[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten,
wie z.B. Banknoten, Schecks, Karten, Tickets, Coupons.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Wertdokumente mit Sicherheitselementen,
etwa Sicherheitsstreifen oder auch Sicherheitsfäden, auszustatten, die magnetisches
Material enthalten. Das magnetische Material kann dabei entweder durchgehend oder
nur bereichsweise, zum Beispiel in Form einer Kodierung auf das Sicherheitselement
aufgebracht sein. Zur magnetischen Kodierung eines Sicherheitselements dient beispielsweise
eine bestimmte Abfolge von magnetischen und nichtmagnetischen Bereichen, die charakteristisch
für Art des zu sichernden Wertdokuments ist. Außerdem ist es bekannt, verschiedene
magnetische Materialien für eine Magnetkodierung zu verwenden, beispielsweise mit
unterschiedlichen Koerzitivfeldstärken. Zur Prüfung einer Magnetkodierung, die aus
abwechselnd angeordneten hochkoerzitiven und niederkoerzitiven Magnetbereichen besteht,
ist es aus der
DE102004049999A1 bekannt, zwei antiparallele Magnetisierungsschritte durchzuführen und anschließend
einen magnetischen Detektionsschritt.
[0003] Bei den bisher bekannten magnetischen Kodierungen werden beispielsweise zwei verschieden
koerzitive magnetische Materialien eingesetzt, aus welchen zwei Sorten von Magnetbereichen
gebildet werden, die nebeneinander oder auch übereinander angeordnet sein können.
Zum Beispiel offenbart die
WO2009090676A1 ein Wertdokument mit einer Magnetkodierung aus hochkoerzitiven Magnetbereichen und
niederkoerzitiven Magnetbereichen, die durch Lücken voneinander getrennt vorliegen
oder auch aufeinander liegen können.
[0004] Ferner ist es aus der
EP0428779A1 bekannt, Banknoten mit Sicherheitsfäden, die eine Magnetkodierung aus verschieden
koerzitiven Materialien aufweisen, maschinell zu prüfen. Dabei werden die Banknoten
parallel zum Verlauf des Sicherheitselements transportiert und durchlaufen nacheinander
zuerst ein starkes Magnetfeld parallel zur Transportrichtung, das sowohl die hochals
auch die niederkoerzitiven Magnetbereiche entlang der Transportrichtung magnetisiert.
Die verbleibende Magnetisierung wird mittels eines induktiven Magnetkopfs, der ausschließlich
parallel zur Transportrichtung empfindlich ist, geprüft. Anschließend durchlaufen
die Banknoten ein schwächeres Magnetfeld senkrecht zur Transportrichtung, das nur
die niederkoerzitiven Magnetbereiche senkrecht zur Transportrichtung ausrichtet, während
die hochkoerzitiven Magnetbereiche in Transportrichtung magnetisiert bleiben. Erneut
wird die verbleibende Magnetisierung mittels eines induktiven Magnetkopfs, der ausschließlich
parallel zur Transportrichtung empfindlich ist, geprüft. Mit dem ersten induktiven
Magnetkopf werden dabei die hoch- und die niederkoerzitiven Magnetbereiche detektiert
und mit dem zweiten induktiven Magnetkopf werden nur die hochkoerzitiven Magnetbereiche
detektiert.
[0005] Falls das Sicherheitselement, wie in der
WO2009090676A1, jedoch auch kombinierte Magnetbereiche enthält, die beide verschieden koerzitiven
Magnetmaterialien enthalten, so dass die verschieden koerzitiven Magnetmaterialien
zugleich in den Detektionsbereich des Magnetdetektors gelangen, wird eine Überlagerung
der Magnetsignale der verschieden koerzitiven Magnetmaterialien detektiert. Die kombinierten
Magnetbereiche liefern dabei ein reduziertes Magnetsignal, dessen Signalhub zwischen
dem der hochkoerzitiven und dem der niederkoerzitiven Magnetbereiche liegt. Nachteilig
ist bei diesem Verfahren, dass diese kombinierten Magnetbereiche nur schwer von den
hochkoerzitiven und von den niederkoerzitiven Magnetbereichen unterscheidbar sind.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Prüfung der Wertdokumente so
durchzuführen, dass die hochkoerzitiven, die niederkoerzitiven und die kombinierten
Magnetbereiche jeweils zuverlässig voneinander unterschieden werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon
abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung
angegeben.
[0008] Das zu prüfende Wertdokument weist ein Sicherheitselement mit mehreren Magnetbereichen
auf. Zu den Magnetbereichen gehören mindestens ein hochkoerzitiver Magnetbereich aus
einem hochkoerzitiven Magnetmaterial mit einer ersten Koerzitivfeldstärke und mindestens
ein niederkoerzitiver Magnetbereich aus einem niederkoerzitiven Magnetmaterial mit
einer zweiten Koerzitivfeldstärke, die geringer ist als die erste Koerzitivfeldstärke,
und mindestens ein kombinierter Magnetbereich, der sowohl das hochkoerzitive als auch
das niederkoerzitive Magnetmaterial aufweist. Beispielsweise sind der mindestens eine
hochkoerzitive, der mindestens eine niederkoerzitive und der mindestens eine kombinierte
Magnetbereich auf dem Sicherheitselement jeweils durch dazwischen liegende nicht-magnetische
Bereiche voneinander beabstandet.
[0009] Der mindestens eine kombinierte Magnetbereich enthält sowohl das hochkoerzitive als
auch das niederkoerzitive Magnetmaterial. Vorzugsweise enthält der kombinierte Magnetbereich
eine geringere Menge des hochkoerzitiven Magnetmaterials als der hochkoerzitive Magnetbereich
und eine geringere des niederkoerzitiven Magnetmaterials als der niederkoerzitive
Magnetbereich. Insbesondere ist der kombinierte Magnetbereich so ausgebildet, dass
das hochkoerzitive und das niederkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs
im Wesentlichen die gleiche remanente Flussdichte aufweisen. Beispielsweise enthält
der kombinierte Magnetbereich die gleiche Menge des hochkoerzitiven Magnetmaterials
wie des niederkoerzitiven Magnetmaterials. Insbesondere sind das hochkoerzitive und
das niederkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs aufeinander angeordnet.
Alternativ kann der kombinierte Magnetbereich das hochkoerzitive und des niederkoerzitive
Magnetmaterial auch in Form einer Materialmischung aufweisen.
Das hochkoerzitive Magnetmaterial des hochkoerzitiven Magnetbereichs ist jedoch nicht
dazu ausgebildet, das niederkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs
oder das niederkoerzitive Magnetmaterial des niederkoerzitiven Magnetbereichs umzumagnetisieren.
Auch das hochkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs ist nicht dazu
ausgebildet, das niederkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs oder
das niederkoerzitive Magnetmaterial des niederkoerzitiven Magnetbereichs umzumagnetisieren.
Dies resultiert daraus, dass die magnetische Feldstärke, die das jeweilige hochkoerzitive
Magnetmaterial am Ort des niederkoerzitiven Magnetmaterials erzeugt, geringer ist
als die Koerzitivfeldstärke des jeweiligen niederkoerzitiven Magnetmaterials.
[0010] In einem speziellen Ausführungsbeispiel sind die remanente Flussdichte des hochkoerzitiven
Magnetbereichs und die des niederkoerzitiven Magnetbereichs gleich. Außerdem beträgt
die remanente Flussdichte des hochkoerzitiven Magnetmaterials des kombinierten Magnetbereichs
beispielsweise die Hälfte der remanenten Flussdichte des hochkoerzitiven Magnetbereichs
und die remanente Flussdichte des niederkoerzitiven Magnetmaterials des weiteren Magnetbereichs
beträgt die Hälfte der remanenten Flussdichte des niederkoerzitiven Magnetbereichs.
Für den kombinierten Magnetbereich ergibt sich eine resultierende remanente Flussdichte
aus der Summe der beiden remanenten Flussdichten des hochkoerzitiven und des niederkoerzitiven
Magnetmaterials des kombinierten Magnetbereichs. Insbesondere ist die resultierende
remanente Flussdichte des kombinierten Magnetbereichs vorzugsweise gleich der remanenten
Flussdichte des hochkoerzitiven Magnetbereichs und gleich der remanenten Flussdichte
des niederkoerzitiven Magnetbereichs.
[0011] Zur Prüfung des Wertdokuments werden folgende Schritte durchgeführt: Das Wertdokument
bzw. das Sicherheitselement des Wertdokuments wird durch ein erstes Magnetfeld magnetisiert,
dessen Magnetfeldstärke größer ist als die erste und als die zweite Koerzitivfeldstärke.
Die Magnetisierung des hochkoerzitiven Magnetmaterials (sowohl des hochkoerzitiven
als auch des kombinierten Magnetbereichs) und die Magnetisierung des niederkoerzitiven
Magnetmaterials (sowohl des niederkoerzitiven als auch des kombinierten Magnetbereichs)
werden dabei einheitlich in eine erste Magnetisierungsrichtung ausgerichtet. Nach
diesem ersten Magnetisieren werden durch einen ersten Magnetdetektor erste Magnetsignale
des Sicherheitselements detektiert. Anschließend wird das Wertdokument bzw. das Sicherheitselement
durch ein zweites Magnetfeld magnetisiert, dessen Magnetfeldstärke kleiner ist als
die erste Koerzitivfeldstärke, aber größer ist als die zweite Koerzitivfeldstärke.
Die Magnetisierung des hochkoerzitiven Magnetmaterials (sowohl des hochkoerzitiven
als auch des kombinierten Magnetbereichs) bleibt dabei unverändert in der ersten Magnetisierungsrichtung
ausgerichtet. Das zweite Magnetfeld ist so orientiert, dass die Magnetisierung des
niederkoerzitiven Magnetmaterials (sowohl des niederkoerzitiven als auch des kombinierten
Magnetbereichs) antiparallel zur ersten Magnetisierungsrichtung ausgerichtet ist.
Beispielsweise verläuft das zweite Magnetfeld antiparallel zum ersten Magnetfeld.
Nach diesem zweiten Magnetisieren werden zweite Magnetsignale des Sicherheitselements
durch den ersten oder durch einen zweiten Magnetdetektor detektiert. In den Ausführungsbeispielen
werden die zweiten Magnetsignale durch einen zweiten Magnetdetektor detektiert, der
z.B. mit dem ersten Magnetdetektor baugleich ist. Alternativ können die zweiten Magnetsignale
aber auch durch den ersten, also durch denselben Magnetdetektor detektiert werden
wie die ersten Magnetsignale. Des Weiteren werden die ersten und die zweiten Magnetsignale
analysiert, um zu ermitteln, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement die
Magnetbereiche des Sicherheitselements lokalisiert sind, und um jeden der Magnetbereiche
des Sicherheitselements entweder als einen der kombinierten Magnetbereiche zu identifizieren
oder als einen der hoch- oder niederkoerzitiven Magnetbereiche. Da das erste Magnetfeld
alle Magnetbereiche des Sicherheitselements in eine erste Magnetisierungsrichtung
magnetisiert, lässt sich aus dem ersten Magnetsignal ermitteln, an welchen Positionen
auf dem Sicherheitselement Magnetbereiche lokalisiert sind.
[0012] Da die Magnetfeldstärke des zweiten Magnetfelds geringer ist als die erste Koerzitivfeldstärke,
werden die hochkoerzitiven Magnetbereiche durch das zweite Magnetfeld nicht ummagnetisiert.
Bei Verwendung baugleicher oder identischer Magnetdetektoren zur Detektion des ersten
und zweiten Magnetsignals, sind die ersten und die zweiten Magnetsignale der hochkoerzitiven
Magnetbereiche daher im Wesentlichen gleich. Da das niederkoerzitive Magnetmaterial
durch das zweite Magnetfeld antiparallel zur ersten Magnetisierungsrichtung ausgerichtet
wird, unterscheiden sich jeweils das zweite Magnetsignal des mindestens einen niederkoerzitiven
Magnetbereichs von dem ersten Magnetsignal des mindestens einen niederkoerzitiven
Magnetbereichs. Beispielsweise ist das zweite Magnetsignal des niederkoerzitiven Magnetbereichs
im Vergleich zum ersten Magnetsignal des niederkoerzitiven Magnetbereichs im Wesentlichen
invertiert. Außerdem führt die antiparallele Magnetisierung des niederkoerzitiven
Magnetmaterials auch dazu, dass sich jeweils das zweite Magnetsignal des mindestens
einen kombinierten Magnetbereichs von dem ersten Magnetsignal des mindestens einen
kombinierten Magnetbereichs und von den zweiten Magnetsignalen der hoch- und niederkoerzitiven
Magnetbereiche unterscheidet. Aus dem zweiten Magnetsignal des jeweiligen Magnetbereichs
kann abgeleitet werden, ob der jeweilige Magnetbereich ein hochkoerzitiver, ein niederkoerzitiver
oder ein kombinierter Magnetbereich ist.
[0013] Der mindestens eine kombinierte Magnetbereich wird durch das zweite Magnetfeld so
magnetisiert, dass eine resultierende Magnetisierung des mindestens einen kombinierten
Magnetbereichs, die sich durch das zweite Magnetisieren ergibt, zumindest näherungsweise
verschwindet. Insbesondere sind die remanenten Flussdichten des niederkoerzitiven
und des hochkoerzitiven Magnetmaterials der mindestens einen kombinierten Magnetbereichs
so gewählt, dass durch eine zueinander antiparallele Magnetisierung des hoch- und
des niederkoerzitiven Magnetmaterials, eine verschwindende resultierende Magnetisierung
des jeweiligen kombinierten Magnetbereichs eingestellt wird. Beispielsweise sind die
kombinierten Magnetbereiche so ausgebildet, dass das niederkoerzitive Magnetmaterial
des kombinierten Magnetbereichs und das hochkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten
Magnetbereichs die gleiche remanente Flussdichte aufweisen. Wenn in diesem Fall das
niederkoerzitive Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs durch das zweite Magnetfeld
antiparallel zum hochkoerzitiven Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs magnetisiert
wird, wird eine verschwindende resultierende Magnetisierung des jeweiligen kombinierten
Magnetbereichs erreicht. Dadurch dass die resultierende Magnetisierung der kombinierten
Magnetbereiche nahezu verschwindet, ist es möglich, die zweiten Magnetsignale der
hochkoerzitiven und der niederkoerzitiven Magnetbereiche sehr zuverlässig von den
zweiten Magnetsignalen der kombinierten Magnetbereiche zu unterscheiden.
[0014] Die erste und zweite Magnetisierungsrichtung liegen vorzugsweise in der Wertdokumentebene.
Im Vergleich zu einer Magnetisierungsrichtung senkrecht zur Wertdokumentebene ist
dies vorteilhaft, da sich das Magnetmaterial des Sicherheitselements leichter in der
Wertdokumentebene magnetisierbar ist als senkrecht zur Wertdokumentebene. Durch die
Magnetisierung in der Wertdokumentebene ist daher eine zuverlässigere Prüfung des
Wertdokuments möglich. In einigen Ausführungsbeispielen verläuft die erste Magnetisierungsrichtung
parallel oder antiparallel zur Transportrichtung des Wertdokuments und die zweite
Magnetisierungsrichtung entgegengesetzt dazu. Die erste und zweite Magnetisierungsrichtung
können aber auch in der Wertdokumentebene liegen und senkrecht oder schräg zur Transportrichtung
verlaufen.
[0015] Jeder der Magnetbereiche des Sicherheitselements liefert einen Beitrag zum ersten
und zum zweiten Magnetsignal des Sicherheitselements. Der Beitrag, den der jeweilige
Magnetbereich zum ersten bzw. zum zweiten Magnetsignal des Sicherheitselements leistet,
wird im Folgenden als erstes bzw. zweites Magnetsignal des jeweiligen Magnetbereichs
bezeichnet. Beispielsweise sind das erste Magnetsignal bzw. das zweite Magnetsignal
eines Magnetbereichs als erste bzw. als zweite Magnetsignal-Signatur ausgebildet.
Das erste und das zweite Magnetsignal des Sicherheitselements können demzufolge eine
Vielzahl einzelner Magnetsignal-Signaturen enthalten. Die genaue Form der Magnetsignal-Signaturen
hängt jedoch von dem verwendeten Magnetdetektor sowie von der remanenten Flussdichte
des jeweiligen Magnetbereichs und von der Länge des jeweiligen Magnetbereichs ab.
Beispielsweise kann die erste Magnetsignal-Signatur der hochkoerzitiven, der niederkoerzitiven
und der kombinierten Magnetbereiche jeweils als Einfachpeak oder als Doppelpeak ausgebildet
sein. Bei verschwindender resultierender Magnetisierung, wie sie bei den kombinierten
Magnetbereichen durch das antiparallele zweite Magnetisieren erzeugt werden kann,
besteht das zweite Magnetsignal des kombinierten Magnetbereichs aus einer Magnetsignalamplitude,
die keine ausgeprägten Peaks aufweist und die nahe eines zweiten Signaloffsets bleibt,
den das zweiten Magnetsignal aufweist.
[0016] Zum Identifizieren der Magnetbereiche werden die zweiten Magnetsignale der Magnetbereiche
analysiert. Vorzugsweise wird dazu eine Signalverarbeitung der zweiten Magnetsignale
durchgeführt, die zwei Schwellen verwendet, mit denen das jeweilige zweite Magnetsignal
des jeweiligen Magnetbereichs verglichen wird. Die zwei Schwellen werden durch eine
obere Schwelle und durch eine untere Schwelle gebildet, wobei die untere Schwelle
unterhalb der oberen Schwelle liegt. In Bezug auf eine positive Magnetsignalamplitude
des zweiten Magnetsignals bedeutet dies, dass die obere Schwelle bei einer größeren
Magnetsignalamplitude liegt als die untere Schwelle. Beim Identifizieren der Magnetbereiche
werden all diejenigen Magnetbereiche, deren zweites Magnetsignal weder die obere Schwelle
überschreitet noch die untere Schwelle unterschreitet, als kombinierte Magnetbereiche
identifiziert. Außerdem wird jeder Magnetbereich, dessen zweites Magnetsignal die
obere Schwelle überschreitet oder dessen zweites Magnetsignal die untere Schwelle
unterschreitet, als hoch- oder niederkoerzitiver Magnetbereich identifiziert. Die
Länge der einzelnen Magnetbereiche entlang der Längsrichtung des Sicherheitselements
kann z.B. aus der Breite des zweiten Magnetsignals des jeweiligen Magnetbereichs bestimmt
werden oder aus einem von dem zweiten Magnetsignal oder aus einem von dem ersten und
zweiten Magnetsignal des jeweiligen Magnetbereichs abgeleiteten Signal.
[0017] Da die Magnetsignal-Signaturen der hoch- und niederkoerzitven Magnetbereiche, je
nach Art des verwendeten Magnetdetektors, verschieden ausgebildet sein können, hängt
auch die Entscheidung, ob ein Magnetbereich als hochkoerzitiver oder als niederkoerzitiver
Magnetbereich identifiziert wird, von der Art des Magnetdetektors ab. Bei manchen
Magnetdetektoren ist das zweite Magnetsignal der hochkoerzitiven Magnetbereiche jeweils
als positiver Einfachpeak ausgebildet und das zweite Magnetsignal der niederkoerzitiven
Magnetbereiche jeweils als negativer Einfachpeak. In diesem Fall wird jeder Magnetbereich,
dessen zweites Magnetsignal die obere Schwelle überschreitet, als hochkoerzitiver
Magnetbereich identifiziert und jeder Magnetbereich, dessen zweites Magnetsignal die
untere Schwelle unterschreitet, als niederkoerzitiver Magnetbereich. In einem Ausführungsbeispiel
ist das zweite Magnetsignal der hochkoerzitiven und der niederkoerzitiven Magnetbereiche
jeweils als Doppelpeak ausgebildet, wobei der Doppelpeak des niederkoerzitiven Magnetbereichs
invers zum Doppelpeak des hochkoerzitiven Magnetbereichs ausgebildet ist. Zur Unterscheidung
der hochkoerzitiven von den niederkoerzitiven Magnetbereiche wird in diesem Fall zusätzlich
die Signalform der zweiten Magnetsignale der hochkoerzitiven und der niederkoerzitiven
Magnetbereiche analysiert.
[0018] Das zweite Magnetsignal des Sicherheitselements weist einen zweiten Signaloffset
auf. Die zweiten Magnetsignale der Magnetbereiche sind relativ zu diesem zweiten Signaloffset
ausgebildet. Die obere Schwelle wird so definiert, dass sie oberhalb des zweiten Signaloffsets
liegt und die untere Schwelle wird so definiert, dass sie unterhalb des zweiten Signaloffsets
liegt. Beim Identifizieren der Magnetbereiche werden all diejenigen Magnetbereiche,
deren zweites Magnetsignal weder die oberhalb des zweiten Signaloffsets liegende obere
Schwelle überschreitet noch die unterhalb des zweiten Signaloffsets liegende untere
Schwelle unterschreitet, als kombinierte Magnetbereiche identifiziert. Dadurch dass
die obere und untere Schwelle auf einander gegenüberliegenden Seiten des zweiten Signaloffsets
angeordnet werden, führt das Vergleichen des zweiten Magnetsignals mit diesen beiden
Schwellen zu einer sehr zuverlässigen Unterscheidung der kombinierten Magnetbereiche
von den hoch- und niederkoerzitiven Magnetbereichen.
[0019] Zur Identifizierung der Magnetbereiche kann, an Stelle des zweiten Magnetsignals,
auch ein von dem zweiten Magnetsignal abgeleitetes Signal verwendet werden oder ein
Signal, das von dem zweiten oder von dem ersten und zweiten Magnetsignal abgeleitet
wurde. Das abgeleitete Signal kann von dem zweiten Magnetsignal z.B. durch Bildung
einer Korrelation des zweiten Magnetsignals mit einem Basissignal abgeleitet werden,
das charakteristisch ist für den Magnetdetektor, der das zweite Magnetsignal detektiert,
und für das zu prüfende Sicherheitselement. Das abgeleitete Signal kann z.B. dem Maximalwert
einer Korrelationskurve entsprechen, die für jede Position entlang der Längsrichtung
des Sicherheitselements bestimmt wurde. Es können aber auch andere Charakteristika
der Korrelationskurve verwendet werden. Das abgeleitete Signal kann aber auch direkt
der Maximalwert des zweiten Magnetsignals sein, den der zweite Magnetdetektor an der
jeweiligen Position entlang der Längsrichtung des Sicherheitselements detektiert.
Das abgeleitete Signal kann aber auch die Fläche unter dem zweiten Magnetsignal an
der jeweiligen Position entlang des Sicherheitselements sein oder andere Charakteristika
des zweiten Magnetsignals oder Charakteristika eines Signals, das von dem ersten und
zweiten Magnetsignal abgeleitet wurde.
[0020] Bei Verwendung eines abgeleiteten Signals zur Identifizierung der Magnetbereiche
wird jeder Magnetbereich, für den ein von dessen zweiten Magnetsignal abgeleitetes
Signal oder für den ein von dessen ersten und dessen zweiten Magnetsignal abgeleitetes
Signal weder eine obere Schwelle überschreitet noch eine untere Schwelle unterschreitet,
als kombinierter Magnetbereich identifiziert. Und jeder Magnetbereich, für den ein
von dessen zweiten Magnetsignal abgeleitetes Signal oder für den ein von dessen ersten
und dessen zweiten Magnetsignal abgeleitetes Signal die obere Schwelle überschreitet
und/ oder die untere Schwelle unterschreitet, wird entweder als hochkoerzitiver oder
als niederkoerzitiver Magnetbereich identifiziert.
[0021] Um die Identifizierung der kombinierten Magnetbereiche zu optimieren werden die obere
und untere Schwelle vorzugsweise so definiert, dass die beiden Schwellen einen relativ
großen Abstand voneinander aufweisen. Der Abstand zwischen der oberen und der unteren
Schwelle beträgt insbesondere mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 75%, insbesondere
mindestens 100% eines mittleren Signalhubs H2 (vgl. Fig. 2) des zweiten Magnetsignals,
den das zweite Magnetsignal der hochkoerzitiven und/ oder das zweite Magnetsignal
der niederkoerzitiven Magnetbereiche relativ zu dem zweiten Signaloffset des zweiten
Magnetsignals aufweisen. Der mittlere Signalhub kann z.B. aus Erfahrungswerten bestimmt
werden, die bei der Kalibrierung des zweiten Magnetdetektors, im Vorfeld der Wertdokumentprüfung
eingestellt werden. Alternativ kann der mittlere Signalhub auch, quasi online, aus
dem zweiten Magnetsignal ermittelt werden, z.B. durch Mittelung des Signalhubs der
einzelnen Magnetsignal-Signaturen der hochkoerzitiven und/ oder der niederkoerzitiven
Magnetbereiche, die in dem zweiten Magnetsignal enthalten sind.
[0022] In einigen Ausführungsbeispielen werden die obere und/ oder die untere Schwelle in
Abhängigkeit des ersten Magnetsignals des Sicherheitselements gewählt, insbesondere
in Abhängigkeit eines Signalhubs des ersten Magnetsignals, den das erste Magnetsignal
relativ zu einem ersten Signaloffset aufweist. Damit kann z.B. auf Transportschwankungen
des Wertdokuments oder auf herstellungsbedingte Schwankungen der Magnetmaterialmenge
in den Magnetbereichen reagiert werden.
[0023] Die obere Schwelle und/ oder die untere Schwelle kann dabei für alle Magnetbereiche
gleich gewählt sein, so dass alle zweiten Magnetsignale der Magnetbereiche mit derselben
oberen und mit derselben unteren Schwelle verglichen werden, die jedoch dynamisch
in Abhängigkeit des ersten Magnetsignals des Sicherheitselements gewählt wird. Liegt
der Signalhub der ersten Magnetsignale der Magnetbereiche des Sicherheitselements
beispielsweise im Mittel relativ hoch bzw. niedrig, so wird auch die obere Schwelle
entsprechend erhöht bzw. reduziert.
[0024] Alternativ können für die Magnetbereiche des Sicherheitselements auch verschiedene
obere Schwellen bzw. verschiedene untere Schwellen gewählt werden, so dass die zweiten
Magnetsignale der Magnetbereiche mit verschiedenen oberen bzw. mit verschiedenen unteren
Schwellen verglichen werden. Insbesondere wird für mindestens einen der Magnetbereiche
die obere und/ oder die untere Schwelle individuell, in Abhängigkeit des ersten Magnetsignals
des jeweiligen Magnetbereichs gewählt, insbesondere in Abhängigkeit eines Signalhubs
des ersten Magnetsignals des jeweiligen Magnetbereichs, den das erste Magnetsignal
des jeweiligen Magnetbereichs relativ zum einem ersten Signaloffset des ersten Magnetsignals
aufweist. Besonders vorteilhaft ist es, für alle Magnetbereiche des Sicherheitselements
die obere und/oder die untere Schwelle individuell, in Abhängigkeit des Signalhubs
des ersten Magnetsignals des jeweiligen Magnetbereichs zu wählen. Liegt der Signalhub
des ersten Magnetsignals eines Magnetbereichs beispielsweise niedriger als ein hinterlegter
Referenz-Signalhub, so wird auch die obere Schwelle für diesen Magnetbereich reduziert.
Durch die individuelle Wahl der oberen bzw. unteren Schwelle wird die obere bzw. die
untere Schwelle individuell an den jeweiligen Magnetbereich und dessen Beschaffenheit,
z.B. dessen Länge und Magnetmaterialmenge angepasst. Damit wird für jeden Magnetbereich
eine optimale Lage der oberen und unteren Schwelle erreicht. Die Unterscheidung der
kombinierten Magnetbereiche von den hoch- und niederkoerzitiven Magnetbereichen wird
dadurch noch weiter verbessert.
[0025] Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Prüfung eines Wertdokuments,
das ein Sicherheitselement mit mehreren Magnetbereichen aufweist, die mindestens einen
hochkoerzitiven, mindestens einen niederkoerzitiven und mindestens einen kombinierten
Magnetbereich aufweist. Die Vorrichtung weist einen ersten Magnetdetektor zum Detektieren
von ersten Magnetsignalen des Sicherheitselements auf. Die Vorrichtung weist außerdem
einen Magnetdetektor zum Detektieren von zweiten Magnetsignalen des Sicherheitselements
auf, wobei dieser Magnetdetektor entweder der erste Magnetdetektor ist oder aber ein
zweiter Magnetdetektor, der z.B. baugleich mit dem ersten Magnetdetektor ist. Der
erste und der zweite Magnetdetektor können durch eines oder mehrere induktive Elemente,
durch Hallelemente oder durch konventionelle magnetoresistive Elemente, GMR-, AMR-,
TMR-, SdT- oder Spinventil-Elemente gebildet sein.
[0026] Die Vorrichtung enthält ferner eine Signalverarbeitungseinrichtung, die zum Analysieren
der ersten und der zweiten Magnetsignale eingerichtet ist. Die Signalverarbeitungseinrichtung
ist dazu eingerichtet, zu ermitteln, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement
Magnetbereiche des Sicherheitselements lokalisiert sind, und diese Magnetbereiche
zu identifizieren. Beim Identifizieren wird jeder der Magnetbereiche des Sicherheitselements
entweder als einer der kombinierten Magnetbereiche identifiziert, der sowohl das hochkoerzitive
als auch das niederkoerzitive Magnetmaterial aufweist, oder als einer der hoch- oder
der niederkoerzitiven Magnetbereiche, d.h. als einer der übrigen Magnetbereiche, die
das Sicherheitselement aufweisen kann. Die Signalverarbeitungseinrichtung ist dazu
eingerichtet, all diejenigen Magnetbereiche, deren zweites Magnetsignal weder eine
obere Schwelle überschreitet noch eine untere Schwelle unterschreitet, als kombinierte
Magnetbereiche zu identifizieren. Die obere Schwelle liegt dabei oberhalb des zweiten
Signaloffsets und die untere Schwelle unterhalb des zweiten Signaloffsets. Insbesondere
kann die obere und/oder die untere Schwelle entweder in der Signalverarbeitungseinrichtung
hinterlegt sein oder wird durch die Signalverarbeitungseinrichtung dynamisch erzeugt
werden. Dabei können die obere und untere Schwelle entsprechend den obigen Ausführungen
gewählt werden.
[0027] In einem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung außerdem eine erste und eine zweite
Magnetisierungseinrichtung auf, die Bestandteile der Vorrichtung sind. Die erste Magnetisierungseinrichtung
der Vorrichtung ist zur Bereitstellung eines ersten Magnetfelds ausgebildet, das zum
ersten Magnetisieren des Sicherheitselements ausgebildet ist. Die zweite Magnetisierungseinrichtung
ist zur Bereitstellung eines zweiten Magnetfelds ausgebildet, das zum zweiten Magnetisieren
des Sicherheitselements ausgebildet ist. Das erste und zweite Magnetfeld können z.B.
durch Permanentmagnete oder durch Elektromagnete bereit gestellt werden. Das durch
die erste Magnetisierungseinrichtung bereitgestellte erste Magnetfeld ist zum ersten
Magnetisieren des hochkoerzitiven und des niederkoerzitiven Magnetmaterials in eine
erste Magnetisierungsrichtung eingerichtet, wobei die zum ersten Magnetisieren verwendete
Magnetfeldstärke des ersten Magnetfelds größer ist als die erste Koerzitivfeldstärke.
Die erste Magnetisierungseinrichtung ist so angeordnet, dass, beim Betreiben der Vorrichtung,
für jeden der Magnetbereiche das erste Magnetisieren durchgeführt wird, bevor das
erste Magnetsignal des jeweiligen Magnetbereichs detektiert wird. Das durch die zweite
Magnetisierungseinrichtung bereitgestellte zweite Magnetfeld ist zum zweiten Magnetisieren
des niederkoerzitiven Magnetmaterials in eine zweite Magnetisierungsrichtung eingerichtet,
die antiparallel zu einer ersten Magnetisierungsrichtung verläuft. Die zum zweiten
Magnetisieren verwendete Magnetfeldstärke ist kleiner als die erste Koerzitivfeldstärke
aber größer ist als die zweite Koerzitivfeldstärke. Die Magnetisierung des hochkoerzitiven
Magnetmaterials bleibt bei der zweiten Magnetisierung in der ersten Magnetisierungsrichtung
ausgerichtet Die zweite Magnetisierungseinrichtung ist so angeordnet, dass, beim Betreiben
der Vorrichtung, für jeden der Magnetbereiche das zweite Magnetisieren durchgeführt
wird, nachdem das erste und bevor das zweite Magnetsignal des jeweiligen Magnetbereichs
detektiert wird. Insbesondere verläuft die Magnetfeldrichtung des zweiten Magnetfelds
antiparallel zur Magnetfeldrichtung des ersten Magnetfelds.
[0028] In einem anderen Ausführungsbeispiel ist die erste Magnetisierungseinrichtung kein
Bestandteil der Vorrichtung, sondern wird durch eine externe Magnetisierungseinrichtung
gebildet, die außerhalb der Vorrichtung angeordnet ist und das erste Magnetfeld bereitstellt.
Beispielsweise kann als externe Magnetisierungseinrichtung ein Permanentmagnet oder
ein Elektromagnet verwendet werden, an dem das Wertdokument manuell oder automatisch
vorbeigeführt wird, um das erste Magnetisieren des Sicherheitselements durchzuführen.
Die externe Magnetisierungseinrichtung stellt eine Magnetfeldstärke bereit, die größer
ist als die erste Koerzitivfeldstärke, so dass alle Magnetbereiche in die erste Magnetisierungsrichtung
magnetisiert werden können. Die zweite Magnetisierungseinrichtung kann in diesem Ausführungsbeispiel,
wie oben beschrieben, als Bestandteil der Vorrichtung ausgeführt sein.
[0029] Alternativ kann die zweite Magnetisierungseinrichtung durch eine externe Magnetisierungseinrichtung
gebildet sein, die außerhalb der Vorrichtung angeordnet ist und das zweite Magnetfeld
bereitstellt. Für die zweite Magnetisierung wird beispielsweise ein Permanentmagnet
oder ein Elektromagnet verwendet, an dem das Wertdokument manuell oder automatisch
vorbeigeführt wird, um das zweite Magnetisieren des Sicherheitselements durchzuführen.
Die externe Magnetisierungseinrichtung stellt eine zweite Magnetfeldstärke bereit,
die zwischen der ersten und der zweiten Koerzitivfeldstärke liegt, so dass das niederkoerzitive
Magnetmaterial in antiparalleler Richtung ummagnetisiert werden kann. Die erste Magnetisierungseinrichtung
kann in diesem Ausführungsbeispiel entweder als Bestandteil der Vorrichtung ausgeführt
sein oder ebenfalls als externe Magnetisierungseinrichtung. In letzterem Fall können
die erste und zweite Magnetisierungseinrichtung als zwei getrennte externe Magnetisierungseinrichtungen
oder als eine kombinierte externe Magnetisierungseinrichtung ausgeführt sein, die
sowohl das erste als auch das zweite Magnetfeld bereit stellt.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der folgenden Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- Vorrichtung zur Prüfung eines Sicherheitselements mit zwei Magnetisierungseinrichtungen
und zwei Magnetdetektoren, die senkrecht zur Transportrichtung des Sicherheitselements
und senkrecht zum Sicherheitselement orientiert sind,
- Figur 2
- mit Hilfe der Vorrichtung aus Figur 1 erhaltenes erstes und zweites Magnetsignal des
Sicherheitselements,
- Figur 3
- Vorrichtung zur Prüfung eines Sicherheitselements mit zwei Magnetisierungseinrichtungen
und zwei Magnetdetektoren, die senkrecht zur Transportrichtung des Sicherheitselements
und parallel zum Sicherheitselement orientiert sind,
- Figur 4
- Vorrichtung zur Prüfung eines Sicherheitselements mit zwei Magnetisierungseinrichtungen
und zwei Magnetdetektoren, die schräg zur Transportrichtung des Sicherheitselements
und schräg zum Sicherheitselement orientiert sind,
- Figur 5
- dreidimensionale Darstellung einer Vorrichtung zur Prüfung eines Sicherheitselements,
bei der das Wertdokument auf einer Trommel rotiert und bei der die zwei Magnetisierungseinrichtungen
und zwei Magnetdetektoren parallel zum Sicherheitselement über das rotierende Wertdokument
bewegt werden,
- Figur 6
- Draufsicht auf die Vorrichtung aus Figur 5,
- Figur 7
- Identifizierung der Magnetbereiche anhand eines von dem zweiten Magnetsignal abgeleiteten
Signals.
[0031] In Figur 1 ist schematisch eine Vorrichtung zur Prüfung der magnetischen Eigenschaften
eines Wertdokuments dargestellt, bei der ein Wertdokument, das ein Sicherheitselement
2 enthält, entlang einer Transportrichtung T an der Vorrichtung vorbei transportiert
wird (Wertdokument nicht gezeigt). Die Vorrichtung ist zur Prüfung eines Sicherheitselements
2 ausgebildet, das parallel zur Transportrichtung T des Wertdokuments verläuft. Die
Vorrichtung kann Bestandteil einer Wertdokumentbearbeitungs-Maschine sein, mit der
Wertdokumente auf Echtheit, Art und/ oder Zustand geprüft werden, insbesondere ein
Magnetsensor, der in eine solche Maschine einbaubar ist. Die Vorrichtung kann aber
auch eine autarke Messvorichtung zur Prüfung der magnetischen Eigenschaften von Wertdokumenten
sein. Das Sicherheitselement 2 ist in diesem Beispiel als Sicherheitsfaden ausgebildet,
der entlang seiner Längsrichtung einen ersten hochkoerzitiven Magnetbereich h, einen
kombinierten Magnetbereich c, einen niederkoerzitiven Magnetbereich l und einen zweiten
hochkoerzitiven Magnetbereich h enthält. Zwischen diesen Magnetbereichen h, l, c,
h befindet sich nichtmagnetisches Material. Das hochkoerzitive und das niederkoerzitive
Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs c haben die gleiche remanente Flussdichte.
[0032] Die Vorrichtung weist eine erste Magnetisierungseinrichtung 9 und eine zweite Magnetisierungseinrichtung
19 auf, die ein Magnetfeld parallel bzw. antiparallel zur Transportrichtung T des
Wertdokuments bereit stellen. Die erste Magnetisierungseinrichtung ist in diesem Beispiel
zum ersten Magnetisieren des Sicherheitselements 2 parallel zur Transportrichtung
T ausgebildet und die zweite Magnetisierungseinrichtung 19 zum zweiten Magnetisieren
des Sicherheitselements 2 antiparallel zur Transportrichtung T. Alternativ kann das
Sicherheitselement 2 auch erst antiparallel und danach parallel zur Transportrichtung
T magnetisiert werden. Die Vorrichtung enthält außerdem einen ersten Magnetdetektor
10, der zwischen den beiden Magnetisierungseinrichtungen 9,19 angeordnet ist, und
einen zweiten Magnetdetektor 20, der, in Transportrichtung T betrachtet, nach den
beiden Magnetisierungseinrichtungen 9, 19 angeordnet ist. Die beiden Magnetdetektoren
10, 20 sind senkrecht zu Längsrichtung des Sicherheitselements 2 orientiert und besitzen
ein Detektionselement, das zumindest zum Detektieren von Magnetfeldern parallel und
antiparallel zur Transportrichtung T ausgebildet ist.
[0033] Die Vorrichtung weist außerdem eine Signalverarbeitungseinrichtung 8 auf, die mit
dem ersten und dem zweiten Magnetdetektor 10, 20 über die Leitungen 7 verbunden ist.
Die Signalverarbeitungseinrichtung 8 empfängt Messsignale von den beiden Magnetdetektoren
10,20 und verarbeitet und analysiert diese. Die Signalverarbeitungseinrichtung 8 kann
z.B. zusammen mit den Magnetdetektoren 10,20 im selben Gehäuse angeordnet sein. Über
eine Schnittstelle 6 können Daten von der Signalverarbeitungseinrichtung 8 nach außen
gesendet werden, z.B. zu einer Steuereinrichtung, die die Daten weiterverarbeitet,
und/oder zu einer Anzeigeeinrichtung, die über das Ergebnis der Wertdokumentprüfung
informiert. In folgenden Ausführungsbeispielen werden für gleiche Elemente dieselben
Bezugszeichen verwendet.
[0034] In Figur 2 sind beispielhaft die Magnetsignale des Sicherheitselements 2 als Funktion
der Zeit dargestellt, die sich beim Vorbeitransportieren des Sicherheitselements 2
an der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung ergeben. Durch den ersten Magnetdetektor 10
wird das erste Magnetsignal M1 des Sicherheitselements 2 detektiert. Die erste Magnetisierungseinrichtung
9 erzeugt parallel zur Transportrichtung T ein erstes Magnetfeld mit hoher Magnetfeldstärke,
durch welches, beim Vorbeitransportieren des Sicherheitselements 2, alle Magnetbereiche
h, c, l parallel zur Transportrichtung T magnetisiert werden. Das erste Magnetsignal
M1 zeigt, für alle Magnetbereiche h, l, c, h, bei Beginn des Magnetbereichs eine Magnetsignal-Signatur,
die aus einem positiven Peak zu Beginn und einem negativen Peak am Ende eines Magnetbereichs
besteht (M1
h, M1
c, M1
l). Durch die zweite Magnetisierungseinrichtung 19 wird ein Magnetfeld mit geringerer
Feldstärke erzeugt, dessen Richtung antiparallel zum ersten Magnetfeld der ersten
Magnetisierungseinrichtung 9 verläuft. Die Feldstärke ist so dimensioniert, dass nur
das niederkoerzitive Magnetmaterial ummagnetisiert wird, während die Magnetisierung
des hochkoerzitiven Magnetmaterials erhalten bleibt. Folglich werden der niederkoerzitive
Magnetbereich l und das niederkoerzitive Material des kombinierten Magnetbereichs
c in die antiparallele Richtung ummagnetisiert. Die beiden hochkoerzitiven Magnetbereiche
h und das hochkoerzitive Material des kombinierten Magnetbereichs c bleiben weiterhin
in die erste Magnetisierungsrichtung magnetisiert. Bei der darauffolgenden Messung
mit dem zweiten Magnetdetektor 20 wird das zweite Magnetsignal M2 des Sicherheitselements
2 detektiert. Die zweiten Magnetsignale M2
h der hochkoerzitiven Magnetbereiche h zeigen die gleiche Magnetsignal-Signatur wie
die ersten Magnetsignale M1
h der hochkoerzitiven Magnetbereiche h. Da die niederkoerzitiven Magnetmaterialien
antiparallel ummagnetisiert wurden, zeigt das zweite Magnetsignal M2
l des niederkoerzitiven Magnetbereichs l eine Magnetsignal-Signatur, die invers zu
den im ersten Magnetsignal beobachteten Magnetsignal-Signaturen ist, und die auch
invers zu der im zweiten Magnetsignal beobachteten Magnetsignal-Signatur der hochkoerzitiven
Magnetbereiche h ist (negativer Peak zu Beginn, positiver Peak am Ende des Magnetbereichs
l). Für den kombinierten Magnetbereich c ergibt sich ein stark reduziertes Magnetsignal
M2
c, das relativ zu einem zweiten Signaloffset 02 des zweiten Magnetsignals M2, eine
nahezu verschwindende Signalamplitude aufweist. Da die Magnetisierung des hochkoerzitiven
Magnetmaterials des kombinierten Magnetbereichs c und die (dazu antiparallele) Magnetisierung
des niederkoerzitiven Magnetmaterials des kombinierten Magnetbereichs c entgegengesetzt
gleich sind (und sich quasi aufheben), ergibt sich daraus ein resultierendes Magnetsignal
M2
c des kombinierten Magnetbereichs mit nahezu verschwindender Signalamplitude.
[0035] Aus dem ersten und zweiten Magnetsignal M1, M2 ermittelt die Signalverarbeitungseinrichtung
8, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement 2 Magnetbereiche vorhanden sind.
Dies lässt sich z.B. bereits allein aus dem ersten Magnetsignal M1 ableiten, z.B.
durch Analysieren, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement 2 die Magnetsignal-Signatur
zu finden ist, die für die Magnetbereiche nach der ersten Magnetisierung erwartet
wird (hier ein Doppelpeak). Außerdem ist die Signalverarbeitungseinrichtung 8 dazu
eingerichtet, für jeden der gefundenen Magnetbereiche die Art des jeweiligen Magnetbereichs
zu bestimmen. Zu diesem Zweck werden zwei Schwellen S1 und S2 verwendet, mit denen
das zweite Magnetsignal M2 verglichen wird. Die obere Schwelle Slwird so gewählt,
dass sie oberhalb des zweiten Signaloffsets 02 des zweiten Magnetsignals M2 liegt
und die untere Schwelle S2 wird so gewählt, dass sie unterhalb des zweiten Signaloffsets
02 des zweiten Magnetsignals M2 liegt. Wenn der Vergleich mit den beiden Schwellen
S1, S2 für einen der gefundenen Magnetbereiche ergibt, dass das zweite Magnetsignal
des jeweiligen Magnetbereichs weder die obere Schwelle S1 überschreitet noch die untere
Schwelle S2 unterschreitet, so wird dieser Magnetbereich als kombinierter Magnetbereich
c identifiziert. Jeder Magnetbereich, dessen zweites Magnetsignal die obere Schwelle
S1 überschreitet und/ oder die untere Schwelle S2 unterschreitet, wird als hochkoerzitiver
oder niederkoerzitiver Magnetbereich identifiziert. Zur Unterscheidung der hochkoerzitiven
und der niederkoerzitiven Magnetbereiche wird außerdem die jeweilige Magnetsignal-Signatur
des zweiten Magnetsignals M2
h, M2
l dieser Magnetbereiche dahingehend analysiert, ob zuerst ein positiver und anschließend
ein negativer Peak detektiert wurde (hochkoerzitive Magnetbereiche h) oder umgekehrt
(niederkoerzitiver Magnetbereich l). Bei Umkehrung der Magnetfeldrichtungen der Magnetisierungseinrichtungen
9,19 oder bei Verwendung anderer Magnetdetektoren kann es sein, dass die Zuordnung
der hoch- und niederkoerzitiven Magnetbereiche genau umgekehrt erfolgen muss.
[0036] Mit Hilfe dieses Verfahrens kann eine magnetische Kodierung des Sicherheitsfadens
2 aus hochkoerzitiven, niederkoerzitiven und kombinierten Magnetbereichen zuverlässig
nachgewiesen werden. Optional kann dabei die obere und/oder die untere Schwelle S1,
S2 in Abhängigkeit des ersten Magnetsignals M1 des Sicherheitselements 2 gewählt werden.
Zum Beispiel kann die obere Schwelle S1, mit der das zweite Magnetsignal M2
l des niedekoerzitiven Magnetbereichs l verglichen wird, individuell für den niederkoerzitiven
Magnetbereich l auf die erste Schwelle S1* reduziert werden, während die zweiten Magnetsignale
der übrigen Magnetbereiche h, c, h mit der Schwelle S1 verglichen werden. Damit kann
die erste Schwelle individuell an den relativ geringen Signalhub H1
l angepasst werden, den das erste Magnetsignal M1
l des niederkoerzitiven Magnetbereichs l relativ zu dem ersten Signaloffset O1 des
ersten Magnetsignals M1 aufweist.
[0037] In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel skizziert, bei dem das Sicherheitselement
2 so transportiert wird, dass seine Längsrichtung senkrecht zur Transportrichtung
T des Wertdokuments orientiert ist. Um eine räumliche Auflösung entlang des Sicherheitselements
2 (y-Richtung) zu erhalten, werden als erster und zweiter Magnetdetektor eine erste
Detektorzeile 11 und eine zweite Detektorzeile 21 verwendet, die jeweils eine Vielzahl
individueller Detektionselemente 12, 22 aufweisen. Jedes dieser Detektionselemente
12, 22 liefert ein Magnetsignal, so dass in diesem Beispiel eine Vielzahl erster Magnetsignale
M1 mit Hilfe der Detektionselemente 12 und eine Vielzahl zweiter Magnetsignale M2
mit Hilfe der Detektionselemente 22 detektiert werden. Jedes Detektionselement 12
der ersten Detektorzeile 11 erfasst denselben Abschnitt des vorbeitransportierten
Sicherheitselements 2 wie ein dazu korrespondierendes Detektionselement 22 der zweiten
Detektorzeile 21. Die Signalverarbeitung kann z.B. analog zu dem Ausführungsbeispiel
aus Figur 1 und 2 erfolgen, wobei jeweils die Magnetsignale zweier miteinander korrespondierender
Detektionselemente 12, 22 als erstes und zweites Magnetsignal verarbeitet werden.
[0038] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel skizziert, bei dem das Sicherheitselement
2, wie auch in Figur 3, mit seiner Längsrichtung senkrecht zur Transportrichtung T
transportiert wird. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2
sind bei diesem Ausführungsbeispiel die Magnetdetektoren 10, 20 und die Magnetisierungseinrichtungen
9,19 aber schräg zur Transportrichtung T des Sicherheitselements 2 orientiert. Durch
die Schrägstellung kann eine räumliche Auflösung auch ohne den Einsatz aufwendiger
Detektorzeilen erreicht werden. Die beiden Detektionselemente der Magnetdetektoren
10, 20 detektieren das erste bzw. das zweite Magnetsignal, analog zum Beispiel der
Figuren 1 und 2, als Funktion der Zeit.
[0039] Die Figuren 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem die Vorrichtung
als autarke Messvorrichtung ausgebildet ist, die zur Prüfung der magnetischen Eigenschaften
einzelner Wertdokumente 1 ausgebildet ist. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 und 2 sind bei diesem Ausführungsbeispiel die zweite Magnetisierungseinrichtung
19 und der zweite Magnetdetektor 23 neben der ersten Magnetisierungseinrichtung 9
und dem ersten Magnetdetektor 13 angeordnet. Die beiden Magnetdetektoren 13, 23 und
die beiden Magnetisierungseinrichtungen 9,19 sind auf einer Scaneinrichtung 5 montiert,
die entlang der Richtung B transportierbar ist und in geringem Abstand zur Trommel.3
angeordnet ist. Die Magnetdetektoren 13, 23 weisen an ihrer Unterseite jeweils einen
Magnetfeldempfindlichen Bereich 14, 24 auf. Das Wertdokument 1 wird auf einer Trommel
3 befestigt, die um die Achse A rotierbar ist, die parallel zur Richtung B verläuft.
Durch die Rotation der Trommel 3 lässt sich das Wertdokument 1 entlang des Umfangs
der Trommel 3 wiederholt an den Magnetdetektoren 13, 23 und den Magnetisierungseinrichtungen
9,19 vorbeitransportieren. Bei jeder Rotation können dabei die Magnetsignale derjenigen
Abschnitte des Sicherheitselements 2 detektiert werden, die sich, je nach Position
der Scaneinrichtung 5, gerade im Erfassungsbereich der Magnetdetektoren 13 bzw. 23
befinden. Durch langsames Bewegen der Scaneinrichtung 5 entlang der Richtung B und
gleichzeitiger, schneller Rotation der Trommel 3, werden die Magnetbereiche h, l,
c des Sicherheitselements 2, wie in den vorherigen Ausführungsbeispielen, nacheinander
zweimal magnetisiert und jeweils danach deren Magnetsignale detektiert. In Figur 6
ist die Vorrichtung zu einem Zeitpunkt während einer Rotation dargestellt, bei der
der kombinierte Magnetbereich c durch die erste Magnetisierungseinrichtung 9 magnetisiert
wird und die ersten Magnetsignale M1
c des kombinierten Magnetbereichs c mit Hilfe des Magnetdetektors 13 detektiert wird.
Die hochkoerzitiven und niederkoerzitiven Magnetbereiche h, l befinden sich bei dieser
Rotation außerhalb des Erfassungsbereichs der beiden Magnetdetektoren 13,23. Alternativ
zu der in den Figuren 5 und 6 gezeigten Anordnung kann das Wertdokument 1 auch so
auf der Trommel 3 befestigt werden, dass das Sicherheitselement 2 nicht senkrecht,
sondern parallel zur Transportrichtung T des Wertdokuments orientiert ist. In diesem
Fall werden analog zu dem Ausführungsbeispiel aus Figur 1, das erste und zweite Magnetsignal
jeweils als Funktion der Zeit, zuerst von dem ersten und anschließend von dem zweiten
Magnetdetektor detektiert.
[0040] Zum Identifizieren der Magnetbereiche können die ersten und zweiten Magnetsignale
M1, M2 des Sicherheitselements 2, insbesondere bei den Ausführungsbeispielen der Figuren
3 und der Figuren 5 und 6, auch in folgender Weise verarbeitet werden: Von dem ersten
Magnetsignal M1 wird zunächst ein erstes Signal M1' und von dem zweiten Magnetsignal
M2 wird ein zweites Signal M2' abgeleitet. In Figur 7 sind Beispiele für ein derartiges
abgeleitetes erstes und zweites Signal M1', M2' gezeigt. Das in Figur 7 gezeigte abgeleitete
erste Signal M1' wurde von dem ersten Magnetsignal M1 des Magnetdetektors 10 durch
Bildung einer Korrelation des ersten Magnetsignals M1 mit einem Basissignal abgeleitet,
das charakteristisch ist für den verwendeten Magnetdetektor 10,11 und das zu prüfende
Sicherheitselement 2. Das in Figur 7 dargestellte abgeleitete erste Signal M1' entspricht
dem Maximalwert der Korrelationskurve, die für jede Position y entlang der Längsrichtung
des Sicherheitselements 2 bestimmt wurde. Es können aber auch andere Charakteristika
der Korrelationskurve verwendet werden. Analog dazu wurde das abgeleitete zweite Signal
M2' von dem zweiten Magnetsignal M2 des Magnetdetektors 20, 21 durch Bildung einer
Korrelation des zweiten Magnetsignals M2 mit einem Basissignal abgeleitet, das charakteristisch
ist für den verwendeten Magnetdetektor 20, 21 und das Sicherheitselement 2.
[0041] Als abgeleitetes erstes Signal M1' kann aber auch z.B. der Maximalwert des ersten
Magnetsignals M1 verwendet werden, den der erste Magnetdetektor 10,11 bzw. dessen
einzelne Detektionselemente 12, an der jeweiligen y-Position des Sicherheitselements
2 detektieren. Als abgeleitetes erstes Signal M1' kann aber auch die Fläche unter
dem ersten Magnetsignal M1 an der jeweiligen y-Position des Sicherheitselements 2
verwendet werden oder auch andere Charakteristika des ersten Magnetsignals M1. Das
abgeleitete zweite Signal M2' wird von dem zweiten Magnetsignal M2 analog abgeleitet
wie das abgeleitete erste Signal M1' von dem ersten Magnetsignal M1 abgeleitet wird.
[0042] Das abgeleitete zweite Signal M2' kann entweder von dem zweiten Magnetsignal M2 allein
oder von dem ersten und dem zweiten Magnetsignal M1, M2 abgeleitet worden sein. In
letzterem Fall werden zum Beispiel zunächst jeweils der Maximalwert oder die Fläche
des ersten und zweiten Magnetsignals M1, M2 oder jeweils ein Korrelationswert des
ersten und des zweiten Magnetsignals M1, M2 mit dem Basissignal bestimmt, und davon
anschließend das abgeleitete zweite Signal M2' abgeleitet, z.B. durch eine Linearkombination
oder Verhältnisbildung. Zum Beispiel wird das abgeleitete zweite Signal M2' abgeleitet
durch Addieren oder Subtrahieren der Maximalwerte des ersten M1 und des zweiten Magnetsignals
M2 an der jeweiligen y-Position oder durch Addieren oder Subtrahieren der Korrelationswerte
des ersten und des zweiten Magnetsignals an der jeweiligen y-Position.
[0043] Das abgeleitete zweite Signal M2' wird anschließend mit einer oberen Schwelle S1
und einer unteren Schwelle S2 verglichen, um die Magnetbereiche h, l, c zu identifizieren.
Wenn der Vergleich mit den beiden Schwellen S1, S2 für einen der gefundenen Magnetbereiche
h, l, c ergibt, dass das abgeleitete zweite Signal M2' des jeweiligen Magnetbereichs
weder die obere Schwelle S1 überschreitet noch die untere Schwelle S2 unterschreitet,
so wird dieser Magnetbereich als kombinierter Magnetbereich c identifiziert, vgl.
Figur 7. Beim Überschreiten der oberen Schwelle S1 wird der jeweilige Magnetbereich
als hochkoerzitiver Magnetbereich h und bei Unterschreiten der unteren Schwelle als
niederkoerzitiver Magnetbereich l identifiziert.
1. Verfahren zur Prüfung eines Wertdokuments (1), das ein Sicherheitselement (2) mit
mehreren Magnetbereichen (h, l, c) aufweist, wobei die mehreren Magnetbereiche des
Sicherheitselements mindestens einen hochkoerzitiven Magnetbereich (h) aufweisen,
der ein hochkoerzitives Magnetmaterial mit einer ersten Koerzitivfeldstärke enthält,
und mindestens einen niederkoerzitiven Magnetbereich (l), der ein niederkoerzitives
Magnetmaterial mit einer zweiten Koerzitivfeldstärke enthält, die geringer ist als
die erste Koerzitivfeldstärke, und mindestens einen kombinierten Magnetbereich (c),
der sowohl das hochkoerzitive als auch das niederkoerzitive Magnetmaterial enthält,
wobei bei dem Verfahren folgende Schritte durchgeführt werden:
- Erstes Magnetisieren des Sicherheitselements (2) durch ein erstes Magnetfeld, dessen
Magnetfeldstärke größer ist als die erste Koerzitivfeldstärke, so dass die Magnetisierung
des hochkoerzitiven Magnetmaterials und die Magnetisierung des niederkoerzitiven Magnetmaterials
in eine erste Magnetisierungsrichtung ausgerichtet werden,
- Detektieren von ersten Magnetsignalen (M1) des Sicherheitselements (2) durch einen
ersten Magnetdetektor (10),
- Zweites Magnetisieren des Sicherheitselements (2) durch ein zweites Magnetfeld,
dessen Magnetfeldstärke kleiner ist als die erste Koerzitivfeldstärke aber größer
ist als die zweite Koerzitivfeldstärke, wobei das zweite Magnetfeld so orientiert
ist, dass die Magnetisierung des niederkoerzitiven Magnetmaterials durch das zweite
Magnetisieren antiparallel zur ersten Magnetisierungsrichtung ausgerichtet wird,
- Detektieren von zweiten Magnetsignalen (M2) des Sicherheitselements (2) durch den
ersten Magnetdetektor (10) oder durch einen zweiten Magnetdetektor (20),
- Analysieren der ersten (M1) und der zweiten Magnetsignale (M2) des Sicherheitselements
(2), um zu ermitteln, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement (2) die Magnetbereiche
(h, l, c) des Sicherheitselements lokalisiert sind und um jeden der Magnetbereiche
(h, l, c) entweder als einen der kombinierten Magnetbereiche (c) zu identifizieren
oder als einen der hoch- oder niederkoerzitiven Magnetbereiche (h, l) zu identifizieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine kombinierte Magnetbereich (c) durch das zweite Magnetfeld so
magnetisiert wird, dass eine resultierende Magnetisierung des mindestens einen kombinierten
Magnetbereichs (c), die sich durch das zweite Magnetisieren ergibt, zumindest näherungsweise
verschwindet.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine kombinierte Magnetbereich (c) so ausgebildet ist, dass das hochkoerzitive
Magnetmaterial des kombinierten Magnetbereichs (c) und das niederkoerzitive Magnetmaterial
des kombinierten Magnetbereichs (c) im Wesentlichen die gleiche remanente Flussdichte
aufweisen, wobei der kombinierte Magnetbereich (c) insbesondere gleiche Mengen des
hochkoerzitiven und des niederkoerzitiven Magnetmaterials enthält.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, zum Identifizieren der Magnetbereiche (h, l, c), das zweite Magnetsignal (M2) des
jeweiligen Magnetbereichs (h. l, c) oder ein von dem zweiten Magnetsignal (M2) des
jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c) abgeleitetes Signal (M2') oder ein von dem ersten
(M1) und dem zweiten Magnetsignal (M2) des jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c) abgeleitetes
Signal (M2') mit einer oberen Schwelle (S1) und mit einer unteren Schwelle (S2) verglichen
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Magnetbereich (h, l, c), dessen zweites Magnetsignal (M2) oder ein von dessen
zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') oder ein von dessen ersten (M1)
und dessen zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') weder eine obere Schwelle
(S1) überschreitet noch eine untere Schwelle (S2) unterschreitet, als kombinierter
Magnetbereich (c) identifiziert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Magnetbereich (h, l, c), dessen zweites Magnetsignal (M2) oder ein von dessen
zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') oder ein von dessen ersten (M1)
und dessen zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') die obere Schwelle
(S1) überschreitet und/oder die untere Schwelle (S2) unterschreitet, entweder als
hochkoerzitiver (h) oder als niederkoerzitiver Magnetbereich (l) identifiziert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Magnetsignal (M2) des Sicherheitselements (2) oder ein von dessen zweiten
Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') oder ein von dessen ersten (M1) und dessen
zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') einen zweiten Signaloffset (O2)
aufweist und dass die obere Schwelle (S1) oberhalb des zweiten Signaloffsets (O2)
liegt und die untere Schwelle (S2) unterhalb des zweiten Signaloffsets (O2) liegt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Schwelle (S1) und die untere Schwelle (S2) einen Abstand aufweisen, der
mindestens 50%, vorzugsweise mindestens 75%, insbesondere mindestens 100% eines mittleren
Signalhubs (H2) beträgt, den das zweite Magnetsignal der hochkoerzitiven (h) und/oder
der niederkoerzitiven Magnetbereiche (l) relativ zum zweiten Signaloffset (O2) aufweist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens einen der Magnetbereiche (h, l, c) die obere (S1) und/ oder die untere
Schwelle (S2) in Abhängigkeit des ersten Magnetsignals (M1) gewählt wird, wobei vorzugsweise
für mindestens einen der Magnetbereiche (h, l, c) die obere (S1) und/oder die untere
Schwelle (S2) individuell, in Abhängigkeit eines ersten Magnetsignals (M1h, M1l, M1c) des jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c) gewählt wird, insbesondere in Abhängigkeit
eines Signalhubs des ersten Magnetsignals (M1h, M1l, M1c) des jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c).
10. Vorrichtung zur Prüfung eines Wertdokuments (1), das ein Sicherheitselement (2) mit
mehreren Magnetbereichen (h, l, c) aufweist, umfassend einen hochkoerzitiven Magnetbereich
(h), der ein hochkoerzitives Magnetmaterial mit einer ersten Koerzitivfeldstärke aufweist,
einen niederkoerzitiven Magnetbereich (l), der ein niederkoerzitives Magnetmaterial
mit einer zweiten Koerzitivfeldstärke aufweist, die geringer ist als die erste Koerzitivfeldstärke,
und einen kombinierten Magnetbereich (c), der sowohl das hochkoerzitive als auch das
niederkoerzitive Magnetmaterial aufweist, umfassend:
- einen ersten Magnetdetektor (10) zum Detektieren von ersten Magnetsignalen (M1)
des Sicherheitselements (2), nachdem ein erstes Magnetisieren des Sicherheitselements
durch ein erstes Magnetfeld durchgeführt wurde, dessen Magnetfeldstärke größer ist
als die erste Koerzitivfeldstärke, so dass die Magnetisierung des hochkoerzitiven
Magnetmaterials und die Magnetisierung des niederkoerzitiven Magnetmaterials in eine
erste Magnetisierungsrichtung ausgerichtet werden,
- einen Magnetdetektor zum Detektieren von zweiten Magnetsignalen (M2) des Sicherheitselements
(2), nachdem ein zweites Magnetisieren des Sicherheitselements durch ein zweites Magnetfeld
durchgeführt wurde, dessen Magnetfeldstärke kleiner ist als die erste Koerzitivfeldstärke
aber größer ist als die zweite Koerzitivfeldstärke, wobei das zweite Magnetfeld so
orientiert ist, dass die Magnetisierung des niederkoerzitiven Magnetmaterials durch
das zweite Magnetisieren antiparallel zur ersten Magnetisierungsrichtung ausgerichtet
wird, und wobei der zum Detektieren der zweiten Magnetsignale verwendete Magnetdetektor
entweder der erste Magnetdetektor (10) oder ein zweiter Magnetdetektor (20) ist,
- eine Signalverarbeitungseinrichtung (8) zum Analysieren der ersten (M1) und der
zweiten Magnetsignale (M2), die dazu eingerichtet ist,
∘ zu ermitteln, an welchen Positionen auf dem Sicherheitselement (2) Magnetbereiche
(h, l, c) des Sicherheitselements lokalisiert sind, und
∘ die Magnetbereiche (h, l, c) des Sicherheitselements (2) zu identifizieren, wobei
jeder der Magnetbereiche entweder als hochkoerzitiver Magnetbereich (h) identifiziert
wird oder als niederkoerzitiver Magnetbereich (l) oder als kombinierter Magnetbereich
(c), der sowohl das hochkoerzitive als auch das niederkoerzitive Magnetmaterial aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, all diejenigen Magnetbereiche,
deren zweites Magnetsignal oder ein aus deren zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes
Signal (M2') weder eine obere Schwelle (S1) überschreitet noch eine untere Schwelle
(S2) unterschreitet, als kombinierte Magnetbereiche (c) zu identifizieren.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, dass, zum Identifizieren
der Magnetbereiche (h, l, c), das zweite Magnetsignal (M2) des jeweiligen Magnetbereichs
(h. l, c) oder ein von dem zweiten Magnetsignal (M2) des jeweiligen Magnetbereichs
(h, l, c) abgeleitetes Signal (M2') oder ein von dem ersten (M1) und dem zweiten Magnetsignal
(M2) des jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c) abgeleitetes Signal (M2') mit einer oberen
Schwelle (S1) und mit einer unteren Schwelle (S2) verglichen wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, jeden der Magnetbereiche,
dessen zweites Magnetsignal (M2) oder ein von dessen zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes
Signal (M2') oder ein von dessen ersten (M1) und dessen zweiten Magnetsignal (M2)
abgeleitetes Signal (M2') die obere Schwelle (S1) überschreitet und/oder die untere
Schwelle (2) unterschreitet, entweder als hochkoerzitiven (h) oder als niederkoerzitiven
Magnetbereich (l) zu identifizieren.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass, beim Betreiben der Vorrichtung, das zweite Magnetsignal (M2) des Sicherheitselements
(2) oder ein von dessen zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2') oder ein
von dessen ersten (M1) und dessen zweiten Magnetsignal (M2) abgeleitetes Signal (M2')
einen zweiten Signaloffset (O2) aufweist und dass die obere Schwelle oberhalb des
zweiten Signaloffsets (O2) liegt und die untere Schwelle unterhalb des zweiten Signaloffsets
(O2) liegt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, für mindestens einen
der Magnetbereiche (h, l, c) die obere Schwelle (S1) und/ oder die untere Schwelle
(S2) in Abhängigkeit des ersten Magnetsignals (M1) zu wählen, wobei die Signalverarbeitungseinrichtung
(8) insbesondere dazu eingerichtet ist, für mindestens einen der Magnetbereiche (h,
l, c) die obere (S1) und/oder die untere Schwelle (S2) individuell, in Abhängigkeit
eines ersten Magnetsignals (M1h, M1l, M1c) des jeweiligen Magnetbereichs (h, l, c) zu wählen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine erste Magnetisierungseinrichtung (9) aufweist, die zur Bereitstellung
eines ersten Magnetfelds ausgebildet ist, das zum ersten Magnetisieren des hochkoerzitiven
und des niederkoerzitiven Magnetmaterials in eine erste Magnetisierungsrichtung eingerichtet
ist, wobei die zum ersten Magnetisieren verwendete Magnetfeldstärke größer ist als
die erste Koerzitivfeldstärke.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine zweite Magnetisierungseinrichtung (19) aufweist, die zur Bereitstellung
eines zweiten Magnetfelds ausgebildet ist, das zum zweiten Magnetisieren des niederkoerzitiven
Magnetmaterials in eine zweite Magnetisierungsrichtung eingerichtet ist, die antiparallel
zu einer ersten Magnetisierungsrichtung verläuft, wobei die zum zweiten Magnetisieren
verwendete Magnetfeldstärke kleiner ist als die erste Koerzitivfeldstärke aber größer
ist als die zweite Koerzitivfeldstärke.
1. A method for checking a document of value (1) which has a security element (2) with
several magnetic areas (h, 1, c), wherein the several magnetic areas of the security
element have at least one high-coercive magnetic area (h) which contains a high-coercive
magnetic material with a first coercive field strength and at least one low-coercive
magnetic area (1) which contains a low-coercive magnetic material with a second coercive
field strength which is lower than the first coercive field strength and at least
one combined magnetic area (c) which contains both the high-coercive and the low-coercive
magnetic material, wherein in the method the following steps are carried out:
- first magnetizing of the security element (2) by a first magnetic field whose magnetic
field strength is greater than the first coercive field strength, so that the magnetization
of the high-coercive magnetic material and the magnetization of the low-coercive magnetic
material are aligned in a first magnetization direction,
- detecting of first magnetic signals (M1) of the security element (2) by a first
magnetic detector (10),
- second magnetizing of the security element (2) by a second magnetic field whose
magnetic field strength is smaller than the first coercive field strength but is greater
than the second coercive field strength, wherein the second magnetic field is oriented
such that the magnetization of the low-coercive magnetic material through the second
magnetizing is aligned antiparallel to the first magnetization direction,
- detecting of second magnetic signals (M2) of the security element (2) by the first
magnetic detector (10) or by a second magnetic detector (20),
- analyzing of the first (M1) and the second magnetic signals (M2) of the security
element (2), in order to ascertain at which positions on the security element (2)
there are localized the magnetic areas (h, 1, c) of the security element and in order
to identify each of the magnetic areas (h, 1, c) either as one of the combined magnetic
areas (c) or as one of the high- or low-coercive magnetic areas (h, 1).
2. The method according to claim 1, characterized in that the at least one combined magnetic area (c) is magnetized by the second magnetic
field such that a resulting magnetization of the at least one combined magnetic area
(c), which arises from the second magnetizing, at least approximatively vanishes.
3. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the at least one combined magnetic area (c) is configured such that the high-coercive
magnetic material of the combined magnetic area (c) and the low-coercive magnetic
material of the combined magnetic area (c) have substantially the same remanent flux
density, wherein the combined magnetic area (c) in particular contains equal quantities
of the high-coercive and of the low-coercive magnetic material.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that for identifying the magnetic areas (h, l, c), the second magnetic signal (M2) of
the respective magnetic area (h, 1, c) or a signal (M2') derived from the second magnetic
signal (M2) of the respective magnetic area (h, 1, c) or a signal (M2') derived from
the first (M1) and the second magnetic signal (M2) of the respective magnetic area
(h, 1, c) is compared with an upper threshold (S1) and with a lower threshold (S2).
5. The method according to any of the preceding claims, characterized in that each magnetic area (h, 1, c) whose second magnetic signal (M2) or a signal (M2')
derived from its second magnetic signal (M2) or a signal (M2') derived from its first
(M1) and its second magnetic signal (M2) neither exceeds an upper threshold (S1) nor
undershoots a lower threshold (S2) is identified as combined magnetic area (c).
6. The method according to claim 4 or 5, characterized in that each magnetic area (h, 1, c) whose second magnetic signal (M2) or a signal (M2')
derived from its second magnetic signal (M2) or a signal (M2') derived from its first
(M1) and its second magnetic signal (M2) exceeds the upper threshold (S1) and/ or
undershoots the lower threshold (S2) is identified either as high-coercive (h) or
as low-coercive magnetic area (1).
7. The method according to any of claims 4 to 6, characterized in that the second magnetic signal (M2) of the security element (2) or a signal (M2') derived
from its second magnetic signal (M2) or a signal (M2') derived from its first (M1)
and its second magnetic signal (M2) has a second signal offset (O2) and that the upper
threshold (S1) lies above the second signal offset (O2) and the lower threshold (S2)
lies below the second signal offset (O2).
8. The method according to any of claims 4 to 7, characterized in that the upper threshold (S1) and the lower threshold (S2) have a distance which is at
least 50%, preferably at least 75%, in particular at least 100% of an average signal
swing (H2), which the second magnetic signal of the high-coercive (h) and/ or of the
low-coercive magnetic areas (1) has relative to the second signal offset (02).
9. The method according to any of claims 4 to 8, characterized in that for at least one of the magnetic areas (h, 1, c) the upper (S1) and/ or the lower
threshold (S2) is chosen in dependence on the first magnetic signal (M1), wherein
preferably for at least one of the magnetic areas (h, 1, c) the upper (S1) and/ or
the lower threshold (S2) is chosen individually, in dependence on a first magnetic
signal (M1h, M1l, M1c) of the respective magnetic area (h, 1, c), in particular in dependence on a signal
swing of the first magnetic signal (M1h, M1l, M1c) of the respective magnetic area (h, 1, c).
10. An apparatus for checking a document of value (1) which has a security element (2)
with several magnetic areas (h, 1, c), comprising one high-coercive magnetic area
(h) which has a high-coercive magnetic material with a first coercive field strength,
one low-coercive magnetic area (1) which has a low-coercive magnetic material with
a second coercive field strength which is lower than the first coercive field strength,
and one combined magnetic area (c) which has both the high-coercive and the low-coercive
magnetic material, comprising:
- a first magnetic detector (10) for detecting first magnetic signals (M1) of the
security element (2) after a first magnetizing of the security element was carried
out by a first magnetic field whose magnetic field strength is greater than the first
coercive field strength, so that the magnetization of the high-coercive magnetic material
and the magnetization of the low-coercive magnetic material are aligned in a first
magnetization direction,
- a magnetic detector for detecting second magnetic signals (M2) of the security element
(2) after a second magnetizing of the security element was carried out by a second
magnetic field whose magnetic field strength is smaller than the first coercive field
strength but is greater than the second coercive field strength, wherein the second
magnetic field is oriented such that the magnetization of the low-coercive magnetic
material through the second magnetizing is aligned antiparallel to the first magnetization
direction, and wherein the magnetic detector used for detecting the second magnetic
signals is either the first magnetic detector (10) or a second magnetic detector (20),
- a signal processing device (8) for analyzing the first (M1) and the second magnetic
signals (M2), which is adapted
∘ to ascertain at which positions on the security element (2) there are localized
magnetic areas (h, l, c) of the security element, and
∘ to identify the magnetic areas (h, l, c) of the security element (2), wherein each
of the magnetic areas is identified either as high-coercive magnetic area (h), or
as low-coercive magnetic area (1), or as combined magnetic area (c) which has both
the high-coercive and the low-coercive magnetic material.
11. The apparatus according to claim 10, characterized in that the signal processing device (8) is adapted to identify all those magnetic areas
whose second magnetic signal or a signal (M2') derived from their second magnetic
signal (M2) neither exceeds an upper threshold (S1) nor undershoots a lower threshold
(S2) as combined magnetic areas (c).
12. The apparatus according to claim 11, characterized in that the signal processing device (8) is adapted such that for identifying the magnetic
areas (h, l, c), the second magnetic signal (M2) of the respective magnetic area (h,
1, c) or a signal (M2') derived from the second magnetic signal (M2) of the respective
magnetic area (h, 1, c) or a signal (M2') derived from the first (M1) and the second
magnetic signal (M2) of the respective magnetic area (h, l, c) is compared with an
upper threshold (S1) and with a lower threshold (S2).
13. The apparatus according to claim 11 or 12, characterized in that the signal processing device (8) is adapted to identify each of the magnetic areas
whose second magnetic signal (M2) or a signal (M2') derived from its second magnetic
signal (M2) or a signal (M2') derived from its first (M1) and its second magnetic
signal (M2) exceeds the upper threshold (S1) and/ or undershoots the lower threshold
(2) either as high-coercive (h) or as low-coercive magnetic area (1).
14. The apparatus according to any of claims 11 to 13, characterized in that upon operation of the apparatus, the second magnetic signal (M2) of the security
element (2) or a signal (M2') derived from its second magnetic signal (M2) or a signal
(M2') derived from its first (M1) and its second magnetic signal (M2) has a second
signal offset (O2) and that the upper threshold lies above the second signal offset
(O2) and the lower threshold lies below the second signal offset (02).
15. The apparatus according to any of claims 11 to 14, characterized in that the signal processing device (8) is adapted to choose for at least one of the magnetic
areas (h, 1, c) the upper threshold (S1) and/ or the lower threshold (S2) in dependence
on the first magnetic signal (M1), wherein the signal processing device (8) in particular
is adapted to choose for at least one of the magnetic areas (h, l, c) the upper (S1)
and/ or the lower threshold (S2) individually, in dependence on a first magnetic signal
(M1h, M1l, M1c) of the respective magnetic area (h, l, c).
16. The apparatus according to any of claims 10 to 15, characterized in that the apparatus has a first magnetization device (9) which is configured to provide
a first magnetic field which is adapted for the first magnetizing of the high-coercive
and of the low-coercive magnetic material in a first magnetization direction, wherein
the magnetic field strength used for the first magnetizing is greater than the first
coercive field strength.
17. The apparatus according to any of claims 10 to 16, characterized in that the apparatus has a second magnetization device (19) which is configured to provide
a second magnetic field which is adapted for the second magnetizing of the low-coercive
magnetic material in a second magnetization direction which extends antiparallel to
a first magnetization direction, wherein the magnetic field strength used for the
second magnetizing is smaller than the first coercive field strength, but larger than
the second coercive field strength.
1. Procédé de vérification d'un document de valeur (1) doté d'un élément de sécurité
(2) présentant plusieurs zones magnétiques (h, l, c), les plusieurs zones magnétiques
de l'élément de sécurité comportant au moins une zone magnétique (h) hautement coercitive
qui contient un matériau magnétique hautement coercitif possédant une première intensité
de champ coercitif, et au moins une zone magnétique (1) faiblement coercitive qui
contient un matériau magnétique faiblement coercitif possédant une deuxième intensité
de champ coercitif inférieure à la première intensité de champ coercitif, et au moins
une zone magnétique (c) combinée qui contient tant le matériau magnétique hautement
coercitif que le matériau magnétique faiblement coercitif, cependant que, dans le
procédé, les étapes suivantes sont exécutées :
- Première magnétisation de l'élément de sécurité (2) par un premier champ magnétique
dont l'intensité de champ magnétique est supérieure à la première intensité de champ
coercitif, de telle sorte que la magnétisation du matériau magnétique hautement coercitif
et la magnétisation du matériau magnétique faiblement coercitif sont alignées dans
une première direction de magnétisation,
- Détection de premiers signaux magnétiques (M1) de l'élément de sécurité (2) par
un premier détecteur magnétique (10),
- Deuxième magnétisation de l'élément de sécurité (2) par un deuxième champ magnétique
dont l'intensité de champ magnétique est inférieure à la première intensité de champ
coercitif mais supérieure à la deuxième intensité de champ coercitif, cependant que
le deuxième champ magnétique est orienté de telle façon que la magnétisation du matériau
magnétique faiblement coercitif par la deuxième magnétisation est alignée de manière
antiparallèle à la première direction de magnétisation,
- Détection de deuxièmes signaux magnétiques (M2) de l'élément de sécurité (2) par
le premier détecteur magnétique (10) ou par un deuxième détecteur magnétique (20),
- Analyse des premiers (M1) et des deuxièmes signaux magnétiques (M2) de l'élément
de sécurité (2) afin de déterminer à quelles positions sur l'élément de sécurité (2)
les zones magnétiques (h, 1, c) de l'élément de sécurité sont localisées et afin d'identifier
chacune des zones magnétiques (h, 1, c) soit en tant qu'une des zones magnétiques
(c) combinées, soit en tant qu'une des zones magnétiques (h, 1) hautement ou faiblement
coercitives.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la au moins une zone magnétique (c) combinée est magnétisée de telle façon par le
deuxième champ magnétique qu'une magnétisation résultante, découlant de la deuxième
magnétisation, de la au moins une zone magnétique (c) combinée, disparaît au moins
quasiment.
3. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la au moins une zone magnétique (c) combinée est réalisée de telle façon que le matériau
magnétique hautement coercitif de la zone magnétique (c) combinée et le matériau magnétique
faiblement coercitif de la zone magnétique (c) combinée présentent essentiellement
la même densité de flux magnétique rémanente, la zone magnétique (c) combinée contenant
en particulier des mêmes quantité du matériau magnétique hautement coercitif et du
matériau magnétique faiblement coercitif.
4. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, aux fins de l'identification des zones magnétiques (h, 1, c), le deuxième signal
magnétique (M2) de la zone magnétique (h, 1, c) respective ou un signal (M2') dérivé
du deuxième signal magnétique (M2) de la zone magnétique (h. 1, c) respective ou un
signal (M2') dérivé du premier (M1) et du deuxième signal magnétique (M2) de la zone
magnétique (h, l, c) respective est comparé avec un seuil supérieur (S1) et avec un
seuil inférieur (S2).
5. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque zone magnétique (h, l, c) dont le deuxième signal magnétique (M2) ou un signal
(M2') dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ou un signal (M2') dérivé de son
premier (M1) et de son deuxième signal magnétique (M2) ne dépasse pas un seuil supérieur
(S1) et ne sous-dépasse pas non plus un seuil inférieur (S2) est identifiée comme
étant une zone magnétique (c) combinée.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que chaque zone magnétique (h, 1, c) dont le deuxième signal magnétique (M2) ou un signal
(M2') dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ou un signal (M2') dérivé de son
premier (M1) et de son deuxième signal magnétique (M2) dépasse le seuil supérieur
(S1) et/ou sous-dépasse le seuil inférieur (S2) est identifiée soit comme étant une
zone magnétique (h) hautement coercitive, soit comme étant une zone magnétique (1)
faiblement coercitive.
7. Procédé selon une des revendications de 4 à 6, caractérisé en ce que le deuxième signal magnétique (M2) de l'élément de sécurité (2) ou un signal (M2')
dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ou un signal (M2') dérivé de son premier
(M1) et de son deuxième signal magnétique (M2) comporte un deuxième signal offset
(O2), et en ce que le seuil supérieur (S1) se situe au-dessus du deuxième signal offset (O2) et le seuil
inférieur (S2) se situe au-dessous du deuxième signal offset (O2).
8. Procédé selon une des revendications de 4 à 7, caractérisé en ce que le seuil supérieur (S1) et le seuil inférieur (S2) présentent un écart qui s'élève
à au moins 50 %, de préférence à au moins 75 %, particulièrement de préférence à au
moins 100 % d'une course moyenne de signal (H2) que présente le deuxième signal magnétique
des zones magnétiques hautement coercitives (h) et/ou des zones magnétiques faiblement
coercitives (1) relativement au deuxième signal offset (O2).
9. Procédé selon une des revendications de 4 à 8, caractérisé en ce que , pour au moins une des zones magnétiques (h, l, c), le seuil supérieur (S1) et/ou
le seuil inférieur (S2) est sélectionné en fonction du premier signal magnétique (M1),
cependant que, de préférence, pour au moins une des zones magnétiques (h, l, c), c'est
le le seuil supérieur (S1) et/ou le seuil inférieur (S2) qui est sélectionné individuellement,
en fonction d'un premier signal magnétique (M1h, M1l, M1c) de la zone magnétique (h, 1, c) respective, en particulier en fonction d'une course
de signal du premier signal magnétique (M1h, M1l, M1c) de la zone magnétique (h, 1, c) respective.
10. Procédé de vérification d'un document de valeur (1) doté d'un élément de sécurité
(2) présentant plusieurs zones magnétiques (h, l, c), comportant une zone magnétique
(h) hautement coercitive qui comporte un matériau magnétique hautement coercitif possédant
une première intensité de champ coercitif, une zone magnétique (1) faiblement coercitive
qui comporte un matériau magnétique faiblement coercitif possédant une deuxième intensité
de champ coercitif inférieure à la première intensité de champ coercitif, et une zone
magnétique (c) combinée qui comporte tant le matériau magnétique hautement coercitif
que le matériau magnétique faiblement coercitif, comprenant :
- un premier détecteur magnétique (10) destiné à la détection de premiers signaux
magnétiques (M1) de l'élément de sécurité (2) après qu'une première magnétisation
de l'élément de sécurité a été effectuée par un premier champ magnétique dont l'intensité
de champ magnétique est supérieure à la première intensité de champ coercitif, de
telle sorte que la magnétisation du matériau magnétique hautement coercitif et la
magnétisation du matériau magnétique faiblement coercitif sont alignées dans une première
direction de magnétisation,
- un détecteur magnétique destiné à la détection de deuxièmes signaux magnétiques
(M2) de l'élément de sécurité (2) après qu'une deuxième magnétisation de l'élément
de sécurité a été effectuée par un deuxième champ magnétique dont l'intensité de champ
magnétique est inférieure à la première intensité de champ coercitif mais supérieure
à la deuxième intensité de champ coercitif, cependant que le deuxième champ magnétique
est orienté de telle façon que la magnétisation du matériau magnétique faiblement
coercitif par la deuxième magnétisation est alignée de manière antiparallèle à la
première direction de magnétisation, et cependant que le détecteur magnétique utilisé
pour la détection des deuxièmes signaux magnétiques est soit le premier détecteur
magnétique (10), soit un deuxième détecteur magnétique (20),
- un équipement de traitement de signaux (8) destiné à l'analyse des premiers (M1)
et des deuxièmes signaux magnétiques (M2) et conçu pour :
o déterminer à quelles positions sur l'élément de sécurité (2) des zones magnétiques
(h, 1, c) de l'élément de sécurité sont localisées, et
o identifier les zones magnétiques (h, l, c) de l'élément de sécurité (2), chacune
des zones magnétiques étant identifiée soit en tant que zone magnétique (h) hautement
coercitive, soit en tant que zone magnétique (1) faiblement coercitive, soit en tant
que zone magnétique (c) combinée qui comporte tant le matériau magnétique hautement
coercitif que le matériau magnétique faiblement coercitif.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'équipement de traitement de signaux (8) est conçu pour identifier comme étant des
zones magnétiques (c) combinées toutes les zones magnétiques dont le deuxième signal
magnétique ou un signal (M2') dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ne dépasse
pas un seuil supérieur (S1) et ne sous-dépasse pas non plus un seuil inférieur (S2).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'équipement de traitement de signaux (8) est conçu pour ce que, aux fins de l'identification
des zones magnétiques (h, l, c), le deuxième signal magnétique (M2) de la zone magnétique
(h, 1, c) respective ou un signal (M2') dérivé du deuxième signal magnétique (M2)
de la zone magnétique (h, l, c) respective ou un signal (M2') dérivé du premier (M1)
et du deuxième signal magnétique (M2) de la zone magnétique (h, l, c) respective soit
comparé avec un seuil supérieur (S1) et avec un seuil inférieur (S2).
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que l'équipement de traitement de signaux (8) est conçu pour identifier soit en tant
que zone magnétique (h) hautement coercitive, soit en tant que zone magnétique (1)
faiblement coercitive chacune des zones magnétiques dont le deuxième signal magnétique
(M2) ou un signal (M2') dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ou un signal
(M2') dérivé de son premier (M1) et de son deuxième signal magnétique (M2) dépasse
le seuil supérieur (S1) et/ou sous-dépasse le seuil inférieur (2).
14. Dispositif selon une des revendications de 11 à 13, caractérisé en ce que, lors du fonctionnement du dispositif, le deuxième signal magnétique (M2) de l'élément
de sécurité (2) ou un signal (M2') dérivé de son deuxième signal magnétique (M2) ou
un signal (M2') dérivé de son premier (M1) et de son deuxième signal magnétique (M2)
comporte un deuxième signal offset (02), et en ce que le seuil supérieur se situe au-dessus du deuxième signal offset (O2) et le seuil
inférieur (S2) se situe au-dessous du deuxième signal offset (O2).
15. Dispositif selon une des revendications de 11 à 14, caractérisé en ce que l'équipement de traitement de signaux (8) est conçu pour sélectionner, pour au moins
une des zones magnétiques (h, 1, c), le seuil supérieur (S1) et/ou le seuil inférieur
(S2) en fonction du premier signal magnétique (M1), cependant que l'équipement de
traitement de signaux (8) est en particulier conçu pour sélectionner individuellement,
pour au moins une des zones magnétiques (h, l, c), le seuil supérieur (S1) et/ou le
seuil inférieur (S2) en fonction d'un premier signal magnétique (M1h, M1l, M1c) de la zone magnétique (h, 1, c) respective.
16. Dispositif selon une des revendications de 10 à 15, caractérisé en ce que le dispositif comporte un premier équipement de magnétisation (9) réalisé pour la
mise à disposition d'un premier champ magnétique qui est conçu pour la première magnétisation
du matériau magnétique hautement coercitif et du matériau magnétique faiblement coercitif
dans une première direction de magnétisation, cependant que l'intensité de champ magnétique
utilisée pour la première magnétisation est supérieure à la première intensité de
champ coercitif.
17. Dispositif selon une des revendications de 10 à 16, caractérisé en ce que le dispositif comporte un premier équipement de magnétisation (19) réalisé pour la
mise à disposition d'un deuxième champ magnétique qui est conçu pour la deuxième magnétisation
du matériau magnétique faiblement coercitif dans une deuxième direction de magnétisation
qui évolue de manière antiparallèle à une première direction de magnétisation, cependant
que l'intensité de champ magnétique utilisée pour la deuxième magnétisation est inférieure
à la première intensité de champ coercitif mais supérieure à la deuxième intensité
de champ coercitif.