[0001] Die Erfindung betrifft eine Verifikationsvorrichtung für Wert- und/oder Sicherheitsdokumente,
bei denen zumindest eine optische Prüfung von Sicherheitsmerkmalen vorgenommen wird,
die zumindest teilweise auf die gegenüberliegenden Flächen des zu verifizierenden
Wert- und/oder Sicherheitsdokuments angeordnet sind.
[0002] Unter einem Sicherheitsdokument wird ein Dokument verstanden, welches mindestens
ein Sicherheitselement aufweist, welches ein unautorisiertes Duplizieren, Nachahmen
oder Verfälschen erschweren soll. Unter einem Wertdokument wird ein spezielles Sicherheitsdokument
verstanden, dem ein Wert zugeordnet ist. Lediglich beispielhaft seien als Wert- und/oder
Sicherheitsdokumente aufgeführt: Reisepässe, Personalausweise, Identifikationskarten,
Führerscheine, Visa, Urkunden, Wertpapiere, Banknoten, Postwertzeichen, Bankkarten,
Kreditkarten usw.
[0003] Unter einem Sicherheitsmerkmal wird jedes Merkmal verstanden, welches ein einfaches
Kopieren, Nachahmen oder Verfälschen erschwert oder vorzugsweise unmöglich macht.
Im Stand der Technik ist eine Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen bekannt. Ein Teil
dieser Sicherheitsmerkmale sowie ein Teil der Informationen, die in einem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument gespeichert werden, beispielsweise Personalisierungsinformationen,
die eine Person charakterisieren und/oder identifizieren, der das Dokument zugeordnet
ist, oder eine Wertangabe eines Wertdokuments, können optisch ausgelesen und verifiziert
werden. Darüber hinaus sind optisch wahrnehmbare Sicherheitsmerkmale bekannt, die
in der Regel nur mittels maschineller Unterstützung ausgewertet werden können. Diese
umfassen beispielsweise ein- oder zweidimensionale Strich- oder Punktcodes.
[0004] Viele moderne Wert- und/oder Sicherheitsdokumente umfassen darüber hinaus Sicherheitsmerkmale,
die nur maschinell ausgelesen und/oder verifiziert werden können. Beispielsweise umfassen
moderne Personaldokumente in der Regel einen Mikrochip, der kontaktlos ausgelesen
werden kann. Solche wert- und/oder Sicherheitsdokumente, die einen Mikrochip aufweisen,
der mit einer Antenne versehen sind, sind beispielsweise unter dem Begriff Smartcard
bekannt. Diese Systeme können beispielsweise kontaktlos ausgelesen werden, indem das
Wert- und/oder Sicherheitsdokument in die Nähe einer Auslesevorrichtung gebracht wird,
die ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Über die Antenne des Mikrochips wird durch
das Wechselfeld eine Spannung induziert, die zum einen den Mirkochip mit Energie versorgen
kann und zum anderen Informationen zu dem Mikrochip übertragen kann. Dieser kann den
mit der Antenne gekoppelten Schaltkreis aktiv modifizieren, um hierüber das von der
Auslesevorrichtung erzeugte elektromagnetische Feld zu modifizieren. Diese Modifikationen
können von der Auslesevorrichtung ausgewertet werden und hierüber Informationen von
dem Mikrochip zu der Auslesevorrichtung übertragen werden. Um ein Auslesen solcher
Mikrochips in Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten zu erschweren, ist es bekannt,
ein verwendetes Kommunikationsprotokoll so auszugestalten, dass bestimmte auf dem
Wert- und/oder Sicherheitsdokument gespeicherte Informationen, die beispielsweise
optisch wahrnehmbar sind, verwendet werden, um als eine Art Passwort oder Schlüssel
für eine Verschlüsselung verwendet zu werden.
[0005] Im Stand der Technik sind Verifikationsvorrichtungen bekannt, die ein Wert- und/oder
Sicherheitsdokument optisch erfassen. Hierbei wird an der Oberfläche des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments gestreutes, reflektiertes, gebeugtes und/oder von der Oberfläche
emittiertes Licht auf eine Erfassungseinheit abgebildet und von dieser erfasst. Um
eine zeitnahe Verifikation und eine EDV-unterstützte Auswertung zu ermöglichen, erfolgt
die Erfassung in der Regel mittels einer digitalisierenden Bilderfassungseinheit.
Beispielsweise kann es sich um eine CCD-Kamera handeln.
[0006] Sind jedoch die Informationen, die optisch aus dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument
für eine Verifikation ausgelesen werden sollen, auf entgegengesetzten Seiten des Dokuments
aufgebracht, d.h. von entgegengesetzten Seiten aus wahrnehmbar, so sind entweder mehrere
Erfassungseinheiten oder ein zeitlich aufeinander folgendes Erfassen der Dokumentvorderseite
und der Dokumentrückseite notwendig.
[0007] Aus der
EP 0675 466 A2 sind ein Verfahren und eine Anordnung zur Kontrolle der Oberflächenbeschaffenheit
von Gegenständen bekannt, bei denen mit mindestens einer Bildaufnahmeeinheit der Gegenstand
auf eine Zeilenkamera abgebildet werden, wobei an die Zeilenkamera eine Bildverarbeitungs-
und Auswerteeinheit angeschlossen sind. Vorgesehen ist, dass mit der eine Mehrzahl
von Bildkanälen aufweisenden Bildaufnahmeeinheit ein- und derselbe Gegenstandsbereich
mehrfach abgebildet wird, wobei die einzelnen über die jeweiligen Bildkanäle übermittelten
Kanäle dieses Gegenstandsbereichs auf ein- und denselben Zeilensensor abgebildet werden.
Dabei ist insbesondere vorgesehen, die Vorder- und Rückseite eines Dokuments gleichzeitig
auf einen Sensor abzubilden. Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde,
eine Erfassung von optisch wahrnehmbaren Informationen eines Wert- und/oder Sicherheitsdokuments,
die von entgegengesetzten Seiten des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments wahrnehmbar
sind, zu vereinfachen und/oder zu beschleunigen.
[0008] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine Erfassungseinheit zu nutzen, auf der
sowohl die Vorderseite als auch zumindest Teile einer Rückseite des Dokuments zeitgleich
abgebildet und gemeinsam erfasst werden. Insbesondere wird eine Verifikationsvorrichtung
zum Verifizieren doppelseitiger Wert- und/oder Sicherheitsdokumente geschaffen, welche
umfasst: eine Dokumentaufnahme, eine relativ zu der Dokumentaufnahme angeordnete Erfassungsvorrichtung
zum Erfassen von Bildsignalen in digitalisierter Form eines auf, an oder in der Dokumentaufnahme
angeordneten Wert- und/oder Sicherheitsdokuments und eine Auswerteeinrichtung, die
die erfassten Bildsignale auswertet und eine Verifikationsinformation ableitet, wobei
erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass die Erfassungsvorrichtung eine Erfassungseinheit
zum Erfassen einer flächigen Abbildung umfasst und die Erfassungseinheit sowie eine
Abbildungseinrichtung relativ zu der Dokumentaufnahme so angeordnet sind, dass von
einem doppelseitigen Wert- und/oder Sicherheitsdokument, welches auf, an oder in der
Dokumentaufnahme angeordnet ist, zumindest Ausschnitte einer Vorderseite und einer
Rückseite des doppelseitigen Wert- und/oder Sicherheitsdokuments gemeinsam auf die
Erfassungseinheit abgebildet werden. Hierdurch wird erreicht, dass mit einer einheitlichen
Erfassungseinheit optisch wahrnehmbare Informationen der Vorderseite des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments und der Rückseite des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments gemeinsam
zeitgleich erfasst und über eine einheitliche Auswertung ausgewertet werden können.
Da einander genau gegenüberliegende Positionen der Vorder- und der Rückseite des Wert-
und/oder Sicherheitsdokuments in einem vordefinierten Abstand (und vorzugsweise bei
exakter Positionierung auf der Dokumentaufnahme an vordefinierten Positionen) der
Erfassungseinheit abgebildet werden, ist es beispielsweise einfach und mit hoher Genauigkeit
möglich, Informationen, die von der Vorderseite und von der Rückseite aus wahrnehmbar
sind, im Hinblick auf eine Registergenauigkeit ihrer Anordnung in dem Wert- und/oder
Sicherheitsdokument zu untersuchen. Darüber hinaus ist es möglich, in einem Erfassungsvorgang
im Wesentlichen den gesamten optisch wahrnehmbaren Informationsgehalt des Wert- und/oder
Sicherheitsdokuments zu erfassen.
Unter optischem Erfassen wird hier ein bildliches Erfassen verstanden. Dieses ist
nicht ausschließlich auf einen Wellenlängenbereich beschränkt, der für einen Menschen
sichtbar ist. Vielmehr wird auch eine bildliche Erfassung, die die Strahlung im infraroten
oder ultravioletten Bereich erfasst, als optische Erfassung betrachtet. Um elektromagnetische
Strahlung, die die in dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument optisch wahrnehmbare
Information zwischen dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument und der Erfassungseinheit
"transportiert", so zu führen, dass sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite
zeitgleich nebeneinander auf der Erfassungseinheit abgebildet werden, ist es erfindungsgemäß
vorgesehen, dass die Abbildungseinrichtung mindestens eine Reflektionseinheit umfasst
und die Vorderseite ohne eine Reflektion und die Rückseite über mindestens eine Reflektion
auf die Erfassungseinheit abgebildet werden. Als Reflektionseinheit wird hier jede
Einheit angesehen, die in der Lage ist, elektromagnetische Strahlung gezielt gerichtet
umzulenken. Besonders vorteilhaft sind hierfür Spiegel oder Prismen geeignet. Ist
die optische Information in einem engen Wellenlängenbereich codiert, so sind auch
Ausführungsformen denkbar, bei denen beispielsweise ein Hologramm oder Gitter als
Reflektionseinheit genutzt werden.
[0009] Ein Hauptproblem beim zeitgleichen und gemeinsamen Erfassen der Vorder- und der Rückseite
eines Wert- und/oder Sicherheitsdokuments mit einer Erfassungseinheit besteht darin,
dass die Weglängen des Lichts, welches die Information von der Vorderseite zu der
Erfassungseinheit "transportiert", und des Lichts, welches die Information von der
Rückseite zu der Erfassungseinheit "transportiert", in der Regel unterschiedlich lang
sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn das an der Vorderseite gestreute, gebeugte,
reflektierte oder hiervon emittierte Licht ohne eine Reflektion auf die Erfassungseinheit
abgebildet wird und das an der Rückseite gestreute, gebeugte, reflektierte oder hiervon
emittierte Licht über eine Reflektionseinheit geführt auf die Erfassungseinheit abgebildet
wird. Erfindungsgemäß wird diesem Problem dadurch begegnet, dass Weglängenunterschiede
zwischen dem an der Vorderseite gestreuten, gebeugten, reflektierten oder hiervon
emittierten Licht und dem an der Rückseite gestreuten, gebeugten, reflektierten oder
hiervon emittierten Licht im Hinblick auf eine Abbildungsschärfe auf der Erfassungseinheit
über mindestens ein optisches Element der Abbildungseinrichtung kompensiert werden.
Die Abbildungsschärfe bezieht sich selbstverständlich auf die mittels des Lichts transportierte
Information, die auf der Vorder- bzw. Rückseite des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
in optisch wahrnehmbarer Weise gespeichert ist. Eine Abbildungsschärfe ist um so höher,
je besser dicht beieinander auf der Vorder- und/oder Rückseite angeordnete grafische
Informationen auf der Erfassungseinheit auch als getrennte Informationen abgebildet
und von dieser erfasst werden. Als scharf abgebildet wird somit eine Information angesehen,
deren Informationsgehalt aus der abgebildeten Information zuverlässig extrahiert werden
kann.
[0010] Bei einigen Wert- und/oder Sicherheitsdokumenten sind die in dem Wert- und/oder Sicherheitsdokument
gespeicherten Informationen so ausgebildet, dass sie Licht in verschiedenen Wellenlängenbereichen
streuen, beugen, reflektieren und/oder emittieren. Beispielsweise sind Wert- und/oder
Sicherheitsdokumente bekannt, die auf einer Vorderseite im Wesentlichen im für den
Menschen sichtbaren Wellenlängenbereich codierte Informationen umfassen und auf einer
Rückseite eine speziell für die maschinelle Erfassung vorgesehene Information umfassen,
beispielsweise eine so genannte maschinenlesbare Zeile, welche Licht im infraroten
Wellenlängenbereich streut und/oder reflektiert bzw. beugt oder emittiert. Werden
von den unterschiedlichen Seiten des doppelseitigen Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
Informationen erfasst, die seitenbezogen jeweils in einem bestimmten Wellenlängenbereich
codiert sind, so ist eine Ausführungsform der Erfindung von Vorteil, bei der das mindestens
eine optische Element eine Abbildungsoptik umfasst, die in zwei unterschiedlichen
Wellenlängenbereichen eine unterschiedliche Brennweite aufweist, so dass bei einer
Auswertung die auf der Vorderseite und der Rückseite gespeicherten Informationen gemeinsam
scharf auf der Erfassungseinheit abgebildet werden, wenn von der Vorderseite der eine
Wellenlängenbereich und von der Rückseite der andere Wellenlängenbereich abgebildet
werden.
[0011] Um eine solche Abbildung zu erreichen, ist bei einer Ausführungsform der Erfindung
vorgesehen, dass mindestens zwei Beleuchtungseinheiten, die in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen
Licht emittieren, so relativ zu der Dokumentaufnahme angeordnet sind, dass die Vorderseite
mit dem Licht der einen Beleuchtungseinheit und die Rückseite mit dem Licht der anderen
Beleuchtungseinheit beleuchtet werden. Beispielsweise werden die Vorderseite mit sichtbarem
Licht und die Rückseite mit infrarotem Licht ausgeleuchtet. Alternativ oder zusätzlich
zu einer Abbildungsoptik mit unterschiedlichen Brennweiten für unterschiedliche Wellenlängen
ist bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass das mindestens eine optische Element
einen oder mehrere nicht plane abbildende Spiegel umfasst, über die das an der Rückseite
gestreute, gebeugte, reflektierte oder hiervon emittierte Licht abgebildet wird. Abbildende,
beispielsweise gekrümmte, Spiegel können genutzt werden, um das von der Rückseite
ausgehende Licht abbildend zu reflektieren. Beispielsweise kann es sich um einen fokussierenden
Spiegel handeln.
[0012] Wieder eine andere Ausführungsform sieht alternativ oder zusätzlich vor, dass die
Abbildungseinrichtung eine Blende umfasst, die so gewählt ist, dass eine Schärfentiefe
ausreichend ist, um die Vorderseite und die Rückseite bzw. die hierauf optisch wahrnehmbaren
Informationen auf der Erfassungseinheit so abzubilden, dass die auszuwertenden Sicherheitsmerkmale
und/oder anderen grafischen Informationen aufgelöst werden. Je kleiner die Blendenöffnung
gewählt ist, desto größer wird eine Schärfentiefe. Dies hat jedoch andererseits den
Nachteil, dass die Menge an Licht, die auf die Erfassungseinheit abgebildet wird,
deutlich reduziert wird. Bei einer solchen Ausführungsform sind somit sehr intensive
Beleuchtungseinheiten erforderlich. Eine Blende kann mit einer fokussierenden Linsenanordnung
oder ohne eine solche Linsenanordnung verwendet werden.
Eine andere Möglichkeit einer Kompensation der Weglängenunterschiede besteht darin,
die Abbildungseinrichtung mit zwei Spiegeln auszugestalten, zwischen denen eine Linse
angeordnet ist. Über die eine Linse oder auch mehrere Linsen kann dann das Licht der
einen Seite, beispielsweise das Licht der Rückseite, abgebildet werden.
Bei wieder einer anderen Ausführungsform umfasst die Abbildungseinrichtung einen Spiegel,
auf dem eine Fresnellinse angeordnet ist. Eine solche Fresnellinse hat ebenfalls die
Eigenschaften, dass an dem entsprechenden Spiegel gebeugte Lichtbild abzubilden. Häufig
wird es so sein, dass hinsichtlich der grafischen Wiedergabe der auf der einen Seite,
beispielsweise der Rückseite, wahrnehmbaren Informationen geringere Anforderungen
gestellt werden als an die Informationswiedergabe der Vorderseite. Somit sind Ausführungsformen
akzeptabel, bei denen die auf der Rückseite gespeicherten Informationen verzerrt auf
der Erfassungseinheit neben den Informationen der Vorderseite abgebildet werden. Bei
einer solchen Ausführung der Erfindung ist vorzugsweise die Auswerteeinrichtung ausgebildet,
die erfasste Abbildung der Rückseite rechnerisch zu entzerren.
Ist es hingegen erforderlich, beide Seiten des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
in gleicher Güte, d.h. mit gleicher Auflösung, zu erfassen, so werden nicht beanspruchte
Ausführungsformen bevorzugt, bei der die Abbildungseinrichtung mehrere Reflektionseinheiten
umfasst, die relativ zu der Dokumentenaufnahme und Erfassungseinheit so angeordnet
sind, dass das an der Vorderseite gestreute, gebeugte, reflektierte und/oder hiervon
emittierte Licht und das an der Rückseite gestreute, gebeugte, reflektierte oder hiervon
emittierte Licht jeweils über eine gleiche Anzahl von Reflektionen auf die Erfassungseinheit
abgebildet sind oder werden.
[0013] Eine nicht beanspruchte Ausführungsform einer solchen Verifikationsvorrichtung sieht
vor, dass die zum Erfassen vorgesehene Fläche der Erfassungseinheit senkrecht und
zentriert zu einer durch die Dokumentaufnahme festgelegten Dokumentebene ausgerichtet
ist und die Reflektionseinheiten relativ zu der Erfassungseinheit symmetrisch angeordnet
sind, so dass das an der Vorderseite gestreute, gebeugte, reflektierte oder hiervon
emittierte Licht und das an der Rückseite gestreute, gebeugte, reflektierte oder hiervon
emittierte Licht im Wesentlichen identisch auf die Abbildungseinheit geführt sind.
Im Wesentlichen identisch auf die Abbildungseinheit geführt bedeutet hier, dass das
an einander diametral gegenüberliegenden Punkten auf der Vorder- und der Rückseite
gestreute, gebeugte, reflektierte oder von dieser Stelle emittierte Licht über eine
gleiche Anzahl von Reflektionseinheiten und identische Weglängen geführt ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf eine Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Verifikationsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine weitere schematische Ausführungsform einer Verifikationsvorrichtung;
- Fig. 3
- noch eine weitere schematische Darstellung einer Verifikationsvorrichtung; und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer nicht beanspruchten Verifikationsvorrichtung,
bei der die Vorder- und die Rückseite identisch auf einer Erfassungseinheit abgebildet
werden.
In Fig. 1 ist schematische eine Verifikationsvorrichtung 1 dargestellt. Diese umfasst
eine Dokumentaufnahme 2, auf der, an der oder in der ein doppelseitiges Wert- und/oder
Sicherheitsdokument 3 angeordnet werden kann. Die Dokumentenaufnahme 2 ist beispielsweise
als transparente Substratplatte, beispielsweise aus Glas oder Kunststoff, ausgebildet.
Das Wert- und/oder Sicherheitsdokument 3, beispielsweise ein Personalausweis, wird
flächig auf der Dokumentaufnahme 2 angeordnet. Über eine Beleuchtungseinrichtung 4
wird eine Vorderseite 5 des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments 3 beleuchtet. Über
eine weitere Beleuchtungseinheit 6 wird durch die Dokumentaufnahme 2 eine Rückseite
7 des Wert- und/oder Sicherheitsdokuments 3 beleuchtet. Das an der Vorderseite 5 reflektierte,
gebeugte, gestreute oder von der Vorderseite emittierte Licht 10 wird auf eine Erfassungseinheit
8 einer Erfassungsvorrichtung 9 flächig abgebildet. Die Erfassungseinheit 8 ist ausgebildet,
eine flächige Abbildung zu erfassen und in digitalisierte Bildsignale zu überführen.
Bei der Erfassungseinheit 8 kann es sich beispielsweise um einen CCD-Chip, ein CMOS-Array
oder einen beliebigen RGB-Sensor handeln. Die erfassten Bildsignale werden einer Auswerteeinrichtung
11 zugeführt, die die Bildsignale auswerten und verifizieren kann und in der Regel
eine Verifikationsinformation bereitstellt und/oder ausgibt. Eine Ausgabe kann über
eine Ausgabeeinheit 12 erfolgen, die beispielsweise eine Anzeigevorrichtung oder eine
Schnittstelle sein kann.
An der Rückseite 7 gestreutes, gebeugtes, reflektiertes oder von der Rückseite 7 emittiertes
Licht 13 wird ebenfalls auf die Erfassungseinheit 8 abgebildet. Dieses an der Rückseite
gestreute, gebeugte, reflektierte und/oder von dieser emittiertes Licht 13 wird mittels
einer Abbildungseinrichtung 14 zu der Erfassungseinheit 8 geführt. Die Abbildungseinrichtung
14 umfasst hierfür eine Reflektionseinheit 15. Die Reflektionseinheit 15 kann beispielsweise
ein Spiegel oder ein Prisma oder jede beliebige andere optische Einheit sein, die
Licht gezielt umlenkt.
Die Beleuchtungseinheit 4 und die weitere Beleuchtungseinheit 6 sind bei einer Ausführungsform
so ausgebildet, dass sie Licht in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen emittieren.
Beispielsweise emittiert die Beleuchtungseinheit 4 Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich.
Die weitere Beleuchtungseinheit 6 emittiert hingegen Licht im infraroten Wellenlängenbereich.
Somit wird die im sichtbaren Wellenlängenbereich reflektierende, beugende oder streuende
Information der Vorderseite 5 und die im infraroten Wellenlängenbereich beugende,
streuende, reflektierende Information der Rückseite 7 auf die Erfassungseinheit 8
abgebildet. In der Regel legt das von der Vorderseite 5 gestreute, gebeugte, reflektierte
und/oder hiervon emittierte Licht 10 einen kürzen Weg zur Erfassungseinheit 8 zurück
als das entsprechende an der Rückseite 7 gestreute, gebeugte, reflektierte oder emittierte
Licht der Rückseite 13. Um diese unterschiedlichen Weglängen im Hinblick auf eine
Fokussierung oder auflösende Abbildung zu kompensieren, umfasst die Abbildungseinrichtung
14 beispielsweise eine Abbildungsoptik 16, die unterschiedliche optische Eigenschaften
für Licht unterschiedlicher Wellenlängenbereiche aufweist, beispielsweise unterschiedliche
Brennweiten. Über eine geeignete Anpassung ist es somit möglich, dass sowohl das die
Informationen der Rückseite 7 transportierende Licht 13 als auch das die Informationen
der Vorderseite 5 transportierende Licht 10 scharf auf die Erfassungseinheit 8 abgebildet
werden, d.h. so abgebildet werden, dass die notwendigen Informationen mit einer ausreichenden
optischen Auflösung für deren Wahrnehmung und Auswertung abgebildet werden.
[0014] Alternativ oder zusätzlich kann die Abbildungseinrichtung eine Blende 17 aufweisen.
Je kleiner die Blendenöffnung ist, desto größer ist eine Schärfentiefe, d.h. desto
größer können Weglängenunterschiede auf der Objektseite werden, ohne dass eine vorgegebene
Auflösung der auf die Erfassungseinheit abgebildeten Informationen unterschritten
wird.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann eine Fresnellinse 20 auf der Reflexionseinheiten
15 angeordnet sein, die für eine optimale Abbildung des an der Rückseite 7 gestreuten,
gebeugten, reflektierten oder von der Rückseite 7 emittierten Lichts 13 auf die Erfassungseinheit
bewirkt.
[0016] Bei einigen Ausführungsformen ist vorgesehen, dass die Beleuchtungseinheit 4 und
die weitere Beleuchtungseinrichtung 6 Licht im gleichen Wellenlängenbereich emittieren.
[0017] In Fig. 2 ist eine weitere Verifikationsvorrichtung schematisch dargestellt. Bei
dieser Ausführungsform ist die Dokumentaufnahme als Prisma ausgebildet und stellt
somit zugleich eine Reflektionseinrichtung der Abbildungseinrichtung dar. Gleiche
technische Merkmale sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Die
übrigen technischen Elemente entsprechen denen der Ausführungsform nach Fig. 1.
[0018] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Verifikationsvorrichtung 1 dargestellt,
bei der die Abbildungseinrichtung 14 zwei Reflektionseinheiten 15, 15' umfasst, zwischen
denen eine Linse 19 angeordnet ist, die eine Weglängekompensation im Hinblick auf
eine optimale Abbildung des die Information der Rückseite transportierenden Lichts
13 im Verhältnis zu dem die Information der Vorderseite transportierenden Licht 10
bewirkt.
[0019] Anstelle der einen Linse 19 können selbstverständlich auch mehrere Linsen zwischen
den Spiegeln oder an anderer Stelle im Strahlengang eingefügt sein.
Alternativ oder zusätzlich zu der Linse 19 kann eine Fresnellinse 20 auf einer der
Reflexionseinheiten 15, 15' angeordnet sein.
[0020] In Fig. 4 ist noch eine nicht beanspruchte Ausführungsform einer Verifikationsvorrichtung
1 schematisch dargestellt. Bei dieser Ausführungsform werden sowohl die Vorderseite
5 als auch die Rückseite 7 im Wesentlichen identisch über die Abbildungseinrichtung
14 auf die Erfassungseinheit 8 abgebildet. Die Erfassungseinheit 8 ist bei dieser
Ausführungsform senkrecht zu einer durch die Dokumentaufnahme 2 festgelegten Ebene
23 und im Wesentlichen zentriert zu dieser Ebene 23 ausgerichtet. Über mehrere Reflexionseinheiten
21a bis 21c sowie 22a bis 22c werden das an der Vorderseite gestreute, gebeugte, reflektierte
oder hiervon emittierte Licht 10 sowie das an der Rückseite gestreute, gebeugte, reflektierte
oder hiervon emittierte Licht 13 auf die Erfassungseinheit 8 so abgebildet, dass die
Vorderseite 5 und die Rückseite 7 an unterschiedlichen Stellen der Erfassungseinheit
8 nebeneinander abgebildet werden. Diese Ausführungsform ist insbesondere dafür geeignet,
eine registergenaue Anordnung von Sicherheitsmerkmalen auf Vorderseite 5 und Rückseite
7 des doppelseitigen Sicherheitsdokuments 3 auszuwerten. Ferner eignet sich eine solche
Ausführungsform für Fälle, in denen die Vorder- und die Rückseite gleich gut aufgelöst
werden sollen.
Für alle Ausführungsformen gilt, dass die Auswerteeinrichtung 11 vorzugsweise so angepasst
ist, dass sie eventuelle Verzerrungen, die durch die Abbildungseinrichtung 14 hervorgerufen
werden, rechnerisch kompensiert. Bei allen Ausführungsformen ist ebenfalls gemein,
dass die Vorder- und die Rückseite des doppelseitigen Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
3 auf unterschiedliche Bereiche der Erfassungseinheit abgebildet werden, so dass diese
zeitgleich mit der Erfassungseinheit 8 erfasst und anschließend ausgewertet werden
können.
Es versteht sich für den Fachmann, dass bei den oben beschriebenen Ausführungsformen
die verwendeten Beleuchtungseinheiten das doppelseitige Sicherheitsdokument mit lichtidentischer
Wellenlängenbereiche beleuchten können. Ebenso ist es möglich, Licht zur Anregung
zu verwenden, welches im nicht sichtbaren Wellenlängenbereich liegt, beispielsweise
im UV-Bereich, um eine Emission von Lumineszenzstrahlung auszulösen. Die Wahl der
Beleuchtungseinheit bzw. der zum Beleuchten verwendeten Wellenlänge bzw. Wellenlängenbereiche
wird in Abhängigkeit der zu erfassenden Sicherheitsmerkmale gewählt. Um selektiv nur
Sicherheitsmerkmale zu erfassen, die in bestimmten Wellenlängenbereichen sichtbar
sind, können zusätzlich Filter im Strahlengang des gestreuten, gebeugten, reflektierten
und/oder emittierten Lichts 10, 13 der Vorder- oder der Rückseite sein.
[0021] Unter dem Begriff Erfassungseinheit wird hier jeweils eine Vorrichtung verstanden,
die flächig eine optische Abbildung erfassen kann. Hierbei kann die Erfassungseinheit
mehrere lateral in einer Ebene relativ zueinander angeordnete Sensoren oder Sensoreinheiten
umfassen.
Bezugszeichen
[0022]
- 1
- Verifikationsvorrichtung
- 2
- Dokumentaufnahme
- 3
- Wert- und/oder Sicherheitsdokument
- 4
- Beleuchtungseinheit
- 5
- Vorderseite
- 6
- weitere Beleuchtungseinheit
- 7
- Rückseite
- 8
- Erfassungseinheit
- 9
- Erfassungsvorrichtung
- 10
- an der Vorderseite gestreutes, gebeugtes oder reflektiertes bzw. hiervon emittiertes
Licht
- 11
- Auswerteeinrichtung
- 12
- Ausgabeeinheit
- 13
- an der Rückseite gestreutes, gebeugtes oder reflektiertes bzw. hiervon emittiertes
Licht
- 14
- Abbildungseinrichtung
- 15, 15'
- Reflexionseinrichtung
- 16
- Abbildungsoptik
- 17
- Blende
- 18
- Prisma
- 19
- Linse
- 20
- Fresnellinse
- 21a-21c
- Reflexionseinheiten
- 22a-22c
- Reflexionseinheiten
- 23
- Ebene
1. Verifikationsvorrichtung (1) zum Verifizieren doppelseitiger Wert- und/oder Sicherheitsdokumente
(3) umfassend:
eine Dokumentaufnahme (2),
eine relativ zu der Dokumentaufnahme (2) angeordnete Erfassungsvorrichtung (9)zum
Erfassen von Bildsignalen in digitalisierter Form eines auf, an oder in der Dokumentaufnahme
(2) angeordneten Wert- und/oder Sicherheitsdokuments (3) und eine Auswerteeinrichtung
(11), die die erfassten Bildsignale auswertet und eine Verifikationsinformation ableitet,
wobei
die Erfassungsvorrichtung (9) eine Erfassungseinheit (8) zum Erfassen einer flächigen
Abbildung umfasst und die Erfassungseinheit (8) sowie eine Abbildungseinrichtung (14)
relativ zu der Dokumentaufnahme (2) so angeordnet sind, dass von einem doppelseitigen
Wert- und/oder Sicherheitsdokument (3),
welches auf, an oder in der Dokumentaufnahme (2) angeordnet ist, zumindest Ausschnitte
einer Vorderseite (5) und einer Rückseite (7) des doppelseitigen Wert- und/oder Sicherheitsdokuments
(3) gemeinsam auf die Erfassungseinheit (8) abgebildet werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abbildungseinrichtung (14) mindestens eine Reflexionseinheit (15) umfasst und
die Vorderseite (5) ohne eine Reflexion und die Rückseite (7) über mindestens eine
Reflexion auf die Erfassungseinheit (8) abgebildet werden und Weglängenunterschiede
zwischen dem an der Vorderseite (5) gestreuten, gebeugten, reflektierten oder hiervon
emittierten Licht (10) und dem an der Rückseite (7) gestreuten, gebeugten, reflektierten
oder hiervon emittierten Licht (13) im Hinblick auf eine Abbildungsschärfe auf die
Erfassungseinheit (8) über mindestens ein optisches Element der Abbildungseinrichtung
(14) kompensiert werden.
2. Verifikationsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Beleuchtungseinheiten (4, 6), die in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen
Licht emittieren, so relativ zu der Dokumentaufnahme (2) angeordnet sind, dass die
Vorderseite (5) mit dem Licht der einen Beleuchtungseinheit (4) und die Rückseite
(7) mit dem Licht der anderen Beleuchtungseinheit (6) beleuchtet werden.
3. Verifikationsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine optische Element eine Abbildungsoptik (16) umfasst, die in zwei
unterschiedlichen Wellenlängenbereichen eine unterschiedliche Brennweite aufweist,
so dass bei einer Auswertung die Vorderseite (5) und die Rückseite (7) gemeinsam scharf
auf der Erfassungseinheit (8) abgebildet werden, wenn von der Vorderseite (5) Informationen,
die in dem einen der beiden unterschiedlichen Wellenlängenbereich wahrnehmbar ist,
und von der Rückseite (7) Informationen, die in dem anderen der beiden Wellenlängenbereiche
wahrnehmbar ist, abgebildet werden.
4. Verifikationsvorrichtung (1) nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine optische Element einen oder mehrere nicht plane abbildende Spiegel
umfasst, über die das an der Rückseite (7) gestreute, gebeugte, reflektierte oder
hiervon emittierte Licht (13) abgebildet wird.
5. Verifikationsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungseinrichtung (14) eine Blende umfasst, die so gewählt ist, dass eine
Schärfentiefe ausreichend ist, um die Vorderseite (5) und die Rückseite (7) auf der
Erfassungseinheit (8) so abzubilden, dass die auszuwertenden Sicherheitsmerkmale aufgelöst
werden.
6. Verifikationsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungseinrichtung (14) zwei Spiegel umfasst, zwischen denen eine Linse (19)
angeordnet ist.
7. Verifikationsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungseinrichtung (14) einen Spiegel umfasst, auf dem eine Fresnellinse (20)
angeordnet ist.
8. Verifikationsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (11) ausgebildet ist, die erfasste Abbildung der Rückseite
(7) rechnerisch zu entzerren.
1. Verification device (1) for verifying double-sided value and/or security documents
(3), comprising:
a document receptacle (2),
a detection device (9) arranged relative to the document receptacle (2) for detecting
image signals in digitalised form of a value and/or security document (3) arranged
on, at, or in the document receptacle (2), and an evaluation unit (11) that evaluates
the detected image signals and derives verification information,
wherein
the detection device (9) comprises a detecting unit (8) for detecting a flat image,
and the detecting unit (8) and an imaging apparatus (14) are arranged relative to
the document receptacle (2) in such a way that, of a double-sided value and/or security
document (3), which is arranged on, at, or in the document receptacle (2), at least
sections of a front side (5) and of a back side (7) of the double-sided value and/or
security document (3), are imaged together on the detecting unit (8),
characterised in that
the imaging device (14) comprises at least one reflection unit (15), and the front
side (5) is imaged without a reflection and the back side (7) is imaged by at least
one reflection onto the detecting unit (8), and path length differences between the
light (10) which is scattered, diffracted, or reflected at the front side (5), or
emitted from it, and the light (13) which is scattered, diffracted, or reflected at
the back side (7), or emitted from it, are compensated in respect of the sharpness
of the image onto the detecting unit (8) by at least one optical element of the imaging
apparatus (14).
2. Verification device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two lighting units (4, 6), which emit light in different wavelength ranges,
are arranged relative to the document receptacle (2) in such a way that the front
side (5) is illuminated with the light from one lighting unit (4), and the rear side
(7) is illuminated with the light from the other lighting unit (6).
3. Verification device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one optical element comprises an imaging optic (16), which comprises
a different focal length in two different wavelength ranges, such that, at an evaluation,
the front side (5) and the back side (7) are imaged together sharply on the detecting
unit (8) when information is imaged from the front side (5), which is perceivable
in one of the two different wavelength ranges, and information is imaged from the
back side (7) which is perceivable in the other of the two wavelength ranges.
4. Verification device (1) according to any one of the preceding claims 1 to 3, characterised in that the at least one optical element comprises one or more non-planar imaging mirrors,
by means of which the light (13) is imaged which is scattered, diffracted, or reflected
at the rear side (7) or emitted from it.
5. Verification device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the imaging apparatus (14) comprises a diaphragm, which is selected in such a way
that a depth of focus is sufficient to image the front side (5) and the back side
(7) on the detecting unit (8) in such a way that the security features which are to
be evaluated are resolved.
6. Verification device (1) according to claim 5, characterised in that the imaging apparatus (14) comprises two mirrors, between which a lens (19) is arranged.
7. Verification device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the imaging apparatus (14) comprises a mirror, arranged on which is a Fresnel lens
(20).
8. Verification device (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the evaluation device (11) is configured such as to rectify by computing means the
imaging detected from the back side (7).
1. Dispositif de vérification (1) pour vérifier des documents de valeur et/ou de sécurité
(3) double face comprenant :
un cliché de document (2),
un dispositif d'enregistrement (9) disposé par rapport au cliché de document (2) pour
enregistrer des signaux d'image sous forme numérisée d'un document de valeur et/ou
de sécurité (3) disposé sur, contre ou dans le cliché de document (2), et un dispositif
d'évaluation (11) qui évalue les signaux d'image enregistrés et en tire une information
de vérification,
dans lequel
le dispositif d'enregistrement (9) comprend une unité d'enregistrement (8) pour enregistrer
une reproduction plate et l'unité d'enregistrement (8) ainsi qu'un dispositif de reproduction
(14) sont disposés par rapport au cliché de document (2) de telle sorte qu'à partir
d'un document de valeur et/ou de sécurité (3) double face qui est disposé sur, contre
ou dans le cliché de document (2), au moins des sections d'une face avant (5) et d'une
face arrière (7) du document de valeur et/ou de sécurité (3) double face sont reproduites
ensemble sur l'unité d'enregistrement (8),
caractérisé en ce que
le dispositif de reproduction (14) comprend au moins une unité de réflexion (15),
et la face avant (5) sans réflexion et la face arrière (7) sont reproduites sur l'unité
d'enregistrement (8) par l'intermédiaire d'au moins une réflexion et des différences
de longueur de trajet entre la lumière (10) diffusée, diffractée, réfléchie sur la
face avant (5) ou émise par celle-ci, et la lumière (13) diffusée, diffractée, réfléchie
sur la face arrière (7) ou émise par celle-ci sont compensées par rapport à une netteté
de reproduction sur l'unité d'enregistrement (8) par l'intermédiaire d'au moins un
élément optique du dispositif de reproduction (14).
2. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux unités d'éclairage (4, 6) qui émettent de la lumière dans des plages
de longueurs d'onde différentes sont disposées par rapport au cliché de document (2)
de telle sorte que la face avant (5) est éclairée par la lumière de l'unité d'éclairage
(4) et la face arrière (7) est éclairée par la lumière de l'autre unité d'éclairage
(6).
3. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément optique présente une optique de reproduction (16) qui a une
distance focale différente dans deux plages de longueurs d'onde différentes de sorte
que, lors d'une évaluation, la face avant (5) et la face arrière (7) sont reproduites
ensemble de manière nette sur l'unité d'enregistrement (8) lorsque des informations
perceptibles dans l'une des deux plages de longueurs d'onde différentes sont reproduites
à partir de la face avant (5) et des informations perceptibles dans l'autre des deux
plages de longueurs d'onde sont reproduites à partir de la face arrière (7).
4. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'au moins un élément optique comprend un ou plusieurs miroirs de reproduction non
plans par lesquels la lumière (13) diffusée, diffractée, réfléchie sur la face arrière
(7) ou émise par celle-ci est reproduite.
5. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de reproduction (14) comprend un diaphragme qui est sélectionné de
telle sorte qu'une profondeur de champ est suffisante pour reproduire la face avant
(5) et la face arrière (7) sur l'unité d'enregistrement (8) de telle sorte que les
caractéristiques de sécurité à évaluer sont résolues.
6. Dispositif de vérification (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de reproduction (14) comprend deux miroirs entre lesquels est disposée
une lentille (19).
7. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de reproduction (14) comprend un miroir sur lequel est disposée une
lentille de Fresnel (20).
8. Dispositif de vérification (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation (11) est conçu pour corriger par voie de calcul la reproduction
enregistrée de la face arrière (7).