[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät,
mit einem einen Lagerraum umschließenden Gehäuse und einem in dem Lagerraum montierten
Behälter. Wenn ein solcher Behälter geschlossen gehalten wird, kann darin ein feuchteres
Mikroklima aufrecht erhalten werden als in dem umgebenden Lagerraum, dessen Luft im
Betrieb des Kältegerätes ständig in Kontakt mit einer kalten Verdampferoberfläche
entfeuchtet wird. Das feuchte Mikroklima in dem Behälter eignet sich besonders zum
Lagern von Lebensmitteln, die kontinuierlich Wasser verdunsten und durch die Verdunstung
an Qualität einbüßen, insbesondere von frischem Gemüse, Obst und dergleichen. Ein
solcher Behälter wird daher gemeinhin auch als Gemüsefach oder Gemüsebox bezeichnet.
[0002] Da verschiedene Lebensmittel unterschiedliche Niveaus der Luftfeuchtigkeit zur optimalen
Erhaltung ihrer Frische brauchen, kann es in Abhängigkeit von der Art der in dem Behälter
untergebrachten Lebensmittel erforderlich sein, in mehr oder minder großem Umfang
Feuchtigkeit aus dem Behälter abzuführen. Herkömmlicherweise dient zur Steuerung der
Feuchtigkeitsabgabe aus dem Behälter ein in einer Frontseite oder einem Deckel des
Behälters angebrachter verschiebbarer Verschluss, der in einer offenen Stellung das
Entweichen von feuchter Luft aus dem Behälter in den umgebenden Lagerraum erlaubt.
Diese bekannte Lösung ist jedoch wenig effektiv, so dass insbesondere wenn stark transpirierendes
Kühlgut in dem Behälter untergebracht ist, Wasser an einer kalten Wand des Behälter
auskondensieren und sich am Behälterboden sammeln kann. Diese Gefahr ist insbesondere
noch durch die Tatsache verstärkt, dass die kälteste Wand des Behälters meist die
Rückwand ist und dort, da sie am weitesten von dem Verschluss entfernt ist, die höchsten
Luftfeuchtigkeitswerte erreicht werden. Wenn das Kühlgut in Kontakt mit auskondensiertem
Wasser gelangt, ist seine Lagerfähigkeit empfindlich beeinträchtigt.
[0003] Aus der
US 2 846 286 A ist ein Gerät bekannt, welches einen Lagerraum aufweist, in dem ein Behälter mit
einer Schale und einer plattenartigen Abdeckung angeordnet ist. Diese Abdeckung ist
horizontal orientiert und über eine aufwendige Haltekonstruktion verschiebbar gelagert.
Diese Haltekonstruktion weist schräg nach hinten und oben orientierte Führungskulissen
auf, entlang welcher diese Platte verschiebbar gelagert ist.
[0004] Diese Platte kann auf die Schale aufgesetzt werden, sodass ein geschlossener Zustand
des Behälters erzielt ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Kältegerät mit einem Lagerraum und einem in
dem Lagerraum untergebrachten Behälter anzugeben, bei dem eine wirksamere Kontrolle
der Feuchtigkeit im Behälter als bei den herkömmlichen Geräten möglich ist.
[0006] Unter Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, das heißt
ein Kältegerät, das zur Haushaltführung eingesetzt wird, wie beispielsweise ein Kühlschrank
oder eine Kühlgefrierkombination. Bei dem Kältegerät kann es sich um ein No-Frost-Kältegerät
handeln, bei dem zur Kühlung seines Lagerraums kalte Luft von einer Verdampferkammer
in den Lagerraum geblasen wird.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Kältegerät mit einem einen Lagerraum umschließenden
Gehäuse und einem in dem Lagerraum montierten Behälter, der eine Schale und einen
Deckel umfasst, der Deckel zwischen einer die Schale verschließenden Stellung und
einer offenen Stellung höhenverstellbar ist. Durch die Höhenverstellung des Deckels
kann auf dem gesamten Umfang des Behälters oder zumindest auf einem großen Teil davon
ein Spalt erzeugt werden. Es gibt daher im Inneren des Behälters wesentlich weniger
Bereiche, die weit von einem Belüftungsdurchgang entfernt und dementsprechend schlecht
belüftbar sind und aus denen Feuchtigkeit nur mangelhaft abgeführt werden kann. Während
bei einem herkömmlichen Behälter darin enthaltenes Kühlgut eine Barriere bilden kann,
die einen rückwärtigen Bereich des Behälters vom Luftaustausch über einen im vorderen
Bereich des Behälters liegenden Luftdurchgang abschneidet, ist durch die erfindungsgemäße
Konstruktion die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bereich im Behälterinneren durch darin
enthaltenes Kühlgut vom Luftaustausch abgeschnitten ist, erheblich verringert. Außerdem
ermöglicht die Anhebung des Deckels bei ansonsten geeignetem Aufbau des Kältegeräts
die Ausbildung eines Luftstroms quer durch den offenen Behälter, der einen sehr schnellen
und wirksamen Luftaustausch mit dem umgebenden Lagerraum herbeiführt.
[0008] Um einerseits in der verschließenden Stellung des Deckels den Behälter zuverlässig
abzudichten, andererseits aber das Herausziehen der Schale nicht zu behindern, ist
es zweckmäßig, wenn eine Auflagefläche der Schale, auf der der Deckel in seiner geschlossenen
Stellung aufliegt, zu einer Rückwand des Gehäuses hin abschüssig ist. Um die Intensität
des Luftaustauschs mit dem Lagerraum regeln zu können, sollte der Deckel in wenigstens
einer, vorzugsweise in jeder Zwischenstellung zwischen der verschließenden Stellung
und der offenen Stellung stabil sein.
[0009] Ein besonders einfacher Führungsmechanismus und auch eine Selbsthemmung des Deckels
in der offenen Stellung und/oder in Zwischenstellungen ist realisierbar, wenn der
Deckel zwischen der offenen Stellung und der verschließenden Stellung auf einer schräg
abschüssigen Bahn geführt ist.
[0010] Zur stabilen Führung des Deckels auf dieser Bahn dienen den Ecken des Deckels benachbarte
Rampen. Eine solche Rampe kann Teil des Deckels und mit diesem beweglich oder am Gehäuse
des Kältegeräts fest sein. Die Rampe kann zum Beispiel die Form einer schrägen Flanke
eines Hakens oder eines schrägen Randes eines Schlitzes annehmen.
[0011] Damit der Deckel nicht durch darauf abgestelltes Kühlgut blockiert oder in seiner
Bewegung gehindert wird, ist er zweckmäßigerweise dicht unter einer sich über ihm
erstreckenden horizontalen Wand angeordnet. Die horizontale Wand ist eine in den Lagerraum
eingefügte Platte, die ihrerseits als Kühlgutträger dienen kann.
[0012] Wenn der Deckel von der Platte abgehängt ist, kann ein an sich bekanntes Kältegerätegehäuse
verwendet werden, um ein erfindungsgemäßes Kältegerät zu schaffen, indem darin die
Platte mit dem abgehängten Deckel eingefügt wird. Dies ermöglicht zum einen eine preiswerte
Fertigung des erfindungsgemäßen Kältegeräts durch weitgehende Verwendung bereits existierender
Komponenten, zum anderen besteht auch die Möglichkeit, ein existierendes Kältegerät
durch den Einbau einer Platte mit abgehängtem Deckel erfindungsgemäß aufzurüsten.
[0013] Um den Deckel vertikal zu verstellen, ist vorzugsweise ein horizontal beweglich geführter
Schieber vorgesehen, und von Deckel und Schieber weist der eine eine schräge Führungskontur
und der andere ein mit der Führungskontur zusammenwirkendes und relativ zu der Führungskontur
verschiebbares Element auf.
[0014] Um für einen Benutzer bequem zugänglich zu sein, ist der Schieber vorzugsweise an
einer Vorderkante der horizontalen Wand angebracht.
[0015] Die Führungskontur kann in einer vertikalen Ebene, quer zur Bewegungsrichtung des
Schiebers, schräg verlaufen; vorzugsweise verläuft sie in einer horizontalen Ebene
schräg, das heißt sie erstreckt sich sowohl in der Breite als auch in der Tiefe des
Kältegerätegehäuses. Das verschiebbare Element und die Führungskontur sollten dann
in der Vertikalen gegeneinander beweglich sein.
[0016] Vorzugsweise verläuft der Weg einer Luftströmung, die durch einen Ventilator oder
durch Konvektion angetrieben sein kann, zumindest in der verschließenden Stellung
des Deckels über den Deckel. So wird der Behälter in der verschließenden Stellung
an seiner Oberseite besonders intensiv gekühlt, was einem unerwünschten Temperaturgefälle
von oben nach unten in dem Behälter entgegenwirkt. Die gleiche Luftströmung kann in
der offenen Stellung des Deckels zwischen diesem und der Schale durch den Behälter
hindurch verlaufen, um so für einen effizienten Luftaustausch mit dem Lagerraum und
eine Entfeuchtung des Behälterinneren zu sorgen.
[0017] Um einen schnellen und bequemen Zugriff zum Inhalt des Behälters zu gewährleisten,
ist die Schale vorzugsweise unabhängig vom Deckel aus dem Kältegerätegehäuse herausziehbar.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Kältegerät gemäß einer
ersten Ausgestaltung der Erfindung;
- Fig. 2
- einen zu Fig. 1 analogen schematischen Schnitt gemäß einer zweiten Ausgestaltung;
- Fig. 3
- eine auseinander gezogene Ansicht eines Behälters mit Schale und Deckel zum Einbau
in einem Kältegerät gemäß Fig. 1 oder 2 und einer Platte des Kältegerätes, von der
der Deckel des Behälters abgehängt ist; und
- Fig. 4
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Schiebers, der zur Einstellung des
Abstands zwischen Schale und Deckel des Behälters der Fig. 3 dient.
[0019] Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein No-Frost-Haushaltskältegerät
mit einem Korpus 1 und einer Tür 2, die einen Innenraum umgeben. Der Innenraum ist
durch eine unter der Decke des Korpus montierte Schale 3 gegliedert in eine Verdampferkammer
4 und einen Lagerraum 5 für Kühlgut. Der Lagerraum 5 ist durch eine horizontale Platte
6 unterteilt, die insbesondere als Glasplatte ausgebildet sein kann, um in Bodennähe
ein Fach für einen Behälter 7 zu bilden, der insbesondere als Auszugskasten ausgebildet
ist.
[0020] In der Verdampferkammer 4 sind in an sich bekannter Weise ein Verdampfer 8 und ein
Ventilator 9 untergebracht. Wenn der Ventilator 9 in Betrieb ist, saugt er Luft aus
dem Lagerraum 5 über Öffnungen 10 an einem vorderen Rand der Schale 3 in die Verdampferkammer
4, wo sie in Kontakt mit dem Verdampfer 8 abkühlt, und drückt die abgekühlte Luft
in eine Verteilerleitung 11, die in einer Rückwand des Korpus 1 abwärts verläuft.
Mehrere Austrittsöffnungen 12 der Verteilerleitung 11 münden in unterschiedlichen
Höhen in den Lagerraum 5; eine unterste Austrittsöffnung 13 mündet unterhalb der Platte
6 in das Fach des Behälters 7.
[0021] Der Behälter 7 umfasst eine aus Kunststoff spritzgeformte, auf nicht dargestellten
Teleskopschienen aus dem Korpus 1 herausziehbare und in FIg.1 in einer bis zu einem
Anschlag in den Korpus 1 eingeschobenen Stellung gezeigte Schale 14 und einen Deckel
15, der in einer in Fig. 1 als gestrichelter Umriss dargestellten verschließenden
Stellung eine offene Oberseite der im Wesentlichen quaderförmigen Schale 14 in ihrer
Anschlagstellung vollständig überdeckt. Ein Strömungskanal 16 erstreckt sich in Verlängerung
der Verteilerleitung 11 im Anschluss an deren Austrittsöffnung 13 zwischen dem Deckel
15 und der Platte 6. Ein zu dem Kanal 16 paralleler Strömungskanal kann sich entlang
der Rückwand und unter dem Boden der Schale 14 entlang erstrecken; zum überwiegenden
Teil ist der Behälter 7 in jedem Fall durch den Luftstrom im Kanal 16 gekühlt.
[0022] Die Schale 14 hat Seitenwände 17 mit zur Rückwand des Korpus 1 hin leicht abfallenden
Oberkanten 18, und an diesen Oberkanten 18 in der verschließenden Stellung anliegende
Unterkanten des Deckels 15 sind in zu den Oberkanten 18 komplementärer Weise abschüssig.
Beim Herausziehen der Schale 14 aus dem Lagerraum 5 bleibt der Deckel 15 zurück. In
Folge des abschüssigen Verlaufs der Kanten 18 geht dabei nach einer kurzen Bewegung
der Schale 14 der Kontakt mit dem Deckel 15 verloren, so dass dieser die weitere Auswärtsbewegung
der Schale 14 nicht behindert.
[0023] Der Deckel 15 ist zwischen der verschließenden Stellung und einer mit durchgezogenen
Linien dargestellten offenen Stellung stufenlos verstellbar. Während der Deckel 15
in der verschließenden Stellung die Kaltluft aus der Austrittsöffnung 13 vom Inneren
des Behälters 7 fernhält, versperrt er in der offenen Stellung weitgehend den Strömungskanal
16, und die aus der Austrittsöffnung 13 austretende Luft muss zwischen Deckel 15 und
Schale 14 hindurch durch das Innere des Behälters 7 fließen. Es genügt daher bereits
eine geringe Anhebung des Deckels 15, um einen wirksamen Luftaustausch zwischen dem
Inneren des Behälters 7 und dem umgebenden Lagerraum 5 herbeizuführen.
[0024] Ein Führungsmechanismus für die Verstellung des Deckels 15 wird an späterer Stelle
mit Bezug auf die Figuren 3 und 4 erläutert, da derselbe Mechanismus auch in einer
zweiten Ausgestaltung des Kältegerätes Verwendung findet, die in Fig. 2 in einem zu
Fig. 1 analogen Schnitt gezeigt ist.
[0025] Es handelt sich bei dem Kältegerät der Fig. 2 um ein Coldwall-Gerät mit einem in
einer Rückwand des Korpus 1 angeordneten Verdampfer 8. Der Behälter 7 ist vom gleichen
Typ wie mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben. Ein über dem Behälter 7 und der dessen Deckel
15 haltenden Platte 6 angebrachter zweiter Auszugkasten 24 überlappt in der Vertikalen
mit dem Verdampfer 8, so dass ein Spalt 25 zwischen dem Auszugkasten 24 und der Rückwand
intensiv gekühlt ist. In dem Spalt 25 abwärts strömende Kaltluft fließt je nach Stellung
des Deckels 15 durch den Strömungskanal 16 zwischen dem Deckel 15 und der ihn haltenden
Platte 6 oder durch den Behälter 7 hindurch.
[0026] Fig. 3 zeigt eine detaillierte Ansicht einer Platte 6, eines Deckels 15 und einer
Schale 14, die in den in Fig. 1 und 2 gezeigten Kältegeräten verwendbar sind.
[0027] Die Platte 6 aus Sicherheitsglas ist an ihrem vorderen und hinteren Rand in zwei
Profile 27, 28 aus Kunststoff oder Metall, insbesondere Aluminium, eingefasst. An
den Profilen 27, 28 sind jeweils benachbart zu den Ecken der Platte 6 nach unten ausgreifende
Laschen 29 bzw. 30 angebracht. Die Laschen 29 des vorderen Profils weisen jeweils
einen schräg abwärts gerichteten Schlitz 31 auf.
[0028] Der Deckel 15 umfasst eine im Wesentlichen ebene oder zur Versteifung leicht aufgewölbte
rechteckige Platte 19 aus Kunststoff, an deren Ränder vertikale Wände 20, 21 angeformt
sind. Die Wände 20, 21 liegen in der verschließenden Stellung auf den Oberkanten der
Schale 14 auf und ergänzen diese zu dem insgesamt quaderförmigen Auszugkasten 7. An
der Oberseite der Platte 19 sind nach oben abstehende, einen rechteckigen Rahmen bildende
Rippen 32 angeformt. Eine zum hinteren Rand der Platte 19 benachbarte Rippe 32 trägt
zwei Haken, deren freies Ende jeweils durch eine schräg nach hinten abfallende Zunge
33 gebildet ist. Im zusammengefügten Zustand erstrecken sich die Zungen 33 jeweils
durch eine Öffnung der hinteren Laschen 30. Benachbart zu den vorderen Ecken des Deckels
15 stehen von den Rippen 32 jeweils Stifte 34 seitwärts ab. Diese Stifte 34 greifen
im montierten Zustand in die schrägen Schlitze 31 der vorderen Laschen 29 ein. Eine
Führungskontur in Form eines schräg, in Tiefen- und Breitenrichtung des Korpus 1,
verlaufenden Schlitzes 35 erstreckt sich am vorderen Rand des Deckels 15.
[0029] Ein am vorderen Profil 27 verrastbarer und in dessen Längsrichtung bewegbarer Schieber
36 ist in Fig. 4 in einer perspektivischen Ansicht schräg von unten gezeigt. Der Schieber
36 umfasst drei einteilig, ähnlich einem asymmetrischen U-Profil, rechtwinklig verbundene
Wandelemente 37, 38, 39, die in zusammengefügtem Zustand das Profil 27 an seiner Vorder-,
Ober- und Rückseite umgreifen. Ein Handhabungsabschnitt 40, an dem der Schieber 36
zum Verschieben bequem gegriffen werden kann, steht von dem Wandelement 37 nach vorn
ab. An einer entgegengesetzten Seite des Wandelements 37 ist ein Finger 41 angeformt,
der sich im zusammengefügten Zustand unterhalb der Unterseite des Profils 27 parallel
zum Wandelement 38 erstreckt. Ein nach unten abgewinkelter Endabschnitt 42 des Fingers
41 ist vorgesehen, um in montiertem Zustand in den Schlitz 35 des Deckels 15 einzugreifen.
Die Länge dieses Endabschnitts entspricht wenigstens der durch die vertikale Ausdehnung
der Schlitze 31 und Zungen 33 festgelegten vertikalen Bewegungsfreiheit des Deckels
15. Der Eingriff des Endabschnitts 41 in den Schlitz 35 begrenzt die Bewegungsfreiheit
des Schiebers 36 entlang des Profils 27, und er erzwingt eine an die Seitwärtsbewegung
des Schiebers 36 gekoppelte Bewegung des Deckels 15 in Tiefenrichtung des Korpus 1.
Der Eingriff der Stifte 34 und Zungen 33 in den Laschen 29, 30 wiederum schränkt die
Bewegungsfreiheit des Deckels 15 auf eine schräg nach vorn ansteigende Bahn ein, so
dass eine Bewegung des Deckels 15 in Tiefenrichtung zwangsläufig verbunden ist mit
einer Bewegung in der Vertikalen.
[0030] Das heißt, wenn der Schieber 36 sich in einer Anschlagstellung befindet, in der der
Finger 41 an das linke Ende des Schlitzes 35 anstößt, befindet sich der Deckel 15
in einer den Auszugkasten 7 verschließenden Stellung, in der er vollumfänglich auf
einer horizontalen Anschlagfläche 44 am oberen Rand der Wände der Schale 14 aufliegt
und die Schale 14 dicht verschließt. Die Anschlagfläche 44 ist hier an drei Seiten
von einem Rahmen 43 umgeben, um die Position des Deckels 15 eindeutig festzulegen.
An einer Rückseite der Schale 14 ist der Rahmen 43 offen, damit die Schale 14 aus
dem Kältegerät herausgezogen werden kann, ohne den Deckel 15 mitzunehmen, auch wenn
sich dieser in der geschlossenen Stellung befindet. Die Stifte 34 befinden sich jeweils
am unteren, hinteren Ende der Schlitze 31, und die Zungen 33 sind auf fast ihrer gesamten
Länge durch die Öffnungen der Laschen 30 hindurchgeschoben.
[0031] Wenn der Schieber 36 in eine entgegengesetzte Anschlagstellung verschoben ist, in
der sich sein Finger 41 am rechten Ende des Schlitzes 35 befindet, ist der Deckel
15 nach vorn verschoben, und gleichzeitig, aufgrund des Eingriffs der Stifte 34 und
Zungen 33 in die Laschen 29, 30, nach oben. Dadurch sind der Deckel 15 und die Schale
14 voneinander beabstandet, und Luft kann von der Austrittsöffnung 13 aus durch den
Behälter 7 fließen.
[0032] Die Ausdehnung des Schlitzes 35 in Breitenrichtung des Korpus 1 ist größer als die
in Tiefenrichtung. Je extremer das Verhältnis ist bzw. je weniger die Orientierung
des Schlitzes 35 von der Breitenrichtung abweicht, um so stärker ist eine Selbsthemmung
des gezeigten Führungsmechanismus, die den Deckel 15 entgegen der auf ihn wirkenden
Gewichtskraft in einem Abstand von der Anschlagfläche 44 hält. Durch diese Selbsthemmung
ist der Deckel 15 in jeder Stellung des Schiebers 36 stabil.
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem einen Lagerraum (5) umschließenden
Gehäuse und einem in dem Lagerraum (5) montierten Behälter (7), der eine Schale (14)
und einen Deckel (15) umfasst, der Deckel (15) zwischen einer, bei eingeschobener
Schale (14) verschließenden Stellung und einer offenen Stellung höhenverstellbar ist,
wobei der Deckel (15) zwischen der verschließenden Stellung und der offenen Stellung
auf einer schräg abschüssigen Bahn geführt ist, wobei der Deckel (15) durch den vorderen
und hinteren Ecken des Deckels (15) benachbarte Rampen (31; 33) auf seiner Bahn geführt
ist und in der offenen Stellung Deckel (15) und Schale (14) voneinander beabstandet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflagefläche (44) der Schale (14), auf der der Deckel (15) in der geschlossenen
Stellung aufliegt, zu einer Rückwand des Gehäuses hin abschüssig ist, dass der Deckel
(15) dicht unter einer sich über ihm erstreckenden horizontalen Wand angeordnet ist,
dass die horizontale Wand eine in den Lagerraum (5) eingefügte Platte (6) ist, und
dass der Deckel (15) von der Platte (6) abgehängt ist.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (15) in wenigstens einer, vorzugsweise in jeder Zwischenstellung zwischen
der verschließenden Stellung und der offenen Stellung stabil ist.
3. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein horizontal beweglich geführter Schieber (36) vorgesehen ist und dass von Deckel
(15) und Schieber (36) der eine eine schräge Führungskontur (35) und der andere ein
mit der Führungskontur (35) zusammenwirkendes und relativ zur Führungskontur (35)
verschiebbares Element (41) aufweist.
4. Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (36) an einer Vorderkante (27) der horizontalen Wand (6) angebracht
ist.
5. Kältegerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskontur (35) in einer horizontalen Ebene schräg verläuft.
6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strömungsweg (16) zumindest in der verschließenden Stellung des Deckels (15)
über dem Deckel (15) verläuft.
7. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (14) unabhängig vom Deckel (15) herausziehbar ist.
1. Refrigeration device, in particular domestic refrigeration device, having a housing
which surrounds a storage compartment (5) and a container (7) mounted in said storage
compartment (5), which includes a drawer (14) and a cover (15), the cover (15) being
height-adjustable between a closed position and an open position when the drawer (14)
is inserted, wherein the cover (15) is guided between the closed position and the
open position on an obliquely sloping path, wherein the cover (15) is guided on its
path by ramps (31; 33) adjacent to the front and rear corners of the cover (15) and
in the open position the cover (15) and drawer (14) are at a distance from one another,
characterised in that a contact surface (44) of the drawer (14), on which the cover (15) rests in the closed
position, slopes downwards toward a rear wall of the housing, that the cover (15)
is arranged tightly below a horizontal wall extending thereabove, that the horizontal
wall is a plate (6) inserted into the storage compartment (5), and that the cover
(15) is suspended from the plate (6).
2. Refrigeration device according to claim 1, characterised in that the cover (15) is stable in at least one, preferably in each intermediate position
between the closed position and the open position.
3. Refrigeration device according to one of the preceding claims, characterised in that provision is made for a slider (36) which can be guided in a horizontally moveable
fashion and of the cover (15) and slider (36) the one comprises an oblique guiding
contour (35) and the other an element (41) which interacts with the guiding contour
(35) and can be displaced relative to the guiding contour (35).
4. Refrigeration device according to claim 3, characterised in that the slider (36) is attached to a front edge (27) of the horizontal wall (6).
5. Refrigeration device according to claim 3 or 4, characterised in that the guiding contour (35) runs obliquely in a horizontal plane.
6. Refrigeration device according to one of the preceding claims, characterised in that a flow path (16) passes above the cover (15) at least in the closed position of the
cover (15).
7. Refrigeration device according to one of the preceding claims, characterised in that the drawer (14) can be removed independently of the cover (15).
1. Appareil frigorifique, en particulier appareil frigorifique ménager, avec un corps
enfermant un espace de rangement (5) et un bac (7) monté dans l'espace de rangement
(5), comprenant un tiroir (14) et un couvercle (15), le couvercle (15) peut être réglé
en hauteur entre une position de fermeture en cas de tiroir poussé (14) et une position
ouverte, le couvercle (15) étant guidé entre la position de fermeture et la position
ouverte, sur un rail incliné obliquement, le couvercle (15) étant guidé sur son rail
par des rampes (31; 33) contiguës aux coins avant et arrière du couvercle (15) et,
en position ouverte, le couvercle (15) et le tiroir (14) étant écartés l'un de l'autre,
caractérisé en ce qu'une surface de pose (44) du tiroir (14), sur laquelle le couvercle (15) repose en
position fermée, est inclinée par rapport à une paroi arrière du corps, en ce que le couvercle (15) est disposé tout près sous une paroi horizontale s'étendant au-dessus
de lui, en ce que la paroi horizontale est une plaque (6) encastrée dans l'espace de rangement (5)
et en ce que le couvercle (15) est détaché de la plaque (6).
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couvercle (15) est stable dans au moins une, de préférence dans chaque position
intermédiaire entre la position de fermeture et la position ouverte.
3. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un coulisseau (36) guidé mobile à l'horizontale est prévu et en ce que du couvercle (15) et du coulisseau (36) l'un présente un contour de guidage (35)
oblique et l'autre un élément coopérant avec le contour de guidage (35) et coulissant
par rapport au contour de guidage (35).
4. Appareil frigorifique selon la revendication 3, caractérisé en ce que le coulisseau (36) est placé sur une arête avant (27) de la paroi horizontale (6).
5. Appareil frigorifique selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le contour de guidage (35) évolue obliquement dans un plan horizontal.
6. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une voie d'écoulement (16) évolue au moins dans la position de fermeture du couvercle
(15) au-dessus du couvercle (15).
7. Appareil frigorifique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tiroir (14) peut être retiré indépendamment du couvercle (15).