z.B. auch für mehrstufige Radialkompressoren sowohl in Barrelbauweise
als auch in horizontal geteilter Bauweise anwendbar.
[0054] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Radialkompressor ein einwelliger
Radialkompressor.
[0055] Im Folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen und unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben.
- Fig.1
- zeigt eine schematische Schnittansicht eines Radialkompressors gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
- Fig.2
- zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines Einlaufeinsatzes eines Radialkompressors
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
- Fig.3
- zeigt eine seitliche Explosionsansicht des Einlaufeinsatzes von Fig.2.
[0056] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 ein Radialkompressor 1
gemäß Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
[0057] Ein erfindungsgemäßer Radialkompressor 1 weist ein Kompressorgehäuse 10, eine drehbar
in dem Kompressorgehäuse 10 gelagerte Kompressorwelle 20, wenigstens ein in dem Kompressorgehäuse
10 auf der Kompressorwelle 20 angeordnetes Kompressorlaufrad 14 und ein in einem Fluidpfad
im Kompressorgehäuse 10 einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors 1 zugeordneten
Einlaufeinsatz 12 auf, welcher eine bestimmte Erstreckung in einer Radialrichtung
RR und einer Axialrichtung AR (siehe Fig.1 und Fig.3) des Radialkompressors 1 hat.
[0058] Im Betrieb des erfindungsgemäßen Radialkompressors 1 wird über einen im Kompressorgehäuse
10 ausgebildeten Fluideinlass 11, welcher einen Einlassstutzen (nicht gezeigt) aufweisen
kann, und eine im Einlaufeinsatz 12 ausgebildete Fluideinlasspassage 13 gasförmiges
und/oder flüssiges Fluid in das mit der Kompressorwelle 20 rotierende Kompressorlaufrad
14 eingeleitet und aus dem Kompressorlaufrad 14 heraus radial in eine Diffusorpassage
15 hineingefördert, die das Fluid in eine in einem Fluidausleitelement 16 ausgebildete
Fluidauslasspassage 16a (eine Spiralpassage oder Sammelpassage) einleitet.
[0059] Über die Fluidauslasspassage 16a wird das Fluid zu einem z.B. mit einem Druckstutzen
(nicht gezeigt) versehenen Fluidauslass
17 im Kompressorgehäuse 10 geleitet und einem nachfolgenden Prozess zugeführt.
[0060] Wie aus Fig.1 ersichtlich, ist die Fluideinlasspassage 13 im Einlaufeinsatz 12 im
Fluidpfad dem ersten (und gemäß der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform einzigen) Kompressorlaufrad
14 vorgeordnet und führt bzw. erstreckt sich zu diesem hin.
[0061] Wie aus Fig.2 und Fig.3 ersichtlich, ist der Einlaufeinsatz 12 von drei in Axialrichtung
AR des Radialkompressors 1 aufeinandergeschichteten und miteinander verbundenen Einlaufeinsatzteilen
12a, 12b, 12c gebildet, wobei die Einlaufeinsatzteile gemäß Ausführungsformen der
Erfindung miteinander verschweißt, verlötet und/oder verschraubt (nicht im Detail
dargestellt) sind.
[0062] Wie ebenfalls aus Fig.2 und Fig.3 ersichtlich, ist die Fluideinlasspassage 13 von
allen dreien der Einlaufeinsatzteile 12a, 12b, 12c zumindest mittels eines Wandabschnitts
dieser begrenzt.
[0063] In dem in Fig.2 und Fig.3 rechten Einlaufeinsatzteil 12c ist eine Fluidauslasspassage
in Form eines Spiralraums 121c ausgebildet. Der Spiralraum 121c bildet als Modifikation
zu der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform die Fluidauslasspassage, wobei das Einlaufeinsatzteil
12c das Fluidausleitelement bildet. Eine solche Konfiguration ist insbesondere für
einen einstufigen Radialkompressor geeignet. Es ist zu bemerken, dass gemäß Ausführungsformen
der Erfindung der Spiralraum 121c im Einlaufeinsatzteil 12c auch weggelassen sein
kann und stattdessen die Fluidauslasspassage wie in Fig.1 gezeigt angeordnet sein
kann.
[0064] Gemäß der in Fig.2 und Fig.3 gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist das in diesen
Figuren linke Einlaufeinsatzteil 12a als Kegelscheibe ausgebildet, ist das in diesen
Figuren mittlere Einlaufeinsatzteil 12b als Einlaufherz ausgebildet und ist das in
diesen Figuren rechte Einlaufeinsatzteil 12c als Fluidausleitelement bzw. Spiralgehäuseelement
ausgebildet.
[0065] Der Einlaufeinsatz 12 ist aus einem Material mit einer definierten Materialstruktur
hergestellt, nämlich gemäß Ausführungsformen der Erfindung aus druckumgeformtem Material
und hier insbesondere aus gewalztem Metallblech. Mit anderen Worten ist die Materialstruktur
des Einlaufeinsatzes 12 bzw. der jeweiligen Einlaufeinsatzteile 12a, 12b, 12c eine
Druckumgeformt-Materialstruktur und hier insbesondere eine Walzmaterialstruktur.
[0066] Gemäß der Erfindung sind die Fluideinlasspassage 13 und der Spiralraum 121c durch
eine Trennbearbeitung in das vollwandige Ausgangsmaterial (Metallblech) des Einlaufeinsatzes
12 bzw. der jeweiligen Einlaufeinsatzteile 12a, 12b, 12c eingebracht.
[0067] Damit stellen die Fluideinlasspassage 13 und der Spiralraum 121c jeweils eine nachträglich
eingebrachte räumliche Unterbrechung in einem Stoffzusammenhalt der Materialstruktur
des Einlaufeinsatzes 12 dar.
[0068] In einer einfachsten Form weist ein Verfahren zum Herstellen des Radialkompressors
1 demnach die folgenden Schritte auf: Bereitstellen des Kompressorgehäuses 10, Bereitstellen
der Kompressorwelle 20, Bereitstellen wenigstens eines Kompressorlaufrades 14 und
Anordnen dessen auf der Kompressorwelle 20, drehbares Lagern der Kompressorwelle 20
in dem Kompressorgehäuse 10, Bereitstellen des Einlaufeinsatzes 12, so dass dieser
eine bestimmte Erstreckung in Radialrichtung RR und in Axialrichtung AR des Radialkompressors
1 aufweist und eine Fluideinlasspassage 13 definiert, und Anordnen des Einlaufeinsatzes
12 im Kompressorgehäuse 10, so dass der Einlaufeinsatz 12 im Fluidpfad im Kompressorgehäuse
10 einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors 1 zugeordnet ist und die Fluideinlasspassage
13 im Fluidpfad dem ersten Kompressorlaufrad 14 vorgeordnet ist und zu diesem hin
führt, wobei die Fluideinlasspassage 13 durch eine Trennbearbeitung in den Einlaufeinsatz
12 eingebracht wird.
[0069] Gemäß Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann der Einlaufeinsatz
12, wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt, aus einer Mehrzahl von in Axialrichtung AR
des Radialkompressors 1 aufeinandergeschichteten Einlaufeinsatzteilen 12a, 12b, 12c
hergestellt werden, wobei die Einlaufeinsatzteile 12a, 12b, 12c miteinander verschweißt,
verlötet oder verschraubt werden.
[0070] Die Fluideinlasspassage 13 kann so eingebracht werden, dass sie, wie in den Figuren
2 und 3 gezeigt, von allen drei Einlaufeinsatzteilen 12a, 12b, 12c begrenzt wird.
[0071] Die geometrische Form für die Fluideinlasspassage 13 kann in jedes Einlaufeinsatzteil
12a, 12b, 12c einzeln oder in die Einlaufeinsatzteile 12a, 12b, 12c im Geschichtet-Zustand
eingebracht werden. Auch der Spiralraum 121c kann, wenn vorgesehen, vor oder nach
dem miteinander Verbinden bzw. Aufeinanderschichten der Einlaufeinsatzteile 12a, 12b,
12c per Trennbearbeitung in das strömungsabwärtigste Einlaufeinsatzteil 12c eingebracht
werden.
[0072] Als Trennbearbeitung werden bevorzugt eine spanende und/oder eine abtragende Bearbeitung
eingesetzt. Demnach können gemäß Ausführungsformen der Erfindung die Fluideinlasspassage
13 und ggf. der Spiralraum 121c z.B. per Fräsen und/oder Funkenerodieren aus dem vollen
Ausgangsmaterial herausgearbeitet bzw. in dieses eingebracht werden.
[0073] Als Ausgangsmaterial für den Einlaufeinsatz 12 bzw. die jeweiligen Einlaufeinsatzteile
12a, 12b, 12c kann druckumgeformtes Material und bevorzugt Walzmaterial, insbesondere
Metallblech, verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 1
- Radialkompressor
- 10
- Kompressorgehäuse
- 11
- Fluideinlass
- 12
- Einlaufeinsatz
- 12a
- Einlaufeinsatzteil
- 12b
- Einlaufeinsatzteil
- 12c
- Einlaufeinsatzteil
- 121c
- Spiralraum
- 13
- Fluideinlasspassage
- 14
- Kompressorlaufrad
- 15
- Diffusorpassage
- 16
- Fluidausleitelement
- 16a
- Fluidausleitpassage
- 17
- Fluidauslass
- 20
- Kompressorwelle
- AR
- Axialrichtung
- RR
- Radialrichtung
1. Radialkompressor (1) mit einem Kompressorgehäuse (10), einer drehbar in dem Kompressorgehäuse
(10) gelagerten Kompressorwelle (20), wenigstens einem in dem Kompressorgehäuse (10)
auf der Kompressorwelle (20) angeordneten Kompressorlaufrad (14) und einem in einem
Fluidpfad im Kompressorgehäuse (10) einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors
(1) zugeordneten Einlaufeinsatz (12) bestimmter Erstreckung in einer Radialrichtung
(RR) und einer Axialrichtung (AR) des Radialkompressors (1),
wobei der Einlaufeinsatz (12) eine im Fluidpfad einem ersten Kompressorlaufrad (14)
vorgeordnete und zu diesem hin führende Fluideinlasspassage (13) definiert,
wobei der Einlaufeinsatz (12) von Material mit einer definierten Materialstruktur
gebildet ist, und
wobei die Fluideinlasspassage (13) als nachträglich eingebrachte räumliche Unterbrechung
in einem Stoffzusammenhalt der Materialstruktur ausgebildet ist, wobei der Einlaufeinsatz (12) von einer Mehrzahl von in Axialrichtung (AR) des Radialkompressors
(1) aufeinandergeschichteten und miteinander verbundenen Einlaufeinsatzteilen (12a,
12b, 12c) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Einlaufeinsatzteil (12c) der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b,
12c) ein Spiralraum (121c) ausgebildet ist, und wobei der Spiralraum (121c) als nachträglich
eingebrachte räumliche Unterbrechung im Stoffzusammenhalt der Materialstruktur ausgebildet
ist.
2. Radialkompressor (1) gemäß Anspruch 1, wobei das Material des Einlaufeinsatzes (12)
druckumgeformtes Material ist, und wobei die Materialstruktur des Einlaufeinsatzes
(12) als Druckumgeformt-Materialstruktur ausgebildet ist.
3. Radialkompressor (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das Material des Einlaufeinsatzes
(12) Walzmaterial und insbesondere Metallblech ist, und wobei die Materialstruktur
des Einlaufeinsatzes (12) als Walzmaterialstruktur ausgebildet ist.
4. Radialkompressor (1) gemäß Anspruch 1 wobei die Einlaufeinsatzteile (12a, 12b, 12c)
miteinander verschweißt, verlötet oder verschraubt sind.
5. Radialkompressor (1) gemäß Anspruch 1 oder 4, wobei die Fluideinlasspassage (13) von
wenigstens zwei Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b, 12c) der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen
(12a, 12b, 12c) begrenzt ist.
6. Verfahren zum Herstellen eines Radialkompressors (1), aufweisend:
Bereitstellen eines Kompressorgehäuses (10),
Bereitstellen einer Kompressorwelle (20),
Bereitstellen wenigstens eines Kompressorlaufrades (14) und Anordnen dessen auf der
Kompressorwelle (20),
drehbares Lagern der Kompressorwelle (20) in dem Kompressorgehäuse (10),
Bereitstellen eines Einlaufeinsatzes (12), so dass dieser eine bestimmte Erstreckung
in einer Radialrichtung (RR) und in einer Axialrichtung (AR) des Radialkompressors
(1) aufweist und eine Fluideinlasspassage (13) definiert, und
Anordnen des Einlaufeinsatzes (12) im Kompressorgehäuse (10), so dass der Einlaufeinsatz
(12) in einem Fluidpfad im Kompressorgehäuse (10) einer ersten Laufradstufe des Radialkompressors
(1) zugeordnet ist und die Fluideinlasspassage (13) im Fluidpfad einem ersten Kompressorlaufrad
(14) vorgeordnet ist und zu diesem hin führt,
wobei die Fluideinlasspassage (13) durch eine Trennbearbeitung in den Einlaufeinsatz
(12) eingebracht wird, wobei beim Bereitstellen des Einlaufeinsatzes (12) eine Mehrzahl
von separaten Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b, 12c) so aufeinandergeschichtet und miteinander
verbunden werden, dass die Einlaufeinsatzteile (12a, 12b, 12c) in Axialrichtung (AR)
des Radialkompressors (1) nacheinander angeordnet sind.
dadurch gekennzeichnet.
dass in ein Einlaufeinsatzteil (12c) der Mehrzahl von Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b,
12c) per Trennbearbeitung ein Spiralraum (121c) eingebracht wird.
7. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei als Ausgangsmaterial für den Einlaufeinsatz (12)
druckumgeformtes Material verwendet wird.
8. Verfahren gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei als Ausgangsmaterial für den Einlaufeinsatz
(12) Walzmaterial, insbesondere Metallblech, verwendet wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei als Ausgangsmaterial für den Einlaufeinsatz
(12) vollwandiges Material verwendet wird.
10. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei die Einlaufeinsatzteile (12a, 12b, 12c) miteinander
verschweißt, verlötet oder verschraubt werden.
11. Verfahren gemäß Anspruch 6 oder 10, wobei die Fluideinlasspassage (13) so eingebracht
wird, dass sie von wenigstens zwei Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b, 12c) der Mehrzahl
von Einlaufeinsatzteilen (12a, 12b, 12c) begrenzt wird.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 6 bis 11, wobei als Trennbearbeitung eine spanende
und/oder eine abtragende Bearbeitung eingesetzt wird.
1. A radial compressor (1) with a compressor housing (10), a compressor shaft (20) which
is rotatably mounted in the compressor housing (10), at least one compressor impeller
(14) arranged on the compressor shaft (20) in the compressor housing (10) and an inlet
insert (12) assigned in a fluid path in the compressor housing (10) to a first impeller
stage of the radial compressor (1) of a certain extension in a radial direction (RR)
and an axial direction (AR) of the radial compressor (1)
wherein the inlet insert (12) defines a fluid inlet passage (13) that is arranged
upstream of a, in the fluid path, first compressor impeller (14) and leading to the
same,
wherein the inlet insert (12) is formed by material with a defined material structure,
and
wherein the fluid inlet passage (13) is formed as subsequently introduced spatial
interruption in a material cohesion of the material structure, wherein the inlet insert
(12) is formed by a plurality of inlet insert parts (12a, 12b, 12c) which are stacked
onto one another in axial direction (AR) of the radial compressor (1) and connected
to one another,
characterized
in that in an inlet insert part (12c) of the plurality of inlet insert parts (12a, 12b, 12c)
a clearance (121c) is formed, and wherein the clearance (121c) is formed as subsequently
introduced spatial interruption in the material cohesion of the material structure.
2. The radial compressor (1) according to Claim 1, wherein the material of the inlet
insert (12) is designed as pressure-formed material, and wherein the material structure
of the inlet insert (12) is designed as pressure-formed material structure.
3. The radial compressor (1) according to Claim 1 or 2, wherein the material of the inlet
insert (12) is rolled material and in particular sheet metal, and wherein the material
structure of the inlet insert (12) is formed as rolled material structure.
4. The radial compressor (1) according to Claim 1, wherein the inlet insert parts (12a,
12b, 12c) are welded, soldered or screwed to one another.
5. The radial compressor (1) according to Claim 1 or 4, wherein the fluid inlet passage
(13) is delimited by at least two inlet insert parts (12a, 12b, 12c) of the plurality
of inlet insert parts (12a, 12b, 12c).
6. A method for producing a radial compressor (1), comprising:
providing a compressor housing (10),
providing a compressor shaft (20),
providing at least one compressor impeller (14) and arranging the same on the compressor
shaft (20),
rotatable mounting of the compressor shaft (20) in the compressor housing (10),
providing an inlet insert (12) so that the same has a certain extension in a radial
direction (RR) and in an axial direction (AR) of the radial compressor (1) and defines
a fluid inlet passage (13), and
arranging the inlet insert (12) in the compressor housing (10) so that the inlet insert
(12) in a fluid path in the compressor housing (10) is assigned to a first impeller
stage of the radial compressor (1) and the fluid inlet passage (13) is arranged in
the fluid path upstream of a first compressor impeller (14) and leads to the same,
wherein the fluid inlet passage (13) is introduced into the inlet insert (12) by a
cutting process,
wherein when providing the inlet insert (12) a plurality of separate inlet insert
parts (12a, 12b, 12c) are stacked onto one another and connected to one another in
such a manner that the inlet insert parts (12a, 12b, 12c) are arranged one after the
other in axial direction (AR) of the radial compressor (1),
characterized
in that a clearance (121c) is introduced into an inlet insert part (12c) of the plurality
of inlet insert parts (12a, 12b, 12c) by way of a cutting process.
7. The method according to Claim 6, wherein as starting material for the inlet insert
(12) pressure-formed material is used.
8. The method according to Claims 6 or 7, wherein as starting material for the inlet
insert (12) rolled material, in particular sheet metal is used.
9. The method according to any one of the Claims 6 to 8, wherein as starting material
for the inlet insert (12) solid-walled material is used.
10. The method according to Claim 6, wherein the inlet insert parts (12a, 12b, 12c) are
welded, soldered or screwed to one another.
11. The method according to Claim 6 or 10, wherein the fluid inlet passage (13) is introduced
so that it is delimited by at least two inlet insert parts (12a, 12b, 12c) of the
plurality of inlet insert parts (12a, 12b, 12c).
12. The method according to any one of the Claims 6 to 11, wherein as cutting process
a chip-machining and/or a removal process is employed.
1. Compresseur radial (1), avec un carter de compresseur (10), un arbre de compresseur
(20) logé de manière rotative dans le carter de compresseur (10), au moins un impulseur
(14) placé dans le carter de compresseur (10) sur l'arbre de compresseur (20) et un
insert d'admission (12) d'extension déterminée dans une direction radiale (RR) et
dans une direction axiale (AR) du compresseur radial (1), associé dans un trajet fluidique
dans le carter de compresseur (10) à un premier niveau d'impulseur du compresseur
radial (1), l'insert d'admission (12) définissant un passage d'entrée du fluide (13}
monté en amont d'un premier impulseur (14) dans le trajet fluidique et menant vers
celui-ci,
l'insert d'admission {12) étant formé de matière d'une structure de matière définie
et
le passage d'entrée du fluide (13) étant conçu sous la forme d'une interruption spatiale
ménagée ultérieurement dans une cohésion de matières de la structure matérielle, l'insert
d'admission (12} étant formé d'une pluralité de pièces d'insert d'admission (12a,
12b, 12c) empilées les unes sur les autres et assemblées les unes aux autres dans
la direction axiale (AR) du compresseur radial (1),
caractérisé en ce que
dans une pièce d'insert d'admission (12c) de la pluralité de pièces d'insert d'admission
(12a, 12b. 12c) est conçu un espace en spirale (121c} et l'espace en spirale (121c)
est conçu sous la forme d'une interruption physique ménagée ultérieurement dans une
cohésion de matières de la structure matérielle.
2. Compresseur radial (1) selon la revendication 1, la matière de l'insert d'admission
(12) étant une matière façonnée sous pression et la structure matérielle de l'insert
d'admission (12) étant conçue sous la forme de structure matérielle façonnée sous
pression.
3. Compresseur radial (1) selon la revendication 1 ou 2, la matière de l'insert d'admission
(12) étant une matière laminée et notamment de la tôle métallique et la structure
matérielle de l'insert d'admission (12) étant conçue sous la forme d'une structure
matérielle laminée.
4. Compresseur radial (1) selon la revendication 1,
les pièces de l'insert d'admission (12a, 12b, 12c) étant soudées, brasées ou vissées
les unes aux autres.
5. Compresseur radial (1) selon la revendication 1 ou 4, le passage d'entrée du fluide
(13) étant délimité par au moins deux pièces d'insert d'admission (12a, 12b, 12c)
de la pluralité de pièces d'insert d'admission (12a, 12b, 12c).
6. Procédé destiné à fabriquer un compresseur radial (1), comportant :
la mise à disposition d'un carter de compresseur (10), la mise à disposition d'un
arbre de compresseur (20), la mise à disposition d'au moins un impulseur {14) et le
placement de celui-ci sur l'arbre de compresseur (20),
le logement en rotation de l'arbre de compresseur (20) dans le carter de compresseur
(10),
la mise à disposition d'un insert d'admission (12), de sorte que celui-ci présente
une certaine extension dans une direction radiale (RR) et dans une direction axiale
(AR) du compresseur radial (1) et définisse un passage d'entrée du fluide {13) et
le placement de l'insert d'admission (12) dans le carter de compresseur (10), de sorte
que dans un trajet fluidique dans le carter de compresseur (10), l'insert d'admission
{12) soit associé à un premier niveau d'impulseur du compresseur radial (1) et que
dans le trajet fluidique, le passage d'entrée du fluide (13) soit monté en amont d'un
premier impulseur (14) et mène vers celui-ci,
le passage d'entrée du fluide (13) étant ménagé par un usinage de sectionnement dans
l'insert d'admission (12), lors de la mise à disposition de l'insert d'admission (12),
une pluralité de pièces d'insert d'admission (12a, 12b, 12c) séparées étant superposées
et assemblées les unes aux autres de telle sorte que les pièces d'insert d'admission
(12a, 12b, 12c) soient placées successivement dans la direction radiale (AR) du compresseur
radial (1),
caractérisé en ce que
dans une pièce d'insert d'admission (12c) de la pluralité de pièces d'insert d'admission
(12a, 12b. 12c), un espace en spirale (121c) est ménagé à chaque usinage de sectionnement.
7. Procédé selon la revendication 6,
en tant que matière de départ pour l'insert d'admission (12) étant utilisée de la
matière façonnée sous pression.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7,
en tant que matière de départ pour l'insert d'admission (12) étant utilisée de la
matière laminée, notamment de la tôle métallique.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
en tant que matière de départ pour l'insert d'admission (12) étant utilisée de la
matière à parois massives.
10. Procédé selon la revendication 6, lors duquel on soude, ou brase ou on visse les unes
aux autres les pièces d'insert d'admission (12a, 12b, 12c).
11. Procédé selon la revendication 6 ou 10,
le _passage d'entrée du fluide (13) étant ménagé de telle sorte qu'il soit délimité
par au moins deux pièces d'insert d'admission (12a, 12b, 12c) de la pluralité de pièces
d'insert d'admission 12a, 12b, 12c) .
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 11,
lors duquel on met en oeuvre en tant qu'usinage de sectionnement un usinage par enlèvement
de copeaux et/ou un usinage par enlèvement.