[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckträgeranordnung für Schilder oder Verkehrszeichen
mit einem ersten Trägerprofil und mit einem zweiten Trägerprofil, wobei das zweite
Trägerprofil zur lösbaren Verbindung desselben mit dem ersten Trägerprofil mit einem
Einsatzabschnitt des zweiten Trägerprofils stirnseitig in einen Aufnahmeabschnitt
des ersten Trägerprofils einsetzbar ist, wobei mindestens der Aufnahmeabschnitt des
ersten Trägerprofils hohlprofilartig ausgebildet ist und wobei ein Außenquerschnitt
des zweiten Trägerprofils auf einen Innenquerschnitt des hohlprofilartig ausgebildeten
Aufnahmeabschnitt abgestimmt ist.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Trägerprofils.
[0003] Aus der
DE 201 07 449 U1 ist eine Steckträgeranordnung für Schilder und Verkehrszeichen bekannt, die insbesondere
genutzt wird, um beispielsweise im Bereich von Baustellen zeitweise eine Beschilderung
aufzubauen. Die Trägerprofile, an denen die Schilder und Verkehrszeichen befestigt
werden, sind durch Vierkanthohlprofile gebildet, welche ineinander eingesteckt und
dadurch nahezu beliebig verlängert werden können. Die Trägerprofile weisen zu diesem
Zweck zum einen einen Einsatzabschnitt und zum anderen einen Aufnahmeabschnitt auf.
Einsatzabschnitt und Aufnahmeabschnitt bilden gegenüberliegende Randabschnitte des
Trägerprofils, wobei ein Außenquerschnitt des Einsatzabschnitts derart auf einen Innenquerschnitt
des Aufnahmeabschnitts abgestimmt ist, dass der Einsatzabschnitt eines zweiten Trägerprofils
in den Aufnahmeabschnitt eines ersten Trägerprofils eingesteckt werden kann. Die Querschnitte
sind hierbei so aufeinander abgestimmt, dass zum einen sicher und weitgehend spielfrei
das zweite Türprofil in dem ersten Trägerprofil gehalten wird und dass zum anderen
eine manuelle, einfache Montage gewährleistet ist. Da derartige Steckträgeranordnungen
jedoch bevorzugt auf Baustellen unter rauen Umgebungsbedingungen zum Einsatz kommen,
kann die Montage infolge einer Verschmutzung oder Verformung der Trägerprofile erschwert
sein.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Montagefreundlichkeit der Steckträgeranordnung
zu verbessern und ein Verfahren zur Herstellung der montagefreundlichen Trägerprofile
anzugeben.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aufnahmeabschnitt des ersten Trägerprofils mindestens
eine kehlenartige Ausformung ausgebildet ist, die sich von einer Stirnseite des ersten
Trägerprofils in eine Längsrichtung des ersten Trägerprofils erstreckt.
[0006] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Aufnahmeabschnitt des
ersten Trägerprofils im Bereich der Stirnseite aufgeweitet ist, so dass das Einstecken
des Einsatzabschnitts des zweiten Trägerprofils vereinfacht wird. Die kehlenartige
Ausformung vergrößert den Innenquerschnitt des hohlprofilartigen Aufnahmeabschnitts
im Bereich der Stirnfläche und verjüngt sich in Längsrichtung, bis auf den ursprünglichen
Innenquerschnitt. So erhält der Aufnahmeabschnitt eine abschnittsweise trichterähnliche
Geometrie mit der Folge, dass der Einsatzabschnitt selbstzentrierend in den Aufnahmeabschnitt
eingesteckt werden kann. Da sich die kehlenartige Ausformung ausgehend von der Stirnseite
in Längsrichtung des ersten Trägerprofils verjüngt und schließlich in den ursprünglichen
Innenquerschnitt des Hohlprofils übergeht, ist trotzt des Vorsehens der Ausformung
ein sicherer Halt des zweiten Trägerprofils in dem ersten Trägerprofil gewährleistet.
Es ist also nur ein geringer Teil der als Führungs- und Stützfläche für das zweite
Trägerprofil dienenden Innenmantelfläche des hohlprofilartigen Aufnahmeabschnitts
ausgeformt. Der verbleibende Teil der Innenmantelfläche dient unverändert der Führung
und Stützung des zweiten Trägerprofils.
[0007] Indem lediglich der Aufnahmeabschnitt des ersten Trägerprofils mit einer kehlenartigen
Ausformung versehen ist, das heißt aufgeweitet wird, ist sichergestellt, dass bereits
heute am Markt befindliche Trägerprofile kompatibel mit den neuartigen Trägerprofilen
sind und eingeschränkt weiterbenutzt werden können. Die kehlenartige Ausformung hat
keinen negativen Einfluss auf die Kompatibilität der Systeme.
[0008] Das erste Trägerprofil kann im Bereich des Aufnahmeabschnitts, beispielsweise eine
kehlenartige Ausformung aufweisen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, zwei oder
mehr kehlenartige Ausformungen im Bereich des Aufnahmeabschnitts vorzusehen. Die Mehrzahl
an Ausformungen können symmetrisch am Umfang verteilt oder unsymmetrisch angeordnet
sein.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Rastmechanismus vorgesehen
mit einem den Einsatzabschnitt zugeordneten, federnd gehaltenen Rastelement und mit
einer dem Aufnahmeabschnitt zugeordneten Ausnehmung, die das Rastelement in einer
Raststellung desselben zur Arretierung des zweiten Trägerprofils in dem ersten Trägerprofil
eingreift. Die Ausnehmung ist in Verlängerung der kehlenförmigen Ausformung angeordnet.
Vorteilhaft kann das zweite Trägerprofil durch das Vorsehen des Rastmechanismus in
dem ersten Trägerprofil arretiert werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass die
Trägerprofile vorzugsweise lösbar und/oder formschlüssig miteinander verbunden sind.
Indem die Ausnehmung, in welche das Rastelement in seiner Raststellung eingreift,
in Verlängerung der kehlenförmigen Ausformung angeordnet ist, ist eine besonders einfache
Montage des ersten Trägerprofils möglich. Zur Montage kann das Rastelement entlang
der kehlenförmigen Ausformung geführt werden, so dass eine Lagezuordnung der beiden
Trägerprofile während der Montage gewährleistet ist. Insbesondere bei Rundprofilen
wird einem die Montage erschwerendes Verdrehen der Trägerprofile um eine Längsmittelachse
derselben vorgebeugt.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Überhöhung der kehlenartigen Ausformung
an der Stirnseite des ersten Trägerprofils derart bemessen, dass das Rastelement beim
Einsetzen des zweiten Trägerprofils in den Aufnahmeabschnitt des ersten Trägerprofils
selbsttätig aus der Raststellung in eine Montagestellung verbracht wird, in der das
Rastelement gegen eine Federkraft außer Eingriff ist. Vorteilhaft ist ein manuelles
Entriegeln des Rastmechanismus beim Montieren der Trägerprofile entbehrlich. Das Rastelement
wird selbsttätig außer Eingriff gebracht, so dass eine Einhandmontage der Steckträgeranordnung
möglich ist. Zudem wird einer Einklemmsituation vermieden, da das Rastelement beim
Einsetzen des Einsatzabschnittes in den Aufnahmeabschnitt nicht manuell in der Montagestellung
gehalten werden muss.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Mehrzahl kehlenartiger Ausformungen
an gegenüberliegenden Seiten des Aufnahmeabschnitts angeordnet. Das den Aufnahmeabschnitt
aufweisende erste Trägerprofil ist vorzugsweise symmetrisch in Bezug auf die Längsmittelachse
des ersten Trägerprofils ausgebildet. Vorteilhaft wird durch das Vorsehen der Mehrzahl
an Ausformungen und/oder des symmetrischen Aufbaus des ersten Trägerprofils die Montage
vereinfacht. Beispielsweise können die Trägerprofile vierkantartig ausgebildet sein.
In diesem Fall können an gegenüberliegenden Seiten der Vierkantprofile des ersten
Trägerprofils zwei oder vier kehlenartige Ausformungen vorgesehen sein. Jede dieser
kehlenartigen Ausformungen kann die Ausnehmung des Rastmechanismus, in welche das
Rastelement in der Raststellung eingreift, zugeordnet sein. Ebenfalls ist möglich,
die Ausnehmung nicht allen Ausformungen, sondern lediglich einer Ausformung oder einem
Teil der Ausformungen zuzuordnen.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind zur Realisierung eines modularen Baukastensystems
Trägerprofile vorgesehen, welche an einem ersten Randabschnitt den Aufnahmeabschnitt
und an einem dem ersten Randabschnitt gegenüberliegenden zweiten Randabschnitt einen
Einsatzabschnitt aufweisen. Vorteilhaft können durch diese beidseits profilierten
Trägerprofile vielfältige Montagevarianten realisiert werden. Beispielsweise kann
die Länge der Trägerprofile auf die Anzahl der an einem gemeinsamen Profilsystem befestigten
Schilder abgestimmt werden. Ebenso können durch das Baukastensystem gleiche Trägerprofile
für randbefestigte bzw. bodenstehende Steckträgeranordnungen Verwendung finden.
[0013] Zur Lösung der Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren in Verbindung mit dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 8 dadurch gekennzeichnet, dass an einem als ein Hohlprofil ausgebildeten
Randabschnitt des Trägerprofils mittels Umformen eine kehlenartige Ausformung ausgebildet
wird.
[0014] Vorteilhaft kann das die Ausformung aufweisende Trägerprofil mittels Umformen ungleich
kostengünstiger und schneller hergestellt werden als mittels spanender bzw. urformender
Fertigungsverfahren. Vorzugsweise können die kehlenartigen Ausformungen im Bereich
des Hohlprofils mittels eines einzelnen Umformschritts ausgeformt werden. Auf eine
Vorbehandlung des Trägerprofils, beispielsweise auf eine Wärmebehandlung, kann verzichtet
werden, wenn der Profilquerschnitt sowie die Wandstärke des Hohlprofils dies erlauben.
[0015] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Spreiz- bzw. Presswerkzeug
stirnseitig in das das erste Trägerprofil bildende Hohlprofil eingeführt und die kehlenartige
Ausformung wird anschließend mittels beweglicher Stempel des Spreiz- bzw. Presswerkzeugs
ausgebildet, indem die Stempel das Hohlprofil lokal aufweiten. Das in das Hohlprofil
eingesetzte Spreiz- bzw. Presswerkzeug kann zugleich gewährleisten, dass der aus Montagegründen
erforderliche Innenquerschnitt des ersten Trägerprofils bei der Umformung erhalten
bleibt.
[0016] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Trägerprofil und ein zweites Trägerprofil der erfindungsgemäßen Steckträgeranordnung
in einem demontierten Zustand,
- Figur 2
- das erste Trägerprofil nach Figur 1 in einer Vorderansicht (a), in einer Seitenansicht
(b) und in einer Draufsicht (c),
- Figur 3
- eine Steckträgeranordnung zur Aufstellung von zwei Verkehrsschildern,
- Figur 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Lagermagazins für Verkehrsschilder mit dem ersten
Türprofil in einer Draufsicht (a) und in einer Seitenansicht (b),
- Figur 5
- einen modifizierten Zentralträger des Lagermagazins nach Figur 4 und
- Figur 6
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Lagermagazins mit dem ersten Türprofil in einer
Vorderan- sicht (a), einer Seitenansicht (b) und in einer Draufsicht (c).
[0019] Eine erfindungsgemäße Steckträgeranordnung wird beispielsweise auf Baustellen verwendet,
um Verkehrszeichen temporär aufzustellen. Beispielsweise kann während der Bauphase
die Verkehrsführung geändert oder ein Tempolimit eingerichtet werden. Zum Aufbau einer
derart temporären Beschilderung werden typischerweise mehrfach nutzbare Schilder und
Verkehrszeichen mit Hilfe von Profilträgern aufgestellt, die individuell zusammengesteckt
werden können und so an die jeweiligen Randbedingungen anpassbar sind.
[0020] Die Steckträgeranordnung nach Figur 1 weist als wesentliche Bauteile ein erstes Trägerprofil
1 und ein zweites Trägerprofil 2 auf. Das erste Trägerprofil 1 und das zweite Trägerprofil
2 sind beispielhaft als Vierkanthohlprofile ausgebildet. Das erste Trägerprofil 1
weist in einem Randabschnitt desselben, welcher als ein Aufnahmeabschnitt 3 ausgebildet
ist, zwei kehlenartige Ausformungen 4 auf gegenüberliegenden Längsseiten des Trägerprofils
1 auf. Die kehlenartigen Ausformungen 4 erstrecken sich hierbei von der Stirnseite
5 des Aufnahmeabschnitts 3 des ersten Trägerprofils 1 in eine Längsrichtung 6 des
ersten Trägerprofils 1.
[0021] Das zweite Trägerprofil 2 weist einen Randabschnitt auf, welcher als ein Einsatzabschnitt
7 ausgebildet ist. Ein Außenquerschnitt des zweiten Trägerprofils 2 ist im Bereich
des Einsatzabschnitts 7 kleiner als in einem an den Einsatzabschnitt 5 angrenzenden
Abschnitt des zweiten Trägerprofils 2. Bedingt hierdurch wird am Ende des Einsatzabschnitts
7 eine stufenförmige Anlagekante 8 gebildet.
[0022] Zur Montage wird das zweite Trägerprofil 2 mit dem Einsatzabschnitt 7 desselben voran
in den Aufnahmeabschnitt 3 des ersten Trägerprofils 1 eingesetzt. Die kehlenartigen
Ausformungen 4 erweitern im Bereich der Stirnseite 5 den Aufnahmeabschnitt 3 des ersten
Trägerprofils 1, so dass das Ansetzen und Einschieben des zweiten Trägerprofils 2
in den Aufnahmeabschnitt 3 des ersten Trägerprofils 1 in besonders einfacher Weise
gelingt. Um die Montagefähigkeit zu gewährleisten, ist der Außenquerschnitt des zweiten
Trägerprofils 2 im Bereich des Einsatzabschnitts 7 derart auf den Innenquerschnitt
des ersten Trägerprofils 1 im Bereich des Aufnahmeabschnitts 3 angepasst, dass einerseits
der Einsatzabschnitt 7 mit wenig Kraftaufwand spielbehaftet in den Aufnahmeabschnitt
3 des ersten Trägerprofils 1 eingesetzt, andererseits jedoch eine Führung des ersten
Trägerprofils 1 mit einer Außenmantelfläche 9 des Einsatzabschnitts 7 an einer Innenmantelfläche
10 des Aufnahmeabschnitts 3 gewährleistet ist.
[0023] Durch die Führungsmantelflächen (Außenmantelfläche 9, Innenmantelfläche 10) ist gewährleistet,
dass die Vierkantträgerprofile 1, 2 nur definiert montiert und nicht im montierten
Zustand um eine Längsmittelachse 11 derselben verdreht werden können. Zudem dient
die Anlagekante 8 dazu, eine Einschubtiefe zu begrenzen und eine definierte axiale
Lage der beiden Trägerprofile 1, 2 im montierten Zustand zueinander zu sichern.
[0024] Ergänzend ist ein Rastmechanismus 12 vorgesehen, welcher dazu dient, die Trägerprofile
1, 2 im montierten Zustand zu arretieren und in ihrer Axiallage zueinander festzulegen.
Der Rastmechanismus 12 umfasst ein dem Einsatzabschnitt 7 des zweiten Trägerprofils
2 zugeordnetes Rastelement 13 sowie eine das Rastelement 13 in eine Raststellung verbringende
Blattfeder 14 und eine dem Aufnahmeabschnitt 3 des ersten Trägerprofils 1 zugeordnete
Ausnehmung 15, welche beispielsweise als eine Durchgangsbohrung durch das Hohlprofil
des Aufnahmeabschnitts 3 ausgebildet ist. Während des Einsetzens des zweiten Trägerprofils
2 in das erste Trägerprofil 1 wird das Rastelement 13 gegen die Blattfedern 14 aus
der Raststellung in eine Montagestellung verbracht, in der das Rastelement 13 außer
Eingriff ist. Eine der Blattfeder abgewandte Vorderseite des Rastelementes 13 schließt
im Wesentlichen bündig mit der Außenmantelfläche 9 des Einsatzabschnitts 7 ab. Im
montierten Zustand greift das Rastelement 13 in die Ausnehmung 15 ein und legt so
die Trägerprofile 1, 2 in Axialrichtung fest. Das Rastelement 13 nimmt die Raststellung
infolge der durch die Blattfeder 14 auf das Rastelement 13 ausgeübte Federkraft 16
selbsttätig ein.
[0025] Die Ausnehmung 15 ist der kehlenartigen Ausformung 4 in deren Verlängerung zugeordnet,
das heißt von der Stirnseite 5 des ersten Trägerprofils 1 gesehen vor der Ausformung
4. Eine Überhöhung 17 der kehlenartigen Ausformung 4 im Bereich der Stirnseite 6 ist
so bemessen, dass das Rastelement 13 beim Einsetzen des zweiten Trägerprofils 2 in
den Aufnahmeabschnitt 3 des ersten Trägerprofils 1 selbsttätig gegen die von der Blattfeder
14 auf das Rastelement 13 übertragene Federkraft 16 in die Montagestellung verbracht
wird. Hierbei gleitet eine Spitze des Rastelementes 13 entlang der Mantelinnenfläche
10' des Aufnahmeabschnitts 3 im Bereich der kehlenartigen Ausformung 4.
[0026] Das erste Trägerprofil 1 mit dem Aufnahmeabschnitt 3 ist detailliert in Figur 2 dargestellt.
Erkennbar ist die Anordnung der Ausnehmung 15 in Verlängerung der kehlenartigen Ausformung
4, wobei beispielhaft jeder kehlenartigen Ausformung 4 eine Ausnehmung 15 zugeordnet
ist. Die kehlenartigen Ausformungen 4 verjüngen sich in Längsrichtung 6 und erhalten
dadurch eine trichterartige Kontur. Die Ausnehmungen 15 sind - von der Stirnseite
5 gesehen - vor der Spitze des Trichters gelegen. Die Längsrichtung 6 der kehlenartigen
Ausformung 4 ist hierbei parallel zur Längsmittelachse 11 des ersten Trägerprofils
1 orientiert.
[0027] Das erste Trägerprofil 1 ist symmetrisch bezüglich der Längsmittelachse 11 ausgebildet,
wobei auf zwei gegenüberliegenden Profilseiten 17 des Vierkantträgerprofils 1 die
kehlenartigen Ausformungen ausgebildet sind. Zwei weitere Profilseiten 18 sind eben
ausgebildet und weisen weder kehlenartige Ausformungen 4 noch Ausnehmungen 15 auf.
[0028] Zur Herstellung des ersten Trägerprofils 1 werden die kehlenartigen Ausformungen
4 mittels Umformen des hohlprofilartigen Aufnahmeabschnitts 3 ausgebildet. Vorzugsweise
wird ein Spreiz- bzw. Presswerkzeug an der Stirnseite 5 in das erste Trägerprofil
1 eingeführt. Die kehlenartigen Ausformungen 4 werden dabei mittels beweglicher Stempel
des Spreiz- bzw. Presswerkzeugs geformt. Die kehlenartigen Ausformungen 4 auf gegenüberliegenden
Seiten des Trägerprofils 1 können in einem gemeinsamen Verfahrensschritt hergestellt
oder in separaten Verfahrensschritten sequentiell ausgeformt werden. Das Ausbilden
der Ausformungen 4 mittels Umformtechnik ist in besonders einfacher und kostengünstiger
Weise möglich. Das Ausbilden der Ausformung mittels Umformen ist wesentlich weniger
aufwändig als eine spanenden bzw. urformende Ausbildung der kehlenartigen Ausformungen.
Die Innenkontur der kehlenartigen Ausformung 4 (Innenmantelfläche 10') kann hierbei
durch die Geometrie der Stempel definiert werden.
[0029] Die Vierkant-Hohlprofilform der Trägerprofile 1, 2 und das Vorsehen der zwei kehlenartigen
Ausformungen 4 auf gegenüberliegenden Profilseiten 17 stellt lediglich eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Steckverbindungsanordnung dar. Selbstverständlich können beliebige
Profilformen, beispielsweise Rundprofile, verwendet werden. Ebenfalls ist es möglich,
lediglich eine kehlenartige Ausformung 4 bzw. mehr als zwei kehlenartige Ausformungen
4 vorzusehen. Eine symmetrische Ausgestaltung der Trägerprofile 1, 2 ist hierbei nicht
möglich. Erfindungsgemäß muss lediglich das erste Trägerprofil 1 im Bereich des Aufnahmeabschnitts
3 hohlprofilartig ausgebildet und damit zur Aufnahme Einsatzabschnitt 7 des zweiten
Trägerprofils 2 geeignet sein.
[0030] Die Trägerprofile 1, 2 können einstückig ausgebildet werden. Ebenso ist denkbar,
die Trägerprofile 1, 2 mehrstückig auszubilden und die Trägerprofilabschnitt zum Trägerprofil
zufügen. Beispielsweise kann das zweite Trägerprofil 2 aus zwei Trägerprofilabschnitten
mit unterschiedlichem Außenquerschnitt gebildet werden, wobei die Profilabschnitte
unter Ausbildung der Anlagekante 8 miteinander verbunden werden.
[0031] Das Vorsehen des Rastmechanismus 12 ist optional, die Steckverbindungsanordnung kann
ohne Rastmechanismus 12 realisiert werden. Die Trägerprofile 1, 2 werden bevorzugt
aus Aluminium bzw. Edelstahl bzw. verzinktem Stahl gefertigt.
[0032] Figur 3 zeigt eine Anwendung der Steckverbindungsanordnung. Nach dem Ausführungsbeispiel
wird ein zweites Trägerprofil 2, an welchem ein erstes Schild 19 über Haltemittel
20 befestigt ist, in ein als Standfuß dienenden erstes Trägerprofil 1 eingesetzt.
Das zweite Trägerprofil 2 ist hierbei in einem dem Einsatzabschnitt 7 gegenüberliegenden
Randbereich als Aufnahmeabschnitt 3 ausgebildet, so dass ein weiteres Trägerprofil
21, an dem über Haltemittel 20 ein zweites Schild 22 befestigt ist, mit einem Einsatzabschnitt
7' desselben in den Aufnahmeabschnitt 3/des zweiten Trägerprofils 2 eingesetzt werden.
Somit können modular eine Mehrzahl von Schildern 19, 22 mittels der
[0033] Steckträgeranordnung aufgestellt werden. Das erste Trägerprofil 1 kann hierbei eine
variable Länge aufweisen, so dass die Schilder gut sichtbar bzw. in einer gesetzlich
vorgeschriebenen Höhe aufgestellt sind. Die Länge kann insbesondere mit der Anzahl
der Schilder, die zu montieren sind, variieren.
[0034] Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung
sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0035] Figur 4 zeigt ein Lagermagazin 23 für Schilder bzw. Verkehrszeichen 19, 22. Das Lagermagazin
23 weist eine Anzahl von ersten Trägerprofilen 1 auf, welche an einem zentralen Magazinträger
24 befestigt sind. Derartige Lagermagazine 23 werden beispielsweise zur Lagerung von
Verkehrsschildern auf Bauhöfen oder dergleichen sowie zum Transport der Verkehrschilder
19, 22 eingesetzt. Die Trägerprofile 1 erlauben es, die verschiedenen Schilder 19,
22 schnell und zuverlässig in das Lagermagazin 23 einzusetzen, sie in dem Lagermagazin
23 sicher zu halten und in einfacher Weise aus dem Lagermagazin 23 zu entnehmen. Insbesondere
während des Transports der Schilder 19, 22 ist das Vorsehen eines Rastmechanismus
12 vorteilhaft, da die Schilder 19, 22 so auch bei Erschütterungen sicher und zuverlässig
in dem Lagermagazin 23 gehalten sind.
[0036] Der zentrale Magazinträger 24 weist lediglich beispielhaft erste Trägerprofile 1
auf, welche auf gegenüberliegenden Längsseiten angeordnet sind. Nach Figur 5 kann
der zentrale Magazinträger 24 beispielsweise erste Trägerprofile 1 aufweisen, die
alle auf einer gemeinsamen Längsseite des zentralen Magazinträgers 24 angeordnet sind.
[0037] Eine weitere Ausführungsform des Lagermagazins 23 nach Figur 6 sieht vor, dass Schilder
19, 22 in zwei Ebenen besonders platzsparend bevorratet bzw. transportiert werden.
Beliebige andere Geometrien des Lagermagazins 23 sind möglich.
[0038] Die Haltemittel 20 zur Befestigung der Schilder 19, 22 an dem Trägerprofil 2, 21
sind lediglich exemplarisch als Laschen zum Anschrauben der Schilder 19, 22 ausgebildet.
Selbstverständlich kann jede andere bekannte Art der Befestigung der Schilder 19,
22 vorgesehen sein. Beispielsweise können die Schilder 19, 22 eingehakt oder eingeklipst
werden.
1. Steckträgeranordnung für Schilder oder Verkehrszeichen mit einem ersten Trägerprofil
(1) und mit einem zweiten Trägerprofil (2), wobei das zweite Trägerprofil (2) zur
lösbaren Verbindung desselben mit dem ersten Trägerprofil (1) mit einem Einsatzabschnitt
(7, 7') des zweiten Trägerprofils (2) stirnseitig in einen Aufnahmeabschnitt (3) des
ersten Trägerprofils (1) einsetzbar ist, wobei mindestens der Aufnahmeabschnitt (3)
des ersten Trägerprofils (1) hohlprofilartig ausgebildet ist und wobei ein Außenquerschnitt
des zweiten Trägerprofils (2) auf einen Innenquerschnitt des hohlprofilartig ausgebildeten
Aufnahmeabschnitts (3) abgestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aufnahmeabschnitt (3) des ersten Trägerprofils (1) mindestens eine kehlenartige
Ausformung (4) ausgebildet ist, die sich von einer Stirnseite (5) des ersten Trägerprofils
(1) in eine Längsrichtung (6) desselben erstreckt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rastmechanismus (12) vorgesehen ist mit einem dem Einsatzabschnitt (7) zugeordneten,
federnd gehaltenen Rastelement (13) und mit einer dem Aufnahmeabschnitt (3) zugeordneten
Ausnehmung (15), in die das Rastelement (13) in einer Raststellung desselben zur Arretierung
des zweiten Trägerprofils (2) in dem ersten Trägerprofil (1) eingreift, wobei die
Ausnehmung (15) in Verlängerung der kehlenförmigen Ausformung (4) angeordnet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überhöhung (25) der kehlenartigen Ausformung (4) an der Stirnseite (5) des ersten
Trägerprofils (1) derart bemessen ist, dass das Rastelement (13) beim Einsetzen des
zweiten Trägerprofils (2) in den Aufnahmeabschnitt (3) des ersten Trägerprofils (1)
selbsttätig aus der Raststellung in eine Montagestellung verbracht wird, in der das
Rastelement (13) außer Eingriff ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl kehlenartiger Ausformungen (4) an gegenüberliegenden Profilseiten (17)
des Aufnahmeabschnitts (3) angeordnet sind, und/oder dass das erste Trägerprofil (1)
symmetrisch in Bezug auf eine sich in die Längsrichtung (6) erstreckende Längsmittelachse
(11) des ersten Trägerprofils (1) ausgebildet ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastmechanismus (12) eine Blattfeder (14) und einen mittels der Blattfeder (14)
vorgespannten Rastdorn (Rastelement 13) aufweist, wobei der Rastdorn (Rastelement
13) zur Verbindung desselben aus der Raststellung in die Montagestellung und zurück
im Wesentlichen quer verschiebbar zu einer Erstreckungsrichtung des zweiten Trägerprofils
(2) angeordnet ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Trägerprofil (1) und das zweite Trägerprofil (2) aus Vierkanthohlprofilen
gebildet sind.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Realisierung eines modularen Baukastensystems Trägerprofile (1, 2, 21) vorgesehen
sind mit einem Aufnahmeabschnitt (3) und mit einem Einsatzabschnitt (7) an gegenüberliegenden
Randabschnitten des Trägerprofils (1, 2, 21).
8. Verfahren zur Herstellung eines Trägerprofils, insbesondere eines ersten Trägerprofils
nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einem als ein Hohlprofil ausgebildeten Randabschnitt (Aufnahmeabschnitt 3) des
Trägerprofils (1) durch Umformen eine kehlenartige Ausformung (4) ausgebildet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spreiz- und/oder Presswerkzeug stirnseitig in das Hohlprofil (Aufnahmeabschnitt
3) eingeführt und die kehlenartige Ausformung (4) mittels beweglicher Stempel des
Spreiz- und/oder Presswerkzeugs ausgebildet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in einem gemeinsamen Verfahrensschritt kehlenartige Ausformungen (4) auf gegenüberliegenden
Profilseiten (17) des Trägerprofils (1) ausgebildet werden.